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Süsse Food Bowl mit roten Früchten, verschiedenen Samen und Vanille Joghurt

Trend Food Bowls – ein kunterbuntes Potpourri aus frischen Zutaten

Egal ob Facebook, Instagram oder Pinterest – In Sachen gesundes Essen, Fitnessfood oder Food Fotografie sind die kunterbunten Schüsseln voller gesunder Leckereien aktuell überall zu finden. Die Food Bowls sind nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch gesund. Das Grundprinzip ist meist immer das gleiche: Neben vielen Proteinen sorgen gesunde Fette, Kohlenhydrate und wichtige Vitamine, für einen vollen Magen, ohne schlechtes Gewissen. Diese Form des Essens stammt aus Mexiko. Von dort aus traten die Food Bowls ihren Siegeszug über Amerika bis nach Europa an. In den Genuss von Food Bowls kann man nicht nur in Restaurants kommen, denn man kann sie sehr leicht zu Hause zubereiten.

Auswahl der Zutaten

Wollen Sie am Ende ein gutes, optisch ansprechendes Foto, sollten Sie sich zunächst Gedanken über die Zutaten der Bowl machen. Der Inhalt steht im Fokus. Die Wahl der Zutaten ist sowohl für den Geschmack als auch für die Optik entscheidend. Überlegen Sie sich am besten im Voraus ein ungefähres Farbschema für die Foodbowl. So kann diese zum Beispiel kunterbunt, zweifarbig oder Ton in Ton sein.

Food Bowls gibt es sowohl süss als auch herzhaft und daher passen sie zu jeder Mahlzeit. Der Fantasie sind bei der Zusammenstellung schier keine Grenzen gesetzt. Hauptsache lecker und gesund.

Herzhafte Bowls haben meist eine Grundlage aus Naturreis, Quinoa, Nudeln oder Buchweizen. Dazu kommt rohes oder gebratenes Gemüse. Tomaten, Avocado, Paprika, grüner Spargel, Zucchini, rote Beete und Karotte sind wegen Ihrer satten Farben besonders beliebt. Linsen und Bohnen sind eine sinnvolle Ergänzung, da sie viele Mineralstoffe und Vitamine enthalten. Zudem bringen rote oder lila Linsen noch mehr Farbe ins Spiel. Als Topping empfiehlt sich ein wenig Joghurt, Salsa, Sour Cream oder Nussmuss. Das Gericht lässt sich je nach Wunsch mit Fleisch, Fisch oder Eiern verfeinern.

 Zwei herzhafte Varianten einer Foddbowl

Neben der herzhaften Variante gibt es auch die für Naschkatzen. Zum Frühstück oder als Snack zwischendurch werden hier verschiedene Obstsorten mit Joghurt, Porridge oder ähnlichem gemischt. Die beliebtesten Früchte sind Brombeeren, Himbeeren, Kiwi, Aprikose, Granatapfel, Heidelbeeren und Erdbeeren. Grundlage bildet hier meist ein dickflüssiger Smoothie oder Joghurt. Dieser darf dann beliebig mit verschiedenen Obstsorten, Nüssen, Schokolade, Honig, Müsli, Haferflocken und Samen garniert werden. Ein paar essbare Blüten eignen sich hervorragend, um die Verzierung der Food Bowl zu vollenden.

Anrichten für die perfekte Bildkomposition

Sind alle Zutaten gewählt, geht es um das Arrangieren und Anrichten in der Bowl. Je nach gewünschtem Farbschema werden die Zutaten kunterbunt oder etwa als Farbverlauf angerichtet. Weiter sollten Sie darauf achten, dass die Zutaten gut in die Bowl passen, damit sie sich nicht gegenseitig verdecken. Die verschiedenen Zutaten können nebeneinander aufgereiht oder aufgehäuft werden.

Nicht nur die Farben, sondern auch die Form der Zutaten kann Abwechslung bringen. Dabei können Sie die Zutaten in schmale Stifte, Scheiben oder Würfel schneiden. Wer etwas Besonderes ausprobieren möchte, kann Ausstecher für Herzen, Sterne oder ähnliches verwenden.

Anrichten einer Foodbowl

Nicht ganz nebensächlich ist auch die Wahl der Schüssel. Eine runde Form und mittlere Grösse haben sich am besten bewehrt. Die Farbe der Schüssel sollte eher dezent als vielfarbig sein, um den Zutaten nicht die Show zu stehlen. Zudem könnte das Bild mit einer bunten Schüssel und buntem Inhalt zu unruhig wirken. Gleiches gilt für den Untergrund. Eine schlichte Holz- oder Steinplatte unterstützt die Wirkung der Zutaten am besten. Natürlich ist es auch hier möglich, das Ambiente um die Bowl mit einfliessen zu lassen. Dort eignen sich neben Küchenutensilien auch übrig gebliebene Zutaten, die wie zufällig die Schüssel optisch begleiten. Mehr dazu finden Sie auch in der Kategorie «Food Fotografie».

Perspektive und Bildausschnitt

Ist die Food Bowl fertig angerichtet, geht es darum den optimalen Bildausschnitt zu finden. Die klassischen Food Bowl Bilder sind aus der Vogelperspektive fotografiert. Die Schüssel steht im Zentrum und der Hintergrund verschwimmt in Unschärfe. Das hat den Vorteil, dass die Gesamtheit der Farbenpracht auf einen Blick zur Geltung kommt. Die Schüssel mit ihren Zutaten steht im Vordergrund, Deko und Accessoires sind eher nebensächlich. Natürlich können Sie auch eine Detailaufnahme ausprobieren, um gewisse Zutaten oder Farben hervorzuheben.Fotobearbeitung Food Fotografie auf PC und Smartphone

Fazit

Egal ob süss oder herzhaft, Food Bowls sind immer ein Hingucker und eignen sich hervorragend für Food Fotos. Je frischer und bunter die Zutaten, desto besser. Wir finden diesen Food- und Fototrend super, da Food Bowls nicht nur was fürs Auge, sondern obendrein auch noch gesund sind. Viel Spass beim Anrichten, Fotografieren und Geniessen!

Fotokurs mit Schweizer Alpen im Hintergrund © by Michael Bissig

Fotokurse in der Schweiz für Einsteiger

Kameras ermöglichen uns, unsere schönsten Erlebnisse und Eindrücke festzuhalten. Die Basis für gelungene Fotos bilden die richtigen Kameraeinstellungen und Lichtverhältnisse. Je nachdem, wen oder was Sie fotografieren, ändern sich die Anforderungen an Equipment und Einstellungen. Besonders für Einsteiger kann eine digitale Spiegelreflexkamera mit komplexer Technik ihre Hürden mit sich bringen. Aus diesem Grund bieten viele Fotografen, Fotostudios und Fotoschulen Einsteiger-Workshops an, in denen die Basics im Umgang mit der DSLR erklärt werden.

In einem Fotokurs erfahren Sie alles Wichtige über die verschiedenen Einstellungen Ihrer Kamera und wie Sie diese für bessere Fotos nutzen können. Ganz nach dem Motto: «learning by doing» sollte ein Einsteiger-Workshop neben Theorie auch einen Praxisteil beinhalten. Aber vor allem sollte der Kurs Freude und Spass an der Fotografie vermitteln. Lernen Sie, wie Sie die richtige Stimmung, tolle Kontraste und Landschaften auf Ihren Fotos einfangen. Mit entsprechender Übung werden Ihre Bilder nicht nur einzigartig, sondern drücken auch Ihre eigene Bildsprache aus. Im Folgenden stellen wir Ihnen eine Auswahl geeigneter Fotokurse für Anfänger in der Schweiz vor.

Mikebite – Fotokurse mit Michael Bissig

«Der Fotokurs soll nicht nur Kurs, sondern auch immer ein kleines Abenteuer oder zumindest ein bleibendes Erlebnis sein.» Michael Bissig

Der gebürtige Schweizer Fotograf Michael Bissig liebt die Natur und fotografiert hauptsächlich im Outdoor-Bereich. Seine langjährige Erfahrung ermöglicht es Ihm, sein Knowhow an die Teilnehmer seiner Fotokurse weiterzugeben. Vor allem Outdoor-Enthusiasten sollen von dem Angebot der Fotokurse angesprochen werden. Durchgeführt werden die Workshops an atemberaubenden Locations, bevorzugt in den Schweizer Alpen.

«Im Moment richten sich fast alle Kurse an Einsteiger und sind entsprechend aufgebaut. Auch die Spezial-Kurse, wie z.B. der Fotokurs Nachtfotografie, richten sich an Einsteiger. Es ist für mich bei allen Kursen das Wichtigste, dass das Gelernte auch verstanden wird.», erklärt Michael Bissig.

Die Kurse finden mit maximal vier bis sechs Personen statt. Dabei liegt das Augenmerk besonders auf der praxisnahen Umsetzung des Gelernten. Bei einer Vorstellungsrunde mit Kaffee und Kuchen lernen sich die Teilnehmer und der Fotograf erst einmal gegenseitig kennen. Zudem werden die Ziele und Erwartungen an den Kurs besprochen. Anschliessend wird mit der Theorie gestartet. Ein Thema wird immer Schritt für Schritt erarbeitet und dann in der Praxis umgesetzt.

«Immer wieder schauen wir uns die erstellten Fotos an und diskutieren in der Runde, was noch verbessert werden kann. Dabei schauen wir auch auf Bildkomposition und deren Regeln. Die meisten Kurse beenden wir mit einem Sonnenauf- oder untergang oder speziellen Foto-Locations für ein bleibendes Erlebnis.», beschreibt Michael Bissig den Ablauf eines typischen Workshops.

