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Muster erstellen mit Photoshop

Photoshop: Kreative Muster erstellen

Ob bei der Retusche von Portraitfotos oder der Nachbearbeitung von Landschafts- und Architekturaufnahmen – Wenn es darum geht, aus den eigenen Aufnahmen das Beste herauszuholen, ist nicht selten Photoshop die erste Anlaufstelle.

Allerdings können Sie mit Photoshop auch auf anderem Wege kreativ werden. Wie wäre es zum Beispiel mit einem selbst erstellten Muster, dass Sie unendlich erweitern können? Gerade für die Erstellung von Gruss- und Einladungskarten unterschiedlichster Anlässe, wie Weihnachten, Ostern oder ein Jubiläum, bringt ein selbsterstelltes Muster noch mehr Individualität. Wir zeigen Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihr eigenes Muster erstellen.

Schritt 1: Vorbereitung – Hintergründe und Symbole auswählen

Das Muster, das wir Ihnen hier vorstellen, besteht aus verschiedenen Rauten. Um diese Rauten zu erstellen, werden mindestens zwei unterschiedliche Strukturen benötigt, welche sich in ihrer Art sehr ähnlich sein können. Die Farbe der Strukturen spielt nur eine untergeordnete Rolle, da Sie diese ganz einfach in Photoshop verändern können. Zudem wird der grösste Unterschied durch den Einsatz von Helligkeit und Kontrast erzeugt.

Aufnahmen von Strukturen für die Rauten des Musters

Solche Strukturen können Sie ganz einfach selbst fotografieren oder Sie suchen sich geeignete Bilder auf kostenfreien Portalen wie Pixabay.com und Pexels.com heraus.

Für das innere der Raute können Vektorgrafiken oder zum Thema passende Fotos verwendet werden. Auch hier können Sie dazu eigene oder von Portalen bezogene Bilder verwenden.

Vektorgrafik und Bilder für das Innere des Musters

Bei der Wahl der Motive spielt die vorgegebene Farbe ebenfalls keine grosse Rolle, da diese im Laufe der Muster-Erstellung geändert werden kann. Natürlich können Sie in Ihrem Muster auch persönliche Fotos verwenden. Gerade für eine Einladung zum Geburtstag machen sich verschiedene Fotos des Geburtstagskindes besonders gut.

Schritt 2: Erstellen eines Grundaufbaus aus Rauten

Öffnen Sie Photoshop mit einer neuen weissen Fläche mit einer Grösse von 3300 mal 3300 Pixel. Nutzen Sie als nächstes das Rechteck-Werkzeug aus dem Werkzeugbedienfeld, um damit eine quadratische Raute zu erzeugen. Geben Sie in der oberen Bearbeitungsleiste bei «B:» und «H:» für die Breite und die Höhe jeweils 900 Pixel ein.

Screenshot Photoshop – obere Bearbeitungsleiste des Rechteck-Werkzeuges

Richten Sie anschliessend mit Hilfe des Verschieben-Werkzeuges das Quadrat mittig aus. Befindet sich das Quadrat genau mittig, erscheint sowohl vertikal als auch horizontal eine pinke Hilfsline. Alternativ können Sie rechts in den Eigenschaften des Quadrates bei der Position in allen vier Feldern 0 Pixel angeben.

Screenshot Photoshop – schwarzes Rechteck mit Hilfslinien

Um aus dem Quadrat eine Raute zu machen, muss diese um 45 Grad gedreht werden. Stellen Sie sicher, dass im Ebenenbedienfeld das Quadrat ausgewählt ist und drücken Sie auf der Tastatur «Strg» und «T» für Windows oder «Ctrl» und «T» bei Mac, um es frei zu transformieren. Dadurch erscheint unter der Menüleiste erneut eine Zeile mit Einstellungen zur Raute. In dieser Zeile befindet sich ein Winkelsymbol. Geben Sie in dieses Feld 45 Grad ein, um das Quadrat zu drehen. Bestätigen Sie die Transformation mit einem Klick auf den Haken.

Screenshot Photoshop – Quadrat um 45 Grad drehen

Nachdem Ihr Quadrat richtig platziert wurde, können Sie per Drag and Drop die erste Struktur in Ihre Arbeitsfläche ziehen. Legen Sie die Struktur mit einem Klick auf den Haken über der Raute ab. Klicken Sie nun mit einem rechten Mausklick im Ebenenbedienfeld auf die Ebene der Struktur und wählen «Schnittmaske erstellen …» aus.

Photoshop – Schnittmaske erstellen

Durch die Schnittmaske hat die Struktur die Form der Raute übernommen. Im Ebenenbedienfeld sehen Sie jetzt einen nach unten zeigenden Pfeil vor der Ebene der Struktur. Dieser Pfeil bedeutet, dass sich die Strukturebene auf die darunterliegende Rechteck-Ebene bezieht.

Möchten Sie die Struktur bezüglich ihrer Farbe und Helligkeit noch verändern, dann können Sie dies jetzt tun. Wählen Sie in der rechten Seitenleiste den Reiter «Korrekturen» und beginnen Sie mit der Korrektur «Farbton/ Sättigung». Legen Sie mit einem Klick auf das «Rechteck mit nach unten zeigendem Pfeil» Symbol fest, dass sich die Korrektur nur auf die darunterliegende Ebene bezieht.

Screenshot Photoshop – Ebenenbedienfeld und Sättigungs-Korrektur

Bewegen Sie den Sättigungsregler nach links auf Minus 100 Prozent, um die Farbe aus der Struktur zu nehmen. Im selben Zug können Sie den Kontrast erhöhen oder senken.  In unserer Vorlage hellen wird die Struktur der ersten Raute auf.

