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Verlassener und verfallener Wagon aus Holz von innen

Lost Places Spezial – Wagons & Züge

Mächtige Maschinen, die wie vergessen, verwildert und von den Jahren gekennzeichnet auf verlassenen Bahnhöfen und Gleisanlagen stehen – Ausrangierte Züge sind nicht nur für Eisenbahnfans einen Besuch wert, sondern ziehen auch begeisterte Fotografen an. Verwaiste Wagons und Gleisbettanlagen sind beliebte Fotomotive für die Lost Places Fotografie. Wir geben Ihnen Hinweise, wie Sie passende Locations finden und beeindruckende Bilder schiessen.

Besonderheit bei verlassenen Gleisanlagen und Wagons

Scheinbar verlassene Bahnhöfe sind nie wirklich herrenlos und selten frei zugänglich. Daher ist das Einholen einer Genehmigung Pflicht, um keinen Hausfriedensbruch zu begehen. Achten Sie wie immer auf Ihre Sicherheit und darauf, dass Sie nichts zerstören oder beschädigen. Besondere Vorsicht ist bei verlassenen Gleisen geboten, die scheinbar ins Nichts führen. Nicht jede scheinbar verwaiste Bahnstrecke ist tatsächlich stillgelegt. Hier ist es sehr wichtig, sich vorab zu informieren, ob noch Bahnverkehr stattfindet, bevor man sich zum Fotografieren auf die Gleise begibt.

verlassene Gleisanlage

Zugfriedhöfe finden

Es gibt nicht viele solcher Eisenbahnfriedhöfe, denn oft weichen die Anlagen moderneren neuen Bahnhöfen und ausrangierte Wagons werden verschrottet. Dennoch gibt es einige gut gehütete Plätze, an denen man solche schlafenden Riesen finden kann. Am besten finden Sie solche Orte, wenn Sie zunächst online nach Fotos von alten Bahnhöfen oder Zügen suchen. Viele Fotografen teilen die Ergebnisse ihrer Lost Places Fotografie in Foren oder auf eigenen Webseiten. So können Sie sich mit ihnen austauschen und vielleicht den Standort der Fotomotive in Erfahrung bringen.

Einige verlassene Bahnhöfe in denen Wagons stehen, sind jedoch bekannt. Doch hier möchten wir nochmals betonen, dass Sie sich vor dem Fotografieren von Lost Places immer eine Genehmigung des Eigentümers einholen sollten. Wir haben ein paar Locations für Sie zusammengetragen:

Bahnknoten Etzwilen (Thurgau)

Der ehemalige Bahnknoten in Etzwilen in Thurgau war zwischen den 1870er und 1960er Jahren eine bedeutende Anlage für den internationalen Güterverkehr. Als dieser immer mehr auf die Strassen verlegt wurde, verlor der Bahnknoten an Bedeutung. Endgültig stillgelegt wurde der Bahnverkehr im Jahr 2004. Heute nutzt die SBB die Gleise als Abstellfläche für vorrübergehend nicht genutzte und endgültig ausrangierte Wagons, die auf ihre Verschrottung warten.

Züge Kaiseraugst (Aargau)

Die Gemeinde Kaiseraugst befindet sich im Kanton Aargau. In der Rinausstrasse 380 stehen einige alte, teilweise kaputte Wagons. Da diese auch bei Graffiti-Künstlern sehr beliebt sind, sind die ausrangierten Wagons hier teilweise zu ganz besonderen Lost Place Motiven geworden.

Zugfriedhof Le Locle (Neuenburg)

Auf dem Zugfriedhof Le Locle im Kanton Neuenburg nahe dem Gebäude in der La-Coté-des-Billodes 4 lassen sich sehr viele Züge und Wagons finden. Die ausrangierten Wagen sind phasenweise bewacht, da der Vandalismus an solchen Orten immer mehr zu nimmt.

Verlassener Bahnhof Baden Oberstadt (Aargau)

In Baden Oberstadt im Kanton Aargau finden Sie zwar keine Wagons, aber den verlassenen Bahnhof vor. Die Gleise sind gut erhalten und das Bahnhofsgebäude steht noch.

Eisenbahntunnel «Grabenkeller» (St. Gallen)

Unterhalb von St. Gallen unter dem Blumenbergplatz liegt ein fast vergessener Eisenbahntunnel. Seit über 100 Jahren fahren hier keine Züge mehr. Die Strecke wurde nach dem 1912 fertig gestellten Rosenbergtunnel zu grossen Teilen zugeschüttet. Ein kleiner Teil blieb als Tunnel erhalten. Nach der Nutzung als Weinkeller, Feuerwehrübungsplatz und Partykeller steht er heute leer und wartet auf seine weitere Bestimmung. Wollen Sie hier Fotos machen, wenden Sie sich am besten direkt an die Stadt und erbitten Zugang.

Locations für Lost Places werden grundsätzlich gut gehütet und nur an tatsächlich interessierte Urbexer (private Forscher des städtischen Raums und von Lost Places) weitergegeben. So schützt die Community solche Orte vor Vandalismus. Es lohnt also in jedem Fall, Fotografen von Lost Places Motiven nach einem Hinweis für einen solchen Ort zu fragen.

Verlassene Wagons als Fotomotiv

Die Lost Places Fotografie lebt davon, den Zustand und Verfall des jeweiligen Objektes unverändert abzubilden. Die Stimmung ist meist eine Mischung aus Wehmut und Andacht, für diese längst vergessenen Orte. Beim Fotografieren von verlassenen Wagons oder Bahnanlagen rückt die Kraft und Grösse der Züge in den Mittelpunkt. Um diese auf den Bildern festzuhalten, eignet sich das Fotografieren aus der Froschperspektive. Je näher Sie dabei an den Wagen herantreten, desto effektvoller wirkt er im Bild. Nicht nur der Blick von aussen bietet spannende Sichtweisen, auch ein Blick in einen Wagon ist lohnenswert. Das Betreten stillgelegter Züge ist jedoch selten möglich bzw. wird selten gestattet.

Alte schwarze Dampflokomotive auf Schienen

Beim Bildausschnitt dürfen Sie die Drittelregel ruhig vernachlässigen und die Bahn oder die Gleise stattdessen mittig positionieren.

Kameraeinstellungen für das Einfangen von Zugwagons

Um die Wirkung der riesigen Maschinen aus Stahl richtig einzufangen, muss im Motiv nahezu alles scharf abgebildet sein. Mit einem Standartobjektiv, wie beispielsweise dem Kit Objektiv, erreichen Sie dies mit einer geschlossenen Blende ab einem Blendenwert von f/11 und höher. Um den mangelnden Lichteinfall auszugleichen, muss die Belichtungszeit erhöht und ein Stativ zu Hilfe genommen werden. Da es sich um unbewegte Objekte handelt, können Sie die Belichtungszeit in Ruhe anpassen. Nutzen Sie die kleinste Brennweite Ihres Objektivs, um den Zug im Ganzen abzubilden. Das Kit Objektiv, nicht selten mit einer Brennweite von 18 bis 55 mm, deckt nicht nur den Bereich des Normalobjektives (50 mm), sondern auch einige Brennweiten im Weitwinkelbereich ab.

Unter Weitwinkel werden Objektive mit einer Brennweite unter 50 mm verstanden. In der Regel werden Sie keinen grösseren Bildausschnitt benötigen, als das Kit Objektiv hergibt. Allerdings ist die Verwendung eines speziellen Weitwinkelobjektivs, im Bezug auf die Schärfentiefe, von Vorteil. Ein Weitwinkelobjektiv ist trotz weit geöffneter Blende in der Lage, einen grösseren Schärfebereich in der Aufnahme abzubilden. Dadurch müssen Sie die Blende nicht zu weit schliessen und können die Belichtungszeit verkürzen.

Für Detailaufnahmen, sowohl aussen als auch innen, können Sie grössere Brennweiten verwenden. Möchten Sie beispielsweise ein bestimmtes Detail in den Fokus stellen, können Sie die Blende soweit wie möglich öffnen, um ausreichend Hintergrundunschärfe zu erzeugen. In diesem Fall sollten Sie Ihre Belichtungszeit verkürzen, um die Aufnahme nicht zu überbelichten. Weitere Tipps für gelungene Lost Places Aufnahmen finden Sie auch hier.

Eine weitere beliebte Methode, um alte Maschinen aufzunehmen, sind HDR aufnahmen. Dies sind Aufnahmen mit einem besonders hohem Dynamikumfang, den Sie nur durch eine Belichtungsreihe erzeugen können. In unserem Artikel «Ein HDR-Bild aus einer Belichtungsreihe erstellen» erfahren Sie, wie es geht.

