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Muster erstellen mit Photoshop

Photoshop: Kreative Muster erstellen

Ob bei der Retusche von Portraitfotos oder der Nachbearbeitung von Landschafts- und Architekturaufnahmen – Wenn es darum geht, aus den eigenen Aufnahmen das Beste herauszuholen, ist nicht selten Photoshop die erste Anlaufstelle.

Allerdings können Sie mit Photoshop auch auf anderem Wege kreativ werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einem selbst erstellten Muster, dass Sie unendlich erweitern können? Gerade für die Erstellung von Gruss- und Einladungskarten unterschiedlichster Anlässe, wie Weihnachten, Ostern oder ein Jubiläum, bringt ein selbsterstelltes Muster noch mehr Individualität. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr eigenes Muster erstellen.

Schritt 1: Vorbereitung – Hintergründe und Symbole auswählen

Das Muster, das wir Ihnen hier vorstellen, besteht aus verschiedenen Rauten. Um diese Rauten zu erstellen, werden mindestens zwei unterschiedliche Strukturen benötigt, welche sich in ihrer Art sehr ähnlich sein können. Die Farbe der Strukturen spielt nur eine untergeordnete Rolle, da Sie diese ganz einfach in Photoshop verändern können. Zudem wird der grösste Unterschied durch den Einsatz von Helligkeit und Kontrast erzeugt.

Aufnahmen von Strukturen für die Rauten des Musters

Solche Strukturen können Sie ganz einfach selbst fotografieren oder Sie suchen sich geeignete Bilder auf kostenfreien Portalen wie Pixabay.com und Pexels.com heraus.

Für das innere der Raute können Vektorgrafiken oder zum Thema passende Fotos verwendet werden. Auch hier können Sie dazu eigene oder von Portalen bezogene Bilder verwenden.

Vektorgrafik und Bilder für das Innere des Musters

Bei der Wahl der Motive spielt die vorgegebene Farbe ebenfalls keine grosse Rolle, da diese im Laufe der Muster-Erstellung geändert werden kann. Natürlich können Sie in Ihrem Muster auch persönliche Fotos verwenden. Gerade für eine Einladung zum Geburtstag machen sich verschiedene Fotos des Geburtstagskindes besonders gut.

Schritt 2: Erstellen eines Grundaufbaus aus Rauten

Öffnen Sie Photoshop mit einer neuen weissen Fläche mit einer Grösse von 3300 mal 3300 Pixel. Nutzen Sie als nächstes das Rechteck-Werkzeug aus dem Werkzeugbedienfeld, um damit eine quadratische Raute zu erzeugen. Geben Sie in der oberen Bearbeitungsleiste bei «B:» und «H:» für die Breite und die Höhe jeweils 900 Pixel ein.

Screenshot Photoshop – obere Bearbeitungsleiste des Rechteck-Werkzeuges

Richten Sie anschliessend mit Hilfe des Verschieben-Werkzeuges das Quadrat mittig aus. Befindet sich das Quadrat genau mittig, erscheint sowohl vertikal als auch horizontal eine pinke Hilfsline. Alternativ können Sie rechts in den Eigenschaften des Quadrates bei der Position in allen vier Feldern 0 Pixel angeben.

Screenshot Photoshop – schwarzes Rechteck mit Hilfslinien

Um aus dem Quadrat eine Raute zu machen, muss diese um 45 Grad gedreht werden. Stellen Sie sicher, dass im Ebenenbedienfeld das Quadrat ausgewählt ist und drücken Sie auf der Tastatur «Strg» und «T» für Windows oder «Ctrl» und «T» bei Mac, um es frei zu transformieren. Dadurch erscheint unter der Menüleiste erneut eine Zeile mit Einstellungen zur Raute. In dieser Zeile befindet sich ein Winkelsymbol. Geben Sie in dieses Feld 45 Grad ein, um das Quadrat zu drehen. Bestätigen Sie die Transformation mit einem Klick auf den Haken.

Screenshot Photoshop – Quadrat um 45 Grad drehen

Nachdem Ihr Quadrat richtig platziert wurde, können Sie per Drag and Drop die erste Struktur in Ihre Arbeitsfläche ziehen. Legen Sie die Struktur mit einem Klick auf den Haken über der Raute ab. Klicken Sie nun mit einem rechten Mausklick im Ebenenbedienfeld auf die Ebene der Struktur und wählen «Schnittmaske erstellen …» aus.

Photoshop – Schnittmaske erstellen

Durch die Schnittmaske hat die Struktur die Form der Raute übernommen. Im Ebenenbedienfeld sehen Sie jetzt einen nach unten zeigenden Pfeil vor der Ebene der Struktur. Dieser Pfeil bedeutet, dass sich die Strukturebene auf die darunterliegende Rechteck-Ebene bezieht.

Möchten Sie die Struktur bezüglich ihrer Farbe und Helligkeit noch verändern, dann können Sie dies jetzt tun. Wählen Sie in der rechten Seitenleiste den Reiter «Korrekturen» und beginnen Sie mit der Korrektur «Farbton/ Sättigung». Legen Sie mit einem Klick auf das «Rechteck mit nach unten zeigendem Pfeil» Symbol fest, dass sich die Korrektur nur auf die darunterliegende Ebene bezieht.

Screenshot Photoshop – Ebenenbedienfeld und Sättigungs-Korrektur

Bewegen Sie den Sättigungsregler nach links auf Minus 100 Prozent, um die Farbe aus der Struktur zu nehmen. Im selben Zug können Sie den Kontrast erhöhen oder senken.  In unserer Vorlage hellen wird die Struktur der ersten Raute auf.

