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Alter Fotoautomat an einer Strassenecke

Fotoboxen für aussergewöhnliche Partybilder

Früher waren sie im Eingangsbereich vieler Supermärkte und an Bahnhöfen zu finden: die Passbildautomaten. Die fest installierten Automaten waren mit wenigen Tasten leicht zu handhaben und machten automatisch einfache oder biometrische Passbilder vom Benutzer. Inzwischen dienen sie längst nicht nur zum schnellen und einfachen Erstellen von zweckmässigen Passfotos. Heute als «Fotobox» oder «Photobooth» bekannt, sind die Automaten ein beliebtes Highlight auf Partys, Hochzeiten und Messen. Erfahren Sie hier, was moderne Fotoboxen zu bieten haben und wieso sie sich zum Party-Hit entwickelt haben.

Fotobox als Spassfaktor mit Erinnerungswert

Natürlich sind auch heute noch ein paar alte Fotoautomaten in der Stadt zu finden. Sie bieten eine tolle Möglichkeit für kreative Fotos als Erinnerung an den Ausflug mit Freunden oder dem Partner. Gegen etwas Kleingeld macht die Fotobox bis zu vier Fotos in Serie und druckt diese meist in Schwarzweiss als charakteristischen Fotostreifen aus.

Inzwischen gibt es die Fotobox auch als mobile Version und mit zahlreichen Gestaltungsoptionen und Hintergründen. Die Kamera und zugehörige Bedienelemente sind kompakt in einem Kasten verbaut, der sowohl den Transport als auch das Aufstellen an einem beliebigen Ort vereinfacht.

Lustiges Foto mit einer Fotobox auf einem Event

Neben Messen und Ausstellungen vermieten einige Anbieter solche Fotoboxen heute auch für private Partys, Hochzeiten, Firmenfeiern und ähnliches. Aufgrund ihres einfachen Handlings und der tollen Ergebnisse hat sich in den letzten Jahren ein richtiger Trend um die Fotobox entwickelt. Auf Feierlichkeiten bietet sie einen echten Spassfaktor für Jung und Alt und sorgt für einzigartige Erinnerungsfotos.

So funktioniert die moderne Fotobox

Grundsätzlich funktionieren mobile Fotoboxen ähnlich wie die alten Automaten: Über einen Selbstauslöser oder durch ein einmaliges Betätigen des Auslösers werden ein oder mehrere Fotos gemacht. Die modernen Modelle erleichtern die Bedienung zudem über einen integrierten Touchscreen und es können mehr Einstellungen vorgenommen werden. Viele Fotoboxen verfügen über einen Live-View, über den Sie sich selbst beim Positionieren sehen können. Zudem stehen meist zahlreiche digitale Hintergründe, Overlays und Rahmen zur Auswahl. Dazu werden die Aufnahmen vor einem Bluescreen oder Greenscreen gemacht, der im Foto durch das gewählte Hintergrundbild ersetzt wird. Mit manchen Fotoboxen können sogar animierte Bilder, Daumenkinos oder Comicsequenzen erstellt werden.

Je nach Ausstattung der Fotobox können die fertigen Fotos direkt ausgedruckt oder sogar in sozialen Netzwerken geteilt werden. So können Sie die lustigen Momentaufnahmen gleich mit Freunden auf Facebook, Instagram und Co. teilen. Viele Fotoboxen lassen sich auch mit einem Beamer verbinden, der die Ergebnisse den Gästen als Diashow präsentiert. In jedem Fall erhalten Sie alle Bilder in digitaler Version per Mail oder als CD nach Rückgabe der gemieteten Fotobox.

Was Sie zur Verwendung einer Fotobox benötigen

Je nach Anbieter wird die Fotobox direkt in Ihrer Location aufgebaut und eingerichtet oder mit einer einfachen Anleitung zum Selbstaufbauen geliefert. Neben ausreichend Platz zum Aufbau der Fotobox benötigen Sie nur einen Stromanschluss (230V). Achten Sie auch auf passende Lichtverhältnisse. In den meisten modernen Fotoboxen ist ein professioneller Fotoblitz verbaut, der das Motiv bei normaler Raumbeleuchtung gut ausleuchtet und sehr gute Ergebnisse liefert. Möchten Sie für die Fotobox eine eigene Ecke oder einen extra Raum einrichten, sind weitere Lichtquellen, wie etwa Stehlampen, für eine optimale Ausleuchtung des Motivs geeignet. Ist die Umgebung zu dunkel, kann die Kamera unter Umständen nicht optimal fokussieren und die Bilder werden unscharf.

Eine Photobooth als kreative Fotoecke

Besonders beliebt ist es, eine ganze Fotoecke oder einen kleinen Raum für die Partygäste und Nutzer der Fotobox einzurichten – die Photobooth. Hier wird etwa eine bestimmte Szenerie dargestellt und es stehen lustige Accessoires und Verkleidungsstücke bereit. Statt Bluescreen wird hier gern ein selbst geschmückter Hintergrund gewählt. Wem das Mieten einer professionellen Fotobox für die kleine Privatparty zu teuer ist, kann für die Photobooth auch eine eigene Kamera mit Selbstauslöser platzieren.

Lustige Accessoires für die Photobooth

Für Firmenfeiern und grosse Jubiläen vermieten einige Anbieter ganze Event-Zelte. Je nach Wunsch stellt hier zum Beispiel das Firmenlogo auf einer grossen Leinwand die Kulisse für die Fotos dar.

Fazit

Eine Fotobox bietet nicht nur Spass für Ihre Partygäste, sondern sorgt für aussergewöhnliche Erinnerungsfotos. Mit den zahlreichen Möglichkeiten durch digitale Hintergründe und Gestaltungselemente sowie lustige Accessoires sind den kreativen Partybildern keine Grenzen gesetzt. Dank kompakter Bauweise und einfacher Bedienung lässt sich die Fotobox nahezu überall aufstellen und von Alt und Jung benutzen. Wir denken, eine Fotobox ist ein tolles Highlight für die nächste grosse Party.

Tipps und Tricks, um schattenfrei zu fotografieren

Schattenfrei fotografieren: Tipps und Tricks

Um ein Motiv schattenfrei zu fotografieren, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Denn neben der Beleuchtung spielt auch der Unter- und Hintergrund eine wichtige Rolle. Worauf Sie noch achten sollten und wie Sie professionelle und schattenfreie Aufnahmen auch ohne grosse Studioausrüstung umsetzen können, verraten wir Ihnen nachfolgend.

Schattenfrei fotografieren: Das richtige Licht

Um Motive schattenfrei einzufangen, eignen sich Dauerlicht-Leuchten am besten. Mit ihnen haben Sie schon vor der Aufnahme die volle Kontrolle über die Lichtführung. Das hat den Vorteil, dass eventuelle Schatten besser korrigiert werden können, in dem man einfach das Licht verrückt. Dauerlichtleuchten gibt es in verschiedenen Ausführungen. Von den einfachen Tageslichtlampen über Softboxen bis hin zur Ringleuchte. Welche Variante am Ende gewählt wird, hängt vor allem vom Motiv und der persönlichen Präferenz des Fotografen ab. Für kleinere Produkte eignen sich neben dem natürlichen Licht von draussen auch kleine Tageslichtlampen oder die Ringleuchte. Bei grösseren Motiven oder Porträt-Aufnahmen ist der Einsatz von Softboxen ratsam. Zum einen geben sie mehr Licht in den Raum ab und zum anderen können sich bewegende Objekte besser abgelichtet werden, weil man mit kurzen Verschlusszeiten arbeiten kann.