Nach der ersten Raute folgt die zweite – Erstellen Sie erneut ein Quadrat mit dem Rechteck-Werkzeug. Diese Raute sollte kleiner sein, als die erste. In unserem Beispiel hat die zweite Raute eine Grösse von 700 Mal 700 Pixel. Legen Sie über die zweite Raute Ihre zweite Struktur und gehen Sie analog wie bei der ersten Raute vor. Dunkeln Sie diesmal die Struktur der zweiten Raute ab, um einen Kontrast zwischen den beiden Rauten zu schaffen.

Zwischenergebnis – zwei übereinanderliegende Rauten

Bei der nächsten Raute kommt endlich ein bisschen Farbe ins Spiel. Erstellen Sie diese mit einer Grösse von 600 Mal 600 Pixel. Für diese Raute benötigen Sie keine neue Struktur. Färben Sie diesmal das Rechteck einfach in einer beliebigen Farbe ein, beispielsweise in einem satten Rotton (R: 112, G: 23, B: 36). Setzen Sie anschliessend die Deckkraft auf 60 Prozent, um die darunterliegende Struktur sichtbar zu machen.

Nach diesem Schritt folgt die vierte Raute. Diese verfügt über eine Grösse von 540 Mal 540 Pixel, sodass von der Farbigen Raute nur ein schmaler Streifen zu sehen ist. Für dieses Rechteck wurde ein dunkles Grau (R: 48, G: 48, B: 48) mit einer Deckkraft von 90 Prozent verwendet. Wandeln Sie die beiden letzten Rauten mit einem Rechtsklick auf die jeweilige Ebene in ein Smartobjekt um.

Mit diesen vier Rauten steht nun der Grundaufbau des Musters.

Schritt 3: Mit Motiven eine persönliche Note in das Muster einfügen

Um ein Motiv in die Raute einzufügen, können Sie genauso vorgehen wie mit den Strukturen in den Rauten. Erstellen Sie ein neues Rechteck mit der Grösse 480 Mal 480 Pixel, legen Sie das Bild darüber und wählen Sie mit einem rechten Mausklick auf die Ebene «Schnittmaske erstellen» aus. Bevor Sie die Schnittmaske erstellen, sollten Sie die Grösse des Bildes anpassen.

Screenshot Photoshop – Motiv in Rauten einfügen

Verkleinern Sie das Bild, bis es nur noch die zu füllende Raute abdeckt. Wenn Sie nun die Schnittmaske erstellen, wird das Motiv gut zu erkennen sein. Sollte die Farbe des Bildes nicht zum gewünschten Design passen, kann auch hier mit der Korrektur «Farbton/ Sättigung» die Farbe des Bildes verändert oder ganz entnommen werden.

Mit dem eingefügten Motiv ist die erste Raute für das Muster fertig. Um zwischen den vielen Bearbeitungsschritten einen Überblick zu behalten, ist es ratsam diese in einen Ordner zu packen.

Screenshot Photoshop – Ebenen in einen Ordner verschieben

Alt: Screenshot Photoshop – Ebenen in einen Ordner verschieben

Wählen Sie mit gehaltener Feststelltaste alle Ebenen ausser der Hintergrund-Ebene aus und klicken Sie auf das Ordnersymbol im unteren Bereich des Ebenenbedienfeldes. Eine sinnvolle Benennung der einzelnen Ebenen trägt ebenfalls dazu bei, den Überblick zu behalten.

Schritt 4: Mit weiteren Rauten Vielfalt erzeugen

Durch das Gruppieren der Ebenen kann die erstellte Raute einfach dupliziert werden. Wählen Sie nun die Gruppe der zweiten Raute aus und drücken «Strg» und «T» bei Windows oder «Ctrl» und «T» bei Mac, um die gesamte Raute inklusive aller Bestandteile zu verschieben.

Sie können die Rauten mit oder ohne Abstand nebeneinander platzieren. Entscheiden Sie sich dabei für den Abstand, müssen Sie darauf achten, dass dieser bei der Vervielfältigung immer gleichbleibt.

Da es nicht das Ziel ist, ein Muster aus einer sich immer wiederholenden Raute zu erstellen, können Sie die zweite Raute nun verändern. Begonnen wird mit der Veränderung der Helligkeiten der Strukturen. In der ersten Raute ist die äussere Struktur heller als die innere. Machen Sie es nun genau umgekehrt, um eine Abwechslung in Ihr Muster zu bringen.

Wählen Sie dafür die Korrektur «Farbton/Sättigung» der ersten Struktur aus und schieben Sie den Helligkeits-Regler in die entgegengesetzte Richtung. Wiederholen Sie diesen Vorgang mit der zweiten Struktur. Bereits hier helfen Ihnen die Benennungen der einzelnen Ebenen, um die richtigen Korrekturebenen auszuwählen.

Screenshot Photoshop – Helligkeit der Strukturen in der zweiten Raute ändern

Nachdem die Strukturen in ihrer Helligkeit verändert wurden, wählen Sie das dritte Rechteck aus, um die Farbe mittels des Füllwerkzeuges zu ändern. Für ein weihnachtliches oder winterliches Motiv empfiehlt sich ergänzend zur ersten Raute ein dunkles grün (R: 0, G: 47, B: 30). Auch hier muss die Deckkraft des Rechteckes auf 60 Prozent gestellt werden, um eine Transparenz zu erzeugen.

Das vierte Rechteck kann bleiben wie es ist, es sei denn Sie möchten die Farbe oder die Helligkeit des Rechteckes ebenfalls verändern. Dies funktioniert analog zu Rechteck 3.

Der letzte Schritt für die neue Raute besteht im Ändern des inneren Motivs. Schieben Sie dazu das gewählte Bild in den Papierkorb. Das innere der Raute wird nun in der Farbe des darunter liegenden Rechteckes (grau) erscheinen. Fügen Sie ein neues Bild oder eine Struktur in Photoshop ein und wandeln dieses erneut in eine Schnittmaske um.

