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Kameraaufbau mit einem Blitzgenerator und zwei Blitzköpfen

Blitztechnik – Der Studioblitz

Neben den bereits vorgestellten Dauerlichtleuchten gehört das Blitzlicht mit zu den wichtigsten Lichtquellen in der Fotografie.
Anders als das Dauerlicht, welches sich hauptsächlich für die Studiofotografie eignet, gibt beim Blitzlicht sowohl Varianten für den Outdoor- als auch für den Indoorbereich.

Für Aufnahmen ausserhalb eines Fotostudios erweisen sich der bereits in einer digitalen Spiegelreflexkamera integrierte Blitz und der externe Systemblitz, welcher an einer Kamera mit einem Blitzschuh angebracht werden kann, als durchaus praktisch. Der Systemblitz vereint dabei in seiner kompakten Grösse alle notwendigen Elemente wie Elektronik, Strom, Sensoren, Kondensator und Blitzröhre.

Eine weitere Möglichkeit, einen sehr leistungsstarken Blitz zu erzeugen, sind Studioblitze. In diesem Artikel erhalten Sie nützliche Informationen über die einzelnen Bestandteile, die Bauformen, den Einsatz und die Möglichkeiten, diesen auszulösen.

Der Aufbau eines Studioblitzes

Ein Studioblitz besteht aus drei verschiedenen Bestandteilen, dem Blitzgenerator, dem Blitzkopf und dem Kondensator.

Der Blitzgenerator versorgt die Blitzköpfe mit der nötigen Zündspannung. Die meisten sind von einem festen Stromanschluss abhängig. Der zweite Bestandteil ist der Blitzkopf. Dieser beherbergt eine Blitzröhre, ein Einstelllicht und eine Bajonettaufnahme zur Anbringung von Lichtformern wie Reflektoren, Schirmen und Softboxen. Spezialblitzköpfe verfügen bereits über integrierte Lichtformer. Sowohl Blitzröhre als auch das Einstelllicht können problemlos ausgewechselt werden. Es ist durchaus ein Vorteil, dass als Einstelllicht eine herkömmliche Glühbirne verwendet wird, da die Auswechslung keine grossen Kosten verursacht.

Um einen Blitz erzeugen zu können, wird neben dem Generator und dem Blitzkopf noch ein Kondensator benötigt. Dieser ist in der Lage, die elektrische Energie zu speichern und diese schnell beziehungsweise auf einmal wieder abzugeben. Für jeden Blitz, der ausgelöst werden soll, muss der Kondensator erneut aufgeladen werden. Ob eine erneute Aufladung bereits erfolgt ist, lässt sich sowohl durch eine Kontrollleuchte erkennen als auch mittels eines Testschalters überprüfen.

Die unterschiedlichen Bauformen

Grob gesagt lassen sich Studioblitze in kompakte Studioblitze und Generatoren mit einem Blitzkopf unterteilen. Diese beiden Arten unterscheiden sich sowohl in ihrer Bauweise als auch in ihrer Funktion.

Der kompakte Studioblitz vereint alle drei Bestandteile Generator, Blitzkopf und Kompensator, in einem Gehäuse. Bei der zweiten Bauform sind Generator und Blitzkopf voneinander getrennt und werden durch ein Kabel miteinander verbunden.

Durch diese separate Bauweise wird die Möglichkeit geschaffen, zwischen den einzelnen Bestanteilen eine grosse Distanz zurückzulegen. Der Spielraum bezüglich dieser Entfernung bietet vor allem beim Aufbau grosse Vorteile, da sich die Steuerelemente des Blitzes am Generator befinden. So lässt sich der Blitzkopf hoch oben oder an schlecht erreichbaren Stellen platzieren, obwohl der Generator in greifbarer Nähe stehenbleibt. Dadurch kann dieser jederzeit barrierefrei neu eingestellt werden. Auch eine Versorgung von mehreren Blitzköpfen wird durch diese Bauweise möglich. Der Generator kann bis zu vier Blitzköpfe gleichzeitig versorgen. Hierbei wird die erzeugte Leistung normalerweise gleichmässig an die Blitzköpfe verteilt, doch spezielle Generatoren sind in der Lage, ihre Energie asymmetrisch abzugeben.

