Spiegelreflexkamera von hinten – Display zeigt eine Vase

Sensortypen in der Fotografie

In der analogen Fotografie wurden noch Filme in die Kamera eingelegt, um dessen Negative später in der Dunkelkammer zu entwickeln. Bei den digitalen Kameras wird der Film durch den Sensor ersetzt. Dieser verwandelt das Licht, dass durch die Blende und den geöffneten Verschluss fällt, in ein digitales Bild. Somit ist der Sensor das Herzstück einer jeden Digitalkamera.

Ein solcher Bildsensor besteht aus mehreren Millionen lichtempfindlichen Fotoioden, die die eintreffenden Lichtphotonen in elektrische Signale umwandeln. Anschliessend speichert der Bildsensor die Signale als einzelne Bildpunkte ab. Diese sind unter dem Begriff Pixel bekannt. Wie viele dieser Pixel der Sensor speichern kann, resultiert in der Auflösung des Bildes.

Ein Bildsensor ist ein festes Bauteil in der Kamera, welches nicht wie ein Objektiv gewechselt werden kann. Sensoren gibt es in verschiedenen Grössen für unterschiedliche Einsatzgebiete. In diesem Artikel stellen wir Ihnen die drei gängigsten Sensortypen Vollformat, APS-C und Four-Third sowie ihre Vor- und Nachteile, vor.

Vollformatsensoren

Das Vollformat ist auch unter der Bezeichnung Kleinbildformat geläufig und stammt ursprünglich vom 35-mm-Film ab. Die Grösse eines Vollformatsensors ist identisch mit dem Negativ eines analogen Filmes. Dieser ist exakt 24 mm x 36 mm gross und vor allem in hochpreisigen Digitalkameras zu finden.

Der Vollformatsensor ist um das 2,5-fache grösser als die nächst kleinere Variante. Durch den Grössenvorteil bieten Vollformatsensoren den Pixeln mehr Platz als jeder andere Sensor. So können sich die Pixel in ihrer Grösse mehr ausdehnen. Zudem kann der Sensor eine grössere Menge an Licht aufnehmen. Folglich sind Kameras mit Vollformatsensor lichtstärker. Dies macht sich vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen bemerkbar. Anders als bei einem APS-C-Sensor muss bei schlechten Lichtverhältnissen nicht unbedingt der ISO-Wert nach oben korrigiert werden. Eine Qualitätsminderung der Aufnahmen durch Bildrauschen ist daher der Einzelfall bei Verwendung eines Vollformatsensors.

Um einen hohen ISO-Wert zu vermeiden, wird die Belichtung meist durch eine dementsprechend lange Belichtungszeit angepasst. Bei der Nutzung von langen Belichtungszeiten ist in der Regel ein Stativ notwendig. Auch hier kommt der Vorteil der hohen Lichtstärke des Sensors zum Tragen. Belichtungszeiten, bei denen noch frei Hand fotografiert werden kann, reichen hier nämlich meist aus.

Eine Kamera mit Vollformatsensor bietet den grösstmöglichen Bildausschnitt in der digitalen Fotografie. Zusätzlich entfällt der Cropfaktor. Der Cropfaktor ist die Differenz der Diagonalen eines Vollformatsensors und der eines kleineren Sensors.

Bezogen auf die Bildqualität bietet eine Vollformatkamera viele Vorteile. Die Nachteile liegen hierbei eher im Bereich der Grösse, des Gewichts und des Preises der Kamera. Durch den grossen Sensor sind die Kameras automatisch grösser und schwerer. In preislicher Hinsicht sind diese Kameras ab einem vierstelligen Betrag zu haben. Eine Kamera mit Vollformatsensor bringt jedoch nur in Verbindung mit entsprechend hochwertigem Zubehör die volle Leistung. Sie sollten also ein ebenfalls hochwertiges und geeignetes Objektiv nutzen. Dies kann die Anschaffungskosten einer Vollformatkamera mit passendem Equipment schnell in die Höhe klettern lassen.

APS-C-Sensoren

APS-C- und DX-Sensoren sind die nächst kleineren Sensoren zum Vollformat. Diese sind überwiegend in digitalen Spiegelreflex- und Kompaktkameras zu finden.

Die Sensorgrösse APS-C ist auf das APS-Aufnahmeformat von Kodak und anderen Herstellern zurückzuführen. Den Begriff APS-C führte jedoch Canon mit seiner ersten digitalen Spiegelreflexkamera ein. Nikon verwendet für das gleiche Sensorformat die Abkürzung DX.

Der APS-C-Sensor ist nicht auf eine bestimmte Grösse genormt, sodass dieser je nach Hersteller und Modell in seiner Grösse variieren kann. Dennoch spricht man bei APS-C von einem 2:3 Seitenverhältnis, das ungefähr eine Grösse von 22,3 mm x 14,9 mm aufweist. Da der APS-C Sensor kleiner ist als das Vollformat, ist hier der Cropfaktor zu beachten. Bei Canon ist dies zwischen 1,5 und 1,6. Das bedeutet, dass sich bei APS-C- und kleineren Sensoren der Bildausschnitt verkleinert und dadurch die Brennweite des Objektives dementsprechend umgerechnet werden muss.

Abbildung einer digitalen Spiegelreflexkamera

Im Vergleich zu den Vorteilen des Vollformats ist bei den APS-C-Sensoren mit Verlusten zu rechnen. Das heisst, dass ein APS-C-Sensor nicht so viel Licht aufnehmen kann, wodurch mit einer schlechteren Bildqualität zu rechnen ist. Nachteile gibt es auch im Weitwinkelbereich, da sich der Bildausschnitt durch den Cropfaktor verkleinert. Folglich werden für den gleichen Bildausschnitt kleinere Brennweiten benötigt. Für einen grösseren Bildwinkel kann ein Weitwinkelobjektiv sorgen.

Die Nachteile des Vollformats sind wiederum die Vorteile des APS-C-Sensor. Die Kameras sind kleiner, handlicher und auch günstiger. Zudem ist die verminderte Bildqualität als eher nebensächlich zu betrachten, da diese durch hochwertige Objektive ausgeglichen werden können.

Micro-Four-Thirds und Four-Thirds-Sensoren

Four-Thirds Sensoren sind in kleinen digitalen Spiegelreflexkameras und in spiegellosen Kompaktkameras zu finden. Diese sind im Vergleich zum APS-C-Sensor nochmals um 30 bis 40 Prozent kleiner.

Neben der Sensorgrösse definiert der Four-Thirds-Standard zusätzlich das Objektivbajonett samt Kommunikationsprotokoll, den Abbildungskreis und das Auflagemass. Dies macht es möglich auf denselben Kamerabody Objektive verschiedener Hersteller anzubringen. Bei einer DSRL mit APS-C-Sensor ist dies nicht ohne weiteres möglich. Sowohl Canon als auch Nikon verwenden verschiedene standardisierte Objektiv-Anschlüsse.

Eine Weiterentwicklung der Four-Thirds-Kameras sind die Micro-Four-Thirds-Kameras. Diese besitzen keinen Spiegel, wodurch sie ein kleineres Auflagemass aufweisen. Unter dem Auflagemass wird der Abstand zwischen dem Sensor und der Befestigungsfläche des Objektives verstanden. Durch den fehlenden Spiegel entfällt zusätzlich der Sucher. Folglich wird das Motiv ausschliesslich über den Live-View-Modus gewählt. Dadurch wird die Kamera zwar kompakter, allerdings können selbst hochauflösende Displays in Bezug auf die Einschätzung von Dunkelheit und Mittagssonne nicht mit einem Sucher mithalten.

Ein Nachtteil der Micro-Four-Thirds ist die hohe Schärfentiefe. Dadurch lassen sich vor allem in der Portraitfotografie nur schwer Unschärfen erzeugen. Durch den kleineren Sensor im Vergleich zur Vollformat müssen auch hier Abzüge in Bezug auf die Lichtstärke und dem Bildrauschen gemacht werden. Diese beiden Nachteile lassen sich jedoch wie bei den APS-C-Kameras durch die richtigen Objektive korrigieren. Der langsamere Autofokus kann allerding nicht durch ein Objektiv behoben werden. Dieser Nachteil stellt vor allem bei der Aufnahme von bewegten Objekten ein Problem dar.

