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Nahaufnahme des Leuchtmittels eines Studioblitzes

Kaufberatung: Studioblitz für das eigene Heimstudio

Blitzlicht gilt in der Fotografie als ein altbewährtes Mittel, um ein Objekt oder eine Person perfekt auszuleuchten. Die Besonderheit des Blitzlichtes liegt in der enormen Leistungsstärke. Anders als bei Dauerlicht-Leuchten, welche ihren Ursprung im Bereich Film und Fernsehen haben, eignet sich das Blitzlicht ausschliesslich für die Fotografie. Wer sich ein Blitzsystem für das eigene Heimstudio zulegen möchte, hat bei dem weitgefassten Angebot die Qual der Wahl. Eine Orientierung, welche Kriterien beim Kauf von Blitzgeräten zu beachten sind, gibt der folgende Artikel.

Grundsätzliche Möglichkeiten: Studioblitz versus Aufsteckblitz

Aufsteckblitze sind klein, handlich und bereits für einen geringen Preis zu haben. Zudem lassen sich diese entfesselt benutzen; das bedeutet, dass sie statt auf dem Blitzschuh der Kamera auf einem externen Stativ angebracht werden können. Dadurch können Aufsteckblitze genauso benutzt werden wie Studioblitze. Wird jedoch die Leistung eines Studioblitzes mit der eines Aufsteckblitzes vergleichen, so steht der Aufsteckblitz dem Studioblitz in einigem nach. Der Studioblitz ist in seiner Bauweise zwar grösser als ein Aufsteckblitz, jedoch kann er wesentlich mehr Leistung erbringen.

Eine höhere Leistung lässt sich zwar durch den Einsatz mehrerer Aufsteckblitze erreichen, doch ist hier ein einzelner Studioblitz in seiner Handhabung einfacher und in der Anschaffung je nach Modell vielleicht auch kostengünstiger als mehrere Aufsteckblitze. Neben der Leistungsstärke des Studioblitzes ist auch das Einstelllicht ein grosser Vorteil, welches oft nur bei Studioblitzen zu finden ist. Das Einstelllicht schafft mittels einer zusätzlichen Glühbirne die Möglichkeit, die Lichtwirkung des Blitzes bereits vor der ersten Aufnahme zu erahnen.

Der Einsatz von Lichtformern mit dem Blitz

Selbst für einen entfesselten Aufsteckblitz ist die Verwendung von Lichtformern möglich. Allerdings ist hier die Auswahl an Grössen und Formen relativ begrenzt. Es ist oft nicht möglich, mit der vergleichsweise schwachen Lichtleistung eines Aufsteckblitzes eine grössere Softbox auszuleuchten. Ein Studioblitz bietet hier die bessere Alternative, da aufgrund der starken Leistung auch grössere Softboxen verwendet werden können. Je höher die Leistung des Studioblitzes ist, um so grösser kann die dementsprechende Softbox gewählt werden. Doch die Grösse und die Form der Softbox hängt wiederum stark von dem jeweiligen Einsatzzweck ab.

So eignen sich beispielsweise kleinere Striplights bestens für Portrait und grössere für Ganzkörper-Aufnahmen. Neben dem Striplight gibt es Softboxen auch als Quadrat oder Oktagon. Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass eine Softbox relativ viel Licht verschluckt. Dies kann bei den Kameraeinstellungen bis zu zwei Blendenstufen ausmachen.

Ein zusätzliches Grid, das in der Softbox angebracht werden kann, hilft das Licht noch gezielter in die richtige Richtung zu lenken. Alternativ zu den Softboxen gilt auch der Durchlicht- und Reflektorschirm als nützlicher Helfer beim Einsatz von Studioblitzen.

Studioblitz mit einer Striplight-Softbox

Kaufkriterien für einen Studioblitz

Wird von einem Studioblitz gesprochen, ist meist ein Blitzsystem gemeint. Ein Blitz allein sorgt meist nicht für die gewünschte Ausleuchtung, da das Licht dann nur aus einer Richtung kommen kann. Folglich sollte bei der Anschaffung eines Blitzsystems von mindestens zwei Studioblitzen die Rede sein, um ein Objekt oder eine Person aus mehreren Richtungen gut ausleuchten zu können.

Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden reicht in der Regel eine Lichtleistung von zweimal 250 Watt. Wer jedoch in grösseren Räumen oder Hallen fotografieren möchte, sollte sich stärkere Studioblitz anschaffen. Eine Lichtquelle aus einer dritten oder vierten Richtung kann mit Hilfe eines Reflektors auch ohne ein weiters Blitzgerät geschaffen werden.

Für eine gute Kompatibilität der einzelnen Geräte kann es von Vorteil sein, nur Blitze desselben Herstellers zu verwenden, da diese oft herstellereigene Anschlüsse besitzen. Zudem sollte eine Fotozelle in den Blitzgeräten verbaut sein, sodass alle verwendeten Blitze ohne zusätzliches Equipment synchron ausgelöst werden können.

Um auf einem Blitzgerät verschiedenste Lichtformer verwenden zu können, sollte bereits beim Kauf auf die leichte Austauschbarkeit der Lichtformer geachtet werden.

Fazit

Letztendlich hängen die Art und der Umfang des benötigten Blitzsystems sehr vom Einsatzzweck ab. Für den Gebrauch im eignen Heimstudio reichen meist zwei Blitze mit einer relativ geringen Leistung aus. Diese sind kostentechnisch meist auch für den Hobbyfotografen erschwinglich. Die Entscheidung, alle Blitzgeräte bei ein und demselben Hersteller zu kaufen, kann vor allem in Bezug auf die Kompatibilität grosse Vorteile bringen.

Wie bereits erwähnt hat der Blitz im Vergleich zum Dauerlicht seine Vorteile in der starken Lichtleistung und in der flexiblen Regelbarkeit. Der Nachteil besteht wiederum in der schlechten Schätzbarkeit der Lichtwirkung. Das Einstelllicht eines Studioblitzes schafft es jedoch, diesem Negativkriterium ein wenig entgegen zu wirken.

Aufbau eines Studios – Ringleuchte und DSLR miteinander kombiniert

Kaufberatung: Dauerlicht-Leuchte in der Fotografie

Besteht ein reges Interesse an der Studiofotografie, ist der Wunsch nach einem Fotostudio in den eignen vier Wänden nicht weit. Einen angenehmen Einstieg können hier Dauerlicht-Leuchten bieten. Diese sind in der Regel leicht zu handhaben und die sofortige Erkennbarkeit der Lichtwirkung kommt gerade den Einsteigern sehr entgegen.

Welche Kriterien Sie beim Kauf einer Dauerlicht-Leuchte beachten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Kriterium 1 – Bauform

Dauerlicht-Leuchte ist nicht gleich Dauerlicht-Leuchte. Es gibt sie als Strahler, Flächenleuchten und Ringleuchten. Jede dieser Bauformen dienen unterschiedlichen Einsatzzwecken.

Für den Schwerpunkt Portrait- oder Makrofotografie sind Ringleuchten besonders geeignet. Vor allem bei der Portraitfotografie lässt sich durch die Form des Lichts ein schöner Effekt in den Augen des Models erzeugen. Des Weiteren bietet die Ringform den Vorteil, dass diese in der Mitte eine Öffnung hat, wodurch die Leuchte direkt vor der Kamera platziert werden kann. Folglich müssen nur die Kamera und die Leuchte auf eine Höhe gebracht werden, sodass das Objektiv der Kamera durch die Öffnung des Ringlichts ragen kann. Einige Ringleuchten sind direkt mit einer Kamerahalterung ausgestattet, um den Einsatz zweier Stative zu vermeiden.