Fazit

Verlassene Bahnhöfe und Wagons versprühen eine besondere Magie. Die ausrangierten und vergessenen Kolosse lassen uns erahnen, wie viel Kilometer sie durch das Land fuhren und auf ihren Wegen Güter und Menschen miteinander verbanden. Beim Fotografieren von solchen Lost Places geht die Sicherheit immer vor. Eine Besonderheit stellt hier die Zuständigkeit dar. Viele Bahnanlagen oder Wagons sind nicht herrenlos, sondern gehören meist grösseren Betrieben oder werden verpachtet. Sich vorab eine Genehmigung zum Fotografieren zu holen ist daher Pflicht, um keine Straftat zu begehen. In weiteren Artikeln zum Thema Lost Places geben wir Ihnen dazu weitere Hinweise.

Denken sie beim Fotografieren von Lost Places ausserdem immer daran: «Nimm‘ nichts mit, ausser Fotos und hinterlasse nichts, ausser deiner Fussspuren.»

Yoga-Pose Dreieck Variation auf Brücke

Yoga-Fotografie – Stimmung ist alles

Die über 3000 Jahre alte indische Meditationsform Yoga ist heute kein reiner Trendsport mehr. Immer mehr Menschen entdecken die wohltuende Wirkung der als Yoga bekannten Körperübungen. Sie dienen der Erhaltung von körperlicher sowie geistiger Vitalität und Kraft. Des Weiteren sollen sie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Die zentralen Aspekte von Yoga unterteilen sich in Meditation, Pranayama (Atemübungen) und Asanas (Körperübungen). In der Yoga-Fotografie werden die verschiedenen Asanas für ausdrucksstarke Bildmotive genutzt.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Yoga-Posen für einzigartige Fotos nutzen und dabei gezielt die Bildwirkung bestimmen können.

Herausforderungen in der Yoga-Fotografie

Yoga ist eine spezielle Form der körperlichen Betätigung, da sie sich an unser Inneres richtet. Diese Harmonie zwischen Körper und Geist in Bildern festzuhalten, ist eine besondere Herausforderung für jeden Fotografen. Dabei geht es vor allem darum, die besondere Stimmung und die damit verbundene Ruhe im Motiv einzufangen und dem Betrachter des Bildes näherzubringen.

Vorbereitung

Um ausdrucksstarke Fotos verschiedener Asanas zu schiessen, sollten Sie sich als Fotograf vorab mit dem Thema Yoga und Asanas auseinandersetzen. So können Sie dem Model gegebenenfalls Hilfestellung und Korrekturhinweise geben. Fotograf und Model sollten sich zudem vorher besprechen, welche Posen abgelichtet werden. Anschliessend können Sie gemeinsam überlegen, welche Asanas sich für die gewählten Locations am besten eignen. Das Halten der einzelnen Körperübungen kann sehr anstrengend sein. Aus diesem Grund sollten Fotograf und Model ausreichend Zeit und Geduld mitbringen, um die Asanas mit genügend Kraft und Konzentration auszuführen.

Fotografieren Sie in einer Gruppe, so ist es angebracht, sich weitestgehend im Hintergrund zu halten und unauffällig zu fotografieren, um die Yogis nicht zu stören. Stellen Sie sich allen Teilnehmern vor und erzählen Sie, welches Ziel Sie mit Ihren Fotos erreichen möchten. Respektieren Sie, dass einige Teilnehmer nicht abgelichtet werden wollen.

Posen in der Yoga-Fotografie

Alle Posen der Asanas haben Ihre ganz bestimmte wohltuende Wirkung auf Körper und Geist, doch nicht alle eignen sich für ein gutes Fotomotiv. Die Wahl der Pose sollte nicht nur Ihrem Anspruch an das Foto, sondern auch unbedingt dem Können Ihres Models entsprechen. Besonders beliebte Motive sind Asanas wie Baum, Krieger und Lotussitz. Je nach gewünschter Bildwirkung eignen sich diese Posen für ausdrucksstarke Yoga-Fotos:

Kraft: Krieger, Schulterstand, Kopfstand, Krähe, Kamel, Skorpion, Pfau

Sinnlichkeit: Herabschauender Hund, Krieger, Tänzer, Kobra, Adler, Bogen im Liegen, Heldenstellung

Ruhe: Lotussitz, Baum, Kindstellung, Drehsitz, Zehenstand, Berg, Schmetterling

Beim Yoga stehen Entspannung und wohltuende Wirkung im Vordergrund. Zudem hat jeder Yogi den Anspruch, die Asanas korrekt auszuführen. Machen Sie sich jedoch bewusst, dass Übung bekanntlich den Meister macht und die Perfektion beim Yoga nicht im Mittelpunkt steht. Bei jedem Asana gilt immer: Hören Sie auf Ihren Körper – Ihr Wohlergehen steht an erster Stelle!

Locations für Yoga-Fotografie

Die Wahl der Location beeinflusst die Stimmung Ihres Bildes sehr, setzt Ihrer Kreativität jedoch keine Grenzen. Ob Sie sich für die wilde, unberührte Natur, einen angelegten Garten, die betriebsame Stadt oder für einen Lost-Place entscheiden – jede Location eignet sich für Yoga-Fotografie. Auch beliebte Fotomotive von bekannten Sehenswürdigkeiten können mit einem Asana in ganz neuem Licht erscheinen.

Das Fotografieren in der Natur greift die Verbundenheit mit Yoga zu selbiger auf und schafft eine sinnliche und ruhige Stimmung im Bild. Natürliche Formen, aber auch Elemente wie Wasser, Erde oder Licht, harmonieren perfekt mit den Asanas Ihres Models und unterstreichen den Einklang mit der Umwelt.

Einen schönen Kontrast erreichen Sie, wenn Sie in urbaner Umgebung fotografieren. Die ruhige und besinnliche Ausstrahlung des Models steht der den künstlich von Menschenhand geschaffenen Strukturen gegenüber.

Perspektive in der Yoga-Fotografie

Auch die Wahl der Perspektive beeinflusst die Stimmung des Bildes. Wollen Sie die innere Ruhe in den Vordergrund stellen oder die Kraft des Models in den Fokus rücken? Wollen Sie die Pose und deren Wirkung präsentieren oder den Einklang mit der Umwelt verdeutlichen?

Die Entspannung beim Yoga können Sie mit Detailaufnahmen von Gesicht oder Händen gut darstellen. Der entspannte Gesichtsausdruck mit geschlossenen Augen oder die spezielle Haltung der Finger im Gyan Mudra verdeutlichen zum Beispiel die innere Ruhe und Konzentration des Yogis.

Um bestimmte Aspekte eines Asanas, wie Kraft, Ruhe oder Sinnlichkeit auszudrücken, sollten Sie das Model in das Zentrum des Bildes rücken und den goldenen Schnitt vernachlässigen. Wir empfehlen, von gleichen Motiven mehrere Bilder mit verschiedenen Bildausschnitten zu machen.  So können Sie später entscheiden, welches eine bessere Wirkung erzielt. Es bietet sich an, eine Yoga Pose aus Augenhöhe und frontal abzulichten. So können Symmetrie und Harmonie des Asanas am besten eingefangen werden.

Wollen Sie die dargestellte Yoga-Pose als Teil der Umwelt präsentieren, steht das Model nicht mehr im Fokus Ihrer Aufnahme. Ob im goldenen Schnitt oder zentral positioniert, wird das Yoga-Model eingerahmt von der natürlichen oder urbanen Umgebung. Spielen Sie mit den Elementen, wie dem Sonnenlicht oder einem Wasserfall, indem Sie diese in die Bildkomposition einfliessen lassen. Die Symmetrie des Motivs ist hier nicht ganz so wichtig.

Fotografieren Sie eine Gruppe von Yogis, können Sie einzelne Yoga Posen meist nicht darstellen. Hier liegt der Fokus auf dem Gefühl der inneren Ruhe. Variieren Sie die Tiefenschärfe, indem Sie den Blendenwert verringern, um einzelne Gruppenteilnehmer oder Details hervorzuheben.

Fazit

Yoga Fotografie unterscheidet sich in vielen Punkten von herkömmlichen Motiven. Zentrales Thema ist jedoch stets die Darstellung von Einklang und Harmonie als fundamentale Aspekte von Yoga. Halten Sie sich diesen Punkt immer vor Augen, gelingen Ihnen einzigartige Aufnahmen, die den Betrachter in eine friedliche Welt voller Harmonie und Stärke eintauchen lassen.

Junge Frau kuschelt sich mit der Nase in rosa Schal

Wintershooting – Tipps für stimmungsvolle Winterportraits

Winter ist die Zeit der Romantik und Stille. Romantisch verschneite Schneelandschaften und kuschlige Kleidung rufen in uns Emotionen des Wohlbefindens hervor. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die Winterromantik in einem gelungenen Wintershooting einfangen können.

