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Einstellen des Selbstauslösers – 5...4...3...2...1...Gruppenportrait vor Bäumen

Kaufberatung Kamerazubehör: Fernauslöser und Selfie-Stick

Wir stellen nützliches Kamerazubehör vor und erklären Unterschiede, Nutzen und mögliche Einsatzgebiete.

Der Selbstauslöser – nicht nur für Gruppenbilder und Selbstporträts

Die Belichtung erfolgt beim Selbstauslöser verzögert nach voreingestellter Zeitspanne. Der Klassiker: Gruppenporträts mit Fotograf. Sie stellen den Selbstauslöser ein, hasten vor die Linse und in dem Moment, in dem Sie noch Ihre Kleidung zurechtzupfen, blitzt es Ihnen schon entgegen. Also noch einmal…

Neben den Selbstporträts können Sie diese integrierte Funktion auch einsetzen, um mittels Verzögerung unscharfe Aufnahmen mit langer Belichtungszeit zu vermeiden.

Einen Selbstauslöser besitzt jede Kamera – ob Smartphone oder DSLR. Das Fotografieren mit dem Selbstauslöser stösst durch die voreingestellten Zeitspannen aber auch schnell an seine Grenzen. Deshalb gibt es nützliches Zubehör, das Sie je nach Kameratyp hinzukaufen können.

Technische Armverlängerung um einen Meter – der Selfie-Stick

Wie die Bezeichnung der Teleskopstange schon verrät, liegt der hauptsächliche Verwendungszweck im ‚Sich-selbst-fotografieren‘. Mit Hilfe dieser Armverlängerung um etwa einen Meter lassen sich Selbstporträts und auch Gruppenfotos inklusive Fotograf unkompliziert festhalten. Smartphone befestigen, Stick ausfahren und auslösen. Die Vorteile liegen hier in der Hand. Die überdimensionierte Schulter, die sich auf jedem Selbstporträt mit ausgestrecktem Arm über einen Grossteil des Bildes erstreckt, bleibt Ihnen mit dem Selfie-Stick erspart. Stattdessen passen sogar mehrere Personen komplett aufs Bild – und das ohne ein Stativ aufzubauen und zudem auch aus ungewöhnlicher Perspektive: von oben. Gerade wenn Sie Ihre Ferienmomente konservieren wollen – ob Schnappschuss unterm Gipfelkreuz oder Erinnerung auf dem Marktplatz – sind Sie nicht darauf angewiesen, Ihr Smartphone aus der Hand zu geben oder zu warten, bis der nächste Gipfelstürmer Ihren Auslöser drücken kann.

Selfie-Stick im Reisegepäck: Gruppenfoto in den Bergen

Achtung – nicht überall sind Selfie-Sticks erlaubt

An vielen öffentlichen Orten allerdings sind die technischen Armverlängerungen verboten – in einigen Museen aus Sorge vor Zerstörung der Ausstellungsobjekte; in manchen Stadien, um die Sicht hinten stehender Fans nicht zu verdecken; auf Festivals sowie beispielsweise in Disneyland und einigen anderen Freizeitparks. Ausserdem sollten Sie Grösse (eingeklappt zwischen 15 und 30 cm) und Gewicht (zwischen 100 und 400 Gramm) bedenken, wenn die Stange in Ihrem Gepäck landet.

Welchen Selfie-Stick sollte man kaufen?

Das Angebot ist riesig – ob schwarz oder weiss, lang oder kurz, schwer oder leicht, günstig oder teuer (zwischen 10 und 80 CHF). Der wohl wichtigste Faktor bei der Entscheidung ist die Länge, die sich unter 50 cm kaum lohnen dürfte, um auch den Hintergrund gut sichtbar aufs Bild zu bekommen. Ob Bluetooth-Verbindung zum Auslösen oder Kabel mit Fernbedienung, auch diese Wahl müssen Sie treffen.

Der Halteknopf spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Hier müssen Sie entscheiden, ob Smartphones oder Kompaktkameras arretiert werden können. Einige Stangen kommen auch mit Schraubgewinde daher, an dem sich Actionkameras befestigen lassen. In dem Fall empfiehlt es sich, auf besonders stabile und wasserfeste Produkte mit hoher Tragkraft zurückzugreifen. DSLRs können aufgrund des Eigengewichts der Kamera und dem schweren Handling nicht auf Selfie-Sticks montiert werden.

Unsichtbar und flexibel – der Fernauslöser

Ob mechanisch mit Bowdenzug, über Kabelverbindung, per Infrarot oder Funk – mit einem Fernauslöser können Sie eine Kamera, zumeist in Verbindung mit einem Stativ, ohne direkte Berührung und ohne am Standort zu sein, auslösen. Wozu das gut sein kann? Sie wollen als Fotograf mit aufs Bild und vorher in Ruhe den Ausschnitt fixieren? Sie versuchen bei Makro- oder Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung noch so vorsichtig den Auslöser zu drücken und dennoch kommt es zu verwackelten, unscharfen Bildern? Durch das Auslösen aus der Ferne lassen sich ebensolche mechanischen Erschütterungen vermeiden. Unverzichtbar ist der Fernauslöser allerdings in der Tier- und Naturfotografie. Um scheue Waldbewohner nicht zu verjagen oder Raubtieren aus sicherer Entfernung auflauern zu können, bietet sich der Fernauslöser optimal an.

Einstellung der Kamera – mit dem Fernauslöser Wildtiere fotografieren

Sie können zeitlich flexibel den Auslösepunkt wählen und sind nicht auf die vorgegebene Zeitspanne des Selbstauslösers angewiesen. Genau im richtigen Moment, wenn sich ein Reh vor die Linse traut oder wenn die Stille zwischen zwei Windstössen nicht die Haare der Familienmitglieder verweht, können Sie aus der Ferne auslösen.

Kabel, Funk oder Infrarot?

Beim Kauf spielt vor allem die Entscheidung eine Rolle, ob Sie mit oder ohne Kabel arbeiten wollen. Kabel-Fernauslöser (20 bis 150 CHF) funktionieren ohne Batterien, haben allerdings nur eine kurze Reichweite. Bei Funk-Fernauslösern kommen Sie ohne Kabelsalat aus, sind zudem flexibler beweglich und können entspannt über zehn Meter von der Kamera entfernt sein, müssen dafür aber auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen (60 bis 300 CHF). Beim Infrarot-Fernauslöser hingegen, der preisgünstiger als der Funkauslöser ist (10 bis 80 CHF), muss der Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger hergestellt sein – wie bei Fernseher und Fernbedienung.

In diesem Entscheidungsprozess sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der jeweilige Fernauslöser, ob für DSLR oder Kompaktkamera, mit Ihrem Modell kompatibel ist. Neben den modellgebundenen Varianten gibt es auch universelle Fernauslöser. Für Smartphones gibt es eine Bluetooth-Variante, die oft mit einem kleinen Telefonstativ bzw. -halter und einer Fernbedienung daherkommt. Die Preisspanne reicht hier von 10 bis 40 CHF.

Nahaufnahme des Leuchtmittels eines Studioblitzes

Kaufberatung: Studioblitz für das eigene Heimstudio

Blitzlicht gilt in der Fotografie als ein altbewährtes Mittel, um ein Objekt oder eine Person perfekt auszuleuchten. Die Besonderheit des Blitzlichtes liegt in der enormen Leistungsstärke. Anders als bei Dauerlicht-Leuchten, welche ihren Ursprung im Bereich Film und Fernsehen haben, eignet sich das Blitzlicht ausschliesslich für die Fotografie. Wer sich ein Blitzsystem für das eigene Heimstudio zulegen möchte, hat bei dem weitgefassten Angebot die Qual der Wahl. Eine Orientierung, welche Kriterien beim Kauf von Blitzgeräten zu beachten sind, gibt der folgende Artikel.

Grundsätzliche Möglichkeiten: Studioblitz versus Aufsteckblitz

Aufsteckblitze sind klein, handlich und bereits für einen geringen Preis zu haben. Zudem lassen sich diese entfesselt benutzen; das bedeutet, dass sie statt auf dem Blitzschuh der Kamera auf einem externen Stativ angebracht werden können. Dadurch können Aufsteckblitze genauso benutzt werden wie Studioblitze. Wird jedoch die Leistung eines Studioblitzes mit der eines Aufsteckblitzes vergleichen, so steht der Aufsteckblitz dem Studioblitz in einigem nach. Der Studioblitz ist in seiner Bauweise zwar grösser als ein Aufsteckblitz, jedoch kann er wesentlich mehr Leistung erbringen.

