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Bergsee wird mit Spiegelreflexkamera festgehalten

Die Kameraausrüstung mit in die Ferien nehmen

Ob Kurzurlaub oder lange Reise – die Ferienzeit soll durch tolle Fotos lange festgehalten werden. Viele nehmen Schnappschüsse mit ihrem Handy auf, doch diese verschwinden schnell auf der Speicherkarte des Smartphones und geraten in Vergessenheit. Doch wie sieht die perfekte Reisekamera aus und welche Ausfuhrbestimmungen an Flughäfen sollten beachtet werden? Wir verraten es Ihnen in diesem Beitrag.

Die perfekte Reisekamera

Vorneweg sei gesagt, dass es die perfekte Reisekamera gar nicht gibt. So unterschiedlich die verschiedenen Reisen (Abendteuer-, Wellnessreise etc.) ausfallen, genauso verschieden sind die damit verbundenen Ansprüche an eine Reisekamera.

Junge Frau mit DSLR fotografiert das offene Meer

Mit welcher Kamera soll man seine Erinnerungen festhalten?

Das kommt nun ganz auf die Reise an. Für Abenteuerreisen bieten sich zum Beispiel kleine robuste und Leichte Actionkameras an. Diese sind vor Staub, Erschütterungen und Feuchtigkeit geschützt. Selbst bei schlechtesten Witterungsbedingungen können so gute Bilder oder Videos aufgenommen werden.

Für weniger actiongeladenen Reisen, bei denen eher Tagesausflüge im Vordergrund stehen, sind Kompakt-, Bridge- oder Spiegelreflexkameras die bessere Alternative. Besonders auf Fotoreisen lassen sich fremde Landschaften und Kulturen auf wunderbare Weise entdecken. Um beeindruckende Momente mit tollen Aufnahmen für die Ewigkeit zu bannen, empfiehlt sich eine gute Kameraausrüstung. Dazu gehört eine vernünftige Spiegelreflexkamera, hochwertige Zoom- oder Festbrennweitenobjektive, Wechsel-Akkus und diverse Speicherkarten.

Um nach der Rückkehr aus fernen Ländern keine böse Überraschung am Flughafen zu erleben, sollte man sich kurz mit den vorübergehenden Ausfuhrbestimmungen der Schweiz befassen.

Vorübergehende Ausfuhr aus der Schweiz:

Warenanmeldung

Für private Waren sind bei der Ausreise aus der Schweiz generell keine besonderen Zollvorschriften zu beachten. Ausfuhrzölle sind nicht zu leisten. Bei Reisen sind nur Verbote, Bewilligungen und Beschränkungen bei der Ausfuhr von Tieren, Waffen und Kulturgütern zu beachten.

Abgabenfreie Waren

Grundsätzlich sind persönliche Gebrauchsgegenstände, welche in der Schweiz wohnhafte Personen bei der Ausreise mitgenommen haben und bei der Rückkehr wiedereinführen, abgabenfrei. Dazu gehören neben Kleidung und Hygieneartikel beispielsweise auch Foto-, Film- und Videokameras.

Vorübergehende Ausfuhr

Wer sich unnötige Probleme und Rechtfertigungen mit dem / vor dem Zoll ersparen will, kann „neue oder sehr wertvolle persönliche Gebrauchsgegenstände (z.B. teure Fotokameras) bei der Ausreisezollstelle vormerken oder kennzeichnen lassen.“ Eine schnelle Abwicklung wird durch das Vorzeigen eines Schweizer Verkaufsbelegs bzw. einer Einfuhrzollquittung erreicht. Bei Wiedereinreise in die Schweiz müsste man bei neuwertigen Geräten sonst beweisen, die z.B. Fotokamera nicht im Ausland gekauft zu haben – und das ist immer fast unmöglich. Deswegen ist es dringend zu empfehlen, vor der Ausreise die Geräte vom Zoll kennzeichnen lassen.

Concorde TU-144 von unten

Die Kameraausrüstung im Flugzeug

Gerade bei Fotoreisen kann die Ausrüstung insgesamt schnell mal bis an die zehn Kilo wiegen. Deswegen lohnt es sich, die unempfindlichen und nicht so teuren Sachen mit in den Koffer zu legen. Dazu gehören Zubehör wie Stativ, Kabel, Wechsel-Akkus und Speicherkarten. Empfindliche und wertvolle Teile, wie Body und Objektiv, sollten im Handgepäck mitgeführt werden. Dafür gibt es spezielle Taschen zum Umhängen. Kamera und Objektiv sind dann so verstaut, dass beide beim Sicherheitscheck schnell vorgezeigt und zusammengebaut werden können. Das Sicherheitspersonal kann Objektive stichprobenartigen auf Sprengstoff untersuchen. Ausserdem können sie verlangen, dass man die Funktionsfähigkeit der Kamera mit einer Aufnahme vor Ort beweist.

Das Handgepäck darf bei den meisten Airlines acht Kilogramm nicht überschreiten, gerade Billigfluglinien haben noch striktere Gewichtsbestimmungen. Bei manchen Fotoausrüstungen führt das zu Problemen und bei Überschreitung des Gewichts kann es sehr teuer werden. Um sich diesen Ärger zu ersparen, genügt folgender Trick:
Abgesehen von den Billig-Airlines ist es möglich, die Spiegelreflexkamera umzuhängen und kleinere Objektive in der Jackentasche zu verstauen. Denn bei vielen Airlines gelten am Körper befindliche Gegenstände nicht als Handgepäck. Natürlich erhöht sich dadurch der Aufwand bei der Sicherheitskontrolle, da alle am Körper befindlichen Geräte vor dem Scan abgelegt werden müssen. Die meisten Airlines erlauben aber eine zusätzliche Kameratasche, am besten, Sie informieren sich vor Abflug online.

