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Ein Mini-Flieger gleitet durch die Luft

Modellflugzeuge fotografieren – Tipps für ein optimales Bildergebnis

In Modellflugzeugen steckt viel Technik und Liebe zum Detail. Daher lohnt es sich, die Modelle auf eindrucksvollen Bildern festzuhalten. Besonders Modellflugzeug-Shows bietet für Fotografen eine perfekte Gelegenheit, die Mini-Flieger mit dem Objektiv einzufangen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihr Modellflugzeug am Boden und in der Luft optimal in Szene setzen.

Modellflugzeuge am Boden fotografieren

Modellflugzeuge sind präzise Meisterwerke der Technik. Dokumentieren Sie doch den Bau der Maschine fotografisch. Dabei können Sie beispielsweise weitere Bildelemente, wie z. B. Werkzeug, im Bild darstellen oder auch zeigen, wie Ihre Werkstatt ausgesehen hat. Es gibt keine falsche Bildkomposition, erlaubt ist, was gefällt!

Die Perspektive beibehalten

Um einzelne Konstruktionsschritte zu dokumentieren, nehmen Sie das Flugzeug am besten in der Totalen auf. Alternativ können Sie auch präzise Detailaufnahmen anfertigen, um auf kleinere Bestandteile aufmerksam zu machen. Fotografieren Sie das Modell immer aus der gleichen Position und Perspektive. Dadurch wirken kleinere bauliche Veränderungen am Modell auffälliger.

Auch Variationen in der Kameraeinstellung sind daher wenig empfehlenswert. Um immer wieder dieselben Einstellungen zu verwenden, sollte der manuelle Modus verwendet werden, da in diesem alle Parameter selbst eingestellt werden können. Folglich können Sie zu jeder Zeit die gleichen Einstellungen vornehmen. Für die Abbildung Ihres Modellflugzeugs in ganzer Klarheit und Schärfe, sollte eine hohe Schärfentiefe generiert werden. Um diese zu erzeugen, wird eine geschlossene Blende benötigt, also müssen Sie einen geringen Blendenwert nutzen. Durch die geschlossene Blende kann nur wenig Licht auf den Sensor gelangen, wodurch die Aufnahme unterbelichtet sein kann. Da es sich bei einem Modellflugzeug um ein stillstehendes Objekt handelt, kann eine Verlängerung der Verschlusszeit für eine ausreichende Belichtung sorgen.

Das Modell richtig belichten

Um Ihr Modellflugzeug gekonnt in Szene zu setzen, spielt die Belichtung eine wichtige Rolle. Für eine gleichmässige Ausleuchtung Ihres Modellflugzeuges bietet sich ein Lichtwürfel oder ein Lichtzelt an. So vermeiden Sie starke Reflexionen, die durch den Blitz entstehen können. Die Reflexionen führen sonst häufig zu Farbverfälschungen, was bei aufwendigen Lackierungen sehr ärgerlich sein kann.

Verwenden Sie ein Stativ, um in aller Ruhe mit Belichtungszeiten experimentieren zu können. Da sich höhere Belichtungszeiten anbieten, ist es sinnvoll, die Selbstauslöser-Funktion oder eine Fernbedienung zu nutzen. Dadurch vermeiden Sie Wackler durch den Druck des Auslösers.

Ein Modellflugzeug auf der Wiese

Fotografie nach dem Lift-off

Wenn der Flieger komplett gebaut und abgelichtet ist, wird es Zeit, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie die besten Luftaufnahmen gelingen. Egal ob Piloten mit ihren Maschinen majestätische Kreise ziehen oder waghalsige Manöver am Himmel vollführen, für das gelungene Bild gibt es auch hier einige Tipps und Tricks, die zum Erfolg führen.

Die richtige Umgebung

Bei der Fotografie von Modellflugzeugen sollten Sie unbedingt das Wetter und insbesondere die Position zur Sonne beachten. Lichtreflexionen auf den Flügeln und am Rumpf können wünschenswert sein und zur Spannung beitragen. Allerdings können diese das Bild auch leicht unkenntlich machen.

Das gilt es bei der Kameraeinstellung zu beachten

Die Qualität Ihrer Bilder können Sie mit einer optimalen technischen Ausstattung beeinflussen. Deswegen sollten Sie das Fotografieren von Mini-Flugmaschinen mit der Wahl des richtigen Objektivs beginnen. Für diese Kategorie ist es ratsam, ein Teleobjektiv zu verwenden. Teleobjektive sind Objektive ab einer Brennweite von 50 mm. Zoomobjektive mit einem grossen Brennweitenbereich wie beispielsweise 70 mm bis 300 mm bieten in Bezug auf die Entfernung des Modelflugzeuges eine grosse Flexibilität. Zudem handelt es sich bei dem Modellflugzeug nun nicht mehr um ein stillstehendes Objekt, sondern um ein bewegtes Objekt, daher kann der automatische Nachführautofokus hilfreich sein. Indem der Auslöser nur halb durchgedrückt gehalten wird, bemisst die Kamera den Abstand zum anfokussierten Objekt kontinuierlich neu und passt den Fokuspunkt an. Diese Option der Autofokus Betriebsart wird bei Canon unter dem Begriff AI Servo und bei Nikon unter AF-C geführt.

Des Weiteren ist auch die Einstellung der Belichtung, die sogenannte ISO-Empfindlichkeit, ein wichtiger Faktor. Bei Tageslicht ist in der Regel ein kleiner ISO-Wert zwischen 100 und 200 ausreichend. Die Ausnahme stellen hier sehr kurze Belichtungszeiten in Verbindung mit einer hohen Schärfetiefe also einer geschlossenen Blende dar. Da weder durch die Belichtungszeit noch durch die Blendenöffnung ausreichend Licht auf den Sensor gelangt, ist es notwendig den ISO-Wert zu erhöhen. Bei Nachtaufnahmen wird ebenfalls einer höherer ISO-Wert benötigt. Generell sollte der ISO-Wert so klein wie möglich gehalten werden, da durch eine Erhöhung Bildrauschen entstehen kann. Dieses Bildrauschen kann zu einer Verschlechterung der Bildqualität führen.

Versuchen Sie, das Modell mit der schnellsten Bildfolge und den kürzesten Belichtungszeiten einzufangen. So wirken die Modellflugzeuge wie „echte“ Maschinen in voller Aktion. Aber Vorsicht: Zu kurze Belichtungszeiten können dazu führen, dass der Propeller auf dem Bild „stillsteht“. Dadurch muss die gewünschte Unschärfe gegebenenfalls durch digitale Nachbearbeitung hinzugefügt werden.

Modellflugzeuge in Vorbereitung für eine Modellflugzeug-Schau

Blitzschnell und trotzdem eingefangen mit der Panning-Technik

Bei der Fotografie von Modellflugzeugen sind Stative häufig eher hinderlich, da der Fotograf damit sehr unflexibel ist. Erfolgversprechend ist dagegen die sogenannte Panning-Technik. Dabei schwenken Sie Ihre Kamera synchron mit dem Flieger mit. So bekommen Sie Ihr Flugmodell scharf auf den Sensor und der Hintergrund verschwimmt. Um zu einem optimalen Resultat zu gelangen, muss die Bewegung der Kamera mit dem Motiv perfekt synchronisiert werden. Das erreichen Sie, indem Sie Ihren Oberkörper gleichzeitig mit dem Flieger bewegen. Diese Methode zeigt, mit welcher Geschwindigkeit sich Ihr Flieger bewegt und erzeugt ein hohes Geschwindigkeitsgefühl auf dem Bild.

Weitere Motive ins Bild integrieren

Wie schön der Himmel auch sein mag – begrenzen Sie sich nicht nur darauf, sondern fangen Sie auch andere Motive in Ihrem Bild ein. Mit der Panning-Technik können Sie zusätzlich in Ihrem Hintergrund einen interessanten Streifen-Effekt erzielen. Dieser ist vor blauem Himmel leider nur schlecht sichtbar. Daher ist es sinnvoll, weitere Motive auf dem Bild einzufangen. Befinden sich unter dem Flugzeug beispielsweise Lichter, Lampen oder eine Stadtszene, kommen die Effekte der Panning-Technik besser zum Vorschein.

Fazit

Je nachdem in welchem Umfeld das Modellflugzeug abgelichtet werden soll, gibt es eine Menge Möglichkeiten, um das optimale Bild einzufangen. Mit der richtigen Kameraeinstellung und -perspektive schiessen Sie unvergleichliche Aufnahmen Ihres Modellflugzeuges am Boden. Aber auch am Himmel gelingen Ihnen durch die Panning-Technik einzigartige Bilder.

Hotelzimmer aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet

Fotografie von Hotelzimmern – so gelingt es

Der erste Eindruck entscheidet – und dieser geschieht, wenn es um Hotelzimmer, Pensionen und Ferienwohnungen geht, heute in der Regel online. Interessenten bewerten Hotels bzw. ganz allgemein Ferienunterkünfte dabei häufig an der Qualität Ihrer Fotos. Wirken die Räume geräumig, hell und ansprechend, werden Interessenten wesentlich wahrscheinlicher zu Gästen werden. Deshalb ist es wichtig, als Anbieter stimmige und überzeugende Fotos präsentieren zu können.

