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Petfluencer – Niedliche Tiere auf Instagram sind ideale Werbeträger

Tierische Instagram-Accounts

Seien Sie ehrlich – wie viele Schnappschüsse Ihrer Haustiere haben Sie auf Ihrem Smartphone? Wir vermuten, eine ganze Menge. Nicht umsonst pflegen viele Tierhalter heute einen Instagram-Account für ihre geliebten Tiere. So können Sie die Fotos an einem Ort sammeln und auch die ganze Community an den Abenteuern Ihres Haustieres teilhaben lassen.

Haustiere auf Instagram – Vierbeiner als Webstars?

Tierfotos anzusehen macht gute Laune – ein Effekt, den viele Halter auch nutzen, um Geld mit Ihren Haustieren zu verdienen. Eigene Instagram-Accounts für Tiere erfreuen sich daher wachsender Beliebtheit. Erfolgreiche Petfluencer haben, wie der Name schon sagt, auch einiges an Einfluss. Vor allem für Werbekampagnen in den sozialen Netzwerken sind die Tiere unvorstellbar beliebt. Treue Fans der Petfluencer werden zudem umfangreich mit Merchandise-Produkten versorgt.

Die Tiere sind ideale Werbegesichter, da sie nicht in Verbindung mit politischen Problemen oder sozialen Streitthemen stehen. Kaum jemand fühlt sich von niedlichen Tierfotos beleidigt. Ein Werbedeal mit einem Petfluencer ist daher vor allem lukrativ für Marken, die bestimmte Zielgruppen auf anderem Wege nicht oder nur schwer erreichen.

Petfluencer – Die erfolgreichsten Tiere auf Instagram

Tiere, die das Interesse von tausenden Followern auf sich ziehen, sind in den USA schon lang bekannt. Langsam erreicht das Phänomen «Petfluencer» auch Europa. Hund und Katze belegen noch immer führende Plätze – aber auch andere Tierarten mischen sich unter die erfolgreichen Petfluencer, wie Füchse oder sogar Waschbären.

jiffpom – 8.8 Millionen Follower

Der Champion unter den Petfluencern ist Jiffpom, ein Zwergspitz mit makelloser Frisur. Mit mehr als 24 Millionen Followern über verschiedene soziale Netzwerken hinweg ist der kleine Hund ein echter Internetstar. Mit seinem Teddybär-Look bringt Jiffpom jedes Herz zum Schmelzen.

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nala_cat – 3.6 Millionen Follower

Niedliche Katzenbilder verbreiten sich im Internet wie ein Lauffeuer. Dieser graugetigerte Siam-Mix hält momentan sogar den Weltrekord als beliebteste Katze im Internet. Grosse, unschuldige Augen und ein überraschter Gesichtsausdruck machen Nala zu einem Internetstar.

juniperfoxx – 2.3 Millionen Follower

Vermutlich ist Juniper bereits zu den exotischeren Petfluencern zu zählen. Viele Menschen sind fasziniert von ungewöhnlichen Haustieren und wollen die Abenteuer des Fuchses auf diesem Wege miterleben. Selbst ein Buch ist über den Rotfuchs schon veröffentlicht worden.

Tipps für den tierischen Instagram-Account

Mit ein bisschen Geschick können Sie für jedes Tier einen Platz im Instagram-Rampenlicht sichern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach einen Instagram-Account für Ihr Tier aufsetzen und erklären, was zum Erfolg nötig ist.

1. Behalten Sie das Wohl Ihres Tieres im Auge

Verkleidete Tiere sind lustig anzuschauen, aber die Vierbeiner machen solchen Spass nicht immer gern mit. Zwingen Sie Ihr Tier nicht in unangenehme oder gefährliche Situationen. Gönnen Sie Ihrem Haustier viele Pausen und belohnen Sie es. Das Dasein als Petfluencer sollte keinesfalls zur Qual werden.

2. Finden Sie Ihren eigenen Stil

Der Wiedererkennungswert Ihrer Tierbilder ist ausschlaggebend für den Erfolg Ihres Accounts. Ob nun wiederkehrende Bildaussagen oder ein einheitliches Farbschema erkennbar sind – Ihre Bilder sollten durch einen gemeinsamen Stil miteinander verknüpft sein. Durch ein stimmiges Gesamtbild sticht Ihr Account aus der Masse an Tierfotos heraus.

3. Achten Sie auf Qualität und Quantität

Versuchen Sie regelmässig zu posten, damit Ihre Inhalte nicht schnell wieder in Vergessenheit geraten. Bestenfalls posten Sie ein- bis zweimal täglich. Dabei sollten Sie zudem auf gute technische Qualität der Beiträge achten.

Wählen Sie die passenden Hashtags, um in Stichworten die Geschichte hinter dem Bild zu erklären. So erreichen Sie Ihre beabsichtigte Zielgruppe auf direktem Weg. Wollen Sie Ihr Tier zu einem internationalen Petfluencer machen, setzen Sie englische Hashtags.

4. Setzen Sie auf Abwechslung

Posten Sie ab und an ein kurzes Video von Ihrem Tier. Springt Ihr Hund wie wild im Kreis, wenn er sich besonders freut? Bekommt Ihre Katze untertellergrosse Augen, wenn Sie gespannt auf etwas wartet? Solche Situationen stellen idealen Video-Content für Ihren tierischen Instagram-Account dar. Dadurch haben Ihre Beiträge eine höhere Reichweite und bringen mehr Interaktionen ein. Nutzen Sie auch Instagram-Stories, um in Bildern und Videoclips kurze Geschichten zu erzählen. So lassen Sie Ihre Follower direkt an den Abenteuern Ihres Tieres teilhaben.

Fazit

Mit süssen Tierfotos kann man im Internet durchaus erfolgreich werden. Durch Werbeverträge und Merchandise konnten manche Petfluencer in den USA ihr Haustier bereits zu einer zentralen Einkommensquelle machen. Durch regelmässiges Posten, qualitativ hochwertige Fotos und eine einheitliche Darstellungsweise können Sie Ihren tierischen Instagram-Account aus der Masse hervorheben. Mit ein wenig Glück könnte Ihr Tier sogar zum nächsten viralen Internetstar werden.

Blaue Blume – Makrofotografie mit dem Smartphone

Makrofotografie mit dem Smartphone

In vielen Bereichen der Fotografie, besonders im Alltag und in spontanen Situationen, wurde die Kamera durch das Smartphone abgelöst. Hochwertige Spiegelreflexkameras haben vor allem in eher künstlerischen Bereichen weiterhin einen grossen Qualitätsvorsprung. Geht es in den Bereich der Makrofotografie, sollen also Tiere, Blumen und andere kleine Gegenstände ganz nah aufgenommen werden, gelangt die Kamera des Smartphones an ihre Grenzen. Glücklicherweise gibt es auch für dieses Problem Hacks und Gadgets, mit denen Sie auch mit dem Smartphone Makroaufnahmen machen können.

Allgemeine Tipps für Makroaufnahmen

Entfernung zum Objekt

Bei Makrofotos handelt es sich um Nahaufnahmen. Insbesondere mit dem Smartphone muss man sehr nahe an das Objekt herangehen. Versuchen Sie es mit einem Abstand von etwa 2 – 7 cm und fokussieren Sie Ihr Motiv oder den Bereich, den Sie scharf abbilden möchten. Da Smartphones unterschiedliche Naheinstellgrenzen haben, müssen Sie den Abstand eventuell vergrössern oder verkleinern.

AE/AF Sperrfunktion

Diese Funktion ist bei der Makrofotografie wichtig, damit Sie den Fokus nicht verlieren, wenn Sie weitere Einstellungen vornehmen. Ist die AE/AF Sperrfunktion aktiviert, bleiben Fokus und Belichtung unverändert.

