Freunde auf einem Gruppenfoto

So schiessen Sie ausdrucksstarke Gruppenfotos

Zu feierlichen Anlässen wie Hochzeiten, Geburtstage, Jubiläen und ähnlichen gehört ein Gruppenfoto zur Erinnerung an den besonderen Tag. Je nach Anzahl der Personen stellt dieses allerdings auch erfahrenere Fotografen vor eine echte Herausforderung. Sind alle im Bild zu sehen? Schauen alle in die Kamera oder hat jemand geblinzelt? Mit unseren Tipps rund um Equipment, Kameraeinstellungen und Gruppenaufstellung gelingt Ihnen das nächste Gruppenbild garantiert.

Kamera und Objektiv

Im Hinblick auf die verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten ist eine Systemkamera oder Spiegelreflexkamera natürlich am besten geeignet. Durch die verstellbaren Parameter, wie Blendenzahl, Belichtungszeit und ISO-Wert, können Sie die herrschenden Lichtverhältnisse besser ausgleichen. Dies ist bei der Verwendung einer Kompaktkamera oder eines Smartphones nur eingeschränkt möglich. Bei guten Lichtverhältnissen können diese jedoch auch gute Ergebnisse erzielen.

Bei einer Kamera mit Wechselobjektiv verwenden Sie am besten ein Normalobjektiv mit einer festen Brennweite von 50mm oder ein leichtes Tele, wenn es sich um eine grosse Gruppe handelt. Die Verwendung eines Weitwinkelobjektives ist dagegen nicht zu empfehlen, da dieses für Verzerrungen und unnatürliche Proportionen im Gruppenbild sorgt.

Stativ verwenden

Für ein fehlerfreies Gruppenfoto ist ein Stativ nahezu unverzichtbar. Es ermöglicht wackelfreie Bilder und Sie können die Kamera bequem auf den gewünschten Bildausschnitt ausrichten, ohne diesen ständig neu suchen zu müssen. Insbesondere bei grösseren Gruppen können Sie mit dem Stativ eine höhere Kameraposition wählen, damit alle Personen aufs Bild passen.

Für spontane Gruppenbilder unterwegs eignen sich kleine Reisestative, die meist leichter und besser zu transportieren sind. Hat man unterwegs eine Erhöhung zur Verfügung, zum Beispiel eine Bank oder eine Mauer, kann man auch diese nutzen, um die Kamera für das Gruppebild zu stabilisieren.

Eine passende Kulisse für Gruppenfotos wählen

Neben der Gruppe selbst ist vor allem der Hintergrund für ein gelungenes Gruppenfoto entscheidend. Dieser sollte grundsätzlich ruhig und nach Möglichkeit in gedeckten Farben sein, um die Gruppe als Hauptmotiv des Bildes hervorzuheben. Ein bewegtes Stadtbild als Kulisse oder grelle Lichter im Hintergrund sind dagegen weniger geeignet, da sie sehr ablenkend wirken und die Gruppe im Bild untergehen lassen.

Familienfoto im Garten

Bei grellem Sonnenschein herrschen im Schatten gute Lichtverhältnisse für ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Des Weiteren ist eine Kulisse im Freien wegen der meist besseren Lichtverhältnisse geeigneter, als geschlossene Räume. Dabei sollten Sie grelles Sonnenlicht wie etwa zur Mittagszeit vermeiden. Dieses wirft harte Schatten, welche dann auch auf den Gesichtern der Personen im Bild zu sehen sind. Bei sanftem Sonnenlicht sollten Sie darauf achten, dass dieses seitlich auf die Personen fällt, da dies später im Bild am natürlichsten wirkt. Bei direktem Licht von hinten bzw. vorn kämen ungewollte Schatten der Gruppe bzw. der Kamera und des Fotografen mit ins Bild. Ideal ist ein leicht bedeckter Himmel oder ein schattiges Plätzchen für gut ausgeleuchtete Gruppenfotos.

Möchten Sie ein Gruppenbild in einem Innenraum machen, sollten Sie einen Blitz verwenden, um die Gruppe besser auszuleuchten. Fenster und Lampen können dabei eine hervorragende Unterstützung sein. Nutzen Sie je nach Möglichkeit auch weisse Wände und helle Oberflächen zum Reflektieren des Lichts.

Gruppe richtig aufstellen

Achten Sie bei der Anordnung der Personen darauf, dass diese möglichst eng stehen. Dies sorgt einerseits dafür, dass alle ins Bild passen und schafft andererseits im Foto eine bessere Gruppenwirkung. Bei grossen Gruppen ist ein leichter Anstieg nach hinten oder eine Treppe hilfreich, um auch die hinteren Reihen gut sichtbar zu platzieren. Experimentieren Sie bei der Aufstellung mit unterschiedlichen Höhen und Posen der Personen für eine dynamische Bildwirkung oder schaffen Sie bewusst eine klare Symmetrie für ein ausdrucksstarkes Gruppenfoto. Um die Gesichter ästhetisch in Szene zu setzen, hilft es, wenn alle das Kinn leicht anheben und nach oben strecken.

Probieren Sie verschiedene Perspektiven aus, um ein spannendes Fotomotiv zu schaffen. Je nach Kulisse und Platz können Sie die Gruppe etwa von oben oder aus der Froschperspektive fotografieren. Um eine gut verteilte Bildschärfe zu erhalten, sollten Sie immer die Mitte der Gruppe fokussieren. Für aussergewöhnliche Gruppenbilder können Sie aber natürlich mit Fokus und Bildausschnitt experimentieren und etwa auf ein bestimmtes Detail fokussieren oder nur die Schuhe der Personen einfangen.

Ausschnitt einer Gruppe Männer mit Fokus auf die bunten Socken

Der Ausschnitt des Gruppenbildes, in dem nur die Schuhe zu sehen sind, sorgt für ein lustiges und aussergewöhnliches Motiv.

 

Kameraeinstellungen

Wie so oft variieren die benötigten Kameraeinstellungen sehr stark aufgrund der Lichtverhältnisse der gewählten Kulisse. Um die perfekten Werte der einzelnen Parameter zu ermitteln, sollten Sie verschiedene Kombinationen ausprobieren. Grundlegend sollten Sie die Blende etwas weiter schliessen (grössere Blendenzahl), um eine höhere Schärfentiefe zu erreichen. Die ist in Kombination mit einer leicht verlängerten Belichtungszeit besonders bei grossen Gruppen wichtig, um auch die hinteren Reihen scharf abbilden zu können. Die Belichtungszeit sollte allerdings auch nicht zu lang sein, da kleine Bewegungen der Personen sonst für Verzerrungen im Gruppenbild sorgen. Gegebenenfalls müssen Sie auch den ISO-Wert entsprechend der Blendenzahl erhöhen, um eine gleichmässige Schärfe im Bild zu erhalten. Ist der ISO zu hoch, macht sich das in unerwünschtem Bildrauschen bemerkbar.

 

Gruppe, die hintereinander aufgestellt ist

In dieser Aufstellung ist die Schärfentiefe nicht ausreichend. Die hinteren und vorderen Personen sind unscharf.

Beim Fotografieren eines Gruppenbildes in Innenräumen empfiehlt es sich ausserdem, die Farbtemperatur mit Hilfe eines Farbfilters anzupassen. Wenn sich das aus Fenstern einfallende Tageslicht mit Kunstlicht mischt, kann es zu unschönen Farbstichen im Bild kommen, die durch das Verändern der Farbtemperatur ausgeglichen werden.

Serienbild, Intervalltimer & Co

Neben den verschiedenen Einstellungsparametern, die für ein gut ausgeleuchtetes Motiv sorgen, spielt auch der Auslöser beim Gruppenbild eine wichtige Rolle. Um den perfekten Moment zu erwischen, empfiehlt sich beispielsweise die Serienbildfunktion. Hier schiesst die Kamera mehrere Fotos hintereinander, solange Sie den Auslöser gedrückt halten. Einige Kameras verfügen auch über einen Intervalltimer, der in festgelegten Zeitabständen immer wieder ein Foto macht.

Wenn Sie als Fotograf selbst mit aufs Bild sollen, können Sie bei nahezu allen Kameras einen Timer oder auch Selbstauslöser einstellen. Um mit auf dem Bild zu sein, ohne hektisch auf Position rennen zu müssen, empfiehlt sich ein Funkauslöser. So können Sie bequem den Auslöser betätigen, wenn Sie und der Rest der Gruppe bereit sind.

Das richtige Timing

Ein ausdrucksstarkes Gruppenbild ist eine Frage des richtigen Timings. Besonders bei grossen Gruppen ist es nicht leicht, gleichzeitig die Aufmerksamkeit und das beste Lächeln aller Personen zu erhalten. Damit alle gleichzeitig in die Kamera lächeln, verwenden viel Fotografen die üblichen Anweisungen wie „Cheese“ oder „bitte lächeln“. Hier hilft die bereits genannte Serienbildfunktion, um den einen perfekten Moment im Kasten zu haben. Doch irgendjemand blinzelt fast immer. Hierfür gibt es einen kleinen Trick: Bitten Sie alle Personen des Gruppenbildes die Augen zu schliessen und erst auf Ihre Anweisung wieder zu öffnen, denn nach dem Augenöffnen gibt es ein kurzes Zeitfenster, in dem keiner ungewollt blinzeln muss. Zählen Sie am besten bis Drei runter und geben dann die Anweisung „Augen auf“.

