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Eine Hochzeit fotografieren: Brautpaar Aufnahme

Tipps und Tricks für eine gelungene Hochzeitsreportage

Eine Hochzeit fotografisch zu begleiten, ist eine ganz besondere Aufgabe. Sie sollte gut vorbereitet und geplant werden. Mit einer Hochzeitsreportage steht Ihnen immerhin die wichtige Aufgabe bevor, das gesamte Fest mit all seinen emotionalen Höhenpunkten für immer festzuhalten. Fotos von Freunden, Verwandten und dem Brautpaar selbst geben so die Möglichkeit den wohl schönsten Tag im Leben immer wieder Revue passieren zu lassen.

Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bei der Vorbereitung einer Hochzeitreportage achten sollten und wie es Ihnen als Fotograf gelingt, eine Hochzeit aufregend, emotional und lebendig festzuhalten.

3 Tipps zur Vorbereitung einer Hochzeitreportage

Als stiller Beobachter der Hochzeit dokumentieren Sie an diesem Tag alle Geschehnisse. Neben den klassischen Gruppenfotos werden Sie das Brautpaar auch bei den Vorbereitungen begleiten. Ebenso werden Sie winzige Details und besondere Momente einfangen, ohne dabei den Ablauf der Hochzeit zu stören. Eine gute Vorbereitung ist da das Wichtigste.

Tipp 1: Besprechen Sie den Foto-Stil im Vorfeld mit dem Brautpaar

Geschmäcker sind verschieden, genauso wie der Stil eines Fotografen. Klären Sie daher im Vorfeld unbedingt den Stil der Aufnahmen. Lassen Sie sich vom Brautpaar Aufnahmen und Inspirationen zeigen, die beiden gefallen. Das wird Ihnen später dabei helfen den gewünschten Stil besser umzusetzen.

Tipp 2: Besprechen Sie den genauen Ablauf der Hochzeit

In der Regel begleitet ein Fotograf bei einer Hochzeitsreportage das gesamte Fest. Besprechen Sie daher im Vorfeld wann und wo jeder Programmpunkt stattfinden wird. Ebenso wichtig ist es zu erfahren, wer alles beim jeweiligen Programmpunkt anwesend ist. Das wird Ihnen in der Vorbereitung helfen, um zu wissen, wann Sie welches Objektiv einsetzen müssen. Ebenso können Sie bereits im Vorfeld die geplanten Locations besichtigen und sich auf die Umgebung einstellen.

Tipp 3: Prüfen Sie Ihr Equipment

Nichts ist ärgerlicher als ein leerer Akku oder ein defektes Objektiv. Prüfen Sie daher vor dem Fest unbedingt Ihre Technik auf Funktionalität. Ebenso ist es ratsam mehrere Ersatz-Akkus und Speicherkarten dabei zu haben.

Details einer Hochzeit fotografieren

So gelingt die Hochzeitsreportage

Um eine Hochzeit mit gelungenen Aufnahmen festzuhalten, sind reine Porträtaufnahmen vom Brautpaar nicht ausreichend. Immerhin möchten Sie mit den Bildern eine Geschichte erzählen und die Emotionen des Tages einfangen.