Fazit

Heutzutage ist es kein Problem, mit wertvoller Kameraausrüstung in die Ferien zu fliegen. Jeder sollte allerdings für sich selbst entscheiden, welche Kamera-Alternative die richtige ist.

 

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Objektive für das Smartphone lassen sich tolle Detailaufnahmen machen

Die 5 coolsten Fotogadgets für das Smartphone

Fast jeder besitzt heutzutage ein Smartphone. Mittlerweile werden sie jedoch nicht mehr nur für ihren ursprünglichen Zweck genutzt – nämlich dem Telefonieren und dem Versenden von Nachrichten – sondern vor allem auch für das Festhalten von einmaligen Momenten auf Fotos. Einige Smartphone-Kameras haben mittlerweile so eine hohe Bildauflösung, dass sie locker mit handelsüblichen Digitalkameras mithalten können. Um das Knipsen mit dem Smartphone noch spannender zu gestalten, gibt es zahlreiche Gadgets auf dem Markt. Hier stellen wir Ihnen die Coolsten und Praktischsten vor.

Ein Stativ als Stütze für das Smartphone

Falls Sie eine unruhige Hand haben oder die Lichtverhältnisse schlecht sind, benötigen Sie einen ruhigen Untergrund. Hierfür ist ein Stativ genau das Richtige. Mittlerweile gibt es unzählige, zum Teil sehr günstige Produkte in diesem Bereich. Wenn Sie also gestochen scharfe Fotos ohne Wackler möchten oder eventuell auch selbst mit drauf sein wollen, ohne Ihr Smartphone in fremde Hände verleihen zu müssen, wäre ein Stativ eine nützliche Ergänzung.

Ein Smartphone auf einem Stativ

Mit dem Selfie-Stick kommt das Smartphone hoch hinaus

Auch der Selfie-Stick ist eine nützliche Erfindung für das Smartphone und inzwischen kaum mehr wegzudenken. Nicht nur an beliebten Sehenswürdigkeiten tummeln sich Menschen mit dieser Armverlängerung, auch auf Partys oder Konzerten erfreuen sie sich immer grösserer Beliebtheit. Auch hier gibt es mittlerweile eine grosse Auswahl von verschiedenen Anbietern. Selfie-Sticks verbinden sich zumeist via Bluetooth mit dem Smartphone, was bei intensiver Nutzung die Akkulaufzeit verringert.

Mit einem Selfie-Stick lassen sich Sehenswürdigkeiten mit aufs Foto bringen

Mit Objektiven wie die Profis fotografieren

Für Personen, die gern und viel mit ihrem Smartphone fotografieren, ergibt sich bisweilen ein Problem: Richtig schöne Detailaufnahmen sind schwierig, da die Kameras schnell an ihre Grenzen stossen. Hier können externe Objektive Abhilfe schaffen. Diese lassen sich entweder aufsetzen – wobei man hier darauf achten muss, dass diese mit dem eigenen Gerät kompatibel sind – oder magnetisch an der Aussenseite des Smartphones befestigen. Damit lassen sich jedoch nicht nur detaillierte Aufnahmen machen sondern, je nach Objektiv auch unterschiedliche Effekte, wie beispielsweise ein Fisheye-Effekt, erzeugen.

Mit Objektiven für das Smartphone lassen sich tolle Detailaufnahmen machen

 

Das perfekte Selfie mit lumineszierender Hülle

Die neueste Innovation aus dem Bereich Zubehör für das Smartphone ist ein leuchtendes Case, das zu jeder Tageszeit perfektes Licht für Ihre Selfies liefert. Verwackelte Bilder in der Dunkelheit sind mit einer solchen Hülle passé. An ihr sind kleine LED-Lampen angebracht, deren Stärke mitunter auch regulierbar ist. Da sie noch relativ neu sind, gibt es bisher nicht allzu viele Anbieter solcher Hüllen. Dies wird sich jedoch in der nächsten Zeit ändern. Durch die internen Akkus zapft das Case nicht die Energie des Smartphones ab, was ungemein praktisch ist. Dieses Gadget befindet sich definitiv auf dem Vormarsch!

Mit einer LED Hülle können Sie auch in der Dunkelheit schöne Selfies von sich machen

 

Per Fernauslöser das perfekte Gruppenfoto schiessen

Ein Gagdet, das vor allem bei Gruppenfotos Erleichterung bringt: Ein Fernauslöser, der sich mittels Bluetooth ganz einfach mit dem Smartphone verbindet. Vorbei sind die Zeiten, in denen akrobatische Meisterleistungen vollbracht werden mussten, damit alle Personen gut sichtbar auf das Bild passen. Zudem sah es meist unschön aus, wenn der störende Arm des Smartphonehalters auf dem Foto zu sehen war. Dies liess sich nicht vermeiden, wenn man mit dem Finger überhaupt in die Nähe des Auslösers kommen wollte. Mit einem Fernauslöser können Sie sich und Ihre Gruppe seelenruhig in Position bringen, sodass jeder optimal auf dem Bildausschnitt zu sehen ist, bevor Sie auf den Auslöser drücken. So gibt es keine abgeschnittenen Köpfe oder Arme mehr. Zudem lassen sich mit einem Fernauslöser ausgefallene Motive ablichten: Haben Sie schon einmal eine menschliche Pyramide probiert oder einen Buchstaben mit Ihrem Körper geformt? Der Fantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

Mit einem Fernauslöser lassen sich coole Motive schiessen

Durch die Baumwipfel fallendes Sonnenlicht macht die Lichtstimmung magisch

Lichtverhältnisse optimal nutzen – Welches Licht sorgt für schöne Fotos?