Die passende Location für ein Wintershooting

Eine geeignete Location für ein Wintershooting zu finden, ist nicht schwer. Für die perfekten Motive sollten Sie aber dennoch einige Dinge beachten. Um räumliche Tiefe in der weissen Winterlandschaft zu schaffen, sollten Objekte wie Bäume, Steine oder ähnliches im Bildausschnitt zu sehen sein. Andernfalls würde auf dem Foto der Eindruck entstehen, dass das Model in einem scheinbar leeren, weissen Raum schwebt. Besonders stimmungsvoll im Bild sind vor allem die immergrünen Nadelbäume oder Ausschnitte der braun marmorierten Baumstämme. Bei Aufnahmen in der Stadt sollten Sie den Einfluss von Lichtern und dem bunten Treiben einer Menschenmenge im Hintergrund nicht unterschätzen. Beides kann schnell für Unruhe im Bild sorgen und das eigentliche Hauptmotiv zur Nebensache werden lassen.

Wenn Sie im Schnee fotografieren möchten, sollten Sie eine gut erreichbare Location und passende Kleidung wählen. Lange Laufstrecken durch hohen Schnee können sehr schnell sehr anstrengend werden und dafür sorgen, dass Schuhe und Kleidung durchnässen, bevor Sie das Ziel erreichen. Mit festem Schuhwerk erreichen Sie jedoch wunderbar auch unberührte Schneelandschaften fernab der Wege. Besondere Vorsicht ist bei dem Betreten von Eisflächen zu wahren. Informieren Sie sich im Voraus, welche Eisflächen offiziell freigegeben sind und gehen Sie kein Risiko ein.

Steht die Location fest, gilt es den richtigen Zeitpunkt für das Shooting zu wählen, um die Bedingungen vor Ort perfekt nutzen zu können. Wintertage sind zwar kürzer, dafür können Sie jedoch das goldene Sonnenlicht in den Morgen- und Nachmittagsstunden länger nutzen. Das goldene Licht sorgt für stimmungsvolle und kontrastreiche Bilder der kalten, kargen Winterlandschaft und verleiht dem Model ein warm wirkendes Strahlen. Aus der richtigen Perspektive kann das Sonnenlicht sogar den Schnee glitzern lassen.

Das Styling des Models

Neben einer geeigneten Location ist natürlich auch das passende Outfit mit entsprechenden Accessoires ausschlaggebend für ein gelungenes Shooting. Beraten Sie sich mit Ihrem Model und sichten Sie am besten gemeinsam die verfügbaren Kleidungsstücke. Je nach Stimmung des Bildes sollten Sie besonders auf die Zusammenstellung der Farben achten.

Nutzen Sie etwa die typischen Weihnachtsfarben Rot, Grün und Braun, um eine festliche und weihnachtliche Stimmung ins Bild zu bringen. Beziehen Sie für die Bildwirkung sowohl die Farben des Outfits und der Accessoires als auch die Nuancen von beispielsweise den Nadelbäumen im Hintergrund mit ein.

Für ein romantisches und elegantes Winterbild empfehlen sich vor allem gedeckte Farben wie Braun- und Grüntöne, Weinrot und Ähnliches. Immer in Abhängigkeit von der Umgebung können auch Pastelltöne eine gute Wahl für das Outfit des Models sein.

Besonders kuschlig wirkt das Bild, wenn Sie auf grobe Strickmuster zurückgreifen. Setzen Sie das Model für das Wintershooting etwa mit einem hübschen Schal und farblich passender Mütze in Szene. Wenn es etwas verspielter und dynamischer sein soll – wie zum Beispiel bei einem Familienshooting – können Sie hier auch mit bunten Farben experimentieren.

Ob Familien- oder Paarshooting – Bei mehreren Personen im Bild sollte die Kleidung grundsätzlich immer farblich aufeinander abgestimmt sein.

Wintershooting - Pärchen im Schnee

Die richtige Fotoausrüstung wählen

Um im Winter zu fotografieren, bedarf es keiner speziellen Ausrüstung, dennoch sollte man auf bestimmte Dinge achten.

Die winterlichen Temperaturen beeinflussen die Nutzungsdauer Ihres Akkus negativ. Halten Sie also genügend Ersatzakkus bereit, die Sie am besten am Körper tragen, um sie warm zu halten. Die Kamera hingegen darf ruhig kalt sein und bleiben, um die Bildung von Kondenswasser an Objektiv und Sucher zu vermeiden.

Tipp: Müssen Sie das Objektiv wechseln, lagern Sie dieses in einer Plastiktüte. So kann sich das Objektiv der Temperatur anpassen und bleibt verschont von Feuchtigkeit.

Nutzen Sie ein Stativ mit Metallbeinen, können diese sehr kalt werden. Um das Material und Ihre Finger zu schützen, können Sie die Füsse auf eine Decke oder ein Stück Pappe stellen.

Warme Getränke und eine Wärmflasche sind nützliche Begleiter bei einem Wintershooting. Eine alte Decke oder ein Stück Pappe ist ebenfalls sinnvoll, wenn Sie im liegen oder Sitzen fotografieren wollen. Weiter sollten Sie ein trockenes Mircofasertuch dabeihaben, um Schneeflocken oder Kondenswasser streifenfrei entfernen zu können. Auf Handschuhe sollten Sie als Fotograf auf keinen Fall verzichten. Je nach Modell der Kamera, gibt es auch Handschuhe, mit denen Sie Ihren Touchscreen Bildschirm trotzdem bedienen können.

Bei der Wahl der Objektive ist es im Bereich der Portraitfotografie nie verkehrt eine 35 oder 50 mm Festbrennweite dabei zu haben. Mit einem solchen Festbrennweitenobjektiv erzielen Sie eine geringe Tiefenschärfe, wodurch Ihr Model noch mehr im Fokus steht. Mehr Informationen zu konkreten Einstellungen finden Sie in unserem Artikel „Fotografieren im Schnee“.

Das perfekte Motiv inszenieren

Wintershootings eignen sich sowohl für Portraitaufnahmen, als auch für Paar- und Familienshootings. Sie können das Motiv mit verschiedenen Accessoires ergänzen, um die Stimmung von Gemütlichkeit und Romantik zu verstärken. Dafür eignen sich besonders Tassen mit heissen Getränken, kleine Geschenke, die die Weihnachtszeit ankündigen oder Holzschlitten. Schlitten und Schneemänner ergänzen Familien- und Kinderfotos perfekt und rufen Kindheitserinnerungen hervor. Beziehen Sie die Umgebung und Gegebenheiten mit in das Motiv ein. Personen, die hinter einem Baumstamm hervorschauen, einen Schneeengel machen oder mit Schnee werfen, bringen dem Betrachter des Bildes die winterliche Landschaft näher.

Je näher Sie eine Szenerie fotografieren, desto gemütlicher wirkt diese. Lassen Sie die winterliche Landschaft mehr in Ihr Motiv einfliessen, rückt die Kälte in den Vordergrund.

Wintershooting - Junge Familie mit Schlitten im Schnee

Tipp: Holen Sie sich immer wieder Feedback zum Wohlbefinden von Ihrem Modell. Beim Shooting im Schnee gerät man schnell ins Frieren und die Gefahr einer Unterkühlung sollte hierbei nicht unterschätzt werden. Je nach Aussentemperatur und Outfit sollten Sie sich mögliche Motive bereits im Voraus gut überlegen und das Equipment bestmöglich vorbereiten, damit beim Shooting keine unnötigen Wartezeiten entstehen. Packen Sie daher eine warme Decke und heissen Tee zum Aufwärmen für Zwischendurch ein. Wird es dennoch zu kalt, brechen Sie lieber ab und vereinbaren einen weiteren Termin zum Fortsetzen des Shootings.

Fazit

Ob romantisches Paarshooting, festliches Portrait oder trautes Familienglück, ein Motiv in einer Winterlandschaft ist immer eine sehr stimmungsvolle Aufnahme. Die Farbwahl der Kleidung und die Wahl des Bildausschnittes ist dabei ausschlaggebend für die Bildwirkung. Doch bei allen Ambitionen für das perfekte Wintermotiv, sollte die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten immer im Vordergrund stehen, denn die Kälte ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bereiten Sie sich also gut vor, damit einem gelungenen Wintershooting nichts mehr im Weg steht. Die Ergebnisse eignen

Unendlich fokussieren

Besonders nachts oder bei Motiven in unbestimmter Entfernung ist es schwer, scharfe Aufnahmen zu schiessen. Oft wählt dann der Autofokus einen falschen Fokuspunkt, wodurch das eigentliche Motiv in der Ferne unscharf wird oder er kann das gewünschte Motiv gar nicht erfassen. Besonders in der Dunkelheit oder Dämmerung fällt es der Kamera schwer, einen Fokuspunkt im Bild zu finden. Dank der unendlichen Fokussierung können jedoch auch weit entfernte Motive wie Sterne, Feuerwerk oder weite Landschaften fokussiert und scharf abgebildet werden.

