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Photoshop: Ein Panorama aus Einzelaufnahmen erstellen

Atemberaubende Landschaften wie etwa eine Gebirgskette lassen sich am besten durch eine Panoramaaufnahme festhalten. Dabei ist der Griff zum Smartphone meist die einfachste Variante, weil dort die Panoramaaufnahme in einem Zug aufgenommen werden kann. Diese Aufnahmen weisen jedoch meist keine sonderlich hohe Auflösung auf, sodass die Aufnahmen für eine Entwicklung in einem grösseren Format unbrauchbar sind.

Für hochauflösende Panoramafotos lohnt sich die Verwendung einer digitalen Spiegelreflexkamera. Mit dieser können Sie zwar nicht eine Panoramaaufnahme am Stück aufnehmen, mit der Hilfe von Photoshop können Sie jedoch mehrere Einzelaufnahmen mit nur wenigen Klicks in ein atemberaubendes Panorama verwandeln. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Vorbereitung der Einzelaufnahmen

Zu einem Panorama können sowohl mehrere Hochformataufnahmen als auch Querformataufnahmen verwendet werden. Die Breite des Bildes wird durch die Anzahl der Aufnahmen bestimmt. Eine Panoramaaufnahme kann sich somit aus drei, vier, fünf oder mehr Fotos zusammensetzen.
Einzelaufnahmen für ein Panorama

Zudem ist bei der Aufnahme der Einzelaufnahmen zu beachten, dass sich die Bilder zu einem Teil überlappen müssen, damit diese später zusammengesetzt werden können. Desto grösser der Bereich der Überschneidung ist, umso mehr Aufnahmen werden benötigt, um ein Panorama zu erzeugen. Wie Sie die Einzelaufnahmen konkret anfertigen, welches Equipment Sie dazu benötigen und einiges mehr erfahren Sie im Artikel «Panoramafotografie».

Sind Ihre Aufnahmen im Kasten, sollten Sie die Aufnahmen auf Ihren Computer übertragen. Legen Sie alle Aufnahmen, aus denen ein Panorama entstehen soll, in einen separaten Ordner. So behalten Sie besser den Überblick.

Einzelaufnahmen für ein Panorama in einem Ordner

Einzelaufnahmen mit Photoshop zusammenfügen

In unserem Beispiel wird ein Panorama aus vier Einzelaufnahmen im Querformat zusammengesetzt.

Nutzen Sie dazu die Photomerge-Funktion von Photoshop. Diese finden Sie in der oberen Menüleiste unter «Datei», «Automatisieren».

Screenshot Photoshop – Photomerge zum Zusammenfügen von Einzelaufnahmen

Anschliessend öffnet sich ein neues Fenster. Dort finden Sie mehrere Optionen zum Layout. Um ein Panorama zu erzeugen, belassen Sie die Einstellung bei «Auto». Photoshop entscheidet selbst zwischen dem perspektivischen, zylindrischen oder kugelförmigen Layout, je nachdem welche Wahl eine bessere Komposition ergibt. Sie können wählen, ob Sie einzelne Dateien oder einen Ordner in Photoshop laden wollen. Haben Sie einen eigenen Ordner für die Einzelaufnahmen erstellt, können Sie diesen hier auswählen.

Nachdem Sie sich entschieden haben, ob Sie Dateien oder einen Ordner hinein laden, klicken Sie auf «Durchsuchen». Wählen Sie nun den beliebigen Ordner oder alle Dateien aus, die zu dem Panorama gehören.

Photoshop Screenshot – Photomerge

Im unteren Bereich des Fensters finden Sie noch weitere Optionen, wie «Bilder zusammen überblenden», «Vignettierung entfernen», «Korrektur der geometrischen Verzerrung» und «Inhaltsbasierte Füllung für transparente Bereiche». In unserem Beispiel nutzen wir die Option «Bilder zusammen überblenden». Photoshop findet hier die optimalen Grenzen zwischen den Bildern, bildet passende Übergänge und passt die Einzelbilder farblich aufeinander ab.

Mit einem abschliessenden Klick auf «OK» beginnt Photoshop die Aufnahmen zusammenzufügen. Nach einer kurzen Wartezeit wird Ihnen auch schon das Panorama angezeigt.

Photoshop Screenshot – Automatisch erstelltes Panorama

Durch das Zusammenfügen der einzelnen Fotos entstehen unförmige Aussenkanten des Panoramas. Diese können Sie durch das Beschneiden der Aufnahme ganz leicht entfernen.

Beschneiden Sie die Aufnahme soweit bis keine transparenten Flächen mehr zu sehen sind.

Photoshop Screenshot – Darstellung des Übergangs einer Panoramaaufnahme.

Durch das Zusammenfügen der einzelnen Fotos entstehen unförmige Aussenkanten des Panoramas. Diese können Sie durch das Beschneiden der Aufnahme ganz leicht entfernen.

Beschneiden Sie die Aufnahme soweit bis keine transparenten Flächen mehr zu sehen sind.

Ergebnis – Panorama aus Einzelbildern

Und schon ist Ihr hochauflösendes Panorama aus einzelnen Aufnahmen fertig.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Fussspuren im Sand – Strand von Koh Phi Phi

Fotografieren am Strand

Sommer, Sonne, Strand und Meer – Was kann man mehr wollen? Die schönen Erinnerungen an kilometerlange Spaziergänge am Strand, Sandburgenbauen oder die erste Surferfahrung bleiben auf jeden Fall unvergessen. Für spannende Aufnahmen vom Strand gibt es jedoch einiges zu beachten. Unterschiedliches Licht und vor allem die Tatsache, dass der Strand eine flache Landschaft ist, stellen so manchen Fotografen vor eine grössere Herausforderung. Wenn Sie die folgenden Tipps zur passenden Ausrüstung oder erforderlichen Kameraeinstellungen beachten, werden Sie beim Fotografieren garantiert erfolgreich sein.

Fotoausrüstung

Bei einem Strandausflug dürfen neben der Kamera, passende Filter, Objektive, Ersatzakkus und Speicherkarten in einer ordentlichen Kameratasche nicht fehlen. Zusätzlich dazu können Sie einen Blitz- oder Faltreflektor zum Aufhellen der Fotos einstecken. Bei den Objektiven sollte zwischen Weitwinkel, Teleobjektiv und Zoomobjektiv gewählt werden. Ihre Kamera sollte für Strandaufnahmen am besten auch gegen Spritzwasser und Sand geschützt sein, da es am Meer oft etwas windig sein kann.

Tipps für perfekte Strandbilder

Vor allem im Sommer sollte die Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr vermieden werden, da das Licht zu dieser Zeit ungünstig ist. Durch das senkrecht auftreffende harte Licht der Sonne zur Mittagszeit entstehen bei der Portraitfotografie unschöne Schatten in den Gesichtern. Möchten Sie dennoch in diesem Zeitfenster am Strand fotografieren, können Sie den Schatten mittels Faltreflektor und dem Einsatz von Blitz entgegenwirken. Seitlichem Lichteinfall können Sie mit einer Sonnenblende vorbeugen. Ausserdem ist der Strand um diese Uhrzeiten vielerorts mit Menschen überfüllt, sodass neben Handtüchern, Sonnenliegen und Touristen viele Fussspuren den Strand zusätzlich optisch zerstören.

Nutzen Sie für unberührte Aufnahmen bei schmeichelnden Lichtverhältnissen und interessante Schatten idealerweise die goldene Stunde. Die Zeit direkt nach Sonnenaufgang und direkt vor Sonnenuntergang bringt weiches und warmes Licht, da die Blauanteile grösstenteils von der Atmosphäre herausgefiltert werden. Aber auch in der Blauen Stunde vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang können herrliche Aufnahmen gemacht werden. Wenn sich die Sonne hinter dem Horizont versteckt, entsteht ein stark leuchtendes Blau. Melancholie liegt in der Luft. Packen Sie für solche Momente ein Stativ ein und probieren Sie die Langzeitbelichtung aus. Da die richtige Belichtung in den meisten Fällen schwer zu ermitteln ist, sollten Sie mit Belichtungsreihen arbeiten. Spielen Sie beim Sonnenuntergang auch mit Silhouetten.

Fotografieren Sie nicht nur stupide Strand und Meer, sondern auch Menschen. Es wäre äusserst schade, wenn Sie mit zahlreichen Ferienbildern heimkehren, aber keines beweist, dass Sie jemals an diesem Strand persönlich vor Ort waren und das mitgebrachte Foto selbstgeschossen ist. Nutzen Sie dafür beispielsweise den Fern- oder Selbstauslöser.

Anstatt der Belichtungsautomatik sollte die manuelle Belichtung genutzt werden. Für manche Aufnahmen bietet sich auch eine bewusste leichte Überbelichtung an.
Anwendung der Drittelregel am Strand

Wenden Sie die Drittelregel an. Der Hintergrund sollte im oberen oder unteren Drittel des Fotos platziert werden. Der Horizont ist beim Fotografieren gerade zu halten. Zur Hilfe können Sie die Gitternetzlinien auf dem Display oder im Sucher nutzen. Nur wenn es die Bildaussage unterstützt, darf der Horizont mehr als 30 Grad von der Waagerechten abweichen. Ausserdem sollten Sie mit Schärfe und Unschärfe spielen, um interessante Motive zu gestalten. Hintergrund und Hauptmotiv sollten dabei nicht gleichzeitig scharf sein. Entschärfen Sie deshalb beispielsweise den Hintergrund.

