Fussspuren im Sand – Strand von Koh Phi Phi

Fotografieren am Strand

Sommer, Sonne, Strand und Meer – Was kann man mehr wollen? Die schönen Erinnerungen an kilometerlange Spaziergänge am Strand, Sandburgenbauen oder die erste Surferfahrung bleiben auf jeden Fall unvergessen. Für spannende Aufnahmen vom Strand gibt es jedoch einiges zu beachten. Unterschiedliches Licht und vor allem die Tatsache, dass der Strand eine flache Landschaft ist, stellen so manchen Fotografen vor eine grössere Herausforderung. Wenn Sie die folgenden Tipps zur passenden Ausrüstung oder erforderlichen Kameraeinstellungen beachten, werden Sie beim Fotografieren garantiert erfolgreich sein.

Fotoausrüstung

Bei einem Strandausflug dürfen neben der Kamera, passende Filter, Objektive, Ersatzakkus und Speicherkarten in einer ordentlichen Kameratasche nicht fehlen. Zusätzlich dazu können Sie einen Blitz- oder Faltreflektor zum Aufhellen der Fotos einstecken. Bei den Objektiven sollte zwischen Weitwinkel, Teleobjektiv und Zoomobjektiv gewählt werden. Ihre Kamera sollte für Strandaufnahmen am besten auch gegen Spritzwasser und Sand geschützt sein, da es am Meer oft etwas windig sein kann.

Tipps für perfekte Strandbilder

Vor allem im Sommer sollte die Mittagssonne von 11 bis 15 Uhr vermieden werden, da das Licht zu dieser Zeit ungünstig ist. Durch das senkrecht auftreffende harte Licht der Sonne zur Mittagszeit entstehen bei der Portraitfotografie unschöne Schatten in den Gesichtern. Möchten Sie dennoch in diesem Zeitfenster am Strand fotografieren, können Sie den Schatten mittels Faltreflektor und dem Einsatz von Blitz entgegenwirken. Seitlichem Lichteinfall können Sie mit einer Sonnenblende vorbeugen. Ausserdem ist der Strand um diese Uhrzeiten vielerorts mit Menschen überfüllt, sodass neben Handtüchern, Sonnenliegen und Touristen viele Fussspuren den Strand zusätzlich optisch zerstören.

Nutzen Sie für unberührte Aufnahmen bei schmeichelnden Lichtverhältnissen und interessante Schatten idealerweise die goldene Stunde. Die Zeit direkt nach Sonnenaufgang und direkt vor Sonnenuntergang bringt weiches und warmes Licht, da die Blauanteile grösstenteils von der Atmosphäre herausgefiltert werden. Aber auch in der Blauen Stunde vor dem Sonnenaufgang und nach dem Sonnenuntergang können herrliche Aufnahmen gemacht werden. Wenn sich die Sonne hinter dem Horizont versteckt, entsteht ein stark leuchtendes Blau. Melancholie liegt in der Luft. Packen Sie für solche Momente ein Stativ ein und probieren Sie die Langzeitbelichtung aus. Da die richtige Belichtung in den meisten Fällen schwer zu ermitteln ist, sollten Sie mit Belichtungsreihen arbeiten. Spielen Sie beim Sonnenuntergang auch mit Silhouetten.

Fotografieren Sie nicht nur stupide Strand und Meer, sondern auch Menschen. Es wäre äusserst schade, wenn Sie mit zahlreichen Ferienbildern heimkehren, aber keines beweist, dass Sie jemals an diesem Strand persönlich vor Ort waren und das mitgebrachte Foto selbstgeschossen ist. Nutzen Sie dafür beispielsweise den Fern- oder Selbstauslöser.

Anstatt der Belichtungsautomatik sollte die manuelle Belichtung genutzt werden. Für manche Aufnahmen bietet sich auch eine bewusste leichte Überbelichtung an.
Anwendung der Drittelregel am Strand

Wenden Sie die Drittelregel an. Der Hintergrund sollte im oberen oder unteren Drittel des Fotos platziert werden. Der Horizont ist beim Fotografieren gerade zu halten. Zur Hilfe können Sie die Gitternetzlinien auf dem Display oder im Sucher nutzen. Nur wenn es die Bildaussage unterstützt, darf der Horizont mehr als 30 Grad von der Waagerechten abweichen. Ausserdem sollten Sie mit Schärfe und Unschärfe spielen, um interessante Motive zu gestalten. Hintergrund und Hauptmotiv sollten dabei nicht gleichzeitig scharf sein. Entschärfen Sie deshalb beispielsweise den Hintergrund.

Während des Strandbesuchs sollten Sie keine Objektive wechseln. Die Gefahr, dass der Sand Objektiv und Kamera beschädigt, ist gross. Stattdessen sollte ein Zoom-Objektiv verwendet werden. Achten Sie während des Fotografierens stets auf sauberes Equipment. Saubere Linse und Sensor sind Grundvoraussetzung für schöne Aufnahmen. Wasserspritzer sollten möglichst vermieden werden. Tagsüber bietet sich ein Polarisationsfilter an. Zum einen schafft dieser klarere Bilder und zum andern dient er als zusätzlicher Objektivschutz. Ein ND-Verlaufsfilter kann zum Abdunkeln und für mehr Kontrast genutzt werden.

Nach dem Fotografieren sollten Sie das Objektiv mit einer Gegenlichtblende oder einem Objektivdeckel schützen und die Kamera sicher in einem Kamerarucksack verstauen. Reinigen Sie nach jedem Strandbesuch Ihre Kamera mit einem weichen und fusselfreien Tuch sorgfältig.

Kameraeinstellungen für grelles Licht und Reflexionen

  • Automatik: Strand- oder Schneemodus
  • Manuelle Ausgangseinstellung: AV-Modus, automatischer ISO, Blende 8
  • Zubehör: Polarisationsfilter, Sonnenblende

Kameraeinstellungen bei Gegenlicht

  • Automatik kaum möglich, besser Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: Blende 4 bis 8, Verschlusszeit 1/400 s, max. ISO 100,
  • Zubehör: Stativ, Gegenlichtblende

Kameraeinstellungen bei Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

Platzieren Sie die Kamera möglichst niedrig. Ausserdem bietet sich ein vorgeschalteter Verlaufsfilter an. Dieser gleicht extreme horizontale Lichtunterschiede aus.

  • Automatik: Szenenautomatik Sonne oder ähnlich, Belichtungsreihe
  • Manuelle Ausgangseinstellung: ISO 100, 1/200 s, RAW-Format, Blende 8-11
  • Zubehör: Stativ, Fernauslöser, Verlaufsfilter

Sonnenuntergang am Strand in Thailand

Fotoideen

Wenn Sie nicht einfach nur Strand mit Wasser fotografieren möchten, probieren Sie es doch einmal mit etwas Action. Anstatt eine stehende oder sitzende Person im Vordergrund des Meeres, können Sie die Person beim ins Meer laufen oder springen fotografieren. Nutzen Sie dafür ein Weitwinkelobjektiv und eine sehr kurze Belichtungszeit. Wechseln Sie öfter die Perspektive, in dem Sie aus unterschiedlichen Positionen fotografieren. In diesem Fall bietet es sich an, aus der Liegeposition etwas schräg nach oben zu fotografieren. Aber auch Fotos mal von Höhe des Bauches oder knieend aufgenommen, erzeugen Spannung.

Einzigartige Strandbilder erhalten Sie auch, wenn Sie mehrere Ebenen schaffen. Fotografieren Sie beispielsweise Kinder beim Spielen im Sand. Die Sandburg im Vordergrund, das Kind im Mittelgrund und im Hintergrund scharf das Meer. Für eine solche Aufnahme ist eine kniende Fotoposition optimal.

Natürlich können und sollten Sie auch am Strand mit Details arbeiten. Dazu suchen Sie sich markante Sachen wie Treibgut, bunte Steine oder Möwen und arbeiten diese als Blickfang heraus. Sie können beispielsweise aus Muscheln auch Wege schaffen, die auf Bildern künstliche Linien suggerieren. Ausserdem können Fluchtlinien geschickt gesetzt werden. Dafür bietet sich zum Beispiel eine Brücke zu einer entfernten Insel an. Vergessen Sie nicht mittels bunten Bällen, Strandkörben oder Sonnenschirmen Farbakzente zu setzen.

