Beiträge

Additive Farbmischung / RGB

Bei der additiven Farbmischung wird durch das Überlagern verschiedener Lichtfarben der Eindruck einer neuen Farbe erzeugt. Treffen Lichtstrahlen unterschiedlicher Farben innerhalb eines eng begrenzten Raums aufeinander, kann das menschliche Auge nicht mehr zwischen den Ausgangsfarben differenzieren und es entsteht ein neuer Farbreiz. Die neue Farbe setzt sich somit additiv aus den Ausgangsfarben zusammen.

Die additive Farbmischung basiert auf der Dreifarbentheorie von Thomas Young und Hermann von Helmholtz. Die Theorie besagt, dass jede beliebige Farbe aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau hergestellt werden kann, wenn diese in verschiedenen Intensitäten miteinander vermischt/addiert werden. Im heutigen am gebräuchlichsten RGB-Farbraum erreicht man bei 8 Bit pro Kanal Intensitätswerte zwischen 0 und 255. Daraus ergeben sich (28)3 = 16.777.216 (ca. 16,8 Millionen) theoretisch mögliche Farben. Darüber hinaus sind Abstufungen hinsichtlich der Farbhelligkeit und der Farbsättigung möglich.

Werden beispielsweise die drei Grundfarben in gleicher Intensität (jeweils 255) miteinander addiert, entsteht der Farbeindruck weiss. Bei Werten von 0 für jede Farbe entsteht schwarz. Alle anderen Farben können durch Kombinationen verschiedener Intensitätsabstufungen hergestellt werden.

Zudem existieren die sogenannten Sekundärfarben Gelb, Cyan und Magenta, die jeweils durch das additive Mischen zweier Grundfarben produziert werden (Grün + Rot = Gelb; Blau + Grün = Cyan; Blau + Rot = Magenta). Diese Farben spielen im Zusammenhang der subtraktiven Farbmischung eine wichtige Rolle, die vor allem bei Druckprozessen zum Einsatz kommt.

Im Gegensatz zur additiven Farbmischung entsteht der Farbreiz bei der subtraktiven Farbmischung nicht durch das Zusammenspiel verschiedener Lichtfarben, sondern durch die Reflektion des Lichts an einem Gegenstand, der aufgrund seiner Oberflächenbeschaffenheit nur bestimmte Wellenlängen des Lichts reflektiert.

Das RGB-Farbmodell findet insbesondere bei Bildschirmen und in der Digitalfotografie Anwendung. Bei Bildschirmen entsteht das Bild durch die Anordnung von Pixeln in einer Rastergrafik. Jedes Pixel enthält Informationen über den Farbton, Helligkeit sowie Intensität und wird durch drei Farbkanäle definiert, die aus den drei Grundfarben Rot, Grün und Blau bestehen. Die Einstellung der drei Farbkanäle sowie deren maximale Farbtiefe entscheidet schliesslich über die gewünschte Farbe des Pixels.

In der Digitalfotografie wird ebenfalls mit dem RGB-Farbraum gearbeitet. Die Farbe wird dabei durch einen Bayer-Sensor aufgenommen, auf dem sich Farbfilter mit den Farben Rot, Grün und Blau befinden, wobei Grün zumeist doppelt vorhanden ist, weil die Farbe beim Menschen den grössten Beitrag zur Helligkeitswahrnehmung und somit auch zur Kontrast- und Schärfe-Wahrnehmung leistet. Abhängig von der Einstellung der Farbfilter ergeben sich die gewünschten Farben, deren Informationen dann in binären Zahlen abgespeichert werden.

Pixel

Ein Pixel ist die kleinste darstellbare Einheit in einem Bild. Die einzelnen Pixel (auch Bildpunkte genannt) können bestimmte Farb- und Helligkeitsstufen annehmen und setzen sich in einer Rastergrafik zu einem Bild zusammen. Grundsätzlich gilt: Je mehr Bildpunkte und je feiner das Raster, desto höher die Auflösung.

Die Bezeichnung Pixel ist ein englisches Kunstwort und setzt sich aus den Begriffen „Picture“ und „Element“ zusammen. Daher werden Pixel im deutschen manchmal auch Bildelemente genannt. Seltener ist der Begriff Bildzelle.

Entgegen der weitläufigen Vorstellung besitzen Pixel weder eine bestimmte Grösse noch eine konkrete Form. Die Grösse der Pixel ist dabei abhängig von der vorgenommenen Einstellung. Wird beispielsweise die Auflösung eines Bildschirms verringert, sinkt die Gesamtanzahl der Pixel und die einzelnen Pixel werden folglich grösser. Auch die Form der Pixel variiert je nach Betrachtung. Pixel können quadratisch oder rund sein.

Ein Pixel wird allein durch dessen Farbwert definiert, der sich aus dem Farbraum und der Farbtiefe zusammensetzt. Strenggenommen sind Pixel dabei nicht die kleinsten Bildeinheiten, sondern die Farbinformation wird durch kleinere, aus den Grundfarben rot, grün und blau bestehenden Subpixeln definiert. Durch eine additive Farbmischung ergibt sich aus diesen drei Grundfarben die gewünschte Farbe des Pixels.

Im Hinblick auf Digitalkameras und Bildschirme ergeben sich aber Unterschiede. Während Bildschirme drei Subpixel mit den genannten Grundfarben besitzen, besteht ein Pixel bei Digitalkameras meist aus vier Subpixeln, wobei grün doppelt vertreten ist. Durch diesen sogenannten Bayer-Filter wird das Licht im Pixel eingefangen, woraus schliesslich das Bild errechnet wird.

Die Qualität eines Bildes bestimmt sich durch die Auflösung. Zwei Kennwerte ergeben hierüber Aufschluss: Zum einen gibt die Gesamtanzahl der Pixel an, aus wie vielen Pixeln ein Bild besteht. Diese errechnet sich aus den Pixeln pro Zeile multipliziert mit den Pixeln pro Spalte. Das ist jedoch nur bei Bildschirmen ein Indikator für die Auflösung. Bei Digitalkameras wird meist die Gesamtanzahl an Subpixeln angegeben, was dazu führt, dass eine viermal höhere Auflösung suggeriert wird. Ebenfalls entscheidend für die Auflösung bei Digitalkameras sind die verwendeten Objektive und die Sensorgrösse.