Sollen grosse Räume, wie Industriehallen, fotografiert werden, empfehlen sich hier Flächenleuchten. Wie der Name schon verrät, ist die Lichtquelle eine grosse bis sehr grosse rechteckige leuchtende Fläche, die ein weiches, gleichmässiges Licht erzeugen kann. Diese grosse Fläche besteht entweder aus mehreren Reihen Leuchtstoffröhren oder aus LEDs.

Die dritte Bauform sind Strahler. Diese sind in mehreren Varianten erhältlich. Die Unterschiede bestehen hier in der Anzahl der verwendeten Leuchtmittel und der daraus resultierenden Lichtstärke. Hierbei bieten Dauerlicht-Leuchten, die mehr als nur ein Leuchtmittel haben, einen Vorteil in Bezug auf die Flexibilität. Die Leuchtmittel lassen sich in der Regel stufenweise zu- und abschalten, wodurch die Lichtstärke variiert werden kann.

Neben den Strahlern sind in den meisten Fällen auch die Ring- und Flächenleuchten in einem gewissen Umfang regelbar. So lassen sich die einzelnen Reihen einer Flächenleuchte ebenfalls stufenweise zu- und abschalten. Die Ringleuchte wiederrum besitzt meist einen Dimmer.

Ringleuchte und DSLR – fotografiertes Motiv ist auf dem Bildschirm durch den Live-View-Modus sichtbar

Kriterium 2 – Preis und Qualität

Das Angebot an Dauerlicht-Leuchten in all seinen Bauformen ist vor allem im Internet enorm. Ebenso gross ist die Spanne der Preise. Jede Art der Dauerlicht-Leuchten sind in nahezu jedem Preissegment vertreten.

Strahler, Ringleuchten und auch Flächenleuchten können bereits im zweistelligen CHF-Bereich erworben werden. Zudem finden sich hier teilweise ganze Sets, die aus einem oder zwei Strahlern inklusive Stativen und Softboxen bestehen. Jedoch sollten bei diesen Angeboten die Erwartungen nicht allzu hoch sein. Grosse Schwachstellen günstiger Sets sind meist die Verarbeitung und die dazugehörigen Stative. Diese sind in vielen Fällen nicht sehr stabil, wodurch die Dauerlicht-Leuchte eher einen wackeligen Stand hat. Des Weiteren haben diese Strahler meist nur eine Lichtquelle, wodurch kaum Flexibilität in Bezug auf die Lichtleistung gegeben ist.

Nähert man sich den Anfängen des dreistelligen CHF-Bereichs an, findet sich bereits qualitativ hochwertigeres Equipment, welches zudem oft mehr Möglichkeiten bietet. So finden Sie hier bereits Strahler mit mehr als nur einem Leuchtmittel und auch das ein oder andere Markengerät ist in dieser Preisklasse vorhanden.

Sowohl das Niedrig- als auch das Mittelpreissegment reichen in der Regel für den Gebrauch eines Heimstudios aus. Dabei ist es vor allem wichtig abzuwägen, wie oft und intensiv das Heimstudio genutzt werden soll. Je nachdem, wie gross das Vorhaben ist, sollten die dafür benötigten Investitionen geplant werden.

Natürlich gibt es in Bezug auf Preis und Qualität kaum Grenzen nach oben. Lesen Sie Produktbewertungen anderer Nutzer oder lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen.

Kriterium 3 – Leuchtmittel

Beim Kauf einer Dauerlicht-Leuchte ist nicht nur die Bauform und die Qualität des Gerätes wichtig. Das verwendete Leuchtmittel spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle. Als Leuchtmittel werden vor allem Halogen-Leuchten, HMI-Leuchten und LEDs eingesetzt.

Die Halogen-Leuchte gehört hierbei zu den preiswerteren Modellen. In ihrer Leistung bieten sie einen eher warmen Lichtton, welcher mit circa 4800 Kelvin ungefähr 1000 Kelvin unter dem Tageslicht-Wert liegt. Die warme Lichtwirkung der Leuchte stellt bei Aufnahmen im RAW-Format jedoch nur selten ein Problem dar, da diese im Nachhinein durch einen Weissabgleich gut kontrolliert und ausgeglichen werden kann. Der Nachtteil der Halogen-Leuchten ist die grosse Wärmeentwicklung, die diese mit sich bringen, daher muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Gehäuse gut isoliert ist.

Die Halogen-Metall-Dampflampe, kurz HMI, erreicht den Tageslicht-Wert und entwickelt deutlich weniger Wärme als Halogen-Leuchten. Zudem bietet dieses Leuchtmittel eine hohe Lichtstärke, wodurch auch eine hohe Lichtausbeute resultiert. Der einzige Nachteil begründet sich hier in den hohen Anschaffungskosten einer solchen HMI-Leuchte.

Als dritte Möglichkeit bietet sich der Einsatz von LEDs. LEDs sind im Gegensatz zu den beiden anderen Leuchtmitteln noch relativ neu und bieten den Vorteil, dass es diese nicht nur in grossen, sondern auch in kleinen Grössen gibt. Diese kleineren Dauerlicht-Leuchten können oft durch einen Akku betreiben werden und eignen sich dadurch besonders für den mobilen Einsatz. Zudem bieten LEDs einen stufenlosen Wechsel zwischen Tageslicht und Kunstlicht, wodurch im Bereich der Lichtwirkung eine gewisse Flexibilität entsteht. Wie die HMI-Leuchte haben auch LEDs nur eine geringe Wärmeentwicklung, wodurch sich diese beiden Leuchtmittel auch für Film und Fernsehen eignen. Ein Nachteil der LEDs ergibt sich durch den hohen Randabfall ausserhalb des Kernbereichs. Dadurch eignet sich diese Form der Dauerlicht-Leuchten eher für kurze Distanzen. In Bezug auf die Lichtleistung kann die LED-Leuchte die HMI-Leuchte nicht überbieten und bleibt somit der Spitzenreiter.

Eignung zur Aufnahme von Videos

Im Gegensatz zum Blitzlicht bieten Dauerlicht-Leuchten den Vorteil, dass sie auch zur Aufnahme von Videos verwendet werden können. Hierbei ist es nur wichtig darauf zu achten, dass die Leuchte keine allzu grosse Wärme entwickelt, da diese in der Regel länger in Betrieb sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Geräuschpegel. Viele Geräte, die eine gewisse Wärme erzeugen, bedienen sich einer Lüftung, um der Überhitzung entgegenzuwirken. Wer vor allem Videos aufnehmen möchte, sollte sich also eine Dauerlicht-Leuchte ohne Kühlgebläse kaufen.

Fazit

Insgesamt betrachtet sind Dauerlicht-Leuchten eine sehr gute Option für das erste eigene Heimstudio und das bereits für den kleineren Geldbeutel. Neben dem Preis und der Qualität sollte die Bauform der Leuchte genau auf den Einsatzzweck abgestimmt sein. Dennoch bietet hier der Strahler durch die mögliche Verwendung verschiedener Lichtformer die grösste Flexibilität. Werden die Leuchtmittel betrachtet, ist es besser eine Entscheidung zwischen HMI und LED zu fällen, da die enorme Wärmeentwicklung von Halogen-Leuchten gerade in kleinen Räumen und in der Nähe brennbarer Gegenstände ein Risiko darstellt.

Weitere Informationen zum Einsatz künstlicher Lichtquellen finden Sie in folgenden Artikeln:

Abbildung zweier Studioblitze mit unterschiedlichen Softboxen. Links Strip Lights, rechts Oktaeder.

