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Unendlich fokussieren

Besonders nachts oder bei Motiven in unbestimmter Entfernung ist es schwer, scharfe Aufnahmen zu schiessen. Oft wählt dann der Autofokus einen falschen Fokuspunkt, wodurch das eigentliche Motiv in der Ferne unscharf wird oder er kann das gewünschte Motiv gar nicht erfassen. Besonders in der Dunkelheit oder Dämmerung fällt es der Kamera schwer, einen Fokuspunkt im Bild zu finden. Dank der unendlichen Fokussierung können jedoch auch weit entfernte Motive wie Sterne, Feuerwerk oder weite Landschaften fokussiert und scharf abgebildet werden.

Dafür stellen Sie zunächst den manuellen Fokus an Ihrer Kamera ein. Ein kleiner Schalter am Objektiv erlaubt das Umschalten zwischen den beiden Modi Autofokus und manueller Fokus. «AF» steht dabei für Autofokus und «MF» für manueller Fokus. Bei manchen Kameramodellen muss der Autofokus lediglich deaktiviert werden, um in den manuellen Fokus zu gelangen.

Nun kann der Fokus über eine Skala am Objektiv gesteuert werden. Die Werte sind hier je nach Hersteller sowohl in der Masseinheit Fuss als auch in Meter angegeben. Durch das Drehen des Fokusrings können Sie die Entfernung beziehungsweise den Fokuspunkt bestimmen, ab welchem alles im Bild scharf abgebildet werden soll. An modernen Objektiven ist häufig bereits ein Unendlichzeichen (eine Acht auf der Seite liegend) zu finden, welches das Fokussieren auf unendlich markiert. Drehen Sie die Markierung des Fokusrings auf das Zeichen, um mit der unendlichen Fokussierung zu fotografieren. Abhängig vom Objektiv wird hierbei alles ab einer bestimmten Entfernung und weiter fokussiert. Nähere Bildbereiche können allerdings unscharf erscheinen. Mit Hilfe einer hohen Blendenzahl können Sie diesem Effekt jedoch etwas entgegenwirken, um etwa Steine oder ähnliches im Vordergrund ebenfalls scharf aufs Bild zu bekommen.

Befindet sich keine Markierung für unendlich am Objektiv, können Sie diese auch einfach selbst ergänzen. Dazu fokussieren Sie ein nahezu unendlich weit entferntes Motiv, wie etwa eine Wolke, und markieren anschliessend den Punkt am Fokusring mit einem weissen, wasserfesten Stift.
Manche Kit-Objektive verfügen jedoch über keine Skala für die Fokussierung. In diesem Fall können Sie die unendliche Fokussierung über den Live-View-Modus der Kamera einstellen. Drücken Sie das Symbol mit der Lupe und verschieben Sie das weisse Kästchen im Display an eine beliebige Stelle im Bild. Nun zoomen Sie über die Lupe weiter ins Bild hinein bis Sie möglichst nah an einem weit entfernten Punkt sind, zum Beispiel einem Stern oder einer Wolke. Verändern Sie dabei jedoch nicht den Zoom am Objektiv! Anschliessend stellen Sie das Bild über das Objektiv mit Hilfe des Fokus-Rings scharf. Drücken Sie nun wieder das Lupen-Symbol, um den Live-View-Modus zu verlassen. Jetzt können Sie mit unendlicher Fokussierung fotografieren.

Gegenlichtaufnahme im Wald – Sonne scheint punktuell durch die Bäume

Fotografieren im Wald – Königsdisziplin der Landschaftsfotografie

Egal ob es schneit, regnet oder die Sonne scheint ­– der Wald hat bei jedem Wetter und zu jeder Jahres- und Tageszeit ein grosses Potenzial für besondere Aufnahmen. Viele Fotografen trauen sich dennoch nicht an die Fotolocation «Wald» heran. Grund dafür ist, dass das Fotografieren im Wald zu den schwersten Disziplinen der Fotografie zählt. Der ideale Bildaufbau und die richtigen Lichtverhältnisse für gelungene Waldaufnahmen sind dabei am schwierigsten zu meistern. Allerdings sollten Sie sich von dieser Aussage auf keinen Fall abschrecken lassen.

Warum Sie die tiefstehende Sonne nutzen sollten und welche Wirkung ein bisschen Nebel am Morgen auf das Bildmotiv hat, wird unter anderem im Folgenden geklärt. Überdies erhalten Sie zahlreiche Tipps, wie Sie mit einem perfekten Foto von Ihrem Waldausflug zurückkehren.

Vorbereitung und Kameraausstattung für den Waldausflug

Zur Ausrüstung für den Waldausflug gehört natürlich festes Schuhwerk mit einer rutschfesten Sohle. Wenn es regnet, sollten Sie sich zusätzlich mit Regenjacke, einer wasserfesten Überhose und Hut ausstatten. Ausserdem empfiehlt sich eine lange Wander-/Trekkinghose. Auch bei schönem Wetter sollten Sie eine lange Hose und Socken tragen, da diese Sie sowohl vor stacheligen Pflanzen als auch vor Zecken schützen.

Natürlich darf eines dem Fotografen nicht fehlen: die Kamera. Zum Fotografieren im Wald können Sie eine Kompaktkamera, Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera nutzen. Letztere zeichnet sich durch eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten aus. So können wichtige Parameter wie Belichtungszeit, Blendenwert und ISO manuell an die schwierigen Bedingungen im Wald angepasst werden. Kompaktkameras verfügen dagegen oft über diverse Modi mit Voreinstellungen für verschiedene Situationen und Fotomotive, die bei schlechtem Licht jedoch schnell an ihre Grenzen stossen.

Ergänzend eignen sich ein Stativ, ein Fernauslöser, Filter und verschiedene Objektive für das Fotoequipment im Wald.  So verstärkt ein Weitwinkelobjektiv die Grössenverhältnisse zwischen Vorder- und Hintergrund, das Teleobjektiv hingegen verdichtet oder stellt Objekte frei. Für Nahaufnahmen nutzen Sie das Makroobjektiv. Zur Verstärkung des Blattgrüns und des blauen Himmels sowie zur Reflexionsreduktion können Sie einen Polarisationsfilter nutzen. Bei Waldaufnahmen kann aber auch der Einsatz eines Grauverlauffilters für eine besondere Stimmung in den Aufnahmen sorgen. Die Kamera und das Zubehör verstauen Sie idealerweise in einer Fototasche oder einem Rucksack mit integriertem Regenschutz.

Kameraeinstellungen beim Fotografieren im Wald

Grundsätzlich müssen die Parameter ISO Wert, Blende und Belichtungszeit aufeinander abgestimmt werden. Die jeweils idealen Werte bekommen Sie am besten durch Ausprobieren heraus. Wenn Sie im Wald mit Stativ fotografieren, können Sie eine längere Belichtungszeit wählen und somit den Standardwert des ISO (zwischen 100 und 200) beibehalten. Einen höheren ISO Wert, eine geringere Belichtungszeit und den Bildstabilisator benutzen Sie bei flexiblen Aufnahmen ohne Stativ.

Grundsätzlich sollten sich die ISO Werte aber in moderaten Bereichen befinden, da bei zu hohen Werten schnell Bildrauschen entsteht. Für die Blende gilt: je geschlossener diese ist, desto grösser die Schärfentiefe im Bild. Nutzen Sie für perfekte Aufnahmen den manuellen Fokus und zur Kontrolle der Belichtung das Histogramm als Hilfestellung.

Aufnahme von Baumkronen im Herbst aus der Froschperspektive

Besondere Lichtverhältnisse im Wald

Im Wald herrschen grosse Lichtunterschiede. Während bei Sonnenschein völlig überbelichtete oder komplett schwarze Flächen das Ergebnis sein können, bietet bedeckter Himmel einen viel kleineren Dynamikumfang.

Verwackelte und unscharfe Bilder können die Folge von spärlichem Licht sein. Kontrollieren Sie daher Ihre Ergebnisse auf dem Display und stellen Sie probieren Sie einen höheren ISO Wert aus, wenn die Aufnahmen unscharf sind. Idealerweise arbeiten Sie mit lichtstarken Objektiven und grosser Blendenöffnung, allerdings sind diese sehr kostenintensiv.

