Gelber Farbfilter in der Schwarzweiss Fotografie

Farbfilter in der analogen Schwarzweiss-Fotografie

Gelungene Schwarzweiss-Aufnahmen gehören zur Königsdisziplin der analogen Fotografie. Um das Beste aus seinen analogen Schwarzweiss-Aufnahmen herauszuholen, setzen dabei viele Fotografen auf sogenannte Farbfilter. Diese Farbfilter helfen, dass bestimmte Kontraste oder Details auf den späteren Schwarzweiss-Aufnahmen besser zur Geltung kommen. Bei Farbfiltern handelt es sich dabei um eingefärbtes Glas, Kunststoff oder Folie, die direkt vor das Objektiv gesetzt werden und eine bestimmte Farbe herausfiltern.

Lesen Sie nachfolgend, welche Wirkung Farbfilter auf die Qualität Ihrer analogen Schwarzweiss-Aufnahmen haben und welche Farbfilter sich für welche Motive eignen.

Wirkung verschiedener Farbfilter

Wer die Qualität und die Kontraste in seinen analogen Schwarzweiss-Aufnahmen verbessern möchte, kommt um den Einsatz von Farbfiltern nicht herum. Die Wahl des richtigen Filters hängt dabei vom Motiv und der Gesamtfarbstimmung ab. Denn je nach Farbe des Filters werden bestimmte Bereiche in einem helleren oder dunkleren Grauton auf der späteren Schwarzweiss-Aufnahme dargestellt. Generell gilt, dass die Komplementärfarbe des Farbfilters auf den Aufnahmen dunkler und die Eigenfarbe des Filters heller abgebildet werden.

Verschiedene Farbfilter für die Schwarzweiss Fotografie

Rot-Filter für Schwarzweiss-Aufnahmen

Verwendet man einen Rot-Filter für seine Schwarzweiss-Aufnahmen werden Blautöne deutlich dunkler wiedergegeben. Daher eignet sich ein Rot-Filter auch sehr gut für dramatische Schwarzweiss-Aufnahmen von Wolken. Möchte man einen Rot-Filter in der Porträtfotografie einsetzen, sollte man beachten, dass das Modell eine gebräunte Haut hat, da der Filter die Haut heller zeichnet. Mit ihm lassen sich aber auch Sommersprossen, Narben und andere Schönheitsmakel gut kaschieren. Das liegt daran, dass der Rot-Filter gelbe, rote und braune Töne im Allgemeinen heller darstellt.

Blau-Filter

Ein Blau-Filter eignet sich vor allem bei Porträtaufnahmen mit einem hellhäutigen Modell. Denn die helle Haut wird dunkler wiedergegeben. Allerdings werden Hautunreinheiten verstärkt. Besonders gut eignet sich ein Blau-Filter um Dunst oder Nebel dramatisch einzufangen, da beides verstärkt wirkt. Allerdings eignet sich ein blauer Farbfilter weniger gut bei Aufnahmen vom Himmel. Dieser wird auf den Schwarzweiss-Aufnahmen sehr hell und fast schon weiß gezeichnet.

Gelb-Filter

Der Gelb-Filter bewirkt das Gegenteil vom Blau-Filter und ist in der Schwarzweiss-Fotografie einer der beliebtesten Filter, wenn es um Landschaftsaufnahmen geht. Er eignet sich besonders gut für die Abbildung von Wolken und Himmel. Diese werden nämlich auf den Schwarzweiss-Aufnahmen dunkler gezeichnet. Weniger gut eignet sich ein Gelb-Filter für Porträtaufnahmen. Denn die Haut und die Lippen werden heller wiedergeben als sie sind und wirken dadurch sehr unnatürlich.

Grün-Filter

Ein Grün-Filter eignet sich sehr gut, um verschiedene Helligkeitsunterschiede zwischen Grüntönen auf einem Schwarzweiss-Bild hervorzuheben. Daher findet er meist ausschliesslich in der Landschaftsfotografie bei Aufnahmen von Bäumen und Wäldern Verwendung. Der Grün-Filter splittet die verschiedenen Nuancen von Grüntönen auf. Diese werden später als feine Abstufungen in der Schwarzweiss-Aufnahme sichtbar.

Unterschiedliche Wirkung der Farbfilter am Beispiel eines Motives

Wirkung der Farbfilter im Vergleich zum farbigen Motiv und im Vergleich zur Schwarzweiss-Aufnahme ohne Farbfilter

Fazit: Farbfilter in der Schwarzweiss-Fotografie

Um die Qualität von analogen Schwarzweiss-Aufnahmen zu verbessern, ist der Einsatz von Farbfiltern empfehlenswert. Während sich kleine Farb- und Kontrastfehler mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung schnell beheben lassen, lassen sich diese Unterschiede in der analogen Fotografie nur mit Hilfe der passenden Farbfilter korrigieren. Dabei eignet sich nicht jeder Filter für jedes Motiv. Ein Blau-Filter beispielsweise kommt nur selten bei Landschaftsaufnahmen zum Einsatz, da dieser Grüntöne zu dunkel und Blautöne zu hell wiedergibt. Die Wahl des passenden Farbfilters hängt also vom Motiv und den Ausgangsfarben ab. Generell ist darauf zu achten, dass die Eigenfarbe des Farbfilters immer heller auf den Schwarzweiss-Aufnahmen abgebildet wird.

Einstellen des Selbstauslösers – 5...4...3...2...1...Gruppenportrait vor Bäumen

Kaufberatung Kamerazubehör: Fernauslöser und Selfie-Stick

Wir stellen nützliches Kamerazubehör vor und erklären Unterschiede, Nutzen und mögliche Einsatzgebiete.

Der Selbstauslöser – nicht nur für Gruppenbilder und Selbstporträts

Die Belichtung erfolgt beim Selbstauslöser verzögert nach voreingestellter Zeitspanne. Der Klassiker: Gruppenporträts mit Fotograf. Sie stellen den Selbstauslöser ein, hasten vor die Linse und in dem Moment, in dem Sie noch Ihre Kleidung zurechtzupfen, blitzt es Ihnen schon entgegen. Also noch einmal…

Neben den Selbstporträts können Sie diese integrierte Funktion auch einsetzen, um mittels Verzögerung unscharfe Aufnahmen mit langer Belichtungszeit zu vermeiden.

Einen Selbstauslöser besitzt jede Kamera – ob Smartphone oder DSLR. Das Fotografieren mit dem Selbstauslöser stösst durch die voreingestellten Zeitspannen aber auch schnell an seine Grenzen. Deshalb gibt es nützliches Zubehör, das Sie je nach Kameratyp hinzukaufen können.

Technische Armverlängerung um einen Meter – der Selfie-Stick

Wie die Bezeichnung der Teleskopstange schon verrät, liegt der hauptsächliche Verwendungszweck im ‚Sich-selbst-fotografieren‘. Mit Hilfe dieser Armverlängerung um etwa einen Meter lassen sich Selbstporträts und auch Gruppenfotos inklusive Fotograf unkompliziert festhalten. Smartphone befestigen, Stick ausfahren und auslösen. Die Vorteile liegen hier in der Hand. Die überdimensionierte Schulter, die sich auf jedem Selbstporträt mit ausgestrecktem Arm über einen Grossteil des Bildes erstreckt, bleibt Ihnen mit dem Selfie-Stick erspart. Stattdessen passen sogar mehrere Personen komplett aufs Bild – und das ohne ein Stativ aufzubauen und zudem auch aus ungewöhnlicher Perspektive: von oben. Gerade wenn Sie Ihre Ferienmomente konservieren wollen – ob Schnappschuss unterm Gipfelkreuz oder Erinnerung auf dem Marktplatz – sind Sie nicht darauf angewiesen, Ihr Smartphone aus der Hand zu geben oder zu warten, bis der nächste Gipfelstürmer Ihren Auslöser drücken kann.