Für das menschliche Auge ist Licht mit einer Wellenlänge zwischen ca. 380 bis 780 Nanometern sichtbar. Die Wellenlänge des Lichts bestimmt dabei die Farbe, die die meisten Menschen wahrnehmen. In der Fotografie sind darüber hinaus Lichtintensität, Polarisation und Beleuchtungsrichtung von grosser Bedeutung. Die Richtung des Lichts und die Farbtemperatur variieren dabei abhängig von Tageszeit, Wetter, Jahreszeit, Verschmutzung der Luft und geographischer Lage.

„Goldene Stunde“, „Blaue Stunde“, weiches oder hartes Licht, Vorder-, Seiten- und Gegenlicht – Wir geben Ihnen einen Überblick über unterschiedliche Lichteigenschaften, die für die Fotografie Relevanz besitzen.

Lichtstimmung

Abhängig von der Farbtemperatur des verfügbaren Lichts kann die Farbwiedergabe des Fotomotivs völlig unterschiedlich sein. Die Atmosphäre beeinflusst das auf der Erde ankommende Sonnenlicht so, dass abhängig von Bewölkung, Luftfeuchtigkeit, Luftverschmutzung und ähnlichen Faktoren bestimmte Wellenlängen des Lichts absorbiert werden. Je tiefer die Sonne dazu steht, desto grösser ist zudem die Distanz, die das Licht zur Erdatmosphäre zurücklegen muss.

Bei tiefem Sonnenstand werden zuerst die blauen Anteile des Lichts absorbiert. Das verbleibende Licht hat dann einen hohen Rotanteil, wirkt warm und schmeichelhaft. Rötliche Sonnenauf- und Untergänge und die warmen Farben am Abend sowie am Morgen resultieren aus diesem hohen Rotanteil. In der sogenannten „Goldenen Stunde“ lassen sich besonders schöne Fotos aufnehmen. Durch das warme Licht werden Farben intensiviert, Schatten konturreicher und Hauttöne schimmern.

Im Abendlicht sieht der Himmel tiefrot aus – Vögel und Bäume wirken schwarz

Im Abendlicht sieht der Himmel tiefrot aus – Vögel und Bäume werden nur noch als Schatten wahrgenommen | Quelle: Gerd Gropp

Wird es noch etwas dunkler, folgt die „Blaue Stunde“. Nach Sonnenuntergang – wenn die Atmosphäre die entsprechenden Bedingungen bietet – leuchtet die Umgebung in königsblau. Besonders Motive, die mit Kunstlicht beleuchtet sind, lassen sich trotz des geringen Restlichts am Himmel noch sehr gut ablichten. Es ist empfehlenswert, ein Stativ zu nutzen und ein automatisches Belichtungsprogramm zu wählen.

Auch bei relativer Dunkelheit ist es meist besser, keinen Blitz zu verwenden. Motive, die weiter entfernt sind, können durch einen Blitz ohnehin nicht ausgeleuchtet werden. Zudem besteht die Gefahr, dass das Bild dadurch völlig unnatürlich beleuchtet wird und die schöne Stimmung nicht mehr eingefangen werden kann oder gar zu dunkel bzw. völlig schwarz wird. Besser ist, entsprechend mit Belichtungszeiten und ISO-Werten zu experimentieren oder – bei weniger Erfahrung – auf die automatischen Programme der Kamera zu setzen.

Lichtrichtung

Relevant für die Fotografie sind vor allem Vorder-, Seiten- und Gegenlicht. Die Lichtrichtung beschreibt dabei den Winkel zwischen Lichtquelle, Fotomotiv und Kamera. Die Lichtrichtung wirkt auf die räumliche Tiefe des fotografierten Motivs, da sie Schattenrichtung und -länge bestimmt.

Vorderlicht strahlt in Richtung der Aufnahme. Da die Schatten hinter dem Motiv verborgen sind, wird kein räumlicher Eindruck vermittelt.

Seitenlicht kann diffus sein oder in einem gebündelten Strahl in einem Winkel von 20 – 80° einfallen. Es gilt auch als «Universallicht» und ist geeignet für die meisten Motive. Der einfallende Schatten erzeugt dabei räumliche Tiefe und betont Konturen. Wenn Streiflicht in einem Winkel von ca. 80 – 100° auf Motive fällt, so werfen diese lange Schatten. Streiflicht ist dadurch besonders gut geeignet, um Oberflächenstrukturen darzustellen.

Besonders das Fotografieren im Gegenlicht ist keine einfache Angelegenheit. Tipps dazu finden Sie in unserem Artikel Lost Places im Gegenlicht fotografieren.

Sonnenaufgang über einem Gewässer mit Nebel und wunderschönen Sonnenreflexen

Beim Fotografieren mit Gegenlicht treten leicht Blendenreflexe auf den Fotos auf. Dies lässt sich mit einer Gegenlichtblende vermeiden. | Quelle: Gundel Woite

Weiches oder hartes Licht und Kunstlicht

In der senkrecht stehenden Sonne am Mittag werden die Sonnenstrahlen nur wenig gestreut und das Licht hat einen verhältnismässig kurzen Weg durch die Atmosphäre zurückgelegt. Dadurch entsteht hartes Licht mit scharfen Schatten und starken Helligkeitsunterschieden zwischen beleuchteten Bereichen und Schattenbereichen. Besonders Portraits wirken oft unschön durch die sich im Gesicht abzeichnenden Schatten.