Nach der ersten Raute folgt die zweite – Erstellen Sie erneut ein Quadrat mit dem Rechteck-Werkzeug. Diese Raute sollte kleiner sein, als die erste. In unserem Beispiel hat die zweite Raute eine Grösse von 700 Mal 700 Pixel. Legen Sie über die zweite Raute Ihre zweite Struktur und gehen Sie analog wie bei der ersten Raute vor. Dunkeln Sie diesmal die Struktur der zweiten Raute ab, um einen Kontrast zwischen den beiden Rauten zu schaffen.

Zwischenergebnis – zwei übereinanderliegende Rauten

Bei der nächsten Raute kommt endlich ein bisschen Farbe ins Spiel. Erstellen Sie diese mit einer Grösse von 600 Mal 600 Pixel. Für diese Raute benötigen Sie keine neue Struktur. Färben Sie diesmal das Rechteck einfach in einer beliebigen Farbe ein, beispielsweise in einem satten Rotton (R: 112, G: 23, B: 36). Setzen Sie anschliessend die Deckkraft auf 60 Prozent, um die darunterliegende Struktur sichtbar zu machen.

Nach diesem Schritt folgt die vierte Raute. Diese verfügt über eine Grösse von 540 Mal 540 Pixel, sodass von der Farbigen Raute nur ein schmaler Streifen zu sehen ist. Für dieses Rechteck wurde ein dunkles Grau (R: 48, G: 48, B: 48) mit einer Deckkraft von 90 Prozent verwendet. Wandeln Sie die beiden letzten Rauten mit einem Rechtsklick auf die jeweilige Ebene in ein Smartobjekt um.

Mit diesen vier Rauten steht nun der Grundaufbau des Musters.

Schritt 3: Mit Motiven eine persönliche Note in das Muster einfügen

Um ein Motiv in die Raute einzufügen, können Sie genauso vorgehen wie mit den Strukturen in den Rauten. Erstellen Sie ein neues Rechteck mit der Grösse 480 Mal 480 Pixel, legen Sie das Bild darüber und wählen Sie mit einem rechten Mausklick auf die Ebene «Schnittmaske erstellen» aus. Bevor Sie die Schnittmaske erstellen, sollten Sie die Grösse des Bildes anpassen.

Screenshot Photoshop – Motiv in Rauten einfügen

Verkleinern Sie das Bild, bis es nur noch die zu füllende Raute abdeckt. Wenn Sie nun die Schnittmaske erstellen, wird das Motiv gut zu erkennen sein. Sollte die Farbe des Bildes nicht zum gewünschten Design passen, kann auch hier mit der Korrektur «Farbton/ Sättigung» die Farbe des Bildes verändert oder ganz entnommen werden.

Mit dem eingefügten Motiv ist die erste Raute für das Muster fertig. Um zwischen den vielen Bearbeitungsschritten einen Überblick zu behalten, ist es ratsam diese in einen Ordner zu packen.

Screenshot Photoshop – Ebenen in einen Ordner verschieben

Alt: Screenshot Photoshop – Ebenen in einen Ordner verschieben

Wählen Sie mit gehaltener Feststelltaste alle Ebenen ausser der Hintergrund-Ebene aus und klicken Sie auf das Ordnersymbol im unteren Bereich des Ebenenbedienfeldes. Eine sinnvolle Benennung der einzelnen Ebenen trägt ebenfalls dazu bei, den Überblick zu behalten.

Schritt 4: Mit weiteren Rauten Vielfalt erzeugen

Durch das Gruppieren der Ebenen kann die erstellte Raute einfach dupliziert werden. Wählen Sie nun die Gruppe der zweiten Raute aus und drücken «Strg» und «T» bei Windows oder «Ctrl» und «T» bei Mac, um die gesamte Raute inklusive aller Bestandteile zu verschieben.

Sie können die Rauten mit oder ohne Abstand nebeneinander platzieren. Entscheiden Sie sich dabei für den Abstand, müssen Sie darauf achten, dass dieser bei der Vervielfältigung immer gleichbleibt.

Da es nicht das Ziel ist, ein Muster aus einer sich immer wiederholenden Raute zu erstellen, können Sie die zweite Raute nun verändern. Begonnen wird mit der Veränderung der Helligkeiten der Strukturen. In der ersten Raute ist die äussere Struktur heller als die innere. Machen Sie es nun genau umgekehrt, um eine Abwechslung in Ihr Muster zu bringen.

Wählen Sie dafür die Korrektur «Farbton/Sättigung» der ersten Struktur aus und schieben Sie den Helligkeits-Regler in die entgegengesetzte Richtung. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit der zweiten Struktur. Bereits hier helfen Ihnen die Benennungen der einzelnen Ebenen, um die richtigen Korrekturebenen auszuwählen.

Screenshot Photoshop – Helligkeit der Strukturen in der zweiten Raute ändern

Nachdem die Strukturen in ihrer Helligkeit verändert wurden, wählen Sie das dritte Rechteck aus, um die Farbe mittels des Füllwerkzeuges zu ändern. Für ein weihnachtliches oder winterliches Motiv empfiehlt sich ergänzend zur ersten Raute ein dunkles grün (R: 0, G: 47, B: 30). Auch hier muss die Deckkraft des Rechteckes auf 60 Prozent gestellt werden, um eine Transparenz zu erzeugen.

Das vierte Rechteck kann bleiben wie es ist, es sei denn Sie möchten die Farbe oder die Helligkeit des Rechteckes ebenfalls verändern. Dies funktioniert analog zu Rechteck 3.

Der letzte Schritt für die neue Raute besteht im Ändern des inneren Motivs. Schieben Sie dazu das gewählte Bild in den Papierkorb. Das innere der Raute wird nun in der Farbe des darunter liegenden Rechteckes (grau) erscheinen. Fügen Sie ein neues Bild oder eine Struktur in Photoshop ein und wandeln dieses erneut in eine Schnittmaske um.

