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Junge Frau kuschelt sich mit der Nase in rosa Schal

Wintershooting – Tipps für stimmungsvolle Winterportraits

Winter ist die Zeit der Romantik und Stille. Romantisch verschneite Schneelandschaften und kuschlige Kleidung rufen in uns Emotionen des Wohlbefindens hervor. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die Winterromantik in einem gelungenen Wintershooting einfangen können.

Die passende Location für ein Wintershooting

Eine geeignete Location für ein Wintershooting zu finden, ist nicht schwer. Für die perfekten Motive sollten Sie aber dennoch einige Dinge beachten. Um räumliche Tiefe in der weissen Winterlandschaft zu schaffen, sollten Objekte wie Bäume, Steine oder ähnliches im Bildausschnitt zu sehen sein. Andernfalls würde auf dem Foto der Eindruck entstehen, dass das Model in einem scheinbar leeren, weissen Raum schwebt. Besonders stimmungsvoll im Bild sind vor allem die immergrünen Nadelbäume oder Ausschnitte der braun marmorierten Baumstämme. Bei Aufnahmen in der Stadt sollten Sie den Einfluss von Lichtern und dem bunten Treiben einer Menschenmenge im Hintergrund nicht unterschätzen. Beides kann schnell für Unruhe im Bild sorgen und das eigentliche Hauptmotiv zur Nebensache werden lassen.

Wenn Sie im Schnee fotografieren möchten, sollten Sie eine gut erreichbare Location und passende Kleidung wählen. Lange Laufstrecken durch hohen Schnee können sehr schnell sehr anstrengend werden und dafür sorgen, dass Schuhe und Kleidung durchnässen, bevor Sie das Ziel erreichen. Mit festem Schuhwerk erreichen Sie jedoch wunderbar auch unberührte Schneelandschaften fernab der Wege. Besondere Vorsicht ist bei dem Betreten von Eisflächen zu wahren. Informieren Sie sich im Voraus, welche Eisflächen offiziell freigegeben sind und gehen Sie kein Risiko ein.

Steht die Location fest, gilt es den richtigen Zeitpunkt für das Shooting zu wählen, um die Bedingungen vor Ort perfekt nutzen zu können. Wintertage sind zwar kürzer, dafür können Sie jedoch das goldene Sonnenlicht in den Morgen- und Nachmittagsstunden länger nutzen. Das goldene Licht sorgt für stimmungsvolle und kontrastreiche Bilder der kalten, kargen Winterlandschaft und verleiht dem Model ein warm wirkendes Strahlen. Aus der richtigen Perspektive kann das Sonnenlicht sogar den Schnee glitzern lassen.

Das Styling des Models

Neben einer geeigneten Location ist natürlich auch das passende Outfit mit entsprechenden Accessoires ausschlaggebend für ein gelungenes Shooting. Beraten Sie sich mit Ihrem Model und sichten Sie am besten gemeinsam die verfügbaren Kleidungsstücke. Je nach Stimmung des Bildes sollten Sie besonders auf die Zusammenstellung der Farben achten.

Nutzen Sie etwa die typischen Weihnachtsfarben Rot, Grün und Braun, um eine festliche und weihnachtliche Stimmung ins Bild zu bringen. Beziehen Sie für die Bildwirkung sowohl die Farben des Outfits und der Accessoires als auch die Nuancen von beispielsweise den Nadelbäumen im Hintergrund mit ein.

Für ein romantisches und elegantes Winterbild empfehlen sich vor allem gedeckte Farben wie Braun- und Grüntöne, Weinrot und Ähnliches. Immer in Abhängigkeit von der Umgebung können auch Pastelltöne eine gute Wahl für das Outfit des Models sein.

Besonders kuschlig wirkt das Bild, wenn Sie auf grobe Strickmuster zurückgreifen. Setzen Sie das Model für das Wintershooting etwa mit einem hübschen Schal und farblich passender Mütze in Szene. Wenn es etwas verspielter und dynamischer sein soll – wie zum Beispiel bei einem Familienshooting – können Sie hier auch mit bunten Farben experimentieren.

Ob Familien- oder Paarshooting – Bei mehreren Personen im Bild sollte die Kleidung grundsätzlich immer farblich aufeinander abgestimmt sein.

Wintershooting - Pärchen im Schnee

Die richtige Fotoausrüstung wählen

Um im Winter zu fotografieren, bedarf es keiner speziellen Ausrüstung, dennoch sollte man auf bestimmte Dinge achten.

Die winterlichen Temperaturen beeinflussen die Nutzungsdauer Ihres Akkus negativ. Halten Sie also genügend Ersatzakkus bereit, die Sie am besten am Körper tragen, um sie warm zu halten. Die Kamera hingegen darf ruhig kalt sein und bleiben, um die Bildung von Kondenswasser an Objektiv und Sucher zu vermeiden.

Tipp: Müssen Sie das Objektiv wechseln, lagern Sie dieses in einer Plastiktüte. So kann sich das Objektiv der Temperatur anpassen und bleibt verschont von Feuchtigkeit.

Nutzen Sie ein Stativ mit Metallbeinen, können diese sehr kalt werden. Um das Material und Ihre Finger zu schützen, können Sie die Füsse auf eine Decke oder ein Stück Pappe stellen.

Warme Getränke und eine Wärmflasche sind nützliche Begleiter bei einem Wintershooting. Eine alte Decke oder ein Stück Pappe ist ebenfalls sinnvoll, wenn Sie im liegen oder Sitzen fotografieren wollen. Weiter sollten Sie ein trockenes Mircofasertuch dabeihaben, um Schneeflocken oder Kondenswasser streifenfrei entfernen zu können. Auf Handschuhe sollten Sie als Fotograf auf keinen Fall verzichten. Je nach Modell der Kamera, gibt es auch Handschuhe, mit denen Sie Ihren Touchscreen Bildschirm trotzdem bedienen können.

Bei der Wahl der Objektive ist es im Bereich der Portraitfotografie nie verkehrt eine 35 oder 50 mm Festbrennweite dabei zu haben. Mit einem solchen Festbrennweitenobjektiv erzielen Sie eine geringe Tiefenschärfe, wodurch Ihr Model noch mehr im Fokus steht. Mehr Informationen zu konkreten Einstellungen finden Sie in unserem Artikel „Fotografieren im Schnee“.

Das perfekte Motiv inszenieren

Wintershootings eignen sich sowohl für Portraitaufnahmen, als auch für Paar- und Familienshootings. Sie können das Motiv mit verschiedenen Accessoires ergänzen, um die Stimmung von Gemütlichkeit und Romantik zu verstärken. Dafür eignen sich besonders Tassen mit heissen Getränken, kleine Geschenke, die die Weihnachtszeit ankündigen oder Holzschlitten. Schlitten und Schneemänner ergänzen Familien- und Kinderfotos perfekt und rufen Kindheitserinnerungen hervor. Beziehen Sie die Umgebung und Gegebenheiten mit in das Motiv ein. Personen, die hinter einem Baumstamm hervorschauen, einen Schneeengel machen oder mit Schnee werfen, bringen dem Betrachter des Bildes die winterliche Landschaft näher.

Je näher Sie eine Szenerie fotografieren, desto gemütlicher wirkt diese. Lassen Sie die winterliche Landschaft mehr in Ihr Motiv einfliessen, rückt die Kälte in den Vordergrund.

Wintershooting - Junge Familie mit Schlitten im Schnee

Tipp: Holen Sie sich immer wieder Feedback zum Wohlbefinden von Ihrem Modell. Beim Shooting im Schnee gerät man schnell ins Frieren und die Gefahr einer Unterkühlung sollte hierbei nicht unterschätzt werden. Je nach Aussentemperatur und Outfit sollten Sie sich mögliche Motive bereits im Voraus gut überlegen und das Equipment bestmöglich vorbereiten, damit beim Shooting keine unnötigen Wartezeiten entstehen. Packen Sie daher eine warme Decke und heissen Tee zum Aufwärmen für Zwischendurch ein. Wird es dennoch zu kalt, brechen Sie lieber ab und vereinbaren einen weiteren Termin zum Fortsetzen des Shootings.

Fazit

Ob romantisches Paarshooting, festliches Portrait oder trautes Familienglück, ein Motiv in einer Winterlandschaft ist immer eine sehr stimmungsvolle Aufnahme. Die Farbwahl der Kleidung und die Wahl des Bildausschnittes ist dabei ausschlaggebend für die Bildwirkung. Doch bei allen Ambitionen für das perfekte Wintermotiv, sollte die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten immer im Vordergrund stehen, denn die Kälte ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bereiten Sie sich also gut vor, damit einem gelungenen Wintershooting nichts mehr im Weg steht. Die Ergebnisse eignen

Bilder auf dem Smartphone mit Beauty-Apps bearbeiten

PlayStore: Beauty-Apps zur smarten Bildbearbeitung

Strahlend weisse Zähne, ein ebenmässiger Teint oder doch ein paar Zentimeter grösser schummeln? Wofür man bis vor ein paar Jahren noch ausgeprägte Photoshop Kenntnisse benötigte, übernehmen heute sogenannte Beauty-Apps die Arbeit für uns. Und das alles mit ein paar Klicks und Fingerbewegungen direkt auf dem Smartphone.