Mögliche Perspektiven und Motive fotografieren

Wechseln Sie Ihre Perspektive und sorgen Sie somit für Abwechslung in Ihren Aufnahmen – mal ein Foto aus der Hocke, mal liegend oder mal im Sitzen. Frosch- und Vogelperspektive machen Ihre Fotos erst zu besonderen Aufnahmen. Damit Sie sich nicht direkt auf den Waldboden legen müssen, können Sie einen Plastiksack als Unterlage einstecken.

Halten Sie Ausschau nach Details. Ein Wald hat unglaublich viele faszinierende Motive zu bieten. Wurzelstöcke, alte und junge Bäume, kleine Pflanzen wie Farne oder Moose, Wurzeln, Blätter, Spinnennetze, Pilze, Waldtiere, altes und junges Holz, Bäche und Steine sind nur eine kleine Auswahl des Waldes.

Farben und Stimmung des Waldes wirkungsvoll einfangen

Nebel – Mystische Waldbilder

Die mystische Stimmung im Wald können Sie nur in einem begrenzten Zeitfenster, bevorzugt in den frühen Morgenstunden, schiessen. Durch die spezielle Kombination aus tiefstehender direkter Sonne und unterschiedlich dichtem, aufreissendem Nebel entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre. Machen Sie unterschiedliche Aufnahmen, mal mit der Sonneneinstrahlung von der Seite und mal mit Gegenlicht. Noch mystischer wird die Stimmung, wenn sich Elemente wie reifbedeckte Spinnweben, Moosböden, Farne, lockeres Unterholz, Raureif und Tautropfen auf dem Bild befinden. Ein besonders interessantes Fotomotiv ist die Kombination von jungen und alten Bäumen auf einem Foto.

Schlechtes Wetter gibt es nicht

Regenwetter ist definitiv kein Grund zum Verzweifeln. Ganz im Gegenteil, wenn es geregnet hat, erstrahlt der Wald in satten Farben. Der Wald ist bei dieser Wetterlage oftmals gleichmässig ausgeleuchtet, die Kontraste sind gering und die Farben besonders kräftig. Alles wirkt frischer.

Auch der Herbst und der Winter sorgen mit fliegenden Herbstblättern und eingeschneiten Nadelbäumen bei tieferstehender Sonne für einzigartige Aufnahmen.

Wenn die Sonne scheint

Die Kombination aus Schatten und Lichtspielen sorgt für besonders schöne Bokeh-Effekte bei Gegenlichtaufnahmen. Sowohl in den frühen Morgenstunden, als auch in den frühen Abendstunden sorgt Sonnenschein bei Gegenlicht für schöne Stimmungen. Direktes Sonnenlicht hingegen bringt kräftige Farben und dramatische Schatten hervor.

Mystisches Waldbild mit Nebel am Morgen

  • Am besten fotografieren Sie im RAW-Format. So besteht die Möglichkeit, die Fotos im Nachhinein noch detaillierter als in ein JPEG-Foto am Computer zu bearbeiten und zum Beispiel den Dynamikumfang des Motivs zu vergrössern.
  • Damit Ihnen das perfekte Foto nicht entgeht, empfiehlt sich das Arbeiten mit Belichtungsreihen.
  • Nehmen Sie sich bei der Motivauswahl und Bildgestaltung genügend Zeit. Scannen Sie Ihre Umgebung, machen Sie Detailaufnahmen bei denen Sie mit geringer Schärfentiefe arbeiten.
  • Gehen Sie bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen in ein bestimmtes Waldstück und lassen Sie sich von verschiedenen Eindrücken fesseln.
  • Nutzen Sie vertikale, horizontale und diagonale Linien wie Waldwege, Bachläufe oder Baumreihen. Nutzen Sie beispielsweise einen Blättervorhang mit Öffnung als natürlichen Rahmen für das Motiv und lenken somit gezielt den Blick des Betrachters.
  • Bringen Sie Ordnung ins Bild. Ein gelungener Bildaufbau ist für die Bildwirkung entscheidend. Er verleiht dem Bild Tiefe und lenkt den Blick des Betrachters gezielt in bestimmte Bildbereiche. Nutzen Sie Vorder-, Mittel- und Hintergrund.

Fazit

Bei Ihrem Ausflug in den Wald sollten Sie sich in angemessener Weise verhalten. Vermeiden Sie Lärm, zünden Sie kein Feuer, nehmen Sie Ihren Müll mit und verletzen Sie die Pflanzen nicht. Das Abreissen störender Äste hilft Ihnen nicht das perfekte Foto zu erhalten.

Im Wald können Sie bei jedem Wetter, ausgenommen bei Gewitter und Sturm, schöne Aufnahmen machen. Je nach Jahreszeit können Sie unterschiedliche Impressionen einfangen. Ein Wald hat unzählige tolle Fotomotive zu bieten. Mit ein bisschen Übung können Sie auch mit dem wenigen Licht und dem hohen Kontrast umgehen. Bringen Sie Licht in das Waldchaos, indem Sie einzelne Objekte gezielt in Szene setzen.

Der Wald hat viel zu bieten. Sie können Ihrem Hobby nachgehen, frische Luft tanken und die Ruhe geniessen. Schnappen Sie sich Ihre Kamera und machen Sie sich am besten gleich auf den Weg in den nächsten Wald.

Fussspuren im Sand – Strand von Koh Phi Phi

Fotografieren am Strand

Sommer, Sonne, Strand und Meer – Was kann man mehr wollen? Die schönen Erinnerungen an kilometerlange Spaziergänge am Strand, Sandburgenbauen oder die erste Surferfahrung bleiben auf jeden Fall unvergessen. Für spannende Aufnahmen vom Strand gibt es jedoch einiges zu beachten. Unterschiedliches Licht und vor allem die Tatsache, dass der Strand eine flache Landschaft ist, stellen so manchen Fotografen vor eine grössere Herausforderung. Wenn Sie die folgenden Tipps zur passenden Ausrüstung oder erforderlichen Kameraeinstellungen beachten, werden Sie beim Fotografieren garantiert erfolgreich sein.

Fotoausrüstung

Bei einem Strandausflug dürfen neben der Kamera, passende Filter, Objektive, Ersatzakkus und Speicherkarten in einer ordentlichen Kameratasche nicht fehlen. Zusätzlich dazu können Sie einen Blitz- oder Faltreflektor zum Aufhellen der Fotos einstecken. Bei den Objektiven sollte zwischen Weitwinkel, Teleobjektiv und Zoomobjektiv gewählt werden. Ihre Kamera sollte für Strandaufnahmen am besten auch gegen Spritzwasser und Sand geschützt sein, da es am Meer oft etwas windig sein kann.

Tipps für perfekte Strandbilder

Vor allem im Sommer sollte die Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr vermieden werden, da das Licht zu dieser Zeit ungünstig ist. Durch das senkrecht auftreffende harte Licht der Sonne zur Mittagszeit entstehen bei der Portraitfotografie unschöne Schatten in den Gesichtern. Möchten Sie dennoch in diesem Zeitfenster am Strand fotografieren, können Sie den Schatten mittels Faltreflektor und dem Einsatz von Blitz entgegenwirken. Seitlichem Lichteinfall können Sie mit einer Sonnenblende vorbeugen. Ausserdem ist der Strand um diese Uhrzeiten vielerorts mit Menschen überfüllt, sodass neben Handtüchern, Sonnenliegen und Touristen viele Fussspuren den Strand zusätzlich optisch zerstören.

Nutzen Sie für unberührte Aufnahmen bei schmeichelnden Lichtverhältnissen und interessante Schatten idealerweise die goldene Stunde. Die Zeit direkt nach Sonnenaufgang und direkt vor Sonnenuntergang bringt weiches und warmes Licht, da die Blauanteile grösstenteils von der Atmosphäre herausgefiltert werden. Aber auch in der Blauen Stunde vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang können herrliche Aufnahmen gemacht werden. Wenn sich die Sonne hinter dem Horizont versteckt, entsteht ein stark leuchtendes Blau. Melancholie liegt in der Luft. Packen Sie für solche Momente ein Stativ ein und probieren Sie die Langzeitbelichtung aus. Da die richtige Belichtung in den meisten Fällen schwer zu ermitteln ist, sollten Sie mit Belichtungsreihen arbeiten. Spielen Sie beim Sonnenuntergang auch mit Silhouetten.

