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Abbildung von Möwen – nur die vorderste ist fokussiert und scharf gestellt

Der richtige Umgang mit AF-Feldern

Zur Erleichterung der Fokussierung bietet jede Kamera mehrere AF-Felder an. Die Abkürzung AF bedeutet Autofokus. Je nach Marke und Modell der Kamera kann es sich dabei um 9, 11, 19 oder mehr AF-Felder handeln. Unabhängig von der Anzahl der Felder ist die Funktionsweise immer gleich. Für die Nutzung der AF-Felder gibt es unterschiedliche Einstellungsoptionen, die verschiedene Möglichkeiten bieten. Diesem Artikel dient die Canon EOS 70D als Beispiel, welche 19 AF-Felder besitzt.

Welche Einstellungsoptionen es gibt und wie diese richtig angewendet werden, erfahren Sie hier.

Die automatische Messfeldwahl

Wie der Name bereits verrät, wählt die Kamera bei der automatischen Messfeldwahl ihren Fokuspunkt selbst. Dabei greift die automatische Messfeldwahl auf alle zur Verfügung stehenden AF-Felder zurück. Es werden immer die Punkte herangezogen, die den geringsten Abstand zur Kamera haben. Wird der Auslöser der Kamera nur halb durchgedrückt, erscheinen die ausgewählten AF-Felder im Sucher oder bei Aktivierung des Live-View-Modus auf dem Display.

Abbildung von 19 AF-Feldern auf der Aufnahme einer Möwe

Ist die automatische Messfeldwahl nicht zufriedenstellend, besteht die Möglichkeit, den Auslöser loszulassen und diesen erneut halb durchzudrücken. Die Kamera gibt nun eine andere Auswahlmöglichkeit der Messfelder an.

Da es in dieser Einstellung nicht möglich ist, selbst einen Bereich für die Fokussierung zu bestimmen, eignet sich diese besonders für Aufnahmen, in denen ein Objekt klar erkennbar ist und sich bestenfalls vom Hintergrund abhebt. Lässt sich das Motiv nicht klar identifizieren, kann es passieren, dass die Kamera stets den falschen Bereich ins Visier nimmt.

Die manuelle Wahl der Messfelder

Das Problem, dass die Kamera den falschen Bereich der Aufnahme fokussiert, kann mit der manuellen Wahl umgangen werden. In dieser Einstellung können Sie das AF-Feld selbst bestimmen. Zum einen kann das Feld über die Einstellungen auf dem Display ausgewählt werden. Zum anderen kann die AF-Messfeldwahltaste gedrückt und im Anschluss mit dem Blick durch den Sucher und der Hilfe des Schnellwahlrades und des Hauptwahlrades ausgewählt werden. Das Hauptwahlrad steuert die horizontale und das Schnellwahlrad die vertikale Bewegung innerhalb der AF-Felder. Wird die SET-Taste betätigt, springt die Auswahl immer zum mittleren AF-Feld.

Durch die manuelle Messfeldwahl ist es möglich, einen konkreten Punkt zur Fokussierung auszuwählen. Der Nachteil dieser Einstellungsoption ist, dass nur ein einziges AF-Feld ausgewählt werden kann. Dies wird vor allem bei der Aufnahme von bewegten Motiven problematisch, da es sehr schwer wird, das AF-Feld an der richtig Stelle zu positionieren. Ein Wechsel des AF-Feldes ist während der Aufnahme eines bewegten Objektes ebenfalls sehr schwierig, da die Umstellung zu lange dauert.

Fokussierung eines Grashalms vor einem verschwommenen Hintergrund

Demnach eignet sich die manuelle Messfeldwahl, um bei stillstehenden Objekten, oder auch bei Portraits, den Fokus an einen konkreten Punkt zu setzen.

Die manuelle Messfeldwahl in Form einer Zone

Um bewegte Motive mit einer selbst bestimmten Messfeldwahl aufzunehmen, bietet sich die manuelle Messfeldwahl in Form einer Zone an. Hier konzentriert sich die Kamera nicht auf ein einzelnes AF-Feld, sondern auf einen voreingestellten Bereich.

Bei 19 AF-Feldern werden diese in fünf Bereiche aufgeteilt –  links, mittig, rechts, oben und unten. Wurde eine Zone gewählt, sucht sich die Kamera bereits beim Antippen des Auslösers die einzelnen AF-Felder innerhalb der Zone aus. Hier kann die Auswahl der AF-Felder ebenfalls durch ein erneutes halbes Durchdrücken verändert werden.

Abbildung von Möwen – nur die vorderste ist fokussiert und scharf gestellt

Bei der Auswahl der passenden AF-Felder kann die Kamera ein oder mehrere der AF-Felder auswählen. Bei der manuellen Messfeldwahl in Zonen liegt die Konzentration nicht, wie bei der manuellen Messfeldwahl, auf nur einem einzigen AF-Feld. Dadurch entsteht die Freiheit, nur eine Richtung der bevorzugten AF-Felder vorzugeben und die konkrete Auswahl der Kamera zu überlassen.

Abbildung zweier Möwen – die hinter liegt im Fokus und ist scharf gestellt

Sowohl die manuelle Messfeldwahl, als auch die manuelle Messfeldwahl in Zonen, bieten die Möglichkeit, nicht nur ein Objekt im Vordergrund, sondern auch im Hintergrund zu fokussieren und scharfzustellen.

Fazit

Die Einstellungsoptionen bezüglich der AF-Felder erleichtern nicht nur die Fokussierung an sich, sondern bieten die Möglichkeit, die Art und Weise der Fokussierung auf das zu fotografierende Objekt anzupassen.

Aufnahme mit Lensbaby Objektiv

Besondere Objektive

Für Profifotografen, vor allem aus dem künstlerischen Bereich, wird es zunehmend schwerer, ihre Aufnahmen ohne viel Manipulation durch Bearbeitungssoftware individuell zu gestalten. Wir stellen Ihnen 3 Objektive vor, die auch ohne grosse Nachbearbeitung tolle Effekte erzielen: Lensbaby, Petzval von Lomo und das Soft Fokus Objektiv von Canon.

