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Bridgekamera

Wie der Name bereits verrät, schlagen Bridgekameras eine Brücke zwischen zwei Konstruktionsprinzipien: Sie vereinen Eigenschaften von Spiegelreflexkameras und Kompaktkameras in Bezug auf ihre Ausstattung, Funktionen und Qualitätsmerkmale. Sie sind deutlich grösser als Kompaktkameras und bieten gleichzeitig eine Haptik, die der DSLR sehr ähnelt.

Wie Kompaktkameras verfügen Bridgekameras über fest eingebaute Objektive. Der Sensor ist kleiner als bei der DSLR, weshalb Bridgekameras meist mit kompakten und lichtstarken Objektiven ausgestattet sind. Da das Objektiv nicht gewechselt werden kann, verschmutzt der Bildsensor kaum oder gar nicht. Zudem kann kein Streulicht auf den Sensor fallen und die Belichtungsautomatik der Kamera stören, weil die Bridgekamera ohne Spiegel auskommt. Der kleine Sensor kann sich allerdings zu Lasten der Bildqualität auswirken: Insbesondere bei schlechten Lichtverhältnissen kann die Detailschärfe beeinträchtigt werden und ein stärkeres Bildrauschen entstehen.

Die Zoomobjektive von Bridgekameras sind vergleichsweise stark und verfügen über einen grossen Brennweitenbereich. Allerdings sind die Bildgestaltungseigenschaften im Vergleich zu Spiegelreflexkameras mit speziellen Objektiven reduziert: Der Brennweitenbereich reicht in der Regel nicht bis zum extremen Weitwinkel. Auch die Bildqualität im Makromodus ist meist nur eingeschränkt.

Bei den meisten Bridgekameras können Werte für die Blendenzahl, Verschlusszeit und die Lichtempfindlichkeit manuell eingestellt werden. Der Kamerazoom wird häufig direkt über den Einstellring am Objektiv bedient. Viele moderne Bridgekameras bieten eine Möglichkeit zur optischen Bildstabilisierung, um Verwackelungen auszugleichen. Die meisten Bridgekameras verfügen ausserdem über einen elektronischen Sucher, durch den die Helligkeit der Aufnahme zuvor beurteilt werden kann. Zuletzt ist die Kameraelektronik meist in der Lage, bestimmte Abbildungsfehler des Objektivs bei unterschiedlichen Blenden und Brennweiten automatisch zu korrigieren.

Bridgekameras werden häufig auch als «Prosumerkameras» bezeichnet, da sie sowohl Merkmale von Professional- als auch von Consumer-Kameras aufweisen. Im Vergleich zu einer DSLR ist eine Bridgekamera kompakter und handlicher. Gleichzeitig fehlt ihr jedoch die Vielseitigkeit und Flexibilität, die durch Wechselobjektive ermöglicht wird.

Für die meisten Einsatzgebiete ist die Bridgekamera trotzdem bestens geeignet: Ihr leistungsfähiger optischer Zoom und ihre Bildqualität sind der Kompaktkamera deutlich überlegen. Auf Grund der fehlenden Spiegelmechanik arbeitet die Kamera beinahe geräuschlos, was in lärmempfindlichen Umgebungen vorteilhaft ist. Bridgekameras sind meist leichter und günstiger als Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven, bieten aber einen erweiterten Funktionsumfang verglichen mit Kompaktkameras. Geeignet sind sie daher vor allem für ambitionierte Hobbyfotografen und Einsteiger.

Vignette

In der Fotografie bezeichnet die «Vignette» eine Maske mit bestimmten Ausschnitten vor dem Objektiv einer Filmkamera. Sie wird ausserdem benutzt, um vor dem Kopieren bestimmte Stellen eines Negativs zu verdecken. Auch Fotos, die einen Vignettierungseffekt aufweisen, werden häufig selbst als Vignette bezeichnet. Vignettierung bezeichnet einen meist unabsichtlichen Helligkeitsabfall an den Randbereichen eines Fotos. Die Abdunkelung wird dadurch ausgelöst, dass zum Abbildungsrand hin weniger Licht auf den Sensor trifft. Während die Bildmitte korrekt belichtet wird, wirken die Randbereiche und Ecken der Aufnahme unterbelichtet und somit leicht verdunkelt. Dieser Effekt kann allerdings auch bewusst eingesetzt werden, um die Bildstimmung gezielt zu beeinflussen.
Vignettierungen treten häufig bei Weitwinkelobjektiven auf. Bei diesen Objektiven müssen die Randstrahlen einen weiteren Weg zurücklegen als die Mittelpunktstrahlen. Nach dem weiteren Lichtweg haben die Randstrahlen am Sensor weniger Energie, was für eine Abdunkelung im Randbereich sorgt. Bei manchen Weitwinkelobjektiven werden daher Filter eingebaut, um diesen Effekt zu mindern oder zu beseitigen. Diese speziellen Filter verdunkeln die Bildmitte, so dass die Helligkeit an den Bildrand angeglichen wird. Andererseits kann eine Vignettierung auch entstehen, wenn die Ränder von Blenden oder Filtern in das Bildfeld ragen. Dadurch treten Abschattungen auf und das Negativformat wird nicht voll ausgeleuchtet. Diesem Effekt kann vorgebeugt werden, wenn passende Filter und Blenden benutzt und ordnungsgemäss montiert werden. Tulpenförmige Gegenlichtblenden verfügen beispielsweise über Aussparungen an den Ecken, da die Vignettierung dort zuerst bemerkbar wird.
Auch bei Kameras, in denen billige Linsen verbaut wurden, treten häufig Vignettierungseffekte auf. Sie schaffen es bei schwachem Licht nicht, den Sensor ausreichend auszuleuchten. Auch wenn der Bildkreis des Objektivs für das gewählte Aufnahmeformat zu gering ist, verringert sich die Lichtstärke an den Bildrändern dementsprechend. Die Vignettierung kann in diesem Falle durch ein kleineres Aufnahmeformat verhindert werden.
Bereits bei der Aufnahme kann die Vignettierung oftmals durch Abblenden reduziert oder sogar gänzlich verhindert werden. Die nachträgliche Abschwächung einer Vignettierung kann bei analogen Aufnahmen durch das Abwedeln der Ränder und Ecken erreicht werden. Bei digitalen Fotografien können Bildbearbeitungsprogramme dabei helfen, bestimmte Bereiche nachträglich aufzuhellen, so dass die Vignettierung gemindert oder sogar beseitigt werden kann. Im Gegenzug ist es natürlich auch möglich, einen Vignette-Effekt durch digitale Nachbearbeitung hinzuzufügen.
Manche Fotografen nutzen Vignettierung auch als künstlerisches Gestaltungsmittel, beispielsweise um Fotos einen Retro-Effekt zu verleihen. So ist die Vignettierung etwa bei der kreativen und experimentellen Gestaltungsart, der Lomografie, ein bewusstes Stilmittel. Durch eine Abdunkelung der Bildelemente am Rand wird der Bildmittelpunkt betont. Ein subtiler Vignette-Effekt kann demnach den Blick des Betrachters auf die Mitte des Fotos lenken und Unwesentliches im Hintergrund verschwinden lassen.