Möchten Sie in das Innere eine Grafik einarbeiten, wie beispielweise der Umriss einer Schneeflocke, können Sie die zweite Struktur, die Sie in Ihrer Raute verwendet haben, als Hintergrund nutzen. Fügen Sie die Struktur erneut ein und positionieren Sie diese über dem «Rechteck 5». Wandeln Sie die Struktur auch hier in eine Schnittmaske um und wenden eine «Farbton/ Sättigung» Korrektur an. Nutzen Sie die gleichen Einstellungen wie bei der zweiten Struktur. In unserem Beispiel ist dies Sättigung gleich Minus 100 und Helligkeit Plus 44. Setzen Sie abschliessend die Grafik der Schneeflocke mittig in die Raute.

Screenshot Photoshop: Zwei unterschiedliche Rauten

Schritt 5: Muster durch Duplizieren und Gruppieren vergrössern

Bereits zwei Rauten reichen aus, um ein Muster zu erstellen. Duplizieren Sie jede der beiden Rauten und setzen Sie sie diagonal gespiegelt zu einem Quadrat zusammen. Fassen Sie nun alle vier Gruppen der einzelnen Rauten zu einer Gruppe zusammen. Dadurch können Sie das aus vier Rauten bestehende kleine Muster immer wieder duplizieren und nebeneinandersetzen, um ein grossflächiges Muster zu erstellen.

Um grössere Flächen abzudecken, können Sie nach dem Nebeneinandersetzen der ersten vier kleinen Muster erneut eine Gruppe bilden, um einen grösseren Rapport aus 16 Rauten zu schaffen. Sobald Sie eine ausreichend grosse Fläche mit Ihren Rauten gefüllt haben, ist Ihr Muster auch schon fertig.

Muster immer wieder Wiederholen

Jetzt müssen Sie Ihr Muster nur noch in JPEG speichern, um es bei der Erstellung von Grusskarten und Fotobüchern verwenden zu können. Heben Sie die Photoshop-Datei auf, um Ihr Muster auch nachträglich verändern und vergrössern zu können.

Zwei unterschiedliche Muster – mit vier unterschiedlichen Rauten und mit zwei unterschiedlichen Rauten

Möchten Sie Ihr Muster noch eindrucksvoller und abwechslungsreicher gestalten, können Sie vier statt nur zwei unterschiedlicher Rauten erstellen. Dabei sind Ihnen bei der Motiv- und Farbwahl keine Grenzen gesetzt. Sie sollten dennoch darauf achten, dass Sie die vier Rauten nicht zu unterschiedlich gestalten und dass die verwendeten Farben miteinander harmonieren. Zu viele Farben oder nicht zu einander passenden Farben, können schnell unruhig wirken.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Ausprobieren!

Doppelte Belichtung – Umriss einer Frau, die aus einem Autodachfenster ihre Arme erhebt

Photoshop: Die doppelte Belichtung

Die Aufnahmetechnik der doppelten Belichtung stammt aus der Analogfotografie. Nach der Aufnahme eines Fotos wurde der Film in der analogen Kamera zurückgespult, um auf demselben Abschnitt des Films eine weitere Aufnahme zu machen. Der Negativfilm wird an dieser Stelle doppelt belichtet, wodurch sich die zwei fotografierten Motive übereinanderlegen.

In Zeiten der Digitalfotografie kann dieser Effekt mit Hilfe der Bildbearbeitung simuliert werden. Wir zeigen Ihnen, wie Sie den doppelten Belichtungseffekt in nur wenigen Schritten mit Photoshop erzeugen können.

Auswahl der Aufnahmen

Für die Erstellung einer doppelten Belichtung werden zwei Aufnahmen benötigt. Für die erste Aufnahme eignet sich am besten ein Umriss einer Person oder eines Objektes. Solche Aufnahmen lassen sich leicht in einer Gegenlichtsituation generieren. Durch den hohen Kontrast zwischen dem Objekt und dem Hintergrund kommt der Effekt der doppelten Belichtung besonders gut zur Geltung. Ausserdem entfällt durch die Verwendung einer Silhouette das Freistellen der Person oder des Objektes.

Als zweite Aufnahme wird ein Foto mit viel Textur benötigt. Dies kann zum Beispiel eine Landschaft oder eine Skyline sein. In unserem Beispiel haben wir die Silhouette einer Frau im Gegenlicht und ein Getreidefeld als Motive für die doppelte Belichtung verwendet.

Collage zweier Bilder – Gegenlichtaufnahme einer Frau und Fotografie eines Getreidefeldes

Bearbeitung in Photoshop

Zuerst sollte die Aufnahme mit der Silhouette in Photoshop geöffnet werden. Anschliessend lässt sich das Foto mit der Textur per Drag and Drop über die erste Aufnahme legen. Um das zweite Foto passend zu platzieren, kann die Deckkraft verringert werden. So sehen Sie besser, wie die Textur auf dem Umriss liegt. Wurde die zweite Aufnahme platziert, kann die Deckkraft wieder auf 100 Prozent gestellt werden.

Screenshot – Übereinanderlegen zweier Aufnahmen in Photoshop

Stellen Sie im zweiten Schritt sicher, dass die Ebene mit der Textur ausgewählt wurde. Dies ist daran zu erkennen, dass ein weisser Rahmen um die Ebene erscheint. Ändern Sie anschliessend den Mischmodus von «Normal» zu «Negativ Multiplizieren».

Screenshot – Negativ Multiplizieren in Photoshop

Durch den Befehl des «Negativ Multiplizieren» werden die beiden Ebenen miteinander verrechnet. In den schwarzen Bereichen, dem Umriss der Person, ist die Textur des zweiten Bildes besonders gut zu sehen. Komplett weisse Bereiche wiederum bleiben weiss.

