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Schwarze Silhouette einer Landschaft mit einer Burg unter einem Sternenhimmel

Anfängerfehler vermeiden: Sterne richtig fotografieren

Bei einer Foto-Tour am Tag können die Stunden und Minuten schon einmal wie im Flug an einem vorbeiziehen und ganz nebenbei wird es auch noch dunkel. Dies klingt nach einer guten Gelegenheit für ein paar Nachtaufnahmen mit einem funkelnden Sternenhimmel. Für gelungene Aufnahmen von Sternen oder der Milchstrasse sind jedoch ein paar Dinge zu berücksichtigen.

Wir erklären Ihnen, wie Sie einen beeindruckenden Nachthimmel wirkungsvoll festhalten und welche Fehler es dabei zu vermeiden gilt.

Fehler 1: Der Blick aus dem Fenster als Wetterprognose

Nahezu jeder leidenschaftliche Hobbyfotograf ist bei schönem Wetter angeregt mit seiner Kamera nach draussen zu gehen. Doch während tagsüber schönes Wetter für gute Fotos sorgt, spielen bei der Sternenfotografie andere Faktoren eine wichtige Rolle. Einen ausschlaggebenden Einfluss hat die Mondphase, da bei Vollmond viele Sterne durch den Schein des Mondes überstrahlt werden. Infolgedessen eignen sich die vier Tage vor und nach Neumond am besten für eindrucksvolle Nachtaufnahmen. Die Mondphasen lassen sich durch einen Mondkalender mitverfolgen, welcher auch auf zahlreichen Webseiten und Apps zu finden ist.

Des Weiteren lassen sich Sterne bei kalter Luft besser fotografieren als bei warmer Luft, da diese klarer ist. Zudem bietet sich nach Regen, welcher ebenfalls für klare Luft sorgt, eine besonders gute Gelegenheit, den Nachthimmel zu fotografieren. Kommt zu kalter, klarer Luft jedoch eine schneebedeckte Fläche hinzu, kann diese zum Problem werden. Der weisse Schnee reflektiert das Licht und die Sterne auf dem Foto sind schlecht sichtbar. Es eignen sich besonders die Monate März bis Mai und September bis Oktober für nächtliche Foto-Touren.

Fehler 2: Neuland Astronomie

Wie bereits erwähnt, erfordert es etwas Hintergrundwissen zum Mond und seinen Phasen, um gute Bedingungen zur Sternenfotografie zu erwischen. Kenntnisse über die Sternbilder und die Milchstrasse sind ebenfalls sehr hilfreich für eine eindrucksvolle Bildkomposition. Aus diesem Grund ist es immer nützlich, eine Sternenkarte dabei zu haben. Diese ist besonders praktisch als App auf dem Smartphone. Beispielsweise zeigt die gratis App SkyView® (iOS / Android) nicht nur die Standorte verschiedener Sternenbilder, sondern auch die Standorte der Sonne, des Mondes, der Planeten sowie der Satelliten. Zudem besitzt diese App eine Suchfunktion, die Sie zur konkreten Position eines Sternbildes oder eines anderen Himmelskörpers führt.

Screenshots der App Sky View: Startbild, Live-View-Modus und Such-Funktion

Die Abbildung zeigt den Live-View-Modus und den Suchbereich der SkyView® App. Die beiden Bilder in der Mitte zeigen die momentane Position des Mondes und ein in der Nähe liegendes Sternbild.

Eine weitere sehr nützliche App ist PhotoPills (iOS / Android). Diese ist zwar kostenpflichtig, bietet dafür aber jede Menge hilfreiche Funktionen. Sie gibt genaue Auskünfte über den Verlauf der Sonne, des Mondes und der Milchstrasse am konkreten Standort, welcher im Live-View-Modus betrachtet werden kann. Ebenso werden die Mond- und Sonnenphasen sowie die goldene und blaue Stunde in der App aufgegriffen. Für die konkrete Organisation einzelner Foto-Sessions wird zudem ein Planer bereitgestellt, der genau erkennen lässt, in welchen Stunden es besonders lohnenswert ist, draussen zu fotografieren.

Unabhängig von der Sternenfotografie bietet diese App eine grosse Auswahl an Kameras, sodass die Anwendungen konkret auf die eigene Kamera abgestimmt werden kann. Mit Hilfe dieser Abstimmung können zahlreiche Tipps zu verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten in den Bereichen Belichtung, Schärfentiefe, Objektdistanz und zu vielem mehr gegeben werden. Zum besseren Verständnis stellt die App Bedienungsanleitungen sowie YouTube-Tutorials bereit.

