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Bridgekamera

Wie der Name bereits verrät, schlagen Bridgekameras eine Brücke zwischen zwei Konstruktionsprinzipien: Sie vereinen Eigenschaften von Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras in Bezug auf ihre Ausstattung, Funktionen und Qualitätsmerkmale. Sie sind deutlich grösser als Kompaktkameras und bieten gleichzeitig eine Haptik, die der DSLR sehr ähnelt.

Wie Kompaktkameras verfügen Bridgekameras über fest eingebaute Objektive. Der Sensor ist kleiner als bei der DSLR, weshalb Bridgekameras meist mit kompakten und lichtstarken Objektiven ausgestattet sind. Da das Objektiv nicht gewechselt werden kann, verschmutzt der Bildsensor kaum oder gar nicht. Zudem kann kein Streulicht auf den Sensor fallen und die Belichtungsautomatik der Kamera stören, weil die Bridgekamera ohne Spiegel auskommt. Der kleine Sensor kann sich allerdings zu Lasten der Bildqualität auswirken: Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen kann die Detailschärfe beeinträchtigt werden und ein stärkeres Bildrauschen entstehen.

Die Zoomobjektive von Bridgekameras sind vergleichsweise stark und verfügen über einen grossen Brennweitenbereich. Allerdings sind die Bildgestaltungseigenschaften im Vergleich zu Spiegelreflexkameras mit speziellen Objektiven reduziert: Der Brennweitenbereich reicht in der Regel nicht bis zum extremen Weitwinkel. Auch die Bildqualität im Makromodus ist meist nur eingeschränkt.

Bei den meisten Bridgekameras können Werte für die Blendenzahl, Verschlusszeit und die Lichtempfindlichkeit manuell eingestellt werden. Der Kamerazoom wird häufig direkt über den Einstellring am Objektiv bedient. Viele moderne Bridgekameras bieten eine Möglichkeit zur optischen Bildstabilisierung, um Verwackelungen auszugleichen. Die meisten Bridgekameras verfügen ausserdem über einen elektronischen Sucher, durch den die Helligkeit der Aufnahme zuvor beurteilt werden kann. Zuletzt ist die Kameraelektronik meist in der Lage, bestimmte Abbildungsfehler des Objektivs bei unterschiedlichen Blenden und Brennweiten automatisch zu korrigieren.

Bridgekameras werden häufig auch als «Prosumerkameras» bezeichnet, da sie sowohl Merkmale von Professional- als auch von Consumer-Kameras aufweisen. Im Vergleich zu einer DSLR ist eine Bridgekamera kompakter und handlicher. Gleichzeitig fehlt ihr jedoch die Vielseitigkeit und Flexibilität, die durch Wechselobjektive ermöglicht wird.

Für die meisten Einsatzgebiete ist die Bridgekamera trotzdem bestens geeignet: Ihr leistungsfähiger optischer Zoom und ihre Bildqualität sind der Kompaktkamera deutlich überlegen. Auf Grund der fehlenden Spiegelmechanik arbeitet die Kamera beinahe geräuschlos, was in lärmempfindlichen Umgebungen vorteilhaft ist. Bridgekameras sind meist leichter und günstiger als Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven, bieten aber einen erweiterten Funktionsumfang verglichen mit Kompaktkameras. Geeignet sind sie daher vor allem für ambitionierte Hobbyfotografen und Einsteiger.

Vignette

In der Fotografie bezeichnet die «Vignette» eine Maske mit bestimmten Ausschnitten vor dem Objektiv einer Filmkamera. Sie wird ausserdem benutzt, um vor dem Kopieren bestimmte Stellen eines Negativs zu verdecken. Auch Fotos, die einen Vignettierungseffekt aufweisen, werden häufig selbst als Vignette bezeichnet. Vignettierung bezeichnet einen meist unabsichtlichen Helligkeitsabfall an den Randbereichen eines Fotos. Die Abdunkelung wird dadurch ausgelöst, dass zum Abbildungsrand hin weniger Licht auf den Sensor trifft. Während die Bildmitte korrekt belichtet wird, wirken die Randbereiche und Ecken der Aufnahme unterbelichtet und somit leicht verdunkelt. Dieser Effekt kann allerdings auch bewusst eingesetzt werden, um die Bildstimmung gezielt zu beeinflussen.
Vignettierungen treten häufig bei Weitwinkelobjektiven auf. Bei diesen Objektiven müssen die Randstrahlen einen weiteren Weg zurücklegen als die Mittelpunktstrahlen. Nach dem weiteren Lichtweg haben die Randstrahlen am Sensor weniger Energie, was für eine Abdunkelung im Randbereich sorgt. Bei manchen Weitwinkelobjektiven werden daher Filter eingebaut, um diesen Effekt zu mindern oder zu beseitigen. Diese speziellen Filter verdunkeln die Bildmitte, so dass die Helligkeit an den Bildrand angeglichen wird. Andererseits kann eine Vignettierung auch entstehen, wenn die Ränder von Blenden oder Filtern in das Bildfeld ragen. Dadurch treten Abschattungen auf und das Negativformat wird nicht voll ausgeleuchtet. Diesem Effekt kann vorgebeugt werden, wenn passende Filter und Blenden benutzt und ordnungsgemäss montiert werden. Tulpenförmige Gegenlichtblenden verfügen beispielsweise über Aussparungen an den Ecken, da die Vignettierung dort zuerst bemerkbar wird.
Auch bei Kameras, in denen billige Linsen verbaut wurden, treten häufig Vignettierungseffekte auf. Sie schaffen es bei schwachem Licht nicht, den Sensor ausreichend auszuleuchten. Auch wenn der Bildkreis des Objektivs für das gewählte Aufnahmeformat zu gering ist, verringert sich die Lichtstärke an den Bildrändern dementsprechend. Die Vignettierung kann in diesem Falle durch ein kleineres Aufnahmeformat verhindert werden.
Bereits bei der Aufnahme kann die Vignettierung oftmals durch Abblenden reduziert oder sogar gänzlich verhindert werden. Die nachträgliche Abschwächung einer Vignettierung kann bei analogen Aufnahmen durch das Abwedeln der Ränder und Ecken erreicht werden. Bei digitalen Fotografien können Bildbearbeitungsprogramme dabei helfen, bestimmte Bereiche nachträglich aufzuhellen, so dass die Vignettierung gemindert oder sogar beseitigt werden kann. Im Gegenzug ist es natürlich auch möglich, einen Vignette-Effekt durch digitale Nachbearbeitung hinzuzufügen.
Manche Fotografen nutzen Vignettierung auch als künstlerisches Gestaltungsmittel, beispielsweise um Fotos einen Retro-Effekt zu verleihen. So ist die Vignettierung etwa bei der kreativen und experimentellen Gestaltungsart, der Lomografie, ein bewusstes Stilmittel. Durch eine Abdunkelung der Bildelemente am Rand wird der Bildmittelpunkt betont. Ein subtiler Vignette-Effekt kann demnach den Blick des Betrachters auf die Mitte des Fotos lenken und Unwesentliches im Hintergrund verschwinden lassen.