Tipps für die richtige Ausrüstung

Neben der Kamera selbst, welche die Basis für gelungene Aufnahmen ist, benötigen Sie für das Shooten einer Hochzeitsreportage natürlich noch eine Reihe an Zubehör. Achten Sie bei der Wahl des Kameratyps darauf, dass das Gehäuse möglichst leicht ist. Immerhin werden Sie den ganzen Tag die Kamera in der Hand halten. Neben dem Gehäuse spielt natürlich auch das passende Objektiv eine wichtige Rolle. Insbesondere für eine Hochzeit sollte das Objektiv vor allem lichtstark und möglichst leicht sein. Ebenso von Vorteil ist ein integrierter Bildstabilisator. Denn es wird Ihnen in den meisten Situationen nicht möglich sein, schnell ein Stativ aufzubauen. Ob Sie sich für ein Zoom-Objektiv oder eine entscheiden, hängt von Ihrem persönlichem Aufnahme-Stil ab. Mit einem Zoomobjektiv sind Sie flexibler als mit einer Festbrennweite und können schneller auf wechselnde Situationen reagieren. Allerdings sind Festbrennweiten lichtstärker und kreieren eine attraktivere Tiefenunschärfe. Daher hier ein Tipp: Halten Sie stets zwei Kameras mit unterschiedlichen Objektiven bereit. Eine Kamera mit einer Festbrennweite, beispielsweise mit einem 50mm Objektiv für Portraitaufnahmen und die andere Kamera mit einem Zoom-Objektiv, um grössere Entfernungen zu überbrücken. Das ist beispielsweise während der Trauung sehr hilfreich. Hier kann man als Fotograf nicht ständig um das Brautpaar herumlaufen, sondern sollte möglichst von weitem die Zeremonie einfangen, um niemanden zu stören. Zusätzlich ersparen Sie sich das ständige Wechseln der Objektive und können somit recht zeitnah spontane Situationen auf der Hochzeit einfangen. Arbeiten Sie mit zwei Kameras, sind ebenso Gurt- bzw. Haltesysteme empfehlenswert. So können Sie die Kameras immer griffbereit am Körper tragen.

Die richtige Motivwahl

Je nach Ablauf der Hochzeit gibt es eine Vielzahl an möglichen Motiven. Von den Vorbereitungen über die Zeremonie bis hin zur Feier haben Sie als Fotograf die Möglichkeit, die gesamten Emotionen des Tages mit Nah-, Panorama, Detail- und Porträtaufnahmen einzufangen.

Die Vorbereitungen einer Hochzeit fotografieren

Die Aufregung des Brautpaares fotografisch festhalten

Begleiten Sie das Hochzeitspaar bei den Vorbereitungen am Morgen, um mit Detail- und Portraitaufnahmen die Aufregung der Braut und des Bräutigams einzufangen. Eine Nahaufnahme auf den Frisiertisch, auf dem schon der Schleier bereit liegt und ein Glas Champagner, wird die Braut immer daran erinnern, wie aufgeregt sie in diesem Moment war. Oftmals befinden sich auch die Brautjungfern im Raum. Nicht selten wird hier schon die ein oder andere Freudenträne fliessen, die sich fotografisch mit Porträtaufnahmen und viel Tiefenschärfe einfangen lässt. Ebenso schön ist eine Detailaufnahme der Brautschuhe und eine Totale auf das noch hängende Brautkleid. Auch wenn der Bräutigam meist weniger Zeit für das Styling benötigt, lassen sich auch bei Ihm schöne Motive für die Hochzeitsreportage finden. Ein symbolhaftes Motiv ist beispielsweise eine Nahaufnahme davon, wie der Bräutigam seine Manschettenknöpfe anlegt oder sich die Schuhe schnürt. Scheuen Sie sich bei Detail- und Portraitaufnahmen nie davor, auch mal einen aussergewöhnlichen Blickwinkel zu wählen. Gehen Sie in die Knie oder steigen Sie auf eine Leiter um mit verschiedenen Blickwinkeln und Bildausschnitten zu spielen.

Die Freude während der Zeremonie einfangen

Während der eigentlichen Zeremonie werden Sie vor der Herausforderung stehen, sowohl die Emotionen des Brautpaares als auch der Gäste einzufangen. Von der glücklich strahlenden Braut bis hin zur Grosstante, die mit den Tränen kämpft, wird es ein breites Spektrum an Gefühlsausbrüchen geben. Hier ist es ratsam, sich von «aussen nach innen» zu arbeiten. Konzentrieren Sie sich noch vor der eigentlichen Zeremonie auf die bereits sitzenden Gäste. Hat die Trauung begonnen, sollte das Brautpaar im Mittelpunkt Ihrer Motivwahl stehen. Um all die Emotionen am besten einzufangen, bieten sich während der Trauung Porträtaufnahmen vom Brautpaar und den engsten Angehörigen an. Findet die Trauung oder die Zeremonie unter freiem Himmel statt, sind auch Aufnahmen aus grösserer Entfernung, die die ganze Location erfassen, eine schöne Motivwahl.

