Schwangere Frau auf einer Wiese

Babybauch Shooting – Die Vorfreude in Bildern festhalten

Wächst ein Baby heran, ist dies für alle Beteiligten ein ganz besonderes Erlebnis. Die werdende Mutter spürt die Veränderungen und nach ein paar Wochen zeichnet sich eine deutliche Rundung ab. In dieser Zeit freuen sich viele Frauen auf ein Babybauch Shooting, in dem Sie diese besondere Zeit in individuellen Aufnahmen festhalten können. Wir geben Ihnen Tipps und Hinweise für ein gelungenes Schwangerschaftsshooting.

Zeitpunkt für ein Babybauch Shooting

Der richtige Zeitpunkt für ein Babybauch Shooting liegt zwischen der 29. Und 36. Schwangerschaftswoche. Die Wölbung des Bauches ist gut zu erkennen und die Frau fühlt sich meist noch fit und wohl in Ihrem Körper. Je weiter die Schwangerschaft voranschreitet, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit von Wassereinlagerungen, Dehnungsstreifen und eingeschränkter Beweglichkeit. All das sind Faktoren, die das Wohlbefinden der werdenden Mutter bei einem Shooting stören können.

Passende Location auswählen

In der Wahl der Location für das Babybauchshooting sind Ihnen keine Grenzen gesetzt. Wo sich die werdende Mama wohlfühlt, ist es perfekt. Ob in der Natur, im Studio oder zu Hause als Homeshooting – Wichtig ist, dass der Babybauch im Mittelpunkt steht. Besonders beliebt bei vielen werdenden Müttern sind Babybauchbilder in der Natur. Auch wenn das Wetter eine nicht unwesentliche Rolle spielt, können zu jeder Jahreszeit wunderschöne Fotos entstehen. Wichtig ist auch hier, dass der Babybauch gut zu erkennen ist.

Ein Babybauch Shooting in den eigenen vier Wänden, erhöht den Wohlfühlfaktor des Fotomodels und schafft Gemütlichkeit und Vertrautheit auf den Bildern. Hier kann die Mama in spe zum Beispiel im Bett, auf der Couch, mit ihrem Partner oder vor einem Fenster fotografiert werden. Die Kleidung sollte dem Umfeld angepasst sein und darf auch gern etwas gemütlicher sein. Nutzen Sie die unterschiedlichen Lichtverhältnisse aus und beziehen Sie persönliche Gegenstände, bereits angeschaffte Babysachen oder auch das Haustier mit ein.

Im Fotostudio entstehen losgelöste Aufnahmen, in denen allein die Frau und Ihr Babybauch im Mittelpunkt stehen. In diesem geschützten Raum können Sie der Kreativität freien Raum lassen. Besonders mit der Möglichkeit der individuellen Ausleuchtung kann die Bildwirkung hier gezielter beeinflusst werden. Achten Sie auf Details und Accessoires, denn kleine Makel fallen durch die perfekte Ausleuchtung hier besonders auf. Die Raumtemperatur sollte etwas erhöht werden, so dass sich das Model auch mit leichter Bekleidung wohlfühlt.

Bildausschnitt und Posen des Babybauches

Das Hauptaugenmerk des Bildes sollte immer auf dem Babybauch liegen. Die ideale Position ist schräg von vorn oder von der Seite, so kommt die Rundung besonders gut zur Geltung. Ob sitzend oder stehend, Detailaufnahme oder Portrait, wichtig ist die Position der Hände. Mindestens eine Hand der Mutter sollte dabei beschützend auf dem Bauch liegen. Eine beliebte Pose ist es, beide Hände zu einem Herz auf dem Bauch zusammenzulegen. Beziehen Sie Partner oder Geschwister mit ein, indem diese ein Ohr an den Bauch legen oder diesem einen Kuss geben. Auch der Partner kann seine Hände beschützend um den Bauch legen.

Vater umfasst Babybauch und die Mutter hält ein Ultraschallbild

Neben dem klassischen Shooting lässt sich auch der Verlauf der Schwangerschaft etwa in einer Collage mit Bildern aus den verschiedenen Schwangerschaftsmonaten festhalten.

Accessoires für das Babybauch Shooting

Vor dem Shooting sollten Uhren, auffälliger Schmuck und Nagellack entfernt werden, da sie die Aufmerksamkeit vom Bauch weglenken. Bei Nahaufnahmen können Sie persönliche Dinge wie Ultraschallbilder, Babyschuhe, Nuggis, Schleifen, Schnullerketten, Söckchen oder ähnliches in das Bild integrieren. Auch kreative Accessoires wie Schnurtelefon, farbige Luftballons oder Post-Its mit kleinen persönlichen Botschaften verleihen dem Bild eine individuelle Note. Mit bunten Fingermalfarben können kleine Geschwister mit einbezogen werden. Achten Sie darauf, dass das Bild nicht überladen wirkt und die Natürlichkeit des Babybauchs erhalten bleibt.

Schwangere Frau hält Babyschuhe vor Ihren Babybauch

Outfit für das Babybauch Shooting

Die Wahl des Outfits ist vor allem von der werdenden Mutter selbst abhängig, denn sie muss sich wohlfühlen. Wichtig ist, dass man den Babybauch gut erkennen kann. Die Farben dürfen nicht zu knallig und die Muster sollten eher dezent sein. Drei bis fünf verschiedene Outfits sollte man einplanen, um viele verschiedene Bilder zu erhalten. Besonders beliebt sind spezielle Kleider, die für Babybauch Shootings verwendet werden. Sie sind meist aus sehr leichtem, halbtransparentem Stoff und geben den Blick auf den Babybauch frei.

Tipp:  Halten Sie es natürlich! Ein durch und durch gestyltes und stark geschminktes Model wirkt eher unpassend und befremdlich bei einem Babybauch Shooting

Aufgaben für den Fotografen

Neben dem Erstellen wunderschöner und einzigartiger Babybauch Bilder hat der Fotograf auch die Pflicht, auf das Wohlergehen seiner Models zu achten. Werdende Mütter befinden sich in einem besonderen Umstand und benötigen ausreichend Pausen. Achten Sie aus diesem Grund besonders sensibel auf erste Anzeichen von Erschöpfung und Müdigkeit und geben Sie der werdenden Mama Hilfestellung beim Hinsetzen und Aufstehen.

Fazit

Eine Schwangerschaft ist für jede Frau eine ganz besondere Zeit, die sie ihr Leben lang nicht vergessen wird. Mit einem ganz persönlichen Shooting oder einer Fotodokumentation des wachsenden Babybauchs halten Sie die Erinnerungen in einzigartigen Fotos fest. Mit der Wahl der Location, der Kleidung und der Accessoires verleihen Sie Ihren Babybauchbildern Ihre ganz persönliche Note. Wir wünschen allen werdenden Müttern viel Spaß beim Shooting!

Yoga-Pose Dreieck Variation auf Brücke

Yoga-Fotografie – Stimmung ist alles

Die über 3000 Jahre alte indische Meditationsform Yoga ist heute kein reiner Trendsport mehr. Immer mehr Menschen entdecken die wohltuende Wirkung der als Yoga bekannten Körperübungen. Sie dienen der Erhaltung von körperlicher sowie geistiger Vitalität und Kraft. Des Weiteren sollen sie Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Die zentralen Aspekte von Yoga unterteilen sich in Meditation, Pranayama (Atemübungen) und Asanas (Körperübungen).

Herausforderungen in der Yoga-Fotografie

Yoga ist eine spezielle Form der körperlichen Betätigung, da sie sich an unser Inneres richtet. Diese Harmonie zwischen Körper und Geist in Bildern festzuhalten, ist eine besondere Herausforderung für jeden Fotografen. Dabei geht es vor allem darum, die besondere Stimmung und die damit verbundene Ruhe im Motiv einzufangen und dem Betrachter des Bildes näherzubringen.

Vorbereitung

Um ausdrucksstarke Fotos verschiedener Asanas zu schiessen, sollten Sie sich als Fotograf vorab mit dem Thema Yoga und Asanas auseinandersetzen. So können Sie dem Model gegebenenfalls Hilfestellung und Korrekturhinweise geben. Fotograf und Model sollten sich zudem vorher besprechen, welche Posen abgelichtet werden. Anschliessend können Sie gemeinsam überlegen, welche Asanas sich für die gewählten Locations am besten eignen. Das Halten der einzelnen Körperübungen kann sehr anstrengend sein. Aus diesem Grund sollten Fotograf und Model ausreichend Zeit und Geduld mitbringen, um die Asanas mit genügend Kraft und Konzentration auszuführen.

Fotografieren Sie in einer Gruppe, so ist es angebracht, sich weitestgehend im Hintergrund zu halten und unauffällig zu fotografieren, um die Yogis nicht zu stören. Stellen Sie sich allen Teilnehmern vor und erzählen Sie, welches Ziel Sie mit Ihren Fotos erreichen möchten. Respektieren Sie, dass einige Teilnehmer nicht abgelichtet werden wollen.