Fotografieren Sie nicht nur stupide Strand und Meer, sondern auch Menschen. Es wäre äusserst schade, wenn Sie mit zahlreichen Ferienbildern heimkehren, aber keines beweist, dass Sie jemals an diesem Strand persönlich vor Ort waren und das mitgebrachte Foto selbstgeschossen ist. Nutzen Sie dafür beispielsweise den Fern- oder Selbstauslöser.

Anstatt der Belichtungsautomatik sollte die manuelle Belichtung genutzt werden. Für manche Aufnahmen bietet sich auch eine bewusste leichte Überbelichtung an.
Anwendung der Drittelregel am Strand

Wenden Sie die Drittelregel an. Der Hintergrund sollte im oberen oder unteren Drittel des Fotos platziert werden. Der Horizont ist beim Fotografieren gerade zu halten. Zur Hilfe können Sie die Gitternetzlinien auf dem Display oder im Sucher nutzen. Nur wenn es die Bildaussage unterstützt, darf der Horizont mehr als 30 Grad von der Waagerechten abweichen. Ausserdem sollten Sie mit Schärfe und Unschärfe spielen, um interessante Motive zu gestalten. Hintergrund und Hauptmotiv sollten dabei nicht gleichzeitig scharf sein. Entschärfen Sie deshalb beispielsweise den Hintergrund.

Während des Strandbesuchs sollten Sie keine Objektive wechseln. Die Gefahr, dass der Sand Objektiv und Kamera beschädigt, ist gross. Stattdessen sollte ein Zoom-Objektiv verwendet werden. Achten Sie während des Fotografierens stets auf sauberes Equipment. Saubere Linse und Sensor sind Grundvoraussetzung für schöne Aufnahmen. Wasserspritzer sollten möglichst vermieden werden. Tagsüber bietet sich ein Polarisationsfilter an. Zum einen schafft dieser klarere Bilder und zum andern dient er als zusätzlicher Objektivschutz. Ein ND-Verlaufsfilter kann zum Abdunkeln und für mehr Kontrast genutzt werden.

Nach dem Fotografieren sollten Sie das Objektiv mit einer Gegenlichtblende oder einem Objektivdeckel schützen und die Kamera sicher in einem Kamerarucksack verstauen. Reinigen Sie nach jedem Strandbesuch Ihre Kamera mit einem weichen und fusselfreien Tuch sorgfältig.

Kameraeinstellungen für grelles Licht und Reflexionen

  • Automatik: Strand- oder Schneemodus
  • Manuelle Ausgangseinstellung: AV-Modus, automatischer ISO, Blende 8
  • Zubehör: Polarisationsfilter, Sonnenblende

Kameraeinstellungen bei Gegenlicht

  • Automatik kaum möglich, besser Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: Blende 4 bis 8, Verschlusszeit 1/400 s, max. ISO 100,
  • Zubehör: Stativ, Gegenlichtblende

Kameraeinstellungen bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Platzieren Sie die Kamera möglichst niedrig. Ausserdem bietet sich ein vorgeschalteter Verlaufsfilter an. Dieser gleicht extreme horizontale Lichtunterschiede aus.

  • Automatik: Szenenautomatik Sonne oder ähnlich, Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: ISO 100, 1/200 s, RAW-Format, Blende 8-11
  • Zubehör: Stativ, Fernauslöser, Verlaufsfilter

Sonnenuntergang am Strand in Thailand

Fotoideen

Wenn Sie nicht einfach nur Strand mit Wasser fotografieren möchten, probieren Sie es doch einmal mit etwas Action. Anstatt eine stehende oder sitzende Person im Vordergrund des Meeres, können Sie die Person beim ins Meer laufen oder springen fotografieren. Nutzen Sie dafür ein Weitwinkelobjektiv und eine sehr kurze Belichtungszeit. Wechseln Sie öfter die Perspektive, in dem Sie aus unterschiedlichen Positionen fotografieren. In diesem Fall bietet es sich an, aus der Liegeposition etwas schräg nach oben zu fotografieren. Aber auch Fotos mal von Höhe des Bauches oder knieend aufgenommen, erzeugen Spannung.

Einzigartige Strandbilder erhalten Sie auch, wenn Sie mehrere Ebenen schaffen. Fotografieren Sie beispielsweise Kinder beim Spielen im Sand. Die Sandburg im Vordergrund, das Kind im Mittelgrund und im Hintergrund scharf das Meer. Für eine solche Aufnahme ist eine kniende Fotoposition optimal.

Natürlich können und sollten Sie auch am Strand mit Details arbeiten. Dazu suchen Sie sich markante Sachen wie Treibgut, bunte Steine oder Möwen und arbeiten diese als Blickfang heraus. Sie können beispielsweise aus Muscheln auch Wege schaffen, die auf Bildern künstliche Linien suggerieren. Ausserdem können Fluchtlinien geschickt gesetzt werden. Dafür bietet sich zum Beispiel eine Brücke zu einer entfernten Insel an. Vergessen Sie nicht mittels bunten Bällen, Strandkörben oder Sonnenschirmen Farbakzente zu setzen.

Sie können aber auch sportliche Strandaktionen für die Ewigkeit festhalten. Egal ob Windsurfer, Menschen beim Drachen steigen lassen, Strandsegler, Motorbootfahrer, Stand Up Paddler, Powerkiter oder Wellenreiter – jede dieser Sportarten hat auf Fotos Ihren Reiz. Beachten Sie bei schnellen Bewegungen, wie etwa bei Surfern darauf, dass Sie eine Verschlusszeit von 1/500 s oder 1/1000 s wählen, um die Bewegung der Welle und des Surfers einzufrieren.

Auch der Einsatz einer Unterwasserkamera bietet sich bei der Strandfotografie an. Sie werden mit einzigartigen Unterwasseraufnahmen vom Schwimmen, Tauchen oder den versunkenen Meereswelten belohnt.

Fazit

Seien sie kreativ und nutzen Sie die Möglichkeiten, welche die Küste so bietet. Weisse Traumstrände, türkisblaues Wasser und Sonne haben grosses Potenzial für einzigartige Aufnahmen. Bevorzugt sollte die Zeit nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang genutzt werden. Fotos von Stränden können im Sommer wie im Winter aufgenommen werden. Wenn Sie die oben aufgeführten Tipps bei Ihrem nächsten Strandausflug im Hinterkopf behalten, werden Sie mit vielen meisterhaften Strandfotos das Meer erholt und zufrieden wieder verlassen.

Berglandschaft mit Fluss im Vordergrund

Landschaftsfotografie – Berge richtig fotografieren

Die Berg- und Gebirgsfotografie wird als eine besonders faszinierende Art der Fotografie angesehen. Wandern und Fotografieren ergänzen sich perfekt. Ein Fotoausflug in die Berge kombiniert Anstrengung und Entspannung. Egal ob Himalaya, Alpen, Anden, Rocky Mountains oder Karpaten – jede Gebirgskette hält Ihre besonderen Impressionen bereit. Für den Ausflug in die Berge ist eine Kombination aus alpintauglicher Ausrüstung und körperlicher Fitness gefragt. Für die Anstrengung werden Sie anschliessend mit einem einmaligen Ausblick und eindrucksvollen Fotomotiven entschädigt.

Ausserdem können Sie bei der Bergfotografie Ihre volle Kreativität entfalten. Damit Sie das ideale Bild nicht verpassen, sollten Sie sich bereits gut mit den Werkzeugen eines Fotografen, wie Blende, Belichtungszeit und Iso-Empfindlichkeit, sowie deren Wirkungen und Zusammenhänge auskennen und diese zielgerichtet einsetzen können.