Fazit

In facto Bildqualität ist die Vollformatkamera der absolute Spitzenreiter. Sein grosser Sensor sorgt für einen grösseren Bildwinkel und einen stärkeren Lichteinfall, welches in beiden Fällen die Qualität steigert.  Durch die Grösse des Sensors wird die Kamera schwerer, grösser und auch teurer. Die günstigeren Alternativen sind Kameras mit einem APS-C- oder einem Four-Third-Sensor. Beide weisen ein Defizit in Bezug auf die Lichtstärke und die Bildqualität auf. Diese können jedoch mit dementsprechend hochwertigen Objektiven ausgeglichen werden. Beim Objektiveinsatz hat die Four-Third-Kamera den Vorteil, dass der Objektivanschluss standardisiert ist und somit problemlos Objektive von verschiedenen Herstellern verwendet werden können. Dies ist bei DSLR-Kameras mit APS-C-Sensor nicht ohne weiteres möglich. Wer in die Richtung Sport- oder Tierfotografie gehen möchte, sollte nicht auf eine Four-Third-Kamera zurückgreifen, da der Autofokus Schwächen in Anbetracht der Geschwindigkeit aufweist.

Konkrete Tipps, welcher Sensortyp der richtige ist, gibt es nicht. Der Kauf einer Vollformat-Kamera ist im Normalfall nur im Profisegment notwendig. Bei der Entscheidung zwischen APS-C und Four-Third, entscheiden einzig und allein die eigenen Vorlieben, Bedürfnisse und Ansprüche.

Ein Fotograf liegt im Gras und fotografiert ein Pferd

Anfängerfehler vermeiden: Kamerakauf

Ein Kamerakauf steht an – und natürlich entwickelt sich die Technik schneller weiter, als man sich informieren kann. Ohne hier auf die konkreten technischen Features moderner Digitalkameras eingehen zu wollen oder die neusten Modelle vorzustellen, haben wir einen Guide zum Kamerakauf zusammengestellt. Dieser soll als Entscheidungshilfe dienen und vermeiden, dass Sie Ihren Kauf später bereuen. Welche Kamera die Richtige ist, ist ganz individuell. Der Testsieger oder Topseller müssen nicht unbedingt die beste Wahl sein. Hier die 5 häufigsten Anfängerfehler beim Kamerakauf und Tipps, wie Sie sie vermeiden können:

Fehler 1: Die Kamera war gerade im Angebot, da habe ich sie spontan gekauft…

Daniela Raboldt, Lifestyle- und Fashionbloggerin von Babbleventure, fotografiert für ihren Blog, privat und auch im Job. Sie hat festgestellt: „Ein häufiges Problem ist: Man überlegt sich vorher nicht, für welchen Zweck man die Kamera benötigt. Geht es nur um Urlaubsschnappschüsse, reicht auch eine gute kompakte Digicam – wer ambitionierter sein will, sollte auf eine DSLR umsteigen.“

Die Frage nach der Art der Kamera sollte zuerst geklärt werden. Wofür soll sie eingesetzt werden und was muss sie dafür alles können. Daher sollte die erste Frage immer nach dem passenden Kameratyp sein: Etwas Robustes, eine DSLR oder doch eine Kompakt- oder Bridgekamera? Nach Beantwortung der Frage kann es dann an die weitere Recherche nach geeigneten Modellen gehen.

  • Motiv-Programme von Bridge- oder Kompaktkameras bieten Laien für unterschiedliche Einsätze
    gute Voreinstellungen, so dass man einfach darauf los knipsen kann. Ausserdem sind die Kameras handlich.
  • Ambitionierte Hobbyfotografen möchten dagegen eine grössere Freiheit bei den Einstellungen
    nutzen oft das verlustfreie Raw-Bildformat. Dies spricht für eine DSLR.
  • Einige Kameras, darunter die Actioncams, sind stoss- und wasserfest und eignen sich
    besonders für Outdoor-Fans.

Nehmen Sie sich Zeit dafür, die Frage nach den eigenen Bedürfnissen zu beantworten und kaufen Sie nicht das erste Schnäppchen – langfristig werden Sie damit sicher glücklicher sein.

Fehler 2: Die Kamera hat tolle Bewertungen und jede Menge Features, damit kann man alles machen…

Im Dschungel der Features moderner Kameras den Überblick zu behalten, ist schwer. Unzählige Kennzahlen und Eigenschaften müssen miteinander verglichen werden. Viele Menschen nutzen unterdessen nicht mal einen Bruchteil des Potenzials ihrer Kamera. Allerdings kostet eine gute Ausstattung entsprechend. Um auszuloten, ob es ein günstigeres Modell auch tut, sollte man zwischen Leistung und Nutzung der Kamera abwägen.

Wortwolke: Fragen zum Kamerakauf

Was wirklich wichtig ist, ist natürlich individuell unterschiedlich, ein paar universelle Tipps lassen sich dennoch geben:

Für die meisten Fotografen sind eine kurze Einschaltzeit und ein schneller Autofokus wichtig. Dies trifft insbesondere für diejenigen zu, die auch spontane Schnappschüsse machen möchten und bewegte Objekte fotografieren wollen.

Ausserdem sollte man überlegen, ob man viel drinnen oder draussen fotografiert. Für Fotos in Innenräumen sollte die Kamera über einen grossen ISO-Bereich verfügen. Draussen sind Zoom und ein wetterfestes Gehäuse wichtiger.

Nicht alle Kameramodellen verfügen über Zusatzfeatures wie Bildstabilisator oder Panoramabilder, diese sind aber besonders unterwegs hilfreich.

Mehr erfahren Sie in unserem Artikel zur Kaufberatung Digitalkamera.

Fehler 3: Ja, über den Schnickschnack habe ich nicht nachgedacht…

Daniela rät: „Man sollte Kleinigkeiten wie Touchscreen, schwenkbares Display und WLAN-Funktion nicht ausser Acht lassen, denn diese Features erleichtern mir das Arbeiten ungemein.“

Auf dem Display digitaler Kameras kann man sofort das geschossene Foto überprüfen. Zudem dient das Display bei vielen Kameras auch als «Sucher». Es sollte eine hohe Auflösung besitzen und ausreichend gross sein, um Details eines Fotos beurteilen zu können. Einige Geräte bieten auch Touchscreens, wodurch man Einstellungen direkt auf dem Display vornehmen kann.

Wer sich selber fotografiert und Videos von sich aufnimmt, sollte unbedingt auf ein nach vorn umklappbares Display Wert legen.

Heutige Digitalkameras können mit ihrer Auflösung und Leistung meist auch Full-HD Videos aufnehmen. Wer viel filmt, sollte insbesondere hier auf gute Rezensionen achten und auch die Tonqualität und die Möglichkeit, ein externes Mikrofon anzuschliessen, beachten.

Auf die Vernetzung kommt es heute an – jedenfalls für viele Menschen. Wenn Sie mit mehreren anderen Geräten zusammen genutzt werden soll, muss die Kamera ein paar Kriterien erfüllen.

Moderne Kameras bieten oft eigene Online-Anbindungen. Mit der WLAN-Funktion kann man Fotos ins eigene Netzwerk übertragen oder auf das Internet zugreifen. Manche Kameras sind sogar in der Lage, mittels 3G von unterwegs auf das Internet zuzugreifen.

Spinnennetz als Sinnbild für die Vernetzung zwischen vielen elektronischen Geräten

Nützlich ist auch die Funktion, das Smartphone mit der Kamera zu verknüpfen und die Aufnahme dann über das Smartphone-Display zu steuern oder Fotos zu übertragen.

Wer auf den direkten Anschluss an einen TV Wert legt, sollte auf einen HDMI Anschluss achten.

Fehler 4: Mehr ist doch besser, oder?

Bedeuten mehr Pixel auch mehr Qualität? Nicht unbedingt… Die Bildqualität einer Digitalkamera ist hauptsächlich vom Objektiv, der Kameraelektronik und kamerainterner Software sowie der Sensortechnik abhängig.

Bei kompakten Digitalkameras mit kleinem Bild­chip bzw. Sensor ist eine enorm hohe Pixelzahl eher negativ zu bewerten, denn sie verstärkt das Bildrauschen. Bei wenigen Pixel auf einem Chip Pixel kann die Qualität des einzelnen Pixels besser sein, da mehr Platz für ihn vorhanden ist. Umso kleiner der einzelne Pixel ist, desto schwieriger wird es, ihn so herzustellen, dass er farbliche Tiefen, Sättigung und Kontraste gut verarbeiten kann. Farb- und Helligkeits­informationen geraten dadurch durch­einander. Zusätzlich steigt der Speicherplatzbedarf für ein Foto.

