Beiträge

Abbildung von Möwen – nur die vorderste ist fokussiert und scharf gestellt

Der richtige Umgang mit AF-Feldern

Zur Erleichterung der Fokussierung bietet jede Kamera mehrere AF-Felder an. Die Abkürzung AF bedeutet Autofokus. Je nach Marke und Modell der Kamera kann es sich dabei um 9, 11, 19 oder mehr AF-Felder handeln. Unabhängig von der Anzahl der Felder ist die Funktionsweise immer gleich. Für die Nutzung der AF-Felder gibt es unterschiedliche Einstellungsoptionen, die verschiedene Möglichkeiten bieten. Diesem Artikel dient die Canon EOS 70D als Beispiel, welche 19 AF-Felder besitzt.

Welche Einstellungsoptionen es gibt und wie diese richtig angewendet werden, erfahren Sie hier.

Die automatische Messfeldwahl

Wie der Name bereits verrät, wählt die Kamera bei der automatischen Messfeldwahl ihren Fokuspunkt selbst. Dabei greift die automatische Messfeldwahl auf alle zur Verfügung stehenden AF-Felder zurück. Es werden immer die Punkte herangezogen, die den geringsten Abstand zur Kamera haben. Wird der Auslöser der Kamera nur halb durchgedrückt, erscheinen die ausgewählten AF-Felder im Sucher oder bei Aktivierung des Live-View-Modus auf dem Display.

Abbildung von 19 AF-Feldern auf der Aufnahme einer Möwe

Ist die automatische Messfeldwahl nicht zufriedenstellend, besteht die Möglichkeit, den Auslöser loszulassen und diesen erneut halb durchzudrücken. Die Kamera gibt nun eine andere Auswahlmöglichkeit der Messfelder an.

Da es in dieser Einstellung nicht möglich ist, selbst einen Bereich für die Fokussierung zu bestimmen, eignet sich diese besonders für Aufnahmen, in denen ein Objekt klar erkennbar ist und sich bestenfalls vom Hintergrund abhebt. Lässt sich das Motiv nicht klar identifizieren, kann es passieren, dass die Kamera stets den falschen Bereich ins Visier nimmt.

Die manuelle Wahl der Messfelder

Das Problem, dass die Kamera den falschen Bereich der Aufnahme fokussiert, kann mit der manuellen Wahl umgangen werden. In dieser Einstellung können Sie das AF-Feld selbst bestimmen. Zum einen kann das Feld über die Einstellungen auf dem Display ausgewählt werden. Zum anderen kann die AF-Messfeldwahltaste gedrückt und im Anschluss mit dem Blick durch den Sucher und der Hilfe des Schnellwahlrades und des Hauptwahlrades ausgewählt werden. Das Hauptwahlrad steuert die horizontale und das Schnellwahlrad die vertikale Bewegung innerhalb der AF-Felder. Wird die SET-Taste betätigt, springt die Auswahl immer zum mittleren AF-Feld.

Durch die manuelle Messfeldwahl ist es möglich, einen konkreten Punkt zur Fokussierung auszuwählen. Der Nachteil dieser Einstellungsoption ist, dass nur ein einziges AF-Feld ausgewählt werden kann. Dies wird vor allem bei der Aufnahme von bewegten Motiven problematisch, da es sehr schwer wird, das AF-Feld an der richtig Stelle zu positionieren. Ein Wechsel des AF-Feldes ist während der Aufnahme eines bewegten Objektes ebenfalls sehr schwierig, da die Umstellung zu lange dauert.

Fokussierung eines Grashalms vor einem verschwommenen Hintergrund

Demnach eignet sich die manuelle Messfeldwahl, um bei stillstehenden Objekten, oder auch bei Portraits, den Fokus an einen konkreten Punkt zu setzen.

Die manuelle Messfeldwahl in Form einer Zone

Um bewegte Motive mit einer selbst bestimmten Messfeldwahl aufzunehmen, bietet sich die manuelle Messfeldwahl in Form einer Zone an. Hier konzentriert sich die Kamera nicht auf ein einzelnes AF-Feld, sondern auf einen voreingestellten Bereich.

Bei 19 AF-Feldern werden diese in fünf Bereiche aufgeteilt –  links, mittig, rechts, oben und unten. Wurde eine Zone gewählt, sucht sich die Kamera bereits beim Antippen des Auslösers die einzelnen AF-Felder innerhalb der Zone aus. Hier kann die Auswahl der AF-Felder ebenfalls durch ein erneutes halbes Durchdrücken verändert werden.

Abbildung von Möwen – nur die vorderste ist fokussiert und scharf gestellt

Bei der Auswahl der passenden AF-Felder kann die Kamera ein oder mehrere der AF-Felder auswählen. Bei der manuellen Messfeldwahl in Zonen liegt die Konzentration nicht, wie bei der manuellen Messfeldwahl, auf nur einem einzigen AF-Feld. Dadurch entsteht die Freiheit, nur eine Richtung der bevorzugten AF-Felder vorzugeben und die konkrete Auswahl der Kamera zu überlassen.

Abbildung zweier Möwen – die hinter liegt im Fokus und ist scharf gestellt

Sowohl die manuelle Messfeldwahl, als auch die manuelle Messfeldwahl in Zonen, bieten die Möglichkeit, nicht nur ein Objekt im Vordergrund, sondern auch im Hintergrund zu fokussieren und scharfzustellen.

Fazit

Die Einstellungsoptionen bezüglich der AF-Felder erleichtern nicht nur die Fokussierung an sich, sondern bieten die Möglichkeit, die Art und Weise der Fokussierung auf das zu fotografierende Objekt anzupassen.

Skifahrerin in Bewegung auf einer Piste vor blauem Himmel

Die technischen Grundlagen in der Sportfotografie

Bei der Sportfotografie handelt es sich immer um die Aufnahme von bewegten Motiven. Das kann zum Beispiel ein rennender Fussballer oder ein fahrender Rennwagen sein. Der Artikel «Inhalt und Bildgestaltung in der Sportfotografie» liefert bereits verschiedene Hinweise und Ideen zur Gestaltung von Sportaufnahmen. Im Folgenden gehen wir näher auf die Wahl des Kamera-Modus, die Einstellung der Parameter und die Anwendung verschiedener Techniken in der Sportfotografie ein.

Wahl der Modi in der Sportfotografie

Wer selbst keine komplexeren Einstellungen vornehmen möchte, kann das Motivprogramm «Sport» wählen. Für Fortgeschrittenere empfiehlt sich dagegen der Modus der Blendenautomatik (T/Tv). In diesem Modus wird die Blende von der Kamera automatisch eingestellt. Der ISO-Wert kann dabei sowohl manuell eingestellt werden als auch durch die Automatik-Funktion automatisch angepasst werden. Somit können Sie sich ganz auf die Einstellung der Verschlusszeit konzentrieren. Da es sich in der Sportfotografie um die Aufnahme von bewegten Motiven handelt, sind kurze Verschlusszeiten notwendig, um das gewünschte Motiv scharf abzubilden. Hierbei eignen sich 1/2000 Sekunden und kürzer. Durch die geringen Verschlusszeiten gelangt oft nur wenig Licht auf den Sensor, wodurch Aufnahmen schnell zu dunkel werden. Die Blendenautomatik gleicht die kurze Belichtungszeit mittels weit geöffneter Blende und der Erhöhung des ISO-Wertes aus. Aber Vorsicht mit den hohen ISO-Werten, da diese das sogenannte Bildrauschen verursachen und folglich eine schlechtere Bildqualität liefern.