Eine höhere Leistung lässt sich zwar durch den Einsatz mehrerer Aufsteckblitze erreichen, doch ist hier ein einzelner Studioblitz in seiner Handhabung einfacher und in der Anschaffung je nach Modell vielleicht auch kostengünstiger als mehrere Aufsteckblitze. Neben der Leistungsstärke des Studioblitzes ist auch das Einstelllicht ein grosser Vorteil, welches oft nur bei Studioblitzen zu finden ist. Das Einstelllicht schafft mittels einer zusätzlichen Glühbirne die Möglichkeit, die Lichtwirkung des Blitzes bereits vor der ersten Aufnahme zu erahnen.

Der Einsatz von Lichtformern mit dem Blitz

Selbst für einen entfesselten Aufsteckblitz ist die Verwendung von Lichtformern möglich. Allerdings ist hier die Auswahl an Grössen und Formen relativ begrenzt. Es ist oft nicht möglich, mit der vergleichsweise schwachen Lichtleistung eines Aufsteckblitzes eine grössere Softbox auszuleuchten. Ein Studioblitz bietet hier die bessere Alternative, da aufgrund der starken Leistung auch grössere Softboxen verwendet werden können. Je höher die Leistung des Studioblitzes ist, um so grösser kann die dementsprechende Softbox gewählt werden. Doch die Grösse und die Form der Softbox hängt wiederum stark von dem jeweiligen Einsatzzweck ab.

So eignen sich beispielsweise kleinere Striplights bestens für Portrait und grössere für Ganzkörper-Aufnahmen. Neben dem Striplight gibt es Softboxen auch als Quadrat oder Oktagon. Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass eine Softbox relativ viel Licht verschluckt. Dies kann bei den Kameraeinstellungen bis zu zwei Blendenstufen ausmachen.

Ein zusätzliches Grid, das in der Softbox angebracht werden kann, hilft das Licht noch gezielter in die richtige Richtung zu lenken. Alternativ zu den Softboxen gilt auch der Durchlicht- und Reflektorschirm als nützlicher Helfer beim Einsatz von Studioblitzen.

Studioblitz mit einer Striplight-Softbox

Kaufkriterien für einen Studioblitz

Wird von einem Studioblitz gesprochen, ist meist ein Blitzsystem gemeint. Ein Blitz allein sorgt meist nicht für die gewünschte Ausleuchtung, da das Licht dann nur aus einer Richtung kommen kann. Folglich sollte bei der Anschaffung eines Blitzsystems von mindestens zwei Studioblitzen die Rede sein, um ein Objekt oder eine Person aus mehreren Richtungen gut ausleuchten zu können.

Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden reicht in der Regel eine Lichtleistung von zweimal 250 Watt. Wer jedoch in grösseren Räumen oder Hallen fotografieren möchte, sollte sich stärkere Studioblitz anschaffen. Eine Lichtquelle aus einer dritten oder vierten Richtung kann mit Hilfe eines Reflektors auch ohne ein weiters Blitzgerät geschaffen werden.

Für eine gute Kompatibilität der einzelnen Geräte kann es von Vorteil sein, nur Blitze desselben Herstellers zu verwenden, da diese oft herstellereigene Anschlüsse besitzen. Zudem sollte eine Fotozelle in den Blitzgeräten verbaut sein, sodass alle verwendeten Blitze ohne zusätzliches Equipment synchron ausgelöst werden können.

Um auf einem Blitzgerät verschiedenste Lichtformer verwenden zu können, sollte bereits beim Kauf auf die leichte Austauschbarkeit der Lichtformer geachtet werden.

Fazit

Letztendlich hängen die Art und der Umfang des benötigten Blitzsystems sehr vom Einsatzzweck ab. Für den Gebrauch im eignen Heimstudio reichen meist zwei Blitze mit einer relativ geringen Leistung aus. Diese sind kostentechnisch meist auch für den Hobbyfotografen erschwinglich. Die Entscheidung, alle Blitzgeräte bei ein und demselben Hersteller zu kaufen, kann vor allem in Bezug auf die Kompatibilität grosse Vorteile bringen.

Wie bereits erwähnt hat der Blitz im Vergleich zum Dauerlicht seine Vorteile in der starken Lichtleistung und in der flexiblen Regelbarkeit. Der Nachteil besteht wiederum in der schlechten Schätzbarkeit der Lichtwirkung. Das Einstelllicht eines Studioblitzes schafft es jedoch, diesem Negativkriterium ein wenig entgegen zu wirken.

Aufbau eines Studios – Ringleuchte und DSLR miteinander kombiniert

Kaufberatung: Dauerlicht-Leuchte in der Fotografie

Besteht ein reges Interesse an der Studiofotografie, ist der Wunsch nach einem Fotostudio in den eignen vier Wänden nicht weit. Einen angenehmen Einstieg können hier Dauerlicht-Leuchten bieten. Diese sind in der Regel leicht zu handhaben und die sofortige Erkennbarkeit der Lichtwirkung kommt gerade den Einsteigern sehr entgegen.

Welche Kriterien Sie beim Kauf einer Dauerlicht-Leuchte beachten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Kriterium 1 – Bauform

Dauerlicht-Leuchte ist nicht gleich Dauerlicht-Leuchte. Es gibt sie als Strahler, Flächenleuchten und Ringleuchten. Jede dieser Bauformen dienen unterschiedlichen Einsatzzwecken.

Für den Schwerpunkt Portrait- oder Makrofotografie sind Ringleuchten besonders geeignet. Vor allem bei der Portraitfotografie lässt sich durch die Form des Lichts ein schöner Effekt in den Augen des Models erzeugen. Des Weiteren bietet die Ringform den Vorteil, dass diese in der Mitte eine Öffnung hat, wodurch die Leuchte direkt vor der Kamera platziert werden kann. Folglich müssen nur die Kamera und die Leuchte auf eine Höhe gebracht werden, sodass das Objektiv der Kamera durch die Öffnung des Ringlichts ragen kann. Einige Ringleuchten sind direkt mit einer Kamerahalterung ausgestattet, um den Einsatz zweier Stative zu vermeiden.

Sollen grosse Räume, wie Industriehallen, fotografiert werden, empfehlen sich hier Flächenleuchten. Wie der Name schon verrät, ist die Lichtquelle eine grosse bis sehr grosse rechteckige leuchtende Fläche, die ein weiches, gleichmässiges Licht erzeugen kann. Diese grosse Fläche besteht entweder aus mehreren Reihen Leuchtstoffröhren oder aus LEDs.

Die dritte Bauform sind Strahler. Diese sind in mehreren Varianten erhältlich. Die Unterschiede bestehen hier in der Anzahl der verwendeten Leuchtmittel und der daraus resultierenden Lichtstärke. Hierbei bieten Dauerlicht-Leuchten, die mehr als nur ein Leuchtmittel haben, einen Vorteil in Bezug auf die Flexibilität. Die Leuchtmittel lassen sich in der Regel stufenweise zu- und abschalten, wodurch die Lichtstärke variiert werden kann.

Neben den Strahlern sind in den meisten Fällen auch die Ring- und Flächenleuchten in einem gewissen Umfang regelbar. So lassen sich die einzelnen Reihen einer Flächenleuchte ebenfalls stufenweise zu- und abschalten. Die Ringleuchte wiederrum besitzt meist einen Dimmer.

Ringleuchte und DSLR – fotografiertes Motiv ist auf dem Bildschirm durch den Live-View-Modus sichtbar

Kriterium 2 – Preis und Qualität

Das Angebot an Dauerlicht-Leuchten in all seinen Bauformen ist vor allem im Internet enorm. Ebenso gross ist die Spanne der Preise. Jede Art der Dauerlicht-Leuchten sind in nahezu jedem Preissegment vertreten.

Strahler, Ringleuchten und auch Flächenleuchten können bereits im zweistelligen CHF-Bereich erworben werden. Zudem finden sich hier teilweise ganze Sets, die aus einem oder zwei Strahlern inklusive Stativen und Softboxen bestehen. Jedoch sollten bei diesen Angeboten die Erwartungen nicht allzu hoch sein. Grosse Schwachstellen günstiger Sets sind meist die Verarbeitung und die dazugehörigen Stative. Diese sind in vielen Fällen nicht sehr stabil, wodurch die Dauerlicht-Leuchte eher einen wackeligen Stand hat. Des Weiteren haben diese Strahler meist nur eine Lichtquelle, wodurch kaum Flexibilität in Bezug auf die Lichtleistung gegeben ist.