Studiofotografie mit Kunstlicht – Einsatz von Hilfsmitteln

Das besondere an der Studiofotografie ist die Beherrschbarkeit der Lichtverhältnisse. Durch den Einsatz von Kunstlichtquellen ergibt sich die Möglichkeit, die Lichtleistung, die Lichttemperatur und die Lichtrichtung bestimmen zu können. Einige dieser Faktoren können direkt durch die Lichtquelle beeinflusst werden. Für detaillierte Feineinstellungen des Lichts werden Hilfsmittel wie Lichtformer, Diffusor, Reflektor und Co. benötigt. Durch die Kombination von Lichtquelle und Hilfsmittel ist es möglich, optimale Lichtbedingungen zu schaffen.

Welche Möglichkeiten diese Hilfsmittel in der Studiofotografie bieten, erfahren Sie hier.

Lichtformer

Softboxen für zielgerichtetes Licht

Softboxen bestehen typischerweise aus Stoff und bilden meist die Grundlage für eine gleichmässige und flächige Ausleuchtung.

Im Aufbau bestehen die Innenseiten einer Softbox aus einem reflektierenden Material, welches dafür sorgt, dass das Licht zurückgeworfen und durch die Vorderseite der Box gelenkt wird. Das Licht erhält dadurch eine konkrete Form und Richtung und kann somit zur gezielten Ausleuchtung und Schattensetzung verwendet werden. Bevor das Licht aus der Softbox nach aussen gelangen kann, durchquert es zwei Schichten: Ein im Inneren gespanntes weisses Tuch und die äussere weisse Abdeckung der Box. Diese beiden Schichten brechen das Licht, wodurch es weicher und grossflächiger gestreut wird. Sie wirken also als Diffusor. Softboxen können sowohl an Dauerlicht-Leuchten als auch an Blitzköpfen angebracht werden.

Des Weiteren gibt es sie in unterschiedlichen Formen. Weit verbreitet sind vor allem die quadratischen Varianten, da diese sehr einfach in ihrer Handhabung sind. Schmale, Rechteckige Softboxen werden als Strip Lights bezeichnet und dienen oft dazu, Objekte seitlich von hinten zu beleuchten. Es gibt auch Softboxen mit mehr als vier Ecken. Hierbei werden bei der Portraitfotografie bevorzugt Oktaeder eingesetzt, da diese einen angenehmen Reflex im Auge der zu fotografierenden Person hinterlassen.

Abbildung eines Studioblitzes mit einer achteckigen Softbox ohne Frontabdeckung.

Abbildung eines Studioblitzes mit einer achteckigen Softbox ohne Frontabdeckung.

Lichtschirme als handliche und kompakte Lichtformer

Eine weitere Möglichkeit das Licht in die richtige Form zu bringen, bieten Lichtschirme. Diese werden nahezu ausschliesslich bei Blitzköpfen verwendet. Lichtschirme lassen sich wie handelsübliche Regenschirme aufspannen und wieder schliessen, wodurch sie in ihrer Grösse handlich und platzsparend sind.

Es werden zwei Arten unterschieden. Die erste Art Lichtschirm besteht aus einem weissen, leicht transparenten Stoff und nennt sich Durchlichtschirm. Die Aufgabe dieses Durchlichtschirms ist die gleiche wie bei einer Softbox. Durch das Durchdringen des Lichts durch den Stoff wird das Licht gebrochen, wodurch es weicher und grossflächiger wird. Die zweite Variante ist der Reflektorschirm. Dieser lässt kein Licht hindurch, sondern reflektiert das Licht auf das Motiv. Wie bei einer Softbox besteht auch die Innenseite des Schirms aus einem reflektierenden Material.

Sowohl die Softbox als auch der Durchlichtschirm werden beim Aufbau in Richtung des Motives platziert. Der Reflektorschirm wird um 180 Grad vom Motiv weggedreht, sodass die Hinterseite des Blitzkopfes in Richtung des Objektes zeigt. Es handelt sich dabei um indirektes Blitzen, welches auch durch das Blitzen gegen eine Wand bewirkt werden kann.

Reflektoren

Gerade für Objekte mit vielen Ecken und Kanten benötigt man Licht aus allen Richtungen, um diese ohne starke Schatten aufzunehmen. Dies kann die Verwendung mehrerer Lichtquellen bedeuten. Eine Alternative zu mehreren Lichtquellen stellen Reflektoren dar. Diese können gegenüber der Lichtquelle positioniert werden, sodass sie das Licht reflektieren und dadurch das gewünschte Motiv von einer zusätzlichen Richtung ausgeleuchtet wird.

Im Gegensatz zu einem Diffusor sind Reflektoren lichtundurchlässig und in verschiedenen Grössen, Formen und Farben erhältlich. Bei den Farben handelt es sich um Silber, Gold, Weiss und Schwarz. Die silberne Variante sorgt für ein eher kühles und die goldene für ein warmes Licht. Ein weisser Reflektor wirft das Licht nur zurück, ohne die Temperatur des Lichts zu verändern. Der schwarze Reflektor wiederum ist ein Ausnahmefall und in seiner Funktion nicht wirklich ein Reflektor. Ganz im Gegenteil verschluckt er das Umgebungslicht und trägt dazu bei, eine Seite des Motives abzudunkeln.

Um kleinere Details an einem Objekt in Szene zusetzten, die auf der Probeaufnahme noch zu dunkel wirken, kann bereits ein weisses Blatt Papier genutzt werden, um eine Reflektion des Lichts auf die gewünschte Stelle zu erzeugen.

Fazit

Um ein Motiv gut auszuleuchten sind in den meisten Fällen Dauerlicht-Leuchten oder Studioblitze ein Muss. Diese Sorgen jedoch nicht allein für die passende Lichtstimmung, weshalb Softboxen und Lichtschirme ein wichtiger Bestandteil in der Fotografie sind. Sie streuen das Licht und lassen es weicher erscheinen.

Sorgen ein oder zwei Lichtquellen mit Softboxen bereits für die richtigen Bedingungen, bedeutet das nicht immer, dass alle Stellen gut ausgeleuchtet sind. Den Einsatz weiterer Lichtquellen umgeht man mit Reflektoren, die durch die gekonnte Platzierung das Licht auf die gewünschte Stelle weiterleiten.

Folglich sind Kunstlichtquellen, wie Dauerlicht-Leuchte und Studioblitz, in Verbindung mit Softboxen, Lichtschirmen und Reflektoren ein gelungenes Zusammenspiel, um ein Objekt oder eine Person perfekt auszuleuchten und in Szene zu setzten.

Studioaufbau – Kamera mit einer Dauerlicht-Leuchte

Anordnung und Positionierung verschiedener Kunstlichtquellen

Die zwei gängigsten Lichtquellen sind der Studioblitz und das Dauerlicht. Diese können separat, aber auch gemeinsam eingesetzt werden. Oft reicht jedoch eine einzelne Lichtquelle nicht aus, um das gewünschte Motiv optimal in Szene zu setzen. Nun stellt sich die Frage, wie mehrere Lichtquellen positioniert werden müssen, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Die optimale Anordnung hängt vom fotografierten Motiv und den räumlichen Gegebenheiten ab.

Portraitfotografie – die richtige Anordnung

Bei der Fotografie von Personen werden in der Regel drei Lichtquellen verwendet, das Führungslicht, das Aufhelllicht und das Spitzlicht.

Das Führungslicht, auch «Keylight» genannt, ist in dieser Komposition die Hauptlichtquelle und ist somit das stärkste der drei Lichter. Dieses wird in einem 30- bis 45-Grad-Winkel rechts oder links von der Kamera aufgestellt und so positioniert, dass das Licht schräg über das Auge des Models fällt. Durch die Anordnung dieses Lichts wird die eine Gesichtshälfte gut ausgeleuchtet. Auf der gegenüberliegenden Seite wiederum zeichnen sich harte Schatten ab.