Tipp: Vor allem bei Kompaktkameras ist die Sensorgrösse mindestens ebenso wichtig wie die Megapixelzahl. Wählen Sie Ihre Kamera anhand der Bild­qualität, nicht der Pixelzahl.

Zoom ist nicht gleich Zoom: Beim optischen Zoom werden die Abstände der Linsen im Objektiv so verändert, dass sich die Lichtbrechung ändert und ein Ausschnitt des Motivs näher erscheint. Dieser Zoom ist frei von Qualitätsverlust. Beim digitalen Zoom wird nur ein Ausschnitt des digitalisierten Motivs vergrössert. Damit kommt es zu Qualitätsverlusten.

Tipp: Betrachten Sie hauptsächlich den optischen Zoomfaktor als ausschlaggebendes Kriterium für Ihre Kaufentscheidung.

Fehler 5: Teures Zubehör – der Rattenschwanz

Daniela rät: „dass man sich vorher informiert, was passendes Zubehör vom Hersteller kostet. Die Preise schwanken zwischen den Herstellern sehr stark, insbesondere bei Wechselobjektiven, Zusatzakkus, …“

Objektiv einer DSLR auf den Betrachter gerichtet

Man sollte vorher in etwa überlegen, welches Zubehör man sich anschaffen möchte. Objektive, Speicherkarten, Fernauslöser, Wechselakkus und vieles mehr stehen je nach Kameramodell zur Auswahl. Wenn man nach dem Kauf einer günstigen Kamera viel Geld in Zubehör stecken muss, kann das ärgerlich sein. Es lohnt sich, sich vorher über die Preise verschiedener Markenhersteller zu informieren.

Fazit

Vor dem Kauf ausführlich informieren, Testberichte und Reviews lesen, Beratung einholen, und unbedingt Testen – dabei die Kamera in die Hand nehmen und ausprobieren. Erst dann sollte eine Entscheidung getroffen werden, damit dem Fotografie-Vergnügen nichts mehr im Wege steht.

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Kamerapflege – Reinigung einer Kamera mit einem Wattestäbchen

Hinweise zur Pflege und Aufbewahrung Ihrer Kameraausrüstung

Einzigartige Motive für Fotografien finden sich häufig in der Natur. Nicht immer herrschen dabei optimale Wetterbedingungen oder die Vorlage für Ihr Foto ist beispielsweise ein Strand. Auf Feuchtigkeit, Staub, Sand oder Salze von Meerwasser und -luft, welche sich auf der Kamera absetzen, reagieren die Elektronik und das Gehäuse des Fotozubehörs besonders empfindlich. Um Schäden an der Kameraausrüstung – und damit auch hohe Folgekosten – zu vermeiden und weiterhin tolle Bilder aufnehmen zu können, ist es empfehlenswert, die Kamera sicher aufzubewahren und regelmässig das Gehäuse, den Sensor und Objektive von Verschmutzungen zu befreien.

Die Kamera ist das wichtigste Werkzeug eines Fotografen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Fotoausrüstung aufzubewahren und viele verschiedene Produkte für die Pflege des Kamerazubehörs. Wir geben Ihnen einige Tipps für die Verwahrung und Instandhaltung Ihrer Fotoausrüstung und stellen Ihnen verschiedene Produkte zur Reinigung von Objektiven, Sensoren und des Kameragehäuses vor.

Kameraobjektiv mit Reinigungstuch, Blasebalg und Pinsel zur professionellen Kamerapflege

Aufbewahrung des Kamerazubehörs – Fototaschen und Rucksäcke

Für den Transport und die Verwahrung von Kameras und Objektiven sind Fototaschen und Rucksäcke ein absolutes Muss. Sie schützen Kamera und Ausrüstung vor Stössen und Erschütterungen, Niederschlag oder starken Temperaturschwankungen. Es empfiehlt sich, das gesamte Zubehör wie beispielsweise Ladekabel, austauschbare Akkus oder Blitzgeräte ebenfalls im Fotorucksack zu lagern, um alles beisammen zu haben ss. Dann verpassen Sie keine Gelegenheit, ihr Traummotiv zu fotografieren. Ihre Kamera können sie stattdessen auch in einer Dry Box verwahren oder spezielle Unterwassergehäuse oder Schutzhüllen verwenden, welche vor Feuchtigkeit und Schmutz schützen.

Akkus, Batterien und die Speicherkarte sollten Sie aus der Kamera entfernen, wenn Sie diese länger nicht verwenden. Batterien und Akkus entladen sich, wenn sie einige Zeit nicht benutzt werden. Zusätzlich wird die Energiespeicherkapazität von Akkus verkürzt, wenn diese nicht bei Zimmertemperatur und ausserhalb des Fotoapparats gelagert werden.

Pflege und Reinigung des Kameragehäuses

Die Kameratechnik wird beim Fotografieren vom Gehäuse vor Schmutz, Mikropartikeln und Feuchtigkeit geschützt. Je nachdem, an welchem Ort Sie ein Bild aufnehmen möchten, kann es vorkommen, dass der Fotoapparat mit Sand, Staub oder Wasser in Berührung kommt. Wird Ihre Kamera nass, so sollten Sie diese umgehend mit einem weichen Tuch trocknen. Bei erhöhtem Kontakt mit Feuchtigkeit ist es sinnvoll, die Kamera in die Nähe eines warmen Heizkörpers zu legen und diese dort trocknen zu lassen. Finden Sie Flecken oder Fingerabdrücke auf dem Gehäuse, können Sie diese mit einem fussel- und staubfreien, leicht befeuchteten Lappen reinigen. Am ehesten eignet sich dafür ein Mikrofasertuch. Staub und Sandpartikel lassen sich am sorgfältigsten mit einem speziellen Fotopinsel oder Wattestäbchen entfernen.

Kamerapflege – Reinigung einer Kamera mit einem Wattestäbchen

Pflege von Kameraobjektiven

Objektive und Sensoren sind die empfindlichsten Zubehörteile einer Kamera. Deshalb ist es sinnvoll, diese mit besonderer Vorsicht zu pflegen. Objektive können Sie mit einem entsprechenden antistatischen Pinsel von Staub befreien. Besonders praktisch hierfür ist der „Lens-Pen“, da er durch seine Filzoberfläche sehr schonend arbeitet und das Objektiv zusätzlich polieren kann. Für hartnäckigeren Schmutz, wie beispielsweise eingetrocknete Regentropfen, nutzen Sie besser ein spezielles Mikrofaser-Reinigungstuch, welches Sie beim Fachhändler erhalten. Viele Fotografen nutzen Filter, die sich auf die Objektive aufschrauben lassen, welche einen zusätzlichen Schutz für das Objektiv bieten. Filter lassen sich im Gegensatz zu Objektiven zu relativ günstigen Preisen ersetzen. Diese Objektivfilter können Sie mit den gleichen Reinigungsmitteln wie Ihre Objektive säubern.

Objektivpflege mit einem „Lens-Pen“

Sensorreinigung mit speziellem Reinigungszubehör

Sensoren besitzen meist eine Sensorreinigung, welche beim Abschalten des Fotoapparats automatisch erfolgt. Sollten Sie jedoch trotz der automatischen Reinigung Staub und Flecken auf dem Sensor vorfinden, so können Sie diesen mit speziellen Klistierspritzen oder Blasebälgen reinigen. Voraussetzung hierbei ist, dass Sie besonders vorsichtig vorgehen. Trauen Sie sich selbst die Pflege des Sensors nicht zu, so können Sie eine Reinigung bei einem Fachhändler vornehmen lassen.

Reparatur der Kameraausrüstung

Defekte des Fotogeräts machen sich meist akustisch bemerkbar. Zum Beispiel entdecken Sie eine schwergängige Optik oder bemerken ungewöhnliche Geräusche beim Auslösen oder Zoomen. Den eigenen Versuch einer Ausbesserung sollten Sie hier lieber unterlassen. Kostengünstige Kameras können Sie eher durch eine neue ersetzen, bei hochpreisigen Kompakt-, System- oder Spiegelreflexkameras hingegen lohnt es sich, sie wieder instand setzen zu lassen. Hierzu können Sie sich entweder an den Reparaturservice des Kamerahändlers oder an eine Fachwerkstatt wenden.