Nähert man sich den Anfängen des dreistelligen CHF-Bereichs an, findet sich bereits qualitativ hochwertigeres Equipment, welches zudem oft mehr Möglichkeiten bietet. So finden Sie hier bereits Strahler mit mehr als nur einem Leuchtmittel und auch das ein oder andere Markengerät ist in dieser Preisklasse vorhanden.

Sowohl das Niedrig- als auch das Mittelpreissegment reichen in der Regel für den Gebrauch eines Heimstudios aus. Dabei ist es vor allem wichtig abzuwägen, wie oft und intensiv das Heimstudio genutzt werden soll. Je nachdem, wie gross das Vorhaben ist, sollten die dafür benötigten Investitionen geplant werden.

Natürlich gibt es in Bezug auf Preis und Qualität kaum Grenzen nach oben. Lesen Sie Produktbewertungen anderer Nutzer oder lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen.

Kriterium 3 – Leuchtmittel

Beim Kauf einer Dauerlicht-Leuchte ist nicht nur die Bauform und die Qualität des Gerätes wichtig. Das verwendete Leuchtmittel spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle. Als Leuchtmittel werden vor allem Halogen-Leuchten, HMI-Leuchten und LEDs eingesetzt.

Die Halogen-Leuchte gehört hierbei zu den preiswerteren Modellen. In ihrer Leistung bieten sie einen eher warmen Lichtton, welcher mit circa 4800 Kelvin ungefähr 1000 Kelvin unter dem Tageslicht-Wert liegt. Die warme Lichtwirkung der Leuchte stellt bei Aufnahmen im RAW-Format jedoch nur selten ein Problem dar, da diese im Nachhinein durch einen Weissabgleich gut kontrolliert und ausgeglichen werden kann. Der Nachtteil der Halogen-Leuchten ist die grosse Wärmeentwicklung, die diese mit sich bringen, daher muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Gehäuse gut isoliert ist.

Die Halogen-Metall-Dampflampe, kurz HMI, erreicht den Tageslicht-Wert und entwickelt deutlich weniger Wärme als Halogen-Leuchten. Zudem bietet dieses Leuchtmittel eine hohe Lichtstärke, wodurch auch eine hohe Lichtausbeute resultiert. Der einzige Nachteil begründet sich hier in den hohen Anschaffungskosten einer solchen HMI-Leuchte.

Als dritte Möglichkeit bietet sich der Einsatz von LEDs. LEDs sind im Gegensatz zu den beiden anderen Leuchtmitteln noch relativ neu und bieten den Vorteil, dass es diese nicht nur in grossen, sondern auch in kleinen Grössen gibt. Diese kleineren Dauerlicht-Leuchten können oft durch einen Akku betreiben werden und eignen sich dadurch besonders für den mobilen Einsatz. Zudem bieten LEDs einen stufenlosen Wechsel zwischen Tageslicht und Kunstlicht, wodurch im Bereich der Lichtwirkung eine gewisse Flexibilität entsteht. Wie die HMI-Leuchte haben auch LEDs nur eine geringe Wärmeentwicklung, wodurch sich diese beiden Leuchtmittel auch für Film und Fernsehen eignen. Ein Nachteil der LEDs ergibt sich durch den hohen Randabfall ausserhalb des Kernbereichs. Dadurch eignet sich diese Form der Dauerlicht-Leuchten eher für kurze Distanzen. In Bezug auf die Lichtleistung kann die LED-Leuchte die HMI-Leuchte nicht überbieten und bleibt somit der Spitzenreiter.

Eignung zur Aufnahme von Videos

Im Gegensatz zum Blitzlicht bieten Dauerlicht-Leuchten den Vorteil, dass sie auch zur Aufnahme von Videos verwendet werden können. Hierbei ist es nur wichtig darauf zu achten, dass die Leuchte keine allzu grosse Wärme entwickelt, da diese in der Regel länger in Betrieb sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Geräuschpegel. Viele Geräte, die eine gewisse Wärme erzeugen, bedienen sich einer Lüftung, um der Überhitzung entgegenzuwirken. Wer vor allem Videos aufnehmen möchte, sollte sich also eine Dauerlicht-Leuchte ohne Kühlgebläse kaufen.

Fazit

Insgesamt betrachtet sind Dauerlicht-Leuchten eine sehr gute Option für das erste eigene Heimstudio und das bereits für den kleineren Geldbeutel. Neben dem Preis und der Qualität sollte die Bauform der Leuchte genau auf den Einsatzzweck abgestimmt sein. Dennoch bietet hier der Strahler durch die mögliche Verwendung verschiedener Lichtformer die grösste Flexibilität. Werden die Leuchtmittel betrachtet, ist es besser eine Entscheidung zwischen HMI und LED zu fällen, da die enorme Wärmeentwicklung von Halogen-Leuchten gerade in kleinen Räumen und in der Nähe brennbarer Gegenstände ein Risiko darstellt.

Weitere Informationen zum Einsatz künstlicher Lichtquellen finden Sie in folgenden Artikeln:

Fotoequipment und Zubehör

Nützliches Objektiv-Zubehör für gelungene Fotos

 

Nicht jedes Objektiv ist für jedes Fotomotiv optimal geeignet und jeder Hersteller produziert für seine Kameras spezielle Modelle, die meist nicht mit Kameras anderer Marken kompatibel sind. Da die Anschaffung eines hochwertigen Objektivs obendrein noch sehr kostspielig werden kann, überlegen die meisten Hobby-Fotografen genau, welches Objektiv sich für ihre Zwecke am besten eignet. Mit ein paar nützlichen Zusatzprodukten können Sie die Einsatzmöglichkeiten Ihrer Objektive erweitern und an Ihr Fotomotiv anpassen. Wir zeigen Ihnen, was sich hinter Objektivadaptern, Konvertern und Zwischenringen verbirgt und wie Sie Ihr Objektiv am besten schützen.

Objektivadapter für systemübergreifende Verwendung der Objektive

Beim Neukauf einer Spiegelreflexkamera stehen viele Fotografen vor dem Problem, sich entweder ein Modell der bisher verwendeten Marke zuzulegen oder neues Equipment für eine neue Kamera eines anderen Herstellers zu kaufen. Einige Hersteller verwenden sogar verschiedene Bajonettanschlüsse für ihre unterschiedlichen Kamerasysteme, um den Objektivwechsel zu erleichtern oder Automatikfunktionen zu ermöglichen.

Objektivadapter, die zwischen Kameragehäuse und Objektiv geschraubt werden, bieten die Lösung, wenn Sie eine Kamera mit einem Objektiv einer fremden Marke oder eines anderen Kamerasystems kombinieren möchten. So können Objektive systemübergreifend verwendet werden und müssen nicht bei jedem Kamerawechsel neu gekauft werden.

Es gibt verschiedene Objektivadapter für unterschiedliche Kamera-Objektiv-Kombinationen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass Automatikfunktionen mit dem Adapter nicht mehr oder nur noch eingeschränkt verfügbar sind. Je ähnlicher sich die Anschlüsse von Kamera und Objektiv sind, desto geringer fallen auch die Einschränkungen der Automatikfunktionen aus. Bei Kamerasystemen, die grundsätzlich bestimmte Parameter automatisch einstellen, sind Objektivadapter teilweise nur sehr eingeschränkt nutzbar, wenn Sie die Automatikfunktionen beeinträchtigen.

Zwischenringe für Nah- oder Makroaufnahmen

Über den Auszug eines Objektivs kann die Entfernung zwischen Objektiv und Bildebene für eine bessere Schärfentiefe an das Motiv angepasst werden. Insbesondere bei Makroaufnahmen mit geringem Abstand zum Objekt muss der Abstand zwischen Linse und Bildfläche entsprechend gross sein, damit eine scharfe Aufnahme entsteht. Dieser veränderbare Abstand ist aus technischen Gründen jedoch begrenzt. Mit Hilfe von Zwischenringen können Sie den Einstellbereich des Auszugs verlagern und bessere Nah- oder Makroaufnahmen machen.

Dabei ist zwischen einfachen manuellen Zwischenringen und Automatik-Zwischenringen zu unterscheiden. Ähnlich wie bei den Objektivadaptern bereits beschrieben, erfordern die Zusatzfunktionen vieler Objektive bestimmte Koppelelemente. Automatik-Zwischenringe leiten die Automatikfunktionen zwischen Objektiv und Kameragehäuse weiter und sind daher teurer als einfache Zwischenringe, aber sehr zu empfehlen, um wichtige Automatikfunktionen nutzen zu können. Bei der Verwendung von manuellen Zwischenringen stehen diese nicht zur Verfügung, da das Koppelelement fehlt.