Sony

Sony ist Japans drittgrösster Elektronikkonzern und wurde bereits kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Tokio gegründet. Als erstes japanisches Unternehmen wählte Sony einen Markennamen mit lateinischen Schriftzeichen. Der Name «Sony» wurde schliesslich ab 1958 für das gesamte Unternehmen benutzt. Heute produziert Sony unter anderem Digitalkameras und Systemkameras.

Ab 1981 arbeitete Sony an der Fotokameraserie «Sony Mavica». Dabei handelte es sich noch nicht um Digitalkameras, sondern um analoge Still-Video-Kameras mit elektronischer Aufzeichnung. Anfangs nutzte Sony Disketten als Speichermedium in einigen Kameras, wodurch die Geräte verhältnismässig gross waren. Im Jahr 1987 vermarktete Sony seine erste Still-Video-Kamera. Ein Jahr später erschien in Japan die nutzerfreundlichere Sony MVC-C1. Sie verfügte über automatische Belichtung und Weissabgleich sowie einen eingebauten Blitz. Die MVC-FD5 war das erste digitale Modell der Serie, die als erste Digitalkamera in Massen produziert und verkauft wurde.

Seit den späten 1990er arbeitete Sony an der Cyber-shot-Serie. Beide Produktreihen existierten gleichzeitig, bis die Mavica-Serie 2002 eingestellt wurde. Das erste Exemplar der Kompakt-Digitalkameras der Cyber-shot-Serie wurde 1996 vorgestellt. Die Sony DSC-F1 verfügte über ein schwenkbares Objektiv, das sich um 180 Grad drehen konnte, und einen eingebauten Bildschirm.

Als Typenbezeichnung tragen alle Modelle der Cyber-shot-Reihe das Kürzel DSC, das für Digital Still Camera steht. Kameras der Serien DSC-W und DSC-WX sind kleine, leichte Einsteigermodelle mit einfacher Handhabung. Bei Modellen der Serien DSC-H und DSC-HX handelt es sich um Bridgekameras mit Superzoom-Objektiven. Für eine semi-professionelle Nutzung eigenen sich Modelle der DSC-Reihen R und RX. Diese Kameras verfügen über grosse Bildsensoren, schnelle Autofokusleistung und herausragenden optischen Zoom.

2006 übernahm Sony das Kamerageschäft des damals drittgrössten Kameraherstellers Konica Minolta und führte dessen Arbeit an digitalen Spiegelreflexkameras weiter. Im selben Jahr erschien mit der DSLR-A100 das erste Modell der Baureihe «Sony Alpha». Das verwendete A-Objektivbajonett ist mit allen Autofokus-Objektiven bereits erschienener Reihen kompatibel. 2010 führte Sony das E-Bajonett ein. Dies weist ein kürzeres Auflagemass auf, was die Kameramodelle insgesamt kompakter erscheinen lässt. Somit erweiterte Sony sein Repertoire erfolgreich um digitale Systemkameras.

Im Jahr 2013 präsentierte Sony eine weitere Neuerung in Form der SmartShot-Kameras DSC-QX10 und QX100. Diese Modelle werden auch als «Lens-Style»-Kameras bezeichnet, da die gesamte Kamera im Stil eines Objekts designt wurde. Mit einer Klemmvorrichtung oder über eine WLAN-Verbindung kann die Kamera an ein Smartphone oder Tablet gekoppelt werden. Somit kann ein Smartphone in eine Kamera auf DSLR-Niveau verwandelt werden.

Auch wenn Sonys Produktangebot sich vor allem auf den Bereich der Unterhaltungselektronik konzentriert, verbucht das Unternehmen deutliche Erfolge auf dem Fotokamera-Markt. Im Jahr 2018 belegten Vollformatkameras von Sony bei den Verkaufs- und Umsatzzahlen in den USA den ersten Platz. Somit ist Sony heute nicht nur im Bereich der Unterhaltungselektronik als Innovator bekannt.

Modelleisenbahn – Frau wartet am Bahnsteig auf den Zug

Modelleisenbahnen richtig in Szene setzen

Die kleinen perfekten Miniaturzüge, eingebettet in eine minutiös massstabsgetreue Landschaft, begeistern seit Generationen Jung und Alt. Die kleinen Modelleisenbahnen sind seit nun mehr 125 Jahren auf dem Markt und ziehen begeisterte Liebhaber nach wie vor in ihren Bann. Mit den kleinen Lokomotiven und den kunstvoll gestalteten Landschaften entstehen eigene kleine Welten, die den Betrachter faszinieren. Mit viel Liebe zum Detail schaffen die Modelleisenbahnfans oft über Wochen und Monate hinweg diese Szenarien. Diese bieten eine tolle Grundlage für aussergewöhnliche Fotomotive.