Auch künstliches Licht kann hart sein, wenn die Beleuchtungsquellen entsprechend kleine Reflektoren besitzen, also punktförmig sind. Dies gilt auch für eingebaute oder externe Blitze. Fällt das Licht von vorn auf das Motiv, wird die Wirkung jedoch gedämpft. Besonders bei seitlichem Einfall von hartem Licht kommt es zu starker Schattenbildung.

Pflanzensprösslinge in Kokosbechern im Kunstlicht

Im Fotostudio wird mit Kunstlicht gearbeitet. Die Motive wirken hier durch das weisse harte Licht klar umrissen und sehr kontrastreich. Die Nachbearbeitung verstärkt den Effekt. | Quelle: Gerd Gropp

Kunstlicht kann viele verschiedene Charakteristika besitzen, je nach Farbtemperatur und Abstrahlungsfläche der Beleuchtungsquelle. Teilweise wirken im Kunstlicht fotografierte Motive sehr unnatürlich – das kann entweder gewünschte künstlerische Effekte erzeugen oder störend wirken. Sollen Motive, die mit künstlichem Licht beleuchtet werden, möglichst farbecht dargestellt werden, kommt man um einen manuellen Weissabgleich und entsprechende Farbkorrekturen nicht aus. Häufig ist es jedoch auch erwünscht, Lichtstimmungen einzufangen und mit abzubilden. Wer beispielsweise ein Lagerfeuer fotografiert, schätzt die Gemütlichkeit des warmen Lichtes und möchte diese einfangen.

Weiches Licht entsteht, wenn die Abstrahlfläche der Lichtquelle gross ist. Es führt zu einer gleichmässigen Ausleuchtung und nur minimalen Schatten. Es eignet sich sehr gut für Portraitfotos. Weiches Licht entsteht beispielsweise bei bewölktem Himmel oder zur «Goldenen Stunde». Auch im direkten Mittagslicht lassen sich im Schatten Bilder mit weichem Licht aufnehmen.

Lesen Sie hier mehr zur Ausnutzung der Lichtverhältnisse: Available-Light-Fotografie.

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Kamerapflege – Reinigung einer Kamera mit einem Wattestäbchen

Hinweise zur Pflege und Aufbewahrung Ihrer Kameraausrüstung

Einzigartige Motive für Fotografien finden sich häufig in der Natur. Nicht immer herrschen dabei optimale Wetterbedingungen oder die Vorlage für Ihr Foto ist beispielsweise ein Strand. Auf Feuchtigkeit, Staub, Sand oder Salze von Meerwasser und -luft, welche sich auf der Kamera absetzen, reagieren die Elektronik und das Gehäuse des Fotozubehörs besonders empfindlich. Um Schäden an der Kameraausrüstung – und damit auch hohe Folgekosten – zu vermeiden und weiterhin tolle Bilder aufnehmen zu können, ist es empfehlenswert, die Kamera sicher aufzubewahren und regelmässig das Gehäuse, den Sensor und Objektive von Verschmutzungen zu befreien.

Die Kamera ist das wichtigste Werkzeug eines Fotografen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Fotoausrüstung aufzubewahren und viele verschiedene Produkte für die Pflege des Kamerazubehörs. Wir geben Ihnen einige Tipps für die Verwahrung und Instandhaltung Ihrer Fotoausrüstung und stellen Ihnen verschiedene Produkte zur Reinigung von Objektiven, Sensoren und des Kameragehäuses vor.

Kameraobjektiv mit Reinigungstuch, Blasebalg und Pinsel zur professionellen Kamerapflege

Aufbewahrung des Kamerazubehörs – Fototaschen und Rucksäcke

Für den Transport und die Verwahrung von Kameras und Objektiven sind Fototaschen und Rucksäcke ein absolutes Muss. Sie schützen Kamera und Ausrüstung vor Stössen und Erschütterungen, Niederschlag oder starken Temperaturschwankungen. Es empfiehlt sich, das gesamte Zubehör wie beispielsweise Ladekabel, austauschbare Akkus oder Blitzgeräte ebenfalls im Fotorucksack zu lagern, um alles beisammen zu haben ss. Dann verpassen Sie keine Gelegenheit, ihr Traummotiv zu fotografieren. Ihre Kamera können sie stattdessen auch in einer Dry Box verwahren oder spezielle Unterwassergehäuse oder Schutzhüllen verwenden, welche vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen.

Akkus, Batterien und die Speicherkarte sollten Sie aus der Kamera entfernen, wenn Sie diese länger nicht verwenden. Batterien und Akkus entladen sich, wenn sie einige Zeit nicht benutzt werden. Zusätzlich wird die Energiespeicherkapazität von Akkus verkürzt, wenn diese nicht bei Zimmertemperatur und ausserhalb des Fotoapparats gelagert werden.