Je nach Hersteller gibt es für digitale oder auch analoge Spiegelreflexkameras einzelne Zwischenringe in verschiedenen Längen und ganze Sets, die auch kombiniert verwendet werden können. Zwischenringe haben ein matt schwarz gefärbtes Inneres und mindestens eine Ringblende, um Streulicht zu reduzieren. Die Verwendung von mehr als drei Zwischenringen sollten Sie dennoch vermeiden, da somit mehr Streulicht entsteht und die Qualität des Bildes beeinträchtigt.

Objektiv wird auf Kamera geschraubt

Konverter und Objektivvorsätze zur Veränderung der Brennweite

Objektivkonverter werden wie Zwischenringe zwischen Kameragehäuse und Objektiv geschraubt und verlängern oder verkürzen dessen Brennweite.

Während ein Telekonverter die Brennweite verlängert und somit ein normales Objektiv zu einem leichten Teleobjektiv – ideal für Portraits – macht, verkürzt der Weitwinkelkonverter die Brennweite und erlaubt beeindruckende Landschaftsaufnahmen. Speziell für die Leistungsverbesserung von Weitwinkelobjektiven im Nahbereich bieten manche Hersteller auch Makro-Konverter an. Diese sind dann allerdings auf bestimmte Objektivmodelle ausgelegt und selten mit anderen kompatibel.

Während für die Nutzung von Konvertern immer erst das Objektiv abgeschraubt werden muss, können Objektivvorsätze direkt davor angebracht werden. Je nach Hersteller werden Vorsätze auf das Objektiv aufgesetzt oder in das Filtergewinde eingeschraubt. Zur Verkürzung der Brennweite und Erweiterung des Bildwinkels gibt es beispielsweise spezielle Weitwinkel- und Fisheyevorsätze.

Taschen und Deckel zum Schutz der Objektive

Zum Schutz teurer Objektive und zur sicheren Aufbewahrung von empfindlichem Zubehör gibt es Köcher und Taschen für jegliche Objektivgrössen. Diese sind oft aus Neoprenstoff oder anderen weichen und fusselfreien Textilien, die das Equipment vor Kratzschäden und Stössen schützen.

Auf der Suche nach einem tollen Motiv beim Wanderausflug oder Städtetrip muss die Kamera natürlich immer griffbereit sein, um sie oder das Objektiv nicht für jedes Foto erst aus der Kameratasche holen zu müssen. Praktische Kameragurte, Clipsysteme und ähnliches erleichtern das Tragen der Kamera, damit Sie sie unterwegs schnell zur Hand haben.

Um das Objektiv auch unterwegs vor Kratzern, Staub und Ähnlichem zu schützen, sollten Sie auf einen passenden Deckel nicht verzichten. Diese gibt es preiswert in unterschiedlichen Ausführungen. Da diese beim Abnehmen oder Aufstecken jedoch schnell herunterfallen oder verloren gehen, sollten Sie den Objektivdeckel mit einem Band an der Kamera befestigen. Für die sichere Aufbewahrung des Deckels während des Fotografierens gibt es auch spezielle Halterungen, die der Fotograf ähnlich wie einen Schultergurt tragen kann. Dort kann der Deckel in ein passendes Gegenstück eingeklickt werden, so lange er nicht benötigt wird.

Tasche mit Kamera und Fotoequipment

Fazit

Bei der grossen Vielfalt an Zubehör für Objektive sollten Sie vor allem die für Ihre Zwecke am nützlichsten Produkte wählen. Wenn Sie am liebsten ein universell einsetzbares Objektiv verwenden oder Objektive verschiedener Hersteller oder Serien besitzen, finden Sie bei entsprechenden Adaptern, Konvertern oder Zwischenringen für jeden Nutzen die passende Ergänzung und preiswerte Alternative zu einem Spezialobjektiv. Schützen Sie Ihr Equipment mit entsprechenden Taschen und Schutzhüllen, damit es Ihnen lange erhalten bleibt.

Digitalkamera mit zwei zusätzlichen Objektiven

Welche Objektivtypen gibt es? – Unterschiede, Hersteller und Kaufkriterien

Das Objektiv ist, neben der Kamera selbst, eines der wichtigsten Werkzeuge eines Fotografen. Die Auswahl des geeigneten Objektivs ist bei der Fülle an Varianten und Herstellern am Markt nicht immer einfach.

Mit diesem Artikel geben wir einen Überblick über die verschiedenen Objektivarten und die wichtigsten Hersteller. Weiterhin werden Kriterien angeführt, die Sie bei der Entscheidung für ein Objektiv beachten sollten.

Objektiv-Typen und ihre Unterscheidungskriterien

Generell lassen sich Objektive anhand ihrer Brennweite und Lichtstärke unterscheiden. Je nach Ausprägung dieser Parameter definieren sich auch die Einsatzgebiete der verschiedenen Objektiv-Typen. Im Folgenden werden die Objektivtypen und deren Unterschiede detaillierter erklärt.

Ausführliche grundlegende Informationen zur Brennweite und Lichtstärke finden Sie im Artikel: «Worauf muss man beim Objektivkauf achten».

Festbrennweiten- vs. Zoomobjektive

Festbrennweitenobjektive sind Objektive mit einer bestimmten Brennweite und ohne Zoommöglichkeit. Diese Objektive sind klein und kompakt. Dadurch haben sie ein geringes Gewicht im Vergleich zu anderen Objektivtypen und sind vergleichsweise günstig in der Anschaffung (ab ca. 110 CHF). Der grosse Vorteil von Festbrennweitenobjektiven ist die grosse Lichtstärke und die damit verbundene bessere Abbildungsqualität im Vergleich zum Zoomobjektiv. Ein Nachteil ist, dass man durch die feste Brennweite auf einen bestimmten Bildausschnitt festgelegt ist. Eine Veränderung des Ausschnitts ist nur durch die Verlagerung des Standortes des Fotografen möglich. Aufgrund der geringen Schärfentiefe sind Festbrennweitenobjektive unter anderem für die Portraitfotografie geeignet.

Das Zoomobjektiv mit seinem einstellbaren Brennweitenbereich ist dagegen ein echter Allrounder. Der Fotograf hat ein Objektiv für verschiedenste Situationen, die unterschiedliche Brennweiten erfordern (Portraitfoto vs. Landschaftsfoto) und dadurch einen grossen Gestaltungsspielraum. Für die höhere Flexibilität müssen Abzüge in der Abbildungsqualität im Vergleich zur Festbrennweite in Kauf genommen werden. Zoomobjektive sind z.B. weniger lichtstark als Festbrennweiten. Auch nimmt die Lichtstärke des Zoomobjektivs ab, je weiter die Brennweite in den Tele-Bereich verlagert wird. Besonders praktisch ist das Zoomobjektiv auf Reisen, da sich der Umfang des Fotogepäcks durch Wegfall von nicht extra benötigten Tele- und Weitwinkelobjektiven deutlich reduziert.

verschiedene Kamera-Objektive in einer Zusammenstellung

Die Spezialisten: Teleobjektiv, Weitwinkelobjektiv, Makroobjektiv

Neben der Einteilung in Festbrennweiten- oder Zoomobjektiv gibt es Objektive, die sich in ihren Eigenschaften von einem Standardobjektiv unterscheiden.

Teleobjektive haben eine grosse Brennweite (erhältlich im Brennweiten von 70 mm bis über 1000 mm). Sie sind sowohl als Festbrennweiten- als auch als Zoomobjektive erhältlich und dienen der Vergrösserung von weiter entfernten Objekten. Sie erzeugen eine geringere räumliche Tiefe als z.B. Weitwinkelobjektive, wodurch das Gefühl einer geringeren Entfernung zum Objekt entsteht und das Bild sich verdichtet. Zum Fotografieren mit einem Teleobjektiv ist auf Grund ihres hohen Gewichts meist ein Stativ notwendig. Zum Einsatz kommen diese Objektive z.B. in der Sport- und Tierfotografie.

Weitwinkelobjektive besitzen Brennweiten unter 50 mm und bieten bei gleichem Bildabstand einen grösseren Bildausschnitt als Standardobjektive. Sie werden zumeist als Zoomobjektiv angeboten und decken in verschiedenen Varianten einen Brennweitenbereich von 10 – 35 mm ab. Weitwinkelobjektive erzeugen bei gleichem Bildausschnitt mehr Tiefe als ein Teleobjektiv, wodurch Abstände zwischen einzelnen Objekten auf dem Bild besser herausgestellt werden können. Je geringer die Brennweite des Objektivs, desto stärker tritt der Effekt der Vignettierung (Verdunklung der Seitenränder) auf. Eingesetzt werden Weitwinkelobjektive unter anderem in der Landschaft- und Architekturfotografie.