Vorbereitung und Kameraausstattung für den Ausflug ins Gebirge

Wenn Sie einen Fotoausflug in die Berge geplant haben, sollten Sie Ihre Ausrüstung auf das Minimum reduzieren. Sortieren Sie aus, was Sie nicht unbedingt benötigen. Anstatt auf eine Schultertasche, sollten Sie auf einen richtigen Kamerarucksack zurückgreifen, damit das Gewicht auf Ihren Schultern gleichmässig verteilt wird. Zur Wanderausstattung gehören neben Lebensmitteln und Getränken auch ein Stativ, Kamerazubehör (Akkus, Speicherkarten), verschiedene ausgewählte Objektive und natürlich die Kamera. Für Schlechtwettertage sollten Sie den Regenschutz nicht vergessen.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Kamera darauf, dass diese solide und wasserdicht ist und einen Staubschutz aufweist. Um Berge richtig in Szene zu setzen, bieten sich neben der digitalen Spiegelreflexkamera Kompaktkameras mit einem ordentlichen Zoombereich oder die sogenannten Bridgekameras (Superzoomkameras) an. Um Gewicht zu sparen, lassen Sie feste Brennweiten am besten zu Hause und beschränken sich auf möglichst wenige Objektive. Empfehlenswert sind das Weitwinkelobjektiv (10 bis 18mm) und das Standardzoomobjektiv (18 bis 105 mm).

Zusätzlich können Sie verschiedene Filter mitnehmen. Der Polarisationsfilter sorgt beispielsweise dafür, dass die Farben besser dargestellt werden und reduziert den Einfluss von Dunst, während der Grauverlaufsfilter den Helligkeitsunterschied zwischen Boden und Himmel reduziert. Im Hochgebirge bietet sich die Verwendung des UV-Filters an.

Vermeiden Sie bei Ihrer Tagesplanung die Mittagssonne. Gegebenenfalls bietet es sich an, die Wanderrichtung anzupassen. Bevor Sie die Wanderung antreten, sollten Sie Ihr Equipment auf Funktionsfähigkeit überprüfen. Die Akkus sollten geladen und sorgfältig überprüft werden. Neben Ersatzakkus dürfen auch zusätzliche Speicherkarten nicht fehlen.

Tipps für das perfekte Bergfoto

  • Weniger ist häufig mehr. Auch wenn die Natur in alle Richtungen überwältigend ist, sollten Sie anstatt alles zu fotografieren Ihre Aufmerksamkeit auf individuelle Punkte richten und sich bewusst einschränken. Versuchen Sie Emotionen einzufangen.
  • Wechseln Sie öfter die Position, aus der Sie fotografieren. Klettern Sie auf Felsen, legen Sie sich auf den Boden oder gehen Sie in die Hocke. Dabei aber natürlich unbedingt auf Ihre Sicherheit achten!
  • Machen Sie Bilder durch viele Schichten interessanter. Nutzen Sie Vorder-, Mittel- und Hintergrund.
  • Nutzen Sie vorzugsweise den manuellen Fokus. Machen Sie nicht nur Weitwinkelaufnahmen. Detailaufnahmen können ebenfalls verzaubern.
  • Fotografieren Sie zur Abwechslung mal mit Stativ. Erzeugen Sie Belichtungsreihen aus denen Sie später HDR-Bilder erstellen können.

Mit Schnee bedeckte Berglandschaft

Licht, Lichtverhältnisse, Belichtung

Arbeiten Sie mit den drei bekannten Lichtreglern Blende, Belichtungszeit und ISO-Einstellung.

Die Blende reguliert die einfallende Lichtmenge. Je grösser die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Öffnung und desto weniger Licht fällt ein. Dadurch wird die Tiefenschärfe beeinflusst. Durch eine kleine Blendenweite werden einige Motivteile verschärft dargestellt, während andere Motive in Hinter- oder Vordergrund verschwimmen.

Die Belichtungszeit hingegen gibt an, wie lange Licht auf den Bildsensor fällt. Eine lange Belichtungszeit birgt die Gefahr der Verwacklung durch die Kamera oder Motivbewegung. Wenn Sie eine Bewegung einfrieren möchten, sollten Sie kurze Verschlusszeiten nutzen.

Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors wieder. Bei schlechten Lichtverhältnissen können Sie den ISO erhöhen, um eine lange Belichtungszeit zu vermeiden. Dennoch sollten Sie mit dem ISO-Wert vorsichtig umgehen, da ein zu hoher ISO-Wert zu Bildrauschen führen kann.

Beachten Sie beim Fotografieren in den Bergen die «Riesensoftbox» in Form des Himmels. Um keine ausgefressenen Lichter zu bekommen, sollten Sie immer auf die Lichter belichten. Bei digitalen Kameras und Schnee sollten Sie nicht auf die Tiefen belichten. Nutzen Sie an grauen Tagen eine Graukarte für den Weissabgleich. Überdies sollten Sie Gegenlicht vermeiden. Es ist besser die Sonne im Rücken zu haben. Sie können aber auch eine Gegenlichtblende benutzen. Überbelichtung können Sie zusätzlich eliminieren, in dem Sie den Schnee- oder Strandmodus nutzen Ihrer Kamera nutzen.

Die Drittel Regel

Der Goldene Schnitt sorgt für ein bestimmtes Teilungsverhältnis einer Strecke oder Fläche, die in der Betrachtung als angenehm und natürlich wahrgenommen wird. Die Drittel Regel sorgt für eine harmonische Bildaufteilung mit Spannung und Bewegung. Dazu wird das Bild horizontal und vertikal in gleichgrosse Drittel geteilt.

Gewichten Sie den Erdteil stärker. Setzen Sie den Horizont beispielsweise auf die obere horizontale Drittellinie. Ausserdem sollte der Himmel nicht mehr als ein Drittel des Bildes einnehmen. Wichtige Bildelemente werden aus der Mitte gerückt und an den Linienschnittpunkten platziert. Experimentieren Sie mit der Anordnung des Hauptmotivs. Akteure sollten Sie beispielsweise nicht in der Bildmitte platzieren. Achten Sie zusätzlich darauf, dass diese sich möglichst ins Bild hineinbewegen und ins Bild schauen.

Aufgestelltes Kreuz auf einer Bergspitze

Führende Linien Nutzen

Suchen Sie nach diagonalen Linien. Es ist ein einfach anzuwendender Trick, der eine starke Wirkung erzielt. Durch die Nutzung markanter Linien verleihen Sie dem Foto eine gewisse Dynamik. Da bevorzugt von links nach rechts gelesen wird, bietet es sich an, führende Linien von der linken oberen oder unteren Bildecke beginnen zu lassen. Die Linien beeinflussen den Blick des Betrachters und wo dieser mit seinem Blick endet. Als solche Linien eignen sich zum Beispiel Zäune oder Wanderwege.

Probleme und deren Behebung

Wenn Sie kleinere Fehler, wie z.B. Über- oder Unterbelichtung, auch noch im Nachhinein kompensieren möchten, sollten Sie Ihre Fotos im RAW-Format aufnehmen. Im Gegensatz zu JPEG-Format-Aufnahmen bietet RAW viel Nachbearbeitungspotenzial. Dynamik, Kontrast und Farben können Sie aus RAW-Dateien im Nachhinein herausholen. Beachten Sie, dass RAW-Dateien grösser sind und Sie mehr Speicherplatz benötigen.

Die Bergtour ist schon geplant, aber schlechtes Wetter naht? Lassen Sie sich davon nicht die Laune verderben. Schlechtes Wetter bringt interessante auftürmende Wolkenformationen rund um Bergmassive mit sich.

Wenn die Farben durch schlechte Lichtverhältnisse nur flau herüberkommen, können Sie die Bilder retten, indem Sie aus farbigen Bildern schwarz-weiss Aufnahmen machen. Dazu erhöhen Sie den Kontrast, reduzieren die Belichtung und heben die Weisstöne an.

Fazit

Die Hochgebirge dieser Welt haben zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten unglaubliche Fotokulissen zu bieten. Nutzen Sie für besondere Aufnahmen die Goldene Stunde. Die Zeit vor Sonnenuntergang und nach dem Sonnenaufgang hält wunderschöne Lichtspiele bereit. Sobald Sie längere Belichtungszeiten wählen, sollten Sie das Stativ nutzen.

Unterschiedliches Wetter sorgt für unterschiedliche Fotostimmung. Schlechtwetter bringt durch bedrohliche Wolken und markante Gipfel eine gewisse Dramatik mit sich, während warmes Nachmittagslicht harmonische Bergpanoramen hervorzaubert. Geheimnisvolle Motive erhalten Sie an bewölkten Tagen. Nebel verstärkt das Mystische zusätzlich.

Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Kamera und die einzelnen Werkzeuge in und auswendig beherrschen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf die Bergfotografie. Nur so können stimmungsvolle Momente von kurzer Dauer ideal eingefangen werden. Belichtung, Fokussierung und Bildaufbau sind drei Faktoren, die Aufnahmen entscheidend beeinflussen. Ihrer Kreativität sind bei der Fotografie von Bergen keine Grenzen gesetzt. Spielen Sie mit den verschiedenen Parametern und Perspektiven, aber denken Sie an Ihre eigene Sicherheit. Kein Foto ist es Wert, ein Risiko einzugehen.

 

Alt: Nachtaufnahme Prag Brücke an der Donau

Nachtfotografie – Städte im Dunkeln fotografieren

Auf einer Städtereise ist es oft das Ziel die bekanntesten historischen Gebäude, Denkmäler und Plätze als Andenken an die Reise fotografisch festzuhalten. Hierfür pilgert man am Tag von der einen Sehenswürdigkeit zur nächsten, um anschliessend die Kamera zu zücken und einen Schnappschuss zu machen. Noch eindrucksvoller als am Tag wirken viele Sehenswürdigkeiten einer Stadt aufgrund ihrer festlichen Beleuchtung in der Nacht.

Bei Nachtaufnahmen beleuchteter historischer Gebäude wird im Bild ein einzigartiges Zusammenspiel aus Licht und Schatten sichtbar. Zudem kann man in der Nacht den grossen Touristenströmen entfliegen und bekommt die Möglichkeit, sich in Ruhe dem Fotografieren zu widmen und die Schönheit der Sehenswürdigkeiten zu geniessen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen wichtige Tipps rund um Equipment und Kameraeinstellungen, mit denen Ihnen beeindruckende Nachtaufnahmen gelingen.

Notwendiges Equipment und Voreinstellungen

Vorab sollte nicht verschwiegen werden, dass die Qualität der Ausrüstung und die Wahl der Kamera bei Nachtaufnahmen eine wichtige Rolle spielen. So ist es mit einer Vollformat-Kamera leichter, gut belichtete Nachtaufnahmen zu machen, als mit einer Kamera mit einem APSC-Sensor. Zudem kann ein lichtstarkes Objektiv eine grössere Lichtmenge einfangen, die auf den Sensor fällt.

Wie bereits erwähnt, werden für eine Nachtaufnahme lange Belichtungszeiten benötigt. Wird aus der Hand heraus fotografiert, kann nur eine Belichtungszeit von circa 1/15 Sekunde ohne Verwacklungen gehalten werden. Um Verwacklungen trotz langer Belichtungszeiten zu vermeiden, wird unbedingt ein Stativ benötigt. Dieses sollte auf einem festen und stabilen Untergrund aufgestellt und ausgerichtet werden.

Selbst beim Betätigen des Auslösers kann es durch die Erschütterung der Kamera zu Verwacklungen kommen. Diese können durch einen Fernauslöser umgangen werden. Sollten Sie keinen Fernauslöser besitzen, kann der 2 Sekunden Selbstauslöser Abhilfe schaffen.

Sowohl der Bildstabilisator am Objektiv als auch der Autofokus sollten deaktiviert werden, um weitere Verwacklungsgefahren zu umgehen. Die Sensoren des Bildstabilisators können auf dem Stativ nicht ordnungsgemäss arbeiten und der Autofokus könnte während der langen Belichtungszeit seinen Fokuspunkt ändern, wodurch die Aufnahme unscharf werden kann.

Da der Autofokus bei Nachtaufnahmen nicht verwendet werden sollte, kann es hilfreich sein den Live-View-Modus zu aktivieren. Ohne das Objektiv zu verwenden, kann hier näher ans Motiv herangezoomt werden, um manuell einen Fokuspunkt auszuwählen. Findet sich kein geeigneter Fokuspunkt, sollte manuell auf unendlich fokussiert werden.

Neben dem Stativ und dem Fernauslöser empfiehlt sich ebenso die Verwendung eines ND-Filters. Dieser dunkelt die Linse des Objektives ab, wodurch nicht nur einige Blendenstufen gewonnen werden, sondern auch eine längere Belichtungszeit möglich ist.

Alt: Nachaufnahme Donau und Prager Burg

Welche Einstellungen werden benötigt?

Viel Licht ist oft ein Garant für gelungene Aufnahmen. In der Nacht besteht allerdings das Problem, dass die Umgebung kaum Licht abgibt. Folglich muss versucht werden, mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera, das vorhandene Licht bestmöglich zu nutzen. Um alle Einstellungen selbst bestimmen zu können, sollte der manuelle Modus verwendet werden.

Bei einer Nachtaufnahme ist es üblich, dass das Foto viele dunkle oder sogar schwarze Flächen zeigt. Um eine körnige Darstellung der dunklen Flächen, das sogenannte Bildrauschen, zu vermeiden, sollte der ISO-Wert nicht höher als 200 sein.

Da der ISO-Wert ausscheidet, bleiben noch die Einstellungen der Blende und der Belichtungszeit. Die Kombination aus einer weit geöffneten Blende und einer längeren Belichtungszeit ist hier die Lösung.

Mit einer sehr weit geöffneten Blende f/5 und einer Belichtungszeit von 4 Sekunden wird die nächtliche Stimmung eingefangen, in der bereits die Beleuchtungen der Gebäude gut zur Geltung kommen. Erscheint Ihnen die Schärfentiefe in der Aufnahme zu gering, können Sie mit einem kleineren Blendenwert, wie f/13, und einer noch längeren Belichtungszeit entgegenwirken. Bei einer längeren Belichtung zwischen 30 Sekunden bis hin zu zwei Minuten kann bereits eine Dämmerungsstimmung im Bild entstehen.

Fazit

Letztendlich ist die gelungene Kombination aus Blendeneinstellung und Belichtungszeit das Geheimnis für beeindruckende Nachtaufnahmen. Welche Kombination die exakt richtige ist, hängt jedoch immer von der individuellen Situation und dem eigenen Geschmack bezüglich des Motives ab.

Das Generieren einer Nachtaufnahme ist ohne Hilfsmittel nicht möglich. So ist die Verwendung eines Statives ein absolutes Muss. Ein Fernauslöser und ein ND Filter wiederrum machen das Fotografieren in Nacht zwar angenehmen, sind aber nicht zwingend notwendig.

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Photoshop: Architekturretusche

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken.

Die Objektivkorrektur

Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben.

Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken. Die Objektivkorrektur Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben. Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Wurde die Objektivkorrektur gewählt, öffnet sich ein neues Fenster. Wählen Sie in diesem den Reiter «Benutzerdefiniert». Dort befindet sich der Bereich «Transformieren». Hier können Sie sowohl die vertikale als auch die horizontale Perspektive anpassen. Bei der Architekturfotografie wird meist nur die vertikale Perspektive benötigt. Schieben Sie den Regler der vertikalen Perspektive solange, bis sich das Gebäude in seiner ursprünglichen Form befindet. Als Hilfestellung kann ein Raster eingeblendet werden, indem Sie unten links bei «Raster einblenden» einen Haken setzen.

Screenshot – Benutzerdefinierte Objektivkorrektur in Photoshop

Durch die Veränderung der vertikalen Perspektive wird die Form der Aufnahme verändert. Anschliessend müssen Sie diese neu beschneiden. Im Reiter «Auto-Korrektur» der Objektivkorrektur kann ein Haken bei «Bild automatisch skalieren» gesetzt werden. Dadurch wird das Bild automatisch beschnitten.

Hinweis: Um eine solche Objektivkorrektur vornehmen zu können, ist es wichtig, bereits beim Fotografieren des Objektes einen gewissen Abstand zum Bildrand zu haben. Durch die Veränderungen der Perspektive kann es sonst passieren, dass Teile des Gebäudes der Beschneidung zum Opfer fallen.

Das Bild nach dem Horizont ausrichten

Ist der Horizont auf einem Bild deutlich zu sehen, sollte dieser gerade durch das Bild verlaufen. Dies ist überwiegend bei Aufnahmen der Fall auf denen sich grössere Gewässser im Hintergrund befinden. Beim freihändigen Fotografieren passiert es schnell, dass der Horizont schief im Bild ist und somit die gesamte Aufnahme schief wirken lässt. Aber auch hierfür bietet Photoshop eine schnelle und einfache Lösung.