Alt: Fotoabzüge von verschiedenen Schnappschüsen

Mobile Fotodrucker – die Sofortbildkamera von heute

Mobile Fotodrucker – die Sofortbildkamera von heute

In der heutigen Zeit ist ein Smartphone aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Musik hören, telefonieren und soziale Medien sind unter anderem beliebte Funktionen des Mobiltelefons. Inzwischen aber wohl am wichtigsten für die meisten Nutzer: die Smartphonekamera. Egal, ob auf Städtereisen, Veranstaltungen oder einfach nur zwischendurch – für spontane Schnappschüsse ist die Handykamera ideal. Allerdings bleiben die Fotos oft auf der Speicherkarte und geraten in Vergessenheit. Statt die Fotos zu sichten und entwickeln zu lassen, siegt dann oft die Bequemlichkeit.

Eine neue Innovation kann Abhilfe schaffen. Ein mobiler Fotodrucker kann Ihr Smartphone in eine Sofortbildkamera verwandeln und ermöglicht Ihnen, Ihre Lieblingsfotos direkt unterwegs auszudrucken. In diesem Artikel erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die mobilen Minidrucker und worauf Sie beim Kauf achten sollten. Ausserdem möchten wir Ihnen einige Modelle vorstellen.

Eigenschaften der mobilen Fotodrucker

Ein wichtiger Aspekt bei den Mini-Druckern ist das Gewicht des Gerätes sowie die Grösse der Ausdrucke. Der mobile Fotodrucker sollte vor allem handlich, klein und leicht sein. Einige Modelle passen in die Hosentasche, während andere in die Handtasche oder im Rucksack verstaut werden müssen. Aber auch die Grösse der Ausdrucke können variieren. Obwohl eine Vielzahl der Geräte aufgrund der kompakten Bauweise nur sehr kleine Bildformate drucken, gibt es auch einige Mini-Drucker, die im Format 10 x 15 cm ausdrucken.

Für die Verbindung zwischen dem Mini-Drucker und dem Smartphone wird in den meisten Fällen WLAN oder Bluetooth verwendet. Es gibt auch Modelle, die sich mit einem USB-Kabel verbinden lassen. Für alle Verbindungen wird meist eine App benötigt, die in der Regel kostenlos ist. Der Funktionsrahmen der jeweiligen App kann vom Sortieren und Auswählen der Bilder bis hin zur Gestaltung und Bearbeitung variieren.

Mobile Fotodrucker sind meist mit einer Zink-Drucktechnologie ausgestattet. Bei dieser Technologie wird auf Tinte verzichtet und man setzt stattdessen ein Spezialpapier sowie Farbkristalle ein. Das Bildformat beträgt bis zu 7.62 x 10.16 cm. Hierbei geht es vor allem um den Spassfaktor und nicht vordergründig um die Bildqualität, weshalb die Mini-Drucker vor allem als trendige Lifestyle-Printer vermarktet werden.

Die zweite Druckmethode ist das Thermosublimationsverfahren, bei dem sich freigesetzte Farbpigmente eines speziellen Farbwachses durch Verdampfung mit einem Fotopapier vereinen. Im Gegensatz zu der Zink-Drucktechnologie ist hier ein Ausdruck bis zum Format 10 x 15 cm möglich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass diese Ausdrucke besonders lichtunempfindlich sind.

Ein weiteres Druckverfahren ist der Tintenstrahldruck, der bei herkömmlichen Druckern häufig zu finden ist. Diese Drucktechnik erfordert jedoch einen recht grossen Tintentank und eignet sich daher eher weniger für die mobilen Fotodrucker.