Während des Strandbesuchs sollten Sie keine Objektive wechseln. Die Gefahr, dass der Sand Objektiv und Kamera beschädigt, ist gross. Stattdessen sollte ein Zoom-Objektiv verwendet werden. Achten Sie während des Fotografierens stets auf sauberes Equipment. Saubere Linse und Sensor sind Grundvoraussetzung für schöne Aufnahmen. Wasserspritzer sollten möglichst vermieden werden. Tagsüber bietet sich ein Polarisationsfilter an. Zum einen schafft dieser klarere Bilder und zum andern dient er als zusätzlicher Objektivschutz. Ein ND-Verlaufsfilter kann zum Abdunkeln und für mehr Kontrast genutzt werden.

Nach dem Fotografieren sollten Sie das Objektiv mit einer Gegenlichtblende oder einem Objektivdeckel schützen und die Kamera sicher in einem Kamerarucksack verstauen. Reinigen Sie nach jedem Strandbesuch Ihre Kamera mit einem weichen und fusselfreien Tuch sorgfältig.

Kameraeinstellungen für grelles Licht und Reflexionen

  • Automatik: Strand- oder Schneemodus
  • Manuelle Ausgangseinstellung: AV-Modus, automatischer ISO, Blende 8
  • Zubehör: Polarisationsfilter, Sonnenblende

Kameraeinstellungen bei Gegenlicht

  • Automatik kaum möglich, besser Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: Blende 4 bis 8, Verschlusszeit 1/400 s, max. ISO 100,
  • Zubehör: Stativ, Gegenlichtblende

Kameraeinstellungen bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Platzieren Sie die Kamera möglichst niedrig. Ausserdem bietet sich ein vorgeschalteter Verlaufsfilter an. Dieser gleicht extreme horizontale Lichtunterschiede aus.

  • Automatik: Szenenautomatik Sonne oder ähnlich, Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: ISO 100, 1/200 s, RAW-Format, Blende 8-11
  • Zubehör: Stativ, Fernauslöser, Verlaufsfilter

Sonnenuntergang am Strand in Thailand

Fotoideen

Wenn Sie nicht einfach nur Strand mit Wasser fotografieren möchten, probieren Sie es doch einmal mit etwas Action. Anstatt eine stehende oder sitzende Person im Vordergrund des Meeres, können Sie die Person beim ins Meer laufen oder springen fotografieren. Nutzen Sie dafür ein Weitwinkelobjektiv und eine sehr kurze Belichtungszeit. Wechseln Sie öfter die Perspektive, in dem Sie aus unterschiedlichen Positionen fotografieren. In diesem Fall bietet es sich an, aus der Liegeposition etwas schräg nach oben zu fotografieren. Aber auch Fotos mal von Höhe des Bauches oder knieend aufgenommen, erzeugen Spannung.

Einzigartige Strandbilder erhalten Sie auch, wenn Sie mehrere Ebenen schaffen. Fotografieren Sie beispielsweise Kinder beim Spielen im Sand. Die Sandburg im Vordergrund, das Kind im Mittelgrund und im Hintergrund scharf das Meer. Für eine solche Aufnahme ist eine kniende Fotoposition optimal.

Natürlich können und sollten Sie auch am Strand mit Details arbeiten. Dazu suchen Sie sich markante Sachen wie Treibgut, bunte Steine oder Möwen und arbeiten diese als Blickfang heraus. Sie können beispielsweise aus Muscheln auch Wege schaffen, die auf Bildern künstliche Linien suggerieren. Ausserdem können Fluchtlinien geschickt gesetzt werden. Dafür bietet sich zum Beispiel eine Brücke zu einer entfernten Insel an. Vergessen Sie nicht mittels bunten Bällen, Strandkörben oder Sonnenschirmen Farbakzente zu setzen.

Sie können aber auch sportliche Strandaktionen für die Ewigkeit festhalten. Egal ob Windsurfer, Menschen beim Drachen steigen lassen, Strandsegler, Motorbootfahrer, Stand Up Paddler, Powerkiter oder Wellenreiter – jede dieser Sportarten hat auf Fotos Ihren Reiz. Beachten Sie bei schnellen Bewegungen, wie etwa bei Surfern darauf, dass Sie eine Verschlusszeit von 1/500 s oder 1/1000 s wählen, um die Bewegung der Welle und des Surfers einzufrieren.

Auch der Einsatz einer Unterwasserkamera bietet sich bei der Strandfotografie an. Sie werden mit einzigartigen Unterwasseraufnahmen vom Schwimmen, Tauchen oder den versunkenen Meereswelten belohnt.

Fazit

Seien sie kreativ und nutzen Sie die Möglichkeiten, welche die Küste so bietet. Weisse Traumstrände, türkisblaues Wasser und Sonne haben grosses Potenzial für einzigartige Aufnahmen. Bevorzugt sollte die Zeit nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang genutzt werden. Fotos von Stränden können im Sommer wie im Winter aufgenommen werden. Wenn Sie die oben aufgeführten Tipps bei Ihrem nächsten Strandausflug im Hinterkopf behalten, werden Sie mit vielen meisterhaften Strandfotos das Meer erholt und zufrieden wieder verlassen.

Berglandschaft mit Fluss im Vordergrund

Landschaftsfotografie – Berge richtig fotografieren

Die Berg- und Gebirgsfotografie wird als eine besonders faszinierende Art der Fotografie angesehen. Wandern und Fotografieren ergänzen sich perfekt. Ein Fotoausflug in die Berge kombiniert Anstrengung und Entspannung. Egal ob Himalaya, Alpen, Anden, Rocky Mountains oder Karpaten – jede Gebirgskette hält Ihre besonderen Impressionen bereit. Für den Ausflug in die Berge ist eine Kombination aus alpintauglicher Ausrüstung und körperlicher Fitness gefragt. Für die Anstrengung werden Sie anschliessend mit einem einmaligen Ausblick und eindrucksvollen Fotomotiven entschädigt.

Ausserdem können Sie bei der Bergfotografie Ihre volle Kreativität entfalten. Damit Sie das ideale Bild nicht verpassen, sollten Sie sich bereits gut mit den Werkzeugen eines Fotografen, wie Blende, Belichtungszeit und Iso-Empfindlichkeit, sowie deren Wirkungen und Zusammenhänge auskennen und diese zielgerichtet einsetzen können.

Vorbereitung und Kameraausstattung für den Ausflug ins Gebirge

Wenn Sie einen Fotoausflug in die Berge geplant haben, sollten Sie Ihre Ausrüstung auf das Minimum reduzieren. Sortieren Sie aus, was Sie nicht unbedingt benötigen. Anstatt auf eine Schultertasche, sollten Sie auf einen richtigen Kamerarucksack zurückgreifen, damit das Gewicht auf Ihren Schultern gleichmässig verteilt wird. Zur Wanderausstattung gehören neben Lebensmitteln und Getränken auch ein Stativ, Kamerazubehör (Akkus, Speicherkarten), verschiedene ausgewählte Objektive und natürlich die Kamera. Für Schlechtwettertage sollten Sie den Regenschutz nicht vergessen.

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Kamera darauf, dass diese solide und wasserdicht ist und einen Staubschutz aufweist. Um Berge richtig in Szene zu setzen, bieten sich neben der digitalen Spiegelreflexkamera Kompaktkameras mit einem ordentlichen Zoombereich oder die sogenannten Bridgekameras (Superzoomkameras) an. Um Gewicht zu sparen, lassen Sie feste Brennweiten am besten zu Hause und beschränken sich auf möglichst wenige Objektive. Empfehlenswert sind das Weitwinkelobjektiv (10 bis 18mm) und das Standardzoomobjektiv (18 bis 105 mm).

Zusätzlich können Sie verschiedene Filter mitnehmen. Der Polarisationsfilter sorgt beispielsweise dafür, dass die Farben besser dargestellt werden und reduziert den Einfluss von Dunst, während der Grauverlaufsfilter den Helligkeitsunterschied zwischen Boden und Himmel reduziert. Im Hochgebirge bietet sich die Verwendung des UV-Filters an.

Vermeiden Sie bei Ihrer Tagesplanung die Mittagssonne. Gegebenenfalls bietet es sich an, die Wanderrichtung anzupassen. Bevor Sie die Wanderung antreten, sollten Sie Ihr Equipment auf Funktionsfähigkeit überprüfen. Die Akkus sollten geladen und sorgfältig überprüft werden. Neben Ersatzakkus dürfen auch zusätzliche Speicherkarten nicht fehlen.

Tipps für das perfekte Bergfoto

  • Weniger ist häufig mehr. Auch wenn die Natur in alle Richtungen überwältigend ist, sollten Sie anstatt alles zu fotografieren Ihre Aufmerksamkeit auf individuelle Punkte richten und sich bewusst einschränken. Versuchen Sie Emotionen einzufangen.
  • Wechseln Sie öfter die Position, aus der Sie fotografieren. Klettern Sie auf Felsen, legen Sie sich auf den Boden oder gehen Sie in die Hocke. Dabei aber natürlich unbedingt auf Ihre Sicherheit achten!
  • Machen Sie Bilder durch viele Schichten interessanter. Nutzen Sie Vorder-, Mittel- und Hintergrund.
  • Nutzen Sie vorzugsweise den manuellen Fokus. Machen Sie nicht nur Weitwinkelaufnahmen. Detailaufnahmen können ebenfalls verzaubern.
  • Fotografieren Sie zur Abwechslung mal mit Stativ. Erzeugen Sie Belichtungsreihen aus denen Sie später HDR-Bilder erstellen können.

