Collage aus zwei angewendeten Filtern

Photoshop: Der Einsatz von Filtern in der Nachbearbeitung

Das Fotobearbeitungsprogramm Photoshop bietet unter seinen zahlreichen Funktionen auch eine grosse Bandbreite an Filtern. Durch die Verwendung solche Filter ist es möglich, Fotos nicht nur zu retuschieren und korrigieren, sondern auch ganz spezielle und künstlerische Effekte zu erzeugen. In diesem Artikel möchten wir Ihnen einen Überblick über die Auswahl der Filter in Photoshop geben und stellen Ihnen zwei sehr hilfreiche und umfangreiche Filter genauer vor.

Der Aufbau des Filtermenüs

Wird in der oberen Menüleiste von Photoshop der Reiter «Filter» gewählt, erscheint dessen Kontextmenü. Dieses ist durch graue Linien in fünf Bereiche unterteilt.

Screenshot Photoshop – Unterteilung des Filterkontextmenüs

Als erster Bereich wird die Funktion «letzter Filter» durch eine Trennlinie von den anderen abgegrenzt. Wie der Name der Anwendung bereits verrät, können Sie über diese Funktion schnell und einfach Ihren zuletzt gewählten Filter erneut anwenden.

Der zweite Bereich beinhaltet ebenfalls nur eine Funktion – Die Funktion «Für Smartfilter konvertieren». Durch diese Funktion wird Ihre Aufnahme in ein Smartobjekt umgewandelt, wodurch das Originalfoto in Photoshop gespeichert und somit verankert wird. Legen Sie anschliessend einen oder mehrere Filter über Ihr Foto, werden diese zwar angewendet jedoch nicht fest mit dem Original verbunden. Dadurch ist es möglich alle angewendeten Filter im Nachhinein zu ändern oder zu entfernen. Folglich ist es ratsam diese Funktion immer vor der Anwendung von Filtern zu aktivieren.

Der dritte und in der Abbildung blau gekennzeichnete Bereich beinhaltet Filter, die relativ neu zu Photoshop hinzugekommen sind. Dabei handelt es sich überwiegend um Filter, die in ihrer Anwendung ein wenig komplexer sind. Dazu gehören zum Beispiel die Filtergalerie und der Camera-Raw-Filter. Bei der Verwendung dieser Filter öffnet sich ein externes Fester, in dem sich mehrere Einstellungsmöglichkeiten befinden, um den Filter nach den eigenen individuellen Vorstellungen anpassen zu können.

Im vierten Bereich finden Sie die Filter, die es schon lange Zeit bei Photoshop gibt. Diese wurden zum Teil verbessert und überarbeitet. Durch einen kleinen Pfeil lassen sich weitere Unteroptionen zu den einzelnen Filtern im Kontextmenü anzeigen. Diese Filter werden durch den blossen Klick auf die Anwendung ausgeführt, es öffnet sich hier kein externes Fenster.

Der sechste Bereich des Filtermenüs eröffnet Ihnen die Möglichkeit online nach weiteren Filtern zu suchen, falls Ihnen die Auswahl in Photoshop nicht ausreicht.

Besonders umfangreiche Filteranwendungen

Wie bereits erwähnt befinden sich im dritten Bereich des Filterkontextmenüs, die neueren Filteranwenden. Für deren Anwendung öffnet sich ein neues Fenster, in dem sich eine grosse Auswahl an Einstellungsmöglichkeiten befindet. Für einen besseren Überblick möchten wir Ihnen ein paar ausgewählte Filter vorstellen.

Die Filtergalerie

In dem externen Fenster der Filtergalerie wird Ihnen Ihr Foto zunächst in einer 100-Prozent-Darstellung angezeigt. Je nach Auflösung Ihrer Aufnahme können 100 Prozent zu viel sein, um Ihr Foto vollständig zusehen. Wählen Sie unten links im Fenster eine kleinere Prozentzahl, um das Foto ganz auf dem Bildschirm zu sehen. In dieser Darstellung lässt sich am besten erkennen, wie der Filter auf dem Foto wirkt.

Sreenshot Photoshop – Öffnen der Filtergalerie

Zudem wird beim öffnen der Filtergalerie immer der Filter zuerst angewendet, welchen Sie zuletzt verwendet haben. In diesem Beispiel ist es der Buntglas-Mosaik-Filter. Rechts neben Ihrer Aufnahme finden Sie eine grosse Auswahl an sehr künstlerischen und kreativen Filtern. Diese sind nochmal in verschiedene Rubriken unterteilt wie Kunstfilter, Malfilter, Stilisierungsfilter, Strukturierungsfilter, Verzerrungsfilter und Zeichenfilter.

Klicken Sie sich durch die verschiedenen Filter, bis Sie einen passenden Effekt gefunden haben. In diesem Beispiel wurde der Filter «Buntstiftschraffur» in der Kategorie Kunstfilter gewählt. Mit diesem Filter erhält Ihre Aufnahme mit nur einem Klick die Optik einer Zeichnung. Rechts neben der Auswahl der Filter befindet sich ein weiteres Feld, in dem weitere Einstellungsmöglichkeiten für den Feinschliff zur Verfügung stehen. Diese Einstellungen variieren je nach Wahl des Filters.

Screenshot Photoshop – Anwenden des Buntstiftschraffur-Filters

Um die Wirkung der Zeichnung zu verbessern, können Sie die Regler Strichstärke, Druck und Papierhelligkeit anpassen. Wie kräftig die Zeichnung dargestellt werden soll, bestimmen die beiden Regler Strichstärke und Druck. Damit die Farben der Zeichnung gut zu Geltung kommen, ist es ratsam die Papierhelligkeit hoch einzustellen. Wird der Regler bis zum Anschlag nach rechts bewegt, erhalten Sie für Ihre Zeichnung einen weissen Untergrund.

Der Camera-Raw-Filter

Ein weiterer sehr wichtiger und oft verwendeter Filter ist der Camera-Raw-Filter. Dieser macht es möglich schnell und einfach das Bild für weitere Bearbeitungsschritte zu optimieren. Bei den Grundeinstellungen des Camera-Raw-Filters können Sie mit Reglern wie Kontrast, Lichter, Tiefen die Belichtung korrigieren. Zudem können Farbtemperatur, Klarheit und Dynamik der Aufnahme angepasst werden.

Screenshot Photoshop – Anwendung des Camera-Raw-Filters

Neben den Grundeinstellungen finden sich im Camera-Raw-Filter noch viele weitere Einstellungsmöglichkeiten. So können der Farbton, die Sättigung und die Luminanz verschiedener Farben genau bestimmt werden. Selbst Funktionen wie die Objektivkorrektur sind im Camera-Raw-Filter zu finden. Diese ist jedoch auch detaillierter über einen eigenen Filter möglich.

Fazit

Das Spektrum an Filtern in Photoshop ist sehr gross und bietet Ihnen zahlreiche Bearbeitungsmöglichkeiten, die leicht umzusetzen sind. Mit der Hilfe des Camera-Raw-Filters können Sie Ihre Aufnahmen leicht optimieren und diese somit für weitere Nachbearbeitungsschritte vorbereiten. Für eine besonders kreative Bildwirkung bietet Ihnen die Filtergalerie zudem eine grosse Auswahl an Effekten.

Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Ausprobieren!

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