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Tipps für das Fotografieren von kleinen Produkten für den eigenen Online Shop

Produktfotografie: Gute Bilder für den eigenen Onlineshop, eBay und Co.

Wer einen eigenen Onlineshop betreibt, selbst gemachtes über DIY-Plattformen verkauft oder seine nicht mehr gebrauchten Dinge über eBay und Co. verkaufen möchte, weiss, wie wichtig gute Produktfotos sind. Kann der potenzielle Käufer das Produkt nicht erkennen oder wirkt das Bild zu dunkel, klickt er weg.
Daher verraten wir Ihnen nachfolgend, wie Sie kleine Produkte und Waren für den Online-Verkauf optimal in Szene setzen und worauf sie dabei besonders achten sollten.

Die passende Ausrüstung für die Produktfotografie

Wer gute und vor allem detailreiche Produktbilder für einen Onlineshop erstellen möchte, sollte auf eine gute Ausrüstung setzen. Das fängt bei einer Kamera an und hört bei der Wahl des Zubehörs auf.
Gute Aufnahmen können natürlich mit einer digitalen Kompaktkamera erstellt werden. Allerdings haben auch diese kleinen Alleskönner ihre Grenzen, wenn es um das Arbeiten im Studio oder einer studio-ähnlichen Umgebung geht. In der Produktfotografie ist daher eine gute Systemkamera oder DSLR empfehlenswert, an der sich bestimmte Parameter, wie die Blende, einstellen lassen.
Ebenso wichtig wie die Wahl der richtigen Kamera ist auch die Wahl des passenden Objektives. Da in diesem Artikel der Focus auf kleinen Produkten liegt, ist ein Makroobjektiv empfehlenswert. Diese Objektive sind für sehr nahe Aufnahmen konzipiert und können Details besser herausarbeiten als Weitwinkel oder Teleobjektive.
Auch wenn die Auswahl an Kamera- und Objektivzubehör riesig ist, sind vor allem ein gutes Stativ mit einem festen Stand und ein Polfilter für das Objektiv empfehlenswert. Der feste Stand des Statives ist gerade dann wichtig, wenn Sie beispielsweise ein Produkt fotografieren wollen, dass es in mehreren Farben gibt und auf jedem Bild der gleiche Blickwinkel eingehalten werden soll. Würde das Stativ beim Berühren ständig verrutschen, müsste vor jeder Aufnahme erst einmal das Stativ wieder neu platziert werden. Haben die Produkte reflektierende oder spiegelnde Flächen, empfiehlt sich der Einsatz eines Polfilters für das Objektiv. Mit Hilfe eines solchen Polfilters können schon beim Fotografieren Spiegelungen entfernt werden, die selbst in der Nachbearbeitung nicht mehr korrigiert werden können.

Das passende Setting finden

Steht die Kameraausrüstung, geht es auch schon an das eigentliche Fotografieren der Produkte für den Onlineshop oder die Verkaufs-Plattform. Um das beste Ergebnis zu erzielen, ist es ratsam sich zu den Punkten Hintergrund, Licht und Perspektive Gedanken zu machen.

Produktfotografie: Vergleich verschiedenfarbiger Untergründe

Wirkung verschiedener Untergründe: Vergleich schwarzer vs. weisser Untergrund

Damit später das Produkt im Mittelpunkt steht, empfiehlt es sich, dieses vor einem neutralen Hintergrund zu fotografieren. Dies kann ein weisser, einfarbiger oder schwarzer Hintergrund sein. Wichtig bei der Wahl des passenden Hinter- und Untergrundes ist es darauf zu achten, dass sich dieser deutlich vom Produkt abhebt. So ist es beispielsweise nicht sinnvoll, ein helles Produkt auf einem weissen Hintergrund zu fotografieren, da hier das Produkt mit dem Hintergrund verschwimmen würde. Soll ein farbiges Produkt fotografiert werden, ist es ratsam verschiedenfarbige Hintergründe auszuprobieren, bis man den passenden gefunden hat. Achten Sie dabei aber auf Einheitlichkeit. So wirkt es weniger ansprechend, wenn später jedes Produkt in ihrem Shop vor einem anderen Hintergrund fotografiert wurde.
Im Beispiel haben wir uns für einen weissen Hintergrund entschieden. Um kleine Produkte optimal zu fotografieren, bietet sich der Einsatz eines Fotozeltes bzw. eines Lichtwürfels an. Wer dies nicht zur Hand hat, kann auch wie in unserem Beispiel auf ein weisses Blatt Papier zurückgreifen. Um auf dem späteren Produktbild keine unschönen Kanten zu haben, wird das Blatt Papier so an der Wand befestigt, dass es sich nach unten hin leicht wölbt.

Das Setting in der Produktfotografie muss nicht immer aufwendig sein

Um auf dem späteren Produktbild keine unschönen Kanten zu haben, wird ein Blatt Papier so an der Wand befestigt, dass es sich nach unten hin leicht wölbt.

Damit auf dem späteren Bild auch alle Details gut erkennbar sind, ist eine gute Belichtung das A und O. Hierfür gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder man verwendet ein Blitzlicht oder, wie in unserem Fall, ein Dauerlicht. Welche Vorteile die jeweilige Belichtungsmöglichkeit bietet, können Sie hier nachlesen.

Vergleich Produkt ohne zusätzliche Beleuchtung und mit guter Ausleuchtung

links: Produkt ohne zusätzliche Beleuchtung, nur mit Tageslicht – rechts: Ausleuchtung des Produktes mit einer Ringleuchte

Haben sie einen passenden Hintergrund und die optimale Belichtungsmöglichkeit gefunden, geht es nun darum, den richtigen Winkel für Ihr Produkt zu finden. Manchmal ist es passend, das Produkt einfach nur aus der Vogelperspektive zu fotografieren. Um dem Produkt aber mehr Dynamik zu verleihen, lohnt es sich verschiedene Winkel auszuprobieren. So reicht es manchmal schon aus, wenn Sie das Produkt leicht drehen und mit der Kamera ein paar Grad nach unten gehen. Achten Sie auch bei der Foto-Produktion darauf, das Produkt, wenn nötig aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren, damit sich der Kunde später ein umfassendes Bild machen kann. Ebenso sollten Sie auch Detailaufnahmen nicht vergessen.

Vergleich der Wirkung verschiedener Winkel in der Fotografie

Wirkung verschiedener Winkel. Rechts wirkt das Produkt viel dynamischer und echter als auf dem linken Bild.

Um alle Details des Produktes einzufangen, sollten sie zudem mit einer hohen Blendenzahl arbeiten. Dadurch stellen Sie sicher, dass kein Detail verwischt. Auch der ISO Wert sollte möglichst klein gehalten werden, damit auf dem späteren Bild kein unschönes Rauschen zu sehen ist. Wer mit einem Stativ arbeitet, kann je nach Power der Belichtung mit einer langen Belichtungszeit arbeiten.

 Negativ-Beispiel – Produktfoto mit zu kleiner Blendenzahl

Negativ-Beispiel: Aufnahme des Produktes mit einer zu kleinen Blende von f1.8. Hier ist deutlich zu sehen, dass nur die Mitte des Produktes scharf ist und die Kanten verwischen.

Nachträgliche Bildbearbeitung für optimale Ergebnisse

Selbst die beste Kamera kann manchmal nicht alle Details eines Produktes einfangen. Diese müssen dann in der Nachbearbeitung mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogrammes herausgearbeitet werden. Dabei muss es nicht immer Photoshop sein. Es gibt auch kostengünstige Alternativen mit denen Sie noch mehr aus den Aufnahmen herausholen können.
Neben dem Zuschneiden der Bilder, z.B. für Detail-Aufnahmen, können Sie nachträglich noch die Helligkeit erhöhen, sollten doch ein paar Details des Produktes im Schatten liegen. Aber auch die Kontrastfunktion kann helfen, dass gewisse Merkmale noch besser zur Geltung kommen. Ebenso können Sie auch nachträglich noch Farbanpassungen vornehmen, indem Sie die Sättigung erhöhen oder verringern. Eine solche Farbanpassung lässt sich aber auch über den Weissabgleich regeln. Möchten Sie diesen im Nachgang bearbeiten, ist es wichtig, dass Sie die Bilder im RAW-Format aufnehmen.

Tipp: Studioausstattung für die eigenen vier Wände

Portrait-Foto mit Schwarzlicht - Lichtspiele

Bunt, Bunter, Schwarzlichtfotografie

Die Besonderheiten der digitalen Schwarzlichtfotografie

Bei der Fotografie mit Schwarzlicht bestimmt der Fotograf, was gezeigt wird und was nicht. Unterstützt wird die fotografische Inszenierung durch Hilfsmittel mit fluoreszierenden Eigenschaften, welche durch das Schwarzlicht sichtbar gemacht werden.

Das breite Spektrum an Hilfsmitteln ermöglicht eine sehr künstlerische, äusserst spektakuläre und farbenfrohe Darstellungsweise, die man in dieser Art und Weise nicht häufig sieht.