Canon Selphy CP1300

Neben der Möglichkeit einer Direktverbindung über WLAN können die Kamera und das Smartphone bei diesem Minidrucker auch via USB-Anschluss oder SD-Karten-Anschluss verbunden werden. Das Display des Fotodruckers ermöglicht eine einfache Auswahl der gewünschten Bilder. Die Fotos können vom internen Speicher ausgewählt und gedruckt werden. Für die Verbindung über WLAN ist eine kostenlose App notwendig. Dabei stehen die Apple Air Print und die Canon Print-App zur Auswahl.

Allerdings ist das Modell weniger handlich als andere Modelle. Mit einem Gewicht von 862 Gramm und einer Grösse von 186 x 136 x 63 mm passt dieser Minidrucker nur in eine grössere Handtasche oder in einen Rucksack. Für die Ausdrucke wird das Thermosublimationsdruckverfahren verwendet. Bei diesem Minidrucker wird das Verfahren etwas abgeändert, sodass drei verschiedene Farbschichten (Cyan, Magenta und Gelb) nacheinander auf das Fotopapier aufgetragen werden. Zum Schluss wird die Farbe mittels einer transparenten Schicht fixiert. Innerhalb des Druckverfahrens wird das Fotopapier mehrfach durch den Drucker gezogen. Hierbei sollte besonders auf eine staubfreie Umgebung geachtet werden.

Ein Fotoausdruck dauert beim Canon Selphy CP1300 ungefähr eine Minute. Aufgrund des Thermosublimationsdruckverfahren sind die Ausdrucke qualitativ hochwertig und weisen eine gute Bildqualität auf. Die Grösse der Fotoausdrucke gleicht einem Postkartenformat mit 10 x 15 cm. Besonders vorteilhaft ist der günstige Preis pro Abzug mit etwa 0,30 CHF, der sich aus dem benötigten Fotopapier und den Farbpatronen ergibt.

Fujifilm Instax Share SP-3

Ein Ausdruck des Fujifilm Instax Share SP-3 ist nur via WLAN-Verbindung möglich. Hierfür wird eine INSTAX Share-App benötigt, welche einfach zu bedienen ist und eine Bearbeitung der Bilder vor dem Druck zulässt. Zudem ist auch ein Zugriff auf externe soziale Netzwerke wie Instagram und Facebook möglich. Sogar einige Fujifilm-Fotokameras sind mit diesem mobilen Fotodrucker kompatibel. Das Modell ist mit einem Gewicht von 312 Gramm handlich und passt in jede Handtasche. Insgesamt hat der Fotodrucker eine Grösse von 116 x 130.5 x 44.4 mm.

Der Minidrucker druckt genau genommen keine Fotos aus, sondern belichtet diese lediglich. Dabei werden beim Herausfahren der Fotos die Bildinformationen mithilfe einer Oled-Leiste auf das Papier gebracht. Ähnlich wie bei einer analogen Kamera darf währenddessen die Klappe nicht geöffnet werden, damit die Bilder nicht aus Versehen belichtet werden. Zudem besitzt das Foto eine transparente Kunststoffschicht, die vor Umwelteinflüssen und Feuchtigkeit schützt. Die Ergebnisse erinnern an den Ausdruck einer Sofortbildkamera. Zu Beginn ist der Ausdruck schwarz und erst nach wenigen Minuten zeigt sich das eigentliche Foto. Allerdings sollte man die Fotos nicht wie beim üblichen Sofortbild schütteln oder schwenken, da dies negative Auswirkungen auf die Bildqualität haben kann.

Polaroid Zip

Beim Polaroid Zip steht die Mobilität im Fokus. Denn dieser Minidrucker ermöglicht ein spontanes Ausdrucken ganz ohne eine WLAN-Verbindung. Die Konnektivität erfolgt dabei über Bluetooth und NFC. Wie bei den anderen Modellen benötigt dieses auch eine kostenlose App zum Ausdrucken. Einigen Nutzermeinungen zufolge ist die App auf Grund von häufigen Abstürzen und ungenauen Druckvorschauen aktuell jedoch noch verbesserungswürdig.

Der mobile Fotodrucker nutzt dabei die oben bereits erwähnte Zinktechnologie. Ein Fotodruck dauert etwa 30 bis 40 Sekunden. Besonders dunklere Bilder und harte Kontraste werden durch die Zinktechnologie besser dargestellt. Für dieses Modell wird ein selbstklebendes und ein glanzbeschichtetes Fotopapier verwendet. Die Bilder können sowohl ohne Rand als auch mit Rand im Polaroid-Stil ausgedruckt werden. Das Format beträgt in beiden Varianten jeweils 5 x 7,6 cm. Ein Abzug kostet ungefähr 0,60 CHF.

Durch seine handliche Grösse ist das Modell besonders praktisch für unterwegs. Mit einem Gewicht von 186 Gramm und einer Grösse von 74 x 119 x 23 mm passt der Polaroid Zip in die Hosentasche.