Das Brautpaar während der Trauung fotografieren

Der Klassiker: Das Brautpaar-Shooting

Ist die Trauung geschafft, steht meistens ein klassisches Brautpaar-Shooting auf dem Plan. Im Idealfall haben Sie die Location und den Stil für dieses Shooting schon im Vorfeld besprochen. Auch im Hinblick auf die Zeit und den Tagesablauf wird Ihnen eine gute Vorbereitung auf dieses Shooting helfen, grossartige Aufnahmen zu schiessen. Mit meist etwa einer Stunde ist die Zeit für das Brautpaar-Shooting oft recht knapp bemessen. Arbeiten Sie sich auch hier Schritt für Schritt vor. Beginnen Sie mit Ganzkörperaufnahmen, danach Porträtaufnahmen und zum Schluss kommen die Detailaufnahmen von den Ringen und dem Brautstrauss.

Die Hochzeitsfeier fotografisch begleiten

Bevor die eigentliche Hochzeitsfeier nach der Trauung und dem Empfang beginnt, sollten Sie die Location mit all seinen Details festhalten. Damit die liebevolle Dekoration noch nicht durch Jacken, Handtaschen oder Sonnenbrillen «zerstört» wird, sollten Sie das Brautpaar bitten, für ein paar Minuten allein im Festsaal sein zu dürfen. Konzentrieren Sie sich neben den Aufnahmen des gesamten Saales auch auf Detailaufnahmen von Blumenarrangements, Namensschildern und weiteren liebevollen Dekorationselementen. Am besten eigenen sich dafür Festbrennweiten (50mm, 35mm), die eine attraktive Tiefenunschärfe erzeugen. Auch hier sollten Sie wieder mit verschiedenen Blickwinkeln und Bildausschnitten spielen.

Details der Hochzeitsdekoration einfangen

Ist die Location fotografiert, strömen die ersten Gäste in den Saal. Nun haben Sie den ganzen Abend Zeit, die Gäste in ausgelassener Stimmung zu fotografieren. An dem Punkt können Sie selbst einmal durchatmen und sich auf die Suche nach schönen Motiven begeben. Diese lassen sich auf der Feier zahlreich finden. Spielende und lachende Kinder, tanzende Gäste, Verwandte, die sich umarmen oder Gäste, die gerade eine Rede halten. Aber auch das Anschneiden der Hochzeitstorte ist ein grossartiges Ereignis, an das sich das Brautpaar gerne zurückerinnern wird. Behalten Sie bei der ganzen ausgelassenen Stimmung aber auch immer das Programm im Blick. Oftmals haben die Trauzeugen dies für die Feier organisiert. Informieren Sie sich daher vorher bei ihnen, um genau zu wissen, wann beispielsweise ein Feuerwerk oder Hochzeitsspiele geplant sind. Dies ist insofern wichtig, damit sie Ihre Kamera frühzeitig auf die jeweilige Situation einstellen können und nicht erst die passende Einstellung gefunden haben, wenn der Programmpunkt schon vorbei ist.