Selfie-Stick im Reisegepäck: Gruppenfoto in den Bergen

Achtung – nicht überall sind Selfie-Sticks erlaubt

An vielen öffentlichen Orten allerdings sind die technischen Armverlängerungen verboten – in einigen Museen aus Sorge vor Zerstörung der Ausstellungsobjekte; in manchen Stadien, um die Sicht hinten stehender Fans nicht zu verdecken; auf Festivals sowie beispielsweise in Disneyland und einigen anderen Freizeitparks. Ausserdem sollten Sie Grösse (eingeklappt zwischen 15 und 30 cm) und Gewicht (zwischen 100 und 400 Gramm) bedenken, wenn die Stange in Ihrem Gepäck landet.

Welchen Selfie-Stick sollte man kaufen?

Das Angebot ist riesig – ob schwarz oder weiss, lang oder kurz, schwer oder leicht, günstig oder teuer (zwischen 10 und 80 CHF). Der wohl wichtigste Faktor bei der Entscheidung ist die Länge, die sich unter 50 cm kaum lohnen dürfte, um auch den Hintergrund gut sichtbar aufs Bild zu bekommen. Ob Bluetooth-Verbindung zum Auslösen oder Kabel mit Fernbedienung, auch diese Wahl müssen Sie treffen.

Der Halteknopf spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Hier müssen Sie entscheiden, ob Smartphones oder Kompaktkameras arretiert werden können. Einige Stangen kommen auch mit Schraubgewinde daher, an dem sich Actionkameras befestigen lassen. In dem Fall empfiehlt es sich, auf besonders stabile und wasserfeste Produkte mit hoher Tragkraft zurückzugreifen. DSLRs können aufgrund des Eigengewichts der Kamera und dem schweren Handling nicht auf Selfie-Sticks montiert werden.

Unsichtbar und flexibel – der Fernauslöser

Ob mechanisch mit Bowdenzug, über Kabelverbindung, per Infrarot oder Funk – mit einem Fernauslöser können Sie eine Kamera, zumeist in Verbindung mit einem Stativ, ohne direkte Berührung und ohne am Standort zu sein, auslösen. Wozu das gut sein kann? Sie wollen als Fotograf mit aufs Bild und vorher in Ruhe den Ausschnitt fixieren? Sie versuchen bei Makro- oder Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung noch so vorsichtig den Auslöser zu drücken und dennoch kommt es zu verwackelten, unscharfen Bildern? Durch das Auslösen aus der Ferne lassen sich ebensolche mechanischen Erschütterungen vermeiden. Unverzichtbar ist der Fernauslöser allerdings in der Tier- und Naturfotografie. Um scheue Waldbewohner nicht zu verjagen oder Raubtieren aus sicherer Entfernung auflauern zu können, bietet sich der Fernauslöser optimal an.

Einstellung der Kamera – mit dem Fernauslöser Wildtiere fotografieren

Sie können zeitlich flexibel den Auslösepunkt wählen und sind nicht auf die vorgegebene Zeitspanne des Selbstauslösers angewiesen. Genau im richtigen Moment, wenn sich ein Reh vor die Linse traut oder wenn die Stille zwischen zwei Windstössen nicht die Haare der Familienmitglieder verweht, können Sie aus der Ferne auslösen.

Kabel, Funk oder Infrarot?

Beim Kauf spielt vor allem die Entscheidung eine Rolle, ob Sie mit oder ohne Kabel arbeiten wollen. Kabel-Fernauslöser (20 bis 150 CHF) funktionieren ohne Batterien, haben allerdings nur eine kurze Reichweite. Bei Funk-Fernauslösern kommen Sie ohne Kabelsalat aus, sind zudem flexibler beweglich und können entspannt über zehn Meter von der Kamera entfernt sein, müssen dafür aber auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen (60 bis 300 CHF). Beim Infrarot-Fernauslöser hingegen, der preisgünstiger als der Funkauslöser ist (10 bis 80 CHF), muss der Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger hergestellt sein – wie bei Fernseher und Fernbedienung.

In diesem Entscheidungsprozess sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der jeweilige Fernauslöser, ob für DSLR oder Kompaktkamera, mit Ihrem Modell kompatibel ist. Neben den modellgebundenen Varianten gibt es auch universelle Fernauslöser. Für Smartphones gibt es eine Bluetooth-Variante, die oft mit einem kleinen Telefonstativ bzw. -halter und einer Fernbedienung daherkommt. Die Preisspanne reicht hier von 10 bis 40 CHF.

makroaufnahme pilz

Hilfsmittel in der Makrofotografie – Nahlinse & Co.

In der Fotografie gibt es vielerlei Objektive für verschiedene Einsatzzwecke. Der Nachteil: Sie sind in ihrer Anschaffung meist sehr kostenintensiv. Auch bei der Mitnahme mehrerer Objektive benötigen diese viel Platz im Gepäck. Um beiden Nachteilen aus dem Weg zu gehen, gibt verschiedenes Objektiv-Zubehör. In der Makrofotografie besteht durch Nahlinse, Zwischenring, Umkehrring und Kupplungsring die Möglichkeit, mit einfachen und kostengünstigen Mitteln den Ergebnissen eines Makroobjektives näher zu kommen.

Wie diese eingesetzt werden und welchen Unterschied es zwischen Nahlinse, Zwischen-, Umkehr- und Kupplungsring gibt, erfahren Sie hier.

Die Nahlinse in der Makrofotografie

Die erste Möglichkeit, ein handelsübliches Objektiv in ein Makroobjektiv zu verwandeln, bietet die Nahlinse. Diese wird mit Hilfe eines Gewindes vorne auf das Objektiv aufgeschraubt und wirkt wie eine Lupe. Die Nahlinse muss zum Objektiv passen, achten Sie beim Kauf auf Kompatibilität. Des Weiten haben Nahlinsen an der Aussenseite ein Gewinde, um andere Hilfsmittel wie Filter aufnehmen zu können.

Die Stärke einer Nahlinse wird in Dioptrien gemessen, sie ist in verschiedenen Stärken erhältlich. Hierbei gilt, desto höher die Dioptrien, umso höher ist der Vergrösserungseffekt. Der beste Effekt kann mit einem Standardzoom- oder einem Telezoomobjektiv erzielt werden. Auch hier gilt, desto grösser die Brennweite, umso stärker ist der Effekt.

Eine besonders flexible Nahlinse stellen Makro-Vorsätze von der Marke Raynox dar. Diese werden nicht direkt auf das Objektiv geschraubt, sondern durch einen Schnappadapter an das Objektiv angebracht. Dieser Schnappadapter lässt sich im Gegensatz zur Nahlinse, welche den konkreten Durchmesser des Objektives haben muss, bei verschiedenen Objektivgrössen verwenden. Der Makro-Vorsatz besteht nicht nur aus einer, sondern aus drei Linsen, welche aus optischem Glas bestehen. Diese drei Linsen garantieren eine höhere Abbildungsleistung im Vergleich zu herkömmlichen Nahlinsen. Dennoch ist zu beachten, dass es bei Objektiven mit einem grossen Durchmesser zu einer Vignettierung kommen kann. Diese kann jedoch durch leichtes Zoomen verschwinden.