Beim iPhone müssen Sie dafür nur mit Ihrem Finger den Screen solange an der Stelle berühren, die Sie fokussieren möchten, bis das Fotokreuz pulsiert. Nehmen Sie anschliessend den Finger vom Display, ist die AE/AF Sperre aktiviert.

AE/AF Sperrfunktion des iPhones

Schärfentiefe nutzen

Durch die Nähe zum Motiv entsteht bei Makroaufnahmen eine geringe Schärfentiefe. Der Hintergrund und auch vordere Bereiche, die nicht fokussiert werden, verschwimmen in Unschärfe. Sie können mit dem Smartphone jedoch nicht wie bei einer Spiegelreflexkamera die Schärfentiefe mit einer optimalen Kombination aus Blende, Brennweite und Entfernung zum Motiv regulieren.

Beim Smartphone kann lediglich die Entfernung zum Motiv bestimmt werden. Je näher Sie an das Motiv herangehen, desto geringer wird die Schärfentiefe. Nutzen Sie diesen Effekt: Wenn das fokussierte Objekt vor einem unscharfen Hintergrund deutlicher hervortritt, entsteht eine ausdrucksstarke Bildwirkung.

Makroaufnahme eines Fliegenpilzes: Vorder- und Hintergrund sind unscharf, der mittlere Bildausschnitt ist fokussiert

Vorder- und Hintergrund sind unscharf, der mittlere Bildausschnitt ist fokussiert

Wackelfreie Aufnahmeposition

Gerade bei der Makrofotografie führt die kleinste Bewegung beim Auslösevorgang zur Unschärfe. Eine feste Unterlage zum Stabilisieren der Hände oder zum Abstellen des Smartphones kann Verwacklungen vermeiden.

Es gibt auch spezielle Stative für Smartphones, die sich leicht aufstellen oder an beliebigen Gegenständen befestigen lassen.

Licht

Achten Sie auch bei Makrofotos darauf, dass sie die Lichtquelle nicht verdecken, wenn sie an das Objekt herangehen. Es sollte so viel Licht wie möglich auf das Motiv fallen.

Makroobjektive für das Smartphone

Das Makroobjektiv sorgt dafür, dass der Abbildungsmassstab, also das Verhältnis zwischen tatsächlicher Grösse des Objektes zur Grösse der Abbildung auf dem Fotosensor, möglichst gross wird. Dafür wird der Abstand zwischen Objektiv und Sensor vergrössert. Dieser Grundsatz gilt sowohl für Makroobjektive grosser Kameras als auch für Makrolinsen für Smartphones.

Es gibt spezielle Makroobjektive für Smartphones, die mit Klemme, Magnet, Gummiband oder selbstklebendem Metallring auf der Kamera des Telefons befestigt werden. Diese Makro- oder Nahlinsen für Smartphones sind wesentlich kleiner und auch preisgünstiger, als etwa die Modelle für Spiegelreflexkameras. Je nach Qualität der Linsen gibt es bereits Linsensets (beispielweise in Kombination mit Fisheye-Linsen) ab ca. 20 CHF. Nicht alle Linsen sind für alle Smartphone-Modelle geeignet, entsprechend sollte man beim Kauf auf Kompatibilität der Halterung mit dem Smartphone achten.

Smartphone / iPhone mit Makroobjektiv und Clip.

Die Linse wird dann am Smartphone befestigt und so ausgerichtet, dass keine Ränder mehr im Bild zu sehen sind. Mit solchen Makrolinsen muss man sehr nah an das zu fotografierende Objekt herankommen, sie eignen sich also vor allem für eher langsame oder unbewegte Objekte.

DIY-Makroobjektive

Wenn Sie nicht in spezielle Smartphone-Linsen investieren wollen, gibt es ein paar Hacks, um Alternativen beispielsweise aus alten ausgedienten Linsen zu bauen.

Upcycling-Linsen

Um ein eigenes Objektiv zu basteln, benötigen Sie vor allem eine Linse, mit der ein Lupeneffekt erzeugt werden kann. Dazu müssen Sie eine Linse aus einem alten CD-Player oder DVD-Laufwerk, einem Laserpointer oder einer alten Einwegkamera ausbauen. Die Linse befestigen Sie auf dem Objektiv der Smartphone-Kamera. Dazu benötigen Sie eine Haarklammer und einen Klebestreifen. Sie können auch aus einem Weitwinkelobjektiv für eine Spiegelreflexkamera die Makrolinse ausbauen und mit einer Klammer am Smartphone befestigen.


Der Wassertropfen

Wasser auf das Smartphone? Da es nur ein einzelner Tropfen ist, sollte das Gerät keinen Schaden nehmen. Sie können eine Pipette benutzen, um genau einen Wassertropfen vorsichtig auf das Objektiv der Kamera zu platzieren. Der Wassertropfen funktioniert wie eine Linse und erzeugt demnach einen Lupeneffekt. Durch die Oberflächenspannung bleibt der Tropfen auf dem Objekt und Sie können loslegen.

Insekten fotografieren - Makroaufnahme einer Biene

Insekten fotografieren – Makrofotografie in freier Natur

Neben Blüten, Pflanzen und anderen detailreichen Gegenständen sind Insekten in der Makrofotografie ein beliebtes Motiv, wenn auch nicht das einfachste. Hier finden Sie 7 hilfreiche Tipps, damit Ihnen das Fotografieren von Insekten leichter fallen wird.

Tipp 1: Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Wenn man über den Tag hinweg Insekten beobachtet, fällt einem schnell auf, dass diese sehr sprunghaft sind. Ob Fliegen, Bienen, Hummeln oder Wespen, sie fliegen permanent von Ort zu Ort. Doch diese ständige Bewegung erschwert den Weg für eine gelungene Aufnahme.

Die Lösung hierfür ist die Morgendämmerung: Bevor die Sonne richtig aufgegangen ist, befinden sich die meisten Insekten noch regungslos und mit Tau bedeckt in Ihrer Ruhephase. Dann halten sie ausnahmsweise auch still.

Tipp 2: Ruhe und Geduld

Bei einer Makroaufnahme von Insekten ist es sehr wichtig, ein ruhiges Händchen zu bewahren. Ob in der Morgendämmerung, wo die Insekten noch sehr ruhig sind, oder am Tag: Insekten reagieren sehr sensibel auf Bewegungen und Geräusche. Demnach ist es nicht ratsam, dem Insekt schnell und unüberlegt mit der Kamera zu folgen.

Da es jedoch notwendig ist, ab und zu die Position zu verändern, sollte dies so ruhig und unauffällig wie möglich geschehen. Ein gewisser Abstand zum Fotoobjekt kann helfen, die Insekten beim Positionswechsel nicht zu verscheuchen. Auch sollte man vermeiden, die Tiere anzuatmen.

Tipp 3: Der richtige Blick

Insekten sind oft sehr gut an Ihre Umgebung angepasst und lassen sich manchmal kaum von einem Ast oder einen Blatt unterscheiden. Jeder Baum, jeder Ast, jedes Blatt und jeder Baum sollte genau unter die Lupe genommen werden.

Deshalb setzen Sie sich einfach auf eine Wiese, an ein Gewässer oder in einen Wald, verhalten Sie sich ganz ruhig und beobachten Sie geduldig und aufmerksam Ihre Umgebung. Sie werden sich wundern, wie viel Leben Sie dort vorfinden.

Käfer und Schnecke begegnen sich auf einem Pflanzenhalm

Tipp 4: Die richtige Vorbereitung

Mit Insekten Verhält es sich so wie in der Tierfotografie ganz allgemein. Es ist wichtig bei der Arbeit mit Insekten respektvoll mit den Lebewesen umzugehen, sie nicht zu verletzten oder ihre Lebensräume zu zerstören. Und: Die unterschiedlichsten Arten lassen sich durch eine gewisse Recherche vorab besser finden.