Sie können aber auch sportliche Strandaktionen für die Ewigkeit festhalten. Egal ob Windsurfer, Menschen beim Drachen steigen lassen, Strandsegler, Motorbootfahrer, Stand Up Paddler, Powerkiter oder Wellenreiter – jede dieser Sportarten hat auf Fotos Ihren Reiz. Beachten Sie bei schnellen Bewegungen, wie etwa bei Surfern darauf, dass Sie eine Verschlusszeit von 1/500 s oder 1/1000 s wählen, um die Bewegung der Welle und des Surfers einzufrieren.

Auch der Einsatz einer Unterwasserkamera bietet sich bei der Strandfotografie an. Sie werden mit einzigartigen Unterwasseraufnahmen vom Schwimmen, Tauchen oder den versunkenen Meereswelten belohnt.

Fazit

Seien sie kreativ und nutzen Sie die Möglichkeiten, welche die Küste so bietet. Weisse Traumstrände, türkisblaues Wasser und Sonne haben grosses Potenzial für einzigartige Aufnahmen. Bevorzugt sollte die Zeit nach dem Sonnenaufgang oder vor dem Sonnenuntergang genutzt werden. Fotos von Stränden können im Sommer wie im Winter aufgenommen werden. Wenn Sie die oben aufgeführten Tipps bei Ihrem nächsten Strandausflug im Hinterkopf behalten, werden Sie mit vielen meisterhaften Strandfotos das Meer erholt und zufrieden wieder verlassen.

Alt: Nachtaufnahme Prag Brücke an der Donau

Nachtfotografie – Städte im Dunkeln fotografieren

Auf einer Städtereise ist es oft das Ziel die bekanntesten historischen Gebäude, Denkmäler und Plätze als Andenken an die Reise fotografisch festzuhalten. Hierfür pilgert man am Tag von der einen Sehenswürdigkeit zur nächsten, um anschliessend die Kamera zu zücken und einen Schnappschuss zu machen. Noch eindrucksvoller als am Tag wirken viele Sehenswürdigkeiten einer Stadt aufgrund ihrer festlichen Beleuchtung in der Nacht.

Bei Nachtaufnahmen beleuchteter historischer Gebäude wird im Bild ein einzigartiges Zusammenspiel aus Licht und Schatten sichtbar. Zudem kann man in der Nacht den grossen Touristenströmen entfliegen und bekommt die Möglichkeit, sich in Ruhe dem Fotografieren zu widmen und die Schönheit der Sehenswürdigkeiten zu geniessen. In diesem Artikel zeigen wir Ihnen wichtige Tipps rund um Equipment und Kameraeinstellungen, mit denen Ihnen beeindruckende Nachtaufnahmen gelingen.

Notwendiges Equipment und Voreinstellungen

Vorab sollte nicht verschwiegen werden, dass die Qualität der Ausrüstung und die Wahl der Kamera bei Nachtaufnahmen eine wichtige Rolle spielen. So ist es mit einer Vollformat-Kamera leichter, gut belichtete Nachtaufnahmen zu machen, als mit einer Kamera mit einem APSC-Sensor. Zudem kann ein lichtstarkes Objektiv eine grössere Lichtmenge einfangen, die auf den Sensor fällt.

Wie bereits erwähnt, werden für eine Nachtaufnahme lange Belichtungszeiten benötigt. Wird aus der Hand heraus fotografiert, kann nur eine Belichtungszeit von circa 1/15 Sekunde ohne Verwacklungen gehalten werden. Um Verwacklungen trotz langer Belichtungszeiten zu vermeiden, wird unbedingt ein Stativ benötigt. Dieses sollte auf einem festen und stabilen Untergrund aufgestellt und ausgerichtet werden.

Selbst beim Betätigen des Auslösers kann es durch die Erschütterung der Kamera zu Verwacklungen kommen. Diese können durch einen Fernauslöser umgangen werden. Sollten Sie keinen Fernauslöser besitzen, kann der 2 Sekunden Selbstauslöser Abhilfe schaffen.

Sowohl der Bildstabilisator am Objektiv als auch der Autofokus sollten deaktiviert werden, um weitere Verwacklungsgefahren zu umgehen. Die Sensoren des Bildstabilisators können auf dem Stativ nicht ordnungsgemäss arbeiten und der Autofokus könnte während der langen Belichtungszeit seinen Fokuspunkt ändern, wodurch die Aufnahme unscharf werden kann.

Da der Autofokus bei Nachtaufnahmen nicht verwendet werden sollte, kann es hilfreich sein den Live-View-Modus zu aktivieren. Ohne das Objektiv zu verwenden, kann hier näher ans Motiv herangezoomt werden, um manuell einen Fokuspunkt auszuwählen. Findet sich kein geeigneter Fokuspunkt, sollte manuell auf unendlich fokussiert werden.

Neben dem Stativ und dem Fernauslöser empfiehlt sich ebenso die Verwendung eines ND-Filters. Dieser dunkelt die Linse des Objektives ab, wodurch nicht nur einige Blendenstufen gewonnen werden, sondern auch eine längere Belichtungszeit möglich ist.

Alt: Nachaufnahme Donau und Prager Burg

Welche Einstellungen werden benötigt?

Viel Licht ist oft ein Garant für gelungene Aufnahmen. In der Nacht besteht allerdings das Problem, dass die Umgebung kaum Licht abgibt. Folglich muss versucht werden, mit den verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten der Kamera, das vorhandene Licht bestmöglich zu nutzen. Um alle Einstellungen selbst bestimmen zu können, sollte der manuelle Modus verwendet werden.

Bei einer Nachtaufnahme ist es üblich, dass das Foto viele dunkle oder sogar schwarze Flächen zeigt. Um eine körnige Darstellung der dunklen Flächen, das sogenannte Bildrauschen, zu vermeiden, sollte der ISO-Wert nicht höher als 200 sein.

Da der ISO-Wert ausscheidet, bleiben noch die Einstellungen der Blende und der Belichtungszeit. Die Kombination aus einer weit geöffneten Blende und einer längeren Belichtungszeit ist hier die Lösung.

Mit einer sehr weit geöffneten Blende f/5 und einer Belichtungszeit von 4 Sekunden wird die nächtliche Stimmung eingefangen, in der bereits die Beleuchtungen der Gebäude gut zur Geltung kommen. Erscheint Ihnen die Schärfentiefe in der Aufnahme zu gering, können Sie mit einem kleineren Blendenwert, wie f/13, und einer noch längeren Belichtungszeit entgegenwirken. Bei einer längeren Belichtung zwischen 30 Sekunden bis hin zu zwei Minuten kann bereits eine Dämmerungsstimmung im Bild entstehen.

Fazit

Letztendlich ist die gelungene Kombination aus Blendeneinstellung und Belichtungszeit das Geheimnis für beeindruckende Nachtaufnahmen. Welche Kombination die exakt richtige ist, hängt jedoch immer von der individuellen Situation und dem eigenen Geschmack bezüglich des Motives ab.

Das Generieren einer Nachtaufnahme ist ohne Hilfsmittel nicht möglich. So ist die Verwendung eines Statives ein absolutes Muss. Ein Fernauslöser und ein ND Filter wiederrum machen das Fotografieren in Nacht zwar angenehmen, sind aber nicht zwingend notwendig.

Sonnenuntergang am Waikiki Beach

Die besten Travelhacks von drei Schweizer Reisebloggern

Die Reisefotografie macht es möglich, auch im Alltag kurz abzuschalten oder neue Reiseziele zu entdecken. Zum Glück gibt es heute viele Blogger, die ihre Eindrücke von der Welt mit uns teilen. Doch Reisen mit der Kamera bedarf Planung, Zeit und Arbeit. Wir haben drei unserer liebsten Schweizer Reiseblogger nach ihren Erfahrungen und ihren besten Tipps gefragt.

LittleCity – Die schönsten Momente im richtigen Licht festhalten

Hinter dem Lifestyle-, Food und Reiseblog steht das junge Paar Valeria und Adi. Bereits seit 2012 nehmen die beiden ihre Follower durch hochwertige Fotos, spannende Blogbeiträge und Adis Videos mit in ihre eigene Welt – oder Stadt, wie die zwei sagen – um den ganzen Globus.