Am wichtigsten für eine schattenfreie Aufnahme ist allerdings die Anordnung der Lichtquellen. Hier spricht man auch von der schattenfreien Ausleuchtung des Motivs. Dazu gibt es mehrere Varianten, wie die Lichtquellen angeordnet werden können. Dabei ist nicht nur der Abstand zum Motiv zu beachten, sondern auch der Abstand der Lampen zueinander. Steht die Lichtquelle nah am Motiv ist das Licht härter. Stellen Sie also die Lampen in ausreichendem Abstand zum Motiv auf. Die Positionierung der einzelnen Lichtquellen kommt natürlich auf deren Schattenwurf an. Im Idealfall wird das zu fotografierende Motiv von allen Seiten ausgeleuchtet: von oben, von unten, von vorne, von hinten und von den Seiten. In den meisten Fällen reicht es aber schon aus, wenn Sie zwei Lampen im 45 Grad Winkel zum Motiv platzieren bzw. rechts und links von Ihrer Kamera. Dadurch werden die meisten Schatten weitestgehend aufgehoben. Sind hinter dem Motiv noch störende Schatten zu finden, haben Sie zwei Möglichkeiten. Zum einen können Sie versuchen, die Lampen etwas höher zu positionieren, sodass sie seitlich und leicht oben auf das Motiv stahlen. Oder Sie nehmen sich noch eine dritte Leuchte zur Hand und strahlen das Motiv von oben an.

Licht-Setting, um schattenfrei zu fotografieren

Idealfall: Beleuchtung von allen Seiten

Schattenfrei fotografieren dank Hohlkehle

Neben der richtigen Beleuchtung, spielt auch der Unter- und Hintergrund eine wichtige Rolle. Ist der Unter- und Hintergrund uneben, kommt es später in den Aufnahmen zu unschönen Kanten und Schatten. Um dies zu vermeiden, gibt es einen Trick: Die Hohlkehle. Vor allem in der professionellen Studiofotografie wird die Hohlkehle immer dann eingesetzt, wenn der Unter- und Hintergrund miteinander verschmelzen sollen. Dies hat den Effekt, dass das Motiv im Raum schwebt. Am besten eignet sich eine solche Hohlkehle für Freisteller-Aufnahmen.

Schattenfrei mit einer Hohlkehle fotografieren

Schattenfreie Produktfotografie

Besonders häufig werden schattenfreie Aufnahmen in der Produktfotografie benötigt. Vor allem wenn es darum geht, Produkte für einen Onlineshop oder einen Katalog in Szene zu setzen. Wer kein grosses Fotostudio zur Hand hat, für den empfiehlt sich der Einsatz eines mobilen kleinen Fotostudios. Ein Fototisch oder ein Fotozelt (auch Fotowürfel) sind optimal für die Produktfotografie geeignet. Mit beiden Varianten lassen sich tolle schattenfreie Aufnahmen von Produkten erzielen. Für welche Variante man sich entscheidet, hängt letztlich von der Grösse des Produktes und von den Platzmöglichkeiten ab.

Ein Fototisch hat den Vorteil, dass das Produkt auch von unten beleuchtet werden kann. Das liegt vor allem an seiner lichtdurchlässigen Arbeitsplatte. Aufgrund seiner Grösse können auf einem Fototisch auch grössere Objekte in Szene gesetzt werden. Ein Fotowürfel ist meist kleiner als ein Fototisch. Daher eignet er sich vor allem für kleinere Produkte bestens, wie z.B. Schmuck. Zudem kann man ihn schneller auf- und abbauen als einen Fototisch. Ein weiterer Vorteil ist, dass ein Fotowürfel rundherum mit einem lichtdurchlässigen Material bespannt ist. Dadurch wirkt das Licht, welches auf das Produkt fällt, weicher.

Produktfotografie mit einem Fototisch für schattenfreie Aufnahmen

Mit einem Fototisch lassen sich die Objekte auch von unten fotografieren.

DIY Foto-Hack: Produkte schattenfrei zu Hause fotografieren

Wer kein professionelles Studio zur Hand hat, kann auch mit wenigen Mitteln schattenfreie Produktfotos erzielen. Denn für eine gute Ausleuchtung benötigt man nicht immer viel Platz oder eine Menge an Technik. Im Grunde benötigen Sie nur ausreichendes Tageslicht, einen passenden Unter- bzw. Hintergrund sowie ein paar Hilfsmittel.

Ein bewährtes Hilfsmittel für schattenfreie Aufnahmen ist ein simples weisses Blatt. Wer keinen Fototisch zur Hand hat, kann auch dieses zur Formung einer Hohlkehle so an der Wand befestigen, dass es sich nach unten hin leicht wölbt. Je nach Grösse des Produktes sollte auch die Grösse des Blattes angepasst werden. Mit diesem DIY Foto-Hack können Sie nun ganz wie im Fotostudio Freisteller-Aufnahmen schiessen.

Hinweis: Fotografieren Sie ausschliesslich mit Tageslicht, arbeiten Sie am besten mit langen Belichtungszeiten, um für die nötige Helligkeit auf den späteren Aufnahmen zu sorgen.

Hohlkehle mit einem weissen Blatt formen

DIY Foto-Hack: Mit Hilfe eines weissen Blattes eine Hohlkehle formen.

Je nach Lichteinfall ist auch ein Reflektor hilfreich, um unschöne Schatten vom Motiv abzulenken. Dazu platziert man den Reflektor hinter der unbelichteten Seite des Produktes so, dass der Reflektor das darauf fallende Licht zurück auf die unbeleuchtete Seite des Motives werfen kann. Einen solchen DIY-Reflektor können Sie sich mit wenigen Mitteln selber basteln. Denn je nach Stärke des Schattens reicht auch hier ein weisses Blatt Papier oftmals völlig aus, um dunkle Stellen oder Reflektionen auszugleichen. Sind die Schatten stärker, können Sie auch ein Stück Pappe mit Silberfolie beziehen.

Reflektor zum Fotografieren selber machen

DIY Reflektor mit Silberfolie

Weitere Tipps, wie Sie in den eigenen 4 Wänden mit wenig Aufwand tolle Produktbilder schiessen können, haben wir Ihnen in unseren Artikeln „Produktfotografie: Gute Bilder für den eigenen Onlineshop, eBay und Co.“ und „Studioausstattung für die eigenen vier Wände“ zusammengefasst.

Nahaufnahme des Leuchtmittels eines Studioblitzes

Kaufberatung: Studioblitz für das eigene Heimstudio

Blitzlicht gilt in der Fotografie als ein altbewährtes Mittel, um ein Objekt oder eine Person perfekt auszuleuchten. Die Besonderheit des Blitzlichtes liegt in der enormen Leistungsstärke. Anders als bei Dauerlicht-Leuchten, welche ihren Ursprung im Bereich Film und Fernsehen haben, eignet sich das Blitzlicht ausschliesslich für die Fotografie. Wer sich ein Blitzsystem für das eigene Heimstudio zulegen möchte, hat bei dem weitgefassten Angebot die Qual der Wahl. Eine Orientierung, welche Kriterien beim Kauf von Blitzgeräten zu beachten sind, gibt der folgende Artikel.

Grundsätzliche Möglichkeiten: Studioblitz versus Aufsteckblitz

Aufsteckblitze sind klein, handlich und bereits für einen geringen Preis zu haben. Zudem lassen sich diese entfesselt benutzen; das bedeutet, dass sie statt auf dem Blitzschuh der Kamera auf einem externen Stativ angebracht werden können. Dadurch können Aufsteckblitze genauso benutzt werden wie Studioblitze. Wird jedoch die Leistung eines Studioblitzes mit der eines Aufsteckblitzes vergleichen, so steht der Aufsteckblitz dem Studioblitz in einigem nach. Der Studioblitz ist in seiner Bauweise zwar grösser als ein Aufsteckblitz, jedoch kann er wesentlich mehr Leistung erbringen.

Eine höhere Leistung lässt sich zwar durch den Einsatz mehrerer Aufsteckblitze erreichen, doch ist hier ein einzelner Studioblitz in seiner Handhabung einfacher und in der Anschaffung je nach Modell vielleicht auch kostengünstiger als mehrere Aufsteckblitze. Neben der Leistungsstärke des Studioblitzes ist auch das Einstelllicht ein grosser Vorteil, welches oft nur bei Studioblitzen zu finden ist. Das Einstelllicht schafft mittels einer zusätzlichen Glühbirne die Möglichkeit, die Lichtwirkung des Blitzes bereits vor der ersten Aufnahme zu erahnen.