Raupe an einem Ast

 

Sowohl die Nahlinse als auch der Makrovorsatz ermöglichen meist nur einen relativ kleinen Bereich, der scharf abgebildet wird. Deshalb sollte die Blende weit geschlossen werden, um eine grössere Schärfenebene zu erreichen. Aus der geschlossenen Blende resultieren hohe Belichtungszeiten, wodurch der Einsatz eines Stativs mehr als sinnvoll ist. Des Weiteren kann ein Blitzgerät für ein höheres Lichtaufkommen sorgen.

Der Zwischenring für Makrofotos

Im Unterschied zur Nahlinse wird der Zwischenring, wie der Name schon sagt, zwischen dem Body und dem Objektiv angebracht. Durch die Verlängerung des Objektives wird die Naheinstellgrenze verringert. Dies bedeutet, dass das Objektiv näher am Motiv platziert werden kann.

Hierbei gibt es automatische und manuelle Zwischenringe. Bei den automatischen Zwischenringen bleibt die Kommunikation zwischen Body und Objektiv bestehen und die Kamera ist in all ihren Funktionen bedienbar. Allerding ist der automatische Zwischenring in seiner Anschaffung kostenintensiver als der manuelle. Beim manuellen Zwischenringen wird der Stromfluss, und somit die Kommunikation zwischen Body und Objektiv, unterbrochen. Das heisst, die Kamera sollte bereits vor der Montage des manuellen Zwischenrings eingestellt werden, da es danach nur noch manuell möglich ist.

Da der Zwischenring einiges an Licht verschlingt, hilft es, die Blende weit zu öffnen. Die besten Ergebnisse erzielt dabei ein Weitwinkelobjektiv.

Abgesehen von der Kommunikation bringt der Zwischenring den Nachteil, dass die Kamera nah am Objekt positioniert werden muss, um zu fokussieren. Dies ist vor allem bei lebenden Objekten wie Kleintieren und Insekten ungünstig, da diese durch die Nähe verschreckt werden könnten.

Drei Fotografien einer Muschel ohne Zwischenring und mit zwei unterschiedlichen Zwischenringen

In dieser Abbildung sehen Sie eine Muschel, die in drei unterschiedlichen Varianten abgelichtet wurde. Alle drei Aufnahmen wurden mit einem Canon EF  24-105 1:4L IS USM Objektiv, Blende f11, ISO 500 und einer Brennweite von 105 mm aufgenommen. Das erste Bild links zeigt eine Aufnahme ohne Hilfsmittel. In der Mitte wurde ein Zwischenring der Grösse 21 mm und ganz rechts ein Zwischenring der Grösse 31 mm verwendet. Eine Vergrösserung und ein Herabsetzten der Naheinstellgrenze ist dabei klar zu erkennen. Jedoch zeigt sich auch der relativ kleine scharfe Bereich der Aufnahme.

 

Der Umkehrring macht ein Teleobjektiv zum Makroobjektiv

Mit einem Umkehrring, auch Retro-Adapter genannt, kann das Objektiv falsch herum an den Body geschraubt werden. Dadurch wird sowohl ein Vergrösserungseffekt erzeugt als auch die Naheinstellgrenze ausser Kraft gesetzt. Die Automatik zwischen Body und Objektiv wird wie beim Zwischenring unterbrochen, wodurch die Kamera nur noch manuell bedient werden kann. Um die automatische Steuerung weiterhin nutzen zu können, gibt es spezielle Umkehrringe, die aus zwei Komponenten bestehen. Die erste Komponente verbindet Body und Objektiv und die zweite wird auf das Ende des Objektives gesetzt. Diese beiden Komponenten sind durch ein Kabel miteinander verbunden, um die elektronische Kommunikation zu überbrücken. Auch hier ist die Anschaffung des automatischen Umkehrrings kostenintensiver als die eines manuellen.

Da auch der Umkehrring Licht verschluckt, bietet sich die am weitesten geöffnete Blende an. Zusätzlich kann viel Umgebungslicht für eine gute Belichtung sorgen. Auch der Umkehrring verlangt eine kleine Distanz zum Motiv, um fokussieren zu können.

Der Kupplungsring in der Makrofotografie

Der Kupplungsring stellt eine Kombination aus Zwischenring und Umkehrring dar. Durch diesen ist es möglich, zwei Objektive miteinander zu verbinden. Dabei bleibt das erste Objektiv wie gewohnt am Bajonett der Kamera befestigt. Ans Ende des Objektives wird der Kupplungsring aufgeschraubt. Dieser hat sowohl auf der Innen- als auch auf der Aussenseite ein Gewinde, sodass auf die Aussenseite des Ringes ein weiteres Objektiv in Retro-Stellung angebracht werden kann.

Bei der Verwendung eines Kuplungsrings werden die besten Ergebnisse mit einer Kombination aus einem Telezoomobjektiv und einem Weitwinkelobjektiv erzielt. Hierfür wird das Telezoomobjektiv normal am Bajonett befestigt und das Weitwinkelobjektiv in Retro-Stellung verwendet.

Tipp: Haben die beiden Objektive nicht den gleichen Durchmesser, so können Filteradapter diesen Unterschied überbrücken.

Mit der Verwendung eines Kupplungsrings kann ein hoher Abbildungsmassstab mit einer sehr guten Bildqualität erreicht werden.

Makroaufnahme von Tau auf einem Blatt

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Fazit

Werden alle Hilfsmittel betrachtet, ist die Nahlinse in ihrer Handhabung am einfachsten. Dadurch, dass diese nur auf das Objektiv aufgesetzt wird, bleiben alle Funktionen erhalten. Zwischen-, Umkehr- und Kupplungsring wiederum bieten einen höheren Abbildungsmassstab. Jedoch gewährleisten die günstigen Alternativen nur eine manuelle Bedienung der Kamera. Wer etwas tiefer in die Tasche greift, kann die Elektronik mit einem geeigneten Zwischen- oder Umkehrring überbrücken. Auch diese Varianten sind noch immer um ein vielfaches günstiger als ein Makroobjektiv.

Letztendlich sind alle Varianten dazu geeignet, dem Ergebnis eines Makroobjektives näherzukommen. An den Bereich Makrofotografie kann man sich so mit einfachen Mitteln herantasten, bevor die Entscheidung zu einer professionellen Makroausrüstung fällt.

Abbildung verschiedener Foto-Filter und dem dazugehörigen Objektiv

Fotofilter in der Praxis – Tipps zum Einsatz von Filtern

Egal ob Stadt, Land oder Fluss – draussen an der frischen Luft ergeben sich unzählige Gelegenheiten für einen besonderen Schnappschuss. Neben den vielen Chancen, einen einzigartigen Moment festzuhalten, bringt die Natur auch grosse Herausforderungen mit sich. Vor allem die Sonne als Hauptlichtquelle ist nicht kontrollierbar und bringt so manchen Hobbyfotografen an seine Grenzen. Einigen Lichtsituationen kann nicht einmal mit Kameraeinstellungen entgegengewirkt werden kann. Für solche Fälle bietet sich die Verwendung verschiedener Filter an.