Möchten Sie in das Innere eine Grafik einarbeiten, wie beispielweise der Umriss einer Schneeflocke, können Sie die zweite Struktur, die Sie in Ihrer Raute verwendet haben, als Hintergrund nutzen. Fügen Sie die Struktur erneut ein und positionieren Sie diese über dem «Rechteck 5». Wandeln Sie die Struktur auch hier in eine Schnittmaske um und wenden eine «Farbton/ Sättigung» Korrektur an. Nutzen Sie die gleichen Einstellungen wie bei der zweiten Struktur. In unserem Beispiel ist dies Sättigung gleich Minus 100 und Helligkeit Plus 44. Setzen Sie abschliessend die Grafik der Schneeflocke mittig in die Raute.

Screenshot Photoshop: Zwei unterschiedliche Rauten

Schritt 5: Muster durch Duplizieren und Gruppieren vergrössern

Bereits zwei Rauten reichen aus, um ein Muster zu erstellen. Duplizieren Sie jede der beiden Rauten und setzen Sie sie diagonal gespiegelt zu einem Quadrat zusammen. Fassen Sie nun alle vier Gruppen der einzelnen Rauten zu einer Gruppe zusammen. Dadurch können Sie das aus vier Rauten bestehende kleine Muster immer wieder duplizieren und nebeneinandersetzen, um ein grossflächiges Muster zu erstellen.

Um grössere Flächen abzudecken, können Sie nach dem Nebeneinandersetzen der ersten vier kleinen Muster erneut eine Gruppe bilden, um einen grösseren Rapport aus 16 Rauten zu schaffen. Sobald Sie eine ausreichend grosse Fläche mit Ihren Rauten gefüllt haben, ist Ihr Muster auch schon fertig.

Muster immer wieder Wiederholen

Jetzt müssen Sie Ihr Muster nur noch in JPEG speichern, um es bei der Erstellung von Grusskarten und Fotobüchern verwenden zu können. Heben Sie die Photoshop-Datei auf, um Ihr Muster auch nachträglich verändern und vergrössern zu können.

Zwei unterschiedliche Muster – mit vier unterschiedlichen Rauten und mit zwei unterschiedlichen Rauten

Möchten Sie Ihr Muster noch eindrucksvoller und abwechslungsreicher gestalten, können Sie vier statt nur zwei unterschiedlicher Rauten erstellen. Dabei sind Ihnen bei der Motiv- und Farbwahl keine Grenzen gesetzt. Sie sollten dennoch darauf achten, dass Sie die vier Rauten nicht zu unterschiedlich gestalten und dass die verwendeten Farben miteinander harmonieren. Zu viele Farben oder nicht zu einander passenden Farben, können schnell unruhig wirken.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Ausprobieren!

Bild, das eine Hälfte simulierten HDR-Look zeigt

Photoshop: HDR-Look künstlich erzeugen

High Dynamic Range Aufnahmen, kurz HDR, sind Fotos mit einem sehr hohen Dynamikumfang. Diese sind durch ihre starken Kontraste und die enormen Helligkeitsunterschiede besonders prägnant und auffällig.

Der Dynamikumfang eines HDR-Bildes übersteigt die Möglichkeiten einer Kamera, weshalb HDR-Bilder in der Fotografie mit Hilfe von Belichtungsreihen aufgenommen werden. Die unterschiedlich belichteten Aufnahmen werden im Nachhinein übereinandergelegt, um die starken Konturen, die durch den erhöhten Kontrast entstehen, ins Bild zu bringen.

Aber auch ohne eine Belichtungsreihe lässt sich in der Nachbearbeitung der HDR-Effekt erzeugen. Hier finden Sie eine Anleitung wie Sie den HDR-Effekt in Ihren Aufnahmen simulieren.

HDR-Look Schritt für Schritt mit Photoshop

Eine solche Nachbearbeitung ist grundsätzlich auch mit einem JPEG-Format möglich und trotzdem empfiehlt es sich immer, im RAW-Format aufzunehmen und auch diese Datei für die Fotobearbeitung zu nutzen.

Für die nachträgliche Erzeugung des HDR-Look benötigen Sie nur ein einziges Tool, in dem Sie alle Einstellungen für diese Nachbearbeitung finden. Öffnen Sie in der oberen Menüleiste den Reiter «Bild» und wählen Sie die Option «Korrekturen». In diesem Kontextmenü finden Sie die Funktion «HDR-Tonung».

Photoshop Screenshot: Pfad in Photoshop zur Funktion «HDR-Tonung»

Anschliessend öffnet sich ein neues Fenster. Dort finden Sie unterschiedliche Einstellungsbereiche wie «Leuchtkonturen», «Farbton und Detail», «Erweitert» und «Toning-Kurve und Histogramm».

Schritt 1: Verstärken der Leuchtkonturen

Bereits durch das Öffnen der Funktion «HDR-Tonung» wird das Bild durch die Voreinstellung etwas heller. Mit dem Einstellungsbereich «Leuchtkonturen» können bereits die Konturen des Fotos etwas herausgearbeitet werden. Dazu sollten Sie sowohl den Regler «Radius» als auch «Stärke» nach rechts bewegen. In unserem Beispiel wurde für den Radius eine Grösse von 150 Pixel und Stärke im Wert von 1,5 gewählt. Im Vergleich zu vorher ist zu erkennen, dass die Konturen etwas mehr strahlen und dadurch stärker herausstechen.

Vergleich der stärkeren Leuchtkonturen mit dem Originalbild

Schritt 2: Betonen der Mittenkontraste

Im nächsten Schritt steht die Betonung der Mittelkontraste im Fokus. Im Menü der «HDR-Tonung» können Sie diese im Bereich «Farbton und Detail» beeinflussen. Stellen Sie dazu «Gamma» auf 0,7 und «Belichtung» auf 0,3. Die Aufnahme wird dadurch reicher an Farbe. Erhöhen Sie anschliessend den Wert «Detail» drastisch auf 150 Prozent, um die Mittenkontraste stark zu betonen. Für einen noch stärkeren Effekt können Sie den Wert «Detail» auch auf 200, 250 oder höher stellen.