Posen in der Yoga-Fotografie

Alle Posen der Asanas haben Ihre ganz bestimmte wohltuende Wirkung auf Körper und Geist, doch nicht alle eignen sich für ein gutes Fotomotiv. Die Wahl der Pose sollte nicht nur Ihrem Anspruch an das Foto, sondern auch unbedingt dem Können Ihres Models entsprechen. Besonders beliebte Motive sind Asanas wie Baum, Krieger und Lotussitz. Je nach gewünschter Bildwirkung eignen sich diese Posen für ausdrucksstarke Yoga-Fotos:

Kraft: Krieger, Schulterstand, Kopfstand, Krähe, Kamel, Skorpion, Pfau

Sinnlichkeit: Herabschauender Hund, Krieger, Tänzer, Kobra, Adler, Bogen im Liegen, Heldenstellung

Ruhe: Lotussitz, Baum, Kindstellung, Drehsitz, Zehenstand, Berg, Schmetterling

Beim Yoga stehen Entspannung und wohltuende Wirkung im Vordergrund. Zudem hat jeder Yogi den Anspruch, die Asanas korrekt auszuführen. Machen Sie sich jedoch bewusst, dass Übung bekanntlich den Meister macht und die Perfektion beim Yoga nicht im Mittelpunkt steht. Bei jedem Asana gilt immer: Hören Sie auf Ihren Körper – Ihr Wohlergehen steht an erster Stelle!

Locations für Yoga-Fotografie

Die Wahl der Location beeinflusst die Stimmung Ihres Bildes sehr, setzt Ihrer Kreativität jedoch keine Grenzen. Ob Sie sich für die wilde, unberührte Natur, einen angelegten Garten, die betriebsame Stadt oder für einen Lost-Place entscheiden – jede Location eignet sich für Yoga-Fotografie. Auch beliebte Fotomotive von bekannten Sehenswürdigkeiten können mit einem Asana in ganz neuem Licht erscheinen.

Das Fotografieren in der Natur greift die Verbundenheit mit Yoga zu selbiger auf und schafft eine sinnliche und ruhige Stimmung im Bild. Natürliche Formen, aber auch Elemente wie Wasser, Erde oder Licht, harmonieren perfekt mit den Asanas Ihres Models und unterstreichen den Einklang mit der Umwelt.

Einen schönen Kontrast erreichen Sie, wenn Sie in urbaner Umgebung fotografieren. Die ruhige und besinnliche Ausstrahlung des Models steht der den künstlich von Menschenhand geschaffenen Strukturen gegenüber.

Perspektive in der Yoga-Fotografie

Auch die Wahl der Perspektive beeinflusst die Stimmung des Bildes. Wollen Sie die innere Ruhe in den Vordergrund stellen oder die Kraft des Models in den Fokus rücken? Wollen Sie die Pose und deren Wirkung präsentieren oder den Einklang mit der Umwelt verdeutlichen?

Die Entspannung beim Yoga können Sie mit Detailaufnahmen von Gesicht oder Händen gut darstellen. Der entspannte Gesichtsausdruck mit geschlossenen Augen oder die spezielle Haltung der Finger im Gyan Mudra verdeutlichen zum Beispiel die innere Ruhe und Konzentration des Yogis.

Um bestimmte Aspekte eines Asanas, wie Kraft, Ruhe oder Sinnlichkeit auszudrücken, sollten Sie das Model in das Zentrum des Bildes rücken und den goldenen Schnitt vernachlässigen. Wir empfehlen, von gleichen Motiven mehrere Bilder mit verschiedenen Bildausschnitten zu machen.  So können Sie später entscheiden, welches eine bessere Wirkung erzielt. Es bietet sich an, eine Yoga Pose aus Augenhöhe und frontal abzulichten. So können Symmetrie und Harmonie des Asanas am besten eingefangen werden.

Wollen Sie die dargestellte Yoga-Pose als Teil der Umwelt präsentieren, steht das Model nicht mehr im Fokus Ihrer Aufnahme. Ob im goldenen Schnitt oder zentral positioniert, wird das Yoga-Model eingerahmt von der natürlichen oder urbanen Umgebung. Spielen Sie mit den Elementen, wie dem Sonnenlicht oder einem Wasserfall, indem Sie diese in die Bildkomposition einfliessen lassen. Die Symmetrie des Motivs ist hier nicht ganz so wichtig.

Fotografieren Sie eine Gruppe von Yogis, können Sie einzelne Yoga Posen meist nicht darstellen. Hier liegt der Fokus auf dem Gefühl der inneren Ruhe. Variieren Sie die Tiefenschärfe, indem Sie den Blendenwert verringern, um einzelne Gruppenteilnehmer oder Details hervorzuheben.

Fazit

Yoga Fotografie unterscheidet sich in vielen Punkten von herkömmlichen Motiven. Zentrales Thema ist jedoch stets die Darstellung von Einklang und Harmonie als fundamentale Aspekte von Yoga. Halten Sie sich diesen Punkt immer vor Augen, gelingen Ihnen einzigartige Aufnahmen, die den Betrachter in eine friedliche Welt voller Harmonie und Stärke eintauchen lassen.

Junge Frau kuschelt sich mit der Nase in rosa Schal

Wintershooting – Tipps für stimmungsvolle Winterportraits

Winter ist die Zeit der Romantik und Stille. Romantisch verschneite Schneelandschaften und kuschlige Kleidung rufen in uns Emotionen des Wohlbefindens hervor. Wir geben Ihnen Tipps, wie Sie die Winterromantik in einem gelungenen Wintershooting einfangen können.

Die passende Location für ein Wintershooting

Eine geeignete Location für ein Wintershooting zu finden, ist nicht schwer. Für die perfekten Motive sollten Sie aber dennoch einige Dinge beachten. Um räumliche Tiefe in der weissen Winterlandschaft zu schaffen, sollten Objekte wie Bäume, Steine oder ähnliches im Bildausschnitt zu sehen sein. Andernfalls würde auf dem Foto der Eindruck entstehen, dass das Model in einem scheinbar leeren, weissen Raum schwebt. Besonders stimmungsvoll im Bild sind vor allem die immergrünen Nadelbäume oder Ausschnitte der braun marmorierten Baumstämme. Bei Aufnahmen in der Stadt sollten Sie den Einfluss von Lichtern und dem bunten Treiben einer Menschenmenge im Hintergrund nicht unterschätzen. Beides kann schnell für Unruhe im Bild sorgen und das eigentliche Hauptmotiv zur Nebensache werden lassen.

Wenn Sie im Schnee fotografieren möchten, sollten Sie eine gut erreichbare Location und passende Kleidung wählen. Lange Laufstrecken durch hohen Schnee können sehr schnell sehr anstrengend werden und dafür sorgen, dass Schuhe und Kleidung durchnässen, bevor Sie das Ziel erreichen. Mit festem Schuhwerk erreichen Sie jedoch wunderbar auch unberührte Schneelandschaften fernab der Wege. Besondere Vorsicht ist bei dem Betreten von Eisflächen zu wahren. Informieren Sie sich im Voraus, welche Eisflächen offiziell freigegeben sind und gehen Sie kein Risiko ein.

Steht die Location fest, gilt es den richtigen Zeitpunkt für das Shooting zu wählen, um die Bedingungen vor Ort perfekt nutzen zu können. Wintertage sind zwar kürzer, dafür können Sie jedoch das goldene Sonnenlicht in den Morgen- und Nachmittagsstunden länger nutzen. Das goldene Licht sorgt für stimmungsvolle und kontrastreiche Bilder der kalten, kargen Winterlandschaft und verleiht dem Model ein warm wirkendes Strahlen. Aus der richtigen Perspektive kann das Sonnenlicht sogar den Schnee glitzern lassen.

Das Styling des Models

Neben einer geeigneten Location ist natürlich auch das passende Outfit mit entsprechenden Accessoires ausschlaggebend für ein gelungenes Shooting. Beraten Sie sich mit Ihrem Model und sichten Sie am besten gemeinsam die verfügbaren Kleidungsstücke. Je nach Stimmung des Bildes sollten Sie besonders auf die Zusammenstellung der Farben achten.

Nutzen Sie etwa die typischen Weihnachtsfarben Rot, Grün und Braun, um eine festliche und weihnachtliche Stimmung ins Bild zu bringen. Beziehen Sie für die Bildwirkung sowohl die Farben des Outfits und der Accessoires als auch die Nuancen von beispielsweise den Nadelbäumen im Hintergrund mit ein.