Zum anderen sagen die ppi- (pixel per inch = Pixel pro Zoll) und die dpi-Werte (dots per inch = Punkte pro Zoll) etwas über die Qualität eines Fotos aus. Die Werte geben die Pixeldichte an und erlauben es, die Detailgenauigkeit und Schärfe eines Bildes zu bewerten. Je höher die ppi- bzw. dpi-Werte, desto detailreicher ist ein Bild und desto besser ist die Auflösung. Für die Beurteilung, wie gross beispielsweise ein Foto sein darf, um nichts an Qualität einzubüssen, sind diese Werte wichtig Kenngrössen.

Abbildungsmassstab

Der Abbildungsmassstab ist das Verhältnis der Grösse eines abgebildeten Objekts zu dessen realer Objektgrösse. In der Fotografie ist dieser Massstab eine wichtige Kenngrösse, um zu beurteilen, wie gross ein Objekt durch die Kamera abgebildet wird.

Bei einem Abbildungsmassstab von 1:1 (bzw. 1) wird das abzubildende Objekt in gleicher Grösse durch die Fotografie abgebildet. Ein Abbildungsmassstab von 1:2 (bzw. 0,5) projiziert das Objekt in halber Grösse, während bei einem Abbildungsmassstab von 2:1 (bzw. 2) das Objekt doppelt so gross wie ursprünglich dargestellt wird.

Die erste Zahl entspricht demnach der Größe des Bildes in der Abbildungsebene, die zweite Zahl der Größe des realen Objekts.

Je kleiner der Abstand zur Kamera und je länger die Objektivbrennweite, desto grösser wird der Abbildungsmassstab. Die Naheinstelleingrenze (der Mindestabstand des Objektivs zum Objekt, um noch fokussieren zu können) von Objektiven verhindert jedoch, dass der Abstand zum Objekt beliebig klein werden kann. Wird eine gewisse Grenze unterschritten (30cm bei gewöhnlichen Objektiven), wird das Bild unscharf und damit unbrauchbar.

Durch den Einsatz spezieller Makroobjektive kann diese Naheinstellgrenze jedoch verringert werden, sodass Objekte aus bis zu 1cm Entfernung scharf abgebildet werden können. Der Abbildungsmassstab dieser Spezialobjektive beträgt zwischen 1 und 1:4. Ab einem Abbildungsmassstab von 1:4 gelten Objektive als Makroobjektive, normaler Objektive hingegen liegen zwischen 1:7 und 1:9.

Entscheidend für die Abbildungsgrösse eines Objekts ist aber nicht nur das Wissen um den Abbildungsmassstab, sondern auch um die Sensorgrösse einer Kamera. Gerade bei Digitalkameras ist die Sensorgrösse oft verschieden, weshalb man auch bei gleichem Abbildungsmassstab unterschiedliche Bilder erhält. Zusätzlich zum Abbildungsmassstab sollte deshalb beim Kauf einer Kamera oder eines Objektivs darauf geachtet werden, wie klein ein Objekt sein darf, um dieses formatfüllend abzubilden.

Beugung

Treffen Lichtwellen auf undurchsichtige Hindernisse (beispielsweise Objektivblenden von Kameras), wird das Licht gebeugt. Beugung bedeutet dabei, dass das Licht aufgrund des Hindernisses von seiner ursprünglichen in eine andere Richtung abgelenkt wird.

Grundsätzlich entsteht Beugung bei allen optischen Geräten, da das Licht durch den begrenzten Zugang dieser Geräte in dessen Verlauf eingeschränkt wird. Die Beugung des Lichts wird aber nicht durch das Hindernis an sich hervorgerufen, sondern durch das Fehlen des Lichts dahinter. Das Licht kann sich nicht mehr linear ausbreiten und die gebeugten treffen auf die nicht gebeugten Lichtwellen und interferieren mit diesen.

Für die Fotografie bedeutet dies, dass das Licht auf falsche Bereiche des Bildes trifft. Anstelle von Bildpunkten entstehen auf dem Sensor der Kamera Kreisflächen mit Ringen, sogenannte Scheibchen, die durch die Überlagerung der Lichtwellen hervorgerufen werden. Auf einem Bild äussert sich dieses Phänomen durch einen hellen Kreis in der Mitte, mit nach aussen immer heller werdenden, in ihrer Intensität abnehmenden, Ringen.

Durch die Beugungsscheibchen wird das Bild unscharf. Diese Beugungsunschärfe entsteht bei allen Objektivblenden und muss in Kauf genommen werden. Der Beugungseffekt ist allerdings nicht immer dramatisch und ist abhängig von der Öffnungsweite der Blende. Als Faustregel gilt: Je grösser die Blendenzahl (d.h. je kleiner die Blende), desto unschärfer wird das Bild, da sich der Anteil des gebeugten Lichts am Bild erhöht. Gleichzeitig verringert sich der Anteil des linear verlaufenden Lichts. Die Beugungsscheibchen werden immer grösser und das Bild folglich unschärfer.

Zu starkes Abblenden macht sich bei Kameras deswegen schnell negativ bemerkbar. Zwar ist Abblenden zur Verbesserung der Schärfentiefe (beispielsweise in der Makrofotografie) notwendig, ab einer bestimmten Blendenzahl verschlechtert sich die Schärfe aber wieder. Daher stehen Fotografen in einem ständigen Konflikt zwischen Schärfentiefe und Beugungsschärfe.

Ab wann eine maximale Blende einer Kamera erreicht ist, ergibt sich – je nach Kameratyp – aus der Pixelanzahl und der Sensorgrösse. Je grösser die Pixel sind, desto später macht sich der Beugungseffekt bemerkbar. Dies bedeutet aber nicht, dass eine hohe Pixelanzahl gleichzeitig mit einer geringeren Beugungsunschärfe einhergeht. Entscheidend ist die Sensorgrösse der Kamera, also die Fläche, auf der sich die Pixel verteilen. Bei gleicher Pixelanzahl führt ein kleiner Sensor im Vergleich zu einem grossen Sensor zu deutlich kleineren Pixeln und damit zu einer grösseren Beugungsunschärfe. Dadurch wird ersichtlich, weshalb die Sensorgrösse (und nicht allein die Anzahl der Pixel) ein wichtiges Kriterium zur Beurteilung der Qualität einer Kamera ist.

Bei kleinen Kameras, die heute meist eine hohe Pixelanzahl besitzen, sollte deshalb eher auf das Abblenden verzichtet werden.

