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Photoshop: Ein Panorama aus Einzelaufnahmen erstellen

Atemberaubende Landschaften wie etwa eine Gebirgskette lassen sich am besten durch eine Panoramaaufnahme festhalten. Dabei ist der Griff zum Smartphone meist die einfachste Variante, weil dort die Panoramaaufnahme in einem Zug aufgenommen werden kann. Diese Aufnahmen weisen jedoch meist keine sonderlich hohe Auflösung auf, sodass die Aufnahmen für eine Entwicklung in einem grösseren Format unbrauchbar sind.

Für hochauflösende Panoramafotos lohnt sich die Verwendung einer digitalen Spiegelreflexkamera. Mit dieser können Sie zwar nicht eine Panoramaaufnahme am Stück aufnehmen, mit der Hilfe von Photoshop können Sie jedoch mehrere Einzelaufnahmen mit nur wenigen Klicks in ein atemberaubendes Panorama verwandeln. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Vorbereitung der Einzelaufnahmen

Zu einem Panorama können sowohl mehrere Hochformataufnahmen als auch Querformataufnahmen verwendet werden. Die Breite des Bildes wird durch die Anzahl der Aufnahmen bestimmt. Eine Panoramaaufnahme kann sich somit aus drei, vier, fünf oder mehr Fotos zusammensetzen.
Einzelaufnahmen für ein Panorama

Zudem ist bei der Aufnahme der Einzelaufnahmen zu beachten, dass sich die Bilder zu einem Teil überlappen müssen, damit diese später zusammengesetzt werden können. Desto grösser der Bereich der Überschneidung ist, umso mehr Aufnahmen werden benötigt, um ein Panorama zu erzeugen. Wie Sie die Einzelaufnahmen konkret anfertigen, welches Equipment Sie dazu benötigen und einiges mehr erfahren Sie im Artikel «Panoramafotografie».

Sind Ihre Aufnahmen im Kasten, sollten Sie die Aufnahmen auf Ihren Computer übertragen. Legen Sie alle Aufnahmen, aus denen ein Panorama entstehen soll, in einen separaten Ordner. So behalten Sie besser den Überblick.

Einzelaufnahmen für ein Panorama in einem Ordner

Einzelaufnahmen mit Photoshop zusammenfügen

In unserem Beispiel wird ein Panorama aus vier Einzelaufnahmen im Querformat zusammengesetzt.

Nutzen Sie dazu die Photomerge-Funktion von Photoshop. Diese finden Sie in der oberen Menüleiste unter «Datei», «Automatisieren».

Screenshot Photoshop – Photomerge zum Zusammenfügen von Einzelaufnahmen

Anschliessend öffnet sich ein neues Fenster. Dort finden Sie mehrere Optionen zum Layout. Um ein Panorama zu erzeugen, belassen Sie die Einstellung bei «Auto». Photoshop entscheidet selbst zwischen dem perspektivischen, zylindrischen oder kugelförmigen Layout, je nachdem welche Wahl eine bessere Komposition ergibt. Sie können wählen, ob Sie einzelne Dateien oder einen Ordner in Photoshop laden wollen. Haben Sie einen eigenen Ordner für die Einzelaufnahmen erstellt, können Sie diesen hier auswählen.

Nachdem Sie sich entschieden haben, ob Sie Dateien oder einen Ordner hinein laden, klicken Sie auf «Durchsuchen». Wählen Sie nun den beliebigen Ordner oder alle Dateien aus, die zu dem Panorama gehören.

Photoshop Screenshot – Photomerge

Im unteren Bereich des Fensters finden Sie noch weitere Optionen, wie «Bilder zusammen überblenden», «Vignettierung entfernen», «Korrektur der geometrischen Verzerrung» und «Inhaltsbasierte Füllung für transparente Bereiche». In unserem Beispiel nutzen wir die Option «Bilder zusammen überblenden». Photoshop findet hier die optimalen Grenzen zwischen den Bildern, bildet passende Übergänge und passt die Einzelbilder farblich aufeinander ab.

Mit einem abschliessenden Klick auf «OK» beginnt Photoshop die Aufnahmen zusammenzufügen. Nach einer kurzen Wartezeit wird Ihnen auch schon das Panorama angezeigt.

Photoshop Screenshot – Automatisch erstelltes Panorama

Durch das Zusammenfügen der einzelnen Fotos entstehen unförmige Aussenkanten des Panoramas. Diese können Sie durch das Beschneiden der Aufnahme ganz leicht entfernen.

Beschneiden Sie die Aufnahme soweit bis keine transparenten Flächen mehr zu sehen sind.

Photoshop Screenshot – Darstellung des Übergangs einer Panoramaaufnahme.

Durch das Zusammenfügen der einzelnen Fotos entstehen unförmige Aussenkanten des Panoramas. Diese können Sie durch das Beschneiden der Aufnahme ganz leicht entfernen.

Beschneiden Sie die Aufnahme soweit bis keine transparenten Flächen mehr zu sehen sind.

Ergebnis – Panorama aus Einzelbildern

Und schon ist Ihr hochauflösendes Panorama aus einzelnen Aufnahmen fertig.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Bild, das eine Hälfte simulierten HDR-Look zeigt

Photoshop: HDR-Look künstlich erzeugen

High Dynamic Range Aufnahmen, kurz HDR, sind Fotos mit einem sehr hohen Dynamikumfang. Diese sind durch ihre starken Kontraste und die enormen Helligkeitsunterschiede besonders prägnant und auffällig.

Der Dynamikumfang eines HDR-Bildes übersteigt die Möglichkeiten einer Kamera, weshalb HDR-Bilder in der Fotografie mit Hilfe von Belichtungsreihen aufgenommen werden. Die unterschiedlich belichteten Aufnahmen werden im Nachhinein übereinandergelegt, um die starken Konturen, die durch den erhöhten Kontrast entstehen, ins Bild zu bringen.

Aber auch ohne eine Belichtungsreihe lässt sich in der Nachbearbeitung der HDR-Effekt erzeugen. Hier finden Sie eine Anleitung wie Sie den HDR-Effekt in Ihren Aufnahmen simulieren.

HDR-Look Schritt für Schritt mit Photoshop

Eine solche Nachbearbeitung ist grundsätzlich auch mit einem JPEG-Format möglich und trotzdem empfiehlt es sich immer, im RAW-Format aufzunehmen und auch diese Datei für die Fotobearbeitung zu nutzen.

Für die nachträgliche Erzeugung des HDR-Look benötigen Sie nur ein einziges Tool, in dem Sie alle Einstellungen für diese Nachbearbeitung finden. Öffnen Sie in der oberen Menüleiste den Reiter «Bild» und wählen Sie die Option «Korrekturen». In diesem Kontextmenü finden Sie die Funktion «HDR-Tonung».

Photoshop Screenshot: Pfad in Photoshop zur Funktion «HDR-Tonung»

Anschliessend öffnet sich ein neues Fenster. Dort finden Sie unterschiedliche Einstellungsbereiche wie «Leuchtkonturen», «Farbton und Detail», «Erweitert» und «Toning-Kurve und Histogramm».

