Im Vergleich: Die besten Smartphone Kameras aktueller Modelle

In der heutigen Zeit sind Smartphones nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Besonders für spontane Schnappschüsse zum Posten auf Facebook, Instagram und Co. sind sie ideal. Eine qualitativ hochwertige Kamera ist daher inzwischen ein absolutes Muss in Sachen Smartphonetechnik.

Eine aktuelle Innovation im Bereich der Handykameras ist die Dual Cam. Eine Dual Cam beinhaltet zwei Kameras mit oft unterschiedlichen Sensoren, welche die Bildqualität verbessern sollen. Die Bildinformationen beider Aufnahmen werden zu einem einzelnen Foto verrechnet. Damit bieten die Hersteller den Nutzern weiterhin ein schlankes Smartphone, jedoch mit einer verbesserten Kamera. 2018 erschienen zahlreiche neue Smartphone Modelle auf dem Markt, die über eine Dual Cam verfügen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick der besten Handykameras aktueller Modelle geben und die einzelnen Sensoren der verschiedenen Smartphones miteinander vergleichen.

Samsung Galaxy S9 Plus

Ganz nach dem Slogan: „The Camera reimagined“, setzt Samsung mit dem Galaxy S9 Plus den Schwerpunkt auf die Kamera des Smartphones. Das S9+ erschien im März 2018 und besitzt auf der Rückseite eine Dual Cam. Beide Kamerasensoren sind mit einer Auflösung von 12 Megapixeln ausgestattet. Dabei besitzt das Galaxy S9+ eine variable Blende in der Hauptkamera, die eine Einstellung von F1.5- und F2.4 unterstützt, welche sich automatisch auf das Umgebungslicht einstellt. Demnach öffnet sich bei wenig Licht die Blende auf F1.5 und verwendet dabei das vorhandene Licht. Die Blende wechselt automatisch zur F2.4-Blendenöffnung, wenn Aufnahmen bei Tageslicht gemacht werden. Die zweite Kamera unterstützt besitzt eine feste Blendeneisntellung von F2.4.

Mit diesem Smartphone ist ein zweifacher optischer Zoom und ein achtfacher digitaler Zoom möglich. Der duale optische Bildstabilisator erzielt kontrastreiche Aufnahmen ohne Verwackeln. Zudem besitzt das Galaxy S9+ die Möglichkeit in einer Super-Zeitlupe zu fotografieren. Dies ermöglicht Ihnen, zwei Sekunden lang bis zu 960 Bildern pro Sekunde aufzunehmen. Diese Zeitlupeneffekte sind auch in der Super Slow Motion-Videofunktion möglich. Dabei können die Videos im GIF-Format erstellt werden und in verschiedenen Varianten abgespielt werden: vorwärts, rückwärts oder beides hintereinander. Die zusätzliche Frontkamera hat eine 8 Megapixel Auflösung und bietet einen Bokeh-Effekt im Rahmen des Live-Fokus an.

Huawei P20 Pro

Im April 2018 erschienen, setzt das Huawei P20 Pro neue Massstäbe auf dem Smartphone-Markt. Zum einen bietet es eine Frontkamera mit einer 24 Megapixel Auflösung und zum anderen gehört es zu den ersten Smartphones mit drei Kameras mit jeweils unterschiedlich starken Sensoren auf der Rückseite. Die Hauptkamera besitzt eine 40 Megapixel Auflösung und hat eine Sensorfläche von 1:1,7 Zoll. Dieser RGB-Sensor eignet sich perfekt für schöne Farbaufnahmen. Im Gegensatz dazu ist die zweite Kamera mit einem 20 Megapixel monochrom Sensor ausgestattet und somit ideal für Schwarzweiss Aufnahmen. Da dieser Sensor besonders lichtempfindlich ist, ermöglicht er detaillierte Aufnahmen in Dämmerlicht. Die dritte Kamera ist mit einer 8 Megapixel Tele-Linse ausgestattet und beinhaltet einen dreifachen optischen Zoom. Zusätzlich ermöglicht das Teleobjektiv einen fünffachen Hybrid-Zoom, sodass beim Heranzoomen jedes Detail hervorgehoben werden kann. Folglich entsteht aus mehreren Einzelaufnahmen der Kamerasensoren ein Bild mit bis zu fünffachen Hybrid-Zoom sowie verbesserten HDR und optimierten Farbkontrasten. Das Zusammenspiel des Monochrom- und RGB-Sensors erzeugt mehr Bilddetails und somit eine verbesserte Bildqualität.

Für Fotografieeinsteiger bietet dieses Smartphone eine integrierte künstliche Intelligenz, die den erforderlichen Modus automatisch erkennt und auswählt. Zusätzlich blendet es bei Bedarf Hilfslinien zum Fotografieren ein. Wenn Sie sich bereits gut mit Einstellungen in der Fotografie auskennen, können Sie beim Fotografieren mit dem Huawei P20 Pro viele Details manuell einstellen, um Ihr Fotoergebnis zu perfektionieren.

HTC U12 Plus

HTC U12+ erschien im Juni 2018 auf dem Markt. Dieses Smartphone verfügt sowohl auf der Vorder- als auch auf der Rückseite über eine Dual Cam. Auf der Rückseite befindet sich ein Kamerasensor mit einer 12 Megapixel Auflösung. Dieser Sensor besitzt ein Bildstabilisator und eine relativ lichtstarke Blende von F1.7. Die zweite Kamera beinhaltet einen Sensor mit einer 16 Megapixel Telekamera mit einer fast doppelten Brennweite und einer Blende von F2.6. Die Telelinse ermöglicht einen zweifachen optischen Zoom und bietet im Portrait-Modus einen Bokeh-Effekt. Dieser ist auch mit der Hauptfrontkamera möglich. Zudem dient der zweite Frontsensor zur besseren Gesichtserkennung.