Vergleich der erhöhten Mittenkontraste mit dem vorherigen Bearbeitungsschritt

Schritt 3: Korrigieren von Sättigung und Dynamik

Der Einstellungsbereich «Erweitert» beherbergt vier Regler zu den Tiefen, den Lichtern, zur Dynamik und der Sättigung. Die Regler «Tiefen» und «Lichter» bleiben zunächst unberührt. Allerdings können Sie diese bei Bedarf jederzeit verwenden. Die Tiefen regeln die dunklen Töne im Bild und machen diese heller oder dunkler, je nach dem in welche Richtung Sie den Regler bewegen. Der Regler «Lichter» steuert die hellen Töne.

Setzen Sie nun die «Dynamik» auf 80 Prozent hoch, um mehr farbliche Brillanz in Ihr Foto zu bringen. Die Sättigung können Sie wie in der Voreinstellung bei 20 Prozent belassen. Nach diesen 3 Schritten erhalten Sie bereits ein farbenprächtiges Foto mit starken, auffallenden Konturen und Kontrasten. An diesem Punkt könnte Ihr Foto mit HDR-Effekt bereits fertig sein.

Ergebnis nach dem dritten Bearbeitungsschritt «Sättigung und Dynamik»

Schritt 4: Den HDR-Effekt verstärken

Sollte Ihnen der bislang entstandene Effekt nicht ausreichen und Sie möchten ein noch kontrastreicheres Bild, dann sollten Sie den vierten und letzten Einstellungsbereich der Funktion «HDR-Tonung» verwenden. Mit Hilfe der im Histogramm eingetragenen Toning-Kurve können Sie ganz einfach den Kontrast noch weiter erhöhen.
Setzten Sie dazu auf der geraden Linie zwei Punkte. Den ersten unterhalb und den zweiten oberhalb der Mitte. Ziehen Sie den unteren Punkt etwas nach unten und den oberen weiter nach oben, um mehr Kontraste in der Aufnahme zu schaffen.

Photoshop Screenshot: Fenster der HDR-Tonung und Anzeige der Toning-Kurve und Histogramm

Sie können den Verlauf der Kurve solange variieren, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Zum Abschluss schliessen Sie die Funktion «HDR-Tonung» mit einem Klick auf «Ok» und speichern Sie Ihr Ergebnis ab.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Eine Aufnahme halb Tag halb Nacht

Photoshop: Tag in Nacht verwandeln

Die Nachbearbeitung von Fotos ist ein grosser Bestandteil in der Fotografie. Dabei ist es nicht immer nur das Ziel, die Aufnahme zu optimieren. Fotobearbeitungsprogramme wie Photoshop machen es möglich, einem Bild eine ganz neue Wirkung und Aussage zu verleihen. Eine Möglichkeit ist es, Aufnahmen, die am Tag geschossen wurden, in düstere und mystische Nachtaufnahmen zu verwandeln.

In diesem Artikel erfahren Sie Schritt für Schritt, wie Sie eine Aufnahme nicht nur in eine nächtliche Stimmung versetzen, sondern auch, wie Sie erloschene Lichtquellen zum Leuchten bringen.

Eine nächtliche Stimmung erzeugen

Um eine Tageslichtaufnahme in eine Nachtaufnahme zu verwandeln, ist der erste Schritt, dem Foto eine nächtliche Stimmung zu verleihen. Öffnen Sie hierfür bestenfalls die RAW-Datei Ihrer Aufnahme in Photoshop. Durch die vielen Bildinformationen der RAW-Datei ist eine detaillierte Bearbeitung möglich. Sollten Sie das Foto nicht in RAW aufgenommen haben, können Sie für die Bearbeitung auch die JPEG-Datei verwenden. Jedoch müssen Sie in der Nachbearbeitung mit qualitativen Einbussen rechnen.

Für die Erzeugung der Nachtstimmung werden verschiedene Einstellungsebenen benötigt. Diese lassen sich unter dem Ebenenbedienfeld mit einem Klick auf den schwarzweiss-geteilten Kreis oder unter dem Reiter Korrekturen über dem Ebenenbedienfeld öffnen.

Photoshop Screenshot – Öffnen einer Einstellungsebene

Zuerst sollte die Einstellungsebene «Helligkeit/Kontrast» gewählt werden. In dieser befinden sich zwei Regler, die zum einen die Helligkeit, und zum anderen den Kontrast regeln. Setzen Sie den Kontrast herab, indem Sie den Regler ganz nach links auf minus 50 bewegen. Die Helligkeit des Bildes bleibt vorerst unberührt.

Die zweite Einstellungsebene regelt den Farbton und die Sättigung Ihrer Aufnahme. Da sowohl der Kontrast als auch die Sättigung bei Nachtaufnahmen nicht sehr ausgeprägt sind, wird auch diese herabgesetzt. Wie stark die Sättigung herabgesenkt wird, hängt von jedem Bild selbst ab. Ist die Aufnahme sehr farbenfroh und kontrastreich, muss die Sättigung sehr stark gesenkt werden. Bei Fotos die von Haus aus weniger Farbenvielfalt bieten, kann bereits eine leichte Korrektur ausreichen. Stellen Sie die Sättigung insoweit herab, bis die Farben noch schwach erkennbar sind. In diesem Fall wird die Sättigung auf einen Wert von minus 30 gesetzt. Öffnen Sie nun die Einstellungsebene «Gradationskurve». Setzen Sie im Koordinatensystem zwei Punkte unterhalb der geraden Linie, um eine Kurve erhalten, die sich zur x-Achse hinbewegt.

Photoshop Screenshot: Verlauf der Gradationskurve

Sie sehen den neuen Verlauf der Gradationskurve, nachdem Sie Ihre zwei Punkte ausgewählt haben.