Fazit

Eine Hochzeitreportage zu fotografieren bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Wer sich als Fotograf schon im Vorfeld über die Wünsche des Brautpaares und den Ablauf informiert, erspart sich vor Ort viel Arbeit und wertvolle Zeit. Denn so können Sie sich schon im Vorfeld über mögliche Motive Gedanken machen und das passende Equipment zusammenstellen. Von den Vorbereitungen über die Zeremonie bis hin zur Feier haben Sie als Fotograf die Möglichkeit, die gesamten Emotionen des Tages mit Nah-, Panorama, Detail- und Porträtaufnahmen einzufangen. Die gelungene Hochzeitsreportage hält den schönsten Tag des Brautpaares detailreich fest, um immer wieder in den besonderen Erinnerungen schwelgen zu können.

Hochzeitsfoto mit magischer Sonneneinstrahlung

Die besten internationalen Hochzeitsfotografen

Wenn Menschen fotografiert werden, ist das immer eine schwierige Angelegenheit. Es gibt hier besonders viel zu beachten: Die richtige Location, das richtige Licht, die richtige Pose…Nebenbei müssen sich die Personen auch wohlfühlen, damit überhaupt erst gute Fotos entstehen können.

Ein spezieller Bereich der «Peoplefotografie» ist das Fotografieren von Hochzeiten. Der Fotograf hat hier die schwere Aufgabe, tolle Fotos zu machen, an denen sich das Brautpaar sein Leben lang nicht satt sehen kann – und damit bleibende Erinnerungen an einen ganz besonderen Tag zu schaffen. Dabei soll der Hochzeitsfotograf bestenfalls mitten im Geschehen sein, ohne die Gäste zu stören. Meist begleitet der Fotograf die Veranstaltung ganztägig, sodass kaum Zeit zum Verschnaufen bleibt: Er darf keinen einzigartigen Moment verpassen, meist gibt es nur eine Chance für das Ablichten des perfekten Augenblicks.

Viele Brautpaare tun sich deshalb mit der Auswahl eines geeigneten Hochzeitsfotografen schwer. Wir haben für Sie eine kleine Auswahl ganz besonderer Hochzeitsfotografen zusammengestellt. Vielleicht finden Sie dadurch Inspiration für Ihren eigenen ganz besonderen Tag.

RAMAN PHOTOS, Rheingau, Deutschland

Raman El Atiaoui ist ein preisgekrönter Hochzeitsfotograf aus dem Kulturland Rheingau. Er hat für seine ausdrucksstarken Bilder bereits zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter mehrere Lifetime- und Fearless-Awards. Raman El Atiaoui versteht es, allzeit präsent und gleichzeitig unaufdringlich zu sein, was an seinen sehr privaten und zum Teil sehr emotionalen Bildern deutlich wird. Er bevorzugt einen klassischen Stil und kontrastreiche Fotos. Dabei lässt er sich voll und ganz auf das Brautpaar ein und beobachtet seine Kunden intensiv. Seine Bilder sprechen so eine ganz persönliche Sprache. Ein weiteres Goodie: Sie können mitbestimmen, was Raman an Ihrem Ehrentag trägt und seine Kleidung farblich anpassen. So fällt er unter den Hochzeitsgästen kaum auf, was dazu führt, dass ihm weitere wunderbar spontane Aufnahmen gelingen.

Ein Hochzeitspaar sitzt auf einem Auto und meditiert.

© Foto: Raman El Atiaoui – www.raman-weddings.de

Die kleinen Hochzeitsgäste

© Foto: Raman El Atiaoui – www.raman-weddings.de

Michael Erbe, Meiningen, Deutschland

Das Kredo des in Meiningen ansässigen Fotografen ist, dass Momente unvergessen bleiben sollen. Hochzeitsfotografie ist nichts, was man sich aussuchen oder lernen könne, sondern etwas, das einem liegt. Da er sowieso am liebsten Menschen fotografiert, kam eins zum anderen. Mittlerweile ist Michael in ganz Deutschland unterwegs und fotografiert am liebsten aussergewöhnliche Brautpaare, was sich auch in den historisch anmutenden Kleidern oder den Locations widerspiegelt. Durch seine lockere Art schafft er bei den Shootings eine tolle Stimmung, die sogleich auf die Brautpaare übergeht und zu einzigartigen Fotos führt.