Screenshots der App PhotoPills: Übersicht der Anwendungen, Live-View-Modus der Milchstrasse, Planer und Startbild

Auf dieser Abbildung sehen Sie eine kurze Übersicht einiger verschiedener Anwendungen sowie den Verlauf der Milchstrasse im Live-View-Modus und den Planer der App PhotoPills.

Fehler 3: Sterne gibt es überall

Die Aussage „Sterne gibt es überall“ ist grundsätzlich richtig und trotzdem können sie nicht an jedem beliebigen Ort bestaunt werden. Gerade in grossen Städten kommt es durch die vielen Laternen, den Strassenverkehr und auch die aufleuchtenden Werbereklamen unzähliger Geschäfte zu einer grossen Lichtverschmutzung. Das bedeutet, dass es nie richtig dunkel wird. Aus diesem Grund sollten Sie einen Ort fernab der Stadt aufsuchen, um Sterne zu fotografieren. Je weniger Umgebungslicht, desto besser ist die Ausgangssituation für ein gelungenes Shooting bei Nacht. Obendrein verhilft auch ein höher gelegener Punkt, wie ein Hügel, ein Berg oder ein Ausgangspunkt, zu einer freien Sicht.

Fehler 4: Fotografieren im Autofokus

Bevor es an die Einstellungen geht, sind zunächst einige Fragen bezüglich der Ausrüstung zu klären. Die besten Voraussetzungen für eine Aufnahme des Nachthimmels bieten Vollformatkameras aufgrund ihres grossen Sensors, da dieser weniger Probleme mit dem Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten hat. Das schliesst jedoch nicht aus, dass eine gute Aufnahme nicht auch mit einer Kamera mit einem kleineren Sensor, wie beispielsweise einem APS-C Sensor, gemacht werden kann.

Doch der Body der Kamera macht die Arbeit nicht allein. Das Objektiv spielt eine erhebliche Rolle. Dieses sollte vor allem so weitwinklig und lichtstark wie möglich sein und eine Blendenzahl von vier oder weniger zulassen. Der Autofokus spielt bei der Wahl des Objektivs zur Sternenfotografie keine Rolle, da der Fokus in der Sternenfotografie ohnehin manuell gesetzt wird.

Aufnahmen des Nachthimmels werden immer offenblendig fotografiert. Das heisst, die kleinste vorhandene Blende wird gewählt, um so viel Licht wie möglich einzufangen. Dabei ist der komplizierteste Schritt die Fokussierung auf Unendlich. Bei manchen Objektiven ist das Unendlich-Zeichen direkt am Fokusring abgebildet, was die Einstellung wesentlich erleichtert. Ist diese Abbildung nicht gegeben, besteht die Möglichkeit, bereits am Tag ein sehr weit entferntes Objekt scharfzustellen, um sich anschliessend eine eigne Markierung am Objektiv zu setzen. Allerdings ist dies nur bei Objektiven möglich, bei welchen sich der Objektivring unendlich weit drehen lässt.

Zur Überprüfung der Scharfstellung kann der Live-View-Modus behilflich sein. Da dieser um ein zehnfaches vergrössert werden kann, lässt sich leichter erkennen, ob der fokussierte Punkt tatsächlich scharfgestellt wurde. Ist dies nicht der Fall, können Sie die Schärfe in kleinen Schritten nachjustieren.

Eine Strasse und ein See bei Nacht. Der dunkle Himmel zeigt die Milchstrasse.

Diese Collage zeigt zwei Aufnahmen bei Nacht, bei welchen die Milchstrasse perfekt inszeniert wird. Aufgenommen wurden diese beiden Fotos mit einer Sony Alpha 7 II und einem 24-70 mm Objektiv von Zeiss. Für die Aufnahme der Bilder wurden folgende Einstellungen verwendet: Fokussierung auf Unendlich, ISO-Wert zwischen 4000 und 8000, Blende 4,  Belichtungszeit 25 Sekunden. ©Andreas Franke – www.andysign-fotografie.de

Der ISO-Wert ist in der Fotografie idealerweise eher klein zu halten, um ein Rauschen im Bild zu vermeiden. Bei der Fotografie von Sternen sollten Sie jedoch recht hohe Werte verwenden, um eine optimale Bildwirkung zu erzielen. Je nach Kameramodell werden ISO-Werte zwischen 1600 und 8000 eingesetzt. Deshalb ist es umso wichtiger bei klarer Luft zu fotografieren, da diese das Rauschen erheblich verringert.

Wurden alle Einstellungen vorgenommen, kann das Bild mit einer Belichtungszeit von 15 bis 30 Sekunden aufgenommen werden. Länger als 30 Sekunden sollten Sie jedoch nicht belichten, da aus den kreisrunden Sternen sonst Streifen werden. Aufgrund der langen Belichtungszeit ist der Einsatz eines Stativs empfehlenswert. Zusätzlich kann ein Fernauslöser eine grosse Hilfe sein, um Verwacklungen durch das Auslösen zu vermeiden.