Voraussetzungen für die Schwarzlichtfotografie

Aufgrund der eher dunklen Lichtstimmung an einem Schwarzlicht-Set, sollten Sie eine Kamera einsetzen, die auch noch in höheren ISO-Bereichen rauscharm fotografiert. Dies trägt dazu bei, dass die Bilder Ihren Qualitätsanforderungen gerecht werden und störendes Bildrauschen in dunklen Teilbereichen vermieden werden kann.

Grundsätzlich sollten Sie ein lichtstarkes Objektiv verwenden, welches niedrige Blendenwerte zulässt. Dies ermöglicht eine grössere Blende, eine höhere Lichtaufnahme und letztlich auch kürzere Belichtungszeiten.

Wichtigster Bestandteil der Schwarzlichtfotografie ist, wie der Name bereits verrät, das Schwarzlicht selbst. Als Lichtquelle können, je nach Zielsetzung, herkömmliche Schwarzlichtröhren oder auch spezielle Schwarzlicht-Bühnenstrahler dienen. Für punktuelle Beleuchtungen greifen Sie am besten zu Schwarzlicht Taschenlampen, die bereits preisgünstig erhältlich sind.

 

Modell fotografiert mit Schwarzlicht vor schwarzem Hintergrund

Hier sieht man die fluoreszierende Wirkung der eingesetzten Farben. Damit die Farben noch stärker in den Vordergrund treten, sind sowohl Hintergrund als auch Modell neutral in schwarz gehalten.

Damit bei der Schwarzlichtfotografie am Ende schöne und farbenfrohe Bilder entstehen können, benötigt man natürlich fluoreszierende Hilfsmittel. Eine gute Inspirationshilfe für Kombinationsmöglichkeiten bieten spezielle Onlineshops für Schwarzlichtaccessoires und die Arbeiten anderer Fotografen. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Schwarzlicht-Schminke bis hin zu Schwarzlicht-Seifenblasen.

Der richtige Ort für das Schwarzlicht-Shooting

Das Shooting sollte in einer kontrollierbaren Umgebung durchgeführt werden. Sämtliche Störeinflüsse, wie etwa einfallendes Licht, können den Erfolg der Aufnahmen beeinträchtigen und sollten daher vermieden werden. Generell ist eine Indoor-Durchführung bei Abend oder Nacht empfehlenswert, da hier etwaigen Störeinflüssen vorgebeugt werden kann. Für die Dauer des Shootings sollten sämtliche Fenster und Türen abgedunkelt werden. Verwenden Sie für Ihre Aufnahmen am besten einen neutralen schwarzen Hintergrund.

Jedoch können auch nächtliche Aufnahmen im Freien zu spannenden Ergebnissen führen. Um den Einfluss von störenden Lichtquellen wie etwa Laternen oder dem Mondschein zu vermeiden, sollten Sie vorzugsweise in ländlichen und lichtgeschützten Umgebungen fotografieren. Aufgrund ihrer Mobilität und des Batteriebetriebs empfiehlt sich für das Aussen-Shooting der Einsatz von Schwarzlicht Taschenlampen.

Augenschonender Umgang mit dem Schwarzlicht

Aus gesundheitlichen Gründen sollten Sie und andere Beteiligte den direkten Blickkontakt mit Schwarzlichtquellen meiden. Da die Fotografie in abgedunkelter Umgebung auf Dauer ausserdem ermüdend und anstrengend sein kann, sollten Sie auf lange Blicke durch den Sucher Ihrer Kamera verzichten. Ratsamer ist es die Live View Funktion der Kamera einzusetzen, um die Bildkomposition auf einer grösseren Anzeige betrachten zu können.

Verwendung der Live View Funktion bei einer Spiegelreflexkamera.

Fotografie im manuellen Kameramodus – volle Kontrolle über ISO, Blende und Belichtungszeit

Für die Aufnahmen sollten Sie den manuellen Kameramodus wählen, da nur hier umfangreiche Kameraeinstellungen am ISO-Wert, dem Blendenwert und der Belichtungszeit vorgenommen werden können.

Der ISO-Wert sollte mit der Helligkeit der eingesetzten Schwarzlichter und der indirekten Leuchtkraft der fluoreszierenden Hilfsmittel abgestimmt werden. Kommen viele leuchtende Hilfsmittel und Schwarzlichter zum Einsatz, kann ein niedriger ISO-Wert gewählt werden. Beschränkt man sich hingegen auf die Verwendung von wenigen Lichtquellen, so wird man nicht um den Einsatz höherer ISO-Werte (bis in die höheren vierstelligen Bereiche) umhinkommen. Das Maximum richtet sich dabei auch nach dem Kameramodell, um kein unschönes Bildrauschen zu erzeugen. Probieren Sie in Testaufnahmen, welche ISO-Werte günstig sind.

Der Blendenwert sollte individuell auf die einzelnen Motive und die zu erreichende Schärfentiefe angepasst werden. Möchten Sie bloss ein einziges Motiv fotografieren und von dem Hintergrund abheben, so wählen Sie einen niedrigen Blendenwert. Möchten Sie zwei oder mehrere Motive deutlich darstellen, so sollten Sie mit höheren Blendenwerten experimentieren. Da die Grösse der Blende jedoch auch massgeblich über die Menge des einfallenden Lichts entscheidet, sollte diese ebenfalls in Abstimmung mit der Lichtstimmung der Umgebung gewählt werden.

Die Belichtungszeit sollte so gewählt werden, dass Sie das Motiv jederzeit scharf und erkennbar abbilden können. Die erforderliche Belichtungszeit ist abhängig davon, ob es sich um ein dynamisches oder statisches Motiv handelt. Um verwackelte und unscharfe Aufnahmen zu vermeiden, sollten Sie für dynamische Motive eine ausreichend kurze Belichtungszeit, ca. ab 1/50 Sekunde, wählen. Für die Fotografie von statischen Motiven bietet sich der Einsatz eines Stativs an. Somit können auch längere Belichtungszeiten, z.B. 1/5 Sekunde, zu scharfen Ergebnissen führen und dadurch Einstellungsmöglichkeiten wie etwa einen höheren Blendenwert oder einen niedrigeren ISO-Wert begünstigen.

Für eine bessere Farbdarstellung ist es ausserdem empfehlenswert, das Bild ganz bewusst ein wenig unterzubelichten. Die gezielte Unterbelichtung führt dazu, dass die fluoreszierenden Farben stärker in den Vordergrund treten.

Dateityp RAW – Der Grundstein für nachträgliche Bildbearbeitung

Falls es Ihnen möglich ist, sollten Sie die Bilder im Dateiformat RAW abspeichern. Die Bilder nehmen so zwar mehr Platz auf der SD-Karte ein, jedoch werden je Bild auch deutlich mehr Informationen gespeichert. Dadurch lassen sich RAW Dateien umfassender bearbeiten als etwa Bilder vom Typ JPEG.

Um leuchtende Farben noch ausdrucksstärker und besser herauszuarbeiten, empfiehlt sich die Nutzung von speziellen Bildbearbeitungsprogrammen, etwa Adobe Lightroom. Hiermit können Sie im Nachhinein die Farbgebung des Bildes über Anpassung der Farbton- und der Sättigungswerte verändern. Das experimentieren lohnt sich, da hier oftmals noch interessante alternative Ergebnisse geschaffen werden können.

Photoshop: Nachträgliches Scharfzeichnen von Fotos

Digitale Bilder hinterlassen nach der Erstellung nur selten sofort einen komplett zufriedenstellenden Eindruck. Oftmals bedarf es jedoch nur weniger Handgriffe in einem Bildbearbeitungsprogramm, um aus dem Foto ein optimales Ergebnis herauszuholen. Das nachträgliche Scharfzeichnen ist eine dieser kleinen Veränderungen, die bei der nachträglichen Bearbeitung essentiell ist.

Wichtig: Die Bildschärfe sollte das letzte Werkzeug sein, das bei der Bildbearbeitung angefasst wird, also erst genutzt werden, nachdem alle anderen Optimierungen abgeschlossen sind.

In diesem Artikel erhalten Sie eine Anleitung, mit der Sie mit einfachen Einstellungen eine aussagekräftige und natürliche Bildschärfe erzeugen. Dazu stellen wir die gängigsten Programmfunktionen in Photoshop vor.

Bildschärfe: drei Voraussetzungen sind massgebend

Schärfe kann generell als eine Eigenschaft definiert werden, zu welcher sich Kanten einzelner Bildteile klar vom Hintergrund trennen und Details gut zu erkennen sind – hier ist das Motiv selbst entscheidend. Jedoch ist nicht nur der reine Schärfeeindruck massgebend. Je nachdem, wie hoch oder niedrig der Kontrast des Bildes ist, kann ebenso ein subjektiver Eindruck von veränderter Bildschärfe entstehen. Generell gilt also, dass ein kontrastreiches Bild auch eine erhöhte Bildschärfe suggeriert. Entscheidend für die Schärfe ist daneben auch die bilderzeugende Kameratechnik: Ein Bild, das bereits mit einer hochauflösenden Kamera aufgenommen wurde, muss hinsichtlich Schärfe demnach meist weniger optimiert werden.

