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Instagram Tipps: 3 Apps für spannende Instagram Stories

Instagram bietet seinen Nutzern vielfältige Möglichkeiten sich kreativ auszuleben. Neben dem allseits beliebten Foto-Feed, in den man ganz normal seine Bilder und Videos hochladen kann, gibt es noch die Story-Funktion. Diese Funktion erlaubt es Usern Bilder oder Videos zu posten, die nur für 24 Stunden sichtbar sind. Aufgrund der Schnelllebigkeit wird diese Funktion vor allem dazu genutzt, um spontan ein paar private und authentische Einblicke mit seinen Followern zu teilen. Trotz der zeitlich begrenzten Sichtbarkeit erzielen Sie beim Betrachter eine hohe Aufmerksamkeit. Daher legen immer mehr Instagram-Nutzer Wert auf eine spannende und interessante Gestaltung der Storys. Wir zeigen Ihnen 3 coole Apps, mit denen Sie Ihre Instagram Storys attraktiv bearbeiten können.

Elegante Collagen und Designs mit Unfold

Die Unfold App wurde speziell für Storyteller auf Instagram konzipiert. Mit Hilfe dieser App kann man aus Bildern und Videos ganz einfach elegante und cleane Collagen erstellen. Dazu bietet einem die App verschiedene Rahmenvorlagen für die Anordnung der Bilder und Videos. Ob Bild auf Bild oder 3 Bilder nebeneinander – mit der Unfold App ist layouten ganz einfach. Besonderes Highlight sind bei dieser App die Rahmenvorlagen im Polaroid-Stil. Diese verleihen jeder Story einen Hauch Retro-Charm. Neben den verschiedenen Vorlagen zum Anordnen von Bildern und Videos lassen sich auch ganz einfach Texte in die Story einfügen.

Blogger Liebling: Aufgrund der cleanen und minimalistischen Designvorlagen ist diese App besonders bei vielen Bloggern sehr beliebt.

Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der Unfold App

Von links nach rechts: verschiedene Rahmenvorlagen, Anpassung der Schriften, Story Übersicht

Beschriftung: Von links nach rechts: verschiedene Rahmenvorlagen, Anpassung der Schriften, Story Übersicht

Alt: Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der Unfold App

Unfold für iOS downloaden

Unfold für Android downloaden

Videos im Format anpassen mit InShot

Möchte man Videos im Format anpassen, beispielsweise auf das typische Instagram Story Format 9:16, dann eignet sich die InShot App dafür am besten. Das ist vor allem dann wichtig, wenn das Video horizontal aufgenommen wurde. Neben dem Format lassen sich mit Hilfe dieser App Video-Clips auf dem Hintergrund verschieben und anordnen. Zusätzlich verfügt die App über die Möglichkeit, ein Video im Tempo anzupassen oder Musik hinzuzufügen. Ebenso lassen sich einfache Schriften und Emojis in das Video integrieren.

Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der InShot App

Von links nach rechts: Videos oder Bilder auf das Story-Format anpassen, verschwommenen Hintergrund einfügen, Schriften und Emojis zur Gestaltung

InShot für iOS downloaden

InShot für Android downloaden

Word Swag für kreative Schriften auf Bildern

Die App Word Swag eignet sich am besten, wenn man schnell und einfach Texte oder Zitate auf einem Bild einfügen möchte. Dazu bietet die App eine Vielzahl an verschiedenen Fonts, Typographien und Farben sowie Farbeffekten. Ebenso verfügt die App bereits über einen Fundus an inspirierenden Zitaten, die Sie mit wenigen Klicks in Ihre Bilder einfügen können. Natürlich lassen sich auch eigene Texte verfassen und entsprechend auf dem Bild anordnen. Dazu schneiden Sie zunächst in der App Ihr Bild auf das Instagram Story Format zu, wählen eine Schriftart aus und passen den Text an. Der Text lässt sich dann in seiner Grösse und Positionierung anpassen. Damit die Schrift besser auf dem Bild zur Geltung kommt, lässt sich im Bearbeitungsprozess auch die Helligkeit des Bildes anpassen. Für den besonderen Charme, verfügt die App zusätzlich noch über ein paar Retro-Filter.

Screenshot: Bearbeitungsmöglichkeiten mit der Word Swag App

Von links nach rechts: Instagram Story Format, verschiedene Style-Vorlagen, fertige Zitate zum Einfügen

Word Swag für iOS downloaden

Word Swag für Android downloaden

Fazit

Die eigene Instagram Story cool zu bearbeiten ist nicht schwer. Egal ob Sie Videos in ihrer Grösse anpassen möchten, Bilder auf einfarbigen Hintergründen anordnen wollen oder coole Schriften benötigen. Mit der passenden App zur Gestaltung Ihrer Instagram Story gelingt dies ganz leicht.

Wir wünschen viel Spass beim Ausprobieren!

Bild, das eine Hälfte simulierten HDR-Look zeigt

Photoshop: HDR-Look künstlich erzeugen

High Dynamic Range Aufnahmen, kurz HDR, sind Fotos mit einem sehr hohen Dynamikumfang. Diese sind durch ihre starken Kontraste und die enormen Helligkeitsunterschiede besonders prägnant und auffällig.

Der Dynamikumfang eines HDR-Bildes übersteigt die Möglichkeiten einer Kamera, weshalb HDR-Bilder in der Fotografie mit Hilfe von Belichtungsreihen aufgenommen werden. Die unterschiedlich belichteten Aufnahmen werden im Nachhinein übereinandergelegt, um die starken Konturen, die durch den erhöhten Kontrast entstehen, ins Bild zu bringen.

Aber auch ohne eine Belichtungsreihe lässt sich in der Nachbearbeitung der HDR-Effekt erzeugen. Hier finden Sie eine Anleitung wie Sie den HDR-Effekt in Ihren Aufnahmen simulieren.