Link zur Website: mikebite.com

Fotokurse mit der Fotoschule Baur

«Lernen Sie sehen, lernen Sie fotografieren.» Dominik Baur

Im Jahr 2011 gründete Dominik Baur die Fotoschule Baur. Das Ziel der Fotoschule ist es, den Teilnehmern der Kurse auf einfache Art und Weise die Fotografie zu vermitteln und das Gelernte in der Praxis umzusetzen. Die Schwerpunkte der Fotokurse sind umfangreich – von Portraits über Landschaften bis hin zur Sportfotografie. Die Teilnahme an einem Grundkurs kann in Bern, Chur oder Zürich erfolgen. Er selbst ist vor und nach dem Fotokurs der Ansprechpartner und steht gerne bei Fragen rund um die Kamera zur Verfügung.

«Dank der langjährigen Erfahrung bieten wir in verschiedensten Gebieten der Fotografie vielseitige und lehrreiche Fotokurse und individuellen Support an. Die Kurse dauern ein bis zwei Tage, sodass man sich intensiv mit dem Thema auseinandersetzen kann. Viel Praxis, gute Bildbeispiele und eine konstruktive Bildkritik führen zum Erfolg. Bewährte Übungen werden vom Profifotografen verständlich erklärt. Bei uns kann man das Fotobasiswissen erlernen oder die Kenntnisse punktuell mit einem thematischen Fotografie-Kurs vertiefen.», erklärt Dominik Baur zu den Kursen seiner Fotoschule.

Aber auch der Fotolehrgang über drei Monate, welcher immer an einem Abend in der Woche stattfindet, ist sehr beliebt. Die Fotokurse werden in kleinen Gruppen durchgeführt, um so auf jeden Einzelnen besser eingehen zu können. Dabei unterstützen die Fotografen die Teilnehmer tatkräftig mit konstruktivem Feedback und Fachwissen. Ziel ist es, den Fotografie-Blick von jedem Teilnehmer zu schärfen.

«Sie können sich in einem Fotografie-Kurs inspirieren lassen, lernen alles rund um die optimale Bildgestaltung, entwickeln eine eigene Bildsprache und ein Gefühl für gute Fotografie.», fasst Dominik Baur die Vorteile der Kurse zusammen.

Link zur Website: fotoschule-baur.ch

Foto eines Sees mit Bergen im Hintergrund

© by Fotoschule Baur

Fotokurse mit dem Fotostudio 60seconds

«Wir unterrichten Fotografie mit Leidenschaft.» Katja Saegesser

Katja Saegesser ist Inhaberin des Fotostudios 60seconds und bietet qualitativ hochwertige Fotoworkshops in Kleingruppen an. Durchgeführt werden die Fotokurse in Zug. Durch jahrelanger Erfahrung ist es dem Fotostudio möglich, für jeden Einzelnen die richtige Lehrmethode zu finden und anzuwenden. Die Fotografen gehen dabei auf die fotografischen Bedürfnisse sowie auf den Wissensstand jedes Teilnehmers ein. Vor allem profitiert jeder Einzelne vom praktischen und technischen Wissen der professionellen Fotografen. Ein Schwerpunkt der Kurse ist auf die Entwicklung einer eigenen Bildsprache gelegt und bietet die Unterstützung, die eigenen kreativen Ideen umzusetzen.

Fotokurs mit Schweizer Alpen im Hintergrund © by Michael Bissig

© by Fotostudio 60seconds

Besonders die zwei- bis dreitägigen Fotokurse ermöglichen Teilnehmern den theoretischen Teil zu verinnerlichen und in der Praxis umzusetzen. Ziel dieser Einsteigerkurse ist es, dass jeder nach dem Kurs selbstständig in der Lage ist, das erlernte Wissen anzuwenden. Zudem bilden diese Kurse einen soliden Grundstein für vertiefende und themenorientierte Fotokurse. Auf Anfrage von Firmen und Privatpersonen können individuelle Privatkurse zusammengestellt werden.

Link zur Website: 60seconds.ch

Fazit

Mit den richtigen Foto-Workshops kann jeder die Grundlagen der Fotografie erlernen und umsetzen. Natürlich sind die vorgestellten Fotokurse nur eine Auswahl und geben einen Einblick über den Ablauf und die möglichen Inhalte. Viele Anfängerkurse spezialisieren sich auf einen Fotografie-Bereich wie beispielsweise Portraits oder Landschaften. Auch für Fortgeschrittene kann ein Anfängerkurs in einem neuen Fotografie-Bereich sehr empfehlenswert sein. Denn jede Sparte der Fotografie bietet neue Herausforderungen, die schnell aus einem eigentlich Fortgeschrittenen wieder einen Einsteiger in einem neuen Gebiet machen.

Freunde auf einem Gruppenfoto

So schiessen Sie ausdrucksstarke Gruppenfotos

Zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und ähnlichen gehört ein Gruppenfoto zur Erinnerung an den besonderen Tag. Je nach Anzahl der Personen stellt dieses allerdings auch erfahrenere Fotografen vor eine echte Herausforderung. Sind alle im Bild zu sehen? Schauen alle in die Kamera oder hat jemand geblinzelt? Mit unseren Tipps rund um Equipment, Kameraeinstellungen und Gruppenaufstellung gelingt Ihnen das nächste Gruppenbild garantiert.

Kamera und Objektiv

Im Hinblick auf die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten ist eine Systemkamera oder Spiegelreflexkamera natürlich am besten geeignet. Durch die verstellbaren Parameter, wie Blendenzahl, Belichtungszeit und ISO-Wert, können Sie die herrschenden Lichtverhältnisse besser ausgleichen. Dies ist bei der Verwendung einer Kompaktkamera oder eines Smartphones nur eingeschränkt möglich. Bei guten Lichtverhältnissen können diese jedoch auch gute Ergebnisse erzielen.

Bei einer Kamera mit Wechselobjektiv verwenden Sie am besten ein Normalobjektiv mit einer festen Brennweite von 50mm oder ein leichtes Tele, wenn es sich um eine grosse Gruppe handelt. Die Verwendung eines Weitwinkelobjektives ist dagegen nicht zu empfehlen, da dieses für Verzerrungen und unnatürliche Proportionen im Gruppenbild sorgt.

Stativ verwenden

Für ein fehlerfreies Gruppenfoto ist ein Stativ nahezu unverzichtbar. Es ermöglicht wackelfreie Bilder und Sie können die Kamera bequem auf den gewünschten Bildausschnitt ausrichten, ohne diesen ständig neu suchen zu müssen. Insbesondere bei grösseren Gruppen können Sie mit dem Stativ eine höhere Kameraposition wählen, damit alle Personen aufs Bild passen.

Für spontane Gruppenbilder unterwegs eignen sich kleine Reisestative, die meist leichter und besser zu transportieren sind. Hat man unterwegs eine Erhöhung zur Verfügung, zum Beispiel eine Bank oder eine Mauer, kann man auch diese nutzen, um die Kamera für das Gruppebild zu stabilisieren.

Eine passende Kulisse für Gruppenfotos wählen

Neben der Gruppe selbst ist vor allem der Hintergrund für ein gelungenes Gruppenfoto entscheidend. Dieser sollte grundsätzlich ruhig und nach Möglichkeit in gedeckten Farben sein, um die Gruppe als Hauptmotiv des Bildes hervorzuheben. Ein bewegtes Stadtbild als Kulisse oder grelle Lichter im Hintergrund sind dagegen weniger geeignet, da sie sehr ablenkend wirken und die Gruppe im Bild untergehen lassen.

Familienfoto im Garten

Bei grellem Sonnenschein herrschen im Schatten gute Lichtverhältnisse für ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Des Weiteren ist eine Kulisse im Freien wegen der meist besseren Lichtverhältnisse geeigneter, als geschlossene Räume. Dabei sollten Sie grelles Sonnenlicht wie etwa zur Mittagszeit vermeiden. Dieses wirft harte Schatten, welche dann auch auf den Gesichtern der Personen im Bild zu sehen sind. Bei sanftem Sonnenlicht sollten Sie darauf achten, dass dieses seitlich auf die Personen fällt, da dies später im Bild am natürlichsten wirkt. Bei direktem Licht von hinten bzw. vorn kämen ungewollte Schatten der Gruppe bzw. der Kamera und des Fotografen mit ins Bild. Ideal ist ein leicht bedeckter Himmel oder ein schattiges Plätzchen für gut ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Möchten Sie ein Gruppenbild in einem Innenraum machen, sollten Sie einen Blitz verwenden, um die Gruppe besser auszuleuchten. Fenster und Lampen können dabei eine hervorragende Unterstützung sein. Nutzen Sie je nach Möglichkeit auch weisse Wände und helle Oberflächen zum Reflektieren des Lichts.

Gruppe richtig aufstellen

Achten Sie bei der Anordnung der Personen darauf, dass diese möglichst eng stehen. Dies sorgt einerseits dafür, dass alle ins Bild passen und schafft andererseits im Foto eine bessere Gruppenwirkung. Bei grossen Gruppen ist ein leichter Anstieg nach hinten oder eine Treppe hilfreich, um auch die hinteren Reihen gut sichtbar zu platzieren. Experimentieren Sie bei der Aufstellung mit unterschiedlichen Höhen und Posen der Personen für eine dynamische Bildwirkung oder schaffen Sie bewusst eine klare Symmetrie für ein ausdrucksstarkes Gruppenfoto. Um die Gesichter ästhetisch in Szene zu setzen, hilft es, wenn alle das Kinn leicht anheben und nach oben strecken.