Schritt 1: Verstärken der Leuchtkonturen

Bereits durch das Öffnen der Funktion «HDR-Tonung» wird das Bild durch die Voreinstellung etwas heller. Mit dem Einstellungsbereich «Leuchtkonturen» können bereits die Konturen des Fotos etwas herausgearbeitet werden. Dazu sollten Sie sowohl den Regler «Radius» als auch «Stärke» nach rechts bewegen. In unserem Beispiel wurde für den Radius eine Grösse von 150 Pixel und Stärke im Wert von 1,5 gewählt. Im Vergleich zu vorher ist zu erkennen, dass die Konturen etwas mehr strahlen und dadurch stärker herausstechen.

Vergleich der stärkeren Leuchtkonturen mit dem Originalbild

Schritt 2: Betonen der Mittenkontraste

Im nächsten Schritt steht die Betonung der Mittelkontraste im Fokus. Im Menü der «HDR-Tonung» können Sie diese im Bereich «Farbton und Detail» beeinflussen. Stellen Sie dazu «Gamma» auf 0,7 und «Belichtung» auf 0,3. Die Aufnahme wird dadurch reicher an Farbe. Erhöhen Sie anschliessend den Wert «Detail» drastisch auf 150 Prozent, um die Mittenkontraste stark zu betonen. Für einen noch stärkeren Effekt können Sie den Wert «Detail» auch auf 200, 250 oder höher stellen.

Vergleich der erhöhten Mittenkontraste mit dem vorherigen Bearbeitungsschritt

Schritt 3: Korrigieren von Sättigung und Dynamik

Der Einstellungsbereich «Erweitert» beherbergt vier Regler zu den Tiefen, den Lichtern, zur Dynamik und der Sättigung. Die Regler «Tiefen» und «Lichter» bleiben zunächst unberührt. Allerdings können Sie diese bei Bedarf jederzeit verwenden. Die Tiefen regeln die dunklen Töne im Bild und machen diese heller oder dunkler, je nach dem in welche Richtung Sie den Regler bewegen. Der Regler «Lichter» steuert die hellen Töne.

Setzen Sie nun die «Dynamik» auf 80 Prozent hoch, um mehr farbliche Brillanz in Ihr Foto zu bringen. Die Sättigung können Sie wie in der Voreinstellung bei 20 Prozent belassen. Nach diesen 3 Schritten erhalten Sie bereits ein farbenprächtiges Foto mit starken, auffallenden Konturen und Kontrasten. An diesem Punkt könnte Ihr Foto mit HDR-Effekt bereits fertig sein.

Ergebnis nach dem dritten Bearbeitungsschritt «Sättigung und Dynamik»

Schritt 4: Den HDR-Effekt verstärken

Sollte Ihnen der bislang entstandene Effekt nicht ausreichen und Sie möchten ein noch kontrastreicheres Bild, dann sollten Sie den vierten und letzten Einstellungsbereich der Funktion «HDR-Tonung» verwenden. Mit Hilfe der im Histogramm eingetragenen Toning-Kurve können Sie ganz einfach den Kontrast noch weiter erhöhen.
Setzten Sie dazu auf der geraden Linie zwei Punkte. Den ersten unterhalb und den zweiten oberhalb der Mitte. Ziehen Sie den unteren Punkt etwas nach unten und den oberen weiter nach oben, um mehr Kontraste in der Aufnahme zu schaffen.

Photoshop Screenshot: Fenster der HDR-Tonung und Anzeige der Toning-Kurve und Histogramm

Sie können den Verlauf der Kurve solange variieren, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Zum Abschluss schliessen Sie die Funktion «HDR-Tonung» mit einem Klick auf «Ok» und speichern Sie Ihr Ergebnis ab.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Eine Aufnahme halb Tag halb Nacht

Photoshop: Tag in Nacht verwandeln

Die Nachbearbeitung von Fotos ist ein grosser Bestandteil in der Fotografie. Dabei ist es nicht immer nur das Ziel, die Aufnahme zu optimieren. Fotobearbeitungsprogramme wie Photoshop machen es möglich, einem Bild eine ganz neue Wirkung und Aussage zu verleihen. Eine Möglichkeit ist es, Aufnahmen, die am Tag geschossen wurden, in düstere und mystische Nachtaufnahmen zu verwandeln.

In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Aufnahme nicht nur in eine nächtliche Stimmung versetzen, sondern auch, wie Sie erloschene Lichtquellen zum Leuchten bringen.

Eine nächtliche Stimmung erzeugen

Um eine Tageslichtaufnahme in eine Nachtaufnahme zu verwandeln, ist der erste Schritt, dem Foto eine nächtliche Stimmung zu verleihen. Öffnen Sie hierfür bestenfalls die RAW-Datei Ihrer Aufnahme in Photoshop. Durch die vielen Bildinformationen der RAW-Datei ist eine detaillierte Bearbeitung möglich. Sollten Sie das Foto nicht in RAW aufgenommen haben, können Sie für die Bearbeitung auch die JPEG-Datei verwenden. Jedoch müssen Sie in der Nachbearbeitung mit qualitativen Einbussen rechnen.

Für die Erzeugung der Nachtstimmung werden verschiedene Einstellungsebenen benötigt. Diese lassen sich unter dem Ebenenbedienfeld mit einem Klick auf den schwarzweiss-geteilten Kreis oder unter dem Reiter Korrekturen über dem Ebenenbedienfeld öffnen.

Photoshop Screenshot – Öffnen einer Einstellungsebene

Zuerst sollte die Einstellungsebene «Helligkeit/Kontrast» gewählt werden. In dieser befinden sich zwei Regler, die zum einen die Helligkeit, und zum anderen den Kontrast regeln. Setzen Sie den Kontrast herab, indem Sie den Regler ganz nach links auf minus 50 bewegen. Die Helligkeit des Bildes bleibt vorerst unberührt.

Die zweite Einstellungsebene regelt den Farbton und die Sättigung Ihrer Aufnahme. Da sowohl der Kontrast als auch die Sättigung bei Nachtaufnahmen nicht sehr ausgeprägt sind, wird auch diese herabgesetzt. Wie stark die Sättigung herabgesenkt wird, hängt von jedem Bild selbst ab. Ist die Aufnahme sehr farbenfroh und kontrastreich, muss die Sättigung sehr stark gesenkt werden. Bei Fotos die von Haus aus weniger Farbenvielfalt bieten, kann bereits eine leichte Korrektur ausreichen. Stellen Sie die Sättigung insoweit herab, bis die Farben noch schwach erkennbar sind. In diesem Fall wird die Sättigung auf einen Wert von minus 30 gesetzt. Öffnen Sie nun die Einstellungsebene «Gradationskurve». Setzen Sie im Koordinatensystem zwei Punkte unterhalb der geraden Linie, um eine Kurve erhalten, die sich zur x-Achse hinbewegt.

Photoshop Screenshot: Verlauf der Gradationskurve

Sie sehen den neuen Verlauf der Gradationskurve, nachdem Sie Ihre zwei Punkte ausgewählt haben.

Durch die Veränderung der Kurve wird die Helligkeit und nochmals der Kontrast der Aufnahme verändert. Gefällt Ihnen das erzielte Ergebnis noch nicht, lassen sich die gesetzten Punkte im Koordinatensystem jederzeit verändern. Nach den ersten drei Einstellungsebenen ist die Aufnahme wesentlich dunkler geworden. Diese wirkt allerdings noch nicht wie eine Nachtaufnahme.