Eingefrorene Bewegung eines Fussballers der einen Ball in die Luft schiesst

Durch die geöffnete Blende und kurze Belichtungszeit entsteht eine geringe Schärfentiefe. Es wird also nur ein kleiner Bereich um den Fokuspunkt richtig scharf abgebildet, während der Hintergrund unscharf wird. So gelingt das Einfrieren eines bewegten Motivs.

Verwenden Sie den manuellen Modus, wenn Sie sämtliche Parameter selbst anpassen möchten.  So können Sie zusätzlich zur Verschlusszeit auch die Blendenzahl selbst festlegen. Für mehr Schärfentiefe bzw. einen grösseren scharfen Bereich in der Aufnahme ist eine grosse Blendenzahl erforderlich. Eine kurze Verschlusszeit in Verbindung mit einer geschlossenen Blende ist allerdings nur bei ausreichend Umgebungslicht möglich, da beide Faktoren den Lichtdurchlass auf den Sensor verringern. Um eine gute Bildqualität zu erreichen und das oben erwähnte Bildrauschen zu vermeiden, sollten Sie die Verschlusszeit und die Blende nicht durch den ISO-Wert ausgleichen. Verwenden Sie nach Möglichkeit stattdessen lieber ein Objektiv mit hoher Lichtstärke, um das Ergebnis zu verbessern.

Den richtigen Moment einfrieren

Nur mit einer einzigen Aufnahme den richtigen Moment abzupassen, ist in der Sportfotografie eine grosse Herausforderung. Damit dies gelingt, hilft nur Übung und Erfahrung. Gerade für Einsteiger kann in diesem Bereich die Serienbildfunktion eine grosse Unterstützung sein. Der Serienbild-Modus erlaubt durch Gedrückthalten des Auslösers mehrere Aufnahmen nacheinander. Für besonders schnelle Bewegungen gibt es meist noch einen Serienbild-Modus «High», der in einer noch höheren Frequenz auslöst.

Ein weiteres Hilfsmittel ist die Autofokus-Betriebsart AI-Servo bei Canon und AF-C bei Nikon für bewegte Objekte. Dies ist die automatische Schärfennachführung bei welcher der Abstand des fokussierten Objekts durch den halbdurchgedrückten Auslöser kontinuierlich gemessen und angepasst wird. Somit wird die Fokussierung eines bewegten Objektes erleichtert.

Mitschwenken statt Einfrieren

Neben kurzen Belichtungszeiten, ermöglicht auch die Technik des «Schwenkens» das Einfrieren von bewegten Objekten. Beim Schwenken werden deutlich längere Verschlusszeiten wie 1/30 Sekunden verwendet. Während dieser recht langen Belichtungszeit ist das Ziel, die Kamera mit dem bewegten Objekt so mitzuführen, dass es sich im Sucher stets auf derselben Position befindet. Durch dieses Vorgehen wirkt das gewählte Motiv eingefroren und der Hintergrund verzerrt, wodurch dem Motiv eine sehr dynamische Wirkung verliehen wird. Objektive mit einem Bildstabilisator erleichtern den Vorgang geschwenkter Aufnahmen. Des Weiteren kann ein Stativ mit einem beweglichen Kugelkopf das gezielte mitschwenken vereinfachen.

Scharf abgebildeter Rennwagen vor verschwommenem Hintergrund

Durch die langen Belichtungszeiten und die geringe Schärfentiefe, muss der ISO-Wert beim Mitschwenken meist kaum erhöht werden. Das Umgebungslicht im Freien reicht hier für eine ausreichende Belichtung der Aufnahme meist aus.

Fazit

Den richtigen Moment in der Sportfotografie einzufangen, ist ein spannendes Unterfangen. Die Techniken des Einfrierens und des Schwenkens bieten sich dabei besonders an, um die Dynamik aufs Bild zu bringen. Beide Vorgehensweisen erfordern verschiedene Einstellungen und haben eine ganz eigene Bildsprache. Beim Einfrieren liegen die Herausforderungen vor allem in der richtigen Belichtung und dem Zeitpunkt des Auslösens. Den perfekten Moment zu erwischen, bedarf bei beiden Techniken vor allem Übung. Probieren Sie es einfach mal aus. Wir wünschen Ihnen viel Spass dabei!

Eine Skyline im Gegenlicht

Fotografieren mit Gegenlicht – So funktioniert‘s

Das Fotografieren mit Gegenlicht kann aus einem Foto eine ganz besondere Aufnahme machen. Sonnenlicht lässt Ihr Motiv leuchten und sorgt für einzigartige Stimmungen. Allerdings kann das frontal einfallende Licht auch einige Schwierigkeiten mit sich bringen. Wir zeigen Ihnen, wie Ihnen trotzdem ein perfektes Foto gelingt.

Den richtigen Zeitpunkt wählen

Fotos, die im Gegenlicht aufgenommen werden sollen, lassen sich am besten am Morgen oder am Abend schiessen. Der Sonnenauf- oder Sonnenuntergang bringt den Vorteil mit sich, dass die tiefstehende Sonne das Motiv umfassend von hinten beleuchtet. Darüber hinaus verleiht das warme Licht Ihren Bildern  einen ganz besonderen Schliff. Auch in den Wintermonaten fällt das Fotografieren im Gegenlicht bei den sonst eher schlechteren Lichtverhältnissen leichter.

Frau vor der untergehenden Sonne

Ein Foto-Shooting in der Mittagssonne sollten Sie dagegen vermeiden. Da die Sonne zu dieser Zeit sehr grell ist und von oben auf das Motiv leuchtet, sind die Bilder schnell überbelichtet. Das Motiv ist dadurch häufig nur schwer erkennbar. Bei einer Portraitaufnahme entstehen durch die starke Belichtung ausserdem Schatten unter der Nase oder in den Augenhöhlen der fotografierten Person.

Optimale Belichtung mithilfe der passenden Ausrüstung

Wenn das Sonnenlicht seitlich ins Objektiv fällt, entstehen beim Fotografieren im Gegenlicht häufig Blendenflecke, auch Lens Flares genannt. Auf dem Bild erkennen Sie sie als milchige Flecken oder kleiner werdende Lichtkreise. Einerseits können sie ein gewünschter Effekt sein, andererseits können sie auch schnell störend wirken und vom eigentlichen Motiv ablenken.

Um Lens Flares zu vermeiden, sollten Sie eine Gegenlichtblende oder auch Streulichtblende verwenden. Diese setzen Sie einfach auf das Objektiv und das Sonnenlicht kann nicht mehr seitlich darauf strahlen. Alternativ können Sie das Objektiv auch mit der Hand oder einem Pappkarton abschirmen.

Ein weiterer wichtiger Faktor für ein eindrucksvolles Bild mit Gegenlicht ist die richtige Belichtung. An der Kamera können Sie diese mit einem kleinen Knopf (+/- Zeichen) korrigieren. So wird das Foto absichtlich entweder heller oder dunkler belichtet. Dabei sollten Sie allerdings beachten, dass nicht nur der gewünschte, sondern auch alle anderen Bildbereiche heller oder dunkler werden. Für die Belichtungskorrektur eignet sich daher eher ein Reflektor. Mit diesem können Sie das Bild, ähnlich wie mit einem Blitz, aufhellen. Wie der Name schon sagt, reflektiert er das Licht aus der Umgebung auf das Motiv zurück. Ein Reflektor hat eine weisse und eine silberne Seite. Mit der weissen Fläche können Sie eine leichte Aufhellung erzielen. Die silberne Seite bringt dagegen stärkeres Licht in die Aufnahme.