Vergleich der vorgestellten mobilen Fotodrucker

Die vorgestellten Minidrucker haben Ihre Stärken und Schwächen. Der Ausdruck über den Fujifilm Instax Share SP-3 kann im Vergleich zu den anderen beiden Modellen aufgrund der vorausgesetzten WLAN-Verbindung unterwegs erschwert werden. Zudem hält der Akku des Modells leider nur ca. 10 Fotos, während der Polaroid Zip ungefähr 20 Fotos und der Canon Selphy CP1300 sogar zwischen 30 und 40 Fotos mit einer Akkuladung ausdrucken kann. Im Gegensatz zu den anderen Modellen sind die Ausdrucke der Fujifilm Instax Share SP-3 vor Feuchtigkeit und Umwelteinflüssen geschützt.

Im Folgenden sehen Sie alle wichtigen Eigenschaften der mobilen Fotodrucker im Überblick:
Alle Eigenschaften der mobilen Fotodrucker auf einem Blick

Fazit

Schlussendlich hängt die Wahl des mobilen Fotodruckers vom Einsatzzweck ab. Für den privaten Gebrauch auf Veranstaltungen oder auch für Spassbilder sind die Minidrucker ideal. Aufgrund der Grösse passt der mobile Fotodrucker in die Handtasche und ist jederzeit einsetzbar. Auch die Qualität der Fotos ähnelt Abzügen aus dem Drogeriemarkt. Allerdings sollte man die relativ hohen Kosten sowohl für die Anschaffung als auch für jeden einzelnen Abzug im Hinterkopf behalten.

Wir finden, mobile Fotodrucker sind eine tolle Erfindung, um besondere Momente direkt vor Ort festzuhalten, auszudrucken und zu verschenken oder für kreative DIY-Ideen zu verwenden. Als normaler Fotoabzug oder im Sofortbildstil werden die Ausdrucke auch das Highlight auf jeder Party sein!

Im Vergleich: Die besten Smartphone Kameras aktueller Modelle

In der heutigen Zeit sind Smartphones nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Besonders für spontane Schnappschüsse zum Posten auf Facebook, Instagram und Co. sind sie ideal. Eine qualitativ hochwertige Kamera ist daher inzwischen ein absolutes Muss in Sachen Smartphonetechnik.

Eine aktuelle Innovation im Bereich der Handykameras ist die Dual Cam. Eine Dual Cam beinhaltet zwei Kameras mit oft unterschiedlichen Sensoren, welche die Bildqualität verbessern sollen. Die Bildinformationen beider Aufnahmen werden zu einem einzelnen Foto verrechnet. Damit bieten die Hersteller den Nutzern weiterhin ein schlankes Smartphone, jedoch mit einer verbesserten Kamera. 2018 erschienen zahlreiche neue Smartphone Modelle auf dem Markt, die über eine Dual Cam verfügen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick der besten Handykameras aktueller Modelle geben und die einzelnen Sensoren der verschiedenen Smartphones miteinander vergleichen.

Samsung Galaxy S9 Plus

Ganz nach dem Slogan: „The Camera reimagined“, setzt Samsung mit dem Galaxy S9 Plus den Schwerpunkt auf die Kamera des Smartphones. Das S9+ erschien im März 2018 und besitzt auf der Rückseite eine Dual Cam. Beide Kamerasensoren sind mit einer Auflösung von 12 Megapixeln ausgestattet. Dabei besitzt das Galaxy S9+ eine variable Blende in der Hauptkamera, die eine Einstellung von F1.5- und F2.4 unterstützt, welche sich automatisch auf das Umgebungslicht einstellt. Demnach öffnet sich bei wenig Licht die Blende auf F1.5 und verwendet dabei das vorhandene Licht. Die Blende wechselt automatisch zur F2.4-Blendenöffnung, wenn Aufnahmen bei Tageslicht gemacht werden. Die zweite Kamera unterstützt besitzt eine feste Blendeneisntellung von F2.4.

Mit diesem Smartphone ist ein zweifacher optischer Zoom und ein achtfacher digitaler Zoom möglich. Der duale optische Bildstabilisator erzielt kontrastreiche Aufnahmen ohne Verwackeln. Zudem besitzt das Galaxy S9+ die Möglichkeit in einer Super-Zeitlupe zu fotografieren. Dies ermöglicht Ihnen, zwei Sekunden lang bis zu 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Diese Zeitlupeneffekte sind auch in der Super Slow Motion-Videofunktion möglich. Dabei können die Videos im GIF-Format erstellt werden und in verschiedenen Varianten abgespielt werden: vorwärts, rückwärts oder beides hintereinander. Die zusätzliche Frontkamera hat eine 8 Megapixel Auflösung und bietet einen Bokeh-Effekt im Rahmen des Live-Fokus an.

Huawei P20 Pro

Im April 2018 erschienen, setzt das Huawei P20 Pro neue Massstäbe auf dem Smartphone-Markt. Zum einen bietet es eine Frontkamera mit einer 24 Megapixel Auflösung und zum anderen gehört es zu den ersten Smartphones mit drei Kameras mit jeweils unterschiedlich starken Sensoren auf der Rückseite. Die Hauptkamera besitzt eine 40 Megapixel Auflösung und hat eine Sensorfläche von 1:1,7 Zoll. Dieser RGB-Sensor eignet sich perfekt für schöne Farbaufnahmen. Im Gegensatz dazu ist die zweite Kamera mit einem 20 Megapixel monochrom Sensor ausgestattet und somit ideal für Schwarzweiss Aufnahmen. Da dieser Sensor besonders lichtempfindlich ist, ermöglicht er detaillierte Aufnahmen in Dämmerlicht. Die dritte Kamera ist mit einer 8 Megapixel Tele-Linse ausgestattet und beinhaltet einen dreifachen optischen Zoom. Zusätzlich ermöglicht das Teleobjektiv einen fünffachen Hybrid-Zoom, sodass beim Heranzoomen jedes Detail hervorgehoben werden kann. Folglich entsteht aus mehreren Einzelaufnahmen der Kamerasensoren ein Bild mit bis zu fünffachen Hybrid-Zoom sowie verbesserten HDR und optimierten Farbkontrasten. Das Zusammenspiel des Monochrom- und RGB-Sensors erzeugt mehr Bilddetails und somit eine verbesserte Bildqualität.