Es ist hilfreich zu wissen: Wo hält sich das Insekt auf? – In Gräsern, in der Nähe von Gewässern, auf Büschen oder Bäumen. Tritt das Insekt vermehrt bei einer bestimmten Pflanzenart auf? Ist das Insekt zu einer bestimmten Zeit aktiv beziehungsweise inaktiv – beispielsweise in der Morgen- oder Abenddämmerung? Hat das Insekt bestimmte Verhaltensmuster oder Bewegungsabläufe?

Die Libelle beispielsweise fliegt immer wieder die gleiche Route ab, wodurch es möglich ist, sich auf eine Stelle der Route zu konzentrieren und darauf zu warten, dass die Libelle wieder an diese Stelle zurückkehrt. Bei einem solchen routinierten Verhalten ist es auch leichter ein Insekt in Bewegung abzulichten.

Makroaufnahme einer Libelle

Tipp 5: Das richtige Licht

Das Licht ist in der Fotografie bekanntlich der wichtigste Faktor. Das richtige Licht ist diffuses, also weiches, Licht.

Natürliches diffuses Licht spendet die Sonne am Morgen und am späten Nachmittag. Die Mittagssonne liefert wiederum sehr hartes Licht. Dieses kann durch einen Diffusor eingedämmt werden, indem dieser über das gewünschte Motiv gehalten wird.  Aber Vorsicht: Der Einsatz solcher Hilfsmittel kann die Insekten aufgrund der Veränderungen in der Umgebung leicht verschrecken.

Tipp 6: Die Kamerawahl und das Objektiv

Bei einer Blüte oder einer anderen Pflanze ist es selbst mit einem Smartphone möglich, eine schöne Aufnahme zu generieren. Doch bei Insekten zu denen man eine grössere Distanz halten muss, reicht der Zoom eines Smartphones nicht aus. Deshalb ist es ratsam zu einer Spiegelreflexkamera oder einer kompakten Systemkamera zu greifen.

Dazu empfiehlt sich ein Teleobjektiv mit 100 Millimeter Brennweite oder ein Makroobjektiv, welches einen grossen Abbildungsmassstab von 1:2 oder 1:1 erreicht. Die Anschaffung eines neuen Objektivs kann jedoch sehr kostenintensiv sein. Eine Alternative zu einem neuen Objektiv schaffen Zwischenringe und Nahlinsen.

Die Nahlinse findet Ihre Anwendung bei langen Brennweiten und wird am Ende des Objektives angebracht. Diese wirkt auf dem Objektiv wie eine Brille und vergrössert das Motiv.

Ein Zwischenring wird bei kurzen Brennweiten verwendet und wird zwischen dem Kamerabody und dem Objektiv angebracht. Folglich verlängert sich der Abstand zwischen dem Objektiv und dem Sensor, wodurch das Motiv näher herangezogen wird. Bei beiden Varianten ist mit Qualitätseinbussen gegenüber Makroobjektiven zu rechnen, sie sind aber auch wesentlich günstiger in der Anschaffung.

Ausserdem gibt es eine dritte Alternative: Der Umkehrring oder auch Retroring genannt, welcher zudem am preisgünstigsten ist. Mit dem Umkehrring wird das Objektiv falschherum an den Kamerabody angebracht und kann damit eine Vergrösserung bis zu 50 Prozent erreichen. Der Nachteil ist die fehlende elektronische Verbindung zwischen dem Kamerabody und dem Objektiv, wodurch die Kamera nur noch manuell bedient werden kann.

Schmetterling auf einer Blüte

Tipp 7: Praktisches Zubehör

Ein hilfreiches Zubehör ist ein Stativ, welches für Fotografien in Bodennähe geeignet sein sollte. Durch das Stativ lässt sich die Kamera exakter ausrichten, wodurch sich die Möglichkeit erschliesst, das gesamte Insekt in die richtige Schärfenebene zu bekommen. Zudem sind die Hände frei für den Fall, dass ein Diffusor eingesetzt werden muss.

Ein weiterer nützlicher Helfer ist ein Fernauslöser, welcher jegliche Erschütterungen durch das Auslösen verhindert. Für diesen Zweck gibt es sowohl Infrarot- und Kabelfernauslöser als auch auf WLAN basierende Steuerungssysteme für Tablet und Smartphone. Diese haben den Vorteil, dass sie aus bis zu zwölf Metern bedienbar sind und auf dem Display den Ausschnitt des Suchers anzeigen.

Makroaufnahme eines Marienkäfers auf einer Blüte

Fazit

Wer sich Insekten als Motiv auserwählt, macht es sich nicht gerade leicht. Doch mit dem richtigen Equipment, einer guten Vorbereitung, etwas Feingefühl und Geduld ist dieser Bereich der Fotografie eine wunderbare Möglichkeit, die heimische Flora und Fauna zu erkunden und die eigene Kamera besser kennenzulernen.

ein Mops in einer Decke eingewickelt erinnert an E.T.

Inspirationen für lustige Tierbilder

Bilder von Tieren sind immer gern gesehen und stellen ein sehr beliebtes Fotomotiv dar. Solche Aufnahmen werden noch beliebter, je lustiger sie sind. Damit es Ihnen gelingt von Tieren im Zoo, in der Wildnis oder von Ihrem Liebling zu Hause witzige Fotos zu machen, möchten wir Ihnen hier ein paar Inspirationen liefern.

Geben Sie nicht zu schnell auf: Der erste Schnappschuss ist nicht unbedingt gleich ein Treffer. Die witzigsten Aufnahmen kommen manchmal ganz zufällig zustande. Natürlich können Sie gut vorbereitet sein und ein bisschen nachhelfen.

Tiere sind zum Teil relativ schnell, die meisten Kameras bieten einen speziellen Modus für Tiere und Kinder an, der mit kurzen Belichtungszeiten arbeitet. Serienaufnahmen können hilfreich sein, damit der perfekte Augenblick am Ende auch auf dem Foto festgehalten wurde. Auch ein Zoomobjektiv ist äusserst nützlich, damit das Tier aus ausreichender Entfernung fotografiert werden kann.

Gerade bei Tieren in der freien Wildbahn ist es wichtig, sich vorab über das Tier zu informieren. Wo ist das Tier zu finden? Wie ist der Tagesrhythmus des Tieres? Nur so kann letztendlich überhaupt ein Tier in seiner natürlichen Umgebung festgehalten werden. Einfacher sind Aufnahmen von Zootieren oder Haustieren.

Weitere Informationen und Tipps für das richtige Kamerazubehör sowie für die richtigen Einstellungen finden Sie in den Artikeln Tiere im Zoo fotografieren und Wildlife-Fotografie.

Tiere in ungewöhnliche Perspektiven

Wenn Sie ein Tier besonders gut in Szene setzen wollen, gelingt das besonders gut auf Augenhöhe des Tieres. Bei kleineren Tieren legen Sie sich dazu am besten auf den Boden und nehmen Ihr tierisches Motiv frontal auf.

Es geht aber nicht nur darum, das Tier besonders gut und schön festzuhalten, sondern diesem Schnappschuss einen lustigen Moment zu verleihen. Bewegen Sie sich dazu raus aus der gewohnten Perspektive und fotografieren Sie das Tier aus einem eher unnatürlichen Winkel.

Wenn beispielsweise eine Katze auf einem Katzenkratzbaum sitzt, legen Sie sich einfach darunter und warten auf den Moment, wenn die Katze nach unten schaut. Das gleiche können Sie auch anders herum anwenden, indem Sie sich über dem Tier platzieren und es von oben fotografieren.

Für eine Tieraufnahme eine ungewöhnliche Perspektive zu wählen, kann auch den Effekt erzielen, die Körperproportionen des Tieres optisch scheinbar zu verändern. So kann es gelingen, dass der Kopf sehr gross und der Körper des Tieres eher klein wirkt. Durch diese Verzerrung der Proportionen kann ein lustiger Effekt entstehen.