Blumen im Sonnenlicht

 

Die richtige Kameraeinstellung bei Gegenlicht

Bei Aufnahmen im Gegenlicht ist es immer besser, auf die Automatik-Einstellung der Kamera zu verzichten. Fotografieren Sie stattdessen lieber im manuellen Modus. Damit können Sie die Kamera leichter auf die Umgebungssituation anpassen.

Da Sie bei Gegenlicht-Aufnahmen mit sehr hellen Lichtverhältnissen arbeiten, sollten Sie den ISO-Wert nicht zu hoch einstellen. Der Richtwert für diese Einstellung liegt bei ISO 100. Je nach den Lichtverhältnissen der Umgebung können Sie den Wert dann höher oder niedriger einstellen. Ebenfalls betroffen von der hellen Lichtsituation ist der Sensor. Um zu verhindern, dass beim Fotografieren zu viel Licht auf den Sensor fällt, arbeiten Sie am besten mit einer mittleren Blendeneinstellung wie z. B. f/8.

Weiterhin sollten Sie beim Fotografieren gegen die Sonne den automatischen Weissabgleich abstellen und statt der üblichen Mehrfeldmessung eine Spotmessung durchführen lassen. Bei der Spotmessung richten Sie Ihre Kamera auf den dunklen Bildbereich. Dadurch erfasst die Kamera, dass dieser Teil des Bildes korrekt belichtet werden soll. Möchten Sie die starken Lichtverhältnisse dagegen nutzen, um Silhouetten zu fotografieren, richten Sie die Kamera bei der Spotmessung auf die hellen Stellen im Bild.

Silhouette einer jungen Frau

Nachdem Sie ein Foto aufgenommen haben, sollten Sie die Lichtverhältnisse darauf sofort kontrollieren. Im Zweifelsfall können Sie Belichtung daraufhin noch anpassen. Alternativ können Sie auch eine Belichtungsreihe aufnehmen und im Anschluss die besten Bilder auswählen.

Die Fotos sollten Sie am besten im RAW-Format aufnehmen. Das erfordert zwar viel Speicherplatz, zahlt sich jedoch wirklich aus, denn bei der Gegenlicht-Fotografie gibt es einen grossen Helligkeitsunterschied, den Sie nur im RAW-Format komplett einfangen können. Ausserdem ist auch die Nachbearbeitung der Bilder im Anschluss leichter. Wenn Sie lieber auf die Bearbeitung im Nachhinein verzichten möchten, können Sie Ihre Fotos auch im J-PEG-Format aufnehmen.

Fazit

Die hohe Lichteinstrahlung sorgt beim Fotografieren im Gegenlicht schnell für ungewollte Bildflecken oder scharfe Kanten. Doch durch die Auswahl der richtigen Tageszeit und der Korrektur des Lichtes mit ein paar wenigen Utensilien meistern Sie das Fotografieren gegen die Sonne ohne Schwierigkeiten. Mithilfe von letzten Feineinstellungen der Kamera schiessen Sie im Nu ein wunderbares Foto mit künstlerischen Effekt.

Motivprogramm

Digitalkameras verfügen heutzutage neben der Programmautomatik (P), der Blendenautomatik (TV), der Zeitautomatik (AV) und dem manuellen Modus (M) auch oftmals über sogenannte Motivprogramme. Die Motivprogramme enthalten bestimmte Kamera-Voreinstellungen, die auf unterschiedliche Foto-Situationen ausgerichtet sind. Je nachdem, welches Motivprogramm ausgewählt wird, werden einige Einstellungen automatisch vorgenommen, wohingegen andere manuell beeinflusst werden können. Dies vermindert die Komplexität der Kameranutzung, wodurch sich die Motivprogramme vor allem für technisch noch unerfahrene Fotografen eignen.

Wie auch die Kameramodi P, TV, AV oder M, sind die Motivprogramme meist auf dem Kameramodus-Auswahlrad untergebracht. Markiert sind sie mit Hilfe verschiedener Symbole, die das jeweilige Einsatzszenario abbilden. Die verfügbaren Motivprogramme variieren von Hersteller zu Hersteller. Grundsätzlich lassen sich bei den meisten Kameras jedoch die folgenden vier Motivprogramme unterscheiden.

Hinter dem Kopf-Symbol verbirgt sich das Portraitmotivprogramm. In der Portraitfotografie liegt der Fokus auf dem Model, weshalb ablenkende Hintergründe hierbei störend in das Auge fallen. Um die volle Konzentration auf das Model zu verlagern, bedienen sich Fotografen deshalb häufig einer grossen Blende. Das Portraitmotivprogramm wählt automatisch eine möglichst kleine Blendenzahl (grosse Blende) und achtet bei der Farbdarstellung darauf, dass die Hauttöne möglichst natürlich dargestellt werden.

Das Berg-Symbol stellt das Landschaftsmotivprogramm dar. Bei der Fotografie von Landschaften soll meist der gesamte Bildausschnitt scharf dargestellt werden und dementsprechend eine hohe Tiefenschärfe aufweisen. Bewerkstelligt wird dies über die Wahl einer kleinen Blende, welche dafür sorgt, dass auch fernab des Fokuspunkts befindliche Bildausschnitte noch scharf dargestellt werden. Im Gegensatz zum Portraitmotivprogramm wählt die Kamera hierbei automatisch eine möglichst grosse Blendenzahl (kleine Blende) und verhilft den Landschaftsaufnahmen zu einer höheren Farbsättigung.

Das Symbol mit der rennenden Person steht für das Sportmotivprogramm. Sollen Sportaufnahmen, oder generell Aufnahmen mit sich (schnell) bewegenden Motiven geschossen werden, so muss für scharfe Aufnahmen zwangsläufig eine kurze Verschlusszeit gewählt werden. Im Sportmotivprogramm werden automatisch Einstellungen zugunsten einer möglichst niedrigen Verschlusszeit vorgenommen. In den meisten Fällen erfolgt ausserdem die Wahl eines für schnelle Motive geeigneten Fokus, wodurch die Bewegung des Motivs mit halb durchgedrücktem Auslöser verfolgt werden kann. Wird der Auslöser nach erstmaligem Betätigen weiterhin gedrückt gehalten, so folgt eine ganze Reihe an Aufnahmen.

Bei dem letzten vorgestellten Motivprogramm handelt es sich um das Nahaufnahmemotivprogramm, welches üblicherweise durch eine Blume dargestellt wird. Dieses Motivprogramm eignet sich besonders gut bei der (Makro-)Fotografie von Insekten oder Blumen, bzw. generell bei solchen Motiven, die aus der Nähe dargestellt werden sollen. Die Automatik wählt dabei eine kurze Belichtungszeit und eine relativ grosse Blende, damit das Bild nicht verwackelt und das Motiv möglichst gut freigestellt wird.

Für eine umfassende Darstellung der verfügbaren Motivprogramme und ihrer automatischen und frei wählbaren Einstellungsparameter lohnt es sich, einen Blick in das Handbuch der jeweiligen Digitalkamera zu werfen.