Ob Asien, Karibik, Europa oder daheim in der Schweiz, die zwei entdecken überall kulinarische Highlights und halten ihre Reisen in Fotos und Videos aus ihren unterschiedlichen Perspektiven fest. Diesen Sommer erfüllten sie sich ein Traumprojekt: Einen Monat lang lebten die beiden in einem selbstkonstruierten, gläsernen Bergsee-Bungalow direkt auf dem Partnunsee im Prättigau. Die dabei entstandenen, malerischen Fotos spiegeln Valerias Travelhack zum Thema Reisfotografie wieder:

„Mein Tipp Nummer Eins für schöne Reisefotos heisst ganz einfach: Licht! Die schönsten Fotos macht man meist entweder früh am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, oder während der Golden Hour bzw. bei Sonnenuntergang. Dazu muss man auf Reisen zwar manchmal den Tag so planen, dass man zu den schönsten Zeiten auch am richtigen Ort ist, aber es lohnt sich! Wenn ich Menschen fotografiere, achte ich zudem darauf, dass wir während dem Tag wenn möglich im Schatten fotografieren. Es gibt nichts Schlimmeres als harte Schatten auf dem Gesicht und Körper!“

Link zum Blog: www.littlecity.ch
Adis Instagram: adislittlecity
Valerias Instagram: valeriaslittlecity

Bergsee Bungalow am Partnunsee

Quelle: littlecity.ch

Swiss Nomads – mit den richtigen Apps traumhafte Orte entdecken

Die Schweizer Nomaden, Reni und Marcel, sind seit 2007 fast ununterbrochen unterwegs durch die ganze Welt und halten alles auf ihrem Blog fest. Nachdem die beiden damals die Schweiz verlassen haben, um Asien, Europa und Afrika zu entdecken, sind Sie nun seit einem Jahr in Down Under und entdecken den Kontinent Australien.

Neben den atemberaubenden Fotos von ihren Reisezielen geben die beiden auch immer wieder Tipps und Erfahrungen aus ihrem Alltag auf Reisen. Denn egal ob man auf der einsamsten Strasse der Welt, auf einer Insel im Paradies oder mitten in Europa ist: Ohne die passende Technik geht es manchmal nicht weiter. Und manchmal helfen die kleinen Gadgets auch, besondere Schlafplätze zu finden.

„Auf unserem Roadtrip durch Australien ist für uns die App WikiCamps der absolute Travel Hack. Mit der App haben wir schon unglaublich viele kostenlose Stellplätze gefunden, unter anderem auch traumhaft schöne mit Meersicht. Dank dieser App sparen wir ganz viel Geld für Übernachtung, das wir super für die nächste Reise brauchen können.“

Link zum Blog: www.swissnomads.ch

Geländewagen an Küste

Quelle: swissnomads.ch

Geländewagen an Küste

Quelle: swissnomads.ch

Rapunzel Will Raus – Ordnung muss sein

Mit 19 wollte Sarah aus ihrem „Turm“, gefangen vom Alltag raus, bereiste sieben Monate lang Südamerika und ist seitdem pausenlos unterwegs. Sie hat wirklich schon fast überall geschlafen und gegessen, hat mit nur 30 Jahren einen der buntesten Lebensläufe und hält alles auf ihrem liebevoll gestalteten Blog fest. Egal, ob auf Wanderwegen durch die Schweizer Heimat oder in Japan, überall entstehen unzählige Fotos von besonderen Momenten und Eindrücken. Um dabei nicht den Überblick zu verlieren, ist Sarahs Travelhack für alle Weltenbummler:

«Unterwegs auf Reisen mache ich unglaublich viele Bilder. Ich liebe es zu fotografieren und natürlich benötige ich auch reichlich Fotos, um die Artikel auf meinem Reiseblog zu bebildern. Da ich viele Bilder auch auf meinen Social Media Kanälen publiziere, fotografiere ich das meiste auch immer in Hoch- und Querformat. So kommt eine Unmenge an Fotos zusammen, was schnell einmal ein Chaos an Daten ergibt.

Um genau das zu verhindern, empfehle ich dringend, jeden Abend die Bilder kurz auf eine externe Festplatte zu kopieren und in beschriftete Ordner abzulegen. So sind die Urlaubsfotos gleich sortiert und bei der Rückkehr nach Hause wartet kein Chaos und stundenlanges Sortieren. Ausserdem ist es gleichzeitig ein Schutz gegen Verlust der Bilder, falls die Kamera kaputtgehen, verloren oder gestohlen werden sollte.»

Link zum Blog: www.rapunzel-will-raus.ch

Klippenklettern in El Nido

Quelle: rapunzel-will-raus.ch

Blick auf einen Vulkan

Quelle: rapunzel-will-raus.ch

 

Hotelzimmer aus unterschiedlichen Gesichtspunkten betrachtet

Fotografie von Hotelzimmern – so gelingt es

Der erste Eindruck entscheidet – und dieser geschieht, wenn es um Hotelzimmer, Pensionen und Ferienwohnungen geht, heute in der Regel online. Interessenten bewerten Hotels bzw. ganz allgemein Ferienunterkünfte dabei häufig an der Qualität Ihrer Fotos. Wirken die Räume geräumig, hell und ansprechend, werden Interessenten wesentlich wahrscheinlicher zu Gästen werden. Deshalb ist es wichtig, als Anbieter stimmige und überzeugende Fotos präsentieren zu können.

Wir zeigen Ihnen am Beispiel von Hotelzimmern, worauf es bei der Fotografie von Räumen ankommt und wie es gelingt, diese attraktiv und schmeichelnd darzustellen.

Das richtige Licht macht den Unterschied

Damit das Hotelzimmer einen attraktiven und natürlichen Eindruck erweckt, sollte bei den Aufnahmen vor allem natürliches Licht zum Einsatz kommen. Ziehen Sie die Vorhänge auf und lassen Sie die Sonne hinein. Es bietet sich auch an, die im Zimmer vorhandene Beleuchtung einzuschalten, um das Bild so zusätzlich aufzuhellen. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten, da sich zu stark unterscheidende oder zu dominierende Lichtquellen negativ auf die Qualität des Bildes auswirken. Für den Fall, dass die Umgebung nicht genug Licht bereithält, kann der Einsatz eines Stativs oder externer Strahler durchaus sinnvoll sein. Somit können auch niedrige ISO-Werte gewählt werden.

Vergleich eines schlecht ausgeleuchteten mit einem gut ausgeleuchteten Hotelzimmer

Auf dem rechten Bild wurde gänzlich auf den Einsatz von natürlichem Licht verzichtet, weshalb das Bild sehr künstlich und dunkel wirkt. Vor allem die Wandbeleuchtung im rechten Teil des Bildes steht hier zu stark im Vordergrund und lenkt dadurch vom restlichen Bildinhalt ab. Auf dem linken Bild wurde, zusätzlich zu der Raumbeleuchtung, das verfügbare Tageslicht gut mit in das Foto eingearbeitet. Das Foto wirkt dadurch insgesamt aufgeräumter und einladender.

Bei der Fotografie von Hotelzimmern empfiehlt es sich generell, die warmen Farben des Interieurs herauszuarbeiten, um den Interessenten einen gemütlichen Eindruck vom Zimmer zu vermitteln. Ferner sollte das Bild auch nicht allzu dunkel oder schattig sein. Bei der Fotografie im Dateiformat RAW lassen sich Änderungen von Beleuchtung und Farbgebung auch noch nachträglich in wenigen Handgriffen vornehmen.

Das Hotelzimmer aus der Perspektive des Gastes fotografieren

Empfehlenswert und häufig angewandt ist eine Fotoperspektive, bei der die Position eines soeben in das Zimmer eingetretenen Gasts eingenommen wird. Der Blick fällt dabei in den Raum hinein und erfasst Möbel, Wand und Fenster. Für den Fall, dass das Hotelzimmer einen besonderen Ausblick verspricht, lässt sich dieser so auch sehr schön in das Foto einbringen.

Vergleich eines zur Wand ausgerichteten mit einem zum Fenster ausgerichteten Hotelzimmers

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher dunkel und begrenzt. Der Blick auf die Wand im Hintergrund wirkt sich eher negativ auf die Bildstimmung aus. Bei dem rechten Bild hingegen trägt die in den Raum und zum Fenster fallende Perspektive deutlich zu einer offenen und freundlichen Atmosphäre bei.