Lensbaby – das Spiel mit dem Schärfebereich

Lensbaby wird sowohl mit der Firma Lensbaby Inc. als auch mit einer ganzen Art von Fotos assoziiert. Markant für diese Bilder ist der zentrale Schärfebereich – der sogenannte „Sweet Spot“ –  und die sich ringförmig darum ausbreitende Unschärfe. Die Fotos werden durch die entstehenden „Bildfehler“ in Vignettierung und Farbwiedergabe stark entstellt.

Die Lensbaby Objektive gibt es inzwischen in zahlreichen Ausführungen. Im Aufbau ist das Objektiv recht einfach gehalten. Wichtig ist eine Tilt- bzw. Verkippungsfunktion (meist ein Kugelgelenk) mit dem der Sweet Spot im Motiv verschoben werden kann. Die Grösse des Sweet Spots wird über mitgelieferte Kunststoffscheiben mit verschiedenen Öffnungsgrössen geregelt. Diese Blenden-Scheiben werden magnetisch vorn an das Objektiv gehaftet und sind mit verschiedenen Formen für den Bokeh-Effekt erhältlich. Die Brennweite variiert je nach Modell zwischen 50, 35 und 80 mm.

Auch wenn das Fotografieren mit dem Lensbaby Objektiv viel Spass bringt, für eilige Schnappschüsse ist es jedoch nicht geeignet. Nach jeder Einstellung des Objektivs muss neu manuell fokussiert werden, daher empfehlen wir für die ersten Versuche die Kamera auf einem Stativ anzubringen. So kann man mit kleinem Sucher und geringer Blendenöffnung eine genaue Fokussierung erreichen.  Für Portraitfotografie ist der Sweet Spot von besonderer Bedeutung, da er den fokussierten Bereich des Motivs, beispielsweise das Gesicht, hervorhebt. Die zum Teil starke Vignettierung wird gern in der Straßenfotografie eingesetzt, da sie dem Bild eine extreme Dynamik verleiht.

Petzval von Lomography – das Portraitobjektiv

Petzval von Lomography – das Portraitobjektiv

 

Josef Maximilian Petzval war ein slowakischer Mathematiker des 19. Jahrhunderts, der das erste Portraitobjektiv der Welt entwickelte. Es stellt das fokussierte Objekt scharf, während der Hintergrund durch verschiedene Bokeh-Blenden verschwimmt. Der Kontrast bringt den Portraitierten besonders zur Geltung. Dieses Objektiv prägte die Portraitfotografie des vorletzten Jahrhunderts massgeblich. Im Jahr 2014 baute es die Firma Lomography (Kamerahersteller im Bereich Lomografie) passend für moderne DSLR nach. Das Projekt kam durch die bisher drittgrösste Kickstarter Kampagne im Bereich Design zustande.

Das Petzval ist also ein Portraitobjektiv, welches –  ähnlich wie die Lensbaby – mit Schärfen, Fokus und vor allem dem Bokeh spielt. Das Objektiv in edlem Messing-Design wird mit den einschiebbaren Blenden-Elementen zusammen geliefert.

Für die richtige Einstellung des manuellen Fokus braucht es einige Ruhe und Fingerspitzengefühl. Auch die Wahl der richtigen Blenden-Scheibe ist wichtig, um die Lichtverhältnisse auszugleichen. Doch nach ein wenig Übung macht das Petzval viel Spass und bietet dem Laien sowie dem Profifotografen eine ganz neue Spielwiese.

Soft Fokus Objektiv – für zarte Aufnahmen

Im 20. Jahrhundert verbreiteten sich besonders unter den künstlerischen Fotografen die Weichzeichnerobjektive der Marken Minolta, Rodenstock (Imagon) und Dreamagon. Ähnlich dem heutigen Retro-Trend wollte man sich von den akribisch realistischen Abbildungen der Realität abheben. Aktuell ist das Canon EF 135mm 1:2.8 Softfocus das Einzige dieser Art.

Der Soft Fokus ist in zwei Stufen zuschaltbar und Canon empfiehlt ihn mit offener Blende zu nutzen. Wie der Name bereits sagt, ist es ein Weichzeichner. Der Effekt wird durch das Fehlen eines konkreten Fokuspunktes technisch umgesetzt. Über dieses Objektiv gibt es sehr verschiedene Meinungen von Fotografen. Schlussendlich ist es fast ausschliesslich für Portraitfotografie geeignet, da die Unschärfe bei anderen Motiven zu stark ist. Bei der Portraitfotografie sollten Sie dann darauf achten, dass sich die 135mm auf einem Teleobjektiv mit dem gegebenen Verlängerungsfaktor extrem ausweiten und so ausreichend Abstand zum Model gehalten werden muss.

Die Firma Yasuhara hat im Juni 2016 mit MOMO (japanisch für 100) eine Kickstarter Kampagne geschalten, um das 100 Jahre alte Objektiv der Kodak Vest Pocket-Kamera wieder zu beleben. Einige Testbilder und Informationen sowie einen Prototyp haben sie auf ihrer Seite veröffentlicht. Da die Kampagne jedoch als gescheitert bei Kickstarter vermerkt ist, scheint die Zukunft der Weichzeichnerobjektive unklar.

Soft-Fokus Aufnahme einer Rose mit Kamille

Fazit

Die drei Objektive bringen alten Charme in die moderne Fotografie. Vor der Anschaffung gilt zu Bedenken für welche Projekte sie einsetzbar wären, da sie im Vergleich zu Bearbeitungssoftware sehr kostenintensiv sind. Vignettierung, Bokeh und auch der Weichzeichner sind gängige Filter der meisten Fotosoftware. Die Objektive sind aber für Retro-Liebhaber und experimentelle Fotografen durchaus eine geeignete Investition.

Kamera, Laptop und Scheinwerfer auf einem weissen Tisch

Tethered Shooting

Tethered Shooting bzw. kabelgebundenes Fotografieren ermöglicht die sekundenschnelle Bildübertragung von der Kamera auf den Computer bzw. auf das Tablet. Von dort lässt sich die Kamera über eine Software einstellen und auslösen. Früher wurde Tethered Shooting hauptsächlich von professionellen Studio-Fotografen benutzt. Da die Technologie immer günstiger und einfacher in der Handhabung wurde, ist sie heute auch in der Hobbyfotografie beliebt.

