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Screenshot YouTube-Kanäle Stephan Wiesner und Benjamin Jaworskyj

Fotografieren lernen mit Stephan Wiesner und Benjamin Jaworskyj

Zum Thema Fotografie finden sich im Internet zahlreiche Foren, Communitys und Blogs, die einem dabei helfen, das Fotografie-Handwerk zu erlernen oder die bisherigen Kenntnisse auszubauen. Beliebter noch als gut anleitende Texte sind anschauliche Videos zur Erklärung einer bestimmten Thematik.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen zwei Fotografen vorstellen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Ihren Zuschauern mit Hilfe sogenannter Video-Tutorials das Fotografieren näher zu bringen.

Der Schweizer Fotograf Stephan Wiesner sitzend auf einem Steig mit seiner Kamera in der Hand

Stephan Wiesner aus Bern

Der erste sehenswerte Kanal, den wir Ihnen vorstellen möchten, ist dem Schweizer Fotografen Stephan Wiesner zuzuordnen. Seine Leidenschaft zur Fotografie entdeckte er im Jahr 2003 und widmet sich seitdem vor allem den Bereichen Landschafts-, Sport- und Portraitfotografie.

Sein YouTube-Kanal bietet ein vielfältiges Programm, von abenteuerlichen Touren durch die Alpen bis hin zur Studiofotografie in seinen eigenen vier Wänden. Testberichte über verschiedene Kameramodelle, Buchempfehlungen, sowie Ratschläge für eindrucksvolle Posen und Anleitungen für die Fotonachbearbeitung in Photoshop, befinden sich auf seinem Kanal.

Wir wollten von Stephan Wiesner wissen: Worin besteht Ihre Motivation, anderen die Fotografie näher zu bringen? «Angefangen hat der YouTube Kanal aus einer Laune heraus. Schnell habe ich positives Feedback erhalten und ziehe meine Motivation jetzt daraus, dass mir Fotografen schreiben, dass ich ihnen helfe, das Fotografieren zu lernen. Ich sehe mich nicht nur als Fotografie-Lehrer, sondern auch als Motivator. Mit meiner Serie #52wiesnerwochen z. B. motiviere ich meine Zuschauer jede Woche eine Aufgabe zu machen. Dadurch bekommt man Routine, neue Ideen und eben Motivation die Kamera auch wirklich zu benutzen.»

 

Das gezeigte Video «Highline in den Alpen Fotografieren» ist Stephan Wiesners Favorit auf seinem YouTube-Kanal. Weitere Tipps und Tricks von Stephan Wiesner gibt es in Form von Bild und Text auf seinem Blog oder in seinen Büchern.

Der Fotograf Benjamin Jaworskyj mit einer Fellmütze und einem Stativ über der Schulter

Benjamin Jaworskyj aus Heidelberg

Der zweite Fotograf, dessen YouTube-Kanal wir vorstellen möchten, ist Benjamin Jaworskyj. Bevor er zum Fotografieren kam, begann er seine berufliche Laufbahn als Radio-Moderator. Seine Laufbahn als Fotograf begann im Jahr 2007. Mittlerweile ist er nicht nur ein erfolgreicher Fotograf, sondern auch Videoproduzent, Autor, Coach und Unternehmer.

Sein YouTube-Kanal deckt ein breites Spektrum in der Fotografie ab. Angefangen bei den Grundlagen der Fotografie, über die verschiedensten Bereiche, wie Landschafts-, Makro- oder auch Studiofotografie, bis hin zu Tutorials für Photoshop und Lightroom. Wem die Video-Tutorials von Benjamin Jaworskyjs auf YouTube nicht genug sind, der bekommt auf seiner Webseite namens «lern von Ben» die Möglichkeit, ihn auf einer seiner Fotoreisen zu begleiten und kennenzulernen.

Auch von Benjamin Jaworskyj wollten wir wissen, worin seine Motivation besteht, sein erlerntes Wissen mit seinen Zuschauern zu teilen: «Ich habe das Fotografieren autodidaktisch gelernt und dadurch viele coole Menschen und Orte kennengelernt. Ich habe nicht nur ein Hobby, sondern einen Beruf gefunden, an den ich vorher nie gedacht habe. Deshalb ist es cool, dieses Wissen auch mit anderen zu teilen und sie zu inspirieren, Dinge zu erleben, zu reisen, raus zu gehen und kreativ zu sein.»

 

Auf die Frage, welches seiner Videos ihm am besten gefällt: «Am besten gefallen mir meine «Around the World» Videos. Die mittlerweile fünfte Folge haben wir letztes Jahr nach Südafrika, Schottland, Norwegen und Australien in unserer Heimat Deutschland gedreht und zeigen die schönsten Landschaften vom Meer bis in die Berge.»

Fazit

Die YouTube-Kanäle von Stephan Wiesner und Benjamin Jaworkyj bieten für jeden Fotografie-Interessierten eine optimale Plattform, um sich selbst weiterzuentwickeln. Mit ihrem breiten Spektrum decken sie die meisten Bereiche der Fotografie ab. So bieten sie nicht nur die Grundlagen für den Einsteiger, sondern immer wieder neue Ideen und Inspirationen für den bereits vorerfahreneren Hobbyfotografen.

Mit voller Hingabe bestreiten Stephan Wiesner und Benjamin Jaworskyj die Mission, ihre Leidenschaft der Fotografie mit ihren Zuschauern zu teilen und den Weg zum erfolgreichen Fotografen für jeden so einfach, anschaulich und spannend wie möglich zu machen.

Sonnenuntergang am Waikiki Beach

Die besten Travelhacks von drei Schweizer Reisebloggern

Die Reisefotografie macht es möglich, auch im Alltag kurz abzuschalten oder neue Reiseziele zu entdecken. Zum Glück gibt es heute viele Blogger, die ihre Eindrücke von der Welt mit uns teilen. Doch Reisen mit der Kamera bedarf Planung, Zeit und Arbeit. Wir haben drei unserer liebsten Schweizer Reiseblogger nach ihren Erfahrungen und ihren besten Tipps gefragt.

LittleCity – Die schönsten Momente im richtigen Licht festhalten

Hinter dem Lifestyle-, Food und Reiseblog steht das junge Paar Valeria und Adi. Bereits seit 2012 nehmen die beiden ihre Follower durch hochwertige Fotos, spannende Blogbeiträge und Adis Videos mit in ihre eigene Welt – oder Stadt, wie die zwei sagen – um den ganzen Globus.