Dank des integrierten HDR Boost 2 greift der Weichzeichner stärker ein und vermindert somit das Rauschen. Dies ermöglicht eine schärfere Detaildarstellung bei Aufnahmen – selbst bei Dämmerlicht. Aber auch der optische Bildstabilisator und ein schneller Autofokus sind für Bilder bei schwierigen Lichtverhältnissen von Vorteil. Der Laserfokus hilft bei einer genauen Fokussierung. Für die verspielten Fotografen bietet dieses Smartphone zudem viele neue Sticker-Funktionen und lustige Effekte sowohl für Bilder als auch für Videoaufnahmen.

Apple iPhone Xs

Das im September 2018 erschienene Apple iPhone Xs besitzt eine Dual Cam auf der Rückseite. Beide Kamerasensoren sind mit 12 Megapixeln ausgestattet. Während die eine Kamera ein Weitwinkelobjektiv mit einer Blende von F1.8 besitzt, verfügt die zweite Kamera über die doppelte Brennweite und eine Blende von F2.4. Auch hier hat das Smartphone durch die Dual Cam einen zweifachen optischen Zoom. Die Standardkamera fotografiert dadurch etwas weitwinkliger, sodass die Objekte weiter entfernt wirken. Ein schneller Autofokus und Smart HDR ermöglichen gelungene Aufnahmen bei Gegenlicht.

Mithilfe grösserer und tieferer Pixel der Kamerasensoren gelangt mehr Licht an den Sensor, wodurch Aufnahmen in schwierigen Lichtverhältnissen begünstigt werden. Zusätzlich ermöglicht eine integrierte Tiefen-Kontrolle eine nachträgliche Anpassung der Tiefenschärfe und einen Bokeh-Effekt. Dieses Smartphone-Modell eignet sich für die verschiedensten Fotobereiche. Für Selfie-Fans bietet das Handy eine Frontkamera mit einer 7 Megapixel Auflösung. Zudem stehen im Portrait-Modus fünf unterschiedliche Effekte zur Auswahl. In der Sportfotografie ermöglichen die schnellen Sensoren schärfere Action-Aufnahmen.

Übersicht der aktuellen Modelle im Vergleich

Im Jahr 2018 setzen die Hersteller auf die neuste Innovation: die Dual Cam. Besonders entscheidend bei der Dual Cam ist die Blende, welche vor allem für Fotos bei schwierigen Lichtverhältnissen sehr wichtig ist. Mithilfe der beiden Sensoren können zudem schnellere Aufnahmen gemacht werden, welche beispielsweise für die Sportfotografie geeignet ist. Das Samsung Galaxy S9 Plus kann 960 Bilder pro Sekunde machen, jedoch nur in einem Intervall von zwei Sekunden. Das Huawei P20 besitzt sogar eine Tripple Cam. Die drei verbauten Kameras besitzen einen RGB-Sensor für Farbaufnahmen, einen Monochrom-Sensor für Schwarz-Weiss Fotos und eine Telelinse. Für Anfänger bietet dieses Modell eine künstliche Intelligenz, die bei Fotos die passende Einstellung automatisch einstellt.

Ein weiterer Trend im Jahr 2018 ist der Bokeh-Effekt. Der Bokeh-Effekt ist das gezielte Zusammenspiel von Schärfe und Unschärfe in einer Aufnahme und ist vor allem in der Portraitfotografie sehr beliebt. Im Folgenden finden Sie eine Übersicht zu den vorgestellten Handykameras:

Gegenüberstellung der Kameraeigenschaften

Fazit

Aktuelle Smartphone Modelle sind meist immer mit hochwertigen Kameras ausgestattet. Schließlich haben auch die Hersteller längst erkannt, dass die Kamera ein entscheidender Faktor für die Kaufentscheidung der Nutzer ist. Die von uns vorgestellten Smartphones sind natürlich nur ein Auszug aus den aktuellen Neuheiten. Sie verfügen über erstklassige Kameras mit vielen neuen Features für einzigartige Fotos. Auf welches Modell Ihre Wahl fällt, hängt natürlich von Ihrem individuellen Geschmack und nicht zuletzt vom verfügbaren Budget ab.

Wir sind gespannt, welche neuen Innovationen und Smartphones im Jahr 2019 auf uns warten!

iPhone mit geöffneter Kamera App im Live Photos Modus

Live Photos – lebendige Momentaufnahmen

Bilder, die sich bewegen, kennt man eigentlich nur aus Romanen mit Magie und Zauberei. Mit der Generation des iPhone 6s gelang es Apple, ein kleines Stückchen Magie in unseren Alltag zu bringen. Mit diesem Smartphone war es erstmals möglich, ein bewegtes Bild als sogenanntes Live Foto aufzunehmen. Ein Live Foto entsteht durch die Aufnahme von 1.5 Sekunden unmittelbar vor und nach dem Auslösen des Bildes.

Aktivierung und Einstellungen auf dem iPhone

Die Funktion des Live Foto ist standardmässig auf dem iPhone 6s und allen nachfolgenden iPhone Modellen installiert. Öffnet man die Kamera App, befindet sich das entsprechende Symbol mittig in der oberen Leiste. Ist die Funktion aktiv, sind die beiden von einer Punktlinie umrahmten Kreise gelb gefärbt. Durch das Berühren dieses Symbols können Live Photos deaktiviert werden. Wollen Sie ein Live Foto erstellen, drücken Sie bei aktivem Live Modus den Auslöser. Anschliessend können Sie das kleine Video ansehen, indem Sie das Bild mit dem Finger berühren (oder den Druck erhöhen). Sofort setzen sich die Bilder in Bewegung.

Live Photo Funktion in der iPhone Kamera App

Anwendung des Live Modus

Das Aufnehmen von Live Photos ist nur sinnvoll, wenn Bewegungen von Menschen, Tieren oder der Umgebung im Spiel sind. Da diese Art von Aufnahmen auch mehr Speicherplatz benötigen, sollten Fotos von Landschaften oder Architektur im normalen Bildmodus aufgenommen werden. Auch bei Aufnahmen mit Blitz ist von der Live Foto Funktion abzuraten. Aber nicht nur das bewegte Bild wird bei einer Live Foto Aufnahme wiedergegeben, auch der Ton wird festgehalten und anschliessend abgespielt.