Probieren Sie verschiedene Perspektiven aus, um ein spannendes Fotomotiv zu schaffen. Je nach Kulisse und Platz können Sie die Gruppe etwa von oben oder aus der Froschperspektive fotografieren. Um eine gut verteilte Bildschärfe zu erhalten, sollten Sie immer die Mitte der Gruppe fokussieren. Für aussergewöhnliche Gruppenbilder können Sie aber natürlich mit Fokus und Bildausschnitt experimentieren und etwa auf ein bestimmtes Detail fokussieren oder nur die Schuhe der Personen einfangen.

Ausschnitt einer Gruppe Männer mit Fokus auf die bunten Socken

Der Ausschnitt des Gruppenbildes, in dem nur die Schuhe zu sehen sind, sorgt für ein lustiges und aussergewöhnliches Motiv.

 

Kameraeinstellungen

Wie so oft variieren die benötigten Kameraeinstellungen sehr stark aufgrund der Lichtverhältnisse der gewählten Kulisse. Um die perfekten Werte der einzelnen Parameter zu ermitteln, sollten Sie verschiedene Kombinationen ausprobieren. Grundlegend sollten Sie die Blende etwas weiter schliessen (grössere Blendenzahl), um eine höhere Schärfentiefe zu erreichen. Die ist in Kombination mit einer leicht verlängerten Belichtungszeit besonders bei grossen Gruppen wichtig, um auch die hinteren Reihen scharf abbilden zu können. Die Belichtungszeit sollte allerdings auch nicht zu lang sein, da kleine Bewegungen der Personen sonst für Verzerrungen im Gruppenbild sorgen. Gegebenenfalls müssen Sie auch den ISO-Wert entsprechend der Blendenzahl erhöhen, um eine gleichmässige Schärfe im Bild zu erhalten. Ist der ISO zu hoch, macht sich das in unerwünschtem Bildrauschen bemerkbar.

 

Gruppe, die hintereinander aufgestellt ist

In dieser Aufstellung ist die Schärfentiefe nicht ausreichend. Die hinteren und vorderen Personen sind unscharf.

Beim Fotografieren eines Gruppenbildes in Innenräumen empfiehlt es sich ausserdem, die Farbtemperatur mit Hilfe eines Farbfilters anzupassen. Wenn sich das aus Fenstern einfallende Tageslicht mit Kunstlicht mischt, kann es zu unschönen Farbstichen im Bild kommen, die durch das Verändern der Farbtemperatur ausgeglichen werden.

Serienbild, Intervalltimer & Co

Neben den verschiedenen Einstellungsparametern, die für ein gut ausgeleuchtetes Motiv sorgen, spielt auch der Auslöser beim Gruppenbild eine wichtige Rolle. Um den perfekten Moment zu erwischen, empfiehlt sich beispielsweise die Serienbildfunktion. Hier schiesst die Kamera mehrere Fotos hintereinander, solange Sie den Auslöser gedrückt halten. Einige Kameras verfügen auch über einen Intervalltimer, der in festgelegten Zeitabständen immer wieder ein Foto macht.

Wenn Sie als Fotograf selbst mit aufs Bild sollen, können Sie bei nahezu allen Kameras einen Timer oder auch Selbstauslöser einstellen. Um mit auf dem Bild zu sein, ohne hektisch auf Position rennen zu müssen, empfiehlt sich ein Funkauslöser. So können Sie bequem den Auslöser betätigen, wenn Sie und der Rest der Gruppe bereit sind.

Das richtige Timing

Ein ausdrucksstarkes Gruppenbild ist eine Frage des richtigen Timings. Besonders bei grossen Gruppen ist es nicht leicht, gleichzeitig die Aufmerksamkeit und das beste Lächeln aller Personen zu erhalten. Damit alle gleichzeitig in die Kamera lächeln, verwenden viel Fotografen die üblichen Anweisungen wie „Cheese“ oder „bitte lächeln“. Hier hilft die bereits genannte Serienbildfunktion, um den einen perfekten Moment im Kasten zu haben. Doch irgendjemand blinzelt fast immer. Hierfür gibt es einen kleinen Trick: Bitten Sie alle Personen des Gruppenbildes die Augen zu schliessen und erst auf Ihre Anweisung wieder zu öffnen, denn nach dem Augenöffnen gibt es ein kurzes Zeitfenster, in dem keiner ungewollt blinzeln muss. Zählen Sie am besten bis Drei runter und geben dann die Anweisung „Augen auf“.

Gruppenfotos bleiben stets anspruchsvolle Motive. Mit diesen Tipps sind Sie allerdings bestens gerüstet für das nächste Shooting mit der Familie oder den Freunden.

See bei blauem Himmel mit weissen Wolken, Enten und Spiegelung der Bäume im Wasser

Anfängerfehler vermeiden: Gewässer fotografieren

Wasser ist nicht nur der Ursprung allen Lebens, sondern auch ein allzeit beliebtes Motiv für Fotografen. Doch Wasser ist nicht gleich Wasser, vor allem weil es Gewässer in vielen verschiedenen Formen gibt. Es stellt natürlich einen Unterschied dar, ob ein kleiner Bach, ein strömender Wasserfall oder ein See fotografiert werden soll.

Wir klären auf, welche vier Fehler Sie bei der Aufnahme von Gewässern vermeiden sollten.

Fehler 1: Unentschlossenheit bei der Darstellungswahl

Wasser kann in seinen Darstellungsoptionen sehr abwechslungsreich sein. Stille Gewässer bieten die Möglichkeit, atemberaubende Spiegelungen einzufangen. Bei fliessenden Gewässern erschliessen sich gleich zwei Optionen. Zum einen lässt sich das fliessende Wasser in seiner Bewegung einfrieren. Eine solche Aufnahme lässt das Wasser eher hart erscheinen und ist zudem sehr detailreich. Des Weiteren lassen sich klare Wellenbrüche und einzelne Tropfen erkennen. Die zweite Möglichkeit ist, das Wasser eher weich und dynamisch darzustellen.

Beide Darstellungsweisen unterscheiden sich in der Umsetzung: Um die Kamera richtig einzustellen, sollte die Entscheidung, wie das Gewässer dargestellt werden soll, bereits vor der Aufnahme gefällt werden. Hier macht vor allem die Einstellung der Belichtungszeit den Unterschied: Um Wasser einzufrieren werden kurze Belichtungszeiten wie 1/500 bis zu etwa 1/2000 Sekunde benötigt. Mit einer Vergrösserung des ISO-Wertes lassen sich aufgrund der erhöhten Lichtempfindlichkeit noch kürzere Belichtungszeiten realisieren. Diese Möglichkeit ist jedoch mit Vorsicht zu behandeln, da mit einer Steigerung des ISO-Wertes auch das Bildrauschen zunimmt.

Aufnahme eines Flusslaufs mit geringer Belichtungszeit

In dieser Aufnahme wurde die Bewegung des Wassers eingefroren. Folglich lässt sich die Struktur und die einzelnen Spritzer des Wassers klar erkennen.

Für eine weiche und dynamische Aufnahme von fliessendem Wasser greift genau das Gegenteil. Hier kommen lange Belichtungszeiten zur Anwendung. Es gilt: Je länger die Verschlusszeit, desto weicher und dynamischer ist die Fliessbewegung des Wassers. Bei diesen langen Verschlusszeiten ist der Vorteil, dass der ISO-Wert klein gehalten werden kann. Des Weiteren gibt es die Möglichkeit, die Blende zu schliessen, wodurch die Lichtmenge reduziert und dadurch die Verschlusszeit verlängert werden kann. Aber auch hier sollte mit der Verkleinerung des Blendenwertes sparsam umgegangen werden, da eine geschlossene Blende den gewollten Scharf-Unscharf-Kontrast nicht wie bei einer offenen Blende realisieren kann.

Aufnahme eines Flusslaufs mit hoher Belichtungszeit

Durch die hohe Belichtungszeit ist auf dieser Aufnahme deutlich der weiche und dynamische Verlauf des Wassers zu sehen.

Fehler 2: Strahlend schönes Wetter

Schönes Wetter spornt die meisten an, hinaus zu gehen und die Kamera mitzunehmen. Zu viel Licht kann aber auch hinderlich sein. Deshalb sollte bei Aufnahmen in der Natur generell die Mittagssonne gemieden werden.

Um Bäche, Flüsse, Seen und andere Gewässer zu fotografieren, eignet ein teilweise bewölkter Tag viel besser. Schon allein, dass es an bewölkten Tagen nicht solch enorme Helligkeitsunterschiede wie an sonnigen Tagen gibt, ist hilfreich. Diese Helligkeitsunterschiede sind fotografisch nur schwer zu kontrollieren. Außerdem machen Wolken bestimmte Motive erst interessant: Die Spiegelung eines eindrucksvollen Himmels in einem See kann sehr reizvoll sein.

Fehler 3: Mangelndes Zubehör

Das ein oder andere Hilfsmittel kann dem Fotografen das Leben leichter machen.

Wie so häufig bietet ein Stativ, welches vor allem bei langen Belichtungszeiten unverzichtbar ist, mehr Stabilität. Zudem stellen Filter eine wertvolle Unterstützung dar. Ein Polfilter oder auch Polarisationsfilter ist für die Aufnahme von Gewässern besonders gut geeignet, da er Spiegelungen und Reflexe auf nicht-metallischen Flächen unterdrückt. Dies betrifft jedoch nur Reflektionen, die aus schräg einfallendendem Licht resultieren.