Diese Produkte sollten Sie zur Pflege Ihrer Kameraausrüstung verwenden:

  • Eine Antirutschmatte oder ein sauberes Tuch, welches als Ablage für die Kamera und das Zubehör dient
  • Staubpinsel
  • Reinigungstuch vom Optiker oder Fachhändler
  • Klistierspritze oder ein spezieller Blasebalg vom Fachhändler
  • Wattestäbchen

Sie können zusätzlich weitere Pflegeprodukte verwenden. Achten Sie jedoch stets darauf, dass diese zur Reinigung einer Kameraausrüstung geeignet sind. Sie richten sonst mehr Schaden als Nutzen an.

Die digitale Spiegelreflexkamera im Einsatz an einem See

Kaufberatung für eine digitale Spiegelreflexkamera

Die digitale Spiegelreflexkamera erfreut sich seit Jahren einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Und das kommt nicht von ungefähr. Eine Einsteiger-DSLR bietet für relativ kleines Geld eine Reihe von Vorteilen gegenüber Kompakt- und Bridge-Kameras. Einer dieser Vorteile ist der sehr grosse Bildsensor, der für die gute Qualität der Bilder verantwortlich ist. Die wichtigsten Argumente, die für den Kauf sprechen, sind allerdings die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln und der optische Sucher, der auch bei sehr hellen Lichtverhältnissen ein wirklichkeitsgetreues und scharfes Abbild des Motivs zeigt. Ebenso lässt der schnelle Autofokus das Herz vieler Fotografen höherschlagen.

Gute Gründe für eine digitale Spiegelreflexkamera

Für eine digitale Spiegelreflexkamera muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Gute Einsteiger- und Mittelklassemodelle mit umfangreichen Funktionen gibt es bereits ab 350 CHF (nur Gehäuse). Berufsfotografin Grit Hiersemann aus Jena empfiehlt zudem, «dass sich jeder vor dem Kauf nicht nur mit dem jeweiligen Kamera-Modell auseinandersetzen sollte, sondern vor allem mit dem System dahinter. Schliesslich benötigt man später geeignete Objektive, Blitzgeräte und anderes Zubehör. »

Nachfolgend stellen wir drei empfehlenswerte digitale Spiegelreflexkameras für Einsteiger vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale und Funktionen.

* Stand April 2016

Fazit

Canon EOS 100D

Die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 100D überzeugt vor allem durch ihr schlankes Design. Unter den drei vorgestellten DSLR für Einsteiger ist sie mit ihren 385 g zudem ein wahres Leichtgewicht, weshalb sie vor allem für Reisende, die viel unterwegs sind, attraktiv ist. Aber nicht nur die Optik spricht für dieses Modell. Auch das hochauflösende 3 Zoll TFT-Display mit mehr als einer Million Bildpunkten überzeugt sowohl bei Live View-Aufnahmen als auch bei der Wiedergabe von Bildern. Durch das schlanke Design haben die Bedienelemente auf der Rückseite hingegen wenig Platz. Da sich die wichtigsten Parameter aber auch über das Display bzw. den Touchscreen steuern lassen, kann dieser Punkt vernachlässigt werden.

Ein weiterer Pluspunkt, neben der hervorragenden Bildqualität, sind die zahlreichen Aufnahme-Automatiken, die das Fotografieren besonders für Einsteiger erleichtern. Mit Hilfe der Kreativ-Automatik lässt sich zum Beispiel ohne viel Vorwissen mit der Tiefenschärfe spielen. Für längere Fototouren ist ein Ersatz-Akku empfehlenswert. Mit rund 560 – 1100 Aufnahmen im Normalmodus ist die Canon 100D das Schlusslicht im Akku-Vergleich.

Nicht nur zum Fotografieren eignet sich die Canon EOS 100D bestens, auch Filmaufnahmen in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind mit ihr möglich. Einziges Manko, dass das Filmvergnügen etwas stören könnte, ist das integrierte Mikrofon, das die Tonspur lediglich in Mono aufnimmt. Allerdings lässt sich die Canon EOS 100D durch ein externes Stereomikrofon nachrüsten.

Nikon D3300

Mit der D3300 zielt Nikon speziell auf DSLR Einsteiger ab. Dies lässt sich nicht zuletzt an der einfachen Bedienung der Kamera erkennen. Ein interner Guide mit hilfreichen Erklärungen führt nicht nur unerfahrene Fotografen durch die Kamera und deren Einstellungsmöglichkeiten, sondern auch geübte DSLR Nutzer. Ebenso geben verschiedene Szene- und Kreativ-Modi Hilfestellungen bei der Fotoaufnahme. Allerdings muss man hier auf HDR-Aufnahmen und Belichtungsreihen verzichten. Dafür lassen sich alle Szene-Modi bequem über das Modusrad auf der Rückseite wählen.

Neben der guten Bildqualität macht die D3300 auch optisch eine gute Figur. Das kompakte Design mit einem Gewicht von 420 g lässt die Einsteiger-DSLR zu einem guten Begleiter für aktive Fotografen werden. Auch im Video-Modus kann die DSLR von Nikon mit 60 Bildern pro Sekunden in voller HD-Auflösung überzeugen. Damit lassen sich die Aufnahmen später, zum Beispiel für Zeitlupenvideos, bestens bearbeiten. Sowohl im Video-Modus als auch im Live View zeigt sich allerdings der langsame Autofokus als störend.

Pentax K-S1

Was bei der Pentax K-S1 sofort ins Auge fällt, ist das Design. Während das Gehäuse insgesamt doch recht klobig wirkt, stechen insbesondere die LED-Lichter am Griff hervor. Mit Hilfe dieser Lichter lassen sich verschiedene Betriebszustände anzeigen, so etwa wenn der Selbstauslöser den Countdown herunterzählt. Auch auf der Rückseite wird das Lichterspiel fortgesetzt, denn die wichtigsten Tasten sind beleuchtet. Dies erweist sich besonders bei Dämmerung und Dunkelheit als sinnvoll. Auch der recht grosse und helle Sucher mit einer Bildabdeckung von 100 Prozent ist bei Aufnahmen mit schwierigen Lichtverhältnissen äusserst hilfreich. Ein integrierter Bildstabilisator im Gehäuse sorgt nicht nur für eine gute Bildqualität, sondern bietet auch die Möglichkeit, Objektive ohne Stabilisator zu verwenden, die naturgemäss günstiger sind als Objektive mit einem anständigen Stabilisator.

Für Einsteiger bietet die digitale Spiegelreflexkamera K-S1 zudem viele verschiedene Funktionen und Spielraum für kreative Entfaltung. Auch wenn die Menüführung anfänglich etwas komplex wirkt, laden Szene-Modi, Kreativ-Filter und umfangreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Einzig das Standard Kit-Objektiv SMC Pentax-DAL 1:3,5-5,6 18-55 mm AL schmälert das Fotovergnügen ein wenig. Die aufgenommenen Bilder wirken weich und kleinste Details werden nicht so scharf abgebildet, wie es der Bildsensor mit seinen 20,42 Megapixel verspricht. Dieses Problem lässt sich mit einem qualitativ hochwertigeren Wechselobjektiv beheben, denn die Grundausstattung der Pentax K-S1 ist alles in allem für eine Einsteiger-DSLR recht umfangreich.

Frau mit Kompaktkamera in vertikaler Position

Kaufberatung Kompaktkamera – klein und leicht

Einleitung

Wegen ihres geringen Gewichts und ihrer einfachen Handhabung zählt die Kompaktkamera immer noch zu den beliebtesten Aufnahmegeräten, obwohl ihnen Smartphone-Kameras zunehmend den Rang ablaufen. Sie lassen sich bequem im Reisegepäck oder in der Hemdtasche verstauen und können so problemlos in die Ferien, auf Partys oder auf Konzerte mitgenommen werden. Kompaktkameras kommen ohne Wechselobjektiv aus. Im Gegensatz zu Smartphones sind sie aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeiten und besseren internen Blitze bei schlechten Lichtverhältnissen noch überlegen. Hochwertige Modelle haben mittlerweile häufig ähnliche Funktionen wie Spiegelreflexkameras. So sind bei den meisten Kompaktkameras spezielle Kreativfilter, wie der Unschärfe – oder der Miniatureffekt, integriert.