Um dem Bild den typischen Look einer Nachtaufnahme zu verleihen, wählen Sie als vierte und letzte Einstellungsebene in diesem Bearbeitungsschritt die Option «Fotofilter». Entfernen Sie in den Einstellungen den Haken bei «Luminanz erhalten» und wählen Sie die Funktion «Farbe». Mit einem Klick auf das farbige Viereck, erscheint ein neues Fenster, in dem eine neue Farbe ausgewählt werden kann. Für die Optik einer Nachtaufnahme empfiehlt sich ein tiefes, kräftiges Blau. Um den Effekt zu verstärken, sollte die Dichte auf 80 bis 90 Prozent erhöht werden.

Vergleich von Originalaufnahme und Zwischenstand der Bearbeitung

Vergleich – links ist die Aufnahme nach den vier Einstellungsebenen zu sehen und rechts die Originalaufnahme

Der grosse Vorteil an Einstellungsebenen ist, dass sich diese jederzeit verändern lassen. Dadurch ist es möglich, den Kontrast, die Helligkeit oder auch die Sättigung im Nachhinein zu ändern.

Für einen besseren Überblick im Ebenenbedienfeld sorgt die Erstellung von Gruppen. Markieren Sie die vier Einstellungsebenen, die für die Nachtstimmung benötigt wurden, um diese mit dem Befehl «Strg+G» bei Windows oder «ctrl+G» bei Mac zu einer Gruppe zu vereinen. Mit einem Doppelklick auf die Gruppe können Sie diese Gruppe umbenennen, beispielsweise in Nachtstimmung oder Nachteffekt.

Den Himmel nachdunkeln

In der Beispielaufnahme verfügt der Himmel über viele Wolken, wodurch dieser selbst nach der Abdunklung noch sehr hell wirkt. Mit der Pipette und einem grossen, weichen Pinsel lässt sich dies schnell beheben.

Erfassen Sie mit der Pipette die Farbe des Himmels. Achten Sie darauf, dass die Hintergrundebene ausgewählt wurde. Wurde der Blauton des Himmels erfasst, sollte das Pinselwerkzeug ausgewählt werden. Nehmen Sie dazu einen recht grossen Pinsel, der die Fläche des Himmels zu grossen Teilen abdeckt, um viele kleine Pinselstiche zu verhindern. Die Deckkraft und der Fluss des Pinsels sollten einen kleinen Wert haben, damit der Effekt natürlich bleibt. Klicken Sie nun mit dem Pinsel über die gewünschten Flächen. Durch mehrmaliges Klicken, anstatt die Maustaste zu halten und zu ziehen, tupfen Sie die Farbe über die Wolken. Durch das Tupfen entsteht eine gewisse Unregelmässigkeit, wodurch der Effekt natürlicher wirkt.

Mit diesem einfachen Tipp können Sie den Himmel ganz einfach an die Nachtstimmung des Bildes anpassen.

Vergleich vorher und nachher mit abgedunkeltem Himmel

Vergleich – links mit abgedunkeltem Himmel und rechts ohne

Die Strassenlaternen zum Leuchten bringen

Selbst in der Nacht leuchten in den Strassen und Gassen diverse Strassenlaternen und Leuchtreklamen. Diese gilt es, nun zum Leuchten zu bringen.

Duplizieren Sie dazu die Hintergrundebene und fügen Sie eine Ebenenmaske hinzu. Klicken Sie dazu auf das Maskensymbol unter dem Ebenenbedienfeld. Nach dem Erstellen der Ebenenmaske sollte diese automatisch ausgewählt sein. Färben Sie anschliessend mit «Strg+I» bei Windows oder «ctrl+I» bei Mac die Ebenenmaske schwarz ein. Die schwarze Einfärbung auf der Ebenenmaske macht die Kopie des Hintergrundes unsichtbar.

Lassen Sie die Markierung auf der Ebenenmaske und wählen Sie einen weichen Pinsel mit der Farbe Weiss. Stellen Sie eine Deckkraft von 70 Prozent und einen Fluss von 10 Prozent ein. Mit dem weissen Pinsel können Sie verschiedene Bereiche Ihres Originalfotos wieder sichtbar machen. Die Originalfarben des Fotos werden an Stellen benötigt, an denen Lampen oder Laternen leuchten und dadurch Hauswände und andere Gegenstände anstrahlen.

Zeichnen Sie mit dem Pinsel vorsichtig um alle Lichtquellen, die sich auf dem Foto befinden. Eine bestimmte Stelle wird umso heller, je öfter Sie mit dem Pinsel darüber gehen. Achten Sie dabei auf einen natürlichen Verlauf. Mit nur wenigen Klicks wird es Ihnen gelingen, der Nachtaufnahme Leben einzuhauchen. Sollten Sie zu viel des Originalfotos ans Licht gebracht haben, können Sie dies mit einem schwarzen Pinsel korrigieren.

Anschliessend wird erneut eine Einstellungsebene «Fotofilter» hinzugefügt. Mit einem Klick auf das Schnittmaskensymbol stellen Sie sicher, dass sich die Einstellungsebene nur auf die darunterliegende Ebene und nicht auf die Hintergrundebene bezieht.

Photoshop Screenshot – Schnittmaskensymbol

Setzen Sie diesmal einen Haken bei «Luminanz erhalten» und wählen Sie bei Filter den «Warmfilter», da Strassenlaternen in der Regel ein warmes Licht erzeugen. Stellen Sie die Dichte auf 50 bis 60 Prozent. Bei Leuchtmitteln in anderen Farben können Sie die Funktion «Farbe» nutzen, um die gewünschte Farbe einzustellen.

Durch die vorherigen Schritte werden zwar die Wände angestrahlt, aber das Leuchtmittel selbst leuchtet noch nicht. Um dieses zum Strahlen zu bringen, müssen die Flächen der Lampen ausgewählt werden. Die Glasscheiben altmodischer Laternen sind meist viereckig, wodurch sich das Polygon-Lasso empfiehlt. Beginnen Sie mit der Auswahl der ersten Lampe. Wechseln Sie anschliessend in den Auswählen-und-Maskieren-Modus, um problemlos weitere Flächen in die Auswahl aufzunehmen. Wurden alle Flächen markiert, beenden Sie den Modus mit einem Klick auf «Ok».

Markieren Sie erneut die Hintergrundebene und fügen Sie die Auswahl durch «Strg+J» bei Windows oder «ctrl+J» bei Mac als neue Ebene ein. Ziehen Sie die neue Ebene ans Ende, wodurch die ursprüngliche Farbe Ihres Originalbildes wieder zum Vorschein kommt.

Mit einem Doppelklick auf die neue Ebene erscheint ein externes Fenster namens Ebenenstil. Wählen Sie die Option «Schein nach aussen». Bei der Einstellung «Füllmethode» sollte weiches Licht eingestellt werden. Zudem sollte die Deckkraft und das Rauschen erhöht werben. Bei Farbe muss ein Farbton ausgewählt werden, der zu den angestrahlten Flächen an den Wänden passt. Variieren Sie zusätzlich die Einstellungen «Überfüllen» und «Grösse».