Der Einsatz von Lichtformern mit dem Blitz

Selbst für einen entfesselten Aufsteckblitz ist die Verwendung von Lichtformern möglich. Allerdings ist hier die Auswahl an Grössen und Formen relativ begrenzt. Es ist oft nicht möglich, mit der vergleichsweise schwachen Lichtleistung eines Aufsteckblitzes eine grössere Softbox auszuleuchten. Ein Studioblitz bietet hier die bessere Alternative, da aufgrund der starken Leistung auch grössere Softboxen verwendet werden können. Je höher die Leistung des Studioblitzes ist, um so grösser kann die dementsprechende Softbox gewählt werden. Doch die Grösse und die Form der Softbox hängt wiederum stark von dem jeweiligen Einsatzzweck ab.

So eignen sich beispielsweise kleinere Striplights bestens für Portrait und grössere für Ganzkörper-Aufnahmen. Neben dem Striplight gibt es Softboxen auch als Quadrat oder Oktagon. Zusätzlich sollte erwähnt werden, dass eine Softbox relativ viel Licht verschluckt. Dies kann bei den Kameraeinstellungen bis zu zwei Blendenstufen ausmachen.

Ein zusätzliches Grid, das in der Softbox angebracht werden kann, hilft das Licht noch gezielter in die richtige Richtung zu lenken. Alternativ zu den Softboxen gilt auch der Durchlicht- und Reflektorschirm als nützlicher Helfer beim Einsatz von Studioblitzen.

Studioblitz mit einer Striplight-Softbox

Kaufkriterien für einen Studioblitz

Wird von einem Studioblitz gesprochen, ist meist ein Blitzsystem gemeint. Ein Blitz allein sorgt meist nicht für die gewünschte Ausleuchtung, da das Licht dann nur aus einer Richtung kommen kann. Folglich sollte bei der Anschaffung eines Blitzsystems von mindestens zwei Studioblitzen die Rede sein, um ein Objekt oder eine Person aus mehreren Richtungen gut ausleuchten zu können.

Für den Einsatz in den eigenen vier Wänden reicht in der Regel eine Lichtleistung von zweimal 250 Watt. Wer jedoch in grösseren Räumen oder Hallen fotografieren möchte, sollte sich stärkere Studioblitz anschaffen. Eine Lichtquelle aus einer dritten oder vierten Richtung kann mit Hilfe eines Reflektors auch ohne ein weiters Blitzgerät geschaffen werden.

Für eine gute Kompatibilität der einzelnen Geräte kann es von Vorteil sein, nur Blitze desselben Herstellers zu verwenden, da diese oft herstellereigene Anschlüsse besitzen. Zudem sollte eine Fotozelle in den Blitzgeräten verbaut sein, sodass alle verwendeten Blitze ohne zusätzliches Equipment synchron ausgelöst werden können.

Um auf einem Blitzgerät verschiedenste Lichtformer verwenden zu können, sollte bereits beim Kauf auf die leichte Austauschbarkeit der Lichtformer geachtet werden.

Fazit

Letztendlich hängen die Art und der Umfang des benötigten Blitzsystems sehr vom Einsatzzweck ab. Für den Gebrauch im eignen Heimstudio reichen meist zwei Blitze mit einer relativ geringen Leistung aus. Diese sind kostentechnisch meist auch für den Hobbyfotografen erschwinglich. Die Entscheidung, alle Blitzgeräte bei ein und demselben Hersteller zu kaufen, kann vor allem in Bezug auf die Kompatibilität grosse Vorteile bringen.

Wie bereits erwähnt hat der Blitz im Vergleich zum Dauerlicht seine Vorteile in der starken Lichtleistung und in der flexiblen Regelbarkeit. Der Nachteil besteht wiederum in der schlechten Schätzbarkeit der Lichtwirkung. Das Einstelllicht eines Studioblitzes schafft es jedoch, diesem Negativkriterium ein wenig entgegen zu wirken.

Hotelzimmer aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet

Fotografie von Hotelzimmern – so gelingt es

Der erste Eindruck entscheidet – und dieser geschieht, wenn es um Hotelzimmer, Pensionen und Ferienwohnungen geht, heute in der Regel online. Interessenten bewerten Hotels bzw. ganz allgemein Ferienunterkünfte dabei häufig an der Qualität Ihrer Fotos. Wirken die Räume geräumig, hell und ansprechend, werden Interessenten wesentlich wahrscheinlicher zu Gästen werden. Deshalb ist es wichtig, als Anbieter stimmige und überzeugende Fotos präsentieren zu können.

Wir zeigen Ihnen am Beispiel von Hotelzimmern, worauf es bei der Fotografie von Räumen ankommt und wie es gelingt, diese attraktiv und schmeichelnd darzustellen.

Das richtige Licht macht den Unterschied

Damit das Hotelzimmer einen attraktiven und natürlichen Eindruck erweckt, sollte bei den Aufnahmen vor allem natürliches Licht zum Einsatz kommen. Ziehen Sie die Vorhänge auf und lassen Sie die Sonne hinein. Es bietet sich auch an, die im Zimmer vorhandene Beleuchtung einzuschalten, um das Bild so zusätzlich aufzuhellen. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da sich zu stark unterscheidende oder zu dominierende Lichtquellen negativ auf die Qualität des Bildes auswirken. Für den Fall, dass die Umgebung nicht genug Licht bereithält, kann der Einsatz eines Stativs oder externer Strahler durchaus sinnvoll sein. Somit können auch niedrige ISO-Werte gewählt werden.

Vergleich eines schlecht ausgeleuchteten mit einem gut ausgeleuchteten Hotelzimmer

Auf dem rechten Bild wurde gänzlich auf den Einsatz von natürlichem Licht verzichtet, weshalb das Bild sehr künstlich und dunkel wirkt. Vor allem die Wandbeleuchtung im rechten Teil des Bildes steht hier zu stark im Vordergrund und lenkt dadurch vom restlichen Bildinhalt ab. Auf dem linken Bild wurde, zusätzlich zu der Raumbeleuchtung, das verfügbare Tageslicht gut mit in das Foto eingearbeitet. Das Foto wirkt dadurch insgesamt aufgeräumter und einladender.

Bei der Fotografie von Hotelzimmern empfiehlt es sich generell, die warmen Farben des Interieurs herauszuarbeiten, um den Interessenten einen gemütlichen Eindruck vom Zimmer zu vermitteln. Ferner sollte das Bild auch nicht allzu dunkel oder schattig sein. Bei der Fotografie im Dateiformat RAW lassen sich Änderungen von Beleuchtung und Farbgebung auch noch nachträglich in wenigen Handgriffen vornehmen.

Das Hotelzimmer aus der Perspektive des Gastes fotografieren

Empfehlenswert und häufig angewandt ist eine Fotoperspektive, bei der die Position eines soeben in das Zimmer eingetretenen Gasts eingenommen wird. Der Blick fällt dabei in den Raum hinein und erfasst Möbel, Wand und Fenster. Für den Fall, dass das Hotelzimmer einen besonderen Ausblick verspricht, lässt sich dieser so auch sehr schön in das Foto einbringen.

Vergleich eines zur Wand ausgerichteten mit einem zum Fenster ausgerichteten Hotelzimmers

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher dunkel und begrenzt. Der Blick auf die Wand im Hintergrund wirkt sich eher negativ auf die Bildstimmung aus. Bei dem rechten Bild hingegen trägt die in den Raum und zum Fenster fallende Perspektive deutlich zu einer offenen und freundlichen Atmosphäre bei.

Auf diese Art und Weise wirkt das Hotelzimmer einladender, interessanter und oftmals auch grösser als auf einem Bild, bei dem lediglich das vor der Wand stehende Bett fotografiert wurde.

Damit die Bilder möglichst realistisch wirken, sollten sie aus einer Höhe von etwa einem Meter aufgenommen werden. Vermeiden Sie es, die Fotos aus einer Vogel- oder Froschperspektive heraus zu schiessen.

Gezielte Bildkomposition für hohe Qualität

Interessant ist auch die Frage danach, was überhaupt fotografiert werden sollte. Idealerweise sollten die Fotos den Interessenten einen guten Gesamteindruck vom Hotelzimmer vermitteln. Aus diesem Grund wird häufig versucht, möglichst viele Bestandteile auf einem einzigen Foto abzubilden. Unschön ist dies jedoch immer dann, wenn Motive abgeschnitten werden.

