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Gegenlichtaufnahme im Wald – Sonne scheint punktuell durch die Bäume

Fotografieren im Wald – Königsdisziplin der Landschaftsfotografie

Egal ob es schneit, regnet oder die Sonne scheint ­– der Wald hat bei jedem Wetter und zu jeder Jahres- und Tageszeit ein grosses Potenzial für besondere Aufnahmen. Viele Fotografen trauen sich dennoch nicht an die Fotolocation «Wald» heran. Grund dafür ist, dass das Fotografieren im Wald zu den schwersten Disziplinen der Fotografie zählt. Der ideale Bildaufbau und die richtigen Lichtverhältnisse für gelungene Waldaufnahmen sind dabei am schwierigsten zu meistern. Allerdings sollten Sie sich von dieser Aussage auf keinen Fall abschrecken lassen.

Warum Sie die tiefstehende Sonne nutzen sollten und welche Wirkung ein bisschen Nebel am Morgen auf das Bildmotiv hat, wird unter anderem im Folgenden geklärt. Überdies erhalten Sie zahlreiche Tipps, wie Sie mit einem perfekten Foto von Ihrem Waldausflug zurückkehren.

Vorbereitung und Kameraausstattung für den Waldausflug

Zur Ausrüstung für den Waldausflug gehört natürlich festes Schuhwerk mit einer rutschfesten Sohle. Wenn es regnet, sollten Sie sich zusätzlich mit Regenjacke, einer wasserfesten Überhose und Hut ausstatten. Ausserdem empfiehlt sich eine lange Wander-/Trekkinghose. Auch bei schönem Wetter sollten Sie eine lange Hose und Socken tragen, da diese Sie sowohl vor stacheligen Pflanzen als auch vor Zecken schützen.

Natürlich darf eines dem Fotografen nicht fehlen: die Kamera. Zum Fotografieren im Wald können Sie eine Kompaktkamera, Systemkamera oder eine Spiegelreflexkamera nutzen. Letztere zeichnet sich durch eine Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten aus. So können wichtige Parameter wie Belichtungszeit, Blendenwert und ISO manuell an die schwierigen Bedingungen im Wald angepasst werden. Kompaktkameras verfügen dagegen oft über diverse Modi mit Voreinstellungen für verschiedene Situationen und Fotomotive, die bei schlechtem Licht jedoch schnell an ihre Grenzen stossen.

Ergänzend eignen sich ein Stativ, ein Fernauslöser, Filter und verschiedene Objektive für das Fotoequipment im Wald.  So verstärkt ein Weitwinkelobjektiv die Grössenverhältnisse zwischen Vorder- und Hintergrund, das Teleobjektiv hingegen verdichtet oder stellt Objekte frei. Für Nahaufnahmen nutzen Sie das Makroobjektiv. Zur Verstärkung des Blattgrüns und des blauen Himmels sowie zur Reflexionsreduktion können Sie einen Polarisationsfilter nutzen. Bei Waldaufnahmen kann aber auch der Einsatz eines Grauverlauffilters für eine besondere Stimmung in den Aufnahmen sorgen. Die Kamera und das Zubehör verstauen Sie idealerweise in einer Fototasche oder einem Rucksack mit integriertem Regenschutz.

Kameraeinstellungen beim Fotografieren im Wald

Grundsätzlich müssen die Parameter ISO Wert, Blende und Belichtungszeit aufeinander abgestimmt werden. Die jeweils idealen Werte bekommen Sie am besten durch Ausprobieren heraus. Wenn Sie im Wald mit Stativ fotografieren, können Sie eine längere Belichtungszeit wählen und somit den Standardwert des ISO (zwischen 100 und 200) beibehalten. Einen höheren ISO Wert, eine geringere Belichtungszeit und den Bildstabilisator benutzen Sie bei flexiblen Aufnahmen ohne Stativ.

Grundsätzlich sollten sich die ISO Werte aber in moderaten Bereichen befinden, da bei zu hohen Werten schnell Bildrauschen entsteht. Für die Blende gilt: je geschlossener diese ist, desto grösser die Schärfentiefe im Bild. Nutzen Sie für perfekte Aufnahmen den manuellen Fokus und zur Kontrolle der Belichtung das Histogramm als Hilfestellung.

Aufnahme von Baumkronen im Herbst aus der Froschperspektive

Besondere Lichtverhältnisse im Wald

Im Wald herrschen grosse Lichtunterschiede. Während bei Sonnenschein völlig überbelichtete oder komplett schwarze Flächen das Ergebnis sein können, bietet bedeckter Himmel einen viel kleineren Dynamikumfang.

Verwackelte und unscharfe Bilder können die Folge von spärlichem Licht sein. Kontrollieren Sie daher Ihre Ergebnisse auf dem Display und stellen Sie probieren Sie einen höheren ISO Wert aus, wenn die Aufnahmen unscharf sind. Idealerweise arbeiten Sie mit lichtstarken Objektiven und grosser Blendenöffnung, allerdings sind diese sehr kostenintensiv.

Mögliche Perspektiven und Motive fotografieren

Wechseln Sie Ihre Perspektive und sorgen Sie somit für Abwechslung in Ihren Aufnahmen – mal ein Foto aus der Hocke, mal liegend oder mal im Sitzen. Frosch- und Vogelperspektive machen Ihre Fotos erst zu besonderen Aufnahmen. Damit Sie sich nicht direkt auf den Waldboden legen müssen, können Sie einen Plastiksack als Unterlage einstecken.

Halten Sie Ausschau nach Details. Ein Wald hat unglaublich viele faszinierende Motive zu bieten. Wurzelstöcke, alte und junge Bäume, kleine Pflanzen wie Farne oder Moose, Wurzeln, Blätter, Spinnennetze, Pilze, Waldtiere, altes und junges Holz, Bäche und Steine sind nur eine kleine Auswahl des Waldes.

Farben und Stimmung des Waldes wirkungsvoll einfangen

Nebel – Mystische Waldbilder

Die mystische Stimmung im Wald können Sie nur in einem begrenzten Zeitfenster, bevorzugt in den frühen Morgenstunden, schiessen. Durch die spezielle Kombination aus tiefstehender direkter Sonne und unterschiedlich dichtem, aufreissendem Nebel entsteht eine geheimnisvolle Atmosphäre. Machen Sie unterschiedliche Aufnahmen, mal mit der Sonneneinstrahlung von der Seite und mal mit Gegenlicht. Noch mystischer wird die Stimmung, wenn sich Elemente wie reifbedeckte Spinnweben, Moosböden, Farne, lockeres Unterholz, Raureif und Tautropfen auf dem Bild befinden. Ein besonders interessantes Fotomotiv ist die Kombination von jungen und alten Bäumen auf einem Foto.

Schlechtes Wetter gibt es nicht

Regenwetter ist definitiv kein Grund zum Verzweifeln. Ganz im Gegenteil, wenn es geregnet hat, erstrahlt der Wald in satten Farben. Der Wald ist bei dieser Wetterlage oftmals gleichmässig ausgeleuchtet, die Kontraste sind gering und die Farben besonders kräftig. Alles wirkt frischer.

Auch der Herbst und der Winter sorgen mit fliegenden Herbstblättern und eingeschneiten Nadelbäumen bei tieferstehender Sonne für einzigartige Aufnahmen.

Wenn die Sonne scheint

Die Kombination aus Schatten und Lichtspielen sorgt für besonders schöne Bokeh-Effekte bei Gegenlichtaufnahmen. Sowohl in den frühen Morgenstunden, als auch in den frühen Abendstunden sorgt Sonnenschein bei Gegenlicht für schöne Stimmungen. Direktes Sonnenlicht hingegen bringt kräftige Farben und dramatische Schatten hervor.