Durch die Veränderung der Kurve wird die Helligkeit und nochmals der Kontrast der Aufnahme verändert. Gefällt Ihnen das erzielte Ergebnis noch nicht, lassen sich die gesetzten Punkte im Koordinatensystem jederzeit verändern. Nach den ersten drei Einstellungsebenen ist die Aufnahme wesentlich dunkler geworden. Diese wirkt allerdings noch nicht wie eine Nachtaufnahme.

Um dem Bild den typischen Look einer Nachtaufnahme zu verleihen, wählen Sie als vierte und letzte Einstellungsebene in diesem Bearbeitungsschritt die Option «Fotofilter». Entfernen Sie in den Einstellungen den Haken bei «Luminanz erhalten» und wählen Sie die Funktion «Farbe». Mit einem Klick auf das farbige Viereck, erscheint ein neues Fenster, in dem eine neue Farbe ausgewählt werden kann. Für die Optik einer Nachtaufnahme empfiehlt sich ein tiefes, kräftiges Blau. Um den Effekt zu verstärken, sollte die Dichte auf 80 bis 90 Prozent erhöht werden.

Vergleich von Originalaufnahme und Zwischenstand der Bearbeitung

Vergleich – links ist die Aufnahme nach den vier Einstellungsebenen zu sehen und rechts die Originalaufnahme

Der grosse Vorteil an Einstellungsebenen ist, dass sich diese jederzeit verändern lassen. Dadurch ist es möglich, den Kontrast, die Helligkeit oder auch die Sättigung im Nachhinein zu ändern.

Für einen besseren Überblick im Ebenenbedienfeld sorgt die Erstellung von Gruppen. Markieren Sie die vier Einstellungsebenen, die für die Nachtstimmung benötigt wurden, um diese mit dem Befehl «Strg+G» bei Windows oder «ctrl+G» bei Mac zu einer Gruppe zu vereinen. Mit einem Doppelklick auf die Gruppe können Sie diese Gruppe umbenennen, beispielsweise in Nachtstimmung oder Nachteffekt.

Den Himmel nachdunkeln

In der Beispielaufnahme verfügt der Himmel über viele Wolken, wodurch dieser selbst nach der Abdunklung noch sehr hell wirkt. Mit der Pipette und einem grossen, weichen Pinsel lässt sich dies schnell beheben.

Erfassen Sie mit der Pipette die Farbe des Himmels. Achten Sie darauf, dass die Hintergrundebene ausgewählt wurde. Wurde der Blauton des Himmels erfasst, sollte das Pinselwerkzeug ausgewählt werden. Nehmen Sie dazu einen recht grossen Pinsel, der die Fläche des Himmels zu grossen Teilen abdeckt, um viele kleine Pinselstiche zu verhindern. Die Deckkraft und der Fluss des Pinsels sollten einen kleinen Wert haben, damit der Effekt natürlich bleibt. Klicken Sie nun mit dem Pinsel über die gewünschten Flächen. Durch mehrmaliges Klicken, anstatt die Maustaste zu halten und zu ziehen, tupfen Sie die Farbe über die Wolken. Durch das Tupfen entsteht eine gewisse Unregelmässigkeit, wodurch der Effekt natürlicher wirkt.

Mit diesem einfachen Tipp können Sie den Himmel ganz einfach an die Nachtstimmung des Bildes anpassen.

Vergleich vorher und nachher mit abgedunkeltem Himmel

Vergleich – links mit abgedunkeltem Himmel und rechts ohne

Die Strassenlaternen zum Leuchten bringen

Selbst in der Nacht leuchten in den Strassen und Gassen diverse Strassenlaternen und Leuchtreklamen. Diese gilt es, nun zum Leuchten zu bringen.

Duplizieren Sie dazu die Hintergrundebene und fügen Sie eine Ebenenmaske hinzu. Klicken Sie dazu auf das Maskensymbol unter dem Ebenenbedienfeld. Nach dem Erstellen der Ebenenmaske sollte diese automatisch ausgewählt sein. Färben Sie anschliessend mit «Strg+I» bei Windows oder «ctrl+I» bei Mac die Ebenenmaske schwarz ein. Die schwarze Einfärbung auf der Ebenenmaske macht die Kopie des Hintergrundes unsichtbar.

Lassen Sie die Markierung auf der Ebenenmaske und wählen Sie einen weichen Pinsel mit der Farbe Weiss. Stellen Sie eine Deckkraft von 70 Prozent und einen Fluss von 10 Prozent ein. Mit dem weissen Pinsel können Sie verschiedene Bereiche Ihres Originalfotos wieder sichtbar machen. Die Originalfarben des Fotos werden an Stellen benötigt, an denen Lampen oder Laternen leuchten und dadurch Hauswände und andere Gegenstände anstrahlen.

Zeichnen Sie mit dem Pinsel vorsichtig um alle Lichtquellen, die sich auf dem Foto befinden. Eine bestimmte Stelle wird umso heller, je öfter Sie mit dem Pinsel darüber gehen. Achten Sie dabei auf einen natürlichen Verlauf. Mit nur wenigen Klicks wird es Ihnen gelingen, der Nachtaufnahme Leben einzuhauchen. Sollten Sie zu viel des Originalfotos ans Licht gebracht haben, können Sie dies mit einem schwarzen Pinsel korrigieren.

Anschliessend wird erneut eine Einstellungsebene «Fotofilter» hinzugefügt. Mit einem Klick auf das Schnittmaskensymbol stellen Sie sicher, dass sich die Einstellungsebene nur auf die darunterliegende Ebene und nicht auf die Hintergrundebene bezieht.

Photoshop Screenshot – Schnittmaskensymbol

Setzen Sie diesmal einen Haken bei «Luminanz erhalten» und wählen Sie bei Filter den «Warmfilter», da Strassenlaternen in der Regel ein warmes Licht erzeugen. Stellen Sie die Dichte auf 50 bis 60 Prozent. Bei Leuchtmitteln in anderen Farben können Sie die Funktion «Farbe» nutzen, um die gewünschte Farbe einzustellen.