Gruppenfotos bleiben stets anspruchsvolle Motive. Mit diesen Tipps sind Sie allerdings bestens gerüstet für das nächste Shooting mit der Familie oder den Freunden.

Bewerbungsfoto: Winzer im Weinberg

Individuelle Bewerbungsbilder für den passenden Job

Auch wenn heute nicht mehr bei jedem Arbeitgeber nötig ist, kann das richtige Bild manchmal die Entscheidung für eine Einladung zum Gespräch ausmachen. Wichtig ist dabei nicht die passende Frisur oder Brille, sondern die Ausstrahlung des Bewerbers. Wenn Sie sich entscheiden, Ihrer Bewerbung ein souveränes Bild beizufügen, lohnt es sich ein wenig Zeit zu investieren, um die Chancen auf den Traumjob zu erhöhen.

Dabei muss es nicht immer das typische Studiobild mit Rollwand und Tapetenmuster sein. Kreative Bilder, die sich abheben, werden immer beliebter. Ob seriös oder kreativ, für jeden Berufszweig kann man das gewisse Etwas finden und auch mit einfacher Ausrüstung ein gutes Bewerbungsbild selbst machen.

Die richtige Vorbereitung

Überlegen Sie sich zunächst wie sie auf Ihrem Bild wirken wollen. Seriös, kreativ, freundlich, professionell: Das alles können Sie mit dem richtigen Foto transportieren. Das Foto sollte Ihre Persönlichkeit zeigen, ohne privat zu werden.

Entscheidend ist natürlich auch, in welcher Branche und welchem Unternehmen Sie sich bewerben, denn die Personalabteilung einer Bank möchte von Ihnen ein schlichteres Bild als die einer Marketingfirma. Schauen Sie sich ausserdem das Image und die Philosophie Ihres Wunscharbeitgebers genau an, um die Erwartungen abzulesen und zu erfüllen. Dabei sind auch Unternehmensfarben und die bestehende Fotosprache wichtig. Wenn Ihr Bild sich von vornherein in das Firmenbild einfügt, erhöht das Ihre Chancen deutlich.

Die richtige Technik

Das wichtigste Werkzeug ist auch bei diesem Fotoshooting ein Stativ. Es sichert die Qualität durch die Stabilisierung. Ausserdem können Sie so die Kamera auf Ihre Augenhöhe positionieren. Wenn Sie sich selbst fotografieren, sollten Sie mit einem Fernauslöser arbeiten. Mit dem zeitversetzten Auslösen hasten Sie zwischen Position und Kamera hin und her, das bringt Unruhe in das Bild und kostet Zeit und Nerven.

Systemkameras mit schwenkbarem Live-View Bildschirm sind natürlich optimal, sollten Sie alleine shooten. Prinzipiell können Sie mit jeder Kamera mit mindestens 12 Megapixel arbeiten.

Findet das Shooting im geschlossenen Raum statt, ist das richtige Licht entscheidend. Fotografieren Sie tagsüber in der Nähe eines Fensters. Nutzen Sie so viel natürliches Licht wie möglich. Fotografieren Sie ohne direkten Blitz, um harte Kanten und Schatten zu vermeiden. Für künstliche Lichtquellen eignen sich Studioblitze oder Softboxen am besten. Hier lernen Sie, wie Sie einen Diffusor oder Reflektor selbst bauen können.

Bewerbungsbilder mit natürlichem Licht

Wie schon erwähnt, haben sich die typischen Bilder vor einheitlich dunklem oder weissem Hintergrund in einem Studio ein wenig überholt. Sie sagen wenig über die Person aus und gehen in der Masse an Bewerbungen unter. Ein Bild im Freien kann sehr natürlich und freundlich wirken. Ausserdem haben Sie hier den Vorteil, natürliches Licht nutzen zu können.

Bewerbungsfoto: zurückhaltender verschwommener Hintergrund

Wenn der Hintergrund eher zurückhaltend sein soll, können Sie ihn mit Hilfe einer kleinen Blende verschwimmen lassen. Nutzen Sie dafür ein Objektiv mit Festbrennweite (35 oder 50 mm). Spielen Sie mit der Blendenöffnung und passen Sie die Belichtung an. Bei der Portraitfotografie sollte die Belichtungszeit nicht zu lang sein, da sich das Motiv, wenn auch nur leicht, bewegt und damit Unschärfen entstehen.

Tipp: Je seriöser das Unternehmen, desto zurückhaltender der Hintergrund.

Das Arbeitsumfeld im Bewerbungsfoto

Je ferner der Beruf von Schlips und Krawatte entfernt ist, desto lässiger kann das Bild sein. Es wirkt sehr natürlich und vor allem passend, wenn Ihr Bewerbungsbild in der Berufsumgebung entsteht. Besonders bei handwerklichen Berufen kann das Shooting in die Werkstatt oder die Baustelle verlegt werden. Sie sollten darauf achten, trotz gewohnter Umgebung gepflegt und professionell aufzutreten. Das Gesicht muss deutlich erkennbar sein und der Bewerber die einzige Person auf dem Bild.

Mit der Blendenöffnung können Sie den Hintergrund, also die Umgebung, unterschiedlich stark verschwimmen lassen oder fokussieren. Nutzen Sie natürliches bzw. weiches Licht, um den Raum auszuleuchten. Harte Schatten und grelle Farben lenken zu sehr vom Bewerber ab. Versuchen Sie diese zu vermeiden oder in der Nachbearbeitung zu reduzieren. Achten Sie auf einen aufgeräumten Hintergrund, auch wenn er stark verschwimmt, denn auch wenn er in der Szene hilft, sollte der Fokus nicht vom portraitierten Bewerber abgleiten.

Bewerbungsfoto: Winzer im Weinberg

Job-Requisiten einbauen

Diese Art der Bewerbungsfotos ist wirklich nur etwas für schöpferische Branchen. Hier sind der Kreativität quasi kaum grenzen gesetzt, um seine Persönlichkeit und damit auch sein Talent in Szene zu setzen. Besonders Musiker, Künstler, Tänzer, aber auch Handwerker, Maler oder zum Beispiel Zoowärter wirken talentiert und professionell in ihrer gewohnten Umgebung.

Achten Sie bei Ihren Bildern dennoch darauf, dass das Gesicht gut erkennbar ist. Bei einem inszenierten Shooting können Sie entsprechendes Handwerkszeug, also Pinsel, Musikinstrumente oder sogar die Tiere eines Tierpflegers gemeinsam mit dem Bewerber in Szene setzen. Diese Fotos sind nicht geeignet um Sie selbst aufzunehmen, hier brauchen Sie Unterstützung.

Bewerbungsfoto: Gitarrist in buntem Scheinwerferlicht

Fazit

Egal, ob Bäcker, Musiker oder Bürojob, jedes Bewerbungsbild lässt sich mit einem passenden Hintergrund aufpeppen. Bei der Nachbearbeitung heisst es: Weniger ist mehr, denn Sie sollen schliesslich wiedererkannt werden. Die richtige Pose und was sonst bei Bewerbungsfotos zu beachten ist, können Sie hier nachlesen.

Tipps für das richtige Foto Make-Up

Styling-Tipps für Portraitaufnahmen

Sich für ein Foto-Shooting zu schminken, unterscheidet sich grundsätzlich vom normalen Schminkverhalten. Was der Spiegel nicht immer sehen kann, wird oftmals etwas uncharmant von der Kamera hervorgezaubert. Kleine Makel nimmt die Kamera stärker wahr, als es der Realität entspricht. Wir verraten Ihnen, wie Sie sich für ein professionelles Foto-Shooting selbst schminken können.

Besonderheiten des Foto Make-Ups

Schon vor einem Foto-Shooting sollten Fragen nach der Location und dem Licht geklärt werden. Je nach gewählter Lichtquelle wirken Farben später auf den Aufnahmen ganz anders. Das gilt insbesondere für das Make-Up. Sonnenlicht bringt beispielsweise Farben, Make-Up-Fehler und kleine Hautmakel stärker zur Geltung als eine Studiobeleuchtung. Daher sollte das Make-Up bei Tageslichtaufnahmen nie zu kräftig ausfallen. Handelt es sich hingegen um ein Studio-Shooting mit künstlichen Lichtquellen, kann das Make-Up auch gerne kräftiger ausfallen, da das Licht Farben verschluckt.

Vergleich der Wirkung von Make-up: Natürliches Licht und künstliches Licht

Wirkung verschiedener Lichtquellen auf Make-up und Farben: links: Tageslicht, rechts: künstliches Studiolicht

Tipps für das richtige Foto Make-Up

Ein gutes Foto Make-Up beginnt bereits mit der richtigen Vorbereitung. Vor einem Shooting ist es ratsam nicht mit neuen Pflege- oder Kosmetikprodukten zu experimentieren. Hautirritationen und kleine Entzündungen lassen sich nicht in jedem Fall wegschminken. Auch das Zupfen der Augenbrauen, sollte nicht unmittelbar vor dem Shooting stattfinden. Um die Haut optimal auf das Make-Up vorzubereiten, ist eine gute Grundierung zu empfehlen. Greifen Sie daher zu einer leichten Tagescreme, die auf Ihren Hauttyp abgestimmt ist.