Wir zeigen Ihnen am Beispiel von Hotelzimmern, worauf es bei der Fotografie von Räumen ankommt und wie es gelingt, diese attraktiv und schmeichelnd darzustellen.

Das richtige Licht macht den Unterschied

Damit das Hotelzimmer einen attraktiven und natürlichen Eindruck erweckt, sollte bei den Aufnahmen vor allem natürliches Licht zum Einsatz kommen. Ziehen Sie die Vorhänge auf und lassen Sie die Sonne hinein. Es bietet sich auch an, die im Zimmer vorhandene Beleuchtung einzuschalten, um das Bild so zusätzlich aufzuhellen. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da sich zu stark unterscheidende oder zu dominierende Lichtquellen negativ auf die Qualität des Bildes auswirken. Für den Fall, dass die Umgebung nicht genug Licht bereithält, kann der Einsatz eines Stativs oder externer Strahler durchaus sinnvoll sein. Somit können auch niedrige ISO-Werte gewählt werden.

Vergleich eines schlecht ausgeleuchteten mit einem gut ausgeleuchteten Hotelzimmer

Auf dem rechten Bild wurde gänzlich auf den Einsatz von natürlichem Licht verzichtet, weshalb das Bild sehr künstlich und dunkel wirkt. Vor allem die Wandbeleuchtung im rechten Teil des Bildes steht hier zu stark im Vordergrund und lenkt dadurch vom restlichen Bildinhalt ab. Auf dem linken Bild wurde, zusätzlich zu der Raumbeleuchtung, das verfügbare Tageslicht gut mit in das Foto eingearbeitet. Das Foto wirkt dadurch insgesamt aufgeräumter und einladender.

Bei der Fotografie von Hotelzimmern empfiehlt es sich generell, die warmen Farben des Interieurs herauszuarbeiten, um den Interessenten einen gemütlichen Eindruck vom Zimmer zu vermitteln. Ferner sollte das Bild auch nicht allzu dunkel oder schattig sein. Bei der Fotografie im Dateiformat RAW lassen sich Änderungen von Beleuchtung und Farbgebung auch noch nachträglich in wenigen Handgriffen vornehmen.

Das Hotelzimmer aus der Perspektive des Gastes fotografieren

Empfehlenswert und häufig angewandt ist eine Fotoperspektive, bei der die Position eines soeben in das Zimmer eingetretenen Gasts eingenommen wird. Der Blick fällt dabei in den Raum hinein und erfasst Möbel, Wand und Fenster. Für den Fall, dass das Hotelzimmer einen besonderen Ausblick verspricht, lässt sich dieser so auch sehr schön in das Foto einbringen.

Vergleich eines zur Wand ausgerichteten mit einem zum Fenster ausgerichteten Hotelzimmers

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher dunkel und begrenzt. Der Blick auf die Wand im Hintergrund wirkt sich eher negativ auf die Bildstimmung aus. Bei dem rechten Bild hingegen trägt die in den Raum und zum Fenster fallende Perspektive deutlich zu einer offenen und freundlichen Atmosphäre bei.

Auf diese Art und Weise wirkt das Hotelzimmer einladender, interessanter und oftmals auch grösser als auf einem Bild, bei dem lediglich das vor der Wand stehende Bett fotografiert wurde.

Damit die Bilder möglichst realistisch wirken, sollten sie aus einer Höhe von etwa einem Meter aufgenommen werden. Vermeiden Sie es, die Fotos aus einer Vogel- oder Froschperspektive heraus zu schiessen.

Gezielte Bildkomposition für hohe Qualität

Interessant ist auch die Frage danach, was überhaupt fotografiert werden sollte. Idealerweise sollten die Fotos den Interessenten einen guten Gesamteindruck vom Hotelzimmer vermitteln. Aus diesem Grund wird häufig versucht, möglichst viele Bestandteile auf einem einzigen Foto abzubilden. Unschön ist dies jedoch immer dann, wenn Motive abgeschnitten werden.

Abhilfe verschafft der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs, da hierdurch grössere Bildbereiche fotografiert werden können. Ein solches Objektiv trägt ausserdem dazu bei, dass das Hotelzimmer weitläufiger erscheint, was insbesondere kleineren Räumen zugutekommt. Alternativ zum Weitwinkelobjektiv empfiehlt es sich, den Bildausschnitt auf eine besonders stimmige Stelle des Raumes zu verlagern und gegebenenfalls mehrere Aufnahmen zu machen. Dies führt zu einer Entlastung der einzelnen Bilder und vermittelt einen sauberen Eindruck.

Vergleich eines gedrungen wirkenden Zimmers zu einem tief wirkenden Zimmer

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher unprofessionell, da einzelne Möbel scharf abgeschnitten werden. Die Platzierung des Sofas ist sehr unvorteilhaft gewählt und erweckt auf dem Bild einen gedrungenen Eindruck. Auf dem rechten Bild hingegen wurde so in den Raum hinein fotografiert, dass beim Betrachter ein dreidimensionales Gefühl der Tiefe entsteht. Die gerade Linienführung von Wand und Decke verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.

Achten Sie auch darauf, dass die Zusammenführung von Wänden und Decken auf Ihren Bildern in einer möglichst harmonischen Linienführung mündet. Fotos mit geraden Linien tragen dazu bei, dass die abgebildete Umgebung glaubhafter und ausgewogener erscheint. Problematisch sind Aufnahmen, die im sehr niedrigen Brennweitenbereich (Ultraweitwinkel) geschossen werden, da es zu Verzerrungen bei der Linienführung kommen kann. Solche Unstimmigkeiten führen wiederrum dazu, dass das Zimmer bei näherer Betrachtung unruhig auf den Betrachter wirkt und so der gesamte Eindruck getrübt werden kann.

Vergleich eines Zimmers mit horizontal schräg verlaufenden Linien zu einem Zimmer mit horizontal gerade verlaufenden Linien

Das linke Bild wurde aus einer eher unvorteilhaften Perspektive heraus fotografiert. Die Wand- und Deckenlinien verlaufen schräg zueinander und irritieren bei längerem Betrachten.

Das perfekte Foto vom Hotelzimmer – Fazit

Die gelungene Fotografie von Hotelzimmern ist in erster Linie abhängig von den drei Faktoren Licht, Perspektive und Bildkomposition. Für einen freundlichen und einladenden Eindruck sollte das Zimmer hell genug abgebildet sein. Das Vermischen verschiedenfarbiger Lichtquellen (etwa weiss und gelb) sollte im besten Fall vermieden werden. Zu stark abweichende Lichtfarben können notfalls auch im Nachhinein noch korrigiert werden. Die eingenommene Perspektive sollte so gewählt werden, dass sie möglichst der des Gastes gleicht. Damit das gesamte Bild harmonisch wirkt, sollte eine durchdachte Bildkomposition verfolgt werden. Hierbei ist weniger manchmal mehr, da zu viele Bildbestandteile schnell irritieren und von den eigentlich wichtigen Motiven ablenken können. Mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware können Sie Ihre Aufnahmen schliesslich noch abrunden und den letzten Schliff verpassen.

Reisfelder auf Bali – durch die Person im Vordergrund wirkt das Bild interessanter

Menschen und Sehenswürdigkeiten fotografieren

Zu jeder Reise gehört auch der ein oder andere Besuch von imposanten Sehenswürdigkeiten, die eine Stadt oder eine bestimmte Region ausmachen. Historische Bauwerke, skurrile Architektur und religiöse Stätten locken allerorts zahlreiche Besucher, die ihren Besuch auf einem Foto von sich und der Attraktion festhalten möchten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Sehenswürdigkeiten auf dem Foto eindrucksvoll festhalten und tolle Fotos mit Erinnerungswert schiessen.

Bildausschnitt und Komposition

Um ein harmonisches Motiv oder eine bestimmte Bildwirkung zu erhalten, empfiehlt sich grundsätzlich die Anwendung der «Drittel-Regel». Diese vereinfachte Form des goldenen Schnitts sorgt für ein stimmiges Motiv, in welchem das fotografierte Objekt ideal zur Geltung kommt. Zur Orientierung wird der Bildausschnitt in neun gleichgrosse Teile gegliedert. Bei vielen Kameras oder auch Smartphones können Sie sich diese Hilfslinien auf dem Display bzw. im Sucher anzeigen lassen. Für ein gelungenes Erinnerungsfoto einer Person vor einer Sehenswürdigkeit sollten Sie nun einen Bildausschnitt wählen, in dem die Person entlang der Hilfslinien oder direkt an einem Schnittpunkt positioniert ist. Bei Aufnahmen aus der Ferne gehen Sie genauso vor und richten sowohl das Objekt als auch die Person auf die Hilfslinien oder die Schnittpunkte aus. Die Drittel-Regel können Sie auch auf Selfies anwenden, um im Bild ein harmonisches Verhältnis von Ihnen im Vordergrund und der Sehenswürdigkeit im Hintergrund zu erhalten.

