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Zoomfaktor

Der sogenannte Zoomfaktor beschreibt die Vergrösserungsleistung eines Zoom-Objektivs, also das Verhältnis von der kleinsten zur grössten einstellbaren Brennweite. Beträgt die kleinste Brennweite – auch Anfangsbrennweite genannt – 35 mm und die grösste – auch Endbrennweite – 70 mm, so liegt der Zoomfaktor bei 2. Man spricht hier von einem 2-fach Zoom. Die Rechnung dazu:

Endbrennweite : Anfangsbrennweite = Zoomfaktor

70 : 35 =  2

Betragen Anfangs- und Endbrennweite eines Objektivs 35 mm und 350 mm, so handelt es sich um einen 10-fach Zoom. Der Zoomfaktor allein sagt allerdings noch nichts über die kleinste und grösste Brennweite, also über den Vergrösserungsfaktor bzw. die Art eines Objektivs aus. Sowohl Weitwinkel- als auch Teleobjektive können beispielsweise einen 3-fach Zoom haben und dabei jeweils sehr unterschiedliche Brennweiten abdecken:

100-300 mm = 3-fach Zoom bei einem Teleobjektiv

3,4-10,2 mm = 3-fach Zoom bei einem Weitwinkelobjektiv

Kameras, bei denen die Objektive fest eingebaut sind (Kompakt- und Bridgemodelle), lassen sich umso flexibler einsetzen, je grösser der Zoomfaktor ist. Aus diesem Grund werden solche häufig mit dem Zoomfaktor beworben. Jedoch ist ein grösserer Zoomfaktor auch immer ein Kompromiss aus Brennweite und Grösse und Qualität der Fotos. Oft ist hier die Lichtstärke erheblich geringer. Bei DSLRs hingegen wird mit Wechselobjektiven gearbeitet, sodass der Kompromiss hier eher die grosse Equipmenttasche mit Objektiven statt die Qualität der Fotos darstellt.

Zoom

Der Begriff Zoom beschreibt den Vorgang, bei dem das Motiv mit Hilfe der Kamera verkleinert, beziehungsweise vergrössert wird. Üblicherweise wird der Kamerazoom dazu verwendet, ein Objekt grösser darzustellen, als es aus dem derzeitigen Betrachtungswinkel wahrgenommen wird. Somit lassen sich auch weit entfernte Objekte ablichten, ohne den ursprünglichen Standort verlassen zu müssen. Aus diesem Grund erfreuen sich insbesondere Anhänger der Tier- und Sportfotografie an Kameras mit guter Zoomeigenschaft.

Die meisten modernen Kameras verfügen über zwei unterschiedliche Arten von Zoom.

Bei dem optischen Zoom kommt es zu einer Veränderung der Brennweite. An dem Objektiv einer Systemkamera wird zu diesem Zweck gedreht, was die Verschiebung der Objektivlinsen bewirkt und das Motiv entsprechend grösser oder kleiner darstellt. Bei Digitalkameras mit fest verbautem Objektiv (Kompakt– und Bridgekameras) wird für einen veränderten Zoomfaktor häufig eine Art Schieberegler neben dem Auslöser betätigt. Die optische Zoomeigenschaft einer Kamera ist abhängig von der minimalen und maximalen Brennweite des Kameraobjektivs und wird in Millimetern angegeben.

Beim digitalen Zoom handelt es sich um keinen „echten“ Zoom im engeren Sinne. Die Kamera vergrössert lediglich den ausgewählten Bildausschnitt des ursprünglich aufgenommenen Bildes. Vor allem bei Kompaktkameras sind die Grenzen zwischen dem optischen und digitalen Zoom nahezu fliessend. Wird die maximale optische Zoomeigenschaft erreicht, schaltet die Digitalkamera automatisch in den digitalen Zoom um und vergrössert den ausgewählten Bildausschnitt daraufhin digital. Obwohl sich die Möglichkeiten und die Qualität des digitalen Zooms in den letzten Jahren stark verbessert haben, unterliegt er noch immer den Bildergebnissen eines optischen Zooms.

Kameragehäuse bzw. Kamera-Body

Das Kameragehäuse (engl. body) ist die zentrale Komponente einer jeden Kamera. Es beherbergt sämtliche für den Betrieb benötigten technischen Bauteile und schützt sie vor äusseren Einflüssen. Obwohl sich die Komponenten von Kameragehäusen je nach Kameraart stark unterscheiden, setzt sich eine Grosszahl an Kameragehäusen unter anderem aus den folgenden Bauteilen zusammen: einem optischen und/oder elektronischen Sucher, verschiedenen Sensoren, einem Objektiv, einem eingebauten Blitzlicht, Tasten zur Bedienung und einem Programmwahlrädchen.