Makroobjektive sind optimiert auf die Fotografie im Nahdistanzbereich und bilden die fotografierten Objekte im Abbildungsmassstab 1:2 oder 1:1 ab. Sie sind sowohl als Festbrennweiten- als auch als Zoomobjektiv in Brennweiten zwischen 40 – 200 mm erhältlich. Im Vergleich zum Standardobjektiv zeichnen sie sich durch eine geringere Naheinstellgrenze aus. Nachteile sind ihr hoher Preis und das relativ hohe Gewicht. Makroobjektive finden Einsatz in der Detailfotografie und bei Kleintieraufnahmen.

Der Panorama-Spezialist: Fischaugenobjektiv

Das Fischaugenobjektiv ist ein spezielles Objektiv aus dem Superweitwinkelbereich. Mit diesem können Sie Bildwinkel von bis zu 180° erreichen. Es biegt gerade Linie ausserhalb des Bildmittelpunktes nach aussen, wodurch ein rundliches Abbild entsteht. Es treten Effekte wie tonnenförmige Verzeichnung, Tiefendehnung und Deformation auf, die die Anwendung eines Fischaugenobjektivs vor allem im Bereich der Panoramafotografie reizvoll machen.

Meerblick vom Strand aufgenommen mit einem Fischaugenobjektiv

Objektiv-Hersteller

Bei der Auswahl eines Objektivs steht auch die Entscheidung für einen Hersteller an. Prinzipiell bieten die bekannten Kamera-Hersteller wie z.B. Canon, Nikon oder Olympus jeweils eigene Objektive für ihre Kameras an. Ausserdem existieren spezialisierte Objektiv-Hersteller wie z.B. Leica, Voigtländer oder Zeiss. Die herstellereigenen Objektive sind nur mit dem jeweiligen Kameraanschluss erhältlich. Bei den Objektiven der spezialisierten Hersteller kann man je Objektiv zwischen den verschiedenen Kameraanschlüssen wählen und den geeigneten Anschluss für seine Kamera heraussuchen.

Entscheidungshilfe bei der Objektivwahl

Als Abschluss möchten wir drei Kriterien aufführen, die Sie bei der Entscheidung für ein Objektiv berücksichtigen sollten, um auch ein geeignetes Objektiv für ihre Vorhaben zu erhalten. Zusätzlich dazu können Sie im Artikel «Worauf muss man beim Objektivkauf achten» auch einen Absatz zum Thema Preisspanne bei Objektiven finden.

Kameraanschluss

Wichtig bei der Auswahl eines Objektivs ist der jeweilige Kameraanschluss. Das am weitesten verbreitete Anschluss-Prinzip ist der Bajonett-Anschluss. Diesen gibt es in der jeweiligen Herstellermodifikation in verschiedenen Ausführungen. Beispielhaft sind in der untenstehenden Tabelle einige Bajonett-Anschlussvarianten aufgeführt. Informieren Sie sich unbedingt vor dem Kauf eines Objektivs, ob dieses mit Ihrer Kamera kompatibel ist.

Hersteller Name des Bajonett-Anschlusses
Canon EF-Bajonett
Nikon Nikon-F, Nikon-1
Pentax K-Bajonett
Olympus Four-Thirds-Standard
Sony E-Bajonett

Neben den Bajonett-Anschlüssen existieren unter anderem bei älteren Kameras bzw. auch bei Kameras für Industriezwecke noch Schraubgewinde wie z.B. der herstellerübergreifende Standard M-42.

Einsatzbereich

Beim Kauf eines Objektivs ist es ebenfalls wichtig zu wissen, wofür dieses zum Einsatz kommen soll. Benötigt man einen Allrounder, sollte aus den oben genannten Gründen auf ein Zoomobjektiv zurückgegriffen werden. Möchte man einen Spezialisten, um noch mehr Bildqualität zu erhalten, dann ist einer der oben genannten speziellen Objektivtypen – je nach Einsatzbereich – zu empfehlen. Haben Sie bisher nur mit Zoomobjektiven gearbeitet und möchten nun austesten, was man in Bezug auf die Bildqualität noch herausholen kann, dann suchen Sie nach einem geeigneten Festbrennweitenobjektiv. Hier eignen sich zum Einstieg Festbrennweiten von 50 mm besonders gut.

Minimale Naheinstellung und Filtergewinde

Weitere zu beachtende Entscheidungskriterien sind die minimale Naheinstellung und das Filtergewinde.

Die minimale Naheinstellung – von den Herstellern oft als MOD (= minimale Objektdistanz) bezeichnet – ist der geringstmögliche Abstand zwischen dem Motiv und der vordersten Kameralinse. Möchten Sie vor allem im Bereich der Nahdistanzfotografie arbeiten, sollten Sie diese Angabe im Blick haben.

Tipp: Die minimale Nahdistanzeinstellung lässt sich durch die Verwendung von sogenannten Zwischenringen (zwischen Anschlussgewinde und Kamera) weiter optimieren.

Auf die Angaben zum Filtergewinde sollten Sie achten, wenn Sie sich zu ihrem bisherigen Objektiv bereits optische Filter angeschafft haben. Sofern bisheriges und neues Objektiv dasselbe Filtergewindemass haben, können Sie Ihre bisherigen Filter auch für das neue Objektiv nutzen.

Tipp: Durch die Verwendung von Filteradaptern ist es möglich unterschiedliche Filtergewindemasse auszugleichen. Diese können dazu verwendet werden grössere Filter an kleineren Gewinden anzuschliessen.

Ein Fotograf liegt im Gras und fotografiert ein Pferd

Anfängerfehler vermeiden: Kamerakauf

Ein Kamerakauf steht an – und natürlich entwickelt sich die Technik schneller weiter, als man sich informieren kann. Ohne hier auf die konkreten technischen Features moderner Digitalkameras eingehen zu wollen oder die neusten Modelle vorzustellen, haben wir einen Guide zum Kamerakauf zusammengestellt. Dieser soll als Entscheidungshilfe dienen und vermeiden, dass Sie Ihren Kauf später bereuen. Welche Kamera die Richtige ist, ist ganz individuell. Der Testsieger oder Topseller müssen nicht unbedingt die beste Wahl sein. Hier die 5 häufigsten Anfängerfehler beim Kamerakauf und Tipps, wie Sie sie vermeiden können:

Fehler 1: Die Kamera war gerade im Angebot, da habe ich sie spontan gekauft…

Daniela Raboldt, Lifestyle- und Fashionbloggerin von Babbleventure, fotografiert für ihren Blog, privat und auch im Job. Sie hat festgestellt: „Ein häufiges Problem ist: Man überlegt sich vorher nicht, für welchen Zweck man die Kamera benötigt. Geht es nur um Urlaubsschnappschüsse, reicht auch eine gute kompakte Digicam – wer ambitionierter sein will, sollte auf eine DSLR umsteigen.“

Die Frage nach der Art der Kamera sollte zuerst geklärt werden. Wofür soll sie eingesetzt werden und was muss sie dafür alles können. Daher sollte die erste Frage immer nach dem passenden Kameratyp sein: Etwas Robustes, eine DSLR oder doch eine Kompakt- oder Bridgekamera? Nach Beantwortung der Frage kann es dann an die weitere Recherche nach geeigneten Modellen gehen.

  • Motiv-Programme von Bridge- oder Kompaktkameras bieten Laien für unterschiedliche Einsätze
    gute Voreinstellungen, so dass man einfach darauf los knipsen kann. Ausserdem sind die Kameras handlich.
  • Ambitionierte Hobbyfotografen möchten dagegen eine grössere Freiheit bei den Einstellungen
    nutzen oft das verlustfreie Raw-Bildformat. Dies spricht für eine DSLR.
  • Einige Kameras, darunter die Actioncams, sind stoss- und wasserfest und eignen sich
    besonders für Outdoor-Fans.

Nehmen Sie sich Zeit dafür, die Frage nach den eigenen Bedürfnissen zu beantworten und kaufen Sie nicht das erste Schnäppchen – langfristig werden Sie damit sicher glücklicher sein.