Screenshot – Der Weg zum Linealwerkzeug in Photoshop

Öffnen Sie auch hier zuerst das zu bearbeitende Bild in Photoshop. In der linken Seitenleiste befindet sich die Pipette, in deren Auswahlmenü sich das Linealwerkzeug befindet. Durch einen rechten Mausklick auf die Pipette erscheint dieses Menü.

Screenshot – begradigen des Horizonts mit dem Linealwerkzeug in Photoshop

Wurde das Linealwerkzeug ausgewählt, setzen Sie die Maus auf der linken Seite des Horizonts an. Halten Sie nun die Maustaste gedrückt und ziehen Sie eine Linie entlang des Horizonts. Unter der oberen Menüleiste finden Sie den Befehl «Ebene gerade ausrichten». Die markierte Horizontallinie wird nun mit der gesamten Aufnahme geradegerichtet.

Vorher – Nachher Begradigung des Horizonts

Die Schatten und Lichter der Aufnahme optimieren

Bei der Retusche von Architekturaufnahmen spielt nicht nur die Perspektive und die Lage des Horizonts eine Rolle. Ebenso bedeutend ist die Wirkung der Schatten und Lichter sowie der Farbe. Wirkt eine Aufnahme noch etwas fad, hilft der Camera RAW-Filter, um dem Bild die richtige Wirkung zu verleihen.

Screenshot – Weg zum Camera RAW-Filter in Photoshop

Wie bereits die Objektivkorrektur befindet sich Camera RAW-Filter in der oberen Menüleiste unter dem Reiter «Filter». Hier öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster. In diesem finden Sie unterschiedliche Regler, die Sie beliebig verschieben können. Wie die Veränderungen der verschiedenen Kriterien miteinander wirken, lässt sich durch Ausprobieren am besten herausfinden. Spielen Sie also mit den Reglern Farbtemperatur, Belichtung, Tiefen, Lichter, Weiss und Schwarz. So können sich selbst unter- oder überbelichtete Fotos in kontrastreiche Aufnahmen verwandeln.

Mit der Erhöhung des Reglers «Klarheit» werden noch stärkere Konturen und Kontraste geschaffen.

Screenshot – zwei unterschiedliche Reiter im Camera RAW-Filter in Photoshop

Links zeigt den Camera RAW-Filter mit den Grundeinstellungen – Rechts zeigt den selben Filter mit dem geöffneten Reiter HSL/ Graustufen

Dominiert eine bestimmte Farbe die Aufnahme oder eine Farbe soll besonders hervorgehoben werden, hilft ebenfalls der Camera RAW-Filter. Nutzen Sie den Reiter HSL/Grautöne. Dort können Sie sowohl den Farbton als auch die Sättigung und die Luminanz der verschiedenen Farben einzeln regulieren. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, kann der Camera RAW-Filter mit einem Klick auf «OK» geschlossen werden. Anschliessend kann das Bild gespeichert oder weitere Nachbearbeitungsmassnahmen vorgenommen werden.

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Fazit

Nicht nur Portraits sondern auch Gebäude können durch die Retusche ins richtige Licht gerückt werden. Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop bietet dabei schnelle und einfache Möglichkeiten, um die wichtigsten Schönheitskorrekturen bei Ihren Architekturaufnahmen vorzunehmen. Die Korrektur von Objektivverzerrungen, dem Ausrichten des Horizonts und dem Optimieren der Lichter und Schatten verhelfen dabei zu einer gelungenen Bildwirkung.

Neben diesen drei Methoden gehört auch das Entfernen von störenden Elementen zur Fotoretusche. Wie Sie Objektivverschmutzungen oder unschöne Elemente aus einem Foto entfernen erfahren Sie detailliert im Artikel «Retuschieren von Fotos in Photoshop – so gelingt’s».

Ein Mini-Flieger gleitet durch die Luft

Modellflugzeuge fotografieren – Tipps für ein optimales Bildergebnis

In Modellflugzeugen steckt viel Technik und Liebe zum Detail. Daher lohnt es sich, die Modelle auf eindrucksvollen Bildern festzuhalten. Besonders Modellflugzeug-Shows bietet für Fotografen eine perfekte Gelegenheit, die Mini-Flieger mit dem Objektiv einzufangen. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihr Modellflugzeug am Boden und in der Luft optimal in Szene setzen.

Modellflugzeuge am Boden fotografieren

Modellflugzeuge sind präzise Meisterwerke der Technik. Dokumentieren Sie doch den Bau der Maschine fotografisch. Dabei können Sie beispielsweise weitere Bildelemente, wie z. B. Werkzeug, im Bild darstellen oder auch zeigen, wie Ihre Werkstatt ausgesehen hat. Es gibt keine falsche Bildkomposition, erlaubt ist, was gefällt!

Die Perspektive beibehalten

Um einzelne Konstruktionsschritte zu dokumentieren, nehmen Sie das Flugzeug am besten in der Totalen auf. Alternativ können Sie auch präzise Detailaufnahmen anfertigen, um auf kleinere Bestandteile aufmerksam zu machen. Fotografieren Sie das Modell immer aus der gleichen Position und Perspektive. Dadurch wirken kleinere bauliche Veränderungen am Modell auffälliger.

Auch Variationen in der Kameraeinstellung sind daher wenig empfehlenswert. Um immer wieder dieselben Einstellungen zu verwenden, sollte der manuelle Modus verwendet werden, da in diesem alle Parameter selbst eingestellt werden können. Folglich können Sie zu jeder Zeit die gleichen Einstellungen vornehmen. Für die Abbildung Ihres Modellflugzeugs in ganzer Klarheit und Schärfe, sollte eine hohe Schärfentiefe generiert werden. Um diese zu erzeugen, wird eine geschlossene Blende benötigt, also müssen Sie einen geringen Blendenwert nutzen. Durch die geschlossene Blende kann nur wenig Licht auf den Sensor gelangen, wodurch die Aufnahme unterbelichtet sein kann. Da es sich bei einem Modellflugzeug um ein stillstehendes Objekt handelt, kann eine Verlängerung der Verschlusszeit für eine ausreichende Belichtung sorgen.

Das Modell richtig belichten

Um Ihr Modellflugzeug gekonnt in Szene zu setzen, spielt die Belichtung eine wichtige Rolle. Für eine gleichmässige Ausleuchtung Ihres Modellflugzeuges bietet sich ein Lichtwürfel oder ein Lichtzelt an. So vermeiden Sie starke Reflexionen, die durch den Blitz entstehen können. Die Reflexionen führen sonst häufig zu Farbverfälschungen, was bei aufwendigen Lackierungen sehr ärgerlich sein kann.

Verwenden Sie ein Stativ, um in aller Ruhe mit Belichtungszeiten experimentieren zu können. Da sich höhere Belichtungszeiten anbieten, ist es sinnvoll, die Selbstauslöser-Funktion oder eine Fernbedienung zu nutzen. Dadurch vermeiden Sie Wackler durch den Druck des Auslösers.

Ein Modellflugzeug auf der Wiese

Fotografie nach dem Lift-off

Wenn der Flieger komplett gebaut und abgelichtet ist, wird es Zeit, sich mit der Frage zu beschäftigen, wie die besten Luftaufnahmen gelingen. Egal ob Piloten mit ihren Maschinen majestätische Kreise ziehen oder waghalsige Manöver am Himmel vollführen, für das gelungene Bild gibt es auch hier einige Tipps und Tricks, die zum Erfolg führen.

Die richtige Umgebung

Bei der Fotografie von Modellflugzeugen sollten Sie unbedingt das Wetter und insbesondere die Position zur Sonne beachten. Lichtreflexionen auf den Flügeln und am Rumpf können wünschenswert sein und zur Spannung beitragen. Allerdings können diese das Bild auch leicht unkenntlich machen.