Studioaufbau mit einer Kamera und zwei kompakten Studioblitzen

Einsatz von Studioblitzen

Wie der Name schon verrät, findet der Studioblitz seine Anwendung neben dem Dauerlicht überwiegend im Indoor-Bereich beziehungsweise im Studio. Schliesslich sind diese oft, abgesehen weniger akkubetriebener Modelle, von einer festen Stromquelle abhängig.

Kompakte Studioblitze sind in der Regel zwar leistungsschwächer als Generatoren mit einem externen Blitzkopf, für Portraits und kleinere Produkte jedoch völlig ausreichend. Ihre Leistung beträgt zwischen 125 und 1000 Wattsekunden. Generatoren mit separaten Blitzköpfen wiederrum erreichen Leistungen zwischen 600 und 10.000 Wattsekunden und eigenen sich deshalb bestens für grosse Flächen und weite Distanzen. Ihren Einsatz finden sie somit in der Fotografie von Innenarchitektur, in der Industrie und in der Fotografie von grösseren Produkten.

Die Unterschiede der Leistung lassen sich auch in den Preisen der Studioblitze erkennen. Die Anschaffung eines kompakten Studioblitzes ist um einiges günstiger als die eines Generators mit einem Blitzkopf.

Bei beiden Bauformen ist es wichtig darauf zu achten, dass sie eine gewisse Spanne beim Einsatz von Blenden zulassen, um bei den Einstellungen der Kamera nicht zu sehr durch das Blitzgerät eingeschränkt zu werden. Die Blitzstärke sollte demnach vielfältig regulierbar sein.

Auslösen des externen Studioblitzgerätes

Anders als bei dem integrierten Blitz und dem externen Systemblitz kommuniziert der Studioblitz nur sehr eingeschränkt mit der Kamera, denn es wird lediglich der Zeitpunkt des Auslösens jedoch keine Belichtungsdaten übermittelt.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die Kamera mit dem Studioblitz zu verbinden. Zum einen liegt beim Kauf eines Studioblitzes oft ein Synchronkabel bei, welches beide Geräte gleichzeitig zur Auslösung bringt. Dieses ist jedoch für ein Shooting, bei der viel Bewegung des Fotografen gefordert ist, eher ungeeignet, da ein Kabel nur eine begrenzte Reichweite bietet und als Stolperfalle dient.

Des Weiteren ist es durch einen bereits in den Studioblitz eingebauten Fotosensor möglich, eine synchrone Auslösung mit dem integrierten Blitz der Kamera zu erzeugen. Dieser Fotosensor erkennt das Auslösen des integrierten Blitzes und löst ebenfalls aus. Hierbei sollte im manuellen Modus gearbeitet werden, um das Auslösen eines Vorblitzes auszuschliessen. Diese Variante hat den Nachteil, dass die Kamera und der Blitz in einer gewissen Position zueinander stehen müssen. Sind die Studioblitze zu seitlich oder zu weit hinten positioniert, können sie das Blitzsignal der Kamera nicht mehr erkennen. Dieses Problem lässt sich zum einen mit einem aufsteckbaren Systemblitz korrigieren, da dieser in die Richtung des Studioblitzes ausgerichtet werden kann, zum anderen kann ein Infrarot-Auslöser, welcher dem Fotosensor das Signal zum Auslösen liefert, verwendet werden. Der Infrarot-Auslöser sollte bei der Aufnahme von Personen nicht auf das Model gerichtet werden, da dieser einen roten Punkt in den Augen erzeugen kann.

Fazit

Ein Studioblitz ist im Vergleich mit dem integrierten Blitz und dem externen Systemblitz die leistungsstärkste Variante. Diese enorme Leistung hat jedoch auch Auswirkungen auf den Preis. Vor allem die Anschaffung eines Blitzgenerators mit Blitzkopf stellt eine sehr grosse Investition dar, da man sich nicht nur einen Studioblitz, sondern ein Blitzsystem anschafft.

Der Generator mit seinen externen Blitzköpfen ist in seiner Funktion vielseitiger als der kompakte Studioblitz. Zum einen da er mehrere Blitzköpfe mit Energie versorgen kann, welche zudem durch ihre Distanz zum Generator flexibel positioniert werden können. Eine solche Ausrüstung eignet sich daher für sehr grosse Flächen. Deshalb sollten Sie genau wissen, für welchen Zweck und wie oft Sie einen Studioblitz benötigen. Im Rahmen der Hobbyfotografie reicht ein kompakter Studioblitz trotz seiner geringeren Leistungen in den meisten Fällen aus. Zudem gibt es hier bereits Modelle in einem weitaus niedrigeren Preissegment.