Fehler 2: Die Kamera hat tolle Bewertungen und jede Menge Features, damit kann man alles machen…

Im Dschungel der Features moderner Kameras den Überblick zu behalten, ist schwer. Unzählige Kennzahlen und Eigenschaften müssen miteinander verglichen werden. Viele Menschen nutzen unterdessen nicht mal einen Bruchteil des Potenzials ihrer Kamera. Allerdings kostet eine gute Ausstattung entsprechend. Um auszuloten, ob es ein günstigeres Modell auch tut, sollte man zwischen Leistung und Nutzung der Kamera abwägen.

Wortwolke: Fragen zum Kamerakauf

Was wirklich wichtig ist, ist natürlich individuell unterschiedlich, ein paar universelle Tipps lassen sich dennoch geben:

Für die meisten Fotografen sind eine kurze Einschaltzeit und ein schneller Autofokus wichtig. Dies trifft insbesondere für diejenigen zu, die auch spontane Schnappschüsse machen möchten und bewegte Objekte fotografieren wollen.

Ausserdem sollte man überlegen, ob man viel drinnen oder draussen fotografiert. Für Fotos in Innenräumen sollte die Kamera über einen grossen ISO-Bereich verfügen. Draussen sind Zoom und ein wetterfestes Gehäuse wichtiger.

Nicht alle Kameramodellen verfügen über Zusatzfeatures wie Bildstabilisator oder Panoramabilder, diese sind aber besonders unterwegs hilfreich.

Mehr erfahren Sie in unserem Artikel zur Kaufberatung Digitalkamera.

Fehler 3: Ja, über den Schnickschnack habe ich nicht nachgedacht…

Daniela rät: „Man sollte Kleinigkeiten wie Touchscreen, schwenkbares Display und WLAN-Funktion nicht ausser Acht lassen, denn diese Features erleichtern mir das Arbeiten ungemein.“

Auf dem Display digitaler Kameras kann man sofort das geschossene Foto überprüfen. Zudem dient das Display bei vielen Kameras auch als «Sucher». Es sollte eine hohe Auflösung besitzen und ausreichend gross sein, um Details eines Fotos beurteilen zu können. Einige Geräte bieten auch Touchscreens, wodurch man Einstellungen direkt auf dem Display vornehmen kann.

Wer sich selber fotografiert und Videos von sich aufnimmt, sollte unbedingt auf ein nach vorn umklappbares Display Wert legen.

Heutige Digitalkameras können mit ihrer Auflösung und Leistung meist auch Full-HD Videos aufnehmen. Wer viel filmt, sollte insbesondere hier auf gute Rezensionen achten und auch die Tonqualität und die Möglichkeit, ein externes Mikrofon anzuschliessen, beachten.

Auf die Vernetzung kommt es heute an – jedenfalls für viele Menschen. Wenn Sie mit mehreren anderen Geräten zusammen genutzt werden soll, muss die Kamera ein paar Kriterien erfüllen.

Moderne Kameras bieten oft eigene Online-Anbindungen. Mit der WLAN-Funktion kann man Fotos ins eigene Netzwerk übertragen oder auf das Internet zugreifen. Manche Kameras sind sogar in der Lage, mittels 3G von unterwegs auf das Internet zuzugreifen.

Spinnennetz als Sinnbild für die Vernetzung zwischen vielen elektronischen Geräten

Nützlich ist auch die Funktion, das Smartphone mit der Kamera zu verknüpfen und die Aufnahme dann über das Smartphone-Display zu steuern oder Fotos zu übertragen.

Wer auf den direkten Anschluss an einen TV Wert legt, sollte auf einen HDMI Anschluss achten.

Fehler 4: Mehr ist doch besser, oder?

Bedeuten mehr Pixel auch mehr Qualität? Nicht unbedingt… Die Bildqualität einer Digitalkamera ist hauptsächlich vom Objektiv, der Kameraelektronik und kamerainterner Software sowie der Sensortechnik abhängig.

Bei kompakten Digitalkameras mit kleinem Bild­chip bzw. Sensor ist eine enorm hohe Pixelzahl eher negativ zu bewerten, denn sie verstärkt das Bildrauschen. Bei wenigen Pixel auf einem Chip Pixel kann die Qualität des einzelnen Pixels besser sein, da mehr Platz für ihn vorhanden ist. Umso kleiner der einzelne Pixel ist, desto schwieriger wird es, ihn so herzustellen, dass er farbliche Tiefen, Sättigung und Kontraste gut verarbeiten kann. Farb- und Helligkeits­informationen geraten dadurch durch­einander. Zusätzlich steigt der Speicherplatzbedarf für ein Foto.

Tipp: Vor allem bei Kompaktkameras ist die Sensorgrösse mindestens ebenso wichtig wie die Megapixelzahl. Wählen Sie Ihre Kamera anhand der Bild­qualität, nicht der Pixelzahl.

Zoom ist nicht gleich Zoom: Beim optischen Zoom werden die Abstände der Linsen im Objektiv so verändert, dass sich die Lichtbrechung ändert und ein Ausschnitt des Motivs näher erscheint. Dieser Zoom ist frei von Qualitätsverlust. Beim digitalen Zoom wird nur ein Ausschnitt des digitalisierten Motivs vergrössert. Damit kommt es zu Qualitätsverlusten.

Tipp: Betrachten Sie hauptsächlich den optischen Zoomfaktor als ausschlaggebendes Kriterium für Ihre Kaufentscheidung.

Fehler 5: Teures Zubehör – der Rattenschwanz

Daniela rät: „dass man sich vorher informiert, was passendes Zubehör vom Hersteller kostet. Die Preise schwanken zwischen den Herstellern sehr stark, insbesondere bei Wechselobjektiven, Zusatzakkus, …“

Objektiv einer DSLR auf den Betrachter gerichtet

Man sollte vorher in etwa überlegen, welches Zubehör man sich anschaffen möchte. Objektive, Speicherkarten, Fernauslöser, Wechselakkus und vieles mehr stehen je nach Kameramodell zur Auswahl. Wenn man nach dem Kauf einer günstigen Kamera viel Geld in Zubehör stecken muss, kann das ärgerlich sein. Es lohnt sich, sich vorher über die Preise verschiedener Markenhersteller zu informieren.

Fazit

Vor dem Kauf ausführlich informieren, Testberichte und Reviews lesen, Beratung einholen, und unbedingt Testen – dabei die Kamera in die Hand nehmen und ausprobieren. Erst dann sollte eine Entscheidung getroffen werden, damit dem Fotografie-Vergnügen nichts mehr im Wege steht.

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Die digitale Spiegelreflexkamera im Einsatz an einem See

Kaufberatung für eine digitale Spiegelreflexkamera

Die digitale Spiegelreflexkamera erfreut sich seit Jahren einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Und das kommt nicht von ungefähr. Eine Einsteiger-DSLR bietet für relativ kleines Geld eine Reihe von Vorteilen gegenüber Kompakt- und Bridge-Kameras. Einer dieser Vorteile ist der sehr grosse Bildsensor, der für die gute Qualität der Bilder verantwortlich ist. Die wichtigsten Argumente, die für den Kauf sprechen, sind allerdings die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln und der optische Sucher, der auch bei sehr hellen Lichtverhältnissen ein wirklichkeitsgetreues und scharfes Abbild des Motivs zeigt. Ebenso lässt der schnelle Autofokus das Herz vieler Fotografen höherschlagen.

Gute Gründe für eine digitale Spiegelreflexkamera

Für eine digitale Spiegelreflexkamera muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Gute Einsteiger- und Mittelklassemodelle mit umfangreichen Funktionen gibt es bereits ab 350 CHF (nur Gehäuse). Berufsfotografin Grit Hiersemann aus Jena empfiehlt zudem, «dass sich jeder vor dem Kauf nicht nur mit dem jeweiligen Kamera-Modell auseinandersetzen sollte, sondern vor allem mit dem System dahinter. Schliesslich benötigt man später geeignete Objektive, Blitzgeräte und anderes Zubehör. »

Nachfolgend stellen wir drei empfehlenswerte digitale Spiegelreflexkameras für Einsteiger vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale und Funktionen.

* Stand April 2016

Fazit

Canon EOS 100D

Die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 100D überzeugt vor allem durch ihr schlankes Design. Unter den drei vorgestellten DSLR für Einsteiger ist sie mit ihren 385 g zudem ein wahres Leichtgewicht, weshalb sie vor allem für Reisende, die viel unterwegs sind, attraktiv ist. Aber nicht nur die Optik spricht für dieses Modell. Auch das hochauflösende 3 Zoll TFT-Display mit mehr als einer Million Bildpunkten überzeugt sowohl bei Live View-Aufnahmen als auch bei der Wiedergabe von Bildern. Durch das schlanke Design haben die Bedienelemente auf der Rückseite hingegen wenig Platz. Da sich die wichtigsten Parameter aber auch über das Display bzw. den Touchscreen steuern lassen, kann dieser Punkt vernachlässigt werden.