Ob Asien, Karibik, Europa oder daheim in der Schweiz, die zwei entdecken überall kulinarische Highlights und halten ihre Reisen in Fotos und Videos aus ihren unterschiedlichen Perspektiven fest. Diesen Sommer erfüllten sie sich ein Traumprojekt: Einen Monat lang lebten die beiden in einem selbstkonstruierten, gläsernen Bergsee-Bungalow direkt auf dem Partnunsee im Prättigau. Die dabei entstandenen, malerischen Fotos spiegeln Valerias Travelhack zum Thema Reisfotografie wieder:

„Mein Tipp Nummer Eins für schöne Reisefotos heisst ganz einfach: Licht! Die schönsten Fotos macht man meist entweder früh am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, oder während der Golden Hour bzw. bei Sonnenuntergang. Dazu muss man auf Reisen zwar manchmal den Tag so planen, dass man zu den schönsten Zeiten auch am richtigen Ort ist, aber es lohnt sich! Wenn ich Menschen fotografiere, achte ich zudem darauf, dass wir während dem Tag wenn möglich im Schatten fotografieren. Es gibt nichts Schlimmeres als harte Schatten auf dem Gesicht und Körper!“

Link zum Blog: www.littlecity.ch
Adis Instagram: adislittlecity
Valerias Instagram: valeriaslittlecity

Bergsee Bungalow am Partnunsee

Quelle: littlecity.ch

Swiss Nomads – mit den richtigen Apps traumhafte Orte entdecken

Die Schweizer Nomaden, Reni und Marcel, sind seit 2007 fast ununterbrochen unterwegs durch die ganze Welt und halten alles auf ihrem Blog fest. Nachdem die beiden damals die Schweiz verlassen haben, um Asien, Europa und Afrika zu entdecken, sind Sie nun seit einem Jahr in Down Under und entdecken den Kontinent Australien.

Neben den atemberaubenden Fotos von ihren Reisezielen geben die beiden auch immer wieder Tipps und Erfahrungen aus ihrem Alltag auf Reisen. Denn egal ob man auf der einsamsten Strasse der Welt, auf einer Insel im Paradies oder mitten in Europa ist: Ohne die passende Technik geht es manchmal nicht weiter. Und manchmal helfen die kleinen Gadgets auch, besondere Schlafplätze zu finden.

„Auf unserem Roadtrip durch Australien ist für uns die App WikiCamps der absolute Travel Hack. Mit der App haben wir schon unglaublich viele kostenlose Stellplätze gefunden, unter anderem auch traumhaft schöne mit Meersicht. Dank dieser App sparen wir ganz viel Geld für Übernachtung, das wir super für die nächste Reise brauchen können.“

Link zum Blog: www.swissnomads.ch

Geländewagen an Küste

Quelle: swissnomads.ch

Geländewagen an Küste

Quelle: swissnomads.ch

Rapunzel Will Raus – Ordnung muss sein

Mit 19 wollte Sarah aus ihrem „Turm“, gefangen vom Alltag raus, bereiste sieben Monate lang Südamerika und ist seitdem pausenlos unterwegs. Sie hat wirklich schon fast überall geschlafen und gegessen, hat mit nur 30 Jahren einen der buntesten Lebensläufe und hält alles auf ihrem liebevoll gestalteten Blog fest. Egal, ob auf Wanderwegen durch die Schweizer Heimat oder in Japan, überall entstehen unzählige Fotos von besonderen Momenten und Eindrücken. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, ist Sarahs Travelhack für alle Weltenbummler:

«Unterwegs auf Reisen mache ich unglaublich viele Bilder. Ich liebe es zu fotografieren und natürlich benötige ich auch reichlich Fotos, um die Artikel auf meinem Reiseblog zu bebildern. Da ich viele Bilder auch auf meinen Social Media Kanälen publiziere, fotografiere ich das meiste auch immer in Hoch- und Querformat. So kommt eine Unmenge an Fotos zusammen, was schnell einmal ein Chaos an Daten ergibt.

Um genau das zu verhindern, empfehle ich dringend, jeden Abend die Bilder kurz auf eine externe Festplatte zu kopieren und in beschriftete Ordner abzulegen. So sind die Urlaubsfotos gleich sortiert und bei der Rückkehr nach Hause wartet kein Chaos und stundenlanges Sortieren. Ausserdem ist es gleichzeitig ein Schutz gegen Verlust der Bilder, falls die Kamera kaputtgehen, verloren oder gestohlen werden sollte.»

Link zum Blog: www.rapunzel-will-raus.ch

Klippenklettern in El Nido

Quelle: rapunzel-will-raus.ch

Blick auf einen Vulkan

Quelle: rapunzel-will-raus.ch

 

Aufnahme mit Lensbaby Objektiv

Besondere Objektive

Für Profifotografen, vor allem aus dem künstlerischen Bereich, wird es zunehmend schwerer, ihre Aufnahmen ohne viel Manipulation durch Bearbeitungssoftware individuell zu gestalten. Wir stellen Ihnen 3 Objektive vor, die auch ohne grosse Nachbearbeitung tolle Effekte erzielen: Lensbaby, Petzval von Lomo und das Soft Fokus Objektiv von Canon.

Lensbaby – das Spiel mit dem Schärfebereich

Lensbaby wird sowohl mit der Firma Lensbaby Inc. als auch mit einer ganzen Art von Fotos assoziiert. Markant für diese Bilder ist der zentrale Schärfebereich – der sogenannte „Sweet Spot“ –  und die sich ringförmig darum ausbreitende Unschärfe. Die Fotos werden durch die entstehenden „Bildfehler“ in Vignettierung und Farbwiedergabe stark entstellt.

Die Lensbaby Objektive gibt es inzwischen in zahlreichen Ausführungen. Im Aufbau ist das Objektiv recht einfach gehalten. Wichtig ist eine Tilt- bzw. Verkippungsfunktion (meist ein Kugelgelenk) mit dem der Sweet Spot im Motiv verschoben werden kann. Die Grösse des Sweet Spots wird über mitgelieferte Kunststoffscheiben mit verschiedenen Öffnungsgrössen geregelt. Diese Blenden-Scheiben werden magnetisch vorn an das Objektiv gehaftet und sind mit verschiedenen Formen für den Bokeh-Effekt erhältlich. Die Brennweite variiert je nach Modell zwischen 50, 35 und 80 mm.

Auch wenn das Fotografieren mit dem Lensbaby Objektiv viel Spass bringt, für eilige Schnappschüsse ist es jedoch nicht geeignet. Nach jeder Einstellung des Objektivs muss neu manuell fokussiert werden, daher empfehlen wir für die ersten Versuche die Kamera auf einem Stativ anzubringen. So kann man mit kleinem Sucher und geringer Blendenöffnung eine genaue Fokussierung erreichen.  Für Portraitfotografie ist der Sweet Spot von besonderer Bedeutung, da er den fokussierten Bereich des Motivs, beispielsweise das Gesicht, hervorhebt. Die zum Teil starke Vignettierung wird gern in der Straßenfotografie eingesetzt, da sie dem Bild eine extreme Dynamik verleiht.

Petzval von Lomography – das Portraitobjektiv

Petzval von Lomography – das Portraitobjektiv

 

Josef Maximilian Petzval war ein slowakischer Mathematiker des 19. Jahrhunderts, der das erste Portraitobjektiv der Welt entwickelte. Es stellt das fokussierte Objekt scharf, während der Hintergrund durch verschiedene Bokeh-Blenden verschwimmt. Der Kontrast bringt den Portraitierten besonders zur Geltung. Dieses Objektiv prägte die Portraitfotografie des vorletzten Jahrhunderts massgeblich. Im Jahr 2014 baute es die Firma Lomography (Kamerahersteller im Bereich Lomografie) passend für moderne DSLR nach. Das Projekt kam durch die bisher drittgrösste Kickstarter Kampagne im Bereich Design zustande.

Das Petzval ist also ein Portraitobjektiv, welches –  ähnlich wie die Lensbaby – mit Schärfen, Fokus und vor allem dem Bokeh spielt. Das Objektiv in edlem Messing-Design wird mit den einschiebbaren Blenden-Elementen zusammen geliefert.

