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Berglandschaft mit Fluss im Vordergrund

Landschaftsfotografie – Berge richtig fotografieren

Die Berg- und Gebirgsfotografie wird als eine besonders faszinierende Art der Fotografie angesehen. Wandern und Fotografieren ergänzen sich perfekt. Ein Fotoausflug in die Berge kombiniert Anstrengung und Entspannung. Egal ob Himalaya, Alpen, Anden, Rocky Mountains oder Karpaten – jede Gebirgskette hält Ihre besonderen Impressionen bereit. Für den Ausflug in die Berge ist eine Kombination aus alpintauglicher Ausrüstung und körperlicher Fitness gefragt. Für die Anstrengung werden Sie anschliessend mit einem einmaligen Ausblick und eindrucksvollen Fotomotiven entschädigt.

Ausserdem können Sie bei der Bergfotografie Ihre volle Kreativität entfalten. Damit Sie das ideale Bild nicht verpassen, sollten Sie sich bereits gut mit den Werkzeugen eines Fotografen, wie Blende, Belichtungszeit und Iso-Empfindlichkeit, sowie deren Wirkungen und Zusammenhänge auskennen und diese zielgerichtet einsetzen können.

Vorbereitung und Kameraausstattung für den Ausflug ins Gebirge

Wenn Sie einen Fotoausflug in die Berge geplant haben, sollten Sie Ihre Ausrüstung auf das Minimum reduzieren. Sortieren Sie aus, was Sie nicht unbedingt benötigen. Anstatt auf eine Schultertasche, sollten Sie auf einen richtigen Kamerarucksack zurückgreifen, damit das Gewicht auf Ihren Schultern gleichmässig verteilt wird. Zur Wanderausstattung gehören neben Lebensmitteln und Getränken auch ein Stativ, Kamerazubehör (Akkus, Speicherkarten), verschiedene ausgewählte Objektive und natürlich die Kamera. Für Schlechtwettertage sollten Sie den Regenschutz nicht vergessen.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Kamera darauf, dass diese solide und wasserdicht ist und einen Staubschutz aufweist. Um Berge richtig in Szene zu setzen, bieten sich neben der digitalen Spiegelreflexkamera Kompaktkameras mit einem ordentlichen Zoombereich oder die sogenannten Bridgekameras (Superzoomkameras) an. Um Gewicht zu sparen, lassen Sie feste Brennweiten am besten zu Hause und beschränken sich auf möglichst wenige Objektive. Empfehlenswert sind das Weitwinkelobjektiv (10 bis 18mm) und das Standardzoomobjektiv (18 bis 105 mm).

Zusätzlich können Sie verschiedene Filter mitnehmen. Der Polarisationsfilter sorgt beispielsweise dafür, dass die Farben besser dargestellt werden und reduziert den Einfluss von Dunst, während der Grauverlaufsfilter den Helligkeitsunterschied zwischen Boden und Himmel reduziert. Im Hochgebirge bietet sich die Verwendung des UV-Filters an.

Vermeiden Sie bei Ihrer Tagesplanung die Mittagssonne. Gegebenenfalls bietet es sich an, die Wanderrichtung anzupassen. Bevor Sie die Wanderung antreten, sollten Sie Ihr Equipment auf Funktionsfähigkeit überprüfen. Die Akkus sollten geladen und sorgfältig überprüft werden. Neben Ersatzakkus dürfen auch zusätzliche Speicherkarten nicht fehlen.

Tipps für das perfekte Bergfoto

  • Weniger ist häufig mehr. Auch wenn die Natur in alle Richtungen überwältigend ist, sollten Sie anstatt alles zu fotografieren Ihre Aufmerksamkeit auf individuelle Punkte richten und sich bewusst einschränken. Versuchen Sie Emotionen einzufangen.
  • Wechseln Sie öfter die Position, aus der Sie fotografieren. Klettern Sie auf Felsen, legen Sie sich auf den Boden oder gehen Sie in die Hocke. Dabei aber natürlich unbedingt auf Ihre Sicherheit achten!
  • Machen Sie Bilder durch viele Schichten interessanter. Nutzen Sie Vorder-, Mittel- und Hintergrund.
  • Nutzen Sie vorzugsweise den manuellen Fokus. Machen Sie nicht nur Weitwinkelaufnahmen. Detailaufnahmen können ebenfalls verzaubern.
  • Fotografieren Sie zur Abwechslung mal mit Stativ. Erzeugen Sie Belichtungsreihen aus denen Sie später HDR-Bilder erstellen können.

Mit Schnee bedeckte Berglandschaft

Licht, Lichtverhältnisse, Belichtung

Arbeiten Sie mit den drei bekannten Lichtreglern Blende, Belichtungszeit und ISO-Einstellung.

Die Blende reguliert die einfallende Lichtmenge. Je grösser die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Öffnung und desto weniger Licht fällt ein. Dadurch wird die Tiefenschärfe beeinflusst. Durch eine kleine Blendenweite werden einige Motivteile verschärft dargestellt, während andere Motive in Hinter- oder Vordergrund verschwimmen.

Die Belichtungszeit hingegen gibt an, wie lange Licht auf den Bildsensor fällt. Eine lange Belichtungszeit birgt die Gefahr der Verwacklung durch die Kamera oder Motivbewegung. Wenn Sie eine Bewegung einfrieren möchten, sollten Sie kurze Verschlusszeiten nutzen.

Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors wieder. Bei schlechten Lichtverhältnissen können Sie den ISO erhöhen, um eine lange Belichtungszeit zu vermeiden. Dennoch sollten Sie mit dem ISO-Wert vorsichtig umgehen, da ein zu hoher ISO-Wert zu Bildrauschen führen kann.

Beachten Sie beim Fotografieren in den Bergen die «Riesensoftbox» in Form des Himmels. Um keine ausgefressenen Lichter zu bekommen, sollten Sie immer auf die Lichter belichten. Bei digitalen Kameras und Schnee sollten Sie nicht auf die Tiefen belichten. Nutzen Sie an grauen Tagen eine Graukarte für den Weissabgleich. Überdies sollten Sie Gegenlicht vermeiden. Es ist besser die Sonne im Rücken zu haben. Sie können aber auch eine Gegenlichtblende benutzen. Überbelichtung können Sie zusätzlich eliminieren, in dem Sie den Schnee- oder Strandmodus nutzen Ihrer Kamera nutzen.

Die Drittel Regel

Der Goldene Schnitt sorgt für ein bestimmtes Teilungsverhältnis einer Strecke oder Fläche, die in der Betrachtung als angenehm und natürlich wahrgenommen wird. Die Drittel Regel sorgt für eine harmonische Bildaufteilung mit Spannung und Bewegung. Dazu wird das Bild horizontal und vertikal in gleichgrosse Drittel geteilt.

Gewichten Sie den Erdteil stärker. Setzen Sie den Horizont beispielsweise auf die obere horizontale Drittellinie. Ausserdem sollte der Himmel nicht mehr als ein Drittel des Bildes einnehmen. Wichtige Bildelemente werden aus der Mitte gerückt und an den Linienschnittpunkten platziert. Experimentieren Sie mit der Anordnung des Hauptmotivs. Akteure sollten Sie beispielsweise nicht in der Bildmitte platzieren. Achten Sie zusätzlich darauf, dass diese sich möglichst ins Bild hineinbewegen und ins Bild schauen.

Aufgestelltes Kreuz auf einer Bergspitze

Führende Linien Nutzen

Suchen Sie nach diagonalen Linien. Es ist ein einfach anzuwendender Trick, der eine starke Wirkung erzielt. Durch die Nutzung markanter Linien verleihen Sie dem Foto eine gewisse Dynamik. Da bevorzugt von links nach rechts gelesen wird, bietet es sich an, führende Linien von der linken oberen oder unteren Bildecke beginnen zu lassen. Die Linien beeinflussen den Blick des Betrachters und wo dieser mit seinem Blick endet. Als solche Linien eignen sich zum Beispiel Zäune oder Wanderwege.