Dafür stellen Sie zunächst den manuellen Fokus an Ihrer Kamera ein. Ein kleiner Schalter am Objektiv erlaubt das Umschalten zwischen den beiden Modi Autofokus und manueller Fokus. «AF» steht dabei für Autofokus und «MF» für manueller Fokus. Bei manchen Kameramodellen muss der Autofokus lediglich deaktiviert werden, um in den manuellen Fokus zu gelangen.

Nun kann der Fokus über eine Skala am Objektiv gesteuert werden. Die Werte sind hier je nach Hersteller sowohl in der Masseinheit Fuss als auch in Meter angegeben. Durch das Drehen des Fokusrings können Sie die Entfernung beziehungsweise den Fokuspunkt bestimmen, ab welchem alles im Bild scharf abgebildet werden soll. An modernen Objektiven ist häufig bereits ein Unendlichzeichen (eine Acht auf der Seite liegend) zu finden, welches das Fokussieren auf unendlich markiert. Drehen Sie die Markierung des Fokusrings auf das Zeichen, um mit der unendlichen Fokussierung zu fotografieren. Abhängig vom Objektiv wird hierbei alles ab einer bestimmten Entfernung und weiter fokussiert. Nähere Bildbereiche können allerdings unscharf erscheinen. Mit Hilfe einer hohen Blendenzahl können Sie diesem Effekt jedoch etwas entgegenwirken, um etwa Steine oder ähnliches im Vordergrund ebenfalls scharf aufs Bild zu bekommen.

Befindet sich keine Markierung für unendlich am Objektiv, können Sie diese auch einfach selbst ergänzen. Dazu fokussieren Sie ein nahezu unendlich weit entferntes Motiv, wie etwa eine Wolke, und markieren anschliessend den Punkt am Fokusring mit einem weissen, wasserfesten Stift.
Manche Kit-Objektive verfügen jedoch über keine Skala für die Fokussierung. In diesem Fall können Sie die unendliche Fokussierung über den Live-View-Modus der Kamera einstellen. Drücken Sie das Symbol mit der Lupe und verschieben Sie das weisse Kästchen im Display an eine beliebige Stelle im Bild. Nun zoomen Sie über die Lupe weiter ins Bild hinein bis Sie möglichst nah an einem weit entfernten Punkt sind, zum Beispiel einem Stern oder einer Wolke. Verändern Sie dabei jedoch nicht den Zoom am Objektiv! Anschliessend stellen Sie das Bild über das Objektiv mit Hilfe des Fokus-Rings scharf. Drücken Sie nun wieder das Lupen-Symbol, um den Live-View-Modus zu verlassen. Jetzt können Sie mit unendlicher Fokussierung fotografieren.

Gegenlichtaufnahme im Wald – Sonne scheint punktuell durch die Bäume

Fotografieren im Wald – Königsdisziplin der Landschaftsfotografie

Egal ob es schneit, regnet oder die Sonne scheint ­– der Wald hat bei jedem Wetter und zu jeder Jahres- und Tageszeit ein grosses Potenzial für besondere Aufnahmen. Viele Fotografen trauen sich dennoch nicht an die Fotolocation «Wald» heran. Grund dafür ist, dass das Fotografieren im Wald zu den schwersten Disziplinen der Fotografie zählt. Der ideale Bildaufbau und die richtigen Lichtverhältnisse für gelungene Waldaufnahmen sind dabei am schwierigsten zu meistern. Allerdings sollten Sie sich von dieser Aussage auf keinen Fall abschrecken lassen.

Warum Sie die tiefstehende Sonne nutzen sollten und welche Wirkung ein bisschen Nebel am Morgen auf das Bildmotiv hat, wird unter anderem im Folgenden geklärt. Überdies erhalten Sie zahlreiche Tipps, wie Sie mit einem perfekten Foto von Ihrem Waldausflug zurückkehren.

Vorbereitung und Kameraausstattung für den Waldausflug

Zur Ausrüstung für den Waldausflug gehört natürlich festes Schuhwerk mit einer rutschfesten Sohle. Wenn es regnet, sollten Sie sich zusätzlich mit Regenjacke, einer wasserfesten Überhose und Hut ausstatten. Ausserdem empfiehlt sich eine lange Wander-/Trekkinghose. Auch bei schönem Wetter sollten Sie eine lange Hose und Socken tragen, da diese Sie sowohl vor stacheligen Pflanzen als auch vor Zecken schützen.

Natürlich darf eines dem Fotografen nicht fehlen: die Kamera. Zum Fotografieren im Wald können Sie eine Kompaktkamera, Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera nutzen. Letztere zeichnet sich durch eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten aus. So können wichtige Parameter wie Belichtungszeit, Blendenwert und ISO manuell an die schwierigen Bedingungen im Wald angepasst werden. Kompaktkameras verfügen dagegen oft über diverse Modi mit Voreinstellungen für verschiedene Situationen und Fotomotive, die bei schlechtem Licht jedoch schnell an ihre Grenzen stossen.

Ergänzend eignen sich ein Stativ, ein Fernauslöser, Filter und verschiedene Objektive für das Fotoequipment im Wald.  So verstärkt ein Weitwinkelobjektiv die Grössenverhältnisse zwischen Vorder- und Hintergrund, das Teleobjektiv hingegen verdichtet oder stellt Objekte frei. Für Nahaufnahmen nutzen Sie das Makroobjektiv. Zur Verstärkung des Blattgrüns und des blauen Himmels sowie zur Reflexionsreduktion können Sie einen Polarisationsfilter nutzen. Bei Waldaufnahmen kann aber auch der Einsatz eines Grauverlauffilters für eine besondere Stimmung in den Aufnahmen sorgen. Die Kamera und das Zubehör verstauen Sie idealerweise in einer Fototasche oder einem Rucksack mit integriertem Regenschutz.

Kameraeinstellungen beim Fotografieren im Wald

Grundsätzlich müssen die Parameter ISO Wert, Blende und Belichtungszeit aufeinander abgestimmt werden. Die jeweils idealen Werte bekommen Sie am besten durch Ausprobieren heraus. Wenn Sie im Wald mit Stativ fotografieren, können Sie eine längere Belichtungszeit wählen und somit den Standardwert des ISO (zwischen 100 und 200) beibehalten. Einen höheren ISO Wert, eine geringere Belichtungszeit und den Bildstabilisator benutzen Sie bei flexiblen Aufnahmen ohne Stativ.

Grundsätzlich sollten sich die ISO Werte aber in moderaten Bereichen befinden, da bei zu hohen Werten schnell Bildrauschen entsteht. Für die Blende gilt: je geschlossener diese ist, desto grösser die Schärfentiefe im Bild. Nutzen Sie für perfekte Aufnahmen den manuellen Fokus und zur Kontrolle der Belichtung das Histogramm als Hilfestellung.

Aufnahme von Baumkronen im Herbst aus der Froschperspektive

Besondere Lichtverhältnisse im Wald

Im Wald herrschen grosse Lichtunterschiede. Während bei Sonnenschein völlig überbelichtete oder komplett schwarze Flächen das Ergebnis sein können, bietet bedeckter Himmel einen viel kleineren Dynamikumfang.

Verwackelte und unscharfe Bilder können die Folge von spärlichem Licht sein. Kontrollieren Sie daher Ihre Ergebnisse auf dem Display und stellen Sie probieren Sie einen höheren ISO Wert aus, wenn die Aufnahmen unscharf sind. Idealerweise arbeiten Sie mit lichtstarken Objektiven und grosser Blendenöffnung, allerdings sind diese sehr kostenintensiv.

Mögliche Perspektiven und Motive fotografieren

Wechseln Sie Ihre Perspektive und sorgen Sie somit für Abwechslung in Ihren Aufnahmen – mal ein Foto aus der Hocke, mal liegend oder mal im Sitzen. Frosch- und Vogelperspektive machen Ihre Fotos erst zu besonderen Aufnahmen. Damit Sie sich nicht direkt auf den Waldboden legen müssen, können Sie einen Plastiksack als Unterlage einstecken.

Halten Sie Ausschau nach Details. Ein Wald hat unglaublich viele faszinierende Motive zu bieten. Wurzelstöcke, alte und junge Bäume, kleine Pflanzen wie Farne oder Moose, Wurzeln, Blätter, Spinnennetze, Pilze, Waldtiere, altes und junges Holz, Bäche und Steine sind nur eine kleine Auswahl des Waldes.

Farben und Stimmung des Waldes wirkungsvoll einfangen

Nebel – Mystische Waldbilder

Die mystische Stimmung im Wald können Sie nur in einem begrenzten Zeitfenster, bevorzugt in den frühen Morgenstunden, schiessen. Durch die spezielle Kombination aus tiefstehender direkter Sonne und unterschiedlich dichtem, aufreissendem Nebel entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre. Machen Sie unterschiedliche Aufnahmen, mal mit der Sonneneinstrahlung von der Seite und mal mit Gegenlicht. Noch mystischer wird die Stimmung, wenn sich Elemente wie reifbedeckte Spinnweben, Moosböden, Farne, lockeres Unterholz, Raureif und Tautropfen auf dem Bild befinden. Ein besonders interessantes Fotomotiv ist die Kombination von jungen und alten Bäumen auf einem Foto.