Abhilfe verschafft der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs, da hierdurch grössere Bildbereiche fotografiert werden können. Ein solches Objektiv trägt ausserdem dazu bei, dass das Hotelzimmer weitläufiger erscheint, was insbesondere kleineren Räumen zugutekommt. Alternativ zum Weitwinkelobjektiv empfiehlt es sich, den Bildausschnitt auf eine besonders stimmige Stelle des Raumes zu verlagern und gegebenenfalls mehrere Aufnahmen zu machen. Dies führt zu einer Entlastung der einzelnen Bilder und vermittelt einen sauberen Eindruck.

Vergleich eines gedrungen wirkenden Zimmers zu einem tief wirkenden Zimmer

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher unprofessionell, da einzelne Möbel scharf abgeschnitten werden. Die Platzierung des Sofas ist sehr unvorteilhaft gewählt und erweckt auf dem Bild einen gedrungenen Eindruck. Auf dem rechten Bild hingegen wurde so in den Raum hinein fotografiert, dass beim Betrachter ein dreidimensionales Gefühl der Tiefe entsteht. Die gerade Linienführung von Wand und Decke verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.

Achten Sie auch darauf, dass die Zusammenführung von Wänden und Decken auf Ihren Bildern in einer möglichst harmonischen Linienführung mündet. Fotos mit geraden Linien tragen dazu bei, dass die abgebildete Umgebung glaubhafter und ausgewogener erscheint. Problematisch sind Aufnahmen, die im sehr niedrigen Brennweitenbereich (Ultraweitwinkel) geschossen werden, da es zu Verzerrungen bei der Linienführung kommen kann. Solche Unstimmigkeiten führen wiederrum dazu, dass das Zimmer bei näherer Betrachtung unruhig auf den Betrachter wirkt und so der gesamte Eindruck getrübt werden kann.

Vergleich eines Zimmers mit horizontal schräg verlaufenden Linien zu einem Zimmer mit horizontal gerade verlaufenden Linien

Das linke Bild wurde aus einer eher unvorteilhaften Perspektive heraus fotografiert. Die Wand- und Deckenlinien verlaufen schräg zueinander und irritieren bei längerem Betrachten.

Das perfekte Foto vom Hotelzimmer – Fazit

Die gelungene Fotografie von Hotelzimmern ist in erster Linie abhängig von den drei Faktoren Licht, Perspektive und Bildkomposition. Für einen freundlichen und einladenden Eindruck sollte das Zimmer hell genug abgebildet sein. Das Vermischen verschiedenfarbiger Lichtquellen (etwa weiss und gelb) sollte im besten Fall vermieden werden. Zu stark abweichende Lichtfarben können notfalls auch im Nachhinein noch korrigiert werden. Die eingenommene Perspektive sollte so gewählt werden, dass sie möglichst der des Gastes gleicht. Damit das gesamte Bild harmonisch wirkt, sollte eine durchdachte Bildkomposition verfolgt werden. Hierbei ist weniger manchmal mehr, da zu viele Bildbestandteile schnell irritieren und von den eigentlich wichtigen Motiven ablenken können. Mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware können Sie Ihre Aufnahmen schliesslich noch abrunden und den letzten Schliff verpassen.

leuchtendes Fruchtfleisch einer Zitrusfrucht

Strukturen zum Leuchten bringen

Immer wieder hält die Natur atemberaubende Motive bereit. Wer gerne im Freien fotografiert, wird vielleicht schon einmal mit dem Gegenlicht der Sonne experimentiert haben. Es ist eine sehr schöne Möglichkeit, Strukturen und Muster der Natur – beispielsweise von Bäumen, Blättern oder Früchten – sichtbar zu machen.

Mit diesem Artikel wollen wir Ihnen zeigen, wie Sie auch zu Hause Muster und Strukturen von Obst und Gemüse ohne großen Aufwand auf besondere Weise hervorheben können.

Muster und Strukturen von Obst und Gemüse zum Leuchten bringen

Licht beeinflusst die Wirkung eines Musters und die Struktur einer Oberfläche enorm. Es kann einer Oberfläche mehr Tiefe verleihen. Auf dem folgenden Bild kann der Betrachter gut das Zusammenspiel von Dichte des Musters sowie die hellen und dunklen Strukturen beobachten.

Die Glühbirne

Auf dem Bild ist eine Birne zu erkennen, in der ein Leuchtmittel untergebracht ist. Der rumänische Fotograf Radu Zaciu hat das deutsche Wort „Glühbirne“ quasi eins zu eins in seine Muttersprache übersetzt und geboren war die Idee, Gemüse und Obst von innen auszuleuchten.

Das Projekt „the light inside“

Die Fotografien des Projekts „the light inside“ lassen die verwendeten Objekte sprichwörtlich in einem neuen, ganz anderen Licht erstrahlen. Der Fotograf schafft es, gewöhnliche Oberflächenstrukturen von Obst und Gemüse so zum Leuchten zu bringen, bis sie eigenartig verfremdet wirken. Ermöglicht wird das durch die unterschiedliche Dicke und Dichte der Objekte und deren Oberflächenfarbe und Struktur. Das verwendete Leuchtmittel und die Kameraeinstellungen leisten den übrigen Beitrag zur Wirkungsweise der Bilder.

ausgekeimte Kartoffel

Besonders interessant ist eine Fotografie des Rumänen, bei der eine Lampe einen Blumenkohl vom Kern aus erleuchtet. Das Bild vom harmlosen Gemüse verwandelt sich in eines, das eher an eine gewaltige Explosion erinnert.

Apocalypse Now – der Blumenkohl

DIY: Strukturen zum Leuchten bringen – Obst und Gemüse

Zaciu bringt in seinem Projekt „the light inside“ ganz unterschiedliche Objekte zum Leuchten. Unter anderem benutzt er eine Netzmelone, eine Kiwi, eine Kartoffel, Fenchel, Drachenfrucht, Ananas, Chicorée, Kohl und andere Obst- und Gemüsesorten.

Möchten auch Sie die Strukturen von Obst und Gemüse auf fast surreale Art und Weise einfangen, sollte sie folgende Werkzeuge und Gadgets bereithalten:

  • Akkuschrauber
  • Spiral- und Flachbohrer, unterschiedliche Größen
  • Leuchtmittel, unterschiedlicher Größe und Leuchtkraft
  • Taschenlampe
  • Stativ und Kamera
  • Sehr dunkler Raum

Nun kann damit begonnen werden, das Obst oder Gemüse zu präparieren. Je nach Sorte empfehlen wir, unterschiedliche Bohrer zu verwenden. Es sollte nur so viel Inneres entnommen werden, wie für die Lichtquelle erforderlich ist. Für Chicorée reicht ein schmaler Kanal für eine dünne Taschenlampe. Da seine Blätter sehr durchlässig sind, benötigt man keine starke Lichtquelle.

Bei anderem Gemüse, wie bei Blumenkohl, reicht eine Taschenlampe nicht. Hier benötigt der Fotograf eine handelsübliche Glühbirne über die er den Blumenkohl stülpen kann. Der Platz für die Glühbirne im Kohl wird durch den Flachbohrer geschaffen. Auch hier gilt, nur so viel wie nötig zu entnehmen, damit die natürliche Leuchtkraft erhalten bleibt.

Das präparierte Gemüse und Obst wird nun in einem stark abgedunkelten Raum vor der Kamera mit Stativ platziert. Ein dunkler Raum ist nötig, da das durchscheinende Licht aus den Obst- und Gemüsesorten sehr schwach im Vergleich zum Umgebungslicht scheint. Außerdem stört es die spätere Motivwirkung.

Wir empfehlen Langzeitbelichtungsaufnahmen von etwa 10 Sekunden. Dieser Wert kann je nach zu fotografierendem Objekt allerdings schwanken. Hier heißt es: Ausprobieren!

Tipp: Spannend sind auch Aufnahmen mit dem Makro-Objektiv.