Probleme und deren Behebung

Wenn Sie kleinere Fehler, wie z.B. Über- oder Unterbelichtung, auch noch im Nachhinein kompensieren möchten, sollten Sie Ihre Fotos im RAW-Format aufnehmen. Im Gegensatz zu JPEG-Format-Aufnahmen bietet RAW viel Nachbearbeitungspotenzial. Dynamik, Kontrast und Farben können Sie aus RAW-Dateien im Nachhinein herausholen. Beachten Sie, dass RAW-Dateien grösser sind und Sie mehr Speicherplatz benötigen.

Die Bergtour ist schon geplant, aber schlechtes Wetter naht? Lassen Sie sich davon nicht die Laune verderben. Schlechtes Wetter bringt interessante auftürmende Wolkenformationen rund um Bergmassive mit sich.

Wenn die Farben durch schlechte Lichtverhältnisse nur flau herüberkommen, können Sie die Bilder retten, indem Sie aus farbigen Bildern schwarz-weiss Aufnahmen machen. Dazu erhöhen Sie den Kontrast, reduzieren die Belichtung und heben die Weisstöne an.

Fazit

Die Hochgebirge dieser Welt haben zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten unglaubliche Fotokulissen zu bieten. Nutzen Sie für besondere Aufnahmen die Goldene Stunde. Die Zeit vor Sonnenuntergang und nach dem Sonnenaufgang hält wunderschöne Lichtspiele bereit. Sobald Sie längere Belichtungszeiten wählen, sollten Sie das Stativ nutzen.

Unterschiedliches Wetter sorgt für unterschiedliche Fotostimmung. Schlechtwetter bringt durch bedrohliche Wolken und markante Gipfel eine gewisse Dramatik mit sich, während warmes Nachmittagslicht harmonische Bergpanoramen hervorzaubert. Geheimnisvolle Motive erhalten Sie an bewölkten Tagen. Nebel verstärkt das Mystische zusätzlich.

Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Kamera und die einzelnen Werkzeuge in und auswendig beherrschen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf die Bergfotografie. Nur so können stimmungsvolle Momente von kurzer Dauer ideal eingefangen werden. Belichtung, Fokussierung und Bildaufbau sind drei Faktoren, die Aufnahmen entscheidend beeinflussen. Ihrer Kreativität sind bei der Fotografie von Bergen keine Grenzen gesetzt. Spielen Sie mit den verschiedenen Parametern und Perspektiven, aber denken Sie an Ihre eigene Sicherheit. Kein Foto ist es Wert, ein Risiko einzugehen.

 

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Photoshop: Architekturretusche

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken.

Die Objektivkorrektur

Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben.

Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken. Die Objektivkorrektur Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben. Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Wurde die Objektivkorrektur gewählt, öffnet sich ein neues Fenster. Wählen Sie in diesem den Reiter «Benutzerdefiniert». Dort befindet sich der Bereich «Transformieren». Hier können Sie sowohl die vertikale als auch die horizontale Perspektive anpassen. Bei der Architekturfotografie wird meist nur die vertikale Perspektive benötigt. Schieben Sie den Regler der vertikalen Perspektive solange, bis sich das Gebäude in seiner ursprünglichen Form befindet. Als Hilfestellung kann ein Raster eingeblendet werden, indem Sie unten links bei «Raster einblenden» einen Haken setzen.

Screenshot – Benutzerdefinierte Objektivkorrektur in Photoshop

Durch die Veränderung der vertikalen Perspektive wird die Form der Aufnahme verändert. Anschliessend müssen Sie diese neu beschneiden. Im Reiter «Auto-Korrektur» der Objektivkorrektur kann ein Haken bei «Bild automatisch skalieren» gesetzt werden. Dadurch wird das Bild automatisch beschnitten.

Hinweis: Um eine solche Objektivkorrektur vornehmen zu können, ist es wichtig, bereits beim Fotografieren des Objektes einen gewissen Abstand zum Bildrand zu haben. Durch die Veränderungen der Perspektive kann es sonst passieren, dass Teile des Gebäudes der Beschneidung zum Opfer fallen.

Das Bild nach dem Horizont ausrichten

Ist der Horizont auf einem Bild deutlich zu sehen, sollte dieser gerade durch das Bild verlaufen. Dies ist überwiegend bei Aufnahmen der Fall auf denen sich grössere Gewässser im Hintergrund befinden. Beim freihändigen Fotografieren passiert es schnell, dass der Horizont schief im Bild ist und somit die gesamte Aufnahme schief wirken lässt. Aber auch hierfür bietet Photoshop eine schnelle und einfache Lösung.

Screenshot – Der Weg zum Linealwerkzeug in Photoshop

Öffnen Sie auch hier zuerst das zu bearbeitende Bild in Photoshop. In der linken Seitenleiste befindet sich die Pipette, in deren Auswahlmenü sich das Linealwerkzeug befindet. Durch einen rechten Mausklick auf die Pipette erscheint dieses Menü.

Screenshot – begradigen des Horizonts mit dem Linealwerkzeug in Photoshop

Wurde das Linealwerkzeug ausgewählt, setzen Sie die Maus auf der linken Seite des Horizonts an. Halten Sie nun die Maustaste gedrückt und ziehen Sie eine Linie entlang des Horizonts. Unter der oberen Menüleiste finden Sie den Befehl «Ebene gerade ausrichten». Die markierte Horizontallinie wird nun mit der gesamten Aufnahme geradegerichtet.

Vorher – Nachher Begradigung des Horizonts

Die Schatten und Lichter der Aufnahme optimieren

Bei der Retusche von Architekturaufnahmen spielt nicht nur die Perspektive und die Lage des Horizonts eine Rolle. Ebenso bedeutend ist die Wirkung der Schatten und Lichter sowie der Farbe. Wirkt eine Aufnahme noch etwas fad, hilft der Camera RAW-Filter, um dem Bild die richtige Wirkung zu verleihen.

Screenshot – Weg zum Camera RAW-Filter in Photoshop

Wie bereits die Objektivkorrektur befindet sich Camera RAW-Filter in der oberen Menüleiste unter dem Reiter «Filter». Hier öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster. In diesem finden Sie unterschiedliche Regler, die Sie beliebig verschieben können. Wie die Veränderungen der verschiedenen Kriterien miteinander wirken, lässt sich durch Ausprobieren am besten herausfinden. Spielen Sie also mit den Reglern Farbtemperatur, Belichtung, Tiefen, Lichter, Weiss und Schwarz. So können sich selbst unter- oder überbelichtete Fotos in kontrastreiche Aufnahmen verwandeln.

Mit der Erhöhung des Reglers «Klarheit» werden noch stärkere Konturen und Kontraste geschaffen.

Screenshot – zwei unterschiedliche Reiter im Camera RAW-Filter in Photoshop

Links zeigt den Camera RAW-Filter mit den Grundeinstellungen – Rechts zeigt den selben Filter mit dem geöffneten Reiter HSL/ Graustufen

Dominiert eine bestimmte Farbe die Aufnahme oder eine Farbe soll besonders hervorgehoben werden, hilft ebenfalls der Camera RAW-Filter. Nutzen Sie den Reiter HSL/Grautöne. Dort können Sie sowohl den Farbton als auch die Sättigung und die Luminanz der verschiedenen Farben einzeln regulieren. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, kann der Camera RAW-Filter mit einem Klick auf «OK» geschlossen werden. Anschliessend kann das Bild gespeichert oder weitere Nachbearbeitungsmassnahmen vorgenommen werden.

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Fazit

Nicht nur Portraits sondern auch Gebäude können durch die Retusche ins richtige Licht gerückt werden. Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop bietet dabei schnelle und einfache Möglichkeiten, um die wichtigsten Schönheitskorrekturen bei Ihren Architekturaufnahmen vorzunehmen. Die Korrektur von Objektivverzerrungen, dem Ausrichten des Horizonts und dem Optimieren der Lichter und Schatten verhelfen dabei zu einer gelungenen Bildwirkung.