Bearbeitung des Live Photos auf dem iPhone

Wie bei allen Fotos bietet iOS dem Nutzer verschiedene Farbfilter, um die Stimmung der Bilder zu bestimmen. So können Sie auch bei Live Photos zwischen den 9 Filtern wählen. Zusätzlich können Sie Licht und Farbe bearbeiten oder Markierungen hinzufügen. Weiter ist es möglich, das Bild zu drehen und den Ton der Aufnahme abzuschalten. Das iPhone selbst legt fest, welches Bild der 3 sekündigen Aufnahme als sogenanntes «Schlüsselfoto» angezeigt wird. Hier bietet die Bearbeitungsfunktion die Möglichkeit ein anderes «Schlüsselfoto» auszuwählen und die Videofrequenz insgesamt zu kürzen. Um Speicherplatz zu sparen, kann man den Live Modus ausstellen, gespeichert wird dann das gewählte Schlüsselfoto.

Verlässt man den Bearbeitungsmodus, verbergen sich noch weitere Effekte für Live Photos. Wenn Sie das Bild nach oben streichen, können Sie das kleine Video in eine «Endlosschleife», «Abpraller» oder eine «Langzeitbelichtung» verwandeln.

Anwendung von Effekten des Live Photos Modus

Mit der Funktion der «Langzeitbelichtung» lassen sich im Übrigen auch sogenannte „Light Painting Bilder“ erstellen. Hierfür einfach einen dunklen Ort aufsuchen und mit einer Lichtquelle etwas in die Luft malen. Aber aufgepasst: da der Live Modus vor und nach dem Auslösen aufnimmt, fangen Sie am besten schon vor dem Auslösen mit der Bewegung der Lichtquelle an.

Alternative Apps für Live Photos und GIFs

Das Feature der Live Photos ist nur auf dem iPhone 6s und späteren Generationen integriert. Da frühere Modelle diese Art von Bildern nicht bieten können, besteht die Möglichkeit für ältere Geräte Apps, wie «Camera for Live Photos» die durch Aufnahme kleiner Videos ein ähnliches Ergebnis bieten, zu installieren. Allerdings ist die Verwendung solcher Apps eher umständlich und sie erweitern das Bild nur um ein paar Sekunden nach der eigentlichen Aufnahme. Eine ähnliche Funktion bietet die integrierte Kamera App des iPhones. Über die Videofunktion aufgenommene Clips lassen sich anschliessend in ein GIF umwandeln, das einen ähnliche Effekt wie ein Live Foto bietet.

Gleiches gilt für andere Betriebssysteme wie Android. Diese bieten keine Live Foto Funktion, können aber mit diversen Apps kleine Videos oder GIF-Formate exportieren. Die Android App «Graphica Live Photo Maker» bietet die Möglichkeit, GIFs aus kleinen Videos zu erstellen und mehrere Einzelfotos der Galerie in einem GIF zu kombinieren. Eine Android App die sich ebenfalls an Live Photos orientiert, ist «Live pictures». Die in der App integrierte Kamera bietet eine sehr einfache Oberfläche. Sie können zwischen Front- und Rückkamera wählen und den Auslöser betätigen. Die App nimmt dann einige Sekunden nach Auslösen weitere Bilder auf. Exportieren lassen sich die Dateien als statische Bilder, GIF oder Video. Zwar werben solche Apps mit Live Foto Funktion, können jedoch keine Aufnahme vor und nach dem Auslösen zu einem Video oder GIF zusammenfassen.

Versenden von Live Photos

Das Teilen von Live Photos von iPhone zu iPhone, sofern sie die entsprechende Funktion bieten, ist ganz einfach. Das kleine Video kann über «iMessage» oder «Airdrop» versendet werden und kommt im selben Format beim Empfänger an.

Schwieriger wird es jedoch, wenn sich die Betriebssysteme grundlegend unterscheiden. So ist das Senden eines Live Photos von iOS zu Android nicht ohne weiteres möglich. Hierfür muss die kleine Frequenz mittels einer entsprechenden App in ein GIF umgewandelt und verschickt werden.

Auch bei dem Instant-Messaging-Dienst «WhatsApp» muss das Live Foto vor dem Versenden in ein GIF umgewandelt werden. Das Umwandeln kann jedoch hier direkt in der App geschehen. Dafür lädt man ein Live Foto aus der Fotomediathek zum Versenden aus und drückt anschliessend das kleine «+», welches neben dem Feld der Beschriftung erscheint. Erneut wird die Foto Mediathek geöffnet und alle ausgewählten Bilder mit einem blauen Häkchen versehen. Um das Live Foto in ein GIF zu konvertieren, berührt man das ausgewählte Bild länger mit leichtem Druck. Es erscheint «als GIF auswählen». Hat man diese Option gewählt, drückt man anschliessend auf «Fertig». Anschliessend bekommt man das fertige GIF angezeigt und erhält die Möglichkeit dieses zu kürzen, zu markieren, zu beschriften oder zu drehen. Mit dieser internen Funktion können Sie das Installieren einer zusätzlichen App umgehen.

Live Photo per Whats App versenden – Umwandlung in GIF

Live Photos auf Social Media Plattformen

Auch das Teilen von Live Photos auf Social Media Plattformen wie Instagram und Facebook ist nicht ohne Hürden versehen.

Das Teilen von Live Photos auf Instagram ist bisher nur in der Funktion der Insta-Storys möglich, jedoch nicht im Hauptfeed. Um ein Live-Foto in der Story zu teilen, drücken Sie die kleine Kamera im linken, oberen Bildschirmrand oder wischen das Bild nach rechts. Um ein Live Foto auszuwählen, wischen Sie den Bildschirm nach oben oder drücken das kleine Bildsymbol neben dem Auslöseknopf. Sofort erscheinen die Bilder der letzten 24 Stunden. Prüfen Sie zuvor, welches Bild ein Live Foto ist, denn in dieser Übersicht ist es nicht ersichtlich. Sie wählen ein entsprechendes Bild aus und es erscheint das unbewegliche Vorschaubild. Wenn Sie nun auf dieses Bild fester drücken, erscheint kurz das Wort «Boomerang» und Ihr Bild erwacht zum Leben. Instagram bietet hier nur den Effekt des «Abprallers». Auch hier können Sie das Bild anschliessend noch mit Farbfiltern, Schrift oder Markierungen versehen.