HDR-Look Schritt für Schritt mit Photoshop

Eine solche Nachbearbeitung ist grundsätzlich auch mit einem JPEG-Format möglich und trotzdem empfiehlt es sich immer, im RAW-Format aufzunehmen und auch diese Datei für die Fotobearbeitung zu nutzen.

Für die nachträgliche Erzeugung des HDR-Look benötigen Sie nur ein einziges Tool, in dem Sie alle Einstellungen für diese Nachbearbeitung finden. Öffnen Sie in der oberen Menüleiste den Reiter «Bild» und wählen Sie die Option «Korrekturen». In diesem Kontextmenü finden Sie die Funktion «HDR-Tonung».

Photoshop Screenshot: Pfad in Photoshop zur Funktion «HDR-Tonung»

Anschliessend öffnet sich ein neues Fenster. Dort finden Sie unterschiedliche Einstellungsbereiche wie «Leuchtkonturen», «Farbton und Detail», «Erweitert» und «Toning-Kurve und Histogramm».

Schritt 1: Verstärken der Leuchtkonturen

Bereits durch das Öffnen der Funktion «HDR-Tonung» wird das Bild durch die Voreinstellung etwas heller. Mit dem Einstellungsbereich «Leuchtkonturen» können bereits die Konturen des Fotos etwas herausgearbeitet werden. Dazu sollten Sie sowohl den Regler «Radius» als auch «Stärke» nach rechts bewegen. In unserem Beispiel wurde für den Radius eine Grösse von 150 Pixel und Stärke im Wert von 1,5 gewählt. Im Vergleich zu vorher ist zu erkennen, dass die Konturen etwas mehr strahlen und dadurch stärker herausstechen.

Vergleich der stärkeren Leuchtkonturen mit dem Originalbild

Schritt 2: Betonen der Mittenkontraste

Im nächsten Schritt steht die Betonung der Mittelkontraste im Fokus. Im Menü der «HDR-Tonung» können Sie diese im Bereich «Farbton und Detail» beeinflussen. Stellen Sie dazu «Gamma» auf 0,7 und «Belichtung» auf 0,3. Die Aufnahme wird dadurch reicher an Farbe. Erhöhen Sie anschliessend den Wert «Detail» drastisch auf 150 Prozent, um die Mittenkontraste stark zu betonen. Für einen noch stärkeren Effekt können Sie den Wert «Detail» auch auf 200, 250 oder höher stellen.

Vergleich der erhöhten Mittenkontraste mit dem vorherigen Bearbeitungsschritt

Schritt 3: Korrigieren von Sättigung und Dynamik

Der Einstellungsbereich «Erweitert» beherbergt vier Regler zu den Tiefen, den Lichtern, zur Dynamik und der Sättigung. Die Regler «Tiefen» und «Lichter» bleiben zunächst unberührt. Allerdings können Sie diese bei Bedarf jederzeit verwenden. Die Tiefen regeln die dunklen Töne im Bild und machen diese heller oder dunkler, je nach dem in welche Richtung Sie den Regler bewegen. Der Regler «Lichter» steuert die hellen Töne.

Setzen Sie nun die «Dynamik» auf 80 Prozent hoch, um mehr farbliche Brillanz in Ihr Foto zu bringen. Die Sättigung können Sie wie in der Voreinstellung bei 20 Prozent belassen. Nach diesen 3 Schritten erhalten Sie bereits ein farbenprächtiges Foto mit starken, auffallenden Konturen und Kontrasten. An diesem Punkt könnte Ihr Foto mit HDR-Effekt bereits fertig sein.

Ergebnis nach dem dritten Bearbeitungsschritt «Sättigung und Dynamik»

Schritt 4: Den HDR-Effekt verstärken

Sollte Ihnen der bislang entstandene Effekt nicht ausreichen und Sie möchten ein noch kontrastreicheres Bild, dann sollten Sie den vierten und letzten Einstellungsbereich der Funktion «HDR-Tonung» verwenden. Mit Hilfe der im Histogramm eingetragenen Toning-Kurve können Sie ganz einfach den Kontrast noch weiter erhöhen.
Setzten Sie dazu auf der geraden Linie zwei Punkte. Den ersten unterhalb und den zweiten oberhalb der Mitte. Ziehen Sie den unteren Punkt etwas nach unten und den oberen weiter nach oben, um mehr Kontraste in der Aufnahme zu schaffen.

Photoshop Screenshot: Fenster der HDR-Tonung und Anzeige der Toning-Kurve und Histogramm

Sie können den Verlauf der Kurve solange variieren, bis Sie mit dem Ergebnis zufrieden sind.

Zum Abschluss schliessen Sie die Funktion «HDR-Tonung» mit einem Klick auf «Ok» und speichern Sie Ihr Ergebnis ab.

Viel Spass beim Ausprobieren!

Collage aus zwei angewendeten Filtern

Photoshop: Der Einsatz von Filtern in der Nachbearbeitung

Das Fotobearbeitungsprogramm Photoshop bietet unter seinen zahlreichen Funktionen auch eine grosse Bandbreite an Filtern. Durch die Verwendung solche Filter ist es möglich, Fotos nicht nur zu retuschieren und korrigieren, sondern auch ganz spezielle und künstlerische Effekte zu erzeugen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die Auswahl der Filter in Photoshop geben und stellen Ihnen zwei sehr hilfreiche und umfangreiche Filter genauer vor.

Der Aufbau des Filtermenüs

Wird in der oberen Menüleiste von Photoshop der Reiter «Filter» gewählt, erscheint dessen Kontextmenü. Dieses ist durch graue Linien in fünf Bereiche unterteilt.