Foto Make-Up: Der Teint

Für ein professionelles Foto Make-Up ist ein ebenmässiger Teint das A und O. Eine gut deckende Foundation oder gar ein Camouflage Make-Up sind daher sehr zu empfehlen. Achten Sie bei der Auswahl der Produkte darauf, dass das Produkt zum einen keinen UV-Schutz besitzt, um reflektierende Flecken beim Einsatz von Blitzlicht zu vermeiden, und zum anderen sollte die Nuance des Make-Ups unbedingt mit Ihrem Hautton übereinstimmen. Ebenso sollten Sie bei der Auswahl darauf achten, dass das Make-Up zu Ihren Hautbedürfnissen passt. Neigen Sie beispielweise zu einer trockenen Haut, sollten Sie kein mattierendes Make-Up verwenden, da dies Ihre Haut zusätzlich austrocknet, was wiederum auf den Aufnahmen nicht gut aussehen wird.

Für ein natürliches Finish tragen Sie die Foundation am besten mit einem kleinen Make-Up Schwamm auf. Arbeiten Sie die Foundation mit klopfenden Bewegungen in die Haut ein und mattieren Sie Ihre Stirn, den Nasenrücken und das Kinn mit einem transparenten Puder abschliessend ab. Im Laufe eines Shootings neigen diese Stellen dazu, schneller zu glänzen, als zum Beispiel die Wangen.

Foto Make-Up: Konturieren

Um Ihrem Gesicht für die späteren Aufnahmen wieder mehr Kontur und somit auch mehr Dreidimensionalität zu verleihen, ist es nun wichtig, das Gesicht mit einem Konturpuder richtig zu konturieren. Diese Technik wird von professionellen Visagisten sehr gerne verwendet, damit das Gesicht auf den Bildern später nicht zu platt wirkt. Nehmen Sie zunächst ein Konturpuder, welches ein paar Nuancen dunkler ist, als Ihr eigentlicher Hautton sowie einen abgeschrägten Pinsel und betonen Sie damit die Partien unter Ihren Wangenknochen, die Schläfen und die obere Stirn bis zum Haaransatz. Achten Sie beim Auftrag darauf, dass die Linien nicht zu hart wirken. Dies gelingt am besten, wenn man das Produkt gut einarbeitet und verblendet.

Auf den Wangen können Sie ruhig, je nach Typ, zu einem leichten Rosa oder einem dezenten Pfirsich-Ton greifen. Damit wirken Sie sehr frisch und natürlich auf den Aufnahmen. Um dem Gesicht noch mehr Dreidimensionalität zu verleihen, nehmen Sie nun einen Highlighter zur Hand. Für ein optimales Ergebnis empfiehlt sich hier ein flüssiger Highlighter, da dieser am natürlichsten aussieht. Diesen tragen Sie mit Ihrem Finger auf den oberen Wangenknochen auf sowie auf dem Nasenrücken und dem Lippenbogen. Dadurch kommen diese Stellen auf den Aufnahmen später besser zur Geltung. Welche Stellen Sie für ein tolles Foto Make-Up noch konturieren sollten, können Sie unserer Grafik entnehmen.

Grafik: Diese Stellen werden im Gesicht konturiert für ein Foto Make-up

Tipps für Portraitaufnahmen in Schwarz-Weiss

Handelt es sich bei Ihrem Foto-Shooting um ein Schwarz-Weiss-Shooting, sollten Sie sich bewusst sein, dass diese insgesamt nicht so hautschmeichelnd sind, wie Farbaufnahmen. Das Foto Make-Up erfordert in diesem Fall stärkere Konturen sowie eine Stärkere Betonung der Lippen, Wangen und Augen. Ebenso sollte man beachten, dass Narben, Hautprobleme und Falten bei Schwarz-Weiss-Aufnahmen viel Stärker zur Geltung kommen als auf Farbbildern. Daher ist es ratsam ein stark deckendes Make-Up zu verwenden, welches Ihre Haut nicht austrocknet.

Silhouette einer Frau vor dem Sonnenuntergang am Meer.

Portraitfotografie – drei Ideen für das etwas andere Portraitfoto

Bei der Portraitfotografie geht es darum, eine (oder mehrere) Person(en) in das rechte Licht zu rücken. Während in anderen Foto-Disziplinen häufig mehrere Bildelemente ineinandergreifen, soll bei der Portraitfotografie vorwiegend der einzelne Mensch abgebildet werden.

Die Möglichkeiten, den zu portraitierenden Mensch darzustellen, erweitern sich und entfernen sich von der klassischen Darstellung, wie man sie etwa von Bewerbungsfotos kennt.

Erfahren Sie in diesem Artikel wie es gelingt, Personen in unschuldig oder mystisch anmutender Weise darzustellen, ihre Grösse nach Belieben zu verändern und ihre Form gekonnt zum Ausdruck kommen zu lassen.

Die richtige Vorbereitung erspart Enttäuschungen

Eine gute Vorbereitung spielt, wie so häufig, auch in der Portraitfotografie eine grosse Rolle. Darunter fällt beispielsweise die Wahl einer geeigneten Ausrüstung, aber auch die Kommunikation mit dem Model.

Für Portraitaufnahmen werden oftmals Objektive mit mittlerer bis grosser Brennweite eingesetzt, da diese einerseits über eine gute Freistellungseigenschaft verfügen und andererseits eine gewisse Wohlfühldistanz zu dem Model gewähren. Das von Ihnen eingesetzte Objektiv sollte im besten Fall lichtstark sein, also auch niedrigere Blendenzahlen zulassen. Mit Hilfe einer Offenblende gelingt es Ihnen so, das Model sichtbar vom Hintergrund freizustellen. Ausserdem erhalten Sie durch ein lichtstarkes Objektiv die Möglichkeit, auch in schlecht ausgeleuchteten Umgebungen Fotos mit niedrigem ISO Wert zu schiessen.

Eine weitere wichtige Voraussetzung für gute Portraitfotos bildet die Kommunikation mit dem Model. Um Enttäuschungen zu vermeiden, sollten Sie und Ihr Model sich bereits im Vorfeld einig darüber sein, welche Art von Bildern geschossen werden. Teilen Sie dem Model ausserdem rechtzeitig mit, welche Kleidung und welche sonstigen Hilfsmittel für das Shooting benötigt werden.

Entgegen aller üblichen Konventionen – über- und unterbelichten

Für besondere Portraitaufnahmen ist es manchmal empfehlenswert, von der ausgewogenen Belichtungsskala abzuweichen. Verschiebt man den Regler der Skala nämlich in den positiven oder negativen Bereich, entstehen oftmals reizvolle Aufnahmen.

Bei High-Key-Aufnahmen wird gezielt überbelichtet, während bei Low-Key-Aufnahmen gezielt unterbelichtet wird.

Gegenüberstellung einer High-Key-Aufnahme mit einer Low-Key-Aufnahme.

Wählt man einen positiven Wert auf der Skala, so wird das Bild überbelichtet. Die Anwendung der beabsichtigten Überbelichtung findet sich häufig in der Portraitfotografie wieder und wird mit dem Begriff High-Key Fotografie umschrieben. Die grellen Aufnahmen versprühen durch ihren hohen Weissanteil und den verhältnismässig geringen Schwarzanteil ein Gefühl der Unbeschwertheit und Reinheit.

Wird ein negativer Wert auf der Belichtungsskala gewählt, so wird das Bild unterbelichtet. Auch diese Art der Fotografie erfreut sich besonderer Beliebtheit im Bereich der Portraitfotografie. Die sogenannte Low-Key Fotografie erzeugt aufgrund ihrer vorwiegend dunkel gehaltenen Aufnahmen eine mystische und düstere Atmosphäre.

Für ein noch eindrucksvolleres Erscheinungsbild wird sowohl in der High-Key als auch in der Low-Key-Fotografie häufig nur mit dem Schwarz-Weiss-Farbspektrum gearbeitet.

Spiel der Perspektiven – Was schon bei Herr der Ringe geklappt hat …

Eine weitere Möglichkeit für besondere Portraitaufnahmen ergibt sich aus der Perspektive, welche die Kamera im Verhältnis zum Model einnimmt. Die erzwungene Perspektive (engl. forced perspective) umschreibt eine sehr beliebte Technik, die häufig in den Bereichen Film, Kunst und Architektur eingesetzt wird.

Hierbei werden Objekte grösser oder kleiner dargestellt, als sie in Wahrheit sind. Dies wird dadurch erreicht, dass einzelne Objekte näher bzw. weiter von der Kamera entfernt platziert werden. Die Illusion entsteht letztlich durch den Vergleich zu einem anderen Motiv, was entsprechend gegensätzlich platziert ist. Ein sehr prominentes Beispiel aus dem Bereich des Films stellt die Filmreihe Herr der Ringe dar, bei der die zierlichen Hobbits und Zwerge in weiterer Entfernung von der Kamera positioniert wurden, als etwa die grossen Menschen und Elben.

Die im Vordergrund stehende Person erscheint aufgrund ihrer Nähe zur Kamera grösser, als die im Hintergrund abgebildete Person

Die im Vordergrund stehende Person erscheint aufgrund ihrer Nähe zur Kamera grösser, als die im Hintergrund abgebildete Person.