Für die richtige Einstellung des manuellen Fokus braucht es einige Ruhe und Fingerspitzengefühl. Auch die Wahl der richtigen Blenden-Scheibe ist wichtig, um die Lichtverhältnisse auszugleichen. Doch nach ein wenig Übung macht das Petzval viel Spass und bietet dem Laien sowie dem Profifotografen eine ganz neue Spielwiese.

Soft Fokus Objektiv – für zarte Aufnahmen

Im 20. Jahrhundert verbreiteten sich besonders unter den künstlerischen Fotografen die Weichzeichnerobjektive der Marken Minolta, Rodenstock (Imagon) und Dreamagon. Ähnlich dem heutigen Retro-Trend wollte man sich von den akribisch realistischen Abbildungen der Realität abheben. Aktuell ist das Canon EF 135mm 1:2.8 Softfocus das Einzige dieser Art.

Der Soft Fokus ist in zwei Stufen zuschaltbar und Canon empfiehlt ihn mit offener Blende zu nutzen. Wie der Name bereits sagt, ist es ein Weichzeichner. Der Effekt wird durch das Fehlen eines konkreten Fokuspunktes technisch umgesetzt. Über dieses Objektiv gibt es sehr verschiedene Meinungen von Fotografen. Schlussendlich ist es fast ausschliesslich für Portraitfotografie geeignet, da die Unschärfe bei anderen Motiven zu stark ist. Bei der Portraitfotografie sollten Sie dann darauf achten, dass sich die 135mm auf einem Teleobjektiv mit dem gegebenen Verlängerungsfaktor extrem ausweiten und so ausreichend Abstand zum Model gehalten werden muss.

Die Firma Yasuhara hat im Juni 2016 mit MOMO (japanisch für 100) eine Kickstarter Kampagne geschalten, um das 100 Jahre alte Objektiv der Kodak Vest Pocket-Kamera wieder zu beleben. Einige Testbilder und Informationen sowie einen Prototyp haben sie auf ihrer Seite veröffentlicht. Da die Kampagne jedoch als gescheitert bei Kickstarter vermerkt ist, scheint die Zukunft der Weichzeichnerobjektive unklar.

Soft-Fokus Aufnahme einer Rose mit Kamille

Fazit

Die drei Objektive bringen alten Charme in die moderne Fotografie. Vor der Anschaffung gilt zu Bedenken für welche Projekte sie einsetzbar wären, da sie im Vergleich zu Bearbeitungssoftware sehr kostenintensiv sind. Vignettierung, Bokeh und auch der Weichzeichner sind gängige Filter der meisten Fotosoftware. Die Objektive sind aber für Retro-Liebhaber und experimentelle Fotografen durchaus eine geeignete Investition.

Fotocollage aus drei Bildern von den Schweizer Fashion-Fotografen Karine und Oliver, Andrea Diglas und Pascal Uheli

Schweizer Fashion-Fotografen im Portrait

Die Fashion-Fotografie ist ursprünglich ein Bereich in der Fotografie, bei der Kleidungsstücke und Mode-Kollektionen zum Zweck der Werbung abgebildet werden. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich dieser Zweig der Fotografie jedoch zu einer eigenen Kunstform etabliert.
Was es mit der Kunst der Modefotografie auf sich hat, erklären uns vier Schweizer Fotografen, die ihren Fokus auf die Fashion-Fotografie gelegt haben. Karine und Oliver, Andrea Diglas und Pascal Uehli bringen Licht ins Dunkle und lassen uns an ihrer Kunst teilhaben.

Schwarzweiss-Aufnahmen von Karine und Oliver

Das Fashion-Fotografen Duo Karine und Oliver

Zwischen der Schweiz, London und Paris trifft man auf das Fotografen-Duo Karine Welter und Oliver Rust. Sie arbeiten seit etwa 10 Jahren im Bereich Mode und Beauty und fotografieren für zahlreiche Zeitschriften. Ihre feste Zusammenarbeit begann erst im Jahre 2012: «Wir arbeiten eigentlich schon seit fast 20 Jahren zusammen. Karine war zuvor Make-up Artistin, Oliver Fotograf. In dieser Konstellation haben wir sehr oft zusammengearbeitet. Irgendwann waren wir dann nicht mehr nur Arbeits-Kollegen, sondern auch privat ein Paar. Da war der Schritt zum Fotografen-Duo nur noch ein kleiner. Karine war schon immer sehr interessiert in Art-Direction und Fotografie. Zu zweit ist man einfach stärker und kann sich die Arbeit aufteilen.»

zwei Frauen mit weissen Kleidern an einem Strand – fotografiert von Karine und Oliver

PURE WHITE – 160G MAGAZINE © by Karine & Oliver – www.karine-oliver.com

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«Das hat sich eigentlich nach und nach ergeben. Zuerst haben wir Testshootings in diese Richtung gemacht. Diese Bilder haben wir dann an verschiedene Fashionmagazine verschickt und sie wurden auch gleich gedruckt. Danach kamen Anfragen von Fashionmagazinen und so sind dann auch Fashionbrands auf uns aufmerksam geworden.»

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Eines unserer Lieblingsshootings war an der Normandie in Frankreich. Wir hatten da bei einer Recherche ein Kunstwerk gefunden, welches für die Opfer des zweiten Weltkrieges errichtet wurde. Es steht direkt am Strand und ist super schön. Haben uns dann mit der Künstlerin des Kunstwerkes in Paris getroffen und sie hat uns dann das Einverständnis zum Shooting gegeben.»

«Für den Shoot haben wir mit der begabten Stylistin Becky Baik zusammengearbeitet und haben auch ein super Mädel aus Paris gekriegt welches perfekt gepasst hat. Auch jetzt, rund drei Jahre nach dem Shoot, lieben wir die Bilder nach wie vor.»

Frau in grauer Jacke mit nassen Haaren am Strand – fotografiert von Karine und Oliver

SHAPES – DASH MAGAZINE © by Karine & Oliver – www.karine-oliver.com

Die Fashion-Fotografin Andrea Diglas

Die in Wien geborene Schweizerin Andrea Diglas arbeitet seit über 25 Jahren freischaffend als Fotografin im deutschsprachigen Raum und lebt bereits seit längerer Zeit in Zürich. Während ihrer langjährigen Erfahrung durfte sie schon viele internationale Werbekampagnen und Mode-Editorials fotografieren und hat sich somit eine gut gefüllte Kundenliste aufgebaut. Im Jahre 2015 wirkte Sie in der siebten Staffel der Tv-Show Austria’s next Topmodel als Fotografin mit.

In ihren Shootings zeigt sie ihr Talent, Frauen sensibel darzustellen, und schafft es jeder Szene eine lebendige und authentische Wirkung zu verleihen.

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«1980, als ich noch in Wien lebte, versuchte ich als Modell zu arbeiten. Damals war ich zu gross für die Modekollektionen und auch viel zu schüchtern. So bin ich zur Fotografie gekommen, indem ich die Seite wechselte. Dadurch hatte ich einen Draht zur Modefotografie. Es war und ist immer noch so, dass mich das Frauenbild vor allem interessiert: Die Frau in unserer Gesellschaft. Als Frau habe ich einen anderen Zugang zu den weiblichen Modellen. Und mit dieser ‘heruntergekochten’ Erotik hatte ich in den 80er und 90er Jahren sehr Erfolg – Ich habe viel Wäsche- und Strumpfaufnahmen gemacht.»