Screenshot Photoshop – Unterteilung des Filterkontextmenüs

Als erster Bereich wird die Funktion «letzter Filter» durch eine Trennlinie von den anderen abgegrenzt. Wie der Name der Anwendung bereits verrät, können Sie über diese Funktion schnell und einfach Ihren zuletzt gewählten Filter erneut anwenden.

Der zweite Bereich beinhaltet ebenfalls nur eine Funktion – Die Funktion «Für Smartfilter konvertieren». Durch diese Funktion wird Ihre Aufnahme in ein Smartobjekt umgewandelt, wodurch das Originalfoto in Photoshop gespeichert und somit verankert wird. Legen Sie anschliessend einen oder mehrere Filter über Ihr Foto, werden diese zwar angewendet jedoch nicht fest mit dem Original verbunden. Dadurch ist es möglich alle angewendeten Filter im Nachhinein zu ändern oder zu entfernen. Folglich ist es ratsam diese Funktion immer vor der Anwendung von Filtern zu aktivieren.

Der dritte und in der Abbildung blau gekennzeichnete Bereich beinhaltet Filter, die relativ neu zu Photoshop hinzugekommen sind. Dabei handelt es sich überwiegend um Filter, die in ihrer Anwendung ein wenig komplexer sind. Dazu gehören zum Beispiel die Filtergalerie und der Camera-Raw-Filter. Bei der Verwendung dieser Filter öffnet sich ein externes Fester, in dem sich mehrere Einstellungsmöglichkeiten befinden, um den Filter nach den eigenen individuellen Vorstellungen anpassen zu können.

Im vierten Bereich finden Sie die Filter, die es schon lange Zeit bei Photoshop gibt. Diese wurden zum Teil verbessert und überarbeitet. Durch einen kleinen Pfeil lassen sich weitere Unteroptionen zu den einzelnen Filtern im Kontextmenü anzeigen. Diese Filter werden durch den blossen Klick auf die Anwendung ausgeführt, es öffnet sich hier kein externes Fenster.

Der sechste Bereich des Filtermenüs eröffnet Ihnen die Möglichkeit online nach weiteren Filtern zu suchen, falls Ihnen die Auswahl in Photoshop nicht ausreicht.

Besonders umfangreiche Filteranwendungen

Wie bereits erwähnt befinden sich im dritten Bereich des Filterkontextmenüs, die neueren Filteranwenden. Für deren Anwendung öffnet sich ein neues Fenster, in dem sich eine grosse Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten befindet. Für einen besseren Überblick möchten wir Ihnen ein paar ausgewählte Filter vorstellen.

Die Filtergalerie

In dem externen Fenster der Filtergalerie wird Ihnen Ihr Foto zunächst in einer 100-Prozent-Darstellung angezeigt. Je nach Auflösung Ihrer Aufnahme können 100 Prozent zu viel sein, um Ihr Foto vollständig zusehen. Wählen Sie unten links im Fenster eine kleinere Prozentzahl, um das Foto ganz auf dem Bildschirm zu sehen. In dieser Darstellung lässt sich am besten erkennen, wie der Filter auf dem Foto wirkt.

Sreenshot Photoshop – Öffnen der Filtergalerie

Zudem wird beim öffnen der Filtergalerie immer der Filter zuerst angewendet, welchen Sie zuletzt verwendet haben. In diesem Beispiel ist es der Buntglas-Mosaik-Filter. Rechts neben Ihrer Aufnahme finden Sie eine grosse Auswahl an sehr künstlerischen und kreativen Filtern. Diese sind nochmal in verschiedene Rubriken unterteilt wie Kunstfilter, Malfilter, Stilisierungsfilter, Strukturierungsfilter, Verzerrungsfilter und Zeichenfilter.

Klicken Sie sich durch die verschiedenen Filter, bis Sie einen passenden Effekt gefunden haben. In diesem Beispiel wurde der Filter «Buntstiftschraffur» in der Kategorie Kunstfilter gewählt. Mit diesem Filter erhält Ihre Aufnahme mit nur einem Klick die Optik einer Zeichnung. Rechts neben der Auswahl der Filter befindet sich ein weiteres Feld, in dem weitere Einstellungsmöglichkeiten für den Feinschliff zur Verfügung stehen. Diese Einstellungen variieren je nach Wahl des Filters.

Screenshot Photoshop – Anwenden des Buntstiftschraffur-Filters

Um die Wirkung der Zeichnung zu verbessern, können Sie die Regler Strichstärke, Druck und Papierhelligkeit anpassen. Wie kräftig die Zeichnung dargestellt werden soll, bestimmen die beiden Regler Strichstärke und Druck. Damit die Farben der Zeichnung gut zu Geltung kommen, ist es ratsam die Papierhelligkeit hoch einzustellen. Wird der Regler bis zum Anschlag nach rechts bewegt, erhalten Sie für Ihre Zeichnung einen weissen Untergrund.

Der Camera-Raw-Filter

Ein weiterer sehr wichtiger und oft verwendeter Filter ist der Camera-Raw-Filter. Dieser macht es möglich schnell und einfach das Bild für weitere Bearbeitungsschritte zu optimieren. Bei den Grundeinstellungen des Camera-Raw-Filters können Sie mit Reglern wie Kontrast, Lichter, Tiefen die Belichtung korrigieren. Zudem können Farbtemperatur, Klarheit und Dynamik der Aufnahme angepasst werden.

Screenshot Photoshop – Anwendung des Camera-Raw-Filters

Neben den Grundeinstellungen finden sich im Camera-Raw-Filter noch viele weitere Einstellungsmöglichkeiten. So können der Farbton, die Sättigung und die Luminanz verschiedener Farben genau bestimmt werden. Selbst Funktionen wie die Objektivkorrektur sind im Camera-Raw-Filter zu finden. Diese ist jedoch auch detaillierter über einen eigenen Filter möglich.