Wir stellen Ihnen 3 Apps zur Beauty Retusche aus dem PlayStore vor, mit denen Sie Ihr nächstes Selfie im Handumdrehen ins richtige Licht rücken können.

Facetune: Strahlende Zähne und Augen im Handumdrehen

Die Beauty-App Facetune bietet dem Nutzer zahlreiche Retusche-Werkzeuge, um aus einem Portrait das Beste herauszuholen. Insbesondere die Aufhell-, Detail- und Glättungs-Funktion lassen Augen, Mund und Haut strahlen. Daher ist die App besonders bei Instagram-Nutzern sehr beliebt. Denn nicht nur dunkle Stellen um die Augen lassen sich mit einem einfachen Wischen aufhellen, sondern auch Hintergründe. Eine zu dunkle Aufnahme, lässt sich somit schnell optimieren. Ebenso kann der Hintergrund auch unscharf gezeichnet werden, wodurch das Bild mehr Dynamik bekommt.

Funktionen in der facetune App

Auszug der Funktionsübersicht in der facetune App

Mit Hilfe der «Details» Funktion lassen sich vor allem die Augen und der Mund perfekt in Szene setzen. Und dank der Glättungsfunktion wird der Teint im Gesicht fast schon makellos. Dazu wählt man das gewünschte Werkzeug aus und wischt mit dem Finger über die jeweilige Partie. Je häufiger man wischt, desto intensiver wird der Effekt. Damit man es mit der Retusche nicht übertreibt, kann mit einem Klick auf das blaue Symbol unten rechts auch immer wieder schauen, wie sich der Bearbeitungsprozess entwickelt hat. Hält man das Symbol gedrückt, erscheint nämlich das Ausgangsbild. Zudem bauen sich die Effekte aller Retusche-Werkezeuge in ihrer Intensität mit jedem Wischen auf. Ein stark verfremdetes Bild ist somit kaum möglich. Eine kleine Auswahl an verschiedenen Filtern und Retroeffekten rundet das Angebot der Bildbearbeitungs-App ab.

Facetune ist in einer kostenlosen Version im Google Play Store erhältlich: Android Version

Beauty Retusche mit Facetune - Selfies bearbeiten

links: Bild ohne Bearbeitung, rechts: Bearbeitung des Bildes mit den folgenden Facetune Werkzeugen: Filter «Lighter»; Augen aufgehellt; Augen, Mund und einzelne Haarsträhnen mit «Details» Funktion hervorgehoben, Gesichtshaut geglättet.

YouCamPerfect: Der Klassiker unter den Beauty Apps

Die Beauty-App YouCamPerfect ist ein Klassiker unter den Retusche Apps und bietet sicherlich den grössten Funktionsumfang, um ein Selfie zu optimieren. Dabei verfügt die App sowohl über klassische Bildbearbeitungsfunktionen, wie beispielsweise das Anpassen der Kontraste, als auch über eine Vielzahl an Beauty-Tools. Neben einer automatischen Verschönerungsfunktion gehören dazu auch Hautglättungsfunktionen, eine Nasen- und Gesichtsformkorrektur sowie ein Augenvergrösserungs-Werkzeug. Aber auch das grösser und schmaler schummeln des eigenen Körpers, stellt für die App kein Problem dar.

Funktionen in der YouCamPerfect App

Auszug der Funktionsübersicht in der YouCamPerfect App

Ebenso lassen sich mit der App auch unschöne Augenschatten, Hautunreinheiten und die Farbe der Zähne korrigieren. Besonders interessant ist bei dieser App sicherlich die Smile-Funktion. Dieses Werkzeug bringt jeden noch so grimmigen Gesichtsausdruck zum Lächeln. Anders als bei der Facetune App analysiert die App automatisch das Bild. Der Nachteil dabei: Der Nutzer kann bei fast allen Beauty-Tools lediglich die Intensität des Effektes einstellen. Selbst aber nicht bestimmen, welche Partien bearbeitet werden sollen.

Dank der umfangreichen und sehr gut funktionierenden Werkzeuge besteht die Gefahr, dass das Gesicht zu sehr verfremdet wird. Ein Blick auf das ursprüngliche Vergleichsbild ist daher ratsam. Ebenso das vorsichtige justieren der jeweiligen Werkzeugregler.

YouCamPerfekt ist in einer kostenlosen Version im Google Play Store erhältlich: Android Version

Beauty Retusche mit YouCamPerfect - Selfies bearbeiten

links: Bild ohne Bearbeitung, rechts: Stark bearbeitetes Bild mit den folgenden YouCamPerfect Funktionen: Haut geglättet, schmalere Gesichtsform, Hautfarbe verändert, Nasenverschönerung, Tränensäcke entfernt, Augen vergrössert, Hautunreinheiten entfernt, Rouge aufgelegt, Lächeln intensiviert und die Augen aufgehellt.

Airbrush: Ein neuer Look per Finger-Klick

Die Airbrush App verfügt ähnlich wie die Facetune und die YouCamPerfect App über eine Vielzahl an Beauty-Retusche-Tools und Standardfunktionen zur Bildbearbeitung. Während diese Funktionen bei der Airbrush App vom Ergebnis her nur mittelmässig sind, punktet diese Beauty-App vor allem mit dem automatischen Make-up Tool. Mit nur einem Klick lässt sich ein neuer Make-up Look auf das Bild legen und in der Intensität anpassen. Auch das Überlagern der Looks ist kein Problem. Wollten Sie beispielsweise schon immer mal Sommersprossen haben oder testen, wie Smokey Eyes an Ihnen wirken, dann ist diese App zu empfehlen. Für das beste Ergebnis ist es ratsam, wenn das Make-Up des Ausgangsbildes eher neutral ist. Dadurch kommen die einzelnen Make-up Looks, die die Beauty-App bietet, besser zur Geltung.

Funktionen in der Airbrush App

Auszug der Funktionsübersicht in der Airbrush App

Beauty Retusche mit Airbrush - Selfies bearbeiten

links: Bild ohne Bearbeitung, rechts: bearbeitetes Bild mit dem Make-Up Werkzeug der Airbrush App

Fazit

Bei all den Möglichkeiten, die diese Beauty-Apps bieten, sollten Sie es mit der Bearbeitung nie übertreiben. Ist man auf der Suche nach einer App für eine natürliche Optimierung des eigenen Selfies, so bietet sich die Facetune App an. Hier lassen sich alle Bearbeitungsmöglichkeiten in kleinen Schritten anwenden. Möchte man hingegen ein wenig mit dem eigenen Bild herumspielen und schauen, was alles möglich ist, dann ist die YouCamPerfekt Beauty-App das Richtige. Einen neuen Make-up Look schnell und einfach auszuprobieren, ist mit der airbrush App mit nur einem Klick möglich.

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren!

Eine Hochzeit fotografieren: Brautpaar Aufnahme

Tipps und Tricks für eine gelungene Hochzeitsreportage

Eine Hochzeit fotografisch zu begleiten, ist eine ganz besondere Aufgabe. Sie sollte gut vorbereitet und geplant werden. Mit einer Hochzeitsreportage steht Ihnen immerhin die wichtige Aufgabe bevor, das gesamte Fest mit all seinen emotionalen Höhenpunkten für immer festzuhalten. Fotos von Freunden, Verwandten und dem Brautpaar selbst geben so die Möglichkeit den wohl schönsten Tag im Leben immer wieder Revue passieren zu lassen.

Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bei der Vorbereitung einer Hochzeitreportage achten sollten und wie es Ihnen als Fotograf gelingt, eine Hochzeit aufregend, emotional und lebendig festzuhalten.

3 Tipps zur Vorbereitung einer Hochzeitreportage

Als stiller Beobachter der Hochzeit dokumentieren Sie an diesem Tag alle Geschehnisse. Neben den klassischen Gruppenfotos werden Sie das Brautpaar auch bei den Vorbereitungen begleiten. Ebenso werden Sie winzige Details und besondere Momente einfangen, ohne dabei den Ablauf der Hochzeit zu stören. Eine gute Vorbereitung ist da das Wichtigste.

Tipp 1: Besprechen Sie den Foto-Stil im Vorfeld mit dem Brautpaar

Geschmäcker sind verschieden, genauso wie der Stil eines Fotografen. Klären Sie daher im Vorfeld unbedingt den Stil der Aufnahmen. Lassen Sie sich vom Brautpaar Aufnahmen und Inspirationen zeigen, die beiden gefallen. Das wird Ihnen später dabei helfen den gewünschten Stil besser umzusetzen.