Neben diesen drei Methoden gehört auch das Entfernen von störenden Elementen zur Fotoretusche. Wie Sie Objektivverschmutzungen oder unschöne Elemente aus einem Foto entfernen erfahren Sie detailliert im Artikel «Retuschieren von Fotos in Photoshop – so gelingt’s».

Fotoequipment und Zubehör

Nützliches Objektiv-Zubehör für gelungene Fotos

 

Nicht jedes Objektiv ist für jedes Fotomotiv optimal geeignet und jeder Hersteller produziert für seine Kameras spezielle Modelle, die meist nicht mit Kameras anderer Marken kompatibel sind. Da die Anschaffung eines hochwertigen Objektivs obendrein noch sehr kostspielig werden kann, überlegen die meisten Hobby-Fotografen genau, welches Objektiv sich für ihre Zwecke am besten eignet. Mit ein paar nützlichen Zusatzprodukten können Sie die Einsatzmöglichkeiten Ihrer Objektive erweitern und an Ihr Fotomotiv anpassen. Wir zeigen Ihnen, was sich hinter Objektivadaptern, Konvertern und Zwischenringen verbirgt und wie Sie Ihr Objektiv am besten schützen.

Objektivadapter für systemübergreifende Verwendung der Objektive

Beim Neukauf einer Spiegelreflexkamera stehen viele Fotografen vor dem Problem, sich entweder ein Modell der bisher verwendeten Marke zuzulegen oder neues Equipment für eine neue Kamera eines anderen Herstellers zu kaufen. Einige Hersteller verwenden sogar verschiedene Bajonettanschlüsse für ihre unterschiedlichen Kamerasysteme, um den Objektivwechsel zu erleichtern oder Automatikfunktionen zu ermöglichen.

Objektivadapter, die zwischen Kameragehäuse und Objektiv geschraubt werden, bieten die Lösung, wenn Sie eine Kamera mit einem Objektiv einer fremden Marke oder eines anderen Kamerasystems kombinieren möchten. So können Objektive systemübergreifend verwendet werden und müssen nicht bei jedem Kamerawechsel neu gekauft werden.

Es gibt verschiedene Objektivadapter für unterschiedliche Kamera-Objektiv-Kombinationen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Automatikfunktionen mit dem Adapter nicht mehr oder nur noch eingeschränkt verfügbar sind. Je ähnlicher sich die Anschlüsse von Kamera und Objektiv sind, desto geringer fallen auch die Einschränkungen der Automatikfunktionen aus. Bei Kamerasystemen, die grundsätzlich bestimmte Parameter automatisch einstellen, sind Objektivadapter teilweise nur sehr eingeschränkt nutzbar, wenn Sie die Automatikfunktionen beeinträchtigen.

Zwischenringe für Nah- oder Makroaufnahmen

Über den Auszug eines Objektivs kann die Entfernung zwischen Objektiv und Bildebene für eine bessere Schärfentiefe an das Motiv angepasst werden. Insbesondere bei Makroaufnahmen mit geringem Abstand zum Objekt muss der Abstand zwischen Linse und Bildfläche entsprechend gross sein, damit eine scharfe Aufnahme entsteht. Dieser veränderbare Abstand ist aus technischen Gründen jedoch begrenzt. Mit Hilfe von Zwischenringen können Sie den Einstellbereich des Auszugs verlagern und bessere Nah- oder Makroaufnahmen machen.

Dabei ist zwischen einfachen manuellen Zwischenringen und Automatik-Zwischenringen zu unterscheiden. Ähnlich wie bei den Objektivadaptern bereits beschrieben, erfordern die Zusatzfunktionen vieler Objektive bestimmte Koppelelemente. Automatik-Zwischenringe leiten die Automatikfunktionen zwischen Objektiv und Kameragehäuse weiter und sind daher teurer als einfache Zwischenringe, aber sehr zu empfehlen, um wichtige Automatikfunktionen nutzen zu können. Bei der Verwendung von manuellen Zwischenringen stehen diese nicht zur Verfügung, da das Koppelelement fehlt.

Je nach Hersteller gibt es für digitale oder auch analoge Spiegelreflexkameras einzelne Zwischenringe in verschiedenen Längen und ganze Sets, die auch kombiniert verwendet werden können. Zwischenringe haben ein matt schwarz gefärbtes Inneres und mindestens eine Ringblende, um Streulicht zu reduzieren. Die Verwendung von mehr als drei Zwischenringen sollten Sie dennoch vermeiden, da somit mehr Streulicht entsteht und die Qualität des Bildes beeinträchtigt.

Objektiv wird auf Kamera geschraubt

Konverter und Objektivvorsätze zur Veränderung der Brennweite

Objektivkonverter werden wie Zwischenringe zwischen Kameragehäuse und Objektiv geschraubt und verlängern oder verkürzen dessen Brennweite.

Während ein Telekonverter die Brennweite verlängert und somit ein normales Objektiv zu einem leichten Teleobjektiv – ideal für Portraits – macht, verkürzt der Weitwinkelkonverter die Brennweite und erlaubt beeindruckende Landschaftsaufnahmen. Speziell für die Leistungsverbesserung von Weitwinkelobjektiven im Nahbereich bieten manche Hersteller auch Makro-Konverter an. Diese sind dann allerdings auf bestimmte Objektivmodelle ausgelegt und selten mit anderen kompatibel.

Während für die Nutzung von Konvertern immer erst das Objektiv abgeschraubt werden muss, können Objektivvorsätze direkt davor angebracht werden. Je nach Hersteller werden Vorsätze auf das Objektiv aufgesetzt oder in das Filtergewinde eingeschraubt. Zur Verkürzung der Brennweite und Erweiterung des Bildwinkels gibt es beispielsweise spezielle Weitwinkel- und Fisheyevorsätze.

Taschen und Deckel zum Schutz der Objektive

Zum Schutz teurer Objektive und zur sicheren Aufbewahrung von empfindlichem Zubehör gibt es Köcher und Taschen für jegliche Objektivgrössen. Diese sind oft aus Neoprenstoff oder anderen weichen und fusselfreien Textilien, die das Equipment vor Kratzschäden und Stössen schützen.

Auf der Suche nach einem tollen Motiv beim Wanderausflug oder Städtetrip muss die Kamera natürlich immer griffbereit sein, um sie oder das Objektiv nicht für jedes Foto erst aus der Kameratasche holen zu müssen. Praktische Kameragurte, Clipsysteme und ähnliches erleichtern das Tragen der Kamera, damit Sie sie unterwegs schnell zur Hand haben.

Um das Objektiv auch unterwegs vor Kratzern, Staub und Ähnlichem zu schützen, sollten Sie auf einen passenden Deckel nicht verzichten. Diese gibt es preiswert in unterschiedlichen Ausführungen. Da diese beim Abnehmen oder Aufstecken jedoch schnell herunterfallen oder verloren gehen, sollten Sie den Objektivdeckel mit einem Band an der Kamera befestigen. Für die sichere Aufbewahrung des Deckels während des Fotografierens gibt es auch spezielle Halterungen, die der Fotograf ähnlich wie einen Schultergurt tragen kann. Dort kann der Deckel in ein passendes Gegenstück eingeklickt werden, so lange er nicht benötigt wird.

Tasche mit Kamera und Fotoequipment

Fazit

Bei der grossen Vielfalt an Zubehör für Objektive sollten Sie vor allem die für Ihre Zwecke am nützlichsten Produkte wählen. Wenn Sie am liebsten ein universell einsetzbares Objektiv verwenden oder Objektive verschiedener Hersteller oder Serien besitzen, finden Sie bei entsprechenden Adaptern, Konvertern oder Zwischenringen für jeden Nutzen die passende Ergänzung und preiswerte Alternative zu einem Spezialobjektiv. Schützen Sie Ihr Equipment mit entsprechenden Taschen und Schutzhüllen, damit es Ihnen lange erhalten bleibt.