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Dauerlicht-Leuchte reflektiert durch einen Schirm

Dauerlicht-Leuchten im Vergleich

Wir stellen Ihnen verschiedene Arten an Dauerlicht-Leuchten vor und erläutern deren Vor- und Nachteile. Lesen Sie in unserem anderen Artikel auch, wann Dauerlicht im Vergleich zu Blitzgeräten Vorteile bietet und was Sie beim Kauf allgemein beachten sollten.

Bei Dauerlicht-Leuchten bestehen Unterschiede in der Bauform und beim Einsatz des Leuchtmittels. Als Leuchtmittel werden vor allem Halogen-Leuchten, HMI-Leuchten, LEDs eingesetzt. Diese unterscheiden sich in ihrer Helligkeit, Farbtemperatur, Lichtstreuung / Reichweite, Dimmbarkeit und Wärmeentwicklung.

Halogen-Leuchten

Halogen-Leuchten, oder auch Halogendauerbrenner genannt, sind weit verbreitet und für den Einstieg eine der preiswerteren Methoden für die Erzeugung von Dauerlicht. Diese Leuchten bieten ein helles Licht, sind sehr stabil und bieten durch verdrehbare Bügel eine hohe Flexibilität bei der Positionierung. Diese Leuchten liefern einen eher warmen Lichtton, welcher mehrere tausend Kelvin unter dem Wert für Tageslicht liegt. Der Wert für Tageslicht liegt bei circa 5777 Kelvin. Dieser ist jedoch mittels der RAW-Aufnahme und dem Weissabgleich relativ gut kontrollierbar.

Ein Nachteil von Halogen-Leuchten ist die starke Wärmeentwicklung. Deshalb ist beim Kauf einer Halogen-Leuchte darauf zu achten, dass das Gehäuse mit Kunststoffgriffen versehen ist. Ohne diese Griffe oder einem Gehäuse aus Kunststoff, welches die Wärme isoliert, kann die Leuchte nach einer gewissen Betriebsdauer nicht mehr umpositioniert werden. Des Weiteren ist durch die Wärmeentwicklung darauf zu achten, dass die Strahler nicht auf einem leicht entflammbaren Bodenbelag, wie beispielsweise einem Teppich, oder in der Nähe von leicht entflammbaren Gegenständen stehen.

Zu den Halogen-Leuchten gehört auch der Baustrahler. Dieser ist in einer grossen Auswahl und meist noch günstiger erhältlich. Oft besitzen die günstigsten Modelle keine geeigneten Griffe und sind durch fehlende Bohrungen und Vorrichtungen sehr unflexibel beim Einsatz von Diffusoren oder Folien. Dennoch gibt es auch hier hochwertige Modelle, welche für den Dauereinsatz in geschlossenen Räumen geeignet sind.

HMI-Leuchten

Die Abkürzung HMI bedeutet Halogen-Metall-Dampflampe. Eine HMI-Leuchte bietet Tageslicht und wird vor allem in Fernseh- und Filmstudios verwendet. HMI-Leuchten bieten vielerlei Vorteile. Sie flackern nicht sichtbar, entwickeln weniger Wärme und bieten eine sehr hohe Lichtstärke. Ausserdem haben sie eine hohe Lichtausbeute, geringe Wärmeverluste und auch niedrigere Stromkosten als die Halogenstrahler.

Bei diesen Dauerlicht-Leuchten hat man zusätzlich die Möglichkeit, das künstliche Licht mit Tageslicht zu mischen, da diese mit einem Wert von 6500 Kelvin über dem Wert für Tageslicht liegen. Die Leuchtmittel bleiben über Ihre Lebensdauer hinweg bezüglich der Lichttemperatur sehr stabil. Auch die Lichtwirkung kann vor der Aufnahme gut eingeschätzt werden. Jedoch benötigen die HMI-Leuchten nach dem Einschalten einige Minuten, bis sie die gewünschte Lichtfarbe erreichen.

Wesentliche Negativkriterien äussern sich hingegen in dem hohen Anschaffungspreis und der Tatsache, dass sich die Lebensdauer der Leuchte verkürzt, je höher die Leistung ist.