Das Teilen von Live Photos auf Facebook ist bisher nur von einem iPhone möglich und lässt sich auch nur auf mobilen Endgeräten abspielen. Um die kleine Videofrequenz hochzuladen wählt man aus der Liste seiner Bilder und Videos entsprechendes Live Foto aus und aktiviert vor dem Upload die Funktion des Live Photos durch das Drücken des Icons. Facebook bietet hier nur den Effekt der «Endlosschleife» an. Nur Personen in der Administratorenrolle eines Facebook Accounts haben die Berechtigung ein solches Bild auf Facebook zu teilen. Wollen Android-Nutzer ein Live Foto auf Facebook teilen, müssen sie ein GIF erstellen.

Fazit

Live Photos sind eine nette Zusatzfunktion, um Momente in bewegten Bildern festzuhalten und diese noch lebendiger zu machen. Jedoch lässt sich mit einem GIF oder kleinen Video ein ähnlicher Effekt erzielen. Insbesondere bei häufigem Gebrauch der Live Foto Funktion sollten Sie den Speicherplatz Ihres Smartphones im Auge behalten, da dieser durch die grossen Dateien schnell an seine Grenzen stossen kann.

Rückseite zweier Smartphones mit LED-Blitz

Smartphone-Blitz im Vergleich: LED vs. Xenon

Im Alltag sind Smartphones ständig überall dabei und ermöglichen spontane Schnappschüsse. Vor allem für schwierige Lichtverhältnisse sind die meisten Handys mit einem integrierten Blitz ausgestattet. Aber nicht alle Blitze sind gleich und eignen sich für jede Situation. Während die meisten Hersteller LEDs als Blitztechnik verwenden, steigt auch das Interesse an Xenon-Blitzlicht. In diesem Artikel erfahren Sie mehr über die einzelnen Smartphone-Blitze sowie die Vor- und Nachteile von LED und Xenon.

LED-Blitze im Smartphone

Light Emitting Diode, kurz LED, erzeugt mithilfe von Elektronenwanderungen bei Zufuhr von Strom Licht. Es setzt sich aus vier Bestandteilen zusammen: dem LED-Chip, einem Golddraht zur Anode, einem Reflektor zur Kathode und einer Kunststofflinse. Somit ist die Bauform des LED-Blitzlichtes kompakt und kann demnach auf kleinstem Raum eingearbeitet werden. Aus diesem Grund werden die meisten Smartphones mit einem LED-Licht ausgestattet.

Neben dem Blitzlicht kann das LED-Licht als Taschenlampe sowie als Benachrichtungslicht bei Anrufen und SMS eingestellt werden. Aber auch ein Dauerlicht bei Videoaufnahmen ist mit dem LED-Licht möglich. Der erzeugte LED-Blitz benötigt allerdings eine längere Auslösezeit, weshalb bewegte Objekte auf den Fotos meist unscharf wirken. Zudem ist die Reichweite des Blitzes mit maximal zwei Metern stark beschränkt und nicht sonderlich leistungsstark. Zudem erscheinen die Aufnahmen durch ein scharfes LED-Licht oft unnatürlich und gelblich. In vielen neueren Smartphone-Modellen wird immer öfter Dual LED eingebaut. Durch die zwei LEDs werden unterschiedliche Farbtemperaturen miteinander gemischt, um eine natürlichere Farbgebung der Fotos zu erreichen.

Smartphone von hinten mit aktiviertem Blitz

Xenon-Blitze im Smartphone

Beim Xenon-Blitzlicht entlädt sich ein zuvor aufgeladener Kondensator, wodurch eine kurze und helle Gasreaktion erzeugt wird. Jedoch kann das Licht nur für einen kurzen Augenblick genutzt werden. Nach einem Blitz benötigt der Kondensator eine gewisse Zeit, bis dieser wieder aufgeladen ist. Das Xenon-Licht wird in den meisten Kompakt- und Systemkameras verwendet. Bis dato gibt es kaum Handys mit Xenon. Die bisherigen Smartphones sind unter anderem das Nokia Lumia 1020 und das Samsung Galaxy K Zoom.

Die Besonderheit des Xenon-Blitzlichtes ist seine starke Helligkeit, wodurch es einen ganzen Raum ausleuchten kann. Diese Blitztechnik ist sehr schnell, sodass das Bild regelrecht eingefroren wird. Vor allem ist dies für bewegende Objekte, schwache Lichtverhältnisse sowie für nicht ganz ruhige Hände vorteilhaft. Allerdings benötigt der Kondensator mehr Platz, als ein LED-Licht. Dies steht dem stätig wachsenden Wunsch nach immer leichteren und dünneren Smartphones entgegen. Aus diesem Grund beschränkt sich die Nachfrage nach Smartphones mit Xenon-Licht auf Fotografiebegeisterte, die unterwegs gern ihr Handy für gute Fotos nutzen und Wert auf diese Blitztechnik legen.

Unterschiede von LED und Xenon

Die Lebensdauer von LED-Lichtern ist bis zu viermal länger als die vom Xenon-Licht. Zudem verbraucht die Gasreaktion viel Akkuleistung, weshalb die Akkulaufzeit bei Smartphones mit LED besser hält. Jedoch kann der Kondensator beim Xenon-Blitzlicht ausgewechselt werden, während dies bei LEDs nicht möglich ist.

Weiterhin ist die Stromeffizienz beim LED-Blitzlicht besser als beim Xenon. Diese wird in Lumen angegeben und beschreibt die standardisierte Einheit des Lichtstroms. Sie ermöglicht den Verbrauchern einzuschätzen, wie hell eine Lampe ist. Je höher dieser Wert ist, desto mehr Licht wird erzeugt. Xenon-Blitze haben weniger Lumen als LEDs und sind dadurch weniger stromeffizient, können dadurch aber auch eine höhere Helligkeitsausbeute bei höherem Stromverbrauch erreichen.