Um der Schattenbildung entgegenzuwirken, wird eine weitere Lichtquelle auf Höhe der Kamera oder gegenüber dem Führungslicht positioniert. Dabei handelt es sich um das Aufhelllicht, auch «Filllight» genannt. Dieses ist schwächer als das Führungslicht und mindern den Kontrast zwischen den beiden Gesichtshälften.

Die dritte Komponente ist das Spitzlicht (Backlight), welches im Hintergrund aufgebaut wird und das Model von hinten anleuchtet. Dadurch entsteht eine klare Abgrenzung zwischen Kopf und Hintergrund, wodurch die Aufnahme eine höhere Tiefenwirkung erlangt.

Produktfotografie – die richtige Anordnung

Gerade Objekte mit vielen Ecken und Kanten benötigen für die optimale Ausleuchtung viel Licht. Deshalb gibt es bei der Produktfotografie, wie schon bei der Portraitfotografie, verschiedene Komponenten.

Begonnen wird auch hier mit der Positionierung des Führungslichts. Soll das Objekt gleichmässig ausgeleuchtet werden, besteht das Führungslicht aus zwei Lichtquellen. Diese sollten die gleiche Lichtstärke aufweisen und jeweils links und rechts von der Kamera aufgestellt werden, sodass das Licht auf das Objekt fällt. Nach der ersten Probeaufnahme lässt sich erkennen, dass das Motiv bereits relativ gut beleuchtet ist, nur die obere Kante erscheint noch etwas dunkel.

Da das gewählte Produkt rundum zur Geltung kommen soll, wird eine weitere Lichtquelle über dem Objekt angebracht. Nun lässt sich auf der zweiten Probeaufnahme erkennen, dass auch die obere Kante gut zur Geltung kommt.

Ist die Ausbeute der bisher verwendeten Lichtquellen zufriedenstellend, geht es anschliessend um die Details. Wie bei der Portraitaufnahme soll auch bei der Produktfotografie eine Tiefenwirkung erzeugt werden. In diesem Fall können statt einem separaten Spitzlicht zwei Reflektoren verwendet werden. Diese werden schräg hinter dem Objekt platziert, damit sie das Führungslicht auf die Rückseite des Objektes reflektieren.

Collage aus zwei Fotografien- links schlecht beleuchtet und rechts gut beleuchtet – Motiv sind ein kleines Klavier und ein M

Das erste Bild links wurde nur mit einer Lichtquelle von links beleuchtet. Daraus resultieren starke Schatten. Das zweite Bild wurde von links, rechts und leicht von oben angestrahlt. Das Motiv zeigt viel weniger Schatten und kommt gut zur Geltung.

Mit dem Aufbau des Führungslichts, des Oberlichts und der Reflektoren als Ersatz für das Spitzlicht ist der Set-Aufbau vollständig. Sollten dennoch Details nicht optimal zur Geltung kommen, können weitere Reflektoren, wie beispielweise in Form eines weissen Blatt Papiers, verwendet werden. Diese sollten so ausgerichtet werden, dass sie das Licht auf die schlecht ausgeleuchtete Stelle umlenken.

Weitere Feinheiten lassen sich durch verschiedene Kameraeinstellungen kontrollieren. Dabei hat bei der Produktfotografie der Blendenwert die grösste Bedeutung. In den meisten Fällen soll bei der Produktfotografie eine hohe Schärfentiefe erzeugt werden. Dies gelingt vor allem mit einer eher geschlossenen Blende. Folglich ist es sinnvoll, mit einem niedrigen Blendenwert wie beispielsweise f/16 zu arbeiten.

Studioaufbau aus zwei Softboxen und einer Kamera

Auf diesem Bild ist ein Set-Aufbau zu sehen, bei dem bisher nur das Führungslicht aufgebaut wurde. In beiden Softboxen befinden sich Studioblitze, welche auf die gleiche Leistung eingestellt wurden.

Set-Aufbau – Studioblitz oder Dauerlicht?

Sowohl bei der Produktfotografie als auch bei der Portraitfotografie können für den Set-Aufbau Dauerlicht-Leuchten oder Studioblitze verwendet werden. Auch eine Kombination aus beiden Lichtquellen ist möglich, solange diese richtig aufeinander eingestellt sind.

Für den Einsteiger ist die Arbeit mit dem Dauerlicht einfacher, da die Lichtwirkung sofort eingeschätzt werden kann.

Fazit

Der Set Aufbau besteht in nahezu jeder Situation aus verschieden Lichtquellen. Hierbei bildet das Führungslicht immer die Basis. Probeaufnahmen können dabei helfen, die Wirkung der verschiedenen Lichtquellen sichtbar zu machen. Deshalb empfiehlt es sich, nach dem Aufbau jeder einzelnen Lichtquelle eine Aufnahme zu machen, um somit die Lichtwirkung zu erkennen, zu verstehen und diverse Defizite festzustellen. Anschliessend lassen sich die Defizite Schritt für Schritt mit weiteren Lichtquellen und Hilfsmitteln ausgleichen.

Wie in nahezu allen Bereichen der Fotografie gehört auch beim Lichtaufbau etwas Übung und Erfahrung dazu, bis der Aufbau ohne weiteres von der Hand geht. Doch wenn der Basisaufbau einmal sitzt, bietet die Arbeit mit Licht noch viele weitere Möglichkeiten.

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Dauerlicht-Ringleuchte und Studioblitz

Kombinieren verschiedener Lichtquellen

Studioblitz und Dauerlicht-Leuchte sind effektive Hilfsmittel in der Fotografie. Beide bringen jedoch Vor- und Nachteile mit sich. Die Dauerlicht-Leuchte ist nicht so lichtstark wie der Blitz und lässt sich nur beschränkt einstellen. Der Studioblitz bietet wiederrum eine grössere Bandbreite an Einstellmöglichkeiten. Im Gegensatz zur Dauerlicht-Leuchte kann die Wirkung des Blitzes nur schwer im Vorfeld beurteilt werden. Aus diesem Grund ist die Handhabung der Dauerlicht-Leuchte vor allem für den Anfänger einfacher. Aufgrund der Vor- und Nachteile beider Lichtquellen stellt sich hier die Frage, ob und wie sich beide kombinieren lassen, um die jeweiligen Vorteile zu geniessen.

Dauerlicht, Blitz oder auch beides?

Der grosse Vorteil von künstlichen Licht, im Gegensatz zum Sonnenlicht, ist die Kontrollierbarkeit. Sowohl beim Dauerlicht als auch beim Studioblitz kann bestimmt werden, aus welcher Richtung das Licht kommen soll und wie stark dieses sein soll. Wie bereits erwähnt, ist der Studioblitz in seiner Regelbarkeit flexibler und insgesamt auch lichtstärker. Zudem besteht beim Einsatz von künstlichen Licht die grosse Freiheit, mehrere Studioblitze oder mehrere Dauerlicht-Leuchten gleichzeitig einzusetzen.

Die Verwendung einer Dauerlicht-Leuchte ist leicht – aufstellen, einschalten und sofort lässt sich die Wirkung des Lichts erkennen. Im Falle, dass die Lichtwirkung zu stark oder zu schwach ist, lässt sich diese meistens dimmen. Für alle anderen Feinheiten bietet die Kamera zahlreiche Einstellungen zur Belichtungszeit, Blende und vielem mehr. Dabei erweist sich der Live-View-Modus der Kamera als besonders praktisch. Bei dessen Verwendung ist die Möglichkeit gegeben, alle Veränderungen sofort auf dem Display zu beobachten. Folglich lässt sich noch vor der Auslösung beurteilen, ob die Einstellungen und die Lichtwirkung den eigenen Vorstellungen entsprechen.