Fehler 5: Die Kamera ausschliesslich auf den Himmel richten

Der Sternenhimmel und vor allem die Milchstrasse sind äusserst beeindruckend. Dennoch kann ein Bild, welches nur den Himmel zeigt, schnell langweilig wirken. Die richtige Spannung kann durch das Einbeziehen weiterer Bildelemente erzeugt werden, wie zum Beispiel einen Baum, eine Strasse, ein Gebäude oder die Silhouette einer Landschaft.

Silhouette einer Landschaft mit einer Burg unter einem Sternenhimmel und die Silhouette einer Bank unter der sichtbaren Milchstrasse

Die rechte Aufnahme zeigt eine Bank, welche durch die Lichtverschmutzung der Stadt beleuchtet wird und die sichtbare Milchstrasse. Dieses Motiv zeigt, wie man das Streulicht einer Stadt zur Bildgestaltung nutzen kann. ©Andreas Franke – www.andysign-fotografie.de

Fazit

Das Fotografieren des Sternenhimmels ist mit einigen Vorbereitungen verbunden, die jedoch für beeindruckende Resultate sorgen. Also seien Sie experimentierfreudig, spielen Sie mit den ISO-Werten und Belichtungszeiten und beziehen Sie Objekte und Streulicht von Strassen oder Städten in Ihre Bildgestaltung ein. Mit der Übung kommt der Erfolg.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Andreas Franke bedanken, der uns nicht nur mit seinen unglaublichen Aufnahmen beeindruckt hat, sondern uns auch bei der Erstellung dieses Artikels mit wertvollen Ratschlägen zur Seite stand.

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Positiv- und Negativbeispiel für ein Bewerbungsbild

Anfängerfehler vermeiden: Bewerbungsbilder selbst aufgenommen

Ein Bild auf einer Bewerbung ist heute keine Pflicht mehr und dennoch kann ein gutes Bewerbungsfoto einen grossen Teil der Überzeugungsarbeit leisten, denn schliesslich sagt ein Bild nach wie vor mehr als 1000 Worte. Auf der anderen Seite kann ein unpassendes Bewerbungsbild einige Türen verschliessen.

Der Gang zum Fotografen kann manchmal keine Alternative sein. Günstige Bewerbungsbilder sind oft nur wenig individuell und teilweise hat man nur wenige Sekunden Zeit, sich eines der Profi-Schnappschüsse auszuwählen. Natürlich können Sie sich auch einen Fotografen suchen, der sich für Sie viel Zeit nimmt, um von Ihnen ein zwar aussergewöhnliches und dennoch seriöses Bewerbungsbild zu machen. Oft ist der Preis dafür leider relativ hoch.

Bei selbst aufgenommenen Bewerbungsbildern lauern einige Fallstricke. Denn professionell und seriös sollen sie dennoch aussehen. Hier einige häufige Fehler und zugehörige Tipps, wenn Sie von sich selbst oder Freunden Bewerbungsbilder machen möchten:

Fehler 1: Fremde Person auf dem Bewerbungsfoto

Egal ob Sie zu einem professionellen Fotografen gehen oder Sie Ihr Foto selbst machen wollen: Die Vorbereitungen sind immer die gleichen. Sie sollten natürlich darauf achten, dass Ihre Optik zu der Stelle passt, für die Sie sich bewerben. Hierbei steht grundsätzlich ein gepflegtes und freundliches Erscheinungsbild ausser Frage.

Und dennoch ist es nahezu das Wichtigste, das Sie sich auf dem Bewerbungsfoto auch wiedererkennen. Bleiben Sie sie selbst. Wählen Sie ein Outfit, das nicht nur zu der angestrebten Stelle passt, sondern in dem Sie sich auch wohlfühlen und wiederfinden. Das Gleiche gilt für Ihre Frisur, gegebenenfalls Ihr Make-Up und auch Ihre Pose. Ihr Bewerbungsfoto sollte vor allem authentisch sein.

Fehler 2: Schlechte Bedingungen

Irgendwo in Ihrer Wohnung einen Stuhl aufzustellen und die Kamera dort zu platzieren, um mal eben ein Bewerbungsbild zu schiessen, wird nicht funktionieren. Es gibt einiges zu beachten, um auch ohne Profiequipment den gewünschten guten ersten Eindruck auf der Aufnahme zu hinterlassen.

Wie so oft in der Fotografie ist das Licht ein bedeutender Faktor – hier vor allem gleichmässiges weiches Licht. Dabei sollte das Licht omnidirektional sein, das heisst, von allen Seiten gleich stark auf die fotografierte Person wirken. Eine gleichmässige Beleuchtung mit weichem Licht sorgt dafür, dass keine harten Schatten in Ihrem Gesicht aufkommen, wodurch zugleich Ihr Hautbild feiner erscheint und kleine Narben oder Unreinheiten getilgt werden.