Schlechtes Wetter gibt es nicht

Regenwetter ist definitiv kein Grund zum Verzweifeln. Ganz im Gegenteil, wenn es geregnet hat, erstrahlt der Wald in satten Farben. Der Wald ist bei dieser Wetterlage oftmals gleichmässig ausgeleuchtet, die Kontraste sind gering und die Farben besonders kräftig. Alles wirkt frischer.

Auch der Herbst und der Winter sorgen mit fliegenden Herbstblättern und eingeschneiten Nadelbäumen bei tieferstehender Sonne für einzigartige Aufnahmen.

Wenn die Sonne scheint

Die Kombination aus Schatten und Lichtspielen sorgt für besonders schöne Bokeh-Effekte bei Gegenlichtaufnahmen. Sowohl in den frühen Morgenstunden, als auch in den frühen Abendstunden sorgt Sonnenschein bei Gegenlicht für schöne Stimmungen. Direktes Sonnenlicht hingegen bringt kräftige Farben und dramatische Schatten hervor.

Mystisches Waldbild mit Nebel am Morgen

  • Am besten fotografieren Sie im RAW-Format. So besteht die Möglichkeit, die Fotos im Nachhinein noch detaillierter als in ein JPEG-Foto am Computer zu bearbeiten und zum Beispiel den Dynamikumfang des Motivs zu vergrössern.
  • Damit Ihnen das perfekte Foto nicht entgeht, empfiehlt sich das Arbeiten mit Belichtungsreihen.
  • Nehmen Sie sich bei der Motivauswahl und Bildgestaltung genügend Zeit. Scannen Sie Ihre Umgebung, machen Sie Detailaufnahmen bei denen Sie mit geringer Schärfentiefe arbeiten.
  • Gehen Sie bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen in ein bestimmtes Waldstück und lassen Sie sich von verschiedenen Eindrücken fesseln.
  • Nutzen Sie vertikale, horizontale und diagonale Linien wie Waldwege, Bachläufe oder Baumreihen. Nutzen Sie beispielsweise einen Blättervorhang mit Öffnung als natürlichen Rahmen für das Motiv und lenken somit gezielt den Blick des Betrachters.
  • Bringen Sie Ordnung ins Bild. Ein gelungener Bildaufbau ist für die Bildwirkung entscheidend. Er verleiht dem Bild Tiefe und lenkt den Blick des Betrachters gezielt in bestimmte Bildbereiche. Nutzen Sie Vorder-, Mittel- und Hintergrund.

Fazit

Bei Ihrem Ausflug in den Wald sollten Sie sich in angemessener Weise verhalten. Vermeiden Sie Lärm, zünden Sie kein Feuer, nehmen Sie Ihren Müll mit und verletzen Sie die Pflanzen nicht. Das Abreissen störender Äste hilft Ihnen nicht das perfekte Foto zu erhalten.

Im Wald können Sie bei jedem Wetter, ausgenommen bei Gewitter und Sturm, schöne Aufnahmen machen. Je nach Jahreszeit können Sie unterschiedliche Impressionen einfangen. Ein Wald hat unzählige tolle Fotomotive zu bieten. Mit ein bisschen Übung können Sie auch mit dem wenigen Licht und dem hohen Kontrast umgehen. Bringen Sie Licht in das Waldchaos, indem Sie einzelne Objekte gezielt in Szene setzen.

Der Wald hat viel zu bieten. Sie können Ihrem Hobby nachgehen, frische Luft tanken und die Ruhe geniessen. Schnappen Sie sich Ihre Kamera und machen Sie sich am besten gleich auf den Weg in den nächsten Wald.

Fussspuren im Sand – Strand von Koh Phi Phi

Fotografieren am Strand

Sommer, Sonne, Strand und Meer – Was kann man mehr wollen? Die schönen Erinnerungen an kilometerlange Spaziergänge am Strand, Sandburgenbauen oder die erste Surferfahrung bleiben auf jeden Fall unvergessen. Für spannende Aufnahmen vom Strand gibt es jedoch einiges zu beachten. Unterschiedliches Licht und vor allem die Tatsache, dass der Strand eine flache Landschaft ist, stellen so manchen Fotografen vor eine grössere Herausforderung. Wenn Sie die folgenden Tipps zur passenden Ausrüstung oder erforderlichen Kameraeinstellungen beachten, werden Sie beim Fotografieren garantiert erfolgreich sein.

Fotoausrüstung

Bei einem Strandausflug dürfen neben der Kamera, passende Filter, Objektive, Ersatzakkus und Speicherkarten in einer ordentlichen Kameratasche nicht fehlen. Zusätzlich dazu können Sie einen Blitz- oder Faltreflektor zum Aufhellen der Fotos einstecken. Bei den Objektiven sollte zwischen Weitwinkel, Teleobjektiv und Zoomobjektiv gewählt werden. Ihre Kamera sollte für Strandaufnahmen am besten auch gegen Spritzwasser und Sand geschützt sein, da es am Meer oft etwas windig sein kann.

Tipps für perfekte Strandbilder

Vor allem im Sommer sollte die Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr vermieden werden, da das Licht zu dieser Zeit ungünstig ist. Durch das senkrecht auftreffende harte Licht der Sonne zur Mittagszeit entstehen bei der Portraitfotografie unschöne Schatten in den Gesichtern. Möchten Sie dennoch in diesem Zeitfenster am Strand fotografieren, können Sie den Schatten mittels Faltreflektor und dem Einsatz von Blitz entgegenwirken. Seitlichem Lichteinfall können Sie mit einer Sonnenblende vorbeugen. Ausserdem ist der Strand um diese Uhrzeiten vielerorts mit Menschen überfüllt, sodass neben Handtüchern, Sonnenliegen und Touristen viele Fussspuren den Strand zusätzlich optisch zerstören.

Nutzen Sie für unberührte Aufnahmen bei schmeichelnden Lichtverhältnissen und interessante Schatten idealerweise die goldene Stunde. Die Zeit direkt nach Sonnenaufgang und direkt vor Sonnenuntergang bringt weiches und warmes Licht, da die Blauanteile grösstenteils von der Atmosphäre herausgefiltert werden. Aber auch in der Blauen Stunde vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang können herrliche Aufnahmen gemacht werden. Wenn sich die Sonne hinter dem Horizont versteckt, entsteht ein stark leuchtendes Blau. Melancholie liegt in der Luft. Packen Sie für solche Momente ein Stativ ein und probieren Sie die Langzeitbelichtung aus. Da die richtige Belichtung in den meisten Fällen schwer zu ermitteln ist, sollten Sie mit Belichtungsreihen arbeiten. Spielen Sie beim Sonnenuntergang auch mit Silhouetten.

Fotografieren Sie nicht nur stupide Strand und Meer, sondern auch Menschen. Es wäre äusserst schade, wenn Sie mit zahlreichen Ferienbildern heimkehren, aber keines beweist, dass Sie jemals an diesem Strand persönlich vor Ort waren und das mitgebrachte Foto selbstgeschossen ist. Nutzen Sie dafür beispielsweise den Fern- oder Selbstauslöser.

Anstatt der Belichtungsautomatik sollte die manuelle Belichtung genutzt werden. Für manche Aufnahmen bietet sich auch eine bewusste leichte Überbelichtung an.
Anwendung der Drittelregel am Strand

Wenden Sie die Drittelregel an. Der Hintergrund sollte im oberen oder unteren Drittel des Fotos platziert werden. Der Horizont ist beim Fotografieren gerade zu halten. Zur Hilfe können Sie die Gitternetzlinien auf dem Display oder im Sucher nutzen. Nur wenn es die Bildaussage unterstützt, darf der Horizont mehr als 30 Grad von der Waagerechten abweichen. Ausserdem sollten Sie mit Schärfe und Unschärfe spielen, um interessante Motive zu gestalten. Hintergrund und Hauptmotiv sollten dabei nicht gleichzeitig scharf sein. Entschärfen Sie deshalb beispielsweise den Hintergrund.

Während des Strandbesuchs sollten Sie keine Objektive wechseln. Die Gefahr, dass der Sand Objektiv und Kamera beschädigt, ist gross. Stattdessen sollte ein Zoom-Objektiv verwendet werden. Achten Sie während des Fotografierens stets auf sauberes Equipment. Saubere Linse und Sensor sind Grundvoraussetzung für schöne Aufnahmen. Wasserspritzer sollten möglichst vermieden werden. Tagsüber bietet sich ein Polarisationsfilter an. Zum einen schafft dieser klarere Bilder und zum andern dient er als zusätzlicher Objektivschutz. Ein ND-Verlaufsfilter kann zum Abdunkeln und für mehr Kontrast genutzt werden.