Automatische Schärfetechniken

Nahezu alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme verfügen über eine Option für die automatische Scharfzeichnung. Photoshop bietet diese Funktion in Form verschiedener Filter an. Diese finden sich unter Filter > Scharfzeichnen. Die darin befindlichen Filtermöglichkeiten «Konturen scharfzeichnen», «Scharfzeichnen» und «Stärker scharfzeichnen» bieten allerdings keinerlei Kontrollmöglichkeiten, können aber eine erste Tendenz zeigen, in die das Bild hinsichtlich Schärfe optimiert werden kann. Bei dem folgenden gewählten Beispielbild zeigt sich jedoch kaum eine ersichtliche Veränderung hinsichtlich der Bildschärfe, obwohl es eindeutig Optimierungspotenzial besitzt.

Vor und nach der Schärfe-Korrektur: Vergleichsbild zeigt kaum einen Unterschied

Fotomotiv vor und nach der automatischen Schärfe-Korrektur

Manuelle Schärfetechniken

Der wohl am häufigsten genutzte Scharfzeichnungsfilter mit manueller Regelungsfunktion ist «Unscharf maskieren» und findet sich ebenfalls unter dem bereits genannten Filter. Wählt man diese Option aus, öffnet sich ein kleines Fenster mit einem vergrösserten Bildausschnitt und drei unterschiedlichen Reglern. Der obere Regler bestimmt die reine Stärke der Scharfzeichnung, während der Radius angibt, bis zu welchem Umfang benachbarte Pixel untersucht und bezüglich Kontrast verstärkt werden. Hier ist je nach Motiv ein Wert unter 1 sinnvoll, jedoch kann diese Einstellung auch als Stilisierungsmittel genutzt werden und wird dann entsprechend hoch eingestellt.

Über den Schwellenwert kann geregelt werden, welche Flächen von der Anpassung ausgeschlossen werden sollen. Ein kleiner Wert bezieht auch grosse Flächenanteile des Bildes bei der Bearbeitung ein, während ein höherer Wert nur kleinere Flächenanteile schärft. Da flächige und einfarbige Bereiche in der Regel nicht geschärft werden sollen, sollte man einen entsprechenden Wert wählen.

Für das Beispielbild ergeben sich dabei folgende Werte für die einzelnen Regler:

Bearbeitungsfenster für die Schärfe-Korrektur vor und nach der Anpassung

Bearbeitungsfenster vor und nach dem Unscharf-maskieren

Das bearbeitete Foto ist im Ganzen nun deutlich schärfer geworden. Vor allem das Gestrüpp konnte dank Scharfzeichnung detaillierter dargestellt werden, aber auch der kleine Vogel weist nun schärfere Konturen auf.

Vor und nach dem Unscharf-Markieren: Vergleichsbild zeigt deutliche Verbesserungen

Fotomotiv vor und nach dem Unscharf-maskieren

Ein ähnliches Ergebnis kann man mit der anderen manuellen Option der Photoshop-Scharfzeichnungsfilter erreichen, dem «Selektiven Scharfzeichner». Neben dem schon bekannten Regler für Stärke und Radius hat man hier zusätzlich die Möglichkeit, helle und dunkle Bildbereiche über Tiefen bzw. Lichter separat bezüglich Bildschärfe anzupassen. Auch Bewegungsunschärfe kann in dieser Option bearbeitet werden.

Bildbearbeitung über die Hochpass-Schärfung

Wer es noch etwas spezieller und anspruchsvoller mag, dem sei die Bildschärfung über die sogenannte Hochpass-Funktion empfohlen. Dazu wird eine zusätzliche Ebene geschaffen, die separat bearbeitet und deren Effekt anschliessend zum Originalbild hinzugefügt werden kann.

Als erstes wird die vorhandene Ebene kopiert. Dazu muss diese im Ebenfenster zunächst ausgewählt und anschliessend mittels STRG + J kopiert werden. Es entsteht eine identische Ebene 1.

Die kopierte Ebene ist im Ebenfenster in Photoshop zu sehen

Ebenenfenster in Photoshop

Unter der Funktion Filter > Sonstige Filter > Hochpass findet nun der Filter Anwendung. Hier muss der Regler für den Radius nun soweit verändert werden, bis die Konturen klar, aber nicht zu überspitzt zu erkennen sind.

Mit einem Regler lässt sich der Hochpass-Filter in Photoshop anpassen

Hochpass-Filter-Einstellung in Photoshop

Ist dies geschehen, müssen die beiden Ebenen lediglich noch verbunden werden. Die kopierte Ebene muss dazu von Normal auf Überlagern gesetzt werden.

Mit der Funktion Überlagern lassen sich im Ebenenfenster in Photoshop Ebenen zusammenfügen

Ebenenfenster in Photoshop mit Überlagerungsfunktion

Die Ebenen sind nun verbunden und der Schärfe-Effekt ist bereits deutlich geworden.

Vor und nach dem Hochpass-Filter: Vergleichsbild zeigt deutliche Verbesserungen

Fotomotiv vor und nach der Bearbeitung durch den Hochpass-Filter

Fazit

Mit den Scharfzeichnungsfiltern können schnell und einfach Ergebnisse erzielt werden. Dabei sind vor allem die manuellen Einstellungen über «Unscharf maskieren» und den «Selektiven Scharfzeichner» zu empfehlen, da diese auch einfach von Einsteigern umgesetzt werden können und viel Spielraum zulassen. Die automatischen Einstellungen ermöglichen das schnellste Ergebnisse, stellen jedoch nur eine Tendenz dar, daher sollte man sich lieber wenige Minuten mehr Zeit nehmen, um die manuellen Regler zu nutzen. Die Funktion über den Hochpass-Filter ist ebenso zu empfehlen und kann für einen ganz besonderen Effekt im Bild genutzt werden. Jedoch sollte auch dieser vorsichtig genutzt werden, für den korrekten Einsatz bedarf es ein wenig mehr Erfahrung in der Bildbearbeitung.

Generell sind alle Scharfzeichnungsfunktionen mit Bedacht zu wählen, da das Bild auch schnell unnatürlich wirken kann. Von Profis oder für spezielle Motive wird dieser überspitzte Effekt teilweise absichtlich eingesetzt, ist jedoch für Einsteiger nur bedingt zu empfehlen.

Abbildung eines Smartphone mit der Instagram App

Fotografieren für Instagram & Co.

Sich auf Instagram und anderen sozialen Netzwerken die Aufmerksamkeit anderer Nutzer zu ergattern, scheint unter der grossen Konkurrenz nahezu unmöglich. Schliesslich tummeln sich neben den vielen Hobby-Fotografen auch unzählige Profis. Aber auch Sie können mit den richtigen Tipps und Tricks bald zu den ganz Grossen gehören.

Tipp 1: Den eigenen Stil finden

Schaut man sich die erfolgreichsten Instagram-Profile an, so kann man schnell erkennen, dass deren Beiträge zu meist stilistisch, thematisch oder farblich miteinander harmonieren. Manche wählen für ihr Profil einen eher düsteren Look, andere wiederrum halten es sehr farbenfroh, posten nur Schwarzweiss-Aufnahmen oder Fotos im Retro-Stil.

Follower wissen gerne, womit Sie es zu tun haben. Deshalb sollten Sie überlegen, was zu Ihnen passt und Ihren eigenen Stil finden. Laden Sie nur Fotos hoch, die optisch und thematisch in die Atmosphäre Ihrer anderen Beiträge passen.

 

Life along the river

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Canadian coastlines

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Auf diesen beiden Instagram-Profilen von Dylan Furst und Vivienne Mok erkennt man ganz klar, dass die Bilder eine einheitliche Farbgebung aufweisen. Zudem verfolgen beiden jeweils ein einheitliches Thema.

Tipp 2: Die richtige Motivwahl

Jeder Film benötigt einen Hauptdarsteller, so auch Ihre Aufnahmen. Der Fehler bei vielen Aufnahmen ist, dass diese gleich zwei, drei oder noch mehr Motive abbilden – wodurch der Betrachter nicht weiss, auf welches Motiv er sein Augenmerk richten soll. Das Foto wirkt dadurch nicht sehr attraktiv und wird uninteressant. Fotografieren Sie deshalb nicht wahllos irgendwelche Gegenstände oder Landschaften. Konzentrieren Sie sich auf ein bestimmtes Motiv. Dabei muss es sich nicht immer um eine konkrete Person oder einen Gegenstand handeln. Auch eine Menschengruppe, eine Tierherde, ein bestimmter Strassenzug oder eine Gasse können Ihr Hauptdarsteller sein.

 

So long #Vienna. Until we meet again.