Digitalkamera mit zwei zusätzlichen Objektiven

Welche Objektivtypen gibt es? – Unterschiede, Hersteller und Kaufkriterien

Das Objektiv ist, neben der Kamera selbst, eines der wichtigsten Werkzeuge eines Fotografen. Die Auswahl des geeigneten Objektivs ist bei der Fülle an Varianten und Herstellern am Markt nicht immer einfach.

Mit diesem Artikel geben wir einen Überblick über die verschiedenen Objektivarten und die wichtigsten Hersteller. Weiterhin werden Kriterien angeführt, die Sie bei der Entscheidung für ein Objektiv beachten sollten.

Objektiv-Typen und ihre Unterscheidungskriterien

Generell lassen sich Objektive anhand ihrer Brennweite und Lichtstärke unterscheiden. Je nach Ausprägung dieser Parameter definieren sich auch die Einsatzgebiete der verschiedenen Objektiv-Typen. Im Folgenden werden die Objektivtypen und deren Unterschiede detaillierter erklärt.

Ausführliche grundlegende Informationen zur Brennweite und Lichtstärke finden Sie im Artikel: «Worauf muss man beim Objektivkauf achten».

Festbrennweiten- vs. Zoomobjektive

Festbrennweitenobjektive sind Objektive mit einer bestimmten Brennweite und ohne Zoommöglichkeit. Diese Objektive sind klein und kompakt. Dadurch haben sie ein geringes Gewicht im Vergleich zu anderen Objektivtypen und sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung (ab ca. 110 CHF). Der grosse Vorteil von Festbrennweitenobjektiven ist die grosse Lichtstärke und die damit verbundene bessere Abbildungsqualität im Vergleich zum Zoomobjektiv. Ein Nachteil ist, dass man durch die feste Brennweite auf einen bestimmten Bildausschnitt festgelegt ist. Eine Veränderung des Ausschnitts ist nur durch die Verlagerung des Standortes des Fotografen möglich. Aufgrund der geringen Schärfentiefe sind Festbrennweitenobjektive unter anderem für die Portraitfotografie geeignet.

Das Zoomobjektiv mit seinem einstellbaren Brennweitenbereich ist dagegen ein echter Allrounder. Der Fotograf hat ein Objektiv für verschiedenste Situationen, die unterschiedliche Brennweiten erfordern (Portraitfoto vs. Landschaftsfoto) und dadurch einen grossen Gestaltungsspielraum. Für die höhere Flexibilität müssen Abzüge in der Abbildungsqualität im Vergleich zur Festbrennweite in Kauf genommen werden. Zoomobjektive sind z.B. weniger lichtstark als Festbrennweiten. Auch nimmt die Lichtstärke des Zoomobjektivs ab, je weiter die Brennweite in den Tele-Bereich verlagert wird. Besonders praktisch ist das Zoomobjektiv auf Reisen, da sich der Umfang des Fotogepäcks durch Wegfall von nicht extra benötigten Tele- und Weitwinkelobjektiven deutlich reduziert.

verschiedene Kamera-Objektive in einer Zusammenstellung

Die Spezialisten: Teleobjektiv, Weitwinkelobjektiv, Makroobjektiv

Neben der Einteilung in Festbrennweiten- oder Zoomobjektiv gibt es Objektive, die sich in ihren Eigenschaften von einem Standardobjektiv unterscheiden.

Teleobjektive haben eine grosse Brennweite (erhältlich im Brennweiten von 70 mm bis über 1000 mm). Sie sind sowohl als Festbrennweiten- als auch als Zoomobjektive erhältlich und dienen der Vergrösserung von weiter entfernten Objekten. Sie erzeugen eine geringere räumliche Tiefe als z.B. Weitwinkelobjektive, wodurch das Gefühl einer geringeren Entfernung zum Objekt entsteht und das Bild sich verdichtet. Zum Fotografieren mit einem Teleobjektiv ist auf Grund ihres hohen Gewichts meist ein Stativ notwendig. Zum Einsatz kommen diese Objektive z.B. in der Sport- und Tierfotografie.

Weitwinkelobjektive besitzen Brennweiten unter 50 mm und bieten bei gleichem Bildabstand einen grösseren Bildausschnitt als Standardobjektive. Sie werden zumeist als Zoomobjektiv angeboten und decken in verschiedenen Varianten einen Brennweitenbereich von 10 – 35 mm ab. Weitwinkelobjektive erzeugen bei gleichem Bildausschnitt mehr Tiefe als ein Teleobjektiv, wodurch Abstände zwischen einzelnen Objekten auf dem Bild besser herausgestellt werden können. Je geringer die Brennweite des Objektivs, desto stärker tritt der Effekt der Vignettierung (Verdunklung der Seitenränder) auf. Eingesetzt werden Weitwinkelobjektive unter anderem in der Landschaft- und Architekturfotografie.

Makroobjektive sind optimiert auf die Fotografie im Nahdistanzbereich und bilden die fotografierten Objekte im Abbildungsmassstab 1:2 oder 1:1 ab. Sie sind sowohl als Festbrennweiten- als auch als Zoomobjektiv in Brennweiten zwischen 40 – 200 mm erhältlich. Im Vergleich zum Standardobjektiv zeichnen sie sich durch eine geringere Naheinstellgrenze aus. Nachteile sind ihr hoher Preis und das relativ hohe Gewicht. Makroobjektive finden Einsatz in der Detailfotografie und bei Kleintieraufnahmen.

Der Panorama-Spezialist: Fischaugenobjektiv

Das Fischaugenobjektiv ist ein spezielles Objektiv aus dem Superweitwinkelbereich. Mit diesem können Sie Bildwinkel von bis zu 180° erreichen. Es biegt gerade Linie ausserhalb des Bildmittelpunktes nach aussen, wodurch ein rundliches Abbild entsteht. Es treten Effekte wie tonnenförmige Verzeichnung, Tiefendehnung und Deformation auf, die die Anwendung eines Fischaugenobjektivs vor allem im Bereich der Panoramafotografie reizvoll machen.

Meerblick vom Strand aufgenommen mit einem Fischaugenobjektiv

Objektiv-Hersteller

Bei der Auswahl eines Objektivs steht auch die Entscheidung für einen Hersteller an. Prinzipiell bieten die bekannten Kamera-Hersteller wie z.B. Canon, Nikon oder Olympus jeweils eigene Objektive für ihre Kameras an. Ausserdem existieren spezialisierte Objektiv-Hersteller wie z.B. Leica, Voigtländer oder Zeiss. Die herstellereigenen Objektive sind nur mit dem jeweiligen Kameraanschluss erhältlich. Bei den Objektiven der spezialisierten Hersteller kann man je Objektiv zwischen den verschiedenen Kameraanschlüssen wählen und den geeigneten Anschluss für seine Kamera heraussuchen.

Entscheidungshilfe bei der Objektivwahl

Als Abschluss möchten wir drei Kriterien aufführen, die Sie bei der Entscheidung für ein Objektiv berücksichtigen sollten, um auch ein geeignetes Objektiv für ihre Vorhaben zu erhalten. Zusätzlich dazu können Sie im Artikel «Worauf muss man beim Objektivkauf achten» auch einen Absatz zum Thema Preisspanne bei Objektiven finden.

Kameraanschluss

Wichtig bei der Auswahl eines Objektivs ist der jeweilige Kameraanschluss. Das am weitesten verbreitete Anschluss-Prinzip ist der Bajonett-Anschluss. Diesen gibt es in der jeweiligen Herstellermodifikation in verschiedenen Ausführungen. Beispielhaft sind in der untenstehenden Tabelle einige Bajonett-Anschlussvarianten aufgeführt. Informieren Sie sich unbedingt vor dem Kauf eines Objektivs, ob dieses mit Ihrer Kamera kompatibel ist.

Hersteller Name des Bajonett-Anschlusses
Canon EF-Bajonett
Nikon Nikon-F, Nikon-1
Pentax K-Bajonett
Olympus Four-Thirds-Standard
Sony E-Bajonett

Neben den Bajonett-Anschlüssen existieren unter anderem bei älteren Kameras bzw. auch bei Kameras für Industriezwecke noch Schraubgewinde wie z.B. der herstellerübergreifende Standard M-42.