Polarisationsfilter

Der Polarisationsfilter, kurz Polfilter, verhindert Spiegelungen von nichtmetallischen Flächen. Dadurch eignet sich dieser Filter hervorragend für die Fotografie von Gewässern oder gläsernen Gebäuden. Aber ein Pol-Filter kann auch eingesetzt werden, um den Himmel strahlender und blauer wirken zu lassen. Dieser Effekt ist zudem einer der wenigen, der nicht durch die nachträgliche Bildbearbeitung erzeugt werden kann. Folglich ist dieser Filter ein „Must-have“ in der Landschafts- und Architekturfotografie.

Wird der Pol-Filter genauer betrachtet, fällt schnell der bewegliche Ring auf. Dieser ist für die Funktion des Pol-Filters verantwortlich und bleibt auch nach der Montage beweglich. Nach der ersten Probeaufnahme mit dem Filter lässt sich zunächst kaum ein Unterschied zur vorherigen Aufnahme ohne den Filter feststellen. Der gewünschte Effekt wird erst durch das Drehen des Rings erzielt.

Tipp: Der Ring sollte nicht in die gleiche Richtung gedreht werden, wie der Filter an das Objektiv angebracht wird. Wird er doch in die gleiche Richtung gedreht, kann es passieren, dass der Filter wieder abgeschraubt wird und sich plötzlich löst.

Vergleichsbild einer Landschaft mit und ohne Polfilter

Auf dieser Abbildung sehen Sie zwei Aufnahmen desselben Motives. Die linke Aufnahme wurde ohne einen Pol-Filter aufgenommen und ist viel zu hell und überbelichtet. Das rechte Bild zeigt eine Aufnahme mit Pol-Filter. Dabei wurde der Effekt zu 100 Prozent ausgereizt.

Graufilter

Soll die Belichtungszeit am Tag erhöht werden, wird ein Filter benötigt, der das einfallende Licht reduziert. Eine solche längere Belichtungszeit bei Tageslicht findet beispielsweise seine Anwendung in der weichen und dynamischen Darstellung von fliessenden Gewässern.

Der Graufilter, auch als ND-Filter (Neutraldichte-Filter) bekannt, besteht aus grau eingefärbtem Glas und dunkelt dadurch die Linse ab. Er ist in verschiedenen Stärken erhältlich. Die gängigsten Varianten sind ND8, ND64 und ND1000 Filter, wobei der ND1000 der Stärkste und damit dunkelste dieser drei Filter ist. Die Angabe der Zahl gibt den Vervielfachungsfaktor der Verschlusszeit an, das heisst bei einem Graufilter der Stärke ND64 kann die Verschlusszeit um das 64-fache verlängert werden.

Ein weiterer Einsatz des Graufilters sind Langzeitbelichtungen bei gut besuchten Plätzen und Sehenswürdigkeiten. Durch die Langzeitbelichtung, kann man mit etwas Geschick die Menschen, die sich um die Sehenswürdigkeit tummeln, verschwinden lassen.

Vergleichsbild eines Himmels mit und ohne Graufilter

Auch diese Abbildung zeigt ein Vergleichsbild. Nur diesmal kam der Graufilter zum Einsatz. Es ist leicht zu erkennen, dass das rechte Bild die Aufnahme mit dem Graufilter ist, da es kräftiger ist. Analog kann auch der Pol-Filter für diesen Effekt verwendet werden.

Grauverlaufsfilter

Fast jeder ist in der Landschaftsfotografie schon einmal den schwierigen Lichtverhältnissen begegnet, die die Sonne mit sich bringt.

Oft ist die Landschaft gut sichtbar, doch der Himmel ist überbelichtet oder der Himmel zeigt schöne Konturen und prachtvolle Farben, dafür ist die Landschaft viel zu dunkel. Natürlich lässt sich dies durch die Bildbearbeitung richten, indem die beiden misslungenen Aufnahmen übereinandergelegt werden und jeweils der gut belichtete Teil genutzt wird.

Trotzdem ist es bei jeder Foto-Tour das Ziel, mit gelungenen Aufnahmen nach Hause zu gehen, die kaum der Nachbearbeitung bedürfen. Für diesen Zweck ist beispielsweise der Einsatz eines Graufilters nur wenig hilfreich, da er das gesamte Motiv abdunkelt. Der Grauverlaufsfilter bietet hier den Mittelweg.

Wie der Name schon sagt, bildet sich auf dem Filter ein grauer Farbverlauf ab, welcher nur eine Hälfte die Aufnahme abdunkelt. Dadurch ist es möglich, bei einer perfekt belichteten Landschaft auch den Himmel gut in Szene zu setzen.

In Ihrer Bauform bieten Grauverlaufsfilter zwei Arten. Zum einen ein herkömmlicher runder Filter, der auf das Objektiv aufgeschraubt wird. Hierbei besteht jedoch der Nachteil, dass die Einteilung von hell und dunkel konkret festgelegt ist, wodurch die Wahl des Bildausschnittes eingeschränkt wird. Die zweite Variante bietet hier mehr Flexibilität. Diese besteht aus einer Halterung, die an das Objektiv angebracht wird. In diese Halterung wird eine rechteckige Scheibe eingeschoben, die einen Grauverlauf hat. Durch das Einschieben in die Halterung kann die Höhe des Verlaufs selbst bestimmt werden. Auch andere Filter sind in Form dieser Scheiben erhältlich, sodass die Halterung für den Einsatz mehrerer Filter verwendet werden kann.

Auch auf den Verlauf sollte beim Kauf eines Verlaufsfilters geachtet werden. Bei Filtern mit einem harten Verlauf ist der Übergang von hell zu dunkel sehr abrupt und lässt sich dadurch eher schwer in eine Landschaft einbinden. Hier sind Filter mit einem weichen Übergang von Vorteil.

Das Weiteren sollte bei der Benutzung eines Grauverlaufsfilters darauf geachtete werden, dass kein hoher Gegenstand in der Mitte der Aufnahme hervorragt. Der Verlauf stellt einen horizontalen Bruch zwischen hell und dunkel dar, wodurch der hohe Gegenstand ab einer gewissen Stelle mit abgedunkelt wird.

Skylight-Filter

Eine wärmere Farbwiedergabe kann mit einem Skylight-Filter erreicht werden. Dieser Filter hatte jedoch in der anlagen Fotografie eine viel grössere Bedeutung als heute in der digitalen Fotografie, da der Effekt, der mit dem Skylight-Filter erzeugt wird, durch den Weissabgleich ersetzt werden kann.

UV-Filter

Ähnlich wie beim Skylight-Filter ist es auch mit dem UV-Filter. Dieser hatte in der analogen Fotografie eine tatsächliche Daseinsberechtigung. Doch ist dieser UV-Schutz bei der Ausstattung der heutigen Objektive nicht mehr notwendig. Somit wird dem UV-Filter nur noch eine Schutzfunktion in bestimmten Situationen zugerechnet. An Sandstränden und in Wüsten kann ein solcher Filter die Linse vor dem Zerkratzen schützen und das Eindringen von Sandkörnern verhindern.