Für Fotografieeinsteiger bietet dieses Smartphone eine integrierte künstliche Intelligenz, die den erforderlichen Modus automatisch erkennt und auswählt. Zusätzlich blendet es bei Bedarf Hilfslinien zum Fotografieren ein. Wenn Sie sich bereits gut mit Einstellungen in der Fotografie auskennen, können Sie beim Fotografieren mit dem Huawei P20 Pro viele Details manuell einstellen, um Ihr Fotoergebnis zu perfektionieren.

HTC U12 Plus

HTC U12+ erschien im Juni 2018 auf dem Markt. Dieses Smartphone verfügt sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite über eine Dual Cam. Auf der Rückseite befindet sich ein Kamerasensor mit einer 12 Megapixel Auflösung. Dieser Sensor besitzt ein Bildstabilisator und eine relativ lichtstarke Blende von F1.7. Die zweite Kamera beinhaltet einen Sensor mit einer 16 Megapixel Telekamera mit einer fast doppelten Brennweite und einer Blende von F2.6. Die Telelinse ermöglicht einen zweifachen optischen Zoom und bietet im Portrait-Modus einen Bokeh-Effekt. Dieser ist auch mit der Hauptfrontkamera möglich. Zudem dient der zweite Frontsensor zur besseren Gesichtserkennung.

Dank des integrierten HDR Boost 2 greift der Weichzeichner stärker ein und vermindert somit das Rauschen. Dies ermöglicht eine schärfere Detaildarstellung bei Aufnahmen – selbst bei Dämmerlicht. Aber auch der optische Bildstabilisator und ein schneller Autofokus sind für Bilder bei schwierigen Lichtverhältnissen von Vorteil. Der Laserfokus hilft bei einer genauen Fokussierung. Für die verspielten Fotografen bietet dieses Smartphone zudem viele neue Sticker-Funktionen und lustige Effekte sowohl für Bilder als auch für Videoaufnahmen.

Apple iPhone Xs

Das im September 2018 erschienene Apple iPhone Xs besitzt eine Dual Cam auf der Rückseite. Beide Kamerasensoren sind mit 12 Megapixeln ausgestattet. Während die eine Kamera ein Weitwinkelobjektiv mit einer Blende von F1.8 besitzt, verfügt die zweite Kamera über die doppelte Brennweite und eine Blende von F2.4. Auch hier hat das Smartphone durch die Dual Cam einen zweifachen optischen Zoom. Die Standardkamera fotografiert dadurch etwas weitwinkliger, sodass die Objekte weiter entfernt wirken. Ein schneller Autofokus und Smart HDR ermöglichen gelungene Aufnahmen bei Gegenlicht.

Mithilfe grösserer und tieferer Pixel der Kamerasensoren gelangt mehr Licht an den Sensor, wodurch Aufnahmen in schwierigen Lichtverhältnissen begünstigt werden. Zusätzlich ermöglicht eine integrierte Tiefen-Kontrolle eine nachträgliche Anpassung der Tiefenschärfe und einen Bokeh-Effekt. Dieses Smartphone-Modell eignet sich für die verschiedensten Fotobereiche. Für Selfie-Fans bietet das Handy eine Frontkamera mit einer 7 Megapixel Auflösung. Zudem stehen im Portrait-Modus fünf unterschiedliche Effekte zur Auswahl. In der Sportfotografie ermöglichen die schnellen Sensoren schärfere Action-Aufnahmen.

Übersicht der aktuellen Modelle im Vergleich

Im Jahr 2018 setzen die Hersteller auf die neuste Innovation: die Dual Cam. Besonders entscheidend bei der Dual Cam ist die Blende, welche vor allem für Fotos bei schwierigen Lichtverhältnissen sehr wichtig ist. Mithilfe der beiden Sensoren können zudem schnellere Aufnahmen gemacht werden, welche beispielsweise für die Sportfotografie geeignet ist. Das Samsung Galaxy S9 Plus kann 960 Bilder pro Sekunde machen, jedoch nur in einem Intervall von zwei Sekunden. Das Huawei P20 besitzt sogar eine Tripple Cam. Die drei verbauten Kameras besitzen einen RGB-Sensor für Farbaufnahmen, einen Monochrom-Sensor für Schwarz-Weiss Fotos und eine Telelinse. Für Anfänger bietet dieses Modell eine künstliche Intelligenz, die bei Fotos die passende Einstellung automatisch einstellt.