Mit Schnee bedeckte Berglandschaft

Licht, Lichtverhältnisse, Belichtung

Arbeiten Sie mit den drei bekannten Lichtreglern Blende, Belichtungszeit und ISO-Einstellung.

Die Blende reguliert die einfallende Lichtmenge. Je grösser die Blendenzahl ist, desto kleiner ist die Öffnung und desto weniger Licht fällt ein. Dadurch wird die Tiefenschärfe beeinflusst. Durch eine kleine Blendenweite werden einige Motivteile verschärft dargestellt, während andere Motive in Hinter- oder Vordergrund verschwimmen.

Die Belichtungszeit hingegen gibt an, wie lange Licht auf den Bildsensor fällt. Eine lange Belichtungszeit birgt die Gefahr der Verwacklung durch die Kamera oder Motivbewegung. Wenn Sie eine Bewegung einfrieren möchten, sollten Sie kurze Verschlusszeiten nutzen.

Der ISO-Wert gibt die Lichtempfindlichkeit des Bildsensors wieder. Bei schlechten Lichtverhältnissen können Sie den ISO erhöhen, um eine lange Belichtungszeit zu vermeiden. Dennoch sollten Sie mit dem ISO-Wert vorsichtig umgehen, da ein zu hoher ISO-Wert zu Bildrauschen führen kann.

Beachten Sie beim Fotografieren in den Bergen die «Riesensoftbox» in Form des Himmels. Um keine ausgefressenen Lichter zu bekommen, sollten Sie immer auf die Lichter belichten. Bei digitalen Kameras und Schnee sollten Sie nicht auf die Tiefen belichten. Nutzen Sie an grauen Tagen eine Graukarte für den Weissabgleich. Überdies sollten Sie Gegenlicht vermeiden. Es ist besser die Sonne im Rücken zu haben. Sie können aber auch eine Gegenlichtblende benutzen. Überbelichtung können Sie zusätzlich eliminieren, in dem Sie den Schnee- oder Strandmodus nutzen Ihrer Kamera nutzen.

Die Drittel Regel

Der Goldene Schnitt sorgt für ein bestimmtes Teilungsverhältnis einer Strecke oder Fläche, die in der Betrachtung als angenehm und natürlich wahrgenommen wird. Die Drittel Regel sorgt für eine harmonische Bildaufteilung mit Spannung und Bewegung. Dazu wird das Bild horizontal und vertikal in gleichgrosse Drittel geteilt.

Gewichten Sie den Erdteil stärker. Setzen Sie den Horizont beispielsweise auf die obere horizontale Drittellinie. Ausserdem sollte der Himmel nicht mehr als ein Drittel des Bildes einnehmen. Wichtige Bildelemente werden aus der Mitte gerückt und an den Linienschnittpunkten platziert. Experimentieren Sie mit der Anordnung des Hauptmotivs. Akteure sollten Sie beispielsweise nicht in der Bildmitte platzieren. Achten Sie zusätzlich darauf, dass diese sich möglichst ins Bild hineinbewegen und ins Bild schauen.

Aufgestelltes Kreuz auf einer Bergspitze

Führende Linien Nutzen

Suchen Sie nach diagonalen Linien. Es ist ein einfach anzuwendender Trick, der eine starke Wirkung erzielt. Durch die Nutzung markanter Linien verleihen Sie dem Foto eine gewisse Dynamik. Da bevorzugt von links nach rechts gelesen wird, bietet es sich an, führende Linien von der linken oberen oder unteren Bildecke beginnen zu lassen. Die Linien beeinflussen den Blick des Betrachters und wo dieser mit seinem Blick endet. Als solche Linien eignen sich zum Beispiel Zäune oder Wanderwege.

Probleme und deren Behebung

Wenn Sie kleinere Fehler, wie z.B. Über- oder Unterbelichtung, auch noch im Nachhinein kompensieren möchten, sollten Sie Ihre Fotos im RAW-Format aufnehmen. Im Gegensatz zu JPEG-Format-Aufnahmen bietet RAW viel Nachbearbeitungspotenzial. Dynamik, Kontrast und Farben können Sie aus RAW-Dateien im Nachhinein herausholen. Beachten Sie, dass RAW-Dateien grösser sind und Sie mehr Speicherplatz benötigen.

Die Bergtour ist schon geplant, aber schlechtes Wetter naht? Lassen Sie sich davon nicht die Laune verderben. Schlechtes Wetter bringt interessante auftürmende Wolkenformationen rund um Bergmassive mit sich.

Wenn die Farben durch schlechte Lichtverhältnisse nur flau herüberkommen, können Sie die Bilder retten, indem Sie aus farbigen Bildern schwarz-weiss Aufnahmen machen. Dazu erhöhen Sie den Kontrast, reduzieren die Belichtung und heben die Weisstöne an.

Fazit

Die Hochgebirge dieser Welt haben zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten unglaubliche Fotokulissen zu bieten. Nutzen Sie für besondere Aufnahmen die Goldene Stunde. Die Zeit vor Sonnenuntergang und nach dem Sonnenaufgang hält wunderschöne Lichtspiele bereit. Sobald Sie längere Belichtungszeiten wählen, sollten Sie das Stativ nutzen.

Unterschiedliches Wetter sorgt für unterschiedliche Fotostimmung. Schlechtwetter bringt durch bedrohliche Wolken und markante Gipfel eine gewisse Dramatik mit sich, während warmes Nachmittagslicht harmonische Bergpanoramen hervorzaubert. Geheimnisvolle Motive erhalten Sie an bewölkten Tagen. Nebel verstärkt das Mystische zusätzlich.

Das Wichtigste ist, dass Sie Ihre Kamera und die einzelnen Werkzeuge in und auswendig beherrschen. Dies bezieht sich allerdings nicht nur auf die Bergfotografie. Nur so können stimmungsvolle Momente von kurzer Dauer ideal eingefangen werden. Belichtung, Fokussierung und Bildaufbau sind drei Faktoren, die Aufnahmen entscheidend beeinflussen. Ihrer Kreativität sind bei der Fotografie von Bergen keine Grenzen gesetzt. Spielen Sie mit den verschiedenen Parametern und Perspektiven, aber denken Sie an Ihre eigene Sicherheit. Kein Foto ist es Wert, ein Risiko einzugehen.

 

Gelber Farbfilter in der Schwarzweiss Fotografie

Farbfilter in der analogen Schwarzweiss-Fotografie

Gelungene Schwarzweiss-Aufnahmen gehören zur Königsdisziplin der analogen Fotografie. Um das Beste aus seinen analogen Schwarzweiss-Aufnahmen herauszuholen, setzen dabei viele Fotografen auf sogenannte Farbfilter. Diese Farbfilter helfen, dass bestimmte Kontraste oder Details auf den späteren Schwarzweiss-Aufnahmen besser zur Geltung kommen. Bei Farbfiltern handelt es sich dabei um eingefärbtes Glas, Kunststoff oder Folie, die direkt vor das Objektiv gesetzt werden und eine bestimmte Farbe herausfiltern.

Lesen Sie nachfolgend, welche Wirkung Farbfilter auf die Qualität Ihrer analogen Schwarzweiss-Aufnahmen haben und welche Farbfilter sich für welche Motive eignen.

Wirkung verschiedener Farbfilter

Wer die Qualität und die Kontraste in seinen analogen Schwarzweiss-Aufnahmen verbessern möchte, kommt um den Einsatz von Farbfiltern nicht herum. Die Wahl des richtigen Filters hängt dabei vom Motiv und der Gesamtfarbstimmung ab. Denn je nach Farbe des Filters werden bestimmte Bereiche in einem helleren oder dunkleren Grauton auf der späteren Schwarzweiss-Aufnahme dargestellt. Generell gilt, dass die Komplementärfarbe des Farbfilters auf den Aufnahmen dunkler und die Eigenfarbe des Filters heller abgebildet werden.

Verschiedene Farbfilter für die Schwarzweiss Fotografie

Rot-Filter für Schwarzweiss-Aufnahmen

Verwendet man einen Rot-Filter für seine Schwarzweiss-Aufnahmen werden Blautöne deutlich dunkler wiedergegeben. Daher eignet sich ein Rot-Filter auch sehr gut für dramatische Schwarzweiss-Aufnahmen von Wolken. Möchte man einen Rot-Filter in der Porträtfotografie einsetzen, sollte man beachten, dass das Modell eine gebräunte Haut hat, da der Filter die Haut heller zeichnet. Mit ihm lassen sich aber auch Sommersprossen, Narben und andere Schönheitsmakel gut kaschieren. Das liegt daran, dass der Rot-Filter gelbe, rote und braune Töne im Allgemeinen heller darstellt.