Das gilt es bei der Kameraeinstellung zu beachten

Die Qualität Ihrer Bilder können Sie mit einer optimalen technischen Ausstattung beeinflussen. Deswegen sollten Sie das Fotografieren von Mini-Flugmaschinen mit der Wahl des richtigen Objektivs beginnen. Für diese Kategorie ist es ratsam, ein Teleobjektiv zu verwenden. Teleobjektive sind Objektive ab einer Brennweite von 50 mm. Zoomobjektive mit einem grossen Brennweitenbereich wie beispielsweise 70 mm bis 300 mm bieten in Bezug auf die Entfernung des Modelflugzeuges eine grosse Flexibilität. Zudem handelt es sich bei dem Modellflugzeug nun nicht mehr um ein stillstehendes Objekt, sondern um ein bewegtes Objekt, daher kann der automatische Nachführautofokus hilfreich sein. Indem der Auslöser nur halb durchgedrückt gehalten wird, bemisst die Kamera den Abstand zum anfokussierten Objekt kontinuierlich neu und passt den Fokuspunkt an. Diese Option der Autofokus Betriebsart wird bei Canon unter dem Begriff AI Servo und bei Nikon unter AF-C geführt.

Des Weiteren ist auch die Einstellung der Belichtung, die sogenannte ISO-Empfindlichkeit, ein wichtiger Faktor. Bei Tageslicht ist in der Regel ein kleiner ISO-Wert zwischen 100 und 200 ausreichend. Die Ausnahme stellen hier sehr kurze Belichtungszeiten in Verbindung mit einer hohen Schärfetiefe also einer geschlossenen Blende dar. Da weder durch die Belichtungszeit noch durch die Blendenöffnung ausreichend Licht auf den Sensor gelangt, ist es notwendig den ISO-Wert zu erhöhen. Bei Nachtaufnahmen wird ebenfalls einer höherer ISO-Wert benötigt. Generell sollte der ISO-Wert so klein wie möglich gehalten werden, da durch eine Erhöhung Bildrauschen entstehen kann. Dieses Bildrauschen kann zu einer Verschlechterung der Bildqualität führen.

Versuchen Sie, das Modell mit der schnellsten Bildfolge und den kürzesten Belichtungszeiten einzufangen. So wirken die Modellflugzeuge wie „echte“ Maschinen in voller Aktion. Aber Vorsicht: Zu kurze Belichtungszeiten können dazu führen, dass der Propeller auf dem Bild „stillsteht“. Dadurch muss die gewünschte Unschärfe gegebenenfalls durch digitale Nachbearbeitung hinzugefügt werden.

Modellflugzeuge in Vorbereitung für eine Modellflugzeug-Schau

Blitzschnell und trotzdem eingefangen mit der Panning-Technik

Bei der Fotografie von Modellflugzeugen sind Stative häufig eher hinderlich, da der Fotograf damit sehr unflexibel ist. Erfolgversprechend ist dagegen die sogenannte Panning-Technik. Dabei schwenken Sie Ihre Kamera synchron mit dem Flieger mit. So bekommen Sie Ihr Flugmodell scharf auf den Sensor und der Hintergrund verschwimmt. Um zu einem optimalen Resultat zu gelangen, muss die Bewegung der Kamera mit dem Motiv perfekt synchronisiert werden. Das erreichen Sie, indem Sie Ihren Oberkörper gleichzeitig mit dem Flieger bewegen. Diese Methode zeigt, mit welcher Geschwindigkeit sich Ihr Flieger bewegt und erzeugt ein hohes Geschwindigkeitsgefühl auf dem Bild.

Weitere Motive ins Bild integrieren

Wie schön der Himmel auch sein mag – begrenzen Sie sich nicht nur darauf, sondern fangen Sie auch andere Motive in Ihrem Bild ein. Mit der Panning-Technik können Sie zusätzlich in Ihrem Hintergrund einen interessanten Streifen-Effekt erzielen. Dieser ist vor blauem Himmel leider nur schlecht sichtbar. Daher ist es sinnvoll, weitere Motive auf dem Bild einzufangen. Befinden sich unter dem Flugzeug beispielsweise Lichter, Lampen oder eine Stadtszene, kommen die Effekte der Panning-Technik besser zum Vorschein.

Fazit

Je nachdem in welchem Umfeld das Modellflugzeug abgelichtet werden soll, gibt es eine Menge Möglichkeiten, um das optimale Bild einzufangen. Mit der richtigen Kameraeinstellung und -perspektive schiessen Sie unvergleichliche Aufnahmen Ihres Modellflugzeuges am Boden. Aber auch am Himmel gelingen Ihnen durch die Panning-Technik einzigartige Bilder.

Skifahrerin in Bewegung auf einer Piste vor blauem Himmel

Die technischen Grundlagen in der Sportfotografie

Bei der Sportfotografie handelt es sich immer um die Aufnahme von bewegten Motiven. Das kann zum Beispiel ein rennender Fussballer oder ein fahrender Rennwagen sein. Der Artikel «Inhalt und Bildgestaltung in der Sportfotografie» liefert bereits verschiedene Hinweise und Ideen zur Gestaltung von Sportaufnahmen. Im Folgenden gehen wir näher auf die Wahl des Kamera-Modus, die Einstellung der Parameter und die Anwendung verschiedener Techniken in der Sportfotografie ein.

Wahl der Modi in der Sportfotografie

Wer selbst keine komplexeren Einstellungen vornehmen möchte, kann das Motivprogramm «Sport» wählen. Für Fortgeschrittenere empfiehlt sich dagegen der Modus der Blendenautomatik (T/Tv). In diesem Modus wird die Blende von der Kamera automatisch eingestellt. Der ISO-Wert kann dabei sowohl manuell eingestellt werden als auch durch die Automatik-Funktion automatisch angepasst werden. Somit können Sie sich ganz auf die Einstellung der Verschlusszeit konzentrieren. Da es sich in der Sportfotografie um die Aufnahme von bewegten Motiven handelt, sind kurze Verschlusszeiten notwendig, um das gewünschte Motiv scharf abzubilden. Hierbei eignen sich 1/2000 Sekunden und kürzer. Durch die geringen Verschlusszeiten gelangt oft nur wenig Licht auf den Sensor, wodurch Aufnahmen schnell zu dunkel werden. Die Blendenautomatik gleicht die kurze Belichtungszeit mittels weit geöffneter Blende und der Erhöhung des ISO-Wertes aus. Aber Vorsicht mit den hohen ISO-Werten, da diese das sogenannte Bildrauschen verursachen und folglich eine schlechtere Bildqualität liefern.

Eingefrorene Bewegung eines Fussballers der einen Ball in die Luft schiesst

Durch die geöffnete Blende und kurze Belichtungszeit entsteht eine geringe Schärfentiefe. Es wird also nur ein kleiner Bereich um den Fokuspunkt richtig scharf abgebildet, während der Hintergrund unscharf wird. So gelingt das Einfrieren eines bewegten Motivs.

Verwenden Sie den manuellen Modus, wenn Sie sämtliche Parameter selbst anpassen möchten.  So können Sie zusätzlich zur Verschlusszeit auch die Blendenzahl selbst festlegen. Für mehr Schärfentiefe bzw. einen grösseren scharfen Bereich in der Aufnahme ist eine grosse Blendenzahl erforderlich. Eine kurze Verschlusszeit in Verbindung mit einer geschlossenen Blende ist allerdings nur bei ausreichend Umgebungslicht möglich, da beide Faktoren den Lichtdurchlass auf den Sensor verringern. Um eine gute Bildqualität zu erreichen und das oben erwähnte Bildrauschen zu vermeiden, sollten Sie die Verschlusszeit und die Blende nicht durch den ISO-Wert ausgleichen. Verwenden Sie nach Möglichkeit stattdessen lieber ein Objektiv mit hoher Lichtstärke, um das Ergebnis zu verbessern.

Den richtigen Moment einfrieren

Nur mit einer einzigen Aufnahme den richtigen Moment abzupassen, ist in der Sportfotografie eine grosse Herausforderung. Damit dies gelingt, hilft nur Übung und Erfahrung. Gerade für Einsteiger kann in diesem Bereich die Serienbildfunktion eine grosse Unterstützung sein. Der Serienbild-Modus erlaubt durch Gedrückthalten des Auslösers mehrere Aufnahmen nacheinander. Für besonders schnelle Bewegungen gibt es meist noch einen Serienbild-Modus «High», der in einer noch höheren Frequenz auslöst.

Ein weiteres Hilfsmittel ist die Autofokus-Betriebsart AI-Servo bei Canon und AF-C bei Nikon für bewegte Objekte. Dies ist die automatische Schärfennachführung bei welcher der Abstand des fokussierten Objekts durch den halbdurchgedrückten Auslöser kontinuierlich gemessen und angepasst wird. Somit wird die Fokussierung eines bewegten Objektes erleichtert.