Dasselbe Motiv mit unterschiedlichen Farbtemperaturen – kalt – mittel – warm

Mithilfe der Farbtemperatur wird die Farbe der Lichtquellen beschrieben. Die Angabe erfolgt in Kelvin. Beispielsweise liegt die Farbtemperatur einer Kerze bei ca. 1500 Kelvin, die der Sonne bei 5000 bis 5500 Kelvin und die eines blauen Himmels um die 10000 Kelvin. Mit einem tageslichtähnlichen Wert von 5500 bis 6600 Kelvin liegt der Xenon-Blitz im oberen Bereich. Dabei verursacht er starke Schatten und harte Kanten bei Motiven, ähnlich wie die senkrecht einfallende Mittagssonne. Besonders bei Indoor-Aufnahmen kann ein Blaustich auftreten, der die Umgebung kalt wirken lässt. Ähnlich wie beim Blaustich ist es beim Gelbstich von LEDs, welche sich der Farbtemperatur des Sonnenlichtes anpassen. Die Farbtemperatur von LEDs kann variieren, da unter anderem in Dual LEDs sowohl Warmweiss mit ca. 3000 Kelvin als auch Kaltweiss ab ca. 5300 Kelvin vorhanden sind.

Zusammengefasst:

tabellarischer vergleich zwischen LED und Xenon

Fazit

Bisher gibt es keinen eindeutigen Sieger. Beide Blitz-Techniken haben ihre Vor- und Nachteile. Obwohl Xenon-Blitzlicht besonders bei schlechten Lichtverhältnissen bessere Fotos erzielt, benötigt es mehr Strom und kann nicht als Lichtquelle bei Videos eingesetzt werden. LEDs dagegen können als Taschenlampe, sowie als Benachrichtungslicht für Anrufe und Nachrichten genutzt werden. Dafür sind sie nicht ganz so hell und schnell auslösend wie Xenon-Blitze und können bewegte Objekte schwer abbilden. Durch den geringeren Stromverbrauch und die kompakten Bestandteile wird sich LED vermutlich auch weiterhin in Smartphones durchsetzen. Doch vielleicht hält die Technik auch bald eine interessante Mischung für die Nutzer bereit. Wir sind gespannt!

Vergleich DSLR & Smartphone: Wer macht die besseren Aufnahmen

Vergleich: Smartphone vs. DSLR

Als täglicher Begleiter ist das Smartphone immer griff- und einsatzbereit. Für viele ist es daher die erste Wahl, wenn es um ein schnelles Foto geht. Zudem lassen sich die Aufnahmen mit ein paar Klicks bearbeiten und auf Instagram, WhatsApp und Co. teilen. Doch reicht die Qualität der Bilder auch an die von digitalen Spiegelreflexkameras heran? Fest steht, die Technik wird immer besser. Umso spannender ist daher auch ein direkter Vergleich: DSLR vs. Smartphone – Wer macht die besseren Bilder? Wir haben uns dieser Frage angenommen und die Aufnahmen einer Canon 700D mit den Aufnahmen des Samsung Galaxy Note 8 direkt miteinander verglichen.

Lesen Sie nachfolgend, welche Kamera für welche Zwecke besser geeignet ist und wie sich die beiden im direkten Vergleich geschlagen haben.

Testbedingungen: DSLR vs. Smartphone

Für den nachfolgenden Test wurden die Aufnahmen einer Canon 700D (Standardobjektiv 18 mm – 55 mm f/3.5 – f/5.6) mit den Aufnahmen des Samsung Galaxy Note 8 (Dual-Kamera: Teleobjektiv f/2,4 + f/1,7) verglichen. Um den Vergleich so fair wie möglich zu gestalten, wurden die Bilder kurz nach einander, bei identischen Lichtverhältnissen, im manuellen Modus und im RAW-Format aufgenommen. Um das Beste aus den Aufnahmen herauszuholen, wurde sowohl bei der DSLR als auch beim Smartphone die Blende und die Belichtungszeit sowie der ISO-Wert der jeweiligen Gegebenheit angepasst. Alle Aufnahmen mit dem Smartphone sind mit der Rückkamera fotografiert wurden.

Kamera Samsung Galaxy Note 8 Canon 700D
Megapixel 12 18
Objektiv Dual-Kamera: Teleobjektiv f/1,7 – f/2,4 18 mm – 55 mm f/3.5 – f/5.6

 

Die Testergebnisse: DSLR gegen Smartphone

Mit beiden Geräten haben wir Zoom-Aufnahmen, Porträt- und Landschaftsaufnahmen gemacht. Zudem haben wir beide Kameras unter schlechten Lichtbedingungen getestet. Diese Testbilder geben Aufschluss darüber, welche Kamera für welchen Einsatzzweck die beste Wahl ist.

DSLR vs. Smartphone: Zoom-Aufnahmen

Durch die technische Überlegenheit ist die DSLR einem Smartphone hier meist voraus. Allerdings schneiden die Zoom-Aufnahmen des Galaxy Note 8 im direkten Vergleich zu den Aufnahmen von der Canon 700D dennoch relativ gut ab. Dies liegt nicht zuletzt an der Tatsache, dass das Note 8 über einen echten, zweifachen, optischen Zoom verfügt, der durch eine optische Bildstabilisierung (OIS) unterstützt wird. Das hat den Vorteil, dass selbst beim Heranzoomen die Aufnahmen scharf sind und nicht verwackeln. Allerdings sollte man hier nicht mehr als zwei Stufen heranzoomen, denn dann wird die Aufnahme nicht mehr ganz so scharf. Dies liegt daran, dass nach den 2 optischen Zoomstufen der digitale Zoom einsetzt.

Smartphones, die nur über einen digitalen Zoom verfügen, können hier bei weitem nicht an die Qualität von DSLR Aufnahmen heranreichen. Denn bei Aufnahmen mit einem digitalen Zoom wird nur der Ausschnitt des Bildes vergrössert. Dadurch gehen wichtige Details im Bild verloren. Ebenso ist anzumerken, dass sich der Fokusbereich bei den Zoom-Aufnahmen mit der DSLR besser auswählen lässt. Hier kann besser bestimmt werden, welche Bereiche scharf im Vordergrund abgebildet werden sollen und welche im Hintergrund unscharf verschwinden. Betrachtet man sich die Zoom-Aufnahme des Smartphones näher, so stellt man fest, dass diese recht flach und im gesamten unscharf wirkt.