Ein weiterer Pluspunkt, neben der hervorragenden Bildqualität, sind die zahlreichen Aufnahme-Automatiken, die das Fotografieren besonders für Einsteiger erleichtern. Mit Hilfe der Kreativ-Automatik lässt sich zum Beispiel ohne viel Vorwissen mit der Tiefenschärfe spielen. Für längere Fototouren ist ein Ersatz-Akku empfehlenswert. Mit rund 560 – 1100 Aufnahmen im Normalmodus ist die Canon 100D das Schlusslicht im Akku-Vergleich.

Nicht nur zum Fotografieren eignet sich die Canon EOS 100D bestens, auch Filmaufnahmen in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind mit ihr möglich. Einziges Manko, dass das Filmvergnügen etwas stören könnte, ist das integrierte Mikrofon, das die Tonspur lediglich in Mono aufnimmt. Allerdings lässt sich die Canon EOS 100D durch ein externes Stereomikrofon nachrüsten.

Nikon D3300

Mit der D3300 zielt Nikon speziell auf DSLR Einsteiger ab. Dies lässt sich nicht zuletzt an der einfachen Bedienung der Kamera erkennen. Ein interner Guide mit hilfreichen Erklärungen führt nicht nur unerfahrene Fotografen durch die Kamera und deren Einstellungsmöglichkeiten, sondern auch geübte DSLR Nutzer. Ebenso geben verschiedene Szene- und Kreativ-Modi Hilfestellungen bei der Fotoaufnahme. Allerdings muss man hier auf HDR-Aufnahmen und Belichtungsreihen verzichten. Dafür lassen sich alle Szene-Modi bequem über das Modusrad auf der Rückseite wählen.

Neben der guten Bildqualität macht die D3300 auch optisch eine gute Figur. Das kompakte Design mit einem Gewicht von 420 g lässt die Einsteiger-DSLR zu einem guten Begleiter für aktive Fotografen werden. Auch im Video-Modus kann die DSLR von Nikon mit 60 Bildern pro Sekunden in voller HD-Auflösung überzeugen. Damit lassen sich die Aufnahmen später, zum Beispiel für Zeitlupenvideos, bestens bearbeiten. Sowohl im Video-Modus als auch im Live View zeigt sich allerdings der langsame Autofokus als störend.

Pentax K-S1

Was bei der Pentax K-S1 sofort ins Auge fällt, ist das Design. Während das Gehäuse insgesamt doch recht klobig wirkt, stechen insbesondere die LED-Lichter am Griff hervor. Mit Hilfe dieser Lichter lassen sich verschiedene Betriebszustände anzeigen, so etwa wenn der Selbstauslöser den Countdown herunterzählt. Auch auf der Rückseite wird das Lichterspiel fortgesetzt, denn die wichtigsten Tasten sind beleuchtet. Dies erweist sich besonders bei Dämmerung und Dunkelheit als sinnvoll. Auch der recht grosse und helle Sucher mit einer Bildabdeckung von 100 Prozent ist bei Aufnahmen mit schwierigen Lichtverhältnissen äusserst hilfreich. Ein integrierter Bildstabilisator im Gehäuse sorgt nicht nur für eine gute Bildqualität, sondern bietet auch die Möglichkeit, Objektive ohne Stabilisator zu verwenden, die naturgemäss günstiger sind als Objektive mit einem anständigen Stabilisator.

Für Einsteiger bietet die digitale Spiegelreflexkamera K-S1 zudem viele verschiedene Funktionen und Spielraum für kreative Entfaltung. Auch wenn die Menüführung anfänglich etwas komplex wirkt, laden Szene-Modi, Kreativ-Filter und umfangreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Einzig das Standard Kit-Objektiv SMC Pentax-DAL 1:3,5-5,6 18-55 mm AL schmälert das Fotovergnügen ein wenig. Die aufgenommenen Bilder wirken weich und kleinste Details werden nicht so scharf abgebildet, wie es der Bildsensor mit seinen 20,42 Megapixel verspricht. Dieses Problem lässt sich mit einem qualitativ hochwertigeren Wechselobjektiv beheben, denn die Grundausstattung der Pentax K-S1 ist alles in allem für eine Einsteiger-DSLR recht umfangreich.

Frau mit Kompaktkamera in vertikaler Position

Kaufberatung Kompaktkamera – klein und leicht

Einleitung

Wegen ihres geringen Gewichts und ihrer einfachen Handhabung zählt die Kompaktkamera immer noch zu den beliebtesten Aufnahmegeräten, obwohl ihnen Smartphone-Kameras zunehmend den Rang ablaufen. Sie lassen sich bequem im Reisegepäck oder in der Hemdtasche verstauen und können so problemlos in die Ferien, auf Partys oder auf Konzerte mitgenommen werden. Kompaktkameras kommen ohne Wechselobjektiv aus. Im Gegensatz zu Smartphones sind sie aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeiten und besseren internen Blitze bei schlechten Lichtverhältnissen noch überlegen. Hochwertige Modelle haben mittlerweile häufig ähnliche Funktionen wie Spiegelreflexkameras. So sind bei den meisten Kompaktkameras spezielle Kreativfilter, wie der Unschärfe – oder der Miniatureffekt, integriert.

Tipps für den Kauf einer Kompaktkamera

Beim Kauf gilt: Je kleiner, desto besser – die Handlichkeit ist schliesslich die Stärke der Kompakten. Mehr als 10 cm breit, 6,5 cm hoch und 4 cm tief sollte eine Kompaktkamera deshalb nicht sein. Grosse Sensoren sorgen für eine bessere Bildqualität als bei Smartphones. Mittlerweile sind Sensorauflösungen von 16 Megapixeln zum Standard geworden. Die Rechnung ‚mehr Megapixel = mehr Bildqualität‘ geht dennoch nicht immer auf, da auch andere Kamerakomponenten die Qualität der Bilder beeinflussen und die populäre Masszahl Megapixel so oft als Lockmittel genutzt wird. Der Preis kann ein zusätzlicher Qualitätsindikator sein. Für Einsteiger und Kinder eignen sich Modelle ab 100 CHF. Günstige Modelle kommen meistens qualitativ kaum über Smartphone-Fotos hinaus, sind also eher relevant für Menschen, die kein Smartphone mit guter Kamera besitzen. Besonders, wenn die Kompaktkamera von Kindern genutzt werden soll, ist ausserdem darauf zu achten, dass sie stossfest und einfach zu bedienen ist. Die sogenannten Edelkompakten liefern bei einem Preisniveau ab 200 CHF hochwertige Qualität. In der folgenden Übersicht stellen wir drei empfehlenswerte Kompaktkameras vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale.

*Stand Mai 2016

Canon IXUS 170

Die Canon IXUS 170 Kompaktkamera ist aufgrund ihrer einfachen Bedienbarkeit auch für Einsteiger geeignet. Wegen ihrer Handlichkeit und ihres geringen Gewichts von 140 Gramm spricht sie besonders Smartphone-Nutzer an, die auf einen optischen Zoom nicht verzichten möchten. Die IXUS 170 überzeugt zudem durch ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen Preis von rund 100 CHF bietet sie zahlreiche Funktionen. Mit dem 12-fach optischen Zoom und dem 25 mm Weitwinkelobjektiv gelingen Portrait- und Landschaftsaufnahmen. Bei möglichen Lichtempfindlichkeiten zwischen ISO 100 und ISO 1600 liefert sie eine gute Bildqualität, ab den mittleren ISO-Stufen zeigt sich allerdings Bildrauschen. Dadurch kann die Kamera in dunkler Umgebung nur mittelmässige Ergebnisse erzielen. Die automatische Gesichtserkennung erfasst mehrere Gesichter in einem Motiv und passt automatisch Fokus und Helligkeit an. Das LCD-Display wirkt etwas grobkörnig, so dass Details vergleichsweise schlechter erkennbar sind. Für Tagesausflüge lohnt sich der ECO-Modus, durch den mehr Aufnahmen pro Akkuladung gemacht werden können. Es können SD, SDHC und SDXC Speicherkarten verwendet werden.