Blau-Filter

Ein Blau-Filter eignet sich vor allem bei Porträtaufnahmen mit einem hellhäutigen Modell. Denn die helle Haut wird dunkler wiedergegeben. Allerdings werden Hautunreinheiten verstärkt. Besonders gut eignet sich ein Blau-Filter um Dunst oder Nebel dramatisch einzufangen, da beides verstärkt wirkt. Allerdings eignet sich ein blauer Farbfilter weniger gut bei Aufnahmen vom Himmel. Dieser wird auf den Schwarzweiss-Aufnahmen sehr hell und fast schon weiß gezeichnet.

Gelb-Filter

Der Gelb-Filter bewirkt das Gegenteil vom Blau-Filter und ist in der Schwarzweiss-Fotografie einer der beliebtesten Filter, wenn es um Landschaftsaufnahmen geht. Er eignet sich besonders gut für die Abbildung von Wolken und Himmel. Diese werden nämlich auf den Schwarzweiss-Aufnahmen dunkler gezeichnet. Weniger gut eignet sich ein Gelb-Filter für Porträtaufnahmen. Denn die Haut und die Lippen werden heller wiedergeben als sie sind und wirken dadurch sehr unnatürlich.

Grün-Filter

Ein Grün-Filter eignet sich sehr gut, um verschiedene Helligkeitsunterschiede zwischen Grüntönen auf einem Schwarzweiss-Bild hervorzuheben. Daher findet er meist ausschliesslich in der Landschaftsfotografie bei Aufnahmen von Bäumen und Wäldern Verwendung. Der Grün-Filter splittet die verschiedenen Nuancen von Grüntönen auf. Diese werden später als feine Abstufungen in der Schwarzweiss-Aufnahme sichtbar.

Unterschiedliche Wirkung der Farbfilter am Beispiel eines Motives

Wirkung der Farbfilter im Vergleich zum farbigen Motiv und im Vergleich zur Schwarzweiss-Aufnahme ohne Farbfilter

Fazit: Farbfilter in der Schwarzweiss-Fotografie

Um die Qualität von analogen Schwarzweiss-Aufnahmen zu verbessern, ist der Einsatz von Farbfiltern empfehlenswert. Während sich kleine Farb- und Kontrastfehler mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung schnell beheben lassen, lassen sich diese Unterschiede in der analogen Fotografie nur mit Hilfe der passenden Farbfilter korrigieren. Dabei eignet sich nicht jeder Filter für jedes Motiv. Ein Blau-Filter beispielsweise kommt nur selten bei Landschaftsaufnahmen zum Einsatz, da dieser Grüntöne zu dunkel und Blautöne zu hell wiedergibt. Die Wahl des passenden Farbfilters hängt also vom Motiv und den Ausgangsfarben ab. Generell ist darauf zu achten, dass die Eigenfarbe des Farbfilters immer heller auf den Schwarzweiss-Aufnahmen abgebildet wird.

Die Collage zeigt die ersten drei Plätze des Lichtblick Fotowettbewerbs

Die Gewinner des Fotowettbewerbs «Lichtblicke»

Bei unserem Gewinnspiel «Lichtblicke», das am 08.12 startete, wurden aus allen Einsendungen für jede Kategorie zehn Bilder herausgesucht. Die insgesamt 30 Bilder der Kategorien «abstrakt», «Natur» und «Menschen» wurden daraufhin auf Facebook veröffentlicht und zur Abstimmung freigegeben. Mit Hilfe von «Likes» konnten Facebook-Nutzer ihre Favoriten wählen und bis zum Stichtag des 15.12.2017 abstimmen.

Im folgenden Artikel präsentieren wir Ihnen die 10 Bilder des Fotowettbewerbs, welche die meisten Likes erhalten haben.

Den ersten Platz des Gewinnspiels belegt mit 42 Likes das Bild aus der Kategorie «Natur» von Frau F. Nayir aus Zürich. Auf dem Bild dringen kraftvolle Sonnenstrahlen durch die Bäume und beleuchten den verschneiten Waldweg. Das Bild entstand bei einer Winter-Wanderung zum Züricher Üetliberg.

Sonnenstrahlen dringen durch den Wald und beleuchten die verschneite Umgebung

Gewinnerin der Kategorie «abstrakt» und insgesamt auf dem zweiten Platz ist Frau F. Graf aus Lütisburg. Ihr Foto erhielt im Rahmen des Gewinnspiels auf Facebook 34 Likes. Passend zum Thema wird der Türspalt vom Sonnenlicht durchflutet und beleuchtet den sonst so dunklen Raum. Aufgenommen wurde das Bild im Konstanzer Dom.

Türspalt wird durchflutet von Sonnenlicht und bringt Licht in den dunklen Raum

Frau V. Wuethrich ist die Gewinnerin der Kategorie «Menschen» und belegt mit ihrem Bild den insgesamt dritten Platz. Für sie stellt der Blick, den der «kleine Mann» dem grossen Mann aus Stahl zuwirft, einen Lichtblick der ganz besonderen Art dar. Dieser Meinung waren auch die Facebook-Nutzer, die dem Foto 26 Likes gaben.

Kleiner Junge küsst einer Stahl-Statue auf den Mund

Der vierte Platz geht an Frau S. Buser, die mit ihrem Bild die Schönheit der Herbstabende zum Ausdruck bringt. Der ohnehin schon sehr anmutig wirkende Baum wird begleitet von der untergehenden Sonne und einem apricotfarbenen Himmel. Das Bild aus der Kategorie «Natur» wurde unterhalb der Sissacherfluh im Kanton Baselland aufgenommen.

Grosser Baum vor Sonnenuntergang fotografiert

Auf Platz fünf wurde das farbenfrohe Bild aus der Kategorie «abstrakt» von Herrn J. Gallmann gewählt. Betrachtet man das bunte Treiben ein wenig länger, so erkennt man im Zentrum des Bildes ein Karussell. Das Bild spielt sehr schön mit den kreativen Möglichkeiten der Langzeitbelichtung. Entstanden ist das Bild auf dem Baseler Barfüsserplatz zum Zeitpunkt der Herbstmesse 2017. Für die Aufnahme belichtete Herr Gallmann das Karussell ganze vier Sekunden lang.

Lichtspuren eines Karussells mit Langzeitbelichtung fotografiert

Treffender könnte man das Thema «Lichtblick» kaum beschreiben. Herr C. Dietler aus Laufen im Kanton Basel-Landschaft ist eine ganz besondere Aufnahme gelungen. Sein Foto mit dem Namen «Nebelsonne» vermittelt mit dem dunkeln Vordergrund und der dominierenden Nebelwand einerseits Trauer, andererseits stellt die im Hintergrund stehende Sonne bessere Zeiten in Aussicht. Mit seinem Bild aus der Kategorie «Natur» belegt Herr C. Dietler den insgesamt sechsten Platz.

Sonne durchdringt dichte Nebelwand

Der siebte Platz geht an Frau P. Huber aus Wädenswil bei Zürich. In ihrem Bild, ebenfalls aus der Kategorie «Natur», bringt sie Vorder- und Hintergrund gekonnt zusammen und lässt die Sonne als einen Bestandteil des Spinnennetzes erscheinen. Das Foto entstand an einem lauen Sommerabend.

Sonne beleuchtet Spinnennetz

Die Naturaufnahme von Frau A. Fretz aus Moosseedorf belegt den insgesamt achten Platz. Auf einer Sommer- Wanderung zu den Reichenbachfällen gelang ihr diese schöne Aufnahme der anliegenden Gewässer. Durch die Langzeitbelichtung des Wassers, erscheint dieses ausgesprochen weich und milchig.

Fliessende Gewässer mit Langzeitbelichtung fotografiert

Der neunte Platz geht an Herrn R. Stucki aus Schliern bei Köniz mit einem Foto aus der Kategorie «abstrakt». Sein Bild zeigt ein bunt verziertes Fenster des Veitsdom in Prag, durch welches das Sonnenlicht dringt und die schönen Abbildungen an die Wand projiziert.

Sonnenlicht beleuchtet ein Fenster des Veitsdoms in Prag, wodurch die Abbildungen an die Wand gezeichnet werden.

 

Auf den zehnten Platz wurde das Bild aus der Kategorie «Natur» von Frau S. Bleuler aus Elsau gewählt. Ihre Aufnahme präsentiert eine aussergewöhnliche Farbvielfalt, wie es sie nur im Herbst gibt. Abgerundet wird das farbenfrohe Bild durch die gleissenden Sonnenstrahlen, die durch die Baumkronen dringen. Nach der eigenen Aussage der Fotografin, wollte sie ursprünglich Pilze fotografieren. Der Blick nach oben offenbarte ihr dann diese ausgesprochen schöne Momentaufnahme. Das Foto entstand – wie könnte es anders sein – im «goldenen Oktober».

Gleissende Sonnenstrahlen dringen durch den Herbstwald

Wir bedanken uns für die zahlreichen Einsendungen, die uns erreicht haben und freuen uns über die rege Teilnahme. Ein Glückwunsch geht auch an alle Gewinner des Fotowettbewerbs.

Verschneite Berggipfel im Winter

Fotografieren im Schnee

Die verschneite Winterlandschaft bietet in der kalten Jahreszeit einen beeindruckenden Anblick und ein sehr beliebtes Fotomotiv. Umso schöner, wenn die Farbe der weiss gedeckte Natur wahrheitsgetreu in den Bildern dargestellt wird.