Durch die vorherigen Schritte werden zwar die Wände angestrahlt, aber das Leuchtmittel selbst leuchtet noch nicht. Um dieses zum Strahlen zu bringen, müssen die Flächen der Lampen ausgewählt werden. Die Glasscheiben altmodischer Laternen sind meist viereckig, wodurch sich das Polygon-Lasso empfiehlt. Beginnen Sie mit der Auswahl der ersten Lampe. Wechseln Sie anschliessend in den Auswählen-und-Maskieren-Modus, um problemlos weitere Flächen in die Auswahl aufzunehmen. Wurden alle Flächen markiert, beenden Sie den Modus mit einem Klick auf «Ok».

Markieren Sie erneut die Hintergrundebene und fügen Sie die Auswahl durch «Strg+J» bei Windows oder «ctrl+J» bei Mac als neue Ebene ein. Ziehen Sie die neue Ebene ans Ende, wodurch die ursprüngliche Farbe Ihres Originalbildes wieder zum Vorschein kommt.

Mit einem Doppelklick auf die neue Ebene erscheint ein externes Fenster namens Ebenenstil. Wählen Sie die Option «Schein nach aussen». Bei der Einstellung «Füllmethode» sollte weiches Licht eingestellt werden. Zudem sollte die Deckkraft und das Rauschen erhöht werben. Bei Farbe muss ein Farbton ausgewählt werden, der zu den angestrahlten Flächen an den Wänden passt. Variieren Sie zusätzlich die Einstellungen «Überfüllen» und «Grösse».

Photoshop Screenshot – Einstellungen zum Ebenenstil «Schein nach aussen»

Nachdem die Laternen leuchten, müssen nur noch die Scheiben der Farbe des Lichtes angepasst werden. Nutzen Sie hierfür erneut eine Einstellungsebene «Fotofilter», um einen Orangeton auszuwählen.

Endergebnis ist eine künstlich erzeugte Nachtaufnahme

Nach diesem letzten Schritt ist die Nachtaufnahme fertig. Das Originalbild ist kaum wiederzuerkennen und die Menschen im Hintergrundsind durch die Dunkelheit auch so gut wie verschwunden.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Foto mit Domain des Fotografen als Wasserzeichen

Gratis Tools für eigene Wasserzeichen auf Ihren Fotos

Um Ihre Fotos vor Urheberrechtsverletzungen zu schützen oder Ihre eigene Marke zu etablieren, können Sie mit Wasserzeichen arbeiten. Die durch Lichteinfall erkennbaren Bildmarken stammen ursprünglich aus der Papierverarbeitung zur Identifikation der herstellenden Papiermühle. Später kamen und bis heute kommen sie zum Einsatz, um Fälschungen und Kopien von Banknoten, Personaldokumenten und digitalen Daten zu verhindern. Da auch digitale Bilder unerlaubt vervielfältigt und genutzt werden, können Sie Ihre Fotos zum Schutz und als Branding mit Ihrem individuellen Wasserzeichen versehen. Wenn Sie regelmässig Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram veröffentlichen oder einen Blog betreiben, dienen solche Wasserzeichen auch als Erkennungsmerkmal für Ihre Follower. Für diesen Werbe-Effekt können Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail, die Domain Ihrer Webseite oder Ihr Logo nutzen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen gratis Tools vor, mit denen Sie Ihre Fotos mühelos brandmarken können.

Wasserzeichen-Freeware für Windows

Für Windows empfiehlt sich zum Beispiel TSR Watermark Image Software. Mit diesem Programm können Sie mehrere Bilder auf einmal mit einem Wasserzeichen versehen und in einem beliebigen Zielordner speichern. Das Wasserzeichen können Sie mit diesem Programm selbst erstellen – beispielsweise als Bild mit Ihrem Logo oder als Schriftzug mit Ihrer Mail oder URL. Schriftart, Ausrichtung, Grösse und Farbe sind einstellbar sowie der Grad der Transparenz, die Position und der Winkel des Wasserzeichens. Ausgeben können Sie Ihre Fotos in verschiedenen Formaten (jpeg, png, tiff, bmp, gif) und Grössen. TSR Watermark Image Software ist relativ intuitiv und leicht zu handhaben. Die Free-Version bietet bereits zahlreiche Funktionen, spezielle Zusatzoptionen wie 3D-Effekte stehen dagegen nur im zahlungspflichtigen Upgrade zur Verfügung.

Benutzeroberfläche von TSR Watermark Image Software

Gratis Wasserzeichen-Tool für MacOS

Mit watermark PRO können Sie Ihre Fotos auf dem MacOS mit Wasserzeichen brandmarken.

Sie ziehen auch hier einfach per Drag and Drop Ihre Bilder in das Programm und können auf verschiedene Weise ein Wasserzeichen gestalten. Dabei sind zum Beispiel Textzeichen, Logos und QR-Codes bis hin zur Karte mit GPS-Daten möglich. Die Einstellungen nehmen Sie einfach über die rechte Spalte in der übersichtlich gestalteten Oberfläche vor. Die Ausgabe ist neben gängigen Fotoformaten auch als PDF möglich. Bis zu fünf Fotos können gleichzeitig pro Batch-Prozess mit einem Wasserzeichen versehen werden. Wenn Sie mit mehr Fotos arbeiten möchten, können Sie die Stapelfunktion via In-App-Kauf freischalten. Mit dieser Funktion können Sie unbegrenzt viele Fotos auf einmal bearbeiten.

Benutzeroberfläche von watermark PRO

Wasserzeichen auf dem Smartphone erstellen: Apps für Android

Für Android-Geräte empfehlen wir die Apps Foto-Wasserzeichen und Add Watermark free.