Nach dem Fotografieren sollten Sie das Objektiv mit einer Gegenlichtblende oder einem Objektivdeckel schützen und die Kamera sicher in einem Kamerarucksack verstauen. Reinigen Sie nach jedem Strandbesuch Ihre Kamera mit einem weichen und fusselfreien Tuch sorgfältig.

Kameraeinstellungen für grelles Licht und Reflexionen

  • Automatik: Strand- oder Schneemodus
  • Manuelle Ausgangseinstellung: AV-Modus, automatischer ISO, Blende 8
  • Zubehör: Polarisationsfilter, Sonnenblende

Kameraeinstellungen bei Gegenlicht

  • Automatik kaum möglich, besser Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: Blende 4 bis 8, Verschlusszeit 1/400 s, max. ISO 100,
  • Zubehör: Stativ, Gegenlichtblende

Kameraeinstellungen bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Platzieren Sie die Kamera möglichst niedrig. Ausserdem bietet sich ein vorgeschalteter Verlaufsfilter an. Dieser gleicht extreme horizontale Lichtunterschiede aus.

  • Automatik: Szenenautomatik Sonne oder ähnlich, Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: ISO 100, 1/200 s, RAW-Format, Blende 8-11
  • Zubehör: Stativ, Fernauslöser, Verlaufsfilter

Sonnenuntergang am Strand in Thailand

Fotoideen

Wenn Sie nicht einfach nur Strand mit Wasser fotografieren möchten, probieren Sie es doch einmal mit etwas Action. Anstatt eine stehende oder sitzende Person im Vordergrund des Meeres, können Sie die Person beim ins Meer laufen oder springen fotografieren. Nutzen Sie dafür ein Weitwinkelobjektiv und eine sehr kurze Belichtungszeit. Wechseln Sie öfter die Perspektive, in dem Sie aus unterschiedlichen Positionen fotografieren. In diesem Fall bietet es sich an, aus der Liegeposition etwas schräg nach oben zu fotografieren. Aber auch Fotos mal von Höhe des Bauches oder knieend aufgenommen, erzeugen Spannung.

Einzigartige Strandbilder erhalten Sie auch, wenn Sie mehrere Ebenen schaffen. Fotografieren Sie beispielsweise Kinder beim Spielen im Sand. Die Sandburg im Vordergrund, das Kind im Mittelgrund und im Hintergrund scharf das Meer. Für eine solche Aufnahme ist eine kniende Fotoposition optimal.

Natürlich können und sollten Sie auch am Strand mit Details arbeiten. Dazu suchen Sie sich markante Sachen wie Treibgut, bunte Steine oder Möwen und arbeiten diese als Blickfang heraus. Sie können beispielsweise aus Muscheln auch Wege schaffen, die auf Bildern künstliche Linien suggerieren. Ausserdem können Fluchtlinien geschickt gesetzt werden. Dafür bietet sich zum Beispiel eine Brücke zu einer entfernten Insel an. Vergessen Sie nicht mittels bunten Bällen, Strandkörben oder Sonnenschirmen Farbakzente zu setzen.

Sie können aber auch sportliche Strandaktionen für die Ewigkeit festhalten. Egal ob Windsurfer, Menschen beim Drachen steigen lassen, Strandsegler, Motorbootfahrer, Stand Up Paddler, Powerkiter oder Wellenreiter – jede dieser Sportarten hat auf Fotos Ihren Reiz. Beachten Sie bei schnellen Bewegungen, wie etwa bei Surfern darauf, dass Sie eine Verschlusszeit von 1/500 s oder 1/1000 s wählen, um die Bewegung der Welle und des Surfers einzufrieren.

Auch der Einsatz einer Unterwasserkamera bietet sich bei der Strandfotografie an. Sie werden mit einzigartigen Unterwasseraufnahmen vom Schwimmen, Tauchen oder den versunkenen Meereswelten belohnt.

Fazit

Seien sie kreativ und nutzen Sie die Möglichkeiten, welche die Küste so bietet. Weisse Traumstrände, türkisblaues Wasser und Sonne haben grosses Potenzial für einzigartige Aufnahmen. Bevorzugt sollte die Zeit nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang genutzt werden. Fotos von Stränden können im Sommer wie im Winter aufgenommen werden. Wenn Sie die oben aufgeführten Tipps bei Ihrem nächsten Strandausflug im Hinterkopf behalten, werden Sie mit vielen meisterhaften Strandfotos das Meer erholt und zufrieden wieder verlassen.

Berglandschaft mit Fluss im Vordergrund

Landschaftsfotografie – Berge richtig fotografieren

Die Berg- und Gebirgsfotografie wird als eine besonders faszinierende Art der Fotografie angesehen. Wandern und Fotografieren ergänzen sich perfekt. Ein Fotoausflug in die Berge kombiniert Anstrengung und Entspannung. Egal ob Himalaya, Alpen, Anden, Rocky Mountains oder Karpaten – jede Gebirgskette hält Ihre besonderen Impressionen bereit. Für den Ausflug in die Berge ist eine Kombination aus alpintauglicher Ausrüstung und körperlicher Fitness gefragt. Für die Anstrengung werden Sie anschliessend mit einem einmaligen Ausblick und eindrucksvollen Fotomotiven entschädigt.

Ausserdem können Sie bei der Bergfotografie Ihre volle Kreativität entfalten. Damit Sie das ideale Bild nicht verpassen, sollten Sie sich bereits gut mit den Werkzeugen eines Fotografen, wie Blende, Belichtungszeit und Iso-Empfindlichkeit, sowie deren Wirkungen und Zusammenhänge auskennen und diese zielgerichtet einsetzen können.

Vorbereitung und Kameraausstattung für den Ausflug ins Gebirge

Wenn Sie einen Fotoausflug in die Berge geplant haben, sollten Sie Ihre Ausrüstung auf das Minimum reduzieren. Sortieren Sie aus, was Sie nicht unbedingt benötigen. Anstatt auf eine Schultertasche, sollten Sie auf einen richtigen Kamerarucksack zurückgreifen, damit das Gewicht auf Ihren Schultern gleichmässig verteilt wird. Zur Wanderausstattung gehören neben Lebensmitteln und Getränken auch ein Stativ, Kamerazubehör (Akkus, Speicherkarten), verschiedene ausgewählte Objektive und natürlich die Kamera. Für Schlechtwettertage sollten Sie den Regenschutz nicht vergessen.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Kamera darauf, dass diese solide und wasserdicht ist und einen Staubschutz aufweist. Um Berge richtig in Szene zu setzen, bieten sich neben der digitalen Spiegelreflexkamera Kompaktkameras mit einem ordentlichen Zoombereich oder die sogenannten Bridgekameras (Superzoomkameras) an. Um Gewicht zu sparen, lassen Sie feste Brennweiten am besten zu Hause und beschränken sich auf möglichst wenige Objektive. Empfehlenswert sind das Weitwinkelobjektiv (10 bis 18mm) und das Standardzoomobjektiv (18 bis 105 mm).

Zusätzlich können Sie verschiedene Filter mitnehmen. Der Polarisationsfilter sorgt beispielsweise dafür, dass die Farben besser dargestellt werden und reduziert den Einfluss von Dunst, während der Grauverlaufsfilter den Helligkeitsunterschied zwischen Boden und Himmel reduziert. Im Hochgebirge bietet sich die Verwendung des UV-Filters an.

Vermeiden Sie bei Ihrer Tagesplanung die Mittagssonne. Gegebenenfalls bietet es sich an, die Wanderrichtung anzupassen. Bevor Sie die Wanderung antreten, sollten Sie Ihr Equipment auf Funktionsfähigkeit überprüfen. Die Akkus sollten geladen und sorgfältig überprüft werden. Neben Ersatzakkus dürfen auch zusätzliche Speicherkarten nicht fehlen.

Tipps für das perfekte Bergfoto

  • Weniger ist häufig mehr. Auch wenn die Natur in alle Richtungen überwältigend ist, sollten Sie anstatt alles zu fotografieren Ihre Aufmerksamkeit auf individuelle Punkte richten und sich bewusst einschränken. Versuchen Sie Emotionen einzufangen.
  • Wechseln Sie öfter die Position, aus der Sie fotografieren. Klettern Sie auf Felsen, legen Sie sich auf den Boden oder gehen Sie in die Hocke. Dabei aber natürlich unbedingt auf Ihre Sicherheit achten!
  • Machen Sie Bilder durch viele Schichten interessanter. Nutzen Sie Vorder-, Mittel- und Hintergrund.
  • Nutzen Sie vorzugsweise den manuellen Fokus. Machen Sie nicht nur Weitwinkelaufnahmen. Detailaufnahmen können ebenfalls verzaubern.
  • Fotografieren Sie zur Abwechslung mal mit Stativ. Erzeugen Sie Belichtungsreihen aus denen Sie später HDR-Bilder erstellen können.