Mystisches Waldbild mit Nebel am Morgen

  • Am besten fotografieren Sie im RAW-Format. So besteht die Möglichkeit, die Fotos im Nachhinein noch detaillierter als in ein JPEG-Foto am Computer zu bearbeiten und zum Beispiel den Dynamikumfang des Motivs zu vergrössern.
  • Damit Ihnen das perfekte Foto nicht entgeht, empfiehlt sich das Arbeiten mit Belichtungsreihen.
  • Nehmen Sie sich bei der Motivauswahl und Bildgestaltung genügend Zeit. Scannen Sie Ihre Umgebung, machen Sie Detailaufnahmen bei denen Sie mit geringer Schärfentiefe arbeiten.
  • Gehen Sie bei unterschiedlichen Wetterverhältnissen in ein bestimmtes Waldstück und lassen Sie sich von verschiedenen Eindrücken fesseln.
  • Nutzen Sie vertikale, horizontale und diagonale Linien wie Waldwege, Bachläufe oder Baumreihen. Nutzen Sie beispielsweise einen Blättervorhang mit Öffnung als natürlichen Rahmen für das Motiv und lenken somit gezielt den Blick des Betrachters.
  • Bringen Sie Ordnung ins Bild. Ein gelungener Bildaufbau ist für die Bildwirkung entscheidend. Er verleiht dem Bild Tiefe und lenkt den Blick des Betrachters gezielt in bestimmte Bildbereiche. Nutzen Sie Vorder-, Mittel- und Hintergrund.

Fazit

Bei Ihrem Ausflug in den Wald sollten Sie sich in angemessener Weise verhalten. Vermeiden Sie Lärm, zünden Sie kein Feuer, nehmen Sie Ihren Müll mit und verletzen Sie die Pflanzen nicht. Das Abreissen störender Äste hilft Ihnen nicht das perfekte Foto zu erhalten.

Im Wald können Sie bei jedem Wetter, ausgenommen bei Gewitter und Sturm, schöne Aufnahmen machen. Je nach Jahreszeit können Sie unterschiedliche Impressionen einfangen. Ein Wald hat unzählige tolle Fotomotive zu bieten. Mit ein bisschen Übung können Sie auch mit dem wenigen Licht und dem hohen Kontrast umgehen. Bringen Sie Licht in das Waldchaos, indem Sie einzelne Objekte gezielt in Szene setzen.

Der Wald hat viel zu bieten. Sie können Ihrem Hobby nachgehen, frische Luft tanken und die Ruhe geniessen. Schnappen Sie sich Ihre Kamera und machen Sie sich am besten gleich auf den Weg in den nächsten Wald.

Eine Aufnahme halb Tag halb Nacht

Photoshop: Tag in Nacht verwandeln

Die Nachbearbeitung von Fotos ist ein grosser Bestandteil in der Fotografie. Dabei ist es nicht immer nur das Ziel, die Aufnahme zu optimieren. Fotobearbeitungsprogramme wie Photoshop machen es möglich, einem Bild eine ganz neue Wirkung und Aussage zu verleihen. Eine Möglichkeit ist es, Aufnahmen, die am Tag geschossen wurden, in düstere und mystische Nachtaufnahmen zu verwandeln.

In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Aufnahme nicht nur in eine nächtliche Stimmung versetzen, sondern auch, wie Sie erloschene Lichtquellen zum Leuchten bringen.

Eine nächtliche Stimmung erzeugen

Um eine Tageslichtaufnahme in eine Nachtaufnahme zu verwandeln, ist der erste Schritt, dem Foto eine nächtliche Stimmung zu verleihen. Öffnen Sie hierfür bestenfalls die RAW-Datei Ihrer Aufnahme in Photoshop. Durch die vielen Bildinformationen der RAW-Datei ist eine detaillierte Bearbeitung möglich. Sollten Sie das Foto nicht in RAW aufgenommen haben, können Sie für die Bearbeitung auch die JPEG-Datei verwenden. Jedoch müssen Sie in der Nachbearbeitung mit qualitativen Einbussen rechnen.

Für die Erzeugung der Nachtstimmung werden verschiedene Einstellungsebenen benötigt. Diese lassen sich unter dem Ebenenbedienfeld mit einem Klick auf den schwarzweiss-geteilten Kreis oder unter dem Reiter Korrekturen über dem Ebenenbedienfeld öffnen.

Photoshop Screenshot – Öffnen einer Einstellungsebene

Zuerst sollte die Einstellungsebene «Helligkeit/Kontrast» gewählt werden. In dieser befinden sich zwei Regler, die zum einen die Helligkeit, und zum anderen den Kontrast regeln. Setzen Sie den Kontrast herab, indem Sie den Regler ganz nach links auf minus 50 bewegen. Die Helligkeit des Bildes bleibt vorerst unberührt.

Die zweite Einstellungsebene regelt den Farbton und die Sättigung Ihrer Aufnahme. Da sowohl der Kontrast als auch die Sättigung bei Nachtaufnahmen nicht sehr ausgeprägt sind, wird auch diese herabgesetzt. Wie stark die Sättigung herabgesenkt wird, hängt von jedem Bild selbst ab. Ist die Aufnahme sehr farbenfroh und kontrastreich, muss die Sättigung sehr stark gesenkt werden. Bei Fotos die von Haus aus weniger Farbenvielfalt bieten, kann bereits eine leichte Korrektur ausreichen. Stellen Sie die Sättigung insoweit herab, bis die Farben noch schwach erkennbar sind. In diesem Fall wird die Sättigung auf einen Wert von minus 30 gesetzt. Öffnen Sie nun die Einstellungsebene «Gradationskurve». Setzen Sie im Koordinatensystem zwei Punkte unterhalb der geraden Linie, um eine Kurve erhalten, die sich zur x-Achse hinbewegt.

Photoshop Screenshot: Verlauf der Gradationskurve

Sie sehen den neuen Verlauf der Gradationskurve, nachdem Sie Ihre zwei Punkte ausgewählt haben.

Durch die Veränderung der Kurve wird die Helligkeit und nochmals der Kontrast der Aufnahme verändert. Gefällt Ihnen das erzielte Ergebnis noch nicht, lassen sich die gesetzten Punkte im Koordinatensystem jederzeit verändern. Nach den ersten drei Einstellungsebenen ist die Aufnahme wesentlich dunkler geworden. Diese wirkt allerdings noch nicht wie eine Nachtaufnahme.

Um dem Bild den typischen Look einer Nachtaufnahme zu verleihen, wählen Sie als vierte und letzte Einstellungsebene in diesem Bearbeitungsschritt die Option «Fotofilter». Entfernen Sie in den Einstellungen den Haken bei «Luminanz erhalten» und wählen Sie die Funktion «Farbe». Mit einem Klick auf das farbige Viereck, erscheint ein neues Fenster, in dem eine neue Farbe ausgewählt werden kann. Für die Optik einer Nachtaufnahme empfiehlt sich ein tiefes, kräftiges Blau. Um den Effekt zu verstärken, sollte die Dichte auf 80 bis 90 Prozent erhöht werden.

Vergleich von Originalaufnahme und Zwischenstand der Bearbeitung

Vergleich – links ist die Aufnahme nach den vier Einstellungsebenen zu sehen und rechts die Originalaufnahme

Der grosse Vorteil an Einstellungsebenen ist, dass sich diese jederzeit verändern lassen. Dadurch ist es möglich, den Kontrast, die Helligkeit oder auch die Sättigung im Nachhinein zu ändern.

Für einen besseren Überblick im Ebenenbedienfeld sorgt die Erstellung von Gruppen. Markieren Sie die vier Einstellungsebenen, die für die Nachtstimmung benötigt wurden, um diese mit dem Befehl «Strg+G» bei Windows oder «ctrl+G» bei Mac zu einer Gruppe zu vereinen. Mit einem Doppelklick auf die Gruppe können Sie diese Gruppe umbenennen, beispielsweise in Nachtstimmung oder Nachteffekt.

Den Himmel nachdunkeln

In der Beispielaufnahme verfügt der Himmel über viele Wolken, wodurch dieser selbst nach der Abdunklung noch sehr hell wirkt. Mit der Pipette und einem grossen, weichen Pinsel lässt sich dies schnell beheben.

Erfassen Sie mit der Pipette die Farbe des Himmels. Achten Sie darauf, dass die Hintergrundebene ausgewählt wurde. Wurde der Blauton des Himmels erfasst, sollte das Pinselwerkzeug ausgewählt werden. Nehmen Sie dazu einen recht grossen Pinsel, der die Fläche des Himmels zu grossen Teilen abdeckt, um viele kleine Pinselstiche zu verhindern. Die Deckkraft und der Fluss des Pinsels sollten einen kleinen Wert haben, damit der Effekt natürlich bleibt. Klicken Sie nun mit dem Pinsel über die gewünschten Flächen. Durch mehrmaliges Klicken, anstatt die Maustaste zu halten und zu ziehen, tupfen Sie die Farbe über die Wolken. Durch das Tupfen entsteht eine gewisse Unregelmässigkeit, wodurch der Effekt natürlicher wirkt.