Auf diese Art und Weise wirkt das Hotelzimmer einladender, interessanter und oftmals auch grösser als auf einem Bild, bei dem lediglich das vor der Wand stehende Bett fotografiert wurde.

Damit die Bilder möglichst realistisch wirken, sollten sie aus einer Höhe von etwa einem Meter aufgenommen werden. Vermeiden Sie es, die Fotos aus einer Vogel- oder Froschperspektive heraus zu schiessen.

Gezielte Bildkomposition für hohe Qualität

Interessant ist auch die Frage danach, was überhaupt fotografiert werden sollte. Idealerweise sollten die Fotos den Interessenten einen guten Gesamteindruck vom Hotelzimmer vermitteln. Aus diesem Grund wird häufig versucht, möglichst viele Bestandteile auf einem einzigen Foto abzubilden. Unschön ist dies jedoch immer dann, wenn Motive abgeschnitten werden.

Abhilfe verschafft der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs, da hierdurch grössere Bildbereiche fotografiert werden können. Ein solches Objektiv trägt ausserdem dazu bei, dass das Hotelzimmer weitläufiger erscheint, was insbesondere kleineren Räumen zugutekommt. Alternativ zum Weitwinkelobjektiv empfiehlt es sich, den Bildausschnitt auf eine besonders stimmige Stelle des Raumes zu verlagern und gegebenenfalls mehrere Aufnahmen zu machen. Dies führt zu einer Entlastung der einzelnen Bilder und vermittelt einen sauberen Eindruck.

Vergleich eines gedrungen wirkenden Zimmers zu einem tief wirkenden Zimmer

Das linke Bild wirkt auf den ersten Blick eher unprofessionell, da einzelne Möbel scharf abgeschnitten werden. Die Platzierung des Sofas ist sehr unvorteilhaft gewählt und erweckt auf dem Bild einen gedrungenen Eindruck. Auf dem rechten Bild hingegen wurde so in den Raum hinein fotografiert, dass beim Betrachter ein dreidimensionales Gefühl der Tiefe entsteht. Die gerade Linienführung von Wand und Decke verstärkt diesen Eindruck zusätzlich.

Achten Sie auch darauf, dass die Zusammenführung von Wänden und Decken auf Ihren Bildern in einer möglichst harmonischen Linienführung mündet. Fotos mit geraden Linien tragen dazu bei, dass die abgebildete Umgebung glaubhafter und ausgewogener erscheint. Problematisch sind Aufnahmen, die im sehr niedrigen Brennweitenbereich (Ultraweitwinkel) geschossen werden, da es zu Verzerrungen bei der Linienführung kommen kann. Solche Unstimmigkeiten führen wiederrum dazu, dass das Zimmer bei näherer Betrachtung unruhig auf den Betrachter wirkt und so der gesamte Eindruck getrübt werden kann.

Vergleich eines Zimmers mit horizontal schräg verlaufenden Linien zu einem Zimmer mit horizontal gerade verlaufenden Linien

Das linke Bild wurde aus einer eher unvorteilhaften Perspektive heraus fotografiert. Die Wand- und Deckenlinien verlaufen schräg zueinander und irritieren bei längerem Betrachten.

Das perfekte Foto vom Hotelzimmer – Fazit

Die gelungene Fotografie von Hotelzimmern ist in erster Linie abhängig von den drei Faktoren Licht, Perspektive und Bildkomposition. Für einen freundlichen und einladenden Eindruck sollte das Zimmer hell genug abgebildet sein. Das Vermischen verschiedenfarbiger Lichtquellen (etwa weiss und gelb) sollte im besten Fall vermieden werden. Zu stark abweichende Lichtfarben können notfalls auch im Nachhinein noch korrigiert werden. Die eingenommene Perspektive sollte so gewählt werden, dass sie möglichst der des Gastes gleicht. Damit das gesamte Bild harmonisch wirkt, sollte eine durchdachte Bildkomposition verfolgt werden. Hierbei ist weniger manchmal mehr, da zu viele Bildbestandteile schnell irritieren und von den eigentlich wichtigen Motiven ablenken können. Mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware können Sie Ihre Aufnahmen schliesslich noch abrunden und den letzten Schliff verpassen.

Fraumünster Kirche in Zürich in den Abendstunden

Sehenswürdigkeiten ohne Menschen fotografieren

Egal ob als Laie, Hobby- oder Profifotograf, Sie kennen es alle: Durch die perfekt in Szene gesetzte Landschaft oder Touristenattraktion läuft plötzlich eine Gruppe Menschen und ruiniert das Bild. Auch wenn die Einbindung von Locals gerade in der Reisefotografie beliebt ist, passen sie nicht in jedes Motiv. Besonders auf grosse Gruppen von Touristen an bekannten Sehenswürdigkeiten würde man im Foto gern verzichten. Bei historischen Denkmählern und Bauten geben die modern gekleideten Personen einen sehr starken Kontrast und lenken vom malerischen Motiv ab.

Wir zeigen Ihnen Tricks und Tipps, wie Sie in Zukunft menschenleere Motive einfangen können – auch wenn eigentlich viele Menschen unterwegs sind.

Tricks für Unterwegs – Stosszeiten meiden

Zunächst einmal gibt es die allgemeinen kleinen Tricks ohne extra Technik. Gerade bei Aufnahmen an touristischen Sehenswürdigkeiten sollten Sie die Tageszeiten beachten, um Menschenmassen zu vermeiden. Wer also früh am Morgen oder genau zur Mittagszeit vor Ort ist, kann Stosszeiten umgehen. Google bietet inzwischen kleine Statistiken über die Besuchszahlen im Tagesverlauf für verschiedene Orte an.

Möchten Sie nicht nur die Landschaft, sondern auch z.B. den Reisepartner als Erinnerung festhalten, so können Sie ihn so platzieren, dass er andere Menschen, Gruppen, Wege oder Ein- und Ausgänge im Hintergrund verdeckt.

An manchen Orten hilft allerdings keiner dieser Tricks, dann kann immer noch die Technik im Nachgang einiges richten.

Technische Lösungen – Filter und Fotobearbeitung

Gerade grosse Attraktionen sind zu jeder Tages- und Nachtzeit überfüllt und es wird sehr schwer, mit den gängigen Tricks das gewünschte Foto zu erzielen. Auch in Städten oder bei Architekturmotiven wird es unmöglich sein, menschenleere Momente abzupassen. Hierfür gibt es technische Lösungen die aus finanzieller sowie handwerklicher Sicht für den Laien wie auch für den Profi geeignet sind.

Graufilter und lange Belichtungszeit

Bewegen sich die störenden Objekte in ihrem Motiv, so können Sie diese mit Hilfe eines Graufilters und einer Langzeitbelichtung entfernen. Ein Graufilter, auch ND-Filter genannt, ist ein stark getöntes Glas, das vor das Kameraobjektiv angebracht wird. Die Anbringung variiert je nach Modell von Schraubaufsätzen über Steckvorrichtungen bis hin zu magnetischen Systemen. Er ist in verschiedenen Tönungsstärken erhältlich. Die Hersteller geben die Stärke des Filters in Blenden gerechnet oder in einem Belichtungszeitfaktor an. Es ist dabei von grossem Vorteil, zwei unterschiedliche Filter in seiner Ausstattung zu haben, da man somit eine grössere Bandbreite abdeckt und auch meist beide kombinieren kann.

 

Die Londoner Tower Bridge – durch die lange Belichtung verschwimmen die sich bewegenden Menschen 

Haben Sie Ihr Motiv gefunden, bauen Sie zunächst Ihre Kamera auf ein Stativ auf. Nun messen Sie ohne Graufilter die benötigte Belichtung für die Szene und entnehmen dann die für die Graufilter-Aufnahme einzustellende Belichtungszeit der spezifischen Korrekturtabelle. Bringen Sie den Graufilter an und stellen Sie den Fokus und die Belichtungszeit manuell ein. Durch die lange Belichtungszeit verschwimmen alle sich bewegenden Objekte im Bild, bis sie nicht mehr zu erkennen sind.

Serienfotos und Stapelmodus mit Photoshop & Co.