Fazit

Das Spektrum an Filtern in Photoshop ist sehr gross und bietet Ihnen zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten, die leicht umzusetzen sind. Mit der Hilfe des Camera-Raw-Filters können Sie Ihre Aufnahmen leicht optimieren und diese somit für weitere Nachbearbeitungsschritte vorbereiten. Für eine besonders kreative Bildwirkung bietet Ihnen die Filtergalerie zudem eine grosse Auswahl an Effekten.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Ausprobieren!

Aufnahme einer Tasse mit künstlichem Bokeh-Effekt

Photoshop: Der künstliche Bokeh-Effekt

Der Begriff «Bokeh» ist japanisch und bedeutet unscharf und verschwommen. In der Fotografie wird dieser Begriff verwendet, um die Ästhetik der unscharfen Bildbereiche einer Aufnahme zu beschreiben. Bezogen auf die Bildwirkung, hilft der Bokeh-Effekt dabei, das Hauptmotiv der Aufnahme richtig zur Geltung zu bringen.

Dieser Effekt wird durch eine weit geöffnete Blende erzeugt, die die Schärfentiefe des Bildes geringhält. Lassen die Gegebenheiten des Objektivs keinen oder einen nicht ausreichenden Unschärfe-Effekt zu, kann dieser auch im Nachhinein mit Photoshop erzeugt werden. Wir zeigen Ihnen wie.

Unschärfe im Hintergrund erzeugen

Zu Beginn der Bearbeitung sollten Sie das Hauptmotiv Ihrer Aufnahme vor allen zukünftigen Bearbeitungsschritten schützen. Wählen Sie hierzu das Schnellauswahl-Werkzeug in der linken Seitenleiste.

Screenshot Photoshop – Objekt mit Schnellauswahl-Werkzeug auswählen

Wurde das Objekt grob umrandet, kann der «Auswählen-und-maskieren–Modus» genutzt werden, um die Auswahl zu verfeinern. Nutzen Sie die Ansicht «Überlagerung». Dadurch werden alle nicht ausgewählten Flächen rot dargestellt. Anschliessend können Sie mit dem Pinsel, dem «Schnellauswahl-Werkzeug» oder dem «Kante-verbessern-Pinselwerkzeug» Ihr Objekt klar definieren. Sind Sie mit der Auswahl zufrieden, können Sie den «Auswählen-und-maskieren–Modus» verlassen.

Screenshot Photoshop: «Auswahl umkehren» auswählen

Durch die Auswahl des Objektes, würden sich nun alle weiteren Bearbeitungsschritte auf den ausgewählten Bereich beziehen. Das Ziel ist es jedoch, das ausgewählte Objekt unangetastet zu lassen. Um alles, ausser dem Objekt auszuwählen, gehen Sie im Menü auf den Reiter «Auswahl» und im Kontextmenü auf «Auswahl umkehren».

Screenshot Photoshop: Im Filtermenü unter der Weichzeichnergalerie Tilt-Shift wählen

Wurde die Auswahl umgekehrt, kann nun der Filter «Tilt-Shift» angewendet werden. Diesen finden Sie im Menü Filter unter der Weichzeichnergalerie.

Der «Tilt-Shift-Filter» besteht aus einem Kreis, zwei durchgezogenen und zwei gestrichelten Linien. Die beiden durchgezogenen Linien kennzeichnen den Bereich, der nicht weichgezeichnet wird. Zwischen den durchgezogenen Linien und den gestrichelten Linien wird ein Übergang von scharf zu unscharf geschaffen.

Screenshot Photoshop – Tilt-Shift anwenden und richtig positionieren

Positionieren Sie zu Beginn den Kreis auf Ihrem Objekt. Durch die weisse Füllung des Kreises wird die Stärke der Weichzeichnung angegeben. Diese lässt sich durch die Bewegung des Kreises oder durch den Regler in den Einstellungen des Weichzeichner-Werkzeuges verändern. Es ist sinnvoll den Weichzeichner-Effekt direkt zu Beginn zu erhöhen, um die Wirkung der umpositionierten Linien besser zu erkennen.

Richten Sie die Linien an Ihrem Bild aus. In diesem Beispiel ist eine Weichzeichnung unterhalb des Objektes nicht gewünscht, weshalb die unteren Linien über den Bildrand hinausgeschoben werden.

Screenshot Photoshop – Blendenflecken erzeugen durch die Erhöhung der Bokeh-Lichter

Abgesehen von den Weichzeichnungsbereichen, können in den Einstellungen des Weichzeichner-Werkzeuges weitere Änderungen vorgenommen werden. So ist es möglich, durch die Bewegungen der Regler «Bokeh-Lichter» und «Helligkeitsbereich», Blendenflecken zu erzeugen und somit den Bokeh-Effekt zu verstärken.

Zwischenergebnis – unscharfer Hintergrund mit leichtem Blendenflecken-Effekt

Das linke Bild wurde mit einer 50mm Festbrennweite, einer weit geöffenten Blende und einer kurzen Belichtungszeit aufgenommen. Folglich ist der Unschärfe-Effekt bereits bei der Aufnahme entstanden. Das rechte Bild zeigt den durch Photoshop entstandenen Unschärfe-Effekt.

Künstliche Blendenflecken erzeugen

Sind die Bledenflecken nicht ausreichend, die durch die Einstellungen des Weichzeichner-Werkzeuges entstanden sind, lassen sich diese ebenfalls künstlich erzeugen.

Wie im ersten Bearbeitungsschritt sollten Sie die Bereiche schützen, die nicht bearbeitet werden sollen. Wählen Sie diesmal den gesamten Vordergrund aus, da Sich die Blendenflecken nur im Hintergrund des Bildes befinden sollen.