«Drittel-Regel»: Person und Sehenswürdigkeit orientieren sich an der linken senkrechten Hilfslinie für eine harmonische Bildkomposition

«Drittel-Regel»: Person und Sehenswürdigkeit orientieren sich an der linken senkrechten Hilfslinie für eine harmonische Bildkomposition

Achten Sie auch auf symmetrische Linien und Formen in Ihrem Motiv. Diese können Sie zur Bildgestaltung nutzen und eine interessante Bildwirkung entstehen lassen. Historische Bauwerke und Kirchen weisen oft symmetrische Gestaltungselemente wie Säulen oder Ornamente auf. Richten Sie diese und gegebenenfalls die Person, die mit auf das Bild soll, mittig aus. Stellen Sie sich dafür die horizontale oder vertikale Spiegelachse in Ihrem Motiv vor, die das Bild genau mittig teilt.

Durch die symmetrische Ausrichtung von Sehenswürdigkeit und Person wirkt das Motiv harmonisch und interessant

Durch die symmetrische Ausrichtung von Sehenswürdigkeit und Person wirkt das Motiv harmonisch und interessant

Perspektive wechseln

Die Position der Kamera spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Fotografieren von Sehenswürdigkeiten. Experimentieren Sie mit verschiedenen Perspektiven, um eine Touristenattraktion aussergewöhnlich in Szene zu setzen. So wirken Motive aus der Froschperspektive oder von einer erhöhten Position aus, interessanter. Um die enorme Grösse eines Bauwerks auf dem Foto wirken zu lassen, wählen Sie den nötigen Abstand, um das gesamte Objekt auf das Bild zu bekommen. Steht nun Ihre Reisebegleitung nah an der Sehenswürdigkeit, wirkt das Objekt durch den direkten Grössenvergleich noch imposanter. Dies eignet sich am besten bei möglichst freistehenden Sehenswürdigkeiten und zu einer Tageszeit, zu der noch kein allzu grosser Andrang an Besuchern herrscht. Meist eignen sich die Morgenstunden am besten, um Sehenswürdigkeiten entspannt und ohne zahlreiche andere Touristen im Bild zu fotografieren.

Optische Täuschungen sind bei vielen Reisenden besonders beliebt, um eine Attraktion oder ein typisches Wahrzeichen verspielt in Szene zu setzen. Dabei befindet sich das Objekt meist im Hintergrund, während eine Person im Vordergrund den Eindruck vermittelt, dieses etwa mit aller Kraft wegzuschieben oder sich daran anzulehnen. Richten Sie dafür den Bildausschnitt so aus, dass es tatsächlich aussieht, als würde die Person das Objekt berühren. Somit verschmilzt der Hintergrund mit dem Vordergrund und es entsteht ein witziges Foto als Erinnerung an Ihren Besuch.

 

Fokus variieren

Eine weitere kreative Möglichkeit für tolle Erinnerungsfotos ist das Bild im Bild. Hierbei wird statt dem Original ein Abbild der Sehenswürdigkeit fokussiert, während das echte Objekt leicht verschwommen im Hintergrund zu sehen ist. Das Abbild kann etwa ein altes Foto oder auch das Display der Kamera oder des Smartphones im Aufnahmemodus sein. Halten Sie das Abbild vor Ihre Kamera in den Bildausschnitt oder lassen Sie sich mit dem Abbild in der Hand vor dem Original fotografieren.

Polaroid-Aufnahme von Notre Dame in Paris im Fokus vor der «echten» Sehenswürdigkeit

Polaroid-Aufnahme von Notre Dame in Paris im Fokus vor der «echten» Sehenswürdigkeit

Auch über Spiegelungen lassen sich spannende indirekte Fotos von bekannten Wahrzeichen und Bauwerken machen. Fokussieren Sie zum Beispiel die Spiegelung der Sehenswürdigkeit in der Sonnenbrille oder dem Seitenspiegel eines Autos, um ein interessantes Motiv zu gestalten. So können Sie auch schlechtes Wetter kreativ nutzen, indem Sie Spiegelungen aus Pfützen oder nassen Pflasterstrassen verwenden, um eine Sehenswürdigkeit stimmungsvoll einzufangen.

 

Ihrer Fantasie sind beim Fotografieren von Sehenswürdigkeiten keine Grenzen gesetzt. Seien Sie kreativ und halten Sie die Touristenattraktion aus einer aussergewöhnlichen Perspektive fest oder spielen Sie mit dem Fokus und verschiedenen Bildausschnitten, um tolle Erinnerungsfotos von Ihrer Sightseeingtour zu erhalten.

Perspektive

Die Perspektive zählt zu den zentralen Gestaltungsmitteln in der Fotografie. Durch die Wahl der geeigneten Perspektive lässt sich die Bildwirkung massgeblich steuern, denn die Darstellung von Objekten aus einem anderem Winkel vermittelt einen anderen Eindruck dieser Objekte.

Die Perspektive beschreibt, aus welcher Position heraus Objekte im Raum wahrgenommen werden und in welchem linearen Verhältnis diese Objekte zueinander in Bezug auf den Kamerastandort stehen. Eine Änderung der Perspektive kann somit nur durch eine Neuanordnung der Objekte oder durch einen Standortwechsel herbeigeführt werden, woraus folgt, dass die Perspektive immer an den Kamerastandort gebunden ist. Eine veränderte Brennweite führt deshalb zu keinem Perspektivwechsel, sondern lediglich zu einem anderen Abbildungsmassstab.

Folgende Möglichkeiten stehen einem Fotografen für einen Perspektivwechsel zur Verfügung: Erstens kann der Abstand zum gewünschten Motiv verringert oder vergrössert werden. Dies führt dazu, dass sich das Verhältnis zwischen Bildvorder- und Bildhintergrund ändert. Zweitens kann die relative Höhe der Kamera zum Motiv verändert werden, wodurch die Motive selbst anders wahrgenommen werden. Drittens ist es möglich, den Betrachtungswinkel zu ändern, um neue Ansichten eines Motivs zu erhalten.

Es existieren verschiedene Zentralperspektiven, die das Verhältnis zwischen Kameraposition und Objekt beschreiben:

Die wohl gebräuchlichste Perspektive ist dabei die Normalperspektive. Bei dieser Perspektive werden Objekte frontal fotografiert, wodurch eine Umgebung natürlich wahrgenommen wird, da sie «auf Augenhöhe» ist. Sie wird oft in der Portraitfotografie verwendet, findet aber auch bei allen anderen Anlässen Anwendung. Trotz der häufigen Verwendung bietet diese Perspektive wenig Abwechslung, da sie einen eher neutralen Eindruck vermittelt.

Weiterhin ist die Vogelperspektive zu nennen, bei der Objekte von oben fotografiert werden. Gerade, wenn eine geringe Grösse bei Menschen, beispielsweise bei Kindern, betont werden soll, eignet sich diese Perspektive in besonderem Masse. Sowohl Menschen als auch Gegenstände wirken durch die Sicht von oben kleiner und fragiler.

Soll eine gegenteilige Atmosphäre erzeugt werden, eignet sich die Froschperspektive. Motive werden von unten fotografiert, auf diese Weise wirken sie gross, können aber auch das Gefühl von Stärke, Bedrohung oder Dominanz hervorrufen.

Es ist ein Abwägungsprozess, wann welche Perspektive zum Einsatz kommt. Man sollte sich im Vorfeld darüber bewusst sein, dass die Wahl der Perspektive die Stimmung eines Bildes massgeblich beeinflusst und welche Stimmung erzeugt werden soll. In jedem Fall macht es Sinn, verschiedene Perspektiven zu testen und sich für die passende zu entscheiden.