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Tipp 3: Das Motiv richtig in Szene setzen

Ist das richtige Motiv gefunden, gilt es nun, dieses in Szene zu setzen. Hier hilft die allseits bekannte Drittelregel weiter. Bei der Drittelregel wird der Bildausschnitt durch zwei horizontale und zwei vertikale Linien in neun gleiche Teile geteilt. Die vier Schnittpunkte, welche durch die Teilung entstehen, gelten als die Punkte in einem Bild, die die meiste Aufmerksamkeit des Auges anziehen. Daher sollte das Motiv auf einem dieser Schnittpunkte platziert werden. Da sich dieses Raster auch bei jedem Smartphone über die Kamera-App einblenden lässt, steht den perfekten Schnappschüssen auch unterwegs nichts im Wege. Ein weiterer Faktor für ein ästhetisches Bild ist die Ausrichtung des Motivs. Auf dem Foto sollte nichts schief wirken. Auch hier helfen die Linien der Drittelregel, um beispielsweise Gebäude oder Kanten daran auszurichten.

Wirkung der Drittelregel – Motiv auf den Schnittpunkten platzieren

Wenn ein sehr gelungener Schnappschuss lediglich leicht schief erscheint, kann dies auch im Nachhinein behoben werden. Sowohl die Smartphone-Software selbst als auch Instagram bieten die Möglichkeit, eine nachträgliche Ausrichtung bei einem bereits aufgenommenen Foto vorzunehmen und die Aufnahme somit zurecht zu rücken.

Veranschaulichung der Drittelregel auf dem Smartphone: Bilder geraderücken

Mit Hilfe der Drittelregel lassen sich schiefe Aufnahmen geraderücken.

Neben der Drittelregel, kann auch die Schärfentiefe dabei helfen, Ihr Motiv richtig in Szene zu setzen. Damit Ihr Motiv unmittelbar im Vordergrund Ihrer Aufnahme steht, gilt es, die Schärfentiefe klein zu halten. Leider fehlen bei den meisten Smartphones diverse Einstellungsmöglichkeiten, um diesen Effekt zu erzielen. Dennoch gibt es hierfür einen Trick: Umso weiter Sie sich von Ihrem Motiv entfernen, desto grösser ist die Schärfentiefe. Das heisst, dass Ihr Motiv und auch alles was sich dahinter befindet, scharf aufgenommen wird. Folglich wird die Schärfentiefe immer geringer, umso näher Sie mit der Linse an Ihr Objekt gehen. Somit wird der Effekt erzielt, dass das Hauptmotiv scharf und der Hintergrund verschwommen dargestellt werden. Der gleiche Effekt kann auch bei der Nachbearbeitung in der Instagram-App mit der Tilt Shift-Funktion erzeugt werden.

 

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Auf dieser Nahaufnahme einer Uhr kann man sehr gut die geringe Schärfentiefe erkennen.

 

Tipp 4: Neue Perspektiven finden

Anders ist spannend. Sie können Ihrem Schnappschuss ganz leicht die gewisse Spannung verleihen, indem Sie sich an ungewohnte Perspektiven trauen. Gewohnte Blickwinkel werden allzu oft als langweilig empfunden. Deshalb begeben Sie sich doch mal in eine andere Körperhaltung: Gehen Sie in die Knie oder legen Sie sich auf den Bauch. Nutzen Sie beispielsweise auch Spiegelungen in einer Pfütze, um das Hauptmotiv in Szene zu setzen.

Mit Sicherheit gibt es hier vielerlei andere Wege um neue, unbekannte Perspektiven zu finden. Um diese zu finden gibt es dagegen nur einen Tipp. Seien Sie experimentierfreudig!

 

Tipp 5: Die Bildbearbeitung

Für die Bearbeitung liefert bereits Instagram verschiedene Möglichkeiten in Form von Filtern, Rahmen und Feineinstellungen zur Helligkeit, zum Kontrast und vielem mehr. Alternativ gibt es zahlreiche Apps, die Ihnen noch mehr Möglichkeiten bieten. Unter anderem stehen Ihnen Apps wie „Snapseed“ und „VSCO“ gratis sowohl im App Store als auch im Google Playstore zur Verfügung. Auch die kostenpflichtige App „Afterlight“ bietet jede Menge Filter und weitere Bearbeitungsmöglichkeiten.

Mit all diesen Apps können Sie Filter über Ihre Aufnahmen legen, die Helligkeit, den Kontrast, die Sättigung und viele andere Feineinstellungen ändern und zahlreiche Effekte einfügen. Aber auch hier heisst es wieder probieren, probieren, probieren. Finden Sie heraus welche Filter und Bearbeitungsmöglichkeiten Ihnen am besten gefallen und zu Ihnen passen.

Jedoch ist gerade bei der Bearbeitung weniger oft mehr. Der momentane Trend bei den erfolgreichsten Instagram-Profilen tendiert sehr zum natürlichen Bild. Dies sieht man sehr gut auf dem Food-Account von „anaundnina“. Die beide Foodlover mixen professionelle Aufnahmen mit spontanen Schnappschüssen. Auch die Rahmen, die in Instagram und anderen sozialen Netzwerken bei der Bearbeitung angeboten werden, werden so gut wie nie genutzt.

Screenshot der Bildbearbeitungsapps „Snapseed“, „VSCO“ und „Afterlight“

Quelle: Screenshots vom eigenen Handy

Tipp 6: Richtig posten will gelernt sein

Je nachdem wie intensiv Sie Instagram nutzen, gibt es auch beim Posten der Beiträge ein paar Kleinigkeiten zu beachten. Posten Sie kontinuierlich, das heisst, wenn Sie an einem Tag mehr als einen Beitrag posten wollen, verteilen Sie diese über den Tag. Beobachten Sie, wie Ihre Follower auf Ihre Bilder reagieren. Gibt es beispielsweise Zeiten, die sich zum Posten besser eignen? Durch den neuen Algorithmus auf Instagram empfiehlt es sich zudem, nicht gleich mehrere Bilder hintereinander zu veröffentlichen, da sich diese sonst gegenseitig in der Reichweite abschneiden.

Zwei weitere Punkte, die für den Postingerfolg entscheidend sind, sind zum einen die Bildbeschreibung und zum anderen die Verwendung von Hashtags. Erzählen Sie daher kurz und knapp die Geschichte hinter Ihrem Schnappschuss und verankern Sie unter jedem Ihrer Bilder passende Stichworte als Hashtags. Sie möchten ein noch größeres Publikum erreichen? Denken Sie international, indem Sie Ihre Bildbeschreibung und Ihre Hashtags auch in Englisch unter Ihr Bild setzten.

Fazit

Auch wenn man durch die vielen Bearbeitungsmöglichkeiten aus fast jedem Schnappschuss etwas halbwegs Ansehnliches machen kann, ist es ratsam, den Fokus dennoch auf die Fotografie und nicht auf die Nachbearbeitung zu setzen. Veröffentlichen Sie mit Bedacht nur die wirklich gelungenen Aufnahmen und arbeiten Sie mit diversen Bearbeitungen und Effekten die Vorzüge Ihres Schnappschusses heraus. Finden Sie Ihren Stil und widmen Sie sich diesem voll und ganz. So bekommt Ihr Profil eine einheitliche Linie und wirkt dadurch gleich viel professioneller. Diese Veränderungen Ihres Profils werden mit Sicherheit nicht unbemerkt bleiben und Ihre Like-Quote steigern.

Lightroom von Adobe - Bildbearbeitungstipps

Lightroom Bildbearbeitung: 3 Tipps, für maximale Bildqualität

Auch wenn man alle Fotografie-Tipps beachtet, so kommt es doch mal vor, dass das Bild dunkler geworden ist, als es die Vorschau auf der Kamera vermuten liess oder der Weissabgleich nicht richtig eingestellt war. Solche und weitere Bildmängel können aber zum Glück auch im Nachhinein am Computer bearbeitet werden. Neben dem allseits bekannten Photoshop gibt es noch ein weiteres Programm aus dem Hause Adobe, welche sich zur Bildbearbeitung eignet: Lightroom.

Adobe Lightroom bietet Ihnen zum einen die Möglichkeit, Ihre digitalen Aufnahmen zu verwalten und zum anderen bietet es eine grosse Palette an Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Damit Ihre Aufnahmen zukünftig strahlen, zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Lightroom ganz einfach die Qualität Ihrer Bilder verbessern können.

Lightroom Tipp 1: Die „Grundeinstellungen“ für hellere und kontrastreichere Bilder

Wurden die zu bearbeitenden Bilder in die Bibliothek hochgeladen, können diese nun im «Entwicklungsmodus» bearbeitet werden. Dazu einfach das gewünschte Bild anklicken und in der oberen Navigation auf «Entwickeln» klicken. In diesem Modus stehen auf der rechten Seite der Benutzeroberfläche vielfältige Werkzeuge und Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, um die Qualität des gewünschten Bildes zu verbessern.