Soll die Farbgebung des ersten Fotos nicht die Farbgebung der Textur beeinflussen, kann die erste Ebene nachträglich auf Schwarzweiss eingefärbt werden. Nutzen Sie dazu die Tastenkombination Strg + Shift + U für Windows oder Cmd + Shift + U für Mac, um das Bild zu entsättigen. Alternativ können Sie unter den Korrekturen die Option Schwarzweiss wählen.

Screenshot – Korrektur Schwarzweiss in Photoshop

Der durch die Farbgebung der ersten Aufnahme entstandene Gelbstich wurde somit beseitigt. Soll die Textur nur im Umriss und nicht im Hintergrund zu sehen sein, muss die erste Aufnahme vorab freigestellt werden. Somit befindet sich diese auf einem komplett weissen Hintergrund.

Doppelte Belichtung – Umriss einer Frau, die aus einem Autodachfenster ihre Arme erhebt

Fazit

Die vorgestellte Technik der doppelten Belichtung ist eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, zwei Aufnahmen auf eine kreative Art und Weise zu vereinen. Mit etwas mehr Aufwand lassen sich so noch viele weitere Ideen umsetzen. Zudem befinden sich im Bereich Mischmodus des Ebenenbedienfeldes weitere Modi, die dazu einladen beim Zusammenführen von zwei Aufnahmen verschiedene Effekte auszuprobieren.

Viel Spass beim Bearbeiten!

Digitaler Doppelgänger – viermal die gleiche Person in einem Bild

Photoshop: Digitale Doppelgänger erzeugen

Die Fotografie bietet viele verschiedene Techniken und Stile für die Aufnahme von Momenten. Durch die digitale Fotografie kommt ein weiterer Faktor hinzu, der viele Möglichkeiten in der Bildgestaltung bietet – die digitale Fotobearbeitung.
Der digitale Doppelgänger ist eine Kombination aus Fotografie und Bildbearbeitung, die es erlaubt, mehr als nur einmal der Hauptdarsteller auf einzigen Bild zu sein. Die Vorgehensweise des digitalen Doppelgängers ist zudem sowohl in fotografischer als auch in bildbearbeitungstechnischer Hinsicht leicht umzusetzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Photoshop Ihre persönlichen digitalen Doppelgänger erschaffen.

Die Aufnahme der Einzelbilder

Um einen oder mehrere digitale Doppelgänger zu erschaffen, ist die Aufnahme mehrerer Einzelbilder notwendig. Diese Aufnahmen zeigen alle denselben Bildausschnitt. Nur die Person, die vervielfacht werden soll, ändert ihre Position. Um zu sicherzustellen, dass der Bildausschnitt stets identisch ist, sollten Sie ein Stativ für die Aufnahme der Bilder verwenden.
Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Einstellungen der Kamera ebenfalls konstant dieselben bleiben. Im manuellen Modus können alle Parameter händisch eingestellt werden. Automatische Anpassungen durch die Kamera bleiben im manuellen Modus aus.
Je nachdem wie viele Doppelgänger Sie erschaffen wollen, umso mehr Aufnahmen müssen Sie machen. Achten Sie bei der Positionierung der Person darauf, dass diese sich nicht überschneiden. Sind Sie sich während der Aufnahme bezüglich der Überschneidungen nicht sicher, kann es hilfreich sein zwei oder drei Aufnahmen mehr zu machen.
Achten Sie darauf, dass sich keine Objekte im Hintergrund befinden, die sich während der Aufnahmen verändern. Fahrende Autos, Züge oder auch vorbeilaufende Fussgänger sollten daher möglichst nicht im Bildausschnitt zu sehen sein. Ebenfalls sollten die Lichtbedingungen möglichst konstant sein. Dies ist besonders bei Aufnahmen im Freien eine Herausforderung. Am besten eignet sich ein gleichmässig bedeckter Himmel oder sonnenklares Wetter.

Viermal derselbe Bildausschnitt in dem sich nur die Position der Person ändert.

Digitale Doppelgänger mit Photoshop erstellen

Das Übereinanderlegen der Einzelaufnahmen

Zunächst muss eines der Aufnahmen in Photoshop geöffnet werden. Welches der Bilder Sie dabei zuerst auswählen, bleibt Ihnen überlassen. Das zuerst geöffnete Bild wird in Photoshop als Hintergrund betitelt. Anschliessend fügen Sie eine weitere Aufnahme in Photoshop ein und legen diese über die Hintergrundebene. Ziehen Sie hierfür einfach die Aufnahme per „Drag and Drop“ in das geöffnete Photoshop Fenster. Mit einem Klick auf den Haken in der oberen Leiste legen Sie das Bild auf der Hintergrundebene ab. Mit dem Ablegen der ersten Aufnahme entsteht eine weitere Ebene in der Ebenen-Übersicht. Für einen besseren Überblick ist es hilfreich, die Ebenen entsprechend umzubenennen. Hierfür eignet sich am besten die Position der Person auf dem jeweiligen Bild. Um eine Ebene umzubenennen, machen Sie einen Doppelklick auf die gewünschte Ebene. Fügen Sie alle weiteren Aufnahmen mit derselben Vorgehensweise in Photoshop ein.

: Screenshot Photoshop – Mehrere Bilder einfügen

Die Zusammenführung der Einzelaufnahmen

Wurden alle Einzelaufnahmen als Ebene eingefügt, benötigt jede Ebene eine zusätzliche Ebenenmaske. In der Menüleiste befindet sich der Reiter «Ebene». Öffnen Sie diesen und wählen Sie «Ebenenmaske – alle einblenden» aus. Alternativ finden Sie unter der Ebenenübersicht rechteckiges weisses Symbol mit einem schwarzen Kreis in der Mitte. Wählen Sie die Ebene aus und fügen Sie nun durch einen Klick auf das eben beschriebene Symbol eine Ebenenmaske hinzu. Dieser Arbeitsabschnitt ist beendet, wenn alle Ebenen, ausser der Hintergrundebene, über eine Ebenenmaske verfügen.