Fotografie eines Giraffenkopfes vor blauem wolkigem Himmel

Tiere mit Accessoires

Eine leichte und schnelle Methode, einen lustigen Schnappschuss zu erzeugen, sind verschiedene Arten von Accessoires. Dazu zählen Brillen, Tücher, Hüte, kleine Kostüme und vielleicht auch Perücken. Mit Hilfe solcher Accessoires lassen sich vor allem Fotos zu den verschiedensten Anlässen erstellen. So kann für ein Weihnachtsfoto eine typische Weihnachtsmütze, ein Rentiergeweih oder ein weisser Kunstbart benutzt werden.

Die einzige Voraussetzung hierfür ist ein geduldiges tierisches Model, das sich die Kostümierung gerne gefallen lässt. Das Tier sollte sich trotz der Kostümierung wohlfühlen und zu nichts gezwungen werden.

Fotografie eines Hundes mit Rentiergeweih

Lachende Tiere

Ein lachendes Tier bringt nahezu jeden zum Schmunzeln, aber auch jegliche andere Mimik oder Emotion eines Tieres, die an uns Menschen erinnert, ist für ein lustiges Motiv geeignet.

Nun kann man ein Tier nicht dazu auffordern, zu lachen, zu schmollen oder böse zu schauen. Man kann ihm auch keinen Witz erzählen. Um einen solchen Moment vor die Linse zu bekommen, gibt es nur einen Tipp: Augen offenhalten, sich in Geduld üben und in der Gegenwart von Tieren den Fotoapparat allzeit bereit haben.

Fotografie eines lachenden Fuchses

Tiere in Gesellschaft

Ohne Zutun von aussen geben Tiere in Gesellschaft oft ein witziges Bild ab. Seien es zwei tobende Hunde, Affen, die sich gegenseitig lausen oder einfach Tiere, die miteinander spielen.

Das gewisse Etwas bekommt das Motiv dann, wenn die Gesellschaft des Tieres etwas aussergewöhnlich ist. Zum Beispiel, wenn sich unerwünschter Weise auf dem Kopf eines Büffels ein Vogel platziert. Je weniger die Tiere zusammenpassen, umso besser. Solche Situationen kann man nicht erzwingen, aber man kann wachsam durch den Zoo oder die Natur gehen.

Fotografie eines Vogels, der stolz auf dem Kopf eines Büffels steht

 

Tiere in Bewegung

Tiere in Bewegung festzuhalten ist eine weitere Option, um an einen lustigen Schnappschuss zu gelangen. Gerade bei Tieren, die sich sehr schnell bewegen beziehungsweise rennen, können auch schon mal die entgleisenden Gesichtszüge für ein lustiges Fotomotiv sorgen.

Zu einer solchen bewegten Aufnahme gehört auch ein bisschen technisches Geschick. Um die Chance zu erhöhen, selbst bei einem sehr schnellen Motiv einen perfekten und scharfen Schnappschuss zu bekommen, kann Ihnen die Serienbildfunktion Ihrer Kamera behilflich sein. So haben Sie im Nachhinein die Möglichkeit, aus verschiedenen Schnappschüssen zu wählen.

Den Fokus setzt man in der Tierfotografie meist auf ein Auge des Tieres. Dies gestaltet sich jedoch schwierig, wenn das Motiv weiter weg ist oder sich zu schnell bewegt. In diesem Fall fokussieren Sie am besten den Kopf des Tieres und verwenden dabei den Nachführautofokus Ihrer Kamera. Um den Fokus festzulegen, drücken Sie den Auslöser Ihrer Kamera halb durch. Solange Sie den Auslöser-Knopf in dieser Position lassen, können Sie die Kamera mit dem Tier mitbewegen, der Fokus sollte jedoch weiterhin auf dem Kopf des Tieres liegen. Ist der richtige Moment des Auslösens gekommen, halten Sie die Kamera schliesslich still und drücken den Knopf durch. Achten Sie auch darauf, dass Sie während des Auslösens das Tier auch durch den Sucher scharf sehen, um letztendlich eine gelungene Aufnahme zu erzeugen.

Wenn eine solche Aufnahme nicht beim ersten Mal gelingt, gilt es, den Kopf nicht hängen zu lassen. Bewegte Bilder gehören schliesslich zu der Königsdisziplin in der Fotografie und bedürfen meist viel Übung.

frontal fotografierter rennender Berner Sennenhund

Was man dann noch tun kann…

In den wenigsten Fällen ist es möglich, eine lustige Tieraufnahme zu erzwingen. Natürlich spielt dabei ein wenig Glück eine grosse Rolle. Demnach ist es immer ratsam bei dem Vorhaben, witzige Tierbilder zu schiessen, viel Geduld mitzubringen. Wie bereits erwähnt, hilft Ihnen hier ein Zoomobjektiv, um einen gewissen Abstand zum Tier zu wahren. So fühlen sich das beobachtete Tier oder auch mehrere Tiere in ihrer Umgebung frei und unbeobachtet. Dies bietet die grösste Chance für ein natürliches wie auch lustiges Foto.

Mehr Inspirationen für lustige Tiermotive finden Sie auf der Webseite von The Comedy Wildlife.

 

 

Zusammenschnitt – Bewegungen einer Möwe im Flug © René Gropp

Vogelflug – Faszinierende Fotos fliegender Vögel machen

Vögel zu fotografieren kann ganz einfach sein – sofern sie sitzen und stillhalten. Ganz anders, wenn sie in den Lüften fliegen. Die grosse Distanz zum fokussierten Objekt sowie die schnelle und manchmal unvorhersehbare Bewegung des Vogels machen ein Ablichten fliegender Vögel sehr schwierig. Selbst erfahrene Fotografen brauchen oft viele Anläufe, bis ein richtig gutes Foto dabei ist. Für Anfänger heisst es: Um das Üben kommt man nicht herum.

Wir erklären die Grundlagen der Vogelfotografie, welche technischen Voraussetzungen bestehen und geben Tipps für die erfolgreiche Jagd auf das Motiv des fliegenden Vogels.

Das Motiv kennen(lernen)

Die Dynamik des Vogelflugs ist komplex, das macht es für den Fotografen mitunter schwierig, Vögel abzulichten. Grosse Vögel wie Gänse, Enten, Störche, Reiher und Möwen sind grundsätzlich einfachere Motive als kleinere Spezies. Zum einen sind sie schlicht besser auszumachen und auch leichter grossflächig zu fotografieren, zum anderen bewegen sie sich gemächlicher und vorhersehbarer. Kleine Vögel wie Spatzen, Maisen, Eisvögel und Mauersegler oder gar Fledermäuse bewegen sich wesentlich schneller und unsteter und wechseln oft völlig unvorhersehbar die Richtung. Es ist damit eine echte Herausforderung, sie überhaupt vor die Linse zu bekommen.

Möwe im Flug vor wolkigem Himmel © René Gropp

Möwe im Flug vor wolkigem Himmel © René Gropp

Es bietet sich an, zum Üben einen Ort mit regem Flugverkehr zu wählen, an dem die Vögel an Menschen gewöhnt sind. Sie sind dann oft weniger scheu und man kann sich dichter annähern. Auch die Nähe zu Futterhäuschen kann eventuell helfen.

Mit der Zeit lernt man die Eigenheiten im Flugverhalten bestimmter Vögel kennen und kann sich beim Fotografieren entsprechend darauf einstellen.

Die Technik

Wenn auch vieles mit den handlichen Begleitern möglich ist – fliegende Vögel lassen sich nicht mit einem Smartphone oder einer Kompaktkamera ablichten oder bestenfalls als entfernte schwarze Punkte. Mit einer Bridgekamera mit einem Zoomobjektiv kann man es bei langsameren Vögeln durchaus versuchen. Eine DSLR mit einem lichtstarken Teleobjektiv ist in der Vogelfotografie dennoch die beste Wahl. Brennweiten von 300 bis 500 mm sind – je nach Cropfaktor – in der Regel empfehlenswert. Mit geringeren Brennweiten kann fotografiert werden, sofern man sich den Vögeln ausreichend annähern kann, sie also nicht zu weit in die Höhe fliegen.