Vorbereitung für gelungene Aufnahmen

Eine gute Vorbereitung des Arrangements ist die halbe Miete bei einem gelungenen Miniaturfoto der Modelleisenbahn. Befreien Sie Bäume, Büsche und Wagons von Staubkörnern. Unschöne Fingerabdrücke auf glatten Oberflächen dürfen nicht zu sehen sein.  Schummeln und Tricksen ist hier durchaus erwünscht, so dass die Bildwirkung perfekt wird. Lassen Sie beispielsweise unschöne Abschnitte hinter Bäumen und Büschen aus der Modelllandschaft verschwinden. Vor dem Fotografieren sollten alle Lichter von Fahrzeugen und Strassenbeleuchtungen eingeschaltet werden, um einen möglichst lebendigen Effekt zu erzielen. Rauch aus Schornsteinen und der Eisenbahn darf selbstverständlich nicht fehlen. Nicht nur die Details im vorderen Teil des Bildes sollten stimmig sein, auch der Hintergrund muss dem Licht und der Tageszeit angepasst sein. Wählen Sie einen hellblauen oder gräulich-weissen Hintergrund für Aufnahmen im Tageslicht und warme Orangetöne für Aufnahmen im Abendlicht. Solche speziellen Hintergründe gibt es im Fachhandel für Modelleisenbahnen zu kaufen.

Die richtige Perspektive beim Fotografieren von Modelleisenbahnen

Die Wahl der Perspektive ist ein wichtiger Schritt zum perfekten Foto Ihrer Modelleisenbahn. Die Kamera sollte auf Augenhöhe der Modellfiguren eingestellt werden, um einen möglichst realistischen Blickwinkel zu erhalten. Um eine geeignete Blickachse ohne störende Gegenstände zu erhalten, muss meist etwas aus der Miniaturwelt abgebaut werden, doch die Mühe lohnt sich. Versuchen Sie eine ausgewogene Bildkomposition durch das Beachten des goldenen Schnitts zu erlangen und optische Tiefen durch perspektivische Schrägen zu erhalten.  schwarze Modelleisenbahn auf Augenhöhe fotografiert

Ausleuchten der Modelleisenbahn

Nichts beeinflusst die Stimmung und das Vortäuschen von Realität so sehr, wie das richtige Licht. Beim Fotografieren von Modelleisenbahnen sollte die Verwendung von direktem Blitzlicht unbedingt vermieden werden, da diese starken Reflektionen auf glatten Flächen wie Häuserdächern oder der Lokomotive verursachen kann. Welche externen Lichtquellen es gibt und wie Sie diese richtig einsetzen, können Sie in unseren Artikeln zum Thema Lichttechnik ausführlich nachlesen.

Aufnahmen in Tageslichtstimmung

Erzeugen Sie mit mindestens zwei hellen und sauberen Lichtquellen eine konsequente, weiche Ausleuchtung der gesamten Anlage samt Hintergrund. Dies gelingt am besten durch eine indirekte Beleuchtung über weisse Wände oder andere Reflektoren. Mit diesem gleichmässigen Grundlicht können bereits Bilder erzeugt werden, die an einen Tag mit Wolken bedecktem Himmel erinnern. Um einen Sonnentag zu simulieren, bedarf es ein wenig mehr Licht und sichtbare Schattenwürfe. Das sogenannte Führungslicht dient als Lichtquelle der Sonne und sollte entsprechend dem Stand der Sonne von schräg oben auf den Bildausschnitt ausgerichtet werden. Es entstehen kleine Schlagschatten der Gegenstände, die die Szene der Modelleisenbahn noch realistischer wirken lassen. Nehmen Sie sich Zeit, um den idealen Einfallswinkel zu finden. Hier können bereits wenige Millimeter den entscheidenden Unterschied ausmachen.

Die goldene Stunde für die Modelleisenbahn-Fotografie simulieren

Besonders romantisch wirken die dargestellten Eisenbahnszenerien im goldenen Abendlicht mit langen Schatten. Hierfür wird der Winkel des Führungslichtes entsprechend nach unten verlagert und mit einem gelb-rötlichen Filter angepasst. Auch der Hintergrund darf mit einem entsprechenden Motiv in goldenen oder orangen Tönen angeglichen werden.

Modelleisenbahn mit Sonnenuntergangeffekt fotografieren – goldene Stunde

Modelleisenbahnen bei Nacht fotografieren

Effektvolle Fotos in denen die Beleuchtung von Waggons, Strassenlaternen und Wohnhäusern besonders gut zur Geltung kommen, erhalten Sie durch Nachtaufnahmen. Der Raum wird völlig abgedunkelt und das künstliche Grundlicht ausgeschaltet oder mit entsprechenden Filtern dunkelblau gefärbt. Ein Gegenlicht wird in einem sehr flachen Winkel gegenüber der Kamera positioniert, um die Umrisse der Objekte hervorzuheben. Achten Sie darauf, dass das Objektiv der Kamera selbst abgeschattet wird, um Reflexionen und Lichtpunkte zu vermeiden. Das Führungslicht wird stark abgeschwächt, sodass die Flächen gerade noch zu erkennen sind. Es sollten nicht mehr Lichter des Modells eingeschaltet werden, als unbedingt nötig, denn die umliegenden Oberflächen können reflektieren und stören den realistischen Effekt.