Screenshot Photoshop – Ebenenmaske zu den Ebenen hinzufügen

Mit dem Hinzufügen einer Ebenmaske entsteht neben der Ebene ein weisses Rechteck. Die Farbe Weiss bedeutet, dass alles auf der Ebene sichtbar ist. Die Farbe Schwarz kennzeichnet alle Bereiche in der Ebenenmaske, die auf der Hintergrundebene nicht sichtbar sind. Um nun den Effekt eines oder mehrerer digitaler Doppelgänger zu erzeugen, ist es das Ziel nur die Personen aus den weiteren Ebenen ohne den Hintergrund hinzuzufügen.
Hierfür wäre es möglich auf der Ebenenmaske alles um die Person herum mit dem Pinsel schwarz einzufärben, um den Hintergrund unsichtbar zu machen. Es besteht dabei die Gefahr einige Stellen zu vergessen. Deshalb ist es sinnvoller die Ebenenmasken komplett schwarz zu füllen, um anschliessend die Personen zurück ins Bild zu holen. In dem Bereich «Eigenschaften» über der Ebenenübersicht befindet sich ganz unten der Befehl «Umkehren», wodurch die Ebenenmaske die Farbe von Weiss zu Schwarz wechselt. Alternativ kann die Tastenkombination «Strg und I» für Windows oder «Cmd und I» für Mac verwendet werden.

Screenshot Photoshop – Die Farbe der Ebenenmaske umkehren, von Weiss auf Schwarz

Um die Person aus den verschiedenen Ebenen zurückzuholen, wählen Sie jetzt das Pinselwerkzeug mit der Farbe Weiss aus. Die vorab geänderten Beschriftungen der Ebenen helfen Ihnen die Position der Person zu bestimmen. Wählen Sie die nächste über der Hintergrundebene liegende Ebene aus und malen Sie den Bereich an dem die Person steht weiss aus. Ist der erste Doppelgänger in Ihrem Bild vollständig erschienen, wiederholen Sie den Vorgang nach und nach mit allen weiteren Ebenen.

Screenshot Photoshop – sichtbar machen der digitalen Doppelgänger

Wurden alle digitalen Doppelgänger sichtbar gemacht, ist das Bild auch schon fertig. Anschliessend ist es möglich noch weitere Nachbearbeitungen vorzunehmen wie beispielsweise Beschneidungen, Kontrast, Helligkeit und vieles mehr. Es ist davon abzuraten die Bearbeitungen vorab vorzunehmen, da genauestens darauf geachtet werden müsste, dass alle Bilder genau gleich bearbeitet werden.

Digitaler Doppelgänger – viermal die gleiche Person in einem Bild

Fazit

Die Bildbearbeitungstechnik des digitalen Doppelgängers ist ebenso simpel wie genial. Sie erfordert weder beim Fotografieren noch bei der Bildbearbeitung grosses Geschick oder Knowhow und liefert gelichzeitig ein beeindruckendes Ergebnis.
Wir wünschen viel Spass beim Ausprobieren!

Vorher-Nachher-Vergleich der Fotomontage

Photoshop: Bildobjekte in neue Hintergründe einfügen

Das Entfernen und Hinzufügen einzelner Bildobjekte sind in der heutigen Fotografie keine Seltenheit. Mit Hilfe von Photoshop lassen sich mit einigen Handgriffen nachträglich Illusionen schaffen. Auch wenn die Fotomontage einem geübten Auge nur kurzzeitig Stand hält, lassen sich interessante künstlerische Effekte erzeugen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie beim Erstellen einer Fotomontage vorgehen sollten und wie es Ihnen gelingt, das eingefügte Motiv möglichst gut an den Hintergrund anzupassen.

Motive einfügen und skalieren

Wählen Sie ein Motiv und ziehen Sie es mittels drag and drop in die geöffnete Photoshop-Datei. Damit die Fotomontage am Ende möglichst authentisch erscheint, sollten Sie das Motiv vor dem Einfügen sauber freigestellt haben. Eine Anleitung zum Thema Freistellen in Photoshop finden Sie in unserem Artikel Bilder mit Photoshop freistellen: drei Möglichkeiten.

Sobald Sie ein Objekt eingefügt haben, sollten Sie darauf achten, dass die Objekt-Ebene in ein sogenanntes «Smart-Objekt» umgewandelt wird. Die Konvertierung ermöglicht eine nichtdestruktive Skalierung des Motivs. Hierfür werden die Bildinformationen der Referenzdatei im Smart-Objekt hinterlegt. Jede Änderung, die Sie daraufhin an dem Motiv vornehmen, wird an einer separaten Kopie der Referenzdatei vorgenommen. Ihr Motiv behält somit auch nach mehrmaliger Skalierung und Änderung seine ursprüngliche Qualität.

Transformation eines Photoshop-Objekts in ein Smartobjekt

Machen Sie einen Rechtsklick auf die Ebene, auf der Ihr eingefügtes Objekt liegt. Wählen Sie daraufhin den Eintrag «In Smartobjekt konvertieren» und bestätigen Sie mit einem Linksklick.

Auf die Skalierung können Sie mit Hilfe des Shortcuts «Strg» + «T» zugreifen. Achten Sie darauf, dass Sie die zu skalierende Ebene ausgewählt haben. Nach Betätigen des Shortcuts erscheint um das Objekt herum ein Raster, bei dem Sie, von den Ecken ausgehend, die Grösse verändern können. Mit Hilfe einer gedrückt gehaltenen «Shift»-Taste kann das Objekt proportional skaliert werden. Somit wird die Relation des Objekts beibehalten und nicht verzerrt.

Skalieren eines Objekts in Photoshop

Das Raster und die darauf befindlichen Punkte ermöglichen eine Änderung der Grösse oder auch das Drehen des Objekts.