Beim Einsatz von einem oder mehrerer Studioblitze gestaltet sich die Handhabung nicht ganz so einfach. Dafür wiederum überzeugen sowohl die Möglichkeiten an Einstellungen, als auch die Überlegenheit der Lichtstärke. Aufgrund der Komplexität ist es jedoch wichtig, sich an die Arbeit mit einem Studioblitz heran zu tasten. Studioblitze bieten circa vier bis fünf Stufen, welche sich zum Teil bis auf eine Kommastelle genau regeln lassen. Ein guter Start liegt dabei stets in der Mitte, in Zahlen ausgedrückt zwischen zwei und drei. Die optimalen Anfangseinstellungen der Spiegelreflexkamera finden sich bei einer Belichtungszeit von 1/125 Sekunden, einer Blende von circa f/6 und einem ISO-Wert zwischen 100 und 200. Wurde eine solche Ausgangssituation geschaffen, ist es einfach, mit kleinen Schritten nachzujustieren. Aber auch die Veränderungen durch diverse Einstellungen bleiben bis nach der Aufnahme verborgen, da die Verwendung des Live-View-Modus in Verbindung mit einem Studioblitz nicht möglich ist. Das gleiche gilt bei der Benutzung eines externen Systemblitzes, der direkt am Blitzschuh angebracht wird.

Darstellung eines Motives mit verschiedenen Lichtquellen

Diese Bildreihe zeigt den Einsatz verschiedener Lichtquellen ohne Veränderungen der Kameraeinstellungen. Konkret wurden diese Aufnahmen von links nach rechts nur mit Studioblitzen, mit Studioblitzen und Dauerlicht und mit nur Dauerlicht ausgeleuchtet.

Die verschiedenen Wirkungen der Leuchtmittel lassen sich auf der oben abgebildeten Darstellung gut erkennen. Das erste Bild links wurde mit drei niedrig eingestellten Studioblitzen aufgenommen. Das Motiv in der Mitte wurde sowohl mit Blitzlicht als auch mit Dauerlicht ausgeleuchtet und das letzte Bild ganz rechts wurde nur mit einem Dauerlicht aufgenommen.

Dabei erzielte die Kombination aus Studioblitzen und Dauerlicht das beste Ergebnis. Sowohl beim ausschliesslichen Einsatz von Dauerlicht als auch beim alleinigen Einsatz der Studioblitze wirkt die Bildfarbe verfälscht. Am auffälligsten ist diese Verfälschung bei der Aufnahme mit den Studioblitzen, denn dieses hat einen Rotstich.

Licht allein macht keine perfekten Aufnahmen

Die Kombination von Dauerlicht und Studioblitz hat überzeugt. So entsteht die Möglichkeit, mit dem Dauerlicht ein Grundlicht zu erzeugen und mit dem zusätzlichen Blitz der Entstehung von ungewünschten Schatten entgegenzuwirken. Aber Vorsicht – viel hilft nicht immer viel – denn die zu benötigende Lichtmenge richtet sich sehr nach der Grösse des Motives. Aufgrund der Wahl eines kleinen Motives wurden hier sowohl die Blitze als auch das Dauerlicht mit einer niedrigen Einstellung verwendet. Bei grösseren Motiven können höhere Einstellungen notwendig sein.

Eine weitere Möglichkeit, dem Licht etwas entgegen zu wirken, ist die Einstellung der Blende. Durch das Öffnen und Schliessen der Blendenöffnung gelangt mehr oder weniger Licht auf den Sensor. Zudem beeinflusst die Blende die Schärfentiefe. Desto weiter die Blende geschlossen ist, umso höher ist die Schärfentiefe.

Darstellung eines mit Studioblitz und Dauerlicht beleuchteten Motives mit verschiedenen Blendeneinstellungen

Hier ist deutlich zu sehen, dass nicht nur die Lichtquellen, sondern auch die Kameraeinstellungen eine grosse Bedeutung haben. Für diese Aufnahmen wurde lediglich der Blendenwert und nicht der Einsatz der Lichtquellen verändert.

Auch hier ist es ratsam, sich an den richtigen Wert heranzutasten und mit einer Ausgangsblendenzahl von 6 zu beginnen. Bei der oben abgebildeten Fotoreihe wurde als einziger Faktor die Blendenzahl verändert. Sowohl die Einstellungen an den Blitzgeräten als auch die Belichtungszeit und der ISO-Wert sind bei allen drei Aufnahmen konstant. Das erste Bild links wurde mit der Blende f/6 aufgenommen und ist durch die geöffnete Blende sehr hell, nahezu überbelichtet. Auf dem mittleren Bild wurde die Blende geschlossen. Dabei wurde die Blende f/16 gewählt, welche unter den herrschenden Lichtverhältnissen eine viel zu dunkle Aufnahme realisierte. Das beste Resultat wurde mit Blende f/11 erreicht.

Studio-Kombination

Fazit

Künstliches Licht ist nicht nur eine hilfreiche und nötige Unterstützung in der Fotografie, es ist auch spannend, damit zu arbeiten. Die Möglichkeiten, die sich ergeben, sind vielfältig und je nach Geschmack gibt es viele Varianten des perfekten Bildes. Um sich jedoch an die Arbeit mit professionellen Lichtequipment heranzutasten, wird ein wenig Geduld und Feingefühl benötigt.

Detaillierte Informationen zum Dauerlicht finden Sie ausserdem in den Artikeln „Blitztechnik – Der Studioblitz“ und „Dauerlicht-Leuchten im Überblick“.

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Dauerlicht Leuchten Studioblitz

Dauerlicht-Leuchten und Studioblitz im Vergleich

Das Dauerlicht und der Studioblitz sind Lichtquellen, die sich besonders in der Studiofotografie etabliert haben. Doch haben beide ihre Stärken und Schwächen. In diesem Artikel werden diese beiden Lichtquellen anhand verschiedener Kriterien gegenübergestellt.

Leistung von Dauerlicht und Studioblitz

Dauerlicht-Leuchten sind je nach Art des Leuchtmittels, wie Halogen, HMI oder LED, in der Lage, den Tageslichtwert von circa 5777 Kelvin zu überschreiten. Dennoch ist der Studioblitz in Anbetracht seiner Leistung der Spitzenreiter. Ein Blitz gibt im Gegensatz zu einer Dauerlicht-Leuchte seine ganze Energie in Form eines Lichtimpulses auf einmal ab, wodurch er eine enorme Lichtausbeute erzielt. Dies bietet die Möglichkeit, selbst bei einer hohen Blendenzahl nur eine geringe ISO-Empfindlichkeit anzuwenden. Die Arbeit mit hohen Blendenwerten wird aufgrund der wesentlich geringeren Lichtausbeute einer Dauerlicht-Leuchte schon schwieriger.

Des Weiteren kann mit einem Studioblitz selbst bei kurzen Belichtungszeiten eine hohe Schärfentiefe erreicht werden. Diese Eigenschaft eignet sich zum Beispiel besonders für Gruppen-Aufnahmen. Die Belichtungszeit wird hierbei durch den Studioblitz vorgegeben und kann  nicht durch die Einstellung an der Kamera beeinflusst werden. Diese Belichtungszeiten können sich je nach Qualität des Studioblitzes von 1/350 s bis hin zu 1/12000 s bewegen.