Tipps für den Kauf einer Kompaktkamera

Beim Kauf gilt: Je kleiner, desto besser – die Handlichkeit ist schliesslich die Stärke der Kompakten. Mehr als 10 cm breit, 6,5 cm hoch und 4 cm tief sollte eine Kompaktkamera deshalb nicht sein. Grosse Sensoren sorgen für eine bessere Bildqualität als bei Smartphones. Mittlerweile sind Sensorauflösungen von 16 Megapixeln zum Standard geworden. Die Rechnung ‚mehr Megapixel = mehr Bildqualität‘ geht dennoch nicht immer auf, da auch andere Kamerakomponenten die Qualität der Bilder beeinflussen und die populäre Masszahl Megapixel so oft als Lockmittel genutzt wird. Der Preis kann ein zusätzlicher Qualitätsindikator sein. Für Einsteiger und Kinder eignen sich Modelle ab 100 CHF. Günstige Modelle kommen meistens qualitativ kaum über Smartphone-Fotos hinaus, sind also eher relevant für Menschen, die kein Smartphone mit guter Kamera besitzen. Besonders, wenn die Kompaktkamera von Kindern genutzt werden soll, ist ausserdem darauf zu achten, dass sie stossfest und einfach zu bedienen ist. Die sogenannten Edelkompakten liefern bei einem Preisniveau ab 200 CHF hochwertige Qualität. In der folgenden Übersicht stellen wir drei empfehlenswerte Kompaktkameras vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale.

*Stand Mai 2016

Canon IXUS 170

Die Canon IXUS 170 Kompaktkamera ist aufgrund ihrer einfachen Bedienbarkeit auch für Einsteiger geeignet. Wegen ihrer Handlichkeit und ihres geringen Gewichts von 140 Gramm spricht sie besonders Smartphone-Nutzer an, die auf einen optischen Zoom nicht verzichten möchten. Die IXUS 170 überzeugt zudem durch ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen Preis von rund 100 CHF bietet sie zahlreiche Funktionen. Mit dem 12-fach optischen Zoom und dem 25 mm Weitwinkelobjektiv gelingen Portrait- und Landschaftsaufnahmen. Bei möglichen Lichtempfindlichkeiten zwischen ISO 100 und ISO 1600 liefert sie eine gute Bildqualität, ab den mittleren ISO-Stufen zeigt sich allerdings Bildrauschen. Dadurch kann die Kamera in dunkler Umgebung nur mittelmässige Ergebnisse erzielen. Die automatische Gesichtserkennung erfasst mehrere Gesichter in einem Motiv und passt automatisch Fokus und Helligkeit an. Das LCD-Display wirkt etwas grobkörnig, so dass Details vergleichsweise schlechter erkennbar sind. Für Tagesausflüge lohnt sich der ECO-Modus, durch den mehr Aufnahmen pro Akkuladung gemacht werden können. Es können SD, SDHC und SDXC Speicherkarten verwendet werden.

Sony DSC-RX100

Die Sony DSC-Rx100 Kompaktkamera ist sowohl für Profis als auch für Einsteiger geeignet. Das Edelkompaktmodell kommt für Nutzer infrage, die keine Spiegelreflex- oder Systemkamera wünschen und denen gewöhnliche Kompaktkameras zu wenig Qualität liefern. Bei einem Preis von rund 350 CHF überzeugt sie durch ein edles Design, eine hochwertige Verarbeitung und eine professionelle Ausstattung. Charakteristisch für die Sony DSC-RX100 ist der grosse 1,0 Zoll Sensor, der viermal grösser ist als bei den meisten Kompaktkameras. In Kombination mit der 20-Megapixel-Sensorauflösung gelingen detailreiche Aufnahmen frei von Bildrauschen. Über einen Stellring lassen sich Blende, Belichtung und Zoom manuell konfigurieren. Der grosse ISO-Bereich (125-6400) und die Offenblende von F 1.8 im Weitwinkelbereich liefern auch an wenig belichteten Orten Bilder von hoher Qualität. Der automatische ISO-Modus findet die beste Einstellung, wahlweise kann der ISO-Wert auch selbst angepasst werden. Dazu steht eine Vielzahl von Szeneprogrammen zur Auswahl. Der Sportmodus etwa stellt eine kurze Belichtungszeit ein, um die Bewegungen einzufrieren. SD-HC-/ XC-Karte und Memory Stick Duo werden unterstützt.

Panasonic DMC-TZ71

Die Funktionen der Panasonic DMC-TZ71EG-S Lumix Kompaktkamera sind speziell für die Bedürfnisse von Menschen ausgelegt, die viel unterwegs sind. Durch ihre einfache Bedienung ist sie für Einsteiger geeignet, wird aber auch den Ansprüchen fortgeschrittener Fotografen gerecht. Bei einem Preis von rund 280 CHF profitiert man von einer sehr guten technischen Ausstattung, wie dem 30-fach Zoom mit einer Brennweite von 24 bis 720 Millimeter. Bildrauschen hat die Lumix bis zur höchsten Empfindlichkeit von ISO 6.400 unter Kontrolle. Als eine von wenigen Kompaktkameras verfügt sie jedoch über einen elektronischen Sucher. Das Kameradisplay und der elektronische Sucher zeigen das Bild so, wie es aufgezeichnet wird und bieten damit eine Vorschau auf das Ergebnis in Abhängigkeit der Kameraeinstellungen – im Gegensatz zu optischen Suchern, die das Motiv so, wie es das Auge wahrnimmt, zeigen. Der Tracking-Autofokus behält ein fixiertes Motiv im Fokus, auch wenn es sich über das Bildfeld bewegt. Die automatische Gesichtserkennung enthält eine Speicherfunktion für Geburtsdatum und Namen. Videos lassen sich im Wiedergabemodus bearbeiten, zum Beispiel durch die Split-Funktion. Über WLAN und NFC lässt sich die Kamera einfach mit dem Smartphone verbinden und kann über den Handybildschirm ferngesteuert werden. Mit der Panasonic DMC-TZ71 können SD, SDHC und SDXC-Speicherkarten verwendet werden.

Mann mit Bridgekamera in den Händen

Kaufberatung für eine Bridgekamera

Einleitung

Wer der Miniaturisierung bei Kompaktkameras kritisch gegenübersteht und ein voluminöses Gehäuse bevorzugt, liegt mit einer Bridgekamera genau richtig. Die Bridgekamera vereint die Eigenschaften von Spiegelreflexkamera (DSLR) und Kompaktkamera. So wird bei diesem Kameratyp gewissermassen eine Brücke zwischen zwei Konstruktionsprinzipien geschlagen.

Eine für alles – Die Bridgekamera

Unter dem Namen Prosumerkamera steht die Bridgekamera für Professional, aber auch für Consumer. In einem kompakten Gehäuse bringt sie alles unter, was man zum Fotografieren und Filmen braucht. So ist die Bridgekamera sowohl für den Profi als auch für den Hobbyfotografen sehr gut geeignet. Äusserlich und in ihrer Funktionsweise ähnelt die Bridgekamera einer DSLR, doch bei der Bridge ist das Objektiv fest. Im Gegensatz zur DSLR verfügt die Bridge über verschiedene Automatikprogramme und manuellen Einstellungsoptionen. Damit kann sie mit der Vielzahl an Einstellungsoptionen der DSLR nicht mithalten, dennoch überzeugt sie durch ihren sehr grossen Brennweitenbereich.

Durch den deutlich ausgeprägten Griff lassen sich Bridgekameras besser halten als die Kompaktkamera oder das Smartphone. Trotz ihres etwas höheren Gewichtes von bis zu 800 Gramm lässt sie sich problemlos den ganzen Tag über dabeihaben. Wer Videos aufnehmen will, kann getrost auf den Camcorder verzichten, denn moderne Kameras dieser Klasse filmen in Full-HD und nehmen auch Ton und Fotokommentare auf. Wer schöne Fotos machen möchte, muss nicht auf gutes Wetter hoffen, denn die meisten Bridgekameras sind spritzwasserfest und können locker einen kurzen Regenschauer durchstehen. Das Rundum-Paket schlägt sich allerdings auch im Preis nieder. Die Preisspanne bewegt sich hier zwischen 320 und 1900 CHF.

* Stand April 2016

Canon PowerShot SX540 HS

Die Canon PowerShot SX540 HS bietet alles, was ein ambitionierter Hobbyfotograf braucht: Fotospass und eine umfangreiche Profi-Steuerung, mit der sich atemberaubende Fotos und Videos aufnehmen lassen. Dabei ist sie ideal für den Urlaub und andere spezielle Anlässe und lässt sich dank ihres leichten Gewichtes mit 440 Gramm überall mit hinnehmen. Mit dem 50-fachen Zoom lassen sich selbst weit entfernte Details sehr gut festhalten. Dank des CMOS-Sensors mit 20,3 Megapixeln werden die Aufnahmen klar und gestochen scharf. Der ergonomische Griff ermöglicht selbst bei vollem Zoom beeindruckende Aufnahmen. Für diese Kamera muss nicht tief in die Tasche gegriffen werden, denn sie befindet sich im mittleren Preissegment. Die Canon PowerShot SX540 HS ist für ca. 340 CHF erhältlich.