Es gibt eine weitere technische Lösung, die mit jeder Kamera, die sich manuell einstellen lässt, zum gewünschten Ergebnis führt. Hierfür benötigen Sie lediglich ein Stativ und eine Fotosoftware wie beispielsweise Adobe Photoshop.

Nehmen Sie vom gewählten Motiv eine deckungsgleiche Serie von mindestens drei Bildern auf. Dazwischen sollte ein wenig Zeit vergehen, damit die Menschen im Motiv sich bewegen und jeder Teil des gewünschten Motivs einmal ohne Personen abfotografiert wurde. Bei sehr belebten Plätzen sollten Sie vorsichtshalber weit mehr als drei Bilder machen. Stellen Sie Fokus, Weissabgleich, Blende und Verschlusszeit manuell ein, um jede Aufnahme mit den gleichen Einstellungen vorzunehmen. Das Ergebnis ist eine Bildserie auf denen die Menschen an verschiedenen Stellen im Motiv sind.

Die Nachbearbeitung erfolgt im Photoshop in nur 3 Schritten:

  1. Öffnen Sie die Fotos als mehrere Ebenen einer Datei.
  2. Markieren Sie alle Ebenen und gehen unter Menü à Ebene à Startobjekte à in Smartobjekt konvertieren (Sie erkennen die Konvertierung an dem kleinen Symbol in der Miniaturansicht)
  3. Wählen Sie im Menüpunkt Ebene à Smartobjekte à Stapelmodus à Median

Photoshop ermittelt aus allen Ebenen jene Pixel, die am häufigsten auftreten und fügt sie zu einem Bild zusammen. Somit verschwinden die sich bewegenden Menschen aus dem Bild, da sie nur in einer Ebene die Pixel des gewünschten Motivs blockiert haben. Um das Bild anschliessend weiter zu bearbeiten, empfehlen wir Ihnen, das erzielte Smartobjekt zu kopieren und unter dem Menüpunkt Ebene à Smartobjekt à Rastern zu rastern.

Das Naturdenkmal Stonehenge in England ohne die üblichen Touristenmassen

Neben Photoshop gibt es einige andere, zum Teil kostenfreie Alternativen, die die entsprechende Bearbeitung ermöglichen. Für Mac Anwender ist Affinity zur kostengünstigen Photoshop-Alternative geworden. Als kostenfreie Variante ist Gimp ausserdem zu empfehlen. Für alle Varianten gibt es Step-by-Step Anleitungen auf den entsprechenden Webseiten der Softwares.

Alternative Vorgehensweise

Sollten Sie den Stapelmodus nicht nutzen können, fügen Sie mindestens zwei Fotos der Reihe jeweils als Ebenen in Ihrem Fotobearbeitungsprogramm ein. Legen Sie das Foto mit dem unerwünschten Objekt über das andere und nutzen Sie den Radierer, um das Objekt zu entfernen und die Ebene mit dem erwünschten Bildbereich freizulegen. Beim Exportieren werden die Ebenen einfach als ein Bild wieder zusammengeführt. Dieses Vorgehen eignet sich allerdings nur dann, wenn nur relativ wenige Personen retuschiert werden müssen.

Malpegados – Fox | 48°49'57.8"N 2°21'39.6"E

Street Art Tour durch Paris

Neben Berlin und London gehört auch Paris zu den bedeutendsten Street-Art-Städten Europas. Das überrascht nicht sonderlich, denn Paris ist seit jeher die Künstlerstadt schlechthin. Abseits traditioneller Sehenswürdigkeiten und Museen wartet die Stadt mit einer florierenden Street Art Szene auf.

Entdecken Sie verträumte Wandmalereien und kreative Graffiti an grossflächigen Hauswänden sowie in Hinterhöfen und kleine Gassen. Wir zeigen Ihnen die aussergewöhnlichsten urbanen Street Art Werke von Paris.

Street Art Touren Anbieter Paris

In Paris gibt es viel zu entdecken. Es gibt einige geführte Street Art Touren durch Paris. Wir stellen Ihnen zwei ausgewählte Touren vor:

Streetartparis.fr

Auf der Webseite streetartparis.fr werden gleich zwei interessante Street Art Touren angeboten:

Left Bank Street Art Tour

Die Street Art Tour führt durch das 13. Arrondissement. Dieses liegt südlich der Seine am linken Ufer (Left Bank). Die Veranstalter versprechen grossflächige Murals (urbane Wandmalereien) und kleine Kunstwerke von französischen und internationalen Street Art Artists.

Wann: jeden Sonntag um 13:00 Uhr

Dauer: ca. 2,5 h zu Fuss

Kosten: 20 € / Online 15 € (rund 22,84 CHF / 17,13 CHF)

Treffpunkt: nach Absprache

Belleville Street Art Tour

Belleville ist ein Stadtteil im Osten und Nordosten von Paris. Das typische Einwanderungsviertel lebt von der multikulturellen Atmosphäre, welche massgeblich das Wirken der dortigen Künstlerszene beeinflusst. Die Tour führt vorbei an der Metro Station Oberkampf sowie durch den Stadtteil Belleville und Teile des 20. Arrondissement de Ménilmontant.

Wann: jeden Samstag & Sonntag um 11:00 Uhr

Dauer: ca. 2,5 h zu Fuss

Kosten: 20 € / Online 15 € (rund 22,84 CHF / 17,13 CHF)

Treffpunkt: Beginnt an der Albert Camus Statue, 10 Rue Albert Camus, Colonel Fabien Platz, 75010 Paris in der Nähe von Colonel Fabien Métro Paris (Linie 2). Endet in der Nähe der Metrostation Ménilmontant (Linien 2 und 11).

Street Art Tour Paris - Sechs Ausgewählte Street Art Kunstwerke auf einer Route

Street Art Tour Paris – Sechs Ausgewählte Street Art Kunstwerke auf einer Route

Pariser Street Art Kunstwerke auf eigene Faust erkunden

Die urbane Street Art von Paris lässt sich auch sehr gut alleine entdecken, denn es gibt reichlich davon. Alle hier vorgestellten Murals, sind einfach zu Fuss zu erreichen und liegen im 13. Arrondissement.

 Inti - La Madre Secular 2 & Conor Harrington - Etreinte Et Lutte | 48°50'03.8"N 2°22'01.5"E

Inti – La Madre Secular 2 & Conor Harrington – Etreinte Et Lutte | 48°50’03.8″N 2°22’01.5″E

Inti – La Madre Secular 2 & Conor Harrington – Etreinte Et Lutte

Unsere Tour beginnt mit gleich zwei beeindruckenden Wandmalereien in der Strasse 91 Boulevard Vincent-Auriol – 75013 Paris. Das im oberen Bild linke Kunstwerk « La Madre Secular 2 » ist eine Laienrepräsentation der Madonna. In den Händen hält sie den Newtonschen‘ Apfel. Insgesamt verkörpert die Darstellung die Ära des Wissens und der Skepsis.

Die rechte Wandmalerei zeigt « Etreinte Et Lutte » von Conor Harrington. Der irische Künstler lebt in London. Er kombiniert gerne urbane und zeitgenössische Malerei. Seine Werke erinnern durch ihre Kostüme und ausdrucksstarke Körperhaltung an Barockmalerei.

Obey - Rise Above Rebel | 48°49'59.2"N 2°21'49.1"E

Obey – Rise Above Rebel | 48°49’59.2″N 2°21’49.1″E

Shepard Fairey aka Obey – Rise Above Rebel

Der zweite Halt findet an der Strasse 129P Boulevard Vincent-Auriol – 75013 Paris statt. Hier begegnen wir dem Mural « Rise Above Rebel » von Shepard Fairey aka « Obey ». Das zweiteilige Werk wurde gemalt und nicht geklebt. Es erstreckt sich bis in eine Höhe von vierzig Meter. Die Wandmalerei ist Teil des Projekts « Street Art 13 » und dient der allgemeinen Verschönerung des Arrondissements, welches sonst sehr homogen wirkt.
Der weltbekannte Künstler Obey ist berühmt für das Obama Poster « HOPE », welches im Rahmen der Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten im Jahr 2008 entstand.