Collage aus zwei Bildern zeigen Frauen in weisser Kleidung – fotografiert von Andrea Diglas

© by Andrea Diglas – www.diglas.com

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Für Fogal in White Sands, New Mexico USA. Da hatte ich das teuerste Modell, mit dem ich je gearbeitet habe. Es ist natürlich superspannend für so einen tollen Kunden zu arbeiten. Das waren noch andere Zeiten in der Fotografie – Ende der 90er Jahre. In der Schweiz gibt es heute sozusagen kaum einen Markt für Modefotografie. Er war nie gross, aber die Globalisierung und der starke Franken geben den Rest, dass die wenigen Firmen, die es noch gibt, im Ausland (z.B. Berlin) produzieren.»

Collage von zwei Bildern mit Frauen im Stil der 50er Jahre– fotografiert von Andrea Diglas

© by Andrea Diglas – www.diglas.com

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

«Klare Linien, reduziert, ‘less is more’, lieber weniger Styling und Make-up.»

«Ich bemühe mich immer, schönes Licht zu machen, also keine ‘trashige’ Fotografie und lichte die Frauen immer würdevoll ab, nicht objekthaft. Der Stil eines Fotografen/In kommt von selbst mit der Zeit, denn er ist der Spiegel Deiner Seele. »

Der Fashion-Fotograf Pascal Uehli

Pascal Uehli wurde in der Stadt Zürich geboren. Bereits in seiner Kindheit nahm er seine Umgebung stets aufmerksam wahr. In die Fotografie startete er jedoch erst durch seinen ursprünglichen Beruf in einem Reisebüro. Er besuchte damals viele Orte auf der Wert und begann, diese Momente durch die Fotografie festzuhalten. Um seine Kenntnisse zu verbessern, nahm er an einem Kurs des «International Center of Photography» in New York teil. Mit zunehmender Erfahrung entdeckte er seine Leidenschaft für die Fashion-Fotografie.

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«Das hat sich über die Jahre entwickelt, fotografiert habe ich schon viele Jahre davor, mit dem eigenen Fotostudio im Jahr 2011 kam das Ganze erst richtig ins Rollen. In den ersten Jahren versuchte ich meinen eigenen Bildstil zu finden, dabei habe ich mir viele Arbeiten anderer Fotografen angeschaut und mich entsprechend kreativ ausgelebt. Vor allem in den letzten zwei Jahren hat sich meine Art zu fotografieren herauskristallisiert. Es ist spannend rückblickend seine Entwicklung zu sehen und gut zu wissen, dass es nach Oben noch Luft gibt. »

www.pascaluehli.com

© by Pascal Uehli – www.pascaluehli.com

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Ein ganz spezielles Fashion-Shooting hatte ich im Herbst 2016 nahe Hamburg, als wir an der Küste ein Editorial fotografieren wollten. Das ganze Projekt war lange im Voraus geplant worden, als wir am Tag X morgens mit dem Styling begonnen haben sah das Wetter perfekt aus, doch schon bald nach dem wir Richtung Küste losgefahren waren, hat sich das Wetter schlagartig geändert. Nach und nach zogen düstere Wolken auf und der Wind wurde stärker, kaum angekommen begann es sehr stark zu regnen. In diesem Moment dachte ich mir nur wie fies das alles war.»

«Was haben wir gemacht? Fotografiert und das bei unwillkürlichen Wetterbedingungen, das ganze Team hat bei Eiseskälte, starkem Regen und Sturmböen durchgehalten, dabei sind Bilder entstanden, die einem beim Betrachten die Wetterlage spüren lassen. Ausdrucksstarke Bilder waren das Resultat und jede Mühe wert.»

Zwei Frauen am Strand mit Winterjacken – fotografiert von Pascal Uheli

© by Pascal Uehli – www.pascaluehli.com

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

«Fashion-Fotografie ist ein weiter Begriff und so habe ich diesen für mich selber definiert, ich mag die Einfachheit, klare Formen und ein möglichst natürliches Erscheinungsbild. Da darf ein Bild auch mal nicht ganz so perfekt ausfallen. Für mich steht die Person, die die Mode trägt und das entsprechende Lebensgefühl damit verkörpert, im Vordergrund. »

 «Was heisst Fashion-Fotografie überhaupt? Diese Frage habe ich mir selber gestellt. Meistens sind die Bilder aufs höchste retuschiert, angepasst, verformt, so dass schlussendlich der perfekte Mensch die perfekten Kleider trägt. Ich versuche hier einen anderen Weg einzuschlagen und möchte den Menschen in den Vordergrund rücken. Der Mensch ist nicht perfekt und das sind meine Bilder auch nicht. Genau diese Mischung aus perfekter Un-Perfektion machen meine Bilder aus. Unterstrichen wird mein eigener Stil durch die Einfachheit und Schlichtheit.»

Titelbild – 5 Schweizer Fashion Fotografen auf Instagram

Fashion Fotografie: 5 Schweizer Fotografen auf Instagram

Über die letzten Jahre hinweg hat sich die Modefotografie als eigene Kunstform etabliert. Doch während die Werke von angesagten Fashion Fotografen noch bis vor ein paar Jahren ausschliesslich in den Hochglanzmagazinen dieser Welt zu bewundern waren, bietet Instagram heute jedem Fotografen eine Plattform, um sich selbst und seine Bilder der Welt zu präsentieren. Wir haben uns durch den Wald voller Hashtags und Bilder durchgeklickt, um Ihnen 5 tolle Schweizer Fotografen-Accounts vorzustellen, die mit qualitativ hochwertigen Portrait- und Fashion Aufnahmen überzeugen.

@davidbiedert – Fashion Fotografie aus Zürich

Der in Zürich lebende Fotograf David Biedert hat schon für die ganz Grossen der Fashion Industrie gearbeitet. Kampagnen für verschiedene Modelabel wie Hugo Boss oder Diesel zählt er zu seinem Portfolio. Auf seinem gleichnamigen Instagram Account präsentiert der Schweizer mehrmals wöchentlich seine eigenen Werke. Dabei fällt sofort der moderne Stil seiner Bilder auf, der sich durch den ganzen Account zieht. Klare, helle und gestochen scharfe Bilder aus dem Lifestyle-Bereich erwarten den User. Auch bekannte Instagram-Stars schwören auf seine Arbeit. So shootet er beispielsweise regelmässig mit den zwei bekannten Schweizer Instagrammerinen Sylwina und ZoePastelle Bilder für deren Profile, die man sich aber auch auf seinem Account ansehen kann.

@dkyeah – Sinnliche Portraitaufnahmen

Schon beim ersten Klick auf das Instagram Profil von Quentin Décaillet weiss man, was das bevorzugte Motiv des Schweizer Fotografen ist: Frauen. Genauer genommen erwarten den Instagram-User faszinierende Porträtaufnahmen von Frauen – mal mit natürlichem und mal mit dramatischem Styling. Dabei versucht er, das natürliche Leuchten jeder Frau auf ganz individuelle Art und Weise einzufangen und auf seinen Bildern zu transportieren. Das Ergebnis sind sinnliche Aufnahmen, die sich in keine Schublade stecken lassen.