 

Titel: Fotodokumentationen bei Umbau- oder Renovierungsarbeiten Meta: Fotodokumentation: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Erfolge beim Umbauen oder Renovieren mit Hilfe von Vorher-Nachher-Fotos festhalten können. Teaser: Fotodokumentation: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Erfolge beim Umbauen oder Renovieren mit Hilfe von Vorher-Nachher-Fotos festhalten können. Alt: frontale Vorher-Nachher-Aufnahme eines umgebauten Hauses https://www.shutterstock.com/de/image-photo/construction-new-part-old-house-before-535324108?src=EGedAwGJId-_1Q5ZSmO7Pw-1-6 Vorher-Nachher-Aufnahmen: Umbauen, Renovieren und Dokumentieren Sowohl beim Umbau als auch beim Renovieren erfreut man sich an jeder Neuerung und kann es kaum erwarten, bis das Endergebnis zu bestaunen ist. Zugleich ist es besonders beeindruckend, den Vorher-Zustand festzuhalten, um im Nachhinein die schrittweise Veränderung und den erreichten Erfolg noch einmal genau zu vergleichen. Damit Ihnen eine solche Vorher-Nachher-Aufnahme oder auch eine ganze Fotodokumentation gelingt, geben wir Ihnen ein paar wichtige Hinweise zu diesem Thema. Das richtige Objekt Egal ob Sie ein ganzes Haus, eine komplette Wohnung, nur einen Raum oder auch einen Garten umgestalten, Sie sollten sich bereits vor Beginn Ihrer Fotostrecke einen groben Plan über die Vorgehensweise zurechtlegen. Zum einen sollten Sie sich überlegen, wie umfangreich Ihre Fotodokumentation werden soll. Möchten Sie ausschliesslich den Vorher-Nachher-Zustand oder auch gewisse Zwischenschritte festhalten? Ein Beispiel für einen solchen Zwischenschritt stellt der Zustand nach der Entkernung eines Raumes dar. Des Weiteren sollten sie sich auch Gedanken darüber machen, was Sie fotografieren möchten. Im Falle eines Hauses kommen sowohl Innenaufnahmen der Räume als auch eine Aussenaufnahme der Fassade in Frage. Bei mehreren Räumen müssen Sie sich entscheiden, ob Sie alle Räume einbeziehen oder sich nur auf bestimmte Räume fokussieren. Auch bei einzelnen Räumen sollte man sich die Frage stellen, ob es bestimmte Stellen oder Details gibt, die Sie besonders hervorheben möchten. Diese Vorüberlegungen werden Ihnen helfen, eine vollständige und auch abwechslungsreiche Fotodokumentation zu erstellen. Die richtige Perspektive Ein wesentlicher Faktor bei der Aufnahme einer Hausfassade oder eines Raumes ist es, eine geeignete Position zu finden, um das Objekt so komplett wie möglich und in der besten Perspektive abzulichten. Bei Innenräumen bietet es sich an, sich in der Tür des Raumes zu positionieren und von dort die Linse gerade auf das Hauptaugenmerk des Raumes, beispielsweise ein Bett in einem Schlafzimmer, zu richten und somit die grösstmögliche Weite des Raumes zu erfassen. Auch die vorgegebenen vertikalen Linien eines Raumes, wie die Kante eines Türrahmens oder der Decke, sollten zur Orientierung genutzt werden, um somit eine gewisse Ordnung in den Bildern zu erzeugen. Um den vollständigen Umfang aller Veränderungen einzufangen, kann es von Vorteil sein, sogar zwei oder mehr Positionen zu wählen, da es undenkbar ist, alle vier Seiten eines Hauses in nur einem Schnappschuss festzuhalten. Um letztendlich mit der ausgewählten Perspektive gute Vorher-Nachher-Fotos aufzunehmen, muss gewährleistet sein, dass Sie auch nach dem Umbau oder der Renovierung dieselbe Position einnehmen können, um dann die Kamera im selbigen Winkel auszurichten. Hinweis: Es empfiehlt sich, wenn vorhanden, ein Weitwinkelobjektiv zu nutzen. Alt: Vorher-Nachher-Aufnahme eines umgebauten Hauses Negativbeispiel Caption: Hier können Sie ein Beispiel sehen, bei dem die Vor-Nachher-Aufnahme kaum einen dienlichen Vergleich erbringt. Aufgrund des unterschiedlichen Winkels hat es den Anschein, dass das Gebäude auf dem Vorher-Foto wesentlich kleiner ist als das auf dem Nachher-Foto. Zudem wurden unterschiedliche Ausrichtungen gewählt (Hoch-/Querformat). Das richtige Licht Für jede Fotografie ist Licht von grosser Bedeutung, denn ein und dasselbe Objekt kann unter verschiedenen Lichtverhältnissen, vor allem farblich, sehr verfälscht dargestellt werden. Deshalb ist es bei einer Vorher-Nachher-Aufnahme von grosser Priorität, die Bilder bestmöglich bei gleichen Lichtverhältnissen aufzunehmen. Da das nicht immer möglich ist, bietet sich ein Weissabgleich an, sofern dies mit der genutzten Kamera möglich ist. Ein Weissabgleich dient der Anpassung an die Farbtemperatur des Lichts und soll sicherstellen, dass kein unerwünschter Farbstich entsteht. Meist gibt es die Funktion des automatischen Weissabgleiches, zu finden unter der Abkürzung AWB „Automatic White Balance“, welche sich an den Bereichen mit den gleichen Anteilen an Rot, Grün und Blau orientiert und diesen Flächen ein neutrales Grau zuweist. Auch hier gibt es noch weitere Tipps, wie Sie mit Hilfe des Lichts das Beste aus Ihren Schnappschüssen herausholen können: Für eine farbkräftige Aussenaufnahme rückt Ihr Motiv in ein viel besseres Licht, wenn Sie die Aufnahme bei blauem Himmel und Sonnenschein machen. Dafür eignen sich am besten die Morgenstunden sowie der späte Nachmittag, da zu diesen Zeiten die Sonne flach am Himmel steht, wodurch die Sonne ein warmes Licht erzeugt. Bei Innenräumen ist es ebenfalls von Vorteil, wenn die Sonne den Raum wenigstens zum Teil erhellt. Zusätzlich ist es bei möblierten Räumen förderlich, jegliche Lampen im Raum einzuschalten, um dunkle Ecken oder Stellen auf dem Bild zu vermeiden. Baustrahler eigenen sich hervorragend, um für eine gute Ausleuchtung zu sorgen. Fazit Grundsätzlich gibt es für Vorher-Nachher-Aufnahmen oder auch für ganze Fotodokumentationen, welche den Zweck haben unterschiedliche Zustände eines Objektes zu vergleichen, nur eine grosse Regel: Die Bedingungen müssen gleich sein, sowohl bei der Perspektive als auch bei den Lichtverhältnissen, um das beste Ergebnis zu erzielen. Tipp: Besonders bei grösseren Projekten wie einer Haus-Renovierung ist es eine schöne Idee, die Fotos später in einem Fotobuch festzuhalten.

Fotodokumentation: Umbauen, Renovieren und Dokumentieren

Sowohl beim Umbau als auch beim Renovieren erfreut man sich an jeder Neuerung und kann es kaum erwarten, bis das Endergebnis zu bestaunen ist. Zugleich ist es besonders beeindruckend, den Vorher-Zustand festzuhalten, um im Nachhinein die schrittweise Veränderung und den erreichten Erfolg noch einmal genau zu vergleichen. Damit Ihnen eine solche Vorher-Nachher-Aufnahme oder auch eine ganze Fotodokumentation gelingt, geben wir Ihnen ein paar wichtige Hinweise zu diesem Thema.

Das richtige Objekt

Egal ob Sie ein ganzes Haus, eine komplette Wohnung, nur einen Raum oder auch einen Garten umgestalten, Sie sollten sich bereits vor Beginn Ihrer Fotostrecke einen groben Plan über die Vorgehensweise zurechtlegen. Zum einen sollten Sie sich überlegen, wie umfangreich Ihre Fotodokumentation werden soll. Möchten Sie ausschliesslich den Vorher-Nachher-Zustand oder auch gewisse Zwischenschritte festhalten? Ein Beispiel für einen solchen Zwischenschritt stellt der Zustand nach der Entkernung eines Raumes dar.

Des Weiteren sollten sie sich auch Gedanken darüber machen, was Sie fotografieren möchten. Im Falle eines Hauses kommen sowohl Innenaufnahmen der Räume als auch eine Aussenaufnahme der Fassade in Frage. Bei mehreren Räumen müssen Sie sich entscheiden, ob Sie alle Räume einbeziehen oder sich nur auf bestimmte Räume fokussieren. Auch bei einzelnen Räumen sollte man sich die Frage stellen, ob es bestimmte Stellen oder Details gibt, die Sie besonders hervorheben möchten.

Diese Vorüberlegungen werden Ihnen helfen, eine vollständige und auch abwechslungsreiche Fotodokumentation zu erstellen.

Die richtige Perspektive

Ein wesentlicher Faktor bei der Aufnahme einer Hausfassade oder eines Raumes ist es, eine geeignete Position zu finden, um das Objekt so komplett wie möglich und in der besten Perspektive abzulichten.

Bei Innenräumen bietet es sich an, sich in der Tür des Raumes zu positionieren und von dort die Linse gerade auf das Hauptaugenmerk des Raumes, beispielsweise ein Bett in einem Schlafzimmer, zu richten und somit die grösstmögliche Weite des Raumes zu erfassen. Auch die vorgegebenen vertikalen Linien eines Raumes, wie die Kante eines Türrahmens oder der Decke, sollten zur Orientierung genutzt werden, um somit eine gewisse Ordnung in den Bildern zu erzeugen.

Um den vollständigen Umfang aller Veränderungen einzufangen, kann es von Vorteil sein, sogar zwei oder mehr Positionen zu wählen, da es undenkbar ist, alle vier Seiten eines Hauses in nur einem Schnappschuss festzuhalten. Um letztendlich mit der ausgewählten Perspektive gute Vorher-Nachher-Fotos aufzunehmen, muss gewährleistet sein, dass Sie auch nach dem Umbau oder der Renovierung dieselbe Position einnehmen können, um dann die Kamera im selbigen Winkel auszurichten.