Für dynamische Aufnahmen eines fliessenden Gewässers kann die Schliessung der Blende die benötigte Verschlusszeit verlängern. Dies bringt, wie bereits erwähnt, den Nachteil mit sich, dass der Scharf-Unscharf-Effekt nicht richtig realisiert werden kann. Für diesen Zweck erweist sich ein Graufilter als besonders nützlich. Dieser Filter wird auch als «Sonnenbrille für die Kamera» bezeichnet, da das Glas des Filters gleichmässig grau eingefärbt ist und somit den Lichteinfall auf den Sensor reduziert.

Ein auf dem Objektiv angebrachter Filter verbessert nicht nur die Aufnahmen, sondern schützt das Objektiv vor Wasserspritzern, Staub, Dreck und anderen Partikeln, die sich in der Luft befinden. Zum Beispiel befinden sich am Meer kleine Sandkörner in der Luft, die die Linse des Objektives zerkratzen können. Eine solche Gefahr verleiht dem Filter als Schutzglas eine besondere Bedeutung, zumal der Ersatz eines Filters recht kostengünstig ist.

Schwarzweiss-Aufnahme, in der sich Wellen brechen.

Fehler 4: Falsches Gepäck

Wer sich Flüsse, Bäche oder Seen als Motiv wählt, muss auch Wege gehen, die nicht mit dem Auto befahrbar sind oder gar mit nassen Füssen rechnen. Deshalb empfiehlt sich für den Transport der Kameraausrüstung ein Fotorucksack. Gerade bei steinigen, unebenen Wegen durch den Wald ist Armfreiheit von grossem Vorteil. Zudem bietet ein solcher Rucksack nicht nur einen sicheren Ort für das wertvolle Equipment, sondern auch den ein oder anderen Zentimeter Stauraum für andere Dinge.

Nicht nur die Kameraausrüstung, auch der Fotograf sollte der Tour entsprechend ausgerüstet sein. Das bedeutet – je nach Ziel – festes Schuhwerk, Outdoorbekleidung und eine Regenjacke sollten auf einer solchen Foto-Tour nicht fehlen.

Fazit

Gewässer allein sind schon ein Blickfang, kommt noch eine schöne Umgebung dazu, kann das Foto fast gar nicht mehr misslingen. Dabei lohnt es sich, für eine solche Tour auf einen bewölkten Tag zu warten, um die besten Lichtverhältnisse zu haben. Um dennoch für jede Situation vorbereitet zu sein, sollten sowohl die richtige Kleidung als auch das ein oder andere Kamerazubehör dabei sein.

Schwarze Silhouette einer Landschaft mit einer Burg unter einem Sternenhimmel

Anfängerfehler vermeiden: Sterne richtig fotografieren

Bei einer Foto-Tour am Tag können die Stunden und Minuten schon einmal wie im Flug an einem vorbeiziehen und ganz nebenbei wird es auch noch dunkel. Dies klingt nach einer guten Gelegenheit für ein paar Nachtaufnahmen mit einem funkelnden Sternenhimmel. Für gelungene Aufnahmen von Sternen oder der Milchstrasse sind jedoch ein paar Dinge zu berücksichtigen.

Wir erklären Ihnen, wie Sie einen beeindruckenden Nachthimmel wirkungsvoll festhalten und welche Fehler es dabei zu vermeiden gilt.

Fehler 1: Der Blick aus dem Fenster als Wetterprognose

Nahezu jeder leidenschaftliche Hobbyfotograf ist bei schönem Wetter angeregt mit seiner Kamera nach draussen zu gehen. Doch während tagsüber schönes Wetter für gute Fotos sorgt, spielen bei der Sternenfotografie andere Faktoren eine wichtige Rolle. Einen ausschlaggebenden Einfluss hat die Mondphase, da bei Vollmond viele Sterne durch den Schein des Mondes überstrahlt werden. Infolgedessen eignen sich die vier Tage vor und nach Neumond am besten für eindrucksvolle Nachtaufnahmen. Die Mondphasen lassen sich durch einen Mondkalender mitverfolgen, welcher auch auf zahlreichen Webseiten und Apps zu finden ist.

Des Weiteren lassen sich Sterne bei kalter Luft besser fotografieren als bei warmer Luft, da diese klarer ist. Zudem bietet sich nach Regen, welcher ebenfalls für klare Luft sorgt, eine besonders gute Gelegenheit, den Nachthimmel zu fotografieren. Kommt zu kalter, klarer Luft jedoch eine schneebedeckte Fläche hinzu, kann diese zum Problem werden. Der weisse Schnee reflektiert das Licht und die Sterne auf dem Foto sind schlecht sichtbar. Es eignen sich besonders die Monate März bis Mai und September bis Oktober für nächtliche Foto-Touren.

Fehler 2: Neuland Astronomie

Wie bereits erwähnt, erfordert es etwas Hintergrundwissen zum Mond und seinen Phasen, um gute Bedingungen zur Sternenfotografie zu erwischen. Kenntnisse über die Sternbilder und die Milchstrasse sind ebenfalls sehr hilfreich für eine eindrucksvolle Bildkomposition. Aus diesem Grund ist es immer nützlich, eine Sternenkarte dabei zu haben. Diese ist besonders praktisch als App auf dem Smartphone. Beispielsweise zeigt die gratis App SkyView® (iOS / Android) nicht nur die Standorte verschiedener Sternenbilder, sondern auch die Standorte der Sonne, des Mondes, der Planeten sowie der Satelliten. Zudem besitzt diese App eine Suchfunktion, die Sie zur konkreten Position eines Sternbildes oder eines anderen Himmelskörpers führt.

Screenshots der App Sky View: Startbild, Live-View-Modus und Such-Funktion

Die Abbildung zeigt den Live-View-Modus und den Suchbereich der SkyView® App. Die beiden Bilder in der Mitte zeigen die momentane Position des Mondes und ein in der Nähe liegendes Sternbild.

Eine weitere sehr nützliche App ist PhotoPills (iOS / Android). Diese ist zwar kostenpflichtig, bietet dafür aber jede Menge hilfreiche Funktionen. Sie gibt genaue Auskünfte über den Verlauf der Sonne, des Mondes und der Milchstrasse am konkreten Standort, welcher im Live-View-Modus betrachtet werden kann. Ebenso werden die Mond- und Sonnenphasen sowie die goldene und blaue Stunde in der App aufgegriffen. Für die konkrete Organisation einzelner Foto-Sessions wird zudem ein Planer bereitgestellt, der genau erkennen lässt, in welchen Stunden es besonders lohnenswert ist, draussen zu fotografieren.

Unabhängig von der Sternenfotografie bietet diese App eine grosse Auswahl an Kameras, sodass die Anwendungen konkret auf die eigene Kamera abgestimmt werden kann. Mit Hilfe dieser Abstimmung können zahlreiche Tipps zu verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten in den Bereichen Belichtung, Schärfentiefe, Objektdistanz und zu vielem mehr gegeben werden. Zum besseren Verständnis stellt die App Bedienungsanleitungen sowie YouTube-Tutorials bereit.

Screenshots der App PhotoPills: Übersicht der Anwendungen, Live-View-Modus der Milchstrasse, Planer und Startbild

Auf dieser Abbildung sehen Sie eine kurze Übersicht einiger verschiedener Anwendungen sowie den Verlauf der Milchstrasse im Live-View-Modus und den Planer der App PhotoPills.

Fehler 3: Sterne gibt es überall

Die Aussage „Sterne gibt es überall“ ist grundsätzlich richtig und trotzdem können sie nicht an jedem beliebigen Ort bestaunt werden. Gerade in grossen Städten kommt es durch die vielen Laternen, den Strassenverkehr und auch die aufleuchtenden Werbereklamen unzähliger Geschäfte zu einer grossen Lichtverschmutzung. Das bedeutet, dass es nie richtig dunkel wird. Aus diesem Grund sollten Sie einen Ort fernab der Stadt aufsuchen, um Sterne zu fotografieren. Je weniger Umgebungslicht, desto besser ist die Ausgangssituation für ein gelungenes Shooting bei Nacht. Obendrein verhilft auch ein höher gelegener Punkt, wie ein Hügel, ein Berg oder ein Ausgangspunkt, zu einer freien Sicht.

Fehler 4: Fotografieren im Autofokus

Bevor es an die Einstellungen geht, sind zunächst einige Fragen bezüglich der Ausrüstung zu klären. Die besten Voraussetzungen für eine Aufnahme des Nachthimmels bieten Vollformatkameras aufgrund ihres grossen Sensors, da dieser weniger Probleme mit dem Rauschverhalten bei hohen ISO-Werten hat. Das schliesst jedoch nicht aus, dass eine gute Aufnahme nicht auch mit einer Kamera mit einem kleineren Sensor, wie beispielsweise einem APS-C Sensor, gemacht werden kann.

Doch der Body der Kamera macht die Arbeit nicht allein. Das Objektiv spielt eine erhebliche Rolle. Dieses sollte vor allem so weitwinklig und lichtstark wie möglich sein und eine Blendenzahl von vier oder weniger zulassen. Der Autofokus spielt bei der Wahl des Objektivs zur Sternenfotografie keine Rolle, da der Fokus in der Sternenfotografie ohnehin manuell gesetzt wird.