Mit diesem einfachen Tipp können Sie den Himmel ganz einfach an die Nachtstimmung des Bildes anpassen.

Vergleich vorher und nachher mit abgedunkeltem Himmel

Vergleich – links mit abgedunkeltem Himmel und rechts ohne

Die Strassenlaternen zum Leuchten bringen

Selbst in der Nacht leuchten in den Strassen und Gassen diverse Strassenlaternen und Leuchtreklamen. Diese gilt es, nun zum Leuchten zu bringen.

Duplizieren Sie dazu die Hintergrundebene und fügen Sie eine Ebenenmaske hinzu. Klicken Sie dazu auf das Maskensymbol unter dem Ebenenbedienfeld. Nach dem Erstellen der Ebenenmaske sollte diese automatisch ausgewählt sein. Färben Sie anschliessend mit «Strg+I» bei Windows oder «ctrl+I» bei Mac die Ebenenmaske schwarz ein. Die schwarze Einfärbung auf der Ebenenmaske macht die Kopie des Hintergrundes unsichtbar.

Lassen Sie die Markierung auf der Ebenenmaske und wählen Sie einen weichen Pinsel mit der Farbe Weiss. Stellen Sie eine Deckkraft von 70 Prozent und einen Fluss von 10 Prozent ein. Mit dem weissen Pinsel können Sie verschiedene Bereiche Ihres Originalfotos wieder sichtbar machen. Die Originalfarben des Fotos werden an Stellen benötigt, an denen Lampen oder Laternen leuchten und dadurch Hauswände und andere Gegenstände anstrahlen.

Zeichnen Sie mit dem Pinsel vorsichtig um alle Lichtquellen, die sich auf dem Foto befinden. Eine bestimmte Stelle wird umso heller, je öfter Sie mit dem Pinsel darüber gehen. Achten Sie dabei auf einen natürlichen Verlauf. Mit nur wenigen Klicks wird es Ihnen gelingen, der Nachtaufnahme Leben einzuhauchen. Sollten Sie zu viel des Originalfotos ans Licht gebracht haben, können Sie dies mit einem schwarzen Pinsel korrigieren.

Anschliessend wird erneut eine Einstellungsebene «Fotofilter» hinzugefügt. Mit einem Klick auf das Schnittmaskensymbol stellen Sie sicher, dass sich die Einstellungsebene nur auf die darunterliegende Ebene und nicht auf die Hintergrundebene bezieht.

Photoshop Screenshot – Schnittmaskensymbol

Setzen Sie diesmal einen Haken bei «Luminanz erhalten» und wählen Sie bei Filter den «Warmfilter», da Strassenlaternen in der Regel ein warmes Licht erzeugen. Stellen Sie die Dichte auf 50 bis 60 Prozent. Bei Leuchtmitteln in anderen Farben können Sie die Funktion «Farbe» nutzen, um die gewünschte Farbe einzustellen.

Durch die vorherigen Schritte werden zwar die Wände angestrahlt, aber das Leuchtmittel selbst leuchtet noch nicht. Um dieses zum Strahlen zu bringen, müssen die Flächen der Lampen ausgewählt werden. Die Glasscheiben altmodischer Laternen sind meist viereckig, wodurch sich das Polygon-Lasso empfiehlt. Beginnen Sie mit der Auswahl der ersten Lampe. Wechseln Sie anschliessend in den Auswählen-und-Maskieren-Modus, um problemlos weitere Flächen in die Auswahl aufzunehmen. Wurden alle Flächen markiert, beenden Sie den Modus mit einem Klick auf «Ok».

Markieren Sie erneut die Hintergrundebene und fügen Sie die Auswahl durch «Strg+J» bei Windows oder «ctrl+J» bei Mac als neue Ebene ein. Ziehen Sie die neue Ebene ans Ende, wodurch die ursprüngliche Farbe Ihres Originalbildes wieder zum Vorschein kommt.

Mit einem Doppelklick auf die neue Ebene erscheint ein externes Fenster namens Ebenenstil. Wählen Sie die Option «Schein nach aussen». Bei der Einstellung «Füllmethode» sollte weiches Licht eingestellt werden. Zudem sollte die Deckkraft und das Rauschen erhöht werben. Bei Farbe muss ein Farbton ausgewählt werden, der zu den angestrahlten Flächen an den Wänden passt. Variieren Sie zusätzlich die Einstellungen «Überfüllen» und «Grösse».

Photoshop Screenshot – Einstellungen zum Ebenenstil «Schein nach aussen»

Nachdem die Laternen leuchten, müssen nur noch die Scheiben der Farbe des Lichtes angepasst werden. Nutzen Sie hierfür erneut eine Einstellungsebene «Fotofilter», um einen Orangeton auszuwählen.

Endergebnis ist eine künstlich erzeugte Nachtaufnahme

Nach diesem letzten Schritt ist die Nachtaufnahme fertig. Das Originalbild ist kaum wiederzuerkennen und die Menschen im Hintergrundsind durch die Dunkelheit auch so gut wie verschwunden.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Eine Skyline im Gegenlicht

Fotografieren mit Gegenlicht – So funktioniert‘s

Das Fotografieren mit Gegenlicht kann aus einem Foto eine ganz besondere Aufnahme machen. Sonnenlicht lässt Ihr Motiv leuchten und sorgt für einzigartige Stimmungen. Allerdings kann das frontal einfallende Licht auch einige Schwierigkeiten mit sich bringen. Wir zeigen Ihnen, wie Ihnen trotzdem ein perfektes Foto gelingt.

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Fotos, die im Gegenlicht aufgenommen werden sollen, lassen sich am besten am Morgen oder am Abend schiessen. Der Sonnenauf- oder Sonnenuntergang bringt den Vorteil mit sich, dass die tiefstehende Sonne das Motiv umfassend von hinten beleuchtet. Darüber hinaus verleiht das warme Licht Ihren Bildern  einen ganz besonderen Schliff. Auch in den Wintermonaten fällt das Fotografieren im Gegenlicht bei den sonst eher schlechteren Lichtverhältnissen leichter.

Frau vor der untergehenden Sonne

Ein Foto-Shooting in der Mittagssonne sollten Sie dagegen vermeiden. Da die Sonne zu dieser Zeit sehr grell ist und von oben auf das Motiv leuchtet, sind die Bilder schnell überbelichtet. Das Motiv ist dadurch häufig nur schwer erkennbar. Bei einer Portraitaufnahme entstehen durch die starke Belichtung ausserdem Schatten unter der Nase oder in den Augenhöhlen der fotografierten Person.

Optimale Belichtung mithilfe der passenden Ausrüstung

Wenn das Sonnenlicht seitlich ins Objektiv fällt, entstehen beim Fotografieren im Gegenlicht häufig Blendenflecke, auch Lens Flares genannt. Auf dem Bild erkennen Sie sie als milchige Flecken oder kleiner werdende Lichtkreise. Einerseits können sie ein gewünschter Effekt sein, andererseits können sie auch schnell störend wirken und vom eigentlichen Motiv ablenken.

Um Lens Flares zu vermeiden, sollten Sie eine Gegenlichtblende oder auch Streulichtblende verwenden. Diese setzen Sie einfach auf das Objektiv und das Sonnenlicht kann nicht mehr seitlich darauf strahlen. Alternativ können Sie das Objektiv auch mit der Hand oder einem Pappkarton abschirmen.

Ein weiterer wichtiger Faktor für ein eindrucksvolles Bild mit Gegenlicht ist die richtige Belichtung. An der Kamera können Sie diese mit einem kleinen Knopf (+/- Zeichen) korrigieren. So wird das Foto absichtlich entweder heller oder dunkler belichtet. Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass nicht nur der gewünschte, sondern auch alle anderen Bildbereiche heller oder dunkler werden. Für die Belichtungskorrektur eignet sich daher eher ein Reflektor. Mit diesem können Sie das Bild, ähnlich wie mit einem Blitz, aufhellen. Wie der Name schon sagt, reflektiert er das Licht aus der Umgebung auf das Motiv zurück. Ein Reflektor hat eine weisse und eine silberne Seite. Mit der weissen Fläche können Sie eine leichte Aufhellung erzielen. Die silberne Seite bringt dagegen stärkeres Licht in die Aufnahme.