Hinweis: Es empfiehlt sich, wenn vorhanden, ein Weitwinkelobjektiv zu nutzen.

Vorher-Nachher-Aufnahme eines umgebauten Hauses Negativbeispiel

Hier können Sie ein Beispiel sehen, bei dem die Vor-Nachher-Aufnahme kaum einen dienlichen Vergleich erbringt. Aufgrund des unterschiedlichen Winkels hat es den Anschein, dass das Gebäude auf dem Vorher-Foto wesentlich kleiner ist als das auf dem Nachher-Foto. Zudem wurden unterschiedliche Ausrichtungen gewählt (Hoch-/Querformat).

Das richtige Licht

Für jede Fotografie ist Licht von grosser Bedeutung, denn ein und dasselbe Objekt kann unter verschiedenen Lichtverhältnissen, vor allem farblich, sehr verfälscht dargestellt werden. Deshalb ist es bei einer Vorher-Nachher-Aufnahme von grosser Priorität, die Bilder bestmöglich bei gleichen Lichtverhältnissen aufzunehmen.

Da das nicht immer möglich ist, bietet sich ein Weissabgleich an, sofern dies mit der genutzten Kamera möglich ist. Ein Weissabgleich dient der Anpassung an die Farbtemperatur des Lichts und soll sicherstellen, dass kein unerwünschter Farbstich entsteht. Meist gibt es die Funktion des automatischen Weissabgleiches, zu finden unter der Abkürzung AWB „Automatic White Balance“, welche sich an den Bereichen mit den gleichen Anteilen an Rot, Grün und Blau orientiert und diesen Flächen ein neutrales Grau zuweist.

Auch hier gibt es noch weitere Tipps, wie Sie mit Hilfe des Lichts das Beste aus Ihren Schnappschüssen herausholen können: Für eine farbkräftige Aussenaufnahme rückt Ihr Motiv in ein viel besseres Licht, wenn Sie die Aufnahme bei blauem Himmel und Sonnenschein machen. Dafür eignen sich am besten die Morgenstunden sowie der späte Nachmittag, da zu diesen Zeiten die Sonne flach am Himmel steht, wodurch die Sonne ein warmes Licht erzeugt. Bei Innenräumen ist es ebenfalls von Vorteil, wenn die Sonne den Raum wenigstens zum Teil erhellt. Zusätzlich ist es bei möblierten Räumen förderlich, jegliche Lampen im Raum einzuschalten, um dunkle Ecken oder Stellen auf dem Bild zu vermeiden. Baustrahler eigenen sich hervorragend, um für eine gute Ausleuchtung zu sorgen.

Fazit

Grundsätzlich gibt es für Vorher-Nachher-Aufnahmen oder auch für ganze Fotodokumentationen, welche den Zweck haben unterschiedliche Zustände eines Objektes zu vergleichen, nur eine grosse Regel: Die Bedingungen müssen gleich sein, sowohl bei der Perspektive als auch bei den Lichtverhältnissen, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Tipp: Besonders bei grösseren Projekten wie einer Haus-Renovierung ist es eine schöne Idee, die Fotos später in einem Fotobuch festzuhalten.

Detailreiche Aufnahme einer Architekturfotografie Münchner Residenz

Architekturfotografie – Tipps zu gelungenen Architekturfotos

Zusammen mit der Objektfotografie gehört die Architekturfotografie zu einem der schwierigsten Gebieten der Fotografie. Dem Fotografen wird ein hohes technisches Verständnis abverlangt. Ausserdem müssen die Einstellungen der Kamera gekannt und beherrscht werden.

Architektur kann sowohl im Aussenbereich als auch im Inneren von Gebäuden festgehalten werden. Dabei spielen zwei wesentliche Strömungen eine grosse Rolle. Da wäre zum einen die dokumentarische Architekturfotografie. Sie kommt immer dann zum Einsatz, wenn Gebäude näher beschrieben werden sollen. Oft werden dabei gebäudespezifische Merkmale exakt wiedergegeben. Dokumentarische Architekturfotos finden sich in Bildbänden, Fachmagazinen, Broschüren und Baudokumentationen wieder. Die andere Strömung der Architekturfotografie beschäftigt sich mehr mit der Interpretation von Gebäuden und hält derweilen einen künstlerischen Aspekt inne. Nicht selten wirken die Fotografien so, als ob die Bildaussage von der Gebäudeaussage entkoppelt ist. Während die dokumentarische Fotografie eher den Architekten hervorhebt, stellt die künstlerische Architekturfotografie ganz den Fotografen in den Mittelpunkt. Ihre Fotos sind in Galerien und Ausstellungen wiederzufinden.

Wie gelingen gute Architekturfotos?

Wir möchten Ihnen zeigen, worauf sie beim Fotografieren von Gebäuden und Räumen achten müssen. Dafür haben wir die wichtigsten Faktoren zusammengetragen und im Folgenden kurz erläutert. Das Fotografieren mit Stativ sei hier vorausgesetzt.

Der Standort und die Perspektive

Das Natural History Museums von innen

Für die Architekturfotografie werden vor allem Zeit und eine angemessene Fotoausrüstung benötigt. Es dauert schon eine Weile, bis eine tolle Perspektive gefunden wird, aus der ein Bauwerk fotografiert werden kann. Der Standpunkt spielt also eine überaus wichtige Rolle. Trotz gleichbleibender Architektur kann die Standortänderung des Fotografen ein grosse Wirkungen auf das Motiv haben. Bei einer Änderung sollte auch immer die Brennweite zum Objekt angepasst werden. Es lassen sich zwei Wirkungen erzielen. Der Fotograf kann zum einen den aussergewöhnlichen Entwurf des Architekten hervorheben oder auf der anderen Seite negative Eigenschaften des Bauwerks kaschieren. Problematisch sind extreme Standorte. Befindet sich der Fotograf zu nah am oder zu weit entfernt vom Objekt, entstehen surreale, befremdliche und unschöne Fotos.

  • Ein geringerer Abstand zum Gebäude lässt es schlanker und Spitzer erschienen.

Motivwahl

Verfallene oder tendenziell unattraktive Bauten können durchaus auch ein potenzielles Motiv darstellen. Ein gutes Motiv hängt von der Beschaffenheit der Abbildungsqualität ab. Für das richtige Motiv wird viel Zeit benötigt, da wie bereits erwähnt, der Standpunkt eine wichtige Rolle spielt. Bei der Suche nach dem richtigen Motivblick hilft es, das Gelände vorher ausreichend zu erkunden. Dazu können mehrere Bilder von der Umgebung aufgenommen und zu Hause analysiert werden. Mit der Zeit kristallisiert sich ein interessantes Motiv heraus.

  • Das richtige Motiv muss erst erkundet werden, aber ohne sich dabei in Gefahr zu begeben.

Stürzende Linien

Straße in Toronto mit Wolkenkratzern

Die dokumentarische Architekturfotografie versucht stürzende Linien unbedingt zu vermeiden. Dieses Phänomen tritt immer dann auf, wenn die Fotokamera nicht parallel zur Objektebene ausgerichtet ist. Viele versuchen die Spitze des Gebäudes noch mit auf das Bild zu bekommen und neigen die Kamera mit dem Objektiv nach oben. Das Problem ist die zunehmende Entfernung des Gebäudes von unten nach oben. Bei einem Weitwinkel wandern senkrechte Kanten umso mehr zur Motivmitte, je weiter weg sie von der Kamera sind.

Illustration erklärt stürzende Linien

Mit digitalen Kameras lassen sich stürzende Linien nur dann vermeiden, wenn sich der Aufnahmestandort genau in der Hälfte der gesamten Gebäudehöhe befindet.

In der künstlerischen Architekturfotografie sind stürzende Linien aber durchaus gewollt. Besonders ausgeprägt sind die Linien in der Froschperspektive, wenn der Fotograf beispielsweise in einer Strasse mit Wolkenkratzern steht. Die steilen Fassaden der Hochhäuser entfalten eine gewisse Dramatik und das ganze Bild gewinnt insgesamt an Dynamik.

  • Je kürzer die Brennweite, desto stärker bilden sich stürzende Linien.
  • Die Froschperspektive lässt Gebäude deutlich grösser erscheinen.

Aufnahmeparameter

Ist die Fotokamera auf einem stabilen Stativ befestigt, können die Aufnahmeparameter eingestellt werden. Wer im Besitz einer DSLR ist, kann nun den Blendenvorwahl-Modus (A / Av) anwählen. Das zu fotografierende Objekt sollte nämlich vor allem eine grosse Tiefenschärfe abbilden können (insofern man sich nahe genug an der Architektur befindet). Damit auch kleine Details im Bild erhalten bleiben, ist ein möglichst niedriger ISO-Wert auszuwählen. In Verbindung mit einer kleinen Blendenöffnung wird eine dementsprechend lange Belichtungszeit ermöglicht. Alleine schon aus diesem Grund rechnet sich ein vernünftiges Stativ. Damit dem Verwackeln kein Spielraum gelassen wird, sollte beim Fotografieren ein Fernauslöser, sowie die Spiegelvorauslösung zum Einsatz kommen. Jede Berührung der Kamera während der Aufnahme würde sich im Bild später bemerkbar machen.