Bevor Sie jetzt loslegen, möchten wir Sie noch an grundlegende Sicherheitshinweise erinnern. Vor der Präparation muss bei Lampen mit Stromanschluss (50Hz, 230V) der Netzstecker gezogen werden. Außerdem sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass einzelne Kontakte isoliert sind. Nur so kann ein Stromschlag vor, während und nach der Fotosession vermieden werden.

Der Asteroid

Aufbau eines Studios – Ringleuchte und DSLR miteinander kombiniert

Kaufberatung: Dauerlicht-Leuchte in der Fotografie

Besteht ein reges Interesse an der Studiofotografie, ist der Wunsch nach einem Fotostudio in den eignen vier Wänden nicht weit. Einen angenehmen Einstieg können hier Dauerlicht-Leuchten bieten. Diese sind in der Regel leicht zu handhaben und die sofortige Erkennbarkeit der Lichtwirkung kommt gerade den Einsteigern sehr entgegen.

Welche Kriterien Sie beim Kauf einer Dauerlicht-Leuchte beachten sollten, verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Kriterium 1 – Bauform

Dauerlicht-Leuchte ist nicht gleich Dauerlicht-Leuchte. Es gibt sie als Strahler, Flächenleuchten und Ringleuchten. Jede dieser Bauformen dienen unterschiedlichen Einsatzzwecken.

Für den Schwerpunkt Portrait- oder Makrofotografie sind Ringleuchten besonders geeignet. Vor allem bei der Portraitfotografie lässt sich durch die Form des Lichts ein schöner Effekt in den Augen des Models erzeugen. Des Weiteren bietet die Ringform den Vorteil, dass diese in der Mitte eine Öffnung hat, wodurch die Leuchte direkt vor der Kamera platziert werden kann. Folglich müssen nur die Kamera und die Leuchte auf eine Höhe gebracht werden, sodass das Objektiv der Kamera durch die Öffnung des Ringlichts ragen kann. Einige Ringleuchten sind direkt mit einer Kamerahalterung ausgestattet, um den Einsatz zweier Stative zu vermeiden.

Sollen grosse Räume, wie Industriehallen, fotografiert werden, empfehlen sich hier Flächenleuchten. Wie der Name schon verrät, ist die Lichtquelle eine grosse bis sehr grosse rechteckige leuchtende Fläche, die ein weiches, gleichmässiges Licht erzeugen kann. Diese grosse Fläche besteht entweder aus mehreren Reihen Leuchtstoffröhren oder aus LEDs.

Die dritte Bauform sind Strahler. Diese sind in mehreren Varianten erhältlich. Die Unterschiede bestehen hier in der Anzahl der verwendeten Leuchtmittel und der daraus resultierenden Lichtstärke. Hierbei bieten Dauerlicht-Leuchten, die mehr als nur ein Leuchtmittel haben, einen Vorteil in Bezug auf die Flexibilität. Die Leuchtmittel lassen sich in der Regel stufenweise zu- und abschalten, wodurch die Lichtstärke variiert werden kann.

Neben den Strahlern sind in den meisten Fällen auch die Ring- und Flächenleuchten in einem gewissen Umfang regelbar. So lassen sich die einzelnen Reihen einer Flächenleuchte ebenfalls stufenweise zu- und abschalten. Die Ringleuchte wiederrum besitzt meist einen Dimmer.

Ringleuchte und DSLR – fotografiertes Motiv ist auf dem Bildschirm durch den Live-View-Modus sichtbar

Kriterium 2 – Preis und Qualität

Das Angebot an Dauerlicht-Leuchten in all seinen Bauformen ist vor allem im Internet enorm. Ebenso gross ist die Spanne der Preise. Jede Art der Dauerlicht-Leuchten sind in nahezu jedem Preissegment vertreten.

Strahler, Ringleuchten und auch Flächenleuchten können bereits im zweistelligen CHF-Bereich erworben werden. Zudem finden sich hier teilweise ganze Sets, die aus einem oder zwei Strahlern inklusive Stativen und Softboxen bestehen. Jedoch sollten bei diesen Angeboten die Erwartungen nicht allzu hoch sein. Grosse Schwachstellen günstiger Sets sind meist die Verarbeitung und die dazugehörigen Stative. Diese sind in vielen Fällen nicht sehr stabil, wodurch die Dauerlicht-Leuchte eher einen wackeligen Stand hat. Des Weiteren haben diese Strahler meist nur eine Lichtquelle, wodurch kaum Flexibilität in Bezug auf die Lichtleistung gegeben ist.

Nähert man sich den Anfängen des dreistelligen CHF-Bereichs an, findet sich bereits qualitativ hochwertigeres Equipment, welches zudem oft mehr Möglichkeiten bietet. So finden Sie hier bereits Strahler mit mehr als nur einem Leuchtmittel und auch das ein oder andere Markengerät ist in dieser Preisklasse vorhanden.

Sowohl das Niedrig- als auch das Mittelpreissegment reichen in der Regel für den Gebrauch eines Heimstudios aus. Dabei ist es vor allem wichtig abzuwägen, wie oft und intensiv das Heimstudio genutzt werden soll. Je nachdem, wie gross das Vorhaben ist, sollten die dafür benötigten Investitionen geplant werden.

Natürlich gibt es in Bezug auf Preis und Qualität kaum Grenzen nach oben. Lesen Sie Produktbewertungen anderer Nutzer oder lassen Sie sich in einem Fachgeschäft beraten, bevor Sie Ihre Entscheidung treffen.

Kriterium 3 – Leuchtmittel

Beim Kauf einer Dauerlicht-Leuchte ist nicht nur die Bauform und die Qualität des Gerätes wichtig. Das verwendete Leuchtmittel spielt ebenfalls eine bedeutende Rolle. Als Leuchtmittel werden vor allem Halogen-Leuchten, HMI-Leuchten und LEDs eingesetzt.

Die Halogen-Leuchte gehört hierbei zu den preiswerteren Modellen. In ihrer Leistung bieten sie einen eher warmen Lichtton, welcher mit circa 4800 Kelvin ungefähr 1000 Kelvin unter dem Tageslicht-Wert liegt. Die warme Lichtwirkung der Leuchte stellt bei Aufnahmen im RAW-Format jedoch nur selten ein Problem dar, da diese im Nachhinein durch einen Weissabgleich gut kontrolliert und ausgeglichen werden kann. Der Nachtteil der Halogen-Leuchten ist die grosse Wärmeentwicklung, die diese mit sich bringen, daher muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Gehäuse gut isoliert ist.

Die Halogen-Metall-Dampflampe, kurz HMI, erreicht den Tageslicht-Wert und entwickelt deutlich weniger Wärme als Halogen-Leuchten. Zudem bietet dieses Leuchtmittel eine hohe Lichtstärke, wodurch auch eine hohe Lichtausbeute resultiert. Der einzige Nachteil begründet sich hier in den hohen Anschaffungskosten einer solchen HMI-Leuchte.

Als dritte Möglichkeit bietet sich der Einsatz von LEDs. LEDs sind im Gegensatz zu den beiden anderen Leuchtmitteln noch relativ neu und bieten den Vorteil, dass es diese nicht nur in grossen, sondern auch in kleinen Grössen gibt. Diese kleineren Dauerlicht-Leuchten können oft durch einen Akku betreiben werden und eignen sich dadurch besonders für den mobilen Einsatz. Zudem bieten LEDs einen stufenlosen Wechsel zwischen Tageslicht und Kunstlicht, wodurch im Bereich der Lichtwirkung eine gewisse Flexibilität entsteht. Wie die HMI-Leuchte haben auch LEDs nur eine geringe Wärmeentwicklung, wodurch sich diese beiden Leuchtmittel auch für Film und Fernsehen eignen. Ein Nachteil der LEDs ergibt sich durch den hohen Randabfall ausserhalb des Kernbereichs. Dadurch eignet sich diese Form der Dauerlicht-Leuchten eher für kurze Distanzen. In Bezug auf die Lichtleistung kann die LED-Leuchte die HMI-Leuchte nicht überbieten und bleibt somit der Spitzenreiter.