Blumen im Sonnenlicht

 

Die richtige Kameraeinstellung bei Gegenlicht

Bei Aufnahmen im Gegenlicht ist es immer besser, auf die Automatik-Einstellung der Kamera zu verzichten. Fotografieren Sie stattdessen lieber im manuellen Modus. Damit können Sie die Kamera leichter auf die Umgebungssituation anpassen.

Da Sie bei Gegenlicht-Aufnahmen mit sehr hellen Lichtverhältnissen arbeiten, sollten Sie den ISO-Wert nicht zu hoch einstellen. Der Richtwert für diese Einstellung liegt bei ISO 100. Je nach den Lichtverhältnissen der Umgebung können Sie den Wert dann höher oder niedriger einstellen. Ebenfalls betroffen von der hellen Lichtsituation ist der Sensor. Um zu verhindern, dass beim Fotografieren zu viel Licht auf den Sensor fällt, arbeiten Sie am besten mit einer mittleren Blendeneinstellung wie z. B. f/8.

Weiterhin sollten Sie beim Fotografieren gegen die Sonne den automatischen Weissabgleich abstellen und statt der üblichen Mehrfeldmessung eine Spotmessung durchführen lassen. Bei der Spotmessung richten Sie Ihre Kamera auf den dunklen Bildbereich. Dadurch erfasst die Kamera, dass dieser Teil des Bildes korrekt belichtet werden soll. Möchten Sie die starken Lichtverhältnisse dagegen nutzen, um Silhouetten zu fotografieren, richten Sie die Kamera bei der Spotmessung auf die hellen Stellen im Bild.

Silhouette einer jungen Frau

Nachdem Sie ein Foto aufgenommen haben, sollten Sie die Lichtverhältnisse darauf sofort kontrollieren. Im Zweifelsfall können Sie Belichtung daraufhin noch anpassen. Alternativ können Sie auch eine Belichtungsreihe aufnehmen und im Anschluss die besten Bilder auswählen.

Die Fotos sollten Sie am besten im RAW-Format aufnehmen. Das erfordert zwar viel Speicherplatz, zahlt sich jedoch wirklich aus, denn bei der Gegenlicht-Fotografie gibt es einen grossen Helligkeitsunterschied, den Sie nur im RAW-Format komplett einfangen können. Ausserdem ist auch die Nachbearbeitung der Bilder im Anschluss leichter. Wenn Sie lieber auf die Bearbeitung im Nachhinein verzichten möchten, können Sie Ihre Fotos auch im J-PEG-Format aufnehmen.

Fazit

Die hohe Lichteinstrahlung sorgt beim Fotografieren im Gegenlicht schnell für ungewollte Bildflecken oder scharfe Kanten. Doch durch die Auswahl der richtigen Tageszeit und der Korrektur des Lichtes mit ein paar wenigen Utensilien meistern Sie das Fotografieren gegen die Sonne ohne Schwierigkeiten. Mithilfe von letzten Feineinstellungen der Kamera schiessen Sie im Nu ein wunderbares Foto mit künstlerischen Effekt.

Die Collage zeigt die ersten drei Plätze des Lichtblick Fotowettbewerbs

Die Gewinner des Fotowettbewerbs «Lichtblicke»

Bei unserem Gewinnspiel «Lichtblicke», das am 08.12 startete, wurden aus allen Einsendungen für jede Kategorie zehn Bilder herausgesucht. Die insgesamt 30 Bilder der Kategorien «abstrakt», «Natur» und «Menschen» wurden daraufhin auf Facebook veröffentlicht und zur Abstimmung freigegeben. Mit Hilfe von «Likes» konnten Facebook-Nutzer ihre Favoriten wählen und bis zum Stichtag des 15.12.2017 abstimmen.

Im folgenden Artikel präsentieren wir Ihnen die 10 Bilder des Fotowettbewerbs, welche die meisten Likes erhalten haben.

Den ersten Platz des Gewinnspiels belegt mit 42 Likes das Bild aus der Kategorie «Natur» von Frau F. Nayir aus Zürich. Auf dem Bild dringen kraftvolle Sonnenstrahlen durch die Bäume und beleuchten den verschneiten Waldweg. Das Bild entstand bei einer Winter-Wanderung zum Züricher Üetliberg.

Sonnenstrahlen dringen durch den Wald und beleuchten die verschneite Umgebung

Gewinnerin der Kategorie «abstrakt» und insgesamt auf dem zweiten Platz ist Frau F. Graf aus Lütisburg. Ihr Foto erhielt im Rahmen des Gewinnspiels auf Facebook 34 Likes. Passend zum Thema wird der Türspalt vom Sonnenlicht durchflutet und beleuchtet den sonst so dunklen Raum. Aufgenommen wurde das Bild im Konstanzer Dom.

Türspalt wird durchflutet von Sonnenlicht und bringt Licht in den dunklen Raum

Frau V. Wuethrich ist die Gewinnerin der Kategorie «Menschen» und belegt mit ihrem Bild den insgesamt dritten Platz. Für sie stellt der Blick, den der «kleine Mann» dem grossen Mann aus Stahl zuwirft, einen Lichtblick der ganz besonderen Art dar. Dieser Meinung waren auch die Facebook-Nutzer, die dem Foto 26 Likes gaben.

Kleiner Junge küsst einer Stahl-Statue auf den Mund

Der vierte Platz geht an Frau S. Buser, die mit ihrem Bild die Schönheit der Herbstabende zum Ausdruck bringt. Der ohnehin schon sehr anmutig wirkende Baum wird begleitet von der untergehenden Sonne und einem apricotfarbenen Himmel. Das Bild aus der Kategorie «Natur» wurde unterhalb der Sissacherfluh im Kanton Baselland aufgenommen.

Grosser Baum vor Sonnenuntergang fotografiert

Auf Platz fünf wurde das farbenfrohe Bild aus der Kategorie «abstrakt» von Herrn J. Gallmann gewählt. Betrachtet man das bunte Treiben ein wenig länger, so erkennt man im Zentrum des Bildes ein Karussell. Das Bild spielt sehr schön mit den kreativen Möglichkeiten der Langzeitbelichtung. Entstanden ist das Bild auf dem Baseler Barfüsserplatz zum Zeitpunkt der Herbstmesse 2017. Für die Aufnahme belichtete Herr Gallmann das Karussell ganze vier Sekunden lang.

Lichtspuren eines Karussells mit Langzeitbelichtung fotografiert

Treffender könnte man das Thema «Lichtblick» kaum beschreiben. Herr C. Dietler aus Laufen im Kanton Basel-Landschaft ist eine ganz besondere Aufnahme gelungen. Sein Foto mit dem Namen «Nebelsonne» vermittelt mit dem dunkeln Vordergrund und der dominierenden Nebelwand einerseits Trauer, andererseits stellt die im Hintergrund stehende Sonne bessere Zeiten in Aussicht. Mit seinem Bild aus der Kategorie «Natur» belegt Herr C. Dietler den insgesamt sechsten Platz.

Sonne durchdringt dichte Nebelwand

Der siebte Platz geht an Frau P. Huber aus Wädenswil bei Zürich. In ihrem Bild, ebenfalls aus der Kategorie «Natur», bringt sie Vorder- und Hintergrund gekonnt zusammen und lässt die Sonne als einen Bestandteil des Spinnennetzes erscheinen. Das Foto entstand an einem lauen Sommerabend.

Sonne beleuchtet Spinnennetz

Die Naturaufnahme von Frau A. Fretz aus Moosseedorf belegt den insgesamt achten Platz. Auf einer Sommer- Wanderung zu den Reichenbachfällen gelang ihr diese schöne Aufnahme der anliegenden Gewässer. Durch die Langzeitbelichtung des Wassers, erscheint dieses ausgesprochen weich und milchig.

Fliessende Gewässer mit Langzeitbelichtung fotografiert

Der neunte Platz geht an Herrn R. Stucki aus Schliern bei Köniz mit einem Foto aus der Kategorie «abstrakt». Sein Bild zeigt ein bunt verziertes Fenster des Veitsdom in Prag, durch welches das Sonnenlicht dringt und die schönen Abbildungen an die Wand projiziert.