  • Detailreiche Bilder werden mit kleiner Blendenöffnung und langer Belichtungszeit erzeugt.

Das Licht

Jenaer Stadtmauer bei Nacht

Das Licht spielt natürlich nicht nur in der Fotografie, sondern auch in der Architektur eine besondere Rolle. Jedes Gebäude verhält sich bei unterschiedlich starker Beleuchtung anders. Wer die Möglichkeit hat, dass zu fotografierende Objekt eine Zeit lang zu beobachten, sollte herausfinden, zu welcher Tageszeit das Gebäude am schönsten erscheint. Einige entfalten ihre Wirkung in der Mittagssonne, andere erst in der Dämmerung oder in der Nacht, wenn sie angestrahlt werden. Das gilt auch für Innenarchitektur. Bei besonders dunklen Räumen wird eine solide Blitzanlage benötigt.

  • Verschiedene Tageszeiten ergeben unterschiedliches warmes Licht
Skyline Manhattan

Unterwegs im Grossstadtleben

Die facettenreiche Gestalt und das bunte Treiben einer Grossstadt bieten vielfältige Möglichkeiten für tolle Fotomotive. Um den Charme verträumter Altstadtgassen, moderner Architektur und imposanter Sehenswürdigkeiten auf Fotos möglichst lebendig wirken zu lassen, sind ein paar Tricks und die richtige Vorbereitung das A und O. Ungewöhnliche Motive und Perspektiven sowie die Nutzung von Lichteffekten, symmetrischen Formen und Linien fangen das Flair einer Stadt besonders lebendig ein.

Die folgenden Tipps sorgen für gelungene Fotos aus dem Grossstadtleben mit besonderer Wirkung.

Sehenswürdigkeiten und Architektur

Detailausschnitt vom Pariser Eifelturm

Die vielgestaltige Architektur, der man auf der Entdeckungstour durch eine Grossstadt begegnet, lässt sich auf Fotos toll in Szene setzen. Sehenswürdigkeiten wie historische Gebäude, prunkvolle Schlösser und imposante Brücken sind als Wahrzeichen beliebte Motive für das Fotografieren von Städten. Um diese mal etwas anders einzufangen, macht eine ungewöhnliche Perspektive oder etwa das Hervorheben eines charakteristischen Details des Hauptmotives das Foto interessanter. Auch das Bild im Bild ist eine geschickte Variante, um eine Sehenswürdigkeit einmal anders abzulichten. So kann ein anderes Foto in den Bildausschnitt der Kamera gehalten und somit in das Fotomotiv integriert werden. Ein weiteres kreatives Bild-im-Bild-Motiv (ohne viel Vorbereitung) ist das Fokussieren eines anderen Kamera- oder Smartphonedisplays im Aufnahmemodus mit der verschwommenen Sehenswürdigkeit im Hintergrund.

Paris Notre-Dame

Vor allem beim Fotografieren von Gebäuden besteht die Gefahr von stürzenden Linien, welche im Bild später störend wirken. Diese lassen sich vermeiden, indem die Kamera im nötigen Abstand zum Objekt parallel zum Boden gehalten wird. Da man in engen Strassen jedoch nicht immer ausreichend Abstand zum gewünschten Bauwerk gewinnen kann, können Tilt-Shift-Objektive stürzende Linien beim Fotografieren bereits korrigieren. Andernfalls kann der störende Effekt durch spezielle Bearbeitungssoftware wie Adobe Photoshop im Nachgang angepasst werden.

Symmetrie

Alt-Text: Symmetrisches Motiv des Arc de Triomph Paris

Im Stadtbild sind zahlreiche Formen und Linien gegenwärtig und eignen sich hervorragend zur kreativen Bildgestaltung. Bei genauerem Hinsehen verbergen sich nahezu überall symmetrische Muster und Spiegelungen. So kann eine völlig neue Sichtweise auf akkurat angelegte Schlossparks, modern verglaste Häuserfassaden oder prunkvoll verzierte, historische Bauwerke geschaffen werden. In vielen Städten finden sich Wasserflächen wie Flüsse, Seen und Brunnen, welche faszinierende Spiegelungen der Umgebung zeigen. Je nachdem, wie die Spiegelungsachse im Bild positioniert wird, lassen sich somit effektvolle Fotos kreieren. Allerdings sollte die Wasseroberfläche möglichst glatt und unbewegt sein, da die Spiegelung sonst verzerrt und nicht deutlich erkennbar ist. Die symmetrische Anordnung auf Fotos lässt diese besonders modern wirken und sorgt für eine spannende Abwechslung bei der Motivwahl.

Auge fürs Detail

Neben beeindruckenden Sehenswürdigkeiten und weiten Stadtpanoramas sind es vor allem kleine Details und Momentaufnahmen aus dem Stadtleben, die das Flair einer Stadt im Bild einfangen. So kann ein abgestelltes Fahrrad, ein witziger Strassenname oder ein alter Stadtbus ein tolles Motiv darstellen, welches das Interesse des Betrachters weckt. Bei der Bildgestaltung bietet es sich an, ähnlich wie bei der Landschaftsfotografie, die Drittel-Regel anzuwenden, um ein harmonisch wirkendes Fotos zu erhalten.

Besondere Vorsicht auf der Suche nach Details, die im Fokus des Motivs stehen sollen, ist beim Fotografieren von Menschen im Stadtbild geboten. Sind diese nur ausversehen im Bild gelandet oder nicht zu erkennen, besteht meist kein Problem. Stellen diese aber das Hauptmotiv des Fotos dar, sollte vor der Aufnahme unbedingt die Erlaubnis aller betreffenden Personen eingeholt werden. In der Schweiz wird das Recht des eigenen Bildes als Konkretisierung des Artikel 28 im Zivilgesetzbuch verstanden. Demnach muss die Person, welche auf einem Foto deutlich zu erkennen ist, zunächst einwilligen, bevor dieses verbreitet werden darf.

Verschwommene Menschen im Theater District in Manhattan

Fotografiert man eine belebte Strasse oder eine gut besuchte Sehenswürdigkeit, kann man die sich bewegenden Menschen durch eine lange Verschlusszeit verschwimmen lassen, um ein kreatives Motiv zu erhalten. Um während der längeren Verschlusszeit Verwacklungen zu vermeiden, bietet sich ein Stativ oder eine stabile Abstellfläche wie eine Mauer oder ein Tisch an.

Möchte man dagegen etwa das bunte Treiben auf dem Markt festhalten, empfiehlt sich die Nutzung des Serienmodus, um die bewegten Menschen genau im richtigen Moment zu erwischen.

Um ein Objekt oder eine Person im Vordergrund des Fotos zu betonen, sollte die Aufnahme mit einer langen Brennweite, also im Telebereich des Zooms, gemacht werden. In Kombination mit einer möglichst kleinen Blendenzahl verschwimmt der Hintergrund, während sich der Vordergrund scharf abzeichnet.

Licht

Durch hohe, schattenwerfende Gebäude und spiegelnde Flächen herrschen in Städten oft schwierige Lichtverhältnisse zum Fotografieren. Grundsätzlich sollte daher der ISO-Wert manuell angepasst und auf die ISO-Automatik verzichtet werden, wenn das die Kamera ermöglicht. Um Bildrauschen zu vermeiden oder möglichst gering zu halten, sollte ein geringer ISO-Wert gewählt werden. Der ideale Wert liegt je nach Kamera bei etwa 100.

Für optimale Ergebnisse gilt es, bestimmte Tageszeiten zu beachten. Die schönsten Fotos entstehen natürlich bei Sonnenschein. Die pralle Mittagssonne sorgt jedoch für harte Schatten und eine teilweise Überbeleuchtung in den Aufnahmen.  Die sogenannte „goldene Stunde“ vor dem Sonnenuntergang schafft hingegen mit ihrem warmen Licht besonders intensive Farben. Kurz vor Sonnenuntergang oder etwa eine Stunde vor dem Sonnenaufgang können beleuchtete Bauwerke oder Strassen besonders wirkungsvoll festgehalten werden.

Um belebende Kontraste in das Bild zu bringen, kann die Lichtquelle zu jeder Tageszeit als Gegenlicht oder in Form von Streiflichtern in das Motiv einbezogen werden. Wenn notwendig kann mit Hilfe des Blitzes der Vordergrund aufgehellt werden.

Bei schlechtem Wetter und wenig Sonnenschein eignen sich vor allem Detailaufnahmen, da weitläufige Panoramabilder ihre Wirkung nicht optimal entfalten.