Hierbei sollten Sie grundsätzlich darauf achten, eine ausreichend grosse Tiefenschärfe (kleine Blende) zu verwenden, damit sowohl das Model als auch das in Relation gesetzte Bildmotiv scharf erscheinen. Oftmals bietet sich ausserdem der Einsatz eines Weitwinkelobjektivs an, mit dem Sie aus einem niedrigen Winkel heraus Ihr Model noch grösser erscheinen lassen können. Vermeiden Sie es jedoch, sehr geringe Brennweitenbereiche zu benutzen, damit Ihr Model nicht verzerrt dargestellt wird.

Formen statt Details – Silhouetten

Obwohl Emotionen und Charaktereigenschaften häufig über die Gesichtszüge einer Person transportiert werden, so offenbaren auch die Form und Umrisse einer Person Einblicke in deren Persönlichkeit. Bei der Fotografie von Silhouetten beschränkt sich der Fotograf ganz bewusst auf das Portraitieren der äusseren Erscheinungsform des Models.

Silhouette einer Frau vor dem Sonnenuntergang am Meer.

Bei der Fotografie von Silhouetten treten die Formen des Fotografierten in den Vordergrund.

Silhouetten-Bilder lassen sich auf natürlichem Wege am besten schiessen, wenn die Sonne tief steht, das heisst zum Zeitpunkt des Sonnenaufgangs oder des Sonnenuntergangs. Beim Bildaufbau sollten Sie beachten, dass Ihr Model auf horizontaler Linie vor der Sonne steht und diese verdeckt. Nehmen Sie deshalb einen niedrigen Kamerawinkel ein. So wird verhindert, dass Ihr Model in der Silhouette des restlichen Vordergrunds verloren geht.

Weiterhin ist es wichtig, einen passenden Hintergrund für das Silhouetten-Shooting zu wählen. Der Hintergrund (in den meisten Fällen der Horizont) sollte im Idealfall einheitlich beschaffen sein, keine Ablenkung darbieten und in etwa 2/3 des gesamten Bildes einnehmen. Für Aufnahmen in urbaner Umgebung lohnt es sich, Fussgängerunterführungen oder Tunnel aufzusuchen und den Ausgang als Gegenlichtquelle zu nutzen.

Wählen Sie für Ihre Silhouetten-Aufnahmen eine kleine Blende, um somit eine höhere Tiefenschärfe im Bild zu erzeugen. Mit Hilfe von kurzen Verschlusszeiten ist es Ihnen auch möglich, Ihr Model in bewegter Form in Szene zu setzen. Das Experimentieren mit unterschiedlichem Aufbau verschafft viel Freude und beschert überraschende Ergebnisse.

Natürlich wirkendes Portrait-Foto einer rothaarigen jungen Frau vor See-Kulisse

Reden ist Gold – Kommunikation mit dem Model beim Fotoshooting

In der Portraitfotografie oder auch bei Fashion-Shootings liegt der Fokus klar auf dem Menschen vor der Kamera. Ihr Model muss dafür kein Profi sein. Entscheidend für schöne, natürliche Fotos ist nicht nur das technische Know-How des Fotografen, sondern auch seine soziale Kompetenz im Umgang mit dem Model. Wir verraten Ihnen, wie Sie mit der richtigen Kommunikation eine vertrauensvolle Atmosphäre erzeugen und so das optimale Setting für tolle Resultate schaffen.

Kommunikation vor dem Fotoshooting

Ein kurzes Telefonat im Vorfeld oder ein persönliches Treffen sind gute Möglichkeiten, um offene Fragen zu klären und wichtige Details abzustimmen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn Sie zum ersten Mal mit diesem Model zusammenarbeiten. So haben Sie Gelegenheit, erste Ideen vorzustellen und sich über gemeinsame Vorstellungen auszutauschen.

Das hilft auch dem Model, sich auf das Shooting einzustellen und gibt Sicherheit. Vor allem Menschen, die nicht regelmässig oder vielleicht sogar zum ersten Mal vor einer Kamera stehen, sind oft zunächst unsicher oder gehemmt. Nach einem Gespräch können sie besser einschätzen, was beim Shooting auf sie zukommt.

Manchen Models hilft es, eine Vertrauensperson beim Shooting dabei zu haben. Anderen ist es eher unangenehm, wenn sie beim Fotografieren beobachtet werden oder sie lassen sich zu sehr ablenken. Weisen Sie im Vorfeld auf diese Möglichkeit hin.

Stress vermeiden vor der Kamera

Vor einer Kamera zu posieren, bedeutet vor allem für unerfahrene Models zunächst einmal auch Stress. Dieser kann durch äussere Faktoren verstärkt werden. Sorgen Sie deshalb von Anfang an für eine entspannte Atmosphäre.

Planen Sie ausreichend Zeit ein: Gute, natürliche Bilder entstehen eher selten in ein paar Minuten. Bricht wegen einer zu eng gestrickten Zeitplanung Hektik aus, wird sich das auch auf den fertigen Fotos bemerkbar machen. Wählen Sie einen Termin, der auf beiden Seiten nicht durch wichtige Folgetermine begrenzt ist. Das reduziert den Druck und sorgt für ein entspanntes Arbeiten.

Nehmen Sie sich Zeit zum Ankommen. Beide Seiten müssen sich zunächst öffnen und aufeinander einstellen. Nur so wird es Ihnen gelingen, Ihr Model „ohne Maske“ aufs Bild zu bekommen und den Menschen vor der Kamera so zu zeigen, wie er wirklich ist.

Das Eis brechen

Zeigen Sie Selbstsicherheit, aber kommunizieren Sie stets respektvoll und auf Augenhöhe mit dem Model. Vergessen Sie nie, dass Sie kein Objekt, sondern einen Menschen vor der Linse haben. Natürlich ist ein sicherer Umgang mit Ihrer Technik wichtig. Viel mehr kommt es aber auf Ihre soziale Kompetenz an. Jeder Mensch verhält sich anders, wenn er vor einer Kamera agieren soll. Eine vertrauensvolle, gelöste Atmosphäre ist eine wichtige Basis für ein gelungenes Shooting. Alle Beteiligten sollten zu jeder Zeit offen sagen können, was sie wollen, wenn sie etwas nicht möchten oder sich in einer Situation unwohl fühlen.

Als Fotograf sind sie immer auch Entertainer. Locken Sie Ihr Model aus der Reserve! Verwickeln Sie Ihr Gegenüber in ein lockeres Gespräch über Alltägliches. Das eigene Haustier, Hobbys oder der geplante Urlaub sind Themen, über die jeder gern spricht.

Wozu Posen?

Posen erzeugen Spannung, Dynamik und Stimmung und lassen ein Foto lebendig wirken. Das klappt am besten, wenn die Posen möglichst natürlich wirken. Vor allem Gesichter können ganze Geschichten erzählen, Emotionen transportieren. Gerade Models, die noch nicht viel Erfahrung vor der Kamera haben, brauchen hierfür klare Anweisungen vom Fotografen. Models mit mehr Kameraerfahrung müssen Sie vielleicht eher bremsen. Viele Fotografen arbeiten auch mit Musik, um eine natürliche, lockere Atmosphäre zu kreieren.

Beschreiben Sie genau, was Sie sich vom Model wünschen, oder noch besser: Machen Sie es vor! Das Model kann sich selbst nicht sehen. Zeigen Sie, wie die Pose aussehen soll. Das ist nicht nur effektiver, als lange Erklärungen, sondern lockert auch die Stimmung. Auch Beispielbilder sind geeignet, um zu verdeutlichen, was Sie sich konkret für das nächste Motiv vorstellen.

Geben Sie positives Feedback! Ein simples „das machst du gut“ kann Wunder bewirken und baut Unsicherheiten ab. Wenn Sie selbst mal nicht so begeistert von einem Ergebnis sind, lassen Sie das Ihr Model nicht merken. Auch wenn eine Pose verbesserungswürdig ist: Bleiben Sie positiv und motiviert, aber konkret und klar in Ihren Anweisungen. Sagen Sie vor jeder Sequenz, worauf es Ihnen jetzt besonders ankommt (Ausdruck, Stimmung, Posing).

Im Kontakt bleiben

Konzentrieren Sie sich nicht zu sehr auf das Display oder Ihre Technik. Bleiben Sie im Kontakt mit Ihrem Model. Kontinuierliche Kommunikation erhält eine lockere Atmosphäre aufrecht und diese lässt tolle Fotos oft aus der Situation heraus entstehen. Es wäre doch schade, wenn Sie einen solchen Moment verpassen, weil Sie gerade in einen intensiven Dialog mit Ihrer Technik vertieft sind.

Fotograf shootet ins Gitarrenspiel vertiefte junge Frau auf einem Sofa

Transparenz zeigen

Lassen Sie das Model auch während des Shootings immer mal einen Blick auf die bisher entstandenen Bilder werfen. Das schafft nicht nur Transparenz, das Model sieht auch direkt die schönen Ergebnisse und wird so automatisch entspannter. Kurze Pausen sind ausserdem wichtig, um im Anschluss wieder mit voller Konzentration bei der Sache zu sein. Erklären Sie anhand besonders gelungener Bilder konkret, wie vielleicht eine noch bessere Wirkung erzielt werden kann. Geben Sie aber auch Ihrem Model die Gelegenheit für ein kurzes Feedback zu den bisherigen Bildern und nehmen Sie seine Meinung ernst. Nicht das Model muss das Bild gut aussehen lassen – vielmehr ist es Aufgabe des Fotografen, das Model bestmöglich zu inszenieren.