Nahaufnahme eines Laubblattes ohne Zoom

Smartphonefotos – Technik richtig ausnutzen

Langsam aber sicher werden Smartphone-Kameras zu einer fortlaufend grösseren Konkurrenz für die Kompaktkamera. Das Smartphone ist immer und überall dabei und kann spontane Schnappschüsse jederzeit einfangen. Dabei entwickelt sich die Technik rasend schnell, wobei die Smartphonefoto-Technologie stetig optimiert wird. Doch was kann solch eine Kamera wirklich? Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Wahl des passenden Smartphones hinsichtlich der Kamera beachten sollten und mit welchen Tricks Sie Ihr Motiv perfekt in Szene setzen.

Basisanforderungen der Kamera

Bereits beim Kauf eines Smartphones sollten Sie einige Aspekte der eingebauten Kamera etwas genauer unter die Lupe nehmen. Als ein Kriterium ist der Sensor zu betrachten. Dieser sollte eine hohe Auflösung besitzen, das heisst die Anzahl der Pixel auf dem Sensor liegt optimaler Weise etwa zwischen 8 und 12 Megapixeln. Allerdings ist allein die Pixelzahl nicht alles. Entscheidend ist auch die Pixelgrösse. Da der Sensor einer Smartphone-Kamera, durch die schmale Bauart des Smartphones, relativ klein ist, schrumpft mit der Zunahme an Pixeln gleichzeitig ihre Grösse. Je kleiner ein Bildpunkt, desto weniger Licht kann dieser einfangen. Dadurch können Bildrauschen und Bildartefakte entstehen, welche die Qualität deutlich verringern. Die Pixelgrösse lässt sich durch die Sensorgrösse bestimmen.
Der zweite wichtige Aspekt ist die Blende. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Blendenzahl etwa zwischen f/1.7 und f/2.0 liegt. Dies sichert zu, dass das Foto auch bei schwacher Umgebungsbeleuchtung noch ausreichend belichtet wird, wodurch die Qualität erhalten bleibt.

Mit diesen beiden Kriterien ist bereits die Grundvoraussetzung für gute Fotos geschaffen. Natürlich bietet eine Smartphone-Kamera weitere Zusatzfunktionen, welche aber nicht zwingend notwendig sind, wenn Sie beim Fotografieren die richtigen Tricks anwenden.

Vier Tipps für perfekte Smartphonefotos

1. Auf den Zoom verzichten

Smartphones stellen nur einen digitalen Zoom bereit. Bei Nahaufnahmen sollten Sie deshalb lieber näher an das Motiv herangehen, statt den Zoom zu verwenden. Hierdurch wird die Auflösung beibehalten und das Bild wird nicht zu verpixelt.

2. Eigener Bildfokus durch Touch

Abgesehen vom Autofokus, den die meisten Smartphones verwenden, können Sie auch den Touch-Fokus anwenden. Damit können Sie Ihr Foto individueller gestalten. Der gewünschte Gegenstand kann durch ein Tippen auf das Smartphone-Display in Szene gesetzt werden.

3. Smartphone stabilisieren

Um besonders bei schlechteren Lichtverhältnissen ein verwackeltes, unscharfes Bild zu vermeiden, können Sie das Smartphone, wenn vorhanden, einfach auf einem Stativ platzieren. Genauso gut eignet sich natürlich auch eine Wand oder ein anderer fester Gegenstand, an den das Smartphone gelehnt werden kann. Mit einem Fernauslöser lassen sich dann bequem Fotos aufnehmen. Zudem kann auch ein integrierter optischer Bildstabilisator beim Schiessen eines scharfen Bildes Abhilfe schaffen.

4. Tages- und Blitzlicht

Belichtung ist das A und O. Am besten nutzen Sie dafür Tageslicht, um ein helles Bild mit hoher Qualität zu erzielen. Sollten Sie jedoch einen Blitz verwenden, ist ein Xenon-Blitz statt LED zu empfehlen. Dieser benötigt eine geringere Belichtungszeit, wodurch Bildunschärfe vermieden wird. Alternativ kann aber auch ein doppelter LED-Blitz zu einer natürlicheren Beleuchtung führen.

Bye bye Digitalkamera?

Im Vergleich zu einer Digitalkamera kann die Smartphone-Kamera nicht zu 100 Prozent mithalten. Aufgrund der bauartbedingten kleinen Sensoren ist die Qualität der Fotos, die mit einem Smartphone aufgenommen werden, generell geringer als die, die durch eine Digitalkamera entstehen. Zusätzlich führt schlechte Belichtung zu einem Qualitätsverlust.

Weiterhin ist anzumerken, dass Smartphones nur einen digitalen Zoom enthalten. Dieser vergrössert einen Ausschnitt des Bildes nur auf dem Display. Folge ist eine geringere Auflösung und dadurch wiederrum ein Qualitätsverlust. Digitalkameras hingegen punkten in der Regel mit einem optischen Zoom, der die Auflösung des Fotos nicht beeinflusst.

Trotz allem holen Smartphone-Kameras immer weiter auf. Mit einer Auflösung von 12 Megapixeln bieten moderne Smartphone-Kameras für ihre Verhältnisse eine hohe Bildqualität. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, Bilder im Rohdatenformat (RAW) zu fotografieren. Es werden keine Daten komprimiert, weshalb die Bildbearbeitung im Nachhinein erweitert wird. Auch die Bildverarbeitung geschieht in einem hohen Tempo. In wenigen Sekunden können mehrere Bilder hintereinander aufgenommen und gespeichert werden.

Frau macht Fotos mit dem Smartphone auf einer Wanderung

Der richtige Effekt

Während der Aufnahme eines Fotos oder auch im Nachhinein können Sie mit Hilfe verschiedener Fotofilter Ihrem Bild den letzten Schliff verleihen. Standard-Filter, die jedes Smartphone bieten, sind der Schwarz-Weiss- und der Sepia-Filter. Der Schwarz-Weiss-Filter verschafft Ihrer Aufnahme eine gewisse Seriosität, da bei diesem Effekt alle Farben entsättigt sind. Wenn Sie den Sepia-Filter verwenden, wirkt das Foto hingegen eher nostalgisch. Generell ist zu sagen, dass Effekte, die die Farben gelb, orange oder rot enthalten, eine warme Stimmung erzeugen. Andere Farben, wie blau oder grün, lassen das Bild eher kalt erscheinen. Einen besonderen Effekt liefert ausserdem das Fischauge. Durch die Verzerrung des Bildes wirkt beispielsweise eine Landschaftsaufnahme grösser und weiter.