Achten Sie auf möglichst realistische Grössenverhältnisse zwischen eingefügtem Objekt und dem Rest des Bildes. Andernfalls fällt schnell auf, dass es sich um eine Fotomontage handelt.

Das Objekt sollte ausserdem an einer passenden Stelle im Bild eingesetzt werden. Achten Sie hierbei darauf, dass der Betrachtungswinkel des Motivs mit dem restlichen Bild übereinstimmt. Weiterhin sollte das Motiv in Abstimmung mit dem fokussierten Bereich des originalen Bildes platziert werden. Bei einer Aufnahme mit wenig Tiefenschärfe kann demnach kein vollkommen scharfes Objekt in unscharfer Umgebung und abseits vom fokussierten Bereich eingesetzt werden. Dies würde einerseits sehr unnatürlich wirken und andererseits schnell als Fotomontage entlarvt werden.

Löwenzahnblüte nach der Skalierung

Beim Beispielbild handelt es sich um eine Aufnahme, die mit einer weit geöffneten Blende geschossen wurde. Solche Aufnahmen weisen generell eine sehr geringe Tiefenschärfe auf. Während die ersten Grashalme im Vordergrund noch relativ scharf dargestellt sind, verlieren sich die restlichen Grashalme einige Zentimeter weiter oben bereits in der Unschärfe des Bildes. Der fokussierte Bereich liegt demzufolge am untersten Punkt des Bildes.

Würde die Löwenzahnblüte, in der gegebenen Schärfe, noch weiter in Richtung Hintergrund platziert, so würde dies auffällig ins Auge stechen. Um die Schärfe ein wenig zu verringern, wählen wir «Filter», «Weichzeichnungsfilter» und dann «Gaussscher Weichzeichnungsfilter».

Dialogfenster des Gaussschen Weichzeichners in Photoshop

Die Wahl des Radius beeinflusst die Stärke des Weichzeichners. Das Ergebnis lässt sich auch direkt im gesamten Bild anzeigen.

Motiv an Lichtstimmung des Hintergrunds anpassen

Für ein harmonisches Zusammenspiel von eingefügtem Objekt und Hintergrund ist es ausserdem sehr wichtig, dass die Lichtstimmung der beiden Elemente übereinstimmt.

Über die Verwendung spezieller Filter ermöglicht es uns Photoshop, die Farbstimmung von Hintergrund und Motiv aneinander anzugleichen. Eine Möglichkeit bietet beispielsweise die Einfärbung im durchschnittlichen Farbton. Wählen Sie hierfür zunächst die Hintergrundebene Ihrer Photoshop Datei an. Navigieren Sie dann zu «Filter», «Weichzeichnungsfilter», «Durchschnitt berechnen».

Photoshop-Dropdownmenü des angewählten Durchschnitt-berechnen-Filters

Photoshop füllt die jeweilige Ebene daraufhin mit dem durchschnittlichen Farbton der Ebene. Für die weitere Bearbeitung nehmen wir diesen Farbton mit Hilfe der Pipette in die Farbauswahl auf.

Die Anwendung des Durchschnitt-berechnen-Filters färbt den Hintergrund im durchschnittlichen Farbton ein

Der im Bild erkennbare blaugraue Farbton stellt den durchschnittlichen Farbton des von uns verwendeten Beispielbildes dar.

Die Einfärbung des Hintergrunds lässt sich über den Shortcut «Strg» + «Z» (alternativ: «Bearbeiten», «Schritt zurück») rückgängig machen. Erstellen Sie eine neue Ebene und füllen Sie deren Hintergrund in der Farbe des durchschnittlichen Farbtons ein.

Eine mit dem durchschnittlichen Farbton eingefärbte Photoshop-Ebene

Das Ziel des Vorgehens ist es, den durchschnittlichen Farbton lediglich auf das einzufügende Objekt anzuwenden. Hierzu legen Sie zunächst in der Ebenen-Hierarchie Ihre Farbton-Ebene über die Objekt-Ebene. Anschliessend fahren Sie bei gedrückt gehaltener «Alt» Taste mit dem Mauszeiger über die Farbton-Ebene. Das daraufhin erscheinende quadratische Symbol mit nach unten gewandtem Pfeil bestätigen Sie mit einem Linksklick. Der Hintergrund sollte nun wieder erkennbar dargestellt und Ihr Objekt komplett im jeweiligen Farbton eingefärbt sein.

Die Füllung der Farbton-Ebene wurde lediglich auf ein einzelnes Objekt angewandt

Die Deckkraft des Farbtons lässt sich anschliessend bei ausgewählter Farbton-Ebene noch dem eigenen Geschmack anpassen. Achten Sie auf eine ausgewogene und zum Hintergrund passende Deckkraft.

Die Löwenzahnblüte wurde erfolgreich in das Bild eingefügt

Zum Abschluss wurde der Stängel der Löwenzahnblüte noch mit ein paar Grashalmen verdeckt.

Fazit

Die Erstellung von Fotomontagen verlangt ein gewisses Mass an Erfahrung im Umgang mit Photoshop. Dabei bietet sich fortgeschrittenen Nutzern jedoch die Möglichkeit, geschossene Fotos um die eigene Kreativität und das persönliche Empfinden zu erweitern und nachträglich neue Elemente hinzuzufügen. Das Ergebnis der Fotomontage steht in direkter Abhängigkeit zu der Qualität der freigestellten Objekte, die dem Bild hinzugefügt werden sollen. Für eine glaubhafte Darstellung empfiehlt es sich, die Relationen der Bildbestandteile aufeinander abzustimmen und keine zu übersteigerte Bildkomposition zu wählen. Die eingefügten Objekte sollten stets unter Beachtung der gegebenen Lichtstimmung angepasst werden.