Aufnahmen des Nachthimmels werden immer offenblendig fotografiert. Das heisst, die kleinste vorhandene Blende wird gewählt, um so viel Licht wie möglich einzufangen. Dabei ist der komplizierteste Schritt die Fokussierung auf Unendlich. Bei manchen Objektiven ist das Unendlich-Zeichen direkt am Fokusring abgebildet, was die Einstellung wesentlich erleichtert. Ist diese Abbildung nicht gegeben, besteht die Möglichkeit, bereits am Tag ein sehr weit entferntes Objekt scharfzustellen, um sich anschliessend eine eigne Markierung am Objektiv zu setzen. Allerdings ist dies nur bei Objektiven möglich, bei welchen sich der Objektivring unendlich weit drehen lässt.

Zur Überprüfung der Scharfstellung kann der Live-View-Modus behilflich sein. Da dieser um ein zehnfaches vergrössert werden kann, lässt sich leichter erkennen, ob der fokussierte Punkt tatsächlich scharfgestellt wurde. Ist dies nicht der Fall, können Sie die Schärfe in kleinen Schritten nachjustieren.

Eine Strasse und ein See bei Nacht. Der dunkle Himmel zeigt die Milchstrasse.

Diese Collage zeigt zwei Aufnahmen bei Nacht, bei welchen die Milchstrasse perfekt inszeniert wird. Aufgenommen wurden diese beiden Fotos mit einer Sony Alpha 7 II und einem 24-70 mm Objektiv von Zeiss. Für die Aufnahme der Bilder wurden folgende Einstellungen verwendet: Fokussierung auf Unendlich, ISO-Wert zwischen 4000 und 8000, Blende 4,  Belichtungszeit 25 Sekunden. ©Andreas Franke – www.andysign-fotografie.de

Der ISO-Wert ist in der Fotografie idealerweise eher klein zu halten, um ein Rauschen im Bild zu vermeiden. Bei der Fotografie von Sternen sollten Sie jedoch recht hohe Werte verwenden, um eine optimale Bildwirkung zu erzielen. Je nach Kameramodell werden ISO-Werte zwischen 1600 und 8000 eingesetzt. Deshalb ist es umso wichtiger bei klarer Luft zu fotografieren, da diese das Rauschen erheblich verringert.

Wurden alle Einstellungen vorgenommen, kann das Bild mit einer Belichtungszeit von 15 bis 30 Sekunden aufgenommen werden. Länger als 30 Sekunden sollten Sie jedoch nicht belichten, da aus den kreisrunden Sternen sonst Streifen werden. Aufgrund der langen Belichtungszeit ist der Einsatz eines Stativs empfehlenswert. Zusätzlich kann ein Fernauslöser eine grosse Hilfe sein, um Verwacklungen durch das Auslösen zu vermeiden.

Fehler 5: Die Kamera ausschliesslich auf den Himmel richten

Der Sternenhimmel und vor allem die Milchstrasse sind äusserst beeindruckend. Dennoch kann ein Bild, welches nur den Himmel zeigt, schnell langweilig wirken. Die richtige Spannung kann durch das Einbeziehen weiterer Bildelemente erzeugt werden, wie zum Beispiel einen Baum, eine Strasse, ein Gebäude oder die Silhouette einer Landschaft.

Silhouette einer Landschaft mit einer Burg unter einem Sternenhimmel und die Silhouette einer Bank unter der sichtbaren Milchstrasse

Die rechte Aufnahme zeigt eine Bank, welche durch die Lichtverschmutzung der Stadt beleuchtet wird und die sichtbare Milchstrasse. Dieses Motiv zeigt, wie man das Streulicht einer Stadt zur Bildgestaltung nutzen kann. ©Andreas Franke – www.andysign-fotografie.de

Fazit

Das Fotografieren des Sternenhimmels ist mit einigen Vorbereitungen verbunden, die jedoch für beeindruckende Resultate sorgen. Also seien Sie experimentierfreudig, spielen Sie mit den ISO-Werten und Belichtungszeiten und beziehen Sie Objekte und Streulicht von Strassen oder Städten in Ihre Bildgestaltung ein. Mit der Übung kommt der Erfolg.

An dieser Stelle möchten wir uns bei Andreas Franke bedanken, der uns nicht nur mit seinen unglaublichen Aufnahmen beeindruckt hat, sondern uns auch bei der Erstellung dieses Artikels mit wertvollen Ratschlägen zur Seite stand.

Merken

Photoshop: Nachträgliches Scharfzeichnen von Fotos

Digitale Bilder hinterlassen nach der Erstellung nur selten sofort einen komplett zufriedenstellenden Eindruck. Oftmals bedarf es jedoch nur weniger Handgriffe in einem Bildbearbeitungsprogramm, um aus dem Foto ein optimales Ergebnis herauszuholen. Das nachträgliche Scharfzeichnen ist eine dieser kleinen Veränderungen, die bei der nachträglichen Bearbeitung essentiell ist.

Wichtig: Die Bildschärfe sollte das letzte Werkzeug sein, das bei der Bildbearbeitung angefasst wird, also erst genutzt werden, nachdem alle anderen Optimierungen abgeschlossen sind.

In diesem Artikel erhalten Sie eine Anleitung, mit der Sie mit einfachen Einstellungen eine aussagekräftige und natürliche Bildschärfe erzeugen. Dazu stellen wir die gängigsten Programmfunktionen in Photoshop vor.

Bildschärfe: drei Voraussetzungen sind massgebend

Schärfe kann generell als eine Eigenschaft definiert werden, zu welcher sich Kanten einzelner Bildteile klar vom Hintergrund trennen und Details gut zu erkennen sind – hier ist das Motiv selbst entscheidend. Jedoch ist nicht nur der reine Schärfeeindruck massgebend. Je nachdem, wie hoch oder niedrig der Kontrast des Bildes ist, kann ebenso ein subjektiver Eindruck von veränderter Bildschärfe entstehen. Generell gilt also, dass ein kontrastreiches Bild auch eine erhöhte Bildschärfe suggeriert. Entscheidend für die Schärfe ist daneben auch die bilderzeugende Kameratechnik: Ein Bild, das bereits mit einer hochauflösenden Kamera aufgenommen wurde, muss hinsichtlich Schärfe demnach meist weniger optimiert werden.

Automatische Schärfetechniken

Nahezu alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme verfügen über eine Option für die automatische Scharfzeichnung. Photoshop bietet diese Funktion in Form verschiedener Filter an. Diese finden sich unter Filter > Scharfzeichnen. Die darin befindlichen Filtermöglichkeiten «Konturen scharfzeichnen», «Scharfzeichnen» und «Stärker scharfzeichnen» bieten allerdings keinerlei Kontrollmöglichkeiten, können aber eine erste Tendenz zeigen, in die das Bild hinsichtlich Schärfe optimiert werden kann. Bei dem folgenden gewählten Beispielbild zeigt sich jedoch kaum eine ersichtliche Veränderung hinsichtlich der Bildschärfe, obwohl es eindeutig Optimierungspotenzial besitzt.

Vor und nach der Schärfe-Korrektur: Vergleichsbild zeigt kaum einen Unterschied

Fotomotiv vor und nach der automatischen Schärfe-Korrektur

Manuelle Schärfetechniken

Der wohl am häufigsten genutzte Scharfzeichnungsfilter mit manueller Regelungsfunktion ist «Unscharf maskieren» und findet sich ebenfalls unter dem bereits genannten Filter. Wählt man diese Option aus, öffnet sich ein kleines Fenster mit einem vergrösserten Bildausschnitt und drei unterschiedlichen Reglern. Der obere Regler bestimmt die reine Stärke der Scharfzeichnung, während der Radius angibt, bis zu welchem Umfang benachbarte Pixel untersucht und bezüglich Kontrast verstärkt werden. Hier ist je nach Motiv ein Wert unter 1 sinnvoll, jedoch kann diese Einstellung auch als Stilisierungsmittel genutzt werden und wird dann entsprechend hoch eingestellt.

Über den Schwellenwert kann geregelt werden, welche Flächen von der Anpassung ausgeschlossen werden sollen. Ein kleiner Wert bezieht auch grosse Flächenanteile des Bildes bei der Bearbeitung ein, während ein höherer Wert nur kleinere Flächenanteile schärft. Da flächige und einfarbige Bereiche in der Regel nicht geschärft werden sollen, sollte man einen entsprechenden Wert wählen.

Für das Beispielbild ergeben sich dabei folgende Werte für die einzelnen Regler:

Bearbeitungsfenster für die Schärfe-Korrektur vor und nach der Anpassung

Bearbeitungsfenster vor und nach dem Unscharf-maskieren

Das bearbeitete Foto ist im Ganzen nun deutlich schärfer geworden. Vor allem das Gestrüpp konnte dank Scharfzeichnung detaillierter dargestellt werden, aber auch der kleine Vogel weist nun schärfere Konturen auf.

Vor und nach dem Unscharf-Markieren: Vergleichsbild zeigt deutliche Verbesserungen

Fotomotiv vor und nach dem Unscharf-maskieren

Ein ähnliches Ergebnis kann man mit der anderen manuellen Option der Photoshop-Scharfzeichnungsfilter erreichen, dem «Selektiven Scharfzeichner». Neben dem schon bekannten Regler für Stärke und Radius hat man hier zusätzlich die Möglichkeit, helle und dunkle Bildbereiche über Tiefen bzw. Lichter separat bezüglich Bildschärfe anzupassen. Auch Bewegungsunschärfe kann in dieser Option bearbeitet werden.

Bildbearbeitung über die Hochpass-Schärfung

Wer es noch etwas spezieller und anspruchsvoller mag, dem sei die Bildschärfung über die sogenannte Hochpass-Funktion empfohlen. Dazu wird eine zusätzliche Ebene geschaffen, die separat bearbeitet und deren Effekt anschliessend zum Originalbild hinzugefügt werden kann.