Nutzen Sie den «Auswählen-und-maskieren-Modus» und erstellen Sie diesmal eine neue Ebene. Setzen Sie dazu im unteren Bereich der Einstellungen (rechts) einen Haken bei «Farben dekontaminieren» und wählen Sie «neue Ebene mit Ebenenmaske» aus. Benennen Sie diese in «Vordergrund» um. Markieren Sie erneut die Ebene 0 (Hintergrundebene) und erstellen Sie zwischen Hintergrund und Vordergrund eine neue Ebene. Diese heisst in diesem Beispiel «Blendenflecken».

Wählen Sie das Pinselwerkzeug aus und öffnen Sie die Einstellungen. Unter dem Reiter «Pinselform», wählen Sie einen harten, runden Pinsel und passen die Pinselgrösse Ihrem Bild an. In diesem Beispiel wird eine Pinselgrösse von 500 Pixel benötigt. Verschieben Sie den Regler «Abstand» so weit, bis Sie in der Pinselvorschau einzelne Kreise statt einer Linie sehen.

Screenshot Photoshop – Einstellungen Pinsel, Vorbereitung Blendenflecken

Wechseln Sie in den Reiter «Formeigenschaften» und erhöhen Sie den Wert «Grössen-Jitter» auf 70 bis 80 Prozent. Dieser Regler definiert den Grössenunterschied der einzelnen Kreise. Unter «Streuung» muss bei dem Kästchen «beide Achsen» ein Haken gesetzt werden und unter «Transfer» bestimmen Sie die Deckkraft der Linie beziehungsweise Kreise. Unten rechts der Pinseleinstellungen können Sie sich diese Pinselvorlage speichern. Nennen Sie sie «Bokeh» oder «Blendenflecken».

Versichern Sie sich, dass für den Pinsel die Farbe Weiss gewählt wurde und dass die Ebene «Blendenflecken» markiert ist. Malen Sie nun auf dieser Ebene, wie mit einer Linie. Halten Sie dazu den linken Mauszeiger gedrückt und bewegen Sie die Maus in geschwungenen Linien über den Bereich, in dem die Blendenflecken sein sollen.

Screenshot Photoshop – Mit Pinsel Blendenflecken auf die Zwischenebene malen

Öffnen Sie mit einem rechten Mausklick auf die Blendenflecken-Ebene das Kontextmenü und wählen Sie «In Smartobjekt konvertieren». Anschliessend wählen Sie im «Mischmodus» ineinander kopieren. Im Filter-Menü finden Sie unter der Option «Renderfilter» die Anwendung Blendenflecke, wenden Sie diese an. Sind Ihnen die Blendenflecken zu stark, können Sie ganz einfach die Deckkraft der Blendenflecken-Ebene reduzieren.

Screenshot Photoshop – Filter Blendenflecke

Erstellen Sie über der Blendenflecken-Ebene eine weitere Ebene, im Beispiel «Blendenflecken 2», und wiederholen Sie den Vorgang. Variieren Sie dabei die Deckkraft, um unterschiedlich starke Blendenflecken zu erzeugen.

Aufnahme einer Tasse mit künstlichem Bokeh-Effekt

Fazit

Hat man kein Objektiv zu Hand, mit dem sich durch eine weit geöffnete Blende ein schöner Bokeh-Effekt erzeugen lässt, kann Photoshop helfen.

Mit Hilfe der Weichzeichnungsanwendung ist es meist nicht sehr schwer, eine schöne Unschärfe im Hintergrund zu generieren. Oft reicht dieser Unschärfe-Effekt bereits aus, um die Bildwirkung positiv zu beeinflussen. Für noch etwas mehr Raffinesse kann der Hintergrund mit Blendenflecken spannender gestaltet werden.

Viel Freude beim Ausprobieren!

 

Vergleich Nachbearbeitung und Original

Photoshop: Selektive Farbänderung

Das Zusammenspiel mehrerer Farben in einer Aufnahme ist für die Bildwirkung sehr wichtig. So kann ein Element, dessen Farbe nicht mit der Umgebung harmoniert, schnell zum Störfaktor im Bild werden. Zudem kann die Farbe des Hauptmotivs ausschlaggebend für die gesamte Bildwirkung sein. Mit der Hilfe von Photoshop können Sie die Farbe eines ausgewählten Bereichs in nur wenigen Schritten ändern und so den Ausdruck des Fotos verbessern oder seine Wirkung verändern. Wie das geht, zeigen wir Ihnen hier.

Bereich auswählen

Wurde das Bild in Photoshop geöffnet, kann es sofort mit der Auswahl des zu ändernden Bildbereiches losgehen. Begonnen wird hier mit dem Schnellauswahl-Werkzeug. Fahren Sie nach der Aktivierung des Werkzeuges mit gedrückter linker Maustaste über den Bereich, dessen Farbe sich später ändern soll. In diesem Beispiel sind das alle grünen Bereiche Oldtimers auf dem Foto.

Schnellauswahl-Werkzeug in Photoshop

Für eine Änderung der Farbe sollten die grünen Bereiche des Autos so genau wie möglich ausgewählt werden. Die blosse Verwendung des Schnellauswahl-Werkzeuges reicht dabei in den meisten Fällen nicht aus. Für die exakte Auswahl gehen Sie in den Modus «Auswählen und maskieren».

Modus «Auswählen und maskieren» in Photoshop

In diesem Modus werden alle Bereiche, die Sie nicht ausgewählt haben, in Rot angezeigt. Für die weitere Bearbeitung Ihrer Auswahl stehen auch hier das Schnellauswahl-, Kante-verbessern-Pinsel-, Pinsel- und Lasso-Werkzeug zur Verfügung. Mit der Wahl des Plus oder Minus in der oberen waagerechten Leiste entscheiden Sie, ob Sie zu Ihrer Auswahl Bereiche hinzufügen oder entfernen möchten. Beginnen Sie hier mit dem Pinsel-Werkzeug. Malen Sie alle noch nicht ausgewählten Flächen, die eingefärbt werden sollen mit dem Plus aus und entfernen Sie alle Bereiche, die nicht eingefärbt werden sollen mit dem Minus.