Für ein romantisches und elegantes Winterbild empfehlen sich vor allem gedeckte Farben wie Braun- und Grüntöne, Weinrot und Ähnliches. Immer in Abhängigkeit von der Umgebung können auch Pastelltöne eine gute Wahl für das Outfit des Models sein.

Besonders kuschlig wirkt das Bild, wenn Sie auf grobe Strickmuster zurückgreifen. Setzen Sie das Model für das Wintershooting etwa mit einem hübschen Schal und farblich passender Mütze in Szene. Wenn es etwas verspielter und dynamischer sein soll – wie zum Beispiel bei einem Familienshooting – können Sie hier auch mit bunten Farben experimentieren.

Ob Familien- oder Paarshooting – Bei mehreren Personen im Bild sollte die Kleidung grundsätzlich immer farblich aufeinander abgestimmt sein.

Wintershooting - Pärchen im Schnee

Die richtige Fotoausrüstung wählen

Um im Winter zu fotografieren, bedarf es keiner speziellen Ausrüstung, dennoch sollte man auf bestimmte Dinge achten.

Die winterlichen Temperaturen beeinflussen die Nutzungsdauer Ihres Akkus negativ. Halten Sie also genügend Ersatzakkus bereit, die Sie am besten am Körper tragen, um sie warm zu halten. Die Kamera hingegen darf ruhig kalt sein und bleiben, um die Bildung von Kondenswasser an Objektiv und Sucher zu vermeiden.

Tipp: Müssen Sie das Objektiv wechseln, lagern Sie dieses in einer Plastiktüte. So kann sich das Objektiv der Temperatur anpassen und bleibt verschont von Feuchtigkeit.

Nutzen Sie ein Stativ mit Metallbeinen, können diese sehr kalt werden. Um das Material und Ihre Finger zu schützen, können Sie die Füsse auf eine Decke oder ein Stück Pappe stellen.

Warme Getränke und eine Wärmflasche sind nützliche Begleiter bei einem Wintershooting. Eine alte Decke oder ein Stück Pappe ist ebenfalls sinnvoll, wenn Sie im liegen oder Sitzen fotografieren wollen. Weiter sollten Sie ein trockenes Mircofasertuch dabeihaben, um Schneeflocken oder Kondenswasser streifenfrei entfernen zu können. Auf Handschuhe sollten Sie als Fotograf auf keinen Fall verzichten. Je nach Modell der Kamera, gibt es auch Handschuhe, mit denen Sie Ihren Touchscreen Bildschirm trotzdem bedienen können.

Bei der Wahl der Objektive ist es im Bereich der Portraitfotografie nie verkehrt eine 35 oder 50 mm Festbrennweite dabei zu haben. Mit einem solchen Festbrennweitenobjektiv erzielen Sie eine geringe Tiefenschärfe, wodurch Ihr Model noch mehr im Fokus steht. Mehr Informationen zu konkreten Einstellungen finden Sie in unserem Artikel „Fotografieren im Schnee“.

Das perfekte Motiv inszenieren

Wintershootings eignen sich sowohl für Portraitaufnahmen, als auch für Paar- und Familienshootings. Sie können das Motiv mit verschiedenen Accessoires ergänzen, um die Stimmung von Gemütlichkeit und Romantik zu verstärken. Dafür eignen sich besonders Tassen mit heissen Getränken, kleine Geschenke, die die Weihnachtszeit ankündigen oder Holzschlitten. Schlitten und Schneemänner ergänzen Familien- und Kinderfotos perfekt und rufen Kindheitserinnerungen hervor. Beziehen Sie die Umgebung und Gegebenheiten mit in das Motiv ein. Personen, die hinter einem Baumstamm hervorschauen, einen Schneeengel machen oder mit Schnee werfen, bringen dem Betrachter des Bildes die winterliche Landschaft näher.

Je näher Sie eine Szenerie fotografieren, desto gemütlicher wirkt diese. Lassen Sie die winterliche Landschaft mehr in Ihr Motiv einfliessen, rückt die Kälte in den Vordergrund.

Wintershooting - Junge Familie mit Schlitten im Schnee

Tipp: Holen Sie sich immer wieder Feedback zum Wohlbefinden von Ihrem Modell. Beim Shooting im Schnee gerät man schnell ins Frieren und die Gefahr einer Unterkühlung sollte hierbei nicht unterschätzt werden. Je nach Aussentemperatur und Outfit sollten Sie sich mögliche Motive bereits im Voraus gut überlegen und das Equipment bestmöglich vorbereiten, damit beim Shooting keine unnötigen Wartezeiten entstehen. Packen Sie daher eine warme Decke und heissen Tee zum Aufwärmen für Zwischendurch ein. Wird es dennoch zu kalt, brechen Sie lieber ab und vereinbaren einen weiteren Termin zum Fortsetzen des Shootings.

Fazit

Ob romantisches Paarshooting, festliches Portrait oder trautes Familienglück, ein Motiv in einer Winterlandschaft ist immer eine sehr stimmungsvolle Aufnahme. Die Farbwahl der Kleidung und die Wahl des Bildausschnittes ist dabei ausschlaggebend für die Bildwirkung. Doch bei allen Ambitionen für das perfekte Wintermotiv, sollte die Sicherheit und das Wohlergehen aller Beteiligten immer im Vordergrund stehen, denn die Kälte ist ein nicht zu unterschätzender Faktor. Bereiten Sie sich also gut vor, damit einem gelungenen Wintershooting nichts mehr im Weg steht. Die Ergebnisse eignen

Freunde auf einem Gruppenfoto

So schiessen Sie ausdrucksstarke Gruppenfotos

Zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und ähnlichen gehört ein Gruppenfoto zur Erinnerung an den besonderen Tag. Je nach Anzahl der Personen stellt dieses allerdings auch erfahrenere Fotografen vor eine echte Herausforderung. Sind alle im Bild zu sehen? Schauen alle in die Kamera oder hat jemand geblinzelt? Mit unseren Tipps rund um Equipment, Kameraeinstellungen und Gruppenaufstellung gelingt Ihnen das nächste Gruppenbild garantiert.

Kamera und Objektiv

Im Hinblick auf die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten ist eine Systemkamera oder Spiegelreflexkamera natürlich am besten geeignet. Durch die verstellbaren Parameter, wie Blendenzahl, Belichtungszeit und ISO-Wert, können Sie die herrschenden Lichtverhältnisse besser ausgleichen. Dies ist bei der Verwendung einer Kompaktkamera oder eines Smartphones nur eingeschränkt möglich. Bei guten Lichtverhältnissen können diese jedoch auch gute Ergebnisse erzielen.

Bei einer Kamera mit Wechselobjektiv verwenden Sie am besten ein Normalobjektiv mit einer festen Brennweite von 50mm oder ein leichtes Tele, wenn es sich um eine grosse Gruppe handelt. Die Verwendung eines Weitwinkelobjektives ist dagegen nicht zu empfehlen, da dieses für Verzerrungen und unnatürliche Proportionen im Gruppenbild sorgt.

Stativ verwenden

Für ein fehlerfreies Gruppenfoto ist ein Stativ nahezu unverzichtbar. Es ermöglicht wackelfreie Bilder und Sie können die Kamera bequem auf den gewünschten Bildausschnitt ausrichten, ohne diesen ständig neu suchen zu müssen. Insbesondere bei grösseren Gruppen können Sie mit dem Stativ eine höhere Kameraposition wählen, damit alle Personen aufs Bild passen.

Für spontane Gruppenbilder unterwegs eignen sich kleine Reisestative, die meist leichter und besser zu transportieren sind. Hat man unterwegs eine Erhöhung zur Verfügung, zum Beispiel eine Bank oder eine Mauer, kann man auch diese nutzen, um die Kamera für das Gruppebild zu stabilisieren.

Eine passende Kulisse für Gruppenfotos wählen

Neben der Gruppe selbst ist vor allem der Hintergrund für ein gelungenes Gruppenfoto entscheidend. Dieser sollte grundsätzlich ruhig und nach Möglichkeit in gedeckten Farben sein, um die Gruppe als Hauptmotiv des Bildes hervorzuheben. Ein bewegtes Stadtbild als Kulisse oder grelle Lichter im Hintergrund sind dagegen weniger geeignet, da sie sehr ablenkend wirken und die Gruppe im Bild untergehen lassen.

