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Petfluencer – Niedliche Tiere auf Instagram sind ideale Werbeträger

Tierische Instagram-Accounts

Seien Sie ehrlich – wie viele Schnappschüsse Ihrer Haustiere haben Sie auf Ihrem Smartphone? Wir vermuten, eine ganze Menge. Nicht umsonst pflegen viele Tierhalter heute einen Instagram-Account für ihre geliebten Tiere. So können Sie die Fotos an einem Ort sammeln und auch die ganze Community an den Abenteuern Ihres Haustieres teilhaben lassen.

Haustiere auf Instagram – Vierbeiner als Webstars?

Tierfotos anzusehen macht gute Laune – ein Effekt, den viele Halter auch nutzen, um Geld mit Ihren Haustieren zu verdienen. Eigene Instagram-Accounts für Tiere erfreuen sich daher wachsender Beliebtheit. Erfolgreiche Petfluencer haben, wie der Name schon sagt, auch einiges an Einfluss. Vor allem für Werbekampagnen in den sozialen Netzwerken sind die Tiere unvorstellbar beliebt. Treue Fans der Petfluencer werden zudem umfangreich mit Merchandise-Produkten versorgt.

Die Tiere sind ideale Werbegesichter, da sie nicht in Verbindung mit politischen Problemen oder sozialen Streitthemen stehen. Kaum jemand fühlt sich von niedlichen Tierfotos beleidigt. Ein Werbedeal mit einem Petfluencer ist daher vor allem lukrativ für Marken, die bestimmte Zielgruppen auf anderem Wege nicht oder nur schwer erreichen.

Petfluencer – Die erfolgreichsten Tiere auf Instagram

Tiere, die das Interesse von tausenden Followern auf sich ziehen, sind in den USA schon lang bekannt. Langsam erreicht das Phänomen «Petfluencer» auch Europa. Hund und Katze belegen noch immer führende Plätze – aber auch andere Tierarten mischen sich unter die erfolgreichen Petfluencer, wie Füchse oder sogar Waschbären.

jiffpom – 8.8 Millionen Follower

Der Champion unter den Petfluencern ist Jiffpom, ein Zwergspitz mit makelloser Frisur. Mit mehr als 24 Millionen Followern über verschiedene soziale Netzwerken hinweg ist der kleine Hund ein echter Internetstar. Mit seinem Teddybär-Look bringt Jiffpom jedes Herz zum Schmelzen.

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nala_cat – 3.6 Millionen Follower

Niedliche Katzenbilder verbreiten sich im Internet wie ein Lauffeuer. Dieser graugetigerte Siam-Mix hält momentan sogar den Weltrekord als beliebteste Katze im Internet. Grosse, unschuldige Augen und ein überraschter Gesichtsausdruck machen Nala zu einem Internetstar.

juniperfoxx – 2.3 Millionen Follower

Vermutlich ist Juniper bereits zu den exotischeren Petfluencern zu zählen. Viele Menschen sind fasziniert von ungewöhnlichen Haustieren und wollen die Abenteuer des Fuchses auf diesem Wege miterleben. Selbst ein Buch ist über den Rotfuchs schon veröffentlicht worden.

Tipps für den tierischen Instagram-Account

Mit ein bisschen Geschick können Sie für jedes Tier einen Platz im Instagram-Rampenlicht sichern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach einen Instagram-Account für Ihr Tier aufsetzen und erklären, was zum Erfolg nötig ist.

1. Behalten Sie das Wohl Ihres Tieres im Auge

Verkleidete Tiere sind lustig anzuschauen, aber die Vierbeiner machen solchen Spass nicht immer gern mit. Zwingen Sie Ihr Tier nicht in unangenehme oder gefährliche Situationen. Gönnen Sie Ihrem Haustier viele Pausen und belohnen Sie es. Das Dasein als Petfluencer sollte keinesfalls zur Qual werden.

2. Finden Sie Ihren eigenen Stil

Der Wiedererkennungswert Ihrer Tierbilder ist ausschlaggebend für den Erfolg Ihres Accounts. Ob nun wiederkehrende Bildaussagen oder ein einheitliches Farbschema erkennbar sind – Ihre Bilder sollten durch einen gemeinsamen Stil miteinander verknüpft sein. Durch ein stimmiges Gesamtbild sticht Ihr Account aus der Masse an Tierfotos heraus.

3. Achten Sie auf Qualität und Quantität

Versuchen Sie regelmässig zu posten, damit Ihre Inhalte nicht schnell wieder in Vergessenheit geraten. Bestenfalls posten Sie ein- bis zweimal täglich. Dabei sollten Sie zudem auf gute technische Qualität der Beiträge achten.

Wählen Sie die passenden Hashtags, um in Stichworten die Geschichte hinter dem Bild zu erklären. So erreichen Sie Ihre beabsichtigte Zielgruppe auf direktem Weg. Wollen Sie Ihr Tier zu einem internationalen Petfluencer machen, setzen Sie englische Hashtags.

4. Setzen Sie auf Abwechslung

Posten Sie ab und an ein kurzes Video von Ihrem Tier. Springt Ihr Hund wie wild im Kreis, wenn er sich besonders freut? Bekommt Ihre Katze untertellergrosse Augen, wenn Sie gespannt auf etwas wartet? Solche Situationen stellen idealen Video-Content für Ihren tierischen Instagram-Account dar. Dadurch haben Ihre Beiträge eine höhere Reichweite und bringen mehr Interaktionen ein. Nutzen Sie auch Instagram-Stories, um in Bildern und Videoclips kurze Geschichten zu erzählen. So lassen Sie Ihre Follower direkt an den Abenteuern Ihres Tieres teilhaben.

Fazit

Mit süssen Tierfotos kann man im Internet durchaus erfolgreich werden. Durch Werbeverträge und Merchandise konnten manche Petfluencer in den USA ihr Haustier bereits zu einer zentralen Einkommensquelle machen. Durch regelmässiges Posten, qualitativ hochwertige Fotos und eine einheitliche Darstellungsweise können Sie Ihren tierischen Instagram-Account aus der Masse hervorheben. Mit ein wenig Glück könnte Ihr Tier sogar zum nächsten viralen Internetstar werden.

Instagram Tipps: 3 Apps für spannende Instagram Stories

Instagram bietet seinen Nutzern vielfältige Möglichkeiten sich kreativ auszuleben. Neben dem allseits beliebten Foto-Feed, in den man ganz normal seine Bilder und Videos hochladen kann, gibt es noch die Story-Funktion. Diese Funktion erlaubt es Usern Bilder oder Videos zu posten, die nur für 24 Stunden sichtbar sind. Aufgrund der Schnelllebigkeit wird diese Funktion vor allem dazu genutzt, um spontan ein paar private und authentische Einblicke mit seinen Followern zu teilen. Trotz der zeitlich begrenzten Sichtbarkeit erzielen Sie beim Betrachter eine hohe Aufmerksamkeit. Daher legen immer mehr Instagram-Nutzer Wert auf eine spannende und interessante Gestaltung der Storys. Wir zeigen Ihnen 3 coole Apps, mit denen Sie Ihre Instagram Storys attraktiv bearbeiten können.

Elegante Collagen und Designs mit Unfold

Die Unfold App wurde speziell für Storyteller auf Instagram konzipiert. Mit Hilfe dieser App kann man aus Bildern und Videos ganz einfach elegante und cleane Collagen erstellen. Dazu bietet einem die App verschiedene Rahmenvorlagen für die Anordnung der Bilder und Videos. Ob Bild auf Bild oder 3 Bilder nebeneinander – mit der Unfold App ist layouten ganz einfach. Besonderes Highlight sind bei dieser App die Rahmenvorlagen im Polaroid-Stil. Diese verleihen jeder Story einen Hauch Retro-Charm. Neben den verschiedenen Vorlagen zum Anordnen von Bildern und Videos lassen sich auch ganz einfach Texte in die Story einfügen.

Blogger Liebling: Aufgrund der cleanen und minimalistischen Designvorlagen ist diese App besonders bei vielen Bloggern sehr beliebt.

Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der Unfold App

Von links nach rechts: verschiedene Rahmenvorlagen, Anpassung der Schriften, Story Übersicht

Beschriftung: Von links nach rechts: verschiedene Rahmenvorlagen, Anpassung der Schriften, Story Übersicht

Alt: Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der Unfold App

Unfold für iOS downloaden

Unfold für Android downloaden

Videos im Format anpassen mit InShot

Möchte man Videos im Format anpassen, beispielsweise auf das typische Instagram Story Format 9:16, dann eignet sich die InShot App dafür am besten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn das Video horizontal aufgenommen wurde. Neben dem Format lassen sich mit Hilfe dieser App Video-Clips auf dem Hintergrund verschieben und anordnen. Zusätzlich verfügt die App über die Möglichkeit, ein Video im Tempo anzupassen oder Musik hinzuzufügen. Ebenso lassen sich einfache Schriften und Emojis in das Video integrieren.

Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der InShot App

Von links nach rechts: Videos oder Bilder auf das Story-Format anpassen, verschwommenen Hintergrund einfügen, Schriften und Emojis zur Gestaltung

InShot für iOS downloaden

InShot für Android downloaden

Word Swag für kreative Schriften auf Bildern

Die App Word Swag eignet sich am besten, wenn man schnell und einfach Texte oder Zitate auf einem Bild einfügen möchte. Dazu bietet die App eine Vielzahl an verschiedenen Fonts, Typographien und Farben sowie Farbeffekten. Ebenso verfügt die App bereits über einen Fundus an inspirierenden Zitaten, die Sie mit wenigen Klicks in Ihre Bilder einfügen können. Natürlich lassen sich auch eigene Texte verfassen und entsprechend auf dem Bild anordnen. Dazu schneiden Sie zunächst in der App Ihr Bild auf das Instagram Story Format zu, wählen eine Schriftart aus und passen den Text an. Der Text lässt sich dann in seiner Grösse und Positionierung anpassen. Damit die Schrift besser auf dem Bild zur Geltung kommt, lässt sich im Bearbeitungsprozess auch die Helligkeit des Bildes anpassen. Für den besonderen Charme, verfügt die App zusätzlich noch über ein paar Retro-Filter.

Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der Word Swag App

Von links nach rechts: Instagram Story Format, verschiedene Style-Vorlagen, fertige Zitate zum Einfügen

Word Swag für iOS downloaden

Word Swag für Android downloaden

Fazit

Die eigene Instagram Story cool zu bearbeiten ist nicht schwer. Egal ob Sie Videos in ihrer Grösse anpassen möchten, Bilder auf einfarbigen Hintergründen anordnen wollen oder coole Schriften benötigen. Mit der passenden App zur Gestaltung Ihrer Instagram Story gelingt dies ganz leicht.

Wir wünschen viel Spass beim Ausprobieren!

Fotografie-Trends 2018

Fotografie-Trends 2018

Trends kommen und gehen – das ist auch in der Fotografie so. Um die Fotografie-Trends für das Jahr 2018 ausfindig zu machen, haben wir einen genauen Blick auf die gängigen sozialen Netzwerke, wie Instagram und Facebook, geworfen und uns die Trendprognosen der Bildagentur Shutterstock einmal genauer angesehen. Nachfolgend verraten wir Ihnen, welche aktuellen Trends die Fotografie 2018 ausmachen. 

Fantasy-Trend in der Fotografie

Die Schaffung künstlicher Bildwelten, auch Fantasy genannt, ist laut dem «Creative Trends Report 2018» von Shutterstock einer der gefragtesten Styles in der Fotografie. Einmal im Jahr wertet Shutterstock Milliarden eigene Suchanfragen aus, um die wichtigsten visuellen und kreativen Trends zu ermitteln. Demnach stiegen die Suchanfragen nach bekannten Fantasy-Charakteren im Vergleich zum Vorjahr. Allein die Suchanfrage nach dem Begriff «Einhorn» stieg um 297 Prozent, dicht gefolgt von „Meerjungfrau“ mit einer Steigerung um 145 Prozent. Dieser Anstieg liegt nicht zuletzt an der Entwicklung der aktuellen Popkultur. Da wären beispielsweise TV-Serien wie «Game of Thrones» oder Fantasy Filme wie, «Thor» oder «Star Wars», die schon eine Weile eine ganze Generation prägen. Dies spiegelt sich nun auch in der Bildsprache wieder.

Fotografie-Trend 2018: Einhörner - mystische Welten

Trendmotiv: Kaktus

Eines der beliebtesten Bildmotive in der Fotografie und Werbebranche 2018 ist der Kaktus. Damit haben die stacheligen grünen Gewächse nicht nur die Interior- und Design-Welt, sondern auch die Fotografie-Welt erobert. Das bestätigen auch die gestiegenen Suchanfragen auf der Webseite der Bildagentur Shutterstock. Dort verzeichnet der Suchbegriff «Kaktus» ein Plus von 261% im Vergleich zum Vorjahr.

Trendmotiv 2018 Kaktus

Fotografie-Trend: Knallige Pastellfarben

In diesem Jahr erleben Pastellfarben ihre Renaissance. Und zwar in knalligen Farbzusammenstellungen nach dem «Colour Blocking» Schema. Je farbenfroher die Motive und Aufnahmen desto besser. Ganz vorne mit dabei sind Aufnahmen mit der Farbe «Blue Candy». Dies zeigt auch der Anstieg der Suchanfragen auf der Stockbilder-Plattform Shutterstock. Um ganze 609% sind diese gestiegen. Gefragt sind dabei vor allem Bilder mit auffälligen Farbkombinationen und künstlerischen Bildmotiven im Popart-Stil.

Fotografie-Trend 2018: Knallige Pastelltöne

Authentischer Fotografie-Trend: #nofilter

Schon seit einigen Jahren ist vor allem in den sozialen Netzwerken zu beobachten, dass der Trend zu einer authentischeren Bildbearbeitung und Motivwahl geht. Bei diesem Fotografie-Trend liegt der Fokus ganz klar auf ungefilterten Einblicken in den Alltag der Menschen. Dabei werden Schnappschüsse direkt mit dem Handy gemacht und auch sofort gepostet. Das kann das Selfie nach der täglichen Sporteinheit sein, um zu zeigen, wie stolz man auf sich ist oder ein kurzer Schnappschuss, der zeigt, wie man den morgendlichen Kaffee bei Sonnenschein geniesst. Nicht umsonst erfreut sich der Hashtag #nofilter auf der Bildplattform Instagram mit über 228 Millionen Bildeinträgen weltweit sehr grosser Beliebtheit. Und auch der Trendhashtag #fürmehrrealitätaufinstagram, der vor allem im deutschsprachigen Raum immer mehr an Bedeutung gewinnt, spiegelt mit immerhin 121.000 Bildeinträgen diesen Trend wieder.

Fotografie-Trend: Authentische Aufnahmen#

Technische Trends in der Fotografie

Neben der klassischen Fotografie gibt es noch den Trend des bewegten Bildes. Diese Trendentwicklung ist auch auf den sozialen Netzwerken, wie Instagram und Facebook zu beobachten. Während die Nutzer bis vor zwei bis drei Jahren ausschliesslich Bilder hochgeladen haben, sieht man aktuell immer häufiger kleine kurze Videosequenzen bis hin zu Live-Videos. Dies bestätigt auch die Social Media Expertin Carrie Kerpen von Likeable Media: «Facebook wird in fünf Jahren wahrscheinlich nur noch aus Videos bestehen.»[1] Und dieser Trend kommt nicht von ungefähr. Dank der heutigen Smartphone Modelle, die allesamt mit passablen Kameras ausgestattet sind, hat man die Video-Kamera quasi immer mit dabei. Mit ein paar Klicks und der passenden Bearbeitungs-App lassen sich so in nur wenigen Sekunden hochwertige Videos produzieren und direkt online teilen.

Mann mit Smartphone in einem beweglichen Selfiestick

Fazit

Schaut man sich die aktuellen Trends der Fotografie für das Jahr 2018 an, stellt man fest, dass die Welt der Fotografie breit gefächert ist. Von knalligen Pastellfarben über ungefilterte Alltagsschnappschüsse bis hin zu künstlerisch geschaffenen Bildwelten ist für jeden Geschmack etwas dabei. Neben aktuellen Trends aus der Interior- und Popkultur-Welt, bestimmt auch der technische Fortschritt unser Fotografie-Verhalten. Denn durch immer besser werdende Smartphone-Kameras haben wir quasi in der Hosentasche alles dabei, um ein hochwertiges Bild oder Video aufzunehmen und in den sozialen Netzwerken zu teilen.

[1] https://www.lead-digital.de/social-fresh-die-top-5-social-media-trends-2018-aus-den-usa/

Vergleich DSLR & Smartphone: Wer macht die besseren Aufnahmen

Vergleich: Smartphone vs. DSLR

Als täglicher Begleiter ist das Smartphone immer griff- und einsatzbereit. Für viele ist es daher die erste Wahl, wenn es um ein schnelles Foto geht. Zudem lassen sich die Aufnahmen mit ein paar Klicks bearbeiten und auf Instagram, WhatsApp und Co. teilen. Doch reicht die Qualität der Bilder auch an die von digitalen Spiegelreflexkameras heran? Fest steht, die Technik wird immer besser. Umso spannender ist daher auch ein direkter Vergleich: DSLR vs. Smartphone – Wer macht die besseren Bilder? Wir haben uns dieser Frage angenommen und die Aufnahmen einer Canon 700D mit den Aufnahmen des Samsung Galaxy Note 8 direkt miteinander verglichen.

Lesen Sie nachfolgend, welche Kamera für welche Zwecke besser geeignet ist und wie sich die beiden im direkten Vergleich geschlagen haben.