Die Brautpaare haben teilweise aussergewöhnliche Wünsche

© Foto: Michael Erbe – www.mefotografie.com

Viele der Hochzeitslocations, in denen Michael Erbe fotografiert, muten historisch an

© Foto: Michael Erbe – www.mefotografie.com

Albertoni & Hedrich Wedding Photography, Wabern, Schweiz

Das vierköpfige Team bestehend aus Frank und Lisa Hedrich, Wolfgang Schmidberger und Ludvik Danek hat sich voll und ganz der Hochzeitsfotografie verschrieben. Moderne und zeitgemässe Fotografien stehen dabei im Vordergrund, angetrieben durch innovative Ideen und Kreativität. Mit steifen, altbackenen Porträtfotos kann das Team wenig anfangen, sie orientieren sich lieber an zeitgerechten Motiven. Eine Besonderheit stellt das „Trash the Dress“-Shooting dar, bei denen die Braut ihr Hochzeitskleid schamlos dreckig machen darf. Damit es im Krankheitsfall eines Fotografen nicht zu Absage kommt, fungiert immer mindestens ein Teammitglied als Reserve – so bekommen Sie am schönsten Tag Ihres Lebens mit Sicherheit wunderschöne Hochzeitsfotos.

Zur Website von Albertoni & Hedrich Wedding Photography.

Peartree, Stellenbosch, Südafrika

Hinter Peartree (zu Deutsch: Birnenbaum) versteckt sich der in Südafrika ansässige Fotograf Wil Punt. Nach einem einschneidenden Erlebnis im Jahr 2000, bei dem er beinahe sein Leben verlor, fokussierte er sich auf die wichtigen Dinge im Leben und stellte fest, dass die Fotografie und vor allem die Arbeit mit Menschen ihn glücklich machen. Fortan widmete sich Wil der Hochzeitsfotografie und legt dabei Wert auf aussergewöhnliche, aber trotzdem möglichst natürliche Umgebungen. Die Fotos zeigen daher echte Emotionen und ungestellte Glücksmomente. Für einmalige Gelegenheiten gibt Wil alles: Egal, ob spontane Kletteraktionen oder Fotografieren während eines Hurrikans – Sind die Brautpaare am Ende mit dem Resultat zufrieden, ist Wil Punt es auch.

Hochzeitsfoto mit magischer Sonneneinstrahlung

© Foto: Peartree, Wil Punt – peartree.co.za/blog/

Für schöne Fotos dürfen die Brautpaare nicht zimperlich sein

© Foto: Peartree, Wil Punt – peartree.co.za/blog/

Beim romantischen Brautpaarshooting dreht sich alles um die frisch Vermählten

5 Tipps für unvergessliche Hochzeitsfotos

Den schönsten Tag im Leben des Brautpaares mit all seinen Emotionen und Highlights stilvoll in Bildern festzuhalten, gehört wohl für jeden Fotografen zu den grössten Herausforderungen. Das Schwierigste daran: es gibt weder Probelauf noch zweiten Versuch. Der Tag der Hochzeit ist einmalig und so sind es auch die Hochzeitsfotos.

Um wirklich authentische und unvergessliche Hochzeitsfotos für das Brautpaar zu zaubern, gilt es einige Kleinigkeiten zu beachten und mit geübtem Auge das Geschehen zu verfolgen, damit der Linse kein wichtiger Moment entgeht.

Nach dem Umfang der Hochzeitsfotografie richtet sich auch der zeitliche Aufwand und natürlich das Budget, das für schöne Fotos eingeplant werden muss. Professionelle Fotografen sind meist routiniert und versiert, eine Begleitung über den gesamten Hochzeitstag ist jedoch teuer und nicht von allen Brautpaaren gewünscht. So engagieren manche Paare nur für die klassischen Portraits oder etwa ein zweistündiges Shooting mit der Hochzeitsgesellschaft einen Fotografen, während andere sich eine komplette Reportage mit vielen Details und Schnappschüssen „hinter den Kulissen“ wünschen. Auch wer als Hobbyfotograf eine Hochzeitsfeier festhalten möchte, sollte einige Besonderheiten bedenken.