Schauen wir uns zunächst den Reiter «Grundeinstellungen» an. Wer seinem Bild ein wenig mehr Helligkeit oder Kontraststärke verleihen möchte, ist hier genau richtig. Mit dem Pipetten-Werkzeug lässt sich um Handumdrehen ein falscher Weissabgleich korrigieren. Dazu einfach auf die Pipette klicken und im zu bearbeitendem Bild auf einen Bereich kicken, der neutral weiss sein sollte. Neben der Pipette lässt sich auch mit dem Temperaturregler der Weissabgleich ein wenig korrigieren. Ist das Bild beispielsweise zu warm, dann den Regler ein wenig nach links in den Blaubereich schieben.

Stimmen die Bildtemperatur und der Weissabgleich, kann man mit dem Belichtungsregler die Gesamthelligkeit des Bildes verändern. Dies lohnt sich beispielsweise bei Bildern, die unter schwierigen Lichtbedingungen aufgenommen wurden. Oftmals verliert ein Bild ein wenig an Kontraststärke, wenn der Belichtungsregler zu hoch gedreht wurde. Um dies auszugleichen, sollte der Kontrastregler ein wenig nach rechts geschoben werden.

Überbelichtete Stellen im Bild lassen sich mit dem Lichtregler ausgleichen. Diesen einfach ein wenig nach links schieben, bis der gewünschte Look erreicht wurde. Dadurch bekommt das Bild wieder mehr Kontur und Struktur. Gibt es dunkle Bereiche im Bild, die eher wie eine düstere Masse wirken, dann sollte der Tiefenregler leicht nach rechts geschoben werden. Dadurch kommen Details in dunklen Bereichen besser zur Geltung.

Der Weissregler ist sehr praktisch für weisse Bereiche im Bild, die noch strahlender und heller werden sollen. Schiebt man diesen nach rechts, werden nicht nur die weissen Bereiche aufgehellt, sondern das Bild wirkt auch insgesamt gleich viel kontrastreicher. Sollen hingegen dunkle Schatten aufgehellt werden, dann einfach den Schwarzregler leicht nach rechts schieben. Schiebt man ihn nach links intensivieren sich dunkle Schatten im Bild.

Benutzeroberfläche Lightroom – Die Grundeinstellungen für strahlende Bilder

Lightroom Tipp 2: Farbanpassungen für ausdruckstarke Bilder

Neben den «Grundeinstellungen» lassen sich auch Anpassungen bezüglich des Farbtones, der Sättigung und der Luminanz vornehmen. Dieser Reiter ist sehr praktisch, wenn man beisielswiese Farben selektiv bearbeiten möchte.

Sollen die Bilder insgesamt einen eher kühleren Look haben, kann man die Farbregler für Rot und Orange etwas herausnehmen. Aber auch bestimmte Bereiche lassen sich anpassen. Dazu klickt man den Doppelkreis links neben den Farbreglern an und dann auf einen bestimmten Bereich im Bild. Durch Ziehen lässt sich nun genau dieser Bereich im Farbton anpassen. Dies ist beispielswiese sehr praktisch bei Outdooraufnahmen, wenn das Grün von Bäumen oder die Farbe des Himmels intensiviert werden sollen.

Mit Hilfe der Luminazregler lässt sich dem Bild etwas mehr Glanz verleihen. Dazu ähnlich wie bei den Frabreglern den Doppelkreis anklicken und dann auf den aufzuhellenden Bereich im Bild klicken. Durch Ziehen lässt sich dieser Farbbereich nun aufhellen.

Benutzeroberfläche Lightroom – Farbanpassungen im Reiter „Farbe, Sättigung, Luminanz“

Lightroom Tipp 3: Einzelne Bereiche individuell bearbeiten

Möchte man beispielsweise ganz selektiv einzelne Bildbereiche aufhellen oder unerwünschte Schatten verschwinden lassen, kann man dies mit dem «Korrekturpinsel» machen. Dieser Regler befindet sich oben rechts in der Toolbar. Klickt man diesen an, kann man freihändig im Bild verschiedene Punkte setzen, die dann nach bestimmten Parametern bearbeitet werden sollen. Setzt man einen solche Korrekturpunkt beispielsweise auf eine schattige Stelle im Bild und schiebt den Regler für Belichtung nach rechts, wird nur dieser Bereich im Bild heller.

Lightroom Bearbeitung mit dem Korrekturpinsel – selektive Bearbeitung von Bildbereichen

Fazit

Möchte man die Bildqualität seiner Aufnahmen verbessern, muss man sich nicht notwendigerweise mit Photoshop auskennen. Auch mit Lightroom lassen sich vielfältige Bildparameter bearbeiten und ausgleichen. Neben den umfangreichen «Grundeinstellungen», die sich auf das gesamte Bild auswirken, gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten für eine selektive Anpassung von bestimmten Bildbereichen.

Hinweis: Für ein optimales Ergebnis sollten Bilder nur im RAW Format bearbeitet werden.

Fotomotiv mit verschiedenen Kontrasteinstellungen

Problemstellung Kontraste erhöhen – eine Anleitung

Sind die Aufnahmen nach der Fotosession nicht so aussagekräftig wie gewünscht, muss in den meisten Fällen die nachträgliche Bildbearbeitung helfen. Helligkeit und Kontrast sind dann die ersten Mittel, zu denen gegriffen wird, um ein Foto für den Betrachter zu optimieren. Dabei wird gerade der Regler für den Kontrast gern ein wenig zu stark aufgedreht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen Handgriffen den Kontrast von Fotos aussagekräftig und doch natürlich wirken lassen. Ausserdem stellen wir die gängigsten Programmfunktionen in Photoshop vor und nennen alternative Funktionen anderer Programme.

Kontrast: Zu viel oder zu wenig?

Als Kontrast bezeichnet man die Differenz zwischen den einzelnen Helligkeitswerten im Bild. Ist der Kontrast niedrig, so erscheint das Bild ein wenig matt. Grund dafür ist meist eine diffuse Streuung im Objektiv, beispielsweise hervorgerufen durch Verunreinigungen aufgrund von Schmutz und Wasserpartikeln in der Luft. Wird der Kontrast eines Bildes erhöht, so erscheinen helle Töne heller und dunkle Töne dunkler, das gesamte Foto gewinnt so an Tiefe und Realismus.

Zu viel Kontrast lässt das Bild hingegen schnell unnatürlich wirken, da so auch Helligkeitsabstufungen und Details innerhalb einer Farbnuance verschwinden. Einzelne Farbflächen erscheinen dann nicht in unterschiedlichen Abstufungen, sondern lediglich als eine homogene knallige Fläche, die das Bild wie einen Comic wirken lässt. Kontrastarme Fotos sind allerdings im Umkehrschluss nicht automatisch detailreicher. Hier geht das Bild mit abnehmenden Kontrast in ein Grau über und wirkt wie durch dunstigen Nebel aufgenommen.

Kontrast automatisch korrigieren

Nahezu alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme haben eine Funktion für automatische Kontrast-Korrektur. So bieten Photoshop, aber auch das kostenlose Gimp und Paint.net, diese Auto-Korrektur genauso standardmässig an, wie zahlreiche Smartphone-Apps, beispielweise Snapseed, Lightroom und Afterlight für Android und iOS. Die automatische Korrektur ist zwar nicht in jedem Fall perfekt, jedoch zeigt sie meist schon eine Tendenz, zu der das Bild optimiert werden kann und ist daher in jedem Fall einen ersten Versuch wert.

Ebenfalls empfiehlt sich in dem Zusammenhang ein Blick auf das sogenannte Histogramm, das viele Bildbearbeitungsprogramme anbieten. Mit dem Histogramm erhält man einen Überblick, ob das Bild zu wenig oder zu viel Kontrast aufweist. Im folgenden Beispiel wird Photoshop verwendet um mit dem Histogramm einen ersten Eindruck zu gewinnen:

Bild einer Kirche vor und nach der Kontrast-Bearbeitung in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der automatischen Kontrastkorrektur

Im ersten Bild ist auf dem zugehörigen Histogramm (bei Photoshop: Fenster > Histogramm) zu erkennen, dass es auf der linken Diagrammseite kaum Ausschläge gibt – ein Hinweis darauf, dass das Bild zu wenige dunkle Bildpunkte enthält und somit zu wenig Kontrast aufweist. Nach der automatischen Kontrastkorrektur (bei Photoshop: Bild > Anpassen > Auto-Kontrast) ist das Bild in einigen Bereichen deutlich dunkler geworden, wirkt allerdings natürlicher, die Schatten kräftiger und ohne „Nebelschleier“. Die rechte Diagrammseite weist nun auch entsprechend mehr Ausschläge in hellen Bildbereichen auf.

Im kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm Gimp findet sich die gleiche Funktion unter Fenster > andockbare Dialoge > Histogramm. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme haben die automatische Korrektur ebenfalls in unterschiedlichem Umfang integriert. Selbst die meisten Smartphone-Apps ermöglichen dahingehend eine schnelle Anpassung des Kontrasts.