Ein weiterer Trend im Jahr 2018 ist der Bokeh-Effekt. Der Bokeh-Effekt ist das gezielte Zusammenspiel von Schärfe und Unschärfe in einer Aufnahme und ist vor allem in der Portraitfotografie sehr beliebt. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den vorgestellten Handykameras:

Gegenüberstellung der Kameraeigenschaften

Fazit

Aktuelle Smartphone Modelle sind meist immer mit hochwertigen Kameras ausgestattet. Schließlich haben auch die Hersteller längst erkannt, dass die Kamera ein entscheidender Faktor für die Kaufentscheidung der Nutzer ist. Die von uns vorgestellten Smartphones sind natürlich nur ein Auszug aus den aktuellen Neuheiten. Sie verfügen über erstklassige Kameras mit vielen neuen Features für einzigartige Fotos. Auf welches Modell Ihre Wahl fällt, hängt natürlich von Ihrem individuellen Geschmack und nicht zuletzt vom verfügbaren Budget ab.

Wir sind gespannt, welche neuen Innovationen und Smartphones im Jahr 2019 auf uns warten!

Gegenlichtblende

Durch direkte Sonneneinstrahlung auf das Objektiv, sowohl frontal als auch seitlich, können Blendeneffekte und Linsenreflexionen in Form von Lichtkreisen auf den Bildern entstehen. Diese Effekte beeinträchtigen die Fotoqualität, beispielsweise indem die Lichtkreise bestimmte Details auf dem Foto verdecken. Eine Gegenlichtblende, oder auch Streulichtblende genannt, ermöglicht eine Reduzierung dieser Reflexionen auf dem Objektiv und führt zu kontraststärkeren Aufnahmen mit einem schärferen Bildfokus.

Manchmal sind die Linsenreflexionen auf den Fotos jedoch erwünscht. Vor allem bei der Outdoor-Fotografie sowie beim Fotografieren von Wolkenkratzern mit einem Tilt-Shift-Objektiv werden die Lichtkreise als Stilmittel eingesetzt. Dieser Effekt kann auch im Rahmen der Nachbearbeitung künstlich erzeugt werden.

Das Streulicht dagegen ist unerwünscht und beschreibt das seitlich auf das Objektiv fallende Licht. Dieses bewirkt eine Verringerung des Kontrasts und lässt das Bild überbelichtet und matt wirken. Mithilfe einer Gegenlichtblende können unerwünschte Umgebungslichter ausgeschlossen werden und  kontrastreiche, einzigartige Aufnahmen entstehen. Zusätzlich kann die Gegenlichtblende die Frontlinse vor äusseren Einwirkungen wie Schmutz und ungewollten Berührungen schützen. Allerdings ist sie nicht beim Blitzen sowie beim Fotografieren der Sonne geeignet. Beim Blitz kann die Blende eventuell als Schatten auf dem Bild zusehen sein, während sich beim frontalen Sonnenlicht die Blendenflecken nicht vermeiden lassen. Auch wenn die Gegenlichtblende nicht immer notwendig ist, ist es möglich, diese permanent am Objektiv zu lassen. Dafür müssen Sie sie einfach falsch herum auf das Objektiv schrauben.

Die Gegenlichtblende wird am Objektiv mit einem Bajonett-Verschluss oder einem Filtergewinde befestigt. Besonders der Bajonett-Verschluss ermöglicht eine schnelle Befestigung sowie einen sicheren Halt. Je nach Hersteller können sich Gegenlichtblenden im Material unterscheiden. Sie können aus Gummi, Hartplastik, Aluminium oder Metall bestehen. Während Gegenlichtblenden aus Gummi leichter verstaut werden können, sind diese jedoch weniger widerstandsfähig als die anderen Modelle. Gegenlichtblenden aus Aluminium und Hartplastik können dagegen Stösse gut abfedern und sind leichter als Varianten aus Metall. Zudem spielt die Form der Blende eine entscheidende Rolle. Die tulpenförmigen Gegenlichtblenden sind meist nierenförmig ausgeschnitten und sind vor allem auf Weitwinkel-Objektiven zu finden. Runde Gegenlichtblenden finden vor allem bei Teleobjektiven sowie bei Objektiven ohne Innenfokussierung Verwendung.

Die Länge beziehungsweise Tiefe einer Gegenlichtblende steht in Abhängigkeit zur Brennweite eines Objektivs. Demnach gilt: Je grösser die Brennweite, desto tiefer sollte die Gegenlichtblende sein. Da beispielsweise Weitwinkel-Objektive kürzer als Tele-Objektive sind, benötigt man eine kleinere Gegenlichtblende. Wenn die Brennweite, das Objektiv und die Streulichtblende nicht aufeinander abgestimmt sind, kann dies zu einer mechanischen Vignettierung führen – also zur Abdunklung der Bildränder. Aus diesem Grund sind bei vielen Objektiven von Herstellern wie Nikon und Canon eine Gegenlichtblende im Lieferumfang enthalten, die auf das entsprechende Modell abgestimmt ist. Einige andere Objektive haben eine Gegenlichtblende in Ihrer Bauform integriert, indem diese eine nach innen versetzte Linse besitzen.

Kehrwertregel

Verwackelte Fotos sind ein Ärgernis für jeden Fotografen. Besonders beim freihändigen Fotografieren besteht die Gefahr, dass ein Bild verwackelt. Die Kehrwertregel ist eine Faustformel in der Fotografie. Sie soll helfen, Verwackelungsunschärfe zu vermeiden.