Fazit

Trotzdem Smartphone-Kameras bezüglich des fehlenden optischen Zooms und tendenziell geringerer Lichtstärke nicht ganz mit guten Kompaktkameras mithalten können, sind sie unschlagbar praktisch und immer dabei. Dadurch gewannen sie in den letzten Jahren rasant an Wichtigkeit und eine gute Kamera ist ein wichtiges Kaufkriterium bei einem neuen Smartphone. Besonders bei Schnappschüssen im Tageslicht stehen sie den Kompakten in nichts mehr nach.

Hier finden Sie weitere Tipps für tolle Smartphone-Fotos und coole Apps:

Stimmungsvolle Partyfotos mit dem Smartphone fotografieren

Mit dem Smartphone im Schnee fotografieren

Food-Fotografie mit dem Smartphone

Die ausgefallensten Foto-Apps für Android und iOS

 

Schweizer Flagge im Grünen

Bildrechte in der Schweiz

Auf Blogs und in den sozialen Medien werden jeden Tag zahlreiche Bilder gepostet, verlinkt und geteilt. Dies kann gewisse Risiken mit sich bringen – sowohl für den Urheber als auch für die darauf abgebildeten Personen. Wir erklären, worauf es bei der Verbreitung von Bildern im Internet zu achten gilt.

Das Recht am eigenen Bild

In der Schweiz wird das Recht am eigenen Bild als Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts verstanden. Das bedeutet, dass jeder Mensch grundsätzlich selbst darüber bestimmen kann, ob und in welchem Kontext Bilder von ihm veröffentlicht werden. Es wird im ersten Teil des Zivilgesetzbuches sowie im Bundesgesetz über den Datenschutz geregelt. Ein Urteil des Schweizer Bundesgerichts aus dem Jahr 2010 legte fest, dass das Recht am eigenen Bild durchaus vertraglich geregelt werden kann. Andere Rechte, wie das Recht auf körperliche Unversehrtheit sind hingegen nicht verhandelbar. Strikte vertragliche Regelungen werden beispielsweise bei der Arbeit mit Models getroffen. Ein sogenannter Model Release regelt u.a. den Zweck der Aufnahmen, die Entschädigung und das Urheberrecht.

Dilemma Fotografieren im öffentlichen Raum

Problematisch wird es erst, wenn keine Vereinbarung zwischen einer abgebildeten Person und dem Fotografen getroffen wird. Dies ist zum Beispiel häufig in der Street Style Fotografie der Fall. Hier geht es darum, Passanten mit einem besonders individuellen Look in ungekünstelten Alltagssituationen fotografisch festzuhalten. Besonders natürlich wirken die Aufnahmen dann, wenn das Motiv gar nicht bemerkt, dass es fotografiert wird. Nimmt das Motiv wahr, dass es fotografiert wird, geht dies allerdings häufig zu Lasten der Authentizität des Fotos. Die Pflicht, eine Zustimmung einzuholen, wenn die Person als zentrales Objekt der Aufnahme eindeutig identifizierbar ist, liegt jedoch beim Fotografen. So sollten Fotos nicht ohne Zustimmung der betreffenden Person veröffentlicht werden, obwohl es sich um eine rechtliche Grauzone handelt und letztendlich eine Einzelfallentscheidung ist.

Street Style Fotograf bei der Arbeit

Keiner Vereinbarung bedarf es hingegen, wenn die Person nicht gezielt im Fokus der Aufnahme steht. So wird kein Persönlichkeitsrecht verletzt, wenn mehrere Menschen gemeinsam zum Beispiel bei öffentlichen Veranstaltungen oder an überlaufenen touristischen Orten fotografiert werden. Sticht eine Person jedoch optisch aus der Menschenmenge hervor, muss der Fotograf die Einwilligung einholen, um sich rechtlich abzusichern.

Konzertbesucherinnen in der Menschenmenge – von hinten abgebildet

Ungewollt im Netz veröffentlicht – Was nun?

Wer sein Recht am eigenen Bild verletzt sieht, solle zunächst das Gespräch mit demjenigen suchen, der das Foto veröffentlicht hat und ihn bitten, dieses zu entfernen. Bringt dies nichts, hilft eine Beratung beim Rechtsanwalt um zu klären, inwiefern ein schutzwürdiges Interesse geltend gemacht werden kann. Hier gilt es dann zu entscheiden, inwiefern das Foto in der Lage ist, die darauf gezeigte Person in ein schlechtes Licht zu rücken. Abgewogen wird dabei auch, ob die Szene einen öffentlichen, privaten oder sogar intimen Lebensbereich zeigt. So ist es ein Unterschied, ob eine Person auf der Strasse oder in der Privatwohnung fotografiert wird.

In einigen Situationen hingegen wird eine Einwilligung stillschweigend anhand von Gestik, Mimik oder Anlass angenommen. Dies ist etwa dann der Fall, wenn jemand eindeutig vor der Kamera posiert oder sich für ein Gruppenfoto aufreiht. Gerade im Umgang mit sozialen Netzwerken ist es zudem empfehlenswert, die allgemeinen Geschäftsbedingungen aufmerksam zu lesen. Facebook etwa behält sich vor, die hochgeladenen Fotos seiner Nutzer nach eigenen Interessen zu verwerten.

Schlussendlich empfiehlt sich eine Klage nur bei wirklich schwerwiegenden Verletzungen. Ein Gerichtsprozess ist oft kostspielig und langwierig. Dennoch sollte sich nun niemand animiert fühlen, diffamierende Fotos anderer Personen leichtfertig ins Netz zu stellen. Im Umgang mit den sozialen Medien sollten Anstand und Respekt oberstes Gebot haben.

Das Urheberrecht in der Schweiz

Das Urheberrecht umfasst das Recht des Werkschöpfers an seinem individuellen geistigen Werk. In der Schweiz müssen Fotos auf bestimmte Weise gekennzeichnet sein, um das Urheberrecht zu signalisieren. Hierzu gehört der Copyright-Hinweis durch das ©-Zeichen sowie der Name des Berechtigten mit dem Jahr der Erstveröffentlichung. Während beispielsweise in Deutschland für fast jedes Bild ein urheberrechtlicher Schutz besteht, ist es in der Schweiz gar nicht so einfach, diesen einzufordern. So gilt hier die Voraussetzung, dass es sich bei einem Werk um eine geistige Schöpfung handeln muss. Das Foto muss etwas unverwechselbar Individuelles aufweisen, so etwa eine spezifische Inszenierung oder eine besondere Fototechnik. Eindeutige Kriterien zu finden, ist in der Rechtsprechung jedoch oftmals problematisch.