Die Meinungen bezüglich der Nutzung eines Stativs gehen auseinander. Je nach Gewicht der Kamera und konkretem Einsatz kann ein Stativ entweder sinnvoll oder hinderlich sein. Für Profis gibt es Stative mit sogenannten Kardanköpfen, die wie eine Schaukel funktionieren. Diese sind jedoch preisintensiv und für den Hobbyfotografen, der gelegentlich Schwenks mit dem Stativkopf machen möchte, etwas übertrieben. Ein guter Kompromiss zwischen Flexibilität und Stabilität kann auch mit einem einfach Einbeinstativ erreicht werden.

Kameraeinstellungen

Im Idealfall richtet sich der Fotograf mit der Sonne im Rücken aus. Die Belichtung ist dann einfacher und die Schatten sind weich. Da die Vögel nicht auf ihren Einsatz warten, sollten alle relevanten Kameraeinstellungen vor Beginn der Fotosession getroffen werden.

Den fliegenden Vogel zu fokussieren ist wegen des wechselnden Hintergrundes und der sich verändernden Entfernungen nicht ganz simpel. Ein zu langsamer Autofokus kann dabei zum Problem werden. Die Einstellung auf den Nachführ-Autofokus bzw. die automatische Schärfenachführung bietet sich an. Bei Nikon wird dieser Modus als AF-C (Autofocus-Continous) und bei Canon AI-Servo bezeichnet. Manche Nikon-Kameras bieten auch die Möglichkeit des 3D-Trackings, bei dem auch die Farbe der Objekte einbezogen wird und die auch «wiedergefunden» werden, wenn sie zwischendurch aus dem Fokus geraten sind.

Die Belichtungszeit sollte möglichst kurz sein, um die Bewegung auf dem Bild einzufrieren. Dafür bietet sich der Modus S (Tv) – also Shutter Priority – an. Die Belichtungszeit wird manuell gewählt, die Blende automatisch angepasst. Um Verwacklungen vorzubeugen, sollte die Belichtungszeit bei höchstens 1/1000 s liegen, eher noch geringer. Möglich ist auch die Vorgabe von Verschlusszeit und Blende mit ISO-Automatik.

Schwarz-Weiss Foto einer fliegenden Krähe © René Gropp

Belichtungszeit 1/1600 s; Brennweite 300 mm – trotzdem sind die Flügelspitzen der Krähe unscharf © René Gropp

Oft ist der Effekt unscharfer Schwingen gewünscht, da sie dem Bild Natürlichkeit und Dynamik verleihen. Wesentlich ist aber, dass der Vogel ansonsten scharf abgelichtet wird. Bildstabilisatoren können dabei hilfreich sein.

Mit etwas Übung können etwas längere Belichtungszeiten als Stilmittel verwendet werden: Für besondere Dynamik kann man mit der Bewegung des Vogels mitgehen, indem man mit dem Objektiv der Flugbahn des Vogels genau folgt. Der Vogel selbst wird dann scharf abgebildet, während der Hintergrund verschwimmt. Besonders schön ist dieser Effekt bei einem struktur- und farbinhomogenen Hintergrund.

Greifvögel im Gleitflug vor blauem Himmel © René Gropp

Greifvögel im Gleitflug vor blauem Himmel © René Gropp

In manchen Situationen ist es sinnvoll, der Kamera die ISO-Einstellung vorzugeben. Weisse Vögel beispielsweise können je nachdem, vor welchem Hinter- oder Untergrund sie fliegen, schnell zu Über- oder Unterbelichtung führen. Das kommt besonders bei blauem Himmel oder spiegelnden Wasseroberflächen vor.

Serienbildfunktion und Sport-Modus

Sehr praktisch um am Ende die besten Aufnahmen herauszusuchen: Die Serienbildfunktion erlaubt die Aufnahme mehrerer Bilder pro Sekunde. Beim Fotografieren fliegender Vögel erhöht sich die Chance auf das entscheidende Bild, wenn Sie viele Fotos aufnehmen.

Anfänger können auch ausprobieren, wie die Ergebnisse im Sport-Modus der Kamera sind. Dieser ist auf schnelle Bewegungen ausgelegt und bringt unter Umständen gute Schnappschüsse ohne viele manuelle Einstellungen zu tätigen.

Fazit

Fliegende Vögel zu fotografieren ist eine der schwierigeren Disziplinen. Eine DSLR mit einem lichtstarken Teleobjektiv und einem schnellen Autofokus sind die optimale Ausrüstung. Kurze Belichtungszeiten ermöglichen scharfe Bilder und das «Mitziehen» der Kamera sorgt für interessante Effekte. Mit ein wenig Erfahrung lässt sich der Ausschuss verringern, doch auch geübte Vogelfotografen brauchen viele Anläufe für ein atemberaubendes Bild.

Husky-Hündin auf bunter Wiese im Abendlicht der Sonne von Photo Passion fotografiert

Die besten Schweizer Tierfotografen

Einen Bereich der Naturfotografie stellt die Tierfotografie dar. Diese präsentiert sich in unterschiedlichen Facetten: Tiere werden sowohl in ihrer natürlichen Umgebung als auch in Tierparks und Zoos fotografiert. Zudem werden Haustiere im Fotostudio in Szene gesetzt, um ganz besondere Momente der tierischen Lieblinge festzuhalten. Wir haben für Sie mit Schweizer Tierfotografen gesprochen und ihnen Fragen zu ihrer Leidenschaft gestellt. Zwei Fotografinnen und einen Fotografen und deren Antworten stellen wir Ihnen hier vor.

Markus Stähli – Wildlife Photography

Der renommierte Fotograf Markus Stähli, dessen Fotos regelmässig unter anderem in Magazinen, Büchern und Broschüren erscheinen, feiert zahlreiche Erfolge. Seit 10 Jahren veröffentlicht er jährlich einen Wildtierkalender und sein Buch «Rothirsch – Auf der Fährte des Geweihten» wurde 2010 mit dem Literaturpreis ausgezeichnet.

Ein Rothirschbock, von Markus Stähli im Alpenraum fotografiert, röhrt während der Brunftzeit

„Die Wildtierfotografie gehört wohl mit zu den schwierigsten Bereichen der Fotografie. Dafür braucht es ein umfassendes Wissen über die zu fotografierenden Tiere, körperliche Fitness, eine Engelsgeduld, Hartnäckigkeit, Einfühlungsvermögen und ein absolutes Beherrschen der Fototechnik. All diese Punkte zusammen machen die Tierfotografie für mich so spannend und herausfordernd. Hinzu kommt, dass es keinen besseren Lehrer gibt als die Natur selbst!“

Was fasziniert Sie an der Tierfotografie?

„Wenn ich Tiere fotografiere, fühle ich mich am Puls der Natur. Ich habe teil an wunderbaren und eindrücklichen Momenten. Die freie Wildbahn – die Welt der Tiere – ist quasi eine Parallelwelt zu unserer vielfach naturfremden Wohlstandswelt. Draussen in der Natur findet ein täglicher Überlebenskampf statt. Es geht ums Fressen und Gefressenwerden. Nur die Stärksten und Intelligentesten jeder Art überleben. Diese Vorgänge – von der Geburt bis zum Tod – in der Natur zu erleben und mit der Kamera festzuhalten, ohne dass mich die Wildtiere wahrnehmen, ist für mich ungemein faszinierend.“

Eine Sperlingskauz, der auf einem Ast sitzend in die Kamera schaut, ziert auch das Titelblatt des Tierbildkalenders 2017 von Markus Stähli

Wann haben Sie Ihre Passion für die Tierfotografie entdeckt?