Eignung zur Aufnahme von Videos

Im Gegensatz zum Blitzlicht bieten Dauerlicht-Leuchten den Vorteil, dass sie auch zur Aufnahme von Videos verwendet werden können. Hierbei ist es nur wichtig darauf zu achten, dass die Leuchte keine allzu grosse Wärme entwickelt, da diese in der Regel länger in Betrieb sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Geräuschpegel. Viele Geräte, die eine gewisse Wärme erzeugen, bedienen sich einer Lüftung, um der Überhitzung entgegenzuwirken. Wer vor allem Videos aufnehmen möchte, sollte sich also eine Dauerlicht-Leuchte ohne Kühlgebläse kaufen.

Fazit

Insgesamt betrachtet sind Dauerlicht-Leuchten eine sehr gute Option für das erste eigene Heimstudio und das bereits für den kleineren Geldbeutel. Neben dem Preis und der Qualität sollte die Bauform der Leuchte genau auf den Einsatzzweck abgestimmt sein. Dennoch bietet hier der Strahler durch die mögliche Verwendung verschiedener Lichtformer die grösste Flexibilität. Werden die Leuchtmittel betrachtet, ist es besser eine Entscheidung zwischen HMI und LED zu fällen, da die enorme Wärmeentwicklung von Halogen-Leuchten gerade in kleinen Räumen und in der Nähe brennbarer Gegenstände ein Risiko darstellt.

Weitere Informationen zum Einsatz künstlicher Lichtquellen finden Sie in folgenden Artikeln:

Studioaufbau – Kamera mit einer Dauerlicht-Leuchte

Anordnung und Positionierung verschiedener Kunstlichtquellen

Die zwei gängigsten Lichtquellen sind der Studioblitz und das Dauerlicht. Diese können separat, aber auch gemeinsam eingesetzt werden. Oft reicht jedoch eine einzelne Lichtquelle nicht aus, um das gewünschte Motiv optimal in Szene zu setzen. Nun stellt sich die Frage, wie mehrere Lichtquellen positioniert werden müssen, um ein perfektes Ergebnis zu erzielen. Die optimale Anordnung hängt vom fotografierten Motiv und den räumlichen Gegebenheiten ab.

Portraitfotografie – die richtige Anordnung

Bei der Fotografie von Personen werden in der Regel drei Lichtquellen verwendet, das Führungslicht, das Aufhelllicht und das Spitzlicht.

Das Führungslicht, auch «Keylight» genannt, ist in dieser Komposition die Hauptlichtquelle und ist somit das stärkste der drei Lichter. Dieses wird in einem 30- bis 45-Grad-Winkel rechts oder links von der Kamera aufgestellt und so positioniert, dass das Licht schräg über das Auge des Models fällt. Durch die Anordnung dieses Lichts wird die eine Gesichtshälfte gut ausgeleuchtet. Auf der gegenüberliegenden Seite wiederum zeichnen sich harte Schatten ab.

Um der Schattenbildung entgegenzuwirken, wird eine weitere Lichtquelle auf Höhe der Kamera oder gegenüber dem Führungslicht positioniert. Dabei handelt es sich um das Aufhelllicht, auch «Filllight» genannt. Dieses ist schwächer als das Führungslicht und mindern den Kontrast zwischen den beiden Gesichtshälften.

Die dritte Komponente ist das Spitzlicht (Backlight), welches im Hintergrund aufgebaut wird und das Model von hinten anleuchtet. Dadurch entsteht eine klare Abgrenzung zwischen Kopf und Hintergrund, wodurch die Aufnahme eine höhere Tiefenwirkung erlangt.

Produktfotografie – die richtige Anordnung

Gerade Objekte mit vielen Ecken und Kanten benötigen für die optimale Ausleuchtung viel Licht. Deshalb gibt es bei der Produktfotografie, wie schon bei der Portraitfotografie, verschiedene Komponenten.

Begonnen wird auch hier mit der Positionierung des Führungslichts. Soll das Objekt gleichmässig ausgeleuchtet werden, besteht das Führungslicht aus zwei Lichtquellen. Diese sollten die gleiche Lichtstärke aufweisen und jeweils links und rechts von der Kamera aufgestellt werden, sodass das Licht auf das Objekt fällt. Nach der ersten Probeaufnahme lässt sich erkennen, dass das Motiv bereits relativ gut beleuchtet ist, nur die obere Kante erscheint noch etwas dunkel.

Da das gewählte Produkt rundum zur Geltung kommen soll, wird eine weitere Lichtquelle über dem Objekt angebracht. Nun lässt sich auf der zweiten Probeaufnahme erkennen, dass auch die obere Kante gut zur Geltung kommt.

Ist die Ausbeute der bisher verwendeten Lichtquellen zufriedenstellend, geht es anschliessend um die Details. Wie bei der Portraitaufnahme soll auch bei der Produktfotografie eine Tiefenwirkung erzeugt werden. In diesem Fall können statt einem separaten Spitzlicht zwei Reflektoren verwendet werden. Diese werden schräg hinter dem Objekt platziert, damit sie das Führungslicht auf die Rückseite des Objektes reflektieren.

Collage aus zwei Fotografien- links schlecht beleuchtet und rechts gut beleuchtet – Motiv sind ein kleines Klavier und ein M

Das erste Bild links wurde nur mit einer Lichtquelle von links beleuchtet. Daraus resultieren starke Schatten. Das zweite Bild wurde von links, rechts und leicht von oben angestrahlt. Das Motiv zeigt viel weniger Schatten und kommt gut zur Geltung.

Mit dem Aufbau des Führungslichts, des Oberlichts und der Reflektoren als Ersatz für das Spitzlicht ist der Set-Aufbau vollständig. Sollten dennoch Details nicht optimal zur Geltung kommen, können weitere Reflektoren, wie beispielweise in Form eines weissen Blatt Papiers, verwendet werden. Diese sollten so ausgerichtet werden, dass sie das Licht auf die schlecht ausgeleuchtete Stelle umlenken.

Weitere Feinheiten lassen sich durch verschiedene Kameraeinstellungen kontrollieren. Dabei hat bei der Produktfotografie der Blendenwert die grösste Bedeutung. In den meisten Fällen soll bei der Produktfotografie eine hohe Schärfentiefe erzeugt werden. Dies gelingt vor allem mit einer eher geschlossenen Blende. Folglich ist es sinnvoll, mit einem niedrigen Blendenwert wie beispielsweise f/16 zu arbeiten.

Studioaufbau aus zwei Softboxen und einer Kamera

Auf diesem Bild ist ein Set-Aufbau zu sehen, bei dem bisher nur das Führungslicht aufgebaut wurde. In beiden Softboxen befinden sich Studioblitze, welche auf die gleiche Leistung eingestellt wurden.

Set-Aufbau – Studioblitz oder Dauerlicht?

Sowohl bei der Produktfotografie als auch bei der Portraitfotografie können für den Set-Aufbau Dauerlicht-Leuchten oder Studioblitze verwendet werden. Auch eine Kombination aus beiden Lichtquellen ist möglich, solange diese richtig aufeinander eingestellt sind.

Für den Einsteiger ist die Arbeit mit dem Dauerlicht einfacher, da die Lichtwirkung sofort eingeschätzt werden kann.

Fazit

Der Set Aufbau besteht in nahezu jeder Situation aus verschieden Lichtquellen. Hierbei bildet das Führungslicht immer die Basis. Probeaufnahmen können dabei helfen, die Wirkung der verschiedenen Lichtquellen sichtbar zu machen. Deshalb empfiehlt es sich, nach dem Aufbau jeder einzelnen Lichtquelle eine Aufnahme zu machen, um somit die Lichtwirkung zu erkennen, zu verstehen und diverse Defizite festzustellen. Anschliessend lassen sich die Defizite Schritt für Schritt mit weiteren Lichtquellen und Hilfsmitteln ausgleichen.

Wie in nahezu allen Bereichen der Fotografie gehört auch beim Lichtaufbau etwas Übung und Erfahrung dazu, bis der Aufbau ohne weiteres von der Hand geht. Doch wenn der Basisaufbau einmal sitzt, bietet die Arbeit mit Licht noch viele weitere Möglichkeiten.

Merken

Tipps für das Fotografieren von kleinen Produkten für den eigenen Online Shop

Produktfotografie: Gute Bilder für den eigenen Onlineshop, eBay und Co.