Kameraeinstellung in der Modelleisenbahnfotografie

Haben Sie die perfekte Position und Lichtstimmung für Ihre Aufnahme gefunden, geht es nun an die optimalen Einstellungen der Kamera.

Bei Tageslichtaufnahmen können Sie immer mit viel Hintergrundunschärfe spielen, um effektvolle Fotos zu machen. Dies hat den Vorteil, dass die fotografierte Eisenbahn maximal im Fokus steht, da der Hintergrund nur unscharf dargestellt wird. Die Unschärfe im Hintergrund verbirgt zudem das ein oder andere Detail, dass auf einem durch und durch scharfen Foto eher unrealistisch wirken würde.

In der Modelleisenbahnfotografie liegt das Augenmerk meist auf Nahaufnahmen besonders schöner Lokomotiven, Wagons oder Bauten in der Modelleisenbahnlandschaft. Dennoch sollten Sie hin und wieder eine Aufnahme Ihrer gesamten Anlage machen, um die Erweiterungen und die Veränderung zu dokumentieren. Für eine solche Aufnahme sollten Sie auf Hintergrundunschärfe verzichten. Schliessen Sie hierfür die Blende so weit wie möglich, indem Sie einen kleinen Blendenwert nutzen. Durch die geschlossene Blende fällt allerdings weniger Licht auf den Sensor der Kamera, weshalb die Belichtungszeit erhöht werden muss, um wieder ausreichend Licht auf den Sensor zu bekommen. Während dieser Aufnahme sollte auf der Modelleisenbahnanlage alles stillstehen, da ein fahrender Zug oder andere bewegliche Bauteile Bewegungsunschärfe verursachen würde. Auf eine Erhöhung des ISO-Wertes sollte verzichtet werden, da ein zu hoher ISO-Wert Bildrauschen verursacht.

Da es sich bei der Fotografie von Modelleisenbahnen um ein Stillleben handelt, ist es generell ratsam das fehlende Licht über längere Belichtungszeiten auszugleichen. Um mit diesen längeren Belichtungszeiten ein verwacklungsfreies Foto zu erhalten, sollten Sie unbedingt ein Stativ verwenden. Zudem können Sie unter der Verwendung eines Statives bequem mit dem Live-View-Modus fotografieren und die angewendeten Einstellungen der Kamera direkt auf dem Display sehen. Insbesondere für Fotografieeinsteiger bietet sich diese Funktion als Hilfestellung an.

Fazit der Modelleisenbahnfotografie

In der Fotografie gibt es zwar einige Regeln, in welchen Fällen die Blende geöffnet oder geschlossen und die Belichtungszeit lang oder kurz sein soll, eine genaue Formel für die richtigen Einstellungen in einer bestimmten Situation gibt es allerdings nicht. Je nach vorhandenem Equipment und den im Raum gegebenen Lichtbedingungen sind die erforderlichen Einstellungen anders. Deshalb sollten Sie sich für Ihre Aufnahmen etwas Zeit nehmen und an die richtigen Einstellungen der Blende und der Belichtungszeit herantasten.

Kombiniert mit einer guten Vorbereitung schaffen Sie es garantiert, faszinierende und nahezu realistisch wirkende Miniaturbilder von Ihrer Modelleisenbahn zu machen.

Gegenlichtblende

Durch direkte Sonneneinstrahlung auf das Objektiv, sowohl frontal als auch seitlich, können Blendeneffekte und Linsenreflexionen in Form von Lichtkreisen auf den Bildern entstehen. Diese Effekte beeinträchtigen die Fotoqualität, beispielsweise indem die Lichtkreise bestimmte Details auf dem Foto verdecken. Eine Gegenlichtblende, oder auch Streulichtblende genannt, ermöglicht eine Reduzierung dieser Reflexionen auf dem Objektiv und führt zu kontraststärkeren Aufnahmen mit einem schärferen Bildfokus.

Manchmal sind die Linsenreflexionen auf den Fotos jedoch erwünscht. Vor allem bei der Outdoor-Fotografie sowie beim Fotografieren von Wolkenkratzern mit einem Tilt-Shift-Objektiv werden die Lichtkreise als Stilmittel eingesetzt. Dieser Effekt kann auch im Rahmen der Nachbearbeitung künstlich erzeugt werden.

Das Streulicht dagegen ist unerwünscht und beschreibt das seitlich auf das Objektiv fallende Licht. Dieses bewirkt eine Verringerung des Kontrasts und lässt das Bild überbelichtet und matt wirken. Mithilfe einer Gegenlichtblende können unerwünschte Umgebungslichter ausgeschlossen werden und  kontrastreiche, einzigartige Aufnahmen entstehen. Zusätzlich kann die Gegenlichtblende die Frontlinse vor äusseren Einwirkungen wie Schmutz und ungewollten Berührungen schützen. Allerdings ist sie nicht beim Blitzen sowie beim Fotografieren der Sonne geeignet. Beim Blitz kann die Blende eventuell als Schatten auf dem Bild zusehen sein, während sich beim frontalen Sonnenlicht die Blendenflecken nicht vermeiden lassen. Auch wenn die Gegenlichtblende nicht immer notwendig ist, ist es möglich, diese permanent am Objektiv zu lassen. Dafür müssen Sie sie einfach falsch herum auf das Objektiv schrauben.