@johannesdiboky – private Einblicke & moderne Fashion Fotografie

Das Instagram-Profil des Schweizer Fashion Fotografen Johannes Diboky ist anders. Während viele professionelle Fotografen auf einen einheitlichen Stream achten und Instagram eher dazu nutzen, das eigene Portfolio zu präsentieren, gibt Johannes Diboky auch gerne mal private Einblicke in sein Leben. Das Ergebnis ist eine sympathische Mischung aus Bildern, die er für namenhafte Kampagnen und Marken geschossen hat und privaten Schnappschüssen, die ebenso stylisch sind wie seine eigentlichen Fashion Bilder. Auch ein paar «Behind the Scenes» Aufnahmen lassen sich auf seinem Instagram Profil finden.

@lucia_fatima_storyteller – moderne Fashion-Aufnahmen mit romantischem Touch

Die gebürtige Schweizerin Lucia Fatima mit einem Masterabschluss in Fashion Fotografie vom Mailänder Marangoni Institut, fotografierte bereits für die Vogue und andere Modemagazine. Aber auch auf Instagram stellt sie regelmässig ihre Arbeit vor und zeigt wie breit ihr Portfolio aufgestellt ist. Von Fashion-Aufnahmen über Hochzeitsshootings bis hin zu modern inszenierten Lifestyle-Bildern lässt sich alles auf Ihrem Profil finden. So unterschiedlich die Motive und Inszenierungen auch sein mögen, eins haben fast alle ihre Bilder gemeinsam: Einen romantischen, fast schon verträumten Look.

@ellinanderegg – Eine Fotografin gibt private Einblicke

Zum ersten Mal kam die Schweizerin Ellin Anderegg während eines zweijährigen Aufenthaltes in Grossbritannien mit der Fotografie in Berührung, als sie dort Kunst und Grafik studierte. Auf Ihrem Instagram-Profil teilt die Fashion-Fotografin heute sehr gerne private Bilder. Dazu zählen Selfies, Fotos von Shootings und Reisen, ebenso wie alltägliche Dinge, die sie vor ihre Smartphone Linse bekommt. Neben diesen privaten Einblicken nutzt die Schweizerin die Foto-App aber auch, um ihre Arbeit als Fotografin zu präsentieren. So schleichen sich zwischen die Schnappschüsse auch sehr häufig Auftragsarbeiten, die sie für grosse Marken umsetzt. Ihr Foto-Stil lässt sich wohl am besten als klassisch modern beschreiben. Neben den klassischen Beauty-Shootings lassen sich auch aufwendig inszenierte und farbenfrohe Fashion-Aufnahmen finden.

Fotocollage aus drei Bildern der Reisefotografen Dominik Orth, Andy Gawlowsky und Anita Brechbühl

Die besten Schweizer Reisefotografen

Die Reisefotografie ist vielfältig wie kaum ein anderer Bereich in der Fotografie. In fremden Ländern treffen wir auf andere Vegetationen, exotische Tiere, aussergewöhnliche Landschaften, beeindruckende Architektur und Menschen aus fremden Kulturen. Dadurch vereint die Reisefotografie viele verschiedene Facetten der Fotografie.

Wir haben uns auf die Suche gemacht und mit drei Schweizer Fotografen gesprochen, die eine besondere Leidenschaft für die Reisefotografie hegen und diese erfolgreich ausleben.

Dominik Orth

Der 1978 geborene Schweizer Fotograf Dominik Orth arbeitet international in den Bereichen Reportage, Landschaft und Portrait. Diese drei Bereiche vereint er unter anderem auch in der Reisefotografie.

Während seiner Reisen hält er das Leben von Menschen fremder Kulturen, die Seelen der Länder und die Geheimnisse der Natur mit seiner Kamera fest. Der ästhetische und künstlerische Anspruch steht dabei stets im Vordergrund. Folglich soll jede einzelne seiner Fotografien stark und aussagekräftig genug sein, um unabhängig von seinen Serien stehen zu können.

Studiert hat Dominik Orth allerdings Psychologie und Betriebswirtschaft in Zürich. Zur Reisefotografie jedoch kam er im Jahre 1999: «Ich bin durch meine Grosseltern auf den Reisegeschmack gekommen, die mich 1999 zum ersten Mal nach Laos mitgenommen haben. Danach habe ich mir eine Digitalkamera gekauft und seither über 60 Länder bereist.»

 

gestreifte Berge – Zhangye im Nordwesten Chinas

Zhangye im Nordwesten Chinas © by Dominik Orth – www.orth.ch

Welches Ihrer Reiseziele hat Sie am meisten fasziniert?

«Am meisten fasziniert hat mich meine expeditionsartige Reise in den Ost-Tibet. Dort habe ich mehrere zum Teil sehr abgelegene Klöster besucht. Das buddhistische Lehrinstitut Larung Gar, welches auf über 4000 m über dem Meeresspiegel liegt, war einer der eindrücklichsten Orte, die ich je bereist habe.»

 

viele kleine Gebäude in den Bergen Osttibets

Buddhistisches Lehrinstitut Larung Gar in Osttibet © by Dominik Orth – www.orth.ch

World Wide Wax

Hinter dem Namen World Wide Wax steht der seit 2009 in der Schweiz wahlbeheimate Reisefotograf Andy Gawlowski. Geboren wurde er 1980 in Polen und lebte seit seinem siebten Lebensjahr mit seiner Familie in Deutschland.

Im Laufe der Jahre eignete sich Andy Gawlowski alle notwendigen Techniken und Fähigkeiten an, um seiner Kreativität im Rahmen der Fotografie Ausdruck zu verleihen.

Wie und wann sind Sie zur Reisefotografie gekommen?

«Zur Reisefotografie bin ich während meiner ersten grossen Reise nach Thailand gekommen. Das war im Jahr 2011. Ich habe zwar davor schon viele Jahre fotografiert, jedoch ohne inhaltliches Konzept. Erst mit der Reise hatte ich eine erste vollständige und abgeschlossene Fotoserie. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass Reisefotografie, in Verbindung mit Street Photography, das Genre ist, in dem ich mich spezialisieren möchte. Seitdem bereise ich so oft es geht die Welt, die Kamera immer im Anschlag.»

voll besetztes Auto in der kubanischen Hauptstadt Havanna

Havanna in Kuba © by Andy Gawlowski – www.worldwidewax.ch

 

Welches Reiseziel hat Sie am meisten fasziniert?

«Diese Frage kann ich nicht eindeutig beantworten. Jedes der Länder, das ich bisher gesehen habe, war auf seine Weise faszinierend, speziell und bereichernd. Am Ende hängt vieles von jedem persönlich ab, ob eine Reise positiv, oder negativ im Gedächtnis bleibt. Ich versuche immer möglichst viel aus meinen Reisen herauszuholen, viel zu sehen, mit den Einheimischen zu sprechen, ihre Küche und Traditionen kennenzulernen. Müsste ich mich aber für ein Land entscheiden, dann wäre das wahrscheinlich Mexiko – Yucatan. Die Mischung aus geschichtsträchtiger Kultur, unbeschreiblichen Landschaften sowie den Traditionen der Mexikaner hat den bisher mit grössten Eindruck hinterlassen. Aber dann wären ja auch noch Marokko, Kuba, China, Vietnam … schwierig zu beantworten.»