Bei Systemkameras kommt dem Kameragehäuse eine besondere Bedeutung zu. Im Unterschied zu Bridge- und Kompaktkameras verfügen diese über kein fest verbautes Objektiv. Eine Systemkamera kann erst dann in einen betriebsbereiten Zustand versetzt werden, wenn an dem Kameragehäuse zuvor ein Kameraobjektiv befestigt wurde. Dafür wird das Objektiv am sogenannten Bajonett mit dem Kameragehäuse verbunden und eingerastet.

Im Handel existieren viele verschiedener Kameragehäuse-Ausführungen von den unterschiedlichsten Herstellern, die sich nicht nur äusserlich, sondern auch im Hinblick auf ihre technische Ausstattung unterscheiden. Die Unterschiede ergeben sich dabei beispielsweise aus der Zahl der maximalen Auflösung, der Megapixel-Anzahl, der Art des Bildsensors und den ein- und ausgehenden Anschlussmöglichkeiten.

Den markantesten Unterschied bildet die Abstufung von Kameragehäusen mit eingebautem APS-C zu solchen mit eingebautem Vollformatsensor. Diese unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf den Preis (Kameragehäuse mit Vollformatsensor können mitunter im vierstelligen Preissegment liegen) oder die Grösse des abgebildeten Bildausschnitts, sondern in erster Linie bezüglich der Anschlussmöglichkeiten der Objektive. So können Vollformatobjektive zwar an APS-C Kameras benutzt werden, jedoch keine APS-C Objektive an Vollformatkameras, oder zumindest nicht ohne Vignettierung und dem damit einhergehendem Qualitätsverlust an den Bilderrändern.

Die Unterschiede zwischen den Kamera-Bodys lassen ausserdem auch Rückschlüsse auf deren optimalen Einsatzzweck zu. Während sich viele DSLRs nur zum Fotografieren eignen, gibt es nur wenige, die sich aufgrund ihrer technischen Eigenschaften gleichermassen gut zum Filmen eignen.

Die Unterschiede liegen im Detail und sollten vor dem Kauf eines Bodys genau abgewogen werden. Letztlich legt man sich mit dem Kauf eines Kameragehäuses gleichzeitig auf das Zubehör des jeweiligen Gehäuseherstellers fest, da sich etwa an DSLR-Gehäusen keine Objektive von Fremdherstellern verwenden lassen (mit Ausnahme von zugelassenen Drittanbietern).

Fotografieren auf Reisen

Reisefotografie – und dann?

Tipps zur Bildorganisation auf Reisen

In den Ferien haben wir die Kamera immer dabei und den Finger meist am Auslöser. An einem aufregenden Sight-Seeing-Tag entstehen so schnell mehrere hundert Bilder. Mit jedem fortschreitenden Ferientag wird die Anzahl aus Schnappschüssen, Verwacklern und richtigen Goldstücken auf der Kamera immer grösser und damit undurchsichtiger. Leider landen diese Bild-Konglomerate nach der Reise meist ungeordnet auf der Festplatte und geraten in Vergessenheit.

Wir geben Tipps, wie Sie mit wenig Aufwand Ordnung in Ihre Ferienfotos bringen.

Bildorganisation #1 – Bewusst Fotografieren

In den Ferien wollen wir sichergehen, das gewünschte Motiv auch wirklich gut getroffen zu haben. So haben die meisten Menschen die Angewohnheit, dasselbe Motiv wieder und immer wieder abzulichten. Dadurch entstehen zahllose Kopien eines Fotos ohne Mehrwert für den Betrachter. Nehmen Sie sich lieber Zeit für das Schiessen eines Fotos: wer durchdacht und in Ruhe fotografiert, erhält weitaus bessere Ergebnisse. Sollten Sie zur Sicherheit eine zweite Aufnahme machen wollen, achten Sie darauf, die Bildkomposition oder die Ausrichtung zu ändern. Durch bewusstes Fotografieren nehmen wir auch unsere Umwelt bewusster wahr und vermindern Foto-Dopplungen und somit Chaos auf der Kamera.

Bildorganisation #2 – Verschiedene Quellen zusammenfügen

Fotos aus mehreren Quellen zusammenziehen

Sichern Sie am Ende eines jeden Ferientages die Bilder auf ihren Laptop oder in der Cloud. Somit sind Ihre Bildschätze auch bei Verlust oder Beschädigung der Kamera gesichert. Achten Sie darauf, die Bilder aller verwendeten Kameras zu sichern: also vom Smartphone, der DSLR und gegebenenfalls der Actioncam. Zumeist werden die Bilddateien in einem Ordner automatisch nach Benennung geordnet, wodurch die Aufnahmen der verschiedenen Kameras nacheinander gelistet werden. Sinnvoller ist eine Ordnung nach Aufnahmezeitpunkt, dann werden alle Aufnahmen unabhängig vom Aufnahmegerät chronologisch geordnet.