Modusrädchen einer DSLR mit Einstellung auf den manuellen Modus M

DSLR – Fotografieren mit dem manuellen Modus (M-Mode)

Der manuelle Modus bildet das Pendant zum Automatikmodus. Während bei Letzterem sämtliche Einstellungsparameter automatisch von der Kamera angepasst werden, müssen im manuellen Modus alle Einstellungen vom Fotografen selbst vorgenommen werden. Dieser eignet sich daher vor allem für Fortgeschrittene, die mit dem Zusammenspiel von Blende, ISO und Belichtungszeit vertraut sind.

Der manuelle Modus, oder auch „M-Mode“, kommt vor allem zum Einsatz, wenn der Fotograf ein Motiv kreativ gestalten möchte und die Einstellungsmöglichkeiten der Kamera uneingeschränkt zur Verfügung stehen sollen.

Am Modusrädchen der Kamera können Sie den manuellen Modus einstellen. Dieser ist üblicherweise mit einem „M“ gekennzeichnet. Weitere Programmmodi, die Sie auf dem Modusrädchen sehen, sind die Blendenautomatik „S/Tv“, die Zeitautomatik „Av“, die Programmautomatik „P“ und der bereits erwähnte Automatikmodus „A“ oder „AUTO“. Da die Zeichen für die jeweiligen Programme je nach Kamerahersteller abweichen können, zeigen einige Kameras einen kurzen Hilfetext zur Funktion der einzelnen Modi.

Displayanzeige mit Hilfetext und Einstellungsparametern

Was ist bei den Einstellungen im manuellen Modus zu beachten?

Wenn Sie den „M-Mode“ über das Modusrädchen eingestellt haben, müssen Sie Blende, ISO-Wert und Belichtungszeit selbst an die gegebenen Lichtverhältnisse anpassen. Die richtigen Einstellungen zu finden, bedeutet hier vielmehr die richtige Kombination der genannten Belichtungsfaktoren zu finden. Bis Sie den gewünschten Effekt oder die gewünschte Stimmung auf dem Foto eingefangen haben, erfordert es etwas Übung und den ein oder anderen Ausschuss.

Die meisten Kameras bieten dem Fotografen dafür mit dem Standardbelichtungsindex eine Hilfestellung, indem sie im Sucher oder auf dem Display anzeigen, wie das Bild mit den aktuellen Einstellungen belichtet wird. Diese Anzeige wird auch als „Lichtwaage“ bezeichnet. Steht die Markierung mittig auf der Skala, ist die Belichtung optimal, die Kombination aus ISO, Blende und Belichtungszeit passt also zusammen. Der Skalabereich links der Mitte zeigt Unterbelichtung an, rechts der Mitte steht für Überbelichtung. Für eine korrekte Belichtung sollten Sie daher darauf achten, dass die Markierung immer möglichst mittig auf der Skala liegt. Natürlich können Sie die Belichtungsanzeige auch gezielt zur kreativen Bildgestaltung nutzen und mit Über-oder Unterbelichtung experimentieren.

Für kreative und ausdrucksstarke Fotos eignet sich hauptsächlich das Variieren von Blende und Belichtungszeit. Den ISO-Wert sollten Sie stattdessen immer möglichst niedrig wählen, um unerwünschtes Bildrauschen zu vermeiden. Im Beispiel unten ist die Wirkung von gut abgestimmten Belichtungsparametern im M-Mode im Vergleich zum Automatikmodus deutlich erkennbar: Während das Foto im Automatikmodus (links) recht dunkel und teilweise unscharf ist, wirkt das Motiv im manuellen Modus (rechts) schärfer und kontrastreicher.

Foto im Vollautomatikmodus und Foto im manuellen Modus

Das linke Bild wurde im Automatikmodus aufgenommen, das rechte Bild im M-Mode mit Blende 3.5, Belichtungszeit 15 und ISO 100.

Welche Vorteile bietet der M-Mode gegenüber der Vollautomatik

Scharfe Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen

Der Automatikmodus ermöglicht ein bequemes Fotografieren ohne aufwändige Einstellungsänderungen. Bei Tageslicht und guter Beleuchtung des Motivs können dabei auch gute Ergebnisse erzielt werden. Ist die Umgebung jedoch recht dunkel, wie bei bewölktem Himmel oder am Abend, sind die Fotos oft verwackelt. Der manuelle Modus lässt den Fotografen dagegen flexibel auf die gegebenen Lichtverhältnisse reagieren und die Parameter für eine optimale Belichtung können individuell angepasst werden. So können Sie im M-Mode auch bei schlechteren Lichtverhältnissen gelungene Fotos schiessen, indem Sie die Belichtungszeit, die Blendenzahl und den ISO-Wert variieren.

Kreative Bildgestaltung mit Schärfentiefe

Wie bereits erwähnt, ermöglicht der manuelle Modus eine kreative Bildgestaltung und bestimmte Effekte auf dem Foto. So können Sie zum Beispiel ausdrucksstarke Portraits schiessen, indem Sie die Blendenzahl für die gewünschte Schärfentiefe niedrig einstellen (weit offene Blende) und den Hintergrund leicht verschwimmen lassen. Der Automatik-Modus schliesst dagegen die Blende meist zu stark (höhere Blendenzahl), als dass dieser Effekt sichtbar werden würde. Speziell für Portrait-Aufnahmen und zum gezielten Kontrollieren der Tiefenschärfe eignet sich alternativ auch die Zeitautomatik (A/Av-Mode), bei der nur die Blendenzahl manuell festgelegt wird und sich die Belichtungszeit automatisch anpasst.

Spannende Motive mit sich bewegenden Objekten

Auch beim Fotografieren von sich bewegenden Objekten sind Sie mit dem manuellen Modus klar im Vorteil. Um etwa Passanten auf einer Strasse verschwimmen zu lassen, während der Hintergrund scharf abgebildet wird, sind eine lange Belichtungszeit, ein niedriger ISO-Wert sowie eine kleine Blende erforderlich. Diese Faktoren können Sie im Automatikmodus jedoch nicht beeinflussen, weshalb dann oft das ganze Bild verschwommen ist oder nicht den gewünschten Effekt zeigt. Wenn Sie nicht alle Belichtungsparameter manuell anpassen möchten, können Sie alternativ zum M-Mode auch die Blendenautomatik verwenden. Diese passt die Blendenzahl und bei manchen Kameras auch den ISO-Wert automatisch an die manuell festgelegte Belichtungszeit an.

Fazit

Insbesondere bei schwierigen Lichtverhältnissen oder wenn ein bestimmter Effekt im Bild erzeugt werden soll, ist der manuelle Modus eine gute Wahl und bietet viel kreativen Spielraum für den Fotografen. Da die Einstellungsparameter Belichtungszeit, ISO-Wert und Blende manuell angepasst werden müssen, eignet sich der M-Mode vor allem für fortgeschrittene Fotografen. Sind die Belichtungsfaktoren gut aufeinander abgestimmt, können so hochwertige und ausdrucksstarke Aufnahmen gelingen.