 

enge Gasse mit blauen Häusern in Chefchaouen in Marokko

Chefchaouen in Marokko © by Andy Gawlowski – www.worldwidewax.ch

Travelita

Anders als bei den Bereits vorgestellten Reisefotografen handelt es sich bei Travelita um einen Reiseblog.

Diesen Reiseblog rief die gebürtige Schweizerin Anita Brechbühl in Zusammenarbeit mit Ihrem Freund und Blogpartner Nicolas Glauser im März 2012 ins Leben. In ihren Beiträgen bringen sie uns nicht nur durch ihre atemberaubenden Aufnahmen zum Stauen, sondern lassen uns zudem in Wort und Schrift voll und ganz an ihren Erlebnissen teilhaben.

steinige schneebedeckte Küste in Lappland

Roadtripp Lappland © by Anita Brechbühl – www.travelita.ch

«Meine Begeisterung für Fotografie startete, als ich in der 5. Klasse zu Weihnachten eine analoge Kamera als Geschenk erhielt. Die begleitete mich ab diesem Zeitpunkt auf allen Ausflügen, Ferien und Reisen. Mit den entwickelten Fotos gestaltete ich jeweils nach den Ferien umfangreiche Reisetagebücher. Insofern ist die «Reisefotografie» ein Thema, das mich schon sehr lange begleitet. Als ich vor fünf Jahren zusammen mit meinem Freund Nicolas Glauser den Blog startete, nutzten wir dies als Ansporn, uns fotografisch weiterzuentwickeln. Es ist natürlich schon ein Unterschied, ob ich meine Schnappschussreisebilder im privaten Album sammle oder einen Reisebericht für alle einsehbar öffentlich publiziere.»

natürliches Wasserloch in einer Wüste in Oman

Roadtrip Oman © by Anita Brechbühl – www.travelita.ch

Auch von Anita wollten wir gerne wissen, welches Ihrer Reiseziele sie am meisten fasziniert hat:

«Schwierige Frage – eigentlich ist es immer das, welches ich gerade bereise. Ich mag bei der Reisefotografie die Vielseitigkeit und fotografiere genauso gerne Architektur wie Landschaftsbilder. In bleibender Erinnerung ist mir aber der Oman geblieben, den wir im Frühling 2016 bereisten. Ein Land, in dem es so viele landschaftliche und kulturelle Schätze zu entdecken gibt und dessen Wadis und versteckten Oasen uns zum Staunen brachten. Eine Faszination übt auch Nordeuropa aus. Wir waren schon mehrmals in Norwegen und Finnland, wo uns die langen Dämmerungszeiten mit den traumhaften Lichtstimmungen jedes Mal zum Schwärmen bringen.»

Die Geschichten zu den Bildern von Anita Brechbühl finden Sie hier:

 

 

Instagram App auf dem Smartphone – 10 Accounts, denen man folgen sollte

10 Instagram-Accounts mit aussergewöhnlichem Stil, Motiven und Blickwinkeln

Weltweit gibt es aktuell 500 Millionen aktive Instagram Nutzer, die täglich 95 Millionen Bilder hochladen. Ob Blogger, Fotografen, Künstler oder Privat-Personen – gepostet wird, was gefällt. Doch einige Accounts heben sich dabei sehr von anderen ab. Während die einen private Schnappschüsse veröffentlichen, gleichen andere Feeds eher einer Vernissage. 10 dieser Instagram-Accounts mit aussergewöhnlichem Stil, coolen Motiven und atemberaubenden Blickwinkeln stellen wir hier vor.

@faces.of.the.earth – Schwarz-Weiss Portrait-Fotografie

Hinter dem Instagram Account «faces of the earth» verbirgt sich kein geringerer als der türkische Fotograf Mustafa Seven. Und dieser ist kein unbekannter auf Instagram. Auf seinem Hauptkanal @mustafaseven nimmt der Fotograf seine 1,6 Millionen Follower mit auf seine Reisen. Allerdings ist sein zweiter Kanal noch ein bisschen spannender, denn hier zeigt er grossartige Schwarz-Weiss-Aufnahmen von Menschen, denen er auf seinen Reisen begegnet.

#FacesOfTheEarth

Ein Beitrag geteilt von Mustafa Seven (@faces.of.the.earth) am

#FacesoftheEarth

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@humansofny – Echte Menschen und ihre Geschichte

Die Idee hinter dem Instagram Account und dem gleichnamigen Blog «Humans of New York» entstand als Fotografie-Projekt bereits 2010. Anfänglich war es das Ziel, 10.000 New Yorker auf der Strasse zu fotografieren und daraus einen Bildband zu kreieren. Die Idee kam allerdings so gut an, dass Brandon Stanton mittlerweile nicht nur Menschen in New York vorstellt, sondern weltweit. Aktuell ist er in Brasilien unterwegs und portraitiert dort interessante Menschen und deren Geschichte.

“Rio was the biggest slave port in world history. Two million slaves arrived in this city—five times more than the entire American South. Favelas were built because the government didn’t want to provide basic services to the descendants of slaves. So these descendants were forced to build their own communities. Favelas are unregulated. They’re poorly serviced. But don’t call them ‘slums.’ That’s a lazy translation and it’s unfair to the people who live here. The word ‘slum’ implies that all favelas are the same. The word ‘slum’ ignores 120 years of improvement that these residents have made to their communities. And the word ‘slum’ makes it easier to ignore these communities. That’s exactly what the government wants. Because if favelas aren’t viewed as real neighborhoods, then their residents don’t deserve real services. So please don’t use the word ‘slum.’ Because it only helps to encourage that narrative.“ (Rio de Janeiro, Brazil)

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@paulfuentes_design – Hier ist Farbe Programm

Auf dem Instagram Account vom Fotografen und Grafikdesigner Paul Fuentes aus Mexico geht es sehr bunt zu. Er kreiert aus zwei alltäglichen Gegenständen, wie Lebensmitteln oder Sportgeräten, eine Art Gute-Laune-Kunst und erschafft etwas völlig Neues. Besonderes Merkmal sind dabei die Pastelltöne, die einem schon beim ersten Klick auf seinen Instagram Account ins Gesicht springen.

@miserable_men – Wenn Männer shoppen gehen

Der Instagram Account «miserable men» setzt weniger auf fotografisch ansprechende Bilder, als vielmehr auf Authentizität und Witz. Shoppende Männer – das ist ein weltweites Phänomen und sieht unabhängig von Kultur und Alter eigentlich immer gleich aus. Müde Männer, die ihr Leben als Shoppingbegleitung gelangweilt und zum Teil schlafend fristen, bepackt mit der Shoppingausbeute der Damen.

@darrylljones – Wenn Spielzeug lebendig wird

Eins merkt man sofort, Darryll Jones, der Mann hinter dem gleichnamigen Instagram Account, ist ein Star Wars Fan. Und diese Begeisterung teilt er gerne mit seinen über 100.000 Followern, in dem er eine Sturmtruppler-Spielzeugpuppe lebendig werden lässt. Perfekt inszeniert und fotogarfiert in Action-Posen oder ganz normal mit alltäglichen Dingen, könnte man meinen, die Puppe sei echt.