Testbedingungen: DSLR vs. Smartphone

Für den nachfolgenden Test wurden die Aufnahmen einer Canon 700D (Standardobjektiv 18 mm – 55 mm f/3.5 – f/5.6) mit den Aufnahmen des Samsung Galaxy Note 8 (Dual-Kamera: Teleobjektiv f/2,4 + f/1,7) verglichen. Um den Vergleich so fair wie möglich zu gestalten, wurden die Bilder kurz nach einander, bei identischen Lichtverhältnissen, im manuellen Modus und im RAW-Format aufgenommen. Um das Beste aus den Aufnahmen herauszuholen, wurde sowohl bei der DSLR als auch beim Smartphone die Blende und die Belichtungszeit sowie der ISO-Wert der jeweiligen Gegebenheit angepasst. Alle Aufnahmen mit dem Smartphone sind mit der Rückkamera fotografiert wurden.

Kamera Samsung Galaxy Note 8 Canon 700D
Megapixel 12 18
Objektiv Dual-Kamera: Teleobjektiv f/1,7 – f/2,4 18 mm – 55 mm f/3.5 – f/5.6

 

Die Testergebnisse: DSLR gegen Smartphone

Mit beiden Geräten haben wir Zoom-Aufnahmen, Porträt- und Landschaftsaufnahmen gemacht. Zudem haben wir beide Kameras unter schlechten Lichtbedingungen getestet. Diese Testbilder geben Aufschluss darüber, welche Kamera für welchen Einsatzzweck die beste Wahl ist.

DSLR vs. Smartphone: Zoom-Aufnahmen

Durch die technische Überlegenheit ist die DSLR einem Smartphone hier meist voraus. Allerdings schneiden die Zoom-Aufnahmen des Galaxy Note 8 im direkten Vergleich zu den Aufnahmen von der Canon 700D dennoch relativ gut ab. Dies liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass das Note 8 über einen echten, zweifachen, optischen Zoom verfügt, der durch eine optische Bildstabilisierung (OIS) unterstützt wird. Das hat den Vorteil, dass selbst beim Heranzoomen die Aufnahmen scharf sind und nicht verwackeln. Allerdings sollte man hier nicht mehr als zwei Stufen heranzoomen, denn dann wird die Aufnahme nicht mehr ganz so scharf. Dies liegt daran, dass nach den 2 optischen Zoomstufen der digitale Zoom einsetzt.

Smartphones, die nur über einen digitalen Zoom verfügen, können hier bei weitem nicht an die Qualität von DSLR Aufnahmen heranreichen. Denn bei Aufnahmen mit einem digitalen Zoom wird nur der Ausschnitt des Bildes vergrössert. Dadurch gehen wichtige Details im Bild verloren. Ebenso ist anzumerken, dass sich der Fokusbereich bei den Zoom-Aufnahmen mit der DSLR besser auswählen lässt. Hier kann besser bestimmt werden, welche Bereiche scharf im Vordergrund abgebildet werden sollen und welche im Hintergrund unscharf verschwinden. Betrachtet man sich die Zoom-Aufnahme des Smartphones näher, so stellt man fest, dass diese recht flach und im gesamten unscharf wirkt.

DSLR vs. Smartphone: Zoom-Aufnahmen im Vergleich

Obere Reihe: links: Zoom-Aufnahme mit der DSLR, rechts: Zoom-Aufnahme mit dem Smartphone, untere Reihe: links: Details der Zoom-Aufnahme mit der DSLR, rechts: Details der Zoom-Aufnahme mit dem Smartphone

DSLR vs. Smartphone: Aufnahmen bei wenig Licht

Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen gehören zur Königsdisziplin einer Kamera. Hier kommt es vor allem auf die Grösse des Sensors und das gewählte Objektiv an. Bei unserem Test haben wir sowohl im Automatikmodus, als auch im manuellen Modus mit angepassten ISO-Wert und längerer Belichtungszeit fotografiert. Im direkten Vergleich muss man sagen, dass sich das Galaxy Note 8 sehr gut geschlagen hat. Vor allem im manuellen Modus. Die Aufnahme wirkt klar und weniger körnig, als die Aufnahme mit der Canon 700D mit dem Standardobjektiv. Allerdings lässt sich der ISO-Wert nicht bei allen Smartphone-Modellen anpassen, weshalb die meisten Aufnahmen mit dem Smartphone bei wenig Licht eher dunkel und weniger klar wirken. Wählt man hier ein lichtstarkes Objektiv für seine DSLR wären die Aufnahmen klarer und weniger körnig. Ebenso ist der Einsatz eines Statives von Vorteil. Dadurch kann man den ISO-Wert klein halten und mit der Belichtungszeit spielen.

DSLR vs. Smartphone: Aufnahmen bei wenig Licht im Automatikmodus

Aufnahmen bei wenig Licht. Beide Bilder wurden im Automatikmodus aufgenommen – links: DSLR, rechts: Smartphone

DSLR vs. Smartphone: Aufnahmen bei wenig Licht mit angepasstem ISO und Verschlusszeit

Aufnahmen bei wenig Licht. Beide Bilder wurden mit angepasstem ISO-Wert und Verschlusszeit aufgenommen – links: DSLR, rechts: Smartphone

DSLR vs. Smartphone: Porträtaufnahmen

Besonders attraktiv wirken Porträtaufnahmen, wenn der Hintergrund eine gewisse Unschärfe aufweist. Viele Smartphone-Modelle können dies allerdings nicht leisten. Die Aufnahmen wirken dann flacher und dunkler – ohne die Unschärfe im Hintergrund. Beim Galaxy Note 8 ist dies allerdings möglich. Mit Hilfe des „Live-Fokus“ lässt sich die Hintergrundunschärfe anpassen. Natürlich ist das Ergebnis nicht so überzeugend wie bei einer DSLR aber für den Schnappschuss zwischendurch ausreichend. Betrachtet man sich die Aufnahmen im Detail, wird die Stärke der DSLR sichtbar. Bei der Aufnahme mit dem Note 8 sind insbesondere die Kanten an den Haaren entlang nicht ganz so sauber, wie bei der Aufnahme mit der DSLR.

DSLR vs. Smartphone: Porträtaufnahmen im Vergleich

Porträtaufnahmen – links: DSLR, rechts: Smartphone mit Live-Fokus

DSLR vs. Smartphone: Porträtaufnahmen mit dem Smartphone

Porträtaufnahmen mit dem Smartphone – links: Aufnahme ohne Live-Fokus, rechts: Live-Fokus Schwäche an den Haarspitzen

DSLR vs. Smartphone: Landschaftsaufnahmen

Hier lässt sich die Stärke der Galaxy Note 8 Kamera besonders deutlich erkennen. Gerade bei guten Lichtverhältnissen ist sowohl das Smartphone als auch die DSLR in der Lage, gestochen scharfe Landschaftsaufnahmen zu machen. Nimmt man dann noch ein Stativ zur Hilfe, sind selbst beim Hineinzoomen in die fertige Aufnahme alle Details klar und deutlich zu erkennen.

DSLR vs. Smartphone: Landschaftsaufnahmen mit der Canon 700D

Landschaftsaufnahmen mit der Canon 700D

DSLR vs. Smartphone: Landschaftsaufnahmen mit dem Samsung Galaxy Note 8

Landschaftsaufnahmen mit dem Samsung Galaxy Note 8

Fazit: Welche Kamera eignet sich für welche Zwecke?

Sowohl die DSLR als auch das Smartphone haben ihre Vorteile. Während das Smartphone immer einsatzbereit ist, muss eine DSLR für brillante Aufnahmen häufig erst richtig eingestellt werden. Dafür überzeugen die Aufnahmen dann aber in Klarheit, Schärfe und Farbtreue. Möchte man ganz auf den Einsatz einer DSLR verzichten, lohnt sich die Investition in ein Smartphone mit guter Kamera. Denn herkömmliche Standardmodelle verfügen meist nur über einen digitalen Zoom oder sind nicht in der Lage den ISO-Wert oder die Hintergrundunschärfe anzupassen. Prinzipiell sollte man insbesondere mit dem Smartphone auf gute Lichtverhältnisse setzen, damit die Aufnahmen später auch klar und deutlich werden. Grundsätzlich sollte man sich überlegen, für welchen Zweck man eine Kamera benötigt. Möchten Sie eher Schnappschüsse online teilen, sind Sie mit einem aktuellen Smartphone gut bedient. Sollen es hingegen hochwertige und detailgetreue Aufnahmen werden, die auch bestimmte Lichtstimmungen einfangen, dann ist eine DSLR unverzichtbar.

Bildbearbeitung mit der VSCO App auf dem Smartphone

Bildbearbeitung mit der VSCO App

Die Bildbearbeitung per App mit dem Smartphone wird immer beliebter. Was nicht zuletzt daran liegt, dass die Apps und Möglichkeiten auch immer besser werden. Eine dieser beliebten Apps ist « VSCO ». Besonders gut eignet sich diese App zur schnellen, aber hochwertigen und modernen Bildbearbeitung. Denn neben einer Reihe von Werkzeugen ist die App vor allem für seine zahlreichen Filter bekannt. Diese sind insbesondere bei Instagram-Nutzern und Hobbyfotografen sehr beliebt, um den eigenen Bildern einen einheitlichen und modernen Look zu verleihen. Aber auch die Community-Funktion nutzen viele User, um sich mit anderen kreativen Nutzern auszutauschen und Trends in der Bildbearbeitung zu entdecken.