 Panasonic Lumix FZ1000

Wer das Komplettpaket möchte, sollte auf die Panasonic Lumix FZ1000 zurückgreifen. Trotz ihres 16-fachen Zooms, der im Vergleich zu anderen Bridges gering ist, können auch weiter entfernte Objekte ganz nah herangeholt werden. Im Gegensatz zu anderen Bridgekameras kann sie es grössenmässig locker mit einer DSLR aufnehmen. Mit ihren 720 CHF ist die Panasonic Lumix FZ1000 etwas teurer als andere Bridgekameras, bietet dafür aber durch den grossen 1 Zoll-Bildsensor und Fotos in einer Auflösung von 20 Megapixeln eine exzellente Bildqualität. Dadurch ist sie nahezu jeder Situation gewachsen und der Kreativität werden keine Grenzen gesetzt. Mit einem Gewicht von 800 Gramm ist sie allerdings eine der schwersten Kameras in diesem Segment. Die Panasonic Lumix FZ1000 überzeugt durch eine sehr gute Auflösung, Superzoom und einem grossen Sensor.

Sony DSC-HX400V

Diese Bridgekamera besticht vor allem durch ihre hohe Bildschärfe und Detailwiedergabe. Mit ihrem 50-fachen Zoom liefert sie auch auf grössere Distanzen detailreiche Bilder in gestochen scharfer Qualität. Die Sony DSC-HX400V überzeugt durch ihre benutzerfreundliche Bedienung und ihren ergonomischen Griff und hat damit alles, was eine professionelle Kamera braucht. Diese Kamera ist ab 380 CHF erhältlich und ist mit ihren 660 Gramm etwas leichter als einige ihrer Konkurrenten. Durch den relativ erschwinglichen Preis und ihre vergleichsweise einfache Bedienung ist die Bridgekamera von Sony perfekt als Einsteigermodell geeignet.

Fazit

Mit der Vielzahl an Einstellungsmöglichkeiten der DSLR kann eine Bridge nicht mithalten. Das fest eingebaute Objektiv lässt wenig Handlungsspielraum zu. Die meist grossen Sensoren ermöglichen eine hohe Detailtreue und niedriges Bildrauschen. Dadurch überzeugen die vorgestellten Modelle durch einen sehr grossen Brennweitenbereich und sehr gute Bildqualität in einem kompakten Format. In der Handhabung sind sie benutzerfreundlich. Für Hobbyfotografen, die Wert auf eine hochwertige Bildqualität legen, aber auf die Verwendung unterschiedlicher Objektive verzichten können, ist die Bridgekamera eine preisgünstige Alternative zur Spiegelreflexkamera.

Actionkamera im Einsatz beim Windsurfen

Kaufberatung für eine Actionkamera

Egal ob beim Skifahren auf dem Helm, am Motorradlenker oder am Fallschirm – eine Actionkamera fängt aus jeder Perspektive spektakuläre Bilder ein. Die kleinen und leichten Kameras sind besonders mobil und lassen sich ohne Probleme überallhin mitnehmen. Sie sind vor Erschütterung, Feuchtigkeit und Staub geschützt, sodass das Filmen bei schwierigen Witterungsbedingungen kein Problem darstellt. Mit den Jahren ist die Beliebtheit von Actionvideos gestiegen und somit wurde auch der Markt für robuste, handliche Kameras größer. Heute findet man Modelle von zahlreichen Herstellern mit unterschiedlichen Funktionen. Welche Actionkamera sich für Sie am besten eignet, kommt in erster Linie auf die Sportart an, die sie ausüben. Möchten Sie beispielsweise atemberaubende Aufnahmen von der nächsten Segelregatta machen, sollte die Kamera unbedingt wasserfest sein. Sind Sie lieber mit dem Motorrad unterwegs, sollten Sie von einer Kamera mit Touchscreen absehen, denn dieser lässt sich unter Umständen nicht mehr bedienen, wenn er mit Schlamm bespritzt ist. Mit unterschiedlichen Anforderungen ändert sich also das Gerät, das die von Ihnen gewünschten Funktionen besitzt. Mit der folgenden Tabelle können Sie drei der beliebtesten Modelle vergleichen und Ihre nächste Actionkamera finden.

* Stand April 2016

Fazit

GoPro Hero 4 Black Edition

Mit der GoPro Hero 4 Black Edition können Sie Ihre Actionszenen in herausragender Qualität festhalten, doch das hat seinen Preis. Das bewährte Design der Marke GoPro macht das Filmen noch einfacher und dank vielfältigem Zubehör speziell für GoPro Kameras sind der Kreativität für das Aufnehmen von Actionvideos keine Grenzen gesetzt. Der schnelle Prozessor liefert geeignetes Ausgangsmaterial für spektakuläre Zeitlupenaufnahmen mit bis 120 Bildern in der Sekunde. Doch in der hohen Arbeitsleistung steckt die Tücke der GoPro Hero 4, denn dieses Modell zeigt Schwächen in der Akkulaufzeit. Während des Filmens in 4K und damit in der besten Bildqualität, hält der Akku dieser Actionkamera gerade einmal eine Stunde.

Die Black Edition der Reihe GoPro Hero 4 ist besonders für erfahrene Videomacher und Profis geeignet, die großen Wert auf hohe Qualität legen und vor dem hohen Preis dieses Modells nicht zurückschrecken.

Sony FDR-X1000V

In ihrer Ausstattung kann die Sony FDR-X1000V sehr gut mit der GoPro Konkurrenz mithalten und in der Qualität der Filmaufnahmen steht das Modell von Sony ihren Mitbewerbern in nichts nach. Der integrierte Bildstabilisator in Verbindung mit der einwandfreien Bildqualität macht spektakuläre Aufnahmen für Ihr Actionvideo möglich. Allerdings gibt es im Vergleich zu der Marke GoPro nur wenig mitgeliefertes Zubehör, was die Vielfalt der Aufnahmen einschränkt. Ein weiterer Nachteil zeigt sich auch hier in der Akkuleistung, denn nach etwa einer Stunde Filmen in 4K muss dieser entweder geladen oder ausgetauscht werden.

Für Kunden, die sich die mühsame Bedienung direkt an der Kamera sparen möchte, hat Sony eine Armbandfernbedienung entwickelt. Mit dieser kann man sich schneller durch das Menü und die Funktionen klicken und erspart sich einige Nerven am Drehtag. Allerdings hat diese nützliche Hilfe für das Filmen mit der Sony FDR-X1000V einen stolzen Preis, bei dem man sich zweimal überlegen sollte, ob die Anschaffung notwendig ist.

Bei dem Actionmodell der Marke Sony gilt ähnliches wie für die Konkurrenz von GoPro. Die robuste Kamera eignet sich besonders für den Profibereich, in dem die Qualität der Aufnahmen und nicht der Preis den wichtigsten Faktor darstellt.

Drift Stealth 2

Die kleine, unkomplizierte Stealth 2 ist eine der besten Sportkameras im Hobby-Bereich. Vom Preis unterscheidet sich die günstige Actionkamera von Drift Innovation deutlich von ihrer Konkurrenz, doch das bedeutet nicht, dass die Qualität darunter leidet. Das Leichtgewicht unter den Actionkameras kann durch gute Aufnahmen bei einer Bildrate von 1080p Full HD, die für Hobbyaufnahmen völlig ausreichen, punkten. Wie auch ihre Konkurrenz verfügt die Stealth 2 über einen internen Akku. Dieser erweist sich bei einer Laufzeit von bis zu drei Stunden als besonders leistungsstark und stellt für längere Drehs kein Problem dar.

Durch den erschwinglichen Preis, die einfache Bedienung und die gute Qualität der Filmaufnahmen wird die Drift Stealth 2 zum perfekten Modell für Einsteiger und Hobbyfilmer. Die leichte und kompakte Kamera lässt sich ganz einfach überall mithinnehmen und wird so zum idealen Begleiter für Sport und Freizeit.

Person benutzt die Bildervorschau der DSLR

Kaufberatung Digitalkamera – Das Wichtigste im Überblick

Vor dem Kauf einer neuen Digitalkamera steht die Informationssuche. Zuerst stellen sich Fragen wie: Was für eine Kamera soll es sein, was für technischen Eigenschaften soll diese mitbringen und für welche Situation soll sie geeignet sein?