Familienfoto im Garten

Bei grellem Sonnenschein herrschen im Schatten gute Lichtverhältnisse für ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Des Weiteren ist eine Kulisse im Freien wegen der meist besseren Lichtverhältnisse geeigneter, als geschlossene Räume. Dabei sollten Sie grelles Sonnenlicht wie etwa zur Mittagszeit vermeiden. Dieses wirft harte Schatten, welche dann auch auf den Gesichtern der Personen im Bild zu sehen sind. Bei sanftem Sonnenlicht sollten Sie darauf achten, dass dieses seitlich auf die Personen fällt, da dies später im Bild am natürlichsten wirkt. Bei direktem Licht von hinten bzw. vorn kämen ungewollte Schatten der Gruppe bzw. der Kamera und des Fotografen mit ins Bild. Ideal ist ein leicht bedeckter Himmel oder ein schattiges Plätzchen für gut ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Möchten Sie ein Gruppenbild in einem Innenraum machen, sollten Sie einen Blitz verwenden, um die Gruppe besser auszuleuchten. Fenster und Lampen können dabei eine hervorragende Unterstützung sein. Nutzen Sie je nach Möglichkeit auch weisse Wände und helle Oberflächen zum Reflektieren des Lichts.

Gruppe richtig aufstellen

Achten Sie bei der Anordnung der Personen darauf, dass diese möglichst eng stehen. Dies sorgt einerseits dafür, dass alle ins Bild passen und schafft andererseits im Foto eine bessere Gruppenwirkung. Bei grossen Gruppen ist ein leichter Anstieg nach hinten oder eine Treppe hilfreich, um auch die hinteren Reihen gut sichtbar zu platzieren. Experimentieren Sie bei der Aufstellung mit unterschiedlichen Höhen und Posen der Personen für eine dynamische Bildwirkung oder schaffen Sie bewusst eine klare Symmetrie für ein ausdrucksstarkes Gruppenfoto. Um die Gesichter ästhetisch in Szene zu setzen, hilft es, wenn alle das Kinn leicht anheben und nach oben strecken.

Probieren Sie verschiedene Perspektiven aus, um ein spannendes Fotomotiv zu schaffen. Je nach Kulisse und Platz können Sie die Gruppe etwa von oben oder aus der Froschperspektive fotografieren. Um eine gut verteilte Bildschärfe zu erhalten, sollten Sie immer die Mitte der Gruppe fokussieren. Für aussergewöhnliche Gruppenbilder können Sie aber natürlich mit Fokus und Bildausschnitt experimentieren und etwa auf ein bestimmtes Detail fokussieren oder nur die Schuhe der Personen einfangen.

Ausschnitt einer Gruppe Männer mit Fokus auf die bunten Socken

Der Ausschnitt des Gruppenbildes, in dem nur die Schuhe zu sehen sind, sorgt für ein lustiges und aussergewöhnliches Motiv.

 

Kameraeinstellungen

Wie so oft variieren die benötigten Kameraeinstellungen sehr stark aufgrund der Lichtverhältnisse der gewählten Kulisse. Um die perfekten Werte der einzelnen Parameter zu ermitteln, sollten Sie verschiedene Kombinationen ausprobieren. Grundlegend sollten Sie die Blende etwas weiter schliessen (grössere Blendenzahl), um eine höhere Schärfentiefe zu erreichen. Die ist in Kombination mit einer leicht verlängerten Belichtungszeit besonders bei grossen Gruppen wichtig, um auch die hinteren Reihen scharf abbilden zu können. Die Belichtungszeit sollte allerdings auch nicht zu lang sein, da kleine Bewegungen der Personen sonst für Verzerrungen im Gruppenbild sorgen. Gegebenenfalls müssen Sie auch den ISO-Wert entsprechend der Blendenzahl erhöhen, um eine gleichmässige Schärfe im Bild zu erhalten. Ist der ISO zu hoch, macht sich das in unerwünschtem Bildrauschen bemerkbar.

 

Gruppe, die hintereinander aufgestellt ist

In dieser Aufstellung ist die Schärfentiefe nicht ausreichend. Die hinteren und vorderen Personen sind unscharf.

Beim Fotografieren eines Gruppenbildes in Innenräumen empfiehlt es sich ausserdem, die Farbtemperatur mit Hilfe eines Farbfilters anzupassen. Wenn sich das aus Fenstern einfallende Tageslicht mit Kunstlicht mischt, kann es zu unschönen Farbstichen im Bild kommen, die durch das Verändern der Farbtemperatur ausgeglichen werden.

Serienbild, Intervalltimer & Co

Neben den verschiedenen Einstellungsparametern, die für ein gut ausgeleuchtetes Motiv sorgen, spielt auch der Auslöser beim Gruppenbild eine wichtige Rolle. Um den perfekten Moment zu erwischen, empfiehlt sich beispielsweise die Serienbildfunktion. Hier schiesst die Kamera mehrere Fotos hintereinander, solange Sie den Auslöser gedrückt halten. Einige Kameras verfügen auch über einen Intervalltimer, der in festgelegten Zeitabständen immer wieder ein Foto macht.

Wenn Sie als Fotograf selbst mit aufs Bild sollen, können Sie bei nahezu allen Kameras einen Timer oder auch Selbstauslöser einstellen. Um mit auf dem Bild zu sein, ohne hektisch auf Position rennen zu müssen, empfiehlt sich ein Funkauslöser. So können Sie bequem den Auslöser betätigen, wenn Sie und der Rest der Gruppe bereit sind.

Das richtige Timing

Ein ausdrucksstarkes Gruppenbild ist eine Frage des richtigen Timings. Besonders bei grossen Gruppen ist es nicht leicht, gleichzeitig die Aufmerksamkeit und das beste Lächeln aller Personen zu erhalten. Damit alle gleichzeitig in die Kamera lächeln, verwenden viel Fotografen die üblichen Anweisungen wie „Cheese“ oder „bitte lächeln“. Hier hilft die bereits genannte Serienbildfunktion, um den einen perfekten Moment im Kasten zu haben. Doch irgendjemand blinzelt fast immer. Hierfür gibt es einen kleinen Trick: Bitten Sie alle Personen des Gruppenbildes die Augen zu schliessen und erst auf Ihre Anweisung wieder zu öffnen, denn nach dem Augenöffnen gibt es ein kurzes Zeitfenster, in dem keiner ungewollt blinzeln muss. Zählen Sie am besten bis Drei runter und geben dann die Anweisung „Augen auf“.

Gruppenfotos bleiben stets anspruchsvolle Motive. Mit diesen Tipps sind Sie allerdings bestens gerüstet für das nächste Shooting mit der Familie oder den Freunden.

Bewerbungsfoto: Winzer im Weinberg

Individuelle Bewerbungsbilder für den passenden Job

Auch wenn heute nicht mehr bei jedem Arbeitgeber nötig ist, kann das richtige Bild manchmal die Entscheidung für eine Einladung zum Gespräch ausmachen. Wichtig ist dabei nicht die passende Frisur oder Brille, sondern die Ausstrahlung des Bewerbers. Wenn Sie sich entscheiden, Ihrer Bewerbung ein souveränes Bild beizufügen, lohnt es sich ein wenig Zeit zu investieren, um die Chancen auf den Traumjob zu erhöhen.

Dabei muss es nicht immer das typische Studiobild mit Rollwand und Tapetenmuster sein. Kreative Bilder, die sich abheben, werden immer beliebter. Ob seriös oder kreativ, für jeden Berufszweig kann man das gewisse Etwas finden und auch mit einfacher Ausrüstung ein gutes Bewerbungsbild selbst machen.

Die richtige Vorbereitung

Überlegen Sie sich zunächst wie sie auf Ihrem Bild wirken wollen. Seriös, kreativ, freundlich, professionell: Das alles können Sie mit dem richtigen Foto transportieren. Das Foto sollte Ihre Persönlichkeit zeigen, ohne privat zu werden.

Entscheidend ist natürlich auch, in welcher Branche und welchem Unternehmen Sie sich bewerben, denn die Personalabteilung einer Bank möchte von Ihnen ein schlichteres Bild als die einer Marketingfirma. Schauen Sie sich ausserdem das Image und die Philosophie Ihres Wunscharbeitgebers genau an, um die Erwartungen abzulesen und zu erfüllen. Dabei sind auch Unternehmensfarben und die bestehende Fotosprache wichtig. Wenn Ihr Bild sich von vornherein in das Firmenbild einfügt, erhöht das Ihre Chancen deutlich.

Die richtige Technik

Das wichtigste Werkzeug ist auch bei diesem Fotoshooting ein Stativ. Es sichert die Qualität durch die Stabilisierung. Ausserdem können Sie so die Kamera auf Ihre Augenhöhe positionieren. Wenn Sie sich selbst fotografieren, sollten Sie mit einem Fernauslöser arbeiten. Mit dem zeitversetzten Auslösen hasten Sie zwischen Position und Kamera hin und her, das bringt Unruhe in das Bild und kostet Zeit und Nerven.

Systemkameras mit schwenkbarem Live-View Bildschirm sind natürlich optimal, sollten Sie alleine shooten. Prinzipiell können Sie mit jeder Kamera mit mindestens 12 Megapixel arbeiten.