Tipp 2: Besprechen Sie den genauen Ablauf der Hochzeit

In der Regel begleitet ein Fotograf bei einer Hochzeitsreportage das gesamte Fest. Besprechen Sie daher im Vorfeld wann und wo jeder Programmpunkt stattfinden wird. Ebenso wichtig ist es zu erfahren, wer alles beim jeweiligen Programmpunkt anwesend ist. Das wird Ihnen in der Vorbereitung helfen, um zu wissen, wann Sie welches Objektiv einsetzen müssen. Ebenso können Sie bereits im Vorfeld die geplanten Locations besichtigen und sich auf die Umgebung einstellen.

Tipp 3: Prüfen Sie Ihr Equipment

Nichts ist ärgerlicher als ein leerer Akku oder ein defektes Objektiv. Prüfen Sie daher vor dem Fest unbedingt Ihre Technik auf Funktionalität. Ebenso ist es ratsam mehrere Ersatz-Akkus und Speicherkarten dabei zu haben.

Details einer Hochzeit fotografieren

So gelingt die Hochzeitsreportage

Um eine Hochzeit mit gelungenen Aufnahmen festzuhalten, sind reine Porträtaufnahmen vom Brautpaar nicht ausreichend. Immerhin möchten Sie mit den Bildern eine Geschichte erzählen und die Emotionen des Tages einfangen.

Tipps für die richtige Ausrüstung

Neben der Kamera selbst, welche die Basis für gelungene Aufnahmen ist, benötigen Sie für das Shooten einer Hochzeitsreportage natürlich noch eine Reihe an Zubehör. Achten Sie bei der Wahl des Kameratyps darauf, dass das Gehäuse möglichst leicht ist. Immerhin werden Sie den ganzen Tag die Kamera in der Hand halten. Neben dem Gehäuse spielt natürlich auch das passende Objektiv eine wichtige Rolle. Insbesondere für eine Hochzeit sollte das Objektiv vor allem lichtstark und möglichst leicht sein. Ebenso von Vorteil ist ein integrierter Bildstabilisator. Denn es wird Ihnen in den meisten Situationen nicht möglich sein, schnell ein Stativ aufzubauen. Ob Sie sich für ein Zoom-Objektiv oder eine entscheiden, hängt von Ihrem persönlichem Aufnahme-Stil ab. Mit einem Zoomobjektiv sind Sie flexibler als mit einer Festbrennweite und können schneller auf wechselnde Situationen reagieren. Allerdings sind Festbrennweiten lichtstärker und kreieren eine attraktivere Tiefenunschärfe. Daher hier ein Tipp: Halten Sie stets zwei Kameras mit unterschiedlichen Objektiven bereit. Eine Kamera mit einer Festbrennweite, beispielsweise mit einem 50mm Objektiv für Portraitaufnahmen und die andere Kamera mit einem Zoom-Objektiv, um grössere Entfernungen zu überbrücken. Das ist beispielsweise während der Trauung sehr hilfreich. Hier kann man als Fotograf nicht ständig um das Brautpaar herumlaufen, sondern sollte möglichst von weitem die Zeremonie einfangen, um niemanden zu stören. Zusätzlich ersparen Sie sich das ständige Wechseln der Objektive und können somit recht zeitnah spontane Situationen auf der Hochzeit einfangen. Arbeiten Sie mit zwei Kameras, sind ebenso Gurt- bzw. Haltesysteme empfehlenswert. So können Sie die Kameras immer griffbereit am Körper tragen.

Die richtige Motivwahl

Je nach Ablauf der Hochzeit gibt es eine Vielzahl an möglichen Motiven. Von den Vorbereitungen über die Zeremonie bis hin zur Feier haben Sie als Fotograf die Möglichkeit, die gesamten Emotionen des Tages mit Nah-, Panorama, Detail- und Porträtaufnahmen einzufangen.

Die Vorbereitungen einer Hochzeit fotografieren

Die Aufregung des Brautpaares fotografisch festhalten

Begleiten Sie das Hochzeitspaar bei den Vorbereitungen am Morgen, um mit Detail- und Portraitaufnahmen die Aufregung der Braut und des Bräutigams einzufangen. Eine Nahaufnahme auf den Frisiertisch, auf dem schon der Schleier bereit liegt und ein Glas Champagner, wird die Braut immer daran erinnern, wie aufgeregt sie in diesem Moment war. Oftmals befinden sich auch die Brautjungfern im Raum. Nicht selten wird hier schon die ein oder andere Freudenträne fliessen, die sich fotografisch mit Porträtaufnahmen und viel Tiefenschärfe einfangen lässt. Ebenso schön ist eine Detailaufnahme der Brautschuhe und eine Totale auf das noch hängende Brautkleid. Auch wenn der Bräutigam meist weniger Zeit für das Styling benötigt, lassen sich auch bei Ihm schöne Motive für die Hochzeitsreportage finden. Ein symbolhaftes Motiv ist beispielsweise eine Nahaufnahme davon, wie der Bräutigam seine Manschettenknöpfe anlegt oder sich die Schuhe schnürt. Scheuen Sie sich bei Detail- und Portraitaufnahmen nie davor, auch mal einen aussergewöhnlichen Blickwinkel zu wählen. Gehen Sie in die Knie oder steigen Sie auf eine Leiter um mit verschiedenen Blickwinkeln und Bildausschnitten zu spielen.

Die Freude während der Zeremonie einfangen

Während der eigentlichen Zeremonie werden Sie vor der Herausforderung stehen, sowohl die Emotionen des Brautpaares als auch der Gäste einzufangen. Von der glücklich strahlenden Braut bis hin zur Grosstante, die mit den Tränen kämpft, wird es ein breites Spektrum an Gefühlsausbrüchen geben. Hier ist es ratsam, sich von «aussen nach innen» zu arbeiten. Konzentrieren Sie sich noch vor der eigentlichen Zeremonie auf die bereits sitzenden Gäste. Hat die Trauung begonnen, sollte das Brautpaar im Mittelpunkt Ihrer Motivwahl stehen. Um all die Emotionen am besten einzufangen, bieten sich während der Trauung Porträtaufnahmen vom Brautpaar und den engsten Angehörigen an. Findet die Trauung oder die Zeremonie unter freiem Himmel statt, sind auch Aufnahmen aus grösserer Entfernung, die die ganze Location erfassen, eine schöne Motivwahl.

Das Brautpaar während der Trauung fotografieren

Der Klassiker: Das Brautpaar-Shooting

Ist die Trauung geschafft, steht meistens ein klassisches Brautpaar-Shooting auf dem Plan. Im Idealfall haben Sie die Location und den Stil für dieses Shooting schon im Vorfeld besprochen. Auch im Hinblick auf die Zeit und den Tagesablauf wird Ihnen eine gute Vorbereitung auf dieses Shooting helfen, grossartige Aufnahmen zu schiessen. Mit meist etwa einer Stunde ist die Zeit für das Brautpaar-Shooting oft recht knapp bemessen. Arbeiten Sie sich auch hier Schritt für Schritt vor. Beginnen Sie mit Ganzkörperaufnahmen, danach Porträtaufnahmen und zum Schluss kommen die Detailaufnahmen von den Ringen und dem Brautstrauss.

Die Hochzeitsfeier fotografisch begleiten

Bevor die eigentliche Hochzeitsfeier nach der Trauung und dem Empfang beginnt, sollten Sie die Location mit all seinen Details festhalten. Damit die liebevolle Dekoration noch nicht durch Jacken, Handtaschen oder Sonnenbrillen «zerstört» wird, sollten Sie das Brautpaar bitten, für ein paar Minuten allein im Festsaal sein zu dürfen. Konzentrieren Sie sich neben den Aufnahmen des gesamten Saales auch auf Detailaufnahmen von Blumenarrangements, Namensschildern und weiteren liebevollen Dekorationselementen. Am besten eigenen sich dafür Festbrennweiten (50mm, 35mm), die eine attraktive Tiefenunschärfe erzeugen. Auch hier sollten Sie wieder mit verschiedenen Blickwinkeln und Bildausschnitten spielen.