Die Kehrwertregel kann Ihnen als ungefährer Anhaltspunkt für scharfe Aufnahmen dienen. Sie lautet: Die Belichtungszeit in Sekunden sollte kürzer sein als der Kehrwert der Brennweite in Millimetern. Übersteigt die Belichtungszeit den Kehrwert der Brennweite, besteht Verwackelungsgefahr. Der Kehrwert der Brennweite bestimmt somit die maximale Belichtungsdauer.

Ein Beispiel: Fotografieren Sie mit einer Brennweite von 30 mm, muss die Belichtungszeit 1/30 Sekunde oder kürzer sein, damit Ihr Bild nicht verwackelt.

Die Kehrwertregel hat ihren Ursprung in der analogen Fotografie. Auch in der digitalen Fotografie kann sie unverändert angewendet werden, wenn Sie eine Vollformatkamera einsetzen. Das bedeutet, dass der Sensor der Kamera genauso gross ist wie das Kleinbild-Negativ eines analogen Films (24 mm x 36 mm). Vielfach sind Digitalkameras für den Amateurgebrauch mit kleineren Sensoren ausgestattet. Bei der Kehrwertregel muss dann der entsprechende Crop-Faktor der Kamera berücksichtigt werden. Bei einem Crop-Faktor von 1,5 müsste die Belichtungszeit im Beispiel von 1/30 Sekunde auf 1/45 Sekunde verkürzt werden.

Wenn Sie ein Stativ als Bildstabilisator verwenden, verliert die Kehrwertregel ihre übliche Gültigkeit. Beim Fotografieren «aus der Hand» sollten Sie diese Faustregel jedoch stets im Blick behalten.

Für eine scharfe Aufnahme aus der Hand sollten Sie zudem auf die richtige Kamerahaltung und Aufnahmetechnik achten. Gegen Verwackelungen kann auch ein Bildstabilisator helfen, der leichte Bewegungen des Fotografen ausgleicht. Achten Sie zudem auf die passende Belichtungszeit: Bei kurzer Belichtungszeit verwackelt das Bild bei einer winzigen Bewegung der Kamera nicht sofort. Das Abbild des Motivs auf dem Sensor bewegt sich bei kurzer Belichtung kaum. Ist die Belichtungszeit jedoch lang, kann das Abbild auf dem Aufnahmesensor durch eine ungewollte Bewegung verwischt aufgenommen werden. Die versehentliche Kamerabewegung sorgt dann für unscharfe Fotos.

Welche Belichtungszeit tatsächlich zu verwackelten Aufnahmen führt, hängt auch davon ab, wie ruhig Ihre Hand beim Fotografieren ist. Befinden Sie sich zum Beispiel in einer unsicheren Position oder sind Sie ausser Atem, ist die Chance einer Verwackelung grösser. Wichtig ist zudem die Brennweite des Objektivs. Je länger die Brennweite ist, desto schneller kann das Foto verwackeln.

Normalobjektiv

Objektive mit einem Brennweitenbereich von 40 bis 60Millimeter werden als Normalobjektive bezeichnet. Diese geben die Welt so wieder, wie das menschliche Auge sie auch wahrnimmt.
Von einem sogenannten Normalobjektiv wird meist erst dann gesprochen, wenn es eine feste Brennweite von 50 Millimetern besitzt. Hierbei entspricht die Brennweite des Objektivs in der Länge ungefähr der Sensordiagonalen. Über eine Formel lässt sich der Bildwinkel berechnen, welcher bei den Normalobjektiven bei circa 50° liegt und damit etwa dem Blickwinkel des menschlichen Auges entspricht.

Besonders Anfängern ist ein Normalobjektiv ans Herz zu legen, da diese mit wenig Aufwand gute Fotos ermöglichen. Im Vergleich zu Zoomobjektiven liefern Normalobjektive meist Fotos mit höherer Auflösung, Randschärfe und Lichtstärke. Vor allem in Punkto Lichtstärke überzeugt das Normalobjektiv. Es fängt das verfügbare Licht für den Sensor gut ein, wodurch auch bei schlechten Lichtverhältnisse noch gute Fotos zu erzielen sind. Am besten eignen sich Motive, bei denen Sie mit verschiedenen Abständen und Perspektiven experimentieren können. Weniger geeignet ist das Normalobjektiv bei entfernten Objekten, da diese nicht einfach herangezoomt werden können.

Neben den technischen Aspekten weisen Normalobjektive auch Vorteile hinsichtlich Anschaffungskosten und Gewicht auf. Im Vergleich zu anderen Objektiven sind sie meist preiswerter, handlicher, leichter und somit einfacher zu transportieren. Aufgrund der Festbrennweite ist das Normalobjektiv jedoch nicht für jedes Motiv ideal. Unterwegs sollten Sie daher noch ein flexibleres Objektiv zum Austauschen mitführen, um für verschiedene Fotomotive gerüstet zu sein.

Farbraum

Der Farbraum, auch Gamut genannt, ist die Darstellung aller Farben auf einem Monitor, einer Kamera oder eines ähnlichen Gerätes. Jedes Medium nimmt die Farben Rot, Grün und Blau anders wahr und besitzt seinen eigenen Farbraum. Die genannten Farben lassen sich über drei Zahlenwerte dreidimensional darstellen, welche in ihrer Summe einen virtuellen Körper bilden und den Farbraum definieren. Dabei können nur die Farben, die der Körper umschliesst, abgebildet werden.
Damit Bilder über verschiedene Medien möglichst identisch dargestellt werden, wurden standardisierte Farbprofile wie sRGB und Adobe RGB eingeführt.