Dauerlicht-Leuchten Halogen und LED

Dauerlicht-Leuchten mit LEDs

LED-Leuchten als Dauerlicht in der Fotografie sind im Gegensatz zu den anderen Alternativen noch relativ neu und vor allem die modernen Modelle gelten als besonders hochwertig.

Das Licht der LED-Leuchten ist flimmerfrei und Sie können dieses der Lichtsituation einfacher anpassen. Auch für Laien ist diese Technik leicht zu handhaben. Ein grosser Vorteil der LEDs stellt ihre Mobilität dar, denn diese Dauerleuchten gibt es auch in relativ kleinen, handlichen Grössen, die zudem noch mit einem Akku betrieben werden können. Dies ist ein Merkmal, welches weder die Halogen- noch die HMI-Leuchte aufweisen kann. Beide Leuchten sind stets von einer Stromquelle abhängig und somit ortsgebunden.

LED- Leuchten, vorrangig die Bi-Color LEDs, bieten die Möglichkeit zwischen Tageslicht und Kunstlicht nahezu stufenlos zu wechseln. Einige Leuchten sind zudem dimmbar.

LED-Leuchten werden nach und nach als immer grössere Flächenleuchten angeboten. Dadurch erzeugen diese bereits ohne Hilfsmittel flächiges und diffuses Licht. Gerade die modernen Modelle liefern bereits so weiches Licht und diffuse Schatten, dass man in einigen Fällen auf Softboxen und Schirme verzichten kann.

Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die LED-Leuchte nur wenig Wärme produziert, wodurch bedenkenlos mit Filtermaterialien wie Stoff, Papier und Folien gearbeitet werden kann. Neben den bereits erwähnten Einstellungsmöglichkeiten bieten einige Modelle auswählbare Farbbänder innerhalb eines Farbspektrums von 3000 bis 6000 Kelvin. Dadurch lassen sich unterschiedlichste Lichtstimmungen in Innenräumen gut regulieren. Durch die Verstellbarkeit der Farbtemperatur können Effekte erzielt werden, welche mit einem anderen Dauerlicht oder Blitzlicht nur sehr aufwendig generiert werden können.

Auch die LED-Leuchten weisen Nachteile auf. Zum einen entsteht ausserhalb des Kernbereiches des Lichts ein hoher Randabfall, welcher jedoch auch gewollt als Effekt eingesetzt werden kann, zum anderen begrenzt sich der der Einsatz von LED-Leuchten auf eher kürzere Distanzen.

Der Stromverbrauch einer LED-Lampe ist generell sehr gering, jedoch werden oft hunderte zu einer Flächenleuchte kombiniert, wodurch sich der Verbrauch gegenüber ihren Konkurrenten relativiert. So vielfältig die LED-Leuchte auch ist, leuchten dennoch viele Modelle nicht so hell wie beispielsweile eine HMI-Leuchte. Ein weiteres grosses Problem ist das inhomogene Farbspektrum einfarbiger LEDs, welche kein sauberes weisses Licht produzieren. Deshalb wird für Studio-Fotografie die Bi-Color-Technik benötigt, bei der zwei vorhandene Weisstöne manuell miteinander gemischt werden können.

Des Weiteren ist es schwer, grosse Flächen mit LEDs auszuleuchten, da der Abstrahlwinkel von LEDs ohne Diffusor relativ gering ist. Vor allem bei kleineren LED-Flächen ist das Licht ohne die Verwendung eines Diffusors sehr hart und auch mit Diffusor ist es meist härter als mit einem Studioblitzgerät. Auch die Leuchteffizient ist geringer als bei anderen Dauer-Leuchten, wodurch die LEDs sehr nah an das Objektiv platziert werden müssen. Dies beeinträchtigt den Fotografen jedoch kaum, da die LEDs nur eine geringe Wärmeentwicklung aufweisen.

Die Anschaffungskosten unterscheiden sich nicht wesentlich im Vergleich zu professionellen Halogenstrahlern. Die Lebensdauer hingegen ist deutlich länger und die Instandhaltungskosten geringer.