Findet das Shooting im geschlossenen Raum statt, ist das richtige Licht entscheidend. Fotografieren Sie tagsüber in der Nähe eines Fensters. Nutzen Sie so viel natürliches Licht wie möglich. Fotografieren Sie ohne direkten Blitz, um harte Kanten und Schatten zu vermeiden. Für künstliche Lichtquellen eignen sich Studioblitze oder Softboxen am besten. Hier lernen Sie, wie Sie einen Diffusor oder Reflektor selbst bauen können.

Bewerbungsbilder mit natürlichem Licht

Wie schon erwähnt, haben sich die typischen Bilder vor einheitlich dunklem oder weissem Hintergrund in einem Studio ein wenig überholt. Sie sagen wenig über die Person aus und gehen in der Masse an Bewerbungen unter. Ein Bild im Freien kann sehr natürlich und freundlich wirken. Ausserdem haben Sie hier den Vorteil, natürliches Licht nutzen zu können.

Bewerbungsfoto: zurückhaltender verschwommener Hintergrund

Wenn der Hintergrund eher zurückhaltend sein soll, können Sie ihn mit Hilfe einer kleinen Blende verschwimmen lassen. Nutzen Sie dafür ein Objektiv mit Festbrennweite (35 oder 50 mm). Spielen Sie mit der Blendenöffnung und passen Sie die Belichtung an. Bei der Portraitfotografie sollte die Belichtungszeit nicht zu lang sein, da sich das Motiv, wenn auch nur leicht, bewegt und damit Unschärfen entstehen.

Tipp: Je seriöser das Unternehmen, desto zurückhaltender der Hintergrund.

Das Arbeitsumfeld im Bewerbungsfoto

Je ferner der Beruf von Schlips und Krawatte entfernt ist, desto lässiger kann das Bild sein. Es wirkt sehr natürlich und vor allem passend, wenn Ihr Bewerbungsbild in der Berufsumgebung entsteht. Besonders bei handwerklichen Berufen kann das Shooting in die Werkstatt oder die Baustelle verlegt werden. Sie sollten darauf achten, trotz gewohnter Umgebung gepflegt und professionell aufzutreten. Das Gesicht muss deutlich erkennbar sein und der Bewerber die einzige Person auf dem Bild.

Mit der Blendenöffnung können Sie den Hintergrund, also die Umgebung, unterschiedlich stark verschwimmen lassen oder fokussieren. Nutzen Sie natürliches bzw. weiches Licht, um den Raum auszuleuchten. Harte Schatten und grelle Farben lenken zu sehr vom Bewerber ab. Versuchen Sie diese zu vermeiden oder in der Nachbearbeitung zu reduzieren. Achten Sie auf einen aufgeräumten Hintergrund, auch wenn er stark verschwimmt, denn auch wenn er in der Szene hilft, sollte der Fokus nicht vom portraitierten Bewerber abgleiten.

Bewerbungsfoto: Winzer im Weinberg

Job-Requisiten einbauen

Diese Art der Bewerbungsfotos ist wirklich nur etwas für schöpferische Branchen. Hier sind der Kreativität quasi kaum grenzen gesetzt, um seine Persönlichkeit und damit auch sein Talent in Szene zu setzen. Besonders Musiker, Künstler, Tänzer, aber auch Handwerker, Maler oder zum Beispiel Zoowärter wirken talentiert und professionell in ihrer gewohnten Umgebung.

Achten Sie bei Ihren Bildern dennoch darauf, dass das Gesicht gut erkennbar ist. Bei einem inszenierten Shooting können Sie entsprechendes Handwerkszeug, also Pinsel, Musikinstrumente oder sogar die Tiere eines Tierpflegers gemeinsam mit dem Bewerber in Szene setzen. Diese Fotos sind nicht geeignet um Sie selbst aufzunehmen, hier brauchen Sie Unterstützung.

Bewerbungsfoto: Gitarrist in buntem Scheinwerferlicht

Fazit

Egal, ob Bäcker, Musiker oder Bürojob, jedes Bewerbungsbild lässt sich mit einem passenden Hintergrund aufpeppen. Bei der Nachbearbeitung heisst es: Weniger ist mehr, denn Sie sollen schliesslich wiedererkannt werden. Die richtige Pose und was sonst bei Bewerbungsfotos zu beachten ist, können Sie hier nachlesen.

Tipps für das richtige Foto Make-Up

Styling-Tipps für Portraitaufnahmen

Sich für ein Foto-Shooting zu schminken, unterscheidet sich grundsätzlich vom normalen Schminkverhalten. Was der Spiegel nicht immer sehen kann, wird oftmals etwas uncharmant von der Kamera hervorgezaubert. Kleine Makel nimmt die Kamera stärker wahr, als es der Realität entspricht. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich für ein professionelles Foto-Shooting selbst schminken können.

Besonderheiten des Foto Make-Ups

Schon vor einem Foto-Shooting sollten Fragen nach der Location und dem Licht geklärt werden. Je nach gewählter Lichtquelle wirken Farben später auf den Aufnahmen ganz anders. Das gilt insbesondere für das Make-Up. Sonnenlicht bringt beispielsweise Farben, Make-Up-Fehler und kleine Hautmakel stärker zur Geltung als eine Studiobeleuchtung. Daher sollte das Make-Up bei Tageslichtaufnahmen nie zu kräftig ausfallen. Handelt es sich hingegen um ein Studio-Shooting mit künstlichen Lichtquellen, kann das Make-Up auch gerne kräftiger ausfallen, da das Licht Farben verschluckt.

Vergleich der Wirkung von Make-up: Natürliches Licht und künstliches Licht

Wirkung verschiedener Lichtquellen auf Make-up und Farben: links: Tageslicht, rechts: künstliches Studiolicht

Tipps für das richtige Foto Make-Up

Ein gutes Foto Make-Up beginnt bereits mit der richtigen Vorbereitung. Vor einem Shooting ist es ratsam nicht mit neuen Pflege- oder Kosmetikprodukten zu experimentieren. Hautirritationen und kleine Entzündungen lassen sich nicht in jedem Fall wegschminken. Auch das Zupfen der Augenbrauen, sollte nicht unmittelbar vor dem Shooting stattfinden. Um die Haut optimal auf das Make-Up vorzubereiten, ist eine gute Grundierung zu empfehlen. Greifen Sie daher zu einer leichten Tagescreme, die auf Ihren Hauttyp abgestimmt ist.

Foto Make-Up: Der Teint

Für ein professionelles Foto Make-Up ist ein ebenmässiger Teint das A und O. Eine gut deckende Foundation oder gar ein Camouflage Make-Up sind daher sehr zu empfehlen. Achten Sie bei der Auswahl der Produkte darauf, dass das Produkt zum einen keinen UV-Schutz besitzt, um reflektierende Flecken beim Einsatz von Blitzlicht zu vermeiden, und zum anderen sollte die Nuance des Make-Ups unbedingt mit Ihrem Hautton übereinstimmen. Ebenso sollten Sie bei der Auswahl darauf achten, dass das Make-Up zu Ihren Hautbedürfnissen passt. Neigen Sie beispielweise zu einer trockenen Haut, sollten Sie kein mattierendes Make-Up verwenden, da dies Ihre Haut zusätzlich austrocknet, was wiederum auf den Aufnahmen nicht gut aussehen wird.

Für ein natürliches Finish tragen Sie die Foundation am besten mit einem kleinen Make-Up Schwamm auf. Arbeiten Sie die Foundation mit klopfenden Bewegungen in die Haut ein und mattieren Sie Ihre Stirn, den Nasenrücken und das Kinn mit einem transparenten Puder abschliessend ab. Im Laufe eines Shootings neigen diese Stellen dazu, schneller zu glänzen, als zum Beispiel die Wangen.

Foto Make-Up: Konturieren

Um Ihrem Gesicht für die späteren Aufnahmen wieder mehr Kontur und somit auch mehr Dreidimensionalität zu verleihen, ist es nun wichtig, das Gesicht mit einem Konturpuder richtig zu konturieren. Diese Technik wird von professionellen Visagisten sehr gerne verwendet, damit das Gesicht auf den Bildern später nicht zu platt wirkt. Nehmen Sie zunächst ein Konturpuder, welches ein paar Nuancen dunkler ist, als Ihr eigentlicher Hautton sowie einen abgeschrägten Pinsel und betonen Sie damit die Partien unter Ihren Wangenknochen, die Schläfen und die obere Stirn bis zum Haaransatz. Achten Sie beim Auftrag darauf, dass die Linien nicht zu hart wirken. Dies gelingt am besten, wenn man das Produkt gut einarbeitet und verblendet.