Wir verraten, worauf Sie beim Fotografieren im Schnee achten sollten, erklären wie Sie den Schnee weiss darstellen und geben Ihnen Tipps für besonders überzeugende Winterfotos.

Vorbereitung der Fotoausrüstung auf die kalte Umgebung

Nicht nur wir Menschen, sondern auch Kamera-Akkus mögen es gerne warm. In kalten Umgebungen entladen sich Akkus schneller. Um bösen Überraschungen vorzubeugen, sollten Sie diese warm halten. Ersatz-Akkus verwahren Sie am besten in der warmen Jackentasche bzw. möglichst nah am Körper. Gleiches gilt für den eingesetzten Kamera-Akku. Entfernen Sie diesen und setzen Sie ihn bei Bedarf wieder in die Kamera ein. Auf diese Weise entladen sich die Akkus weniger schnell und Sie müssen Ihre winterliche Foto-Session nicht vorzeitig abbrechen.

Für schöne Aufnahmen der verschneiten Landschaft eigenen sich Weitwinkel-Objektive besonders gut. Möchten Sie hingegen lieber Detailaufnahmen der in Schnee getauchten Umgebung oder bewegte Motive, wie Wintersportler und Tiere, fotografieren, dann greifen Sie zum Tele-Objektiv. Im einfachsten Fall verwenden Sie ein Objektiv, das sowohl Teile des Weitwinkel- als auch Teile des Tele-Bereichs abdeckt. Der Objektivwechsel kann sich vor allem in kalten Umgebungen als umständlich erweisen. Mit Hilfe sogenannter «Reiseobjektive» können Sie unterschiedlichste Motive abbilden, ohne vorher jedes Mal das Objektiv wechseln zu müssen.

Beim Wechsel von einer kalten in eine warme Umgebung kann es zu Feuchtigkeitsablagerungen und Beschlägen am Kamerabody und -objektiv kommen. Dringt die Feuchtigkeit in das Innere der Kamera vor, kann die Elektronik Schäden davontragen.

Tipp: Verstauen Sie Ihre Kamera vor dem Temperaturwechsel in einer verschliessbaren Plastiktasche, etwa einem Frischhaltebeutel. Auf diese Weise kann sich die Kamera an die Umgebungstemperatur anpassen und jegliche Form von Feuchtigkeit perlt an der Aussenseite der Platikhülle ab.

Kameraeinstellungen für schneeweisse Aufnahmen

Belichtungsmesser, ISO, Blende und Belichtungszeit

Durch die helle Schneeoberfläche wird das eingehende Sonnenlicht reflektiert. In der Folge wird der integrierte Belichtungsmesser Ihrer Kamera mitunter Schwierigkeiten dabei haben, den richtigen Belichtungswert zu ermitteln. Gelegentlich kann es dadurch zu unterbelichteten Fotos kommen, in denen der Schnee eher grau als weiss wirkt. Experimentieren Sie so lange mit unterschiedlichen Werten auf der Belichtungsmessskala, bis Sie mit der Darstellung des Schnees zufrieden sind.

Das Foto wurde nicht ausreichend belichtet. Der Schnee im Vordergrund erscheint mehr grau als weiss und die Tannennadeln vermissen Farbe. Aufgenommen wurde das Foto entgegen der Sonne, wodurch der Himmel bereits sehr hell dargestellt ist. Für ein besseres Ergebnis müsste der Vordergrund selektiv aufgehellt werden.

Den ISO-Wert der Kamera sollten Sie an die Menge des verfügbaren Lichts angleichen. In stark verschneiten Umgebungen steht tagsüber, dank reflektierender Eigenschaften, meist genügend Licht zur Verfügung, sodass ein niedriger ISO-Wert wie 50 oder 100 gewählt werden kann. Bei bewölktem Wetter und in den Abendstunden werden Sie um höhere ISO-Werte (ab ISO 400, bzw. 800) nicht umhinkommen.

Die Blende bestimmen Sie in Abhängigkeit Ihres Motivs. Mit einer offenen Blende (niedriger Blendenzahl) gelingt es Ihnen, Menschen, Tiere oder sonstige Motive aus der Schneelandschaft hervorzuheben. Möchten Sie hingegen lieber die Schneelandschaft als solche stimmig darstellen, dann wählen Sie eine geschlossene Blende (hohe Blendenzahl). So gelingt Ihnen die scharfe Darstellung der Umgebung.

Die Belichtungszeit sollte ebenfalls in Abhängigkeit des verfolgten Ziels gewählt werden. Bei starren Motiven können Sie vergleichsweise längere Belichtungszeiten (z.B. 1/30 Sekunde) als bei bewegten Motiven wählen. Besonders kurz sollte die Belichtungszeit bei der Fotografie von Wintersportlern ausfallen. Spezielle Kamera-Programmmodi wie der „Sportfotografie-Modus“ verhelfen auch unerfahrenen Fotografen zu überzeugenden Bildergebnissen.

Weissabgleich im weissen Schnee

Beim Fotografieren im Schnee kommt dem Weissabgleich eine ganz besondere Bedeutung zu. Nicht immer gelingt es dem automatischen Weissabgleich der Kamera einen geeigneten Referenzwert für den «Wert» weiss zu finden. In der Folge wird die Farbtemperatur falsch wiedergegeben und der Schnee gräulich oder bläulich dargestellt. Für den Fall, dass Sie längere Zeit bei ein und derselben Lichtstimmung fotografieren, lohnt der Einsatz der halbautomatischen Weissabgleich-Modi.

Beispiel: Die Sonne ist sichtbar und der Himmel vorwiegend blau. Sie fotografieren im Schatten eines Gebäudes. Die Lichtstimmung weist hauptsächlich Blautöne auf und liegt somit bei einem Wert von ca. 7.000 Kelvin. In diesem Fall wählen Sie den Weissabgleich-Modus «Schattig», damit die Kamera die blaue Lichtstimmung neutralisiert. «Weisses Licht» liegt bei einer Farbtemperatur von 5.500 Kelvin vor.

Verschneite Berggipfel im Winter

Im Vergleich zum vorangegangen Bild ist der Schnee auf dieser Aufnahme strahlender und weisser.

Neben dem automatischen und halbautomatischen Weissabgleich bieten manche Kameramodelle auch einen manuellen Weissabgleich. Hierbei definieren Sie anhand einer eigenen Aufnahme den Wert weiss. Für den Einstieg können Sie dafür ein weisses Blankopapier fotografieren. Fortgeschrittene greifen für eine farbgetreue Darstellung hingegen lieber zu der sogenannten Graukarte. Bei dieser handelt es sich um ein spezielles Foto-Equipment, das zur Kalibrierung der Belichtung genutzt wird.

Achten Sie darauf, dass Ihr Referenzobjekt die Position Ihres Motivs einnimmt und möglichst formatfüllend aufgenommen wird. Auch die Beleuchtung sollte unverändert bleiben. Nach der Aufnahme wählen Sie in den Weissabgleicheinstellungen Ihrer Kamera daraufhin die Option «Manueller Weissabgleich» und geben das Bild als Referenz an.

Für eine umfängliche Flexibilität speichern Sie Ihre Aufnahmen im RAW-Format. So können Sie nachträglich immer noch Änderungen am Weissabgleich vornehmen.

Winterlandschaft mal anders fotografiert

HDR-Aufnahmen

Bei Aufnahmen mit hohem Dynamikumfang fällt es der Kamera manchmal schwer, den gesamten Kontrastbereich der Schneelandschaft in einer einzigen Aufnahme richtig darzustellen. Mehrfache Belichtungsreihen desselben Motivs können Abhilfe schaffen. Hierzu nehmen Sie Ihr Motiv wiederholt auf und variieren lediglich die Belichtung. Dazu werden zum Beispiel ein auf der Belichtungsskala unterbelichtetes, ein überbelichtetes und ein «normalbelichtetes» Bild am Computer oder direkt von der Kamera zu einer HDR-Aufnahme verrechnet (high dynamic range). Nutzen Sie für Ihre HDR-Aufnahmen unbedingt ein Stativ oder eine stabile Ablagefläche. Andernfalls kommt es zu Abweichungen zwischen den einzelnen Aufnahmen der Belichtungsreihe und das HDR-Bild misslingt.

Schwarz-Weiss-Aufnahmen

Schwarz-Weiss-Bilder spendieren Ihren Winterbildern einen anmutigen Effekt und stellen besonders den Schnee schön heraus. Bei vielen modernen Kameras lässt sich der Schwarz-Weiss-Effekt bereits zum Zeitpunkt der Aufnahme realisieren. Hierzu wählen Sie in den Einstellungen Ihrer Kamera die entsprechende Option aus. Der Filter wird kameraseitig jedoch nur auf Bilder des Dateiformats JPEG angewandt. Damit die Originalaufnahmen nicht überschrieben werden, sollten Sie die Bilder daher zusätzlich im Dateiformat RAW abspeichern. Korrekturen am Originalbild lassen sich somit am Computer auch im Nachhinein noch vornehmen.

Verschneiter Berggipfel in schwarz-weiss dargestellt

Aber Vorsicht: Ihre Speicherkarte wird so sehr schnell an ihre Kapazitätsgrenze stossen, da neben den ohnehin schon sehr speicherintensiven RAW Aufnahmen nun auch noch JPEG Bilder gespeichert werden.