Nach dem Shooting ist vor dem Shooting

Sind alle Bilder im Kasten, sichern Sie diese auf Ihrem Rechner, räumen vielleicht noch etwas auf, Ihr Model zieht sich um. Nutzen Sie diese Zeit für ein bisschen Smalltalk und lassen sich auch ein kurzes Feedback geben: War alles in Ordnung? Gibt es Anregungen oder Verbesserungswünsche?

Sichten Sie gemeinsam mit dem Model die fertigen Aufnahmen am Rechner. Suchen Sie 5 bis 10 Fotos aus, die Ihnen beiden gut gefallen. Vereinbaren Sie einen Zeitpunkt, zu dem Ihr Model die fertigen Fotos bekommen soll und halten Sie sich unbedingt daran. Verbindlichkeit ist ein weiterer wichtiger Baustein für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Zukunft.

 

Noch mehr Tipps finden Sie hier: https://www.youtube.com/watch?time_continue=2&v=jE654cOoFLg

Fotocollage aus drei Bildern von den Schweizer Fashion-Fotografen Karine und Oliver, Andrea Diglas und Pascal Uheli

Schweizer Fashion-Fotografen im Portrait

Die Fashion-Fotografie ist ursprünglich ein Bereich in der Fotografie, bei der Kleidungsstücke und Mode-Kollektionen zum Zweck der Werbung abgebildet werden. Im Laufe der vergangenen Jahre hat sich dieser Zweig der Fotografie jedoch zu einer eigenen Kunstform etabliert.
Was es mit der Kunst der Modefotografie auf sich hat, erklären uns vier Schweizer Fotografen, die ihren Fokus auf die Fashion-Fotografie gelegt haben. Karine und Oliver, Andrea Diglas und Pascal Uehli bringen Licht ins Dunkle und lassen uns an ihrer Kunst teilhaben.

Schwarzweiss-Aufnahmen von Karine und Oliver

Das Fashion-Fotografen Duo Karine und Oliver

Zwischen der Schweiz, London und Paris trifft man auf das Fotografen-Duo Karine Welter und Oliver Rust. Sie arbeiten seit etwa 10 Jahren im Bereich Mode und Beauty und fotografieren für zahlreiche Zeitschriften. Ihre feste Zusammenarbeit begann erst im Jahre 2012: «Wir arbeiten eigentlich schon seit fast 20 Jahren zusammen. Karine war zuvor Make-up Artistin, Oliver Fotograf. In dieser Konstellation haben wir sehr oft zusammengearbeitet. Irgendwann waren wir dann nicht mehr nur Arbeits-Kollegen, sondern auch privat ein Paar. Da war der Schritt zum Fotografen-Duo nur noch ein kleiner. Karine war schon immer sehr interessiert in Art-Direction und Fotografie. Zu zweit ist man einfach stärker und kann sich die Arbeit aufteilen.»

zwei Frauen mit weissen Kleidern an einem Strand – fotografiert von Karine und Oliver

PURE WHITE – 160G MAGAZINE © by Karine & Oliver – www.karine-oliver.com

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«Das hat sich eigentlich nach und nach ergeben. Zuerst haben wir Testshootings in diese Richtung gemacht. Diese Bilder haben wir dann an verschiedene Fashionmagazine verschickt und sie wurden auch gleich gedruckt. Danach kamen Anfragen von Fashionmagazinen und so sind dann auch Fashionbrands auf uns aufmerksam geworden.»

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Eines unserer Lieblingsshootings war an der Normandie in Frankreich. Wir hatten da bei einer Recherche ein Kunstwerk gefunden, welches für die Opfer des zweiten Weltkrieges errichtet wurde. Es steht direkt am Strand und ist super schön. Haben uns dann mit der Künstlerin des Kunstwerkes in Paris getroffen und sie hat uns dann das Einverständnis zum Shooting gegeben.»

«Für den Shoot haben wir mit der begabten Stylistin Becky Baik zusammengearbeitet und haben auch ein super Mädel aus Paris gekriegt welches perfekt gepasst hat. Auch jetzt, rund drei Jahre nach dem Shoot, lieben wir die Bilder nach wie vor.»

Frau in grauer Jacke mit nassen Haaren am Strand – fotografiert von Karine und Oliver

SHAPES – DASH MAGAZINE © by Karine & Oliver – www.karine-oliver.com

Die Fashion-Fotografin Andrea Diglas

Die in Wien geborene Schweizerin Andrea Diglas arbeitet seit über 25 Jahren freischaffend als Fotografin im deutschsprachigen Raum und lebt bereits seit längerer Zeit in Zürich. Während ihrer langjährigen Erfahrung durfte sie schon viele internationale Werbekampagnen und Mode-Editorials fotografieren und hat sich somit eine gut gefüllte Kundenliste aufgebaut. Im Jahre 2015 wirkte Sie in der siebten Staffel der Tv-Show Austria’s next Topmodel als Fotografin mit.

In ihren Shootings zeigt sie ihr Talent, Frauen sensibel darzustellen, und schafft es jeder Szene eine lebendige und authentische Wirkung zu verleihen.

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«1980, als ich noch in Wien lebte, versuchte ich als Modell zu arbeiten. Damals war ich zu gross für die Modekollektionen und auch viel zu schüchtern. So bin ich zur Fotografie gekommen, indem ich die Seite wechselte. Dadurch hatte ich einen Draht zur Modefotografie. Es war und ist immer noch so, dass mich das Frauenbild vor allem interessiert: Die Frau in unserer Gesellschaft. Als Frau habe ich einen anderen Zugang zu den weiblichen Modellen. Und mit dieser ‘heruntergekochten’ Erotik hatte ich in den 80er und 90er Jahren sehr Erfolg – Ich habe viel Wäsche- und Strumpfaufnahmen gemacht.»

Collage aus zwei Bildern zeigen Frauen in weisser Kleidung – fotografiert von Andrea Diglas

© by Andrea Diglas – www.diglas.com

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Für Fogal in White Sands, New Mexico USA. Da hatte ich das teuerste Modell, mit dem ich je gearbeitet habe. Es ist natürlich superspannend für so einen tollen Kunden zu arbeiten. Das waren noch andere Zeiten in der Fotografie – Ende der 90er Jahre. In der Schweiz gibt es heute sozusagen kaum einen Markt für Modefotografie. Er war nie gross, aber die Globalisierung und der starke Franken geben den Rest, dass die wenigen Firmen, die es noch gibt, im Ausland (z.B. Berlin) produzieren.»

Collage von zwei Bildern mit Frauen im Stil der 50er Jahre– fotografiert von Andrea Diglas

© by Andrea Diglas – www.diglas.com

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

«Klare Linien, reduziert, ‘less is more’, lieber weniger Styling und Make-up.»

«Ich bemühe mich immer, schönes Licht zu machen, also keine ‘trashige’ Fotografie und lichte die Frauen immer würdevoll ab, nicht objekthaft. Der Stil eines Fotografen/In kommt von selbst mit der Zeit, denn er ist der Spiegel Deiner Seele. »

Der Fashion-Fotograf Pascal Uehli

Pascal Uehli wurde in der Stadt Zürich geboren. Bereits in seiner Kindheit nahm er seine Umgebung stets aufmerksam wahr. In die Fotografie startete er jedoch erst durch seinen ursprünglichen Beruf in einem Reisebüro. Er besuchte damals viele Orte auf der Wert und begann, diese Momente durch die Fotografie festzuhalten. Um seine Kenntnisse zu verbessern, nahm er an einem Kurs des «International Center of Photography» in New York teil. Mit zunehmender Erfahrung entdeckte er seine Leidenschaft für die Fashion-Fotografie.

Wie und wann sind Sie zur Fashion-Fotografie gekommen?

«Das hat sich über die Jahre entwickelt, fotografiert habe ich schon viele Jahre davor, mit dem eigenen Fotostudio im Jahr 2011 kam das Ganze erst richtig ins Rollen. In den ersten Jahren versuchte ich meinen eigenen Bildstil zu finden, dabei habe ich mir viele Arbeiten anderer Fotografen angeschaut und mich entsprechend kreativ ausgelebt. Vor allem in den letzten zwei Jahren hat sich meine Art zu fotografieren herauskristallisiert. Es ist spannend rückblickend seine Entwicklung zu sehen und gut zu wissen, dass es nach Oben noch Luft gibt. »

www.pascaluehli.com

© by Pascal Uehli – www.pascaluehli.com

Gibt es ein Fashion-Shooting, welches Ihnen besonders in Erinnerung geblieben ist?

«Ein ganz spezielles Fashion-Shooting hatte ich im Herbst 2016 nahe Hamburg, als wir an der Küste ein Editorial fotografieren wollten. Das ganze Projekt war lange im Voraus geplant worden, als wir am Tag X morgens mit dem Styling begonnen haben sah das Wetter perfekt aus, doch schon bald nach dem wir Richtung Küste losgefahren waren, hat sich das Wetter schlagartig geändert. Nach und nach zogen düstere Wolken auf und der Wind wurde stärker, kaum angekommen begann es sehr stark zu regnen. In diesem Moment dachte ich mir nur wie fies das alles war.»