Zum Erstellen der Sicherungskopie auf Reisen können Sie Clouddienste nutzen, oder – bei schlechter und nicht vorhandener Internetverbindung – auf stossresistente externe Festplatten zurückgreifen. Diese sind besonders widerstandsfähig und zumeist klein und kompakt.

Bildorganisation #3 – Ausmisten

Die geschossenen Bilder sollten jeden Abend gesichtet werden. Dabei sollten Sie recht rigoros alle Bilder löschen, die doppelt, verwackelt oder einfach ohne Aussagewert sind. Dies können Sie ganz intuitiv entscheiden, im Ansichtsmodus vieler des Laptops löschen Sie ein Bild mit der Taste „Entf“ und springen mit den Pfeiltasten vor- und zurück. Erfahrungsgemäß haben Sie später keine Freude an Bildern, die Sie schon am Aufnahmetag nicht vom Hocker hauen. Durch tägliches Ausmisten reduzieren Sie die Anzahl gespeicherter Bilder zumeist auf einen Bruchteil der Original-Fotos. So haben Sie zwar weniger Fotos, aber bestimmt mehr Freude daran. Ein positiver Nebeneffekt ist, dass Sie den Tag durch das Aussortieren Ihrer Bilder nochmals Revue passieren lassen.

Bildorganisation #4 – Top Ordner

Zahlreiche Reisefotos sortieren und Top Ordner erstellen

Von jeder Reise gibt es besonders schöne Fotos, die uns einfach berühren. Manchmal lässt sich gar nicht genau sagen, warum ausgerechnet dieses oder jenes Bild das Lieblingsbild der Ferien wurde. Erstellen Sie einen Top Ordner und legen Sie hier nur die 15-20 besten Bilder der Ferien rein, je nach Länge des Urlaubs kann dies auch variieren. Bei langen Reisen mit mehreren Stationen, können Sie auch zu jedem Ort einen Top Ordner erstellen. Durch die strikte Selektion der Lieblingsfotos haben Sie die allerschönsten Urlaubserinnerungen kompakt gespeichert, und können für „Dia-Abende“ mit Freunden oder die Erstellung des Urlaubsfotobuchs einfach darauf zurückgreifen. Durch die Reduktion auf wenige tolle Bilder schaut man sich die Ferienfotos erfahrungsgemäß viel häufiger an, als wenn man sich durch grosse Datenmengen wühlen muss. Und wenn Sie wieder einmal länger in Ferienerinnerungen schwelgen möchten, haben Sie auch die umfangreicheren Ordner schnell zur Hand.

Bildorganisation #5 – Bild Management Tools

Auch mit einer sinnvollen Ordnerstruktur und viel Disziplin in der Bildverwaltung sammeln sich über die Jahre enorme Bilddaten-Mengen an. Es gibt einige kostenlose Fotoverwaltungstools, die Ordnung in das Chaos bringen können.

Das Angebot an Organisationssoftware ist riesig. Empfehlenswert ist beispielsweise die kostenlose Software «Photo Commander 12». Auch sehr grosse Bildbestände können mit der kostenlosen Vollversion einfach verwaltet werden. Beim Import können Bilder mit Tags und Schlagworten versehen werden und somit später einfach wiedergefunden werden. Ein grosser Vorteil ist die Stapelverarbeitung: mit dieser Funktion können mehrere Bilder gleichzeitig in andere Formate konvertiert und die Dateigrösse verändert werden. Die Funktion «Duplicate finder» sortiert doppelte Bilder automatisch aus, was manuelles Löschen überflüssig macht.

Fazit: Bildorganisation auf Reisen

Es lohnt sich, schon in den Ferien ein bisschen Zeit in die Organisation der Fotos zu investieren. Denn hat sich einmal ein Foto-Chaos angesammelt, braucht es einiges an Überwindung sich damit auseinander zu setzen. Versuchen Sie, resolut Ordnung in Ihre Ferienfotos zu bekommen und Sie werden viel Spass mit Ihren Erinnerungsstücken haben.