Fazit – den Herausforderungen trotzen

Für gute Foto-Ergebnisse gilt es beim Fotografieren im Schnee einige Dinge zu beachten. Seien Sie kritisch was die Werte des Belichtungsmessers betrifft und experimentieren Sie mit den Belichtungswerten. Eine stärke Belichtung lässt den Schnee strahlend weiss erscheinen. Befassen Sie sich auch mit den Weissabgleich-Einstellungen Ihrer Kamera und wechseln Sie, je nach Anwendungsfall, zwischen automatischem, halbautomatischem und manuellem Weissabgleich. In manchen Fällen lohnt es sich ausserdem Belichtungsreihen des Motivs anzufertigen, um diese zu einem einzigen kontrastreichen HDR-Foto zusammenfügen. Mit Hilfe verschiedener Farbfilter lassen sich Winterlandschaften häufig noch eindrucksvoller darstellen.

Besondere Dreheffekte ohne Bildbearbeitung erzeugen

Für das Erzeugen von speziellen Foto-Effekten müssen Sie nicht immer gleich auf Bildbearbeitungssoftware zurückgreifen. Dreheffekte beispielsweise können mit der richtigen Technik bereits während der Aufnahme erzeugt werden.

Beim Dreheffekt verschwimmt das Foto zunehmend an den Seitenrändern während der fokussierte Bereich des Bildes scharf dargestellt wird. Diesen Effekt erzeugen Sie durch ein Drehen der Kamera zum Zeitpunkt des Auslösens.

Mit unseren Tipps zur Vorbereitung und richtigen Durchführung kriegen Sie den Dreh raus bzw. den Dreh ins Bild hinein.

So sind Sie optimal vorbereitet

Für die Erzeugung des Dreheffekts benötigen Sie zunächst eine Kamera, bei der Sie zumindest die Belichtungszeit in Abhängigkeit der anderen Einstellungen frei variieren können. Somit eignen sich Systemkameras aber auch einfache Kompaktkameras.

Heute bieten auch viele Smartphone-Kameras die Möglichkeit, Einstellungen wie den ISO-Wert oder die Belichtungszeit manuell vorzunehmen. Im Gegensatz zu den System- und Kompaktkameras lassen sich die meisten Smartphone-Kamerablenden jedoch nicht variieren. Falls Sie den Dreheffekt gerne mit der Smartphone-Kamera erzeugen möchten, so sollten Sie besonders helle Umgebungen meiden. Aufgrund der fest verbauten Blende (welche für die maximale Lichtaufnahme meist sehr offen gestaltet ist) kommt es bei längeren Belichtungszeiten schnell zu einer Überbelichtung des Bildes.

Veranschaulichung des Dreheffekts an einem Strassenschild

Der Bildaufbau und der Unschärfeeffekt an den Rändern variieren, je nachdem wie schnell die Kamera gedreht wird. Im linken Bild wurde die Kamera eher mässig und im rechten Bild schnell gedreht. 1/20 Sek. | F/11 | 10mm

Für Aufnahmen mit einem Dreheffekt brauchen Sie grundsätzlich keine weiteren Hilfsmittel. Sie lassen sich unproblematisch aus der Hand heraus schiessen. Für einen höheren Komfort und exaktere Drehungen können Sie jedoch auch ein Stativ einsetzen. Dieses sollte über eine klappbare Mittelsäule verfügen, sodass Sie die Kamera auf der Halterung befestigen und entlang der horizontalen Achse drehen können.

Gerade bei den ersten Versuchen kann der Dreheffekt in den Aufnahmen noch ausbleiben oder noch nicht den gesetzten Erwartungen entsprechen. Zusätzlich spielt vor allem bei der Freihand-Fotografie der Zufall eine grosse Rolle. Bringen Sie also auch ein gewisses Mass an Geduld und Neugierde in das Shooting mit ein. Das Variieren der Belichtungszeit, der Drehbewegung oder auch der Drehgeschwindigkeit kann zu unterschiedlichen Ergebnissen führen, die allesamt besonders sind.

Hierauf sollten Sie bei der Durchführung achten

Der Einfachheit halber sollten Sie für Ihre Aufnahmen den S bzw. TV Modus (Blendenautomatik) nutzen. Hier können Sie eine Belichtungszeit festlegen, wobei die Wahl einer entsprechenden Blende von der Kamera übernommen wird. Für die volle Kontrolle über Blende, Belichtungszeit und Co. muss hingegen der M Modus aktiviert werden.

Variieren Sie die Belichtungszeit – unabhängig davon, für welchen Modus Sie sich entscheiden. Einen guten Einstiegswert stellt eine Belichtungszeit von 1/20 Sekunde dar. Längere Belichtungszeiten sind auch möglich, achten Sie jedoch darauf, nicht unter eine Belichtungszeit von 1/5 Sekunde zu fallen. Das Schwenken der Kamera führt hierbei zu sehr unscharfen Aufnahmen.

Die «optimale» Belichtungszeit hängt vom Motiv, der eingesetzten Brennweite, aber auch der Drehgeschwindigkeit ab. Geduld und mehrfaches Experimentieren führt Sie zu den gewünschten Ergebnissen.

Setzen Sie für Ihre Aufnahmen den elektronischen Sucher Ihrer Kamera ein. Die Bilder lassen sich zwar auch mit Hilfe des optischen Kamerasuchers schiessen, jedoch fällt das Drehen auf Augenhöhe sehr unkomfortabel aus. Bei Verwendung des elektronischen Suchers können Sie den Bildaufbau jederzeit durch einen Blick auf den Kamerabildschirm betrachten und die Bilder ausserdem aus anderen Winkeln heraus aufnehmen. Die Kamera lässt sich somit einfacher und kontrollierter drehen.

Vergleich von Blumen mit und ohne Dreheffekt

Der Dreheffekt sorgt für aussergewöhnliche Bildkompositionen. 1/20 Sekunde | F/11 | 18 mm

Was die Art des Fokus betrifft, so können Sie sowohl den manuellen Fokus als auch den Autofokus einsetzen. Ihre Wahl sollte deshalb auf die Art der Fokussierung fallen, die Ihnen am besten liegt. Bei Einsatz des Autofokus ist darauf zu achten, dass der Schalter am Objektiv nach jeder erfolgten Fokussierung in den manuellen Fokusmodus gesetzt wird. Somit wird auch während der Drehung kein anderer Fokuspunkt angewählt und der ursprüngliche Fokusbereich beibehalten.

Experimentieren Sie auch mit den eingesetzten Brennweiten. Bei den vorangegangenen Aufnahmen haben wir ein Weitwinkelobjektiv verwendet. Der verwendete Brennweitenbereich liegt bei etwa 10 bis 20 mm. Den Dreheffekt können Sie auch mit herkömmlichen Kit-Objektiven gut erzeugen, da diese häufig einen Brennweitenbereich von 18 bis 55 mm abdecken.

Besondere Vorsicht ist beim Drehen der Kamera geboten. Trotz aller Experimentierfreudigkeit sollten Sie die Kamera zur Sicherheit mit einer Schlaufe an Ihrer Hand befestigen. Andernfalls könnten hohe Drehgeschwindigkeiten und Unachtsamkeit dazu führen, dass die wertvolle Kamera zu Boden fällt.

Fazit

Der Dreheffekt bietet vor allem für Einsteiger in das Thema der Digitalfotografie die Möglichkeit, sich genauer mit der eigenen Kamera und den Möglichkeiten der Fotografie auseinanderzusetzen. Ausgefallene Dreheffekte entstehen direkt bei der Aufnahme und bedürfen keiner weiteren Bildbearbeitung. Für wechselnde Ergebnisse lohnt es sich, die Belichtungszeiten, die Brennweite oder auch die Drehgeschwindigkeit der Kamera zu variieren. Um etwaigen Kameraschäden vorzubeugen, sollten Sie auch immer auf eine entsprechende Sicherung der Kamera achten.

Sonnenuntergang am Waikiki Beach

Die besten Travelhacks von drei Schweizer Reisebloggern

Die Reisefotografie macht es möglich, auch im Alltag kurz abzuschalten oder neue Reiseziele zu entdecken. Zum Glück gibt es heute viele Blogger, die ihre Eindrücke von der Welt mit uns teilen. Doch Reisen mit der Kamera bedarf Planung, Zeit und Arbeit. Wir haben drei unserer liebsten Schweizer Reiseblogger nach ihren Erfahrungen und ihren besten Tipps gefragt.

LittleCity – Die schönsten Momente im richtigen Licht festhalten

Hinter dem Lifestyle-, Food und Reiseblog steht das junge Paar Valeria und Adi. Bereits seit 2012 nehmen die beiden ihre Follower durch hochwertige Fotos, spannende Blogbeiträge und Adis Videos mit in ihre eigene Welt – oder Stadt, wie die zwei sagen – um den ganzen Globus.