Solche Lichtbedingungen lassen sich am einfachsten draussen bei Tageslicht finden. Auch in der Wohnung ist es möglich, eine Stelle zu finden, an der ausreichend weiches Licht vorhanden ist. Zu meist ist das bei Tageslicht in der Nähe eines Fensters.

Wenn es nicht möglich ist, die Aufnahme draussen oder in der Wohnung bei ausreichendem Licht zu machen, sollten Tageslicht und künstliches Licht dennoch nicht vermischt werden. Durch die Mischung können unerwünschte Farbeffekte entstehen, welche oft auch nur schwer mit Hilfe der Bildbearbeitung zu beheben sind. Die Lösung dafür wäre, einen Raum ausschliesslich mit mehreren künstlichen Lichtquellen auszuleuchten. Die Lichtquellen sollten dabei so ausgerichtet werden, dass das Modell nicht direkt angeleuchtet wird.

Fehler 3: Unpassende Umgebung

Nicht nur das Licht, sondern auch die richtige Umgebung, beziehungsweise der Hintergrund, spielen eine sehr grosse Rolle. Den besten neutralen Hintergrund stellt eine glatte und helle oder auch weisse Wand dar. Dies gilt sowohl für Innen- als auch für Aussenaufnahmen. Eine helle Wand ist deshalb günstig, da Sie einen Teil des Lichts reflektiert und somit hilft, das Modell sowohl von den Seiten und als auch von hinten gut auszuleuchten. Ausserdem sollte der Hintergrund nicht dominieren, indem er zu kräftig wirkt und dadurch von der Person ablenkt. Ein zu dunkel wirkender Hintergrund kann auch schnell aufdringlich wirken.

Tipp: Halten Sie bei der Aufnahme eine weisse Fläche, beispielsweise ein Blatt Papier, unter das Gesicht. So wird auch dort das Licht reflektiert und es entstehen keine kräftigen Schatten unter dem Kinn. dabei sollte das Blatt natürlich nicht auf dem Bildausschnitt erscheinen.

Eine einfarbige, ebene Wand im Hintergrund hat auch den Vorteil, dass dadurch die Möglichkeit geboten wird, den Hintergrund im Nachhinein durch Bildbearbeitungsprogramme zu verändern. Sollten Sie keine weisse Wand haben, können Sie auch ein weisses Tuch oder Bettlacken hinter sich aufhängen.

Alternativ kann man natürlich mit Hintergründen arbeiten, um bestimmte Statements zu setzen. Der Landschaftsarchitekt in der freien Natur, die Köchin in der Küche oder der Zimmermann vor dem Dachstuhl bieten sicherlich passende Motive. Zeigt sich dagegen die Bankkauffrau im Park, wird dies vom potenziellen Arbeitgeber mit Sicherheit als unpassend empfunden.

Negativbeispiele für Bewerbungsbilder

Hier können Sie unterschiedliche Negativbeispiele für ein Bewerbungsfoto sehen. Die Hintergründe sind zu unruhig oder zu grell. Eine Bewerbung mit einem Selfie ist im Allgemeinen keine gute Idee. Auf den letzten beiden Bildern sind die Gesichter viel zu schattig und auch zu dunkel.

Fehler 4: Zu kleiner Bildausschnitt

Oft kommt der Fehler auf, dass der Fotografierende sehr bemüht ist, nur den Ausschnitt zu fotografieren, welcher letztendlich auch auf die Bewerbung soll. Leider ist genau dies ein grosser Irrtum. Umso näher sie mit der Kamera an das Gesicht Ihres Modells gehen, desto mehr wird das Gesicht verzerrt. Das erkennt man daran, dass beispielsweise die Sichtbarkeit der Ohren immer mehr abnimmt oder die Brille eines Brillenträgers immer grösser erscheint. Folglich wirken die Proportionen des Gesichtes sehr unnatürlich.

Deshalb empfiehlt sich für die Aufnahme, einen etwas grösseren Bildausschnitt zu wählen, um im Nachhinein den passenden Ausschnitt digital auszuwählen und freizustellen. Bei der Auswahl des Bildausschnitts empfiehlt es sich, den goldenen Schnitt zu beachten. Für den goldenen Schnitt wird die Bildlänge in zwei ungleich grosse Flächen geteilt, wobei die eine Fläche circa 62 Prozent und die andere circa 38 Prozent einnimmt. Im gleichen Verhältnis wird auch die Bildbreite unterteilt.