Auf den Wangen können Sie ruhig, je nach Typ, zu einem leichten Rosa oder einem dezenten Pfirsich-Ton greifen. Damit wirken Sie sehr frisch und natürlich auf den Aufnahmen. Um dem Gesicht noch mehr Dreidimensionalität zu verleihen, nehmen Sie nun einen Highlighter zur Hand. Für ein optimales Ergebnis empfiehlt sich hier ein flüssiger Highlighter, da dieser am natürlichsten aussieht. Diesen tragen Sie mit Ihrem Finger auf den oberen Wangenknochen auf sowie auf dem Nasenrücken und dem Lippenbogen. Dadurch kommen diese Stellen auf den Aufnahmen später besser zur Geltung. Welche Stellen Sie für ein tolles Foto Make-Up noch konturieren sollten, können Sie unserer Grafik entnehmen.

Grafik: Diese Stellen werden im Gesicht konturiert für ein Foto Make-up

Tipps für Portraitaufnahmen in Schwarz-Weiss

Handelt es sich bei Ihrem Foto-Shooting um ein Schwarz-Weiss-Shooting, sollten Sie sich bewusst sein, dass diese insgesamt nicht so hautschmeichelnd sind, wie Farbaufnahmen. Das Foto Make-Up erfordert in diesem Fall stärkere Konturen sowie eine Stärkere Betonung der Lippen, Wangen und Augen. Ebenso sollte man beachten, dass Narben, Hautprobleme und Falten bei Schwarz-Weiss-Aufnahmen viel Stärker zur Geltung kommen als auf Farbbildern. Daher ist es ratsam ein stark deckendes Make-Up zu verwenden, welches Ihre Haut nicht austrocknet.

Silhouette einer Frau vor dem Sonnenuntergang am Meer.

Portraitfotografie – drei Ideen für das etwas andere Portraitfoto

Bei der Portraitfotografie geht es darum, eine (oder mehrere) Person(en) in das rechte Licht zu rücken. Während in anderen Foto-Disziplinen häufig mehrere Bildelemente ineinandergreifen, soll bei der Portraitfotografie vorwiegend der einzelne Mensch abgebildet werden.

Die Möglichkeiten, den zu portraitierenden Mensch darzustellen, erweitern sich und entfernen sich von der klassischen Darstellung, wie man sie etwa von Bewerbungsfotos kennt.

Erfahren Sie in diesem Artikel wie es gelingt, Personen in unschuldig oder mystisch anmutender Weise darzustellen, ihre Grösse nach Belieben zu verändern und ihre Form gekonnt zum Ausdruck kommen zu lassen.

Die richtige Vorbereitung erspart Enttäuschungen

Eine gute Vorbereitung spielt, wie so häufig, auch in der Portraitfotografie eine grosse Rolle. Darunter fällt beispielsweise die Wahl einer geeigneten Ausrüstung, aber auch die Kommunikation mit dem Model.

Für Portraitaufnahmen werden oftmals Objektive mit mittlerer bis grosser Brennweite eingesetzt, da diese einerseits über eine gute Freistellungseigenschaft verfügen und andererseits eine gewisse Wohlfühldistanz zu dem Model gewähren. Das von Ihnen eingesetzte Objektiv sollte im besten Fall lichtstark sein, also auch niedrigere Blendenzahlen zulassen. Mit Hilfe einer Offenblende gelingt es Ihnen so, das Model sichtbar vom Hintergrund freizustellen. Ausserdem erhalten Sie durch ein lichtstarkes Objektiv die Möglichkeit, auch in schlecht ausgeleuchteten Umgebungen Fotos mit niedrigem ISO Wert zu schiessen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für gute Portraitfotos bildet die Kommunikation mit dem Model. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollten Sie und Ihr Model sich bereits im Vorfeld einig darüber sein, welche Art von Bildern geschossen werden. Teilen Sie dem Model ausserdem rechtzeitig mit, welche Kleidung und welche sonstigen Hilfsmittel für das Shooting benötigt werden.

Entgegen aller üblichen Konventionen – über- und unterbelichten

Für besondere Portraitaufnahmen ist es manchmal empfehlenswert, von der ausgewogenen Belichtungsskala abzuweichen. Verschiebt man den Regler der Skala nämlich in den positiven oder negativen Bereich, entstehen oftmals reizvolle Aufnahmen.

Bei High-Key-Aufnahmen wird gezielt überbelichtet, während bei Low-Key-Aufnahmen gezielt unterbelichtet wird.

Gegenüberstellung einer High-Key-Aufnahme mit einer Low-Key-Aufnahme.

Wählt man einen positiven Wert auf der Skala, so wird das Bild überbelichtet. Die Anwendung der beabsichtigten Überbelichtung findet sich häufig in der Portraitfotografie wieder und wird mit dem Begriff High-Key Fotografie umschrieben. Die grellen Aufnahmen versprühen durch ihren hohen Weissanteil und den verhältnismässig geringen Schwarzanteil ein Gefühl der Unbeschwertheit und Reinheit.

Wird ein negativer Wert auf der Belichtungsskala gewählt, so wird das Bild unterbelichtet. Auch diese Art der Fotografie erfreut sich besonderer Beliebtheit im Bereich der Portraitfotografie. Die sogenannte Low-Key Fotografie erzeugt aufgrund ihrer vorwiegend dunkel gehaltenen Aufnahmen eine mystische und düstere Atmosphäre.

Für ein noch eindrucksvolleres Erscheinungsbild wird sowohl in der High-Key als auch in der Low-Key-Fotografie häufig nur mit dem Schwarz-Weiss-Farbspektrum gearbeitet.

Spiel der Perspektiven – Was schon bei Herr der Ringe geklappt hat …

Eine weitere Möglichkeit für besondere Portraitaufnahmen ergibt sich aus der Perspektive, welche die Kamera im Verhältnis zum Model einnimmt. Die erzwungene Perspektive (engl. forced perspective) umschreibt eine sehr beliebte Technik, die häufig in den Bereichen Film, Kunst und Architektur eingesetzt wird.

Hierbei werden Objekte grösser oder kleiner dargestellt, als sie in Wahrheit sind. Dies wird dadurch erreicht, dass einzelne Objekte näher bzw. weiter von der Kamera entfernt platziert werden. Die Illusion entsteht letztlich durch den Vergleich zu einem anderen Motiv, was entsprechend gegensätzlich platziert ist. Ein sehr prominentes Beispiel aus dem Bereich des Films stellt die Filmreihe Herr der Ringe dar, bei der die zierlichen Hobbits und Zwerge in weiterer Entfernung von der Kamera positioniert wurden, als etwa die grossen Menschen und Elben.

Die im Vordergrund stehende Person erscheint aufgrund ihrer Nähe zur Kamera grösser, als die im Hintergrund abgebildete Person

Die im Vordergrund stehende Person erscheint aufgrund ihrer Nähe zur Kamera grösser, als die im Hintergrund abgebildete Person.

Hierbei sollten Sie grundsätzlich darauf achten, eine ausreichend grosse Tiefenschärfe (kleine Blende) zu verwenden, damit sowohl das Model als auch das in Relation gesetzte Bildmotiv scharf erscheinen. Oftmals bietet sich ausserdem der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs an, mit dem Sie aus einem niedrigen Winkel heraus Ihr Model noch grösser erscheinen lassen können. Vermeiden Sie es jedoch, sehr geringe Brennweitenbereiche zu benutzen, damit Ihr Model nicht verzerrt dargestellt wird.

Formen statt Details – Silhouetten

Obwohl Emotionen und Charaktereigenschaften häufig über die Gesichtszüge einer Person transportiert werden, so offenbaren auch die Form und Umrisse einer Person Einblicke in deren Persönlichkeit. Bei der Fotografie von Silhouetten beschränkt sich der Fotograf ganz bewusst auf das Portraitieren der äusseren Erscheinungsform des Models.

Silhouette einer Frau vor dem Sonnenuntergang am Meer.

Bei der Fotografie von Silhouetten treten die Formen des Fotografierten in den Vordergrund.

Silhouetten-Bilder lassen sich auf natürlichem Wege am besten schiessen, wenn die Sonne tief steht, das heisst zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs oder des Sonnenuntergangs. Beim Bildaufbau sollten Sie beachten, dass Ihr Model auf horizontaler Linie vor der Sonne steht und diese verdeckt. Nehmen Sie deshalb einen niedrigen Kamerawinkel ein. So wird verhindert, dass Ihr Model in der Silhouette des restlichen Vordergrunds verloren geht.

Weiterhin ist es wichtig, einen passenden Hintergrund für das Silhouetten-Shooting zu wählen. Der Hintergrund (in den meisten Fällen der Horizont) sollte im Idealfall einheitlich beschaffen sein, keine Ablenkung darbieten und in etwa 2/3 des gesamten Bildes einnehmen. Für Aufnahmen in urbaner Umgebung lohnt es sich, Fussgängerunterführungen oder Tunnel aufzusuchen und den Ausgang als Gegenlichtquelle zu nutzen.