Vorteile von Tethered Shooting

Tethered Shooting kommt vor allem bei der People-Fotografie von Menschen oder bei Produktshootings zum Einsatz. Hier vereinfacht sie den Workflow und spart eine Menge Zeit. So gelangen die Fotos direkt nach der Aufnahme auf den Rechner und können dort von mehreren Personen bequem im Grossformat betrachtet werden. Gleich nach dem ersten Shoot lassen sich wichtige Parameter wie die Beleuchtung, die Farbwerte oder die Schärfe direkt am Monitor überprüfen.

Auch das Fotomodell kann beurteilen, wie es auf dem Bild wirkt und kann eventuell Anpassungen vornehmen. Durch eine Software lassen sich wichtige Kameraeinstellungen am Rechner regulieren. Dazu zählen beispielsweise die Blende, der Weissabgleich, die ISO-Empfindlichkeit und die Verschlusszeit. Der Fotograf ist schlussendlich nur noch für den Fokus und den Bildausschnitt verantwortlich.

Darüber hinaus muss die Foto-Session nicht extra unterbrochen werden, um die Bilder auf den PC zu laden, denn über Tethering lassen sich Bilddateien gleich auf dem Computer abspeichern. Durch diese automatische Datensicherung ist man nicht mehr auf ein Speichermedium angewiesen.

Equipment für Tethered Shooting

Die meisten modernen digitalen Spiegelreflex- sowie einige Kompaktkameras sind heutzutage tethering-fähig. Die günstigste Variante der Datenübertragung ist ein ausreichend langes USB-Kabel. Konventionelle USB-Kabel sind bis zu einer Länge von fünf Metern erhältlich und ermöglichen in der Regel genügend Bewegungsspielraum für ein Shooting.

Bei einigen auf Tethering spezialisierten Anbietern wie Tether Tools erhält man spezielle Kabel in Signalfarben, damit man nicht versehentlich darüber stolpert. Ein sogenannter JerkStopper, ein für Tethered Shooting entwickelter Kabelhalter, verhindert ausserdem, dass das USB-Kabel durch äussere Zugkraft versehentlich aus der Buchse der Kamera gerissen wird.

Die meisten modernen Digital- und Spiegelreflexkameras sind heute mit WLAN ausgerüstet. Canon-Kameras lassen sich beispielsweise über die kostenfreie App Canon Camera Connect mit dem Smartphone oder dem Tablet verbinden. Mittlerweile gibt es für die meisten WLAN-fähigen Kameras eigene Apps, die es erlauben, Fotos zu übertragen und die Kamera beispielsweise über das Tablet zu steuern.

Möchte man ältere Modelle mit WLAN nachrüsten, eignet sich ein sogenannter CamRanger mit zugehöriger App. Der CamRanger erzeugt ein eigenes WLAN Netz, das Kamera und Computer verbindet. Den CamRanger gibt es allerdings nur für Canon und Nikon Kameras und er ist bei einem Preis ab 400 CHF eher für professionelle Fotografen geeignet.

Für Tethered Shootings verwendet man am besten einen mobilen Tisch als Abstellfläche für den Laptop.

Foto-Kamera mit Laptop verbunden

Für die Übertragung und Speicherung der Fotos sowie für die Kamerasteuerung ist eine Tethering Software essentiell. Mittlerweile gibt es eine ganze Reihe einfach zu bedienender Tethering Softwares. Zu den beliebtesten Varianten zählen beispielsweise Capture One, Canon EOS Utility und Adobe Lightroom. Vor der Entscheidung für eine Software gilt es zu prüfen, ob diese mit der eigenen Kamera kompatibel ist. So funktioniert beispielsweise Adobe Lightroom nur in Verbindung mit Canon und Nikon Kameras. In der Regel gehören Tethering-Softwares zum Lieferumfang einer modernen Kamera dazu.

Workflow beim Tethered Shooting

Für das Fotografieren mit Tethering sind nur wenige Schritte notwendig. Mit dem USB-Kabel oder über WLAN werden Kamera und Computer miteinander verbunden. Wichtig ist es, vorab einen Speicherort festzulegen, um die Bilder später wiederzufinden. Fotografiert man mit einer Speicherkarte, ist zu beachten, dass Canon Kameras die Bilddateien automatisch auf der Speicherkarte erstellen, nicht jedoch Nikon-Kameras. Einmal auf den Auslöser gedrückt, werden die Aufnahmen in wenigen Sekunden auf PC oder Tablet übertragen. Die Kameraeinstellungen lassen sich intuitiv in der Menüleiste neben dem Bild regulieren.

Fazit

Obwohl Tethered Shooting kompliziert aussieht, ist es einfach in der Handhabung. Benötigt werden lediglich eine Kamera, ein USB-Kabel oder WLAN-Verbindung und ein Laptop inklusive Tethering Software. Durch die Ansicht auf der vergleichsweise grossen Bildschirmfläche können Aufnahmen sofort bis ins Detail ausgewertet werden.

Foodblogger Robin Reich kocht vielseitig – Tomaten, Erdbeertorte, Nudelauflauf, Mandarinen, Brokkoli

Interview: Robin von ROBIN REICH TV über Foodblogging

Robin präsentiert und teilt auf seinen Foodblog, seinem YouTube Channel und bei Facebook und Instagram jede Woche leckere kreative Rezepte. Seine interaktive Kochshow lebt von Robins Leidenschaft für ausgefallene Speisen und seinem ästhetischen Anspruch. Dabei dürfen auch die Zuschauer Rezeptwünsche einreichen. Wir haben ihm ein paar Fragen zu seinem Hobby gestellt und ihn gebeten, uns ein paar Tipps und Tricks zu verraten.

Über das Bloggen und Robins Motivation

Fotos fürs Leben: Was hat dich motiviert, einen Blog zu starten? Warum einen Food-Blog?

Robin: Eigentlich hatte ich ursprünglich gar nicht die Intention, einen Food-Blog zu eröffnen. Ich war zwar schon immer Fan von US-amerikanischen Köchen und ihren Shows, wie Anthony Bourdain oder David Chang, die echt richtig coole Sendungen abliefern, aber eigentlich habe ich mich online immer mehr mit allerlei anderen Formaten herumgeschlagen, die nichts mit Food zu tun hatten.

Später, im Jahr 2013, kam dann im Rahmen eines Videoadventkalenders für meinen Youtube-Channel RobinReichTv – um meine 24 täglichen Videos auszufüllen – mein erstes Essens-Video online mit dem Gericht eines einfachen „Flammkuchen Tomate Mozza“ heraus.