Nichtsdestotrotz darf geltendes Urheberrecht auch in der Schweiz nicht verletzt werden. So darf niemand nach Belieben Fotos bei Google herunterladen, um sie für den eigenen Blog oder das Social Media Profil zu benutzen. Die Suchmaschine sichert sich hier rechtlich ab, indem sie darauf hinweist, dass es sich um möglicherweise geschütztes Material handelt.

Sogenannte Creative Commons Lizenzen erleichtern dazu den Umgang mit Bildmaterial im Internet. Durch diese können die Urheber selber entscheiden, unter welchen Bedingungen ihre Bilder im Netz weiterverwendet werden dürfen. Eine bestimmte Symbolik kennzeichnet dabei sowohl für den Nutzer als auch für die Suchmaschine, inwiefern ein Foto beispielsweise für kommerzielle Zwecke weiterverwendet werden darf. Darüber hinaus gibt es Bildagenturen, wie zum Beispiel istockphoto, die für Ihren Bildbestand Lizenzen zum Kauf anbieten. Auch diese unterliegen aber wieder bestimmten Nutzungsbedingungen.

Wir machen darauf aufmerksam, dass dieser Artikel nur dem unverbindlichen Informationszweck dient und keine Rechtsberatung im eigentlichen Sinne darstellt. Der Inhalt dieses Angebots kann und soll eine Rechtsberatung, die auf Ihre spezifische Situation eingeht, nicht ersetzen. Insofern verstehen sich alle angebotenen Informationen ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

Beispielshafte Objektanordnung verschiedener Kameras mit geringer Schärfentiefe

Objektfotografie – Eine Anleitung für das perfekte Motiv

Bei der Objektfotografie dreht sich alles um das Ablichten dreidimensionaler Gegenstände und Arrangements. Die häufigste Art der Objektfotografie ist die sogenannte Table Top Fotografie, bei der kleinere Objekte auf einem Tisch oder einer Ablage drapiert werden. Da das Fotografieren von Objekten oftmals im Studio oder in ähnlich neutraler Umgebung stattfindet, ist vor allem Lichtführung, Belichtung und Schärfeverlauf für die Qualität der Fotos entscheidend. Ob im Stillleben, bei Produktfotos oder der Food-Fotografie – Hier finden Sie Inspirationen und Tipps für Ihr perfektes Objektfoto.

Ausrüstung und Voraussetzungen

Grundsätzlich lassen sich mit jeder Kamera und dem richtigen Know-How entsprechend gute Objektfotos machen. Für die Objektfotografie empfiehlt sich natürlich eine Digitalkamera, die wenn möglich eine Makrofunktion hat, um auch Nahaufnahmen und sehr kleine Objekte ausreichend scharf ablichten zu können. Je nach Fotomotiv wird ausserdem ein passender Hintergrund benötigt. Für die Produktfotografie ist ein weisser oder zumindest neutraler Hintergrund beliebt. Dabei ist schon ein grösseres weisses Blatt Papier ausreichend, das leicht gebogen Untergrund und Hintergrund für das Produkt bildet. Alternativ eignen sich natürlich auch immer eine neutrale Wand und davor eine einfarbige Tischplatte. Für Stillleben und Food-Fotografie sind hingegen auch malerische Arrangements beliebt, zum Beispiel ein schöner Holztisch mit Tuch und Messer für eine Obstschale:
Stillleben-Fotografie: Obstschale mit Messer und Tuch auf einem Holztisch
Ausserdem empfehlen sich ausreichend viele Lichtquellen ohne hartes oder gelbliches Licht. Schon günstig gibt es sogenannte Softboxen zu kaufen, die ein diffuses Licht erzeugen und dem Tageslicht sehr nahekommen. Da oftmals höhere Belichtungszeiten für die Fotos nötig sind, sollte auch an ein Stativ für die Kamera gedacht werden. Für die weitere Bearbeitung der Fotos ist zudem ein Bildbearbeitungsprogramm hilfreich.

Tageslicht oder externe Lichtquelle – Die Wahl der passenden Beleuchtung

Fotos, die ausschliesslich mit Tageslicht geschossen werden, erfordern eine längere Belichtungszeit, da das natürliche Licht für eine ausreichende Beleuchtung meist nicht ausreicht. Beim Fotografieren mit weissen Hintergründen kommt ausserdem erschwerend dazu, dass der Hintergrund nahezu nie richtig weiss erscheinen wird und eventuell nachträglich mit einem Bildbearbeitungsprogramm aufgehellt werden muss. Stehen jedoch keine anderen Lichtquellen zur Verfügung, sollten die Fotos tendenziell eher bei leicht bedecktem Himmel oder mit indirektem Sonnenlicht aufgenommen werden. Direkte Sonneneinstrahlung ist bei der Objektfotografie weniger zu empfehlen, da diese zu starken Schlagschatten führen kann.

Ist das Licht im Raum nicht ausreichend, sind sogenannte Softboxen die richtige Wahl. Die Tageslichtlampen erzeugen ein kühles, diffuses und natürliches Licht. Für eine optimale Ausleuchtung empfiehlt sich eine solche Lampe zu jeder Seite des zu fotografierenden Objekts. Auch eine Softbox ist ausreichend, wenn diese zur Decke gerichtet ist, die reflektiert und damit ein weiches Licht über den gesamten Raum fallen lässt.

Profis greifen bei der richtigen Ausleuchtung gern auf Studioblitze zurück. Wir empfehlen für den Hobbygebrauch jedoch erst einmal ohne Blitz und nur mit Tageslicht bzw. Tageslichtlampen zu arbeiten.