Details der Hochzeitsdekoration einfangen

Ist die Location fotografiert, strömen die ersten Gäste in den Saal. Nun haben Sie den ganzen Abend Zeit, die Gäste in ausgelassener Stimmung zu fotografieren. An dem Punkt können Sie selbst einmal durchatmen und sich auf die Suche nach schönen Motiven begeben. Diese lassen sich auf der Feier zahlreich finden. Spielende und lachende Kinder, tanzende Gäste, Verwandte, die sich umarmen oder Gäste, die gerade eine Rede halten. Aber auch das Anschneiden der Hochzeitstorte ist ein grossartiges Ereignis, an das sich das Brautpaar gerne zurückerinnern wird. Behalten Sie bei der ganzen ausgelassenen Stimmung aber auch immer das Programm im Blick. Oftmals haben die Trauzeugen dies für die Feier organisiert. Informieren Sie sich daher vorher bei ihnen, um genau zu wissen, wann beispielsweise ein Feuerwerk oder Hochzeitsspiele geplant sind. Dies ist insofern wichtig, damit sie Ihre Kamera frühzeitig auf die jeweilige Situation einstellen können und nicht erst die passende Einstellung gefunden haben, wenn der Programmpunkt schon vorbei ist.

Fazit

Eine Hochzeitreportage zu fotografieren bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Wer sich als Fotograf schon im Vorfeld über die Wünsche des Brautpaares und den Ablauf informiert, erspart sich vor Ort viel Arbeit und wertvolle Zeit. Denn so können Sie sich schon im Vorfeld über mögliche Motive Gedanken machen und das passende Equipment zusammenstellen. Von den Vorbereitungen über die Zeremonie bis hin zur Feier haben Sie als Fotograf die Möglichkeit, die gesamten Emotionen des Tages mit Nah-, Panorama, Detail- und Porträtaufnahmen einzufangen. Die gelungene Hochzeitsreportage hält den schönsten Tag des Brautpaares detailreich fest, um immer wieder in den besonderen Erinnerungen schwelgen zu können.

Alter Fotoautomat an einer Strassenecke

Fotoboxen für aussergewöhnliche Partybilder

Früher waren sie im Eingangsbereich vieler Supermärkte und an Bahnhöfen zu finden: die Passbildautomaten. Die fest installierten Automaten waren mit wenigen Tasten leicht zu handhaben und machten automatisch einfache oder biometrische Passbilder vom Benutzer. Inzwischen dienen sie längst nicht nur zum schnellen und einfachen Erstellen von zweckmässigen Passfotos. Heute als «Fotobox» oder «Photobooth» bekannt, sind die Automaten ein beliebtes Highlight auf Partys, Hochzeiten und Messen. Erfahren Sie hier, was moderne Fotoboxen zu bieten haben und wieso sie sich zum Party-Hit entwickelt haben.

Fotobox als Spassfaktor mit Erinnerungswert

Natürlich sind auch heute noch ein paar alte Fotoautomaten in der Stadt zu finden. Sie bieten eine tolle Möglichkeit für kreative Fotos als Erinnerung an den Ausflug mit Freunden oder dem Partner. Gegen etwas Kleingeld macht die Fotobox bis zu vier Fotos in Serie und druckt diese meist in Schwarzweiss als charakteristischen Fotostreifen aus.

Inzwischen gibt es die Fotobox auch als mobile Version und mit zahlreichen Gestaltungsoptionen und Hintergründen. Die Kamera und zugehörige Bedienelemente sind kompakt in einem Kasten verbaut, der sowohl den Transport als auch das Aufstellen an einem beliebigen Ort vereinfacht.

Lustiges Foto mit einer Fotobox auf einem Event

Neben Messen und Ausstellungen vermieten einige Anbieter solche Fotoboxen heute auch für private Partys, Hochzeiten, Firmenfeiern und ähnliches. Aufgrund ihres einfachen Handlings und der tollen Ergebnisse hat sich in den letzten Jahren ein richtiger Trend um die Fotobox entwickelt. Auf Feierlichkeiten bietet sie einen echten Spassfaktor für Jung und Alt und sorgt für einzigartige Erinnerungsfotos.

So funktioniert die moderne Fotobox

Grundsätzlich funktionieren mobile Fotoboxen ähnlich wie die alten Automaten: Über einen Selbstauslöser oder durch ein einmaliges Betätigen des Auslösers werden ein oder mehrere Fotos gemacht. Die modernen Modelle erleichtern die Bedienung zudem über einen integrierten Touchscreen und es können mehr Einstellungen vorgenommen werden. Viele Fotoboxen verfügen über einen Live-View, über den Sie sich selbst beim Positionieren sehen können. Zudem stehen meist zahlreiche digitale Hintergründe, Overlays und Rahmen zur Auswahl. Dazu werden die Aufnahmen vor einem Bluescreen oder Greenscreen gemacht, der im Foto durch das gewählte Hintergrundbild ersetzt wird. Mit manchen Fotoboxen können sogar animierte Bilder, Daumenkinos oder Comicsequenzen erstellt werden.

Je nach Ausstattung der Fotobox können die fertigen Fotos direkt ausgedruckt oder sogar in sozialen Netzwerken geteilt werden. So können Sie die lustigen Momentaufnahmen gleich mit Freunden auf Facebook, Instagram und Co. teilen. Viele Fotoboxen lassen sich auch mit einem Beamer verbinden, der die Ergebnisse den Gästen als Diashow präsentiert. In jedem Fall erhalten Sie alle Bilder in digitaler Version per Mail oder als CD nach Rückgabe der gemieteten Fotobox.

Was Sie zur Verwendung einer Fotobox benötigen

Je nach Anbieter wird die Fotobox direkt in Ihrer Location aufgebaut und eingerichtet oder mit einer einfachen Anleitung zum Selbstaufbauen geliefert. Neben ausreichend Platz zum Aufbau der Fotobox benötigen Sie nur einen Stromanschluss (230V). Achten Sie auch auf passende Lichtverhältnisse. In den meisten modernen Fotoboxen ist ein professioneller Fotoblitz verbaut, der das Motiv bei normaler Raumbeleuchtung gut ausleuchtet und sehr gute Ergebnisse liefert. Möchten Sie für die Fotobox eine eigene Ecke oder einen extra Raum einrichten, sind weitere Lichtquellen, wie etwa Stehlampen, für eine optimale Ausleuchtung des Motivs geeignet. Ist die Umgebung zu dunkel, kann die Kamera unter Umständen nicht optimal fokussieren und die Bilder werden unscharf.

Eine Photobooth als kreative Fotoecke

Besonders beliebt ist es, eine ganze Fotoecke oder einen kleinen Raum für die Partygäste und Nutzer der Fotobox einzurichten – die Photobooth. Hier wird etwa eine bestimmte Szenerie dargestellt und es stehen lustige Accessoires und Verkleidungsstücke bereit. Statt Bluescreen wird hier gern ein selbst geschmückter Hintergrund gewählt. Wem das Mieten einer professionellen Fotobox für die kleine Privatparty zu teuer ist, kann für die Photobooth auch eine eigene Kamera mit Selbstauslöser platzieren.

Lustige Accessoires für die Photobooth

Für Firmenfeiern und grosse Jubiläen vermieten einige Anbieter ganze Event-Zelte. Je nach Wunsch stellt hier zum Beispiel das Firmenlogo auf einer grossen Leinwand die Kulisse für die Fotos dar.

Fazit

Eine Fotobox bietet nicht nur Spass für Ihre Partygäste, sondern sorgt für aussergewöhnliche Erinnerungsfotos. Mit den zahlreichen Möglichkeiten durch digitale Hintergründe und Gestaltungselemente sowie lustige Accessoires sind den kreativen Partybildern keine Grenzen gesetzt. Dank kompakter Bauweise und einfacher Bedienung lässt sich die Fotobox nahezu überall aufstellen und von Alt und Jung benutzen. Wir denken, eine Fotobox ist ein tolles Highlight für die nächste grosse Party.

Digitaler Doppelgänger – viermal die gleiche Person in einem Bild

Photoshop: Digitale Doppelgänger erzeugen

Die Fotografie bietet viele verschiedene Techniken und Stile für die Aufnahme von Momenten. Durch die digitale Fotografie kommt ein weiterer Faktor hinzu, der viele Möglichkeiten in der Bildgestaltung bietet – die digitale Fotobearbeitung.
Der digitale Doppelgänger ist eine Kombination aus Fotografie und Bildbearbeitung, die es erlaubt, mehr als nur einmal der Hauptdarsteller auf einzigen Bild zu sein. Die Vorgehensweise des digitalen Doppelgängers ist zudem sowohl in fotografischer als auch in bildbearbeitungstechnischer Hinsicht leicht umzusetzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Photoshop Ihre persönlichen digitalen Doppelgänger erschaffen.