Kondenswasser-Bildung auf einer Scheibe

Fotografieren bei hoher Luftfeuchtigkeit – Tipps und Tricks

Brillenträger kennen das Problem Kondenswasser: Wer im Winter aus dem kalten ins Warme kommt, erblindet für kurze Zeit, da die Brillengläser sofort beschlagen. Die Gläser bleiben so lange beschlagen, bis sie sich der Raumtemperatur angepasst haben. Das gleiche passiert im Sommer: Die eiskalte Limonade am Badesee ist sofort mit einem nassen Film ummantelt, da die Umgebungstemperatur höher ist als die der Limonade. Dieser Kälte-Wärmeschock lässt sich immer dann beobachten, wenn die Temperatur eines Objekts wesentlich geringer als die der Umgebungsluft ist. Die Erklärung dafür ist simpel: Warme Luft kann viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Beim Auftreffen auf das kalte Glas einer Brille, Flasche oder eben eines Fotoobjektivs kühlt sich die Luft rasch ab, ihre Wasseraufnahmefähigkeit sinkt und es entsteht Kondenswasser, das sich in winzigen Tröpfchen auf dem Glas niederschlägt.

Was genau passiert bei Kondenswasser auf dem Objektiv?

Egal ob Sommer oder Winter, durch extreme Temperaturunterschiede besteht die Gefahr, dass sich Kondenswasser auf der Kamera bildet. Hierbei entstehen kleine Wassertropfen auf dem Fotoapparat, die die empfindliche Technik beschädigen können, sobald sie ins Innere des Geräts eindringen. Wird die Kamera zu diesem Zeitpunkt in Gebrauch genommen, kann das Kondenswasser im schlimmsten Fall zu bleibenden Schäden führen.

Wechseln Sie das Objektiv, bevor sich die Kamera der Umgebungstemperatur angepasst hat, kann das gravierende Schäden am hochempfindlichen Kamera-Sensor hinterlassen und sollte daher unbedingt vermieden werden. Bei einem Objektivwechsel kann Kondenswasser ins Innere des Apparats gelangen und eingeschlossen werden, welches Sie nur sehr schwer wieder herausbekommen und möglicherweise zu einer defekten Kamera führt. Daher empfiehlt es sich, das Objektiv bereits zu wechseln und richtig einzustellen, bevor der warme Raum betreten wird.

In jedem Falle aber ist der Nebel, der sich auf der Linse bildet, absolut hinderlich beim Fotografieren. Im Tropenhaus oder bei dampfenden Speisen in der Küche – Objektiv- und Umgebungstemperatur sind oft sehr unterschiedlich und die Luftfeuchtigkeit ist hoch. Auch bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumlichkeiten mit vielen Menschen, wie zum Beispiel bei Konzerten oder anderen Feierlichkeiten, kann es zu einer hohen Luftfeuchtigkeit kommen. Was kann man tun, um bei hoher Luftfeuchtigkeit trotzdem Fotos machen zu können?

Abbildung eines Tropenhauses von Ihnnen

 

Kein Beschlagen der Kamera – so geht’s

Um ein Beschlagen des Objektivs zu vermeiden, sollten Sie die Kamera zunächst langsam auf Zimmertemperatur bringen. Dafür verpacken Sie den Fotoapparat am besten in Ihrer Fototasche oder alternativ in einem einfachen Plastikbeutel. Beim Verpacken sollte darauf geachtet werden, dass der Beutel verschliessbar ist und dass so wenig Luft wie möglich in den Beutel eingeschlossen wird. Dafür eignen sich besonders Ziploc-Beutel. Sollte sich ein Film aus Kondenswasser bilden, geschieht das auf dem Plastikbeutel und nicht auf der Kamera. Lassen Sie den verpackten Apparat (je nach Temperaturunterschied) bis zu einer Stunde im entsprechenden Raum liegen, ohne ihn zu benutzen und das Objektiv auszufahren. In dieser Zeit kann sich das Gerät langsam aufwärmen und sich der Zimmertemperatur anpassen. Wenn sich die Kamera akklimatisiert hat, ist eine erneute Benutzung unbedenklich und ein Beschlagen des Objektivs kein Problem mehr.

Um die Linse des Objektives zusätzlich vor Feuchtigkeit abzuschirmen, gibt es bereits kostengünstige farbneutrale Schutzfilter, die an der Front des Objektives angebracht werden können. Des Weiteren lässt sich der Body der Kamera und auch der Körper des Objektives durch das Einhüllen in einen Plastikbeutel während des Fotografierens schützen. Neben einer herkömmlichen Plastiktüte gibt es Allwetterschutz-Hüllen, die gut an die Form der Kamera angepasst sind. Eine sehr sichere aber auch sehr kostenintensive Variante ist eine Unterwasser-Tasche oder ein Unterwassergehäuse. Eine solche Anschaffung ist jedoch nur bei regelmässiger Verwendung empfehlenswert. Zudem ist es ratsam, stets ein Mikrofasertuch dabei zu haben, um entstehendes Kondenswasser abzutupfen.