Eine weitere Möglichkeit, mit Licht ein kreatives Motiv zu gestalten, sind sogenannte Light Trails. Diese Lichtspuren hinterlassen vorbeifahrende Autos, wenn mit einer langen Belichtungszeit fotografiert wird. Auch hier gilt es, der Kamera einen festen Standort zu geben, um wackelfreie Ergebnisse zu erhalten.

New Yorker Brooklyn Bridge mit Light Trails

Perspektive

Um den Fotos beim Erkunden einer Grossstadt eine besondere Wirkung zu verleihen, ist die Perspektive entscheidend. So liefert ein erhöhter Standpunkt, wie von einem Aussichtspunkt oder dem nahegelegenen Stadtberg, eine aussergewöhnliche Sicht auf das muntere Treiben der Innenstadt oder die eindrucksvolle Skyline. Für eine gute Schärfentiefe sollte eine recht kleine Blendeneinstellung, etwa zwischen 8 und 11, gewählt werden.

Nicht nur die Vogelperspektive sorgt für tolle Stadtaufnahmen. Moderne Wolkenkratzer lassen sich mit zum Himmel gerichteter Kamera aufregend anders darstellen. Um blendendes Gegenlicht zu vermeiden, wählt man am besten ein Gebäude, welches die Sonne verdeckt oder nutzt die Lichtflecken im Bild gezielt zur Bildgestaltung. Der Kreativität bei der Wahl der Perspektive sind keine Grenzen gesetzt. Eine ungewöhnliche Perspektive kann ein bestimmtes Objekt oder Gebäude eindrucksvoll in Szene setzen und macht ein Foto besonders spannend.

Hochhäuser aus der Froschperspektive

Ausrüstung

Da man auf der fotografischen Erkundungstour durch das Grossstadtleben möglichst flexibel und spontan sein möchte, sollte die passende Ausrüstung zuvor sorgfältig ausgewählt sein. Grundsätzlich lassen sich mit jeder Kamera tolle Fotos schießen. Kameras mit wechselbarem Objektiv und manuellem Modus bieten jedoch stets mehr Spielraum für kreative Bildgestaltung und Anpassung an die herrschenden Lichtverhältnisse.

Statt jedoch für jede denkbare Situation das passende Objektiv einzupacken, bietet es sich an, ein vielseitig einsetzbares zu wählen. Ein Standard-Zoomobjektiv für Kameras mit APS-C-Sensor mit einem Brennweitenbereich von 16 bis 80 Millimeter oder für Vollformat-Sensoren 24 bis 120 Millimeter ist für das Grossstadtleben ideal. Es ermöglicht tolle Detailaufnahmen sowie Aufnahmen, bei welchen ein ausreichend grosser Abstand zum Hauptmotiv besteht.

Für ambitionierte Städtefotografen gehört neben einem zoomfähigen Objektiv auch ein Weitwinkelobjektiv zur Grundausstattung. Dieses ermöglicht durch den grösseren Bildwinkel auch in den oft engen Gassen das weite Erfassen eines Motives, während das Standard-Objektiv bei zu geringem Abstand meist nur einen kleinen Ausschnitt des eigentlichen Motivs abbilden kann.

Hierbei liegt der ideale Brennweitenbereich zwischen 10 und 12 Millimetern für APS-C-Sensoren oder 14 und 16 Millimetern bei Vollformatsensoren.

Für wackelfreie Fotos empfiehlt es sich ein handliches Stativ mitzunehmen, doch in der Grossstadt finden sich meist auch andere Möglichkeiten wie Mauern, Tische im Strassencafé und Ähnliches, um die Kamera wackelsicher aufzustellen.

Schweizer Flagge im Grünen

Motive in der Fotografie: Landschaften

Schritt für Schritt zum perfekten Fotografie-Verhalten: Unser Online-Fotokurs liefert nützliche Tipps für die richtige Ausrüstung, wichtige Einstellungen und Aspekte der Bildgestaltung in unterschiedlichen Lektionen. So lassen Sie beim Fotografieren von Landschaften, Architektur oder Objekten wirkungsvolle Fotomotive entstehen, die nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

Bildausschnitt und Perspektive

Zuallererst kommt es auf den richtigen Bildausschnitt und die Perspektive an. Beides entscheidet über die Wirkung und Stimmung im Bild.

Neben eindrucksvollen Berglandschaften, schier endlosen Weiten und spiegelnden Wasseroberflächen ist es insbesondere der Himmel, der die Stimmung eines Landschaftsfotos an den Betrachter übermittelt. Zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen können Himmel und Wolken das jeweilige Motiv besonders in Szene setzen.

Harmonisches Landschaftsbild mit eindrucksvollen Wolken

Um den optimalen Bildausschnitt zu finden, in welchem ein harmonisches und interessantes Verhältnis von Himmel und Landschaft besteht, lohnt es sich, die „Drittel-Regel“ anzuwenden.

Diese stellt eine vereinfachte Form des „goldenen Schnitts“ dar und sorgt für harmonische und interessante Proportionen im Bild. Hierbei wird der Bildausschnitt gedanklich durch jeweils zwei horizontale und vertikale Linien in neun gleich grosse Teile unterteilt. Manche Kameras bieten die Möglichkeit diese Hilfslinien im Sucher und im Display einzublenden. Das Hauptmotiv, wie etwa ein Leuchtturm, ein herausstechender Berg oder die Sonne, sollte dabei entlang der Linien oder an deren Schnittpunkten platziert werden. Vor allem für Einsteiger der Landschaftsfotografie ist die Drittel-Regel eine gute Orientierung, um Landschaftsmotive eindrucksvoll einzufangen.

Neben den optimalen Proportionen im Bild spielt auch die Perspektive, aus welcher das Foto aufgenommen wurde, eine wichtige Rolle für die Bildwirkung. Um spannende Landschaftsmotive zu erhalten, sollten beim Fotografieren verschiedene Kamerastandpunkte ausprobiert werden. So kann dem Foto durch die richtige Perspektive, die für Landschaftsmotive so typische, räumliche Wirkung verliehen werden. Diese wird besonders deutlich, wenn das Bild in Vordergrund, Mitte und Hintergrund eingeteilt werden kann. Ist eine klare Trennung nicht möglich, wie etwa bei einer sich lang erstreckenden Blumenwiese oder einem Weizenfeld, gibt eine möglichst bodennahe Kameraposition dem Foto die gewünschte Tiefenwirkung.

Ausrüstung

Ob Kompaktkamera oder DSLR – Grundsätzlich kann jede Kamera tolle Landschaftsaufnahmen festhalten. Um besondere Motive mit beeindruckenden Effekten zu erhalten, eignen sich vor allem Kameras, deren Einstellungen wie Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert manuell angepasst werden können.

Die Wirkung und Perfektion von Landschaftsfotos wird darüber hinaus natürlich auch vom verwendeten Objektiv beeinflusst. Hierbei spielt vor allem die Tiefenschärfe eine wichtige Rolle. Objektive mit einer Brennweite zwischen 18 und 100 Millimetern sind in der Regel gut für Landschaftsaufnahmen geeignet. Diese ermöglichen neben einem leichten Weitwinkel auch die entsprechende Brennweite für eine gute Tiefenschärfe. Die beste Bildqualität erreichen Objektive mit Festbrennweiten.

Um die Ergebnisse zu perfektionieren und einen grösseren Bildausschnitt umfassen zu können, verwenden ambitionierte Landschaftsfotografen und Profis meist Weitwinkelobjektive.

Für schöne Landschaftsfotos im Morgengrauen, in der Abenddämmerung und bei ähnlich schlechten Lichtverhältnissen sind lange Belichtungszeiten erforderlich, um scharfe Fotos zu erhalten. Ein robustes Stativ sorgt für eine feste Kameraposition und verhindert somit verwackelte oder unscharfe Bilder. Um Einstellungsänderungen und das Auslösen vornehmen zu können, ohne die Kamera ungewollt zu bewegen, ist ein Fernauslöser eine tolle Ergänzung zur Verwendung eines Stativs.

Landschaften: Beeindruckende Alpenlandschaft mit schneebedecktem Berg

Für besondere Effekte und zum Ausgleichen der Lichtverhältnisse ist eine Reihe an speziellen Filtern im Handel erhältlich, die bei passionierten Landschaftsfotografie häufig zum Einsatz kommen. So sorgen beispielsweise Verlaufsfilter für ein Abdunkeln des Himmels bzw. des oberen Bildteiles, welcher nach unten hin klarer und heller wird. Ebenfalls gern benutzt wird der Polarisationsfilter, welcher intensivere Farben und Reflexionen entstehen lässt.

Wichtige Einstellungen

Die Vielzahl an Einstellungsoptionen, die etwa eine DSLR oder eine Kompaktkamera bieten, ermöglicht eine optimale Anpassung der Kamera an die Aufnahmebedingungen bei der Landschaftsfotografie.

Um die maximale Bildqualität auszunutzen, die der Bildsensor der Kamera liefert, sollte die höchstmögliche Auflösung eingestellt werden. So können die Fotos im Nachhinein zur Perfektion nochmal zugeschnitten und bearbeitet werden, ohne an Bildqualität zu verlieren.