Hier können Sie sich die kostenlose App für Apple- und Android-Geräte herunterladen. Besonders angenehm ist, dass die App in der Gratisversion auch ohne Werbeeinblendungen auskommt.

Welche Möglichkeiten die App zur Bildbearbeitung im Detail liefert, welche geheimen Funktionen es gibt, was es mit der Community-Funktion auf sich hat und welche Vorteile „VSCO X“ liefert, beleuchten wir nachfolgend.

Möglichkeiten der VSCO App zur Bildbearbeitung

Um Bilder mit der App zu bearbeiten, kann man diese mit seinem Smartphone direkt über die App aufnehmen oder Aufnahmen vom Speicher hochladen. Zur Bildbearbeitung stehen dem Nutzer dann eine Vielzahl an Filtern zur Verfügung sowie eine Reihe an Werkzeugen.

Das Hauptfeature der App und der Grund, warum die App bei vielen Fotografie-Begeisterten so beliebt ist, sind die zahlreichen Filter. In der kostenlosen Variante bietet die App einen Grundstock an interessanten Filtern, mit denen Sie Ihre Aufnahmen aufpeppen können. Wem das nicht genügt, kann weitere Filtersammlungen direkt durch In-App-Käufe kaufen. Die Preisspanne liegt hier zwischen 0,50 CHF bis 8 CHF.

VSCO-Filter werden mit Buchstaben und Zahlen betitelt und zielen auf verschiedene fotografische Begebenheiten ab. So ist die Filterreihe U1 bis U6 beispielsweise speziell für verschiedene Lichtverhältnisse entwickelt wurden, mit denen sich urbane Aufnahmen verbessern lassen. Dem gegenüber gibt es die Filterreihe G4 bis G9, die für Portraitaufnahmen konzipiert wurde.

Hat man sich für ein Bild entschieden, dass man bearbeiten möchte, lassen sich die VSCO-Filter einfach mit einem Fingertipp anwenden. Ist man mit dem Ergebnis zufrieden, hat man die Möglichkeit, die bearbeitete Aufnahme direkt in der App abzuspeichern. Auf Wunsch lässt sich die Aufnahme aber auch auf einem zentralen Ordner auf dem Smartphone speichern oder man teilt sein Werk per Fingertipp auf Instagram, Facebook und Co. sowie im VSCO-Netzwerk.

Screenshot VSCO App: Überblick Filter zur Bildbearbeitung

Überblick: Filter zur Bildbearbeitung in der VSCO App und der Filter-Shop

Neben der Vielzahl an modernen Filtern bietet die App aber auch eine Reihe an Standardwerkzeugen zur klassischen Bildbearbeitung. Neben den normalen Tools zur Helligkeitsanpassung oder Begradigung, verfügt die VSCO App auch über Tools, um Bilder schärfer zu zeichnen, den Hautton anzupassen oder, um mit der Lichtfarbe zu spielen. Alle Werkzeuge lassen sich dabei in ihrer Intensität anpassen.

Verfügbare Werkzeuge in der VSCO App:

  • Belichtung
  • Kontrast
  • Begradigen (Drehen)
  • Horizontale Perspektive
  • Vertikale Perspektive
  • Zuschneiden
  • Schärfen
  • Sättigung
  • Lichtfarbe
  • Schatten
  • Temperatur
  • Farbe
  • Hautfarbe
  • Vignette
  • Körnung
  • Verblassen
  • Schattenfarbe
  • Lichtfarbe
Screenshot VSCO App: Überblick Werkzeuge zur Bildbearbeitung

Überblick: Verfügbare Werkzeuge in der VSCO App zur Bildbearbeitung

Tipps zur Bildbearbeitung

Wie bei jeder anderen App zur Bildbearbeitung verfügt auch die VSCO App über ein paar „geheime“ Funktionen, die die Bildbearbeitung vereinfachen und mit denen man Zeit sparen kann. Zwei dieser Funktionen stellen wir Ihnen einmal näher vor.

Intensität der Filter anpassen

Jeder Filter lässt sich in seiner Intensität anpassen. Diese Funktion ist ein wenig versteckt und nicht gleich auf dem ersten Blick sichtbar. Um die Intensität anzupassen, genügt ein erneuter Fingertipp auf den ausgewählten Filter. Jeder Filter lässt sich auf diese Weise anpassen. Die Intensitätsstufen reichen dabei von 0 bis 12, wobei 12 die höchste Intensität eines Filters ist. Das Anpassen eines Filters ist vor allem dann wichtig, wenn es während eines Shootings beispielsweise zu Lichtschwankungen kam. Mit dem anpassbaren Filter können Sie nun jedes Foto individuell bearbeiten, um einen einheitlichen Look zu schaffen.

Screenshot VSCO App: Bildreihe Intensität des Filters: 2, 6, 12

Bearbeitungen kopieren

Mit der Funktion „Bearbeitungen kopieren“ lässt sich viel Zeit sparen, insbesondere, wenn man mehr als eine Handvoll Bilder auf die gleiche Art und Weise bearbeiten möchte. Denn dank dieser Funktion lassen sich die Bearbeitungsschritte von einem Bild mit zwei Fingertipps auf ein anderes Bild übertragen. Dazu tippen Sie in Ihrer Übersicht einfach auf ein Bild, welches Sie schon bearbeitet haben und tippen unten rechts auf die drei Punkte „…“. Dort haben Sie die Möglichkeit die Bearbeitungen zu kopieren. Möchten Sie die Bearbeitungen auf ein anderes Bild übertragen, tippen Sie zunächst auf dieses Bild oder die gewünschten Bilder, um dann wiederum auf die drei Punkte am unteren rechten Rand zu tippen. Dort können Sie nun die „Bearbeitungen einfügen“.

Screenshot VSCO App: So lassen sich Bearbeitungen kopieren

Community-Funktion von VSCO

Neben der klassischen Bildbearbeitung verfügt die App auch über eine Community-Funktion. Ähnlich wie auf Instagram kann man Personen folgen und mit deren Bilder interagieren. Als Teil des VSCO-Netzwerks können Sie aber auch Ihre eigenen Werke mit der Welt teilen. Dazu registriert man sich vorher mit ein paar Klicks im Netzwerk, legt einen Benutzernamen sowie ein Profilbild fest und schon kann man einzelne Bilder aber auch ganze Sammlungen anlegen und sich mit anderen Nutzern austauschen oder sich inspirieren lassen.

Screenshot VSCO App: Community-Funktionen im Überblick

Community-Funktionen – Links: Personen folgen, rechts: eigene Bilder mit der Community teilen

Möglichkeiten von VSCO X

Während die kostenlose Version der VSCO App mit einer Reihe von voreingestellten Filtern und Werkzeugen zur Bildbearbeitung daherkommt, gibt es noch „VSCO X“.

„VSCO X“ ist eine Mitgliedschaft, die gebührenpflichtig ist und dem Nutzer noch mehr Möglichkeiten zur Bildbearbeitung bietet. Neben über 100 klassischen VSCO-Voreinstellungen, bietet der kostenpflichtige Dienst auch Film X™-Voreinstellungen und weitere Tools sowie monatlich neue App-Ergänzungen. Dazu zählt beispielsweise auch das neue „Rahmen“-Tool, mit dem man kreative Rahmen um seine Aufnahmen platzieren kann. Ebenso gibt es einen Info-Bereich, auf denen ausgewählte Fotografen Fotografie- und App-Tipps geben.

Fazit

Die VSCO App bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Besonders die zahlreichen modernen Filter machen die App zu einer guten Alternative gegenüber anderen Apps zur Bildbearbeitung. Aber auch die unterschiedlichen Werkzeuge, mit denen man Feinabstimmungen bezüglich Helligkeit und Bildrauschen treffen kann, überzeugen. Alles in Allem hat man mit dieser App zur Bildbearbeitung eine Art Mini-Lightroom in der Hosentasche immer dabei, mit der man seine ganz eigene Bildsprache entwickeln kann.

Einstellen des Selbstauslösers – 5...4...3...2...1...Gruppenportrait vor Bäumen

Kaufberatung Kamerazubehör: Fernauslöser und Selfie-Stick

Wir stellen nützliches Kamerazubehör vor und erklären Unterschiede, Nutzen und mögliche Einsatzgebiete.

Der Selbstauslöser – nicht nur für Gruppenbilder und Selbstporträts

Die Belichtung erfolgt beim Selbstauslöser verzögert nach voreingestellter Zeitspanne. Der Klassiker: Gruppenporträts mit Fotograf. Sie stellen den Selbstauslöser ein, hasten vor die Linse und in dem Moment, in dem Sie noch Ihre Kleidung zurechtzupfen, blitzt es Ihnen schon entgegen. Also noch einmal…

Neben den Selbstporträts können Sie diese integrierte Funktion auch einsetzen, um mittels Verzögerung unscharfe Aufnahmen mit langer Belichtungszeit zu vermeiden.