Bei Ausflügen in eine feuchte und warme Umgebung, wie beispielsweise ein Tropenhaus, bietet die Fahrt im Auto eine gute Gelegenheit, das Kameraequipment an die bevorstehende Wärme zu gewöhnen. Dafür sollte die Kamera mit darauf gerichteter Lüftung im Fussraum platziert werden, durch die warme Luft aus der Lüftung wird diese vorgewärmt.

Was tun bei Feuchtigkeit im Inneren der Kamera?

Grundsätzlich gilt: Ein bisschen Feuchtigkeit verträgt fast jede Kamera. Dennoch ist eine gesunde Portion Vorsicht angemessen und generell sollten Sie Ihre Kamera so gut wie möglich vor Nässe und hoher Feuchtigkeit schützen, sei es Regen, Schnee oder Kondenswasser.

Sollte dennoch Kondenswasser ins Innere der Kamera gelangt sein, sollten Sie sofort die Stromzufuhr unterbrechen und den Akku und die Speicherkarte entfernen. Weiterhin empfiehlt es sich, das Objektiv zu entfernen und das Gerät trockenzulegen. Dazu haben Sie zwei verschiedene Möglichkeiten. Entweder Sie legen Ihre Kamera in ungekochten Reis und lassen sie in der Sonne trocknen oder Sie packen das Gerät bei niedrigster Stufe (maximal 35°C) in den Backofen. Bei Letzterem sollten Sie jedoch immer ein wachsames Auge auf Ihre Kamera haben und ab und zu die Ofentür öffnen, sodass die Feuchtigkeit entweichen kann.

 

 

 

 

 

Exif

Das Exchangable Image Format (Exif)ist ein Standardformat der Japan Electronic and Information Technology Industries Association (JEITA). Ursprünglich diente Exif als erweiterter Bilddatei-Header von TIF-Dateien. Mittlerweile eignet sich Exif auch zum Abspeichern von Metadaten im Bild-Kopf für folgende Dateiendungen: JPG, PNG, JP2, PGF, MIFF, HDP, PSP und XCF.

Vor der eigentlichen Bildinformation platzieren fast alle heutigen Digitalkameras verschieden viele Aufnahmeparameter. Dazu gehören beispielsweise Datum und Uhrzeit, Orientierung (Bilddrehung um 90°, 180° bzw. 270°), Brennweite, Belichtungszeit, Blendeneinstellung, Belichtungsprogramm, ISO-Wert (Lichtempfindlichkeit), geografische Koordinaten und ein Thumbnail (Vorschaubild).

Exif-Daten geben Aufschluss über verschiedene Informationen. Diese sind in sogenannten „Tags“ (Markierungen) untergebracht. Die Tags bestehen aus dem Tag-Namen und dem Tag-Wert. Darüber hinaus kann jedes Tag durch eine eindeutige Tag-ID (Nummer) identifiziert werden.

Tag-ID  Tag-Name Tag-Bedeutung
0x0100 ImageWidth Bildbreite
0x0101 ImageHeight Bildhöhe
0x0112 Orientation Ausrichtung
0x0132 ModifyDate Änderungsdatum
0x0202 ThumbnailLength Länge des Vorschaubilds
0x829a ExposureTime Belichtungszeit
0x8822 ExposureProgram Belichtungsprogramm
0x8833 ISOSpeed Filmempfindlichkeit

 

Insgesamt gibt es mittlerweile mehr als 100 standardisierte Meta-Daten. Diese können in Bildbetrachtungs- und Bildbearbeitungs-Programmen wie Adobe Photoshop, GIMP oder einfach im Microsoft-Explorer bzw. iOS Finder angesehen oder über PHP ausgelesen und weiterverwertet werden.

Zur Zeit der analogen Fotografie waren Amateure und Profi-Fotografen gut beraten, genaue Angaben zu Blenden, Belichtungszeit, Uhrzeit und ISO-Wert zu notieren. Beim Ansehen der späteren Abzüge war es anhand der Notizen möglich, eventuelle technische Aufnahmefehler zuzuordnen und daraus für die Zukunft zu lernen. Natürlich waren diese Aufzeichnungen zeitaufwendig und mühsam. Die Digitalfotografie vereinfachte das. Aufnahmeparameter werden heutzutage direkt an den Anfang einer Bilddatei in Form des Exif-Standardformats geschrieben. Exif-Daten erleichtern vielen PC-Nutzern das Verwalten und das Auffinden ihrer digitalen Fotografien.