Modusrädchen einer DSLR, eingestellt auf Tv-Mode

DSLR – Fotografieren mit der Blendenautomatik (S/Tv-Mode)

Die Blendenautomatik eignet sich besonders für sich bewegende Objekte, um diese scharf oder gezielt verschwommen abzubilden. Der Fotograf legt die gewünschte Verschlusszeit manuell fest und die Kamera wählt automatisch dazu die passende Blende für die erforderliche Belichtung im Rahmen der gegebenen technischen Möglichkeiten.

Dieser Modus kommt vor allem in der Sport- und Naturfotografie zum Einsatz, bei welcher mehrere aufeinanderfolgende Aufnahmen geschossen werden und ein manuelles Anpassen der Blende an die Belichtungszeit zu lange dauern würde.

Im S/Tv-Modus können bei kurzer Verschlusszeit Verwacklungen reduziert und Objekte, Personen oder Tiere in Bewegung scharf abgebildet werden, während der Hintergrund leicht verschwimmt. Wird dagegen eine lange Verschlusszeit gewählt, verschwimmt die Bewegung und die unbewegte Umgebung bleibt scharf.

Auf dem Modusrädchen wird die Blendenautomatik, je nach Kamera, mit «S» oder «Tv» gekennzeichnet, was für Shutter Priority bzw. Time-Value-Modus steht und Zeitpriorität bedeutet. Das Pendant zum S/Tv-Modus ist der Av-Modus, welcher für Blendenpriorität steht und zur kreativen Nutzung von Schärfentiefe eingesetzt wird. Weitere Modi sind der Automatikmodus AUTO oder A, die Programmautomatik P, und der manuelle Modus M. Einige Kameras erklären in einem kurzen Hilfetext die Kernfunktionen des gewählten Modus, um Verwechslungen zu vermeiden.

Hilfetext zur Blendenautomatik auf dem Kameradisplay und zur Verschlusszeit auf dem Kameradisplay

Was ist bei den Einstellungen für die Blendenautomatik zu beachten?

Um mit der Blendenautomatik fotografieren zu können, müssen Sie zunächst das Modusrädchen auf „S“ oder „Tv“ stellen. In diesem Modus passt die Kamera den Blendenwert automatisch an die gewählte Belichtungszeit und die gegebenen Lichtverhältnisse an. Weitere Einstellungsparameter, welche die Bildqualität beeinflussen können, können Sie selbst wählen. So können Sie beispielsweise den ISO-Wert bei schwierigen Lichtverhältnissen manuell anpassen und dennoch mit der Blendenautomatik fotografieren.

Möchten Sie schnelle Bewegungen als Momentaufnahme scharf einfrieren, sollten Sie eine Belichtungszeit von mindestens 1/250 Sekunde wählen. Bei einer sehr hellen Umgebung, wie einem hellen Strand oder einer Winterlandschaft, eignen sich sogar Verschlusszeiten von 1/1000 Sekunde, um besonders rasante Bewegungen scharf abzubilden. Solche Bedingungen finden Sie etwa bei schnellen Ski- und Snowboardabfahrten oder knackigen Aufschlägen beim Beachvolleyball. Aber auch bei Naturfotos in den Himmel, um zum Beispiel Vögel im Flug aufzunehmen, sind meist sehr kurze Verschlusszeiten nötig.

Fliegende Möwe vor blauem Himmel

Viele Fotografen setzen den S/Tv-Modus auch zur kreativen Bildgestaltung Ihrer Motive ein, indem sie lange Belichtungszeiten wählen und Bewegungen verschwimmen lassen. So können Sie mit einer Belichtung von beispielsweise 1/20 Sekunden fliessendes Wasser weich bis neblig wirken lassen. Hierbei gilt: Je länger die Belichtungszeit ist, desto verschwommener wird die Bewegung.

Dieser Effekt wird auch als „Mitzieh-Effekt“ bezeichnet und eignet sich auch für Aufnahmen in Städten oder von Sehenswürdigkeiten, um Passanten verschwimmen zu lassen. Dies sorgt nicht nur für einen tollen Bildeffekt, sondern schützt obendrein die Persönlichkeitsrechte der Personen auf dem Foto. Bei nächtlichen Aufnahmen von befahrenen Strassen, sorgen lange Belichtungszeiten für leuchtende Linien von den Autoscheinwerfern. Je nach gewünschtem Effekt, finden Sie die ideale Verschlusszeit in der Blendenautomatik für Ihr Motiv am besten durch Ausprobieren heraus.

Verschwommene Menschen auf einer Treppe

Was sind mögliche Probleme und wie können diese vermieden werden?

Beim Fotografieren im S/Tv-Modus sollten Sie stets auf die Kameraanzeige achten. Kann die Kamera aufgrund der technischen Einschränkungen des Objektivs nicht die erforderliche Blende wählen, erscheint eine Warnung im Sucher. Diese ist je nach Kameratyp unterschiedlich und in der zugehörigen Bedienungsanleitung beschrieben. Meist blinkt der Blendenwert, wenn dieser nicht der erforderlichen Belichtung angepasst werden kann.

Die gewünschte Verschlusszeit kann eventuell dennoch beibehalten werden, wenn Sie den ISO-Wert entsprechend erhöhen oder senken. Andernfalls können Sie sich mit dem Ändern der Verschlusszeit an den technisch möglichen Bereich der Blendeneinstellung herantasten.

Bei der Einstellung von langen Verschlusszeiten in der Blendenautomatik besteht das Risiko, dass die Aufnahmen verwackeln. Für gelungene Aufnahmen empfiehlt sich daher die Verwendung eines Stativs oder das Aktivieren des Bildstabilisators, sofern Ihre Kamera über diesen verfügt. Alternativ können Sie die Kamera auf einem stabilen Untergrund, wie einer Bank oder einer Mauer, abstellen oder Ihre Hände aufstützen, um die Kamera möglichst ruhig halten zu können.

Beachten Sie weiterhin, dass sich der S/Tv-Modus lediglich auf die Verschluss- bzw. Belichtungszeit und den Blendenwert bezieht. Um eindrucksvolle Aufnahmen zu erhalten, sollten Sie andere Parameter wie den ISO-Wert oder die Bildqualität ebenfalls an die gegebenen Bedingungen anpassen.

Fazit

Die Blendenautomatik oder auch Zeitpriorität eignet sich hervorragend für das Festhalten von Bewegungen. Das automatische Anpassen der erforderlichen Blende an die gewählte Belichtungszeit, ermöglicht dem Fotografen mehrere Aufnahmen hintereinander, um den perfekten Moment zu erwischen. Mit geringen Belichtungszeiten können rasante Bewegungen gestochen scharf eingefroren werden, während lange Verschlusszeiten Bewegungen weichzeichnen und einen Mitzieh-Effekt schaffen. Der S/Tv-Modus erleichtert das Fotografieren von Bewegungsschärfe und -unschärfe, lässt jedoch weitere Einstellungsmöglichkeiten durch den Fotografen zu, um eindrucksvolle Motive zu gestalten.

Einstellung auf Zeitautomatik – Modusrad auf Av

DSLR – Fotografieren mit der Zeitautomatik (A/Av-Mode)

Die Zeitautomatik stellt eine praktische Alternative zur Vollautomatik oder Programmautomatik dar, mit welcher gezielt die Tiefenschärfe kontrolliert werden kann. Durch das automatische Anpassen von nur ein bis zwei Parametern an die manuelle Blendeneinstellung bietet dieser Modus viel kreativen Spielraum für den Fotografen.