Die Resonanz zu diesem Video war prompt so gut, dass ich unbedingt mehr solcher Videos machen wollte und später einen zweiten Videokanal dafür erstellt habe.

Robins Foodblog ist kein klassischer Blog, er kocht vor der Kamera und stellt die Videos bei YouTube zur Verfügung

Robins Foodblog ist kein klassischer Blog, er kocht vor der Kamera und stellt die Videos bei YouTube zur Verfügung – © Robin Reich

Fotos fürs Leben: Was unterscheidet deinen Blog von anderen Blogs?

Robin: Grundlegend würde ich das ganze Projekt gar nicht als einen Food-Blog bezeichnen. Ich sehe mich da mehr als einen Foodtuber, der so etwas wie einen Foodblog nutzt, um die Videos so anzuordnen und zu präsentieren, wie er es möchte. Einen eigentlichen Foodblog verstehe ich als textlastiger und auch mit mehr Bildern unterlegt.

Was mich unterscheidet? Ich kann mit Sicherheit nicht so gut kochen wie viele der Macher der beeindruckenden Foodblogs da draussen. Aber für mich hat Essen/Food an sich schon so eine Ästhetik, eine eigene Geschichte und einen verbindenden Faktor, der mich einfach voll und ganz anspricht und den ich darstellen möchte.

Fotos fürs Leben: Wo holst du dir deine Inspirationen?

Robin: Ich schaue generell sehr gern und viele Foodshows. Da kommt mir natürlich der Umstand entgegen, dass immer mehr solcher produziert werden. Mein absoluter Tipp ist hierfür die Netflix-Serie Chef’s Table oder die auch die Mini-Serie Cooked sowie Tastemades Local Flight. Mir gefällt, wenn über das Rezept hinaus interessante Orte, Geschichten oder Menschen präsentiert werden.

Für Rezeptinspirationen nutze ich am häufigsten Pinterest, blättere Kochzeitschriften durch oder schaue mir an, was so unter #foodporn gepostet wird.

Robin bei der Arbeit – Zwiebeln schneiden für den Foodblog

Robin bei der Arbeit – Zwiebeln schneiden für den Foodblog – © Robin Reich

Fotos fürs Leben: Du schreibst auf deinem Blog in Englisch, warum?

Robin: Momentan sind die Rezepte auf meinem Foodblog auf Englisch, da der Youtube-Channel dazu ebenfalls auf Englisch ist. Ich arbeite derzeit an Formaten, die ich sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch produzieren kann. Warum Englisch? Ich habe irgendwie das Faible, auch internationalen Content zu produzieren. Was für mich auch gleich noch den positiven Nebeneffekt hat, dass ich mich noch mehr mit der Sprache auseinandersetzen kann.

Fotos fürs Leben: Welchen Rat würdest du neuen Bloggern mit auf den Weg geben?

Robin: Fang einfach an! Kauf dir anfänglich keine teure Technik oder theoretisiere ewig, was du später genau machen willst. Schritt für Schritt und eins nach dem anderen. Zweifle nicht, ob es noch den einen weiteren Blog geben muss und dass sich niemand für dich interessieren wird. Ich stelle viel zu oft selbst fest, dass man sich auf dem Weg verzettelt und viel zu viel über alles nachdenkt und abwägt. Aber man wird nur besser, wenn man daran arbeitet. Schreibe einen Artikel fertig, lade dein erstes Video hoch, dann arbeite an dem nächsten. Nach und nach wird sich dir zeigen, wo du hinkommst. Lass dich immer weiter inspirieren!

Fotos fürs Leben: Was bedeutet für dich „Kreativität“?

Robin: Bei der Suche nach einer Definition, beschreibt Kreativität etwas vorher noch nicht Dagewesenes und Neues zu kreieren. Doch fängt für mich Kreativität bereits dabei an, etwas Bestehendes neu zu (über)denken, anderes zu Erfinden und verändert darzustellen. Es bedeutet, den Blickwinkel auf Dinge zu verändern und scheinbar feststehende Tatsachen in Frage zu stellen.

Fotos fürs Leben: Dein absolutes Lieblingsrezept?

Robin: Wenn ich ehrlich bin, gibt es für mich nicht das eine absolute Lieblingsrezept. Die Umgebung, das Ambiente und die Menschen drum herum sind das Wichtige. Wenn das alles stimmt, ist das einfachste Bauernbrot mit Tomaten, Zwiebeln, Salz und Pfeffer das beste Rezept der Welt.

Foodblogger Robin reich kocht vielseitig – Radieschen, Schokotorte, Kekse, Weintrauben, Spargelsalat

Foodblogger Robin reich kocht vielseitig – Radieschen, Schokotorte, Kekse, Weintrauben, Spargelsalat – © Robin Reich

Fotos fürs Leben: Welche Auswirkungen hat dein Food-Blog auf dein eigenes Essverhalten?

Robin: Ein guter Nebeneffekt beim Food-Blogging ist ja, dass man immer mit Essen zu tun hat. Es fällt nach jedem Dreh, jedem Shooting etwas ab! Viele denken, nur, weil man einen Foodblog hat, gibt es dann privat auch nur richtig geniale Köstlichkeiten. Aber ausserhalb der Kamera sind es dann doch die normalen Dinge, die auf den Teller kommen.

Kameraeinstellungen – Tipps für tolle Food Fotos

Fotos fürs Leben: Mit welcher Kamera fotografierst du dein Essen?

Robin: Wenn ich, gestrandet auf einer einsamen Insel, eine Kamera mitnehmen dürfte, wäre es eine Canon 60D mit einem 50mm Festbrennweite-Objektiv. Für mich sind das Schwenkdisplay und die einfache Handhabbarkeit die absolut notwendigen Features. Dazu kommt ein Manfrotto Tripot mit Kugel- oder Videokopf und vor allem eine Schnellwechselplatte! Beim Wechsel vom Filmen zum Fotografieren finde ich Flexibilität sehr wichtig.

Wenn es um Overhead Bilder/Videos geht, habe ich mir ein geniales Rig gebaut, mit dem man die Kamera wunderbar von oben in jeder Höhe, Position und Winkel montieren kann.

Für grössere Werbeprojekte greife ich auf eine Black Magic Cinema Camera zurück. Die filmt Raw und kann auch 2k und man kann sich in der Postproduktion so richtig in der Color Correction austoben.