„Tierfotografie betreibe ich inzwischen mehr als 30 Jahre. Als Jugendlicher habe ich von meinem Vater eine alte Voigtländer – ohne Automatik, ohne Zoom, nur mit einem Objektiv ausgestattet – bekommen. Von diesem Moment an versuchte ich, Wildtiere auf Film (später auf Chip) zu bannen und mit meinen Fotos Mitmenschen für die Vielfalt und Schönheit der einheimischen Tierwelt die Augen zu öffnen.“

Photo Passion – Tierfotografie für tierische Momente

Hinter Photo Passion stehen Denise Czichocki und Jörn Schlappinger: «Wir fotografieren schon seit einigen Jahren leidenschaftlich gerne. Zur Tierfotografie sind wir allerdings erst so richtig durch unsere eigenen tierischen Lieblinge gekommen. Angefangen hat es mit unserem Windhund‑Mischling Safran, den wir aus dem Tierschutz geholt haben. In unserem Urlaub auf Sardinien haben wir gemerkt, wie sehr er Sand und Dünen liebt und regelrecht „ausgeflippt“ ist und die Dünen hoch und runter gerannt ist. Diese Freude und Sprinterei wollten wir natürlich festhalten, um es unserer Familie und Freunden zu zeigen. Das ist der Beginn unserer Leidenschaft für die Tierfotografie.»

Husky-Hündin auf bunter Wiese im Abendlicht der Sonne von Photo Passion fotografiert

«Ende 2015 hat Denise den Entschluss gefasst, ihren Job an den Nagel zu hängen, um sich mehr der Fotografie zu widmen. Da haben wir beide kurzerhand einen Online-Fotokurs belegt, um einfach noch mehr über die Fotografie zu lernen und erfolgreich abgeschlossen. Seit März 2016 haben wir uns speziell auf die Tierfotografie spezialisiert, die wir outdoor bei natürlichem Licht anbieten. Seit März haben wir viele tierische Models und ihre Besitzer kennen lernen dürfen. Unsere leidenschaftliche Passion für die Tierfotografie hat sich dadurch noch mehr verstärkt, wir haben uns selbst weiter entwickeln können und können mit Herzblut sagen, dass wir es einfach lieben, Tiere und auch ihre Menschen zu fotografieren.»

Kleine Mischlingshündin rennt in der Abendsonne über eine herbstliche Wiese – fotografiert von Photo Passion

«Was uns so an der Tierfotografie fasziniert? Die Liebe zu den Tieren: Wir haben selbst zwei Katzen und zwei Hunde, unser hauseigener kleiner Zoo, wie wir ihn liebevoll nennen. Ein Fotoshooting mit Tieren ist immer etwas Neues, jedes Tier verhält sich anders, hat seinen eigenen Charakter, auf den man eingehen muss und den wir versuchen, auf den Fotos wider zu spiegeln.

Ein Fotoshooting mit Tieren ist nicht zu 100 % planbar, da die Fellnase nicht unbedingt das macht, was wir uns selbst und die Besitzer erhoffen. Und genau das ist es auch, was uns daran reizt und fordert. Wir müssen bei unseren Fotoshootings mit Tieren immer flexibel und spontan sein. Da gibt es keine Routine nach dem Motto „so und so machen wir es“. Das Tier steht im Vordergrund und wir müssen uns darauf einlassen. Von daher ist es immer spannend zu sehen, was als nächstes passiert. Selbst die Besitzer sind teilweise überrascht über ihre Lieblinge und dann gibt es viel zu lachen und zu reden.»

Nicole Hollenstein – Tierfotografie aus Leidenschaft

„An der Tierfotografie fasziniert mich, dass es ein Beruf ist, welcher sich in der Gefühlsebene abspielt. Nur wer viel Geduld und Einfühlungsvermögen, Sensibilität und das Herz für Tiere mitbringt, kann Bilder machen, welche die Seele der Tiere widerspiegeln.“

Studioaufnahme einer braunen Bulldogge, die den Kopf auf dem Fußboden auflegt und verlegen zur Seite blickt – fotografiert von Nicole Hollenstein

„Was anfangs aus Hobby entstand wurde vor 5 Jahren zu meinem Beruf und zur Erfüllung meines Lebenstraumes. Meine Arbeit ist weit mehr als ein Beruf, es ist eine Leidenschaft.“

Hundebesitzerin nimmt den neben ihr sitzenden Hund bei einem Outdoor-Shooting mit dem Rücken zur Kamera gewandt in den Arm – fotografiert von Nicole Hollenstein

„Tiere begleiten mich schon mein ganzes Leben lang, von Hamster, Hase, Katze über Pferd und aktuell meine Beagle-Hündin Joyce durfte ich in meinem Leben schon viele Tiere mein Eigen nennen und habe daher einen engen Bezug zu den verschiedenen Tierarten. Mich fasziniert, dass anders als bei menschlichen Models, der richtige Moment im Gefühl liegen muss, aus einer nonverbalen Kommunikation heraus.“

Die Internetpräsenz von Nicole Hollenstein finden Sie hier.

Unterwasserfotograf fotografiert ein Riff

Unterwasserfotografie – Eine kleine Fotoschule

Wer gerade den Tauchschein in der Tasche hat, spielt vielleicht mit dem Gedanken, bei einem der nächsten Tauchgänge eine Kamera mitzunehmen. Die Unterwasserfotografie ist eine Art der Fotografie mit großer Herausforderung. Der Fotograf benötigt eine gute Körperbeherrschung unter Wasser. Er versucht, eine neutrale Tarierung zu erreichen um während einer Aufnahme nicht aufzutauchen oder abzusinken. Zum Fotografieren unter Wasser wird ausserdem eine spezielle Fotoausrüstung benötigt. Im Folgenden wollen wir Ihnen zeigen, worauf Sie bei Ihrem ersten Foto-Tauchgang achten müssen.

Vor dem Tauchen – Die richtige Kamera

Am Anfang steht natürlich die Frage, welche Kamera eignet sich zur Unterwasserfotografie?
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Bei der Wahl der Kamera sollte sich an der Häufigkeit der Unterwasserausflüge orientiert werden. Demnach bemisst sich auch die Ausstattung der gesamten Fotoausrüstung. Wer nur einmal im Jahr abtaucht um unter Wasser zu fotografieren benötigt sicherlich keine teure Kameraausrüstung.
Die günstigste Variante einer Unterwasserkamera ist die Einweg-Unterwasserkamera. Diese eignet sich besonders für Strandurlauber, die beim Badengehen im Meer auch gerne mal ein paar Bilder unter der Wasseroberfläche schiessen wollen. Erhältlich sind diese Geräte bereits für etwa 20 CHF. Ein Film ist dann meist schon dabei und reicht für bis zu 28 Bilder.
Je tiefer getaucht werden soll, desto schwieriger wird die Herausforderung an eine gelungene Aufnahme. Schon ab 5m verringert sich der rote Anteil im Licht, ab 15m verlieren sich auch die Orangetöne. Je tiefer man sinkt, desto höher ist der blaue Lichtanteil.
Taucher mit Kamera fotografiert Fische
Sporttaucher, die tiefer absinken, benötigen besser ausgestattete Kameras. Hier kommen Digitalkameras ins Spiel. Kompakte Digitalkameras ohne Gehäuse sind bis zu 25m Tiefe wasserdicht. In der Kompaktklasse sind vor allem ein vernünftiges Zoom sowie ein grosses Display wichtig, da es mit Taucherbrille nicht mehr möglich ist, durch den Sucher zu schauen. Beim Unterwasserfotografieren gilt es, so nahe wie möglich ans Objekt zu gelangen. Schwebeteilchen könnten auf dem Motiv ansonsten nur wie Schneegestöber aussehen. Da ab 5m Wassertiefe Rottöne gefiltert werden, sollten die Kameras einen Weissabgleich und einen Farbausgleich besitzen. Je nachdem wie gut die Kamera das beherrscht sind spätere Optimierungen auch noch am Computer möglich.
Je tiefer getaucht wird, desto dunkler wird es. Jedoch können in ruhigen, klaren Gewässern die Sonnenstrahlen tiefer reichen als bei unruhigen. Bei letzterem werden die Lichtverhältnisse schon ab 5m schwierig werden. Die technischen Anforderungen an die Kameras steigen deshalb mit zunehmender Tiefe. Bei Tauchgängen ab 10m werden lichtempfindlichere Objektive und Fotosensoren benötigt. Hier sind Unterwasser-Systemkameras die bessere Alternative, um gute Bildqualitäten zu erreichen. Neue Modelle haben meistens schon ein LED-Licht verbaut, um die fehlende Helligkeit auszugleichen. Echte Unterwasserkameras sind im Vergleich zu Systemkameras günstig und einfach in der Handhabung.
Für tiefere Gewässer gibt es kaum wasserdichte Kameramodelle. Dafür aber spezielle wasserdichte Gehäuse. Die Vielfalt an Unterwasser-Gehäusen ist fast genauso unüberschaubar wie die Vielzahl an Kameras selbst. Hier muss jeder selbst nach einem für sich passenden Modell schauen. Dabei kann man sich vor allem an der zu tauchenden Tiefe orientieren. Wer bereits eine Kompakt-, Systemkamera oder DSLR besitzt, kann sich im Internet oder Fachgeschäft über ein passendes Unterwassergehäuse für sein Kamera-Modell informieren.
Für Sporttaucher ist definitiv nach 40m Schluss. In grössere Tiefen sinken nur technische Taucher ab, die dann ein spezielles Atemgasgemisch einatmen müssen. Anfänger sollten jedoch nie mehr als 20m tauchen.