Wer einen eigenen Onlineshop betreibt, selbst gemachtes über DIY-Plattformen verkauft oder seine nicht mehr gebrauchten Dinge über eBay und Co. verkaufen möchte, weiss, wie wichtig gute Produktfotos sind. Kann der potenzielle Käufer das Produkt nicht erkennen oder wirkt das Bild zu dunkel, klickt er weg.
Daher verraten wir Ihnen nachfolgend, wie Sie kleine Produkte und Waren für den Online-Verkauf optimal in Szene setzen und worauf sie dabei besonders achten sollten.

Die passende Ausrüstung für die Produktfotografie

Wer gute und vor allem detailreiche Produktbilder für einen Onlineshop erstellen möchte, sollte auf eine gute Ausrüstung setzen. Das fängt bei einer Kamera an und hört bei der Wahl des Zubehörs auf.
Gute Aufnahmen können natürlich mit einer digitalen Kompaktkamera erstellt werden. Allerdings haben auch diese kleinen Alleskönner ihre Grenzen, wenn es um das Arbeiten im Studio oder einer studio-ähnlichen Umgebung geht. In der Produktfotografie ist daher eine gute Systemkamera oder DSLR empfehlenswert, an der sich bestimmte Parameter, wie die Blende, einstellen lassen.
Ebenso wichtig wie die Wahl der richtigen Kamera ist auch die Wahl des passenden Objektives. Da in diesem Artikel der Focus auf kleinen Produkten liegt, ist ein Makroobjektiv empfehlenswert. Diese Objektive sind für sehr nahe Aufnahmen konzipiert und können Details besser herausarbeiten als Weitwinkel oder Teleobjektive.
Auch wenn die Auswahl an Kamera- und Objektivzubehör riesig ist, sind vor allem ein gutes Stativ mit einem festen Stand und ein Polfilter für das Objektiv empfehlenswert. Der feste Stand des Statives ist gerade dann wichtig, wenn Sie beispielsweise ein Produkt fotografieren wollen, dass es in mehreren Farben gibt und auf jedem Bild der gleiche Blickwinkel eingehalten werden soll. Würde das Stativ beim Berühren ständig verrutschen, müsste vor jeder Aufnahme erst einmal das Stativ wieder neu platziert werden. Haben die Produkte reflektierende oder spiegelnde Flächen, empfiehlt sich der Einsatz eines Polfilters für das Objektiv. Mit Hilfe eines solchen Polfilters können schon beim Fotografieren Spiegelungen entfernt werden, die selbst in der Nachbearbeitung nicht mehr korrigiert werden können.

Das passende Setting finden

Steht die Kameraausrüstung, geht es auch schon an das eigentliche Fotografieren der Produkte für den Onlineshop oder die Verkaufs-Plattform. Um das beste Ergebnis zu erzielen, ist es ratsam sich zu den Punkten Hintergrund, Licht und Perspektive Gedanken zu machen.

Produktfotografie: Vergleich verschiedenfarbiger Untergründe

Wirkung verschiedener Untergründe: Vergleich schwarzer vs. weisser Untergrund

Damit später das Produkt im Mittelpunkt steht, empfiehlt es sich, dieses vor einem neutralen Hintergrund zu fotografieren. Dies kann ein weisser, einfarbiger oder schwarzer Hintergrund sein. Wichtig bei der Wahl des passenden Hinter- und Untergrundes ist es darauf zu achten, dass sich dieser deutlich vom Produkt abhebt. So ist es beispielsweise nicht sinnvoll, ein helles Produkt auf einem weissen Hintergrund zu fotografieren, da hier das Produkt mit dem Hintergrund verschwimmen würde. Soll ein farbiges Produkt fotografiert werden, ist es ratsam verschiedenfarbige Hintergründe auszuprobieren, bis man den passenden gefunden hat. Achten Sie dabei aber auf Einheitlichkeit. So wirkt es weniger ansprechend, wenn später jedes Produkt in ihrem Shop vor einem anderen Hintergrund fotografiert wurde.
Im Beispiel haben wir uns für einen weissen Hintergrund entschieden. Um kleine Produkte optimal zu fotografieren, bietet sich der Einsatz eines Fotozeltes bzw. eines Lichtwürfels an. Wer dies nicht zur Hand hat, kann auch wie in unserem Beispiel auf ein weisses Blatt Papier zurückgreifen. Um auf dem späteren Produktbild keine unschönen Kanten zu haben, wird das Blatt Papier so an der Wand befestigt, dass es sich nach unten hin leicht wölbt.

Das Setting in der Produktfotografie muss nicht immer aufwendig sein

Um auf dem späteren Produktbild keine unschönen Kanten zu haben, wird ein Blatt Papier so an der Wand befestigt, dass es sich nach unten hin leicht wölbt.

Damit auf dem späteren Bild auch alle Details gut erkennbar sind, ist eine gute Belichtung das A und O. Hierfür gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten: Entweder man verwendet ein Blitzlicht oder, wie in unserem Fall, ein Dauerlicht. Welche Vorteile die jeweilige Belichtungsmöglichkeit bietet, können Sie hier nachlesen.

Vergleich Produkt ohne zusätzliche Beleuchtung und mit guter Ausleuchtung

links: Produkt ohne zusätzliche Beleuchtung, nur mit Tageslicht – rechts: Ausleuchtung des Produktes mit einer Ringleuchte

Haben sie einen passenden Hintergrund und die optimale Belichtungsmöglichkeit gefunden, geht es nun darum, den richtigen Winkel für Ihr Produkt zu finden. Manchmal ist es passend, das Produkt einfach nur aus der Vogelperspektive zu fotografieren. Um dem Produkt aber mehr Dynamik zu verleihen, lohnt es sich verschiedene Winkel auszuprobieren. So reicht es manchmal schon aus, wenn Sie das Produkt leicht drehen und mit der Kamera ein paar Grad nach unten gehen. Achten Sie auch bei der Foto-Produktion darauf, das Produkt, wenn nötig aus verschiedenen Blickwinkeln zu fotografieren, damit sich der Kunde später ein umfassendes Bild machen kann. Ebenso sollten Sie auch Detailaufnahmen nicht vergessen.

Vergleich der Wirkung verschiedener Winkel in der Fotografie

Wirkung verschiedener Winkel. Rechts wirkt das Produkt viel dynamischer und echter als auf dem linken Bild.

Um alle Details des Produktes einzufangen, sollten sie zudem mit einer hohen Blendenzahl arbeiten. Dadurch stellen Sie sicher, dass kein Detail verwischt. Auch der ISO Wert sollte möglichst klein gehalten werden, damit auf dem späteren Bild kein unschönes Rauschen zu sehen ist. Wer mit einem Stativ arbeitet, kann je nach Power der Belichtung mit einer langen Belichtungszeit arbeiten.

 Negativ-Beispiel – Produktfoto mit zu kleiner Blendenzahl

Negativ-Beispiel: Aufnahme des Produktes mit einer zu kleinen Blende von f1.8. Hier ist deutlich zu sehen, dass nur die Mitte des Produktes scharf ist und die Kanten verwischen.

Nachträgliche Bildbearbeitung für optimale Ergebnisse

Selbst die beste Kamera kann manchmal nicht alle Details eines Produktes einfangen. Diese müssen dann in der Nachbearbeitung mit Hilfe eines Bildbearbeitungsprogrammes herausgearbeitet werden. Dabei muss es nicht immer Photoshop sein. Es gibt auch kostengünstige Alternativen mit denen Sie noch mehr aus den Aufnahmen herausholen können.
Neben dem Zuschneiden der Bilder, z.B. für Detail-Aufnahmen, können Sie nachträglich noch die Helligkeit erhöhen, sollten doch ein paar Details des Produktes im Schatten liegen. Aber auch die Kontrastfunktion kann helfen, dass gewisse Merkmale noch besser zur Geltung kommen. Ebenso können Sie auch nachträglich noch Farbanpassungen vornehmen, indem Sie die Sättigung erhöhen oder verringern. Eine solche Farbanpassung lässt sich aber auch über den Weissabgleich regeln. Möchten Sie diesen im Nachgang bearbeiten, ist es wichtig, dass Sie die Bilder im RAW-Format aufnehmen.