Mit Schnee bedeckte Berglandschaft

Licht, Lichtverhältnisse, Belichtung

Arbeiten Sie mit den drei bekannten Lichtreglern Blende, Belichtungszeit und ISO-Einstellung.

Die Blende reguliert die einfallende Lichtmenge. Je grösser die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Öffnung und desto weniger Licht fällt ein. Dadurch wird die Tiefenschärfe beeinflusst. Durch eine kleine Blendenweite werden einige Motivteile verschärft dargestellt, während andere Motive in Hinter- oder Vordergrund verschwimmen.

Die Belichtungszeit hingegen gibt an, wie lange Licht auf den Bildsensor fällt. Eine lange Belichtungszeit birgt die Gefahr der Verwacklung durch die Kamera oder Motivbewegung. Wenn Sie eine Bewegung einfrieren möchten, sollten Sie kurze Verschlusszeiten nutzen.

Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors wieder. Bei schlechten Lichtverhältnissen können Sie den ISO erhöhen, um eine lange Belichtungszeit zu vermeiden. Dennoch sollten Sie mit dem ISO-Wert vorsichtig umgehen, da ein zu hoher ISO-Wert zu Bildrauschen führen kann.

Beachten Sie beim Fotografieren in den Bergen die «Riesensoftbox» in Form des Himmels. Um keine ausgefressenen Lichter zu bekommen, sollten Sie immer auf die Lichter belichten. Bei digitalen Kameras und Schnee sollten Sie nicht auf die Tiefen belichten. Nutzen Sie an grauen Tagen eine Graukarte für den Weissabgleich. Überdies sollten Sie Gegenlicht vermeiden. Es ist besser die Sonne im Rücken zu haben. Sie können aber auch eine Gegenlichtblende benutzen. Überbelichtung können Sie zusätzlich eliminieren, in dem Sie den Schnee- oder Strandmodus nutzen Ihrer Kamera nutzen.

Die Drittel Regel

Der Goldene Schnitt sorgt für ein bestimmtes Teilungsverhältnis einer Strecke oder Fläche, die in der Betrachtung als angenehm und natürlich wahrgenommen wird. Die Drittel Regel sorgt für eine harmonische Bildaufteilung mit Spannung und Bewegung. Dazu wird das Bild horizontal und vertikal in gleichgrosse Drittel geteilt.

Gewichten Sie den Erdteil stärker. Setzen Sie den Horizont beispielsweise auf die obere horizontale Drittellinie. Ausserdem sollte der Himmel nicht mehr als ein Drittel des Bildes einnehmen. Wichtige Bildelemente werden aus der Mitte gerückt und an den Linienschnittpunkten platziert. Experimentieren Sie mit der Anordnung des Hauptmotivs. Akteure sollten Sie beispielsweise nicht in der Bildmitte platzieren. Achten Sie zusätzlich darauf, dass diese sich möglichst ins Bild hineinbewegen und ins Bild schauen.

Aufgestelltes Kreuz auf einer Bergspitze

Führende Linien Nutzen

Suchen Sie nach diagonalen Linien. Es ist ein einfach anzuwendender Trick, der eine starke Wirkung erzielt. Durch die Nutzung markanter Linien verleihen Sie dem Foto eine gewisse Dynamik. Da bevorzugt von links nach rechts gelesen wird, bietet es sich an, führende Linien von der linken oberen oder unteren Bildecke beginnen zu lassen. Die Linien beeinflussen den Blick des Betrachters und wo dieser mit seinem Blick endet. Als solche Linien eignen sich zum Beispiel Zäune oder Wanderwege.

Probleme und deren Behebung

Wenn Sie kleinere Fehler, wie z.B. Über- oder Unterbelichtung, auch noch im Nachhinein kompensieren möchten, sollten Sie Ihre Fotos im RAW-Format aufnehmen. Im Gegensatz zu JPEG-Format-Aufnahmen bietet RAW viel Nachbearbeitungspotenzial. Dynamik, Kontrast und Farben können Sie aus RAW-Dateien im Nachhinein herausholen. Beachten Sie, dass RAW-Dateien grösser sind und Sie mehr Speicherplatz benötigen.

Die Bergtour ist schon geplant, aber schlechtes Wetter naht? Lassen Sie sich davon nicht die Laune verderben. Schlechtes Wetter bringt interessante auftürmende Wolkenformationen rund um Bergmassive mit sich.

Wenn die Farben durch schlechte Lichtverhältnisse nur flau herüberkommen, können Sie die Bilder retten, indem Sie aus farbigen Bildern schwarz-weiss Aufnahmen machen. Dazu erhöhen Sie den Kontrast, reduzieren die Belichtung und heben die Weisstöne an.

Fazit

Die Hochgebirge dieser Welt haben zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten unglaubliche Fotokulissen zu bieten. Nutzen Sie für besondere Aufnahmen die Goldene Stunde. Die Zeit vor Sonnenuntergang und nach dem Sonnenaufgang hält wunderschöne Lichtspiele bereit. Sobald Sie längere Belichtungszeiten wählen, sollten Sie das Stativ nutzen.

Unterschiedliches Wetter sorgt für unterschiedliche Fotostimmung. Schlechtwetter bringt durch bedrohliche Wolken und markante Gipfel eine gewisse Dramatik mit sich, während warmes Nachmittagslicht harmonische Bergpanoramen hervorzaubert. Geheimnisvolle Motive erhalten Sie an bewölkten Tagen. Nebel verstärkt das Mystische zusätzlich.

Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Kamera und die einzelnen Werkzeuge in und auswendig beherrschen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf die Bergfotografie. Nur so können stimmungsvolle Momente von kurzer Dauer ideal eingefangen werden. Belichtung, Fokussierung und Bildaufbau sind drei Faktoren, die Aufnahmen entscheidend beeinflussen. Ihrer Kreativität sind bei der Fotografie von Bergen keine Grenzen gesetzt. Spielen Sie mit den verschiedenen Parametern und Perspektiven, aber denken Sie an Ihre eigene Sicherheit. Kein Foto ist es Wert, ein Risiko einzugehen.

 

Alt: Nachtaufnahme Prag Brücke an der Donau

Nachtfotografie – Städte im Dunkeln fotografieren

Auf einer Städtereise ist es oft das Ziel die bekanntesten historischen Gebäude, Denkmäler und Plätze als Andenken an die Reise fotografisch festzuhalten. Hierfür pilgert man am Tag von der einen Sehenswürdigkeit zur nächsten, um anschliessend die Kamera zu zücken und einen Schnappschuss zu machen. Noch eindrucksvoller als am Tag wirken viele Sehenswürdigkeiten einer Stadt aufgrund ihrer festlichen Beleuchtung in der Nacht.

Bei Nachtaufnahmen beleuchteter historischer Gebäude wird im Bild ein einzigartiges Zusammenspiel aus Licht und Schatten sichtbar. Zudem kann man in der Nacht den grossen Touristenströmen entfliegen und bekommt die Möglichkeit, sich in Ruhe dem Fotografieren zu widmen und die Schönheit der Sehenswürdigkeiten zu geniessen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen wichtige Tipps rund um Equipment und Kameraeinstellungen, mit denen Ihnen beeindruckende Nachtaufnahmen gelingen.

Notwendiges Equipment und Voreinstellungen

Vorab sollte nicht verschwiegen werden, dass die Qualität der Ausrüstung und die Wahl der Kamera bei Nachtaufnahmen eine wichtige Rolle spielen. So ist es mit einer Vollformat-Kamera leichter, gut belichtete Nachtaufnahmen zu machen, als mit einer Kamera mit einem APSC-Sensor. Zudem kann ein lichtstarkes Objektiv eine grössere Lichtmenge einfangen, die auf den Sensor fällt.

Wie bereits erwähnt, werden für eine Nachtaufnahme lange Belichtungszeiten benötigt. Wird aus der Hand heraus fotografiert, kann nur eine Belichtungszeit von circa 1/15 Sekunde ohne Verwacklungen gehalten werden. Um Verwacklungen trotz langer Belichtungszeiten zu vermeiden, wird unbedingt ein Stativ benötigt. Dieses sollte auf einem festen und stabilen Untergrund aufgestellt und ausgerichtet werden.

Selbst beim Betätigen des Auslösers kann es durch die Erschütterung der Kamera zu Verwacklungen kommen. Diese können durch einen Fernauslöser umgangen werden. Sollten Sie keinen Fernauslöser besitzen, kann der 2 Sekunden Selbstauslöser Abhilfe schaffen.