Manuelle Kontrastanpassung via Tonwertkorrektur

Für diejenigen, die noch etwas mehr aus den Kontrasteinstellungen der einzelnen Programme herausholen möchten, sind die manuellen Anpassungsmöglichkeiten via Gradationskurven und Tonwertkorrektur zu empfehlen.

Die Tonwertkorrektur findet sich bei Photoshop unter Bild > Anpassen > Tonwertkorrektur. Es öffnet sich wieder das schon bekannte Histogramm, bei dem die einzelnen Farbbereiche nun so angepasst werden können, dass sich ebenfalls ein verstärkter Kontrast ergibt. Das erreicht man, indem man die kleinen Pfeile unter dem Histogramm bis zu den ersten Ausschlägen verschiebt, sodass die dunklen bzw. hellen Bereiche verstärkt werden. Bei vorliegendem Bild empfiehlt sich ausserdem, den mittleren Pfeil zu verschieben, der für die mittleren Tonwerte verantwortlich ist. So können die zu dunklen Bereiche (in dem Fall die Kirche) in der Helligkeit nach oben korrigiert werden, ohne den neu gewonnenen Kontrast wieder zu verlieren:

Diagramm für die Tonwertkorrektur in Photoshop

Fenster für die Tonwertkorrektur in Photoshop

Es ergeben sich dadurch folgende veränderte Kontraste (wieder im Vergleich zum Original):

Bild einer Kirche vor und nach der Tonwertkorrektur in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der Tonwertkorrektur

Bei Gimp finden Sie die Funktion unter Farben > Werte und bei Paint.net unter Korrekturen > manuelle Anpassung. Die Funktionalität ist analog zu der in Photoshop mittels dreier Pfeile für Hell-, Dunkel- und Mitteltöne, die verschoben werden können.

Manuelle Kontrastanpassung via Gradationskurven

Die höchste Stufe der Kontrastkorrektur stellt die manuelle Anpassung mittels der Gradationskurven dar. Diese Funktion bietet die genausten, aber auch empfindlichsten, Einstellungsmöglichkeiten und wird daher vor allem von Profis oder Perfektionisten verwendet.

Die Gradationskurve finden Sie unter Bild > Anpassen > Gradationskurve. Es öffnet sich ein Diagramm mit einem Graphen, der beliebig mit der Maus «angefasst» und verschoben werden kann. Die Auswirkungen kann man entsprechend am Bild verfolgen. Generell gilt, dunkle Bereiche können im unteren Teil, helle im oberen Teil des Graphen beeinflusst werden. Zieht man den Graphen im dunklen Bereich beispielsweise nach rechts, so werden die dunklen Bildpunkte im Kontrast verstärkt. Im Umkehrschluss bewirkt das Ziehen des oberen Graphen-Bereichs nach links eine Verstärkung der hellen Bildpunkte. Das Ergebnis: Erhöhter Kontrast.

Gleichsam lassen sich wie bei der manuellen Kontrastbearbeitung auch die mittleren Farbbereiche anpassen, indem der Graph in der Mitte wahlweise nach links oder rechts bewegt wird. Durch die hohe Flexibilität ergeben sich differenzierte Veränderungen am Kontrast bis ins kleinste Detail. Hier ist ein wenig Geschick und ein gutes Auge gefragt, bei welchen Bewegungen des Graphen das beste Bild entsteht. Für das Beispielbild ergibt sich die folgende Veränderung:

Vergleich von Gradationskurven in Photoshop vor und nach der Kontrastkorrektur

Gradationskurven in Photoshop vor und nach der Kontrastanpassung

Entsprechend verändert sich das Bild im Vergleich zum Original wie folgt:

Bild einer Kirche vor und nach der Kontrast-Bearbeitung mit Gradationskurven in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der Kontrastkorrektur mittels Gradationskurve

Die Gradationskurven-Funktion ist bei Gimp unter Farben > Kurven und bei Paint.net unter Korrekturen > Kurven > RGB gelistet.

Fazit

Durch die sensible Anpassung der Gradationskurve ergibt sich bezüglich des Kontrasts das beste Ergebnis, jedoch bedarf es ein wenig Geschick für das Handling des Graphen sowie ein gutes Auge für realistische Kontrastwerte. Für diejenigen, denen eine grundlegende Korrektur ausreicht, empfiehlt sich daher in jedem Fall die Anpassung mittels Tonwertkorrektur, die die gröbsten Kontrastprobleme einfach und zielsicher behebt. Die automatische Kontrastkorrektur ist vor allem für die laienhafte Bildbearbeitung geeignet und kann besonders dann zur Anwendung kommen, wenn das Bild schnell an Ausdruck und Kraft gewinnen soll. Die automatische sowie die Tonwertkorrektur sind ausserdem in nahezu jedem Bildbearbeitungsprogramm enthalten, lediglich die Gradationskurven bieten nur die etwas umfangreicheren Programme.

 

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Zwei Fotos übereinander - Vögel und Hund

Für Smartphone Fotos mit Special Effect: Die ausgefallensten Foto-Apps für Android und iOS

Dank aktuellster Technik, hochwertigen Kameras und sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Co. ist das Aufnehmen von guten Fotos zu einer der wichtigsten Aufgaben des Smartphones geworden. Doch selbst das beste Motiv lässt sich mit einem Filter oder ein paar kleinen Bearbeitungen hier und da noch spannender gestalten – am besten schnell und einfach direkt auf dem Smartphone. Ein Blick auf die wohl beliebteste Fotoplattform «Instagram» zeigt, dass die spektakulärsten Effekte und Bearbeitungen genutzt werden, um mit den eigenen Fotos aufzufallen.

Wir haben uns auf die Suche nach Gratis-Apps gemacht, mit denen Sie Ihre Schnappschüsse effektvoll in Szene setzen können.

Kleine Planeten mit «RollWorld»

Mit dieser Gratis-App für iOS ist der Wow-Effekt für Ihre Fotos garantiert. «RollWorld» verwandelt Motive in kleine kreisrunde Planeten, sogenannte «Tiny Worlds». Damit der Effekt am besten wirkt, eignen sich vor allem Landschaftspanoramas oder Skylines, bei denen der Horizont deutlich Himmel und Erde trennt.

Die Ausgangsbilder: Ein Panorama einer Seebrücke und ein Wasserfall

Screanshot RollWorld App mit Landschaftsbild bzw. Panorama Aufnahme

Links: Das Resultat: «RollWorld» App mit Landschaftsbild im Format 3:2 | Rechts: «RollWorld» App mit Panoramabild

«RollWorld» kann als direkte Kamerafunktion benutzt werden, welche den Tiny World-Effekt bereits vor dem Auslösen auf das Display zaubert. Am besten lässt sich die App jedoch auf bereits geschossene Fotos anwenden. So können Sie etwa Panoramabilder in der App hochladen und mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zu einer kleinen Welt verdrehen. Neben Panoramas können natürlich auch sämtliche andere Motive mit der Foto App kreativ bearbeitet und auf den Kopf gestellt werden, um verrückte und abstrakte Meisterwerke zu erhalten.

Für Android-Nutzer gibt es mit «Little Planet» – ebenfalls gratis – das Pendant.

«RollWorld» im App Store

«Little Planet» im Playstore

Beeindruckende Morph-Effekte mit «Photo Lab»

Foto aus zwei Motiven und Morph-Effekt Tiger und Mensch

Links: Foto aus zwei Motiven | Rechts: Morph-Effekt Tiger und Mensch

Diese vielfältige App «Photo Lab» ist sowohl für Android als auch iOS gratis verfügbar und bietet einen riesigen Funktionsumfang. Mit zahlreichen Filtern können Sie Ihre Fotos zu gemäldeartigen Kunstwerken machen oder mit einem ungewöhnlichen Hintergrund kombinieren. So zeigt etwa ein altes Buch im Bild Ihr Motiv auf einer seiner Seiten oder es scheint als würde es sich in einem Sektglas spiegeln. Doch absolutes Highlight von «Photo Lab» sind die eindrucksvollen Montagen, die automatisch aus einem Foto und einer Vorlage erstellt werden können. Wählen Sie einfach ein Portrait oder Selfie aus und lassen es mit einem Tiger oder der mystisch wirkenden Silhouette eines Waldes verschmelzen. Diese sogenannten «Morph-Effekte» lassen einzigartige Motive entstehen, die auf jeden Fall hervorstechen. Auf diese und auf diverse weitere Möglichkeiten der Fotomontage lassen sich noch, ähnlich wie Filter, verschiedene Stile wie zum Beispiel Popart, Graffiti und viele mehr anwenden.