Wählen Sie für Ihre Silhouetten-Aufnahmen eine kleine Blende, um somit eine höhere Tiefenschärfe im Bild zu erzeugen. Mit Hilfe von kurzen Verschlusszeiten ist es Ihnen auch möglich, Ihr Model in bewegter Form in Szene zu setzen. Das Experimentieren mit unterschiedlichem Aufbau verschafft viel Freude und beschert überraschende Ergebnisse.

Natürlich wirkendes Portrait-Foto einer rothaarigen jungen Frau vor See-Kulisse

Reden ist Gold – Kommunikation mit dem Model beim Fotoshooting

In der Portraitfotografie oder auch bei Fashion-Shootings liegt der Fokus klar auf dem Menschen vor der Kamera. Ihr Model muss dafür kein Profi sein. Entscheidend für schöne, natürliche Fotos ist nicht nur das technische Know-How des Fotografen, sondern auch seine soziale Kompetenz im Umgang mit dem Model. Wir verraten Ihnen, wie Sie mit der richtigen Kommunikation eine vertrauensvolle Atmosphäre erzeugen und so das optimale Setting für tolle Resultate schaffen.

Kommunikation vor dem Fotoshooting

Ein kurzes Telefonat im Vorfeld oder ein persönliches Treffen sind gute Möglichkeiten, um offene Fragen zu klären und wichtige Details abzustimmen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie zum ersten Mal mit diesem Model zusammenarbeiten. So haben Sie Gelegenheit, erste Ideen vorzustellen und sich über gemeinsame Vorstellungen auszutauschen.

Das hilft auch dem Model, sich auf das Shooting einzustellen und gibt Sicherheit. Vor allem Menschen, die nicht regelmässig oder vielleicht sogar zum ersten Mal vor einer Kamera stehen, sind oft zunächst unsicher oder gehemmt. Nach einem Gespräch können sie besser einschätzen, was beim Shooting auf sie zukommt.

Manchen Models hilft es, eine Vertrauensperson beim Shooting dabei zu haben. Anderen ist es eher unangenehm, wenn sie beim Fotografieren beobachtet werden oder sie lassen sich zu sehr ablenken. Weisen Sie im Vorfeld auf diese Möglichkeit hin.

Stress vermeiden vor der Kamera

Vor einer Kamera zu posieren, bedeutet vor allem für unerfahrene Models zunächst einmal auch Stress. Dieser kann durch äussere Faktoren verstärkt werden. Sorgen Sie deshalb von Anfang an für eine entspannte Atmosphäre.

Planen Sie ausreichend Zeit ein: Gute, natürliche Bilder entstehen eher selten in ein paar Minuten. Bricht wegen einer zu eng gestrickten Zeitplanung Hektik aus, wird sich das auch auf den fertigen Fotos bemerkbar machen. Wählen Sie einen Termin, der auf beiden Seiten nicht durch wichtige Folgetermine begrenzt ist. Das reduziert den Druck und sorgt für ein entspanntes Arbeiten.

Nehmen Sie sich Zeit zum Ankommen. Beide Seiten müssen sich zunächst öffnen und aufeinander einstellen. Nur so wird es Ihnen gelingen, Ihr Model „ohne Maske“ aufs Bild zu bekommen und den Menschen vor der Kamera so zu zeigen, wie er wirklich ist.

Das Eis brechen

Zeigen Sie Selbstsicherheit, aber kommunizieren Sie stets respektvoll und auf Augenhöhe mit dem Model. Vergessen Sie nie, dass Sie kein Objekt, sondern einen Menschen vor der Linse haben. Natürlich ist ein sicherer Umgang mit Ihrer Technik wichtig. Viel mehr kommt es aber auf Ihre soziale Kompetenz an. Jeder Mensch verhält sich anders, wenn er vor einer Kamera agieren soll. Eine vertrauensvolle, gelöste Atmosphäre ist eine wichtige Basis für ein gelungenes Shooting. Alle Beteiligten sollten zu jeder Zeit offen sagen können, was sie wollen, wenn sie etwas nicht möchten oder sich in einer Situation unwohl fühlen.

Als Fotograf sind sie immer auch Entertainer. Locken Sie Ihr Model aus der Reserve! Verwickeln Sie Ihr Gegenüber in ein lockeres Gespräch über Alltägliches. Das eigene Haustier, Hobbys oder der geplante Urlaub sind Themen, über die jeder gern spricht.

Wozu Posen?

Posen erzeugen Spannung, Dynamik und Stimmung und lassen ein Foto lebendig wirken. Das klappt am besten, wenn die Posen möglichst natürlich wirken. Vor allem Gesichter können ganze Geschichten erzählen, Emotionen transportieren. Gerade Models, die noch nicht viel Erfahrung vor der Kamera haben, brauchen hierfür klare Anweisungen vom Fotografen. Models mit mehr Kameraerfahrung müssen Sie vielleicht eher bremsen. Viele Fotografen arbeiten auch mit Musik, um eine natürliche, lockere Atmosphäre zu kreieren.

Beschreiben Sie genau, was Sie sich vom Model wünschen, oder noch besser: Machen Sie es vor! Das Model kann sich selbst nicht sehen. Zeigen Sie, wie die Pose aussehen soll. Das ist nicht nur effektiver, als lange Erklärungen, sondern lockert auch die Stimmung. Auch Beispielbilder sind geeignet, um zu verdeutlichen, was Sie sich konkret für das nächste Motiv vorstellen.

Geben Sie positives Feedback! Ein simples „das machst du gut“ kann Wunder bewirken und baut Unsicherheiten ab. Wenn Sie selbst mal nicht so begeistert von einem Ergebnis sind, lassen Sie das Ihr Model nicht merken. Auch wenn eine Pose verbesserungswürdig ist: Bleiben Sie positiv und motiviert, aber konkret und klar in Ihren Anweisungen. Sagen Sie vor jeder Sequenz, worauf es Ihnen jetzt besonders ankommt (Ausdruck, Stimmung, Posing).

Im Kontakt bleiben

Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf das Display oder Ihre Technik. Bleiben Sie im Kontakt mit Ihrem Model. Kontinuierliche Kommunikation erhält eine lockere Atmosphäre aufrecht und diese lässt tolle Fotos oft aus der Situation heraus entstehen. Es wäre doch schade, wenn Sie einen solchen Moment verpassen, weil Sie gerade in einen intensiven Dialog mit Ihrer Technik vertieft sind.

Fotograf shootet ins Gitarrenspiel vertiefte junge Frau auf einem Sofa

Transparenz zeigen

Lassen Sie das Model auch während des Shootings immer mal einen Blick auf die bisher entstandenen Bilder werfen. Das schafft nicht nur Transparenz, das Model sieht auch direkt die schönen Ergebnisse und wird so automatisch entspannter. Kurze Pausen sind ausserdem wichtig, um im Anschluss wieder mit voller Konzentration bei der Sache zu sein. Erklären Sie anhand besonders gelungener Bilder konkret, wie vielleicht eine noch bessere Wirkung erzielt werden kann. Geben Sie aber auch Ihrem Model die Gelegenheit für ein kurzes Feedback zu den bisherigen Bildern und nehmen Sie seine Meinung ernst. Nicht das Model muss das Bild gut aussehen lassen – vielmehr ist es Aufgabe des Fotografen, das Model bestmöglich zu inszenieren.

Nach dem Shooting ist vor dem Shooting

Sind alle Bilder im Kasten, sichern Sie diese auf Ihrem Rechner, räumen vielleicht noch etwas auf, Ihr Model zieht sich um. Nutzen Sie diese Zeit für ein bisschen Smalltalk und lassen sich auch ein kurzes Feedback geben: War alles in Ordnung? Gibt es Anregungen oder Verbesserungswünsche?

Sichten Sie gemeinsam mit dem Model die fertigen Aufnahmen am Rechner. Suchen Sie 5 bis 10 Fotos aus, die Ihnen beiden gut gefallen. Vereinbaren Sie einen Zeitpunkt, zu dem Ihr Model die fertigen Fotos bekommen soll und halten Sie sich unbedingt daran. Verbindlichkeit ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Zukunft.

 

Noch mehr Tipps finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=jE654cOoFLg

Fotocollage aus drei Bildern von den Schweizer Fashion-Fotografen Karine und Oliver, Andrea Diglas und Pascal Uheli

Schweizer Fashion-Fotografen im Portrait

Die Fashion-Fotografie ist ursprünglich ein Bereich in der Fotografie, bei der Kleidungsstücke und Mode-Kollektionen zum Zweck der Werbung abgebildet werden. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich dieser Zweig der Fotografie jedoch zu einer eigenen Kunstform etabliert.
Was es mit der Kunst der Modefotografie auf sich hat, erklären uns vier Schweizer Fotografen, die ihren Fokus auf die Fashion-Fotografie gelegt haben. Karine und Oliver, Andrea Diglas und Pascal Uehli bringen Licht ins Dunkle und lassen uns an ihrer Kunst teilhaben.