Ob Asien, Karibik, Europa oder daheim in der Schweiz, die zwei entdecken überall kulinarische Highlights und halten ihre Reisen in Fotos und Videos aus ihren unterschiedlichen Perspektiven fest. Diesen Sommer erfüllten sie sich ein Traumprojekt: Einen Monat lang lebten die beiden in einem selbstkonstruierten, gläsernen Bergsee-Bungalow direkt auf dem Partnunsee im Prättigau. Die dabei entstandenen, malerischen Fotos spiegeln Valerias Travelhack zum Thema Reisfotografie wieder:

„Mein Tipp Nummer Eins für schöne Reisefotos heisst ganz einfach: Licht! Die schönsten Fotos macht man meist entweder früh am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, oder während der Golden Hour bzw. bei Sonnenuntergang. Dazu muss man auf Reisen zwar manchmal den Tag so planen, dass man zu den schönsten Zeiten auch am richtigen Ort ist, aber es lohnt sich! Wenn ich Menschen fotografiere, achte ich zudem darauf, dass wir während dem Tag wenn möglich im Schatten fotografieren. Es gibt nichts Schlimmeres als harte Schatten auf dem Gesicht und Körper!“

Link zum Blog: www.littlecity.ch
Adis Instagram: adislittlecity
Valerias Instagram: valeriaslittlecity

Bergsee Bungalow am Partnunsee

Quelle: littlecity.ch

Swiss Nomads – mit den richtigen Apps traumhafte Orte entdecken

Die Schweizer Nomaden, Reni und Marcel, sind seit 2007 fast ununterbrochen unterwegs durch die ganze Welt und halten alles auf ihrem Blog fest. Nachdem die beiden damals die Schweiz verlassen haben, um Asien, Europa und Afrika zu entdecken, sind Sie nun seit einem Jahr in Down Under und entdecken den Kontinent Australien.

Neben den atemberaubenden Fotos von ihren Reisezielen geben die beiden auch immer wieder Tipps und Erfahrungen aus ihrem Alltag auf Reisen. Denn egal ob man auf der einsamsten Strasse der Welt, auf einer Insel im Paradies oder mitten in Europa ist: Ohne die passende Technik geht es manchmal nicht weiter. Und manchmal helfen die kleinen Gadgets auch, besondere Schlafplätze zu finden.

„Auf unserem Roadtrip durch Australien ist für uns die App WikiCamps der absolute Travel Hack. Mit der App haben wir schon unglaublich viele kostenlose Stellplätze gefunden, unter anderem auch traumhaft schöne mit Meersicht. Dank dieser App sparen wir ganz viel Geld für Übernachtung, das wir super für die nächste Reise brauchen können.“

Link zum Blog: www.swissnomads.ch

Geländewagen an Küste

Quelle: swissnomads.ch

Geländewagen an Küste

Quelle: swissnomads.ch

Rapunzel Will Raus – Ordnung muss sein

Mit 19 wollte Sarah aus ihrem „Turm“, gefangen vom Alltag raus, bereiste sieben Monate lang Südamerika und ist seitdem pausenlos unterwegs. Sie hat wirklich schon fast überall geschlafen und gegessen, hat mit nur 30 Jahren einen der buntesten Lebensläufe und hält alles auf ihrem liebevoll gestalteten Blog fest. Egal, ob auf Wanderwegen durch die Schweizer Heimat oder in Japan, überall entstehen unzählige Fotos von besonderen Momenten und Eindrücken. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, ist Sarahs Travelhack für alle Weltenbummler:

«Unterwegs auf Reisen mache ich unglaublich viele Bilder. Ich liebe es zu fotografieren und natürlich benötige ich auch reichlich Fotos, um die Artikel auf meinem Reiseblog zu bebildern. Da ich viele Bilder auch auf meinen Social Media Kanälen publiziere, fotografiere ich das meiste auch immer in Hoch- und Querformat. So kommt eine Unmenge an Fotos zusammen, was schnell einmal ein Chaos an Daten ergibt.

Um genau das zu verhindern, empfehle ich dringend, jeden Abend die Bilder kurz auf eine externe Festplatte zu kopieren und in beschriftete Ordner abzulegen. So sind die Urlaubsfotos gleich sortiert und bei der Rückkehr nach Hause wartet kein Chaos und stundenlanges Sortieren. Ausserdem ist es gleichzeitig ein Schutz gegen Verlust der Bilder, falls die Kamera kaputtgehen, verloren oder gestohlen werden sollte.»

Link zum Blog: www.rapunzel-will-raus.ch

Klippenklettern in El Nido

Quelle: rapunzel-will-raus.ch

Blick auf einen Vulkan

Quelle: rapunzel-will-raus.ch

 

Geöffnete Photo Pills App auf einem weissen iPhone – im Hintergrund Fotofilter

App-Vorstellung: Photo Pills

Im App Store und im Google Play Store sammeln sich unzählige Apps für die verschiedensten Situationen. Dies gilt zu gleich für den Bereich der Fotografie. Doch finden sich hier nicht nur Programme, die der Bildbearbeitung dienen. Vor allem in den Bereichen Landschafts- und Astrofotografie hat sich die App Photo Pills einen Namen gemacht.

In dieser App finden Sie unter anderem:

  • Informationen über den genauen Verlauf von Sonne, Mond, dessen Phasen und die Milchstrasse.
  • Verschiedene Funktionen und Tools, um ungewollten Schatten aus dem Weg zu gehen und die blaue und die goldene Stunde im vollen Umfang auszunutzen.
  • Eine Finder-Funktion, um den perfekten Zeitpunkt für Ihr Traumszenario zu ermitteln.
  • Zwei Augmented Reality Modi, die den Verlauf der Sonne, des Mondes und der Milchstrasse simulieren, um perfekt vorbereitet zu sein.

Mit den vielen Informationen und Anwendungen der Photo Pills App wird es Ihnen leicht gemacht, stets zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und die verschiedenen Lichtstimmungen der Sonne, den Verlauf des Mondes oder der Milchstrasse gekonnt für die eigenen Aufnahmen vorzuplanen, in Szene zu setzen und festzuhalten. Wie Sie all diese Funktionen richtig verwenden, erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Photo Pills Planer als nützlicher Wegbegleiter in der Landschaftsfotografie

Standort, Darstellung und Bedeutung

Die umfangreichste und bedeutendste Funktion der App ist der Photo Pills Planer. Wird dieser geöffnet, fällt einem als erstes eine Karte in Satellit-Optik ins Auge. Auf dieser Karte befindet sich ein oranger Pin, von dem mehrere Linien ausgehen. Dieser Pin zeigt bei der ersten Öffnung der App immer Ihren aktuellen Standort an, vorausgesetzt Sie gewähren der App Zugriff auf Ihren Standort. Allerdings muss der Pin nicht zwangsläufig den aktuellen Standort darstellen, sondern kann auf die Position, von der fotografiert werden soll, platziert werden. Dazu kann der Pin mit dem Finger berührt und an den gewünschten Ort geschoben werden. Alternativ kann lange mit dem Finger auf eine beliebige Stelle getippt werden, wodurch der Pin an die gewünschte Stelle springt.

Screenshots der App Photo Pills, die die verschiedenen Bereiche des Planers zeigen.

Vom Pin gehen mehrere farbige Linien ab. Dies sind eine dicke gelbe, eine dicke orange Linie und eine dünnere Linie, die ihre Farbe zwischen gelb und orange wechseln kann. Die dicke gelbe Linie steht für den Verlauf des Sonnenaufganges und die dicke orange für den des Sonnenuntergangs. Die dünnere Linie wiederum stellt den aktuellen Stand der Sonne dar. Wird der Modus von Sonne zu Mond gewechselt, verschwinden die orangegelben Linien und es erscheinen neue Linien in Blautönen. Auch hier steht die hellere dicke Linie für den Aufgang und die dicke dunklere für den Untergang des Mondes. Ebenso verhält es sich mit der dünneren Linie, die die Position des Mondes wiederspiegelt.

Der Modus kann in dem über der Karte liegenden Feld, der Informationsleiste, durch einen Klick auf das Sonnensymbol gewechselt werden. Das Sonnensymbol ändert sich in ein Mondsymbol. Wird das Feld ein weiteres Mal angeklickt, werden sowohl die Linien der Sonne als auch die des Mondes angezeigt.

Bewegungen im Zeitverlauf

Der dritte Bereich des Photo Pills Planer ist die Zeitleiste, die direkt unter der Karte zu finden ist. Diese Zeitleiste zeigt in seiner Grundeinstellung das aktuelle Datum und die aktuelle Uhrzeit an. Wird die Zeitleiste nach links oder nach rechts bewegt, ändern sich nicht nur Datum und Uhrzeit, sondern auch die Ausrichtungen der Linien. Nähern sich die dünnen Linien einem Sonnen- oder Monduntergang an, wird die Farbe der Linie dunkler. Bei der Annäherung eines Sonnen- oder Mondaufganges werden sie heller. Doch können Zeit und Datum nicht nur durch das Ziehen der Leiste geändert werden. Um einen konkreten Zeitpunkt eingeben zu können, genügt ein Tipp auf die Uhr, um Datum und Uhrzeit manuell eintragen zu können. Dadurch können vor allem beim Datum auch grössere Sprünge gemacht werden.

Unter der Zeitleiste befindet sich der letzte Bereich des Planers, die Optionenleiste, die noch weitere nützliche Anwendungen beherbergt. Dazu gehören der Finder, zweierlei Augmented Reality Modi und andere Funktionen, doch dazu später mehr.

Sonne, Mond und Milchstrasse stets im Fokus mit Hilfe der Informationsleiste

Stand von Sonne, Mond und Azimut

Neben dem Wechsel zwischen den Verläufen von Sonne und Mond beherbergt die Informationsleiste noch viele weitere Informationen und Einstellungsmöglichkeiten. Die Grundposition der Leiste gibt uns zunächst Aufschluss über das Azimut, die Höhe und die Phase der Himmelskörper Sonne und Mond. Unter dem Begriff Azimut wird ein Horizontalwinkel verstanden, der sich nach den Himmelsrichtungen orientiert.