Unterwasserfotografie – Motiv und Belichtung

Unterwasserfotografie: Pazifischer Rotfeuerfisch
Während des Tauchgangs sollten Objekte immer so nahe wie möglich aus waagerechter Position fotografiert werden. Von oben sehen die meisten Tiere einfach nicht sehr schön aus. Durch die Nähe zum Objekt empfiehlt sich ausserdem ein Weitwinkelobjektiv. Ohne das Objektiv ist man zu weit vom Objekt entfernt, als dass ein Blitz noch funktionieren würde. Unter Wasser müssen ausserdem ein paar Parameter angepasst werden. Das gelingt am besten, wenn auf manuelle Einstellungen umgeschaltet wird. Bei schlechten Lichtverhältnissen muss z.B. die Lichtempfindlichkeit auf 200 bis 800 gestellt werden. Vorsicht: Bei einem zu hohem ISO-Wert entsteht Bildrauschen. Zudem sollte die Verschlusszeit geändert werden. Bei längeren Belichtungszeiten muss die Kamera stiller gehalten werden. Mit ein bisschen Übung entstehen verwacklungsfreie Bilder.
Beim Einsatz von Blitzlicht entstehen neue Herausforderungen. Bei Kompaktkameras ist das Blitzlicht meistens dicht am Objektiv angebracht. Schwebeteilchen vor dem Objektiv werden angeblitzt und erscheinen auf den Bildern wie Schneegestöber. Besser sind externe Blitze, die über Arme mit der Kamera verbunden sind. Durch die variable Einstellung können bessere Lichtverhältnisse im Motiv erreicht werden.

Nach dem Tauchen – Säuberung und Bildbearbeitung

Nach dem Tauchgang sind einige Dinge zu beachten. Echte Unterwasser-Kameras sind möglichst bald nach dem Tauchen in salzhaltigem Wasser mit Süsswasser zu spülen, damit die kleinen Salzkristalle später nicht das Display oder das Objektiv zerkratzen. Auch die Unterwassergehäuse sind zu spülen. Ausserdem sollten sie auf keinem Fall direkt nach dem Tauchgang geöffnet werden. Andernfalls besteht die Gefahr, dass Wasser ins Innere gelangt und die Kameraelektronik beschädigt. Deswegen erst abspülen und dann zum Trocknen legen.
Professionelle Unterwasserfotografie

Fazit:

Besonders Einsteiger wissen am Anfang noch nicht genau, inwieweit ihnen Unterwasserfotografie zusagt. Deshalb lohnt es sich für viele nicht, gleich zu Beginn teures Equipment zu kaufen. Es gibt mittlerweile verhältnismässig günstige Unterwasserkameras. Mit System- oder Spiegelreflexkameras können diese allerdings in Bezug auf die Bildqualität nicht mithalten. In diesem Punkt muss jeder Einzelne für sich selbst entscheiden, welchen Anspruch er oder sie bei Unterwasserbildern hat.

Zootier Weisser Tiger

Tiere im Zoo fotografieren

Tiere gehören zu den beliebtesten Motiven in der Fotografie. Doch Tiere fotografisch festzuhalten, ist kein leichtes Vorhaben und es können sich einige Herausforderungen ergeben. Bei der Zoofotografie ist, wie auch bei der Wildlife-Fotografie, vor allem Geduld gefragt. Zootiere lassen sich nicht lenken und oftmals sind sie von unschönen Gittern umzäunt. Wir haben einige Tipps für Sie zusammengestellt, mit denen Ihnen trotz dieser Herausforderungen tolle Aufnahmen gelingen.

Aufnahme von Flamingos im Zoo

Quelle: Annika Weiland

Ein Tipp vorweg: Erkundigen Sie sich vor dem Zoobesuch nach den Fütterungszeiten, denn da lassen sich die Tiere in besonders einzigartiger Weise festhalten.

Mit diesem Kameratyp gelingt es

Die Kompaktkamera und das Smartphone sind praktisch, doch für das Fotografieren von Zootieren kann sich der Kauf einer Spiegelreflexkamera lohnen. Mit ihr lassen sich alle Möglichkeiten der Fotografie ausschöpfen. Oft bilden Zäune und Gitter unschöne Hintergrunddetails im Foto, mit einer Spiegelreflexkamera lassen sich diese Makel einfach verschwimmen und das Motiv rückt wieder in den Fokus. Dabei muss nicht zwingend tief in die Tasche gegriffen werden, es gibt gute und günstige Einsteigermodelle. Lesen Sie hierzu unsere Kaufberatungen. Aber auch die Systemkamera ist eine gute Alternative. Ihr Vorteil gegenüber der Spiegelreflexkamera ist das geringe Gewicht und die handliche Grösse. Mit der Kompaktkamera kann man mit etwas Übung gute Aufnahmen machen, aber dafür gibt es bei diesem Kameratyp keine Wechselobjektive.

Unschöne Hintergrunddetails in der Zoofotografie durch die Spiegelreflexkamera verschwimmen lassen

Quelle: Annika Weiland

Stativ, Objektiv und Blitz

Zu viel Zubehör kann schnell lästig werden. Für den perfekten Schnappschuss reichen in der Zoofotografie meist schon wenige Hilfsmittel aus. Besonders wichtig ist hier die Wahl des passenden Objektivs. Es empfiehlt sich ein Zoomobjektiv mit einer Brennweite von 100 bis 300 mm. Wer nicht mit der Kamera in der Hand auf den perfekten Schnappschuss warten will, sollte in ein Stativ investieren. Auf den Blitz kann beim Fotografieren von Zootieren verzichtet werden. Dieser ist in den meisten Zoos ohnehin nicht erlaubt.

Der richtige Zeitpunkt

Bei der Zoofotografie ist vor allem Geduld und Zeit gefragt. Grosse Besuchermengen stellen da nur einen Störfaktor dar. Daher besser nicht an Wochenenden, Feiertagen oder in den Schulferien zum Fotografieren in den Zoo gehen. Es empfehlen sich die Wochentage von Montag bis Donnerstag gleich nach Einlassbeginn oder nach 16 Uhr, wenn der Zoo langsam leerer wird.