Screenshot Photoshop – Kanten-verbessern-Pinsel-Werkzeug

Anschliessend fahren Sie mit dem Kante-verbessern-Pinsel-Werkzeug über alle Übergänge, um Ihre Auswahl nochmals zu optimieren. Sind Sie mit dem Ergebnis zufrieden, beenden Sie den «Auswählen und maskieren» Modus, indem Sie unten rechts auf «Ok» klicken.

Sie gelangen nun zurück in den normalen Bearbeitungsbereich.

Ändern der Farbe

Um die Farbe des ausgewählten Bereichs zu ändern, wird eine Einstellungsebene benötigt. Diese finden Sie unter dem schwarz-weiss geteilten Kreis im Ebenenbedienfeld. Klicken Sie auf das Symbol und wählen Sie «Farbton, Sättigung» aus.

Erstellen einer Einstellungsmaske in Photoshop

Über der Hintergrundebene erscheint nun eine Einstellungsebene mit einer Ebenenmaske. Die Maske wird als schwarzes Rechteck dargestellt, indem nur die ausgewählten Bereiche in Weiss angezeigt werden.

Änderung der Farbe in Photoshop

Über dem Ebenenbedienfeld erscheinen verschiedene Regler. Die Ausgangsposition dieser Regler liegt immer bei null. Um die Farbe des ausgewählten Bereiches zu ändern, schieben Sie den Regler «Farbton» nach rechts oder links bis Ihnen ein Farbton zusagt.

Nach der Änderung der Farbe sieht man häufig Stellen, die bei der Auswahl übersehen oder zu viel ausgewählt wurden. In diesem Beispiel wurde nicht bedacht, dass sich in den Chrom-Teilen des Autos die Farbe des Oldtimers spiegelt. Da dieser Bereich nicht mit in die Auswahl aufgenommen wurde, wird die Spiegelung in der Ausgangsfarbe wiedergegeben.

Nachbesserung der Auswahl in Photoshop

Damit der Effekt der selektiven Farbänderung so realistisch wie möglich wirkt, sollten die Spiegelungen ebenfalls an den Farbton angepasst werden. Wählen Sie einfach das Pinsel-Werkzeug und die Farbe Weiss. Fahren Sie über die Flächen, die Sie nachträglich Ihrer Auswahl hinzufügen möchten. Achten Sie darauf, dass Sie die Ebenenmaske der Einstellungsebene ausgewählt haben, um die Auswahl der Maske zu verändern.

Wurden Flächen eingefärbt, die die Originalfarbe behalten sollen, wählen Sie die Farbe Schwarz und das Pinsel-Werkzeug, um die Auswahl an dieser Stelle zu entfernen.

Sind Sie mit allen Korrekturen fertig und mit dem Ergebnis zufrieden, können Sie das Bild speichern. Nach dem Speichern des Bildes können Sie die Regler der Einstellungsebene erneut verändern und dem Element in Ihrer Aufnahme eine neue Farbe verleihen.

Die Aufnahme eines Oldtimers in vier unterschiedlichen Farben

Der grüne Oldtimer ist das Originalbild

Fazit

Die selektive Farbänderung ist ein Nachbearbeitungsvorgang in Photoshop, mit dem die Erscheinung und Wirkung eines Elements in einem Bild grundlegend verändert werden kann. So kann durch die Änderung einer Farbe im Bild eine ganz neue Bildwirkung entstehen. Die Bearbeitung erfordert ein wenig Geduld und Fingerspitzengefühl, aber das Ergebnis lohnt sich.

Viel Spass beim Ausprobieren!

selbst gebauter Reflektor aus einer Aluminiumfolie

Foto-Hacks: DIY Kameraequipment selbst gebaut

Sie möchten bereits im Moment des Auslösens das Beste aus Ihrem Foto herausholen und das, ohne im Nachhinein das Bildbearbeitungsprogramm zu benutzen oder sich kostenintensives Profiequipment anzuschaffen? Manchmal können ganz normale Alltagsgegenstände aus Ihrem Haushalt mit nur wenigen Handgriffen Abhilfe schaffen.

DIY Kameraequipment ist preisgünstig und oft einfach umzusetzen. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie sie sich selbst einen Diffusor und einen Reflektor bauen.

DIY Diffusor für die Kamera

Ein Diffusor hilft sowohl bei Innen- als auch bei Aussenaufnahmen hartes, direktes Licht weicher zu machen und starke Licht-Schatten-Kontraste einzudämmen. Auch im Falle des Einsatzes eines Blitzes sorgt der Diffusor für die Streuung des Lichts und erzeugt somit nur sehr weiche Schatten. Diffusoren werden zwischen dem Objekt und der Lichtquelle platziert und sollten aus halbdurchsichtigen Material bestehen, damit das Licht durch das Material gelangen kann, um dieses zu streuen. Zum anderen ist es wichtig, dass das Material farbneutral ist, damit kein Farbstich auf Ihrer Aufnahme entsteht. Sie sollten ausserdem beachten, dass der Diffusor grösser sein muss als das Objekt, das Sie fotografieren möchten, da der Diffusor nur die Fläche gut ausleuchten kann, welche er auch abdeckt.

Fotografie einer Figur ohne und mit einem Diffusor

Auf dieser Darstellung sehen Sie zuerst eine Aufnahme ohne Diffusor und daneben mit Hilfe des Diffusors. Es lässt sich deutlich erkennen, dass die Aufnahme mit Diffusor einheitlich weicher ist.