Zwei Fotos übereinander - Vögel und Hund

Für Smartphone Fotos mit Special Effect: Die ausgefallensten Foto-Apps für Android und iOS

Dank aktuellster Technik, hochwertigen Kameras und sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram und Co. ist das Aufnehmen von guten Fotos zu einer der wichtigsten Aufgaben des Smartphones geworden. Doch selbst das beste Motiv lässt sich mit einem Filter oder ein paar kleinen Bearbeitungen hier und da noch spannender gestalten – am besten schnell und einfach direkt auf dem Smartphone. Ein Blick auf die wohl beliebteste Fotoplattform «Instagram» zeigt, dass die spektakulärsten Effekte und Bearbeitungen genutzt werden, um mit den eigenen Fotos aufzufallen.

Wir haben uns auf die Suche nach Gratis-Apps gemacht, mit denen Sie Ihre Schnappschüsse effektvoll in Szene setzen können.

Kleine Planeten mit «RollWorld»

Mit dieser Gratis-App für iOS ist der Wow-Effekt für Ihre Fotos garantiert. «RollWorld» verwandelt Motive in kleine kreisrunde Planeten, sogenannte «Tiny Worlds». Damit der Effekt am besten wirkt, eignen sich vor allem Landschaftspanoramas oder Skylines, bei denen der Horizont deutlich Himmel und Erde trennt.

Die Ausgangsbilder: Ein Panorama einer Seebrücke und ein Wasserfall

Screanshot RollWorld App mit Landschaftsbild bzw. Panorama Aufnahme

Links: Das Resultat: «RollWorld» App mit Landschaftsbild im Format 3:2 | Rechts: «RollWorld» App mit Panoramabild

«RollWorld» kann als direkte Kamerafunktion benutzt werden, welche den Tiny World-Effekt bereits vor dem Auslösen auf das Display zaubert. Am besten lässt sich die App jedoch auf bereits geschossene Fotos anwenden. So können Sie etwa Panoramabilder in der App hochladen und mit verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten zu einer kleinen Welt verdrehen. Neben Panoramas können natürlich auch sämtliche andere Motive mit der Foto App kreativ bearbeitet und auf den Kopf gestellt werden, um verrückte und abstrakte Meisterwerke zu erhalten.

Für Android-Nutzer gibt es mit «Little Planet» – ebenfalls gratis – das Pendant.

«RollWorld» im App Store

«Little Planet» im Playstore

Beeindruckende Morph-Effekte mit «Photo Lab»

Foto aus zwei Motiven und Morph-Effekt Tiger und Mensch

Links: Foto aus zwei Motiven | Rechts: Morph-Effekt Tiger und Mensch

Diese vielfältige App «Photo Lab» ist sowohl für Android als auch iOS gratis verfügbar und bietet einen riesigen Funktionsumfang. Mit zahlreichen Filtern können Sie Ihre Fotos zu gemäldeartigen Kunstwerken machen oder mit einem ungewöhnlichen Hintergrund kombinieren. So zeigt etwa ein altes Buch im Bild Ihr Motiv auf einer seiner Seiten oder es scheint als würde es sich in einem Sektglas spiegeln. Doch absolutes Highlight von «Photo Lab» sind die eindrucksvollen Montagen, die automatisch aus einem Foto und einer Vorlage erstellt werden können. Wählen Sie einfach ein Portrait oder Selfie aus und lassen es mit einem Tiger oder der mystisch wirkenden Silhouette eines Waldes verschmelzen. Diese sogenannten «Morph-Effekte» lassen einzigartige Motive entstehen, die auf jeden Fall hervorstechen. Auf diese und auf diverse weitere Möglichkeiten der Fotomontage lassen sich noch, ähnlich wie Filter, verschiedene Stile wie zum Beispiel Popart, Graffiti und viele mehr anwenden.

«Photo Lab» im App Store

«Photo Lab» im Playstore

Aussergewöhnliche Hintergründe mit „Fabby“

Portrait mit Blütenhintergrund und Popart-Style

Links: Portrait mit Blütenhintergrund | Rechts: Portrait mit buntem Popart Hintergrund

Mit dieser App für iOS kann man Fotos mit verrückten Hintergründen voller Fantasie aufpeppen. Der Fokus liegt hier vor allem auf Selfies oder Fotos von Personen. Diese erkennt die App automatisch als Vordergrund und fügt sie dann in beliebige Hintergründe ein. Die Bearbeitung kann im Nachhinein erfolgen, aber auch während des Aufnehmens kann man bereits den gewünschten Hintergrund aktivieren und sich selbst oder die zu fotografierende Person für die perfekte Position im Bild ausrichten. Neben den zahlreichen vorgefertigten Hintergründen können Sie auch eigene Fotos verwenden. Von der weissen Winterlandschaft bis hin zu bunten Donuts auf pinkem Grund sind hier keine Grenzen gesetzt. Wer noch etwas mehr Leben ins Spiel bringen möchte, kann mit der «Fabby» App auch kleine Videos mit knalligen Hintergründen aufnehmen.

Die gratis App «Fabby» ist derzeit nur für iOS-Geräte im App Store erhältlich.