Problematisch sind möglicherweise unbeabsichtigte, aber von der Kamera automatisch aufgenommene, Metadaten wie Datum, Uhrzeit, Standort. Diese könnten weitergegeben, veröffentlicht und zur Nachverfolgung missbraucht werden. Wie man Exif-Daten manipulieren kann, erfahren Sie in unserem weiterführenden Artikel: Exif-Daten manipulieren – Auslesen, Ändern und Löschen von Metadaten digitaler Bilder.

Bildrauschen

In der digitalen Fotografie entsteht Bildrauschen durch Störpixel in einer Bilddatei, die keine korrekten Farb- oder Helligkeitswerte besitzen und damit vom ursprünglichen Bildsignal abweichen. Als Mass für den Rauschanteil gilt das Signal-Rausch-Verhältnis: Je höher dieser Wert ist, desto geringer ist das Rauschen.

Es wird zwischen Farb- und Helligkeitsrauschen unterschieden. Farbrauschen (Chrominanzrauschen) entsteht meist in sehr dunklen Bildbereichen und äussert sich durch bunte Pixel. Die Pixel weisen also eine abweichende Farbe auf. Beim Helligkeitsrauschen (Luminanzrauschen) weichen die Pixel in der Helligkeit ab, sichtbar meist in einfarbigen Bereichen eines Bildes.

Die Ursachen für Bildrauschen können vielfältig sein, hängen aber zumeist mit dem Fotosensor der verwendeten Kamera zusammen. Die auf dem lichtempfindlichen Fotosensor befindlichen Pixel messen das Licht hinsichtlich Helligkeit sowie Farbe und wandeln diese Informationen in digitale Werte um, aus denen schliesslich das Bild entsteht. Bei dieser Messung können Fehler auftreten. Infolgedessen werden die Bildinformationen falsch erfasst und Bildrauschen entsteht.

Die Stärke des Bildrauschens ist dabei abhängig von der Pixelgrösse und dem Pixelastand (Pixelpitch). Je kleiner die Pixel sind und je geringer der Pixelabstand ist, desto weniger Licht können die einzelnen Pixel aufnehmen und umso mehr Rauschen entsteht. Steigt die Pixelanzahl bei gleichbleibender Sensorgrösse, verringert sich deren Grösse und Abstand zueinander und die Bildqualität sinkt. Aus diesem Grund liefern DSLRs im Vergleich zu Kompaktkameras bessere Bilder, denn bei vergleichbarer Pixelanzahl besitzen sie eine grössere Sensorfläche.

Eine weitere Ursache für Bildrauschen ist die verwendete ISO-Einstellung, also die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Die Lichtsignale werden dabei vom Aufnahmechip der Kamera erfasst und elektronisch verstärkt. Eine Verstärkung ist bei unvorteilhaften Lichtverhältnissen sinnvoll, führt aber gleichzeitig dazu, dass sich die Bildqualität verschlechtert und Bildrauschen auftritt.

Ein weiterer Einflussfaktor ist die Arbeitstemperatur des Sensors, der sich bei langen Belichtungszeiten oder dem Live-View erhitzt. Auch dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Bildrauschen.

Durch gezielte Massnahmen kann das Rauschen unterdrückt bzw. verringert werden. An der Kamera lassen sich bestimmte Rauschfilter einschalten, die durch den Einsatz spezieller Algorithmen das Bildrauschen minimieren. Weiterhin können nachträglich Bildbearbeitungsprogramme verwendet werden. Auch beim Fotografieren selbst können einige Punkte beachtet werden. Der Einsatz eines Blitzes verbessert die Bildqualität, da durch das zusätzliche Licht der ISO-Wert verringern werden kann. Das erlaubt dem Fotografen mit einer niedrigeren Empfindlichkeit zu arbeiten, um die Bildqualität zu steigern.

Frau mit DSLR fotografiert am Meer

Kaum am Meer – Akku leer? Akkulebensdauer – Powerpacks, Solarladegeräte und andere Alternativen

Selbst auf sorgfältig geplanten Reisen erwarten Sie häufig Überraschungen – einige davon sind angenehm, andere eher weniger. Zur zweiten Kategorie gehören, besonders für Fotobegeisterte, schlappmachende Akkus. Durch wohlüberlegte Anschaffungen im Vorfeld lässt sich dieses Problem vermeiden. Im Wesentlichen sind hier zwei Fragen relevant:

  1. Wie intensiv nutzen Sie Ihre Kamera?
  2. Wie häufig haben Sie Zugang zu Steckdosen?

Frisch aus der Steckdose

Beginnen wir mit dem einfachsten Fall: Sie unternehmen Tagestouren und können Ihr Ladegerät regelmässig über längere Zeit ans Stromnetz anschliessen. Der Stromverbrauch der Kamera hängt von Ihrem Fotografieverhalten und Ihrem Kameramodell ab. Von mehreren Akkus pro Tag bis zu nur einem in 14 Tagen ist alles möglich. Am besten testen Sie das vorher aus. Abgesehen vom eventuell notwendigen Steckdosenadapter reichen im Normalfall also ein bis zwei gut geladene Kamera-Akkus aus. Diese werden von verschiedenen Drittherstellern für die meisten gängigen Kameras günstig angeboten (10 -20 CHF), Originalakkus kosten häufig ein Vielfaches (50-70 CHF). Zum Aufladen lohnt es sich, in die Anschaffung eines Doppel-Ladegerätes zu investieren, um Ihre Zeit in der Unterkunft effizient zu nutzen.

Profis schwören darauf – Batteriegriffe

Digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) sind mit Batteriegriffen, die an das Batteriefach angedockt werden und Platz für zwei Akkus haben, erweiterbar. Zwar wird die Kamera dadurch schwerer und sperriger, allerdings erhöht sich die maximale Nutzungsdauer des Geräts deutlich. Ein anderer Vorteil ist das verbesserte Handling, weil der Apparat durch die Erweiterung mehr Grifffläche bietet und besonders bei Aufnahmen im Hochformat oder mit schweren Objektiven einfacher zu halten ist. Manche Batteriegriffe können im Notfall sogar mit handelsüblichen AA-Batterien anstelle der Lithium-Ionen-Akkus bestückt werden. Bei Drittanbietern erhält man Batteriegriffe ab circa 30 CHF, Originalteile bekommen Sie ab ungefähr 100 CHF.

Batteriegriff auf hellem Untergrund

Kompakte Kraftpakete – Powerbanks

Sind Sie länger ausserhalb Ihrer festen Unterkunft unterwegs und fotografieren sehr viel, könnte es sich lohnen, eine sogenannte Powerbank (auch Powerpack genannt) zu kaufen. Diese tragbaren Stromspeicher haben wesentlich grössere Kapazitäten als einzelne Akkus. Manche Modelle bieten genügend Reserven, um Endgeräte mehrfach voll aufzuladen und halten unter Umständen verschiedene Anschlussmöglichkeiten bereit. Ein USB-Port ist allerdings Standard, worüber sich Kompaktkameras, Actionkameras und manche Bridgekameras mit Strom versorgen lassen. Vorteilhaft ist hier, dass Smartphones, MP3-Player und andere Technik, auf die Sie während der Ferien nicht verzichten wollen, damit kompatibel sind. Bei DSLRs ist das direkte Laden in der Regel nicht möglich, dafür gibt es aber Ladegeräte, die wiederum via USB mit Strom versorgt werden. Alternativ ist es auch denkbar, auf eine Powerbank mit integriertem Ladeslot für Ihren DSLR-Akku zurückzugreifen oder einen speziellen Akkudummy (20 – 40 CHF) ins Batteriefach einzusetzen, den Sie mit einem Powerpack verbinden.

Powerbanks mit USB-Anschluss

Die Kapazität der Powerbanks wird, wie die von Akkus, in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Je höher sie ist, umso mehr können Sie damit aufladen. Ein anderer zu berücksichtigender Faktor ist die abgegebene Stromstärke. Fällt diese zu niedrig aus, brauchen Geräte, deren Energieaufnahme für höhere Stärken konzipiert ist, länger zum Laden. Powerbanks gibt es mittlerweile in gigantischer Vielfalt und in vielen Preisstufen, angefangen bei unter 10 CHF über durchschnittlich 30 – 50 CHF, bis hin zu mehreren hundert Franken für Profi-Equipment.

Wenn die Wildnis ruft – Solarmodule

Auf einer ausgedehnten Wanderung, bei der Sie in freier Natur übernachten, wird es erfahrungsgemäss schwer, eine Steckdose zu finden. Erstreckt sich die Tour über mehrere Tage oder sogar Wochen, ist die Kapazität Ihrer Stromspeicher irgendwann erschöpft und diese müssen aufgeladen werden. Zu diesem Zweck gibt es Solarmodule in vielen Varianten: Je grösser deren Fläche ist, umso mehr Sonnenstrahlung wird gleichzeitig aufgefangen und umso höher ist deren Ausgangsleistung. Das bedeutet aber auch, dass die Module dann schwerer werden und einen gesteigerten Platzbedarf haben. Einige Hersteller bieten auf dem Rucksack tragbare Varianten oder Powerbank und Solarmodul in einem Kombigerät an, meistens sind diese jedoch schwach und bei stromhungrigen Verbrauchern wenig zu empfehlen.