Einen solchen Diffusor oder sogar mehrere Diffusoren in unterschiedlichen Grössen nachzubauen, ist ziemlich simpel. Sie benötigen nichts weiter als ein lichtdurchlässiges Material und einen Rahmen, auf welchen Sie das Material anbringen können. Für das Material können sie sowohl Papier als auch Stoffe verwenden. An dieser Stelle müssen Sie jedoch beachten, dass verschiedene Stärken an Papier oder unterschiedlich dicke Stoffe auch unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Sie sollten deshalb darauf achten, dass das Material weder zu dünn noch zu dick ist.

Tipp: Wie lichtdurchlässig ein Material ist, finden Sie schnell heraus, indem Sie das Material gegen eine Lichtquelle oder ein Fenster bei Tageslicht halten.

Der zweite Schritt ist der Rahmen. Sollten Sie nur einen kleinen Diffusor benötigen, können Sie sich einfach einen alten Bilderrahmen zu Nutze machen. Für größere Diffusoren wird ein Bilderrahmen jedoch zu schwer, um ihn noch problemlos über dem zu fotografierenden Objekt positionieren und halten zu können. Deshalb empfiehlt es sich, selbst einen Rahmen aus einem relativ leichten Material zu bauen. Dafür eigenen sich beispielsweise dünne Stäbe aus Holz oder Aluminium, welche Sie in jedem Baumarkt oder Bastelbedarf kostengünstig erwerben können, falls Sie nichts dieser Art zu Hause haben. Die Stäbe lassen sich in verschiedener Art und Weise verbinden. Je nach Material können Sie den Rahmen zusammennageln, -löten oder -kleben.

Tipp: Bei grösseren Rahmen hilft zur Stabilität eine Querverbindung gegenüber der Ecke, so dass zwischen dem Quer-Stab und den beiden Seiten, ein 45-Grad-Winkel entsteht.

Wenn Sie einen passenden Rahmen haben, müssen Sie das Material nur noch in der richtigen Grösse zuschneiden. Dabei müssen Sie berücksichtigen, dass Sie bei Stoff pro Seite etwa zwei bis fünf Zentimeter zugeben müssen, um ihn auf den Rahmen zu spannen und auf der Rückseite zu befestigen. Bei Papier reicht die Grösse des Rahmens, wenn Sie dieses direkt auf den Rahmen kleben.

selbst gebauter Diffusor aus Holz und Papier

Reflektor

Ein Reflektor dient dazu, das Licht auf die schattige Seite eines Motives zu lenken. Dies gelingt indem Sie den Reflektor hinter der unbelichteten Seite Ihres Objektes platzieren, sodass der Reflektor das darauf fallende Licht zurück auf die unbeleuchtete Seite des Motives werfen kann. Für diese Funktion kann auch schon ein Diffusor Abhilfe schaffen, dieser verschluckt jedoch einen gewissen Anteil des Lichts und erzeugt somit kein optimales Ergebnis. Deshalb sind in diesem Fall lichtundurchlässige Flächen vorteilhafter.

Fotografie einer Teekanne mit und ohne Diffusor oder Reflektor

Sie sehen zuerst eine Aufnahme ohne Hilfsmittel. Danach folgt die Aufnahme mit einem Reflektor.

Ein Material, welches sich hervorragend für den Eigenbau eines Reflektors eignet, ist Aluminiumfolie. Sie ist lichtundurchlässig und reflektiert durch ihre spiegelnde Oberfläche das Licht besonders gut. Um einen wärmeren Effekt mittels eines Reflektors zu erzielen, bieten sich Flächen mit einer goldenen Farbe an. Für diesen Zweck ist die Rettungsdecke aus einem Sanitätskoffer ein echter Allrounder, da die Decke sowohl eine goldene als auch eine silberne Seite besitzt, um warme und kalte Reflektionen zu erzeugen. Des Weiteren bietet die Decke eine grosse Fläche, wodurch Sie einen umfangreichen Spielraum in Bezug auf die Grösse Ihres Reflektors haben.

 

selbst gebauter Reflektor aus einer Aluminiumfolie

Wie beim Diffusor wird auch hier ein Gerüst benötigt, um eine gerade und stabile Fläche aus der Aluminiumfolie oder der Rettungsdecke zu erzeugen. Das Material können Sie auf einer Platte oder einem Rahmen anbringen. Da der Reflektor jedoch lichtundurchlässig sein sollte, verstärkt eine Platte seinen Effekt. Sie sollten beachten, dass Sie auch hier ein leichtes Material wie eine stabile Pappe, eine Platte aus Styropor oder Stäbe aus Holz bzw. Aliminium auswählen.

Auch hier befestigen Sie Ihr Material auf der Fläche oder dem Rahmen und schon sind Sie für ein Shooting mit Ihrem selbst gebautem Profiequipment ausgestattet.

 

Merken

Zwei Fotos übereinander - Vögel und Hund

Für Smartphone Fotos mit Special Effect: Die ausgefallensten Foto-Apps für Android und iOS

Dank aktuellster Technik, hochwertigen Kameras und sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Co. ist das Aufnehmen von guten Fotos zu einer der wichtigsten Aufgaben des Smartphones geworden. Doch selbst das beste Motiv lässt sich mit einem Filter oder ein paar kleinen Bearbeitungen hier und da noch spannender gestalten – am besten schnell und einfach direkt auf dem Smartphone. Ein Blick auf die wohl beliebteste Fotoplattform «Instagram» zeigt, dass die spektakulärsten Effekte und Bearbeitungen genutzt werden, um mit den eigenen Fotos aufzufallen.

Wir haben uns auf die Suche nach Gratis-Apps gemacht, mit denen Sie Ihre Schnappschüsse effektvoll in Szene setzen können.