Sonnenlicht beleuchtet ein Fenster des Veitsdoms in Prag, wodurch die Abbildungen an die Wand gezeichnet werden.

 

Auf den zehnten Platz wurde das Bild aus der Kategorie «Natur» von Frau S. Bleuler aus Elsau gewählt. Ihre Aufnahme präsentiert eine aussergewöhnliche Farbvielfalt, wie es sie nur im Herbst gibt. Abgerundet wird das farbenfrohe Bild durch die gleissenden Sonnenstrahlen, die durch die Baumkronen dringen. Nach der eigenen Aussage der Fotografin, wollte sie ursprünglich Pilze fotografieren. Der Blick nach oben offenbarte ihr dann diese ausgesprochen schöne Momentaufnahme. Das Foto entstand – wie könnte es anders sein – im «goldenen Oktober».

Gleissende Sonnenstrahlen dringen durch den Herbstwald

Wir bedanken uns für die zahlreichen Einsendungen, die uns erreicht haben und freuen uns über die rege Teilnahme. Ein Glückwunsch geht auch an alle Gewinner des Fotowettbewerbs.

Hotelzimmer aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet

Fotografie von Hotelzimmern – so gelingt es

Der erste Eindruck entscheidet – und dieser geschieht, wenn es um Hotelzimmer, Pensionen und Ferienwohnungen geht, heute in der Regel online. Interessenten bewerten Hotels bzw. ganz allgemein Ferienunterkünfte dabei häufig an der Qualität Ihrer Fotos. Wirken die Räume geräumig, hell und ansprechend, werden Interessenten wesentlich wahrscheinlicher zu Gästen werden. Deshalb ist es wichtig, als Anbieter stimmige und überzeugende Fotos präsentieren zu können.

Wir zeigen Ihnen am Beispiel von Hotelzimmern, worauf es bei der Fotografie von Räumen ankommt und wie es gelingt, diese attraktiv und schmeichelnd darzustellen.

Das richtige Licht macht den Unterschied

Damit das Hotelzimmer einen attraktiven und natürlichen Eindruck erweckt, sollte bei den Aufnahmen vor allem natürliches Licht zum Einsatz kommen. Ziehen Sie die Vorhänge auf und lassen Sie die Sonne hinein. Es bietet sich auch an, die im Zimmer vorhandene Beleuchtung einzuschalten, um das Bild so zusätzlich aufzuhellen. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da sich zu stark unterscheidende oder zu dominierende Lichtquellen negativ auf die Qualität des Bildes auswirken. Für den Fall, dass die Umgebung nicht genug Licht bereithält, kann der Einsatz eines Stativs oder externer Strahler durchaus sinnvoll sein. Somit können auch niedrige ISO-Werte gewählt werden.

Vergleich eines schlecht ausgeleuchteten mit einem gut ausgeleuchteten Hotelzimmer

Auf dem rechten Bild wurde gänzlich auf den Einsatz von natürlichem Licht verzichtet, weshalb das Bild sehr künstlich und dunkel wirkt. Vor allem die Wandbeleuchtung im rechten Teil des Bildes steht hier zu stark im Vordergrund und lenkt dadurch vom restlichen Bildinhalt ab. Auf dem linken Bild wurde, zusätzlich zu der Raumbeleuchtung, das verfügbare Tageslicht gut mit in das Foto eingearbeitet. Das Foto wirkt dadurch insgesamt aufgeräumter und einladender.

Bei der Fotografie von Hotelzimmern empfiehlt es sich generell, die warmen Farben des Interieurs herauszuarbeiten, um den Interessenten einen gemütlichen Eindruck vom Zimmer zu vermitteln. Ferner sollte das Bild auch nicht allzu dunkel oder schattig sein. Bei der Fotografie im Dateiformat RAW lassen sich Änderungen von Beleuchtung und Farbgebung auch noch nachträglich in wenigen Handgriffen vornehmen.

Das Hotelzimmer aus der Perspektive des Gastes fotografieren

Empfehlenswert und häufig angewandt ist eine Fotoperspektive, bei der die Position eines soeben in das Zimmer eingetretenen Gasts eingenommen wird. Der Blick fällt dabei in den Raum hinein und erfasst Möbel, Wand und Fenster. Für den Fall, dass das Hotelzimmer einen besonderen Ausblick verspricht, lässt sich dieser so auch sehr schön in das Foto einbringen.

Vergleich eines zur Wand ausgerichteten mit einem zum Fenster ausgerichteten Hotelzimmers

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher dunkel und begrenzt. Der Blick auf die Wand im Hintergrund wirkt sich eher negativ auf die Bildstimmung aus. Bei dem rechten Bild hingegen trägt die in den Raum und zum Fenster fallende Perspektive deutlich zu einer offenen und freundlichen Atmosphäre bei.

Auf diese Art und Weise wirkt das Hotelzimmer einladender, interessanter und oftmals auch grösser als auf einem Bild, bei dem lediglich das vor der Wand stehende Bett fotografiert wurde.

Damit die Bilder möglichst realistisch wirken, sollten sie aus einer Höhe von etwa einem Meter aufgenommen werden. Vermeiden Sie es, die Fotos aus einer Vogel- oder Froschperspektive heraus zu schiessen.

Gezielte Bildkomposition für hohe Qualität

Interessant ist auch die Frage danach, was überhaupt fotografiert werden sollte. Idealerweise sollten die Fotos den Interessenten einen guten Gesamteindruck vom Hotelzimmer vermitteln. Aus diesem Grund wird häufig versucht, möglichst viele Bestandteile auf einem einzigen Foto abzubilden. Unschön ist dies jedoch immer dann, wenn Motive abgeschnitten werden.

Abhilfe verschafft der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs, da hierdurch grössere Bildbereiche fotografiert werden können. Ein solches Objektiv trägt ausserdem dazu bei, dass das Hotelzimmer weitläufiger erscheint, was insbesondere kleineren Räumen zugutekommt. Alternativ zum Weitwinkelobjektiv empfiehlt es sich, den Bildausschnitt auf eine besonders stimmige Stelle des Raumes zu verlagern und gegebenenfalls mehrere Aufnahmen zu machen. Dies führt zu einer Entlastung der einzelnen Bilder und vermittelt einen sauberen Eindruck.

Vergleich eines gedrungen wirkenden Zimmers zu einem tief wirkenden Zimmer

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher unprofessionell, da einzelne Möbel scharf abgeschnitten werden. Die Platzierung des Sofas ist sehr unvorteilhaft gewählt und erweckt auf dem Bild einen gedrungenen Eindruck. Auf dem rechten Bild hingegen wurde so in den Raum hinein fotografiert, dass beim Betrachter ein dreidimensionales Gefühl der Tiefe entsteht. Die gerade Linienführung von Wand und Decke verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.

Achten Sie auch darauf, dass die Zusammenführung von Wänden und Decken auf Ihren Bildern in einer möglichst harmonischen Linienführung mündet. Fotos mit geraden Linien tragen dazu bei, dass die abgebildete Umgebung glaubhafter und ausgewogener erscheint. Problematisch sind Aufnahmen, die im sehr niedrigen Brennweitenbereich (Ultraweitwinkel) geschossen werden, da es zu Verzerrungen bei der Linienführung kommen kann. Solche Unstimmigkeiten führen wiederrum dazu, dass das Zimmer bei näherer Betrachtung unruhig auf den Betrachter wirkt und so der gesamte Eindruck getrübt werden kann.

Vergleich eines Zimmers mit horizontal schräg verlaufenden Linien zu einem Zimmer mit horizontal gerade verlaufenden Linien

Das linke Bild wurde aus einer eher unvorteilhaften Perspektive heraus fotografiert. Die Wand- und Deckenlinien verlaufen schräg zueinander und irritieren bei längerem Betrachten.

Das perfekte Foto vom Hotelzimmer – Fazit

Die gelungene Fotografie von Hotelzimmern ist in erster Linie abhängig von den drei Faktoren Licht, Perspektive und Bildkomposition. Für einen freundlichen und einladenden Eindruck sollte das Zimmer hell genug abgebildet sein. Das Vermischen verschiedenfarbiger Lichtquellen (etwa weiss und gelb) sollte im besten Fall vermieden werden. Zu stark abweichende Lichtfarben können notfalls auch im Nachhinein noch korrigiert werden. Die eingenommene Perspektive sollte so gewählt werden, dass sie möglichst der des Gastes gleicht. Damit das gesamte Bild harmonisch wirkt, sollte eine durchdachte Bildkomposition verfolgt werden. Hierbei ist weniger manchmal mehr, da zu viele Bildbestandteile schnell irritieren und von den eigentlich wichtigen Motiven ablenken können. Mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware können Sie Ihre Aufnahmen schliesslich noch abrunden und den letzten Schliff verpassen.