Als erstes wird die vorhandene Ebene kopiert. Dazu muss diese im Ebenfenster zunächst ausgewählt und anschliessend mittels STRG + J kopiert werden. Es entsteht eine identische Ebene 1.

Die kopierte Ebene ist im Ebenfenster in Photoshop zu sehen

Ebenenfenster in Photoshop

Unter der Funktion Filter > Sonstige Filter > Hochpass findet nun der Filter Anwendung. Hier muss der Regler für den Radius nun soweit verändert werden, bis die Konturen klar, aber nicht zu überspitzt zu erkennen sind.

Mit einem Regler lässt sich der Hochpass-Filter in Photoshop anpassen

Hochpass-Filter-Einstellung in Photoshop

Ist dies geschehen, müssen die beiden Ebenen lediglich noch verbunden werden. Die kopierte Ebene muss dazu von Normal auf Überlagern gesetzt werden.

Mit der Funktion Überlagern lassen sich im Ebenenfenster in Photoshop Ebenen zusammenfügen

Ebenenfenster in Photoshop mit Überlagerungsfunktion

Die Ebenen sind nun verbunden und der Schärfe-Effekt ist bereits deutlich geworden.

Vor und nach dem Hochpass-Filter: Vergleichsbild zeigt deutliche Verbesserungen

Fotomotiv vor und nach der Bearbeitung durch den Hochpass-Filter

Fazit

Mit den Scharfzeichnungsfiltern können schnell und einfach Ergebnisse erzielt werden. Dabei sind vor allem die manuellen Einstellungen über «Unscharf maskieren» und den «Selektiven Scharfzeichner» zu empfehlen, da diese auch einfach von Einsteigern umgesetzt werden können und viel Spielraum zulassen. Die automatischen Einstellungen ermöglichen das schnellste Ergebnisse, stellen jedoch nur eine Tendenz dar, daher sollte man sich lieber wenige Minuten mehr Zeit nehmen, um die manuellen Regler zu nutzen. Die Funktion über den Hochpass-Filter ist ebenso zu empfehlen und kann für einen ganz besonderen Effekt im Bild genutzt werden. Jedoch sollte auch dieser vorsichtig genutzt werden, für den korrekten Einsatz bedarf es ein wenig mehr Erfahrung in der Bildbearbeitung.

Generell sind alle Scharfzeichnungsfunktionen mit Bedacht zu wählen, da das Bild auch schnell unnatürlich wirken kann. Von Profis oder für spezielle Motive wird dieser überspitzte Effekt teilweise absichtlich eingesetzt, ist jedoch für Einsteiger nur bedingt zu empfehlen.

Positiv- und Negativbeispiel für ein Bewerbungsbild

Anfängerfehler vermeiden: Bewerbungsbilder selbst aufgenommen

Ein Bild auf einer Bewerbung ist heute keine Pflicht mehr und dennoch kann ein gutes Bewerbungsfoto einen grossen Teil der Überzeugungsarbeit leisten, denn schliesslich sagt ein Bild nach wie vor mehr als 1000 Worte. Auf der anderen Seite kann ein unpassendes Bewerbungsbild einige Türen verschliessen.

Der Gang zum Fotografen kann manchmal keine Alternative sein. Günstige Bewerbungsbilder sind oft nur wenig individuell und teilweise hat man nur wenige Sekunden Zeit, sich eines der Profi-Schnappschüsse auszuwählen. Natürlich können Sie sich auch einen Fotografen suchen, der sich für Sie viel Zeit nimmt, um von Ihnen ein zwar aussergewöhnliches und dennoch seriöses Bewerbungsbild zu machen. Oft ist der Preis dafür leider relativ hoch.

Bei selbst aufgenommenen Bewerbungsbildern lauern einige Fallstricke. Denn professionell und seriös sollen sie dennoch aussehen. Hier einige häufige Fehler und zugehörige Tipps, wenn Sie von sich selbst oder Freunden Bewerbungsbilder machen möchten:

Fehler 1: Fremde Person auf dem Bewerbungsfoto

Egal ob Sie zu einem professionellen Fotografen gehen oder Sie Ihr Foto selbst machen wollen: Die Vorbereitungen sind immer die gleichen. Sie sollten natürlich darauf achten, dass Ihre Optik zu der Stelle passt, für die Sie sich bewerben. Hierbei steht grundsätzlich ein gepflegtes und freundliches Erscheinungsbild ausser Frage.

Und dennoch ist es nahezu das Wichtigste, das Sie sich auf dem Bewerbungsfoto auch wiedererkennen. Bleiben Sie sie selbst. Wählen Sie ein Outfit, das nicht nur zu der angestrebten Stelle passt, sondern in dem Sie sich auch wohlfühlen und wiederfinden. Das Gleiche gilt für Ihre Frisur, gegebenenfalls Ihr Make-Up und auch Ihre Pose. Ihr Bewerbungsfoto sollte vor allem authentisch sein.

Fehler 2: Schlechte Bedingungen

Irgendwo in Ihrer Wohnung einen Stuhl aufzustellen und die Kamera dort zu platzieren, um mal eben ein Bewerbungsbild zu schiessen, wird nicht funktionieren. Es gibt einiges zu beachten, um auch ohne Profiequipment den gewünschten guten ersten Eindruck auf der Aufnahme zu hinterlassen.

Wie so oft in der Fotografie ist das Licht ein bedeutender Faktor – hier vor allem gleichmässiges weiches Licht. Dabei sollte das Licht omnidirektional sein, das heisst, von allen Seiten gleich stark auf die fotografierte Person wirken. Eine gleichmässige Beleuchtung mit weichem Licht sorgt dafür, dass keine harten Schatten in Ihrem Gesicht aufkommen, wodurch zugleich Ihr Hautbild feiner erscheint und kleine Narben oder Unreinheiten getilgt werden.

Solche Lichtbedingungen lassen sich am einfachsten draussen bei Tageslicht finden. Auch in der Wohnung ist es möglich, eine Stelle zu finden, an der ausreichend weiches Licht vorhanden ist. Zu meist ist das bei Tageslicht in der Nähe eines Fensters.

Wenn es nicht möglich ist, die Aufnahme draussen oder in der Wohnung bei ausreichendem Licht zu machen, sollten Tageslicht und künstliches Licht dennoch nicht vermischt werden. Durch die Mischung können unerwünschte Farbeffekte entstehen, welche oft auch nur schwer mit Hilfe der Bildbearbeitung zu beheben sind. Die Lösung dafür wäre, einen Raum ausschliesslich mit mehreren künstlichen Lichtquellen auszuleuchten. Die Lichtquellen sollten dabei so ausgerichtet werden, dass das Modell nicht direkt angeleuchtet wird.

Fehler 3: Unpassende Umgebung

Nicht nur das Licht, sondern auch die richtige Umgebung, beziehungsweise der Hintergrund, spielen eine sehr grosse Rolle. Den besten neutralen Hintergrund stellt eine glatte und helle oder auch weisse Wand dar. Dies gilt sowohl für Innen- als auch für Aussenaufnahmen. Eine helle Wand ist deshalb günstig, da Sie einen Teil des Lichts reflektiert und somit hilft, das Modell sowohl von den Seiten und als auch von hinten gut auszuleuchten. Ausserdem sollte der Hintergrund nicht dominieren, indem er zu kräftig wirkt und dadurch von der Person ablenkt. Ein zu dunkel wirkender Hintergrund kann auch schnell aufdringlich wirken.

Tipp: Halten Sie bei der Aufnahme eine weisse Fläche, beispielsweise ein Blatt Papier, unter das Gesicht. So wird auch dort das Licht reflektiert und es entstehen keine kräftigen Schatten unter dem Kinn. dabei sollte das Blatt natürlich nicht auf dem Bildausschnitt erscheinen.

Eine einfarbige, ebene Wand im Hintergrund hat auch den Vorteil, dass dadurch die Möglichkeit geboten wird, den Hintergrund im Nachhinein durch Bildbearbeitungsprogramme zu verändern. Sollten Sie keine weisse Wand haben, können Sie auch ein weisses Tuch oder Bettlacken hinter sich aufhängen.

Alternativ kann man natürlich mit Hintergründen arbeiten, um bestimmte Statements zu setzen. Der Landschaftsarchitekt in der freien Natur, die Köchin in der Küche oder der Zimmermann vor dem Dachstuhl bieten sicherlich passende Motive. Zeigt sich dagegen die Bankkauffrau im Park, wird dies vom potenziellen Arbeitgeber mit Sicherheit als unpassend empfunden.

Negativbeispiele für Bewerbungsbilder

Hier können Sie unterschiedliche Negativbeispiele für ein Bewerbungsfoto sehen. Die Hintergründe sind zu unruhig oder zu grell. Eine Bewerbung mit einem Selfie ist im Allgemeinen keine gute Idee. Auf den letzten beiden Bildern sind die Gesichter viel zu schattig und auch zu dunkel.

Fehler 4: Zu kleiner Bildausschnitt

Oft kommt der Fehler auf, dass der Fotografierende sehr bemüht ist, nur den Ausschnitt zu fotografieren, welcher letztendlich auch auf die Bewerbung soll. Leider ist genau dies ein grosser Irrtum. Umso näher sie mit der Kamera an das Gesicht Ihres Modells gehen, desto mehr wird das Gesicht verzerrt. Das erkennt man daran, dass beispielsweise die Sichtbarkeit der Ohren immer mehr abnimmt oder die Brille eines Brillenträgers immer grösser erscheint. Folglich wirken die Proportionen des Gesichtes sehr unnatürlich.