Wir haben 5 Tipps zusammengestellt, mit denen die schönsten Hochzeitsfotos gelingen:

Absprache mit dem Brautpaar

Die lückenlose Absprache mit Braut und Bräutigam ist das A und O für erfolgreiche Hochzeitsfotografie. Daher ist es sinnvoll und notwendig, ein paar Wochen vor dem grossen Tag ein Treffen mit Fotograf und Brautpaar einzurichten, damit für die Planung noch ausreichend Zeit bleibt. Nicht zuletzt spielt gegenseitige Sympathie eine wichtige Rolle. Nur wenn sich das Brautpaar in Gegenwart des Fotografen wohlfühlt, können auch tolle Aufnahmen entstehen. Neben den individuellen Wünschen und Vorstellungen des Brautpaares sollten vor allem organisatorische Dinge vorab geklärt werden. Dazu gehört der zeitliche Ablauf des Hochzeitstages – wann und wo soll das Brautpaar-Shooting stattfinden, wann beginnt die Feier und zu welchen Zeiten ist möglicherweise kein Blitzlichtgewitter erwünscht?

Vorbereitung und Ausrüstung

Ein leerer Akku oder zu wenig Speicherplatz sorgen definitiv für schlechte Stimmung bei Fotograf und Hochzeitsgesellschaft. Solche Fehler sollten auf keinen Fall passieren, denn eine Hochzeit kann man nicht wiederholen und daher muss der Fotograf für alles gerüstet sein. Natürlich sollte vor dem grossen Tag die Einsatzfähigkeit der Kamera und des Zubehörs geprüft werden, um böse Überraschungen zu vermeiden. Besonders eine tagesbegleitende Hochzeitsfotografie kann für Fotograf und Ausrüstung sehr strapazierend sein, was bei den Vorbereitungen zu beachten ist.

Zum Akkuladen oder Speicherkartenleeren ist während der Hochzeitsfeier keine Zeit. Ein Ersatzakku und mehrere Speicherkarten in einer sicheren Hülle geben Sicherheit und schliessen die gröbsten Fehler schon im Vorfeld aus. Am besten werden mindestens zwei Objektive mit unterschiedlicher Brennweite mitgenommen, damit sowohl Portraits aus nächster Nähe als auch gelungene Schnappschüsse aus einiger Entfernung gelingen. Bei der Auswahl des Zubehörs sollte auch auf das Gewicht geachtet werden, da man beim Einfangen der emotionalsten und witzigsten Momente der Feier möglichst beweglich sein muss. Schweres Gepäck stört dabei nicht nur, es kostet auch zu viel wertvolle Zeit, ständig mit dem Wechsel des Objektivs beschäftigt zu sein.

Die richtige Location fürs Hochzeitsshooting

Für das Hochzeitsshooting mit dem Brautpaar werden gern ausgefallene Locations gewählt. Als originelle Kulisse sind blühende Felder, ein verträumter Wald oder das klassische Schloss besonders beliebt. Damit die Ergebnisse ein voller Erfolg werden, sollte man bei der Wahl der passenden Location ein paar wichtige Details beachten.

Der zeitliche Aufwand eines Hochzeitsshootings ist nicht zu unterschätzen. Daher bieten sich besonders Orte an, die nahe der Hochzeitsfeier liegen, um längere Fahrtzeiten zu vermeiden und die Gäste nicht unnötig lang warten zu lassen.