DSLR vs. Smartphone: Zoom-Aufnahmen im Vergleich

Obere Reihe: links: Zoom-Aufnahme mit der DSLR, rechts: Zoom-Aufnahme mit dem Smartphone, untere Reihe: links: Details der Zoom-Aufnahme mit der DSLR, rechts: Details der Zoom-Aufnahme mit dem Smartphone

DSLR vs. Smartphone: Aufnahmen bei wenig Licht

Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen gehören zur Königsdisziplin einer Kamera. Hier kommt es vor allem auf die Grösse des Sensors und das gewählte Objektiv an. Bei unserem Test haben wir sowohl im Automatikmodus, als auch im manuellen Modus mit angepassten ISO-Wert und längerer Belichtungszeit fotografiert. Im direkten Vergleich muss man sagen, dass sich das Galaxy Note 8 sehr gut geschlagen hat. Vor allem im manuellen Modus. Die Aufnahme wirkt klar und weniger körnig, als die Aufnahme mit der Canon 700D mit dem Standardobjektiv. Allerdings lässt sich der ISO-Wert nicht bei allen Smartphone-Modellen anpassen, weshalb die meisten Aufnahmen mit dem Smartphone bei wenig Licht eher dunkel und weniger klar wirken. Wählt man hier ein lichtstarkes Objektiv für seine DSLR wären die Aufnahmen klarer und weniger körnig. Ebenso ist der Einsatz eines Statives von Vorteil. Dadurch kann man den ISO-Wert klein halten und mit der Belichtungszeit spielen.

DSLR vs. Smartphone: Aufnahmen bei wenig Licht im Automatikmodus

Aufnahmen bei wenig Licht. Beide Bilder wurden im Automatikmodus aufgenommen – links: DSLR, rechts: Smartphone

DSLR vs. Smartphone: Aufnahmen bei wenig Licht mit angepasstem ISO und Verschlusszeit

Aufnahmen bei wenig Licht. Beide Bilder wurden mit angepasstem ISO-Wert und Verschlusszeit aufgenommen – links: DSLR, rechts: Smartphone

DSLR vs. Smartphone: Porträtaufnahmen

Besonders attraktiv wirken Porträtaufnahmen, wenn der Hintergrund eine gewisse Unschärfe aufweist. Viele Smartphone-Modelle können dies allerdings nicht leisten. Die Aufnahmen wirken dann flacher und dunkler – ohne die Unschärfe im Hintergrund. Beim Galaxy Note 8 ist dies allerdings möglich. Mit Hilfe des „Live-Fokus“ lässt sich die Hintergrundunschärfe anpassen. Natürlich ist das Ergebnis nicht so überzeugend wie bei einer DSLR aber für den Schnappschuss zwischendurch ausreichend. Betrachtet man sich die Aufnahmen im Detail, wird die Stärke der DSLR sichtbar. Bei der Aufnahme mit dem Note 8 sind insbesondere die Kanten an den Haaren entlang nicht ganz so sauber, wie bei der Aufnahme mit der DSLR.

DSLR vs. Smartphone: Porträtaufnahmen im Vergleich

Porträtaufnahmen – links: DSLR, rechts: Smartphone mit Live-Fokus

DSLR vs. Smartphone: Porträtaufnahmen mit dem Smartphone

Porträtaufnahmen mit dem Smartphone – links: Aufnahme ohne Live-Fokus, rechts: Live-Fokus Schwäche an den Haarspitzen

DSLR vs. Smartphone: Landschaftsaufnahmen

Hier lässt sich die Stärke der Galaxy Note 8 Kamera besonders deutlich erkennen. Gerade bei guten Lichtverhältnissen ist sowohl das Smartphone als auch die DSLR in der Lage, gestochen scharfe Landschaftsaufnahmen zu machen. Nimmt man dann noch ein Stativ zur Hilfe, sind selbst beim Hineinzoomen in die fertige Aufnahme alle Details klar und deutlich zu erkennen.

DSLR vs. Smartphone: Landschaftsaufnahmen mit der Canon 700D

Landschaftsaufnahmen mit der Canon 700D

DSLR vs. Smartphone: Landschaftsaufnahmen mit dem Samsung Galaxy Note 8

Landschaftsaufnahmen mit dem Samsung Galaxy Note 8

Fazit: Welche Kamera eignet sich für welche Zwecke?

Sowohl die DSLR als auch das Smartphone haben ihre Vorteile. Während das Smartphone immer einsatzbereit ist, muss eine DSLR für brillante Aufnahmen häufig erst richtig eingestellt werden. Dafür überzeugen die Aufnahmen dann aber in Klarheit, Schärfe und Farbtreue. Möchte man ganz auf den Einsatz einer DSLR verzichten, lohnt sich die Investition in ein Smartphone mit guter Kamera. Denn herkömmliche Standardmodelle verfügen meist nur über einen digitalen Zoom oder sind nicht in der Lage den ISO-Wert oder die Hintergrundunschärfe anzupassen. Prinzipiell sollte man insbesondere mit dem Smartphone auf gute Lichtverhältnisse setzen, damit die Aufnahmen später auch klar und deutlich werden. Grundsätzlich sollte man sich überlegen, für welchen Zweck man eine Kamera benötigt. Möchten Sie eher Schnappschüsse online teilen, sind Sie mit einem aktuellen Smartphone gut bedient. Sollen es hingegen hochwertige und detailgetreue Aufnahmen werden, die auch bestimmte Lichtstimmungen einfangen, dann ist eine DSLR unverzichtbar.

Nahaufnahme eines Laubblattes ohne Zoom

Smartphonefotos – Technik richtig ausnutzen

Langsam aber sicher werden Smartphone-Kameras zu einer fortlaufend grösseren Konkurrenz für die Kompaktkamera. Das Smartphone ist immer und überall dabei und kann spontane Schnappschüsse jederzeit einfangen. Dabei entwickelt sich die Technik rasend schnell, wobei die Smartphonefoto-Technologie stetig optimiert wird. Doch was kann solch eine Kamera wirklich? Wir zeigen Ihnen, was Sie bei der Wahl des passenden Smartphones hinsichtlich der Kamera beachten sollten und mit welchen Tricks Sie Ihr Motiv perfekt in Szene setzen.