Sonnenlicht erstrahlt durch Baumkrone

Fotowettbewerb «Lichtblicke» bei Fotos fürs Leben

Teilnehmen und tolle Preise gewinnen

Sie fotografieren in Ihrer Freizeit leidenschaftlich gern, die Kamera ist Ihr ständiger Begleiter und Sie begeistern sich dafür, festzuhalten, was anderen Augen verborgen bleibt? Nehmen Sie an unserem Fotos fürs Leben-Fotowettbewerb teil und sichern Sie sich die Chance auf tolle Preise.

Thema

Das Thema des Fotowettbewerbs heisst «Lichtblicke», wir küren Gewinner in diesen drei Kategorien:

  • Abstrakte Fotos
  • Fotos von Menschen
  • Naturfotos

Termine

Senden Sie uns bis zum 30.11.2017 Ihr Teilnehmerfoto unter Angabe Ihres Namens, Wohnorts in der Schweiz und mit einer kurzen Beschreibung des Motivs oder der abgebildeten Situation an info@fotos-fuers-leben.ch. Das Stichwort «Lichtblicke» und die Kategorie, für die Sie Ihr Foto einreichen möchten, schreiben Sie bitte in die Betreffzeile der E-Mail.

Eine Fachjury wählt aus jeder Kategorie die 10 besten Beiträge aus – die Gewinner werden dann per Voting durch unsere Facebook-Fans bis zum 15.12.2017 gewählt.

Preise

•             Platz 1: Gutschein für einen individuellen Fotoworkshop im Wert von CHF 1.000.-
•             Plätze 2 – 10: Gutscheine für ifolor Wanddekorationen im Wert von jeweils CHF 150.-

Es gelten unsere AGB für Gewinnspiele.

Schneebedeckter Berg

Mit dem Smartphone im Schnee fotografieren

Tipps für schöne Winterbilder

Unterwegs auf der Skipiste oder auf Wandertour durch den verschneiten Winterwald gibt es viele Gelegenheiten das Smartphone zu zücken, um die Erlebnisse in tollen Fotos einzufangen. Doch so verzaubernd die weiten Winterlandschaften und spektakulären Pisten sein mögen, stellen sie beim Fotografieren eine echte Herausforderung dar. Wir zeigen Ihnen, mit welchen Tipps und Tricks Sie schöne Winterbilder mit dem Smartphone schiessen.

Belichtung im Schnee

Der weisse Schnee reflektiert das Licht der Sonne so stark, dass es aus allen Richtungen auf die Kamera trifft. Ähnlich wie beim Fotografieren mit Gegenlicht hat dies meist düstere Bilder zur Folge, auf denen nicht viel zu erkennen ist.

Bei einigen Smartphone Kameras kann der ISO-Wert, also die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors, ähnlich wie bei einer DSLR manuell an die Lichtverhältnisse angepasst werden. Durch die starke Helligkeit einer schneebedeckten Winterlandschaft sollte ein möglichst geringer ISO-Wert verwendet werden. Geeignet sind hierbei meist Werte zwischen 100 und 200.

Wenig sinnvoll ist dagegen der Einsatz des integrierten Blitzes, wie er bei Spiegelreflexkameras verwendet wird, um starke Schlagschatten zu vermeiden. Diese entstehen durch grelles Sonnenlicht und wirken meist störend. Die Blitzleistung einer Smartphone Kamera ist jedoch meist zu gering, um das ganze Motiv ausreichend aufzuhellen. Stattdessen ist es sinnvoller, den Belichtungswert der Kamera an die Lichtverhältnisse anzupassen. Den optimalen Wert finden Sie hier am besten durch Ausprobieren heraus.

Je nach Belichtung variieren Farbintensität und Helligkeit des Bildes

Je nach Belichtung variieren Farbintensität und Helligkeit des Bildes

Bei vielen Smartphone Kameras hilft auch das Antippen des zu fotografierenden Objekts auf dem Display. Der ausgewählte Bereich wird dann automatisch fokussiert und von der Kamera belichtet.

Bei klarem Himmel und Sonnenschein sollten Sie nach Möglichkeit mit der Sonne im Rücken fotografieren, damit Ihr Motiv natürlich ausgeleuchtet wird und die entstehenden Schatten weniger störend hinter das Objekt oder die Person fallen.

Farbverhältnisse im Schnee

Durch den Schnee weisen Winterbilder meist eine blaue Tönung mit wenig Kontrast auf, die alles im Bild etwas blass wirken lassen. Mit Hilfe des Weissabgleichs vor dem Fotografieren können die Farbverhältnisse verbessert und an die starke Reflexion des Schnees angepasst werden. Bei vielen Smartphone-Kameras kann man zwischen verschiedenen Lichtquellen wie Kunstlicht, Tageslicht, bedeckter Himmel und Ähnlichem wählen, an welche der Weissabgleich automatisch angepasst wird. Somit erhalten Sie eine Bildwirkung, die der Realität des aufgenommenen Motivs recht nah kommt.

Winterpanorama in den Bergen – mit und ohne Korrektur durch Weissabgleich

Winterpanorama in den Bergen – mit und ohne Korrektur durch Weissabgleich

 

An wolkigen oder verschneiten Tagen bietet es sich an, den Schwarz-Weiss-Modus der Kamera zu nutzen, welcher an fast jeder Smartphone Kamera verfügbar ist. An solchen Tagen wirken Fotos ohnehin meist grau und etwas düster. In Schwarz-Weiss kann man winterliche Motive bei bedecktem Himmel dennoch gut in Szene setzen.

Eine weitere Möglichkeit die optischen Eigenschaften Ihrer Smartphone Kamera zu verbessern und trotz grellen Lichtreflexionen tolle Winterbilder zu erhalten, sind spezielle Objektive mit integriertem Farb- oder Polarisationsfilter zum Aufstecken auf die Smartphone Kamera. Diese eignen sich vor allem für passionierte Hobby-Fotografen, die auch ohne DSLR in den Winterferien hochwertige Aufnahmen machen möchten. Je nach gewünschtem Effekt gibt es dafür eine Reihe verschiedener Modelle in verschiedenen Preisklassen. Farbfilter geben dem Foto je nach Ausführung einen bestimmten Farbstich oder unterstreichen etwa bestimmte Farbtöne besonders. Polarisationsfilter sorgen für kontrastreichere Farben im Bild und heben die Winterlandschaft unter einem strahlend blauen Himmel eindrucksvoll hervor.

Motive im Schnee

Durch die hohe Reflexionsfähigkeit gestalten Schnee und Eis ein Motiv eher passiv und bieten für den Fotografen wenig Ausdrucksmöglichkeiten. Beim Fotografieren von Skipiste, Winterwald und Co. mit dem Smartphone sollten Sie vor allem die Situation – eine wilde Schneeballschlacht oder die rasante Abfahrt mit dem Schlitten – hervorheben und gezielt nach Kontrasten im Bildausschnitt suchen. Auch die tolle Aussicht von der Skihütte oder dem Skilift mit Blick auf das Alpenpanorama unter blauem Himmel bietet ein tolles Wintermotiv. Die in Smartphones eingebauten Kameras arbeiten meist mit einem Weitwinkelobjektiv, welches sich für Landschaftsfotos hervorragend eignet. Darüber hinaus empfiehlt es sich immer in den Kameraeinstellungen nach einem geeigneten Modus zu suchen, der mit entsprechenden Einstellungen auf bestimmte Motive wie Landschaft, Portrait oder Sport spezialisiert ist und die typischen Aufnahmebedingungen automatisch optimiert.

Des Weiteren gibt es eine Vielzahl an Kamera-Apps für Android und iOS Geräte, die ein erweitertes Einstellungsrepertoir bieten. Mit diesen können Sie Ihre Smartphone-Kamera an die verschiedensten Aufnahmesituationen anpassen und fast wie bei einer DSLR mit den Einstellungsmöglichkeiten experimentieren.