Die Bildqualität wird nicht darunter leiden, da ein Bewerbungsbild in der Regel nicht im DIN A4 oder im A5 Format benötigt wird. Dies gilt auch für die Wahl des Aufnahmegeräts: Sowohl ein Smartphone, als auch eine Digitalkamera haben in der Regel das Potenzial, ein Bewerbungsfoto aufzunehmen. Der einzige Vorteil einer digitalen Spiegelreflexkamera begründet sich in dieser Situation in den zahlreichen Möglichkeiten der Einstellungen.

Fehler 5: Viel hilft viel

Wenn Sie der Meinung sind, das richtige Bewerbungsfoto im Kasten zu haben, können Sie natürlich der Aufnahme durch Nachbearbeitung den letzten Schliff verleihen. Dabei gibt es gerade für Bewerbungsbilder eines zu beachten: Halten Sie die Bearbeitung dezent und sorgen Sie dafür, dass Ihr Erscheinungsbild natürlich bleibt. Sollte der Betrachter sofort erkennen, dass bei Ihrem Foto nachgeholfen wurde, kann dies schnell so wirken als hätten Sie etwas zu verbergen.

Des Weiteren können Sie auch ein Foto in Schwarzweiss beziehungsweise Graustufen verwenden. Dadurch können Farbfehler in der Darstellung oder auf der Haut vermieden werden. Oft wirkt eine Aufnahme in Schwarzweiss/Graustufen auch seriöser als ein farbiges Bild.

Positivbeispiel Bewerbungsbild im Querformat

Fazit

Generell sollten Sie sich die Frage stellen, wie viel Seriosität oder Kreativität die Stelle, auf die Sie sich bewerben, von Ihnen abverlangt. Entsprechend dürfen Bewerbungsfotos mehr oder weniger traditionell gestaltet werden. Welche Pose und welche Kleidung Sie bevorzugen sollten, hängt auch von Ihrem Beruf ab. Einige universelle Tipps für die Bildqualität und den Motivausschnitt gelten jedoch für alle Bewerbungsfotos.

Selbstgemachtes Pistazieneis am Stiel – Food Fotos mit Stil

Anfängerfehler vermeiden: Foodfotos mit Aussagekraft

«Das Auge isst mit» – Professionelle Food-Stylisten greifen zu mitunter unappetitlichen Tricks, um die fotografierten Speisen appetitlich anzurichten: Rasierschaum, Kleber, Trockeneis. Nachteil: Man kann sie nachher definitiv nicht mehr essen.

Foodfotos für den eigenen Blog, Instagram oder Familie und Freunde sollen hingegen auf natürliche Weise appetitlich wirken. Wir verraten Ihnen einige Tipps und Kniffe, mit denen Sie bessere Foodfotos machen – ganz ohne die liebevoll gekochte Mahlzeit ungeniessbar zu machen oder mit «faulen Tricks» zu arbeiten. So können Sie Anfängerfehler vermeiden und appetitliche Foodfotos aufnehmen.

Fehler 1: Mangelnde Vorbereitung – Deko, Equipment und Zutaten

Um einen reibungslosen Ablauf beim Fotoshooting zu haben, sollte man sich bereits vor dem eigentlichen Kochen und Anrichten überlegen, welches Setting man fotografieren möchte. Dazu gehören auch der Einkauf und die Planung der Dekoration.

  • Frische Zutaten ohne Druckstellen und Kräuter kaufen
  • Qualitativ hochwertige Lebensmittel sehen besser aus – auch nach dem Kochen noch
  • Stilvolles Geschirr und Dekoration besorgen
  • Stativ, Kamera, Beleuchtung – je nachdem, wie professionell das Ergebnis werden soll, wird eine grundlegende Ausstattung benötigt
  • DSLR oder Smartphone – der Qualitätsunterschied ist sichtbar, grundlegend ist jedoch beides (auch parallel) möglich

Knackiger roher Spargel in einer Holzkiste

Fehler 2: Bei der Zubereitung nicht an das geplante Motiv gedacht

Zutaten und Zubereitung wirken langweilig und auf dem Foto wenig ansprechend, wenn sie verkocht oder farblich fade sind. Bei manchen Gerichten wie Bowls werden die Zutaten nicht nur nach Geschmack, sondern vor allem nach ihrer Farbe ausgewählt.

  • Rohe Lebensmittel als Garnitur aufbewahren – im Ganzen oder schon zerschnitten
  • Zutaten nur leicht garen: Knackiges Gemüse, Nudeln al dente, saftiges Fleisch, Kräuter zum Schluss dazu, Kartoffeln kurz unter kaltem Wasser abschrecken – so wirkt alles frisch und appetitlich
  • Fleisch mit etwas Pflanzenöl bestreichen, damit es noch saftiger aussieht
  • Schon während des Kochens fotografieren à So sieht man den Prozess von roh zu fertig angerichtet

Fehler 3: Tisch decken und mit der Kamera draufhalten

Gerichte natürlich anzurichten, damit die Foodfotos authentisch wirken, ist eine kleine Kunst. Es muss nicht alles perfekt arrangiert und wie geleckt sein. So werden absichtlich Krümel verstreut oder ein paar Flecken auf den Tellerrand getropft, um das perfekte imperfekte Foto zu machen.