Die Zeitautomatik ist auf dem Modusrädchen je nach Kamera mit A oder Av gekennzeichnet, was für Aperture Priority bzw. Aperture-Value-Modus steht und Blendenpriorität bedeutet. Durch das ähnliche Symbol wird der Av-Modus manchmal mit dem Vollautomatikmodus verwechselt. Um eine Verwechslung zu vermeiden, zeigen viele Kameras bei der Auswahl eines Modus einen kurzen Hilfetext an, der die Kernfunktion des Programms erklärt. Der Automatikmodus ist mit «AUTO» oder einer grünen Box mit einem «A» gekennzeichnet. Weiterhin steht P für Programmautomatik, S (Tv) ist die Shutter Priority = Verschlusspriorität bzw. Blendenautomatik, M bezeichnet den manuellen Modus.

Im Av-Modus legt der Fotograf den Blendenwert fest, an welchen die Kamera dann automatisch die Belichtungszeit und je nach Kamera auch den ISO-Wert anpasst. Durch das Festlegen des Blendenwerts kann der Fotograf gezielt die Schärfentiefe steuern, ohne die jeweils passende Verschlusszeit wählen oder austesten zu müssen. Insbesondere in der Portraitfotografie oder bei Motiven mit unruhigem Hintergrund kommt die Zeitautomatik oft zum Einsatz, da beim Einstellen eines geringen Blendenwerts das Motiv im Vordergrund scharf hervortritt, während der Hintergrund leicht verschwimmt.

Hilfstexte bei der Auswahl des Modus und der Blendenwerten

Wie ist die Zeitautomatik einzustellen und was ist dabei zu beachten?

Um im Av-Modus zu fotografieren, müssen Sie zunächst das Modusrädchen auf A oder Av stellen. Sobald Sie die Zeitautomatik eingestellt haben, erscheint im Display die aktuelle Blendenzahl, welche Sie nun je nach gewünschter Schärfentiefe weiter öffnen oder schliessen können. Je grösser die Blendenzahl, desto grösser die Schärfentiefe. Mit einem kleinen Blendenwert können Sie den Hintergrund verwischen lassen und den Vordergrund schärfen.

Wenn Sie den Auslöser halb heruntergedrückt haben, startet die Kamera die Belichtungsmessung und zeigt die berechnete Verschlusszeit und gegebenenfalls den passenden ISO-Wert an.

Für die optimale Schärfentiefe Ihres Motivs sollten Sie verschiedene Blendenwerte ausprobieren. Beim Kontrollieren der Aufnahmen sollten Sie beachten, dass die Vorschau auf dem Display eine verkleinerte Version des aufgenommenen Fotos zeigt, wodurch die Schärfe und Bildqualität in der Vorschau vom tatsächlichen Bild abweichen kann. Das tatsächliche Ergebnis kann meist erst auf dem Rechner oder nach dem Entwickeln der Fotos beurteilt werden.

Vergleichsbild mit 2 verschiedenen Blendenwerten

Vergleich – Links im Av Mode mit F 1.8 und rechts im Av Mode mit F 22

Was sind mögliche Fehler und wie können diese behoben werden?

Häufige Fehler bei der Zeitautomatik sind Über- oder Unterbelichtung der Aufnahmen durch eine zu weit geschlossene oder geöffnete Blende. Beim Blick durch den Sucher der Kamera ist der Bildeffekt, der durch die vorgenommenen Einstellungen erzielt wird, meist nicht sichtbar. So können Sie anhand des Suchers die später entstehende Schärfentiefe oder eventuelle Belichtungsfehler leider nicht abschätzen und das Motiv wirkt durch den Sucher meist heller als es mit der eingestellten Blendenzahl sein sollte. Einige Spiegelreflexkameras verfügen über eine Abblendtaste, die der Kontrolle der Schärfentiefe beim eingestellten Blendenwert dient. Durch Betätigen der Taste beim Blick durch den Sucher wird auf den eingestellten Wert abgeblendet und die Kontrolle der Schärfentiefe und die kreative Gestaltung des Bildes erleichtert.

Da der A/Av-Modus die Belichtungszeit automatisch berechnet, werden Warnungen angezeigt, sobald die erforderliche Anpassung die technischen Kapazitäten der Kamera übersteigt. Beginnt die Verschlusszeit neben der eingestellten Blende rot zu blinken, sollten Sie die Blende oder wenn möglich den ISO-Wert verändern, da das Foto andernfalls über- oder unterbelichtet werden könnte. Ist die Blende zu weit geöffnet, blinkt die kürzeste Verschlusszeit und warnt vor einer Überbelichtung des Bildes. Wenn die längste Verschlusszeit blinkt, ist der Blendenwert zu gering und das Bild wird unterbelichtet. Falls möglich können Sie dies mit einem höheren ISO-Wert ausgleichen oder indem Sie die Blende weiter öffnen.

Des Weiteren ist zu beachten, dass die Zeitautomatik oder auch Blendenpriorität sich nur auf den Blendenwert, die Verschlusszeit und je nach Kameratyp auf den ISO-Wert bezieht. Bevor Sie im A/Av-Modus fotografieren, sollten Sie daher auch andere Einstellungen wie die Belichtungskorrektur und die Bildqualität kontrollieren und gegebenenfalls an die Aufnahmebedingungen anpassen.

Fazit

Die Zeitautomatik oder auch Blendenpriorität ist ein kreativer Modus, bei welchem die Blende als Hauptgestaltungsmittel zum Einsatz kommt. Mit dem gezielten Einfluss auf die Schärfentiefe des Fotos kann der Fotograf eine bestimmte Bildwirkung erzielen. So kann etwa ein Portrait vor unruhigem Hintergrund wie einer belebten Strasse scharf hervorgehoben werden. Auch für schöne Makroaufnahmen, beispielsweise von Pflanzen, Insekten oder kleinen Objekten mit verschwommenem Hintergrund eignet sich der A/Av-Modus hervorragend. Durch die automatische Anpassung der Belichtungszeit kann auch bei sich ändernden Aufnahmebedingungen die gewünschte Tiefenschärfe erzielt werden, während dennoch ausreichend Spielraum für verschiedene Einstellungsmöglichkeiten bleibt.

Das Modusrädchen einer DSLR-Kamera mit Szeneprogrammen, AUTO, P, Av, Tv und M.

DSLR – Fotografieren mit der Programmautomatik P (P-Mode)

Spiegelreflexkameras besitzen mindestens 5 grundlegende Modi, die man in der Regel über ein Rädchen an der Oberseite der Kamera ansteuern kann. Mit diesem Modusrädchen lässt sich zwischen verschiedenen Aufnahmeprogrammen wechseln. Für die Fotografie am wichtigsten sind die fünf Auswahlpunkte AUTO, P, A (bzw. Av), S (bzw. Tv) und M. Der Automatikmodus ist mit «AUTO» oder einer grünen Box mit einem «A» gekennzeichnet. P steht für Programmmodus / Programmautomatik, A (Av) steht für Aperture Priority = Blendenpriorität bzw. Zeitautomatik, S (Tv) ist die Shutter Priority = Verschlusspriorität bzw. Blendenautomatik, M bezeichnet den manuellen Modus. Darüber hinaus haben die meisten Kameras noch verschiedene Szeneprogramme und eventuell einen Videomodus.