Photoshop Screenshot – Einstellungen zum Ebenenstil «Schein nach aussen»

Nachdem die Laternen leuchten, müssen nur noch die Scheiben der Farbe des Lichtes angepasst werden. Nutzen Sie hierfür erneut eine Einstellungsebene «Fotofilter», um einen Orangeton auszuwählen.

Endergebnis ist eine künstlich erzeugte Nachtaufnahme

Nach diesem letzten Schritt ist die Nachtaufnahme fertig. Das Originalbild ist kaum wiederzuerkennen und die Menschen im Hintergrundsind durch die Dunkelheit auch so gut wie verschwunden.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Ergebnis – Teedosen vor einem ebenen, glatten Hintergrund

Photoshop: Einen glatten Hintergrund erzeugen

In der Produkt- oder Portraitfotografie werden meist sehr reduzierte Hintergründe verwendet, um das Motiv bestmöglich in den Fokus zu stellen. Hierfür eignen sich einfarbige, glatte Hintergründe am besten.

In den eigenen vier Wänden bieten sich für solche Aufnahmen einfarbige meist sogar weisse Wände oder Laken als Hintergrund an. Da die meisten Wände Strukturen haben und Laken schnell Falten schlagen, ist es jedoch schwer einen zu 100 Prozent ebenen Hintergrund zu schaffen. Wie Sie diese Flächen in der Nachbearbeitung glätten, zeigen wir Ihnen hier.

Auswahl des Hintergrundes

In unserem Beispiel wurden zwei Teedosen vor einer weissen Raufaserwand fotografiert. Der Untergrund ist glatt weiss. Um die Bildwirkung zu verbessern, ist es das Ziel den Hintergrund an den glatt weisen Boden anzupassen.

Tipp: Bei kleinen Objekten bietet ein Blatt weisses Papier einen sehr guten glatten Untergrund, an welchen Sie den Hintergrund anpassen können.

Um den unebenen Hintergrund anzugleichen, sollten Sie diesen in Photoshop auswählen. Nutzen Sie hierfür das Schnellauswahlwerkzeug in der linken Menüleiste. Zur Prüfung der Auswahl, kann der Auswählen-und-Maskieren-Modus verwendet werden.

Screenshot Photoshop – Teedosen und Untergrund ausgewählt

In der Einstellung «Überlagerung» ist besonders gut zu erkennen, welche Bereiche des Bildes ausgewählt wurden. Alle rot angezeigten Flächen wurden nicht ausgewählt. Eine weitere Möglichkeit zur Kontrolle bietet die Einstellung «Zwiebelschicht». In dieser werden die nicht ausgewählten Bereiche komplett ausgeblendet.

Screenshot Photoshop – Modus «Zwiebelschicht» zur Kontrolle der Auswahl

In dieser Abbildung wird die Auswahl in der Zwiebelschicht des Auswählen-und-Maskieren-Modus angezeigt.

Nutzen Sie die im Auswählen-und-Maskieren-Modus vorhandenen Werkzeuge, um Ihre Auswahl zu optimieren. Eine exakte Auswahl ist in der Nachbearbeitung besonders wichtig, weshalb Sie sich für diesen Bearbeitungsschritt etwas Zeit nehmen sollten.

Kehren Sie anschliessend die Auswahl um und setzen Sie einen Haken bei «Farben dekontaminieren», um das Motiv zusammen mit dem Vordergrund als neue Ebene zu speichern. Den Vorgang schliessen Sie mit einem Klick auf «Ok» ab.

Screenshot Photoshop – Auswahl umkehren und Farben dekontaminieren

Sie gelangen nun zurück in das normale Bearbeitungsmenü von Photoshop. Sichtbar ist nur die neu erstellte Ebene. Schalten Sie die Hintergrundebene, die automatisch in «Ebene 0» umbenannt wurde, hinzu.

Hintergrund an den Untergrund anpassen

Auf dieser Ebene findet der nächste Bearbeitungsschritt statt. Um die Ebene 0 bearbeiten zu können, muss diese ausgewählt sein. Klicken Sie dazu auf die Miniatur-Abbildung Ihres Fotos in der Ebene. Die Miniatur-Abbildung wird dadurch weiss umrahmt. Als nächstes wird das Pipetten-Werkzeug benötigt. Wählen Sie damit die Farbe des Untergrundes aus, um den unebenen Hintergrund anzugleichen. Anschliessen kann der Hintergrund durch das Pinsel- oder Rechteckwerkzeug mit der ausgewählten Farbe gefüllt werden.

Screenshot Photoshop – Hintergrund in der Farbe des Untergrunds ausmalen

Durch die neue Ebene, die im Vorfeld erstellt wurde, liegt das exakt ausgeschnittene Motiv nochmals über der Hintergrundebene. Dadurch müssen Sie beim anpassen des Hintergrundes nicht darauf achten, dass Sie das Motiv ebenfalls weiss malen. Nachdem der komplette Hintergrund mit der ausgewählten Farbe eingefärbt wurde, kann es dennoch passieren, dass es zu ungewollten unsauberen Übergängen kommt.

Screenshot Photoshop – Ebenen zusammenfügen

Um diese zu beheben, sollten Sie zuerst die beiden Ebenen miteinander verbinden. Mit einem Rechtsklick auf die obere Ebene öffnet sich ein Kontextmenü. In diesem befindet sich die Option «Mit darunter liegender auf eine Ebene reduzieren».

Durch das Zusammenfügen der Ebenen können Sie nun mit dem Pinsel den Übergang manuell korrigieren. Durch die vorherige Wahl des zu bearbeitenden Bereichs mit einem Auswahlwerkzeug kann das Motiv von der Bearbeitung geschützt werden. Ziehen Sie mit einem weichen Pinsel in der Farbe des Hintergrundes über den Übergang. Achten Sie darauf, dass der natürliche Schatten des Objektes beibehalten wird.

Ergebnis – Teedosen vor einem ebenen, glatten Hintergrund

Wurden alle Übergänge und farblichen Fehler korrigiert, sollte Ihr Motiv vor einem glatten, ebenen Hintergrund stehen. Diese Vorgehensweisen kann ebenfalls bei andersfarbige Untergründen angewendet werden.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Collage aus zwei angewendeten Filtern

Photoshop: Der Einsatz von Filtern in der Nachbearbeitung

Das Fotobearbeitungsprogramm Photoshop bietet unter seinen zahlreichen Funktionen auch eine grosse Bandbreite an Filtern. Durch die Verwendung solche Filter ist es möglich, Fotos nicht nur zu retuschieren und korrigieren, sondern auch ganz spezielle und künstlerische Effekte zu erzeugen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die Auswahl der Filter in Photoshop geben und stellen Ihnen zwei sehr hilfreiche und umfangreiche Filter genauer vor.

Der Aufbau des Filtermenüs

Wird in der oberen Menüleiste von Photoshop der Reiter «Filter» gewählt, erscheint dessen Kontextmenü. Dieses ist durch graue Linien in fünf Bereiche unterteilt.

Screenshot Photoshop – Unterteilung des Filterkontextmenüs

Als erster Bereich wird die Funktion «letzter Filter» durch eine Trennlinie von den anderen abgegrenzt. Wie der Name der Anwendung bereits verrät, können Sie über diese Funktion schnell und einfach Ihren zuletzt gewählten Filter erneut anwenden.