Basisanforderungen der Kamera

Bereits beim Kauf eines Smartphones sollten Sie einige Aspekte der eingebauten Kamera etwas genauer unter die Lupe nehmen. Als ein Kriterium ist der Sensor zu betrachten. Dieser sollte eine hohe Auflösung besitzen, das heisst die Anzahl der Pixel auf dem Sensor liegt optimaler Weise etwa zwischen 8 und 12 Megapixeln. Allerdings ist allein die Pixelzahl nicht alles. Entscheidend ist auch die Pixelgrösse. Da der Sensor einer Smartphone-Kamera, durch die schmale Bauart des Smartphones, relativ klein ist, schrumpft mit der Zunahme an Pixeln gleichzeitig ihre Grösse. Je kleiner ein Bildpunkt, desto weniger Licht kann dieser einfangen. Dadurch können Bildrauschen und Bildartefakte entstehen, welche die Qualität deutlich verringern. Die Pixelgrösse lässt sich durch die Sensorgrösse bestimmen.
Der zweite wichtige Aspekt ist die Blende. Hier sollten Sie darauf achten, dass die Blendenzahl etwa zwischen f/1.7 und f/2.0 liegt. Dies sichert zu, dass das Foto auch bei schwacher Umgebungsbeleuchtung noch ausreichend belichtet wird, wodurch die Qualität erhalten bleibt.

Mit diesen beiden Kriterien ist bereits die Grundvoraussetzung für gute Fotos geschaffen. Natürlich bietet eine Smartphone-Kamera weitere Zusatzfunktionen, welche aber nicht zwingend notwendig sind, wenn Sie beim Fotografieren die richtigen Tricks anwenden.

Vier Tipps für perfekte Smartphonefotos

1. Auf den Zoom verzichten

Smartphones stellen nur einen digitalen Zoom bereit. Bei Nahaufnahmen sollten Sie deshalb lieber näher an das Motiv herangehen, statt den Zoom zu verwenden. Hierdurch wird die Auflösung beibehalten und das Bild wird nicht zu verpixelt.

2. Eigener Bildfokus durch Touch

Abgesehen vom Autofokus, den die meisten Smartphones verwenden, können Sie auch den Touch-Fokus anwenden. Damit können Sie Ihr Foto individueller gestalten. Der gewünschte Gegenstand kann durch ein Tippen auf das Smartphone-Display in Szene gesetzt werden.

3. Smartphone stabilisieren

Um besonders bei schlechteren Lichtverhältnissen ein verwackeltes, unscharfes Bild zu vermeiden, können Sie das Smartphone, wenn vorhanden, einfach auf einem Stativ platzieren. Genauso gut eignet sich natürlich auch eine Wand oder ein anderer fester Gegenstand, an den das Smartphone gelehnt werden kann. Mit einem Fernauslöser lassen sich dann bequem Fotos aufnehmen. Zudem kann auch ein integrierter optischer Bildstabilisator beim Schiessen eines scharfen Bildes Abhilfe schaffen.

4. Tages- und Blitzlicht

Belichtung ist das A und O. Am besten nutzen Sie dafür Tageslicht, um ein helles Bild mit hoher Qualität zu erzielen. Sollten Sie jedoch einen Blitz verwenden, ist ein Xenon-Blitz statt LED zu empfehlen. Dieser benötigt eine geringere Belichtungszeit, wodurch Bildunschärfe vermieden wird. Alternativ kann aber auch ein doppelter LED-Blitz zu einer natürlicheren Beleuchtung führen.

Bye bye Digitalkamera?

Im Vergleich zu einer Digitalkamera kann die Smartphone-Kamera nicht zu 100 Prozent mithalten. Aufgrund der bauartbedingten kleinen Sensoren ist die Qualität der Fotos, die mit einem Smartphone aufgenommen werden, generell geringer als die, die durch eine Digitalkamera entstehen. Zusätzlich führt schlechte Belichtung zu einem Qualitätsverlust.

Weiterhin ist anzumerken, dass Smartphones nur einen digitalen Zoom enthalten. Dieser vergrössert einen Ausschnitt des Bildes nur auf dem Display. Folge ist eine geringere Auflösung und dadurch wiederrum ein Qualitätsverlust. Digitalkameras hingegen punkten in der Regel mit einem optischen Zoom, der die Auflösung des Fotos nicht beeinflusst.

Trotz allem holen Smartphone-Kameras immer weiter auf. Mit einer Auflösung von 12 Megapixeln bieten moderne Smartphone-Kameras für ihre Verhältnisse eine hohe Bildqualität. Ausserdem gibt es die Möglichkeit, Bilder im Rohdatenformat (RAW) zu fotografieren. Es werden keine Daten komprimiert, weshalb die Bildbearbeitung im Nachhinein erweitert wird. Auch die Bildverarbeitung geschieht in einem hohen Tempo. In wenigen Sekunden können mehrere Bilder hintereinander aufgenommen und gespeichert werden.

Frau macht Fotos mit dem Smartphone auf einer Wanderung

Der richtige Effekt

Während der Aufnahme eines Fotos oder auch im Nachhinein können Sie mit Hilfe verschiedener Fotofilter Ihrem Bild den letzten Schliff verleihen. Standard-Filter, die jedes Smartphone bieten, sind der Schwarz-Weiss- und der Sepia-Filter. Der Schwarz-Weiss-Filter verschafft Ihrer Aufnahme eine gewisse Seriosität, da bei diesem Effekt alle Farben entsättigt sind. Wenn Sie den Sepia-Filter verwenden, wirkt das Foto hingegen eher nostalgisch. Generell ist zu sagen, dass Effekte, die die Farben gelb, orange oder rot enthalten, eine warme Stimmung erzeugen. Andere Farben, wie blau oder grün, lassen das Bild eher kalt erscheinen. Einen besonderen Effekt liefert ausserdem das Fischauge. Durch die Verzerrung des Bildes wirkt beispielsweise eine Landschaftsaufnahme grösser und weiter.