Einen Selbstauslöser besitzt jede Kamera – ob Smartphone oder DSLR. Das Fotografieren mit dem Selbstauslöser stösst durch die voreingestellten Zeitspannen aber auch schnell an seine Grenzen. Deshalb gibt es nützliches Zubehör, das Sie je nach Kameratyp hinzukaufen können.

Technische Armverlängerung um einen Meter – der Selfie-Stick

Wie die Bezeichnung der Teleskopstange schon verrät, liegt der hauptsächliche Verwendungszweck im ‚Sich-selbst-fotografieren‘. Mit Hilfe dieser Armverlängerung um etwa einen Meter lassen sich Selbstporträts und auch Gruppenfotos inklusive Fotograf unkompliziert festhalten. Smartphone befestigen, Stick ausfahren und auslösen. Die Vorteile liegen hier in der Hand. Die überdimensionierte Schulter, die sich auf jedem Selbstporträt mit ausgestrecktem Arm über einen Grossteil des Bildes erstreckt, bleibt Ihnen mit dem Selfie-Stick erspart. Stattdessen passen sogar mehrere Personen komplett aufs Bild – und das ohne ein Stativ aufzubauen und zudem auch aus ungewöhnlicher Perspektive: von oben. Gerade wenn Sie Ihre Ferienmomente konservieren wollen – ob Schnappschuss unterm Gipfelkreuz oder Erinnerung auf dem Marktplatz – sind Sie nicht darauf angewiesen, Ihr Smartphone aus der Hand zu geben oder zu warten, bis der nächste Gipfelstürmer Ihren Auslöser drücken kann.

Selfie-Stick im Reisegepäck: Gruppenfoto in den Bergen

Achtung – nicht überall sind Selfie-Sticks erlaubt

An vielen öffentlichen Orten allerdings sind die technischen Armverlängerungen verboten – in einigen Museen aus Sorge vor Zerstörung der Ausstellungsobjekte; in manchen Stadien, um die Sicht hinten stehender Fans nicht zu verdecken; auf Festivals sowie beispielsweise in Disneyland und einigen anderen Freizeitparks. Ausserdem sollten Sie Grösse (eingeklappt zwischen 15 und 30 cm) und Gewicht (zwischen 100 und 400 Gramm) bedenken, wenn die Stange in Ihrem Gepäck landet.

Welchen Selfie-Stick sollte man kaufen?

Das Angebot ist riesig – ob schwarz oder weiss, lang oder kurz, schwer oder leicht, günstig oder teuer (zwischen 10 und 80 CHF). Der wohl wichtigste Faktor bei der Entscheidung ist die Länge, die sich unter 50 cm kaum lohnen dürfte, um auch den Hintergrund gut sichtbar aufs Bild zu bekommen. Ob Bluetooth-Verbindung zum Auslösen oder Kabel mit Fernbedienung, auch diese Wahl müssen Sie treffen.

Der Halteknopf spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Hier müssen Sie entscheiden, ob Smartphones oder Kompaktkameras arretiert werden können. Einige Stangen kommen auch mit Schraubgewinde daher, an dem sich Actionkameras befestigen lassen. In dem Fall empfiehlt es sich, auf besonders stabile und wasserfeste Produkte mit hoher Tragkraft zurückzugreifen. DSLRs können aufgrund des Eigengewichts der Kamera und dem schweren Handling nicht auf Selfie-Sticks montiert werden.

Unsichtbar und flexibel – der Fernauslöser

Ob mechanisch mit Bowdenzug, über Kabelverbindung, per Infrarot oder Funk – mit einem Fernauslöser können Sie eine Kamera, zumeist in Verbindung mit einem Stativ, ohne direkte Berührung und ohne am Standort zu sein, auslösen. Wozu das gut sein kann? Sie wollen als Fotograf mit aufs Bild und vorher in Ruhe den Ausschnitt fixieren? Sie versuchen bei Makro- oder Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung noch so vorsichtig den Auslöser zu drücken und dennoch kommt es zu verwackelten, unscharfen Bildern? Durch das Auslösen aus der Ferne lassen sich ebensolche mechanischen Erschütterungen vermeiden. Unverzichtbar ist der Fernauslöser allerdings in der Tier- und Naturfotografie. Um scheue Waldbewohner nicht zu verjagen oder Raubtieren aus sicherer Entfernung auflauern zu können, bietet sich der Fernauslöser optimal an.

Einstellung der Kamera – mit dem Fernauslöser Wildtiere fotografieren

Sie können zeitlich flexibel den Auslösepunkt wählen und sind nicht auf die vorgegebene Zeitspanne des Selbstauslösers angewiesen. Genau im richtigen Moment, wenn sich ein Reh vor die Linse traut oder wenn die Stille zwischen zwei Windstössen nicht die Haare der Familienmitglieder verweht, können Sie aus der Ferne auslösen.

Kabel, Funk oder Infrarot?

Beim Kauf spielt vor allem die Entscheidung eine Rolle, ob Sie mit oder ohne Kabel arbeiten wollen. Kabel-Fernauslöser (20 bis 150 CHF) funktionieren ohne Batterien, haben allerdings nur eine kurze Reichweite. Bei Funk-Fernauslösern kommen Sie ohne Kabelsalat aus, sind zudem flexibler beweglich und können entspannt über zehn Meter von der Kamera entfernt sein, müssen dafür aber auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen (60 bis 300 CHF). Beim Infrarot-Fernauslöser hingegen, der preisgünstiger als der Funkauslöser ist (10 bis 80 CHF), muss der Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger hergestellt sein – wie bei Fernseher und Fernbedienung.

In diesem Entscheidungsprozess sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der jeweilige Fernauslöser, ob für DSLR oder Kompaktkamera, mit Ihrem Modell kompatibel ist. Neben den modellgebundenen Varianten gibt es auch universelle Fernauslöser. Für Smartphones gibt es eine Bluetooth-Variante, die oft mit einem kleinen Telefonstativ bzw. -halter und einer Fernbedienung daherkommt. Die Preisspanne reicht hier von 10 bis 40 CHF.

Geöffnete Photo Pills App auf einem weissen iPhone – im Hintergrund Fotofilter

App-Vorstellung: Photo Pills

Im App Store und im Google Play Store sammeln sich unzählige Apps für die verschiedensten Situationen. Dies gilt zu gleich für den Bereich der Fotografie. Doch finden sich hier nicht nur Programme, die der Bildbearbeitung dienen. Vor allem in den Bereichen Landschafts- und Astrofotografie hat sich die App Photo Pills einen Namen gemacht.

In dieser App finden Sie unter anderem:

  • Informationen über den genauen Verlauf von Sonne, Mond, dessen Phasen und die Milchstrasse.
  • Verschiedene Funktionen und Tools, um ungewollten Schatten aus dem Weg zu gehen und die blaue und die goldene Stunde im vollen Umfang auszunutzen.
  • Eine Finder-Funktion, um den perfekten Zeitpunkt für Ihr Traumszenario zu ermitteln.
  • Zwei Augmented Reality Modi, die den Verlauf der Sonne, des Mondes und der Milchstrasse simulieren, um perfekt vorbereitet zu sein.

Mit den vielen Informationen und Anwendungen der Photo Pills App wird es Ihnen leicht gemacht, stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und die verschiedenen Lichtstimmungen der Sonne, den Verlauf des Mondes oder der Milchstrasse gekonnt für die eigenen Aufnahmen vorzuplanen, in Szene zu setzen und festzuhalten. Wie Sie all diese Funktionen richtig verwenden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Photo Pills Planer als nützlicher Wegbegleiter in der Landschaftsfotografie

Standort, Darstellung und Bedeutung

Die umfangreichste und bedeutendste Funktion der App ist der Photo Pills Planer. Wird dieser geöffnet, fällt einem als erstes eine Karte in Satellit-Optik ins Auge. Auf dieser Karte befindet sich ein oranger Pin, von dem mehrere Linien ausgehen. Dieser Pin zeigt bei der ersten Öffnung der App immer Ihren aktuellen Standort an, vorausgesetzt Sie gewähren der App Zugriff auf Ihren Standort. Allerdings muss der Pin nicht zwangsläufig den aktuellen Standort darstellen, sondern kann auf die Position, von der fotografiert werden soll, platziert werden. Dazu kann der Pin mit dem Finger berührt und an den gewünschten Ort geschoben werden. Alternativ kann lange mit dem Finger auf eine beliebige Stelle getippt werden, wodurch der Pin an die gewünschte Stelle springt.

Screenshots der App Photo Pills, die die verschiedenen Bereiche des Planers zeigen.

Vom Pin gehen mehrere farbige Linien ab. Dies sind eine dicke gelbe, eine dicke orange Linie und eine dünnere Linie, die ihre Farbe zwischen gelb und orange wechseln kann. Die dicke gelbe Linie steht für den Verlauf des Sonnenaufganges und die dicke orange für den des Sonnenuntergangs. Die dünnere Linie wiederum stellt den aktuellen Stand der Sonne dar. Wird der Modus von Sonne zu Mond gewechselt, verschwinden die orangegelben Linien und es erscheinen neue Linien in Blautönen. Auch hier steht die hellere dicke Linie für den Aufgang und die dicke dunklere für den Untergang des Mondes. Ebenso verhält es sich mit der dünneren Linie, die die Position des Mondes wiederspiegelt.