Mit der App Foto-Wasserzeichen können Sie neben den gebräuchlichen Optionen wie Textmarken, Bilder und Zeitstempel auch Ihre Unterschrift direkt auf dem Display zeichnen. Grösse, Transparenz, Position und Farbe lassen sich auch hier einstellen. Das erstellte Wasserzeichen können Sie einzeln anwenden oder als Fliessschicht auf das Bild legen. Bei Add Watermark free können Sie zusätzlich eigene Schriftarten einfügen. Die Stapelverarbeitung, um mehrere Bilder auf einmal zu brandmarken, steht Ihnen nur in der zahlungspflichtigen Vollversion zur Verfügung. Mit dem Upgrade können Sie Ihre gebrandeten Fotos auch in beliebigem Ausgabeformat und in beliebiger Grösse speichern. Sowohl bei Add Watermark free als auch bei Foto-Wasserzeichen können Sie Dateien im JPG-Format speichern oder Ihre Bilder direkt in soziale Netzwerke einbinden.

Fliesschicht-Einstellung der App Foto-Wasserzeichen

Wasserzeichen-App für iOS

Ob Text, Signatur oder QR-Code – auch mit iWatermark lite können Sie auf vielfältige Weise Ihre Fotos mit einem Wasserzeichen schützen und personalisieren. Viele Musterbeispiele in Text- und Grafikform sowie verschiedene Einstellungen wie Schriftart, Farbe, Grösse und Lichtdurchlässigkeit stehen Ihnen dafür zur Verfügung. Mit der gratis Version können Sie alle Funktionen verwenden, jedoch wird jedem Foto der Schriftzug „Erstellt durch iWatermark“ hinzugefügt. Durch ein Upgrade auf die Vollversion zu geringem Preis können Sie dies einfach umgehen. iWatermark gibt es auch für MacOS, Windows und Android.

Fazit

Die meist leicht bedienbaren, übersichtlichen Programme und Apps führen mit wenigen Klicks zum gewünschten Ergebnis – Schutz vor unerlaubter Verbreitung und Steigerung des Wiedererkennungswertes Ihrer Fotos. Zur Kennzeichnung von mehreren Fotos auf einmal, ist meist ein zahlungspflichtiges Upgrade erforderlich.

Achtung: Bei den meisten Free-Versionen dürfen Sie die Wasserzeichen nur für private Zwecke nutzen. Wenn Sie die Apps und Programme für kommerzielle Zwecke nutzen wollen, können Sie mit der bezahlten Version arbeiten.

QuickTime

QuickTime ist eine Software-Architektur von Apple für Multimediaanwendungen. Ursprünglich stand sie für die Betriebssysteme MacOS und Windows zur Verfügung, die Entwicklung wurde 2016 jedoch für letzteres eingestellt.

Die Architektur besteht aus drei Kernelementen: dem Framework, also dem Programmiergerüst, der API, also der Programmierschnittstelle und aus dem Dateiformat. Bekannt ist QuickTime vor allem für seine auf dieser Architektur aufbauenden Basisanwendungen, wie beispielsweise QuickTime Player, QuickTime Broadcaster und QuickTime Streaming Server.

Umgangssprachlich wird QuickTime oft und fälschlicherweise mit dem QuickTime Player gleichgesetzt. Die Software-Architektur ist über den Player hinaus jedoch in viele weitere Applikationen integriert, die vor allem mit Video- und Audiodaten arbeiten, wie Adobe Premiere, iTunes, Final Cut Pro und AVID Media Composer.

Das Besondere der QuickTime Architektur besteht darin, dass hier ein Produktionsprozess von Anfang bis Ende auf nur einer Medienplattform abgewickelt werden kann – vom Capturing und Import über die Synchronisation, die Kompression und den Export bis hin zur Wiedergabe. Zudem verfügt QuickTime über Streaming- und Komprimierungseigenschaften, mit Hilfe derer sich Video- und Audiodateien gut in Webseiten einbinden lassen. Ob AVI, FLC, Flash, MIDI oder MP3 – QuickTime kann unzählige Mediendateien verarbeiten und ist über das Plugin-System auch um diverse Medienarten erweiterbar.

In der Kamerawelt ist QuickTime vor allem durch sein Containerformat mov. bekannt und wird für den Austausch von Mediendaten wie Video, Untertitel, Audio, Kapitelmarken, Timecodes etc. genutzt. In diesem Format werden mehrere Spuren unabhängig voneinander gespeichert, sodass Sound, Bild und Bildqualität einzeln verändert werden können. Dabei sind alle Spuren mit einzelnen Codecs versehen, die jeweils installiert sein müssen, um die Datei abspielen zu können.

Fotoorganisation auf dem PC

Exif-Daten manipulieren – Auslesen, Ändern und Löschen von Metadaten digitaler Bilder

Nahezu alle modernen Kameras und Smartphones unterstützen den Exif-Standard zur Speicherung von Metadaten in digitalen Fotos. Dabei werden Informationen wie das Erstellungsdatum, Belichtungszeiten und ISO-Werte, aber auch der Kameratyp und die Geo-Location direkt in der Bild-Datei gespeichert. Die so gesammelten Angaben können bei der Archivierung von Fotos eine grosse Hilfe sein, viele Programme zur Bilderverwaltung und -bearbeitung nutzen die Daten zur Sortierung der Aufnahmen.

Einstellungen für Datum und Uhrzeit können direkt an der Kamera getroffen werden

Einstellungen wie Datum und Uhrzeit können direkt an der Kamera vorgenommen werden.