Reflexion, Spiegelung und Schatten – jedes Material ist anders

Glas, Stoff oder andere Materialien – sie alle haben unterschiedliche Oberflächen und reagieren dementsprechend differenziert auf Lichtquellen. Für die richtige Ausleuchtung erfordert es also ein gewisses Gespür für das Zusammenspiel von Licht und Schatten. Glas und Metall sind dabei besonders grosse Herausforderungen, da die Materialien stark reflektieren und spiegeln. Auch hier eignen sich diffuse Lichtquellen, um eine starke Lichtreflexion an der glänzenden Oberfläche zu vermeiden. Leider gibt es aufgrund der vielen unterschiedlichen Materialien, Formen, Farben und Lichtverhältnisse kein Patentrezept für das perfekt ausgeleuchtete, nicht spiegelnde und nicht reflektierende Objekt. Experimentieren Sie an dieser Stelle am besten mit diversen Lichtquellen und der Ausrichtung dieser. Auch mit Reflektoren oder lichtschluckenden Flächen kann gearbeitet werden. Das sind oftmals einfache Pappen mit einer reflektierenden Folie bzw. matten Oberfläche, die seitlich des Objekts aufgestellt werden um den optimalen Lichteffekt zu kreieren.
Fotografie von Gläsern unterschiedlicher Formen
Ähnliches gilt für den Schatten des zu fotografierenden Objekts. Generell gilt, je geringer der Abstand zwischen Motiv und Lichtquelle, desto heller wird das Motiv und umso härter ist der Schatten. Für weichere Schatten sollte die Lichtquelle weiter weg bewegt werden, den wenigsten Schatten erzeugen Lampen, die direkt von oben auf das Objekt gerichtet sind. Will man einen Schatten komplett vermeiden, empfiehlt es sich, zwei gleiche Lichtquellen je links und rechts auf das Motiv zu richten.

Fototechnik – Die richtigen Einstellungen

Ist das Objekt in Position gebracht und optimal beleuchtet, geht es nun an das eigentliche Fotografieren. Eine DSRL bietet dahingehend ausreichend kreativen Spielraum um die passende Einstellung für jedes Motiv zu finden. Bevor man jedoch mit den Aufnahmen beginnt, empfiehlt es sich, einen Weissabgleich zu machen. Dieser kann automatisch oder auch manuell vorgenommen werden, teilt der Kamera die Farbtemperatur mit und beugt somit Farbstichen vor.

Bei der Belichtungszeit heisst es wieder Experimentieren, da dieser stark von den individuellen Lichtverhältnissen abhängt. Bei zu kurzer Belichtungszeit ist das Bild unterbelichtet. Ist der Wert zu hoch gewählt, wird das Bild zu hell.

Auch die Wahl der optimalen Blende entscheidet sich nach individuellen Wünschen. Für einen unscharfen Hintergrund und demnach eine geringe Schärfentiefe empfiehlt sich ein kleiner Blendenwert. Für einen scharfen Hintergrund gilt entsprechend ein höherer Wert.
Beispielshafte Objektanordnung verschiedener Kameras mit geringer Schärfentiefe
Besonders für Produktfotos ist es entscheidend, dass möglichst viele Seiten des Objekts gezeigt werden. Fotografieren Sie dazu am besten von verschiedenen Seiten und aus unterschiedlichen Winkeln. Klassisch und einfach von vorne oder von schräg oben – bezüglich der Perspektive gibt es viele Möglichkeiten.

Ein weiterer Punkt ist die Blickrichtung und die Motivbetrachtung. Wir sind es gewohnt von links nach rechts zu lesen. Diese Gewohnheit übernehmen wir daher im Regelfall auch bei der Betrachtung von Bildern. Fotos, auf denen Objekte entsprechend angeordnet sind, lassen sich demnach angenehmer betrachten. Als Beispiel folgt eine Anordnung von Matchboxautos von links nach rechts.
Anordnung verschiedener bunter Matchboxautos in einer Linie von links nach rechts
Nun ist die gleiche Reihe von rechts nach links angeordnet. Im Vergleich empfinden die meisten Menschen die erste Abbildung als angenehmer.
Anordnung verschiedener bunter Matchboxautos in einer Linie von rechts nach links
Ebenso ist die Anordnung des Objektes innerhalb des Fotos von Bedeutung. Das ist vor allem interessant, wenn nicht nur ein Objekt abgelichtet werden soll, sondern mehrere. Im Fall der Food-Fotografie werden Nahrungsmittel und Zubehör oftmals so arrangiert, dass ein kleines Kunstwerk entsteht. Aber auch bei der Produktfotografie muss es nicht langweilig vor der Kameralinse zugehen. Auch hier können unterschiedliche Objekte, Farben und Gegenstände zusammengestellt werden. Gerade kleinere Objekte wirken oft verloren, wenn sie allein im Bild stehen und können gut mit ähnlichen und artverwandten Produkten kombiniert werden. Dabei weiss der Fotograf meist am besten, welche Gegenstände gut zusammenwirken und wie das Foto am Ende aussehen soll.

Dieser Artikel sollte Ihnen Inspiration und Hilfestellung geben, jedoch gilt auch beim Ablichten von Objekten, wie in vielen Bereichen der Fotografie: Probieren Sie sich aus. Testen Sie, wie verschiedene Motive und unterschiedliche Einstellungen wirken und gelangen Sie somit Schritt für Schritt zu Ihrem optimalen Foto.

Teleskopstativ auf Landstrasse

Stativ, Stabilisator und Co. – Hilfen gegen Verwackeln

Ohne ausreichendes Licht gibt es keine scharfen Fotos. Über unscharfe Aufnahmen ärgert sich wohl jeder Fotograf. Verwackelte oder falsch fokussierte Bilder sind oft nicht mehr zu retten. Auf der anderen Seite fragt man sich, wie Fotografen die gestochen scharfen Aufnahmen auf Flickr und Co. hinbekommen. Wahrscheinlich besitzen sie sehr gute Kameras. Worauf sie ausserdem noch achten, erklären wir im Nachfolgenden.

Stativ

Stabiles Stativ für DSLR

Besonders unter schwachen Lichtbedingungen wird ein Stativ benötigt. Bei längeren Belichtung können keine verwacklungsfreien Fotografien mehr aus der Hand erzeugt werden. Das Stativ dient der stabilen Aufstellung einer Kamera. Im Normalfall besitzt es drei Beine die der Länge nach ausziehbar sind (Teleskopbeine). Bei Fotostativen kommt es besonders auf die Handlichkeit und das Gewicht an.

Prinzipiell gibt es Stative für zwei Einsatzbereiche. Zum einen werden sie bei schlechten Lichtverhältnissen verwendet, um verwacklungsfreie Aufnahmen bei langer Belichtung zu ermöglichen. Zum anderen werden sie gebraucht, um starke Schatten bei zu viel Licht durch Mehrfachbelichtungen zu mildern. Besonders bei sehr langen Brennweiten, wie bei Teleobjektiven, besteht durch den kleineren Bildwinkel eine erhöhte Verwacklungsgefahr. Hier ist ein Stativ so gut wie unentbehrlich.