Bei all diesen Überlegungen ist es ratsam, sich vor allem an seinen eigenen Bedürfnissen zu orientieren. Am besten ist es natürlich, die Digitalkamera in den Händen zu halten, um einen ersten Eindruck der Handhabung und der technischen Eigenschaften zu bekommen. Dabei sollte die Kamera vor allem benutzerfreundlich sein und gut in der Hand liegen.

Neben Grösse und Gewicht spielen die technischen Daten und Elemente eine wichtige Rolle beim Kauf einer neuen Digitalkamera. Die unterschiedlichen Eigenschaften der Vielzahl an verfügbaren Modellen stellen den Käufer vor eine schwierige Entscheidung. Die Möglichkeiten sind fast unbegrenzt.

Der Zusammenhang von Auflösung, Sensor und Preis einer Digitalkamera

Entscheidend für die Wahl einer Digitalkamera und den meisten Hobbyfotografen als Kennzahl bekannt ist dabei vor allem die Anzahl der Megapixel. Wer Abzüge im Postkartenformat möchte, kommt mit zwei Megapixel aus. Bei grösseren Abzügen sollten es mindestens acht Megapixel sein. Bei 36 Megapixel sind auch Abzüge im Posterformat möglich. Dabei spielt der Sensor eine wichtige Rolle. Denn je grösser der einzelne Pixel auf dem Sensor ausfällt, desto besser ist die Qualität. Hier liegt der 1-Zoll-Bildsensor im Trend.

Entsprechend der technischen Ausstattung und der Qualität der Komponenten ist auch der Preis einer Digitalkamera sehr unterschiedlich. Günstige Modelle gibt es schon unter 100 CHF, nach oben hin sind kaum Grenzen gesetzt.

Im Interview verrät uns Grit Hiersemann (Berufsfotografin aus Jena/Deutschland) hierzu: «Von wo man einsteigt, ist die entscheidende Frage. Für knapp 200 CHF sind schon gute Kameramodelle von namenhaften Firmen zu haben. Bei 500 bis 800 CHF ist man bei Spiegelreflex- oder Bridgekameras gut dabei, nach oben ist das immer offen. Spiegelreflexkamera-Startersets haben oft schlechtere Objektive. Dabei kommt es dann auch auf die Herstellermarke an: Canon hat die ganze Technik in den Objektiven und deshalb sind diese teuer. Bei Nikon oder anderen Marken ist die wesentliche Technik im Gehäuse verbaut, sodass man mehr für die Kamera ausgeben sollte und günstiger bei Ersatzobjektiven wegkommt. Man muss dabei auch immer beachten, dass die Objektive und die Kamera zusammenpassen und im Auge behalten, ob man die Objektive wechseln möchte. Im Profibereich, aber auch als Hobbyfotograf, ist die heutige Technik bereits weit mehr als ausreichend.»

Welcher Objektiv-Typ sind Sie?

Verschiedene Arten von Objektiven für unterschiedliche Zwecke

Zusammengefasst ist die beste Digitalkamera immer noch die, die man problemlos überall mit hinnehmen kann und die den eigenen fotografischen Ansprüchen möglichst nahekommt. Wer semiprofessionelle Fotografien macht oder bei schwierigen Lichtverhältnissen gute Bilder aufnehmen möchte, muss tiefer in die Tasche greifen als der Hobbyfotograf, der auf einige Schnappschüsse aus den Ferien aus ist. Bei der Bildqualität, auch im Hinblick auf die Bildpräsentation, sind die Geschwindigkeit, der Brennweitenbereich, der Bildstabilisator und die Ausbaufähigkeit wichtige Indikatoren. Der Bildstabilisator in optischer oder mechanischer Ausführung ist bei Aufnahmen aus der freien Hand sinnvoll. Einen wesentlichen Einfluss auf die Objektivwahl hat dabei der Verwendungszweck:

«Man sollte sich vor dem Kamerakauf Gedanken machen, was man hauptsächlich fotografieren möchte. Die meisten Nutzer werden mit einem latenten Zoomobjektiv (z.B. 28-200 mm o.ä.)… gut beraten sein. Man hat dann ein Weitwinkelobjektiv sowie ein Normal- bzw. sogar leichtes Telebrennweitenobjektiv. Meist steht oben im Objektiv die Brennweite. 10 – 50 mm ist Weitwinkel – das entsprich dem, was das Auge sehen kann. Bei einem normalen Portrait sind 50 – 70 mm empfehlenswert. Alles darüber hinaus (70+) geht in den Telebereich. Nutzbar sind diese beispielsweise bei Konzerten oder Aufnahmen von Tieren, bei denen man nicht nah ran kann. » (Grit Hiersemann)

Das Licht macht’s

Unter schwierigen Lichtverhältnissen optimal fotografieren

Unter schwierigen Lichtverhältnissen optimal fotografieren Quelle: Thoringi

Da für gute Fotos auch die Lichtstärke von grosser Bedeutung ist, sind DSLR, Bridge- und Systemkameras auch hier die besten Alternativen, da sie die flexibelsten ISO-Einstellungen und die besten Lichtstärken aufweisen und somit auch in dunkleren Umgebungen sehr gut funktionieren.  Bei der Belichtungszeit kommt es auf die Situation an. In alltäglichen Situationen reicht die Ausstattung der meisten Digitalkameras völlig aus. Kritischer wird es bei langen Belichtungszeiten: Wer gerne Sterne fotografiert oder auf hohe Belichtungsstärken Wert legt, sollte auf Belichtungszeiten von 30 bis 60 Sekunden zurückgreifen.

Beim ISO-Wert gilt: Je grösser, desto empfindlicher der Bildsensor. Wer also auch im Dunkeln fotografieren will, benötigt einen ISO-Wert von über 800. Dafür eignen sich digitale Spiegelreflexkameras meist am besten.

Künstlerisch, actionreich oder spontan?

Für Menschen, die sehr unterschiedliche Anforderungen an ihre Ausrüstung stellen, kann es sich durchaus lohnen, sich mehrere unterschiedliche Digitalkameramodelle zuzulegen, denn für unterschiedliche Einsatzgebiete gibt es die jeweilig optimale Kamera. Beispielsweise wird man nicht die teure Spiegelreflexkamera benutzen, um einen Fallschirmsprung oder eine Wildwasserkanufahrt fotografisch zu dokumentieren:

«Eine Actioncam oder auch eine Spiegellose Systemkamera lohnen sich durchaus für den Durchschnittskonsumenten. Hingegen werden sich diese nicht im Profi-Bereich durchsetzen. Die Sensoren sind bei den Spiegelreflexkameras wesentlich besser und das spielt dort eine entscheidende Rolle. Allerdings sind zum Beispiel die handlichen Actioncams ganz famos für Einsatzbereiche wie Sport oder das Filmen ausgezeichnet. »

Für spontane Aufnahmen sind Kompakt- oder Bridgekameras oder ebenso eine Actioncam gut. Für aufwendigere Bilder mit vielen Feinheiten sind DSLR bestens geeignet. Um den richtigen Moment nicht zu verpassen, sollten Sie von Kameras mit einer langsamen Autofokus-Geschwindigkeit (mehr als 0,5 Sekunden zwischen Drücken des Auslösers, Scharfstellen und Speichern des Fotos) besser die Finger lassen. Alle Kameras bieten JPEG als Speicherformat für die Bilder an. Andere Dateiformate wie RAW oder TIFF sind nur dann nötig, wenn Sie Ihre Bilder später digital nachbearbeiten möchten.

Das Zubehör

Unterstützend bieten viele Kameras Gesichtserkennungstechniken, schwenkbare Monitore sowie einen optischen oder digitalen Sucher. Ein schneller Autofokus hilft dabei, Kinder und andere sich schnell bewegende Objekte zu fotografieren. Ein Blitzschuh ist bei hochwertigeren Kameramodellen sinnvoll, um einen externen Blitz und weiteres Zubehör verwenden zu können. Die Ausstattung mit diesen Hilfsmitteln ist vom Kameramodell abhängig.