Für DSLRs etwa sollten Sie auf Solarmodule mit genügend Output zurückgreifen, die circa 400 – 500 CHF im Kit mit passenden Powerbanks kosten. Wenn Sie keine DSLR benutzen, genügen einfachere Solarmodule und Powerbanks für insgesamt etwa 100 – 200 CHF. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass sie zum Laden auf mehrere Stunden Sonnenschein angewiesen sind – wie viele genau, erfahren Sie auf der jeweiligen Produktseite.

Tragbares Solarmodul liegt am Strand auf dem Sand und lädt ein Smartphone.

Ein Sonderfall wäre der Roadtrip, bei dem Sie zwar nicht oder selten ans Stromnetz gelangen, dafür aber Ihre Akkus oder Ihre Powerbank mit Hilfe von Adaptern (10 – 20 CHF) über den Zigarettenanzünder des Autos aufladen können.

Work in progress – Neue Alternativen

Sollten Sie hingegen auf dem Fahrrad reisen, gibt es sogar an den Nabendynamo anschliessbare Ladegeräte (20 – 160 CHF), die jedoch nicht effizient genug arbeiten, um als zuverlässige Lösung zu dienen. Andere unkonventionelle, aber noch unausgereifte Möglichkeiten sind zum Beispiel Brennstoffzellenpowerpacks, die mit Feuerzeuggas betankt werden oder Campingkocher, die ein Leistungsmodul erwärmen, das Energie erzeugt.

Crop-Faktor

Der Crop-Faktor ist auch unter den Begriffen Formatfaktor oder Kleinbildäquivalent (englisch: 35 mm Equivalent) geläufig und beschreibt als dimensionslose Grösse das diagonale Längenverhältnis zwischen zwei Aufnahmeformaten. Als Ausgangsformat wird dabei meist auf das Kleinbildformat (Cropfaktor = 1) zurückgegriffen, da sich die Angaben für die Brennweiten bei Wechselobjektiven auf dieses Format beziehen.

In der Digitalfotografie haben sich unter anderem aus Gründen der Handlichkeit verschiedene Grössen der Fotosensoren durchgesetzt. Das klassische Kleinbildformat wird heute durch Vollformatsensoren abgebildet und weist die Masse von 36 x 24 mm auf. Digitalkameras mit einem Crop-Faktor > 1 haben teilweise einen deutlich kleineren Sensor.

Dadurch verkleinert sich die lichtempfindliche Fläche und bewirkt eine Verringerung des Bildwinkels bzw. den Beschnitt des Bildfeldes. Deshalb ist auch vom Crop-Faktor (von englisch to crop = beschneiden) die Rede.

Sehr gut verdeutlicht wird die Wirkung des Formatfaktors an folgendem Beispiel. Ein Motiv wird mit zwei Kameras aufgenommen – zum einen mit einer analogen Kamera, zum anderen mit einer digitalen Spiegelreflexkamera. Die Analogkamera nimmt Bilder im klassischen Kleinbildformat auf. Der APS-C Fotosensor der Digitalkamera ist kleiner als das Format des Films der analogen Kamera. Genauer gesagt um den Crop-Faktor 1,6. Werden die entwickelten Bilder beider Kameras verglichen, stellt man fest, dass das Digitalbild eine Ausschnittsvergrösserung des analogen Bildes darstellt. Das Objektiv an der Digitalkamera wirkt wie ein Teleobjektiv und bringt das Motiv näher heran. Aus einem 50 mm Festbrennweiten-Objektiv wird durch den Crop-Faktor 1,6 ein 80 mm Brennweiten-Objektiv (50 * 1,6 = 80).

Hieraus ergeben sich die Vorteile von Digitalkameras mit Crop-Faktor. Durch den kleineren Sensor erreichen die Geräte eine geringere Baugrösse als Vollformatkameras. Sie sind handlicher und leichter zu transportieren. Ambitionierte Fotografen verwenden Digitalkameras mit APS-C Sensor gerne für Sport- und Tierfotografie, weil sich durch den Crop-Faktor die Brennweite verlängert. Das ist besonders dann nützlich, wenn Teleobjektive gebraucht werden. Crop-Kameras sind bei den Spiegelreflexmodellen mit Abstand am weitesten verbreitet. Sie bieten ein annehmbares Preis-/Leistungsverhältnis bis in den professionellen Bereich hinein.