C215 – Le Chat

Unser nächster Stopp führt uns zum Mural « Le Chat » an der 190 Rue Nationale – 75013 Paris. Die Arbeit des Künstlers « C215 » erstreckt sich über alle sechs Stockwerke des Gebäudes. Das durch Schablonentechnik entstandene Kunstwerk ist das bisher grösste Projekt des Künstlers C215.

Hinter dem Pseudonym versteckt sich der französische Künstler Christian Guémy. Seit mehr als zwanzig Jahren ist er aktiv. Andere Werke können in den Städten Neu-Delhi, London, Istanbul, Fes, Rom und in den Ländern Brasilien, Polen, Israel und Marokko bestaunt werden.

Malpegados – Fox

Das vierte Street Art Kunstwerk versteckt sich fast ein bisschen. Es ist am 136 Boulevard Vincent-Auriol – 75013 Paris zu finden. Oft versperren Autos und Bäume die einwandfreie Sicht auf das Mural « Fox ». Der schmale Fussgängerweg erschwert das Fotografieren zusätzlich.

Die urbane Wandmalerei stammt vom chilenischen Künstler Pipö Malpegados. Seine Kunst ist hauptsächlich in Brasilien, Argentinien, Chile, Kolumbien zu betrachten. Ende 2015 zog er nach Paris. Seitdem verschönern seine abstrahierten « Humanimals » (vermenschlichte Tierwesen) auch Wände in Frankreich und Italien.

Btoy - Hommage à Evelyn Nesbit | 48°50'01.3"N 2°21'41.3"E

Btoy – Hommage à Evelyn Nesbit | 48°50’01.3″N 2°21’41.3″E

Btoy – Hommage à Evelyn Nesbit

Die vorletzte Station unserer kleine Street Art Tour durch das 13. Arrondissement in Paris führt uns zum Werk « Hommage à Evelyn » von Btoy aka Andrea Michaelsson. Es befindet sich an der 8 Rue Esquirol – 75013 Paris.

Der spanische Künstler « Btoy » erschuf das Wandportrait zur Ehre der US-Amerikanischen Schauspielerin, Tänzerin und des Modells Evelyn Nesbit. Sie ist die Verkörperung des weiblichen amerikanischen Ideals des frühen 20. Jahrhunderts. Die Motive des Künstlers laden oft dazu ein, den gesellschaftlichen Stand der Frau kritisch zu reflektieren.

STRØK - Hip Hop sur les murs | 48°50'09.8"N 2°20'42.3"E

STRØK – Hip Hop sur les murs | 48°50’09.8″N 2°20’42.3″E

STRØK – Hip Hop sur les murs

Der letzte Halt liegt ca. zwanzig Minuten zu Fuss vom vorherigen Mural entfernt. Die Schablonenkunst (Stencil) « Hip Hop sur les murs » an der Ecke 20 Rue de la Glacière – 75013 Paris zeigt vier Hip-Hop-Tänzer, die im 45°-Winkel zum Betrachter geneigt sind.

Hinter dem Pseudonym « STRØK » verbirgt sich der norwegische Stencil-Artist Anders Gjennestad. Seine Werke sind auf den Strassen überall in Europa zu finden. Sie zeichnen sich durch die Verwendung von Schwarz-, Weiss- und Grautönen aus sowie dem hohen Detailreichtum.

Neben den urbanen Street Art Stencils erschafft er kleinere Kunstwerke, die in Galerien ausgestellt werden.

Hier endet unsere Street Art Tour durch Paris. Neben den Bilder finden Sie die Koordinaten und hinterlegtem Link, der zu Google Maps führt. Alle Standorte der Murals auf einer Karte können unter dem folgenden Link abgerufen werden:

http://gpso.de/maps/?z=16;p=48.83439,2.36708;p=48.83311,2.36364;p=48.83269,2.36244;p=48.83272,2.361;p=48.83369,2.36147;p=48.83606,2.34508;

Download der Route als .gpx-Datei im ZIP-Archiv.

Natürlich gibt es in der Künstlerstadt Paris noch unzählige andere Murals, Graffitis etc. zu bestaunen. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Entdecken!

Reisfelder auf Bali – durch die Person im Vordergrund wirkt das Bild interessanter

Menschen und Sehenswürdigkeiten fotografieren

Zu jeder Reise gehört auch der ein oder andere Besuch von imposanten Sehenswürdigkeiten, die eine Stadt oder eine bestimmte Region ausmachen. Historische Bauwerke, skurrile Architektur und religiöse Stätten locken allerorts zahlreiche Besucher, die ihren Besuch auf einem Foto von sich und der Attraktion festhalten möchten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Sehenswürdigkeiten auf dem Foto eindrucksvoll festhalten und tolle Fotos mit Erinnerungswert schiessen.

Bildausschnitt und Komposition

Um ein harmonisches Motiv oder eine bestimmte Bildwirkung zu erhalten, empfiehlt sich grundsätzlich die Anwendung der «Drittel-Regel». Diese vereinfachte Form des goldenen Schnitts sorgt für ein stimmiges Motiv, in welchem das fotografierte Objekt ideal zur Geltung kommt. Zur Orientierung wird der Bildausschnitt in neun gleichgrosse Teile gegliedert. Bei vielen Kameras oder auch Smartphones können Sie sich diese Hilfslinien auf dem Display bzw. im Sucher anzeigen lassen. Für ein gelungenes Erinnerungsfoto einer Person vor einer Sehenswürdigkeit sollten Sie nun einen Bildausschnitt wählen, in dem die Person entlang der Hilfslinien oder direkt an einem Schnittpunkt positioniert ist. Bei Aufnahmen aus der Ferne gehen Sie genauso vor und richten sowohl das Objekt als auch die Person auf die Hilfslinien oder die Schnittpunkte aus. Die Drittel-Regel können Sie auch auf Selfies anwenden, um im Bild ein harmonisches Verhältnis von Ihnen im Vordergrund und der Sehenswürdigkeit im Hintergrund zu erhalten.

«Drittel-Regel»: Person und Sehenswürdigkeit orientieren sich an der linken senkrechten Hilfslinie für eine harmonische Bildkomposition

«Drittel-Regel»: Person und Sehenswürdigkeit orientieren sich an der linken senkrechten Hilfslinie für eine harmonische Bildkomposition

Achten Sie auch auf symmetrische Linien und Formen in Ihrem Motiv. Diese können Sie zur Bildgestaltung nutzen und eine interessante Bildwirkung entstehen lassen. Historische Bauwerke und Kirchen weisen oft symmetrische Gestaltungselemente wie Säulen oder Ornamente auf. Richten Sie diese und gegebenenfalls die Person, die mit auf das Bild soll, mittig aus. Stellen Sie sich dafür die horizontale oder vertikale Spiegelachse in Ihrem Motiv vor, die das Bild genau mittig teilt.

Durch die symmetrische Ausrichtung von Sehenswürdigkeit und Person wirkt das Motiv harmonisch und interessant

Durch die symmetrische Ausrichtung von Sehenswürdigkeit und Person wirkt das Motiv harmonisch und interessant

Perspektive wechseln

Die Position der Kamera spielt ebenfalls eine wichtige Rolle beim Fotografieren von Sehenswürdigkeiten. Experimentieren Sie mit verschiedenen Perspektiven, um eine Touristenattraktion aussergewöhnlich in Szene zu setzen. So wirken Motive aus der Froschperspektive oder von einer erhöhten Position aus, interessanter. Um die enorme Grösse eines Bauwerks auf dem Foto wirken zu lassen, wählen Sie den nötigen Abstand, um das gesamte Objekt auf das Bild zu bekommen. Steht nun Ihre Reisebegleitung nah an der Sehenswürdigkeit, wirkt das Objekt durch den direkten Grössenvergleich noch imposanter. Dies eignet sich am besten bei möglichst freistehenden Sehenswürdigkeiten und zu einer Tageszeit, zu der noch kein allzu grosser Andrang an Besuchern herrscht. Meist eignen sich die Morgenstunden am besten, um Sehenswürdigkeiten entspannt und ohne zahlreiche andere Touristen im Bild zu fotografieren.