Auch der Fotograf Chris Gonz aus Plauen in Deutschland verwendet für seine Arbeit LED-Leuchten und hat uns dazu ein kurzes Statement gegeben: «Ich arbeite viel im Portraitbereich, wo ich manchmal kein Blitzlicht benutzen kann (zum Beispiel im öffentlichen Raum, in Bars und Clubs). Hier benutze ich gerne LED-Panels, am liebsten akkubetrieben. Durch ihre leichte Bauweise sind diese sehr handlich und extrem praktisch. Auch lässt sich bei vielen Modellen die Farbtemperatur einstellen, was ein Angleichen an das Umgebungslicht ermöglicht. Die Richtwirkung von Dauerlicht ist für Einsteiger besonders einfach, da man besser erkennt, wie das Licht auf das Motiv fällt und somit die perfekte Kontrolle über das spätere Bild hat. Ausserdem eignen sich die Panels auch für kurze Video Sequenzen.»

Fazit

Jedes dieser Leuchtmittel bietet sowohl Vor- als auch Nachteile. Dabei ist die Halogen-Leuchte mit ihrem eher orangefarbenen Licht und ihrer enormen Hitzeentwicklung am negativsten belastet. Die HMI- und die LED-Leuchte liefern sich jedoch ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die HMI-Leuchte besticht mit ihrer überzeugenden Lichtqualität, während die LED-Leuchte wiederrum mit dem leichten Handling, ihrer Mobilität und den Einstellungsmöglichkeiten punktet. Auch die Langlebigkeit von LEDs überzeugt im Gegensatz zur HMI-Leuchte.

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Fotostudio mit Dauerlichtleuchten

Dauerlicht-Leuchten im Überblick

Das Wort Fotografie oder auch Photographie stammt aus dem Altgriechischem und bedeutet «im Licht schreiben, malen oder zeichnen». Nicht zu jeder Zeit oder an jedem Ort herrschen die richtigen Lichtverhältnisse, um das optimale Ergebnis aus dem gewählten Motiv herauszuholen. Abhilfe schaffen diverse künstliche Lichtquellen, wie das Blitzlicht und verschiedene Dauerlicht-Leuchten.

Dieser Artikel wird Ihnen verschiedene Arten an Dauerlicht-Leuchten vorstellen und deren Vor- und Nachteile erläutern.

Dauerlicht in der Fotografie

Ein Dauerlicht ist in der Fotografie eine künstliche Lichtquelle, welche ein Motiv für einen längeren Zeitraum ausleuchten soll. Die Dauerlicht-Leuchte spielt nicht nur in der Fotografie eine Rolle, sondern ist vor allem im Bereich von Film und Fernsehen von grosser Bedeutung. Das Dauerlicht ist zum heutigen Zeitpunkt in der Fotografie wieder sehr beliebt und stellt neben dem altbewährten Blitzlicht eine echte Alternative dar. Das Dauerlicht findet vor allem in der Studiofotografie Verwendung.

Der Portraitfotograf Chris Gonz aus Plauen in Deutschland zum Unterschied zwischen Dauer- und Blitzlicht: «Einen Unterschied zwischen Dauerlicht und Blitz sieht man meistens nicht. Im Grunde genommen ist es später schwer zu erkennen, um welche Lichtquelle es sich handelt, da man Dauerlicht genauso mit Lichtformern richten und lenken kann wie das altbewährte Blitzlicht. Dennoch gibt es Situationen, in denen die Benutzung eines Blitzes nicht möglich ist.»

Vorteile von Dauerlicht im Vergleich zum Blitz

Dauerlichtleuchten sind in der Regel leicht bedienbar und haben den Vorteil, dass man die Lichtwirkung und den Verlauf des Schattenwurfs, im Gegensatz zum Blitzlicht, sofort sehen und beurteilen kann. Dadurch können vorab alle Leuchtmittel so positioniert werden bis die gewünschte Lichtwirkung erreicht ist. Durch diese Kontrollierbarkeit lassen sich auch Reflexionen leichter vermeiden.

Nachteile von Dauerlicht im Vergleich zum Blitz

Ein Nachteil liegt in der geringen Lichtleistung im Vergleich zu Hochleistungsblitzgeräten. Des Weiteren gestaltet es sich bei der vorhandenen Lichtleistung des Dauerlichtes eher schwierig, mit ISO 100 aufzunehmen und eine grosse Schärfentiefe zu erzeugen. Diese können Sie zwar dennoch durch eine hohe Belichtungszeit bewirken, jedoch wird die Dynamik Ihres Motives dadurch erheblich eingeschränkt.