Die Gegenlichtblende wird am Objektiv mit einem Bajonett-Verschluss oder einem Filtergewinde befestigt. Besonders der Bajonett-Verschluss ermöglicht eine schnelle Befestigung sowie einen sicheren Halt. Je nach Hersteller können sich Gegenlichtblenden im Material unterscheiden. Sie können aus Gummi, Hartplastik, Aluminium oder Metall bestehen. Während Gegenlichtblenden aus Gummi leichter verstaut werden können, sind diese jedoch weniger widerstandsfähig als die anderen Modelle. Gegenlichtblenden aus Aluminium und Hartplastik können dagegen Stösse gut abfedern und sind leichter als Varianten aus Metall. Zudem spielt die Form der Blende eine entscheidende Rolle. Die tulpenförmigen Gegenlichtblenden sind meist nierenförmig ausgeschnitten und sind vor allem auf Weitwinkel-Objektiven zu finden. Runde Gegenlichtblenden finden vor allem bei Teleobjektiven sowie bei Objektiven ohne Innenfokussierung Verwendung.

Die Länge beziehungsweise Tiefe einer Gegenlichtblende steht in Abhängigkeit zur Brennweite eines Objektivs. Demnach gilt: Je grösser die Brennweite, desto tiefer sollte die Gegenlichtblende sein. Da beispielsweise Weitwinkel-Objektive kürzer als Tele-Objektive sind, benötigt man eine kleinere Gegenlichtblende. Wenn die Brennweite, das Objektiv und die Streulichtblende nicht aufeinander abgestimmt sind, kann dies zu einer mechanischen Vignettierung führen – also zur Abdunklung der Bildränder. Aus diesem Grund sind bei vielen Objektiven von Herstellern wie Nikon und Canon eine Gegenlichtblende im Lieferumfang enthalten, die auf das entsprechende Modell abgestimmt ist. Einige andere Objektive haben eine Gegenlichtblende in Ihrer Bauform integriert, indem diese eine nach innen versetzte Linse besitzen.

Kehrwertregel

Verwackelte Fotos sind ein Ärgernis für jeden Fotografen. Besonders beim freihändigen Fotografieren besteht die Gefahr, dass ein Bild verwackelt. Die Kehrwertregel ist eine Faustformel in der Fotografie. Sie soll helfen, Verwackelungsunschärfe zu vermeiden.

Die Kehrwertregel kann Ihnen als ungefährer Anhaltspunkt für scharfe Aufnahmen dienen. Sie lautet: Die Belichtungszeit in Sekunden sollte kürzer sein als der Kehrwert der Brennweite in Millimetern. Übersteigt die Belichtungszeit den Kehrwert der Brennweite, besteht Verwackelungsgefahr. Der Kehrwert der Brennweite bestimmt somit die maximale Belichtungsdauer.

Ein Beispiel: Fotografieren Sie mit einer Brennweite von 30 mm, muss die Belichtungszeit 1/30 Sekunde oder kürzer sein, damit Ihr Bild nicht verwackelt.

Die Kehrwertregel hat ihren Ursprung in der analogen Fotografie. Auch in der digitalen Fotografie kann sie unverändert angewendet werden, wenn Sie eine Vollformatkamera einsetzen. Das bedeutet, dass der Sensor der Kamera genauso gross ist wie das Kleinbild-Negativ eines analogen Films (24 mm x 36 mm). Vielfach sind Digitalkameras für den Amateurgebrauch mit kleineren Sensoren ausgestattet. Bei der Kehrwertregel muss dann der entsprechende Crop-Faktor der Kamera berücksichtigt werden. Bei einem Crop-Faktor von 1,5 müsste die Belichtungszeit im Beispiel von 1/30 Sekunde auf 1/45 Sekunde verkürzt werden.

Wenn Sie ein Stativ als Bildstabilisator verwenden, verliert die Kehrwertregel ihre übliche Gültigkeit. Beim Fotografieren «aus der Hand» sollten Sie diese Faustregel jedoch stets im Blick behalten.

Für eine scharfe Aufnahme aus der Hand sollten Sie zudem auf die richtige Kamerahaltung und Aufnahmetechnik achten. Gegen Verwackelungen kann auch ein Bildstabilisator helfen, der leichte Bewegungen des Fotografen ausgleicht. Achten Sie zudem auf die passende Belichtungszeit: Bei kurzer Belichtungszeit verwackelt das Bild bei einer winzigen Bewegung der Kamera nicht sofort. Das Abbild des Motivs auf dem Sensor bewegt sich bei kurzer Belichtung kaum. Ist die Belichtungszeit jedoch lang, kann das Abbild auf dem Aufnahmesensor durch eine ungewollte Bewegung verwischt aufgenommen werden. Die versehentliche Kamerabewegung sorgt dann für unscharfe Fotos.

Welche Belichtungszeit tatsächlich zu verwackelten Aufnahmen führt, hängt auch davon ab, wie ruhig Ihre Hand beim Fotografieren ist. Befinden Sie sich zum Beispiel in einer unsicheren Position oder sind Sie ausser Atem, ist die Chance einer Verwackelung grösser. Wichtig ist zudem die Brennweite des Objektivs. Je länger die Brennweite ist, desto schneller kann das Foto verwackeln.

Motivhelligkeit

Auf jedem Bild gibt es mehr oder weniger beleuchtete Bereiche. Das menschliche Auge nimmt die sogenannte Leuchtdichte als Helligkeit wahr. Dieser lichttechnische Begriff beschreibt die Lichtmenge, die von einer Fläche reflektiert wird. Dieselbe Helligkeit wird auch von der Kamera abgebildet. Die Motivhelligkeit ergibt sich aus dem Zusammenspiel von zwei Faktoren: Beleuchtungsstärke und Objekthelligkeit.

Die Beleuchtungsstärke bezeichnet die Lichtmenge, die auf das Aufnahmeobjekt fällt. Objekthelligkeit definiert die Fähigkeit eines bestimmten Objekts, Lichtstrahlen zu reflektieren. Dieser Wert ist abhängig von der Materialbeschaffenheit und der Oberfläche des Objektes. Dunkle Aufnahmeobjekte absorbieren auftreffende Lichtstrahlen zu grossen Teilen. Daher reflektieren sie weniger Licht als helle Objekte.