Optische Täuschungen sind bei vielen Reisenden besonders beliebt, um eine Attraktion oder ein typisches Wahrzeichen verspielt in Szene zu setzen. Dabei befindet sich das Objekt meist im Hintergrund, während eine Person im Vordergrund den Eindruck vermittelt, dieses etwa mit aller Kraft wegzuschieben oder sich daran anzulehnen. Richten Sie dafür den Bildausschnitt so aus, dass es tatsächlich aussieht, als würde die Person das Objekt berühren. Somit verschmilzt der Hintergrund mit dem Vordergrund und es entsteht ein witziges Foto als Erinnerung an Ihren Besuch.

 

Fokus variieren

Eine weitere kreative Möglichkeit für tolle Erinnerungsfotos ist das Bild im Bild. Hierbei wird statt dem Original ein Abbild der Sehenswürdigkeit fokussiert, während das echte Objekt leicht verschwommen im Hintergrund zu sehen ist. Das Abbild kann etwa ein altes Foto oder auch das Display der Kamera oder des Smartphones im Aufnahmemodus sein. Halten Sie das Abbild vor Ihre Kamera in den Bildausschnitt oder lassen Sie sich mit dem Abbild in der Hand vor dem Original fotografieren.

Polaroid-Aufnahme von Notre Dame in Paris im Fokus vor der «echten» Sehenswürdigkeit

Polaroid-Aufnahme von Notre Dame in Paris im Fokus vor der «echten» Sehenswürdigkeit

Auch über Spiegelungen lassen sich spannende indirekte Fotos von bekannten Wahrzeichen und Bauwerken machen. Fokussieren Sie zum Beispiel die Spiegelung der Sehenswürdigkeit in der Sonnenbrille oder dem Seitenspiegel eines Autos, um ein interessantes Motiv zu gestalten. So können Sie auch schlechtes Wetter kreativ nutzen, indem Sie Spiegelungen aus Pfützen oder nassen Pflasterstrassen verwenden, um eine Sehenswürdigkeit stimmungsvoll einzufangen.

 

Ihrer Fantasie sind beim Fotografieren von Sehenswürdigkeiten keine Grenzen gesetzt. Seien Sie kreativ und halten Sie die Touristenattraktion aus einer aussergewöhnlichen Perspektive fest oder spielen Sie mit dem Fokus und verschiedenen Bildausschnitten, um tolle Erinnerungsfotos von Ihrer Sightseeingtour zu erhalten.

Fotocollage aus drei Bildern der Reisefotografen Dominik Orth, Andy Gawlowsky und Anita Brechbühl

Die besten Schweizer Reisefotografen

Die Reisefotografie ist vielfältig wie kaum ein anderer Bereich in der Fotografie. In fremden Ländern treffen wir auf andere Vegetationen, exotische Tiere, aussergewöhnliche Landschaften, beeindruckende Architektur und Menschen aus fremden Kulturen. Dadurch vereint die Reisefotografie viele verschiedene Facetten der Fotografie.

Wir haben uns auf die Suche gemacht und mit drei Schweizer Fotografen gesprochen, die eine besondere Leidenschaft für die Reisefotografie hegen und diese erfolgreich ausleben.

Dominik Orth

Der 1978 geborene Schweizer Fotograf Dominik Orth arbeitet international in den Bereichen Reportage, Landschaft und Portrait. Diese drei Bereiche vereint er unter anderem auch in der Reisefotografie.

Während seiner Reisen hält er das Leben von Menschen fremder Kulturen, die Seelen der Länder und die Geheimnisse der Natur mit seiner Kamera fest. Der ästhetische und künstlerische Anspruch steht dabei stets im Vordergrund. Folglich soll jede einzelne seiner Fotografien stark und aussagekräftig genug sein, um unabhängig von seinen Serien stehen zu können.

Studiert hat Dominik Orth allerdings Psychologie und Betriebswirtschaft in Zürich. Zur Reisefotografie jedoch kam er im Jahre 1999: «Ich bin durch meine Grosseltern auf den Reisegeschmack gekommen, die mich 1999 zum ersten Mal nach Laos mitgenommen haben. Danach habe ich mir eine Digitalkamera gekauft und seither über 60 Länder bereist.»

 

gestreifte Berge – Zhangye im Nordwesten Chinas

Zhangye im Nordwesten Chinas © by Dominik Orth – www.orth.ch

Welches Ihrer Reiseziele hat Sie am meisten fasziniert?

«Am meisten fasziniert hat mich meine expeditionsartige Reise in den Ost-Tibet. Dort habe ich mehrere zum Teil sehr abgelegene Klöster besucht. Das buddhistische Lehrinstitut Larung Gar, welches auf über 4000 m über dem Meeresspiegel liegt, war einer der eindrücklichsten Orte, die ich je bereist habe.»

 

viele kleine Gebäude in den Bergen Osttibets

Buddhistisches Lehrinstitut Larung Gar in Osttibet © by Dominik Orth – www.orth.ch

World Wide Wax

Hinter dem Namen World Wide Wax steht der seit 2009 in der Schweiz wahlbeheimate Reisefotograf Andy Gawlowski. Geboren wurde er 1980 in Polen und lebte seit seinem siebten Lebensjahr mit seiner Familie in Deutschland.

Im Laufe der Jahre eignete sich Andy Gawlowski alle notwendigen Techniken und Fähigkeiten an, um seiner Kreativität im Rahmen der Fotografie Ausdruck zu verleihen.

Wie und wann sind Sie zur Reisefotografie gekommen?

«Zur Reisefotografie bin ich während meiner ersten grossen Reise nach Thailand gekommen. Das war im Jahr 2011. Ich habe zwar davor schon viele Jahre fotografiert, jedoch ohne inhaltliches Konzept. Erst mit der Reise hatte ich eine erste vollständige und abgeschlossene Fotoserie. Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass Reisefotografie, in Verbindung mit Street Photography, das Genre ist, in dem ich mich spezialisieren möchte. Seitdem bereise ich so oft es geht die Welt, die Kamera immer im Anschlag.»

voll besetztes Auto in der kubanischen Hauptstadt Havanna

Havanna in Kuba © by Andy Gawlowski – www.worldwidewax.ch

 

Welches Reiseziel hat Sie am meisten fasziniert?

«Diese Frage kann ich nicht eindeutig beantworten. Jedes der Länder, das ich bisher gesehen habe, war auf seine Weise faszinierend, speziell und bereichernd. Am Ende hängt vieles von jedem persönlich ab, ob eine Reise positiv, oder negativ im Gedächtnis bleibt. Ich versuche immer möglichst viel aus meinen Reisen herauszuholen, viel zu sehen, mit den Einheimischen zu sprechen, ihre Küche und Traditionen kennenzulernen. Müsste ich mich aber für ein Land entscheiden, dann wäre das wahrscheinlich Mexiko – Yucatan. Die Mischung aus geschichtsträchtiger Kultur, unbeschreiblichen Landschaften sowie den Traditionen der Mexikaner hat den bisher mit grössten Eindruck hinterlassen. Aber dann wären ja auch noch Marokko, Kuba, China, Vietnam … schwierig zu beantworten.»

 

enge Gasse mit blauen Häusern in Chefchaouen in Marokko

Chefchaouen in Marokko © by Andy Gawlowski – www.worldwidewax.ch

Travelita

Anders als bei den Bereits vorgestellten Reisefotografen handelt es sich bei Travelita um einen Reiseblog.