Der sRGB, oder auch Standard-RGB, bietet den optimalen Farbraum für die im Internet zu betrachtenden Bilder. In diesem Farbraum können die Farben auch auf einem weniger leistungsstarken Monitor gut dargestellt werden. Satte Farben und einige Farbtöne können jedoch nicht durch den sRGB abgebildet werden.
In der Fotografie und Bildbearbeitung wird daher der Adobe RGB von Anwendern bevorzugt. Dieses Farbprofil besitzt den grösseren Farbraum und kann wesentlich mehr Farbtöne und Nuancen darstellen. Folglich kommen hochwertige Fotos im Adobe RGB mit viel mehr Ausdruck zur Geltung.

Fotografen und Grafiker verwenden zudem neben dem Farbmodell RGB auch das CMYK-Farbmodell.
Bei RGB wird durch das Mischverhältnis der Farben Rot, Grün und Blau eine Farbwahrnehmung abgebildet, die unter Einfluss von Licht entsteht. Hierbei entsteht ein helleres Bild, je höher der Farbanteil ist. Das CMYK-Farbmodell steht dagegen für Cyan, Magenta, Yellow und Key und kommt hauptsächlich in der Drucktechnik zum Einsatz. Hinter den Farbbezeichnungen verbergen sich ein helles, fast grünstichiges Blau, ein Violett als Rotton, ein helles Gelb und Schwarz (Key). Das Schwarz wird hier als Kontrastfarbe verwendet, da die Mischung der drei anderen Farben nie zu einem reinen Schwarz führen würde. Im Gegensatz zum sRGB bewirkt das Schwarz im CMYK-Farbmodell, dass das Bild mit zunehmendem Farbanteil dunkler wird.

Bokeh-Effekt

Schärfe allein reicht in der Portrait-, Mode- und Foodfotografie häufig nicht aus. Oftmals ist es erst der Wechsel zwischen Schärfe und Unschärfe, welcher den Aufnahmen das Besondere verleiht. Das Hauptmotiv soll aus der Aufnahme einzigartig hervorgehoben werden. Dafür eignet sich der sogenannte Bokeh-Effekt. Dieser lebt von der Tiefenunschärfe.

Der Begriff «Bokeh» kommt aus dem Japanischen und bedeutet übersetzt so viel wie «verschwommen» oder «unscharf». Bei diesem Effekt spielt der Fotograf bewusst mit den Schärfe- und Unschärfebereichen eines Bildes. Ziel des Unschärfeeffekts ist ein unscharfer Hintergrund. Während beispielsweise Personen im Vordergrund freigestellt werden, lässt man Ablenkendes und Unschönes im Hintergrund verschwinden.

Es gibt drei wichtige Regeln, die beachtet werden sollten. Diese betreffen den Abstand, die Blende und die Brennweite.

Hinsichtlich des Abstands kann zum einen die Strecke zwischen Kamera und Objekt und zum anderen jene zwischen Objekt und Hintergrund betrachtet werden. Wenn sich das Objekt in geringem Abstand zum Hintergrund befindet, ist dieser bereits unschärfer. Allerdings kann dieser Effekt noch weiter verstärkt werden. Der Hintergrund verwischt mehr, sobald der Fotograf näher an die zu fotografierende Sache geht und diese weiter vom Hintergrund entfernt ist. Kurzgefasst: Je näher das Objekt an der Kamera ist, desto geringer ist die Tiefenschärfe.

Ist die Blende zu, ist der Hintergrund scharf. Je weiter die Blende geöffnet ist, desto unschärfer ist der Hintergrund. Je mehr Licht durch das Objektiv einfallen kann, desto grösser werden die verschwimmenden Lichtkreise.

Je grösser die Brennweite, desto geringer ist die Tiefenschärfe. Der Hintergrund wird also mit abnehmender Brennweite unschärfer.

Beim Bokeh-Effekt kann man zusätzlich mit Formen und Lichtern spielen. Ein aussergewöhnliches und kreatives Foto kann beispielsweise mit dem Einsatz einer Lichterkette erzielt werden. So können interessante und einzigartige Fotohintergründe geschaffen werden. Als Bokeh-Elemente sollten möglichst kleine Lichter verwendet werden. Diese werden vor oder hinter dem aufzunehmenden Objekt angebracht. Anschliessend wird das Objekt manuell fokussiert, sodass das Licht im Hintergrund unscharf wird. Nun kann der Auslöser betätigt werden.

Es ist aber auch möglich mit Hilfe von Filtern das Bild zu verändern. Dazu können Objektiv-Deckel mit Muster benutzt werden. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie diese ganz einfach selbst kreieren können. Je kleiner die Filterformen sind, desto besser ist dies für langsame Linsen.

Zusammengefasst ist der Bokeh-Effekt eine Aufnahmetechnik, mit der Fotos auf einfache Weise eine besondere Charakteristik verliehen werden kann. Durch unterschiedliche Ebenen wirken Bokeh-Bilder räumlich und tief. Probieren Sie sich aus. Mit Hilfe von Photoshop kann der Bokeh-Effekt auch im Nachhinein auf ein Foto angewendet werden.