«Fabby» im App Store

Knallige Comics und bunte Collagen mit «PicsArt»

Motiv in Mosaik-Optik und Portrait mit ausgefallenem Farbfilter

Links: Motiv in Mosaik-Optik | Rechts: Portrait mit ausgefallenem Farbfilter

Für alle Hobbyfotografen, die gern mit Farben experimentieren, ist die Foto-App «PicsArt» genau das Richtige. Das gratis Bildbearbeitungsprogramm für Android und iOS hält nicht nur unzählige Filter mit jeweils umfassenden Einstellungsmöglichkeiten bereit, sondern bietet darüber hinaus ein ganzes Repertoire an Funktionsbereichen. Ob aussergewöhnliche Effekte, bunte Collagen oder comicartige Verzierungen mit Sprechblasen und Aufklebern – bei «PicsArt» sind Ihrer Kreativität keine Grenzen gesetzt. Für die individuelle Anpassung der jeweiligen Effekte können Sie deren Intensität, Farbstich und Ähnliches manuell einstellen. Soll ein bestimmter Bereich in seiner natürlichen Optik bleiben, wie etwa eine Person oder ihr Gesicht im Zentrum des Bildes, kann dieser Bereich mit einer Radierfunktion von dem eingestellten Effekt befreit werden. So kann zum Beispiel eine Person oder ein Objekt farbig vor einem sonst schwarz-weissen Hintergrund hervorgehoben werden oder es scheint als würde sie sich in einem Gemälde bewegen. Wer es weniger ausgefallen mag, findet bei «PicsArt» aber auch dezente Filter und Basic-Werkzeuge der Bildbearbeitung wie Rote-Augen-Korrektur, Kontrasteinstellung und Ähnliches.

«PicsArt» im App Store

«PicsArt» im Playstore

Alternativen zu Photoshop: GIMP, Photoscape, Paint.net & Lightbox free

4 gratis Programme zur Bildbearbeitung

Digitalfotos umfangreich zu bearbeiten muss nicht teuer sein. Auch wenn Photoshop noch immer das beliebteste Bildbearbeitungsprogramm weltweit ist, gibt es dennoch sehr gute Alternativen. Wir stellen Ihnen vier Alternativen vor, die Photoshop nicht nur in Punkto Funktionalität in nichts nachstehen, sondern auch noch gratis sind.

GIMP

Der Klassiker unter den kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen ist das Open-Source Programm GIMP („GNU Image Manipulation Program„). Die Software bietet Einsteigern und anspruchsvollen Fotografen gleichermaßen die wichtigsten Werkzeuge zur professionellen Bildbearbeitung. Neben den üblichen Standardfunktionen, wie diversen Filtern zur Farbanpassung und Möglichkeiten zum Drehen und Zuschneiden hat GIMP auch eine magische Schere, mit der sich einzelne Bild-Elemente ausschneiden oder festhalten lassen. Dank des Ein-Fenster-Modus ist das Programm auch für Anfänger leicht zugänglich. In wenigen Schritten können Farben und Kontraste angepasst werden, Hintergrundunschärfe hinzugefügt und Bildrauschen reduziert werden. Dank unzähliger Plug-Ins lässt sich das Programm beliebig erweitern. Beliebte GIMP Plug-Ins sind beispielsweise „Watermark“, welches digitalen Bildern ein Wasserzeichen hinzufügt oder das Plug-In „Shadows & Highlight„, mit dem Lichter und Schatten in digitalen Bildern angepasst werden können.

Photoscape

Photoscape eignet sich vor allem für Anfänger und Hobby-Fotografen, denn es bietet, neben der Verwaltung und Betrachtung von digitalen Bildern, vielfältige Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Die gratis Software steht dabei für einfach zu bedienende Bildbearbeitung. Standardfunktionen wie das Zuschneiden, Aufhellen und Weichzeichnen von Bildern ist ebenso mit Photoscpae möglich wie das Einfügen von Objekte in die digitalen Aufnahmen. Besondere Highlights sind zum einen der GIF-Animator, der im Handumdrehen aus mehreren Bildern kleine GIFs erstellt und zum anderen die Möglichkeit, dass die Software auf Wunsch auch ein Poster oder eine Collage anfertigt. Ebenso verfügt das Allround-Talent über einen RAW-Konverter, mit dem es möglich ist, eine RAW-Datei in JPEG umzuwandeln. Photoscape bietet somit neben einem schnellen Überblick über alle digitalen Fotos, die bei Bedarf mit einfach zu bedienenden Werkzeugen bearbeitet und optimiert werden können, auch eine Reihe an Extra-Features zur kreativen Bildbearbeitung.

Bildbearbeitung mit einem kostenlosen Programm

Lightbox free

Lightbox eignet sich bestens zur einfachen und schnellen Bildbearbeitung – sei es das Entfernen von roten Augen, das Zuschneiden von Bildern oder einfache Farbkorrekturen. Neben den Standardfunktionen stehen dem Nutzer auch erweiterte Möglichkeiten zur spezialisierten Bearbeitung von Bildern zur Verfügung, so z.B. das Entfernen von Farbstichen, das Aufhellen von Schatten und das Anpassen von Kontrastwerten. Zudem ist das Programm in der Lage RAW-Dateien, sprich Rohdatenbilder von Digitalkameras, ohne Probleme zu verarbeiten. Dank seiner Einfachheit ist dieses kostenlose Bildbearbeitungsprogramm sehr gut für Laien und Einstiger geeignet.

Paint.net

Paint.net wird auch gerne als Alleskönner beschrieben, denn die gratis Software zur Bildbearbeitung ist leichter zu bedienen als Photoshop und verfügt über ebenso umfangreiche Funktionen. Das von der Washington State University in Kooperation mit Microsoft entwickelte Programm war ursprünglich als Ersatz zum altbewährten MS Paint entwickelt wurden. Doch das Programm kann weit mehr als sein Vorläufer und sticht vor allem durch seine einfache und intuitive Benutzung heraus. Neben allen wichtigen Standardfunktionen, wie das Zuschneiden von Bildern, die Korrektur von Farben und die Anpassung der Helligkeit und Kontraste, verfügt das gratis Bildbearbeitungsprogramm auch über verschiedene Tools, die der Nutzer bereits von Photoshop kennt – Lasso, Farbpinsel oder Zauberstab.  Darüber hinaus stehen dem Nutzer Ebenen, Blenden und Transparenzen zur Bearbeitung von digitalen Bildern zur Verfügung. Dank zahlreicher Plug-Ins kann die gratis Software individuell erweitert werden. Mit der Erweiterung „PSD Plug-In“ können beispielsweise auch Photoshop-Dateien geöffnet werden.