Diesen Reiseblog rief die gebürtige Schweizerin Anita Brechbühl in Zusammenarbeit mit Ihrem Freund und Blogpartner Nicolas Glauser im März 2012 ins Leben. In ihren Beiträgen bringen sie uns nicht nur durch ihre atemberaubenden Aufnahmen zum Stauen, sondern lassen uns zudem in Wort und Schrift voll und ganz an ihren Erlebnissen teilhaben.

steinige schneebedeckte Küste in Lappland

Roadtripp Lappland © by Anita Brechbühl – www.travelita.ch

«Meine Begeisterung für Fotografie startete, als ich in der 5. Klasse zu Weihnachten eine analoge Kamera als Geschenk erhielt. Die begleitete mich ab diesem Zeitpunkt auf allen Ausflügen, Ferien und Reisen. Mit den entwickelten Fotos gestaltete ich jeweils nach den Ferien umfangreiche Reisetagebücher. Insofern ist die «Reisefotografie» ein Thema, das mich schon sehr lange begleitet. Als ich vor fünf Jahren zusammen mit meinem Freund Nicolas Glauser den Blog startete, nutzten wir dies als Ansporn, uns fotografisch weiterzuentwickeln. Es ist natürlich schon ein Unterschied, ob ich meine Schnappschussreisebilder im privaten Album sammle oder einen Reisebericht für alle einsehbar öffentlich publiziere.»

natürliches Wasserloch in einer Wüste in Oman

Roadtrip Oman © by Anita Brechbühl – www.travelita.ch

Auch von Anita wollten wir gerne wissen, welches Ihrer Reiseziele sie am meisten fasziniert hat:

«Schwierige Frage – eigentlich ist es immer das, welches ich gerade bereise. Ich mag bei der Reisefotografie die Vielseitigkeit und fotografiere genauso gerne Architektur wie Landschaftsbilder. In bleibender Erinnerung ist mir aber der Oman geblieben, den wir im Frühling 2016 bereisten. Ein Land, in dem es so viele landschaftliche und kulturelle Schätze zu entdecken gibt und dessen Wadis und versteckten Oasen uns zum Staunen brachten. Eine Faszination übt auch Nordeuropa aus. Wir waren schon mehrmals in Norwegen und Finnland, wo uns die langen Dämmerungszeiten mit den traumhaften Lichtstimmungen jedes Mal zum Schwärmen bringen.»

Die Geschichten zu den Bildern von Anita Brechbühl finden Sie hier:

 

 

Familie in traditioneller Kleidung auf einer Beerdigung, Toraja- Kultur. Insel Sulawesi, Indonesien.

Faces of… Authentische Einblicke im Ferienland festhalten

Der Eifelturm von Paris, die Pyramiden von Gizeh, das London Eye – diese Wahrzeichen prägen eine Stadt. Es sind die Motive, die wir bereits vor unseren Ferien dutzendfach gesehen haben und die wir vor Ort nun selbst mit der Kamera einfangen wollen. Doch so berühmt diese Sehenswürdigkeiten auch sind, so wenig sagen sie über das eigentliche Reiseziel aus. Ein authentisches Erleben der Feriendestination hat zumeist nur wenig mit hochpolierten Touristenattraktionen zu tun. Vielmehr sind es die Menschen, die ein Land besonders machen. Ihre Bräuche und Kulturen, ihre Bauwerke und Spezialitäten – all das spiegelt sich vor allem im alltäglichen Leben der Einheimischen wider.

Neben den Fotos der Wahrzeichen sind es vor allem die Gesichter der Strassenhändler oder spielender Kinder, die die Erinnerungen an die Ferien wiederaufleben lassen. Dennoch ist es gar nicht so einfach, richtig schöne und vor allem authentische Fotos von Menschen zu schiessen.

Wir geben einige Tipps, wie sie magische Momente in den Ferien mit der Kamera einfangen können.

Unbemerkt bleiben

Die wichtigste Regel für authentische Fotos ist, dass der Fotografierte nicht merken darf, dass er fotografiert wurde. Denn vor der Kamera fangen Menschen automatisch zu posieren an. Sie wollen, dass ihr Foto besonders schön aussieht, sie lächeln dezent und bringen sich in Position.

Der Reiz liegt hingegen darin, die Menschen in ihrem alltäglichen Tun festzuhalten und so die Welt abseits des Tourismus zu erleben. Gerade in ärmeren Ländern hat diese Realität wenig bis nichts mit dem Scheinbild zu tun, das den Besuchern vorgespielt wird.

Alte Frau beim Schälen von Zwiebeln. Luang Prabang, Laos.

Alte Frau beim Schälen von Zwiebeln. Luang Prabang, Laos.
© Annika Weiland

Das richtige Objektiv

Da es sehr wichtig ist, beim Fotografieren unbemerkt zu bleiben, ist ein Teleobjektiv sehr nützlich. Bereits ab einer Brennweite von 70 Millimetern spricht man von einem Teleobjektiv. Je grösser die Brennweite des Objektives, desto stärker ist die mögliche Vergrösserung des zu fotografierenden Objektes.

Zu beachten ist, dass bei starker Vergrösserung auch die Gefahr verwackelter Bilder steigt. Da der Aufbau von Stativen nicht nur dem Grundsatz der Unauffälligkeit widerspricht, sondern es zudem erschwert, flexibel auf das Geschehen einzugehen, ist dieses Zubehör für das Fotografieren spontaner Momente eher ungeeignet. Vielmehr empfiehlt es sich, einen sicheren Stand einzunehmen und sicherheitshalber mehrere Fotos zu schiessen.

Teleobjektive werden mit grösserer Brennweite auch zunehmend unhandlicher und schwerer, was auf Reisen sehr unpraktisch ist. Ein guter Kompromiss für Hobbyfotografen unterwegs sind daher Kombiobjektive mit einer Brennweitenspanne von 55 bis 200 Millimetern. Diese sind vergleichsweise handlich und ermöglichen das Fotografieren sowohl naher als auch ferner Objekte. Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich das ständige Wechseln von Objektiven spart und man somit schneller auf das Geschehen reagieren kann.

Der richtige Standort

Belebte Plätze sind grundsätzlich eine gute Wahl, wenn man gern unauffällig Fotos von Einheimischen schiessen möchte. Dazu eignen sich etwa Marktplätze oder stark frequentierte Sehenswürdigkeiten. Empfehlenswert ist es, sich beispielsweise in einem Café niederzulassen und dem Treiben in Ruhe zuzusehen. So kann man viele Eindrücke sammeln und, wenn sich die Gelegenheit ergibt, auch recht unbemerkt einige Fotos schiessen. Da man sitzt, ist auch die Gefahr des Verwackelns vergleichsweise gering.

Frühmorgendlicher Bettelgang der Mönche durch ein Dorf in Nord-Laos

Frühmorgendlicher Bettelgang der Mönche durch ein Dorf in Nord-Laos
© Annika Weiland

Die richtigen Einstellungen

Durch manuelle Einstellung der Kamera kann man fantastische Resultate erhalten und allerlei schöne Details gekonnt in Szene setzen. Jedoch bedarf es einiger Erfahrung und vor allem Zeit, um die Kamera auf die aktuellen Lichtverhältnisse und Objekte einzustellen. Gerade beim Fotografieren von Menschen mangelt es an jener Zeit, denn es gilt, kleine Gesten und spontane Momente einzufangen. Für Fotografie-Anfänger kann es also eine Lösung sein, zunächst den automatischen Modus der Kamera zu nutzen und sich anfänglich vor allem auf die Motivauswahl und den Bildausschnitt zu konzentrieren.

Wer bereits geübter ist, sollte sich an einem Ort niederlassen und seine Kamera an das vorhandene Umgebungslicht anpassen. Hierzu sind Blende, ISO und Belichtungszeit einzustellen – entsprechende Tipps gibt es hier. Durch das Verbleiben an einem Ort bleibt auch das Umgebungslicht relativ gleich, sodass man mit einer gut eingestellten Kamera mit verschiedensten Motiven herumexperimentieren kann. Trotzdem sollte beachtet werden, dass nicht nur die Umgebung Einfluss auf die richtigen Kamera-Einstellungen hat, sondern auch andere Faktoren, wie beispielsweise die Zoom-Stufe, das Ergebnis beeinflussen.

Zum Glück bieten belebte Plätze in fernen Ländern fast zahllose Übungsmöglichkeiten und mit ein wenig Glück und Geduld kann jeder Hobbyfotograf magische und authentische Momente für die Ewigkeit festhalten. Auch wenn wir nie erfahren werden, wer die Menschen auf den Bildern sind, haben wir mit den spontanen Aufnahmen einen winzigen Teil ihres Lebens festgehalten und sie sind so ein Teil der eigenen Ferien-Erlebnisse geworden.

 

Kleines Mädchen in Saigon während des Tét Festivals in Saigon

Kleines Mädchen in Saigon während des Tét Festivals in Saigon
© Gundel Woite

Zu guter Letzt

Auch wenn nicht jedes Bild einwandfrei belichtet ist, sich Schatten oder kleine Unschärfen zeigen – am Ende kommt es auf den richtigen Bildausschnitt und die Geschichte hinter der Aufnahme an. Fotografieren Sie, was Ihnen auf Reisen besonders auffällt oder Sie bewegt.