Umso ärgerlicher ist es, wenn das Datum auf der verwendeten Kamera nicht korrekt eingestellt war und die Reihenfolge der Bilder nicht mehr stimmt. Insbesondere, wer Fotos mit mehreren Geräten wie Kamera und Smartphone aufnimmt, wird das Problem kennen, dass nicht alle Geräte die gleichen Daten zeigen. Wenn Fotos beispielsweise mit einer Software wie dem ifolor Designer in ein Fotobuch eingefügt werden sollen ist eine verlässlich richtige Sortierung ungemein hilfreich. In einigen Fällen kann es auch sinnvoll sein, die Meta-Informationen der Fotos zu löschen oder zu bearbeiten – etwa dann, wenn Bilder im Internet veröffentlicht werden sollen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie schnell und einfach Exif-Daten Ihrer digitalen Bilder manipulieren können.

Welche Metadaten können gespeichert werden?

Typische Informationen, die direkt in den Bild-Dateien gespeichert werden können, sind Datum und Uhrzeit, Brennweite und Blende, Belichtungszeit und ISO-Wert. Moderne Kameras und Smartphones, die mit entsprechenden Sensoren ausgestattet sind, können auch geografische Koordinaten speichern. Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 100 standardisierte Meta-Daten.
Neben dem Exif-Standard existieren auch noch sogenannte IPTC-Daten. Der vom International Press Telecommunications Council (IPTC) entwickelte Standard wird vorrangig im Fotojournalismus genutzt und erlaubt die Speicherung zusätzlicher Informationen wie Copyright-Vermerk, Urheber und Beschreibung sowie weiterer Verweise auf die Inhalte des Fotos wie Keywords, Details zum Aufnahmeort oder Überschriften.

Wie können die Daten ausgelesen werden?

Die meisten Bildbetrachtungs- und Bearbeitungsprogramme sind in der Lage, die Metadaten auszulesen. Ausserdem gibt es eine Reihe spezieller Programme wie Exif Viewer oder Exifer (beide gratis), mit denen die Informationen angezeigt werden können. Auch mit einem Online-Exif-Viewer können die Daten ausgegeben werden. Der Vorteil besteht darin, dass keine zusätzliche Software auf dem eigenen Rechner installiert werden muss.

Darüber hinaus bieten auch die meisten Betriebssysteme selbst die Möglichkeit, Exif-Daten von Bildern anzeigen zu lassen. Bei fast allen populären Betriebssystemen können die Metadaten direkt über den Eigenschaften-Dialog der jeweiligen Dateien abgerufen werden.

Exif-Daten bearbeiten und löschen

Kam es zu Fehlern bei der Speicherung der Metadaten, zum Beispiel durch eine fehlerhafte Einstellung des Datums auf der Kamera, so können die entsprechenden Informationen auch im Nachhinein noch geändert werden. Auch das Löschen von Exif-Daten kann sinnvoll sein, denn so können mitunter private Informationen vor anderen verborgen werden.

Je nach Anspruch und Art der Daten, die bearbeitet werden müssen, können verschiedene Programme zum Einsatz kommen. Die folgende, nicht vollständige Liste gibt Ihnen einen Überblick über Software, die zur Manipulation von Exif-Daten verwendet werden kann:

Exifer (gratis, Windows)

Mit der Freeware Exifer können alle versteckten Metainformationen von Fotos und Bildern ausgelesen und bearbeitet werden. Neben Exif-Daten liefert das Tool auch einen Überblick über die hinterlegten IPTC-Informationen.

EXIF Date Changer (gratis, Windows)

Wenn lediglich die Aufnahmezeit und das Datum geändert werden müssen, hilft das gratis Programm EXIF Date Changer. Das Freeware-Tool ist in der Lage, sowohl das Aufnahme- als auch das Änderungsdatum auszulesen und zu verändern.
Darüber hinaus können einzelne weitere Metadaten mit diesem Werkzeug geändert werden. Allerdings werden nicht alle möglichen Meta-Informationen unterstützt.

Reveal (gratis, Mac)

Auch für Mac OS Nutzer gibt es Software zur Manipulation von Exif-Daten. Die gratis Software Reveal bietet die Möglichkeit, Metainformationen auszulesen und zu ändern. Auch hier gilt, wie bei allen anderen Programmen: Wurden die bestehenden Informationen einmal überschrieben, kann diese Änderung nicht mehr rückgängig gemacht werden.

Exif Tag Remover (gratis, Windows)

Um sämtliche Metainformationen eines Fotos zu löschen, kann die Freeware Exif Tag Remover verwendet werden. Das Programm entfernt verlässlich alle gespeicherten Exif-Daten einer Bilddatei. Dabei kann das Original beibehalten werden und eine Kopie generiert werden, die keine Exif-Informationen enthält.

Windows Explorer (Windows)

Einige Exif-Daten können direkt im Eigenschaften-Dialog des jeweiligen Bildes unter Windows im Explorer ausgelesen und geändert werden. Dazu genügt ein Rechtsklick auf die Bilddatei. Unter dem Punkt Eigenschaften – Details können die bestehenden Informationen angesehen und bei Bedarf angepasst werden. Leider unterstützt auch der Windows Explorer nicht alle Exif-Informationen.

Exif-Daten im Eigenschaften-Dialog des Windows Explorer

Im Windows Explorer können die Exif-Daten von Bildern direkt im Eigenschaften-Dialog ausgelesen werden.

Neben den genannten Gratis-Programmen sind auch die etablierten Fotobearbeitungs-Programme oftmals in der Lage, Exif-Daten auszulesen und (zumindest teilweise) zu verändern. Kostenpflichtige Standardprogramme wie Adobe Lightroom (Mac und Windows), Apple Fotos (Mac) und Aperture (Mac) können Ihnen bei der Bearbeitung der Metainformationen behilflich sein. Auch die Gratis-Software GIMP unterstützt mittlerweile die Änderung von Exif-Informationen. Die Bildmetadaten erreichst Du nach Öffnen eines Bildes oder Fotos ganz einfach über die Registerkarte Bild. Im Anschluss daran können Sie Metadaten wie GPS, Beschreibung oder Kategorien auswählen und nachträglich bearbeiten.