Sony DSC-RX100

Die Sony DSC-Rx100 Kompaktkamera ist sowohl für Profis als auch für Einsteiger geeignet. Das Edelkompaktmodell kommt für Nutzer infrage, die keine Spiegelreflex- oder Systemkamera wünschen und denen gewöhnliche Kompaktkameras zu wenig Qualität liefern. Bei einem Preis von rund 350 CHF überzeugt sie durch ein edles Design, eine hochwertige Verarbeitung und eine professionelle Ausstattung. Charakteristisch für die Sony DSC-RX100 ist der grosse 1,0 Zoll Sensor, der viermal grösser ist als bei den meisten Kompaktkameras. In Kombination mit der 20-Megapixel-Sensorauflösung gelingen detailreiche Aufnahmen frei von Bildrauschen. Über einen Stellring lassen sich Blende, Belichtung und Zoom manuell konfigurieren. Der grosse ISO-Bereich (125-6400) und die Offenblende von F 1.8 im Weitwinkelbereich liefern auch an wenig belichteten Orten Bilder von hoher Qualität. Der automatische ISO-Modus findet die beste Einstellung, wahlweise kann der ISO-Wert auch selbst angepasst werden. Dazu steht eine Vielzahl von Szeneprogrammen zur Auswahl. Der Sportmodus etwa stellt eine kurze Belichtungszeit ein, um die Bewegungen einzufrieren. SD-HC-/ XC-Karte und Memory Stick Duo werden unterstützt.

Panasonic DMC-TZ71

Die Funktionen der Panasonic DMC-TZ71EG-S Lumix Kompaktkamera sind speziell für die Bedürfnisse von Menschen ausgelegt, die viel unterwegs sind. Durch ihre einfache Bedienung ist sie für Einsteiger geeignet, wird aber auch den Ansprüchen fortgeschrittener Fotografen gerecht. Bei einem Preis von rund 280 CHF profitiert man von einer sehr guten technischen Ausstattung, wie dem 30-fach Zoom mit einer Brennweite von 24 bis 720 Millimeter. Bildrauschen hat die Lumix bis zur höchsten Empfindlichkeit von ISO 6.400 unter Kontrolle. Als eine von wenigen Kompaktkameras verfügt sie jedoch über einen elektronischen Sucher. Das Kameradisplay und der elektronische Sucher zeigen das Bild so, wie es aufgezeichnet wird und bieten damit eine Vorschau auf das Ergebnis in Abhängigkeit der Kameraeinstellungen – im Gegensatz zu optischen Suchern, die das Motiv so, wie es das Auge wahrnimmt, zeigen. Der Tracking-Autofokus behält ein fixiertes Motiv im Fokus, auch wenn es sich über das Bildfeld bewegt. Die automatische Gesichtserkennung enthält eine Speicherfunktion für Geburtsdatum und Namen. Videos lassen sich im Wiedergabemodus bearbeiten, zum Beispiel durch die Split-Funktion. Über WLAN und NFC lässt sich die Kamera einfach mit dem Smartphone verbinden und kann über den Handybildschirm ferngesteuert werden. Mit der Panasonic DMC-TZ71 können SD, SDHC und SDXC-Speicherkarten verwendet werden.

Mann mit Bridgekamera in den Händen

Kaufberatung für eine Bridgekamera

Einleitung

Wer der Miniaturisierung bei Kompaktkameras kritisch gegenübersteht und ein voluminöses Gehäuse bevorzugt, liegt mit einer Bridgekamera genau richtig. Die Bridgekamera vereint die Eigenschaften von Spiegelreflexkamera (DSLR) und Kompaktkamera. So wird bei diesem Kameratyp gewissermassen eine Brücke zwischen zwei Konstruktionsprinzipien geschlagen.

Eine für alles – Die Bridgekamera

Unter dem Namen Prosumerkamera steht die Bridgekamera für Professional, aber auch für Consumer. In einem kompakten Gehäuse bringt sie alles unter, was man zum Fotografieren und Filmen braucht. So ist die Bridgekamera sowohl für den Profi als auch für den Hobbyfotografen sehr gut geeignet. Äusserlich und in ihrer Funktionsweise ähnelt die Bridgekamera einer DSLR, doch bei der Bridge ist das Objektiv fest. Im Gegensatz zur DSLR verfügt die Bridge über verschiedene Automatikprogramme und manuellen Einstellungsoptionen. Damit kann sie mit der Vielzahl an Einstellungsoptionen der DSLR nicht mithalten, dennoch überzeugt sie durch ihren sehr grossen Brennweitenbereich.

Durch den deutlich ausgeprägten Griff lassen sich Bridgekameras besser halten als die Kompaktkamera oder das Smartphone. Trotz ihres etwas höheren Gewichtes von bis zu 800 Gramm lässt sie sich problemlos den ganzen Tag über dabeihaben. Wer Videos aufnehmen will, kann getrost auf den Camcorder verzichten, denn moderne Kameras dieser Klasse filmen in Full-HD und nehmen auch Ton und Fotokommentare auf. Wer schöne Fotos machen möchte, muss nicht auf gutes Wetter hoffen, denn die meisten Bridgekameras sind spritzwasserfest und können locker einen kurzen Regenschauer durchstehen. Das Rundum-Paket schlägt sich allerdings auch im Preis nieder. Die Preisspanne bewegt sich hier zwischen 320 und 1900 CHF.

* Stand April 2016

Canon PowerShot SX540 HS

Die Canon PowerShot SX540 HS bietet alles, was ein ambitionierter Hobbyfotograf braucht: Fotospass und eine umfangreiche Profi-Steuerung, mit der sich atemberaubende Fotos und Videos aufnehmen lassen. Dabei ist sie ideal für den Urlaub und andere spezielle Anlässe und lässt sich dank ihres leichten Gewichtes mit 440 Gramm überall mit hinnehmen. Mit dem 50-fachen Zoom lassen sich selbst weit entfernte Details sehr gut festhalten. Dank des CMOS-Sensors mit 20,3 Megapixeln werden die Aufnahmen klar und gestochen scharf. Der ergonomische Griff ermöglicht selbst bei vollem Zoom beeindruckende Aufnahmen. Für diese Kamera muss nicht tief in die Tasche gegriffen werden, denn sie befindet sich im mittleren Preissegment. Die Canon PowerShot SX540 HS ist für ca. 340 CHF erhältlich.

 Panasonic Lumix FZ1000

Wer das Komplettpaket möchte, sollte auf die Panasonic Lumix FZ1000 zurückgreifen. Trotz ihres 16-fachen Zooms, der im Vergleich zu anderen Bridges gering ist, können auch weiter entfernte Objekte ganz nah herangeholt werden. Im Gegensatz zu anderen Bridgekameras kann sie es grössenmässig locker mit einer DSLR aufnehmen. Mit ihren 720 CHF ist die Panasonic Lumix FZ1000 etwas teurer als andere Bridgekameras, bietet dafür aber durch den grossen 1 Zoll-Bildsensor und Fotos in einer Auflösung von 20 Megapixeln eine exzellente Bildqualität. Dadurch ist sie nahezu jeder Situation gewachsen und der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Mit einem Gewicht von 800 Gramm ist sie allerdings eine der schwersten Kameras in diesem Segment. Die Panasonic Lumix FZ1000 überzeugt durch eine sehr gute Auflösung, Superzoom und einem grossen Sensor.

Sony DSC-HX400V

Diese Bridgekamera besticht vor allem durch ihre hohe Bildschärfe und Detailwiedergabe. Mit ihrem 50-fachen Zoom liefert sie auch auf grössere Distanzen detailreiche Bilder in gestochen scharfer Qualität. Die Sony DSC-HX400V überzeugt durch ihre benutzerfreundliche Bedienung und ihren ergonomischen Griff und hat damit alles, was eine professionelle Kamera braucht. Diese Kamera ist ab 380 CHF erhältlich und ist mit ihren 660 Gramm etwas leichter als einige ihrer Konkurrenten. Durch den relativ erschwinglichen Preis und ihre vergleichsweise einfache Bedienung ist die Bridgekamera von Sony perfekt als Einsteigermodell geeignet.

Fazit

Mit der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten der DSLR kann eine Bridge nicht mithalten. Das fest eingebaute Objektiv lässt wenig Handlungsspielraum zu. Die meist grossen Sensoren ermöglichen eine hohe Detailtreue und niedriges Bildrauschen. Dadurch überzeugen die vorgestellten Modelle durch einen sehr grossen Brennweitenbereich und sehr gute Bildqualität in einem kompakten Format. In der Handhabung sind sie benutzerfreundlich. Für Hobbyfotografen, die Wert auf eine hochwertige Bildqualität legen, aber auf die Verwendung unterschiedlicher Objektive verzichten können, ist die Bridgekamera eine preisgünstige Alternative zur Spiegelreflexkamera.