«Was haben wir gemacht? Fotografiert und das bei unwillkürlichen Wetterbedingungen, das ganze Team hat bei Eiseskälte, starkem Regen und Sturmböen durchgehalten, dabei sind Bilder entstanden, die einem beim Betrachten die Wetterlage spüren lassen. Ausdrucksstarke Bilder waren das Resultat und jede Mühe wert.»

Zwei Frauen am Strand mit Winterjacken – fotografiert von Pascal Uheli

© by Pascal Uehli – www.pascaluehli.com

Wie würden Sie Ihren eigenen Stil beschreiben?

«Fashion-Fotografie ist ein weiter Begriff und so habe ich diesen für mich selber definiert, ich mag die Einfachheit, klare Formen und ein möglichst natürliches Erscheinungsbild. Da darf ein Bild auch mal nicht ganz so perfekt ausfallen. Für mich steht die Person, die die Mode trägt und das entsprechende Lebensgefühl damit verkörpert, im Vordergrund. »

 «Was heisst Fashion-Fotografie überhaupt? Diese Frage habe ich mir selber gestellt. Meistens sind die Bilder aufs höchste retuschiert, angepasst, verformt, so dass schlussendlich der perfekte Mensch die perfekten Kleider trägt. Ich versuche hier einen anderen Weg einzuschlagen und möchte den Menschen in den Vordergrund rücken. Der Mensch ist nicht perfekt und das sind meine Bilder auch nicht. Genau diese Mischung aus perfekter Un-Perfektion machen meine Bilder aus. Unterstrichen wird mein eigener Stil durch die Einfachheit und Schlichtheit.»

Fröhliches Baby in einem Schwimmbad

Unvergessliche Bilder beim Babyschwimmen

In den ersten Monaten und Jahren im Leben eines Kindes verändert sich dieses ständig. Ob das erste Lachen oder die ersten Bewegungen, jeder Moment ist eine Aufnahme wert. Doch die Bewegungen in den ersten Lebensmonaten sind oft noch sehr mühsam und schwerfällig.

Eine ganz andere Facette präsentieren uns Babys im Wasser: Sie paddeln, plantschen, sind leichtfüssig wie nie zuvor und entdecken ungeahnte Möglichkeiten. Ein Baby-Shooting im Wasser hält diese unbeschwerten Momente fest, doch können unter Wasser nicht einfach die herkömmliche Digitalkamera oder das zum Fotografieren beliebte Smartphone gezückt werden.

Zudem verbessert das Schwimmen die ein oder andere Fähigkeit des Kindes. Durch die Schwimmbewegung wird die gesamte Muskulatur des Kindes beansprucht, insbesondere der Rücken. Diese Stärkung der Muskulatur kann späteren Haltungsschäden vorbeugen. Auch der Gleichgewichtssinn wird positiv beeinflusst, was sich auf die Laufhaltung und die Koordination auswirkt und sogar die Konzentration soll durch das Babyschwimmen verbessert werden.

Bei allergiegefährdeten Babys ist Babyschwimmen nicht empfehlenswert, da diese durch das Chlor im Wasser an Asthma oder Heuschnupfen erkranken können. Dementsprechend ist das Bewusstsein über die Gesundheit des Kindes unabdingbar.

Wir liefern Ihnen hilfreiche Tipps im Umgang mit Ihrem Baby im Schwimmbad und der Fotografie im Wasser.

Der Umgang mit dem Baby im Wasser

Der wichtigste Punkt bei einem Baby-Shooting im Wasser ist die Sicherheit des Kindes. Deshalb sollten Sie solche Aufnahmen niemals allein mit Ihrem Kind machen. Es ist besonders wichtig, dass immer jemand in der Nähe des Kindes ist, der reagieren kann. Zudem ist bestenfalls die Kursleiterin des Babyschwimmens anwesend.

Die Teilnahme beim Babyschwimmen ist bereits ab dem zweiten Lebensmonat möglich, wird von vielen Experten aber erst ab dem vierten Lebensmonat empfohlen, da die Kinder dann resistenter gegen Kälte sind und ihren Kopf besser über Wasser halten können. Ein Bestandteil des Babyschwimmens ist die Gewöhnung des Kindes an das Tauchen. Schwimmen und Tauchen sind nicht jedem Baby auf Anhieb behaglich, planen Sie deshalb ein Shooting im Wasser erst, wenn Sie sicher sind, dass sich Ihr Kind an das Element Wasser gewöhnt hat und Spass daran hat. Möglicherweise ist das Kind neugierig und steckt von ganz alleine den kleinen Kopf unter Wasser.

Das Kind sollte sich im Wasser geborgen fühlen. Dieses Gefühl lässt sich stützen, indem der Vater oder die Mutter gemeinsam mit abtaucht. Zudem entlockt ein bekanntes Gesicht dem Baby das ein oder andere Lächeln. Weiterhin sorgt auch ein beliebtes Spielzeug für gute Stimmung.

Nur in einem Hallenbad können die Bedingungen für das Babyschwimmen erfüllt werden, wie beispielsweise eine Wassertemperatur von 31 bis 33 Grad und ein geringer Bakteriengehalt. Des Weiteren sollte das Baby nicht länger als 20 bis 30 Minuten im Wasser bleiben. Werden die Fingernägel blass, die Lippen blau, das Kind unruhig oder sucht es nach Wärme, indem es sich anschmiegt, gilt es, die Schwimmstunde beziehungsweise das Shooting sofort zu beenden.
Weitere Informationen finden Sie beispielsweise hier: http://www.gumpifrosch-lernt-schwimmen.ch/Wissenswertes/
Baby mit offenen Augen unter Wasser

Die richtigen Bedingungen für ein Baby-Shooting im Wasser

Ein Shooting mit einem Baby im Wasser findet in der Regel in Hallenbädern statt. Dass ein solches Shooting in einem Schwimmbecken stattfindet bietet einige Vorteile im fotografischen Sinne.

Zum einen findet das Shooting mit einem Baby oder Kleinkind kurz unter bzw. über der Wasseroberfläche statt, wodurch das komplette Farbspektrum des Lichts erhalten bleibt. Dadurch kann auf zusätzliches Zubehör, wie beispielsweise einen Rotfilter, verzichtet werden. Anders ist es bei der Unterwasserfotografie in tieferen Gewässern, bereits ab 5 Metern verringern sich die Rottöne im Licht erheblich. Zum anderen bleiben sogenannte Schwebeteilchen aus, welche vor allem beim Einsatz eines Blitzes unerwünschte Pünktchen auf dem Bild hinterlassen. Zudem entstehen in Schwimmbecken nur sehr geringfügig Wellen, was ebenfalls zu störungsfreien Aufnahmen verhilft.

Die geeignete Ausrüstung für das Wasser-Shooting

Für Aufnahmen unter bzw. im Wasser wird entsprechendes Equipment benötigt. Eine herkömmliche Digitalkamera hält dem Eintauchen unter Wasser nicht stand.

Für diesen Zweck gibt es Unterwasserkameras oder spezielle Unterwassergehäuse für System- und Spiegelreflexkameras. Des Weiteren gibt es spezielle Blitze und Dauerlichtleuchten. Für ein einmaliges Vorhaben ist die Anschaffung einer solchen Kameraausrüstung jedoch zu kostenintensiv. Schon die Anschaffung eines Unterwassergehäuses kann eine drei bis vierstellige Summe bedeuten.

Manche Digitalkameras, die speziell für Kinder gedacht sind, bieten ebenfalls ein Gehäuse, das vor Wasser schützt und können so problemlos verwendet werden. Nikon hat beispielsweise in der Coolpix-Reihe Modelle, die bereits im unteren dreistelligen Bereich zu haben sind, die auch für Kinder ab drei bis vier Jahren gut als Einstiegs-Kameras genutzt werden können.

Es gibt auch günstige Alternativen, wie Unterwasser-Einwegkameras. Unterwasser-Einwegkameras sind bereits mit einem Film für bis zu 28 Aufnahmen bestückt und für Tiefen zwischen 10 und 15 Metern geeignet. Da diese Einwegkameras nur analog erhältlich sind, bieten sie keine Vorschau auf die Fotos. Folglich müssen Sie darauf vertrauen, dass sich unter den circa 28 Aufnahmen eine gelungene befindet. Oft sind die Fotos qualitativ jedoch nicht mit der gewohnten Qualität eines modernen Smartphones zu vergleichen.

Eine weitere – und meistens bessere – Alternative sind Unterwasserhüllen oder -taschen für Smartphones. Bei der Eignung bezüglich der Wassertiefe gibt es hier grosse Unterschiede von zwei Metern bis hin zu 40 Metern. Die Unterwasser-Variante für das Smartphone bietet den Vorteil, dass dieses komplett bedienbar bleibt und auf dem Display die Aufnahmen sichtbar sind. Des Weiteren ist die Anzahl der Aufnahmen nicht auf eine bestimmte Anzahl beschränkt und die Qualität in der Regel deutlich besser als bei analogen Einwegkameras.

Eine andere Perspektive: Mutter und Kind sind mit den Beinen unter Wasser und mit dem Oberkörper über Wasser

Die richtigen Einstellungen unter Wasser

Eine gute Ausleuchtung der Schwimmhalle ist für das Shooting ein Muss, vor allem wenn keine professionelle Ausrüstung mit einem Blitz oder einem Dauerlicht für den Unterwassereinsatz vorhanden ist.

Bei der Verwendung eines Smartphones bieten sich nur wenige Einstellungsmöglichkeiten.