Robins Ausrüstung – Kameras, MacBook, IPhone, Objektive und Kamerazubehör

Robins Ausrüstung – Kameras, MacBook, IPhone, Objektive und Kamerazubehör – © Robin Reich

Fotos fürs Leben: Gibt es da ein paar Grundeinstellungen an der Kamera, die du unseren Lesern beim Fotografieren von Essen empfehlen kannst?

Robin: Achtet immer auf den Weissabgleich. Eine Lektion, die ich ungewollt lernen musste, ist, dass noch so gutes frisches Essen bei einem falschen Weissabgleich aussieht, als wäre es schon 3 Wochen überfällig.

Wenn es um die Einstellungen an der Kamera wie Blende, ISO usw. geht, gibt es auch Leute, die sich deutlich besser auskennen als ich, aber von mir als Tipp: ISO nicht über 600, sonst rauscht es. Rein ästhetisch versuchen, eine geringe Schärfentiefe zu erreichen. Ja, das hängt natürlich immer von dem Motiv ab. Aber für meine favorisierte Motivwahl versuche ich, das Ganze etwas filmisch umzusetzen. Also hier die Eselsbrücke: grosse Blende = kleine Zahl = geringe Zahl. So, wie wenn wir etwas in der Ferne nicht erkennen. Augen zusammenkneifen – „Augen kleiner“ (Blende kleiner) = mehr vom Motiv scharf.

Fotos fürs Leben: Wie stellst du dir deine Bild-Hintergründe zusammen?

Robin: Für mich ist es wichtig, dass der Hintergrund nicht vom eigentlichen Motiv ablenkt. Deshalb versuche ich, diesen meist unscharf zu behalten, was wiederum die Möglichkeit bietet, dort mit unscharfen Formen zu spielen. Für mich macht ein schönes Food-Bild aus, dass es insgesamt stimmig ist und wenn es eine kleine Geschichte erzählt, umso besser!

Fotos fürs Leben: Bearbeitest du deine Fotos nach? Wenn ja, welches Programm benutzt du dafür?

Robin: Für die schnelle Bearbeitung grosser Mengen Fotos nutze ich meist Adobe Lightroom und um ins Detail der Nachbearbeitung zu gehen Adobe Photoshop. Da ich meine Videos mit Premiere schneide, ist für mich die übergreifende Kompatibilität von Bedeutung.

Vielen Dank an Robin für das Interview. Mehr gibt’s bei http://www.robinreich.tv/. Viel Spass beim Entdecken!

Die digitale Spiegelreflexkamera im Einsatz an einem See

Kaufberatung für eine digitale Spiegelreflexkamera

Die digitale Spiegelreflexkamera erfreut sich seit Jahren einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Und das kommt nicht von ungefähr. Eine Einsteiger-DSLR bietet für relativ kleines Geld eine Reihe von Vorteilen gegenüber Kompakt- und Bridge-Kameras. Einer dieser Vorteile ist der sehr grosse Bildsensor, der für die gute Qualität der Bilder verantwortlich ist. Die wichtigsten Argumente, die für den Kauf sprechen, sind allerdings die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln und der optische Sucher, der auch bei sehr hellen Lichtverhältnissen ein wirklichkeitsgetreues und scharfes Abbild des Motivs zeigt. Ebenso lässt der schnelle Autofokus das Herz vieler Fotografen höherschlagen.

Gute Gründe für eine digitale Spiegelreflexkamera

Für eine digitale Spiegelreflexkamera muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Gute Einsteiger- und Mittelklassemodelle mit umfangreichen Funktionen gibt es bereits ab 350 CHF (nur Gehäuse). Berufsfotografin Grit Hiersemann aus Jena empfiehlt zudem, «dass sich jeder vor dem Kauf nicht nur mit dem jeweiligen Kamera-Modell auseinandersetzen sollte, sondern vor allem mit dem System dahinter. Schliesslich benötigt man später geeignete Objektive, Blitzgeräte und anderes Zubehör. »

Nachfolgend stellen wir drei empfehlenswerte digitale Spiegelreflexkameras für Einsteiger vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale und Funktionen.

* Stand April 2016

Fazit

Canon EOS 100D

Die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 100D überzeugt vor allem durch ihr schlankes Design. Unter den drei vorgestellten DSLR für Einsteiger ist sie mit ihren 385 g zudem ein wahres Leichtgewicht, weshalb sie vor allem für Reisende, die viel unterwegs sind, attraktiv ist. Aber nicht nur die Optik spricht für dieses Modell. Auch das hochauflösende 3 Zoll TFT-Display mit mehr als einer Million Bildpunkten überzeugt sowohl bei Live View-Aufnahmen als auch bei der Wiedergabe von Bildern. Durch das schlanke Design haben die Bedienelemente auf der Rückseite hingegen wenig Platz. Da sich die wichtigsten Parameter aber auch über das Display bzw. den Touchscreen steuern lassen, kann dieser Punkt vernachlässigt werden.

Ein weiterer Pluspunkt, neben der hervorragenden Bildqualität, sind die zahlreichen Aufnahme-Automatiken, die das Fotografieren besonders für Einsteiger erleichtern. Mit Hilfe der Kreativ-Automatik lässt sich zum Beispiel ohne viel Vorwissen mit der Tiefenschärfe spielen. Für längere Fototouren ist ein Ersatz-Akku empfehlenswert. Mit rund 560 – 1100 Aufnahmen im Normalmodus ist die Canon 100D das Schlusslicht im Akku-Vergleich.

Nicht nur zum Fotografieren eignet sich die Canon EOS 100D bestens, auch Filmaufnahmen in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind mit ihr möglich. Einziges Manko, dass das Filmvergnügen etwas stören könnte, ist das integrierte Mikrofon, das die Tonspur lediglich in Mono aufnimmt. Allerdings lässt sich die Canon EOS 100D durch ein externes Stereomikrofon nachrüsten.

Nikon D3300

Mit der D3300 zielt Nikon speziell auf DSLR Einsteiger ab. Dies lässt sich nicht zuletzt an der einfachen Bedienung der Kamera erkennen. Ein interner Guide mit hilfreichen Erklärungen führt nicht nur unerfahrene Fotografen durch die Kamera und deren Einstellungsmöglichkeiten, sondern auch geübte DSLR Nutzer. Ebenso geben verschiedene Szene- und Kreativ-Modi Hilfestellungen bei der Fotoaufnahme. Allerdings muss man hier auf HDR-Aufnahmen und Belichtungsreihen verzichten. Dafür lassen sich alle Szene-Modi bequem über das Modusrad auf der Rückseite wählen.