Kleine Planeten mit «RollWorld»

Mit dieser Gratis-App für iOS ist der Wow-Effekt für Ihre Fotos garantiert. «RollWorld» verwandelt Motive in kleine kreisrunde Planeten, sogenannte «Tiny Worlds». Damit der Effekt am besten wirkt, eignen sich vor allem Landschaftspanoramas oder Skylines, bei denen der Horizont deutlich Himmel und Erde trennt.

Die Ausgangsbilder: Ein Panorama einer Seebrücke und ein Wasserfall

Screanshot RollWorld App mit Landschaftsbild bzw. Panorama Aufnahme

Links: Das Resultat: «RollWorld» App mit Landschaftsbild im Format 3:2 | Rechts: «RollWorld» App mit Panoramabild

«RollWorld» kann als direkte Kamerafunktion benutzt werden, welche den Tiny World-Effekt bereits vor dem Auslösen auf das Display zaubert. Am besten lässt sich die App jedoch auf bereits geschossene Fotos anwenden. So können Sie etwa Panoramabilder in der App hochladen und mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zu einer kleinen Welt verdrehen. Neben Panoramas können natürlich auch sämtliche andere Motive mit der Foto App kreativ bearbeitet und auf den Kopf gestellt werden, um verrückte und abstrakte Meisterwerke zu erhalten.

Für Android-Nutzer gibt es mit «Little Planet» – ebenfalls gratis – das Pendant.

«RollWorld» im App Store

«Little Planet» im Playstore

Beeindruckende Morph-Effekte mit «Photo Lab»

Foto aus zwei Motiven und Morph-Effekt Tiger und Mensch

Links: Foto aus zwei Motiven | Rechts: Morph-Effekt Tiger und Mensch

Diese vielfältige App «Photo Lab» ist sowohl für Android als auch iOS gratis verfügbar und bietet einen riesigen Funktionsumfang. Mit zahlreichen Filtern können Sie Ihre Fotos zu gemäldeartigen Kunstwerken machen oder mit einem ungewöhnlichen Hintergrund kombinieren. So zeigt etwa ein altes Buch im Bild Ihr Motiv auf einer seiner Seiten oder es scheint als würde es sich in einem Sektglas spiegeln. Doch absolutes Highlight von «Photo Lab» sind die eindrucksvollen Montagen, die automatisch aus einem Foto und einer Vorlage erstellt werden können. Wählen Sie einfach ein Portrait oder Selfie aus und lassen es mit einem Tiger oder der mystisch wirkenden Silhouette eines Waldes verschmelzen. Diese sogenannten «Morph-Effekte» lassen einzigartige Motive entstehen, die auf jeden Fall hervorstechen. Auf diese und auf diverse weitere Möglichkeiten der Fotomontage lassen sich noch, ähnlich wie Filter, verschiedene Stile wie zum Beispiel Popart, Graffiti und viele mehr anwenden.

«Photo Lab» im App Store

«Photo Lab» im Playstore

Aussergewöhnliche Hintergründe mit „Fabby“

Portrait mit Blütenhintergrund und Popart-Style

Links: Portrait mit Blütenhintergrund | Rechts: Portrait mit buntem Popart Hintergrund

Mit dieser App für iOS kann man Fotos mit verrückten Hintergründen voller Fantasie aufpeppen. Der Fokus liegt hier vor allem auf Selfies oder Fotos von Personen. Diese erkennt die App automatisch als Vordergrund und fügt sie dann in beliebige Hintergründe ein. Die Bearbeitung kann im Nachhinein erfolgen, aber auch während des Aufnehmens kann man bereits den gewünschten Hintergrund aktivieren und sich selbst oder die zu fotografierende Person für die perfekte Position im Bild ausrichten. Neben den zahlreichen vorgefertigten Hintergründen können Sie auch eigene Fotos verwenden. Von der weissen Winterlandschaft bis hin zu bunten Donuts auf pinkem Grund sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer noch etwas mehr Leben ins Spiel bringen möchte, kann mit der «Fabby» App auch kleine Videos mit knalligen Hintergründen aufnehmen.

Die gratis App «Fabby» ist derzeit nur für iOS-Geräte im App Store erhältlich.

«Fabby» im App Store

Knallige Comics und bunte Collagen mit «PicsArt»

Motiv in Mosaik-Optik und Portrait mit ausgefallenem Farbfilter

Links: Motiv in Mosaik-Optik | Rechts: Portrait mit ausgefallenem Farbfilter

Für alle Hobbyfotografen, die gern mit Farben experimentieren, ist die Foto-App «PicsArt» genau das Richtige. Das gratis Bildbearbeitungsprogramm für Android und iOS hält nicht nur unzählige Filter mit jeweils umfassenden Einstellungsmöglichkeiten bereit, sondern bietet darüber hinaus ein ganzes Repertoire an Funktionsbereichen. Ob aussergewöhnliche Effekte, bunte Collagen oder comicartige Verzierungen mit Sprechblasen und Aufklebern – bei «PicsArt» sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Für die individuelle Anpassung der jeweiligen Effekte können Sie deren Intensität, Farbstich und Ähnliches manuell einstellen. Soll ein bestimmter Bereich in seiner natürlichen Optik bleiben, wie etwa eine Person oder ihr Gesicht im Zentrum des Bildes, kann dieser Bereich mit einer Radierfunktion von dem eingestellten Effekt befreit werden. So kann zum Beispiel eine Person oder ein Objekt farbig vor einem sonst schwarz-weissen Hintergrund hervorgehoben werden oder es scheint als würde sie sich in einem Gemälde bewegen. Wer es weniger ausgefallen mag, findet bei «PicsArt» aber auch dezente Filter und Basic-Werkzeuge der Bildbearbeitung wie Rote-Augen-Korrektur, Kontrasteinstellung und Ähnliches.

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