Des Weiteren spielen die Lichtbedingungen eine wichtige Rolle. Ein sonniger Tag bietet sich hervorragend für zauberhafte Brautpaarfotos draussen vor malerischer Landschaft an. Doch um störende Schatten und grelle Reflexionen durch direktes Sonnenlicht zu vermeiden, sind die Nachmittagsstunden ab etwa 15 Uhr für das Shooting am besten geeignet. In dieser Zeit sind die Lichtbedingungen zum Fotografieren am besten. Andernfalls sollten helle, aber schattige Orte gewählt werden. So entstehen etwa wunderbare Aufnahmen unter der schattigen Krone eines grossen Baumes.

Soll das Brautpaar in einer Räumlichkeit in Szene gesetzt werden, sollten entsprechende Hilfsmittel zur optimalen Ausleuchtung verfügbar sein. Ein schwenkbarer oder freibeweglicher Blitz sowie Diffuser sorgen für ein schönes indirektes Licht und vermeiden harte Licht-Schatten-Kontraste.

Brautpaarshooting inmitten der Goldähren eines WeizenfeldesEine prunkvolle Schlosstreppe als Location für das Hochzeitsshooting

Wenn das Wetter nicht mitspielt

Die schönsten und authentischsten Portraits des Brautpaares entstehen nun einmal draussen. Hier sind die Lichtverhältnisse meist besser und das traumhafte weisse Kleid der Braut kommt neben dem stilvollen dunklen Anzug ihres Bräutigams zur Geltung. Doch leider will dabei das Wetter nicht immer mitspielen. Doch von Regenwetter am Hochzeitstag braucht man sich keinesfalls die Laune verderben lassen. Wenn sich alle Beteiligten mit etwas Humor dem Wetter stellen, entstehen aussergewöhnliche Motive mit einem ganz besonderen Lächeln in den Gesichtern.

Für alle geplanten Fotomotive sollte man daher immer eine Schlechtwettervariante parat haben. Möchte das Brautpaar draussen abgelichtet werden, sollte man vorab nach möglichen trockenen Stellen ausschauhalten, wie etwa Bäumen oder einer Burgruine. Mit Regenschirmen lassen sich Posen unter freiem Himmel prima ergänzen und witzige Aufnahmen machen. Sollten keine farblich passenden Regenschirme zur Verfügung stehen, kaschieren Schwarzweiss-Fotos ungewünschte Kontraste mit stilvoller Wirkung.

Auch bei Regenwetter können draussen tolle Brautpaarfotos entstehen

Die Fotoreportage

Von der Ankleide am Morgen bis zu den fortgeschrittenen Stunden der Party – eine Fotoreportage hält alle Highlights und Details des Hochzeitstages für die Ewigkeit fest. Diese Art der Hochzeitsfotografie liegt voll im Trend, ist aber auch in Planung, Vorbereitung und Umsetzung am aufwändigsten. Hierbei braucht der Fotograf das besondere Auge fürs Detail und eine gute Ausdauer. Besonders für die Fotoreportage ist es wichtig, den zeitlichen Ablauf des Hochzeitstages genau zu kennen. Nur so kann das Brautkleid vor der Ankleide, das Ankommen des Brautpaares am Standesamt oder der Kirche und das Anschneiden der Torte stilvoll festgehalten werden.

Besonders für die emotionalen Momente hinter den Kulissen, wie etwa das Schminken und Stylen der Braut, ist auf geeignete Bedingungen zum Fotografieren zu achten. So sollte etwa im Ankleidezimmer ausreichend Platz für den Fotografen sein und für geeignete Beleuchtung gesorgt werden. Auf jeder Hochzeitsfeier gibt es jedoch auch Momente, in denen das Blitzlichtgewitter die Gäste eher stört und unerwünscht ist. Pausenzeiten, wie etwa während des Essens, aber natürlich erst nachdem das üppige Buffet hübsch in Szene gesetzt wurde, sollten daher ebenfalls vorher festgelegt werden.

Das Ankleiden vor der Trauung darf in der Fotoreportage nicht fehlen