Bildstabilisator

Viele digitale Kameras und Objektive sind heute mit elektronischen Bildstabilisatoren ausgestattet. In der Analogfotografie boten das nur wenige Marken. Aufgrund der unterschiedlichen Wirkungsweisen können Bildstabilisierungen auf drei Arten erreicht werden. Dabei stehen elektronische und optisch-mechanische Verfahren zur Verfügung.

Elektronische Bildstabilisierung

Die elektronische Bildstabilisierung ist relativ simpel, wenngleich sie sehr kompromissbehaftet ist. Über die Erhöhung des ISO-Werts soll eine Stabilisierung des Bildes erreicht werden. Leider erhöht sich mit steigender ISO-Zahl das Rauschen eines Bildes.

Optische / Mechanische Bildstabilisierung

Schalter für Stabilisator einer Nikon

Bewegungssensoren realisieren die Bewegung des Fotografen. Der Prozessor wertet die Daten aus und sendet Steuersignale an Piezoelemente oder Motoren. Daraufhin sollen Linsen im Objektiv oder der Aufnahmesensor der Kamera die Bewegungen ausgleichen.

Wie dem obigen Bild zu entnehmen ist, haben die meisten Bildstabilisatoren in Objektiven drei Einstellungen:

  • Stabilisierung aus (Aufnahme mit Stativ überlegenswert)
  • Stabilisierung an: ACTIVE Mode (um ein sich bewegendes Objekt mit der Kamera zu verfolgen)
  • Stabilisierung an: NORMAL Mode (Freihandaufnahmen ohne Mitziehen)

Die Bildstabilisatoren in einer Kamera oder im Objektiv sollen die Bildschärfe auch ohne Stativ gewährleisten. Man kann eine Aufnahme bis zu drei Belichtungsstufen länger belichten, ohne dass es zu Verwacklern kommt. Trotzdem: Selbst der beste optisch-mechanische Bildstabilisator kann ein Stativ nicht ersetzen.

Freihandgrenze / Verwacklungsgrenze

Spiegelreflexkamera in einer Hand

Nicht immer möchte man das sperrige Stativ mit sich herumtragen. Damit bei länger belichteten Motiven trotzdem scharfe Bilder entstehen, lohnt sich ein schneller Blick in die Tabelle der Freihandgrenzen.

Die Freihand- / Verwacklungsgrenze gibt die längste Verschluss-/Belichtungszeit an, die im manuellen (M-)Modus oder im halbautomatischen Modus (Blendenautomatik / Belichtungsautomatik) ohne den Einsatz eines Stativs nicht zu unscharfen Aufnahmen führt. Selbstverständlich ist die Freihandgrenze kein einheitlich geregelter Wert. Er besitzt eher Richtwertcharakter. Jeder Fotografierende besitzt schliesslich eine unterschiedlich stark zitternde Hand.
Unter Ausschluss von starken Teleobjektiven ergibt sich folgende Formel:

Freihandgrenze = 1 / Brennweite

Wird zum Beispiel mit einer 50mm Festbrennweite fotografiert, sollten Blende und ISO-Wert so gewählt werden, dass eine maximale Belichtungszeit von 0,02 Sekunden erreicht wird. Am einfachsten gelingt das im Halbautomatik-Modus. Mit der Zeitautomatik wird die Blende vorgewählt und die Belichtungszeit stellt sich automatisch ein.
Neben den genannten Möglichkeiten gibt es auch noch kleine und leichte Helfer, wie beispielsweise Brust- und Schulterstative, die sich zwar nicht mit der Stabilität eines Fotostativs vergleichen lassen, dennoch freihändige Aufnahmen gut unterstützen.

Der menschliche Sehapparat passt sich viel leichter an sich wechselnde Lichtbedingungen an. In der Fotografie gehören dazu das richtige Equipment und Knowhow. Fotostative sind die richtige Wahl, um Verwacklungsunschärfen beim Fotografieren zu vermeiden. Wer kein Stativ dabei hat, sollte sich an den Freihandgrenzen orientieren.

Filter für analoge Kamera

Filter in der Fotografie

Grundsätzlich unterscheidet man in der Fotografie zwischen Korrektur- und Effektfiltern. Beide Filter reflektieren einen kleinen Teil des einfallenden Lichts und lassen dadurch weniger Licht zum Objektiv. Der Fotograf muss nachjustieren. Dabei orientiert er sich an dem aufgedruckten Verlängerungsfaktor des jeweiligen Filters. Bei einem Faktor 2 beispielsweise müsste die Blende um eine Stufe weiter geöffnet oder die Belichtungszeit verdoppelt werden. Bei den jeweiligen Herstellern finden sich dazu entsprechende Tabellen.

Diese grundlegenden Einstellungen sind für alle Filter gleich. Doch nun möchten wir Ihnen ein paar nützliche Filter genauer vorstellen. Wir zeigen, welche Ergebnisse sich mit den einzelnen Filtern erzielen lassen und für welche Art von Motiv er besonders geeignet ist. Wie bereits erwähnt, unterscheidet man zwischen Korrektur- und Effektfilter:

Korrekturfilter

Diese Art Filter dienen besonders dazu, Sättigung, Kontrast oder UV-Belichtung des Bildes zu beeinflussen, beziehungsweise zu korrigieren.

Polarisationsfilter

Der Polfilter ist ein sehr nützlicher Filter, dessen Effekt sich nicht mit Photoshop nachahmen lässt. Besonders in der Produkt-, Architektur- und Landschaftsfotografie wird der Polfilter oft benutzt, um Spiegelungen und Reflexe auf nicht metallischen Oberflächen zu unterdrücken.

Der Filter wirkt, weil er nur Licht in einer bestimmten Schwingungsebene vom polarisierten Licht herausfiltert und das andere reflektierende Licht absorbiert und in Wärme umwandelt. Der Polfilter wird vor dem Objektiv befestigt. Durch Drehen wird die Auswirkung auf die Lichtsituation angepasst.

In der Fotografie kann der Polarisationsfilter durch seine physikalischen Eigenschaften sehr vielseitig eingesetzt werden. Wie bereits erwähnt, lassen sich starke Reflexionen von nicht-metallischen Oberflächen eindämmen. Auf dem folgenden Bild lässt sich der Unterschied besonders gut erkennen. Beim obigen Bild reflektiert das Wasser sehr stark und erscheint undurchlässig, beim unteren erscheint es natürlicher. Ausserdem ermöglicht der Filter sattere Grüntöne, da überschüssiges blaues Licht herausgefiltert wird.