Die Aufnahme der Einzelbilder

Um einen oder mehrere digitale Doppelgänger zu erschaffen, ist die Aufnahme mehrerer Einzelbilder notwendig. Diese Aufnahmen zeigen alle denselben Bildausschnitt. Nur die Person, die vervielfacht werden soll, ändert ihre Position. Um zu sicherzustellen, dass der Bildausschnitt stets identisch ist, sollten Sie ein Stativ für die Aufnahme der Bilder verwenden.
Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Einstellungen der Kamera ebenfalls konstant dieselben bleiben. Im manuellen Modus können alle Parameter händisch eingestellt werden. Automatische Anpassungen durch die Kamera bleiben im manuellen Modus aus.
Je nachdem wie viele Doppelgänger Sie erschaffen wollen, umso mehr Aufnahmen müssen Sie machen. Achten Sie bei der Positionierung der Person darauf, dass diese sich nicht überschneiden. Sind Sie sich während der Aufnahme bezüglich der Überschneidungen nicht sicher, kann es hilfreich sein zwei oder drei Aufnahmen mehr zu machen.
Achten Sie darauf, dass sich keine Objekte im Hintergrund befinden, die sich während der Aufnahmen verändern. Fahrende Autos, Züge oder auch vorbeilaufende Fussgänger sollten daher möglichst nicht im Bildausschnitt zu sehen sein. Ebenfalls sollten die Lichtbedingungen möglichst konstant sein. Dies ist besonders bei Aufnahmen im Freien eine Herausforderung. Am besten eignet sich ein gleichmässig bedeckter Himmel oder sonnenklares Wetter.

Viermal derselbe Bildausschnitt in dem sich nur die Position der Person ändert.

Digitale Doppelgänger mit Photoshop erstellen

Das Übereinanderlegen der Einzelaufnahmen

Zunächst muss eines der Aufnahmen in Photoshop geöffnet werden. Welches der Bilder Sie dabei zuerst auswählen, bleibt Ihnen überlassen. Das zuerst geöffnete Bild wird in Photoshop als Hintergrund betitelt. Anschliessend fügen Sie eine weitere Aufnahme in Photoshop ein und legen diese über die Hintergrundebene. Ziehen Sie hierfür einfach die Aufnahme per „Drag and Drop“ in das geöffnete Photoshop Fenster. Mit einem Klick auf den Haken in der oberen Leiste legen Sie das Bild auf der Hintergrundebene ab. Mit dem Ablegen der ersten Aufnahme entsteht eine weitere Ebene in der Ebenen-Übersicht. Für einen besseren Überblick ist es hilfreich, die Ebenen entsprechend umzubenennen. Hierfür eignet sich am besten die Position der Person auf dem jeweiligen Bild. Um eine Ebene umzubenennen, machen Sie einen Doppelklick auf die gewünschte Ebene. Fügen Sie alle weiteren Aufnahmen mit derselben Vorgehensweise in Photoshop ein.

: Screenshot Photoshop – Mehrere Bilder einfügen

Die Zusammenführung der Einzelaufnahmen

Wurden alle Einzelaufnahmen als Ebene eingefügt, benötigt jede Ebene eine zusätzliche Ebenenmaske. In der Menüleiste befindet sich der Reiter «Ebene». Öffnen Sie diesen und wählen Sie «Ebenenmaske – alle einblenden» aus. Alternativ finden Sie unter der Ebenenübersicht rechteckiges weisses Symbol mit einem schwarzen Kreis in der Mitte. Wählen Sie die Ebene aus und fügen Sie nun durch einen Klick auf das eben beschriebene Symbol eine Ebenenmaske hinzu. Dieser Arbeitsabschnitt ist beendet, wenn alle Ebenen, ausser der Hintergrundebene, über eine Ebenenmaske verfügen.

Screenshot Photoshop – Ebenenmaske zu den Ebenen hinzufügen

Mit dem Hinzufügen einer Ebenmaske entsteht neben der Ebene ein weisses Rechteck. Die Farbe Weiss bedeutet, dass alles auf der Ebene sichtbar ist. Die Farbe Schwarz kennzeichnet alle Bereiche in der Ebenenmaske, die auf der Hintergrundebene nicht sichtbar sind. Um nun den Effekt eines oder mehrerer digitaler Doppelgänger zu erzeugen, ist es das Ziel nur die Personen aus den weiteren Ebenen ohne den Hintergrund hinzuzufügen.
Hierfür wäre es möglich auf der Ebenenmaske alles um die Person herum mit dem Pinsel schwarz einzufärben, um den Hintergrund unsichtbar zu machen. Es besteht dabei die Gefahr einige Stellen zu vergessen. Deshalb ist es sinnvoller die Ebenenmasken komplett schwarz zu füllen, um anschliessend die Personen zurück ins Bild zu holen. In dem Bereich «Eigenschaften» über der Ebenenübersicht befindet sich ganz unten der Befehl «Umkehren», wodurch die Ebenenmaske die Farbe von Weiss zu Schwarz wechselt. Alternativ kann die Tastenkombination «Strg und I» für Windows oder «Cmd und I» für Mac verwendet werden.

Screenshot Photoshop – Die Farbe der Ebenenmaske umkehren, von Weiss auf Schwarz

Um die Person aus den verschiedenen Ebenen zurückzuholen, wählen Sie jetzt das Pinselwerkzeug mit der Farbe Weiss aus. Die vorab geänderten Beschriftungen der Ebenen helfen Ihnen die Position der Person zu bestimmen. Wählen Sie die nächste über der Hintergrundebene liegende Ebene aus und malen Sie den Bereich an dem die Person steht weiss aus. Ist der erste Doppelgänger in Ihrem Bild vollständig erschienen, wiederholen Sie den Vorgang nach und nach mit allen weiteren Ebenen.

Screenshot Photoshop – sichtbar machen der digitalen Doppelgänger

Wurden alle digitalen Doppelgänger sichtbar gemacht, ist das Bild auch schon fertig. Anschliessend ist es möglich noch weitere Nachbearbeitungen vorzunehmen wie beispielsweise Beschneidungen, Kontrast, Helligkeit und vieles mehr. Es ist davon abzuraten die Bearbeitungen vorab vorzunehmen, da genauestens darauf geachtet werden müsste, dass alle Bilder genau gleich bearbeitet werden.

Digitaler Doppelgänger – viermal die gleiche Person in einem Bild

Fazit

Die Bildbearbeitungstechnik des digitalen Doppelgängers ist ebenso simpel wie genial. Sie erfordert weder beim Fotografieren noch bei der Bildbearbeitung grosses Geschick oder Knowhow und liefert gelichzeitig ein beeindruckendes Ergebnis.
Wir wünschen viel Spass beim Ausprobieren!

Skifahrerin in Bewegung auf einer Piste vor blauem Himmel

Die technischen Grundlagen in der Sportfotografie

Bei der Sportfotografie handelt es sich immer um die Aufnahme von bewegten Motiven. Das kann zum Beispiel ein rennender Fussballer oder ein fahrender Rennwagen sein. Der Artikel «Inhalt und Bildgestaltung in der Sportfotografie» liefert bereits verschiedene Hinweise und Ideen zur Gestaltung von Sportaufnahmen. Im Folgenden gehen wir näher auf die Wahl des Kamera-Modus, die Einstellung der Parameter und die Anwendung verschiedener Techniken in der Sportfotografie ein.

Wahl der Modi in der Sportfotografie

Wer selbst keine komplexeren Einstellungen vornehmen möchte, kann das Motivprogramm «Sport» wählen. Für Fortgeschrittenere empfiehlt sich dagegen der Modus der Blendenautomatik (T/Tv). In diesem Modus wird die Blende von der Kamera automatisch eingestellt. Der ISO-Wert kann dabei sowohl manuell eingestellt werden als auch durch die Automatik-Funktion automatisch angepasst werden. Somit können Sie sich ganz auf die Einstellung der Verschlusszeit konzentrieren. Da es sich in der Sportfotografie um die Aufnahme von bewegten Motiven handelt, sind kurze Verschlusszeiten notwendig, um das gewünschte Motiv scharf abzubilden. Hierbei eignen sich 1/2000 Sekunden und kürzer. Durch die geringen Verschlusszeiten gelangt oft nur wenig Licht auf den Sensor, wodurch Aufnahmen schnell zu dunkel werden. Die Blendenautomatik gleicht die kurze Belichtungszeit mittels weit geöffneter Blende und der Erhöhung des ISO-Wertes aus. Aber Vorsicht mit den hohen ISO-Werten, da diese das sogenannte Bildrauschen verursachen und folglich eine schlechtere Bildqualität liefern.

Eingefrorene Bewegung eines Fussballers der einen Ball in die Luft schiesst

Durch die geöffnete Blende und kurze Belichtungszeit entsteht eine geringe Schärfentiefe. Es wird also nur ein kleiner Bereich um den Fokuspunkt richtig scharf abgebildet, während der Hintergrund unscharf wird. So gelingt das Einfrieren eines bewegten Motivs.