«Photo Lab» im App Store

«Photo Lab» im Playstore

Aussergewöhnliche Hintergründe mit „Fabby“

Portrait mit Blütenhintergrund und Popart-Style

Links: Portrait mit Blütenhintergrund | Rechts: Portrait mit buntem Popart Hintergrund

Mit dieser App für iOS kann man Fotos mit verrückten Hintergründen voller Fantasie aufpeppen. Der Fokus liegt hier vor allem auf Selfies oder Fotos von Personen. Diese erkennt die App automatisch als Vordergrund und fügt sie dann in beliebige Hintergründe ein. Die Bearbeitung kann im Nachhinein erfolgen, aber auch während des Aufnehmens kann man bereits den gewünschten Hintergrund aktivieren und sich selbst oder die zu fotografierende Person für die perfekte Position im Bild ausrichten. Neben den zahlreichen vorgefertigten Hintergründen können Sie auch eigene Fotos verwenden. Von der weissen Winterlandschaft bis hin zu bunten Donuts auf pinkem Grund sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer noch etwas mehr Leben ins Spiel bringen möchte, kann mit der «Fabby» App auch kleine Videos mit knalligen Hintergründen aufnehmen.

Die gratis App «Fabby» ist derzeit nur für iOS-Geräte im App Store erhältlich.

«Fabby» im App Store

Knallige Comics und bunte Collagen mit «PicsArt»

Motiv in Mosaik-Optik und Portrait mit ausgefallenem Farbfilter

Links: Motiv in Mosaik-Optik | Rechts: Portrait mit ausgefallenem Farbfilter

Für alle Hobbyfotografen, die gern mit Farben experimentieren, ist die Foto-App «PicsArt» genau das Richtige. Das gratis Bildbearbeitungsprogramm für Android und iOS hält nicht nur unzählige Filter mit jeweils umfassenden Einstellungsmöglichkeiten bereit, sondern bietet darüber hinaus ein ganzes Repertoire an Funktionsbereichen. Ob aussergewöhnliche Effekte, bunte Collagen oder comicartige Verzierungen mit Sprechblasen und Aufklebern – bei «PicsArt» sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Für die individuelle Anpassung der jeweiligen Effekte können Sie deren Intensität, Farbstich und Ähnliches manuell einstellen. Soll ein bestimmter Bereich in seiner natürlichen Optik bleiben, wie etwa eine Person oder ihr Gesicht im Zentrum des Bildes, kann dieser Bereich mit einer Radierfunktion von dem eingestellten Effekt befreit werden. So kann zum Beispiel eine Person oder ein Objekt farbig vor einem sonst schwarz-weissen Hintergrund hervorgehoben werden oder es scheint als würde sie sich in einem Gemälde bewegen. Wer es weniger ausgefallen mag, findet bei «PicsArt» aber auch dezente Filter und Basic-Werkzeuge der Bildbearbeitung wie Rote-Augen-Korrektur, Kontrasteinstellung und Ähnliches.

«PicsArt» im App Store

«PicsArt» im Playstore

Fotoorganisation auf dem PC

Exif-Daten manipulieren – Auslesen, Ändern und Löschen von Metadaten digitaler Bilder

Nahezu alle modernen Kameras und Smartphones unterstützen den Exif-Standard zur Speicherung von Metadaten in digitalen Fotos. Dabei werden Informationen wie das Erstellungsdatum, Belichtungszeiten und ISO-Werte, aber auch der Kameratyp und die Geo-Location direkt in der Bild-Datei gespeichert. Die so gesammelten Angaben können bei der Archivierung von Fotos eine grosse Hilfe sein, viele Programme zur Bilderverwaltung und -bearbeitung nutzen die Daten zur Sortierung der Aufnahmen.

Einstellungen für Datum und Uhrzeit können direkt an der Kamera getroffen werden

Einstellungen wie Datum und Uhrzeit können direkt an der Kamera getroffen werden.

Umso ärgerlicher ist es, wenn das Datum auf der verwendeten Kamera nicht korrekt eingestellt war und die Reihenfolge der Bilder nicht mehr stimmt. Insbesondere, wer Fotos mit mehreren Geräten wie Kamera und Smartphone aufnimmt, wird das Problem kennen, dass nicht alle Geräte die gleichen Daten zeigen. Wenn Fotos beispielsweise mit einer Software wie dem ifolor Designer in ein Fotobuch eingefügt werden sollen ist eine verlässlich richtige Sortierung ungemein hilfreich. In einigen Fällen kann es auch sinnvoll sein, die Meta-Informationen der Fotos zu löschen oder zu bearbeiten – etwa dann, wenn Bilder im Internet veröffentlicht werden sollen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie schnell und einfach Exif-Daten Ihrer digitalen Bilder manipulieren können.

Welche Metadaten können gespeichert werden?

Typische Informationen, die direkt in den Bild-Dateien gespeichert werden können, sind Datum und Uhrzeit, Brennweite und Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert. Moderne Kameras und Smartphones, die mit entsprechenden Sensoren ausgestattet sind, können auch geografische Koordinaten speichern. Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 100 standardisierte Meta-Daten.
Neben dem Exif-Standard existieren auch noch sogenannte IPTC-Daten. Der vom International Press Telecommunications Council (IPTC) entwickelte Standard wird vorrangig im Fotojournalismus genutzt und erlaubt die Speicherung zusätzlicher Informationen wie Copyright-Vermerk, Urheber und Beschreibung sowie weiterer Verweise auf die Inhalte des Fotos wie Keywords, Details zum Aufnahmeort oder Überschriften.

Wie können die Informationen ausgelesen werden?

Die meisten Bildbetrachtungs- und Bearbeitungsprogramme sind in der Lage, die Metadaten auszulesen. Ausserdem gibt es eine Reihe spezieller Programme wie Exif-Viewer oder Exifer (beide gratis), mit denen die Informationen angezeigt werden können. Auch mit einem Online-Exif-Viewer können die Daten ausgegeben werden. Der Vorteil besteht darin, dass keine zusätzliche Software auf dem eigenen Rechner installiert werden muss.

Darüber hinaus bieten auch die meisten Betriebssysteme selbst die Möglichkeit, Exif-Daten von Bildern anzeigen zu lassen. Bei fast allen populären Betriebssystemen können die Metadaten direkt über den Eigenschaften-Dialog der jeweiligen Dateien abgerufen werden.

Bearbeiten und Löschen von Exif-Daten

Kam es zu Fehlern bei der Speicherung der Metadaten, zum Beispiel durch eine fehlerhafte Einstellung des Datums auf der Kamera, so können die entsprechenden Informationen auch im Nachhinein noch geändert werden. Auch das Löschen von Exif-Daten kann sinnvoll sein, denn so können mitunter private Informationen vor anderen verborgen werden.

Je nach Anspruch und Art der Daten, die bearbeitet werden müssen, können verschiedene Programme zum Einsatz kommen. Die folgende, nicht vollständige Liste gibt Ihnen einen Überblick über Software, die zur Manipulation von Exif-Daten verwendet werden kann:

Exifer (gratis, Windows)

Mit der Freeware Exifer können alle versteckten Metainformationen von Fotos und Bildern ausgelesen und bearbeitet werden. Neben Exif-Daten liefert das Tool auch einen Überblick über die hinterlegten IPTC-Informationen.

EXIF Date Changer (gratis, Windows)

Wenn lediglich die Aufnahmezeit und das Datum geändert werden müssen, hilft das gratis Programm EXIF Date Changer. Das Freeware-Tool ist in der Lage, sowohl das Aufnahme- als auch das Änderungsdatum auszulesen und zu verändern.
Darüber hinaus können einzelne weitere Metadaten mit diesem Werkzeug geändert werden. Allerdings werden nicht alle möglichen Meta-Informationen unterstützt.

Reveal (gratis, Mac)

Auch für Mac OS Nutzer gibt es Software zur Manipulation von Exif-Daten. Die gratis Software Reveal bietet die Möglichkeit, Metainformationen auszulesen und zu ändern. Auch hier gilt, wie bei allen anderen Programmen: Wurden die bestehenden Informationen einmal überschrieben, kann diese Änderung nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Exif Tag Remover (gratis, Windows)

Um sämtliche Metainformationen eines Fotos zu löschen, kann die Freeware Exif Tag Remover verwendet werden. Das Programm entfernt verlässlich alle gespeicherten Exif-Daten einer Bilddatei. Dabei kann das Original beibehalten werden und eine Kopie generiert werden, die keine Exif-Informationen enthält.

Windows Explorer (Windows)

Einige Exif-Daten können direkt im Eigenschaften-Dialog des jeweiligen Bildes unter Windows im Explorer ausgelesen und geändert werden. Dazu genügt ein Rechtsklick auf die Bilddatei. Unter dem Punkt Eigenschaften – Details können die bestehenden Informationen angesehen und bei Bedarf angepasst werden. Leider unterstützt auch der Windows Explorer nicht alle Exif-Informationen.

Exif-Daten im Eigenschaften-Dialog des Windows Explorer

Im Windows Explorer können die Exif-Daten von Bildern direkt im Eigenschaften-Dialog ausgelesen werden.