Deshalb empfiehlt sich für die Aufnahme, einen etwas grösseren Bildausschnitt zu wählen, um im Nachhinein den passenden Ausschnitt digital auszuwählen und freizustellen. Bei der Auswahl des Bildausschnitts empfiehlt es sich, den goldenen Schnitt zu beachten. Für den goldenen Schnitt wird die Bildlänge in zwei ungleich grosse Flächen geteilt, wobei die eine Fläche circa 62 Prozent und die andere circa 38 Prozent einnimmt. Im gleichen Verhältnis wird auch die Bildbreite unterteilt.

Die Bildqualität wird nicht darunter leiden, da ein Bewerbungsbild in der Regel nicht im DIN A4 oder im A5 Format benötigt wird. Dies gilt auch für die Wahl des Aufnahmegeräts: Sowohl ein Smartphone, als auch eine Digitalkamera haben in der Regel das Potenzial, ein Bewerbungsfoto aufzunehmen. Der einzige Vorteil einer digitalen Spiegelreflexkamera begründet sich in dieser Situation in den zahlreichen Möglichkeiten der Einstellungen.

Fehler 5: Viel hilft viel

Wenn Sie der Meinung sind, das richtige Bewerbungsfoto im Kasten zu haben, können Sie natürlich der Aufnahme durch Nachbearbeitung den letzten Schliff verleihen. Dabei gibt es gerade für Bewerbungsbilder eines zu beachten: Halten Sie die Bearbeitung dezent und sorgen Sie dafür, dass Ihr Erscheinungsbild natürlich bleibt. Sollte der Betrachter sofort erkennen, dass bei Ihrem Foto nachgeholfen wurde, kann dies schnell so wirken als hätten Sie etwas zu verbergen.

Des Weiteren können Sie auch ein Foto in Schwarzweiss beziehungsweise Graustufen verwenden. Dadurch können Farbfehler in der Darstellung oder auf der Haut vermieden werden. Oft wirkt eine Aufnahme in Schwarzweiss/Graustufen auch seriöser als ein farbiges Bild.

Positivbeispiel Bewerbungsbild im Querformat

Fazit

Generell sollten Sie sich die Frage stellen, wie viel Seriosität oder Kreativität die Stelle, auf die Sie sich bewerben, von Ihnen abverlangt. Entsprechend dürfen Bewerbungsfotos mehr oder weniger traditionell gestaltet werden. Welche Pose und welche Kleidung Sie bevorzugen sollten, hängt auch von Ihrem Beruf ab. Einige universelle Tipps für die Bildqualität und den Motivausschnitt gelten jedoch für alle Bewerbungsfotos.

Selbstgemachtes Pistazieneis am Stiel – Food Fotos mit Stil

Anfängerfehler vermeiden: Foodfotos mit Aussagekraft

«Das Auge isst mit» – Professionelle Food-Stylisten greifen zu mitunter unappetitlichen Tricks, um die fotografierten Speisen appetitlich anzurichten: Rasierschaum, Kleber, Trockeneis. Nachteil: Man kann sie nachher definitiv nicht mehr essen.

Foodfotos für den eigenen Blog, Instagram oder Familie und Freunde sollen hingegen auf natürliche Weise appetitlich wirken. Wir verraten Ihnen einige Tipps und Kniffe, mit denen Sie bessere Foodfotos machen – ganz ohne die liebevoll gekochte Mahlzeit ungeniessbar zu machen oder mit «faulen Tricks» zu arbeiten. So können Sie Anfängerfehler vermeiden und appetitliche Foodfotos aufnehmen.

Fehler 1: Mangelnde Vorbereitung – Deko, Equipment und Zutaten

Um einen reibungslosen Ablauf beim Fotoshooting zu haben, sollte man sich bereits vor dem eigentlichen Kochen und Anrichten überlegen, welches Setting man fotografieren möchte. Dazu gehören auch der Einkauf und die Planung der Dekoration.

  • Frische Zutaten ohne Druckstellen und Kräuter kaufen
  • Qualitativ hochwertige Lebensmittel sehen besser aus – auch nach dem Kochen noch
  • Stilvolles Geschirr und Dekoration besorgen
  • Stativ, Kamera, Beleuchtung – je nachdem, wie professionell das Ergebnis werden soll, wird eine grundlegende Ausstattung benötigt
  • DSLR oder Smartphone – der Qualitätsunterschied ist sichtbar, grundlegend ist jedoch beides (auch parallel) möglich

Knackiger roher Spargel in einer Holzkiste

Fehler 2: Bei der Zubereitung nicht an das geplante Motiv gedacht

Zutaten und Zubereitung wirken langweilig und auf dem Foto wenig ansprechend, wenn sie verkocht oder farblich fade sind. Bei manchen Gerichten wie Bowls werden die Zutaten nicht nur nach Geschmack, sondern vor allem nach ihrer Farbe ausgewählt.

  • Rohe Lebensmittel als Garnitur aufbewahren – im Ganzen oder schon zerschnitten
  • Zutaten nur leicht garen: Knackiges Gemüse, Nudeln al dente, saftiges Fleisch, Kräuter zum Schluss dazu, Kartoffeln kurz unter kaltem Wasser abschrecken – so wirkt alles frisch und appetitlich
  • Fleisch mit etwas Pflanzenöl bestreichen, damit es noch saftiger aussieht
  • Schon während des Kochens fotografieren à So sieht man den Prozess von roh zu fertig angerichtet

Fehler 3: Tisch decken und mit der Kamera draufhalten

Gerichte natürlich anzurichten, damit die Foodfotos authentisch wirken, ist eine kleine Kunst. Es muss nicht alles perfekt arrangiert und wie geleckt sein. So werden absichtlich Krümel verstreut oder ein paar Flecken auf den Tellerrand getropft, um das perfekte imperfekte Foto zu machen.

  • Gericht in einer gemütlichen Atmosphäre zeigen, z.B. an einem gedeckten Tisch oder in der Küche
  • Hintergründe, Untergründe und Accessoires verwenden
  • Geschirr vorher glänzend putzen
  • Handschuhe tragen um Fingerabdrücke zu vermeiden
  • Komplementärfarben und Formen kombinieren: Auberginen und Mais, Tomaten und Basilikum
  • Anordnung des Geschirrs und der Deko als Kreis oder Linie
  • Zutaten in Rohform, Gewürze und Kräutertöpfe als Dekoration nutzen
  • Bei einem Thema bleiben: Asiatisch, Orientalisch, Modern – Geschirr, Deko und Gericht sollten zusammenpassen

Fertiges Gericht: Spargel und Schinken mit Kartoffeln

Fehler 4: Details vernachlässigen

Ist alles vor einem schönen Hintergrund angerichtet, geht es ans Fotografieren. Die Gesamtkomposition zählt hier genauso wie die Details. Am Ende kommt es darauf an, mit der Zeit einen eigenen Stil zu entwickeln.

  • Damit der Teller auf dem fertigen Foto nicht überladen wirkt, sollte er nicht zu voll gehäuft werden mit Essen
  • Querschnitte ausnutzen: Lasagne, Torten & Co. von ihrer aufregenden Seite zeigen
  • Eisgekühlte Getränke: Das Problem, dass Eiswürfel in Getränken weiss anlaufen, lässt sich mit künstlichem Eis umgehen
  • Nahaufnahmen: Besonders relativ «homogene» Gerichte wie Risotto oder Suppe sowie portionierte Speisen bieten sich für Nahaufnahmen an, um nicht langweilig zu wirken
  • Komplettaufnahmen kommen besser bei beispielsweise Fingerfood und kleinen Gerichten
  • Umso weiter die Blende an der Kamera geöffnet ist, desto unschärfer wird der Hintergrund des Fotos und vice versa

Lasagne – Schichten werden sichtbar bei seitlichem Foto

Fehler 5: Bildkomposition – eintönige Perspektiven

Welches Format und in welchem Winkel fotografiert wird, hängt auch vom Verwendungszweck ab. Klassische Blogs nutzen häufig eher Querformat, auf Sozialen Plattformen wie Pinterest und Instagram kommt Hochformat besser an.

  • Fotos im Hochformat haben oft eine dramatischere Wirkung
  • Fotos aus einem natürlichen Winkel, als sässe man am gedeckten Tisch, wirken besonders einladend und beziehen den Betrachter ins Bild ein
  • Fotografieren Sie aus verschiedenen Perspektiven, mit unterschiedlichen Accessoires und Kameraeinstellungen. Machen Sie Probefotos, um die Wirkung zu testen und variieren Sie!
  • Flüssigkeiten wie ein Glas Saft am besten gerade ablichten
  • Auf dem Bild sollten so wenige Schatten wie möglich zu sehen sein. Dies hängt vom Winkel zwischen Kamera, Lichtquelle und fotografiertem Objekt ab
  • Hier gibt`s noch einige allgemeine Tipps zur Objektfotografie
Food-Fotos im Hochformat. Erdbeerkuchen, Frühstücksei und Tomaten

© Robin Reich

 

Fehler 6: Das Licht ist schlecht zum Fotografieren

Die Belichtung ist entscheidend für die Qualität des Bildes. Im Idealfall ist natürliches Licht vorhanden. Wenn nicht, wird ein wenig mehr technisches Equipment benötigt.

  • Tageslicht, am besten diffuses Nachmittagslicht, sorgt für schöne Farben
  • Bei Kunstlicht vor dem Fotografieren auf jeden Fall einen Weissabgleich durchführen
Fleisch auf Salatbett – angerichtet auf einem rechteckigen weissen Teller

Der fehlende Weissabgleich lässt Teller und Zeitung vergilbt wirken und sorgt für mangelnde Kontraste.