Verwenden Sie den manuellen Modus, wenn Sie sämtliche Parameter selbst anpassen möchten.  So können Sie zusätzlich zur Verschlusszeit auch die Blendenzahl selbst festlegen. Für mehr Schärfentiefe bzw. einen grösseren scharfen Bereich in der Aufnahme ist eine grosse Blendenzahl erforderlich. Eine kurze Verschlusszeit in Verbindung mit einer geschlossenen Blende ist allerdings nur bei ausreichend Umgebungslicht möglich, da beide Faktoren den Lichtdurchlass auf den Sensor verringern. Um eine gute Bildqualität zu erreichen und das oben erwähnte Bildrauschen zu vermeiden, sollten Sie die Verschlusszeit und die Blende nicht durch den ISO-Wert ausgleichen. Verwenden Sie nach Möglichkeit stattdessen lieber ein Objektiv mit hoher Lichtstärke, um das Ergebnis zu verbessern.

Den richtigen Moment einfrieren

Nur mit einer einzigen Aufnahme den richtigen Moment abzupassen, ist in der Sportfotografie eine grosse Herausforderung. Damit dies gelingt, hilft nur Übung und Erfahrung. Gerade für Einsteiger kann in diesem Bereich die Serienbildfunktion eine grosse Unterstützung sein. Der Serienbild-Modus erlaubt durch Gedrückthalten des Auslösers mehrere Aufnahmen nacheinander. Für besonders schnelle Bewegungen gibt es meist noch einen Serienbild-Modus «High», der in einer noch höheren Frequenz auslöst.

Ein weiteres Hilfsmittel ist die Autofokus-Betriebsart AI-Servo bei Canon und AF-C bei Nikon für bewegte Objekte. Dies ist die automatische Schärfennachführung bei welcher der Abstand des fokussierten Objekts durch den halbdurchgedrückten Auslöser kontinuierlich gemessen und angepasst wird. Somit wird die Fokussierung eines bewegten Objektes erleichtert.

Mitschwenken statt Einfrieren

Neben kurzen Belichtungszeiten, ermöglicht auch die Technik des «Schwenkens» das Einfrieren von bewegten Objekten. Beim Schwenken werden deutlich längere Verschlusszeiten wie 1/30 Sekunden verwendet. Während dieser recht langen Belichtungszeit ist das Ziel, die Kamera mit dem bewegten Objekt so mitzuführen, dass es sich im Sucher stets auf derselben Position befindet. Durch dieses Vorgehen wirkt das gewählte Motiv eingefroren und der Hintergrund verzerrt, wodurch dem Motiv eine sehr dynamische Wirkung verliehen wird. Objektive mit einem Bildstabilisator erleichtern den Vorgang geschwenkter Aufnahmen. Des Weiteren kann ein Stativ mit einem beweglichen Kugelkopf das gezielte mitschwenken vereinfachen.

Scharf abgebildeter Rennwagen vor verschwommenem Hintergrund

Durch die langen Belichtungszeiten und die geringe Schärfentiefe, muss der ISO-Wert beim Mitschwenken meist kaum erhöht werden. Das Umgebungslicht im Freien reicht hier für eine ausreichende Belichtung der Aufnahme meist aus.

Fazit

Den richtigen Moment in der Sportfotografie einzufangen, ist ein spannendes Unterfangen. Die Techniken des Einfrierens und des Schwenkens bieten sich dabei besonders an, um die Dynamik aufs Bild zu bringen. Beide Vorgehensweisen erfordern verschiedene Einstellungen und haben eine ganz eigene Bildsprache. Beim Einfrieren liegen die Herausforderungen vor allem in der richtigen Belichtung und dem Zeitpunkt des Auslösens. Den perfekten Moment zu erwischen, bedarf bei beiden Techniken vor allem Übung. Probieren Sie es einfach mal aus. Wir wünschen Ihnen viel Spass dabei!

Freunde auf einem Gruppenfoto

So schiessen Sie ausdrucksstarke Gruppenfotos

Zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und ähnlichen gehört ein Gruppenfoto zur Erinnerung an den besonderen Tag. Je nach Anzahl der Personen stellt dieses allerdings auch erfahrenere Fotografen vor eine echte Herausforderung. Sind alle im Bild zu sehen? Schauen alle in die Kamera oder hat jemand geblinzelt? Mit unseren Tipps rund um Equipment, Kameraeinstellungen und Gruppenaufstellung gelingt Ihnen das nächste Gruppenbild garantiert.

Kamera und Objektiv

Im Hinblick auf die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten ist eine Systemkamera oder Spiegelreflexkamera natürlich am besten geeignet. Durch die verstellbaren Parameter, wie Blendenzahl, Belichtungszeit und ISO-Wert, können Sie die herrschenden Lichtverhältnisse besser ausgleichen. Dies ist bei der Verwendung einer Kompaktkamera oder eines Smartphones nur eingeschränkt möglich. Bei guten Lichtverhältnissen können diese jedoch auch gute Ergebnisse erzielen.

Bei einer Kamera mit Wechselobjektiv verwenden Sie am besten ein Normalobjektiv mit einer festen Brennweite von 50mm oder ein leichtes Tele, wenn es sich um eine grosse Gruppe handelt. Die Verwendung eines Weitwinkelobjektives ist dagegen nicht zu empfehlen, da dieses für Verzerrungen und unnatürliche Proportionen im Gruppenbild sorgt.

Stativ verwenden

Für ein fehlerfreies Gruppenfoto ist ein Stativ nahezu unverzichtbar. Es ermöglicht wackelfreie Bilder und Sie können die Kamera bequem auf den gewünschten Bildausschnitt ausrichten, ohne diesen ständig neu suchen zu müssen. Insbesondere bei grösseren Gruppen können Sie mit dem Stativ eine höhere Kameraposition wählen, damit alle Personen aufs Bild passen.

Für spontane Gruppenbilder unterwegs eignen sich kleine Reisestative, die meist leichter und besser zu transportieren sind. Hat man unterwegs eine Erhöhung zur Verfügung, zum Beispiel eine Bank oder eine Mauer, kann man auch diese nutzen, um die Kamera für das Gruppebild zu stabilisieren.

Eine passende Kulisse für Gruppenfotos wählen

Neben der Gruppe selbst ist vor allem der Hintergrund für ein gelungenes Gruppenfoto entscheidend. Dieser sollte grundsätzlich ruhig und nach Möglichkeit in gedeckten Farben sein, um die Gruppe als Hauptmotiv des Bildes hervorzuheben. Ein bewegtes Stadtbild als Kulisse oder grelle Lichter im Hintergrund sind dagegen weniger geeignet, da sie sehr ablenkend wirken und die Gruppe im Bild untergehen lassen.

Familienfoto im Garten

Bei grellem Sonnenschein herrschen im Schatten gute Lichtverhältnisse für ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Des Weiteren ist eine Kulisse im Freien wegen der meist besseren Lichtverhältnisse geeigneter, als geschlossene Räume. Dabei sollten Sie grelles Sonnenlicht wie etwa zur Mittagszeit vermeiden. Dieses wirft harte Schatten, welche dann auch auf den Gesichtern der Personen im Bild zu sehen sind. Bei sanftem Sonnenlicht sollten Sie darauf achten, dass dieses seitlich auf die Personen fällt, da dies später im Bild am natürlichsten wirkt. Bei direktem Licht von hinten bzw. vorn kämen ungewollte Schatten der Gruppe bzw. der Kamera und des Fotografen mit ins Bild. Ideal ist ein leicht bedeckter Himmel oder ein schattiges Plätzchen für gut ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Möchten Sie ein Gruppenbild in einem Innenraum machen, sollten Sie einen Blitz verwenden, um die Gruppe besser auszuleuchten. Fenster und Lampen können dabei eine hervorragende Unterstützung sein. Nutzen Sie je nach Möglichkeit auch weisse Wände und helle Oberflächen zum Reflektieren des Lichts.

Gruppe richtig aufstellen

Achten Sie bei der Anordnung der Personen darauf, dass diese möglichst eng stehen. Dies sorgt einerseits dafür, dass alle ins Bild passen und schafft andererseits im Foto eine bessere Gruppenwirkung. Bei grossen Gruppen ist ein leichter Anstieg nach hinten oder eine Treppe hilfreich, um auch die hinteren Reihen gut sichtbar zu platzieren. Experimentieren Sie bei der Aufstellung mit unterschiedlichen Höhen und Posen der Personen für eine dynamische Bildwirkung oder schaffen Sie bewusst eine klare Symmetrie für ein ausdrucksstarkes Gruppenfoto. Um die Gesichter ästhetisch in Szene zu setzen, hilft es, wenn alle das Kinn leicht anheben und nach oben strecken.

Probieren Sie verschiedene Perspektiven aus, um ein spannendes Fotomotiv zu schaffen. Je nach Kulisse und Platz können Sie die Gruppe etwa von oben oder aus der Froschperspektive fotografieren. Um eine gut verteilte Bildschärfe zu erhalten, sollten Sie immer die Mitte der Gruppe fokussieren. Für aussergewöhnliche Gruppenbilder können Sie aber natürlich mit Fokus und Bildausschnitt experimentieren und etwa auf ein bestimmtes Detail fokussieren oder nur die Schuhe der Personen einfangen.