Der zweite Bereich beinhaltet ebenfalls nur eine Funktion – Die Funktion «Für Smartfilter konvertieren». Durch diese Funktion wird Ihre Aufnahme in ein Smartobjekt umgewandelt, wodurch das Originalfoto in Photoshop gespeichert und somit verankert wird. Legen Sie anschliessend einen oder mehrere Filter über Ihr Foto, werden diese zwar angewendet jedoch nicht fest mit dem Original verbunden. Dadurch ist es möglich alle angewendeten Filter im Nachhinein zu ändern oder zu entfernen. Folglich ist es ratsam diese Funktion immer vor der Anwendung von Filtern zu aktivieren.

Der dritte und in der Abbildung blau gekennzeichnete Bereich beinhaltet Filter, die relativ neu zu Photoshop hinzugekommen sind. Dabei handelt es sich überwiegend um Filter, die in ihrer Anwendung ein wenig komplexer sind. Dazu gehören zum Beispiel die Filtergalerie und der Camera-Raw-Filter. Bei der Verwendung dieser Filter öffnet sich ein externes Fester, in dem sich mehrere Einstellungsmöglichkeiten befinden, um den Filter nach den eigenen individuellen Vorstellungen anpassen zu können.

Im vierten Bereich finden Sie die Filter, die es schon lange Zeit bei Photoshop gibt. Diese wurden zum Teil verbessert und überarbeitet. Durch einen kleinen Pfeil lassen sich weitere Unteroptionen zu den einzelnen Filtern im Kontextmenü anzeigen. Diese Filter werden durch den blossen Klick auf die Anwendung ausgeführt, es öffnet sich hier kein externes Fenster.

Der sechste Bereich des Filtermenüs eröffnet Ihnen die Möglichkeit online nach weiteren Filtern zu suchen, falls Ihnen die Auswahl in Photoshop nicht ausreicht.

Besonders umfangreiche Filteranwendungen

Wie bereits erwähnt befinden sich im dritten Bereich des Filterkontextmenüs, die neueren Filteranwenden. Für deren Anwendung öffnet sich ein neues Fenster, in dem sich eine grosse Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten befindet. Für einen besseren Überblick möchten wir Ihnen ein paar ausgewählte Filter vorstellen.

Die Filtergalerie

In dem externen Fenster der Filtergalerie wird Ihnen Ihr Foto zunächst in einer 100-Prozent-Darstellung angezeigt. Je nach Auflösung Ihrer Aufnahme können 100 Prozent zu viel sein, um Ihr Foto vollständig zusehen. Wählen Sie unten links im Fenster eine kleinere Prozentzahl, um das Foto ganz auf dem Bildschirm zu sehen. In dieser Darstellung lässt sich am besten erkennen, wie der Filter auf dem Foto wirkt.

Sreenshot Photoshop – Öffnen der Filtergalerie

Zudem wird beim öffnen der Filtergalerie immer der Filter zuerst angewendet, welchen Sie zuletzt verwendet haben. In diesem Beispiel ist es der Buntglas-Mosaik-Filter. Rechts neben Ihrer Aufnahme finden Sie eine grosse Auswahl an sehr künstlerischen und kreativen Filtern. Diese sind nochmal in verschiedene Rubriken unterteilt wie Kunstfilter, Malfilter, Stilisierungsfilter, Strukturierungsfilter, Verzerrungsfilter und Zeichenfilter.

Klicken Sie sich durch die verschiedenen Filter, bis Sie einen passenden Effekt gefunden haben. In diesem Beispiel wurde der Filter «Buntstiftschraffur» in der Kategorie Kunstfilter gewählt. Mit diesem Filter erhält Ihre Aufnahme mit nur einem Klick die Optik einer Zeichnung. Rechts neben der Auswahl der Filter befindet sich ein weiteres Feld, in dem weitere Einstellungsmöglichkeiten für den Feinschliff zur Verfügung stehen. Diese Einstellungen variieren je nach Wahl des Filters.

Screenshot Photoshop – Anwenden des Buntstiftschraffur-Filters

Um die Wirkung der Zeichnung zu verbessern, können Sie die Regler Strichstärke, Druck und Papierhelligkeit anpassen. Wie kräftig die Zeichnung dargestellt werden soll, bestimmen die beiden Regler Strichstärke und Druck. Damit die Farben der Zeichnung gut zu Geltung kommen, ist es ratsam die Papierhelligkeit hoch einzustellen. Wird der Regler bis zum Anschlag nach rechts bewegt, erhalten Sie für Ihre Zeichnung einen weissen Untergrund.

Der Camera-Raw-Filter

Ein weiterer sehr wichtiger und oft verwendeter Filter ist der Camera-Raw-Filter. Dieser macht es möglich schnell und einfach das Bild für weitere Bearbeitungsschritte zu optimieren. Bei den Grundeinstellungen des Camera-Raw-Filters können Sie mit Reglern wie Kontrast, Lichter, Tiefen die Belichtung korrigieren. Zudem können Farbtemperatur, Klarheit und Dynamik der Aufnahme angepasst werden.

Screenshot Photoshop – Anwendung des Camera-Raw-Filters

Neben den Grundeinstellungen finden sich im Camera-Raw-Filter noch viele weitere Einstellungsmöglichkeiten. So können der Farbton, die Sättigung und die Luminanz verschiedener Farben genau bestimmt werden. Selbst Funktionen wie die Objektivkorrektur sind im Camera-Raw-Filter zu finden. Diese ist jedoch auch detaillierter über einen eigenen Filter möglich.

Fazit

Das Spektrum an Filtern in Photoshop ist sehr gross und bietet Ihnen zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten, die leicht umzusetzen sind. Mit der Hilfe des Camera-Raw-Filters können Sie Ihre Aufnahmen leicht optimieren und diese somit für weitere Nachbearbeitungsschritte vorbereiten. Für eine besonders kreative Bildwirkung bietet Ihnen die Filtergalerie zudem eine grosse Auswahl an Effekten.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Ausprobieren!

Aufnahme einer Tasse mit künstlichem Bokeh-Effekt

Photoshop: Der künstliche Bokeh-Effekt

Der Begriff «Bokeh» ist japanisch und bedeutet unscharf und verschwommen. In der Fotografie wird dieser Begriff verwendet, um die Ästhetik der unscharfen Bildbereiche einer Aufnahme zu beschreiben. Bezogen auf die Bildwirkung, hilft der Bokeh-Effekt dabei, das Hauptmotiv der Aufnahme richtig zur Geltung zu bringen.

Dieser Effekt wird durch eine weit geöffnete Blende erzeugt, die die Schärfentiefe des Bildes geringhält. Lassen die Gegebenheiten des Objektivs keinen oder einen nicht ausreichenden Unschärfe-Effekt zu, kann dieser auch im Nachhinein mit Photoshop erzeugt werden. Wir zeigen Ihnen wie.

Unschärfe im Hintergrund erzeugen

Zu Beginn der Bearbeitung sollten Sie das Hauptmotiv Ihrer Aufnahme vor allen zukünftigen Bearbeitungsschritten schützen. Wählen Sie hierzu das Schnellauswahl-Werkzeug in der linken Seitenleiste.