Bilder ohne bzw. mit Polarisationsfilter aufgenommen

Für viele Fotografen ist der Polfilter ein Must-have. Der kleine Filter kann flexibel eingesetzt werden und der Anwender kann schnell beurteilen, ob sich der Einsatz des Polfilters lohnen würde. Gegen Spiegelungen und Reflexionen gibt es kein besseres Hilfsmittel.

Graufilter

Der Graufilter ist auch unter ND-Filter oder Neutraldichtefilter bekannt. Manche bezeichnen den Graufilter auch als Sonnenbrille für das Objektiv. Er besteht aus optischem Glas, das gleichmässig grau eingefärbt ist und den Lichteinfall auf Film oder Fotosensor reduziert.

Besonders bei Langzeitaufnahmen kann die Abblendwirkung eines Objektives nicht ausreichen, um die einfallende Lichtmenge effektiv zu vermindern. Das Resultat sind überbelichtete Bilder. Viele Fotografen greifen deshalb auf Graufilter zurück. Der Filter ermöglicht längere Belichtungszeiten oder grössere Blendenöffnungen ohne Farbe und Kontrast eines Motivs zu beeinflussen.

Für den Einsatz von ND-Filtern gibt es eine Tabelle zur Berechnung der Belichtungskorrekturen. Dabei wird sich in erster Linie am Verlängerungsfaktor orientiert. Ein Graufilter mit der Bezeichnung „ND 64“ verlängert die Belichtungszeit beispielsweise um das 64-fache. Anders ausgedrückt, spart der Fotograf 6 Blendenstufen.

Mit diesem Filter könnte folgendes Bild aufgenommen worden sein:

Wasserfall in Finnland mit Langzeitbelichtung und Graufilter aufgenommen

Auf dem Bild scheint das Wasser wie feiner Zucker von den Bergen zu rieseln. Das wird durch die sehr lange Belichtungszeit erreicht, die der Graufilter ermöglicht. Ausserdem wirkt die Wasseroberfläche ganz glatt. Jedoch trägt der Graufilter nicht nur zu Wischeffekten bei Fliessgewässern bei, auch bei der Architekturfotografie wird er gern eingesetzt, um Personen auf Fotos verschwinden zu lassen. Dafür sind auch extreme Belichtungszeiten notwendig, wobei ohne einen ND-Filter die Aufnahmen überbelichtet würden. Ausserdem können durchgezogene Lichtspuren, wie sie fahrende Autos bei Nacht erzeugen, aufgenommen werden.

Grauverlaufsfilter

Der menschliche Sehapparat kann Helligkeitsunterschiede viel genauer wahrnehmen als moderne Spiegelreflexkameras. Bei Aufnahmen von Landschaftsmotiven kann es passieren, dass Details im Bereich des Himmels oder unterhalb des Horizonts verloren gehen, obwohl das menschliche Auge alles wahrnimmt. Das liegt größtenteils an dem fehlenden Dynamikumfang bei Digitalkameras. Ist beispielsweise der Himmel sehr hell, kann es passieren, dass durch Überbelichtung keine Zeichnung mehr vorhanden ist. In diesem Fall können selbst Aufnahmen im RAW-Format am Computer nicht verbessert werden, da Informationen verloren sind. Fotografen greifen bei ihren Aufnahmen deshalb auf Grauverlaufsfilter zurück.

Grauverlaufsfilter mit softem Verlauf

Um eine korrekte Belichtung zwischen unterem Teil des Motivs und Himmel zu erreichen nutzt man den Grauverlaufsfilter. Das aufgenommene Bild zeichnet sich durch einen detaillierteren Himmel aus.

Die Übergänge von Grauverlaufsfilter können unterschiedlich stark sein. Eine Gemeinsamkeit gibt es aber doch – die gerade, horizontale Linie. Hierin liegen auch die Grenzen von Grauverlaufsfiltern. Objekte die in das Motiv hineinragen oder über die Horizontlinie hinaus, werden unter Umständen mit abgedunkelt. Abhilfe schafft hier nur eine Belichtungsreihe, aus der die später entstehenden Bilder am Computer zu einem Gesamtbild zusammengesetzt werden.

Alle drei hier genannten Filter stammen aus den Zeiten der analogen Fotografie. Deren Korrekturwirkungen lassen sich unter Verwendung von Bildbearbeitungsprogrammen nur mehr oder weniger bis gar nicht am Computer erzeugen. Deswegen schwören viele Fotografen auf den Einsatz der Filter.

Effektfilter

Effektfilter oder auch Kreativfilter dienen eher als künstlerisches Gestaltungsmittel. Manche Filter können bei übermässigem Einsatz allerdings sehr kitschige Motive hervorbringen. Wir gehen deshalb nur auf zwei Filter näher ein.

Sternfilter

Verwendung des Sternfilters vor der St. Peters Basilica in Rom

Mit diesem Gitterfilter lassen sich punktförmige Lichtquellen vor einem dunklen Hintergrund in vier-, sechs-, acht- oder sechzehneckige Sterne verwandeln. Punktförmig sind vor allem Schlaglichter. Einige Fotografen setzen diesen Effekt beispielsweise bei Wasserreflexionen ein. Andere lassen Brillanten auf Produktfotos durch einen kleinen Sterneffekt hervorleuchten. Unser Bild zeigt, dass sich der Filter auch bei Nacht einsetzen lässt.

Farbfilter

Diese Vorsatzfilter lassen entweder Strahlung einer bestimmten Wellenlänge passieren oder filtern bestimmte Farben heraus. Letzteres ist allerdings seltener der Fall. Meistens bestehen diese Filter aus Glas, Kunststoff oder Gelatinefolie. Farbfilter lassen sich sowohl als Korrektur- als auch als Effektfilter einsetzen. Dann benutzt man diese allerdings eher, um spezielle Farben hervorzuheben.

Drei Farbfilter zum Aufschrauben auf ein Objektiv

Im digitalen Zeitalter lassen sich fast alle Effektfilter durch moderne Fotobearbeitungsprogramme reproduzieren. Bei Korrekturfiltern sieht die Angelegenheit schon etwas anders aus. Insbesondere Polfilter sind durch Bildbearbeitungsprogramme aufgrund der Physik nicht zu ersetzen. Letztendlich muss jeder Fotograf für sich selbst entscheiden, welche Filter er seiner Fotoausrüstung beilegt. Hier spielen vor allem Einsatzgebiet und Flexibilität eine sehr grosse Rolle.