Einsatzbereich

Beim Kauf eines Objektivs ist es ebenfalls wichtig zu wissen, wofür dieses zum Einsatz kommen soll. Benötigt man einen Allrounder, sollte aus den oben genannten Gründen auf ein Zoomobjektiv zurückgegriffen werden. Möchte man einen Spezialisten, um noch mehr Bildqualität zu erhalten, dann ist einer der oben genannten speziellen Objektivtypen – je nach Einsatzbereich – zu empfehlen. Haben Sie bisher nur mit Zoomobjektiven gearbeitet und möchten nun austesten, was man in Bezug auf die Bildqualität noch herausholen kann, dann suchen Sie nach einem geeigneten Festbrennweitenobjektiv. Hier eignen sich zum Einstieg Festbrennweiten von 50 mm besonders gut.

Minimale Naheinstellung und Filtergewinde

Weitere zu beachtende Entscheidungskriterien sind die minimale Naheinstellung und das Filtergewinde.

Die minimale Naheinstellung – von den Herstellern oft als MOD (= minimale Objektdistanz) bezeichnet – ist der geringstmögliche Abstand zwischen dem Motiv und der vordersten Kameralinse. Möchten Sie vor allem im Bereich der Nahdistanzfotografie arbeiten, sollten Sie diese Angabe im Blick haben.

Tipp: Die minimale Nahdistanzeinstellung lässt sich durch die Verwendung von sogenannten Zwischenringen (zwischen Anschlussgewinde und Kamera) weiter optimieren.

Auf die Angaben zum Filtergewinde sollten Sie achten, wenn Sie sich zu ihrem bisherigen Objektiv bereits optische Filter angeschafft haben. Sofern bisheriges und neues Objektiv dasselbe Filtergewindemass haben, können Sie Ihre bisherigen Filter auch für das neue Objektiv nutzen.

Tipp: Durch die Verwendung von Filteradaptern ist es möglich unterschiedliche Filtergewindemasse auszugleichen. Diese können dazu verwendet werden grössere Filter an kleineren Gewinden anzuschliessen.

Silvester-Feuerwerk zwischen Bergen und See mit einem Fisheye-Objektiv aufgenommen

Feuerwerk an Silvester fotografieren

Der Jahreswechsel wird in vielen Orten der Welt mit einem eindrucksvollen Feuerwerk zelebriert. Die tollen Lichteffekte, welche traditionell die bösen Geister des letzten Jahres vertreiben sollen, zeichnen zum Teil besondere Kunstwerke an den Nachthimmel des 31. Dezembers. Diese Momente fotografisch eindrucksvoll festzuhalten, ist Ziel vieler Hobbyfotografen.

So sind Sie optimal vorbereitet

Ein wesentlicher Faktor, auf den wir jedoch leider keinen Einfluss haben, ist das Wetter. Nebel, Schnee oder gar Regen sind keine optimalen Voraussetzungen für das Fotografieren der Feuerwerkskörper am Nachthimmel des Silvesterabends. Ein bisschen Glück gehört also auch dazu.

In Vorbereitung auf den Jahreswechsel empfiehlt es sich bereits im Vorfeld eine geeignete Location auszuwählen. Suchen Sie sich doch eine ländliche Erhöhung für eine gute Aussicht oder den Balkon eines Hochhauses, um möglichst einen tollen Bildausschnitt zu ergattern. Oder fotografieren Sie das Feuerwerk in Kombination mit einem Fluss oder See, um mit der reflektierenden Wasseroberfläche eine interessante Bildkomposition zu schaffen.

Um ein tolles Foto vom Feuerwerk zu knipsen, empfiehlt sich ein Objektiv mit möglichst geringer Brennweite zu nutzen. Ein Weitwinkelobjektiv mit einer Brennweite von 18mm oder gar ein Fisheye‑Objektiv sind nützliche Helfer für die Silvesterfotografie und einen besonders weiten Blickwinkel.

Ein wesentliches Essential zum Fotografieren des Feuerwerks an Silvester ist zudem ein Stativ. In der Regel bietet sich hierbei vor allem ein Drei-Bein-Stativ an, da es einen sicheren und ruhigen Stand gewährleistet.

Weiterhin können Sie den Selbstauslöser der Kamera nutzen oder einen separaten Funkauslöser verwenden, um die Kamera während des Feuerwerks nicht berühren zu müssen. So vermeiden Sie unscharfe Bilder.

Bitte achten Sie auf Ihre Sicherheit. Die beeindruckenden Lichteffekte der Silvesterraketen sollten Sie stets aus einer sicheren Umgebung einfangen.

Diese Kameraeinstellungen sollten Sie mit einer DSLR vornehmen

Bestenfalls verwenden Sie eine Kamera, mit der Sie manuelle Einstellungen vornehmen können. Eine Spiegelreflexkamera ist hierbei also gut geeignet. Zunächst können sowohl der Bildstabilisator als auch der automatische Fokus des Objektivs ausgestellt werden, da diese Funktionen nicht explizit genutzt werden. Das Stativ ersetzt den Bildstabilisator und eine auf unendlich gerichtete Fokussierung ermöglicht es, die zahlreichen, schnelllebigen Bewegungen einzufangen, was der Autofokus nicht realisieren könnte.

Feuerwerksfotografie – bunte Lichteffekte am Nachthimmel

Da die Feuerwerkskörper des Jahreswechsels am Nachthimmel fotografiert werden, ist eine Langzeitbelichtung notwendig. In Abhängigkeit der umgebenden Lichtquellen, wie vor allem mögliche Reklame- und Strassenbeleuchtung, sollte der Belichtungswert individuell angepasst werden. Ausserdem kann die Anzahl der Feuerwerkskörper, die am Himmel zu sehen sind, von Ort zu Ort unterschiedlich sein. Die Nachtidylle ländlicher Umgebungen kann sich zu dem Feuerwerk grosser Städte deutlich unterscheiden. Umso weniger Silvesterraketen in den Himmel steigen, desto länger können Sie belichten, um mehrere Feuerwerkskörper in einem Foto einzufangen.

Zudem sind der ISO-Wert 100 und der Weissabgleich auf Kunstlicht empfehlenswert. Die Blendenzahl im Bereich von 8 bis 11 sind stets eine gute Richtlinie. Bedenken Sie dabei jedoch, dass die Einstellungsoptionen grundsätzlich von der Umgebungssituation abhängig sind.

Da die ersten Silvesterraketen erfahrungsgemäss bereits vor 24 Uhr erhellen, bieten sich Testbilder an. Auf diesem Wege können Sie bereits alle notwendigen Einstellungen an die Fotografie-Umgebung anpassen und um Punkt 24 Uhr die tollen Momente als Foto einfangen.

Tipp: Beim Fotografieren eines professionellen Feuerwerks sollten Sie die Belichtungszeit stets gering einstellen, da hierbei in der Regel zahlreiche und grössere Feuerwerksbilder in kürzerer Zeit am Nachthimmel erscheinen.

Alternative zu DSLR – Feuerwerk mit dem Smartphone fotografieren

Nicht jeder Hobbyfotograf ist gewillt die Silvesternacht mit sündhaft teurem und manchmal doch sehr unhandlichem Kamera‑Equipment zu verbringen. Das Smartphone ist bei den meisten von uns aber doch immer dabei. Die Serienbildfunktion vieler Smartphone-Kameras ist hierfür eine gute Option. Auch immer mehr Smartphones bieten manuelle Kameraeinstellungen an.

Feuerwerk mit dem Smartphone fotografieren

Auch wenn Sie das Feuerwerk mit Ihrem Smartphone fotografieren wollen, ist ein Stativ durchaus hilfreich. Diese gibt es auch für Smartphones in praktischen Grössen für jede Handtasche. Alternativ können Sie das Smartphone auch auf einer geeigneten Fläche positionieren, um möglichst wackelfreie Bilder zu machen.