Farbfilter

Farbfilter bestehen aus gleichmässig eingefärbten Glas und sind in mehreren Farben verfügbar. In Zeiten der analogen Fotografie waren Farbfilter notwendig, um einen Tageslichtfilm auch in der Nacht benutzen zu können. Folglich haben auch diese Filter ihre eigentliche Bedeutung verloren.

In der Schwarzweiss-Fotografie wiederum haben Farbfilter noch immer eine Bedeutung. Es gibt sie in Gelb, Gelb-Grün, Grün, Orange, Rot und Blau. Jeder dieser unterschiedlich farbigen Filter lässt verschiedene Farben heller oder dunkler auf einer Aufnahme in Graustufen wirken.

Fazit

Filter sind in verschiedenen Situationen gute Hilfsmittel. Dennoch ist es sinnvoll nur dann einen Filter zu verwenden, wenn es die Situation verlangt, da ein Filter immer ein wenig Licht schluckt. Durch das verwenden eines Filters kann es zusätzlich zu Qualitätseinbussen der Aufnahme kommen, wenn auch nur sehr geringen.

Das Kombinieren verschiedener Filter ist möglich, hierbei ist jedoch zu beachten, dass bei der Verwendung mehrerer Filter übereinander eine Vignettierung am Rande des Bildes entstehen kann.

Beim Kauf von Filtern muss unbedingt auf den Durchmesser des Objektivgewindes geachtet werden, sodass diese auch befestigt werden können. Wer jedoch mehrere Objektive mit verschiedenen Durchmessern nutzen möchte, für den ist eine Halterung mit Filter-Scheiben sinnvoll. Bei dieser Halterung gibt es je nach Objektivgrösse verschiedene Ringe, auf denen die Halterung angebracht werden kann. Durch den Austausch der Ringe fällt die Anschaffung der Filter in verschiedenen Durchmessern weg, da die Filter-Schieben an jedem Objektiv genutzt werden können.

Merken

Frau mit DSLR fotografiert am Meer

Kaum am Meer – Akku leer? Akkulebensdauer – Powerpacks, Solarladegeräte und andere Alternativen

Selbst auf sorgfältig geplanten Reisen erwarten Sie häufig Überraschungen – einige davon sind angenehm, andere eher weniger. Zur zweiten Kategorie gehören, besonders für Fotobegeisterte, schlappmachende Akkus. Durch wohlüberlegte Anschaffungen im Vorfeld lässt sich dieses Problem vermeiden. Im Wesentlichen sind hier zwei Fragen relevant:

  1. Wie intensiv nutzen Sie Ihre Kamera?
  2. Wie häufig haben Sie Zugang zu Steckdosen?

Frisch aus der Steckdose

Beginnen wir mit dem einfachsten Fall: Sie unternehmen Tagestouren und können Ihr Ladegerät regelmässig über längere Zeit ans Stromnetz anschliessen. Der Stromverbrauch der Kamera hängt von Ihrem Fotografieverhalten und Ihrem Kameramodell ab. Von mehreren Akkus pro Tag bis zu nur einem in 14 Tagen ist alles möglich. Am besten testen Sie das vorher aus. Abgesehen vom eventuell notwendigen Steckdosenadapter reichen im Normalfall also ein bis zwei gut geladene Kamera-Akkus aus. Diese werden von verschiedenen Drittherstellern für die meisten gängigen Kameras günstig angeboten (10 -20 CHF), Originalakkus kosten häufig ein Vielfaches (50-70 CHF). Zum Aufladen lohnt es sich, in die Anschaffung eines Doppel-Ladegerätes zu investieren, um Ihre Zeit in der Unterkunft effizient zu nutzen.

Profis schwören darauf – Batteriegriffe

Digitale Spiegelreflexkameras (DSLRs) sind mit Batteriegriffen, die an das Batteriefach angedockt werden und Platz für zwei Akkus haben, erweiterbar. Zwar wird die Kamera dadurch schwerer und sperriger, allerdings erhöht sich die maximale Nutzungsdauer des Geräts deutlich. Ein anderer Vorteil ist das verbesserte Handling, weil der Apparat durch die Erweiterung mehr Grifffläche bietet und besonders bei Aufnahmen im Hochformat oder mit schweren Objektiven einfacher zu halten ist. Manche Batteriegriffe können im Notfall sogar mit handelsüblichen AA-Batterien anstelle der Lithium-Ionen-Akkus bestückt werden. Bei Drittanbietern erhält man Batteriegriffe ab circa 30 CHF, Originalteile bekommen Sie ab ungefähr 100 CHF.

Batteriegriff auf hellem Untergrund

Kompakte Kraftpakete – Powerbanks

Sind Sie länger ausserhalb Ihrer festen Unterkunft unterwegs und fotografieren sehr viel, könnte es sich lohnen, eine sogenannte Powerbank (auch Powerpack genannt) zu kaufen. Diese tragbaren Stromspeicher haben wesentlich grössere Kapazitäten als einzelne Akkus. Manche Modelle bieten genügend Reserven, um Endgeräte mehrfach voll aufzuladen und halten unter Umständen verschiedene Anschlussmöglichkeiten bereit. Ein USB-Port ist allerdings Standard, worüber sich Kompaktkameras, Actionkameras und manche Bridgekameras mit Strom versorgen lassen. Vorteilhaft ist hier, dass Smartphones, MP3-Player und andere Technik, auf die Sie während der Ferien nicht verzichten wollen, damit kompatibel sind. Bei DSLRs ist das direkte Laden in der Regel nicht möglich, dafür gibt es aber Ladegeräte, die wiederum via USB mit Strom versorgt werden. Alternativ ist es auch denkbar, auf eine Powerbank mit integriertem Ladeslot für Ihren DSLR-Akku zurückzugreifen oder einen speziellen Akkudummy (20 – 40 CHF) ins Batteriefach einzusetzen, den Sie mit einem Powerpack verbinden.

Powerbanks mit USB-Anschluss

Die Kapazität der Powerbanks wird, wie die von Akkus, in Milliamperestunden (mAh) angegeben. Je höher sie ist, umso mehr können Sie damit aufladen. Ein anderer zu berücksichtigender Faktor ist die abgegebene Stromstärke. Fällt diese zu niedrig aus, brauchen Geräte, deren Energieaufnahme für höhere Stärken konzipiert ist, länger zum Laden. Powerbanks gibt es mittlerweile in gigantischer Vielfalt und in vielen Preisstufen, angefangen bei unter 10 CHF über durchschnittlich 30 – 50 CHF, bis hin zu mehreren hundert Franken für Profi-Equipment.

Wenn die Wildnis ruft – Solarmodule

Auf einer ausgedehnten Wanderung, bei der Sie in freier Natur übernachten, wird es erfahrungsgemäss schwer, eine Steckdose zu finden. Erstreckt sich die Tour über mehrere Tage oder sogar Wochen, ist die Kapazität Ihrer Stromspeicher irgendwann erschöpft und diese müssen aufgeladen werden. Zu diesem Zweck gibt es Solarmodule in vielen Varianten: Je grösser deren Fläche ist, umso mehr Sonnenstrahlung wird gleichzeitig aufgefangen und umso höher ist deren Ausgangsleistung. Das bedeutet aber auch, dass die Module dann schwerer werden und einen gesteigerten Platzbedarf haben. Einige Hersteller bieten auf dem Rucksack tragbare Varianten oder Powerbank und Solarmodul in einem Kombigerät an, meistens sind diese jedoch schwach und bei stromhungrigen Verbrauchern wenig zu empfehlen.