  • Gericht in einer gemütlichen Atmosphäre zeigen, z.B. an einem gedeckten Tisch oder in der Küche
  • Hintergründe, Untergründe und Accessoires verwenden
  • Geschirr vorher glänzend putzen
  • Handschuhe tragen um Fingerabdrücke zu vermeiden
  • Komplementärfarben und Formen kombinieren: Auberginen und Mais, Tomaten und Basilikum
  • Anordnung des Geschirrs und der Deko als Kreis oder Linie
  • Zutaten in Rohform, Gewürze und Kräutertöpfe als Dekoration nutzen
  • Bei einem Thema bleiben: Asiatisch, Orientalisch, Modern – Geschirr, Deko und Gericht sollten zusammenpassen

Fertiges Gericht: Spargel und Schinken mit Kartoffeln

Fehler 4: Details vernachlässigen

Ist alles vor einem schönen Hintergrund angerichtet, geht es ans Fotografieren. Die Gesamtkomposition zählt hier genauso wie die Details. Am Ende kommt es darauf an, mit der Zeit einen eigenen Stil zu entwickeln.

  • Damit der Teller auf dem fertigen Foto nicht überladen wirkt, sollte er nicht zu voll gehäuft werden mit Essen
  • Querschnitte ausnutzen: Lasagne, Torten & Co. von ihrer aufregenden Seite zeigen
  • Eisgekühlte Getränke: Das Problem, dass Eiswürfel in Getränken weiss anlaufen, lässt sich mit künstlichem Eis umgehen
  • Nahaufnahmen: Besonders relativ «homogene» Gerichte wie Risotto oder Suppe sowie portionierte Speisen bieten sich für Nahaufnahmen an, um nicht langweilig zu wirken
  • Komplettaufnahmen kommen besser bei beispielsweise Fingerfood und kleinen Gerichten
  • Umso weiter die Blende an der Kamera geöffnet ist, desto unschärfer wird der Hintergrund des Fotos und vice versa

Lasagne – Schichten werden sichtbar bei seitlichem Foto

Fehler 5: Bildkomposition – eintönige Perspektiven

Welches Format und in welchem Winkel fotografiert wird, hängt auch vom Verwendungszweck ab. Klassische Blogs nutzen häufig eher Querformat, auf Sozialen Plattformen wie Pinterest und Instagram kommt Hochformat besser an.

  • Fotos im Hochformat haben oft eine dramatischere Wirkung
  • Fotos aus einem natürlichen Winkel, als sässe man am gedeckten Tisch, wirken besonders einladend und beziehen den Betrachter ins Bild ein
  • Fotografieren Sie aus verschiedenen Perspektiven, mit unterschiedlichen Accessoires und Kameraeinstellungen. Machen Sie Probefotos, um die Wirkung zu testen und variieren Sie!
  • Flüssigkeiten wie ein Glas Saft am besten gerade ablichten
  • Auf dem Bild sollten so wenige Schatten wie möglich zu sehen sein. Dies hängt vom Winkel zwischen Kamera, Lichtquelle und fotografiertem Objekt ab
  • Hier gibt`s noch einige allgemeine Tipps zur Objektfotografie
Food-Fotos im Hochformat. Erdbeerkuchen, Frühstücksei und Tomaten

© Robin Reich

 

Fehler 6: Das Licht ist schlecht zum Fotografieren

Die Belichtung ist entscheidend für die Qualität des Bildes. Im Idealfall ist natürliches Licht vorhanden. Wenn nicht, wird ein wenig mehr technisches Equipment benötigt.

  • Tageslicht, am besten diffuses Nachmittagslicht, sorgt für schöne Farben
  • Bei Kunstlicht vor dem Fotografieren auf jeden Fall einen Weissabgleich durchführen
Fleisch auf Salatbett – angerichtet auf einem rechteckigen weissen Teller

Der fehlende Weissabgleich lässt Teller und Zeitung vergilbt wirken und sorgt für mangelnde Kontraste.

 

  • Softboxen und Ringleuchten sorgen für angenehmes kühles Licht – kein Blitzlicht verwenden
  • Hack: Eine Schreibtischlampe, locker mit Backpapier davor bespannt, sorgt ebenfalls für diffuses Licht
  • Fotos aus beiden Lichtrichtungen zu machen: Bisweilen wirken Fotos im Gegenlicht intensiver
  • Nachbearbeitung: Kleine Korrekturen können auch später – wo nötig – noch gemacht werden, beispielsweise können die Kontraste verbessert werden

Viel Spass beim Kochen und Fotografieren!