Auch hier bietet ein weitgefasster Bildausschnitt die besten Voraussetzungen für schöne Feuerwerksaufnahmen. Zusätzliche Smartphone-Objektive, wie ein Weitwinkel- oder Fisheye‑Objektiv sind praktische und kostengünstige Helfer.

Verzichten Sie bei Ihren Silvesteraufnahmen mit Ihrem Smartphone sowohl auf das Zoomen, den Aufhellblitz als auch auf HDR-Aufnahmen, um die bestmögliche Qualität der Kurzmomente zu erzielen.

Mit ähnlichen Kameraeinstellungen können Sie Gewitterblitze fotografieren. Lesen Sie hier, was Sie dabei beachten sollten.

Die Gegenlichtblende schützt das Objektiv auf Reisen.

Die Gegenlichtblende für schöne Aufnahmen im Sonnenlicht

Fotos der letzten Sommerferien überzeugen erst, wenn blauer Himmel und strahlender Sonnenschein darauf zu sehen sind. Und wer hat nicht schon einmal versucht, Strand und Meer im Licht der untergehenden Sonne romantisch zu inszenieren. Mit Gegenlicht können Fotos auf vielerlei Weise kreativ gestaltet werden.

Bildqualität verbessern mit der Gegenlichtblende

Eine Gegenlichtblende, auch Streulichtblende genannt, schirmt die Linse vor seitlich einfallendem Sonnenlicht ab. So wird verhindert, dass die Strahlen im Kamerainneren mehrfach reflektieren bzw. streuen. Dieses Streulicht führt zum einen zu matten und kontrastlosen Aufnahmen, zum anderen entstehen daraus sogenannte Blendenflecken. Dabei handelt es sich um helle Ringe, die sich, wie an einer Schnur aufgereiht, über das Bild hinwegziehen. Manchmal werden Blendenflecken bewusst als Stilmittel eingesetzt. Jedoch wird die Qualität des Fotos dann beeinträchtigt, wenn wichtige Details durch sie überdeckt werden. Auch wenn die Lichtquelle gar nicht im Bild sichtbar, aber auch nicht weit vom Bildrand entfernt ist, kann sie noch durch Streulicht Blendenflecken hervorrufen. Deswegen ist es empfehlenswert, die Gegenlichtblende stets am Objektiv befestigt zu lassen. Meist reicht es zwar, einfach einen Schritt in den Schatten zu gehen um den direkten Sonneneinfall in die Linse zu vermeiden, doch nicht immer ist genug dafür Zeit vorhanden. Viele Fotomomente sind schliesslich flüchtig und entstehen so schnell nicht wieder. Sinnvoll ist eine Gegenlichtblende allerdings nicht, wenn bewusst direkt in die Sonne fotografiert wird, Blendenflecken lassen sich dann nicht vermeiden. Das praktische Kamera-Utensil ist im Übrigen nicht nur für das Fotografieren im Freien geeignet. Es kommt beispielsweise auch in Fotostudios zum Einsatz, da auch dort Lichtquellen abgeschirmt werden müssen.

Blendenflecke entstehen durch seitlich einfallendes Streulicht.

Mechanischer Schutz durch eine Gegenlichtblende

Gegenlichtblenden werden auch eingesetzt, um gegen äussere Störfaktoren wie Witterung, Schmutz oder lästige Fingerabdrücke auf der Linse zu schützen. Ausserdem halten sie Kratzer und Schläge ab, etwa wenn die Kamera beim Laufen über die Schulter gehängt wird.

Hinsichtlich des Materials lässt sich zwischen Modellen aus Aluminium, Metall, Plastik oder Gummi wählen. Modelle aus Plastik oder Aluminium sind leichter als Metall und können Stösse gut abfedern. Blenden aus Gummi können dagegen leichter verstaut werden, sind dafür aber weniger widerstandsfähig. Neben den Vorteilen der verbesserten Bildqualität und dem mechanischen Schutz werden Gegenlichtblenden nicht zuletzt auch wegen ihres professionellen Looks als Kamera-Accessoire verwendet.

Die Gegenlichtblende schützt das Objektiv auf Reisen.

Gegenlichtblenden für verschiedene Kameratypen

Die meisten Objektive sind bereits mit einer Gegenlichtblende ausgestattet. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich beim Kauf, ein passendes Modell entsprechend des Herstellers der Kamera zu wählen. Kompatibilitätsprobleme lassen sich so vermeiden.

Gegenlichtblenden werden entweder geschraubt oder geklemmt und sind dann sofort einsatzbereit. Jedoch passen sie nur auf Kameras, die ein passendes Filtergewinde haben. Während sich Spiegelreflexkameras einfach nachrüsten lassen, ist dies bei Kompaktkameras häufig nicht der Fall. Hier bietet es sich an, einfallendes Sonnenlicht einfach mit der Hand abzuschirmen. Bei einigen Digitalkameras sind an der äusseren Glasscheibe des Objektivs die nicht benötigten Flächen bereits vom Hersteller abgedeckt. Es entsteht ein rechteckiger Lichteintritt, so dass schräg einfallendes Licht nicht so leicht in das Innere des Objektivs fallen kann.

Besonderheiten von Weitwinkel- und Teleobjektiven

Vielfach eingesetzt werden Universalgegenlichtblenden, die für einen Brennweitenbereich von 50 – 200 mm verwendbar sind. Für das Fotografieren mit Weitwinkel- und Teleobjektiven sollte aber auf die optimale Form und Länge geachtet werden. Hat die Gegenlichtblende nämlich nicht die richtige Form, entsteht der sogenannte Vignettierungs-Effekt. Die Gegenlichtblende ragt dann in das Foto und es entstehen unschöne Abschattungen an den Bildrändern. Generell gilt die Regel: Je länger die Brennweite ausfällt, desto länger sollte auch die Gegenlichtblende sein. Weitwinkelobjektive haben kleine Brennweiten unter 50 mm, sie brauchen also auch entsprechend kleine Gegenlichtblenden. Für Weitwinkelobjektive eignen sich ausserdem tulpenförmige Modelle. Die grossen Blätter halten Streulicht von oben und unten ab. Die kleinen Blätter vermeiden Vignettierungen im Bild. Für Teleobjektive mit grossen Brennweiten über 50 mm eignen sich Gegenlichtblenden in Kegelform.

Gegenlichtblenden in Kegel- und Tulpenform.

Quelle: Geni | CC BY-SA 3.0

Abschattungen im Bild entstehen aber auch dann, wenn Gegenlichtblenden beim Fotografieren mit Blitz benutzt werden. Sie sollten dann lieber abgenommen werden.

Merken

Verschiedene Arten von Objektiven für unterschiedliche Zwecke

Worauf muss man beim Objektivkauf achten

Jeder einzelne Kamerahersteller bietet eine Vielzahl an unterschiedlichen Objektiven an, dazu kommen noch Objektive von Herstellerübergreifenden Anbietern. Da ist es schwierig, beim Objektivkauf eine gut informierte und clevere Entscheidung zu treffen.

Wir liefern alle Tipps und Informationen, was Sie bei der Anschaffung eines neuen Objektives beachten sollten.

Welche Brennweite soll mein Objektiv haben?

Zuerst steht die Entscheidung an, ob man ein Zoomobjektiv oder ein Festbrennweiten-Objektiv kaufen möchte. Zoom-Objektive haben den Vorteil, dass sie in einem vorab definierten Rahmen die Brennweite variieren können. Somit wird das Objektiv vielseitiger einsetzbar. Zudem sparen Sie sich häufiges Wechseln der Objektive unterwegs, was einiges an Aufwand und Zeitverlust bedeuten kann.