Für DSLRs etwa sollten Sie auf Solarmodule mit genügend Output zurückgreifen, die circa 400 – 500 CHF im Kit mit passenden Powerbanks kosten. Wenn Sie keine DSLR benutzen, genügen einfachere Solarmodule und Powerbanks für insgesamt etwa 100 – 200 CHF. Grundsätzlich ist zu berücksichtigen, dass sie zum Laden auf mehrere Stunden Sonnenschein angewiesen sind – wie viele genau, erfahren Sie auf der jeweiligen Produktseite.

Tragbares Solarmodul liegt am Strand auf dem Sand und lädt ein Smartphone.

Ein Sonderfall wäre der Roadtrip, bei dem Sie zwar nicht oder selten ans Stromnetz gelangen, dafür aber Ihre Akkus oder Ihre Powerbank mit Hilfe von Adaptern (10 – 20 CHF) über den Zigarettenanzünder des Autos aufladen können.

Work in progress – Neue Alternativen

Sollten Sie hingegen auf dem Fahrrad reisen, gibt es sogar an den Nabendynamo anschliessbare Ladegeräte (20 – 160 CHF), die jedoch nicht effizient genug arbeiten, um als zuverlässige Lösung zu dienen. Andere unkonventionelle, aber noch unausgereifte Möglichkeiten sind zum Beispiel Brennstoffzellenpowerpacks, die mit Feuerzeuggas betankt werden oder Campingkocher, die ein Leistungsmodul erwärmen, das Energie erzeugt.

selbst gebauter Reflektor aus einer Aluminiumfolie

Foto-Hacks: DIY Kameraequipment selbst gebaut

Sie möchten bereits im Moment des Auslösens das Beste aus Ihrem Foto herausholen und das, ohne im Nachhinein das Bildbearbeitungsprogramm zu benutzen oder sich kostenintensives Profiequipment anzuschaffen? Manchmal können ganz normale Alltagsgegenstände aus Ihrem Haushalt mit nur wenigen Handgriffen Abhilfe schaffen.

DIY Kameraequipment ist preisgünstig und oft einfach umzusetzen. Wir zeigen Ihnen in diesem Beitrag, wie sie sich selbst einen Diffusor und einen Reflektor bauen.

DIY Diffusor für die Kamera

Ein Diffusor hilft sowohl bei Innen- als auch bei Aussenaufnahmen hartes, direktes Licht weicher zu machen und starke Licht-Schatten-Kontraste einzudämmen. Auch im Falle des Einsatzes eines Blitzes sorgt der Diffusor für die Streuung des Lichts und erzeugt somit nur sehr weiche Schatten. Diffusoren werden zwischen dem Objekt und der Lichtquelle platziert und sollten aus halbdurchsichtigen Material bestehen, damit das Licht durch das Material gelangen kann, um dieses zu streuen. Zum anderen ist es wichtig, dass das Material farbneutral ist, damit kein Farbstich auf Ihrer Aufnahme entsteht. Sie sollten ausserdem beachten, dass der Diffusor grösser sein muss als das Objekt, das Sie fotografieren möchten, da der Diffusor nur die Fläche gut ausleuchten kann, welche er auch abdeckt.

Fotografie einer Figur ohne und mit einem Diffusor

Auf dieser Darstellung sehen Sie zuerst eine Aufnahme ohne Diffusor und daneben mit Hilfe des Diffusors. Es lässt sich deutlich erkennen, dass die Aufnahme mit Diffusor einheitlich weicher ist.

Einen solchen Diffusor oder sogar mehrere Diffusoren in unterschiedlichen Grössen nachzubauen, ist ziemlich simpel. Sie benötigen nichts weiter als ein lichtdurchlässiges Material und einen Rahmen, auf welchen Sie das Material anbringen können. Für das Material können sie sowohl Papier als auch Stoffe verwenden. An dieser Stelle müssen Sie jedoch beachten, dass verschiedene Stärken an Papier oder unterschiedlich dicke Stoffe auch unterschiedliche Ergebnisse erzielen. Sie sollten deshalb darauf achten, dass das Material weder zu dünn noch zu dick ist.

Tipp: Wie lichtdurchlässig ein Material ist, finden Sie schnell heraus, indem Sie das Material gegen eine Lichtquelle oder ein Fenster bei Tageslicht halten.

Der zweite Schritt ist der Rahmen. Sollten Sie nur einen kleinen Diffusor benötigen, können Sie sich einfach einen alten Bilderrahmen zu Nutze machen. Für größere Diffusoren wird ein Bilderrahmen jedoch zu schwer, um ihn noch problemlos über dem zu fotografierenden Objekt positionieren und halten zu können. Deshalb empfiehlt es sich, selbst einen Rahmen aus einem relativ leichten Material zu bauen. Dafür eigenen sich beispielsweise dünne Stäbe aus Holz oder Aluminium, welche Sie in jedem Baumarkt oder Bastelbedarf kostengünstig erwerben können, falls Sie nichts dieser Art zu Hause haben. Die Stäbe lassen sich in verschiedener Art und Weise verbinden. Je nach Material können Sie den Rahmen zusammennageln, -löten oder -kleben.

Tipp: Bei grösseren Rahmen hilft zur Stabilität eine Querverbindung gegenüber der Ecke, so dass zwischen dem Quer-Stab und den beiden Seiten, ein 45-Grad-Winkel entsteht.

Wenn Sie einen passenden Rahmen haben, müssen Sie das Material nur noch in der richtigen Grösse zuschneiden. Dabei müssen Sie berücksichtigen, dass Sie bei Stoff pro Seite etwa zwei bis fünf Zentimeter zugeben müssen, um ihn auf den Rahmen zu spannen und auf der Rückseite zu befestigen. Bei Papier reicht die Grösse des Rahmens, wenn Sie dieses direkt auf den Rahmen kleben.

selbst gebauter Diffusor aus Holz und Papier

Reflektor

Ein Reflektor dient dazu, das Licht auf die schattige Seite eines Motives zu lenken. Dies gelingt indem Sie den Reflektor hinter der unbelichteten Seite Ihres Objektes platzieren, sodass der Reflektor das darauf fallende Licht zurück auf die unbeleuchtete Seite des Motives werfen kann. Für diese Funktion kann auch schon ein Diffusor Abhilfe schaffen, dieser verschluckt jedoch einen gewissen Anteil des Lichts und erzeugt somit kein optimales Ergebnis. Deshalb sind in diesem Fall lichtundurchlässige Flächen vorteilhafter.

Fotografie einer Teekanne mit und ohne Diffusor oder Reflektor

Sie sehen zuerst eine Aufnahme ohne Hilfsmittel. Danach folgt die Aufnahme mit einem Reflektor.

Ein Material, welches sich hervorragend für den Eigenbau eines Reflektors eignet, ist Aluminiumfolie. Sie ist lichtundurchlässig und reflektiert durch ihre spiegelnde Oberfläche das Licht besonders gut. Um einen wärmeren Effekt mittels eines Reflektors zu erzielen, bieten sich Flächen mit einer goldenen Farbe an. Für diesen Zweck ist die Rettungsdecke aus einem Sanitätskoffer ein echter Allrounder, da die Decke sowohl eine goldene als auch eine silberne Seite besitzt, um warme und kalte Reflektionen zu erzeugen. Des Weiteren bietet die Decke eine grosse Fläche, wodurch Sie einen umfangreichen Spielraum in Bezug auf die Grösse Ihres Reflektors haben.