Doch diese grosse Leistungsfähigkeit eines Studioblitzes birgt nicht nur Vorteile. Vor allem bei der Arbeit mit einer offenen Blende sind diese oft zu hell. Häufig lassen die Studioblitze zwar gewisse Einstellungen bezüglich der Intensität zu, diese sind jedoch vor allem bei den günstigeren Geräten sehr eingeschränkt.

Lichtabgabe und Reproduzierbarkeit

Die konstante Lichtabgabe eines Studioblitzes ist ein weiterer Vorteil gegenüber der Dauerlicht-Leuchte. Mit einem Studioblitz lässt sich immer wieder dieselbe Farbtemperatur, Lichtleistung und Charakteristik erzeugen. Selbst beim Variieren der Leistung bleibt die Lichttemperatur stets gleich.

Bei der Dauerlichtleute ist es wiederrum wie bei einem Dimmer. Wird die Leistung vermindert, wird das Licht dunkler und wärmer und verändert somit die Wirkung auf der Aufnahme.

Folglich lassen sich Aufnahmen am besten mit Hilfe eines Studioblitzes reproduzieren, da die Lichtbedingungen konstant bleiben beziehungsweise erneut hergestellt werden können.

Schätzbarkeit der Lichtwirkung

Gerade als Anfänger in der Fotografie ist es noch sehr schwierig, die Lichtwirkung einzuschätzen und sich auszumalen, wie die Schatten fallen. In diesem Fall ist der Umgang mit einer Dauerlicht-Leuchte wesentlich einfacher. Durch die dauerhafte Ausleuchtung des Motivs lassen sich der Einfall des Lichtes und vor allem das Aufkommen von Schatten sofort erkennen, sodass noch vor dem ersten Schnappschuss entgegengewirkt werden kann.

Beim Einsatz eines Blitzgerätes lassen sich Lichtwirkung und Schattenaufkommen erst auf der Aufnahme begutachten. Zwar gibt es ein Einstelllicht, um bei der Einschätzung der Lichtwirkung Abhilfe zu schaffen, hundertprozentig zuverlässig ist dieses Hilfsmittel jedoch nicht.

Abbildung des Steuerelements eines Studioblitzes

Diese Abbildung zeigt das Steuerelement eines Studioblitzes. Der auf dem Bild abgebildete Blitz lässt sich im Rahmen seines Regelbereichs bis hin auf eine Kommastelle genau einstellen. Bei der Dauerlicht-Leuchte beschränken sich die Steuerelemente auf einen An- und Ausschalter und einen Dimmer.

Regelbarkeit der Belichtung

Wie bereits erwähnt, lassen sich Dauerlicht-Leuchten dimmen. Dies geschieht zum Teil durch das Ab- oder Zuschalten von mehreren Lichtröhren. Damit lässt sich das Licht gewissermassen stufenweise regeln. Eine exakte Abstimmung des Lichts lässt sich mit dieser Möglichkeit allerdings nicht bewerkstelligen. Dafür kommt die Einstellung der Belichtungszeit der Kamera wieder zum Einsatz, welche bei der Benutzung eines Blitzgerätes unerheblich ist.

Weitaus exakter lässt sich in Bezug auf die Belichtung der Studioblitz regeln, da dieser einen Regelbereich besitzt. Je nach Modell erstreckt sich dieser Regelbereich über fünf Blendenstufen oder mehr.  Auf Grund der hohen Leistung des Studioblitzes ist es absolut notwendig diesen einstellen zu können, da in den meisten Fällen die Maximalleistung nicht benötigt wird.

Bewegungen einfrieren und Bewegungsunschärfe erzeugen

Normalerweise werden kurze Verschlusszeiten benötigt, um eine Bewegung festzuhalten. Diese kurzen Verschlusszeiten gelten auch für die Aufnahme mit Dauerlicht-Leuchten. Anders ist es beim Einsatz des Studioblitzes. Hier entscheidet die Abbrennzeit, also die Länge des Blitzes, ob die Aufnahme scharf oder unscharf aufgenommen wird. Umso kürzer die Abbrennzeit ist, desto einfacher ist es, sehr schnelle Bewegungen einzufrieren. Folglich eignen sich die etwas hochwertigeren Geräte mit Abbrennzeiten von bis zu 1/12000 s am besten. Diese sind trotz der kurzen Abbrennzeit in der Lage, ihre volle Leistung abzugeben, so dass selbst eine bewegte Szene mit einem niedrigen ISO-Wert und somit einer hohen Bildqualität aufgenommen werden kann.

Bei der Fotografie von Bewegungen kann es zudem interessant sein, eine gewisse Unschärfe ins Bild zu bringen. Dies gelingt vor allem durch längere Belichtungszeiten, wofür sich das Dauerlicht besser eignet als das Blitzlicht.

Darstellung von Bewegungsunschärfe

Auf der rechten Abbildung wurde mit Hilfe einer Dauerlicht-Leuchte die Bewegungsunschärfe eines Windrades festgehalten.

Einsatz von Lichtformern

Wenn in der Fotografie zusätzliche Lichtquellen wie Blitzgeräte und Dauerlicht-Leuchten zum Einsatz kommen, finden zugleich Lichtformer ihre Verwendung. Dies sind Hilfsmittel wie Reflektoren, Softboxen, Reflex- und Durchlichtschirme, Flächenreflektoren und Wabenfilter, die dem zusätzlichen Licht eine bestimmte Charakteristik verleihen.

Das Angebot an Lichtformern ist für Studioblitze besonders hoch. Dies hängt unter anderem mit der geringen Wärmeentwicklung eines Blitzgerätes zusammen. Beim Einsatz von Dauerlicht-Leuchten kommt es häufig zu einer relativ starken Wärmentwicklung, welche den Einsatz von Lichtformern einschränkt. Dies trifft vor allem auf die günstigeren Geräte zu. Hochwertigere Dauerleuchten sind hingegen sogar mit einem Bajonett zur Anbringung von Lichtformern ausgestattet.

Videoaufnahmen

Ein Vorteil, den nur die Dauerlicht-Leuchten mit sich bringen, ist die Tatsache, dass sich diese auch zur Aufnahme von Videos eignen.

Fazit Dauerlicht contra Studioblitz

Im Vergleich betrachtet, besticht das Blitzlicht vor allem durch seine starke Leistung, mit der hohe Schärfentiefen erreicht und Bewegungen eingefroren werden können.

Für Aufnahmen mit offener Blende oder Bewegungsunschärfe liegen die Vorteile klar beim Dauerlicht. Zudem ist es gerade für Einsteiger leicht zu handhaben, da die Lichtwirkung unmittelbar ohne unzählige Testaufnahmen eingeschätzt werden kann.

Preislich betrachtet bietet die Dauerlicht-Leuchte im Gegensatz zum Studioblitz zudem sehr günstige Alternativen, wie beispielsweise den Baustrahler. Aber Vorsicht: Gerade bei den sehr günstigen Geräten ist mit einer hohen Wärmeentwicklung zu rechnen, die Sie auf keinen Fall unterschätzen sollten.

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Tipps für das Fotografieren von kleinen Produkten für den eigenen Online Shop

Produktfotografie: Gute Bilder für den eigenen Onlineshop, eBay und Co.

Wer einen eigenen Onlineshop betreibt, selbst gemachtes über DIY-Plattformen verkauft oder seine nicht mehr gebrauchten Dinge über eBay und Co. verkaufen möchte, weiss, wie wichtig gute Produktfotos sind. Kann der potenzielle Käufer das Produkt nicht erkennen oder wirkt das Bild zu dunkel, klickt er weg.
Daher verraten wir Ihnen nachfolgend, wie Sie kleine Produkte und Waren für den Online-Verkauf optimal in Szene setzen und worauf sie dabei besonders achten sollten.