Ein Fotograf liegt im Gras und fotografiert ein Pferd

Anfängerfehler vermeiden: Kamerakauf

Ein Kamerakauf steht an – und natürlich entwickelt sich die Technik schneller weiter, als man sich informieren kann. Ohne hier auf die konkreten technischen Features moderner Digitalkameras eingehen zu wollen oder die neusten Modelle vorzustellen, haben wir einen Guide zum Kamerakauf zusammengestellt. Dieser soll als Entscheidungshilfe dienen und vermeiden, dass Sie Ihren Kauf später bereuen. Welche Kamera die Richtige ist, ist ganz individuell. Der Testsieger oder Topseller müssen nicht unbedingt die beste Wahl sein. Hier die 5 häufigsten Anfängerfehler beim Kamerakauf und Tipps, wie Sie sie vermeiden können:

Fehler 1: Die Kamera war gerade im Angebot, da habe ich sie spontan gekauft…

Daniela Raboldt, Lifestyle- und Fashionbloggerin von Babbleventure, fotografiert für ihren Blog, privat und auch im Job. Sie hat festgestellt: „Ein häufiges Problem ist: Man überlegt sich vorher nicht, für welchen Zweck man die Kamera benötigt. Geht es nur um Urlaubsschnappschüsse, reicht auch eine gute kompakte Digicam – wer ambitionierter sein will, sollte auf eine DSLR umsteigen.“

Die Frage nach der Art der Kamera sollte zuerst geklärt werden. Wofür soll sie eingesetzt werden und was muss sie dafür alles können. Daher sollte die erste Frage immer nach dem passenden Kameratyp sein: Etwas Robustes, eine DSLR oder doch eine Kompakt- oder Bridgekamera? Nach Beantwortung der Frage kann es dann an die weitere Recherche nach geeigneten Modellen gehen.

  • Motiv-Programme von Bridge- oder Kompaktkameras bieten Laien für unterschiedliche Einsätze
    gute Voreinstellungen, so dass man einfach darauf los knipsen kann. Ausserdem sind die Kameras handlich.
  • Ambitionierte Hobbyfotografen möchten dagegen eine grössere Freiheit bei den Einstellungen
    nutzen oft das verlustfreie Raw-Bildformat. Dies spricht für eine DSLR.
  • Einige Kameras, darunter die Actioncams, sind stoss- und wasserfest und eignen sich
    besonders für Outdoor-Fans.

Nehmen Sie sich Zeit dafür, die Frage nach den eigenen Bedürfnissen zu beantworten und kaufen Sie nicht das erste Schnäppchen – langfristig werden Sie damit sicher glücklicher sein.

Fehler 2: Die Kamera hat tolle Bewertungen und jede Menge Features, damit kann man alles machen…

Im Dschungel der Features moderner Kameras den Überblick zu behalten, ist schwer. Unzählige Kennzahlen und Eigenschaften müssen miteinander verglichen werden. Viele Menschen nutzen unterdessen nicht mal einen Bruchteil des Potenzials ihrer Kamera. Allerdings kostet eine gute Ausstattung entsprechend. Um auszuloten, ob es ein günstigeres Modell auch tut, sollte man zwischen Leistung und Nutzung der Kamera abwägen.

Wortwolke: Fragen zum Kamerakauf

Was wirklich wichtig ist, ist natürlich individuell unterschiedlich, ein paar universelle Tipps lassen sich dennoch geben:

Für die meisten Fotografen sind eine kurze Einschaltzeit und ein schneller Autofokus wichtig. Dies trifft insbesondere für diejenigen zu, die auch spontane Schnappschüsse machen möchten und bewegte Objekte fotografieren wollen.

Ausserdem sollte man überlegen, ob man viel drinnen oder draussen fotografiert. Für Fotos in Innenräumen sollte die Kamera über einen grossen ISO-Bereich verfügen. Draussen sind Zoom und ein wetterfestes Gehäuse wichtiger.

Nicht alle Kameramodellen verfügen über Zusatzfeatures wie Bildstabilisator oder Panoramabilder, diese sind aber besonders unterwegs hilfreich.

Mehr erfahren Sie in unserem Artikel zur Kaufberatung Digitalkamera.