Sowohl Beleuchtungsstärke als auch Objekthelligkeit können zu einer hohen Motivhelligkeit führen. Dabei muss nicht unbedingt ein Faktor stärker als der andere wirken. Beide Einflüsse können gleichzeitig auftreten. Mit Motivhelligkeit beschreibt man die Helligkeit des gesamten Motivs, nicht nur einzelner Teile des Motivs. Sie beschreibt nicht ausschliesslich die ausgeleuchteten Bereiche. Daher ist die Motivhelligkeit sowohl ein Merkmal der Schattenflächen in einem Motiv als auch der Ausleuchtung.

Die Motivhelligkeit kann auf unterschiedliche Arten verändert werden: Einerseits kann die Helligkeit einzelner beleuchteter Bereiche über die Ausleuchtung kontrolliert werden. Andererseits kann die Helligkeit des gesamten Motivs beeinflusst werden, was Schattenbereiche miteinbezieht. Um die gewünschte Motivhelligkeit zu kontrollieren, können Aufnahmeplätze und Requisiten nach deren Objekthelligkeit ausgewählt werden. Auch die Positionierung der Aufnahmeobjekte und der Lichtquellen hat einen Einfluss auf die spätere Motivhelligkeit.

Zudem gibt es einige Hilfsmittel, mit denen die Motivhelligkeit manipuliert werden kann: Über einen Flächenreflektor kann das Licht einer Lichtquelle aufgefangen werden und auf eine dunkle Stelle des Objektes reflektiert werden, um diese aufzuhellen. Diese Methode kommt häufig in der Portraitfotografie zum Einsatz, um unschöne Schatten im Gesicht der fotografierten Person zu vermeiden. Um die Ausleuchtung stattdessen zu verringern, kann ein Lichtschlucker (auch Abschatter genannt) eingesetzt werden. Der Abschatter hält Umgebungslicht von einer als zu hell empfunden Stelle fern. Mithilfe eines Diffusors kann die Beleuchtungsstärke reduziert werden, um starke Licht-Schatten-Kontraste und Reflexionen zu reduzieren. Direkter Lichteinfall wird dadurch weicher gezeichnet. Bei künstlichen Lichtquellen kann zudem der Abstand zum Aufnahmeobjekt verringert oder erhöht werden.

Auch die digitale Bildbearbeitung bietet Mittel zur Veränderung der Motivhelligkeit. Über die Tonwertänderung können die Helligkeitswerte nachträglich angepasst werden. Allerdings ist es empfehlenswert, bereits bei der Aufnahme auf optimale Belichtungswerte zu achten. In Notfall kann es aber hilfreich sein, die passenden Tonwerte nachträglich zu bearbeiten.

Fotokurs mit Schweizer Alpen im Hintergrund © by Michael Bissig

Fotokurse in der Schweiz für Einsteiger

Kameras ermöglichen uns, unsere schönsten Erlebnisse und Eindrücke festzuhalten. Die Basis für gelungene Fotos bilden die richtigen Kameraeinstellungen und Lichtverhältnisse. Je nachdem, wen oder was Sie fotografieren, ändern sich die Anforderungen an Equipment und Einstellungen. Besonders für Einsteiger kann eine digitale Spiegelreflexkamera mit komplexer Technik ihre Hürden mit sich bringen. Aus diesem Grund bieten viele Fotografen, Fotostudios und Fotoschulen Einsteiger-Workshops an, in denen die Basics im Umgang mit der DSLR erklärt werden.

In einem Fotokurs erfahren Sie alles Wichtige über die verschiedenen Einstellungen Ihrer Kamera und wie Sie diese für bessere Fotos nutzen können. Ganz nach dem Motto: «learning by doing» sollte ein Einsteiger-Workshop neben Theorie auch einen Praxisteil beinhalten. Aber vor allem sollte der Kurs Freude und Spass an der Fotografie vermitteln. Lernen Sie, wie Sie die richtige Stimmung, tolle Kontraste und Landschaften auf Ihren Fotos einfangen. Mit entsprechender Übung werden Ihre Bilder nicht nur einzigartig, sondern drücken auch Ihre eigene Bildsprache aus. Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl geeigneter Fotokurse für Anfänger in der Schweiz vor.

Mikebite – Fotokurse mit Michael Bissig

«Der Fotokurs soll nicht nur Kurs, sondern auch immer ein kleines Abenteuer oder zumindest ein bleibendes Erlebnis sein.» Michael Bissig

Der gebürtige Schweizer Fotograf Michael Bissig liebt die Natur und fotografiert hauptsächlich im Outdoor-Bereich. Seine langjährige Erfahrung ermöglicht es Ihm, sein Knowhow an die Teilnehmer seiner Fotokurse weiterzugeben. Vor allem Outdoor-Enthusiasten sollen von dem Angebot der Fotokurse angesprochen werden. Durchgeführt werden die Workshops an atemberaubenden Locations, bevorzugt in den Schweizer Alpen.

«Im Moment richten sich fast alle Kurse an Einsteiger und sind entsprechend aufgebaut. Auch die Spezial-Kurse, wie z.B. der Fotokurs Nachtfotografie, richten sich an Einsteiger. Es ist für mich bei allen Kursen das Wichtigste, dass das Gelernte auch verstanden wird.», erklärt Michael Bissig.

Die Kurse finden mit maximal vier bis sechs Personen statt. Dabei liegt das Augenmerk besonders auf der praxisnahen Umsetzung des Gelernten. Bei einer Vorstellungsrunde mit Kaffee und Kuchen lernen sich die Teilnehmer und der Fotograf erst einmal gegenseitig kennen. Zudem werden die Ziele und Erwartungen an den Kurs besprochen. Anschliessend wird mit der Theorie gestartet. Ein Thema wird immer Schritt für Schritt erarbeitet und dann in der Praxis umgesetzt.