Ausschnitt einer Gruppe Männer mit Fokus auf die bunten Socken

Der Ausschnitt des Gruppenbildes, in dem nur die Schuhe zu sehen sind, sorgt für ein lustiges und aussergewöhnliches Motiv.

 

Kameraeinstellungen

Wie so oft variieren die benötigten Kameraeinstellungen sehr stark aufgrund der Lichtverhältnisse der gewählten Kulisse. Um die perfekten Werte der einzelnen Parameter zu ermitteln, sollten Sie verschiedene Kombinationen ausprobieren. Grundlegend sollten Sie die Blende etwas weiter schliessen (grössere Blendenzahl), um eine höhere Schärfentiefe zu erreichen. Die ist in Kombination mit einer leicht verlängerten Belichtungszeit besonders bei grossen Gruppen wichtig, um auch die hinteren Reihen scharf abbilden zu können. Die Belichtungszeit sollte allerdings auch nicht zu lang sein, da kleine Bewegungen der Personen sonst für Verzerrungen im Gruppenbild sorgen. Gegebenenfalls müssen Sie auch den ISO-Wert entsprechend der Blendenzahl erhöhen, um eine gleichmässige Schärfe im Bild zu erhalten. Ist der ISO zu hoch, macht sich das in unerwünschtem Bildrauschen bemerkbar.

 

Gruppe, die hintereinander aufgestellt ist

In dieser Aufstellung ist die Schärfentiefe nicht ausreichend. Die hinteren und vorderen Personen sind unscharf.

Beim Fotografieren eines Gruppenbildes in Innenräumen empfiehlt es sich ausserdem, die Farbtemperatur mit Hilfe eines Farbfilters anzupassen. Wenn sich das aus Fenstern einfallende Tageslicht mit Kunstlicht mischt, kann es zu unschönen Farbstichen im Bild kommen, die durch das Verändern der Farbtemperatur ausgeglichen werden.

Serienbild, Intervalltimer & Co

Neben den verschiedenen Einstellungsparametern, die für ein gut ausgeleuchtetes Motiv sorgen, spielt auch der Auslöser beim Gruppenbild eine wichtige Rolle. Um den perfekten Moment zu erwischen, empfiehlt sich beispielsweise die Serienbildfunktion. Hier schiesst die Kamera mehrere Fotos hintereinander, solange Sie den Auslöser gedrückt halten. Einige Kameras verfügen auch über einen Intervalltimer, der in festgelegten Zeitabständen immer wieder ein Foto macht.

Wenn Sie als Fotograf selbst mit aufs Bild sollen, können Sie bei nahezu allen Kameras einen Timer oder auch Selbstauslöser einstellen. Um mit auf dem Bild zu sein, ohne hektisch auf Position rennen zu müssen, empfiehlt sich ein Funkauslöser. So können Sie bequem den Auslöser betätigen, wenn Sie und der Rest der Gruppe bereit sind.

Das richtige Timing

Ein ausdrucksstarkes Gruppenbild ist eine Frage des richtigen Timings. Besonders bei grossen Gruppen ist es nicht leicht, gleichzeitig die Aufmerksamkeit und das beste Lächeln aller Personen zu erhalten. Damit alle gleichzeitig in die Kamera lächeln, verwenden viel Fotografen die üblichen Anweisungen wie „Cheese“ oder „bitte lächeln“. Hier hilft die bereits genannte Serienbildfunktion, um den einen perfekten Moment im Kasten zu haben. Doch irgendjemand blinzelt fast immer. Hierfür gibt es einen kleinen Trick: Bitten Sie alle Personen des Gruppenbildes die Augen zu schliessen und erst auf Ihre Anweisung wieder zu öffnen, denn nach dem Augenöffnen gibt es ein kurzes Zeitfenster, in dem keiner ungewollt blinzeln muss. Zählen Sie am besten bis Drei runter und geben dann die Anweisung „Augen auf“.

Gruppenfotos bleiben stets anspruchsvolle Motive. Mit diesen Tipps sind Sie allerdings bestens gerüstet für das nächste Shooting mit der Familie oder den Freunden.

Bewerbungsfoto: Winzer im Weinberg

Individuelle Bewerbungsbilder für den passenden Job

Auch wenn heute nicht mehr bei jedem Arbeitgeber nötig ist, kann das richtige Bild manchmal die Entscheidung für eine Einladung zum Gespräch ausmachen. Wichtig ist dabei nicht die passende Frisur oder Brille, sondern die Ausstrahlung des Bewerbers. Wenn Sie sich entscheiden, Ihrer Bewerbung ein souveränes Bild beizufügen, lohnt es sich ein wenig Zeit zu investieren, um die Chancen auf den Traumjob zu erhöhen.

Dabei muss es nicht immer das typische Studiobild mit Rollwand und Tapetenmuster sein. Kreative Bilder, die sich abheben, werden immer beliebter. Ob seriös oder kreativ, für jeden Berufszweig kann man das gewisse Etwas finden und auch mit einfacher Ausrüstung ein gutes Bewerbungsbild selbst machen.

Die richtige Vorbereitung

Überlegen Sie sich zunächst wie sie auf Ihrem Bild wirken wollen. Seriös, kreativ, freundlich, professionell: Das alles können Sie mit dem richtigen Foto transportieren. Das Foto sollte Ihre Persönlichkeit zeigen, ohne privat zu werden.

Entscheidend ist natürlich auch, in welcher Branche und welchem Unternehmen Sie sich bewerben, denn die Personalabteilung einer Bank möchte von Ihnen ein schlichteres Bild als die einer Marketingfirma. Schauen Sie sich ausserdem das Image und die Philosophie Ihres Wunscharbeitgebers genau an, um die Erwartungen abzulesen und zu erfüllen. Dabei sind auch Unternehmensfarben und die bestehende Fotosprache wichtig. Wenn Ihr Bild sich von vornherein in das Firmenbild einfügt, erhöht das Ihre Chancen deutlich.

Die richtige Technik

Das wichtigste Werkzeug ist auch bei diesem Fotoshooting ein Stativ. Es sichert die Qualität durch die Stabilisierung. Ausserdem können Sie so die Kamera auf Ihre Augenhöhe positionieren. Wenn Sie sich selbst fotografieren, sollten Sie mit einem Fernauslöser arbeiten. Mit dem zeitversetzten Auslösen hasten Sie zwischen Position und Kamera hin und her, das bringt Unruhe in das Bild und kostet Zeit und Nerven.

Systemkameras mit schwenkbarem Live-View Bildschirm sind natürlich optimal, sollten Sie alleine shooten. Prinzipiell können Sie mit jeder Kamera mit mindestens 12 Megapixel arbeiten.

Findet das Shooting im geschlossenen Raum statt, ist das richtige Licht entscheidend. Fotografieren Sie tagsüber in der Nähe eines Fensters. Nutzen Sie so viel natürliches Licht wie möglich. Fotografieren Sie ohne direkten Blitz, um harte Kanten und Schatten zu vermeiden. Für künstliche Lichtquellen eignen sich Studioblitze oder Softboxen am besten. Hier lernen Sie, wie Sie einen Diffusor oder Reflektor selbst bauen können.

Bewerbungsbilder mit natürlichem Licht

Wie schon erwähnt, haben sich die typischen Bilder vor einheitlich dunklem oder weissem Hintergrund in einem Studio ein wenig überholt. Sie sagen wenig über die Person aus und gehen in der Masse an Bewerbungen unter. Ein Bild im Freien kann sehr natürlich und freundlich wirken. Ausserdem haben Sie hier den Vorteil, natürliches Licht nutzen zu können.

Bewerbungsfoto: zurückhaltender verschwommener Hintergrund

Wenn der Hintergrund eher zurückhaltend sein soll, können Sie ihn mit Hilfe einer kleinen Blende verschwimmen lassen. Nutzen Sie dafür ein Objektiv mit Festbrennweite (35 oder 50 mm). Spielen Sie mit der Blendenöffnung und passen Sie die Belichtung an. Bei der Portraitfotografie sollte die Belichtungszeit nicht zu lang sein, da sich das Motiv, wenn auch nur leicht, bewegt und damit Unschärfen entstehen.

Tipp: Je seriöser das Unternehmen, desto zurückhaltender der Hintergrund.