Screenshot Photoshop – Objekt mit Schnellauswahl-Werkzeug auswählen

Wurde das Objekt grob umrandet, kann der «Auswählen-und-maskieren–Modus» genutzt werden, um die Auswahl zu verfeinern. Nutzen Sie die Ansicht «Überlagerung». Dadurch werden alle nicht ausgewählten Flächen rot dargestellt. Anschliessend können Sie mit dem Pinsel, dem «Schnellauswahl-Werkzeug» oder dem «Kante-verbessern-Pinselwerkzeug» Ihr Objekt klar definieren. Sind Sie mit der Auswahl zufrieden, können Sie den «Auswählen-und-maskieren–Modus» verlassen.

Screenshot Photoshop: «Auswahl umkehren» auswählen

Durch die Auswahl des Objektes, würden sich nun alle weiteren Bearbeitungsschritte auf den ausgewählten Bereich beziehen. Das Ziel ist es jedoch, das ausgewählte Objekt unangetastet zu lassen. Um alles, ausser dem Objekt auszuwählen, gehen Sie im Menü auf den Reiter «Auswahl» und im Kontextmenü auf «Auswahl umkehren».

Screenshot Photoshop: Im Filtermenü unter der Weichzeichnergalerie Tilt-Shift wählen

Wurde die Auswahl umgekehrt, kann nun der Filter «Tilt-Shift» angewendet werden. Diesen finden Sie im Menü Filter unter der Weichzeichnergalerie.

Der «Tilt-Shift-Filter» besteht aus einem Kreis, zwei durchgezogenen und zwei gestrichelten Linien. Die beiden durchgezogenen Linien kennzeichnen den Bereich, der nicht weichgezeichnet wird. Zwischen den durchgezogenen Linien und den gestrichelten Linien wird ein Übergang von scharf zu unscharf geschaffen.

Screenshot Photoshop – Tilt-Shift anwenden und richtig positionieren

Positionieren Sie zu Beginn den Kreis auf Ihrem Objekt. Durch die weisse Füllung des Kreises wird die Stärke der Weichzeichnung angegeben. Diese lässt sich durch die Bewegung des Kreises oder durch den Regler in den Einstellungen des Weichzeichner-Werkzeuges verändern. Es ist sinnvoll den Weichzeichner-Effekt direkt zu Beginn zu erhöhen, um die Wirkung der umpositionierten Linien besser zu erkennen.

Richten Sie die Linien an Ihrem Bild aus. In diesem Beispiel ist eine Weichzeichnung unterhalb des Objektes nicht gewünscht, weshalb die unteren Linien über den Bildrand hinausgeschoben werden.

Screenshot Photoshop – Blendenflecken erzeugen durch die Erhöhung der Bokeh-Lichter

Abgesehen von den Weichzeichnungsbereichen, können in den Einstellungen des Weichzeichner-Werkzeuges weitere Änderungen vorgenommen werden. So ist es möglich, durch die Bewegungen der Regler «Bokeh-Lichter» und «Helligkeitsbereich», Blendenflecken zu erzeugen und somit den Bokeh-Effekt zu verstärken.

Zwischenergebnis – unscharfer Hintergrund mit leichtem Blendenflecken-Effekt

Das linke Bild wurde mit einer 50mm Festbrennweite, einer weit geöffenten Blende und einer kurzen Belichtungszeit aufgenommen. Folglich ist der Unschärfe-Effekt bereits bei der Aufnahme entstanden. Das rechte Bild zeigt den durch Photoshop entstandenen Unschärfe-Effekt.

Künstliche Blendenflecken erzeugen

Sind die Bledenflecken nicht ausreichend, die durch die Einstellungen des Weichzeichner-Werkzeuges entstanden sind, lassen sich diese ebenfalls künstlich erzeugen.

Wie im ersten Bearbeitungsschritt sollten Sie die Bereiche schützen, die nicht bearbeitet werden sollen. Wählen Sie diesmal den gesamten Vordergrund aus, da Sich die Blendenflecken nur im Hintergrund des Bildes befinden sollen.

Nutzen Sie den «Auswählen-und-maskieren-Modus» und erstellen Sie diesmal eine neue Ebene. Setzen Sie dazu im unteren Bereich der Einstellungen (rechts) einen Haken bei «Farben dekontaminieren» und wählen Sie «neue Ebene mit Ebenenmaske» aus. Benennen Sie diese in «Vordergrund» um. Markieren Sie erneut die Ebene 0 (Hintergrundebene) und erstellen Sie zwischen Hintergrund und Vordergrund eine neue Ebene. Diese heisst in diesem Beispiel «Blendenflecken».

Wählen Sie das Pinselwerkzeug aus und öffnen Sie die Einstellungen. Unter dem Reiter «Pinselform», wählen Sie einen harten, runden Pinsel und passen die Pinselgrösse Ihrem Bild an. In diesem Beispiel wird eine Pinselgrösse von 500 Pixel benötigt. Verschieben Sie den Regler «Abstand» so weit, bis Sie in der Pinselvorschau einzelne Kreise statt einer Linie sehen.

Screenshot Photoshop – Einstellungen Pinsel, Vorbereitung Blendenflecken

Wechseln Sie in den Reiter «Formeigenschaften» und erhöhen Sie den Wert «Grössen-Jitter» auf 70 bis 80 Prozent. Dieser Regler definiert den Grössenunterschied der einzelnen Kreise. Unter «Streuung» muss bei dem Kästchen «beide Achsen» ein Haken gesetzt werden und unter «Transfer» bestimmen Sie die Deckkraft der Linie beziehungsweise Kreise. Unten rechts der Pinseleinstellungen können Sie sich diese Pinselvorlage speichern. Nennen Sie sie «Bokeh» oder «Blendenflecken».

Versichern Sie sich, dass für den Pinsel die Farbe Weiss gewählt wurde und dass die Ebene «Blendenflecken» markiert ist. Malen Sie nun auf dieser Ebene, wie mit einer Linie. Halten Sie dazu den linken Mauszeiger gedrückt und bewegen Sie die Maus in geschwungenen Linien über den Bereich, in dem die Blendenflecken sein sollen.

Screenshot Photoshop – Mit Pinsel Blendenflecken auf die Zwischenebene malen

Öffnen Sie mit einem rechten Mausklick auf die Blendenflecken-Ebene das Kontextmenü und wählen Sie «In Smartobjekt konvertieren». Anschliessend wählen Sie im «Mischmodus» ineinander kopieren. Im Filter-Menü finden Sie unter der Option «Renderfilter» die Anwendung Blendenflecke, wenden Sie diese an. Sind Ihnen die Blendenflecken zu stark, können Sie ganz einfach die Deckkraft der Blendenflecken-Ebene reduzieren.

Screenshot Photoshop – Filter Blendenflecke

Erstellen Sie über der Blendenflecken-Ebene eine weitere Ebene, im Beispiel «Blendenflecken 2», und wiederholen Sie den Vorgang. Variieren Sie dabei die Deckkraft, um unterschiedlich starke Blendenflecken zu erzeugen.