Fehler 3: Ja, über den Schnickschnack habe ich nicht nachgedacht…

Daniela rät: „Man sollte Kleinigkeiten wie Touchscreen, schwenkbares Display und WLAN-Funktion nicht ausser Acht lassen, denn diese Features erleichtern mir das Arbeiten ungemein.“

Auf dem Display digitaler Kameras kann man sofort das geschossene Foto überprüfen. Zudem dient das Display bei vielen Kameras auch als «Sucher». Es sollte eine hohe Auflösung besitzen und ausreichend gross sein, um Details eines Fotos beurteilen zu können. Einige Geräte bieten auch Touchscreens, wodurch man Einstellungen direkt auf dem Display vornehmen kann.

Wer sich selber fotografiert und Videos von sich aufnimmt, sollte unbedingt auf ein nach vorn umklappbares Display Wert legen.

Heutige Digitalkameras können mit ihrer Auflösung und Leistung meist auch Full-HD Videos aufnehmen. Wer viel filmt, sollte insbesondere hier auf gute Rezensionen achten und auch die Tonqualität und die Möglichkeit, ein externes Mikrofon anzuschliessen, beachten.

Auf die Vernetzung kommt es heute an – jedenfalls für viele Menschen. Wenn Sie mit mehreren anderen Geräten zusammen genutzt werden soll, muss die Kamera ein paar Kriterien erfüllen.

Moderne Kameras bieten oft eigene Online-Anbindungen. Mit der WLAN-Funktion kann man Fotos ins eigene Netzwerk übertragen oder auf das Internet zugreifen. Manche Kameras sind sogar in der Lage, mittels 3G von unterwegs auf das Internet zuzugreifen.

Spinnennetz als Sinnbild für die Vernetzung zwischen vielen elektronischen Geräten

Nützlich ist auch die Funktion, das Smartphone mit der Kamera zu verknüpfen und die Aufnahme dann über das Smartphone-Display zu steuern oder Fotos zu übertragen.

Wer auf den direkten Anschluss an einen TV Wert legt, sollte auf einen HDMI Anschluss achten.

Fehler 4: Mehr ist doch besser, oder?

Bedeuten mehr Pixel auch mehr Qualität? Nicht unbedingt… Die Bildqualität einer Digitalkamera ist hauptsächlich vom Objektiv, der Kameraelektronik und kamerainterner Software sowie der Sensortechnik abhängig.

Bei kompakten Digitalkameras mit kleinem Bild­chip bzw. Sensor ist eine enorm hohe Pixelzahl eher negativ zu bewerten, denn sie verstärkt das Bildrauschen. Bei wenigen Pixel auf einem Chip Pixel kann die Qualität des einzelnen Pixels besser sein, da mehr Platz für ihn vorhanden ist. Umso kleiner der einzelne Pixel ist, desto schwieriger wird es, ihn so herzustellen, dass er farbliche Tiefen, Sättigung und Kontraste gut verarbeiten kann. Farb- und Helligkeits­informationen geraten dadurch durch­einander. Zusätzlich steigt der Speicherplatzbedarf für ein Foto.

Tipp: Vor allem bei Kompaktkameras ist die Sensorgrösse mindestens ebenso wichtig wie die Megapixelzahl. Wählen Sie Ihre Kamera anhand der Bild­qualität, nicht der Pixelzahl.

Zoom ist nicht gleich Zoom: Beim optischen Zoom werden die Abstände der Linsen im Objektiv so verändert, dass sich die Lichtbrechung ändert und ein Ausschnitt des Motivs näher erscheint. Dieser Zoom ist frei von Qualitätsverlust. Beim digitalen Zoom wird nur ein Ausschnitt des digitalisierten Motivs vergrössert. Damit kommt es zu Qualitätsverlusten.

Tipp: Betrachten Sie hauptsächlich den optischen Zoomfaktor als ausschlaggebendes Kriterium für Ihre Kaufentscheidung.

Fehler 5: Teures Zubehör – der Rattenschwanz

Daniela rät: „dass man sich vorher informiert, was passendes Zubehör vom Hersteller kostet. Die Preise schwanken zwischen den Herstellern sehr stark, insbesondere bei Wechselobjektiven, Zusatzakkus, …“

Objektiv einer DSLR auf den Betrachter gerichtet

Man sollte vorher in etwa überlegen, welches Zubehör man sich anschaffen möchte. Objektive, Speicherkarten, Fernauslöser, Wechselakkus und vieles mehr stehen je nach Kameramodell zur Auswahl. Wenn man nach dem Kauf einer günstigen Kamera viel Geld in Zubehör stecken muss, kann das ärgerlich sein. Es lohnt sich, sich vorher über die Preise verschiedener Markenhersteller zu informieren.

Fazit

Vor dem Kauf ausführlich informieren, Testberichte und Reviews lesen, Beratung einholen, und unbedingt Testen – dabei die Kamera in die Hand nehmen und ausprobieren. Erst dann sollte eine Entscheidung getroffen werden, damit dem Fotografie-Vergnügen nichts mehr im Wege steht.

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