Das Arbeitsumfeld im Bewerbungsfoto

Je ferner der Beruf von Schlips und Krawatte entfernt ist, desto lässiger kann das Bild sein. Es wirkt sehr natürlich und vor allem passend, wenn Ihr Bewerbungsbild in der Berufsumgebung entsteht. Besonders bei handwerklichen Berufen kann das Shooting in die Werkstatt oder die Baustelle verlegt werden. Sie sollten darauf achten, trotz gewohnter Umgebung gepflegt und professionell aufzutreten. Das Gesicht muss deutlich erkennbar sein und der Bewerber die einzige Person auf dem Bild.

Mit der Blendenöffnung können Sie den Hintergrund, also die Umgebung, unterschiedlich stark verschwimmen lassen oder fokussieren. Nutzen Sie natürliches bzw. weiches Licht, um den Raum auszuleuchten. Harte Schatten und grelle Farben lenken zu sehr vom Bewerber ab. Versuchen Sie diese zu vermeiden oder in der Nachbearbeitung zu reduzieren. Achten Sie auf einen aufgeräumten Hintergrund, auch wenn er stark verschwimmt, denn auch wenn er in der Szene hilft, sollte der Fokus nicht vom portraitierten Bewerber abgleiten.

Bewerbungsfoto: Winzer im Weinberg

Job-Requisiten einbauen

Diese Art der Bewerbungsfotos ist wirklich nur etwas für schöpferische Branchen. Hier sind der Kreativität quasi kaum grenzen gesetzt, um seine Persönlichkeit und damit auch sein Talent in Szene zu setzen. Besonders Musiker, Künstler, Tänzer, aber auch Handwerker, Maler oder zum Beispiel Zoowärter wirken talentiert und professionell in ihrer gewohnten Umgebung.

Achten Sie bei Ihren Bildern dennoch darauf, dass das Gesicht gut erkennbar ist. Bei einem inszenierten Shooting können Sie entsprechendes Handwerkszeug, also Pinsel, Musikinstrumente oder sogar die Tiere eines Tierpflegers gemeinsam mit dem Bewerber in Szene setzen. Diese Fotos sind nicht geeignet um Sie selbst aufzunehmen, hier brauchen Sie Unterstützung.

Bewerbungsfoto: Gitarrist in buntem Scheinwerferlicht

Fazit

Egal, ob Bäcker, Musiker oder Bürojob, jedes Bewerbungsbild lässt sich mit einem passenden Hintergrund aufpeppen. Bei der Nachbearbeitung heisst es: Weniger ist mehr, denn Sie sollen schliesslich wiedererkannt werden. Die richtige Pose und was sonst bei Bewerbungsfotos zu beachten ist, können Sie hier nachlesen.

Inhalt und Bildgestaltung in der Sportfotografie

Ein Wochenende in den Bergen und Sie wollen Ihre Familie beim Skifahren verewigen? Das entscheidende Fussballmatch Ihrer Kinder sticht rot im Kalender hervor und Sie würden Erinnerungen an dieses Ereignis gern für später konservieren?

Dieser Artikel gibt Ihnen Tipps zu Inhalten und Bildgestaltung Ihrer Sportfotos. Fernab der Technikfrage ist – auch in der Sportfotografie – eines ganz entscheidend: was auf dem Bild zu sehen sein soll. Für aussagekräftige Einzelaufnahmen, die im Bilderrahmen an der Wand über sich hinaus Geschichten erzählen, lohnt eine Reduktion auf die wesentlichen Elemente. Das sind beim Sport oftmals Emotionen und Action.

Sie können aber auch ganze Serien schiessen, den Weg vom Mittelfeld ins Tor oder vom Anlauf über den Absprung bis zur Landung im Fotoalbum nachzeichnen. So oder so ist ein gewisses Verständnis der Sportart von Vorteil, um die nächste Bewegung schon vorauszuahnen und den Auslöser im richtigen Moment zu drücken.

Emotionen im Sport mit der Kamera einfangen

Sport hat oftmals mindestens zwei Gesichter. Während die Verlierer vereinzelt den Rasen verlassen oder einsam im Gras hocken und enttäuscht in die Ferne blicken, tanzen und hüpfen die Gewinner zu den Freudengesängen der Fans gemeinsam durcheinander. Während sich die Mitstreiter der einen Mannschaft bestürzt an den Kopf greifen, wirft der gegnerische Trainer grinsend die Hände zum Himmel. Freude und Jubel stehen Enttäuschung und Wut gegenüber, die Gewinner den Verlierern. Das macht es spannend, darum geht es. Das verbindet, will festgehalten werden und macht Ihre Sportfotos lebendig. Wollen Sie Emotionen einfangen, so können sie auf diese Kontraste setzen. Versuchen Sie beide Seiten auf Ihren Fotos zu zeigen. Vielleicht lässt sich die Enttäuschung durch ein Foto in Graustufen unterstreichen? Wie wirkt ein vereinzelter Spieler, der allein im Rasen hockt, aus der Ferne aufgenommen im Vergleich zu einer Nahaufnahme?

Junge und seine Enttäuschung nach einer Niederlage beim Fussball

Action beim Sport auf Fotos ablichten

Da kämpfen zwei Fussballer um den Ball, eine Beachvolleyballerin hechtet in den Sand, ein Skateboard gleitet über ein Geländer, die Leichtathletin sprintet über die letzte Hürde – und das alles geschieht in Bruchteilen von Sekunden. Und in genau diesen Momenten müssen Sie bereit sein, vorab wissen, welche Positionen einzunehmen ist, welche Knöpfe zu drücken sind, um die Action auf Ihren Sportfotos lebendig abzulichten. In welchen Bereichen des Spielfeldes oder des Platzes passieren die Siegestreffer, die Überholmanöver oder die gewagten Sprünge? Machen Sie sich vorher Gedanken, wo sie sich platzieren wollen. Bei manchen Sportarten eignet sich die Kurve besonders gut. Hier können Sie die Sportler von vorn und von der Seite sehen. Probieren Sie auch mehrere Perspektiven aus, vielleicht auch solche, die Ihnen erst als zweites in den Sinn kommen. Ein Skateboardtrick sieht aus der Froschperspektive vielleicht riskanter aus als auf Augenhöhe.

Skater aus der Froschperspektive

Während des Sportereignisses spielen für Sie Konzentration und Reaktion eine entscheidende Rolle. Seien sie wachsam, halten Sie die Augen offen und den Finger am Auslöser.

Technische Herausforderungen

Die Herausforderungen in der Sportfotografie liegen vor allem in der Distanz, den Lichtverhältnissen und der Bewegung. Zu spät oder zu früh ausgelöst, zu dunkel oder zu unscharf fotografiert – das sind die Schwierigkeiten, die es zu meistern gilt.

Verschiedene Sportarten verlangen verschiedene Brennweiten. Stehen Sie nah am Geschehen, empfiehlt sich ein Weitwinkelobjektiv, während sich ein Teleobjektiv aus der Ferne als nützlich erweisen kann. Wechselndes, unbeständiges Wetter oder die kalten Neonröhren einer Halle stellen die zweite Hürde dar. Hier kann ein lichtstarkes Objektiv mit einer Offenblende von mindestens F4 unterstützend sein, die Sportler scharf aufs Foto zu bekommen. Ein schneller Autofokus und eine Serienbildfunktion mit über 5 Fotos pro Sekunde können wiederum hilfreich dabei sein, den richtigen Moment zu erwischen. Endgültig entscheidend ist jedoch Ihr Finger am Auslöser.

Von nackten Füssen im Sand und leeren Startbahnen – die Illustration

Fernab der Suche nach den action- und emotionsgeladenen Sportbildern können Sie aber auch aus einem anderen, illustrativen Blickwinkel auf den Sport schauen. Wie wäre es mit einer Rennstrecke ohne Läufer, die im morgendlichen Nebel verschwimmt, noch unklar, wer hier am Nachmittag als erstes einlaufen wird? Oder mit einem Puck, der auf dem frisch zerkratzten Eis liegt und auf das eben beendete, rasante Eishockeyspiel schliessen lässt? Oder vielleicht mit nackten Füssen, die den Sand auf dem Beachvolleyballfeld aufwirbeln, kurz nach der finalen Sprungangabe?

Eine leere Startbahn, die im Nebel verläuft

Fotos dieser Art haben einen eher künstlerischen Aspekt, zeigen und dokumentieren den Sport zeitlos und eigenen sich super für das eigene Archiv oder als Deckblatt fürs Fotoalbum.

Um solch illustrative Fotos zu schiessen, empfiehlt sich auch hier vorab Ideen zu sammeln. Welche Elemente sind wesentlich? Welche Witterungsverhältnisse sind typisch? Was macht diesen Sport aus, worin bestehen seine Eigenheiten? Schauen Sie doch mal Sportzeitungen nach Fotos durch und lassen sich inspirieren. Mit den gesammelten Ideen im Kopf müssen Sie bei dem Event nur noch an der Umsetzung feilen, auf den richtigen Moment warten und den Auslöser drücken.

Viel Spass beim Ausprobieren!