Pflege und Reinigung des Kameragehäuses

Die Kameratechnik wird beim Fotografieren vom Gehäuse vor Schmutz, Mikropartikeln und Feuchtigkeit geschützt. Je nachdem, an welchem Ort Sie ein Bild aufnehmen möchten, kann es vorkommen, dass der Fotoapparat mit Sand, Staub oder Wasser in Berührung kommt. Wird Ihre Kamera nass, so sollten Sie diese umgehend mit einem weichen Tuch trocknen. Bei erhöhtem Kontakt mit Feuchtigkeit ist es sinnvoll, die Kamera in die Nähe eines warmen Heizkörpers zu legen und diese dort trocknen zu lassen. Finden Sie Flecken oder Fingerabdrücke auf dem Gehäuse, können Sie diese mit einem fussel- und staubfreien, leicht befeuchteten Lappen reinigen. Am ehesten eignet sich dafür ein Mikrofasertuch. Staub und Sandpartikel lassen sich am sorgfältigsten mit einem speziellen Fotopinsel oder Wattestäbchen entfernen.

Kamerapflege – Reinigung einer Kamera mit einem Wattestäbchen

Pflege von Kameraobjektiven

Objektive und Sensoren sind die empfindlichsten Zubehörteile einer Kamera. Deshalb ist es sinnvoll, diese mit besonderer Vorsicht zu pflegen. Objektive können Sie mit einem entsprechenden antistatischen Pinsel von Staub befreien. Besonders praktisch hierfür ist der „Lens-Pen“, da er durch seine Filzoberfläche sehr schonend arbeitet und das Objektiv zusätzlich polieren kann. Für hartnäckigeren Schmutz, wie beispielsweise eingetrocknete Regentropfen, nutzen Sie besser ein spezielles Mikrofaser-Reinigungstuch, welches Sie beim Fachhändler erhalten. Viele Fotografen nutzen Filter, die sich auf die Objektive aufschrauben lassen, welche einen zusätzlichen Schutz für das Objektiv bieten. Filter lassen sich im Gegensatz zu Objektiven zu relativ günstigen Preisen ersetzen. Diese Objektivfilter können Sie mit den gleichen Reinigungsmitteln wie Ihre Objektive säubern.

Objektivpflege mit einem „Lens-Pen“

Sensorreinigung mit speziellem Reinigungszubehör

Sensoren besitzen meist eine Sensorreinigung, welche beim Abschalten des Fotoapparats automatisch erfolgt. Sollten Sie jedoch trotz der automatischen Reinigung Staub und Flecken auf dem Sensor vorfinden, so können Sie diesen mit speziellen Klistierspritzen oder Blasebälgen reinigen. Voraussetzung hierbei ist, dass Sie besonders vorsichtig vorgehen. Trauen Sie sich selbst die Pflege des Sensors nicht zu, so können Sie eine Reinigung bei einem Fachhändler vornehmen lassen.

Reparatur der Kameraausrüstung

Defekte des Fotogeräts machen sich meist akustisch bemerkbar. Zum Beispiel entdecken Sie eine schwergängige Optik oder bemerken ungewöhnliche Geräusche beim Auslösen oder Zoomen. Den eigenen Versuch einer Ausbesserung sollten Sie hier lieber unterlassen. Kostengünstige Kameras können Sie eher durch eine neue ersetzen, bei hochpreisigen Kompakt-, System- oder Spiegelreflexkameras hingegen lohnt es sich, sie wieder instand setzen zu lassen. Hierzu können Sie sich entweder an den Reparaturservice des Kamerahändlers oder an eine Fachwerkstatt wenden.

Diese Produkte sollten Sie zur Pflege Ihrer Kameraausrüstung verwenden:

  • Eine Antirutschmatte oder ein sauberes Tuch, welches als Ablage für die Kamera und das Zubehör dient
  • Staubpinsel
  • Reinigungstuch vom Optiker oder Fachhändler
  • Klistierspritze oder ein spezieller Blasebalg vom Fachhändler
  • Wattestäbchen

Sie können zusätzlich weitere Pflegeprodukte verwenden. Achten Sie jedoch stets darauf, dass diese zur Reinigung einer Kameraausrüstung geeignet sind. Sie richten sonst mehr Schaden als Nutzen an.

Jedes Foto trägt ein Stück der Persönlichkeit des Fotografen in sich

Philosophie der Fotografie

Fotografie ist eine Bildsprache – damit die einzige Sprache, die auf der ganzen Welt verstanden wird. Die wichtigste Eigenschaft der Fotografie ist ihr Inhalt. Doch viele Menschen neigen dazu, die Fotografie nach ihrer technischen Ausführung zu beurteilen. Aber selbst das technisch perfekte Foto kann langweilig und bedeutungslos sein. So sah der Philosoph Vilem Flusser schon in den 1980er Jahren die Technik der Kamera als stärksten Gegner des Fotografens.

Der Moment des Fotografierens

Fotos bieten Raum für Interpretationen. Die Fototechnik ist dabei nicht ganz unwichtig. Richtig eingesetzt, kann sie ein Foto aufwerten und unverzichtbar machen. Der technische und gestalterische Aspekt erfordert vom Fotografen dabei eine innere Einstellung, die nicht der Technik oder der Kamera zuzuweisen sind. Fotografie – das ist das Festhalten von Zeit in einem kurzen Moment des Innehaltens. Gedanken, Ideen, Sehen und Fühlen – das macht den Moment des Fotografierens aus.

Moment des Innehaltens bei der Fotografie

Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort

Wer seine Motive mit Inspiration und Sorgfalt fotografiert, kann auch mit einer simplen Kamera schöne Fotos erzeugen. Die schönsten Fotos entstehen vor allem dann, wenn man alleine auf Entdeckungstour geht. Wer sich Zeit nimmt, findet oftmals den optimalen Bildausschnitt und wartet auf den richtigen Moment. Zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort zu sein, ist eine wichtige Voraussetzung für ein gelungenes Foto. Besonders ausdrucksstarke Fotos entstehen im Abendlicht, vor oder nach Sonnenunter- beziehungsweise Sonnenaufgang. Gutes Licht und der richtige Moment machen aus jedem Motiv ein einzigartiges Foto und das ganz ohne technischen Aufwand.