Aufnahme einer Tasse mit künstlichem Bokeh-Effekt

Fazit

Hat man kein Objektiv zu Hand, mit dem sich durch eine weit geöffnete Blende ein schöner Bokeh-Effekt erzeugen lässt, kann Photoshop helfen.

Mit Hilfe der Weichzeichnungsanwendung ist es meist nicht sehr schwer, eine schöne Unschärfe im Hintergrund zu generieren. Oft reicht dieser Unschärfe-Effekt bereits aus, um die Bildwirkung positiv zu beeinflussen. Für noch etwas mehr Raffinesse kann der Hintergrund mit Blendenflecken spannender gestaltet werden.

Viel Freude beim Ausprobieren!

 

Vergleich Nachbearbeitung und Original

Photoshop: Selektive Farbänderung

Das Zusammenspiel mehrerer Farben in einer Aufnahme ist für die Bildwirkung sehr wichtig. So kann ein Element, dessen Farbe nicht mit der Umgebung harmoniert, schnell zum Störfaktor im Bild werden. Zudem kann die Farbe des Hauptmotivs ausschlaggebend für die gesamte Bildwirkung sein. Mit der Hilfe von Photoshop können Sie die Farbe eines ausgewählten Bereichs in nur wenigen Schritten ändern und so den Ausdruck des Fotos verbessern oder seine Wirkung verändern. Wie das geht, zeigen wir Ihnen hier.

Bereich auswählen

Wurde das Bild in Photoshop geöffnet, kann es sofort mit der Auswahl des zu ändernden Bildbereiches losgehen. Begonnen wird hier mit dem Schnellauswahl-Werkzeug. Fahren Sie nach der Aktivierung des Werkzeuges mit gedrückter linker Maustaste über den Bereich, dessen Farbe sich später ändern soll. In diesem Beispiel sind das alle grünen Bereiche Oldtimers auf dem Foto.

Schnellauswahl-Werkzeug in Photoshop

Für eine Änderung der Farbe sollten die grünen Bereiche des Autos so genau wie möglich ausgewählt werden. Die blosse Verwendung des Schnellauswahl-Werkzeuges reicht dabei in den meisten Fällen nicht aus. Für die exakte Auswahl gehen Sie in den Modus «Auswählen und maskieren».

Modus «Auswählen und maskieren» in Photoshop

In diesem Modus werden alle Bereiche, die Sie nicht ausgewählt haben, in Rot angezeigt. Für die weitere Bearbeitung Ihrer Auswahl stehen auch hier das Schnellauswahl-, Kante-verbessern-Pinsel-, Pinsel- und Lasso-Werkzeug zur Verfügung. Mit der Wahl des Plus oder Minus in der oberen waagerechten Leiste entscheiden Sie, ob Sie zu Ihrer Auswahl Bereiche hinzufügen oder entfernen möchten. Beginnen Sie hier mit dem Pinsel-Werkzeug. Malen Sie alle noch nicht ausgewählten Flächen, die eingefärbt werden sollen mit dem Plus aus und entfernen Sie alle Bereiche, die nicht eingefärbt werden sollen mit dem Minus.

Screenshot Photoshop – Kanten-verbessern-Pinsel-Werkzeug

Anschliessend fahren Sie mit dem Kante-verbessern-Pinsel-Werkzeug über alle Übergänge, um Ihre Auswahl nochmals zu optimieren. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, beenden Sie den «Auswählen und maskieren» Modus, indem Sie unten rechts auf «Ok» klicken.

Sie gelangen nun zurück in den normalen Bearbeitungsbereich.

Ändern der Farbe

Um die Farbe des ausgewählten Bereichs zu ändern, wird eine Einstellungsebene benötigt. Diese finden Sie unter dem schwarz-weiss geteilten Kreis im Ebenenbedienfeld. Klicken Sie auf das Symbol und wählen Sie «Farbton, Sättigung» aus.

Erstellen einer Einstellungsmaske in Photoshop

Über der Hintergrundebene erscheint nun eine Einstellungsebene mit einer Ebenenmaske. Die Maske wird als schwarzes Rechteck dargestellt, indem nur die ausgewählten Bereiche in Weiss angezeigt werden.

Änderung der Farbe in Photoshop

Über dem Ebenenbedienfeld erscheinen verschiedene Regler. Die Ausgangsposition dieser Regler liegt immer bei null. Um die Farbe des ausgewählten Bereiches zu ändern, schieben Sie den Regler «Farbton» nach rechts oder links bis Ihnen ein Farbton zusagt.

Nach der Änderung der Farbe sieht man häufig Stellen, die bei der Auswahl übersehen oder zu viel ausgewählt wurden. In diesem Beispiel wurde nicht bedacht, dass sich in den Chrom-Teilen des Autos die Farbe des Oldtimers spiegelt. Da dieser Bereich nicht mit in die Auswahl aufgenommen wurde, wird die Spiegelung in der Ausgangsfarbe wiedergegeben.

Nachbesserung der Auswahl in Photoshop

Damit der Effekt der selektiven Farbänderung so realistisch wie möglich wirkt, sollten die Spiegelungen ebenfalls an den Farbton angepasst werden. Wählen Sie einfach das Pinsel-Werkzeug und die Farbe Weiss. Fahren Sie über die Flächen, die Sie nachträglich Ihrer Auswahl hinzufügen möchten. Achten Sie darauf, dass Sie die Ebenenmaske der Einstellungsebene ausgewählt haben, um die Auswahl der Maske zu verändern.

Wurden Flächen eingefärbt, die die Originalfarbe behalten sollen, wählen Sie die Farbe Schwarz und das Pinsel-Werkzeug, um die Auswahl an dieser Stelle zu entfernen.

Sind Sie mit allen Korrekturen fertig und mit dem Ergebnis zufrieden, können Sie das Bild speichern. Nach dem Speichern des Bildes können Sie die Regler der Einstellungsebene erneut verändern und dem Element in Ihrer Aufnahme eine neue Farbe verleihen.

Die Aufnahme eines Oldtimers in vier unterschiedlichen Farben

Der grüne Oldtimer ist das Originalbild

Fazit

Die selektive Farbänderung ist ein Nachbearbeitungsvorgang in Photoshop, mit dem die Erscheinung und Wirkung eines Elements in einem Bild grundlegend verändert werden kann. So kann durch die Änderung einer Farbe im Bild eine ganz neue Bildwirkung entstehen. Die Bearbeitung erfordert ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl, aber das Ergebnis lohnt sich.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Photoshop: Anwenden von Color-Keys

Color-Keys, oder auch Selective Colors genannt, bezeichnen eine Methode der Fotonachbearbeitung, die es ermöglicht, das Augenmerk eines Bildes auf eine ganz bestimmte Stelle zu legen. Dieser Effekt wird erzeugt, indem eine farbige in eine schwarzweisse Aufnahme umgewandelt wird, aus der anschliessend nur einzelne farbige Bereiche herausgearbeitet werden. Wie dies mit Photoshop funktioniert, zeigen wir Ihnen hier.

Einfaches Herausarbeiten farbiger Segmente

Zu Beginn der Bearbeitung muss das Originalfoto in Photoshop eingefügt werden. Anschliessend wird eine neue Einstellungsebene benötigt. Diese finden Sie in der oberen Menüleiste unter dem Reiter Ebenen. Wählen Sie unter der Kategorie «Neue Einstellungsebene» die Option «Schwarzweiss».