Blick in das verschneite Tal mit Skifahrer ohne Filter und in Sepia

Blick in das verschneite Tal mit Skifahrer ohne Filter und in Sepia

Bildbearbeitung von Schneemotiven

Die meisten integrierten Kamera-Apps bieten bereits einige Funktionen, mit denen Sie Ihre Bilder im Nachhinein vom Aufhellen bis hin zu Farbstichen und Kontrastverstärkung bearbeiten können. Besonders wenn Sie unterwegs nur wenig Zeit für aufwändige Einstellungen haben und unterwegs spontane Schnappschüsse machen möchten, eignen sich Filter und Funktionen zu nachträglichen Bildbearbeitung. Neben der Auswahl, welche die integrierte Kamera-App bietet, gibt es auch hierfür unzählige Apps, die mit breitem Funktionsumfang punkten und Ihrer Kreativität keine Grenzen setzen. Mit verschiedenen Filtern können Sie die Farb- und Lichtverhältnisse auf Ihren Winterfotos auch im Nachhinein noch anpassen.

Sonnenhut mit Spinnweben von Verena W.

Fotos fürs Leben Facebook-Gewinnspiel 2016

Seit Juli 2016 rufen wir auf unserer Facebook-Seite regelmässig zum Einsenden von Beiträgen für das «Foto der Woche» auf. Unser Facebook-Gewinnspiel ist auch kurz vor dem Jahreswechsel noch in vollem Gange. Sie können uns hier jede Woche ihr Lieblingsfoto schicken. Unter den besten Einsendungen verlosen wir monatlich drei ifolor Gutscheine im Wert von je 30 CHF. Aktuell freuen wir uns wieder auf viele kreative Foto-Ideen unter dem Motto «Advent, Advent». Während des Wartens lassen wir die Gewinner-Fotos der letzten Monate noch einmal Revue passieren und blicken zurück auf beeindruckende Naturaufnahmen, witzige Schnappschüsse und vieles mehr.

Unsere Gewinner im Juli

Dass die Ferien eine Zeit für aussergewöhnliche Entdeckungen sind, zeigen die Gewinner-Fotos im Juli. So offenbart sich der nächtliche Sternenhimmel über der griechischen Insel Kos in seiner ganzen Pracht und gibt den Blick frei auf die atemberaubende Milchstrasse.

Sternenhimmel über der griechischen Insel Kos von Nicole S.

Sternenhimmel über der griechischen Insel Kos von Nicole S.

Ferien am Strand sind ausserdem eine ideale Gelegenheit, um die bunte Unterwasserwelt des Meeres zu erkunden. Mit etwas Glück trifft man aus nächster Nähe auf zutrauliche Meeresbewohner.

Tauchen im Meer von Alexandra E.

Tauchen im Meer von Alexandra E.

Sommerferien – das bedeutet nicht zuletzt auch das gemeinsame Entspannen mit der Familie. Wenn die Kinder auf Entdeckungstour gehen, entstehen tolle Schnappschüsse, wie dieses Foto zeigt.

Kinder beim Erdkunden der Berge von Nadja H.-P.

Kinder beim Erdkunden der Berge von Nadja H.-P.

Unsere Gewinner im August

Der August lädt dazu ein, das sommerliche Leben in vollen Zügen zu geniessen. Wie das geht, zeigen uns die drei Gewinner-Fotos.

Was gibt es schliesslich Schöneres, als einen warmen Sommertag bei einem sprudelnden Glas Hugo, verfeinert mit einem Minzblatt, zu geniessen.

Hugo mit Minzblatt von Jacky H.

Hugo mit Minzblatt von Jacky H.

Lust auf einen Sprung ins kühle Nass weckt diese Aufnahme eines beschaulichen Sees im Wald. Beachtlich sind das Timing und das technische Geschick des Fotografen. Es bedarf einiger Übung und eines guten Blicks, um Wasserspritzer so zu fotografieren, dass sie wie eingefroren wirken.

See mit Wasserspritzer von Connie Z.

See mit Wasserspritzer von Connie Z.

Wenn es so richtig heiss wird, sorgt ein warmer Sommerregen für Abkühlung. Mit etwas Glück bekommt man danach einen Regenbogen zu sehen. Den richtigen Moment erwischte die Fotografin, der dieses kontrastreiche Foto eines bunt leuchtenden Regenbogens vor dunklem Himmel aufnehmen konnte. Im Hintergrund sieht man sogar einen zweiten, schwächeren Regenbogen.

Regenbogen vor dunklem Himmel von Heidy I.

Regenbogen vor dunklem Himmel von Heidy I.

Unsere Gewinnerfotos im September

Im Spätsommer ist es an der Zeit, sich so langsam auf kürzere Tage und kälteres Wetter einzustellen. Zurück in die Ferien versetzt uns aber dieses Strandfoto. Es zeigt einen Schwarm kreischender Möwen bei strahlendem Sonnenschein und tiefblauem Meer.

Strandfoto mit aufgeschreckten Möwen von Anina Laura N.

Strandfoto mit aufgeschreckten Möwen von Anina Laura N.

So wie auf dem nächsten Bild lässt sich der beginnende Herbst geniessen. Die stimmungsvolle Kulisse eines Sees, eingebettet in eine sanfte Hügellandschaft, lädt ein zu einem Wanderausflug bei glasklarer Luft und strahlender Sonne.

See und Hügellandschaft von Sabrina B.

See und Hügellandschaft von Sabrina B.

Die spätsommerliche Natur hält aber auch markante Hauptmotive zum Bestaunen bereit. Mit viel Liebe zum Detail wurde dieses Foto eines Sonnenhuts, an dem sich feine Spinnweben aneinanderreihen, aufgenommen.

Sonnenhut mit Spinnweben von Verena W.

Sonnenhut mit Spinnweben von Verena W.

Die Gewinnerfotos im Oktober

Die drei Gewinner-Fotos im Oktober machen Lust auf einen ausgiebigen Herbstspaziergang durch malerische Herbstwälder in warm golden leuchtenden Tönen. Glück hat, wer zu hohem Ross die farbenfrohe Natur bewundern kann. Um den Herbst in vollen Zügen zu geniessen, reicht aber schon ein Ausflug in den heimischen Park. Gemeinsam mit den Lieben können auch dort witzige Schnappschüsse entstehen.

Landstrasse durch den Herbstwald von Catia-Patrizia B.

Landstrasse durch den Herbstwald von Catia-Patrizia B.

Herbstspaziergang im Park von Fatma N.

Herbstspaziergang im Park von Fatma N.

Ausritt in den Herbstwald von Jenni C.

Ausritt in den Herbstwald von Jenni C.

Die Gewinner aus dem November

Die drei Gewinner-Fotos des Novembers haben gezeigt, dass auch Alltägliches durch einen schwarz-weiss Look stilvoll in Szene gesetzt werden kann. So ist die Aufnahme der festlich gekleideten Geschwister eine entzückende Fotoerinnerung für die Ewigkeit, genauso wie die Nahaufnahme der kleinen Babyfüsse. Sehr dynamisch wirkt das schwarz-weiss Foto des sprintenden Collies in freier Natur.

Collie in freier Natur von Lukas V.

Collie in freier Natur von Lukas V.

Festlich gekleidete Geschwister von Gerardina Di M.-C.

Festlich gekleidete Geschwister von Gerardina Di M.-C.

Nahaufnahme von Babyfüssen Fatma N.

Nahaufnahme von Babyfüssen Fatma N.

Wir möchten uns noch einmal bei allen bedanken, die im Jahr 2016 Fotos eingesendet haben und den Gewinnern herzlich gratulieren. Wir freuen uns auf interessante Bilder im Jahr 2017!

Schweizer Flagge im Grünen

Motive in der Fotografie: Landschaften

Schritt für Schritt zum perfekten Fotografie-Verhalten: Unser Online-Fotokurs liefert nützliche Tipps für die richtige Ausrüstung, wichtige Einstellungen und Aspekte der Bildgestaltung in unterschiedlichen Lektionen. So lassen Sie beim Fotografieren von Landschaften, Architektur oder Objekten wirkungsvolle Fotomotive entstehen, die nicht so schnell in Vergessenheit geraten.