Schwarzweiss-Aufnahmen von Karine und Oliver

Das Fashion-Fotografen Duo Karine und Oliver

Zwischen der Schweiz, London und Paris trifft man auf das Fotografen-Duo Karine Welter und Oliver Rust. Sie arbeiten seit etwa 10 Jahren im Bereich Mode und Beauty und fotografieren für zahlreiche Zeitschriften. Ihre feste Zusammenarbeit begann erst im Jahre 2012: «Wir arbeiten eigentlich schon seit fast 20 Jahren zusammen. Karine war zuvor Make-up Artistin, Oliver Fotograf. In dieser Konstellation haben wir sehr oft zusammengearbeitet. Irgendwann waren wir dann nicht mehr nur Arbeits-Kollegen, sondern auch privat ein Paar. Da war der Schritt zum Fotografen-Duo nur noch ein kleiner. Karine war schon immer sehr interessiert in Art-Direction und Fotografie. Zu zweit ist man einfach stärker und kann sich die Arbeit aufteilen.»

zwei Frauen mit weissen Kleidern an einem Strand – fotografiert von Karine und Oliver

PURE WHITE – 160G MAGAZINE © by Karine & Oliver – www.karine-oliver.com

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«Das hat sich eigentlich nach und nach ergeben. Zuerst haben wir Testshootings in diese Richtung gemacht. Diese Bilder haben wir dann an verschiedene Fashionmagazine verschickt und sie wurden auch gleich gedruckt. Danach kamen Anfragen von Fashionmagazinen und so sind dann auch Fashionbrands auf uns aufmerksam geworden.»

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Eines unserer Lieblingsshootings war an der Normandie in Frankreich. Wir hatten da bei einer Recherche ein Kunstwerk gefunden, welches für die Opfer des zweiten Weltkrieges errichtet wurde. Es steht direkt am Strand und ist super schön. Haben uns dann mit der Künstlerin des Kunstwerkes in Paris getroffen und sie hat uns dann das Einverständnis zum Shooting gegeben.»

«Für den Shoot haben wir mit der begabten Stylistin Becky Baik zusammengearbeitet und haben auch ein super Mädel aus Paris gekriegt welches perfekt gepasst hat. Auch jetzt, rund drei Jahre nach dem Shoot, lieben wir die Bilder nach wie vor.»

Frau in grauer Jacke mit nassen Haaren am Strand – fotografiert von Karine und Oliver

SHAPES – DASH MAGAZINE © by Karine & Oliver – www.karine-oliver.com

Die Fashion-Fotografin Andrea Diglas

Die in Wien geborene Schweizerin Andrea Diglas arbeitet seit über 25 Jahren freischaffend als Fotografin im deutschsprachigen Raum und lebt bereits seit längerer Zeit in Zürich. Während ihrer langjährigen Erfahrung durfte sie schon viele internationale Werbekampagnen und Mode-Editorials fotografieren und hat sich somit eine gut gefüllte Kundenliste aufgebaut. Im Jahre 2015 wirkte Sie in der siebten Staffel der Tv-Show Austria’s next Topmodel als Fotografin mit.

In ihren Shootings zeigt sie ihr Talent, Frauen sensibel darzustellen, und schafft es jeder Szene eine lebendige und authentische Wirkung zu verleihen.

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«1980, als ich noch in Wien lebte, versuchte ich als Modell zu arbeiten. Damals war ich zu gross für die Modekollektionen und auch viel zu schüchtern. So bin ich zur Fotografie gekommen, indem ich die Seite wechselte. Dadurch hatte ich einen Draht zur Modefotografie. Es war und ist immer noch so, dass mich das Frauenbild vor allem interessiert: Die Frau in unserer Gesellschaft. Als Frau habe ich einen anderen Zugang zu den weiblichen Modellen. Und mit dieser ‘heruntergekochten’ Erotik hatte ich in den 80er und 90er Jahren sehr Erfolg – Ich habe viel Wäsche- und Strumpfaufnahmen gemacht.»

Collage aus zwei Bildern zeigen Frauen in weisser Kleidung – fotografiert von Andrea Diglas

© by Andrea Diglas – www.diglas.com

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Für Fogal in White Sands, New Mexico USA. Da hatte ich das teuerste Modell, mit dem ich je gearbeitet habe. Es ist natürlich superspannend für so einen tollen Kunden zu arbeiten. Das waren noch andere Zeiten in der Fotografie – Ende der 90er Jahre. In der Schweiz gibt es heute sozusagen kaum einen Markt für Modefotografie. Er war nie gross, aber die Globalisierung und der starke Franken geben den Rest, dass die wenigen Firmen, die es noch gibt, im Ausland (z.B. Berlin) produzieren.»

Collage von zwei Bildern mit Frauen im Stil der 50er Jahre– fotografiert von Andrea Diglas

© by Andrea Diglas – www.diglas.com

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

«Klare Linien, reduziert, ‘less is more’, lieber weniger Styling und Make-up.»

«Ich bemühe mich immer, schönes Licht zu machen, also keine ‘trashige’ Fotografie und lichte die Frauen immer würdevoll ab, nicht objekthaft. Der Stil eines Fotografen/In kommt von selbst mit der Zeit, denn er ist der Spiegel Deiner Seele. »

Der Fashion-Fotograf Pascal Uehli

Pascal Uehli wurde in der Stadt Zürich geboren. Bereits in seiner Kindheit nahm er seine Umgebung stets aufmerksam wahr. In die Fotografie startete er jedoch erst durch seinen ursprünglichen Beruf in einem Reisebüro. Er besuchte damals viele Orte auf der Wert und begann, diese Momente durch die Fotografie festzuhalten. Um seine Kenntnisse zu verbessern, nahm er an einem Kurs des «International Center of Photography» in New York teil. Mit zunehmender Erfahrung entdeckte er seine Leidenschaft für die Fashion-Fotografie.

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«Das hat sich über die Jahre entwickelt, fotografiert habe ich schon viele Jahre davor, mit dem eigenen Fotostudio im Jahr 2011 kam das Ganze erst richtig ins Rollen. In den ersten Jahren versuchte ich meinen eigenen Bildstil zu finden, dabei habe ich mir viele Arbeiten anderer Fotografen angeschaut und mich entsprechend kreativ ausgelebt. Vor allem in den letzten zwei Jahren hat sich meine Art zu fotografieren herauskristallisiert. Es ist spannend rückblickend seine Entwicklung zu sehen und gut zu wissen, dass es nach Oben noch Luft gibt. »

www.pascaluehli.com

© by Pascal Uehli – www.pascaluehli.com

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Ein ganz spezielles Fashion-Shooting hatte ich im Herbst 2016 nahe Hamburg, als wir an der Küste ein Editorial fotografieren wollten. Das ganze Projekt war lange im Voraus geplant worden, als wir am Tag X morgens mit dem Styling begonnen haben sah das Wetter perfekt aus, doch schon bald nach dem wir Richtung Küste losgefahren waren, hat sich das Wetter schlagartig geändert. Nach und nach zogen düstere Wolken auf und der Wind wurde stärker, kaum angekommen begann es sehr stark zu regnen. In diesem Moment dachte ich mir nur wie fies das alles war.»

«Was haben wir gemacht? Fotografiert und das bei unwillkürlichen Wetterbedingungen, das ganze Team hat bei Eiseskälte, starkem Regen und Sturmböen durchgehalten, dabei sind Bilder entstanden, die einem beim Betrachten die Wetterlage spüren lassen. Ausdrucksstarke Bilder waren das Resultat und jede Mühe wert.»

Zwei Frauen am Strand mit Winterjacken – fotografiert von Pascal Uheli

© by Pascal Uehli – www.pascaluehli.com

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

«Fashion-Fotografie ist ein weiter Begriff und so habe ich diesen für mich selber definiert, ich mag die Einfachheit, klare Formen und ein möglichst natürliches Erscheinungsbild. Da darf ein Bild auch mal nicht ganz so perfekt ausfallen. Für mich steht die Person, die die Mode trägt und das entsprechende Lebensgefühl damit verkörpert, im Vordergrund. »

 «Was heisst Fashion-Fotografie überhaupt? Diese Frage habe ich mir selber gestellt. Meistens sind die Bilder aufs höchste retuschiert, angepasst, verformt, so dass schlussendlich der perfekte Mensch die perfekten Kleider trägt. Ich versuche hier einen anderen Weg einzuschlagen und möchte den Menschen in den Vordergrund rücken. Der Mensch ist nicht perfekt und das sind meine Bilder auch nicht. Genau diese Mischung aus perfekter Un-Perfektion machen meine Bilder aus. Unterstrichen wird mein eigener Stil durch die Einfachheit und Schlichtheit.»