Neben der guten Bildqualität macht die D3300 auch optisch eine gute Figur. Das kompakte Design mit einem Gewicht von 420 g lässt die Einsteiger-DSLR zu einem guten Begleiter für aktive Fotografen werden. Auch im Video-Modus kann die DSLR von Nikon mit 60 Bildern pro Sekunden in voller HD-Auflösung überzeugen. Damit lassen sich die Aufnahmen später, zum Beispiel für Zeitlupenvideos, bestens bearbeiten. Sowohl im Video-Modus als auch im Live View zeigt sich allerdings der langsame Autofokus als störend.

Pentax K-S1

Was bei der Pentax K-S1 sofort ins Auge fällt, ist das Design. Während das Gehäuse insgesamt doch recht klobig wirkt, stechen insbesondere die LED-Lichter am Griff hervor. Mit Hilfe dieser Lichter lassen sich verschiedene Betriebszustände anzeigen, so etwa wenn der Selbstauslöser den Countdown herunterzählt. Auch auf der Rückseite wird das Lichterspiel fortgesetzt, denn die wichtigsten Tasten sind beleuchtet. Dies erweist sich besonders bei Dämmerung und Dunkelheit als sinnvoll. Auch der recht grosse und helle Sucher mit einer Bildabdeckung von 100 Prozent ist bei Aufnahmen mit schwierigen Lichtverhältnissen äusserst hilfreich. Ein integrierter Bildstabilisator im Gehäuse sorgt nicht nur für eine gute Bildqualität, sondern bietet auch die Möglichkeit, Objektive ohne Stabilisator zu verwenden, die naturgemäss günstiger sind als Objektive mit einem anständigen Stabilisator.

Für Einsteiger bietet die digitale Spiegelreflexkamera K-S1 zudem viele verschiedene Funktionen und Spielraum für kreative Entfaltung. Auch wenn die Menüführung anfänglich etwas komplex wirkt, laden Szene-Modi, Kreativ-Filter und umfangreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Einzig das Standard Kit-Objektiv SMC Pentax-DAL 1:3,5-5,6 18-55 mm AL schmälert das Fotovergnügen ein wenig. Die aufgenommenen Bilder wirken weich und kleinste Details werden nicht so scharf abgebildet, wie es der Bildsensor mit seinen 20,42 Megapixel verspricht. Dieses Problem lässt sich mit einem qualitativ hochwertigeren Wechselobjektiv beheben, denn die Grundausstattung der Pentax K-S1 ist alles in allem für eine Einsteiger-DSLR recht umfangreich.

Frau mit Kompaktkamera in vertikaler Position

Kaufberatung Kompaktkamera – klein und leicht

Einleitung

Wegen ihres geringen Gewichts und ihrer einfachen Handhabung zählt die Kompaktkamera immer noch zu den beliebtesten Aufnahmegeräten, obwohl ihnen Smartphone-Kameras zunehmend den Rang ablaufen. Sie lassen sich bequem im Reisegepäck oder in der Hemdtasche verstauen und können so problemlos in die Ferien, auf Partys oder auf Konzerte mitgenommen werden. Kompaktkameras kommen ohne Wechselobjektiv aus. Im Gegensatz zu Smartphones sind sie aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeiten und besseren internen Blitze bei schlechten Lichtverhältnissen noch überlegen. Hochwertige Modelle haben mittlerweile häufig ähnliche Funktionen wie Spiegelreflexkameras. So sind bei den meisten Kompaktkameras spezielle Kreativfilter, wie der Unschärfe – oder der Miniatureffekt, integriert.

Tipps für den Kauf einer Kompaktkamera

Beim Kauf gilt: Je kleiner, desto besser – die Handlichkeit ist schliesslich die Stärke der Kompakten. Mehr als 10 cm breit, 6,5 cm hoch und 4 cm tief sollte eine Kompaktkamera deshalb nicht sein. Grosse Sensoren sorgen für eine bessere Bildqualität als bei Smartphones. Mittlerweile sind Sensorauflösungen von 16 Megapixeln zum Standard geworden. Die Rechnung ‚mehr Megapixel = mehr Bildqualität‘ geht dennoch nicht immer auf, da auch andere Kamerakomponenten die Qualität der Bilder beeinflussen und die populäre Masszahl Megapixel so oft als Lockmittel genutzt wird. Der Preis kann ein zusätzlicher Qualitätsindikator sein. Für Einsteiger und Kinder eignen sich Modelle ab 100 CHF. Günstige Modelle kommen meistens qualitativ kaum über Smartphone-Fotos hinaus, sind also eher relevant für Menschen, die kein Smartphone mit guter Kamera besitzen. Besonders, wenn die Kompaktkamera von Kindern genutzt werden soll, ist ausserdem darauf zu achten, dass sie stossfest und einfach zu bedienen ist. Die sogenannten Edelkompakten liefern bei einem Preisniveau ab 200 CHF hochwertige Qualität. In der folgenden Übersicht stellen wir drei empfehlenswerte Kompaktkameras vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale.

*Stand Mai 2016

Canon IXUS 170

Die Canon IXUS 170 Kompaktkamera ist aufgrund ihrer einfachen Bedienbarkeit auch für Einsteiger geeignet. Wegen ihrer Handlichkeit und ihres geringen Gewichts von 140 Gramm spricht sie besonders Smartphone-Nutzer an, die auf einen optischen Zoom nicht verzichten möchten. Die IXUS 170 überzeugt zudem durch ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen Preis von rund 100 CHF bietet sie zahlreiche Funktionen. Mit dem 12-fach optischen Zoom und dem 25 mm Weitwinkelobjektiv gelingen Portrait- und Landschaftsaufnahmen. Bei möglichen Lichtempfindlichkeiten zwischen ISO 100 und ISO 1600 liefert sie eine gute Bildqualität, ab den mittleren ISO-Stufen zeigt sich allerdings Bildrauschen. Dadurch kann die Kamera in dunkler Umgebung nur mittelmässige Ergebnisse erzielen. Die automatische Gesichtserkennung erfasst mehrere Gesichter in einem Motiv und passt automatisch Fokus und Helligkeit an. Das LCD-Display wirkt etwas grobkörnig, so dass Details vergleichsweise schlechter erkennbar sind. Für Tagesausflüge lohnt sich der ECO-Modus, durch den mehr Aufnahmen pro Akkuladung gemacht werden können. Es können SD, SDHC und SDXC Speicherkarten verwendet werden.