Der Modus kann in dem über der Karte liegenden Feld, der Informationsleiste, durch einen Klick auf das Sonnensymbol gewechselt werden. Das Sonnensymbol ändert sich in ein Mondsymbol. Wird das Feld ein weiteres Mal angeklickt, werden sowohl die Linien der Sonne als auch die des Mondes angezeigt.

Bewegungen im Zeitverlauf

Der dritte Bereich des Photo Pills Planer ist die Zeitleiste, die direkt unter der Karte zu finden ist. Diese Zeitleiste zeigt in seiner Grundeinstellung das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit an. Wird die Zeitleiste nach links oder nach rechts bewegt, ändern sich nicht nur Datum und Uhrzeit, sondern auch die Ausrichtungen der Linien. Nähern sich die dünnen Linien einem Sonnen- oder Monduntergang an, wird die Farbe der Linie dunkler. Bei der Annäherung eines Sonnen- oder Mondaufganges werden sie heller. Doch können Zeit und Datum nicht nur durch das Ziehen der Leiste geändert werden. Um einen konkreten Zeitpunkt eingeben zu können, genügt ein Tipp auf die Uhr, um Datum und Uhrzeit manuell eintragen zu können. Dadurch können vor allem beim Datum auch grössere Sprünge gemacht werden.

Unter der Zeitleiste befindet sich der letzte Bereich des Planers, die Optionenleiste, die noch weitere nützliche Anwendungen beherbergt. Dazu gehören der Finder, zweierlei Augmented Reality Modi und andere Funktionen, doch dazu später mehr.

Sonne, Mond und Milchstrasse stets im Fokus mit Hilfe der Informationsleiste

Stand von Sonne, Mond und Azimut

Neben dem Wechsel zwischen den Verläufen von Sonne und Mond beherbergt die Informationsleiste noch viele weitere Informationen und Einstellungsmöglichkeiten. Die Grundposition der Leiste gibt uns zunächst Aufschluss über das Azimut, die Höhe und die Phase der Himmelskörper Sonne und Mond. Unter dem Begriff Azimut wird ein Horizontalwinkel verstanden, der sich nach den Himmelsrichtungen orientiert.

Screenshots der App Photo Pills, die die verschiedenen Bereiche des Planers zeigen.

Wird auf der Leiste mit dem Finger einmal nach links gewischt, erscheinen nähere Informationen zu den Auf- und Untergängen von Sonne und Mond. Zudem kann mit einem Klick auf das grosse runde Symbol zwischen den einzelnen Mondphasen gewechselt werden. Hierbei sollte auf die Änderungen des Datums in der Zeitleiste geachtet werden, um herauszufinden wann die nächste Mondphase, beispielsweise Neumond, eintritt. Anschliessend folgen die genauen Zeitangaben der blauen und goldenen Stunde, die beide wunderbare Lichtstimmungen mit sich bringen, die jeder Landschaftsfotograf gerne für seine Aufnahmen nutzt.

Sichtbarkeit der Milchstrasse

Die beiden nächsten Reiter in der Informationsleiste befassen sich mit der Milchstrasse. Durch einen Klick auf das linke Milchstrassen-Symbol im ersten der beiden Reiter erscheinen auf der Karte zunächst mehrere Kreise um den orangen Pin und zwei dicke Linien in hell- und dunkelgrau. Die hellgraue Linie steht für den Zeitpunkt, an dem die Milchstrasse sichtbar wird und die dunkelgraue für das Verschwinden der Milchstrasse.

Screenshots der App Photo Pills, die die beiden Reiter zum Thema Milchstrasse in der Informationsleiste zeigen.

Wird nun die Zeitleiste in den blauen Bereich, also in die Nacht, bewegt, kommt auch die Milchstrasse in Form einer gepunkteten, gebogenen Linie zum Vorschein. Hierbei stellt die Ansammlung mehrerer dickerer Punkte das Galaktische Zentrum der Milchstrasse dar. Des Weiteren lässt die kurvige Linie erahnen, wie die Milchstrasse am Himmel zu sehen sein wird. Ist sie sehr bauchig, dann erstreckt sich die Milchstrasse waagerecht über den Himmel. Liegt sie jedoch nahe an der Mittellinie, so wird die Milchstrasse senkrecht in den Himmel ragen.  Die genaue Zeitspanne der Sichtbarkeit, das Azimut und die Höhe des Galaktischen Zentrums werden ebenfalls in diesem Abschnitt der Informationsleiste angegeben. Der zweite Reiter zur Milchstrasse gibt in Form einer blauen Skala darüber Aufschluss, wie gut die Milchstrasse am Himmel zu sehen sein wird. Sind die Balken gefüllt, ist die Milchstrasse gut am Horizont zu erblicken.

Pin-zu-Pin geodätische Info

Wischt man von der Ausgangsposition nach rechts, erschliessen sich weitere Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist die Pin-zu-Pin geodätische Info. Durch einen Klick auf den Button erscheint auf der Karte ein zweiter Pin in Schwarz. Dieser sollte auf dem gewünschten Motiv platziert werden. Ist dies geschehen, so lässt sich schnell erkennen, ob der Sonnenuntergang am gewünschten Tag hinter dem gewünschten Motiv zu sehen ist. Wird das erste Bild in der unteren Abbildung betrachtet, lässt sich leicht erkennen, dass zu diesem Zeitpunkt das gewünschte Szenario nicht aufgenommen werden kann. Durch das Bewegen der Zeitleiste lässt sich jedoch der richtige Zeitpunkt ermitteln. In unserem Beispiel wäre dies bereits am 06. Oktober gewesen und liegt bereits in der Vergangenheit. Der nächste passende Termin liegt noch fast ein Jahr in der Zukunft – in nächster Zeit kann das Motiv also nicht mehr fotografiert werden.

Des Weiteren ist die Verlaufslinie der Sonne zu beachten. Ist diese beim Erreichen des gewünschten Motives gestrichelt, heisst dies, dass die Sonne bereits zu tief steht und dadurch hinter dem Horizont verschwunden ist.

Screenshots der App Photo Pills, die die Pin-zu-Pin Option und das Schattenwurf-Tool in der Informationsleiste zeigen.

Schattenwurf berechnen

Die zweite Möglichkeit, die sich durch das Wischen nach rechts in der Informationen-Leiste ergibt, ist ein Tool, um den Schattenfall eines Gebäudes oder eines hohen Baumes einschätzen zu können. Um diese Funktion zu verwenden, ist es allerdings nötig, sich über die Höhe des Gebäudes zu erkundigen oder ein gutes Schätzvermögen zu haben. Wurde das Gebäude mit dem orangen Pin ausgewählt und eine Höhe in die Informationsleiste eingegeben, so wird der Schatten in Form einer schwarzen Linie angegeben. Dadurch lässt sich bereits vorab feststellen, auf welcher Seite eines Gebäudes aufgrund des Schattenaufkommens nicht fotografiert werden sollte.

Die Optionenleiste – Finden, planen und mit Freunden teilen

Traumszenario einfach finden

Bereits die Informationsleiste bietet viele Möglichkeiten, um den richten Ort und die richtige Zeit für das perfekte Foto ausfindig zu machen. Vor allem die Pin-zu-Pin geodätische Info ist äusserst praktisch, wenn ein Motiv fotografiert werden soll, hinter dem die Sonne oder der Mond auf oder unter geht. Hierbei ist es einfach herauszufinden, ob dieser Konstellation am gewünschten Tag gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, ist es sehr mühsam, durch das Bewegen der Zeitleiste den geeigneten Zeitpunkt zu finden. Hier kann die Finden-Funktion in der Optionenleiste Abhilfe schaffen.

Screenshots der App Photo Pills, die die Finder-Funktion in der Optionenleiste zeigen.

Bei der Wahl der Finder-Funktion gibt es vier verschiedene Konstellationen an Kriterien, nach denen gesucht werden kann: «Sonne bei Azimut», «Sonne bei Azimut und Höhe», «Mond bei Azimut» und «Mond bei Azimut und Höhe». Um präziser bestimmen zu können, wie und wo die Sonne oder der Mond für die geplante Aufnahme stehen sollen, ist es ratsam «bei Azimut und Höhe» zu wählen. Wurden das Azimut, die Höhe und der gewünschte Zeitraum bestimmt, gibt die App eine Liste mit genauen Daten, an denen Sie das gewünschte Szenario am gewünschten Ort vorfinden, aus.

: Screenshots der App Photo Pills, die die beiden Augumented Reality Modi der Optionenleiste zeigen.