Mitschwenken statt Einfrieren

Neben kurzen Belichtungszeiten, ermöglicht auch die Technik des «Schwenkens» das Einfrieren von bewegten Objekten. Beim Schwenken werden deutlich längere Verschlusszeiten wie 1/30 Sekunden verwendet. Während dieser recht langen Belichtungszeit ist das Ziel, die Kamera mit dem bewegten Objekt so mitzuführen, dass es sich im Sucher stets auf derselben Position befindet. Durch dieses Vorgehen wirkt das gewählte Motiv eingefroren und der Hintergrund verzerrt, wodurch dem Motiv eine sehr dynamische Wirkung verliehen wird. Objektive mit einem Bildstabilisator erleichtern den Vorgang geschwenkter Aufnahmen. Des Weiteren kann ein Stativ mit einem beweglichen Kugelkopf das gezielte mitschwenken vereinfachen.

Scharf abgebildeter Rennwagen vor verschwommenem Hintergrund

Durch die langen Belichtungszeiten und die geringe Schärfentiefe, muss der ISO-Wert beim Mitschwenken meist kaum erhöht werden. Das Umgebungslicht im Freien reicht hier für eine ausreichende Belichtung der Aufnahme meist aus.

Fazit

Den richtigen Moment in der Sportfotografie einzufangen, ist ein spannendes Unterfangen. Die Techniken des Einfrierens und des Schwenkens bieten sich dabei besonders an, um die Dynamik aufs Bild zu bringen. Beide Vorgehensweisen erfordern verschiedene Einstellungen und haben eine ganz eigene Bildsprache. Beim Einfrieren liegen die Herausforderungen vor allem in der richtigen Belichtung und dem Zeitpunkt des Auslösens. Den perfekten Moment zu erwischen, bedarf bei beiden Techniken vor allem Übung. Probieren Sie es einfach mal aus. Wir wünschen Ihnen viel Spass dabei!

Inhalt und Bildgestaltung in der Sportfotografie

Ein Wochenende in den Bergen und Sie wollen Ihre Familie beim Skifahren verewigen? Das entscheidende Fussballmatch Ihrer Kinder sticht rot im Kalender hervor und Sie würden Erinnerungen an dieses Ereignis gern für später konservieren?

Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps zu Inhalten und Bildgestaltung Ihrer Sportfotos. Fernab der Technikfrage ist – auch in der Sportfotografie – eines ganz entscheidend: was auf dem Bild zu sehen sein soll. Für aussagekräftige Einzelaufnahmen, die im Bilderrahmen an der Wand über sich hinaus Geschichten erzählen, lohnt eine Reduktion auf die wesentlichen Elemente. Das sind beim Sport oftmals Emotionen und Action.

Sie können aber auch ganze Serien schiessen, den Weg vom Mittelfeld ins Tor oder vom Anlauf über den Absprung bis zur Landung im Fotoalbum nachzeichnen. So oder so ist ein gewisses Verständnis der Sportart von Vorteil, um die nächste Bewegung schon vorauszuahnen und den Auslöser im richtigen Moment zu drücken.

Emotionen im Sport mit der Kamera einfangen

Sport hat oftmals mindestens zwei Gesichter. Während die Verlierer vereinzelt den Rasen verlassen oder einsam im Gras hocken und enttäuscht in die Ferne blicken, tanzen und hüpfen die Gewinner zu den Freudengesängen der Fans gemeinsam durcheinander. Während sich die Mitstreiter der einen Mannschaft bestürzt an den Kopf greifen, wirft der gegnerische Trainer grinsend die Hände zum Himmel. Freude und Jubel stehen Enttäuschung und Wut gegenüber, die Gewinner den Verlierern. Das macht es spannend, darum geht es. Das verbindet, will festgehalten werden und macht Ihre Sportfotos lebendig. Wollen Sie Emotionen einfangen, so können sie auf diese Kontraste setzen. Versuchen Sie beide Seiten auf Ihren Fotos zu zeigen. Vielleicht lässt sich die Enttäuschung durch ein Foto in Graustufen unterstreichen? Wie wirkt ein vereinzelter Spieler, der allein im Rasen hockt, aus der Ferne aufgenommen im Vergleich zu einer Nahaufnahme?

Junge und seine Enttäuschung nach einer Niederlage beim Fussball

Action beim Sport auf Fotos ablichten

Da kämpfen zwei Fussballer um den Ball, eine Beachvolleyballerin hechtet in den Sand, ein Skateboard gleitet über ein Geländer, die Leichtathletin sprintet über die letzte Hürde – und das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden. Und in genau diesen Momenten müssen Sie bereit sein, vorab wissen, welche Positionen einzunehmen ist, welche Knöpfe zu drücken sind, um die Action auf Ihren Sportfotos lebendig abzulichten. In welchen Bereichen des Spielfeldes oder des Platzes passieren die Siegestreffer, die Überholmanöver oder die gewagten Sprünge? Machen Sie sich vorher Gedanken, wo sie sich platzieren wollen. Bei manchen Sportarten eignet sich die Kurve besonders gut. Hier können Sie die Sportler von vorn und von der Seite sehen. Probieren Sie auch mehrere Perspektiven aus, vielleicht auch solche, die Ihnen erst als zweites in den Sinn kommen. Ein Skateboardtrick sieht aus der Froschperspektive vielleicht riskanter aus als auf Augenhöhe.

Skater aus der Froschperspektive

Während des Sportereignisses spielen für Sie Konzentration und Reaktion eine entscheidende Rolle. Seien sie wachsam, halten Sie die Augen offen und den Finger am Auslöser.

Technische Herausforderungen

Die Herausforderungen in der Sportfotografie liegen vor allem in der Distanz, den Lichtverhältnissen und der Bewegung. Zu spät oder zu früh ausgelöst, zu dunkel oder zu unscharf fotografiert – das sind die Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt.

Verschiedene Sportarten verlangen verschiedene Brennweiten. Stehen Sie nah am Geschehen, empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv, während sich ein Teleobjektiv aus der Ferne als nützlich erweisen kann. Wechselndes, unbeständiges Wetter oder die kalten Neonröhren einer Halle stellen die zweite Hürde dar. Hier kann ein lichtstarkes Objektiv mit einer Offenblende von mindestens F4 unterstützend sein, die Sportler scharf aufs Foto zu bekommen. Ein schneller Autofokus und eine Serienbildfunktion mit über 5 Fotos pro Sekunde können wiederum hilfreich dabei sein, den richtigen Moment zu erwischen. Endgültig entscheidend ist jedoch Ihr Finger am Auslöser.

Von nackten Füssen im Sand und leeren Startbahnen – die Illustration

Fernab der Suche nach den action- und emotionsgeladenen Sportbildern können Sie aber auch aus einem anderen, illustrativen Blickwinkel auf den Sport schauen. Wie wäre es mit einer Rennstrecke ohne Läufer, die im morgendlichen Nebel verschwimmt, noch unklar, wer hier am Nachmittag als erstes einlaufen wird? Oder mit einem Puck, der auf dem frisch zerkratzten Eis liegt und auf das eben beendete, rasante Eishockeyspiel schliessen lässt? Oder vielleicht mit nackten Füssen, die den Sand auf dem Beachvolleyballfeld aufwirbeln, kurz nach der finalen Sprungangabe?

Eine leere Startbahn, die im Nebel verläuft

Fotos dieser Art haben einen eher künstlerischen Aspekt, zeigen und dokumentieren den Sport zeitlos und eigenen sich super für das eigene Archiv oder als Deckblatt fürs Fotoalbum.

Um solch illustrative Fotos zu schiessen, empfiehlt sich auch hier vorab Ideen zu sammeln. Welche Elemente sind wesentlich? Welche Witterungsverhältnisse sind typisch? Was macht diesen Sport aus, worin bestehen seine Eigenheiten? Schauen Sie doch mal Sportzeitungen nach Fotos durch und lassen sich inspirieren. Mit den gesammelten Ideen im Kopf müssen Sie bei dem Event nur noch an der Umsetzung feilen, auf den richtigen Moment warten und den Auslöser drücken.

Viel Spass beim Ausprobieren!