Sony DSC-RX100

Die Sony DSC-Rx100 Kompaktkamera ist sowohl für Profis als auch für Einsteiger geeignet. Das Edelkompaktmodell kommt für Nutzer infrage, die keine Spiegelreflex- oder Systemkamera wünschen und denen gewöhnliche Kompaktkameras zu wenig Qualität liefern. Bei einem Preis von rund 350 CHF überzeugt sie durch ein edles Design, eine hochwertige Verarbeitung und eine professionelle Ausstattung. Charakteristisch für die Sony DSC-RX100 ist der grosse 1,0 Zoll Sensor, der viermal grösser ist als bei den meisten Kompaktkameras. In Kombination mit der 20-Megapixel-Sensorauflösung gelingen detailreiche Aufnahmen frei von Bildrauschen. Über einen Stellring lassen sich Blende, Belichtung und Zoom manuell konfigurieren. Der grosse ISO-Bereich (125-6400) und die Offenblende von F 1.8 im Weitwinkelbereich liefern auch an wenig belichteten Orten Bilder von hoher Qualität. Der automatische ISO-Modus findet die beste Einstellung, wahlweise kann der ISO-Wert auch selbst angepasst werden. Dazu steht eine Vielzahl von Szeneprogrammen zur Auswahl. Der Sportmodus etwa stellt eine kurze Belichtungszeit ein, um die Bewegungen einzufrieren. SD-HC-/ XC-Karte und Memory Stick Duo werden unterstützt.

Panasonic DMC-TZ71

Die Funktionen der Panasonic DMC-TZ71EG-S Lumix Kompaktkamera sind speziell für die Bedürfnisse von Menschen ausgelegt, die viel unterwegs sind. Durch ihre einfache Bedienung ist sie für Einsteiger geeignet, wird aber auch den Ansprüchen fortgeschrittener Fotografen gerecht. Bei einem Preis von rund 280 CHF profitiert man von einer sehr guten technischen Ausstattung, wie dem 30-fach Zoom mit einer Brennweite von 24 bis 720 Millimeter. Bildrauschen hat die Lumix bis zur höchsten Empfindlichkeit von ISO 6.400 unter Kontrolle. Als eine von wenigen Kompaktkameras verfügt sie jedoch über einen elektronischen Sucher. Das Kameradisplay und der elektronische Sucher zeigen das Bild so, wie es aufgezeichnet wird und bieten damit eine Vorschau auf das Ergebnis in Abhängigkeit der Kameraeinstellungen – im Gegensatz zu optischen Suchern, die das Motiv so, wie es das Auge wahrnimmt, zeigen. Der Tracking-Autofokus behält ein fixiertes Motiv im Fokus, auch wenn es sich über das Bildfeld bewegt. Die automatische Gesichtserkennung enthält eine Speicherfunktion für Geburtsdatum und Namen. Videos lassen sich im Wiedergabemodus bearbeiten, zum Beispiel durch die Split-Funktion. Über WLAN und NFC lässt sich die Kamera einfach mit dem Smartphone verbinden und kann über den Handybildschirm ferngesteuert werden. Mit der Panasonic DMC-TZ71 können SD, SDHC und SDXC-Speicherkarten verwendet werden.

Mann mit Bridgekamera in den Händen

Kaufberatung für eine Bridgekamera

Einleitung

Wer der Miniaturisierung bei Kompaktkameras kritisch gegenübersteht und ein voluminöses Gehäuse bevorzugt, liegt mit einer Bridgekamera genau richtig. Die Bridgekamera vereint die Eigenschaften von Spiegelreflexkamera (DSLR) und Kompaktkamera. So wird bei diesem Kameratyp gewissermassen eine Brücke zwischen zwei Konstruktionsprinzipien geschlagen.

Eine für alles – Die Bridgekamera

Unter dem Namen Prosumerkamera steht die Bridgekamera für Professional, aber auch für Consumer. In einem kompakten Gehäuse bringt sie alles unter, was man zum Fotografieren und Filmen braucht. So ist die Bridgekamera sowohl für den Profi als auch für den Hobbyfotografen sehr gut geeignet. Äusserlich und in ihrer Funktionsweise ähnelt die Bridgekamera einer DSLR, doch bei der Bridge ist das Objektiv fest. Im Gegensatz zur DSLR verfügt die Bridge über verschiedene Automatikprogramme und manuellen Einstellungsoptionen. Damit kann sie mit der Vielzahl an Einstellungsoptionen der DSLR nicht mithalten, dennoch überzeugt sie durch ihren sehr grossen Brennweitenbereich.

Durch den deutlich ausgeprägten Griff lassen sich Bridgekameras besser halten als die Kompaktkamera oder das Smartphone. Trotz ihres etwas höheren Gewichtes von bis zu 800 Gramm lässt sie sich problemlos den ganzen Tag über dabeihaben. Wer Videos aufnehmen will, kann getrost auf den Camcorder verzichten, denn moderne Kameras dieser Klasse filmen in Full-HD und nehmen auch Ton und Fotokommentare auf. Wer schöne Fotos machen möchte, muss nicht auf gutes Wetter hoffen, denn die meisten Bridgekameras sind spritzwasserfest und können locker einen kurzen Regenschauer durchstehen. Das Rundum-Paket schlägt sich allerdings auch im Preis nieder. Die Preisspanne bewegt sich hier zwischen 320 und 1900 CHF.

* Stand April 2016

Canon PowerShot SX540 HS

Die Canon PowerShot SX540 HS bietet alles, was ein ambitionierter Hobbyfotograf braucht: Fotospass und eine umfangreiche Profi-Steuerung, mit der sich atemberaubende Fotos und Videos aufnehmen lassen. Dabei ist sie ideal für den Urlaub und andere spezielle Anlässe und lässt sich dank ihres leichten Gewichtes mit 440 Gramm überall mit hinnehmen. Mit dem 50-fachen Zoom lassen sich selbst weit entfernte Details sehr gut festhalten. Dank des CMOS-Sensors mit 20,3 Megapixeln werden die Aufnahmen klar und gestochen scharf. Der ergonomische Griff ermöglicht selbst bei vollem Zoom beeindruckende Aufnahmen. Für diese Kamera muss nicht tief in die Tasche gegriffen werden, denn sie befindet sich im mittleren Preissegment. Die Canon PowerShot SX540 HS ist für ca. 340 CHF erhältlich.