 

selbst gebauter Reflektor aus einer Aluminiumfolie

Wie beim Diffusor wird auch hier ein Gerüst benötigt, um eine gerade und stabile Fläche aus der Aluminiumfolie oder der Rettungsdecke zu erzeugen. Das Material können Sie auf einer Platte oder einem Rahmen anbringen. Da der Reflektor jedoch lichtundurchlässig sein sollte, verstärkt eine Platte seinen Effekt. Sie sollten beachten, dass Sie auch hier ein leichtes Material wie eine stabile Pappe, eine Platte aus Styropor oder Stäbe aus Holz bzw. Aliminium auswählen.

Auch hier befestigen Sie Ihr Material auf der Fläche oder dem Rahmen und schon sind Sie für ein Shooting mit Ihrem selbst gebautem Profiequipment ausgestattet.

 

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Studioausstattung Home-Fotostudio

Studioausstattung für die eigenen vier Wände

Ob Produktfotos für die eigene Webseite oder Inspirationsbilder für Facebook und Instagram – wer ein kleines Business oder einen Blog betreibt, weiss wie wichtig gute Bilder sind. Gerade für die Vermarktung im Online-Bereich werden fast täglich neue Bilder benötigt. Da kann die Beauftragung eines Fotografen schon mal recht preisintensiv werden. Aber auch kostenlose Stockfotos passen nicht immer und mal eben schnell ein Foto nebenbei zu schiessen, wird oft den eigenen Qualitätsansprüchen nicht gerecht. Die Lösung: Ein Fotostudio für die eigenen vier Wände.

Nachfolgend wollen wir Ihnen zeigen, wie sie sich mit einfachen Mitteln im Büro oder in den eigenen vier Wänden ein kleines Fotostudio einrichten können, um stets gute Fotos machen zu können.

Vorüberlegungen: Wieviel Platz wird benötigt

Bevor es an das Einrichten des eigenen Fotostudios geht, sollte man sich im Klaren sein, welche Anforderungen das Studio erfüllen sollen. Daher ist es wichtig, schon im Vorfeld zu wissen, was später hauptsächlich fotografiert werden soll. Danach richtet sich nämlich, wieviel Platz letztendlich benötigt wird. Sind es kleine Produkte oder Lebensmittel, so reicht oftmals eine Fläche von einem Quadratmeter völlig aus. Werden hingegen Menschen oder grössere Gegenstände in Szene gesetzt, wird nicht nur mehr Platz benötigt, auch die Anforderungen an den Unter- und Hintergrund ändern sich.

Neben der Frage, was fotografiert wird, ist natürlich auch die Frage nach der Häufigkeit wichtig. Werden beispielsweise mehrmals in der Woche Fotos benötigt, ist ein festes bzw. ein stationäres Fotostudio in den eigenen vier Wänden wichtig, damit nicht jeden Tag aufs Neue das Setup aufgebaut werden muss. Dazu reicht es oftmals aus, wenn in einer Ecke des Raums Platz für einen festen Tisch oder eine freie Wand von ca. 1-2 Metern Länge geschaffen wird.

Ist die Frage nach der Art der zu fotografierenden Objekte und die Häufigkeit geklärt, geht es an das
Einrichten.

 

Die richtige Beleuchtung für das eigene Fotostudio zu Hause dank Softboxen

Die Beleuchtung: Mobile Softboxen, Ringleuchten oder Tageslicht

Egal ob am Ende Objekte oder Menschen fotografiert werden, die Grundvoraussetzung für gute Fotos ist dieselbe: Eine optimale Beleuchtung. Doch gerade in den eigenen vier Wänden ist dies gar nicht so leicht zu realisieren. Nicht immer fällt genügend Licht durch die Fenster oder es wird frühzeitig dunkel.

Abhilfe schaffen da Softboxen, die für wenig Geld tolles kühles Licht zaubern, welches dem Tageslicht sehr nahekommt. Je nach Grösse des Raumes und der zu fotografierenden Motive reicht meist schon eine Softbox aus, die dann nach oben gerichtet an die weisse Decke strahlt und das Licht nach unten hin reflektiert. So wird indirektes Tageslicht imitiert. Wer hingegen perfekt ausgeleuchtete Motive ohne Schatten in Szene setzen will, sollte sich mindestens zwei Softboxen oder Tageslichtlampen zulegen. Zusammen mit einem Reflektor (weisse Styroporplatte oder Silberfolie) lassen sich Schatten auf den Bildern fast komplett eliminieren.

Wird das Fotografieren bei natürlichem Tageslicht bevorzugt, sollte darauf geachtet werden, dass das Sonnenlicht nicht direkt durch das Fenster scheint. Dies wirft später unschöne und harte Schatten auf das Motiv. Daher schon bei der Raum Wahl darauf achten, dass nur indirektes Sonnenlicht in den Raum eindringt – vor allem, wenn man direkt vor dem Fenster fotografiert.

Wer hingegen häufig Personen fotografiert, sollte zudem über die Anschaffung einer Ringleuchte nachdenken. Besonders in der Portraitfotografie werden diese Lampen dafür geschätzt, dass sie strahlende Lichtringe in die Augen des Motivs zaubern. Aber auch für die Produktfotografie eigenen sich Ringleuchten, da so das Licht gleichmässig auf das Motiv fällt.

 

kreative Untergrundgestaltung mit Hilfe von Klebefolie, Holzresten, Natursteinen, Stoffbahnen und Motivkarton

Der Unter- und Hintergrund: Holzplatten, Tapetenreste und Stoffbahnen

Wer wenig Platz hat muss kreativ werden – gerade, was die Gestaltung des Hinter- und Untergrundes angeht. Weisse Wände und Möbel bieten einem meist nicht die Möglichkeiten, die man benötigt. Wer verschiedene Unter- und Hintergründe nutzen möchte, dem sei ein Besuch beim örtlichen Baumarkt empfohlen. Tapetenreste, Klebefolien, Natursteine, Motivkarton, Styroporplatten und Holzschnittreste sind ideal zur Untergrundgestaltung geeignet. So gibt es beispielsweise in fast jedem Baumarkt in der Holzabteilung Schnittreste. Verziert mit Naturstein-Fliessen oder Klebefolie in Mamor-Optik zaubern sie später einen sehr natürlichen Untergrund.

Geht es um die Gestaltung eines Hintergrundes für die Portraitfotografie, so gibt es auch hier praktische und platzsparende Alternativen zu professionellen Hintergrundsystemen, wie man sie aus dem Profi-Studio-Bereich kennt. Besonders vielfältig und platzsparend sind Stoffbahnen, die mit Hilfe von Ösen an Wandhaken befestigt werden können. Je nach Stimmung lässt sich der farbige Hintergrund dank der Haken schnell wechseln.

 

Zubehör, dass für ein Home-Fotostudio genötigt wird

Weiteres Zubehör: Stativ, Verlängerungskabel, Klapptisch und Aufbewahrungsboxen

Neben der Beleuchtung und den Untergründen gibt es noch weitere Dinge, die zu einer guten Studioausstattung für die eigenen vier Wände gehören. Hat man beispielsweise keinen grossen Tisch zur Verfügung, auf dem man die selbstgestalteten Untergründe platzieren kann oder fotografiert man nur unregelmässig, bietet sich ein stabiler Klapptisch an. Dieser kann ja nach Bedarf zum Einsatz kommen und flexibel an der gewünschten Stelle im Raum aufgestellt werden.