Falls dennoch Profiequipment zum Einsatz kommt, sind folgende Einstellungen zu beachten. Der ISO-Wert sollte so klein wie möglich gehalten werden. Demzufolge empfiehlt sich eine Einstellung zwischen 50 und 100. Des Weiteren ist eine minimale Verschlusszeit von 1/125 s dienlich, da es sich bei dem Motiv, dem Baby, um ein bewegtes Motiv handelt. Bei stillen Motiven ist eine Verschlusszeit von 1/40 s ausreichend. Der Einsatz der Serienbildfunktion ist bei bewegten Motiven ebenfalls sinnvoll, so können Sie sich am Schluss die besten Schnappschüsse heraussuchen.

Fazit

Bei einem solchen Shootig sollte die Gesundheit, die Sicherheit und das Wohlbefinden des Kindes an aller erster Stelle stehen. Bei Unsicherheiten bezüglich des Gesundheitszustandes ist es immer eine gute Wahl, einen Arzt oder die vertraute Hebamme zur Rate zu ziehen. Beim Babyschwimmen geht es nicht darum, dass das Kind Schwimmen oder sogar Tauchen lernt. Sondern erfüllt nur den Zweck, dass Ihr Kind mit Freude neue Fähigkeiten entdeckt und positive Momente mit Ihnen erlebt.

Bezogen auf das notwendige Kameraequipment ist die Anschaffung einer Profiausrüstung für einen nur einmaligen oder gelegentlichen Einsatz nicht rentabel. Für eine Unterwasseraufnahme jedoch herrschen in einem künstlichen Schwimmbecken die wohl besten Bedingungen. Deshalb ist es durchaus möglich, auch mit einem Smartphone oder einer günstigen wasserfesten Digicam eine gelungene Aufnahme zu schießen. Analoge Einmalkameras sind eher nicht zu empfehlen. Sollte dennoch der Bedarf bestehen einmal mit professionellen Equipment arbeiten zu wollen, gibt es die Möglichkeit, diese auszuleihen.

Des Weiteren wird im Rahmen des Babyschwimmens oft die Teilnahme an einem professionellen Unterwasser-Shooting angeboten. Dieses Angebot anzunehmen kann reizvoll sein, denn die engagierten Profis haben oft die entsprechende Erfahrung und technische Ausstattung.

Positiv- und Negativbeispiel für ein Bewerbungsbild

Anfängerfehler vermeiden: Bewerbungsbilder selbst aufgenommen

Ein Bild auf einer Bewerbung ist heute keine Pflicht mehr und dennoch kann ein gutes Bewerbungsfoto einen grossen Teil der Überzeugungsarbeit leisten, denn schliesslich sagt ein Bild nach wie vor mehr als 1000 Worte. Auf der anderen Seite kann ein unpassendes Bewerbungsbild einige Türen verschliessen.

Der Gang zum Fotografen kann manchmal keine Alternative sein. Günstige Bewerbungsbilder sind oft nur wenig individuell und teilweise hat man nur wenige Sekunden Zeit, sich eines der Profi-Schnappschüsse auszuwählen. Natürlich können Sie sich auch einen Fotografen suchen, der sich für Sie viel Zeit nimmt, um von Ihnen ein zwar aussergewöhnliches und dennoch seriöses Bewerbungsbild zu machen. Oft ist der Preis dafür leider relativ hoch.

Bei selbst aufgenommenen Bewerbungsbildern lauern einige Fallstricke. Denn professionell und seriös sollen sie dennoch aussehen. Hier einige häufige Fehler und zugehörige Tipps, wenn Sie von sich selbst oder Freunden Bewerbungsbilder machen möchten:

Fehler 1: Fremde Person auf dem Bewerbungsfoto

Egal ob Sie zu einem professionellen Fotografen gehen oder Sie Ihr Foto selbst machen wollen: Die Vorbereitungen sind immer die gleichen. Sie sollten natürlich darauf achten, dass Ihre Optik zu der Stelle passt, für die Sie sich bewerben. Hierbei steht grundsätzlich ein gepflegtes und freundliches Erscheinungsbild ausser Frage.

Und dennoch ist es nahezu das Wichtigste, das Sie sich auf dem Bewerbungsfoto auch wiedererkennen. Bleiben Sie sie selbst. Wählen Sie ein Outfit, das nicht nur zu der angestrebten Stelle passt, sondern in dem Sie sich auch wohlfühlen und wiederfinden. Das Gleiche gilt für Ihre Frisur, gegebenenfalls Ihr Make-Up und auch Ihre Pose. Ihr Bewerbungsfoto sollte vor allem authentisch sein.

Fehler 2: Schlechte Bedingungen

Irgendwo in Ihrer Wohnung einen Stuhl aufzustellen und die Kamera dort zu platzieren, um mal eben ein Bewerbungsbild zu schiessen, wird nicht funktionieren. Es gibt einiges zu beachten, um auch ohne Profiequipment den gewünschten guten ersten Eindruck auf der Aufnahme zu hinterlassen.

Wie so oft in der Fotografie ist das Licht ein bedeutender Faktor – hier vor allem gleichmässiges weiches Licht. Dabei sollte das Licht omnidirektional sein, das heisst, von allen Seiten gleich stark auf die fotografierte Person wirken. Eine gleichmässige Beleuchtung mit weichem Licht sorgt dafür, dass keine harten Schatten in Ihrem Gesicht aufkommen, wodurch zugleich Ihr Hautbild feiner erscheint und kleine Narben oder Unreinheiten getilgt werden.

Solche Lichtbedingungen lassen sich am einfachsten draussen bei Tageslicht finden. Auch in der Wohnung ist es möglich, eine Stelle zu finden, an der ausreichend weiches Licht vorhanden ist. Zu meist ist das bei Tageslicht in der Nähe eines Fensters.

Wenn es nicht möglich ist, die Aufnahme draussen oder in der Wohnung bei ausreichendem Licht zu machen, sollten Tageslicht und künstliches Licht dennoch nicht vermischt werden. Durch die Mischung können unerwünschte Farbeffekte entstehen, welche oft auch nur schwer mit Hilfe der Bildbearbeitung zu beheben sind. Die Lösung dafür wäre, einen Raum ausschliesslich mit mehreren künstlichen Lichtquellen auszuleuchten. Die Lichtquellen sollten dabei so ausgerichtet werden, dass das Modell nicht direkt angeleuchtet wird.

Fehler 3: Unpassende Umgebung

Nicht nur das Licht, sondern auch die richtige Umgebung, beziehungsweise der Hintergrund, spielen eine sehr grosse Rolle. Den besten neutralen Hintergrund stellt eine glatte und helle oder auch weisse Wand dar. Dies gilt sowohl für Innen- als auch für Aussenaufnahmen. Eine helle Wand ist deshalb günstig, da Sie einen Teil des Lichts reflektiert und somit hilft, das Modell sowohl von den Seiten und als auch von hinten gut auszuleuchten. Ausserdem sollte der Hintergrund nicht dominieren, indem er zu kräftig wirkt und dadurch von der Person ablenkt. Ein zu dunkel wirkender Hintergrund kann auch schnell aufdringlich wirken.

Tipp: Halten Sie bei der Aufnahme eine weisse Fläche, beispielsweise ein Blatt Papier, unter das Gesicht. So wird auch dort das Licht reflektiert und es entstehen keine kräftigen Schatten unter dem Kinn. dabei sollte das Blatt natürlich nicht auf dem Bildausschnitt erscheinen.

Eine einfarbige, ebene Wand im Hintergrund hat auch den Vorteil, dass dadurch die Möglichkeit geboten wird, den Hintergrund im Nachhinein durch Bildbearbeitungsprogramme zu verändern. Sollten Sie keine weisse Wand haben, können Sie auch ein weisses Tuch oder Bettlacken hinter sich aufhängen.

Alternativ kann man natürlich mit Hintergründen arbeiten, um bestimmte Statements zu setzen. Der Landschaftsarchitekt in der freien Natur, die Köchin in der Küche oder der Zimmermann vor dem Dachstuhl bieten sicherlich passende Motive. Zeigt sich dagegen die Bankkauffrau im Park, wird dies vom potenziellen Arbeitgeber mit Sicherheit als unpassend empfunden.

Negativbeispiele für Bewerbungsbilder

Hier können Sie unterschiedliche Negativbeispiele für ein Bewerbungsfoto sehen. Die Hintergründe sind zu unruhig oder zu grell. Eine Bewerbung mit einem Selfie ist im Allgemeinen keine gute Idee. Auf den letzten beiden Bildern sind die Gesichter viel zu schattig und auch zu dunkel.

Fehler 4: Zu kleiner Bildausschnitt

Oft kommt der Fehler auf, dass der Fotografierende sehr bemüht ist, nur den Ausschnitt zu fotografieren, welcher letztendlich auch auf die Bewerbung soll. Leider ist genau dies ein grosser Irrtum. Umso näher sie mit der Kamera an das Gesicht Ihres Modells gehen, desto mehr wird das Gesicht verzerrt. Das erkennt man daran, dass beispielsweise die Sichtbarkeit der Ohren immer mehr abnimmt oder die Brille eines Brillenträgers immer grösser erscheint. Folglich wirken die Proportionen des Gesichtes sehr unnatürlich.