Sowohl der Bildstabilisator am Objektiv als auch der Autofokus sollten deaktiviert werden, um weitere Verwacklungsgefahren zu umgehen. Die Sensoren des Bildstabilisators können auf dem Stativ nicht ordnungsgemäss arbeiten und der Autofokus könnte während der langen Belichtungszeit seinen Fokuspunkt ändern, wodurch die Aufnahme unscharf werden kann.

Da der Autofokus bei Nachtaufnahmen nicht verwendet werden sollte, kann es hilfreich sein den Live-View-Modus zu aktivieren. Ohne das Objektiv zu verwenden, kann hier näher ans Motiv herangezoomt werden, um manuell einen Fokuspunkt auszuwählen. Findet sich kein geeigneter Fokuspunkt, sollte manuell auf unendlich fokussiert werden.

Neben dem Stativ und dem Fernauslöser empfiehlt sich ebenso die Verwendung eines ND-Filters. Dieser dunkelt die Linse des Objektives ab, wodurch nicht nur einige Blendenstufen gewonnen werden, sondern auch eine längere Belichtungszeit möglich ist.

Alt: Nachaufnahme Donau und Prager Burg

Welche Einstellungen werden benötigt?

Viel Licht ist oft ein Garant für gelungene Aufnahmen. In der Nacht besteht allerdings das Problem, dass die Umgebung kaum Licht abgibt. Folglich muss versucht werden, mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera, das vorhandene Licht bestmöglich zu nutzen. Um alle Einstellungen selbst bestimmen zu können, sollte der manuelle Modus verwendet werden.

Bei einer Nachtaufnahme ist es üblich, dass das Foto viele dunkle oder sogar schwarze Flächen zeigt. Um eine körnige Darstellung der dunklen Flächen, das sogenannte Bildrauschen, zu vermeiden, sollte der ISO-Wert nicht höher als 200 sein.

Da der ISO-Wert ausscheidet, bleiben noch die Einstellungen der Blende und der Belichtungszeit. Die Kombination aus einer weit geöffneten Blende und einer längeren Belichtungszeit ist hier die Lösung.

Mit einer sehr weit geöffneten Blende f/5 und einer Belichtungszeit von 4 Sekunden wird die nächtliche Stimmung eingefangen, in der bereits die Beleuchtungen der Gebäude gut zur Geltung kommen. Erscheint Ihnen die Schärfentiefe in der Aufnahme zu gering, können Sie mit einem kleineren Blendenwert, wie f/13, und einer noch längeren Belichtungszeit entgegenwirken. Bei einer längeren Belichtung zwischen 30 Sekunden bis hin zu zwei Minuten kann bereits eine Dämmerungsstimmung im Bild entstehen.

Fazit

Letztendlich ist die gelungene Kombination aus Blendeneinstellung und Belichtungszeit das Geheimnis für beeindruckende Nachtaufnahmen. Welche Kombination die exakt richtige ist, hängt jedoch immer von der individuellen Situation und dem eigenen Geschmack bezüglich des Motives ab.

Das Generieren einer Nachtaufnahme ist ohne Hilfsmittel nicht möglich. So ist die Verwendung eines Statives ein absolutes Muss. Ein Fernauslöser und ein ND Filter wiederrum machen das Fotografieren in Nacht zwar angenehmen, sind aber nicht zwingend notwendig.

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Photoshop: Architekturretusche

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken.

Die Objektivkorrektur

Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben.

Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken. Die Objektivkorrektur Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben. Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Wurde die Objektivkorrektur gewählt, öffnet sich ein neues Fenster. Wählen Sie in diesem den Reiter «Benutzerdefiniert». Dort befindet sich der Bereich «Transformieren». Hier können Sie sowohl die vertikale als auch die horizontale Perspektive anpassen. Bei der Architekturfotografie wird meist nur die vertikale Perspektive benötigt. Schieben Sie den Regler der vertikalen Perspektive solange, bis sich das Gebäude in seiner ursprünglichen Form befindet. Als Hilfestellung kann ein Raster eingeblendet werden, indem Sie unten links bei «Raster einblenden» einen Haken setzen.

Screenshot – Benutzerdefinierte Objektivkorrektur in Photoshop

Durch die Veränderung der vertikalen Perspektive wird die Form der Aufnahme verändert. Anschliessend müssen Sie diese neu beschneiden. Im Reiter «Auto-Korrektur» der Objektivkorrektur kann ein Haken bei «Bild automatisch skalieren» gesetzt werden. Dadurch wird das Bild automatisch beschnitten.

Hinweis: Um eine solche Objektivkorrektur vornehmen zu können, ist es wichtig, bereits beim Fotografieren des Objektes einen gewissen Abstand zum Bildrand zu haben. Durch die Veränderungen der Perspektive kann es sonst passieren, dass Teile des Gebäudes der Beschneidung zum Opfer fallen.

Das Bild nach dem Horizont ausrichten

Ist der Horizont auf einem Bild deutlich zu sehen, sollte dieser gerade durch das Bild verlaufen. Dies ist überwiegend bei Aufnahmen der Fall auf denen sich grössere Gewässser im Hintergrund befinden. Beim freihändigen Fotografieren passiert es schnell, dass der Horizont schief im Bild ist und somit die gesamte Aufnahme schief wirken lässt. Aber auch hierfür bietet Photoshop eine schnelle und einfache Lösung.

Screenshot – Der Weg zum Linealwerkzeug in Photoshop

Öffnen Sie auch hier zuerst das zu bearbeitende Bild in Photoshop. In der linken Seitenleiste befindet sich die Pipette, in deren Auswahlmenü sich das Linealwerkzeug befindet. Durch einen rechten Mausklick auf die Pipette erscheint dieses Menü.

Screenshot – begradigen des Horizonts mit dem Linealwerkzeug in Photoshop

Wurde das Linealwerkzeug ausgewählt, setzen Sie die Maus auf der linken Seite des Horizonts an. Halten Sie nun die Maustaste gedrückt und ziehen Sie eine Linie entlang des Horizonts. Unter der oberen Menüleiste finden Sie den Befehl «Ebene gerade ausrichten». Die markierte Horizontallinie wird nun mit der gesamten Aufnahme geradegerichtet.

Vorher – Nachher Begradigung des Horizonts

Die Schatten und Lichter der Aufnahme optimieren

Bei der Retusche von Architekturaufnahmen spielt nicht nur die Perspektive und die Lage des Horizonts eine Rolle. Ebenso bedeutend ist die Wirkung der Schatten und Lichter sowie der Farbe. Wirkt eine Aufnahme noch etwas fad, hilft der Camera RAW-Filter, um dem Bild die richtige Wirkung zu verleihen.

Screenshot – Weg zum Camera RAW-Filter in Photoshop

Wie bereits die Objektivkorrektur befindet sich Camera RAW-Filter in der oberen Menüleiste unter dem Reiter «Filter». Hier öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster. In diesem finden Sie unterschiedliche Regler, die Sie beliebig verschieben können. Wie die Veränderungen der verschiedenen Kriterien miteinander wirken, lässt sich durch Ausprobieren am besten herausfinden. Spielen Sie also mit den Reglern Farbtemperatur, Belichtung, Tiefen, Lichter, Weiss und Schwarz. So können sich selbst unter- oder überbelichtete Fotos in kontrastreiche Aufnahmen verwandeln.

Mit der Erhöhung des Reglers «Klarheit» werden noch stärkere Konturen und Kontraste geschaffen.

Screenshot – zwei unterschiedliche Reiter im Camera RAW-Filter in Photoshop

Links zeigt den Camera RAW-Filter mit den Grundeinstellungen – Rechts zeigt den selben Filter mit dem geöffneten Reiter HSL/ Graustufen

Dominiert eine bestimmte Farbe die Aufnahme oder eine Farbe soll besonders hervorgehoben werden, hilft ebenfalls der Camera RAW-Filter. Nutzen Sie den Reiter HSL/Grautöne. Dort können Sie sowohl den Farbton als auch die Sättigung und die Luminanz der verschiedenen Farben einzeln regulieren. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, kann der Camera RAW-Filter mit einem Klick auf «OK» geschlossen werden. Anschliessend kann das Bild gespeichert oder weitere Nachbearbeitungsmassnahmen vorgenommen werden.

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Fazit

Nicht nur Portraits sondern auch Gebäude können durch die Retusche ins richtige Licht gerückt werden. Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop bietet dabei schnelle und einfache Möglichkeiten, um die wichtigsten Schönheitskorrekturen bei Ihren Architekturaufnahmen vorzunehmen. Die Korrektur von Objektivverzerrungen, dem Ausrichten des Horizonts und dem Optimieren der Lichter und Schatten verhelfen dabei zu einer gelungenen Bildwirkung.

Neben diesen drei Methoden gehört auch das Entfernen von störenden Elementen zur Fotoretusche. Wie Sie Objektivverschmutzungen oder unschöne Elemente aus einem Foto entfernen erfahren Sie detailliert im Artikel «Retuschieren von Fotos in Photoshop – so gelingt’s».