Ein weiterer Nachteil ist die Wärme, die durch den Betrieb der meisten Dauerlichter erzeugt wird. Falls Menschen fotografiert werden, wird es mitunter schnell unangenehm warm, das Model beginnt zu schwitzen. Die Hitze kann auch den Einsatz von Diffusoren und Folien einschränken.

Als Nachteil können auch die hohen Anschaffungs- und Instandhaltungskosten gesehen werden, da einige der Leuchtmittel eine nicht allzu lange Lebensdauer aufweisen. Auch die entstehenden Stromkosten sind nicht ausser Acht zu lassen. Eine Halogen-Leuchte weisst eine Lebensdauer von circa 2.000 Stunden auf, dem gegenüber steht die LED mit einer Lebensdauer von bis zu über 100.000 Stunden.

Kamera fotografiert mittels Dauerlicht zwei Weingläser

Arten und Unterschiede von Dauerlicht-Leuchten

Bei Dauerlicht-Leuchten gibt es Unterschiede, sowohl in der Bauform als auch beim Einsatz des Leuchtmittels. Als Leuchtmittel werden Halogen-Leuchten, HMI-Leuchten, LEDs und viele andere eingesetzt.

Manche dieser Leuchtmittel verändern bei Dimmung ihre Farbtemperatur und andere lassen sich gar nicht dimmen. Zudem können manche nicht heiss gezündet werden. Das bedeutet, diese benötigen nach dem Ausschalten eine gewisse Ruhephase, um erneut in Betrieb genommen zu werden. Des Weiteren ist bei Benutzung solcher Leuchtmittel stets die Beschreibung zu beachten, da einige sehr empfindlich sind und nicht mit den blossen Fingern angefasst werden dürfen.

Ein wichtiger Punkt beim Vergleich der unterschiedlichen Leuchtmittel ist die Helligkeit. Hierbei reicht es jedoch nicht, wie beim herkömmlichen Glühbirnenkauf für den eigenen Haushalt, die Watt-Zahl heranzuziehen. Es ist vielmehr wichtig, die Lumen pro Watt zu betrachten, welche die Lichtausbeute einer Lampe ausdrücken. Hier gilt, desto höher die Lichtausbeute, umso grösser ist der für das Auge nutzbare Lichtstrom.

Verschiedene Leuchtmittel im Vergleich:

  • Glühlampe: ca. 10 – 15 Lumen/Watt
  • Halogen: ca. 20 Lumen/Watt
  • HMI: ca. 90 – 100 Lumen/Watt
  • Leuchtstoffröhre: ca. 36 – 100 Lumen/Watt
  • LED: ca. 60 – 110 Lumen/Watt
  • Natriumdampflampe: ca. 150 Lumen/Watt

Weitere Informationen zu den verschiedenen Leuchtmitteln finden Sie hier.

Es ist beim Einsatz von Dauerlicht-Leuchten vorteilhaft, lichtstarke Objektive zu nutzen. Wenn Sie mit einer geschlossenen Blende fotografieren möchten, erhöht sich automatisch der Lichtbedarf. Bei jeder Blendenstufe verdoppelt sich der Lichtbedarf, es sei denn, Sie können diesen durch den ISO-Wert oder die Belichtungszeit ausgleichen.

Fazit

Dauerleuchten stellen für einen Einsteiger- oder Hobbyfotografen eine wesentliche Investition dar. Deshalb sollten Sie sich gut überlegen, wie oft und wie intensiv Sie ein Dauerlicht benötigen.

Für einen gelegentlichen Schnappschuss werden auch günstige Einsteigersets angeboten. Der Vorteil dieser Einsteiger-Lichtsysteme ist, dass alle Elemente miteinander harmonieren, welches die Benutzung für einen Einsteiger einfach macht. Dennoch ist bei den Sets darauf zu achten, dass diese oft schwierig zu erweitern sind. Eine weitere Möglichkeit sind Baustrahler, die mit Halogen-Leuchtmittel arbeiten. Hier kann man relativ preisgünstig brauchbare Modelle finden.

Steht jedoch von Anfang an der Aufbau eines kleinen eigenen Studios in Planung, mit wahrscheinlicher Aussicht auf Vergrösserung, so ist die Überlegung, sofort auf hochwertigeres Profi-Equipment zurückzugreifen, unabdingbar. Lesen Sie hier mehr über die verschiedenen Leuchtmittel und ihre Vor- und Nachteile. Auch interessant: Ringleuchten für besondere Effekte.

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