Moment der Fotografie entsteht mit bestem Licht

Wahrnehmung und Originalität

Jeder Mensch hat eine andere Wahrnehmung und somit hat jedes einzelne Foto auch immer etwas Persönliches in sich. Die Kunst der Fotografie besteht darin, nicht vom Apparat abhängig zu sein. Wenn aber das Licht und die richtige Kameraeinstellung doch nicht für den perfekten Schnappschuss ausgereicht haben, kann auch nachbearbeitet werden. Moderne Fotografie ist somit eine Verbindung von traditioneller Fotografie und Technik. Ein Foto muss nicht vollkommen echt sein, sondern so wirken. So ist es mittlerweile sehr schwierig, gut nachbearbeitete Aufnahmen von ‚Originalen‘ zu unterscheiden.
„Das Auge macht das Bild, nicht die Kamera“ (Gisèle Freund). Der wahre Sinn der Fotografie-Philosophie besteht also darin, in einer Welt voller Technik Raum für eigene Ideen und den Sinnen zu lassen.

Jedes Foto trägt ein Stück der Persönlichkeit des Fotografen in sich

 

AF – Autofokus

Schon seit den 1970er Jahren gab es Bestrebungen, Kameras mit Autofokus zu entwickeln. Neben dem Verwackeln stellen falsche Scharfstellungen die Hauptursache für misslungene Aufnahmen dar. Seit etwa 1985 haben sich automatische Spiegelreflexkameras etabliert.

Mittlerweile sind Geschwindigkeit und Präzision des Autofokus technisch so weit vorangeschritten, dass sie sehr nah an die Möglichkeiten der manuellen Fokussierung herankommen. Digitalkameras der Spitzenklasse haben bis zu 51 Fotosensoren, die für die Erfassung des zu fokussierenden Objekts zuständig sind. Bei Fotoapparaten mit Touch-Screen kann der Fotograf den scharfzustellenden Bereich, ähnlich wie beim Smartphone, mit der Hand auswählen.

Grundsätzlich werden drei Autofokus-Modi unterschieden:

AF.A (engl. automatic autofocus): Die Kamera entscheidet allein, ob sie nur einmal fokussiert oder zusätzlich nachregelt, abhängig davon, wie sich das anvisierte Objekt bis zum Auslösen verhält.

AF.S (engl. single autofocus): Auch wenn sich das zu fotografierende Objekt bis zur Aufnahme bewegen sollte, behält die Kamera die einmal fokussierte Einstellung bei. Bewegt sich das Objekt im Nachhinein, kann es zu Unschärfe kommen.

AF.C (engl. continuous autofocus): Der Fotoapparat justiert den Schärfebereich bis zur Aufnahme kontinuierlich nach. Dieses ist abhängig von der relativen Bewegung des Objekts zum Objektiv – also ob es sich näher zum Fotografen oder weiter weg von ihm bewegt.

Es gibt unterschiedliche Autofokussysteme. Grob unterteilt man in passive und aktive Autofokusse. Am weitesten verbreitet ist der passive Autofokus. Im Prinzip ermittelt die Kamera in einer Versuchsreihe den optimalen Fokus. Die zwei bewährtesten Verfahren heissen Kontrastmessung und Phasenvergleich. Der Sensor des Fotoapparats ist in diesem Verfahren auf hinreichenden Objektkontrast und ausreichende Beleuchtung angewiesen.

Im Gegensatz dazu steht der aktive Autofokus. Dieser funktioniert auch in der Dunkelheit. Man kann zwei Verfahren unterscheiden. Bei der direkten Entfernungsmessung durch Ultraschall, wie es bei den Polaroid-Kameras der Fall ist, wird die Zeit gemessen, die der Schall zum Objekt und zurück benötigt. Danach kann die Kamera den optimalen Fokus errechnen. Bei der Objektbeleuchtung werden die Verfahren der passiven Fokussierung bei schlechten Lichtverhältnissen unterstützt. Dazu wird das Motiv mittels Hilfslicht von der Kamera angeleuchtet und kann damit besser fokussiert werden.

Für den Nutzer gestaltet sich die Nutzung des Autofokus sehr simpel. Er visiert einfach ein Motiv an und drückt der Auslöser halb. Der Fotograf kann sehen, wie die Kamera den richtigen Fokus sucht. Ist er gefunden, wird der Auslöse-Knopf durchgedrückt.

Fokus

Die exakte Entfernungseinstellung wird in der Fotografie auch als Scharfstellen oder Fokussieren bezeichnet. Scharfgestellt werden soll das Motiv mit Hilfe der Anpassung der Kamera- bzw. Objektiveinstellung an die Objekt-Entfernung.

Dem richtigen Fokussieren wird häufig wenig Beachtung geschenkt, doch fotografische Gestaltungsmöglichkeiten lassen sich mit dem Fokus ohne aufwendiges technisches Wissen besser ausschöpfen.

Ein Bild wirkt dann besonders scharf, wenn der Kontrast zwischen Flächen und Konturen, also den einzelnen Bildflächen, oder auch innerhalb von Texturen möglichst gross ist. Absolute Aussagen über Schärfe können nicht getroffen werden. Meist empfindet man etwas als scharf, wenn ein Bild die Realität möglichst exakt abbildet.