Deshalb empfiehlt sich für die Aufnahme, einen etwas grösseren Bildausschnitt zu wählen, um im Nachhinein den passenden Ausschnitt digital auszuwählen und freizustellen. Bei der Auswahl des Bildausschnitts empfiehlt es sich, den goldenen Schnitt zu beachten. Für den goldenen Schnitt wird die Bildlänge in zwei ungleich grosse Flächen geteilt, wobei die eine Fläche circa 62 Prozent und die andere circa 38 Prozent einnimmt. Im gleichen Verhältnis wird auch die Bildbreite unterteilt.

Die Bildqualität wird nicht darunter leiden, da ein Bewerbungsbild in der Regel nicht im DIN A4 oder im A5 Format benötigt wird. Dies gilt auch für die Wahl des Aufnahmegeräts: Sowohl ein Smartphone, als auch eine Digitalkamera haben in der Regel das Potenzial, ein Bewerbungsfoto aufzunehmen. Der einzige Vorteil einer digitalen Spiegelreflexkamera begründet sich in dieser Situation in den zahlreichen Möglichkeiten der Einstellungen.

Fehler 5: Viel hilft viel

Wenn Sie der Meinung sind, das richtige Bewerbungsfoto im Kasten zu haben, können Sie natürlich der Aufnahme durch Nachbearbeitung den letzten Schliff verleihen. Dabei gibt es gerade für Bewerbungsbilder eines zu beachten: Halten Sie die Bearbeitung dezent und sorgen Sie dafür, dass Ihr Erscheinungsbild natürlich bleibt. Sollte der Betrachter sofort erkennen, dass bei Ihrem Foto nachgeholfen wurde, kann dies schnell so wirken als hätten Sie etwas zu verbergen.

Des Weiteren können Sie auch ein Foto in Schwarzweiss beziehungsweise Graustufen verwenden. Dadurch können Farbfehler in der Darstellung oder auf der Haut vermieden werden. Oft wirkt eine Aufnahme in Schwarzweiss/Graustufen auch seriöser als ein farbiges Bild.

Positivbeispiel Bewerbungsbild im Querformat

Fazit

Generell sollten Sie sich die Frage stellen, wie viel Seriosität oder Kreativität die Stelle, auf die Sie sich bewerben, von Ihnen abverlangt. Entsprechend dürfen Bewerbungsfotos mehr oder weniger traditionell gestaltet werden. Welche Pose und welche Kleidung Sie bevorzugen sollten, hängt auch von Ihrem Beruf ab. Einige universelle Tipps für die Bildqualität und den Motivausschnitt gelten jedoch für alle Bewerbungsfotos.

Ein 85mm Objektiv eignet sich für Portraitaufnahmen im Unternehmen am besten.

Wie Portraitaufnahmen in Unternehmen richtig inszeniert werden

In Zeiten extremen Wettbewerbs sind kreative und einzigartige Portraitaufnahmen von wesentlicher Bedeutung. Kunden suchen nach vertrauenswürdigen und professionellen Ansprechpartnern. Das richtige Foto kann sofort einen Eindruck davon übermitteln und sich positiv auf die Wahrnehmung des Unternehmens beim Kunden auswirken. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie bei Business-Portraits achten müssen.

In-Studio- oder Vorort Fotoshooting?

Es stellt sich natürlich die Frage, in wie fern es sinnvoll ist, ein Fotostudio für Portraitaufnahmen zu besuchen. Gründe die dafür sprechen sind das professionelle Equipment und die Erfahrenheit des Fotografen. Im Gegenzug verzichtet man aber auf das Zeigen der gewohnten Arbeitsumgebung. Es besteht also auch die Möglichkeit, Portraitaufnahmen der Mitarbeiter im Unternehmen selbst zu inszenieren. Worauf die Fotografen achten müssen, erfahren Sie im folgenden Guide.

Portraitaufnahmen in der Arbeitsumgebung

Die Mitarbeiter in ihrer Arbeitsumgebung zu fotografieren, kann eine grosse Herausforderung für die Fotografen sein. Besonders spiegelnde Flächen oder gleissendes Licht stellen oft ein Problem für die richtige Belichtung dar. Folgende Fragen sollten vor dem Fotoshooting auf jeden Fall beantwortet sein: Wie viele Lichtquellen werden benötigt? Welcher Hintergrund eignet sich? Welche Art von Blitzlicht sollte eingesetzt werden? Um diese Fragen zu beantworten, betrachten wir einige wichtige Aspekte von Portraitaufnahmen in Unternehmen.

1.     Licht

Available Light

Büroräume mit grossen Fensterflächen bieten die Möglichkeit der Available-Light-Fotografie ohne die Zuhilfenahme eines Blitz- oder des Deckenlichts. Die Fotografierenden sollten sich nur bei ausreichend einfallendem Licht auf die natürliche Lichtquelle verlassen. Insofern die Kamera es zulässt, kann ein wenig mit dem ISO-Wert experimentiert werden. Aber Vorsicht – ein zu hoher ISO-Wert verursacht unschönes Rauschen im Motiv. Business-Portraits sollten frisch wirken, aber keine Farbstiche oder über- oder unterbelichtete Bildflächen aufweisen. Das folgende Bild enthält eine Beispielsituation für Available-Light-Fotografie in Unternehmen. Direktes Sonnenlicht sollte aber unbedingt vermieden werden, da ansonsten dunkle Schlagschatten auf der Haut entstehen.

Beispielszenario für Available-Light-Fotografie im Büro

Tipp: Das Licht sollte seitwärts oder von vorne auf die Personen treffen.

Künstliches Licht

Befinden sich die Fenster direkt hinter dem zu fotografierenden Objekt, entsteht ohne Einsatz von künstlichem Licht ein überbelichteter Hintergrund. Die Anpassungsmöglichkeiten der Lichtverhältnisse an den Raum und das Objekt sind vielfältig. Oft genügen aber ein Studioblitz und eine Softbox als Diffusor.

Was ist die beste Methode, Personen in einem Büro mit Blitzlicht zu fotografieren?

  • Lichtreflektionen durch Umgebungsobjekte lassen sich durch ein Minimum an Blitzlichtern reduzieren. Deswegen empfehlen wir in den meisten Fällen nur einen Studioblitz in einer Softbox.
  • Mit einer Softbox kann das diffuse Licht besser auf Personen ausgerichtet werden.
  • Die Ausrichtung erfolgt so, dass das Blitzlicht die zu fotografierende Person erreicht und nicht im Raum verschwindet.
  • Die Softbox ist so zu positionieren, dass keine unschönen Spiegelungen in den Fenstern zu sehen sind.
  • Das Kunstlicht ist so nah wie möglich beim Objekt aufzustellen.
  • Nun müssen Vorder- und Hintergrund abgestimmt werden. Ist das Objekt gut belichtet, der Hintergrund aber zu dunkel, kann die Verschlusszeit verlängert und die Lichtintensität des Blitzlichts gemindert werden. Ausserdem kann die Softbox weiter vom Motiv entfernt werden.
  • Das Fotografieren im Manuellen Modus sollte beherrscht werden.
Beispielszenario für den Einsatz von Blitzlicht im Büro

Tipp: Viel Gegenlicht lässt den Hintergrund schnell überbelichten. Deswegen sollte hier mit einer Softbox entgegengewirkt werden.

2.     Welche Kameraeinstellungen sind zu empfehlen?

  • Versuchen Sie, Ihre Motive mit der höchsten Qualität aufzunehmen. Dafür eignet sich das RAW-Format am besten.
  • Den Weissabgleich lassen wir unberührt. Im RAW-Format kann dieser im Nachhinein leicht in Lightroom angepasst werden.
  • Der ISO-Wert bleibt bei 100 eingestellt. Nur bei Sonnenlicht darf man experimentieren.
  • Die Verschlussgeschwindigkeit sollte zwischen 1/200 or 1/250 Sekunden betragen – Bei Blitzlicht muss die Synchronisierungsgeschwindigkeit beachtet werden.
  • Für Portraits eignet sich ein 85mm Objektiv hervorragend, da es so gut wie keine Verzerrungen im Motiv hervorruft.

3.     Den richtigen Ausdruck finden

Im folgenden Video gibt der professionelle Fotograf Aaron Nace einen Einblick hinter die Kulissen seiner Arbeit. Das Video soll anregen, richtige Posen und Gesichtsausdrücke für die zu fotografierenden Personen zu finden. Dabei geht der Fotograf auch auf die richtige Atemtechnik ein. Ein schönes und natürliches Lächeln wirkt einfach überzeugend. Sehen Sie selbst:

4.     Was zu vermeiden ist

Natürlich bietet das Internet auch eine Reihe von lizenzfreien Bildern, die leicht zu finden und schon für wenig Geld zu erwerben sind. Diese klischeebehafteten Fotos wirken jedoch sehr unnatürlich. Beispiele dafür sind:

  • Händeschüttelnde Geschäftspartner, welche in die Kamera lächeln,
  • Angestellte, die lächelnd auf ein Pie-Chart schauen,
  • „Boy-Band“-Fotos, bei denen eine Person mit verschränkten Armen im Vordergrund steht,
  • …und die in die Kamera lächelnde Frau mit Headset.

Business-Portraits sollen keine Kunstwerke sein – aber dennoch ansprechend und überzeugend wirken. Deswegen müssen die Fotografien qualitativ hochwertig sein. Das unterstreicht die Professionalität des Unternehmens und rückt es ins rechte Licht.

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