@makhorov – Spektakuläre Blickwinkel und Aussichten

Der Fotograf und Urban Explorer Vadim Makhorov nimmt seine Follower auf ganz spektakuläre Art und Weise mit auf seine Reisen. Eintönige und langweilige Schnappschüsse kann man auf diesem Instagram Account nicht erwarten. Dafür aber atemberaubende Aufnahmen, bei denen einem schon vom Hinsehen schwindelig werden kann.

Are you afraid of heights? #ontheroofs #hongkong

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@girleatworld – Streetfood auf der ganzen Welt

Wer sich schon immer mal gefragt hat, was man auf den Strassen von Japan oder auf einem einheimischen Markt in Taiwan so leckeres Essen kann, der ist auf dem Instagram Account von «girl eat world» genau richtig. Hier bekommt man nicht nur Bilder von Sehenswürdigkeiten zu Gesicht, sondern auch gleich den passenden Snack.

?? Sheng Jian Bao 生煎包, aka pan-fried pork soup dumplings, from Yang’s dumplings in Shanghai. Sheng Jian Bao is a unique specialty of Shanghai and you must must NOT miss it when you are here. While not as well known as xiao long bao, they are actually quite similar and just as tasty! The difference here is that the skin of Sheng Jian Bao is thicker and doughy, unlike xlb which usually prizes itself in the thinness of its skin. I find them also more filling because of this. Also, they are pan-fried and slightly crispy on the bottom instead of steamed. But, like xlb, you must be careful while taking the first bite – the soup inside can be be very very hot. This is right across the street from a famous xlb shop called Jia Jia Tang Bao which I visited multiple times during my short visit. I pretty much had dumplings overload when I was in Shanghai – I ate dumplings every meal! ? I wrote about the details of what I ate in the city in my blog, so you guys can experience it too. You can find the link in my profile above! ⬆ #ShotOniPhone #GirlEatWorld #GirlEatShanghai

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@thiswildidea – Mit Hund als Reisebegleiter

Reisefotograf Theron Humphrey bereist nicht nur die spektakulärsten Plätze dieser Welt, er hat auch einen ganz besonderen Reisebegleiter. Nämlich seine Hündin Maddie, die auch auf jedem Bild der heimliche Star des Instagram Accounts ist.

The world feels a bit wild out there, but then ya get in a hot spring for a few ✨

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@balletbeautiful – Eine Ballerina gibt Einblicke in ihr Leben

Hinter dem Instagram Account «balletbeautiful» verbirgt sich die weltberühmte Ballerina Mary Helen Bowers. Auf ihrem Account gibt sie nicht nur private Einblicke, sondern zeigt vor allem, wie schön und ästhetisch Ballettposen auch ausserhalb eines Studios oder fernab der Bühne aussehen können.

#Paris ❤ #dance #love #BalletBeautiful #BalletBeautifulFit ❤

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It’s a rainbow + leg warmers kinda day ??? #BalletBeautiful #dance #dream #BalletBeautifulStyle ? photo @elizatulipierson

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@alexstrohl – beeindruckende Landschaftsaufnahmen

Auf dem Instagram Account vom Fotografen Alex Strohl gibt es ein Element, das auf fast jedem Bild zu sehen ist: Wasser. Als Betrachter merkt man schnell, dass er eine besondere Beziehung zum Wasser pflegt. Ob beeindruckende Unterwasseraufnahmen oder ein kleiner Gebirgssee – durch den einzigartigen Stil gelingt es Strohl, Landschaften auf eine beeindruckende Art und Weise festzuhalten.

Nebelwelle am Schweizer Belchen – Fine Art Photography von Roland Moser

Fine Art Photography

Der Schweizer Landschafts- und Reisefotograf Roland Moser fotografiert seit über 20 Jahren leidenschaftlich. Er praktiziert die sogenannte Fine-Art-Fotografie und bietet auf seiner Webseite nature-moments.com Einblicke in die künstlerischen Arbeiten. Um mehr über Fine Art Photography erfahren zu können, haben wir mit dem Experten gesprochen.

Die Geschichte der Fine Art Photgraphy

Die Ursprünge des Begriffes «Fine Art» – also der feinen Kunst – liegen in der Malerei des frühen 19. Jahrhunderts. Als sich die Fotografie zu Beginn des 20. Jahrhunderts als eigenständiger Kunstbereich etablierte, wurden fachspezifische Ausdrücke aus der Malerei übernommen. So wie es die Fine-Art-Malerei bereits vorführte, liegt auch der wesentliche Aspekt der Fine-Art-Fotografie nicht im Abbilden der tatsächlichen unbearbeiteten Realität des Gesehenen. Vielmehr steht das Schaffen eines künstlerischen Werkes im Fokus, indem eine künstlerische Vision auf ästhetische Art und Weise verwirklicht wird. Somit ist die Technik, die gebraucht wird, um die exakten Details des Kunstwerkes herauszuarbeiten, ein wesentlicher Aspekt der Fine Art Photography.

Roland Moser: Fine Art Landscape Photography

Zunächst haben wir den Fotografen Roland Moser gefragt, was Fine Art Photography für ihn bedeutet:

«Für mich ist Fine Art Photography ein Qualitätsbegriff und weniger ein Stilbegriff. Ich bin in erster Linie «Print-Maker». […] Ein Fine-Art-Print ist für mich ein gutes Bild in bester Qualität ausbelichtet, gedruckt und edel präsentiert. Es muss für mich einen bestimmten Qualitätsstandard haben.»

…und wie er zur Fotografie gelangt ist:

«Amerika war immer ein Traum von mir und als ich dann [in den 1990igern] durch dieses Land reiste, war ich so begeistert, dass ich begann, die Landschaften und Städte zu fotografieren. Damals aber noch mit einer einfachen, analogen Kamera. Ich kaufte Foto-Magazine und studierte Bilder anderer Fotografen. Doch erst viele Jahre später mit dem Kauf meiner ersten digitalen Kamera begann ich die Landschaftsfotografie ernsthaft zu betreiben. Ich studierte alles, erwarb mir Photoshop und verbrachte tausende von Stunden damit, mir Wissen anzueignen. Ich wollte alles wissen, ich war wie ein Schwamm, sog alles in mir auf. Und ich bin Perfektionist. So wollte ich immer die bestmögliche Qualität.«

Yellow Water Billabong, Kakadu Nat’l Park, Australien – Fine Art Photography von Roland Moser

Yellow Water Billabong, Kakadu Nat’l Park, Australien – Fine Art Photography von Roland Moser

Auf die Frage, wie Roland Moser seinen eigenen Stil herausbildete, sagt er: «Ich denke, das ist ein jahrelanger Prozess. Man geht nicht einfach raus in die Natur, um zu fotografieren und findet seinen eigenen Stil. Ich glaube, dass das Fotografieren etwas Dynamisches ist – man wandelt sich immer wieder. Ich wollte immer mehr als eine Landschaft dokumentarisch wiederzugeben. Ich wollte meine Ansicht der Realität dieses einen besonderen Momentes zeigen. Schon als Kind war ich fasziniert von den grossen Weiten und unberührten Landschaften. Das hat mich wohl sehr stark beeinflusst in meiner Art der Fotografie.»