 

  • Softboxen und Ringleuchten sorgen für angenehmes kühles Licht – kein Blitzlicht verwenden
  • Hack: Eine Schreibtischlampe, locker mit Backpapier davor bespannt, sorgt ebenfalls für diffuses Licht
  • Fotos aus beiden Lichtrichtungen zu machen: Bisweilen wirken Fotos im Gegenlicht intensiver
  • Nachbearbeitung: Kleine Korrekturen können auch später – wo nötig – noch gemacht werden, beispielsweise können die Kontraste verbessert werden

Viel Spass beim Kochen und Fotografieren!

Fotomotiv mit verschiedenen Kontrasteinstellungen

Problemstellung Kontraste erhöhen – eine Anleitung

Sind die Aufnahmen nach der Fotosession nicht so aussagekräftig wie gewünscht, muss in den meisten Fällen die nachträgliche Bildbearbeitung helfen. Helligkeit und Kontrast sind dann die ersten Mittel, zu denen gegriffen wird, um ein Foto für den Betrachter zu optimieren. Dabei wird gerade der Regler für den Kontrast gern ein wenig zu stark aufgedreht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen Handgriffen den Kontrast von Fotos aussagekräftig und doch natürlich wirken lassen. Ausserdem stellen wir die gängigsten Programmfunktionen in Photoshop vor und nennen alternative Funktionen anderer Programme.

Kontrast: Zu viel oder zu wenig?

Als Kontrast bezeichnet man die Differenz zwischen den einzelnen Helligkeitswerten im Bild. Ist der Kontrast niedrig, so erscheint das Bild ein wenig matt. Grund dafür ist meist eine diffuse Streuung im Objektiv, beispielsweise hervorgerufen durch Verunreinigungen aufgrund von Schmutz und Wasserpartikeln in der Luft. Wird der Kontrast eines Bildes erhöht, so erscheinen helle Töne heller und dunkle Töne dunkler, das gesamte Foto gewinnt so an Tiefe und Realismus.

Zu viel Kontrast lässt das Bild hingegen schnell unnatürlich wirken, da so auch Helligkeitsabstufungen und Details innerhalb einer Farbnuance verschwinden. Einzelne Farbflächen erscheinen dann nicht in unterschiedlichen Abstufungen, sondern lediglich als eine homogene knallige Fläche, die das Bild wie einen Comic wirken lässt. Kontrastarme Fotos sind allerdings im Umkehrschluss nicht automatisch detailreicher. Hier geht das Bild mit abnehmenden Kontrast in ein Grau über und wirkt wie durch dunstigen Nebel aufgenommen.

Kontrast automatisch korrigieren

Nahezu alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme haben eine Funktion für automatische Kontrast-Korrektur. So bieten Photoshop, aber auch das kostenlose Gimp und Paint.net, diese Auto-Korrektur genauso standardmässig an, wie zahlreiche Smartphone-Apps, beispielweise Snapseed, Lightroom und Afterlight für Android und iOS. Die automatische Korrektur ist zwar nicht in jedem Fall perfekt, jedoch zeigt sie meist schon eine Tendenz, zu der das Bild optimiert werden kann und ist daher in jedem Fall einen ersten Versuch wert.

Ebenfalls empfiehlt sich in dem Zusammenhang ein Blick auf das sogenannte Histogramm, das viele Bildbearbeitungsprogramme anbieten. Mit dem Histogramm erhält man einen Überblick, ob das Bild zu wenig oder zu viel Kontrast aufweist. Im folgenden Beispiel wird Photoshop verwendet um mit dem Histogramm einen ersten Eindruck zu gewinnen:

Bild einer Kirche vor und nach der Kontrast-Bearbeitung in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der automatischen Kontrastkorrektur

Im ersten Bild ist auf dem zugehörigen Histogramm (bei Photoshop: Fenster > Histogramm) zu erkennen, dass es auf der linken Diagrammseite kaum Ausschläge gibt – ein Hinweis darauf, dass das Bild zu wenige dunkle Bildpunkte enthält und somit zu wenig Kontrast aufweist. Nach der automatischen Kontrastkorrektur (bei Photoshop: Bild > Anpassen > Auto-Kontrast) ist das Bild in einigen Bereichen deutlich dunkler geworden, wirkt allerdings natürlicher, die Schatten kräftiger und ohne „Nebelschleier“. Die rechte Diagrammseite weist nun auch entsprechend mehr Ausschläge in hellen Bildbereichen auf.

Im kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm Gimp findet sich die gleiche Funktion unter Fenster > andockbare Dialoge > Histogramm. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme haben die automatische Korrektur ebenfalls in unterschiedlichem Umfang integriert. Selbst die meisten Smartphone-Apps ermöglichen dahingehend eine schnelle Anpassung des Kontrasts.

Manuelle Kontrastanpassung via Tonwertkorrektur

Für diejenigen, die noch etwas mehr aus den Kontrasteinstellungen der einzelnen Programme herausholen möchten, sind die manuellen Anpassungsmöglichkeiten via Gradationskurven und Tonwertkorrektur zu empfehlen.

Die Tonwertkorrektur findet sich bei Photoshop unter Bild > Anpassen > Tonwertkorrektur. Es öffnet sich wieder das schon bekannte Histogramm, bei dem die einzelnen Farbbereiche nun so angepasst werden können, dass sich ebenfalls ein verstärkter Kontrast ergibt. Das erreicht man, indem man die kleinen Pfeile unter dem Histogramm bis zu den ersten Ausschlägen verschiebt, sodass die dunklen bzw. hellen Bereiche verstärkt werden. Bei vorliegendem Bild empfiehlt sich ausserdem, den mittleren Pfeil zu verschieben, der für die mittleren Tonwerte verantwortlich ist. So können die zu dunklen Bereiche (in dem Fall die Kirche) in der Helligkeit nach oben korrigiert werden, ohne den neu gewonnenen Kontrast wieder zu verlieren:

Diagramm für die Tonwertkorrektur in Photoshop

Fenster für die Tonwertkorrektur in Photoshop

Es ergeben sich dadurch folgende veränderte Kontraste (wieder im Vergleich zum Original):

Bild einer Kirche vor und nach der Tonwertkorrektur in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der Tonwertkorrektur

Bei Gimp finden Sie die Funktion unter Farben > Werte und bei Paint.net unter Korrekturen > manuelle Anpassung. Die Funktionalität ist analog zu der in Photoshop mittels dreier Pfeile für Hell-, Dunkel- und Mitteltöne, die verschoben werden können.

Manuelle Kontrastanpassung via Gradationskurven

Die höchste Stufe der Kontrastkorrektur stellt die manuelle Anpassung mittels der Gradationskurven dar. Diese Funktion bietet die genausten, aber auch empfindlichsten, Einstellungsmöglichkeiten und wird daher vor allem von Profis oder Perfektionisten verwendet.

Die Gradationskurve finden Sie unter Bild > Anpassen > Gradationskurve. Es öffnet sich ein Diagramm mit einem Graphen, der beliebig mit der Maus «angefasst» und verschoben werden kann. Die Auswirkungen kann man entsprechend am Bild verfolgen. Generell gilt, dunkle Bereiche können im unteren Teil, helle im oberen Teil des Graphen beeinflusst werden. Zieht man den Graphen im dunklen Bereich beispielsweise nach rechts, so werden die dunklen Bildpunkte im Kontrast verstärkt. Im Umkehrschluss bewirkt das Ziehen des oberen Graphen-Bereichs nach links eine Verstärkung der hellen Bildpunkte. Das Ergebnis: Erhöhter Kontrast.

Gleichsam lassen sich wie bei der manuellen Kontrastbearbeitung auch die mittleren Farbbereiche anpassen, indem der Graph in der Mitte wahlweise nach links oder rechts bewegt wird. Durch die hohe Flexibilität ergeben sich differenzierte Veränderungen am Kontrast bis ins kleinste Detail. Hier ist ein wenig Geschick und ein gutes Auge gefragt, bei welchen Bewegungen des Graphen das beste Bild entsteht. Für das Beispielbild ergibt sich die folgende Veränderung:

Vergleich von Gradationskurven in Photoshop vor und nach der Kontrastkorrektur

Gradationskurven in Photoshop vor und nach der Kontrastanpassung

Entsprechend verändert sich das Bild im Vergleich zum Original wie folgt:

Bild einer Kirche vor und nach der Kontrast-Bearbeitung mit Gradationskurven in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der Kontrastkorrektur mittels Gradationskurve

Die Gradationskurven-Funktion ist bei Gimp unter Farben > Kurven und bei Paint.net unter Korrekturen > Kurven > RGB gelistet.

Fazit

Durch die sensible Anpassung der Gradationskurve ergibt sich bezüglich des Kontrasts das beste Ergebnis, jedoch bedarf es ein wenig Geschick für das Handling des Graphen sowie ein gutes Auge für realistische Kontrastwerte. Für diejenigen, denen eine grundlegende Korrektur ausreicht, empfiehlt sich daher in jedem Fall die Anpassung mittels Tonwertkorrektur, die die gröbsten Kontrastprobleme einfach und zielsicher behebt. Die automatische Kontrastkorrektur ist vor allem für die laienhafte Bildbearbeitung geeignet und kann besonders dann zur Anwendung kommen, wenn das Bild schnell an Ausdruck und Kraft gewinnen soll. Die automatische sowie die Tonwertkorrektur sind ausserdem in nahezu jedem Bildbearbeitungsprogramm enthalten, lediglich die Gradationskurven bieten nur die etwas umfangreicheren Programme.

 

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