Neben den genannten Gratis-Programmen sind auch die etablierten Fotobearbeitungs-Programme oftmals in der Lage, Exif-Daten auszulesen und (zumindest teilweise) zu verändern. Kostenpflichtige Standardprogramme wie Adobe Lightroom (Mac und Windows), Apple Fotos (Mac) und Aperture (Mac) können Ihnen bei der Bearbeitung der Metainformationen behilflich sein. Auch die Gratis-Software GIMP unterstützt mittlerweile die Änderung von Exif-Informationen. Die Bildmetadaten erreichst Du nach Öffnen eines Bildes oder Fotos ganz einfach über die Registerkarte Bild. Im Anschluss daran können Sie Metadaten wie GPS, Beschreibung oder Kategorien auswählen und nachträglich bearbeiten.

HDR-Bild Klöntal, Kanton Glarus, Schweiz

Ein HDR-Bild aus einer Belichtungsreihe erstellen

Bei kontrastreichen Motiven stossen viele Kameras an ihre Grenzen. Wer schon einmal aus dunklen Räumen hinaus ins Tageslicht fotografiert hat oder versuchte, Objekte vor einem sehr hellen Himmel abzubilden, kennt das Problem. In unserem Artikel Dynamikumfang in der Fotografie – HDR-Bilder haben wir gezeigt, woran das liegt.

Obwohl der menschliche Sehapparat ein Wunder der Natur ist, umfasst er längst nicht den gesamten Dynamikbereich des sichtbaren Lichts. Dieses Verhältnis zwischen dunklen und hellen Bereichen übersteigt bei weitem auch den abbildbaren Bereich gedruckter oder auf Monitoren angezeigter Bilder. So kommt es, dass Monitore und Kameras nur einen gewissen Spielraum im Dynamikumfang aufweisen. Fotografen können also nur einen Teil der Informationen aufnehmen, die sie eigentlich sehen. Zumindest in der digitalen Fotografie kann der dynamische Bereich eines Fotomotivs künstlich vergrössert bzw. verlängert werden.

Einige Fotografen haben es sich zur Aufgabe gemacht, ihre Fotografien der menschlichen Wahrnehmung grösstmöglich anzunähern. Da es noch keine marktreifen, geschweige denn kosteneffizienten HDR-Kameras gibt, behilft man sich mit Belichtungsreihen. Im Folgenden haben wir ein kleines HDR-Bilder-Tutorial zusammengestellt. Probieren Sie aus, wie einfach Sie selbst tolle HDR-Bilder produzieren können.

Der Dynamische Bereich digitalisiert

HDR-Bilder sind Bilder mit einem sehr hohen dynamischen Bereich bzw. Motivkontrast. Durch die realitätsnähere Abbildung eröffnen sich neue Möglichkeiten, da der Dynamikbereich der sichtbaren Welt grösstenteils eingefangen werden kann. Im Prinzip wird versucht, Dynamikbereiche aus mehreren unterschiedlich belichteten Fotografien übereinander zu legen, um einen nahezu vollständigen Motivkontrast zu erlangen. Die meisten Informationen (z.B. Farbabstufungen oder Kontrastdifferenzierungen) enthält die Farbdarstellung (auch Farbtiefe genannt) Deep Color. In der professionellen Fotografie wird darauf zurückgegriffen, weil sie die meisten Farbnuancen abbilden kann. Zum Vergleich: True Color hat eine Farbtiefe von 24-bit, das entspricht 16.777.216 Farbnuancen. Dagegen ermöglicht Deep Color eine Farbdarstellung ab 30-bit von 1,07×109 ­Farben. Allerdings können gewöhnliche Monitore nur 24-bit darstellen. Im RGB-Farbraum stehen je Kanal 8-bit zur Verfügung (R G B = 3 x 8 = 24-bit). HDR-Bilder können auf diesen Monitoren gar nicht wiedergegeben werden. Dazu greifen Grafikprogramme auf sogenannte Tone-Mapping-Operatoren zurück. Auf die genaue Funktionsweise soll an dieser Stelle allerdings nicht eingegangen werden.

Die Belichtungsreihe für das spätere HDR-Bild

Belichtungsreihe Thun vom Schloss aus ©Daniel Moser/Flickr (CC BY 2.0)

Belichtungsreihen zum HDR-Bild zusammenfügen

Wie bereits erwähnt, eignet sich Photoshop für die Erzeugung von HDR-Bildern recht gut. Schon in der mittlerweile kostenfreien Photoshop-Version CS2 befindet sich das Tool, um HDR-Bilder zu erzeugen und zu optimieren. Voraussetzung für die Arbeit am Computer sind natürlich einwandfreie Aufnahmen. Folgendes müssen Sie beachten, wenn Sie Fotos aufnehmen, die dann mit „Zu HDR zusammenfügen“ in Photoshop kombiniert werden sollen.

Bei den unterschiedlichen Belichtungsreihen ist ein Stativ von enormer Wichtigkeit. Es sorgt dafür, dass sich das Aufnahmefeld nicht ändert. Ein Fernauslöser ist sehr zu empfehlen, um keine Erschütterungen zu erzeugen. Das Zusammenfügen der Bilder im Nachhinein funktioniert nur, wenn alle Bilder exakt dieselbe Szene zeigen.

Je nach Dynamikumfang der Szene (z.B. sehr hell und sehr dunkel) sind hinreichend viele Bilder mit ganz unterschiedlichen Belichtungsstufen notwendig. Dabei sind mindestens drei Bilder erforderlich – Wir empfehlen aber fünf bis sieben Bilder, um ein schönes Ergebnis zu erzielen.

Bei gleichbleibender Blende braucht nur die Verschlusszeit reguliert zu werden, um unterschiedlich stark belichtete Aufnahmen zu erhalten. Eine Änderung der Blende beeinflusst die Tiefenschärfe, was zu geringeren Ergebnissen führen kann. Auch die ISO-Werte sollten unberührt bleiben, um Rauschen und Vignettierungen zu vermeiden.

Die Belichtungsreihenfunktion der Kamera sollte nicht zum Einsatz kommen, da die Belichtungsunterschiede im Allgemeinen zu gering sind.

Zur Orientierung: Ein oder zwei EV-Schritte (EV = Exposure Value = Lichtwert) bzw. bis zu umgerechnet zwei Blendenwerte sollte der Belichtungsunterschied betragen.

Die Beleuchtungsverhältnisse sollten beibehalten und nicht etwa mit einem Blitz zwischendurch geändert werden.

Bilder am PC zum HDR-Bild zusammenfügen

Wir gehen wie auf den folgenden Bildern vor:

Zu HDR-Bild zusammenfügen mit Photoshop CS2

(Quelle: Screenshot)

Nach dem Photoshop geöffnet ist, befindet sich unter Datei → Automatisieren das Feld „Zu HDR zusammenfügen…“. Beim Anklicken öffnet sich folgende Maske:

Unter „Durchsuchen...“ werden die einzelnen Aufnahmen aus dem jeweiligen Ordner ausgewählt.

(Quelle: Screenshot)

Unter „Durchsuchen…“ werden die einzelnen Aufnahmen aus dem jeweiligen Ordner ausgewählt. Photoshop kann Dateiformate wie Photoshop (PSD, PSB), Radiance (HDR), Portable Bit Map (PBM), OpenEXR und TIFF verarbeiten. Die folgende Maske sieht dann in etwa so aus:

HDR-Bild: Maske mit ausgewählten unterschiedlich belichteten Aufnahmen

(Quelle: Screenshot)

Hier sind noch einmal alle Dateien zusammengestellt, die zu einem HDR-Bild zusammengefügt werden sollen. Durch „OK“ wird der Vorgang eingeleitet:

Das HDR-Bild wird in Photoshop erzeugt

(Quelle: Screenshot)

Im Anschluss können noch kleine Anpassungen vorgenommen werden. Da ein HDR-Bild Kontraststufen enthält, die Standard-Monitore nicht abbilden, wird die HDR-Vorschau mit Hilfe von Algorithmen (Tone Mapping) heruntergerechnet. Das Bild wirkt insgesamt dennoch deutlich detailreicher als im Vergleich ein einfach belichtetes Motiv.

Das fertige HDR-Bild – Auch die Berge im Hintergrund sind gut zu erkennen

Thun vom Schloss aus ©Daniel Moser/Flickr (CC BY 2.0)

HDR-Bilder zeichnen sich durch einen hohen Helligkeitskontrast aus. Mittels Algorithmen (Tone Mapping) werden die Bilder heruntergerechnet. Durch die HDR-Technik erwachen Fotos mit satteren Farben, mehr Details und helleren Bildern quasi zum Leben. Sie können viel besser das wiedergeben, was der Betrachter einst gesehen und eingefangen hat. Selbst bei strahlendem Sonnenschein sind im Schatten noch feine Zeichnungen und Details zu erkennen. Im Gegensatz zu einigen teuren Fernsehern können viele Monitore den Dynamikumfang der HDR-Bilder aber noch gar nicht abbilden.

 

Header Image Credit: ©Wendelin Jacober/Flickr