Screenshots der App Photo Pills, die die verschiedenen Bereiche des Planers zeigen.

Wird auf der Leiste mit dem Finger einmal nach links gewischt, erscheinen nähere Informationen zu den Auf- und Untergängen von Sonne und Mond. Zudem kann mit einem Klick auf das grosse runde Symbol zwischen den einzelnen Mondphasen gewechselt werden. Hierbei sollte auf die Änderungen des Datums in der Zeitleiste geachtet werden, um herauszufinden wann die nächste Mondphase, beispielsweise Neumond, eintritt. Anschliessend folgen die genauen Zeitangaben der blauen und goldenen Stunde, die beide wunderbare Lichtstimmungen mit sich bringen, die jeder Landschaftsfotograf gerne für seine Aufnahmen nutzt.

Sichtbarkeit der Milchstrasse

Die beiden nächsten Reiter in der Informationsleiste befassen sich mit der Milchstrasse. Durch einen Klick auf das linke Milchstrassen-Symbol im ersten der beiden Reiter erscheinen auf der Karte zunächst mehrere Kreise um den orangen Pin und zwei dicke Linien in hell- und dunkelgrau. Die hellgraue Linie steht für den Zeitpunkt, an dem die Milchstrasse sichtbar wird und die dunkelgraue für das Verschwinden der Milchstrasse.

Screenshots der App Photo Pills, die die beiden Reiter zum Thema Milchstrasse in der Informationsleiste zeigen.

Wird nun die Zeitleiste in den blauen Bereich, also in die Nacht, bewegt, kommt auch die Milchstrasse in Form einer gepunkteten, gebogenen Linie zum Vorschein. Hierbei stellt die Ansammlung mehrerer dickerer Punkte das Galaktische Zentrum der Milchstrasse dar. Des Weiteren lässt die kurvige Linie erahnen, wie die Milchstrasse am Himmel zu sehen sein wird. Ist sie sehr bauchig, dann erstreckt sich die Milchstrasse waagerecht über den Himmel. Liegt sie jedoch nahe an der Mittellinie, so wird die Milchstrasse senkrecht in den Himmel ragen.  Die genaue Zeitspanne der Sichtbarkeit, das Azimut und die Höhe des Galaktischen Zentrums werden ebenfalls in diesem Abschnitt der Informationsleiste angegeben. Der zweite Reiter zur Milchstrasse gibt in Form einer blauen Skala darüber Aufschluss, wie gut die Milchstrasse am Himmel zu sehen sein wird. Sind die Balken gefüllt, ist die Milchstrasse gut am Horizont zu erblicken.

Pin-zu-Pin geodätische Info

Wischt man von der Ausgangsposition nach rechts, erschliessen sich weitere Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist die Pin-zu-Pin geodätische Info. Durch einen Klick auf den Button erscheint auf der Karte ein zweiter Pin in Schwarz. Dieser sollte auf dem gewünschten Motiv platziert werden. Ist dies geschehen, so lässt sich schnell erkennen, ob der Sonnenuntergang am gewünschten Tag hinter dem gewünschten Motiv zu sehen ist. Wird das erste Bild in der unteren Abbildung betrachtet, lässt sich leicht erkennen, dass zu diesem Zeitpunkt das gewünschte Szenario nicht aufgenommen werden kann. Durch das Bewegen der Zeitleiste lässt sich jedoch der richtige Zeitpunkt ermitteln. In unserem Beispiel wäre dies bereits am 06. Oktober gewesen und liegt bereits in der Vergangenheit. Der nächste passende Termin liegt noch fast ein Jahr in der Zukunft – in nächster Zeit kann das Motiv also nicht mehr fotografiert werden.

Des Weiteren ist die Verlaufslinie der Sonne zu beachten. Ist diese beim Erreichen des gewünschten Motives gestrichelt, heisst dies, dass die Sonne bereits zu tief steht und dadurch hinter dem Horizont verschwunden ist.

Screenshots der App Photo Pills, die die Pin-zu-Pin Option und das Schattenwurf-Tool in der Informationsleiste zeigen.

Schattenwurf berechnen

Die zweite Möglichkeit, die sich durch das Wischen nach rechts in der Informationen-Leiste ergibt, ist ein Tool, um den Schattenfall eines Gebäudes oder eines hohen Baumes einschätzen zu können. Um diese Funktion zu verwenden, ist es allerdings nötig, sich über die Höhe des Gebäudes zu erkundigen oder ein gutes Schätzvermögen zu haben. Wurde das Gebäude mit dem orangen Pin ausgewählt und eine Höhe in die Informationsleiste eingegeben, so wird der Schatten in Form einer schwarzen Linie angegeben. Dadurch lässt sich bereits vorab feststellen, auf welcher Seite eines Gebäudes aufgrund des Schattenaufkommens nicht fotografiert werden sollte.

Die Optionenleiste – Finden, planen und mit Freunden teilen

Traumszenario einfach finden

Bereits die Informationsleiste bietet viele Möglichkeiten, um den richten Ort und die richtige Zeit für das perfekte Foto ausfindig zu machen. Vor allem die Pin-zu-Pin geodätische Info ist äusserst praktisch, wenn ein Motiv fotografiert werden soll, hinter dem die Sonne oder der Mond auf oder unter geht. Hierbei ist es einfach herauszufinden, ob dieser Konstellation am gewünschten Tag gegeben ist. Ist dies nicht der Fall, ist es sehr mühsam, durch das Bewegen der Zeitleiste den geeigneten Zeitpunkt zu finden. Hier kann die Finden-Funktion in der Optionenleiste Abhilfe schaffen.

Screenshots der App Photo Pills, die die Finder-Funktion in der Optionenleiste zeigen.

Bei der Wahl der Finder-Funktion gibt es vier verschiedene Konstellationen an Kriterien, nach denen gesucht werden kann: «Sonne bei Azimut», «Sonne bei Azimut und Höhe», «Mond bei Azimut» und «Mond bei Azimut und Höhe». Um präziser bestimmen zu können, wie und wo die Sonne oder der Mond für die geplante Aufnahme stehen sollen, ist es ratsam «bei Azimut und Höhe» zu wählen. Wurden das Azimut, die Höhe und der gewünschte Zeitraum bestimmt, gibt die App eine Liste mit genauen Daten, an denen Sie das gewünschte Szenario am gewünschten Ort vorfinden, aus.

: Screenshots der App Photo Pills, die die beiden Augumented Reality Modi der Optionenleiste zeigen.

Augmented Reality – Fotomotive simulieren

Zusätzlich befinden sich in der Optionenleiste die beiden AR Modi (Augmented Reality, auf Deutsch Erweitere Realität). Diese beiden Modi sind quasi Live-View-Modi, die unter Verwendung der Smartphone-Kamera die Position verschiedener Himmelskörper anzeigen. Dabei ist der Modus AR für den Verlauf der Sonne und der Nacht AR für den Verlauf des Mondes und der Milchstrasse zuständig. Durch die Verwendung dieser Modi lässt sich vor Ort der genaue Stand des gewünschten Himmelskörpers simulieren, sodass es möglich ist, die Kamera schon vorab auf die Situation ausrichten zu können. Wird ein solcher Modus geöffnet, zeigt dieser vorerst den aktuellen Zeitpunkt an, aber auch hier lässt sich der Zeitpunkt durch eine Links- oder Rechtsbewegung auf dem Bildschirm verschieben, um den genauen Zeitpunkt auf der richtigen Position zu ermitteln.

Speichern und mit Freunden teilen

Neben der der Finder-Option und den AR-Modi bietet die Optionenleiste auch die Möglichkeit, das eigene Projekt zu speichern und anschliessend sogar zu teilen. Dazu drücken Sie auf das Feld «Speichern» und wählen die Option «Plan» aus.  Nun besteht die Wahl, einen bestehenden Plan zu überschreiben oder einen neuen Plan anzulegen. Haben Sie diesem einen Namen gegeben und angelegt, gehen Sie zurück in das Hauptmenü und wählen ganz oben die Kategorie «Mein Zeug» und anschliessen die Pläne aus. Wird der Plan in diesem Modus geöffnet, erscheint unten rechts ein Feld namens «Aktion», durch das Sie Ihren Plan per SMS, WhatsApp oder E-Mail versenden können. Dies ist vor allem dann hilfreich, um Pläne mit einem ebenfalls fotografiebegeisterten Freund zu teilen, um gemeinsam auf Foto-Tour zu gehen.

Fazit

Die Photo Pills App ist mit seinem umfangreichen Planer eine sehr nützliche Unterstützung für alle begeisterten Landschafts- oder Astrofotografen, die ihren Erfolg nur ungerne dem Zufall überlassen. Die zahlreichen Möglichkeiten Lichtstimmungen und die Positionen verschiedener Himmelskörper planen zu können, steigern die Chancen enorm, mit gelungenen und beeindruckenden Aufnahmen von der Foto-Tour nach Hause zu kommen. Die App steht für CHF 10 im App Store zur Verfügung – wir finden, eine Investition, die sich lohnt.