Bildausschnitt und Perspektive

Zuallererst kommt es auf den richtigen Bildausschnitt und die Perspektive an. Beides entscheidet über die Wirkung und Stimmung im Bild.

Neben eindrucksvollen Berglandschaften, schier endlosen Weiten und spiegelnden Wasseroberflächen ist es insbesondere der Himmel, der die Stimmung eines Landschaftsfotos an den Betrachter übermittelt. Zu allen Jahreszeiten und Wetterlagen können Himmel und Wolken das jeweilige Motiv besonders in Szene setzen.

Harmonisches Landschaftsbild mit eindrucksvollen Wolken

Um den optimalen Bildausschnitt zu finden, in welchem ein harmonisches und interessantes Verhältnis von Himmel und Landschaft besteht, lohnt es sich, die „Drittel-Regel“ anzuwenden.

Diese stellt eine vereinfachte Form des „goldenen Schnitts“ dar und sorgt für harmonische und interessante Proportionen im Bild. Hierbei wird der Bildausschnitt gedanklich durch jeweils zwei horizontale und vertikale Linien in neun gleich grosse Teile unterteilt. Manche Kameras bieten die Möglichkeit diese Hilfslinien im Sucher und im Display einzublenden. Das Hauptmotiv, wie etwa ein Leuchtturm, ein herausstechender Berg oder die Sonne, sollte dabei entlang der Linien oder an deren Schnittpunkten platziert werden. Vor allem für Einsteiger der Landschaftsfotografie ist die Drittel-Regel eine gute Orientierung, um Landschaftsmotive eindrucksvoll einzufangen.

Neben den optimalen Proportionen im Bild spielt auch die Perspektive, aus welcher das Foto aufgenommen wurde, eine wichtige Rolle für die Bildwirkung. Um spannende Landschaftsmotive zu erhalten, sollten beim Fotografieren verschiedene Kamerastandpunkte ausprobiert werden. So kann dem Foto durch die richtige Perspektive, die für Landschaftsmotive so typische, räumliche Wirkung verliehen werden. Diese wird besonders deutlich, wenn das Bild in Vordergrund, Mitte und Hintergrund eingeteilt werden kann. Ist eine klare Trennung nicht möglich, wie etwa bei einer sich lang erstreckenden Blumenwiese oder einem Weizenfeld, gibt eine möglichst bodennahe Kameraposition dem Foto die gewünschte Tiefenwirkung.

Ausrüstung

Ob Kompaktkamera oder DSLR – Grundsätzlich kann jede Kamera tolle Landschaftsaufnahmen festhalten. Um besondere Motive mit beeindruckenden Effekten zu erhalten, eignen sich vor allem Kameras, deren Einstellungen wie Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert manuell angepasst werden können.

Die Wirkung und Perfektion von Landschaftsfotos wird darüber hinaus natürlich auch vom verwendeten Objektiv beeinflusst. Hierbei spielt vor allem die Tiefenschärfe eine wichtige Rolle. Objektive mit einer Brennweite zwischen 18 und 100 Millimetern sind in der Regel gut für Landschaftsaufnahmen geeignet. Diese ermöglichen neben einem leichten Weitwinkel auch die entsprechende Brennweite für eine gute Tiefenschärfe. Die beste Bildqualität erreichen Objektive mit Festbrennweiten.

Um die Ergebnisse zu perfektionieren und einen grösseren Bildausschnitt umfassen zu können, verwenden ambitionierte Landschaftsfotografen und Profis meist Weitwinkelobjektive.

Für schöne Landschaftsfotos im Morgengrauen, in der Abenddämmerung und bei ähnlich schlechten Lichtverhältnissen sind lange Belichtungszeiten erforderlich, um scharfe Fotos zu erhalten. Ein robustes Stativ sorgt für eine feste Kameraposition und verhindert somit verwackelte oder unscharfe Bilder. Um Einstellungsänderungen und das Auslösen vornehmen zu können, ohne die Kamera ungewollt zu bewegen, ist ein Fernauslöser eine tolle Ergänzung zur Verwendung eines Stativs.

Landschaften: Beeindruckende Alpenlandschaft mit schneebedecktem Berg

Für besondere Effekte und zum Ausgleichen der Lichtverhältnisse ist eine Reihe an speziellen Filtern im Handel erhältlich, die bei passionierten Landschaftsfotografie häufig zum Einsatz kommen. So sorgen beispielsweise Verlaufsfilter für ein Abdunkeln des Himmels bzw. des oberen Bildteiles, welcher nach unten hin klarer und heller wird. Ebenfalls gern benutzt wird der Polarisationsfilter, welcher intensivere Farben und Reflexionen entstehen lässt.

Wichtige Einstellungen

Die Vielzahl an Einstellungsoptionen, die etwa eine DSLR oder eine Kompaktkamera bieten, ermöglicht eine optimale Anpassung der Kamera an die Aufnahmebedingungen bei der Landschaftsfotografie.

Um die maximale Bildqualität auszunutzen, die der Bildsensor der Kamera liefert, sollte die höchstmögliche Auflösung eingestellt werden. So können die Fotos im Nachhinein zur Perfektion nochmal zugeschnitten und bearbeitet werden, ohne an Bildqualität zu verlieren.

Landschaften: Scharfes Wintermotiv trotz schwieriger Lichtverhältnisse

Beim Fotografieren von Landschaften können vor allem die oft schwierigen Lichtverhältnisse, wie dichte Wolken, Nebel oder Dämmerung, eine Herausforderung für den Fotografen darstellen. Durch die entsprechende Anpassung der Lichtempfindlichkeit des Bildsensors können diese ausgeglichen werden oder durch gezielte Betonung für eine besondere Stimmung im Bild sorgen.

Um bei schlechten Lichtverhältnissen verwacklungsfreie Fotos zu schiessen, sollte der ISO-Wert daher auf mindestens 200 eingestellt werden, da der standardmässig eingestellte Wert von 100 meist zu niedrig ist. Je höher der ISO-Wert ist, desto geringer ist die benötigte Verschlusszeit. Den optimalen Wert für die gegebenen Lichtverhältnisse kann man jedoch nur durch Ausprobieren herausfinden. Eine zu hohe Lichtempfindlichkeit des Sensors führt wiederum zu erhöhtem Bildrauschen und schwächeren Kontraste, da die Sensorleistung bei einer solchen Ausreizung nachlässt.

Wie lange der Bildsensor belichtet wird, bestimmt die Belichtungszeit oder auch Verschlusszeit. Beim Fotografieren von Landschaften reichen meist kurze Belichtungszeiten aus. Abends oder nachts muss diese manuell angepasst werden, da entsprechend mehr Licht eingefangen werden muss.

Von der Lichtempfindlichkeit zu unterscheiden ist die durch das Objektiv auf den Bildsensor einfallenden Lichtmenge. Diese wird durch die Blende reguliert, um eine Über- bzw. Unterbelichtung des Fotos zu vermeiden. Je grösser der Blendenwert, welcher im Display mit einem „f“ gekennzeichnet ist, desto weniger Licht fällt auf den Bildsensor. Die Blendeneinstellung kann jedoch gezielt als bildgestalterisches Mittel genutzt werden, um etwa den Vorder- oder Hintergrund einer Landschaft im Bild hervorzuheben:

Um den Hintergrund durch eine entsprechende Schärfentiefe hervorzuheben, muss daher ein grössere Blendenwert von mindestens 11 gewählt werden. Bei kleineren Blendenwerten wird der Hintergrund zunehmend unscharf, währen der Vordergrund mit klaren Linien hervorsticht. Um Unschärfe gezielt für die gewünschte Bildwirkung einzusetzen, muss der hervorzuhebende Bildteil fokussiert werden.

Neben der Schärfentiefe lassen sich mit Hilfe der Blendeneinstellung auch etwa die Bildwirkung von Wasser oder Lichtquellen beeinflussen. Eine geschlossene Blende, also ein hoher Blendenwert von beispielsweise 22, in Verbindung mit einer langen Belichtungszeit lässt Wasser weich und verwaschen wirken. Eine niedrige Blendeneinstellung von etwa 4 mit kurzer Belichtungszeit zeigt Wasserflächen scharf und detailliert. Genau umgekehrt funktioniert die Wirkung von Lichtquellen: Je kleiner der Blendenwert, desto verwaschener die Lichtquelle.