Landschaften: Scharfes Wintermotiv trotz schwieriger Lichtverhältnisse

Beim Fotografieren von Landschaften können vor allem die oft schwierigen Lichtverhältnisse, wie dichte Wolken, Nebel oder Dämmerung, eine Herausforderung für den Fotografen darstellen. Durch die entsprechende Anpassung der Lichtempfindlichkeit des Bildsensors können diese ausgeglichen werden oder durch gezielte Betonung für eine besondere Stimmung im Bild sorgen.

Um bei schlechten Lichtverhältnissen verwacklungsfreie Fotos zu schiessen, sollte der ISO-Wert daher auf mindestens 200 eingestellt werden, da der standardmässig eingestellte Wert von 100 meist zu niedrig ist. Je höher der ISO-Wert ist, desto geringer ist die benötigte Verschlusszeit. Den optimalen Wert für die gegebenen Lichtverhältnisse kann man jedoch nur durch Ausprobieren herausfinden. Eine zu hohe Lichtempfindlichkeit des Sensors führt wiederum zu erhöhtem Bildrauschen und schwächeren Kontraste, da die Sensorleistung bei einer solchen Ausreizung nachlässt.

Wie lange der Bildsensor belichtet wird, bestimmt die Belichtungszeit oder auch Verschlusszeit. Beim Fotografieren von Landschaften reichen meist kurze Belichtungszeiten aus. Abends oder nachts muss diese manuell angepasst werden, da entsprechend mehr Licht eingefangen werden muss.

Von der Lichtempfindlichkeit zu unterscheiden ist die durch das Objektiv auf den Bildsensor einfallenden Lichtmenge. Diese wird durch die Blende reguliert, um eine Über- bzw. Unterbelichtung des Fotos zu vermeiden. Je grösser der Blendenwert, welcher im Display mit einem „f“ gekennzeichnet ist, desto weniger Licht fällt auf den Bildsensor. Die Blendeneinstellung kann jedoch gezielt als bildgestalterisches Mittel genutzt werden, um etwa den Vorder- oder Hintergrund einer Landschaft im Bild hervorzuheben:

Um den Hintergrund durch eine entsprechende Schärfentiefe hervorzuheben, muss daher ein grössere Blendenwert von mindestens 11 gewählt werden. Bei kleineren Blendenwerten wird der Hintergrund zunehmend unscharf, währen der Vordergrund mit klaren Linien hervorsticht. Um Unschärfe gezielt für die gewünschte Bildwirkung einzusetzen, muss der hervorzuhebende Bildteil fokussiert werden.

Neben der Schärfentiefe lassen sich mit Hilfe der Blendeneinstellung auch etwa die Bildwirkung von Wasser oder Lichtquellen beeinflussen. Eine geschlossene Blende, also ein hoher Blendenwert von beispielsweise 22, in Verbindung mit einer langen Belichtungszeit lässt Wasser weich und verwaschen wirken. Eine niedrige Blendeneinstellung von etwa 4 mit kurzer Belichtungszeit zeigt Wasserflächen scharf und detailliert. Genau umgekehrt funktioniert die Wirkung von Lichtquellen: Je kleiner der Blendenwert, desto verwaschener die Lichtquelle.

Brücke scheint ins unendliche zu verlaufen und vermittelt den Eindruck von Dynamik.

Optische Täuschungen als Mittel der Fotografie

Optische Täuschungen interessieren Menschen seit jeher. Mit der Erfindung der Fotografie erlebten Illusionen eine Renaissance. Schon in der Bildhauerei und Malerei waren Ansätze von dreidimensionalen Räumen zu erkennen. Im letzten Jahrhundert ging man dazu über, diese Illusionen zu verstehen. Gerade optische Täuschungen, die den Sehsinn betreffen, spielen in der Wahrnehmungstäuschung eine besondere Rolle. Die menschlichen Augen nehmen zweidimensionale Bilder der Umwelt wahr. Trotzdem hat man das Gefühl, dreidimensional sehen zu können. Vor allem für die Fotografie ist die Relativität des Blickwinkels von Bedeutung.

Wie entstehen optische Täuschungen?

„Illusionen entstehen, wenn unser Gehirn versucht, die Zukunft zu erkennen, das Ergebnis aber nicht mit der Realität übereinstimmt“, erklärte Mark Changizi einst. Er ist Forscher auf dem Gebiet der Computational Neuroscience (computergestützte Hirnforschung). Es klingt ein bisschen verrückt, aber Wissenschaftler wie Changizi haben herausgefunden, dass Menschen in die Zukunft sehen können – zumindest für den Bruchteil einer Sekunde. Dieser Effekt ist auch unter neuronaler Verzögerung bekannt. Wenn Licht auf die Netzhaut unseres Auges trifft, dauert es etwa eine zehntel Sekunde, bevor unser Gehirn das Signal in eine dreidimensionale Umgebung übersetzt. Changizi hat darauf aufbauend herausgefunden, dass unser Gehirn versucht, diese neuronale Verzögerung zu kompensieren. Dabei produziert es Bilder von dem, was in einer zehntel Sekunde in der Zukunft passieren könnte. Konvergierende Linien lassen unser Gehirn zum Beispiel denken, dass wir uns vorwärtsbewegen. Dieser Mechanismus erklärt auch, warum wir von optischen Illusionen getäuscht werden.

Die erzwungene Perspektive

Viele dreidimensionale geometrische Objektive werden bei einer Fotografie auf eine zweidimensionale Ebene gebannt. Dabei entstehen Verzerrungen, die zu einer illusionistischen Raumorganisation führen. In der Architekturfotografie werden optische Täuschungen als Stilmittel verwendet, um z.B. optische Vergrösserungen zu erreichen und ein Bauwerk monumentaler wirken zu lassen.

Erzwungene Perspektive am Beispiel der Potemkinschen Treppe in Odessa

Die erzwungene Perspektive ist demnach eine optische Täuschung. Dimensionen scheinen verkürzt und führen Betrachter in die Irre. Wichtige Gegenstände für eine gelungene Illusion sind das Objekt, die Kameraposition und der Standpunkt des Betrachters. Für eine plausible Täuschung, die nicht leicht zu durchschauen ist, sollten vorher ein paar Überlegungen angestellt werden. Am wichtigsten ist die Frage nach dem darzustellenden Objekt bzw. den Objekten.

Zum besseren Verständnis soll das am Beispiel des schiefen Turms in Pisa erklärt werden. Beliebte Motive zeigen, wie sich Menschen mit einer Hand an dem Turm abstützen oder ihn sinnbildlich vorm Umfallen retten. In unserem Beispiel wirkt es so, als ob der Turm in beiden Händen gehalten werden könnte. Hierbei wird sich der Effekt zunutze gemacht, dass der Turm auf dem Foto wesentlich kleiner erscheint, als er in Wirklichkeit ist. Das funktioniert solange, wie die Kamera nicht nach unten geneigt wird. Denn dadurch würde sich der räumliche Abstand der beiden Objekte zueinander offenbaren und der Betrachter würde erkennen, dass die beiden Objekte nicht nebeneinanderstehen. In Anbetracht der Grösse des Turms ist das aber eher nebensächlich. Generell gilt für erzwungene Perspektiven aber: Eine neutrale oder positive Kameraausrichtung ist besser. Mit diesen Ausrichtungen ist es auf Fotografien schwerer, räumliche Tiefen zu erkennen, da die Objekte ihre dritte Dimension (Tiefe) nicht „verraten“.

Der schiefe Turm von Pisa scheinbar in den Händen einer Frau

Im Alltag begegnen uns aber noch mehr optische Illusionen. In der Architekturfotografie sind beispielsweise stürzende Linien von Bedeutung. Jedem, der schon einmal nahe vor einem Hochhaus stand, dürfte es aufgefallen sein. Auf einem Foto verjüngen sich die Kanten des Hauses nach oben hin oder es scheint nach hinten zu kippen. Das liegt an dem quadratischen Fotosensor. Diese Verzerrung kann mit Tilt-Shift-Objektiven vermieden werden.

Optische Täuschungen mit der Brennweite

Auch mit unterschiedlichen Brennweiten lässt sich tricksen. Dabei kann das relative Verhältnis von Vordergrund zu Hintergrund variiert werden. Ein kleines Beispiel: Ausgangspunkt stellt ein mit 18 mm Brennweite festgehaltenes Motiv dar. Nun entfernt man sich vom Vordergrund, denn man möchte das dortige Objekt gleich gross beibehalten. Mit zunehmender Brennweite bemerkt man, dass bei gleicher Grösse des Vordergrundobjekts das Hintergrundobjekt immer weiter nach vorne zu rücken scheint – der Abstand zwischen beiden Objekten also optisch kleiner wird. Dieser Effekt wird auch als Vertigo-Effekt beschrieben.

Optische Täuschungen können in der Fotografie vielseitig eingesetzt werden – Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Egal, ob Sie die Sonne in den Händen halten oder den schiefen Turm von Pisa stützen.