Die passende Ausrüstung für die Produktfotografie

Wer gute und vor allem detailreiche Produktbilder für einen Onlineshop erstellen möchte, sollte auf eine gute Ausrüstung setzen. Das fängt bei einer Kamera an und hört bei der Wahl des Zubehörs auf.
Gute Aufnahmen können natürlich mit einer digitalen Kompaktkamera erstellt werden. Allerdings haben auch diese kleinen Alleskönner ihre Grenzen, wenn es um das Arbeiten im Studio oder einer studio-ähnlichen Umgebung geht. In der Produktfotografie ist daher eine gute Systemkamera oder DSLR empfehlenswert, an der sich bestimmte Parameter, wie die Blende, einstellen lassen.
Ebenso wichtig wie die Wahl der richtigen Kamera ist auch die Wahl des passenden Objektives. Da in diesem Artikel der Focus auf kleinen Produkten liegt, ist ein Makroobjektiv empfehlenswert. Diese Objektive sind für sehr nahe Aufnahmen konzipiert und können Details besser herausarbeiten als Weitwinkel oder Teleobjektive.
Auch wenn die Auswahl an Kamera- und Objektivzubehör riesig ist, sind vor allem ein gutes Stativ mit einem festen Stand und ein Polfilter für das Objektiv empfehlenswert. Der feste Stand des Statives ist gerade dann wichtig, wenn Sie beispielsweise ein Produkt fotografieren wollen, dass es in mehreren Farben gibt und auf jedem Bild der gleiche Blickwinkel eingehalten werden soll. Würde das Stativ beim Berühren ständig verrutschen, müsste vor jeder Aufnahme erst einmal das Stativ wieder neu platziert werden. Haben die Produkte reflektierende oder spiegelnde Flächen, empfiehlt sich der Einsatz eines Polfilters für das Objektiv. Mit Hilfe eines solchen Polfilters können schon beim Fotografieren Spiegelungen entfernt werden, die selbst in der Nachbearbeitung nicht mehr korrigiert werden können.

Das passende Setting finden

Steht die Kameraausrüstung, geht es auch schon an das eigentliche Fotografieren der Produkte für den Onlineshop oder die Verkaufs-Plattform. Um das beste Ergebnis zu erzielen, ist es ratsam sich zu den Punkten Hintergrund, Licht und Perspektive Gedanken zu machen.

Produktfotografie: Vergleich verschiedenfarbiger Untergründe

Wirkung verschiedener Untergründe: Vergleich schwarzer vs. weisser Untergrund

Damit später das Produkt im Mittelpunkt steht, empfiehlt es sich, dieses vor einem neutralen Hintergrund zu fotografieren. Dies kann ein weisser, einfarbiger oder schwarzer Hintergrund sein. Wichtig bei der Wahl des passenden Hinter- und Untergrundes ist es darauf zu achten, dass sich dieser deutlich vom Produkt abhebt. So ist es beispielsweise nicht sinnvoll, ein helles Produkt auf einem weissen Hintergrund zu fotografieren, da hier das Produkt mit dem Hintergrund verschwimmen würde. Soll ein farbiges Produkt fotografiert werden, ist es ratsam verschiedenfarbige Hintergründe auszuprobieren, bis man den passenden gefunden hat. Achten Sie dabei aber auf Einheitlichkeit. So wirkt es weniger ansprechend, wenn später jedes Produkt in ihrem Shop vor einem anderen Hintergrund fotografiert wurde.
Im Beispiel haben wir uns für einen weissen Hintergrund entschieden. Um kleine Produkte optimal zu fotografieren, bietet sich der Einsatz eines Fotozeltes bzw. eines Lichtwürfels an. Wer dies nicht zur Hand hat, kann auch wie in unserem Beispiel auf ein weisses Blatt Papier zurückgreifen. Um auf dem späteren Produktbild keine unschönen Kanten zu haben, wird das Blatt Papier so an der Wand befestigt, dass es sich nach unten hin leicht wölbt.

Das Setting in der Produktfotografie muss nicht immer aufwendig sein

Um auf dem späteren Produktbild keine unschönen Kanten zu haben, wird ein Blatt Papier so an der Wand befestigt, dass es sich nach unten hin leicht wölbt.

Damit auf dem späteren Bild auch alle Details gut erkennbar sind, ist eine gute Belichtung das A und O. Hierfür gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder man verwendet ein Blitzlicht oder, wie in unserem Fall, ein Dauerlicht. Welche Vorteile die jeweilige Belichtungsmöglichkeit bietet, können Sie hier nachlesen.

Vergleich Produkt ohne zusätzliche Beleuchtung und mit guter Ausleuchtung

links: Produkt ohne zusätzliche Beleuchtung, nur mit Tageslicht – rechts: Ausleuchtung des Produktes mit einer Ringleuchte

Haben sie einen passenden Hintergrund und die optimale Belichtungsmöglichkeit gefunden, geht es nun darum, den richtigen Winkel für Ihr Produkt zu finden. Manchmal ist es passend, das Produkt einfach nur aus der Vogelperspektive zu fotografieren. Um dem Produkt aber mehr Dynamik zu verleihen, lohnt es sich verschiedene Winkel auszuprobieren. So reicht es manchmal schon aus, wenn Sie das Produkt leicht drehen und mit der Kamera ein paar Grad nach unten gehen. Achten Sie auch bei der Foto-Produktion darauf, das Produkt, wenn nötig aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren, damit sich der Kunde später ein umfassendes Bild machen kann. Ebenso sollten Sie auch Detailaufnahmen nicht vergessen.

Vergleich der Wirkung verschiedener Winkel in der Fotografie

Wirkung verschiedener Winkel. Rechts wirkt das Produkt viel dynamischer und echter als auf dem linken Bild.

Um alle Details des Produktes einzufangen, sollten sie zudem mit einer hohen Blendenzahl arbeiten. Dadurch stellen Sie sicher, dass kein Detail verwischt. Auch der ISO Wert sollte möglichst klein gehalten werden, damit auf dem späteren Bild kein unschönes Rauschen zu sehen ist. Wer mit einem Stativ arbeitet, kann je nach Power der Belichtung mit einer langen Belichtungszeit arbeiten.

 Negativ-Beispiel – Produktfoto mit zu kleiner Blendenzahl

Negativ-Beispiel: Aufnahme des Produktes mit einer zu kleinen Blende von f1.8. Hier ist deutlich zu sehen, dass nur die Mitte des Produktes scharf ist und die Kanten verwischen.

Nachträgliche Bildbearbeitung für optimale Ergebnisse

Selbst die beste Kamera kann manchmal nicht alle Details eines Produktes einfangen. Diese müssen dann in der Nachbearbeitung mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogrammes herausgearbeitet werden. Dabei muss es nicht immer Photoshop sein. Es gibt auch kostengünstige Alternativen mit denen Sie noch mehr aus den Aufnahmen herausholen können.
Neben dem Zuschneiden der Bilder, z.B. für Detail-Aufnahmen, können Sie nachträglich noch die Helligkeit erhöhen, sollten doch ein paar Details des Produktes im Schatten liegen. Aber auch die Kontrastfunktion kann helfen, dass gewisse Merkmale noch besser zur Geltung kommen. Ebenso können Sie auch nachträglich noch Farbanpassungen vornehmen, indem Sie die Sättigung erhöhen oder verringern. Eine solche Farbanpassung lässt sich aber auch über den Weissabgleich regeln. Möchten Sie diesen im Nachgang bearbeiten, ist es wichtig, dass Sie die Bilder im RAW-Format aufnehmen.