Die Programmautomatik ist nicht mit dem Automatikmodus (Vollautomatik) gleichzusetzen, da – je nach Kameramodell – wichtige Aufnahmeparameter variiert werden können. Allein Blende und Verschlusszeit werden durch die Kamera kontrolliert und mithilfe der Belichtungsmessung der Kamera automatisch angepasst. Typischerweise wird bei schlechter werdendem Licht die Blende weiter geöffnet und gleichzeitig die Belichtungszeit erhöht.

Im Gegensatz zum Auto-Mode erlaubt der P-Mode dabei die manuelle Kontrolle des Blitzes und weiterer Einstellungen wie beispielsweise dem ISO-Wert oder Belichtungskorrekturen. Verglichen mit der Blenden- oder Verschlusspriorität wird das Bild auch dann richtig belichtet, wenn sich die Umfeldbedingungen schnell ändern, so dass eine manuelle Einstellung schwierig wird.

Warum mit der Programmautomatik fotografieren und nicht gleich im Auto-Mode?

Für viele Nutzer einer DSLR ist der P-Mode das Standardprogramm für Schnappschüsse und passt bei einer Vielzahl von Aufnahmesituationen. Obwohl die Nutzung sehr komfortabel ist, da sowohl Blende als auch Belichtungszeit automatisch angepasst werden, verliert der Fotograf nicht die komplette Kontrolle über die Einstellungen, wie das im Automatik-Modus der Fall ist. Es handelt sich deshalb um eine Art «Basisautomatik».

Objekt fotografiert im Auto-Mode (automatischer Blitz) und P-Mode (ohne Blitz)

Objekt fotografiert im Auto-Mode (automatischer Blitz) und P-Mode (ohne Blitz)

Insbesondere lässt sich im Programmmodus manuell entscheiden, ob der Blitz zum Einsatz kommen soll oder nicht. Besonders in Innenräumen lässt Blitzlicht Aufnahmen oft künstlich und wenig stimmungsvoll wirken – die Entscheidung, wann es zum Einsatz kommen soll, sollte vom Fotografen situationsbedingt getroffen werden. Um den Blitz zu nutzen, muss er vorher manuell geöffnet werden.

Die ISO-Einstellung kann je nach Lichtsituation vom Fotografen angepasst werden. Dabei kann ausprobiert werden, bei welchen ISO-Werten die optimale Belichtung erreicht wird. Insbesondere bei hohen ISO-Werten kann es – abhängig vom Kameramodell – zu einem nicht unbeachtlichen Bildrauschen kommen, das sollte bei der Einstellung beachtet werden.

Vergleich – fotografiert im P-Mode mit unterschiedlicher ISO-Einstellung (ISO 500 / 1000)

Vergleich – fotografiert im P-Mode mit unterschiedlicher ISO-Einstellung (ISO 500 / 1000)

Der Weissabgleich lässt sich ebenfalls beliebig einstellen.

Des Weiteren besteht im P-Mode die Möglichkeit einer Belichtungskorrektur. Diese kann nötig werden, da die Belichtungsmessung auf durchschnittlichen Motiven basiert, bei denen helle und dunkle Flächen relativ gleichmässig verteilt sind. Ist das Motiv insgesamt sehr hell oder sehr dunkel, weicht es zu stark von diesen Mittelwerten ab und es kommt zu Fehlbelichtungen. Diese lassen sich über eine Belichtungskorrektur beheben.

Ausserdem können im Programmmodus automatische Belichtungsreihen aufgenommen werden, wie sie für HDR-Bilder nötig sind. Dafür werden nur die Verschlusszeiten verändert und nicht die Blende, wodurch sich die Fotos später sauber verrechnen und überlagern lassen.

Das Programm P erkennt die verwendete Brennweite von Wechselobjektiven und versucht über die Blenden- und (bei ISO-Automatik) die ISO-Einstellung die Verschlusszeit so kurz zu halten, dass bis zu einer Mindestlichtmenge Freihandaufnahmen ohne Verwackeln möglich sind.

Die Bildqualität sollte im Modus P entsprechend direkt überprüft werden und unter Umständen sollten die entsprechenden Parameter angepasst werden.

Nachteile der Programmautomatik

Die Programmautomatik stellt zwei grundlegende Anforderungen: Das Bild soll korrekt belichtet sein und es soll scharf sein. In Kombination müssen Blende und Verschlusszeit immer zusammenpassen.

Allerdings gibt es mehr als nur eine Kombination, die zur richtigen Belichtung führt. Öffnet man (ausgehend von einer korrekten Kombination) beispielsweise die Blende etwas und verringert die Belichtungszeit entsprechend, entsteht eine weitere korrekte Kombination bezüglich der Belichtung mit einer anderen Schärfentiefe. Die Schärfentiefe eines Fotos wird beispielsweise oft als gestalterisches Mittel eingesetzt. Standardmässig kann die Programmautomatik nicht entsprechend eingestellt werden.

Program-Shift-Funktion

Der P-Mode bevorzugt kurze Verschlusszeiten vor hohen Blendenzahlen. Die Kombination von Blende und Verschlusszeit definiert Schärfentiefe und Bewegungsunschärfe. Wenn die Blende etwa zu klein ist, das Motiv aber mehr Unschärfe im Hintergrund erfordert, kann bei vielen Kameramodellen eine Programmverschiebung (Program-Shift) genutzt werden. Dabei wird unter Erhalt des Belichtungswertes manuell in die von der Programmautomatik ermittelte Zeit-/Blendenkombination eingegriffen. Je nach Kamera kann die Programmverschiebung über ein Stellrad am Auslöser oder über Pfeiltasten auf der Rückseite der Kamera vorgenommen werden.

Blende und Verschlusszeit werden hier nicht einzeln, sondern gleichzeitig verschoben. Dadurch wird garantiert, dass die Belichtung selbst entsprechend der aktuellen Lichtsituation unverändert bleibt. Veränderte Lichtverhältnisse berücksichtigt die Programmautomatik in ihrer Parallelverschiebung, die Richtung der Verschiebung wird jedoch beibehalten. Dieser Program-Shift gilt je nach Kamera und Einstellung nur für die aktuelle Aufnahme oder für eine definierte Zeit.

Fotos des selben Motivs mit unterschiedlicher Belichtungszeit

Fotos des selben Motivs mit unterschiedlicher Belichtungszeit

Weitere Programmmodi / Motivprogramme

Die Auswahl der Zeit-/Blendenkombination erwägt immer das Zusammenspiel zwischen der korrekten Belichtungszeit und der optimalen Blendeneinstellung für Tiefenschärfe. Aus diesem Grund bieten die meisten modernen Kameras mehr als eine Programmautomatik, um unterschiedliche Situationen abzudecken. Die Einstellungen folgen dabei einer Art „Patentrezept“ für das entsprechende Motiv.

Das Portraitprogramm wählt eine möglichst offene Blende für geringe Schärfentiefe. Landschafts- und Panoramaprogramme sowie Nahaufnahmeprogramme wählen eine möglichst geschlossene Blende für grosse Schärfentiefe. Das Sportprogramm wählt die kürzeste Belichtungszeit, um Bewegungsunschärfe zu vermindern. Das Nachtprogramm wählt eine lange Verschlusszeit für Langzeitbelichtungen.