 Panasonic Lumix FZ1000

Wer das Komplettpaket möchte, sollte auf die Panasonic Lumix FZ1000 zurückgreifen. Trotz ihres 16-fachen Zooms, der im Vergleich zu anderen Bridges gering ist, können auch weiter entfernte Objekte ganz nah herangeholt werden. Im Gegensatz zu anderen Bridgekameras kann sie es grössenmässig locker mit einer DSLR aufnehmen. Mit ihren 720 CHF ist die Panasonic Lumix FZ1000 etwas teurer als andere Bridgekameras, bietet dafür aber durch den grossen 1 Zoll-Bildsensor und Fotos in einer Auflösung von 20 Megapixeln eine exzellente Bildqualität. Dadurch ist sie nahezu jeder Situation gewachsen und der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Mit einem Gewicht von 800 Gramm ist sie allerdings eine der schwersten Kameras in diesem Segment. Die Panasonic Lumix FZ1000 überzeugt durch eine sehr gute Auflösung, Superzoom und einem grossen Sensor.

Sony DSC-HX400V

Diese Bridgekamera besticht vor allem durch ihre hohe Bildschärfe und Detailwiedergabe. Mit ihrem 50-fachen Zoom liefert sie auch auf grössere Distanzen detailreiche Bilder in gestochen scharfer Qualität. Die Sony DSC-HX400V überzeugt durch ihre benutzerfreundliche Bedienung und ihren ergonomischen Griff und hat damit alles, was eine professionelle Kamera braucht. Diese Kamera ist ab 380 CHF erhältlich und ist mit ihren 660 Gramm etwas leichter als einige ihrer Konkurrenten. Durch den relativ erschwinglichen Preis und ihre vergleichsweise einfache Bedienung ist die Bridgekamera von Sony perfekt als Einsteigermodell geeignet.

Fazit

Mit der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten der DSLR kann eine Bridge nicht mithalten. Das fest eingebaute Objektiv lässt wenig Handlungsspielraum zu. Die meist grossen Sensoren ermöglichen eine hohe Detailtreue und niedriges Bildrauschen. Dadurch überzeugen die vorgestellten Modelle durch einen sehr grossen Brennweitenbereich und sehr gute Bildqualität in einem kompakten Format. In der Handhabung sind sie benutzerfreundlich. Für Hobbyfotografen, die Wert auf eine hochwertige Bildqualität legen, aber auf die Verwendung unterschiedlicher Objektive verzichten können, ist die Bridgekamera eine preisgünstige Alternative zur Spiegelreflexkamera.

Canon

Das japanische Unternehmen Canon ist gegenwärtig der grösste Kamerahersteller der Welt. Canons Produktsortiment im Bereich Kameras umfasst die bekannten EOS Spiegelreflex- und Systemkameras sowie PowerShot und IXUS Kompaktkameras. Ergänzend werden EF Objektive und Speedlite-Blitzgeräte angeboten.

EOS steht für Electro-Optical System. Die EOS-Reihe wurde 1987 eingeführt, seit 2004 wurden ausschliesslich digitale Kameramodelle neu eingeführt. Bei digitalen Canon Kameras folgt der Typenbezeichnung die Erweiterung D. 2010 stellte Canon die Produktion analoger Modelle komplett ein. Die Modellbezeichnung erlaubt eine weitgehend eindeutige Kategorisierung der Kameras nach Qualität und Einsatzbereich. Profimodelle besitzen in der Regel eine Modellbezeichnung mit nur einer Zahl (z.B. Canon EOS 5D, Canon EOS 1D X), semiprofessionelle Modelle sind zweistellig benannt (z.B. Canon EOS 60D, Canon EOS 70D) und Amateurmodelle sind drei- oder vierstellig bezeichnet (z.B. Canon EOS 600D, Canon EOS 1200D). Die Buchstaben, die die Bezeichnungen erweitern, stehen für bestimmte Eigenschaften oder den Fortschritt der Modellreihe.

In den digitalen EOS-Kameras werden Active Pixel Sensoren (APS), die oft als CMOS-Bildsensoren bezeichnet werden, zur Lichtmessung verwendet. Diese zeichnen sich dadurch aus, dass jedes Bildelement eine Verstärkerschaltung zum Signalauslesen enthält. CMOS-Bildsensoren werden in zwei verschiedenen Grössen verbaut: als KB-Formatsensor oder als das kleinere APS-C-Format.

An alle EOS Spiegelreflexkameras passen Canon-Objektive mit EF-Anschluss oder kompatible Objektive anderer Hersteller. Die EOS-Kameras mit APS-C- Sensor ab dem Modell EOS 300D haben einen neuen Objektivanschluss, an den zusätzlich die dafür entwickelten EF-S-Bajonett-Objektive passen. Diese zeichnen sich durch eine kompaktere Bauweise aus, da das Objektiv näher an den Sensor heranrückt, weil der Spiegelkasten wegfällt. Umgekehrt können die EF-S-Objektive nicht an den üblichen Canon-Spiegelreflexkameras verwendet werden, da ihr Auflagenmass zu kurz ist. Die EOS M ist Canons erste Wechselobjektiv-Kamera ohne Spiegel, eine sogenannte Systemkamera. Die EOS M hat einen APS-C-Sensor und kann mit Canon EF- und EF-S-Objektiven benutzt werden.

Die Modellreihen Canon Digital IXUS und PowerShot bezeichnen leistungsstarke und sehr kompakte Digitalkameras mit innovativem Design. Auch hier wird in verschiedene Modelllinien unterschieden, die unterschiedlichen Ansprüchen gerecht werden. Während die IXUS Produktgruppe von Anfang an eher für Einsteiger konzipiert war, richten sich die PowerShot Modelle eher an leistungsbewusste Nutzer. Aktuelle Modelle bieten neben dem Aufnehmen von Fotos und Filmen zum Teil auch Möglichkeiten, diese per WLAN zu teilen.