Augmented Reality – Fotomotive simulieren

Zusätzlich befinden sich in der Optionenleiste die beiden AR Modi (Augmented Reality, auf Deutsch Erweitere Realität). Diese beiden Modi sind quasi Live-View-Modi, die unter Verwendung der Smartphone-Kamera die Position verschiedener Himmelskörper anzeigen. Dabei ist der Modus AR für den Verlauf der Sonne und der Nacht AR für den Verlauf des Mondes und der Milchstrasse zuständig. Durch die Verwendung dieser Modi lässt sich vor Ort der genaue Stand des gewünschten Himmelskörpers simulieren, sodass es möglich ist, die Kamera schon vorab auf die Situation ausrichten zu können. Wird ein solcher Modus geöffnet, zeigt dieser vorerst den aktuellen Zeitpunkt an, aber auch hier lässt sich der Zeitpunkt durch eine Links- oder Rechtsbewegung auf dem Bildschirm verschieben, um den genauen Zeitpunkt auf der richtigen Position zu ermitteln.

Speichern und mit Freunden teilen

Neben der der Finder-Option und den AR-Modi bietet die Optionenleiste auch die Möglichkeit, das eigene Projekt zu speichern und anschliessend sogar zu teilen. Dazu drücken Sie auf das Feld «Speichern» und wählen die Option «Plan» aus.  Nun besteht die Wahl, einen bestehenden Plan zu überschreiben oder einen neuen Plan anzulegen. Haben Sie diesem einen Namen gegeben und angelegt, gehen Sie zurück in das Hauptmenü und wählen ganz oben die Kategorie «Mein Zeug» und anschliessen die Pläne aus. Wird der Plan in diesem Modus geöffnet, erscheint unten rechts ein Feld namens «Aktion», durch das Sie Ihren Plan per SMS, WhatsApp oder E-Mail versenden können. Dies ist vor allem dann hilfreich, um Pläne mit einem ebenfalls fotografiebegeisterten Freund zu teilen, um gemeinsam auf Foto-Tour zu gehen.

Fazit

Die Photo Pills App ist mit seinem umfangreichen Planer eine sehr nützliche Unterstützung für alle begeisterten Landschafts- oder Astrofotografen, die ihren Erfolg nur ungerne dem Zufall überlassen. Die zahlreichen Möglichkeiten Lichtstimmungen und die Positionen verschiedener Himmelskörper planen zu können, steigern die Chancen enorm, mit gelungenen und beeindruckenden Aufnahmen von der Foto-Tour nach Hause zu kommen. Die App steht für CHF 10 im App Store zur Verfügung – wir finden, eine Investition, die sich lohnt.

Smartphones dürfen heute bei keiner Gelegenheit fehlen – nicht zuletzt wegen ihren guten Kameras.

Geschichte der Fotografie – Teil 8: Smartphone-Kameras

Nicht immer ist die Kamera griffbereit. Stellen Sie sich vor, Sie sind unterwegs und sehen etwas Unglaubliches, dass Sie gerne festhalten möchten. Welches Gerät zücken Sie, um ein Foto zu machen? Richtig, ihr Smartphone. Dieses hat die Digitalkamera heutzutage grösstenteils abgelöst. Kein Wunder: Viele Smartphones haben inzwischen integrierte Kameras von bis zu 41 Megapixeln. Doch wie kam es zu dieser rasanten Verbesserung?

„Schau mal, mein Fotohandy“

Bereits 1999 kam in Japan das erste Kamerahandy auf den Markt, hier dauerte es noch drei weitere Jahre, bis es soweit war. Im Jahr 2002 erschienen mit dem Nokia 7650, dem Panasonic EB-GD87 und dem Sharp GX10 gleich drei Handys, in denen eine Kamera integriert war. Diese waren natürlich nicht so gut wie die heutigen, aber dennoch eine noch nie dagewesene Innovation. Die Geräte hatten Auflösungen von bis zu 0,3 Megapixeln und zählten damals schon zu den besseren Kameras. Videoaufnahmen mit dem Handy waren zu diesem Zeitpunkt noch unvorstellbar. Der Begriff Fotohandy etablierte sich schnell als Bezeichnung für solche Geräte, verlor jedoch nach kurzer Zeit wieder an Bedeutung, da inzwischen quasi jedes Handy eine Kamera besitzt. Heute würde die Aussage „Ich besitze ein Fotohandy“ allenfalls Gelächter hervorrufen.

Das Nokia 7650, eines der ersten Fotohandys in der Schweiz. | CC BY SA 2.5 Miguel Durán

Das Nokia 7650, eines der ersten Fotohandys in der Schweiz. | CC BY SA 2.5 Miguel Durán

Einen Schritt zurück… – Die Entwicklung der Fototechnik in Mobiltelefonen

Wie kam es eigentlich dazu, dass Mobiltelefone mit einer Kamera ausgestattet wurden? Die Innovation begann zehn Jahre bevor die ersten Fotohandys in der Schweiz vorgestellt wurden. Mobiltelefone gab es zwar schon länger, jedoch hatten sie mit den heute bekannten Smartphones nicht viel gemeinsam – man konnte mit ihnen tatsächlich nur telefonieren. Das US-amerikanische Unternehmen IBM träumte jedoch zu diesem Zeitpunkt von Telefonen, die wie kleine Computer funktionieren. Das war die Geburtsstunde des IBM Simon, heute bekannt als Urahn des modernen Smartphones. Es war zum damaligen Zeitpunkt überdurchschnittlich innovativ: E-Mails und Faxe konnten versendet, Kalender und Adressbücher verwaltet und Spiele gespielt werden. Ausserdem war es das erste Gerät mit Touchscreen. Nur eines fehlte – die Kamera. Diese sollte erstmals 1999 im Toshiba Camesse verwirklicht werden. Damit gelang der japanischen Firma Toshiba etwas Unglaubliches: Ein Mobiltelefon mit integrierter Kamera. Die Kamera des Camesse hatte zwar nur eine Auflösung von 0,1 Megapixeln, erlangte aber trotzdem schnell Kultstatus.

Vor 15 Jahren noch unvorstellbar: Mit dem Handy ein Feuerwerk festhalten.

Vor 15 Jahren noch unvorstellbar: Mit dem Handy ein Feuerwerk festhalten.

… und drei Schritte vor

Die Qualität der mit Handykameras geschossenen Fotos reichte anfangs natürlich nicht an die Standards von Digitalkameras heran. Lange Zeit wiesen die Bilder eine schlechte Qualität auf; im Jahr 2004 war das Sharp GX30 das erste Fotohandy, dessen Kamera eine Auflösung von einem Megapixel hatte. Daneben konnten kleine Filme mit einer Länge von bis zu 45 Sekunden gedreht werden: Ein Meilenstein. Doch dabei sollte es nicht lange bleiben. In kaum einem technischen Bereich ist der Fortschritt innerhalb weniger Jahre so rasant gestiegen. Es wird nicht nur auf die generelle Verbesserung von Smartphones wert gelegt, sondern vor allem auch auf die Optimierung ihrer Kameras. Heute liegt die Auflösung moderner Smartphone-Kameras meist zwischen 8 und 13 Megapixeln. Das Eifern um die meisten Megapixel gipfelte 2013 in der Vorstellung des Nokia Lumia 1020: Dessen Kamera beträgt satte 41 Megapixel.

Die Kamera des Nokia Lumia 1020: Ganze 41 Megapixel vereinen sich in ihr. | CC BY 2.0 Kārlis Dambrāns

Die Kamera des Nokia Lumia 1020: Ganze 41 Megapixel vereinen sich in ihr. | CC BY 2.0 Kārlis Dambrāns

Was im Jahr 2002 noch nicht möglich war, gehört heute zur Grundausstattung eines jeden Handys mit Kamera: Videoaufnahmen. Auch dafür werden Smartphones liebend gern genutzt. Die Qualität der Videos unterscheidet sich jedoch, je nach Telefon, stark. Einfache Mobiltelefone, die keine Smartphones sind, liefern meist kein überzeugendes Material. Smartphones hingegen besitzen mittlerweile sehr leistungsfähige Grafikprozessoren, wodurch qualitativ hochwertige Full-HD-Aufnahmen zum Standard gehören. An die Qualität von Spiegelreflexkameras kommen sie (momentan) trotzdem nicht heran.

Der Fortschritt geht weiter

Smartphones gehören seit vielen Jahren zur Standardausrüstung für die meisten Menschen. Durch das hohe aufkommen der Minicomputer im Taschenformat verdrängen sie allmählich andere technische Innovationen, wie beispielsweise die Digitalkamera. Im Jahr 2007 ist der Verkauf von Letzteren durch die hochwertigen Handykameras erstmals zurückgegangen. Mittlerweile gibt es auch Gadgets, die eine fortschreitende Angleichung von Smartphones an Profikameras ermöglichen. Auf dem Markt sind mittlerweile zahlreiche Aufsteckobjektive, von Fisheye bis Weitwinkelobjektiv, für Mobiltelefonkameras erhältlich, mit denen professionellen Fotos nichts mehr im Wege steht. Es gibt jedoch noch zahlreiche Punkte, in denen Handykameras momentan noch nicht mit hochwertigen Spiegelreflexkameras konkurrieren können – und es vermutlich erst einmal auch nicht werden.

Im letzten Teil unserer Serie erfahren Sie alles über die neuesten Erfindungen der letzten Jahre, einige davon finden sich bestimmt auch in Ihrem Haushalt wieder.