Tipp: Studioausstattung für die eigenen vier Wände

Portrait-Foto mit Schwarzlicht - Lichtspiele

Bunt, Bunter, Schwarzlichtfotografie

Die Besonderheiten der digitalen Schwarzlichtfotografie

Bei der Fotografie mit Schwarzlicht bestimmt der Fotograf, was gezeigt wird und was nicht. Unterstützt wird die fotografische Inszenierung durch Hilfsmittel mit fluoreszierenden Eigenschaften, welche durch das Schwarzlicht sichtbar gemacht werden.

Das breite Spektrum an Hilfsmitteln ermöglicht eine sehr künstlerische, äusserst spektakuläre und farbenfrohe Darstellungsweise, die man in dieser Art und Weise nicht häufig sieht.

Voraussetzungen für die Schwarzlichtfotografie

Aufgrund der eher dunklen Lichtstimmung an einem Schwarzlicht-Set, sollten Sie eine Kamera einsetzen, die auch noch in höheren ISO-Bereichen rauscharm fotografiert. Dies trägt dazu bei, dass die Bilder Ihren Qualitätsanforderungen gerecht werden und störendes Bildrauschen in dunklen Teilbereichen vermieden werden kann.

Grundsätzlich sollten Sie ein lichtstarkes Objektiv verwenden, welches niedrige Blendenwerte zulässt. Dies ermöglicht eine grössere Blende, eine höhere Lichtaufnahme und letztlich auch kürzere Belichtungszeiten.

Wichtigster Bestandteil der Schwarzlichtfotografie ist, wie der Name bereits verrät, das Schwarzlicht selbst. Als Lichtquelle können, je nach Zielsetzung, herkömmliche Schwarzlichtröhren oder auch spezielle Schwarzlicht-Bühnenstrahler dienen. Für punktuelle Beleuchtungen greifen Sie am besten zu Schwarzlicht Taschenlampen, die bereits preisgünstig erhältlich sind.

 

Modell fotografiert mit Schwarzlicht vor schwarzem Hintergrund

Hier sieht man die fluoreszierende Wirkung der eingesetzten Farben. Damit die Farben noch stärker in den Vordergrund treten, sind sowohl Hintergrund als auch Modell neutral in schwarz gehalten.

Damit bei der Schwarzlichtfotografie am Ende schöne und farbenfrohe Bilder entstehen können, benötigt man natürlich fluoreszierende Hilfsmittel. Eine gute Inspirationshilfe für Kombinationsmöglichkeiten bieten spezielle Onlineshops für Schwarzlichtaccessoires und die Arbeiten anderer Fotografen. Das Angebot ist vielfältig und reicht von Schwarzlicht-Schminke bis hin zu Schwarzlicht-Seifenblasen.

Der richtige Ort für das Schwarzlicht-Shooting

Das Shooting sollte in einer kontrollierbaren Umgebung durchgeführt werden. Sämtliche Störeinflüsse, wie etwa einfallendes Licht, können den Erfolg der Aufnahmen beeinträchtigen und sollten daher vermieden werden. Generell ist eine Indoor-Durchführung bei Abend oder Nacht empfehlenswert, da hier etwaigen Störeinflüssen vorgebeugt werden kann. Für die Dauer des Shootings sollten sämtliche Fenster und Türen abgedunkelt werden. Verwenden Sie für Ihre Aufnahmen am besten einen neutralen schwarzen Hintergrund.

Jedoch können auch nächtliche Aufnahmen im Freien zu spannenden Ergebnissen führen. Um den Einfluss von störenden Lichtquellen wie etwa Laternen oder dem Mondschein zu vermeiden, sollten Sie vorzugsweise in ländlichen und lichtgeschützten Umgebungen fotografieren. Aufgrund ihrer Mobilität und des Batteriebetriebs empfiehlt sich für das Aussen-Shooting der Einsatz von Schwarzlicht Taschenlampen.

Augenschonender Umgang mit dem Schwarzlicht

Aus gesundheitlichen Gründen sollten Sie und andere Beteiligte den direkten Blickkontakt mit Schwarzlichtquellen meiden. Da die Fotografie in abgedunkelter Umgebung auf Dauer ausserdem ermüdend und anstrengend sein kann, sollten Sie auf lange Blicke durch den Sucher Ihrer Kamera verzichten. Ratsamer ist es die Live View Funktion der Kamera einzusetzen, um die Bildkomposition auf einer grösseren Anzeige betrachten zu können.

Verwendung der Live View Funktion bei einer Spiegelreflexkamera.

Fotografie im manuellen Kameramodus – volle Kontrolle über ISO, Blende und Belichtungszeit

Für die Aufnahmen sollten Sie den manuellen Kameramodus wählen, da nur hier umfangreiche Kameraeinstellungen am ISO-Wert, dem Blendenwert und der Belichtungszeit vorgenommen werden können.

Der ISO-Wert sollte mit der Helligkeit der eingesetzten Schwarzlichter und der indirekten Leuchtkraft der fluoreszierenden Hilfsmittel abgestimmt werden. Kommen viele leuchtende Hilfsmittel und Schwarzlichter zum Einsatz, kann ein niedriger ISO-Wert gewählt werden. Beschränkt man sich hingegen auf die Verwendung von wenigen Lichtquellen, so wird man nicht um den Einsatz höherer ISO-Werte (bis in die höheren vierstelligen Bereiche) umhinkommen. Das Maximum richtet sich dabei auch nach dem Kameramodell, um kein unschönes Bildrauschen zu erzeugen. Probieren Sie in Testaufnahmen, welche ISO-Werte günstig sind.

Der Blendenwert sollte individuell auf die einzelnen Motive und die zu erreichende Schärfentiefe angepasst werden. Möchten Sie bloss ein einziges Motiv fotografieren und von dem Hintergrund abheben, so wählen Sie einen niedrigen Blendenwert. Möchten Sie zwei oder mehrere Motive deutlich darstellen, so sollten Sie mit höheren Blendenwerten experimentieren. Da die Grösse der Blende jedoch auch massgeblich über die Menge des einfallenden Lichts entscheidet, sollte diese ebenfalls in Abstimmung mit der Lichtstimmung der Umgebung gewählt werden.

Die Belichtungszeit sollte so gewählt werden, dass Sie das Motiv jederzeit scharf und erkennbar abbilden können. Die erforderliche Belichtungszeit ist abhängig davon, ob es sich um ein dynamisches oder statisches Motiv handelt. Um verwackelte und unscharfe Aufnahmen zu vermeiden, sollten Sie für dynamische Motive eine ausreichend kurze Belichtungszeit, ca. ab 1/50 Sekunde, wählen. Für die Fotografie von statischen Motiven bietet sich der Einsatz eines Stativs an. Somit können auch längere Belichtungszeiten, z.B. 1/5 Sekunde, zu scharfen Ergebnissen führen und dadurch Einstellungsmöglichkeiten wie etwa einen höheren Blendenwert oder einen niedrigeren ISO-Wert begünstigen.

Für eine bessere Farbdarstellung ist es ausserdem empfehlenswert, das Bild ganz bewusst ein wenig unterzubelichten. Die gezielte Unterbelichtung führt dazu, dass die fluoreszierenden Farben stärker in den Vordergrund treten.

Dateityp RAW – Der Grundstein für nachträgliche Bildbearbeitung

Falls es Ihnen möglich ist, sollten Sie die Bilder im Dateiformat RAW abspeichern. Die Bilder nehmen so zwar mehr Platz auf der SD-Karte ein, jedoch werden je Bild auch deutlich mehr Informationen gespeichert. Dadurch lassen sich RAW Dateien umfassender bearbeiten als etwa Bilder vom Typ JPEG.

Um leuchtende Farben noch ausdrucksstärker und besser herauszuarbeiten, empfiehlt sich die Nutzung von speziellen Bildbearbeitungsprogrammen, etwa Adobe Lightroom. Hiermit können Sie im Nachhinein die Farbgebung des Bildes über Anpassung der Farbton- und der Sättigungswerte verändern. Das experimentieren lohnt sich, da hier oftmals noch interessante alternative Ergebnisse geschaffen werden können.