Tipp: Studioausstattung für die eigenen vier Wände

Studioausstattung Home-Fotostudio

Studioausstattung für die eigenen vier Wände

Ob Produktfotos für die eigene Webseite oder Inspirationsbilder für Facebook und Instagram – wer ein kleines Business oder einen Blog betreibt, weiss wie wichtig gute Bilder sind. Gerade für die Vermarktung im Online-Bereich werden fast täglich neue Bilder benötigt. Da kann die Beauftragung eines Fotografen schon mal recht preisintensiv werden. Aber auch kostenlose Stockfotos passen nicht immer und mal eben schnell ein Foto nebenbei zu schiessen, wird oft den eigenen Qualitätsansprüchen nicht gerecht. Die Lösung: Ein Fotostudio für die eigenen vier Wände.

Nachfolgend wollen wir Ihnen zeigen, wie sie sich mit einfachen Mitteln im Büro oder in den eigenen vier Wänden ein kleines Fotostudio einrichten können, um stets gute Fotos machen zu können.

Vorüberlegungen: Wieviel Platz wird benötigt

Bevor es an das Einrichten des eigenen Fotostudios geht, sollte man sich im Klaren sein, welche Anforderungen das Studio erfüllen sollen. Daher ist es wichtig, schon im Vorfeld zu wissen, was später hauptsächlich fotografiert werden soll. Danach richtet sich nämlich, wieviel Platz letztendlich benötigt wird. Sind es kleine Produkte oder Lebensmittel, so reicht oftmals eine Fläche von einem Quadratmeter völlig aus. Werden hingegen Menschen oder grössere Gegenstände in Szene gesetzt, wird nicht nur mehr Platz benötigt, auch die Anforderungen an den Unter- und Hintergrund ändern sich.

Neben der Frage, was fotografiert wird, ist natürlich auch die Frage nach der Häufigkeit wichtig. Werden beispielsweise mehrmals in der Woche Fotos benötigt, ist ein festes bzw. ein stationäres Fotostudio in den eigenen vier Wänden wichtig, damit nicht jeden Tag aufs Neue das Setup aufgebaut werden muss. Dazu reicht es oftmals aus, wenn in einer Ecke des Raums Platz für einen festen Tisch oder eine freie Wand von ca. 1-2 Metern Länge geschaffen wird.

Ist die Frage nach der Art der zu fotografierenden Objekte und die Häufigkeit geklärt, geht es an das
Einrichten.

 

Die richtige Beleuchtung für das eigene Fotostudio zu Hause dank Softboxen

Die Beleuchtung: Mobile Softboxen, Ringleuchten oder Tageslicht

Egal ob am Ende Objekte oder Menschen fotografiert werden, die Grundvoraussetzung für gute Fotos ist dieselbe: Eine optimale Beleuchtung. Doch gerade in den eigenen vier Wänden ist dies gar nicht so leicht zu realisieren. Nicht immer fällt genügend Licht durch die Fenster oder es wird frühzeitig dunkel.

Abhilfe schaffen da Softboxen, die für wenig Geld tolles kühles Licht zaubern, welches dem Tageslicht sehr nahekommt. Je nach Grösse des Raumes und der zu fotografierenden Motive reicht meist schon eine Softbox aus, die dann nach oben gerichtet an die weisse Decke strahlt und das Licht nach unten hin reflektiert. So wird indirektes Tageslicht imitiert. Wer hingegen perfekt ausgeleuchtete Motive ohne Schatten in Szene setzen will, sollte sich mindestens zwei Softboxen oder Tageslichtlampen zulegen. Zusammen mit einem Reflektor (weisse Styroporplatte oder Silberfolie) lassen sich Schatten auf den Bildern fast komplett eliminieren.

Wird das Fotografieren bei natürlichem Tageslicht bevorzugt, sollte darauf geachtet werden, dass das Sonnenlicht nicht direkt durch das Fenster scheint. Dies wirft später unschöne und harte Schatten auf das Motiv. Daher schon bei der Raum Wahl darauf achten, dass nur indirektes Sonnenlicht in den Raum eindringt – vor allem, wenn man direkt vor dem Fenster fotografiert.

Wer hingegen häufig Personen fotografiert, sollte zudem über die Anschaffung einer Ringleuchte nachdenken. Besonders in der Portraitfotografie werden diese Lampen dafür geschätzt, dass sie strahlende Lichtringe in die Augen des Motivs zaubern. Aber auch für die Produktfotografie eigenen sich Ringleuchten, da so das Licht gleichmässig auf das Motiv fällt.

 

kreative Untergrundgestaltung mit Hilfe von Klebefolie, Holzresten, Natursteinen, Stoffbahnen und Motivkarton

Der Unter- und Hintergrund: Holzplatten, Tapetenreste und Stoffbahnen

Wer wenig Platz hat muss kreativ werden – gerade, was die Gestaltung des Hinter- und Untergrundes angeht. Weisse Wände und Möbel bieten einem meist nicht die Möglichkeiten, die man benötigt. Wer verschiedene Unter- und Hintergründe nutzen möchte, dem sei ein Besuch beim örtlichen Baumarkt empfohlen. Tapetenreste, Klebefolien, Natursteine, Motivkarton, Styroporplatten und Holzschnittreste sind ideal zur Untergrundgestaltung geeignet. So gibt es beispielsweise in fast jedem Baumarkt in der Holzabteilung Schnittreste. Verziert mit Naturstein-Fliessen oder Klebefolie in Mamor-Optik zaubern sie später einen sehr natürlichen Untergrund.

Geht es um die Gestaltung eines Hintergrundes für die Portraitfotografie, so gibt es auch hier praktische und platzsparende Alternativen zu professionellen Hintergrundsystemen, wie man sie aus dem Profi-Studio-Bereich kennt. Besonders vielfältig und platzsparend sind Stoffbahnen, die mit Hilfe von Ösen an Wandhaken befestigt werden können. Je nach Stimmung lässt sich der farbige Hintergrund dank der Haken schnell wechseln.

 

Zubehör, dass für ein Home-Fotostudio genötigt wird

Weiteres Zubehör: Stativ, Verlängerungskabel, Klapptisch und Aufbewahrungsboxen

Neben der Beleuchtung und den Untergründen gibt es noch weitere Dinge, die zu einer guten Studioausstattung für die eigenen vier Wände gehören. Hat man beispielsweise keinen grossen Tisch zur Verfügung, auf dem man die selbstgestalteten Untergründe platzieren kann oder fotografiert man nur unregelmässig, bietet sich ein stabiler Klapptisch an. Dieser kann ja nach Bedarf zum Einsatz kommen und flexibel an der gewünschten Stelle im Raum aufgestellt werden.

Das Wichtigste für Indoor-Aufnahmen ist allerdings ein gutes Stativ. Gerade bei schwachen Lichtverhältnissen ist es oftmals erforderlich, die Belichtungszeit an der Kamera hochzudrehen. Da ist ein ruhiges Händchen erforderlich oder eben ein gutes Stativ. Beim Kauf sollte man auf eine stabile Verarbeitung achten. Gerade in kleinen oder engen Räumen kann man sich das ein oder andere Mal daran stossen. Da sollte das Stativ einen stabilen Stand haben und nicht samt der Kamera umkippen.

Auch technische Helfer wie ein Verlängerungskabel sind eine sinnvolle Investition. Akkuladegerät und Softboxen wollen schliesslich mit Strom versorgt werden.

Wer keinen Platz für eine dauerhafte Studiolösung hat, der ist mit Aufbewahrungsboxen gut beraten. In diesen kann man das ganze Equipment prima verstauen. So hat man alles an einem Ort und kann es nach Bedarf schnell aufbauen.

Endergebnis einer Fotosession im Home Fotostudio

Endergebnis einer Fotosession im Home Fotostudio