Pelikan fotografisch festhalten

Quelle: Annika Weiland

Licht und Sonne optimal nutzen

Optimales Licht bietet ein leicht bewölkter Himmel. Die grelle Sommersonne und dunkle Regentage sollten Sie besser meiden. Scheint die Sonne sehr hell, können unschöne Reflexionen im Bild entstehen. Ein Tipp vom Profi: Vor 10 Uhr und nach 16 Uhr bieten sich die besten Lichtverhältnisse. Diese Zeit empfiehlt sich sowieso wegen der geringeren Besuchermenge im Zoo oder Tierpark.

Das Motiv richtig in Szene setzen

Um keine Langeweile beim Betrachter zu verursachen, sollte das Motiv nicht immer in der Mitte des Bildes platziert werden. Fotografieren Sie ruhig verschiedene Perspektiven und bringen Sie so Lebendigkeit in das Foto. Der Goldene Schnitt ist ein hilfreicher Ansatzpunkt. Grundsätzlich sollten dabei aber immer die Augen der Tiere fokussiert und auf Augenhöhe mit dem Tier fotografiert werden.

Variation bei der Motivplatzierung in der Zoofotografie

Quelle: Annika Weiland

Glas und Gitter kaschieren

Bei zu dichten Gittern nützt leider auch die beste Kamera nichts. Suchen Sie sich ein Gehege, wo der Zaun weitmaschiger ist. Hier einfach mit der Kamera ganz nah an den Zaun rangehen. Es kann hilfreich sein die ISO-Zahl dabei stetig zu erhöhen. Die Blendenzahl sollte so klein wie möglich eingestellt werden. Hier bieten sich Werte um f/4.0 an. Beim Fotografieren durch Glasscheiben sollte man generell mit einer offenen Blende fotografieren. Auf gar keinen Fall einen Blitz verwenden, denn dieser wird auf den Fotos erkennbar sein. Bei Bedarf kann auch hier die ISO-Empfindlichkeit erhöht werden.

Das Wichtigste zum Schluss

Rücksichtsvolles Verhalten ist in der Tierfotografie eine Grundvoraussetzung. Deshalb sollte genügend Abstand zu den Tieren eingehalten werden. Planen Sie zudem ausreichend Zeit ein und seien Sie geduldig. Als Belohnung bekommt man atemberaubende Fotos. Wir wünschen viel Spass!

Wildlife-Fotografie

Die Natur mit ihrer großen Vielfalt bietet unzählige Motive. Doch mit dem Anspruch der Motive wächst auch die Herausforderung. Tiere in der freien Wildbahn zu fotografieren ist eine Königsdisziplin, bei der viel Geduld und Übung gefragt sind. Für unvergessliche Aufnahmen werden eine gute Planung, gutes Wetter und etwas Glück benötigt.

Orang Utan im Sonnenlicht

Quelle: Gundel Woite

Grundlegende Informationen und Verhaltenshinweise

Es gibt zahlreiche Veranstalter, die Foto-Safaris anbieten. Im Trend liegen momentan Kenia, Namibia und Südafrika. Wer nicht in ferne Länder reisen kann, sollte einen Wildpark, ein Biotop oder ein Naturschutzgebiet in der näheren Umgebung besuchen. Hier lassen sich zwar keine Löwen, Giraffen oder Elefanten festhalten, aber auch Insekten oder Vögel sowie Hirsche und Bären bieten sich hervorragend als Motive an.

Doch ganz egal wo Sie Wildtiere fotografieren möchten – den Tieren gegenüber sollte sich rücksichtsvoll verhalten werden. Am besten sollte dabei ausreichend Abstand zu den Tieren gehalten werden. Es ist daher sinnvoll, sich vorher Informationen zu den Tieren und der Umgebung einzuholen, um ein Gespür für die Besonderheiten und Eigenschaften der Tiere zu bekommen. Das Wichtigste beim Fotografieren von Wildtieren ist jedoch Geduld. Oft dauert es etwas länger, bis das gewünschte Motiv gefunden ist. Tiere lassen sich keine Anweisungen geben, daher Augen offenhalten und ausreichend Zeit mitbringen.

Hirschbaby im Wildgehege

Quelle: Annika Weiland

Mit diesem Zubehör gelingt der Schnappschuss

Für gelungene Aufnahmen sollte auf das Smartphone oder die digitale Kompaktkamera besser verzichtet werden. Es muss aber nicht zwingend viel Geld für eine hochwertige Spiegelreflexkamera ausgegeben werden. Insbesondere für Anfänger reicht eine preisgünstige Variante dieses Kameratyps aus. Wer allerdings wirklich gute Aufnahmen haben möchte, sollte etwas tiefer in die Tasche greifen. Eine gute Spiegelreflexkamera und das richtige Zubehör ermöglichen ausdrucksstarke Fotos und erleichtern die Arbeit eines jeden Fotografens. Hier empfiehlt sich der zusätzliche Kauf eines Teleobjektivs. Auch das Stativ sollte nicht unterschätzt werden, denn es kann ein wahrer Helfer sein, um Fotos auch aus der Ferne mit einem Fernauslöser schiessen zu können. Für gestochen scharfe Fotos sollte am besten der Bildstabilisator eingeschaltet sein. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Frage nach dem richtigen Objektiv. Für Landschaftsfotografien eignet sich ein Weitwinkelobjektiv. Sollen Tiere aus weiter Ferne fotografiert werden, ist ein Teleobjektiv unverzichtbar. Insekten und andere kleine Tiere fotografieren Sie am besten mit einem Makroobjektiv.

Ameisen auf Blatt mit dem Makroobjektiv

Quelle: Annika Weiland

Noch ein Tipp: Achten Sie bei der Kleiderwahl auf gedeckte Farben, denn durch grelle Farben werden die Tiere erschreckt.

Anforderungen an die richtige Kameraeinstellung und das Licht

Um kleine Tiere, wie Insekten, fotografisch festzuhalten, werden am besten ein Stativ und ein Makroobjektiv benutzt. Zusätzlich kann ein Fernauslöser zur Erleichterung verwendet werden. Bei grossen Tieren sollten Sie eine weite Brennweite einstellen, denn ohne ausreichende Brennweite werden die Tiere zu klein abgebildet. Grosse Tiere werden häufig aus der Ferne fotografiert, weshalb hier besser ein Teleobjektiv verwendet wird. Beim Licht gilt: Meiden Sie die grelle Mittagssonne im Sommer. Erfahrene Fotografen nutzen das Licht kurz nach Sonnenauf- bzw. Sonnenuntergang. Gegenlicht sollte beim Fotografieren von Wildtieren eher vermieden werden. Wenn das Motiv immer zentriert in der Bildmitte steht, kann das schnell langweilig wirken. Daher gerne auch mal andere Kompositionen ausprobieren und beispielsweise das Tier in das Foto hineinlaufen lassen. Gleiches gilt bei unbewegten Motiven – ein bewegtes Motiv ist spannender, aber auch schwieriger zu fotografieren. Mit der Serienbildaufnahme kann dabei die Chance erhöht werden, den richtigen Moment zu erwischen und das Tier scharf darzustellen. Probieren Sie doch einfach mal ein paar Bildvarianten aus.

Elefant fotografisch festgehalten

Quelle: Shaun Levick

Am besten nehmen Sie sich gleich Ihre Kamera und fangen mit dem Üben an. Nur wer alle Funktionen seiner Kamera kennt und Erfahrung in der Fotografie hat, kann in der Wildlife-Fotografie gelungene Aufnahmen erzielen.

Und nicht vergessen: Vorher den Akkustand und die Kapazität der Speicherkarte kontrollieren. Eine gute Vorbereitung ist eine grundlegende Voraussetzung in der Wildlife-Fotografie.