Bei Festbrennweiten-Objektiven kann man die Brennweite nicht verändern. Wenn man also ein Objekt grösser oder kleiner fotografieren will, muss man die eigene Position verändern. Der Vorteil dieser Objektive liegt darin, dass sie auf ihre Brennweite hin optimiert sind. Man kann mit Festbrennweiten-Objektiven qualitativ bessere Resultate erzielen als mit vergleichbaren Zoomobjektiven. Zudem sind Festbrennweiten-Objektive zumeist günstiger zu erwerben als technisch vergleichbare Zoomobjektive. Ausserdem sind Festbrennweiten-Objektive leichter und handlicher als ihre flexibel einsetzbaren Mitstreiter.

Hat man die essentielle Entscheidung bezüglich des Objektivtypen getroffen, geht es an die Auswahl der geeigneten Brennweite. Diese hängt stark davon ab, wofür man sein Objektiv einsetzen möchte.

Ein kleiner Exkurs Richtung Brennweite:

Brennweiten werden in Millimetern angegeben. Eine Brennweite von 50 mm entspricht in etwa dem Sichtwinkel des menschlichen Auges, man bezeichnet Objektive mit dieser Brennweite deswegen als Normalobjektive. Brennweiten unter 50 mm bezeichnet man als Weitwinkelobjektive. Mit sinkender Brennweite erhöht sich die Winkelgrösse, die auf dem Bild dargestellt werden kann. Weitwinkelobjektive eigenen sich vor allem für die Landschaftsfotografie und Reisefotografie. Natürlich gibt es im Bereich Weitwinkel bedeutende Abstufungen, beispielsweise Superweitwinkelobjektive besitzen Brennweiten von 20 mm oder weniger.

Objektive mit Brennweiten über 70 mm bezeichnet man als Teleobjektiv. Mit Teleobjektiven kann man weit entferne Objekte gross fotografieren. Durch diese Vergrösserung sinkt der Bildwinkel, es „passt“ quasi weniger Motiv auf das Bild. Ab 135 mm spricht man von echten Teleobjektiven, Objektive mit Brennweiten über 300 mm werden als Superteleobjektive bezeichnet.

 

Einsteigerobjektive decken zumeist eine Brennweite von 18 mm – 55 mm ab, häufig werden sie beim Kauf einer neuen SLR mitgeliefert. Diese Objektive sind dem Weitwinkel- und Normalbereich zuzuordnen.

Wer viel auf Reisen ist und entsprechend auf das Gewicht achten muss, ist gut beraten, ein Objektiv zu wählen, das eine grosse Brennweiten-Spanne abdeckt. Diese sind zwar vergleichsweise grösser und schwerer, dafür erübrigt sich das Mitnehmen eines Wechselobjektives. Im Einsteigerbereich empfehlen sich hier Objektive mit Brennweiten von 18 mm – 200 mm. Dadurch wird der Weitwinkel-, Normal- und Tele-Bereich mit einem Objektiv abgedeckt.

Profis werden nicht auf ihre Wechselobjektive verzichten wollen. Bei der Zusammenstellung ihrer Objektivsammlung empfiehlt sich die Kombination aus Festbrennweiten- und Zoom-Objektiven. Für die am häufigsten benutzen Brennweiten lohnt es sich, Festbrennweiten-Objektive anzuschaffen, da diese qualitativ den Zoombrennweiten-Objektiven überlegen sind. Ergänzt wird die Profi-Ausrüstung von einem hochwertigen Weitwinkelobjektiv und einem hochwertigen Teleobjektiv.

Objektive mit unterschiedlichen Blendenöffnungen

Lichtstärke

Zweiter wichtiger Punkt beim Kauf eines Objektives ist die Lichtstärke. Die Lichtstärke gibt die grösste mögliche Blendenöffnung an. Je weiter die Blende zu öffnen ist, desto mehr Licht fällt auf den Sensor und desto höher ist somit die Lichtstärke des Objektives. Angegeben wird die Lichtstärke mit dem Blendenwert. Blendenwerte sind Brüche, je kleiner die Zahl unter dem Bruchstrich, umso grösser ist der Blendenwert. Ein Blendenwert von f/1.4 ist also bedeutend grösser und lichtintensiver als f/8.

Zoomobjektive erreichen meist weniger Lichtstärke als Festbrennweiten-Objektive. Je grösser die Brennweiten-Spanne eines Objektives, umso weniger lichtstark ist es in der Regel. Bei Kauf eines Objektivs gilt es also, die Lichtstärke zu beachten und mit den eigenen Ansprüchen abzuwägen.

Anschluss-Mechanik für ein Objektiv an einer Kamera

Anschlüsse – Passt mein Objektiv zur Kamera?

Die grosse Palette an Angeboten wird allein dadurch eingeschränkt, dass das Objektiv auch auf das Kameragehäuse passen muss. Viele Kamerahersteller haben den weit verbreiteten Bajonettanschluss leicht abgeändert, sodass nur herstellereigene Objektive angeschlossen werden können. Die markenübergreifenden Objektivhersteller bieten ihre Objektive zumeist in unterschiedlichen Ausführung passend für die unterschiedlichen Anschlüsse an. Auf den Webseiten dieser Anbieter kann man für jedes Objektiv die kompatiblen Kameramodelle einsehen.

Preis – was darf der Spass kosten?

Die Preisspanne beim Objektivkauf reicht von unter 200 CHF für Einsteigermodelle bis hin zu mehreren Tausend und teilweise sogar Zehntausend CHF für Profimodelle. Es gilt also, einen realistischen Kompromiss zwischen Ansprüchen, Einsatz und Preis des Objektives zu finden.

Neben der Brennweite und Lichtstärke gibt es noch einige Eigenschaften und Extras, die den Preis eines Objektives beeinflussen. Ein Beispiel ist ein besonders schneller Autofokusmotor, ein sogenannter Ultraschallmotor. Obwohl er für Hobbyfotografen wahrscheinlich nicht das wichtigste Feature eines Objektives ist, kann er für professionelle Sport- oder Tierfotografen der Schlüssel zum Erfolg sein. Die schnellere Rechenleistung hat jedoch einen stolzen Preis. Zudem gibt es speziell geformte Linsen, die Bildfehler reduzieren. Diese sogenannten asphärischen Linsen werden jedoch auch meist nur in hochpreisigen Objektiven verbaut.

Das wichtigste beim Kauf eines Objektives ist eine genaue Vorstellung, was man mit diesem Objektiv fotografieren möchte und wie hoch die eigenen Qualitätsansprüche sind. In Fachgeschäften findet man kompetente Beratung zu den neuesten Modellen und auch Online-Portale bieten aktuelle Testberichte mit konkreten Empfehlungen zur Kaufentscheidung. Trotzdem ist es wichtig, sich selbst über wichtige Eigenschaften von Objektiven zu informieren und die eigenen Ansprüche herauszufinden.

Weitwinkelobjektiv

Alle Objektive mit einer Brennweite von weniger als 50 Millimetern werden der Klasse der Weitwinkelobjektive zugeordnet. Hat ein Objektiv eine Brennweite von 20 mm oder weniger, spricht man von einem Superweitwinkelobjektiv. Die extremste Form von Weitwinkelobjektiven sind Fischaugenobjektive. Diese haben eine Brennweite von 16 mm und ermöglichen einen Bildwinkel von annährend 180 Grad.

Die Brennweiten der Objektive beeinflussen den Aufnahmewinkel direkt, bei Weitwinkelobjektiven ist dieser Aufnahmewinkel vergleichsweise gross. Dies ermöglicht die Abbildung grosser Bildausschnitte.

Weitwinkelobjektive bestehen aus mehreren verschiedenen Linsenarten. Durch dieses komplexe Zusammenspiel unterschiedlicher Linsen wird versucht, Bildunreinheiten auszugleichen. Bei zunehmender Winkelgrösse werden nämlich Bildunreinheiten wie verschwommene Ränder, Reflexionen und Verzerrungen zum zunehmenden Problem.

Neben diesen Herausforderungen und dem weiten Aufnahmewinkel besitzen Weitwinkelobjekte noch weitere Eigenschaften, die man als Fotograf kennen und beachten sollte. Bei Fotografien, die mit einem Weitwinkelobjektiv aufgenommen wurden, erscheinen die vorderen und hinteren Bildebenen weit voneinander entfernt. Dieser Effekt entsteht, da weiter entfernte Objekte übermässig stark verkleinert dargestellt werden.