«Schlussendlich dreht sich alles um das Licht. Landschaftsfotografen sind Lichtjäger. Man muss sich in Geduld üben und oft warten, bis das Licht zu einem findet. Doch für mich gehört alles dazu, nicht nur die Arbeit vor Ort in den paar Minuten oder Sekunden, in denen man den Auslöser betätigt. Man erkundet eine Landschaft, sieht ein tolles Motiv, kehrt immer wieder zu diesem Ort zurück bis das Licht für diese bestimmte Idee passt und kann dann, wenn in diesem Moment alles zusammenkommt, das Licht ernten.»

Cinque Torri, Dolomites, Italien – Fine Art Photography von Roland Moser

Cinque Torri, Dolomites, Italien – Fine Art Photography von Roland Moser

Unter Fotografen ist die Fotonachbearbeitung ein zum Teil polarisierendes Thema. Gerade für die Fine Art Photography ist die nachträgliche Bearbeitung der jedoch Fotodatei essentiell: «Nichts kann meiner Meinung nach weniger echt sein, als ein Bild «Out of Cam». Ich will doch dem Betrachter mein Bild, meine Emotionen und meine Ansicht von diesem einzigartigen Moment zeigen und nicht etwas, das ein Softwarehersteller programmiert hat. Wer bestimmt denn, dass das Rot gerade so ausgesehen hat oder ob das Grün so oder anders wirkte. Das ist doch für jeden individuell. Mein Stil entwickelt sich immer weiter: Sei es durch neue Bearbeitungstechniken oder neue Perspektiven, weil ich mich mit der Zeit verändere.»

Roland Moser gibt Tipps an ambitionierte Hobbyfotografen

Im Zuge unseres Interviews fragten wir den Fotografen der Fine Art Landscape auch nach hilfreichen Tipps für ambitionierte Hobbyfotografen:

«Erstmal würde ich sagen: Habt vor allem Spass und Freude an dem, was ihr macht und befasst euch nicht mit Labels. Überlegt genau, was ihr wollt und verfolgt euer Ziel. Sucht euren Stil und experimentiert. Studiert Bilder von euren Lieblingsfotografen, aber kopiert diese nicht.

Die nachträgliche Bildbearbeitung gehört genauso dazu wie das eigentliche Fotografieren vor Ort. Wenn ihr das eine oder andere auslasst, dann schränkt Ihr euch bloss selbst ein. Nehmt euch Zeit bei der Bildbearbeitung, denn diese ist für mich gerade für Fine Art Photography sehr wichtig. […] Fotografieren ist eine Kunstform, darum lasst euch nicht von anderen Meinungen einengen.»

Lac de Derborence, Wallis, Schweiz – Fine Art Photography von Roland Moser

Lac de Derborence, Wallis, Schweiz – Fine Art Photography von Roland Moser

«Versucht sowohl bekannte Motive in neuem Licht zu zeigen als auch neue unbekannte Motive zu suchen. […] Ein Bild fängt mit einer Idee, mit einer Vision an. Ich habe genaue Vorstellungen von einem Bild, wenn ich einen bestimmten Ort aufsuche. Doch nicht immer komme ich mit dem gewünschten Bild nach Hause. Manchmal ergeben sich unterwegs stattdessen ganz neue Ideen und Möglichkeiten.»

Merken

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Mein Weg zum Beruf des Fotografen – Adrian Ehrbar Photography

Vom Konditor zum Profi-Fotografen: Adrian Ehrbar feiert seine Erfolge vor allem in der Gastronomie‑Fotografie. Zudem ist er als Hochzeitsfotograf aktiv und fertigt individuelle Aufnahmen an. Dies gelingt ihm stets unter dem Motto: Das ist EHRBAR. Wir haben ihn gefragt, wie sich sein Weg zum Beruf des Fotografen gestaltete und welche Tipps er interessierten Nachwuchsfotografen geben kann.

Auf der Webseite von Wedding Photography geben Sie an, gelernter Konditor zu sein. Wie sind Sie zur Fotografie gekommen? Seit wann fotografieren Sie?

Ich fotografiere seit ich 16 Jahre alt bin. Als ich mit meinen Freunden am Inline-Skaten war, fotografierte ich damals mit einer kleinen Digital-Kompaktkamera. Diese war so langsam, dass meine Kollegen schon längst weiter waren, bis die Kamera endlich auslöste. Dann entschied ich mich, mir zu Weihnachten eine digitale Spiegelreflexkamera zu kaufen.

Alt: Gastronomiefotografie auf weißem Teller angerichtet © Adrian Ehrbar Photography

Food Fotografie © Adrian Ehrbar Photography

Im Laufe meiner Ausbildung zum Konditor fotografierte ich dann die selbst kreierten Produkte zu Hause, zuerst mit einfachen Lampen, später mit dem vom Lehrlingsgeld gekauften Blitzanlagen. Später habe ich meine Bilder meinem Fachlehrer gezeigt, der so begeistert war, dass wir dann zusammen ein Fachbuch fotografierten (Magic Marzipan von Franz Ziegler). Dieses wurde 2009 in Paris mit dem World Cookbook Award zum weltbesten Dessertbuch ausgezeichnet, so begann meine Karriere.

Wieso haben Sie sich für die Fotografie entschieden?

Fotografie ist meine Berufung. Ich liebe die Arbeit mit den Menschen, ich liebe die (meist) kreative Freiheit. Ausserdem ist man als Fotograf oft unterwegs und lernt viele neue Orte und Menschen kennen.

Denken Sie, dass es Berufe gibt, für die eine Ausbildung weniger wichtig ist als Talent?

Klar, vor allem in den künstlerischen Berufen gibt es viele erfolgreiche Autodidakten. Eine Ausbildung ist immer eine gute Grundschulung, egal in welchem Metier, jedoch benötigt ein Fotograf auch ein Gespür für die Bildgestaltung, was nicht unbedingt gelernt werden kann.

Alt: Ein zur Seite blickender Mann fängt jeweils ein geöffnetes Taschenbuch mit seinen Händen - © Adrian Ehrbar Photography

Künstlerisch anmutende Fotografie eines Mannes © Adrian Ehrbar Photography

Haben Sie selbst eine Ausbildung oder ein Studium im Bereich Fotografie absolviert?

Nein, ich bin Autodidakt.

Was würden Sie jungen Personen raten, die das Ziel verfolgen als Fotografin bzw. Fotograf tätig zu sein?

Melden Sie sich bei renommierten Fotografen und fragen Sie nach einem Praktikum. Am meisten lernt man beim Zuschauen und selber Fotografieren. Oder besuchen Sie die HF Schule in Baden, wo Sie Fotografie noch auf beruflicher Ebene studieren können, ideal für Quereinsteiger. Und sonst als Rat: Fotografieren, fotografieren, fotografieren…!

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Kamera? War sie ein Geschenk oder haben Sie sich die Kamera selbst erspart?

Ich habe mir die Kamera selbst zu Weihnachten erspart, eine Nikon D50 mit einem 18‑55 mm f 4.5-5.6 Zoomobjektiv. Gut, meine allererste Berührung mit einer Kamera war eine Ravensburger Kinderkamera.

Alt: Fischflosse links und geöffnete Erbsenschote rechts daneben auf schwarzem und befeuchtetem Untergrund drapiert © Adrian Ehrbar Photography

Food Fotografie © Adrian Ehrbar Photography

Vielen Dank für die interessanten Einblicke in Ihren Werdegang und weiterhin viel Erfolg !