Fazit

Trotzdem Smartphone-Kameras bezüglich des fehlenden optischen Zooms und tendenziell geringerer Lichtstärke nicht ganz mit guten Kompaktkameras mithalten können, sind sie unschlagbar praktisch und immer dabei. Dadurch gewannen sie in den letzten Jahren rasant an Wichtigkeit und eine gute Kamera ist ein wichtiges Kaufkriterium bei einem neuen Smartphone. Besonders bei Schnappschüssen im Tageslicht stehen sie den Kompakten in nichts mehr nach.

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Stimmungsvolle Partyfotos mit dem Smartphone fotografieren

Mit dem Smartphone im Schnee fotografieren

Food-Fotografie mit dem Smartphone

Die ausgefallensten Foto-Apps für Android und iOS

 

Objektive für das Smartphone lassen sich tolle Detailaufnahmen machen

Die 5 coolsten Fotogadgets für das Smartphone

Fast jeder besitzt heutzutage ein Smartphone. Mittlerweile werden sie jedoch nicht mehr nur für ihren ursprünglichen Zweck genutzt – nämlich dem Telefonieren und dem Versenden von Nachrichten – sondern vor allem auch für das Festhalten von einmaligen Momenten auf Fotos. Einige Smartphone-Kameras haben mittlerweile so eine hohe Bildauflösung, dass sie locker mit handelsüblichen Digitalkameras mithalten können. Um das Knipsen mit dem Smartphone noch spannender zu gestalten, gibt es zahlreiche Gadgets auf dem Markt. Hier stellen wir Ihnen die Coolsten und Praktischsten vor.

Ein Stativ als Stütze für das Smartphone

Falls Sie eine unruhige Hand haben oder die Lichtverhältnisse schlecht sind, benötigen Sie einen ruhigen Untergrund. Hierfür ist ein Stativ genau das Richtige. Mittlerweile gibt es unzählige, zum Teil sehr günstige Produkte in diesem Bereich. Wenn Sie also gestochen scharfe Fotos ohne Wackler möchten oder eventuell auch selbst mit drauf sein wollen, ohne Ihr Smartphone in fremde Hände verleihen zu müssen, wäre ein Stativ eine nützliche Ergänzung.

Ein Smartphone auf einem Stativ

Mit dem Selfie-Stick kommt das Smartphone hoch hinaus

Auch der Selfie-Stick ist eine nützliche Erfindung für das Smartphone und inzwischen kaum mehr wegzudenken. Nicht nur an beliebten Sehenswürdigkeiten tummeln sich Menschen mit dieser Armverlängerung, auch auf Partys oder Konzerten erfreuen sie sich immer grösserer Beliebtheit. Auch hier gibt es mittlerweile eine grosse Auswahl von verschiedenen Anbietern. Selfie-Sticks verbinden sich zumeist via Bluetooth mit dem Smartphone, was bei intensiver Nutzung die Akkulaufzeit verringert.

Mit einem Selfie-Stick lassen sich Sehenswürdigkeiten mit aufs Foto bringen

Mit Objektiven wie die Profis fotografieren

Für Personen, die gern und viel mit ihrem Smartphone fotografieren, ergibt sich bisweilen ein Problem: Richtig schöne Detailaufnahmen sind schwierig, da die Kameras schnell an ihre Grenzen stossen. Hier können externe Objektive Abhilfe schaffen. Diese lassen sich entweder aufsetzen – wobei man hier darauf achten muss, dass diese mit dem eigenen Gerät kompatibel sind – oder magnetisch an der Aussenseite des Smartphones befestigen. Damit lassen sich jedoch nicht nur detaillierte Aufnahmen machen sondern, je nach Objektiv auch unterschiedliche Effekte, wie beispielsweise ein Fisheye-Effekt, erzeugen.

Mit Objektiven für das Smartphone lassen sich tolle Detailaufnahmen machen

 

Das perfekte Selfie mit lumineszierender Hülle

Die neueste Innovation aus dem Bereich Zubehör für das Smartphone ist ein leuchtendes Case, das zu jeder Tageszeit perfektes Licht für Ihre Selfies liefert. Verwackelte Bilder in der Dunkelheit sind mit einer solchen Hülle passé. An ihr sind kleine LED-Lampen angebracht, deren Stärke mitunter auch regulierbar ist. Da sie noch relativ neu sind, gibt es bisher nicht allzu viele Anbieter solcher Hüllen. Dies wird sich jedoch in der nächsten Zeit ändern. Durch die internen Akkus zapft das Case nicht die Energie des Smartphones ab, was ungemein praktisch ist. Dieses Gadget befindet sich definitiv auf dem Vormarsch!

Mit einer LED Hülle können Sie auch in der Dunkelheit schöne Selfies von sich machen

 

Per Fernauslöser das perfekte Gruppenfoto schiessen

Ein Gagdet, das vor allem bei Gruppenfotos Erleichterung bringt: Ein Fernauslöser, der sich mittels Bluetooth ganz einfach mit dem Smartphone verbindet. Vorbei sind die Zeiten, in denen akrobatische Meisterleistungen vollbracht werden mussten, damit alle Personen gut sichtbar auf das Bild passen. Zudem sah es meist unschön aus, wenn der störende Arm des Smartphonehalters auf dem Foto zu sehen war. Dies liess sich nicht vermeiden, wenn man mit dem Finger überhaupt in die Nähe des Auslösers kommen wollte. Mit einem Fernauslöser können Sie sich und Ihre Gruppe seelenruhig in Position bringen, sodass jeder optimal auf dem Bildausschnitt zu sehen ist, bevor Sie auf den Auslöser drücken. So gibt es keine abgeschnittenen Köpfe oder Arme mehr. Zudem lassen sich mit einem Fernauslöser ausgefallene Motive ablichten: Haben Sie schon einmal eine menschliche Pyramide probiert oder einen Buchstaben mit Ihrem Körper geformt? Der Fantasie sind hier fast keine Grenzen gesetzt.

Mit einem Fernauslöser lassen sich coole Motive schiessen