«Immer wieder schauen wir uns die erstellten Fotos an und diskutieren in der Runde, was noch verbessert werden kann. Dabei schauen wir auch auf Bildkomposition und deren Regeln. Die meisten Kurse beenden wir mit einem Sonnenauf- oder untergang oder speziellen Foto-Locations für ein bleibendes Erlebnis.», beschreibt Michael Bissig den Ablauf eines typischen Workshops.

Link zur Website: mikebite.com

Fotokurse mit der Fotoschule Baur

«Lernen Sie sehen, lernen Sie fotografieren.» Dominik Baur

Im Jahr 2011 gründete Dominik Baur die Fotoschule Baur. Das Ziel der Fotoschule ist es, den Teilnehmern der Kurse auf einfache Art und Weise die Fotografie zu vermitteln und das Gelernte in der Praxis umzusetzen. Die Schwerpunkte der Fotokurse sind umfangreich – von Portraits über Landschaften bis hin zur Sportfotografie. Die Teilnahme an einem Grundkurs kann in Bern, Chur oder Zürich erfolgen. Er selbst ist vor und nach dem Fotokurs der Ansprechpartner und steht gerne bei Fragen rund um die Kamera zur Verfügung.

«Dank der langjährigen Erfahrung bieten wir in verschiedensten Gebieten der Fotografie vielseitige und lehrreiche Fotokurse und individuellen Support an. Die Kurse dauern ein bis zwei Tage, sodass man sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen kann. Viel Praxis, gute Bildbeispiele und eine konstruktive Bildkritik führen zum Erfolg. Bewährte Übungen werden vom Profifotografen verständlich erklärt. Bei uns kann man das Fotobasiswissen erlernen oder die Kenntnisse punktuell mit einem thematischen Fotografie-Kurs vertiefen.», erklärt Dominik Baur zu den Kursen seiner Fotoschule.

Aber auch der Fotolehrgang über drei Monate, welcher immer an einem Abend in der Woche stattfindet, ist sehr beliebt. Die Fotokurse werden in kleinen Gruppen durchgeführt, um so auf jeden Einzelnen besser eingehen zu können. Dabei unterstützen die Fotografen die Teilnehmer tatkräftig mit konstruktivem Feedback und Fachwissen. Ziel ist es, den Fotografie-Blick von jedem Teilnehmer zu schärfen.

«Sie können sich in einem Fotografie-Kurs inspirieren lassen, lernen alles rund um die optimale Bildgestaltung, entwickeln eine eigene Bildsprache und ein Gefühl für gute Fotografie.», fasst Dominik Baur die Vorteile der Kurse zusammen.

Link zur Website: fotoschule-baur.ch

Foto eines Sees mit Bergen im Hintergrund

© by Fotoschule Baur

Fotokurse mit dem Fotostudio 60seconds

«Wir unterrichten Fotografie mit Leidenschaft.» Katja Saegesser

Katja Saegesser ist Inhaberin des Fotostudios 60seconds und bietet qualitativ hochwertige Fotoworkshops in Kleingruppen an. Durchgeführt werden die Fotokurse in Zug. Durch jahrelanger Erfahrung ist es dem Fotostudio möglich, für jeden Einzelnen die richtige Lehrmethode zu finden und anzuwenden. Die Fotografen gehen dabei auf die fotografischen Bedürfnisse sowie auf den Wissensstand jedes Teilnehmers ein. Vor allem profitiert jeder Einzelne vom praktischen und technischen Wissen der professionellen Fotografen. Ein Schwerpunkt der Kurse ist auf die Entwicklung einer eigenen Bildsprache gelegt und bietet die Unterstützung, die eigenen kreativen Ideen umzusetzen.

Fotokurs mit Schweizer Alpen im Hintergrund © by Michael Bissig

© by Fotostudio 60seconds

Besonders die zwei- bis dreitägigen Fotokurse ermöglichen Teilnehmern den theoretischen Teil zu verinnerlichen und in der Praxis umzusetzen. Ziel dieser Einsteigerkurse ist es, dass jeder nach dem Kurs selbstständig in der Lage ist, das erlernte Wissen anzuwenden. Zudem bilden diese Kurse einen soliden Grundstein für vertiefende und themenorientierte Fotokurse. Auf Anfrage von Firmen und Privatpersonen können individuelle Privatkurse zusammengestellt werden.

Link zur Website: 60seconds.ch

Fazit

Mit den richtigen Foto-Workshops kann jeder die Grundlagen der Fotografie erlernen und umsetzen. Natürlich sind die vorgestellten Fotokurse nur eine Auswahl und geben einen Einblick über den Ablauf und die möglichen Inhalte. Viele Anfängerkurse spezialisieren sich auf einen Fotografie-Bereich wie beispielsweise Portraits oder Landschaften. Auch für Fortgeschrittene kann ein Anfängerkurs in einem neuen Fotografie-Bereich sehr empfehlenswert sein. Denn jede Sparte der Fotografie bietet neue Herausforderungen, die schnell aus einem eigentlich Fortgeschrittenen wieder einen Einsteiger in einem neuen Gebiet machen.

Petfluencer – Niedliche Tiere auf Instagram sind ideale Werbeträger

Tierische Instagram-Accounts

Seien Sie ehrlich – wie viele Schnappschüsse Ihrer Haustiere haben Sie auf Ihrem Smartphone? Wir vermuten, eine ganze Menge. Nicht umsonst pflegen viele Tierhalter heute einen Instagram-Account für ihre geliebten Tiere. So können Sie die Fotos an einem Ort sammeln und auch die ganze Community an den Abenteuern Ihres Haustieres teilhaben lassen.

