Yoga-Pose Dreieck Variation auf Brücke

Yoga-Fotografie – Stimmung ist alles

Die über 3000 Jahre alte indische Meditationsform Yoga ist heute kein reiner Trendsport mehr. Immer mehr Menschen entdecken die wohltuende Wirkung der als Yoga bekannten Körperübungen. Sie dienen der Erhaltung von körperlicher sowie geistiger Vitalität und Kraft. Des Weiteren sollen sie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Die zentralen Aspekte von Yoga unterteilen sich in Meditation, Pranayama (Atemübungen) und Asanas (Körperübungen).

Herausforderungen in der Yoga-Fotografie

Yoga ist eine spezielle Form der körperlichen Betätigung, da sie sich an unser Inneres richtet. Diese Harmonie zwischen Körper und Geist in Bildern festzuhalten, ist eine besondere Herausforderung für jeden Fotografen. Dabei geht es vor allem darum, die besondere Stimmung und die damit verbundene Ruhe im Motiv einzufangen und dem Betrachter des Bildes näherzubringen.

Vorbereitung

Um ausdrucksstarke Fotos verschiedener Asanas zu schiessen, sollten Sie sich als Fotograf vorab mit dem Thema Yoga und Asanas auseinandersetzen. So können Sie dem Model gegebenenfalls Hilfestellung und Korrekturhinweise geben. Fotograf und Model sollten sich zudem vorher besprechen, welche Posen abgelichtet werden. Anschliessend können Sie gemeinsam überlegen, welche Asanas sich für die gewählten Locations am besten eignen. Das Halten der einzelnen Körperübungen kann sehr anstrengend sein. Aus diesem Grund sollten Fotograf und Model ausreichend Zeit und Geduld mitbringen, um die Asanas mit genügend Kraft und Konzentration auszuführen.

Fotografieren Sie in einer Gruppe, so ist es angebracht, sich weitestgehend im Hintergrund zu halten und unauffällig zu fotografieren, um die Yogis nicht zu stören. Stellen Sie sich allen Teilnehmern vor und erzählen Sie, welches Ziel Sie mit Ihren Fotos erreichen möchten. Respektieren Sie, dass einige Teilnehmer nicht abgelichtet werden wollen.

Posen in der Yoga-Fotografie

Alle Posen der Asanas haben Ihre ganz bestimmte wohltuende Wirkung auf Körper und Geist, doch nicht alle eignen sich für ein gutes Fotomotiv. Die Wahl der Pose sollte nicht nur Ihrem Anspruch an das Foto, sondern auch unbedingt dem Können Ihres Models entsprechen. Besonders beliebte Motive sind Asanas wie Baum, Krieger und Lotussitz. Je nach gewünschter Bildwirkung eignen sich diese Posen für ausdrucksstarke Yoga-Fotos:

Kraft: Krieger, Schulterstand, Kopfstand, Krähe, Kamel, Skorpion, Pfau

Sinnlichkeit: Herabschauender Hund, Krieger, Tänzer, Kobra, Adler, Bogen im Liegen, Heldenstellung

Ruhe: Lotussitz, Baum, Kindstellung, Drehsitz, Zehenstand, Berg, Schmetterling

Beim Yoga stehen Entspannung und wohltuende Wirkung im Vordergrund. Zudem hat jeder Yogi den Anspruch, die Asanas korrekt auszuführen. Machen Sie sich jedoch bewusst, dass Übung bekanntlich den Meister macht und die Perfektion beim Yoga nicht im Mittelpunkt steht. Bei jedem Asana gilt immer: Hören Sie auf Ihren Körper – Ihr Wohlergehen steht an erster Stelle!

Locations für Yoga-Fotografie

Die Wahl der Location beeinflusst die Stimmung Ihres Bildes sehr, setzt Ihrer Kreativität jedoch keine Grenzen. Ob Sie sich für die wilde, unberührte Natur, einen angelegten Garten, die betriebsame Stadt oder für einen Lost-Place entscheiden – jede Location eignet sich für Yoga-Fotografie. Auch beliebte Fotomotive von bekannten Sehenswürdigkeiten können mit einem Asana in ganz neuem Licht erscheinen.

Das Fotografieren in der Natur greift die Verbundenheit mit Yoga zu selbiger auf und schafft eine sinnliche und ruhige Stimmung im Bild. Natürliche Formen, aber auch Elemente wie Wasser, Erde oder Licht, harmonieren perfekt mit den Asanas Ihres Models und unterstreichen den Einklang mit der Umwelt.

Einen schönen Kontrast erreichen Sie, wenn Sie in urbaner Umgebung fotografieren. Die ruhige und besinnliche Ausstrahlung des Models steht der den künstlich von Menschenhand geschaffenen Strukturen gegenüber.

Perspektive in der Yoga-Fotografie

Auch die Wahl der Perspektive beeinflusst die Stimmung des Bildes. Wollen Sie die innere Ruhe in den Vordergrund stellen oder die Kraft des Models in den Fokus rücken? Wollen Sie die Pose und deren Wirkung präsentieren oder den Einklang mit der Umwelt verdeutlichen?

Die Entspannung beim Yoga können Sie mit Detailaufnahmen von Gesicht oder Händen gut darstellen. Der entspannte Gesichtsausdruck mit geschlossenen Augen oder die spezielle Haltung der Finger im Gyan Mudra verdeutlichen zum Beispiel die innere Ruhe und Konzentration des Yogis.

Um bestimmte Aspekte eines Asanas, wie Kraft, Ruhe oder Sinnlichkeit auszudrücken, sollten Sie das Model in das Zentrum des Bildes rücken und den goldenen Schnitt vernachlässigen. Wir empfehlen, von gleichen Motiven mehrere Bilder mit verschiedenen Bildausschnitten zu machen.  So können Sie später entscheiden, welches eine bessere Wirkung erzielt. Es bietet sich an, eine Yoga Pose aus Augenhöhe und frontal abzulichten. So können Symmetrie und Harmonie des Asanas am besten eingefangen werden.

Wollen Sie die dargestellte Yoga-Pose als Teil der Umwelt präsentieren, steht das Model nicht mehr im Fokus Ihrer Aufnahme. Ob im goldenen Schnitt oder zentral positioniert, wird das Yoga-Model eingerahmt von der natürlichen oder urbanen Umgebung. Spielen Sie mit den Elementen, wie dem Sonnenlicht oder einem Wasserfall, indem Sie diese in die Bildkomposition einfliessen lassen. Die Symmetrie des Motivs ist hier nicht ganz so wichtig.

Fotografieren Sie eine Gruppe von Yogis, können Sie einzelne Yoga Posen meist nicht darstellen. Hier liegt der Fokus auf dem Gefühl der inneren Ruhe. Variieren Sie die Tiefenschärfe, indem Sie den Blendenwert verringern, um einzelne Gruppenteilnehmer oder Details hervorzuheben.

Fazit

Yoga Fotografie unterscheidet sich in vielen Punkten von herkömmlichen Motiven. Zentrales Thema ist jedoch stets die Darstellung von Einklang und Harmonie als fundamentale Aspekte von Yoga. Halten Sie sich diesen Punkt immer vor Augen, gelingen Ihnen einzigartige Aufnahmen, die den Betrachter in eine friedliche Welt voller Harmonie und Stärke eintauchen lassen.

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