Bei der Verwendung von Weitwinkelobjektiven ist es wichtig, die Kamera möglichst waagerecht zu halten. Neigt man die Kamera nach oben oder unten, entstehen sogenannte stürzende Linien. Die im Bild befindlichen vertikalen Linien laufen dann aufeinander zu. Dieser Effekt kann aber auch für kreative Bildgestaltung genutzt werden. Möchte man ihn vermeiden und trotzdem einen höheren oder tieferen Aufnahmepunkt wählen, so sollte man in die Hocke gehen oder von einer erhöhten Stelle aus fotografieren.

Des Weiteren entsteht beim Fotografieren mit Weitwinkelobjektiven eine grosse Schärfentiefe, die selbst bei grosser Blende die Bildebenen scharf erscheinen lässt. Dies ermöglicht es, ein einzelnes Objekt oder eine Person in den Fokus zu rücken, ohne Unschärfe auf anderen Bildebenen zu riskieren. Stilistisch ist es empfehlenswert, bei Aufnahmen mit Weitwinkelmotiven ein Objekt als Fokuspunkt zu nutzen. Durch den grossen möglichen Bildausschnitt entstehen ohne Fokusobjekt häufig aussagelose Aufnahmen.

Da Weitwinkelobjektive häufig in der Landschaftsfotografie eingesetzt werden, spielt Sonneneinstrahlung in der Bildgestaltung eine grosse Rolle. Lichtpunkte und Sonnenreflexionen kann man mit einer Gegenlichtblende vermeiden, allerdings darf diese die Bildränder des weiten Objektivs nicht beeinflussen.

Neben Aussenaufnahmen kommen Weitwinkelobjektive auch bei der Immobilienfotografie zum Einsatz. Durch den weiten Bildwinkel ist es möglich, grössere Teile eines Zimmers aufzunehmen. Dadurch entstehen weitaus aussagekräftigere Bilder als beispielsweise mit einem Normalobjektiv.

Veranschaulichung der Schärfentiefe am Beispiel einer Mohnblume

Schärfentiefe

So erzeugen Sie mehr Tiefenwirkung

Die Schärfentiefe und das kreative Spiel mit dem Vorder- oder Hintergründigem ist ein wesentliches Gestaltungsmittel in der Fotografie. Wir zeigen Ihnen, welche Faktoren die Schärfentiefe beziehungsweise Tiefenschärfe beeinflussen und wie Sie diese nutzen können.

Umgangssprachlich hat sich der Begriff Tiefenschärfe gegen die Schärfentiefe durchgesetzt, sprachwissenschaftlich haben sie dieselbe Bedeutung. In der Fachliteratur wird meist der 1970 genormte Begriff Schärfentiefe benutzt. Dieser gibt an, in welchem Entfernungsbereich ein Objekt als scharf in der Kameraoptik erscheint. Auf dem Bild oben ist sehr gut zu erkennen, das nur ein kleiner Bereich, nämlich die Blüte der Mohnblume, wirklich scharf erkennbar ist, während sowohl der Vorder- als auch der Hintergrund unscharf verschwimmt.

Für Detail- oder Porträtaufnahmen wird die Schärfentiefe vor allem als Mittel eingesetzt, um den Betrachter auf das Hauptmotiv zu konzentrieren anstatt ihn mit zu vielen Details im Hintergrund davon abzulenken. Bei Landschaftsaufnahmen dagegen soll möglichst das komplette Bild scharf abgelichtet werden. Die Schärfentiefe ist dabei von der Entfernung und dem Aufnahmeformat abhängig, noch mehr jedoch von der Blende und der Brennweite.

Das Aufnahmeformat

Das Format ist durch Ihre Kamera vorgegeben. Hier beeinflusst die Grösse des Sensors beziehungsweise des Films die Brennweite und somit auch die Schärfentiefe. Smartphones und kleine Consumer-Kameras haben bautechnisch meist noch kleinere Sensoren als das Kleinbildformat. Profis greifen deshalb lieber auf Mittel- oder gar Grossformatkameras zurück.

Die Brennweite

Je grosser die Brennweite eines Objektivs ist, desto geringer ist seine Schärfentiefe und umgekehrt. Ein Weitwinkelobjektiv bietet demnach mehr Schärfe im gesamten Bild als ein Telezoom oder das für Porträts gern genommene 85-Millimeter-Objektiv.

Die Entfernung

Vergrössern Sie den Abstand zu Ihrem Motiv, wird der Schärfebereich grösser. Je näher Sie an Ihr Motiv heranrücken, desto geringer fällt die Schärfentiefe aus. Benutzen Sie eine Kompaktkamera mit Porträt- oder Makromodus, so können Sie diese nutzen, um mehr Unschärfe zu erzeugen.

Beispiel zur Schärfentiefe mit Tassen von ifolor

Beispiel: Das Hauptmotiv liegt fünf Meter vor der Kamera und die Blende bleibt gleich bei f5.6, so ist der Schärfentiefebereich mit einer Brennweite von 105 Millimeter nur wenige Zentimeter lang. Mit einer Brennweite von 28 Millimeter hingegen ist der als scharf erkennbare Bereich schon eher zwischen einem Meter vor und zwei Metern hinter dem fokussiertem Motiv.

Die Blende

Je weiter man die Blende schliesst, desto grösser wird die Schärfentiefe. Dabei nimmt gleichzeitig auch die Gesamtschärfe zu. Oberhalb einer bestimmten Blende, die von Objektiv zu Objektiv unterschiedlich ist, nimmt die Gesamtschärfe jedoch wieder ab, während die Schärfentiefe weiterhin zunimmt. Also: Je grösser die Blendenzahl (kleinere Blendenöffnung), umso grösser die Schärfentiefe.

Da die Lichtmenge, die auf den Sensor/Film trifft, abnimmt, wenn man die Blende schliesst wird, müssen Sie gegebenenfalls die Belichtungszeit erhöhen. Mit steigender Belichtungszeit empfiehlt es sich wiederum, ein Stativ hinzuzunehmen.

Illustration zur Schärfentiefe

Der Fokus

Was Sie im Bild fokussieren, also scharf stellen, hat zwar nur einen Einfluss auf die Schärfentiefe, wenn Sie zwischen einem naheliegendem und einem entfernten Objekt wechseln, doch auch das manuelle Fokussieren hat bereits Einfluss auf Ihre Bildgestaltung.

Die Abblendtaste als Hilfe

Um die Schärfentiefe schon beim Fokussieren richtig beurteilen zu können, haben viele Kameras eine Abblendtaste, da die Schärfentiefe sonst meist nicht korrekt im Sucher oder auf dem Display dargestellt wird. Fehlt Ihnen diese Option, können Sie einfach anhand von Fotoproben die Schärfentiefe kontrollieren.

Hyperfokale Distanz

Einfach ausgedrückt ist das die Distanz, ab der bei einer bestimmten Brennweite und Blende alles Dahinterliegende unendlich scharf festgehalten wird. Diese hyperfokale Entfernung wird oft im Genre der Landschaftsfotografie beachtet, wo dann, selbst wenn das Licht eigentlich ausreichen würde, hauptsächlich mit Stativ gearbeitet wird, um die Blende völlig unabhängig von der Belichtungszeit steuern zu können.

Schärfentiefe mit dem Handy

Auch mit Handyfotos, denen es aufgrund der kleinen Sensoren und Objektiven an Schärfentiefe mangelt, können Sie den Effekt erzielen. Hier hilft es zum einen, sehr nah an das Hauptmotiv heranzugehen und manuell auf dieses zu fokussieren oder die fehlende Räumlichkeit beziehungsweise Tiefenwirkung nachträglich hinzuzufügen. Viele Apps, wie zum Beispiel „BigLens“ für iOS oder „AfterFokus Pro“ für Android, bieten die Möglichkeit, Bilder nachträglich mit Unschärfe zu versehen.