Fazit

Je nachdem, wie intensiv der Fotograf die manuellen Einstellmöglichkeiten seiner DSLR im Programmmodus nutzt, können wesentliche Parameter des Fotos beeinflusst werden. Dabei wird stets sichergestellt, dass die Kombination aus Blende und Belichtungszeit eine korrekte Belichtung erlaubt. Mit dem Program-Shift können für einzelne Bilder oder Belichtungsserien nahezu die gleichen Einstellungen getroffen werden, wie das die Halbautomatiken Av (A) und Tv (S) erlauben würden. Werden andere Motivprogramme genutzt oder keine eigenen Einstellungen im P-Modus getätigt, kommt der Modus dem AUTO-Modus nahe.

Merken

Merken

Merken

Merken

Das Modusrädchen einer DSLR-Kamera mit Szeneprogrammen, AUTO, P, Av, Tv und M.

DSLR – Fotografieren im Automatikmodus

Eine jede digitale Spiegelreflexkamera besitzt an der Oberseite ein sogenanntes Modusrädchen, mit dem man zwischen den verschiedenen Aufnahmeprogrammen wechseln kann. Hier finden sich normalerweise einige Szenenprogramme sowie eventuell ein Punkt für den Videomodus und einer für benutzerdefinierte Einstellungen. Für die meisten Hobbyfotografen sind die fünf Auswahlpunkte AUTO, P, A, S und M erfahrungsgemäss am wichtigsten. A ist je nach Kameramodell auch manchmal mit Av und S mit Tv bezeichnet. P steht für Programmmodus, A (Av) steht für Aperture Priority, also Blendenpriorität oder auch Zeitautomatik, S (Tv) ist die Abkürzung für Shutter Priority, also Verschlusspriorität oder Blendenautomatik, M steht für den manuellen Modus. Der Automatikmodus ist mit «AUTO» oder einer grünen Box mit einem «A» bezeichnet.

Im Automatikmodus (Auto-Mode) kontrolliert die Kamera alle Einstellungen selbst. Dies betrifft Parameterwie Blende, Verschlusszeit, Weissabgleich und den ISO-Wert. Darüber hinaus entscheidet die Kamera, ob ein Blitz benötigt wird und löst ihn gegebenenfalls aus. Auch alle Szeneprogramme nutzen den Automatikmodus – mit speziellen Voreinstellungen beispielsweise für Makro-Aufnahmen oder Portraits.

Muss man im Manuellen Modus fotografieren, um richtig gute Bilder zu machen?

Hier scheiden sich die Geister. Besonders auf DSLR-Einsteiger, die bisher an die Kompaktkamera oder das Smartphone gewöhnt sind, können die vielen Optionen einer Spiegelreflexkamera verwirrend oder gar einschüchternd wirken. Blendenzahl, Fokus, Brennweite, ISO…sich bei den Einstellungen für ein Foto Unterstützung durch die Technik der Kamera zu holen, kann durchaus auch bei einer Systemkamera sinnvoll sein. Die Software moderner Kameras wertet nicht nur die Lichtmenge aus, um die optimale Belichtung zu wählen, sondern beurteilt ein dreidimensionales Farbmodell des Bildes im Sucher der Kamera.

Im Gegensatz zum manuellen Modus können im Automatikmodus Blende und Verschlusszeit nicht kontrolliert werden. Das heisst im Umkehrschluss aber nicht, dass im Automatikmodus keine guten Bilder aufgenommen werden können. Moderne Kameras sind mehr denn je in der Lage, ein ideal belichtetes Bilde im Automatik-Modus aufzunehmen.

Der Automatikmodus eignet sich hervorragend für spontane Schnappschüsse – wenn keine Zeit bleibt, Einstellungen im manuellen Modus oder in Teil-Automatik-Modi zu treffen. Auch wenn das Ergebnis noch optimierbar gewesen wäre, ist es manchmal einfach wichtiger, ein tolles Motiv im richtigen Moment einzufangen.

Insbesondere bei guten Lichtverhältnissen, beispielsweise bei Sonnenlicht im Freien oder tagsüber in Räumen mit Blitz, liefert der Automatikmodus einwandfreie Aufnahmen. Bei entsprechenden Lichtverhältnissen ist es für die Kamera einfacher, die Lichtmenge zu messen und die richtigen Einstellungen zu finden.

Natürlich hat der Automatikmodus seine Grenzen. Wenn Sie Bewegungsunschärfe zulassen oder Bewegungen einfrieren lassen möchten, ist es natürlich vorteilhaft, die Shutter Priority (Verschlusspriorität, S oder Tv) zu verwenden. Wenn Sie die Tiefenschärfe steuern möchten, um einen Hintergrund zu verwischen oder zu schärfen, ist Aperture Priority (Blendenpriorität, A oder Av) die beste Wahl.

Im Vergleich das gleiche Motiv mit unterschiedlichen Aufnahmemodi:

Im Automatikmodus aufgenommene Kakteen

Mit der DSLR-Kamera im Automatikmodus aufgenommenes Motiv

Ein Kaktus fotografiert in verschiedenen Modi: Blendenautomatik Av (links) contra Zeitautomativ Tv (rechts)

Motiv fotografiert in verschiedenen Modi: Zeitautomativ Av contra Blendenautomatik Tv

Lohnt es sich überhaupt eine DSLR zu kaufen, wenn man überwiegend im Automatik-Modus fotografiert?

Diese Frage stellt sich vor Anschaffung einer neuen DSLR-Kamera und es gibt natürlich keine pauschale Antwort. Wer nur einfache Schnappschüsse machen möchte, kommt auch mit einer qualitativ hochwertigen Kompaktkamera oder einem Smartphone mit guter Kamera sehr weit. Eine Spiegelreflexkamera wird in diesem Falle nur einen geringfügigen Zugewinn bieten.

Wer mit seiner Kompaktkamera an Grenzen stösst, gerne andere Objektive nutzen möchte oder sich mehr Möglichkeiten für individuelle Einstellungen wünscht, ist mit einer DSLR-Kamera aus dem unteren bis mittleren Preisbereich auch als Einsteiger, der meist den Automatik-Modus nutzt, gut beraten. Wer bereit ist, ein wenig auszuprobieren, wird auf Dauer bessere Bilder schiessen.

Teurere Kameras haben in der Regel mehr Autofokuspunkte. Sie verfügen über bessere Messgeräte, bessere interne Nachbearbeitung und bessere Sensoren. Auch im Auto-Mode wird eine Kamera aus dem mittleren Qualitätsbereich ansprechendere Ergebnisse liefern als eine sehr günstige Kamera. Viele Fotografen raten insbesondere dazu, bei der Auswahl der Objektive auf Qualität zu achten. Im Set mit dem Kameragehäuse erhältliche «Universalobjektive» sind oftmals weniger lichtstark als separat erhältliche Objektive. Die Investition in ein hochwertigeres Objektiv aus dem mittleren Qualitätsbereich lohnt entsprechend auch für Hobbyfotografen und DSLR-Einsteiger. Während sich die Technik im Gehäuse / Body der Kamera rasant weiterentwickelt, ist ein gutes Objektiv eine langfristige sinnvolle Investition, die sich mit der Zeit auszahlen wird und die Bildqualität stark verbessern kann.

Daneben bieten DSLR-Kameras natürlich die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln. Wer sich über kurz oder lang einige Objektive für spezielle Zwecke zulegt, gewinnt einen grossen kreativen Freiraum, auch im Automatikmodus.

Merken

Merken

Merken

Merken