Der achte Teil zur Artikelreihe «Geschichte der Fotografie» ist ursprünglich auf https://www.ifolor.ch/inspirationen/geschichte-fotografie-teil8 erschienen.

Stand: Juni 2016

Schweizer Flagge in den Schweizer Alpen – ein beliebtes Fotomotiv

Vorgestellt – der ifolor Fotoreport: So fotografiert die Schweiz in den Sommerferien

Bei einer von der IPSOS/Europ Assistance durchgeführten Studie gaben etwa zwei Drittel der befragten Schweizerinnen und Schweizer an, in die Sommerferien zu verreisen. Gegenüber 2016 ist dies ein Anstieg von etwa 9 Prozent. Mit dem gestiegenen Reisevolumen steigt letztlich auch die Anzahl an eindrucksvollen Sommererlebnissen, die es sich lohnt mit der eigenen Kamera festzuhalten. ifolor, der führende Schweizer Onlinedienstleister für personalisierte Fotoprodukte, hat im Rahmen einer Datenanalyse und Umfrage viele interessante Fakten über das Schweizer Reiseverhalten offengelegt. Die spannenden Ergebnisse wurden im ifolor Fotoreport «Sommer» festgehalten. Wir stellen Ihnen die wichtigsten Fakten vor.

Datenbasis für den Fotoreport

Für die im Fotoreport aufbereiteten Statistiken und Datenreihen wurden etwa 6,4 Millionen Ferienerlebnisse in Form von eingesandten Bildern anonymisiert erfasst und verarbeitet. Dafür wurden die in den Bildern enthaltenen Exif-Daten ausgelesen. Exif-Daten geben Aufschluss darüber, wie ein Bild erzeugt wurde und liefern Informationen über Kamerahersteller, Aufnahmezeitpunkt, Brennweite, Belichtungszeit, ISO-Wert und gegebenenfalls GPS Koordinaten. Sie geben hingegen keine privaten Informationen des Fotografen oder des fotografierten Motivs preis. Die erhobenen Daten beziehen sich auf die die Sommermonate der Jahre 2015, 2016 und 2017.

High-Noon statt goldener oder blauer Stunde, Wochenende statt Wochentags

Ein erster interessanter Fakt: Der Grossteil an analysierten Fotos wurde zur Mittagszeit aufgenommen. Laut vorliegender Daten wurde zwischen 11 und 13 Uhr circa 1,1 Millionen Mal der Auslöser betätigt. Dagegen fiel die Anzahl von in der goldenen Stunde, also kurz nach Sonnenaufgang und kurz vor Sonnenuntergang, gemachten Aufnahmen eher gering aus. Auch der Anteil der Aufnahmen zum Zeitpunkt der blauen Stunde, also die Zeit vor Sonnenaufgang und kurz nach Sonnenuntergang, war vergleichsweise gering.

Was den beliebtesten Wochentag zum Fotografieren betrifft, so konnte sich der Samstag gegenüber den sechs übrigen Wochentagen deutlich absetzen. Zweitbeliebtester Tag für das Schiessen von Fotos ist der Sonntag, gefolgt von dem Freitag auf Platz drei.

Ich packe meinen Koffer und nehme mit …

Die nächsten Ferien stehen bereits vor der Tür und Sie überlegen, was noch zu Hause gelassen werden kann, damit die Spiegelreflexkamera samt Austauschobjektive und Stativ doch noch in den Koffer hineinpasst? Wenn es nach der überwiegenden Meinung der ifolor Kunden geht, dann sollten Sie sich nicht weiter mit dem Kofferpacken bemühen.

Koffer mit Kamera, Reiseführern, Stativ und Sonnenbrille.

Greifen Sie für Ihre Ferienfotos doch einfach auf die Kamera Ihres Smartphones zurück. Auf diese Art entstanden in den Sommermonaten 2015, 2016 und 2017 immerhin ca. 42 Prozent der von ifolor erfassten Fotos. Dieser hohe Wert lässt sich wohl vor allem auf die hohe Flexibilität, die Anwendungsvielfalt und das geringe Gewicht unserer täglichen smarten Begleiter zurückführen. Was die Möglichkeiten von Smartphone-Aufnahmen betrifft, so haben wir in mehreren Beiträgen bereits gezeigt, dass heute eine überraschend hohe Foto-Qualität mit dem Smartphone möglich ist.

Dass der Fotografie mit dem Smartphone in gewissen Bereichen doch irgendwann Grenzen gesetzt sind, zeigen auch die Ergebnisse der Auswertung. Ganze 25 Prozent verlassen sich lieber auf ihre Spiegelreflex- und 25 Prozent auf ihre Kompaktkamera. Deutlich niedriger fällt die Nutzung von Bridge-und Systemkameras aus. Verschwindend gering ist auch der Anteil von Fotos, die mit einem Tablet aufgenommen wurden.

Die ifolor Sommerumfrage

Der zweite Teil des ifolor Fotoreports umfasst mehrere Fragen zum Thema Ferien. Bei der Sommerumfrage gaben 5900 Schweizerinnen und Schweizer unter anderem Auskunft darüber, wie sie fotografieren und besonders schöne Momente einfangen, welche Kamera sie für die Ferien einpacken und wann sie die eigenen Aufnahmen betrachten.

Die Frage nach dem «Wie»

Momente kommen und gehen – manchmal sind sie im nächsten Augenblick auch schon wieder weg. Da stellt sich doch vor allem eine Frage: Wie gelingt es, solche Erlebnisse festzuhalten, damit wir sie auch später noch in Erinnerung behalten? Auf diese Frage hin gaben 75 Prozent der befragten Personen an, dass Fotos für sie unentbehrlich sind. Davon nehmen 18 Prozent der Befragten Fotos vorwiegend auf, um sie später Freunden und Familie zeigen zu können. Die übrigen 57 Prozent verspüren gar das Gefühl, dass ohne Ferienfotos keine Sommerferien stattgefunden haben.

Doch nicht jeder benutzt die Kamera zum Einfangen besonderer Momente. Für 5 Prozent der Befragten spielte das bewusste Erleben und Verinnerlichen solcher Momente eine wichtigere Rolle, als diese auf Fotos festzuhalten. Interessanterweise gaben im italienischsprachigen Teil der Schweiz mit 12 Prozent mehr als doppelt so viele diese Antwort an.

Caption: Die Befragung ergibt einen hohen Anteil für die Verwendung von Smartphone-Kameras. Der Umfrage nach hat sie fast immer die Nase vorn, mit Ausnahme von der Städtefotografie, wo sich die Spiegelreflexkamera mit einem Abstand von 1,4 Prozent grösserer Beliebtheit erfreut.

Abbildung zeigt die durch eine Umfrage ermittelte Beliebtheit verschiedener Kameraarten in sich unterscheidenden Umgebungen.

Quelle: Ifolor Sommerferien Fotoreport S.21: Die Befragung ergibt einen hohen Anteil für die Verwendung von Smartphone-Kameras. Der Umfrage nach hat sie fast immer die Nase vorn, mit Ausnahme von der Städtefotografie, wo sich die Spiegelreflexkamera mit einem Abstand von 1,4 Prozent grösserer Beliebtheit erfreut.

 

Die Frage nach dem «Wann»

Die Stiefel vom vielen Wandern abgewetzt, die Haut von Sonne und frischer Bergluft berührt, die Speicherkarten der Kamera zum Bersten gefüllt mit schönen Erinnerungen – Sie sind wieder zurück. Der Alltag umspannt Sie bereits mit vielen Aufgaben. Wann also schauen Sie sich Ihre Ferienfotos an? Auch diese Frage wurde im ifolor Fotoreport gestellt und von den befragten Schweizerinnen und Schweizern nach besten Gewissen beantwortet. Die Hälfte der Befragten macht keine langen Umschweife und greift direkt nach dem Fotoalbum, um sich erneut in Ferienstimmung zu versetzen. Etwa jeder Fünfte gab an, zunächst den Alltagstrott meistern zu wollen, ehe sich den Fotos gewidmet wird. Andere sparen sich die sommerlichen Aufnahmen lieber für die bald folgende Winterzeit auf, um den Sommer herbeizuwünschen. 5 Prozent der Befragten gestanden, dass die auf Festplatten abgelegten Fotos häufig in Vergessenheit gerieten.

Fazit

Der Fotoreport von ifolor hält viele spannende Informationen zum Fotografierverhalten der Schweizerinnen und Schweizer bereit, präsentiert diese in anschaulichen Grafiken und offenbart überraschende Erkenntnisse. Weitere faszinierende und zum Teil kuriose Fakten wie zum Beispiel an welchen Tagen in den Jahren 2015, 2016 und 2017 in der Schweiz die meisten Aufnahmen entstanden sind, welche Fotomotive und Kamerahersteller besonders gefragt waren, in welchen Kantonen, Regionen oder Städten am häufigsten fotografiert wurde oder warum 43 Prozent der befragten Schweizerinnen und Schweizer keine Postkarten verschicken, erfahren Sie direkt im kostenlos verfügbaren Fotoreport.

Alles Weitere zum Fotoreport finden Sie unter www.ifolor.ch/fotoreport