Ein USB 2.0 Anschluss ist bei aktuellen Kameras Standard. Für den Anschluss am Fernseher ist ein HDMI-Ausgang sinnvoll, um bei Flachbildschirmen die volle Auflösung ausnutzen zu können. Viele Kameramodelle bieten auch WLAN. Wer viel filmt profitiert von einem Mikrofonanschluss, denn die Ton-Qualität eingebauter Mikrofone ist häufig nicht ideal. Eine zusätzliche Speicherkarte muss auf alle Fälle einkalkuliert werden, denn die internen Speicher der Kameras reichen nur für wenige Bilder aus.

Robust, outdoor-tauglich und mit Videofunktion

Bei längeren Touren spielt auch die Robustheit eine Rolle. Neben Fototaschen, die das Equipment schützen sollen, sollte beim Kauf auch auf die Grundrobustheit der Kamera selbst geachtet werden.

Vor allem Actioncams sind sehr belastbar, da diese dafür gebaut sind, Wasser, Stösse und andere Umwelteinflüsse auszuhalten. Die Videofunktion, die Anzahl der Bilder, die pro Sekunde gemacht werden können, und die Tonqualität sind bei diesem Kameratyp ausgezeichnet. Aber auch andere Kameras haben sehr gute Videoaufnahmemöglichkeiten. Diese können dann von HD mit 1.280 x 720 Bildpunkten (HD, 720p) über Full-HD mit 1.920 x 1.080 Bildpunkten (1.080p) bis hin zu Ultra-HD/4k aufnehmen, was bereits faszinierende Auflösungsgrössen sind. Dazu ist es auch nötig, ein grosses Speichermedium zu verwenden.

«Man sollte vor dem Kauf einer neuen Kamera natürlich die Rezensionen im Internet nicht ausser Acht lassen, aber häufig ist das ‘Nörgeln auf hohem Niveau’. Ich empfehle, mal in den Laden zu gehen, ein paar Kameras in die Hand zu nehmen und auszuprobieren. Dann merkt man auch ganz schnell, ob man damit zurechtkommt. » (Grit Hiersemann)

Lesen Sie auch unsere Empfehlung zum Kauf einer Actionkamera, Bridgekamera, Kompaktkamera oder Spiegelreflexkamera.

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verschiedene Arten an Kameras

Mein Weg zur DSLR-Kamera

Kevin Kyburz ist Blogger und Social Media Exponent. Er bereist mit seiner Freundin die Welt und berichtet darüber auf Travelhackers.ch. Für Fotos fürs Leben schreibt er über seine Foto-Erfahrungen.

 

„Warum eine grosse Kamera rumschleppen, wenn es auch mit meinem Smartphone geht?“ Diese Frage habe ich mir vor dem Kauf der Nikon D750 sehr oft gestellt, denn im Vergleich zum Smartphone wiegt eine DSLR Kamera doch jede Menge mehr und meine Fotos kann ich auch nicht direkt auf Facebook und Instagram posten.

Nachdem ich dann aber die Ergebnisse meiner Fotografie-Kollegen gesehen habe, wurde mir schnell klar, dass ein Smartphone zwar sehr tolle Fotos macht, jedoch nicht mit einer DSLR Kamera mithalten kann.

Vorteile einer DSLR Kamera

Bevor man sich eine teure und schwere Kamera zulegt, sollte man sich einige Dinge fragen:

  • Bin ich bereit, Geld dafür auszugeben?
  • Nehme ich die Kamera auch überall mit?
  • Bin ich bereit, mich mit der Kamera auseinanderzusetzen (Einstellungen, Pflegen)?
  • Was passiert dann mit gemachten Fotos?

Das Zoomen

Ein grosser Vorteil einer DSLR-Kamera ist das Zoomen, wenn man ein Objektiv drauf hat, welches es kann, denn wir nutzen es alle, egal ob auf dem Smartphone oder mit kleinen Kameras. Der Unterschied der DSLR-Kamera ist, dass man nur bedingt zoomen kann und das auch nur analog, indem man am Objektiv dreht. Diese einfache und sogleich altmodische Funktion lässt die Bilder nicht verpixelt aussehen, als wenn man es mit einem digitalen Zoom (Smartphone, welches einfach den Bildausschnitt näher heranzoomt) versucht.

Nikon D750

Da ich gerne Fotos mache und diese auch gerne bearbeite, war der Entschluss schnell gefasst. Es gibt eine DSLR-Kamera. Doch bei der grossen Auswahl muss man sich zuerst zurechtfinden und am besten mal die Kameras in der Hand halten können.

Meine Entscheidung zur Nikon D750 wurde durch folgende Punkte gestützt:

  • Ich kannte Nikon schon von einer anderen Systemkamera.
  • Ich wollte ein neues Modell haben, um nach einem Jahr nicht wieder eine neue Kamera kaufen zu müssen.
  • Die D750 ist keine Profikamera, jedoch auch keine Spielzeugkamera. Ein Kompromiss, welches nicht gerade ein Vermögen kostet.
  • Ich kann 2 SD Karten gleichzeitig verwenden.

Wie weiter…

Mit grosser Begeisterung habe ich die neue Kamera ausgepackt und ziemlich schnell festgestellt, dass ich mit allen Knöpfen und Einstellungsmöglichkeiten nicht auf Anhieb klarkomme. Es gibt zwar den Automatik-Modus, doch wer so viel Geld für eine Kamera ausgibt, sollte auch einiges mehr damit anstellen können. Das erste Problem war die Belichtung. Entweder waren Fotos sehr dunkel oder unscharf. Ich machte mich auf die Suche im Internet und lernte aus verschiedenen Blogs die Grundlagen der drei wichtigsten Einstellungen. Das zweite Problem war, dass die Fotos recht blass und unspektakulär erschienen – im Vergleich zu den Smartphone-Fotos. In dem Moment lernte ich, dass die Smartphone-Hersteller bereits gewisse Voreinstellungen einbauen, zum Beispiel Farbenverstärkung und Kontrast. Die Nikon liefert dagegen „realitätsgetreue“ Aufnahmen, welche danach mit Programmen wie Adobe Lightroom nachbearbeitet werden können.

Auch nach einiger Zeit fühlte ich mich noch unsicher und fragte mich, ob ich meine Kamera genug kennengelernt habe oder mehr wissen sollte. Da hat es mir sehr geholfen, ein paar Stunden Unterricht bei einem bekannten Fotografen zu nehmen, welcher mir recht schnell gezeigt hat, wann man welche Einstellungen braucht und auf was man verzichten kann. Dieses Basiswissen reichte dann, um sich endlich entspannt auf das Fotografie-Abenteuer einzulassen.

Bildbearbeitung

Wer gute Fotos machen will, kommt um ein Bildbearbeitungsprogramm nicht herum. Meine Wahl fiel auf Adobe Lightroom und Photoshop, welche preislich zwar eher oben liegen, aber dafür mächtig was leisten können.

Vorher-Nachher-Bild vom Lilac Breasted Roller Vogel im Serengeti Nationalpark

Vorher-Nachher-Bild vom Lilac-Breasted-Roller-Vogel im Serengeti Nationalpark

Für Anfänger lohnen sich die Tutorials von Adobe zu den Programmen und auch Blogs liefern gute Anleitungen, wie man mit den Programmen umgehen sollte. Somit ist der Einstieg schnell gemacht.

Zubehör

Zu einer guten Kamera gehört auch jede Menge Zubehör. Neben dem Body und dem Objektiv benötigt man sicher eine Kamera-Tasche, in welcher Body und Objektiv gut Platz haben. Ich habe mich schnell dazu entschlossen, ein weiteres Objektiv zu kaufen, da mit dem Standard-Objektiv, welches bei unserem Set dabei war (24-70MM F/2.8G), zwar gute Fotos gemacht werden können, jedoch es für Landschaftsaufnahmen und Fotos mit guter Tiefenschärfe ungeeignet ist.

Wer viel auf Reisen ist, sollte immer auch genügend Akkus und Speicherplatz mitnehmen. Ich reise immer mit drei Akkus und je zwei 128GB Speicherkarten, welche bereits im Gerät sind und für ca. 3.300 Fotos in RAW-Format reichen. Zu all dem kam auch noch ein Stativ von Manfrotto dazu, welches für Panorama-Aufnahmen oder Aufnahmen bei Dunkelheit oder Sonnenauf- und Untergang gut geeignet ist, damit nichts unscharf wird.

Fazit

Auch heute mache ich noch gerne Bilder mit meinem Smartphone, jedoch mit einem anderen Hintergedanken. Für gute Bilder nehme ich mir heute Zeit und die Nikon D750, denn es macht nicht nur mehr Spass, sondern auch mehr Freude an den Bildern, wenn sie später fertig bearbeitet sind.