Bildpunkte in der Fokusebene werden als Punkte auf dem Fotosensor der Kamera abgebildet. Bei falscher Fokussierung werden aus Punkten Kreise. Überlappen sich benachbarte Kreise auf einem Sensor, entsteht das, was man als Unschärfe wahrnimmt. Sind die Überlappungen der Kreise allerdings kleiner als das Auflösevermögen des menschlichen Auges, erscheint das Foto trotzdem scharf. Bei einem Foto im Format 10 x 15 cm erkennen Betrachter unscharfe Punkte erst ab einem Durchmesser von 0,1 mm. Nach dem Verwackeln ist das falsche Fokussieren der zweit-häufigste Grund für ein unscharfes Bild.

Eine wichtige Frage in der Fotografie ist die, worauf der Fotograf scharf stellen soll. Bei Menschen und Tieren sollten die Augen fokussiert werden. Am besten wird dasjenige Auge scharfgestellt, was der Kamera am nächsten ist. Dies kommt einem Abbild der Realität am nächsten.

Bei Gegenständen verhält es ähnlich. Hierbei sollte der Bereich, der dem Fotoapparat am nächsten liegt, fokussiert werden. Es bestehen auch Unterschiede: in der Makrofotografie ist der am nächsten liegende Bereich meist zu nah am Objektiv. Deswegen wird der Fokus eine Ebene weiter nach hinten gesetzt. Daraus resultieren ein unscharfer Vorder- und Hintergrund und ein fokussierter Mittenbereich.

Die Einstellung des Fokus kann mittels Autofokus (AF) oder manuellem Fokus (MF) erfolgen.

Portraits unterschiedlicher Menschen nebeneinander zeigen die Einzigartigkeit der Portraitierten

Tipps für gelungene Portraitfotos

Die Portraitfotografie stellt das Model in den Mittelpunkt. Dabei kann entweder der gesamte Körper oder lediglich das Gesicht des Portraitierten aufgenommen werden. Ganz nach Geschmack kann der Fokus hier unterschiedlich gesetzt werden. Wir verraten einfache Tipps, wie tolle Portraitbilder auch ohne professionellen Fotografen gelingen.

Ins richtige Licht setzen

Wer keine professionellen Studioaufnahmen macht, hat sicherlich keine aufwändige Beleuchtung zur Verfügung. Zum Glück gibt es ganz einfache Tricks, wie man gegebenes Licht hervorragend für Portraitfotos nutzen kann und damit den portraitierten Menschen ins quasi richtige Licht rücken kann.

Soll die Fotosession im Freien stattfinden, ist darauf zu achten, dass der Portraitierte nicht in der prallen Sonne steht, denn direkte Sonneneinstrahlung wirft strake Schatten, die sich im Gesicht zeigen. Zudem ist das grelle Licht zumeist unvorteilhaft. Besser ist es, die Person an eine helle, aber nicht direkt von der Sonne beleuchtete Location zu stellen, beispielsweise vor eine Wand. Die Vormittags- und späten Nachmittagsstunden sind für Shootings im Freien besser geeignet als die Mittagszeit, da das Licht hier schräg einfällt.

Findet das Shooting in geschlossenen Räumen statt, empfiehlt es sich, das Fenster als Lichtquelle zu nutzen. Durch die Fensterrahmen bekommt das Licht eine Begrenzung und klare Richtung und leuchtet zielgerichtet die Person und den gewünschten Hintergrund aus, ohne unnötige Blendpunkte zu erzeugen. Wer häufiger Portraitfotografien macht, kann sich auch günstige Baustrahler anschaffen, mit denen man Räume entsprechend ausleuchten kann. Empfehlenswert sind mindestens zwei Lichtquellen aus unterschiedlichen Richtungen, um wiederum die Schattenbildung zu vermeiden.

Durch Bildausschnitte, Schatten und Farbspielereien lassen sich in Portraits tolle Effekte erzeugen

Natürlich können extreme Schatten oder Gegenlicht auch bewusst zur interessanten Bildgestaltung genutzt werden. Mit Schatten kann man leicht dramatische Bilder erzeugen. Es gilt jedoch zu beachten, dass man „schöne“ Schatten hat, also keine Schatten unterhalb der Augen oder scharfe Schatten im Gesicht.

Der richtige Hintergrund

Bei Portraitfotos steht das Gesicht des Models im Mittelpunkt. Dementsprechend werden keine aufwändigen Hintergründe benötigt. Im Gegenteil, sie können sich störend auf die Bildkomposition auswirken. Der Hintergrund sollte nicht zu unruhig und überladen sein. Stattdessen eigenen sich beispielsweise fliessende Vorhänge oder nur leicht strukturierte Wände. Bei der Wahl des Hintergrunds ist ausserdem darauf zu achten, dass er farblich zum Model passt. Durch gezieltes Einsetzen von Farbe kann man beispielsweise die Augenfarbe des Portraitierten hervorheben, indem man sie im Hintergrund erneut verwendet.

Das Gesicht einer lachenden jungen Frau scharf vor einer verschwommenen Stadtsilhouette

Einen schönen Effekt in der Portraitfotografie erzielt man, wenn der Fokus lediglich auf dem Gesicht liegt und der Hintergrund unscharf ist. Dieses Spiel mit der Tiefenschärfe kann man durch Variation der Brennweite und den Blenden beeinflussen. Am einfachsten kann dieser Effekt erzielt werden, indem man nah an den Portraitierten herangeht und ihn gleichzeitig möglichst weit weg von Hintergrund platziert. Ausserdem entsteht ein verschwommener Hintergrund beim Fotografieren mit möglichst grosser Blendenöffnung.