Die Einstellungsebene «Schwarzweiss» erscheint im Anschluss im Ebenenbedienfeld über der Hintergrundebene. Diese wird in Form eines Kreises dargestellt, der in einen schwarzen und einen weissen Bereich aufgeteilt ist. Neben dem Symbol der Schwarzweiss-Einstellungsebene befindet sich die dazugehörige Ebenenmaske.

Wählen Sie die Ebenenmaske aus, um darauf die Bereiche, die farbig bleiben sollen, wieder frei zu legen. Nachdem die Maske ausgewählt wurde, wird das Pinselwerkzeug in der Farbe Schwarz benötigt. Um das gewählte Objekt so genau wie möglich auszumalen, vergrössern Sie den gewünschten Bildausschnitt.

Für die inneren Bereiche kann zu Beginn ein grösserer Pinsel verwendet werden. Für die Umrisse sollte jedoch ein kleinerer Pinsel verwendet werden, um auch die Ränder sauber farbig zu zeichnen. Gerade an den Rändern passiert es nicht selten, dass zu viel des Hintergrundes berührt wird. Kehren Sie die Farbe des Pinsels von Schwarz auf Weiss um, um die nicht gewollt farbigen Bereiche wieder in Schwarzweiss darzustellen.

Wurde das komplette Objekt ausgemalt, kann der Zoomfaktor wieder verringert werden. Erst wenn das ganze Bild zu sehen ist, lässt sich einschätzen, wie der Color-Key-Effekt bei Ihrer Aufnahme wirkt. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, kann die Aufnahme gespeichert werden.

Entdecken Sie noch Stellen, die nicht farbig oder nicht schwarzweiss sein sollten, kann jederzeit die Ebenenmaske der Schwarzweiss-Einstellungsebene ausgewählt und mit dem Pinselwerkzeug nachgearbeitet werden.

Vergleich zwischen Original und Color-Key-Effekt

Nachbearbeitungen bezüglich des Kontrasts, der Helligkeit oder der Sättigung können sowohl vor oder nach der Anwendung dieses Effekts vorgenommen werden. Diese Korrekturen erst im Nachhinein zu machen, hat den Vorteil, dass die Wirkung des neuen Bildes anschließend um einiges stärker ist.

Fazit

Der Color-Key-Effet bzw. die Anwendung der Selective Color ist eine Fotobearbeitungsmethode, die eine grosse Auswirkung auf die Bildwirkung hat. Diese Technik ist einfach und in nur wenigen Schritten umzusetzen. Dennoch ist Einfärbung des Objekts Geduld gefragt. Umso sauberer das Objekt ausgemalt wurde, desto besser wird das Endergebnis.

Viel Spass beim Ausprobieren!

 

Doppelte Belichtung – Umriss einer Frau, die aus einem Autodachfenster ihre Arme erhebt

Photoshop: Die doppelte Belichtung

Die Aufnahmetechnik der doppelten Belichtung stammt aus der Analogfotografie. Nach der Aufnahme eines Fotos wurde der Film in der analogen Kamera zurückgespult, um auf demselben Abschnitt des Films eine weitere Aufnahme zu machen. Der Negativfilm wird an dieser Stelle doppelt belichtet, wodurch sich die zwei fotografierten Motive übereinanderlegen.

In Zeiten der Digitalfotografie kann dieser Effekt mit Hilfe der Bildbearbeitung simuliert werden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den doppelten Belichtungseffekt in nur wenigen Schritten mit Photoshop erzeugen können.

Auswahl der Aufnahmen

Für die Erstellung einer doppelten Belichtung werden zwei Aufnahmen benötigt. Für die erste Aufnahme eignet sich am besten ein Umriss einer Person oder eines Objektes. Solche Aufnahmen lassen sich leicht in einer Gegenlichtsituation generieren. Durch den hohen Kontrast zwischen dem Objekt und dem Hintergrund kommt der Effekt der doppelten Belichtung besonders gut zur Geltung. Ausserdem entfällt durch die Verwendung einer Silhouette das Freistellen der Person oder des Objektes.

Als zweite Aufnahme wird ein Foto mit viel Textur benötigt. Dies kann zum Beispiel eine Landschaft oder eine Skyline sein. In unserem Beispiel haben wir die Silhouette einer Frau im Gegenlicht und ein Getreidefeld als Motive für die doppelte Belichtung verwendet.

Collage zweier Bilder – Gegenlichtaufnahme einer Frau und Fotografie eines Getreidefeldes

Bearbeitung in Photoshop

Zuerst sollte die Aufnahme mit der Silhouette in Photoshop geöffnet werden. Anschliessend lässt sich das Foto mit der Textur per Drag and Drop über die erste Aufnahme legen. Um das zweite Foto passend zu platzieren, kann die Deckkraft verringert werden. So sehen Sie besser, wie die Textur auf dem Umriss liegt. Wurde die zweite Aufnahme platziert, kann die Deckkraft wieder auf 100 Prozent gestellt werden.

Screenshot – Übereinanderlegen zweier Aufnahmen in Photoshop

Stellen Sie im zweiten Schritt sicher, dass die Ebene mit der Textur ausgewählt wurde. Dies ist daran zu erkennen, dass ein weisser Rahmen um die Ebene erscheint. Ändern Sie anschliessend den Mischmodus von «Normal» zu «Negativ Multiplizieren».

Screenshot – Negativ Multiplizieren in Photoshop

Durch den Befehl des «Negativ Multiplizieren» werden die beiden Ebenen miteinander verrechnet. In den schwarzen Bereichen, dem Umriss der Person, ist die Textur des zweiten Bildes besonders gut zu sehen. Komplett weisse Bereiche wiederum bleiben weiss.

Soll die Farbgebung des ersten Fotos nicht die Farbgebung der Textur beeinflussen, kann die erste Ebene nachträglich auf Schwarzweiss eingefärbt werden. Nutzen Sie dazu die Tastenkombination Strg + Shift + U für Windows oder Cmd + Shift + U für Mac, um das Bild zu entsättigen. Alternativ können Sie unter den Korrekturen die Option Schwarzweiss wählen.

Screenshot – Korrektur Schwarzweiss in Photoshop

Der durch die Farbgebung der ersten Aufnahme entstandene Gelbstich wurde somit beseitigt. Soll die Textur nur im Umriss und nicht im Hintergrund zu sehen sein, muss die erste Aufnahme vorab freigestellt werden. Somit befindet sich diese auf einem komplett weissen Hintergrund.

Doppelte Belichtung – Umriss einer Frau, die aus einem Autodachfenster ihre Arme erhebt

Fazit

Die vorgestellte Technik der doppelten Belichtung ist eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, zwei Aufnahmen auf eine kreative Art und Weise zu vereinen. Mit etwas mehr Aufwand lassen sich so noch viele weitere Ideen umsetzen. Zudem befinden sich im Bereich Mischmodus des Ebenenbedienfeldes weitere Modi, die dazu einladen beim Zusammenführen von zwei Aufnahmen verschiedene Effekte auszuprobieren.

Viel Spass beim Bearbeiten!