Haustiere auf Instagram – Vierbeiner als Webstars?

Tierfotos anzusehen macht gute Laune – ein Effekt, den viele Halter auch nutzen, um Geld mit Ihren Haustieren zu verdienen. Eigene Instagram-Accounts für Tiere erfreuen sich daher wachsender Beliebtheit. Erfolgreiche Petfluencer haben, wie der Name schon sagt, auch einiges an Einfluss. Vor allem für Werbekampagnen in den sozialen Netzwerken sind die Tiere unvorstellbar beliebt. Treue Fans der Petfluencer werden zudem umfangreich mit Merchandise-Produkten versorgt.

Die Tiere sind ideale Werbegesichter, da sie nicht in Verbindung mit politischen Problemen oder sozialen Streitthemen stehen. Kaum jemand fühlt sich von niedlichen Tierfotos beleidigt. Ein Werbedeal mit einem Petfluencer ist daher vor allem lukrativ für Marken, die bestimmte Zielgruppen auf anderem Wege nicht oder nur schwer erreichen.

Petfluencer – Die erfolgreichsten Tiere auf Instagram

Tiere, die das Interesse von tausenden Followern auf sich ziehen, sind in den USA schon lang bekannt. Langsam erreicht das Phänomen «Petfluencer» auch Europa. Hund und Katze belegen noch immer führende Plätze – aber auch andere Tierarten mischen sich unter die erfolgreichen Petfluencer, wie Füchse oder sogar Waschbären.

jiffpom – 8.8 Millionen Follower

Der Champion unter den Petfluencern ist Jiffpom, ein Zwergspitz mit makelloser Frisur. Mit mehr als 24 Millionen Followern über verschiedene soziale Netzwerken hinweg ist der kleine Hund ein echter Internetstar. Mit seinem Teddybär-Look bringt Jiffpom jedes Herz zum Schmelzen.

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nala_cat – 3.6 Millionen Follower

Niedliche Katzenbilder verbreiten sich im Internet wie ein Lauffeuer. Dieser graugetigerte Siam-Mix hält momentan sogar den Weltrekord als beliebteste Katze im Internet. Grosse, unschuldige Augen und ein überraschter Gesichtsausdruck machen Nala zu einem Internetstar.

juniperfoxx – 2.3 Millionen Follower

Vermutlich ist Juniper bereits zu den exotischeren Petfluencern zu zählen. Viele Menschen sind fasziniert von ungewöhnlichen Haustieren und wollen die Abenteuer des Fuchses auf diesem Wege miterleben. Selbst ein Buch ist über den Rotfuchs schon veröffentlicht worden.

Tipps für den tierischen Instagram-Account

Mit ein bisschen Geschick können Sie für jedes Tier einen Platz im Instagram-Rampenlicht sichern. Wir zeigen Ihnen, wie Sie ganz einfach einen Instagram-Account für Ihr Tier aufsetzen und erklären, was zum Erfolg nötig ist.

1. Behalten Sie das Wohl Ihres Tieres im Auge

Verkleidete Tiere sind lustig anzuschauen, aber die Vierbeiner machen solchen Spass nicht immer gern mit. Zwingen Sie Ihr Tier nicht in unangenehme oder gefährliche Situationen. Gönnen Sie Ihrem Haustier viele Pausen und belohnen Sie es. Das Dasein als Petfluencer sollte keinesfalls zur Qual werden.

2. Finden Sie Ihren eigenen Stil

Der Wiedererkennungswert Ihrer Tierbilder ist ausschlaggebend für den Erfolg Ihres Accounts. Ob nun wiederkehrende Bildaussagen oder ein einheitliches Farbschema erkennbar sind – Ihre Bilder sollten durch einen gemeinsamen Stil miteinander verknüpft sein. Durch ein stimmiges Gesamtbild sticht Ihr Account aus der Masse an Tierfotos heraus.

3. Achten Sie auf Qualität und Quantität

Versuchen Sie regelmässig zu posten, damit Ihre Inhalte nicht schnell wieder in Vergessenheit geraten. Bestenfalls posten Sie ein- bis zweimal täglich. Dabei sollten Sie zudem auf gute technische Qualität der Beiträge achten.

Wählen Sie die passenden Hashtags, um in Stichworten die Geschichte hinter dem Bild zu erklären. So erreichen Sie Ihre beabsichtigte Zielgruppe auf direktem Weg. Wollen Sie Ihr Tier zu einem internationalen Petfluencer machen, setzen Sie englische Hashtags.

4. Setzen Sie auf Abwechslung

Posten Sie ab und an ein kurzes Video von Ihrem Tier. Springt Ihr Hund wie wild im Kreis, wenn er sich besonders freut? Bekommt Ihre Katze untertellergrosse Augen, wenn Sie gespannt auf etwas wartet? Solche Situationen stellen idealen Video-Content für Ihren tierischen Instagram-Account dar. Dadurch haben Ihre Beiträge eine höhere Reichweite und bringen mehr Interaktionen ein. Nutzen Sie auch Instagram-Stories, um in Bildern und Videoclips kurze Geschichten zu erzählen. So lassen Sie Ihre Follower direkt an den Abenteuern Ihres Tieres teilhaben.

Fazit

Mit süssen Tierfotos kann man im Internet durchaus erfolgreich werden. Durch Werbeverträge und Merchandise konnten manche Petfluencer in den USA ihr Haustier bereits zu einer zentralen Einkommensquelle machen. Durch regelmässiges Posten, qualitativ hochwertige Fotos und eine einheitliche Darstellungsweise können Sie Ihren tierischen Instagram-Account aus der Masse hervorheben. Mit ein wenig Glück könnte Ihr Tier sogar zum nächsten viralen Internetstar werden.