Bildausschnitt wählen

Portraitfotos, die vom Bildausschnitt Passfotos ähnlich sind, können schnell langweilig werden. Für eine interessante Bildwirkung lohnt es sich, das Gesicht des Fotografierten richtig gross ins Bild zu setzen. Zwar passt dann nicht das gesamte Gesicht ins Foto, aber der Bildausschnitt wird deutlich aufregender. Mit diesen Nahaufnahmen kann man die essentiellen Ausdrucksmerkmale eines Gesichts hervorragend in Szene setzen.

Das richtige Objektiv

Bei der Portraitfotografie sind Objektive mit langer Brennweite zu bevorzugen. Die geringere Tiefenschärfe von Teleobjektiven stellt das Model besser frei. Zudem werden die natürlichen Proportionen des Gesichts bei Verwendung von Brennweiten zwischen 50 mm und 100 mm erhalten. Benutzt man ein Weitwinkelobjektiv, also ein Objektiv mit einer Brennweite von weniger als 50 mm, wirken Gesichter häufig leicht verzerrt.

Der Gesichtsausdruck

Ein Kind im Herbstlaub bietet ein stimmungsvolles Motiv für Portraits Ein Kind im Herbstlaub bietet ein stimmungsvolles Motiv für Portraits

Man kann es Bildern direkt ansehen, wenn sich das Model nicht wohl fühlt. Komplizierte Posen, eine ungemütliche Umgebung oder eine schlechte Stimmung beim Shooting beeinflussen die Fotos negativ. Dementsprechend ist es essentiell, mit dem Model vorab über Wünsche und Zielsetzungen des Shootings zu sprechen und ein möglichst angenehmes und anregendes Klima zu schaffen.

Die meisten Menschen wagen sich von allein nur selten aus der Komfortzone heraus. Nachdem also die ersten Fotos mit dezentem Lächeln und leicht verkrampfter Haltung entstanden sind, ist es Sache des Fotografen, den Portraitierten etwas aus der Reserve zu locken. Denn es gibt kaum etwas Schöneres, als Portraitfotos mit einem herzhaften Lachen oder einem unerwarteten Gesichtsausdruck. Sind alle technischen Einstellungen an der Kamera auf die Umgebung und die Lichtverhältnisse optimiert, lohnt es sich deshalb, ohne Vorwarnung auf den Auslöser zu drücken.

Objektiv

Als sammelndes optisches System erzeugt ein Objektiv eine Abbildung eines Objekts. Das einfachste Objektiv besteht aus einer Sammellinse, in der einfallende Lichtstrahlen gebündelt und auf eine Bildebene projiziert werden. Moderne Objektive können dagegen aus mehreren Linsen und Spiegeln bestehen. Einige Objektive beinhalten bis zu 20 Linsen, die teilweise miteinander fixiert und teilweise beweglich sind. Die grundlegende Funktionsweise von Objektiven entspricht dabei immer der einer Sammellinse. Die durch das Licht erzeugte Abbildung steht auf dem Kopf. Digitalkameras drehen die Abbildung automatisch, sodass das Bild unserem Wahrnehmungsempfingen entspricht.

Definiert wird ein Objektiv massgeblich durch zwei Einflussfaktoren, die Brennweite und die Öffnungsweite.

Die Brennweite wird in Millimetern angegeben und beschreibt die Grösse eines Objekts bei festem Abstand zum Objekt. In der Fotografie unterschiedet man zwischen Objektiven mit einer festen Brennweite und Zoomobjektiven, bei denen die Brennweite in einem bestimmten Rahmen variiert werden kann. Bei Zoomobjektiven ist es möglich, durch Verschiebung einzelner Linsen die Brennweite zu ändern und somit auf ein gegebenes Objekt scharf stellen. Diese Möglichkeit macht diese Objektive vielseitig einsetzbar. Vorteile von Festbrennweitenobjektiven sind die kompaktere Bauweise und die perfekte Optimierung der Komponenten auf die festgesetzte Brennweite. Bei einem gegebenen Abstand zu einem fotografierten Objekt wird dieses umso grösser abgebildet, je grösser die Brennweite des Objektives ist. In der Folge verringert sich der Bildausschnitt, also der sichtbare Winkel im Bild. Es gibt spezielle Weitwinkelobjektive, die Aufnahmen mit besonders grossen Bildausschnitt ermöglichen.

Die Öffnungsweite, auch als Apertur bezeichnet, gibt die Öffnung der Blende an. Dies bestimmt die Lichtmenge, die durch die geöffnete Blende auf die Linse fällt. Das Verhältnis von Brennweite zur Blendenöffnungsweite wird als Belichtungszahl bezeichnet. Angegeben wird die Blendenzahl entweder durch 1/x oder f/x. Je grösser die Zahl x unter dem Bruchstrich, desto weniger Licht fällt durch die Blende. Ein Blendenwert von f/11 bringt also viel weniger Licht als f/1.4

Kategorisiert werden Objektive anhand unterschiedlicher Eigenschaften, dazu zählen die Brennweite, der Bildwinkel, die Art der Objektivanschlüsse und die im Objektiv verwendeten Linsen. Objektive sind komplexe und sehr empfindliche technische Systeme, die sozusagen das Auge der Kamera bilden. Entsprechend teuer sind diese wichtigen Bestandteile einer Kamera. Bei Kameras mit Wechselobjektiven übersteigt der Preis für einzelne Objektive häufig die Anschaffungskosten für die Kamera selbst.