Das Wichtigste für Indoor-Aufnahmen ist allerdings ein gutes Stativ. Gerade bei schwachen Lichtverhältnissen ist es oftmals erforderlich, die Belichtungszeit an der Kamera hochzudrehen. Da ist ein ruhiges Händchen erforderlich oder eben ein gutes Stativ. Beim Kauf sollte man auf eine stabile Verarbeitung achten. Gerade in kleinen oder engen Räumen kann man sich das ein oder andere Mal daran stossen. Da sollte das Stativ einen stabilen Stand haben und nicht samt der Kamera umkippen.

Auch technische Helfer wie ein Verlängerungskabel sind eine sinnvolle Investition. Akkuladegerät und Softboxen wollen schliesslich mit Strom versorgt werden.

Wer keinen Platz für eine dauerhafte Studiolösung hat, der ist mit Aufbewahrungsboxen gut beraten. In diesen kann man das ganze Equipment prima verstauen. So hat man alles an einem Ort und kann es nach Bedarf schnell aufbauen.

Endergebnis einer Fotosession im Home Fotostudio

Endergebnis einer Fotosession im Home Fotostudio

Kameragurte ermöglichen ein sicheres Handling der Technik beim Fotografieren

Kameragurte, Hüftgurte & Clipsysteme

Klingt eigentlich banal – ist aber gar nicht so einfach: Wie kann ich meine Kamera so transportieren und komfortabel «tragen», dass sie ausreichend geschützt ist, aber auch schnell genug gezückt werden kann? Kleinere Kameras, wie Kompaktkameras, werden üblicherweise mit einer einfachen Handschlaufe ausgeliefert. Diese reicht im Allgemeinen auch aus, da die Kameras leicht sind und sich zwischendurch einfach in jeder Hemdtasche verstauen lassen.

Bei einer deutlich schwereren DSLR oder einer Bridgekamera braucht es schon etwas mehr Unterstützung. Üblich und jedem bekannt sind Trageriemen, die um den Nacken gehängt werden. Das ist bei längeren Einsätzen, Wanderungen oder Reisen jedoch schnell unbequem und unpraktisch. Zur Abhilfe gibt es eine Vielzahl an Kameragurten, Handschlaufen, Hüftgurten und Clipsystemen im Handel. Wir geben einen Überblick über die unterschiedlichen Hilfsmittel, ihren Einsatzbereich und Erfahrungen damit.

Kameragurte

Gurte gehören zu den am häufigsten gekauften Zubehörteilen für Kameras. Es gibt sie in unterschiedlichen Ausführungen. Klassisch ist der an den Gurtschlaufen der Kamera befestigte Nackengurt. Bequemere Alternativen sind sogenannte Sling-Kameragurte. Sling-Kameragurte werden üblicherweise am Stativgewinde angebracht.

Der Gurt wird diagonal um die Schulter getragen. Die Kamera hängt so nicht im Weg, lässt sich bei Bedarf jedoch schnell und einfach nach vorne bewegen und benutzen.

Der Vorteil von Sling-Kameragurten liegt auf der Hand: Das Gewicht der DSLR liegt nicht auf dem Nacken, sondern ergonomisch über der Schulter. Einige Modelle haben auch gepolsterte Schulterauflagen und zusätzliche Halteriemen unter dem Arm. Es gibt ausserdem Varianten mit Gurten für zwei Kameras, die dann über je eine Schulter getragen werden. Die Preisspanne reicht von ca. 35 CHF bis über 140 CHF.

Unsere Fotografin Annika besitzt seit etwa einem Jahr einen Sling-Kameragurt und zieht folgendes Fazit: «Ich hatte nach einer Möglichkeit gesucht, meine Kamera auch unterwegs direkt griffbereit halten zu können. Das ist besonders beim Fotografieren von Kindern nützlich oder während einer Wanderung, damit der Rucksack nicht immer wieder auf und wieder zu gemacht werden muss. Es gibt verschiedene Hersteller und Ausführungen der Sling-Gurte, die Preisspanne ist ziemlich gross. Ich habe mich am Ende für ein eher günstiges Modell entschieden und bin damit sehr zufrieden. Man sollte jedoch unbedingt darauf achten, dass die Halterung an der Kamera solide ist und nicht aus brüchigem Plastik. Schlecht verarbeitete Halterungen brechen leicht. Im schlimmsten Falle stürzt die Kamera einfach zu Boden und das Objektiv nimmt Schaden.»

Der Sling-Kameragurt wird diagonal um die Schulter getragen, die Kamera hängt so nicht im Weg

Hüft-Tragesysteme für Kameras

Ob man die Kamera um den Oberkörper oder lieber um die Hüfte tragen möchte, ist vor Allem Geschmackssache. Das Kamera-Holster wird entweder am Gürtel befestigt oder direkt mit einem Gurt geliefert. Es gibt Modelle für ein oder zwei Kameras, die an den Seiten befestigt werden können.

Grundlegend bestehen die Systeme aus einem Holster und einer Kameraplatte, die am Stativgewinde angebracht wird. Durch ein spezielles Clipsystem lässt sich die Kamera im Holster einrasten und einfach wieder entnehmen, um zu fotografieren. Die Handhabung ist recht einfach und das Gewicht der Kamera ist konstruktionsbedingt gut auf der Hüfte verteilt. Die Wirbelsäule des Fotografen wird also weniger belastet. Insgesamt sind diese Systeme aber in der Regel etwas teurer als Kameragurte und Clipsysteme. Ganz einfache Holster gibt es ab ca. 20 CHF, Systeme kosten oft zwischen 70 und 250 CHF.

Beim Kauf sollten Sie darauf achten, dass der Kameragurt über eine entsprechende Sicherheitsverriegelung verfügt, so dass die Kamera weder herausfallen, noch in einem unachtsamen Moment gestohlen werden kann.

Die meisten Tragesysteme werden am Stativgewinde angebracht

Clipsysteme

Kamerclips ermöglichen das Tragen der Kamera am Gürtel, Rucksackgurt oder jedem anderen Gurt. Gängige Ausführungen kosten um die 60 – 90 CHF. Die Kamera hängt durch den Clip in einer stabilen Position und schlenkert nicht. Das ist ideal beim Wandern, Radfahren, Klettern und anderen bewegungsintensiven Aktivitäten. Dadurch sind sie auch für kleinere Kameramodelle sehr nützlich.

Clipsysteme bestehen aus einem Clip, den man an einem beliebigen Gurt befestigt, und einer Kameraplatte, die an das Stativgewinde der Kamera geschraubt wird. Die Platte wird dann in der Halterung am Clip eingerastet. Der Unterschied in den Modellen liegt häufig im Material der Kameraplatte. Es gibt Kameraplatten mit Mehrfachschutz gegen Herausfallen oder Diebstahl in Form einer Rastverriegelung.

Handschlaufen

Handschlaufen eignen sich wenig, um Kameras zu transportieren und auf längeren Touren griffbereit zu halten. Sie sind eher dazu gedacht, die Hand des Fotografen zu unterstützen, wenn längere Fotosessions anstehen. Ein Riemen wird dabei an der Kamera befestigt und aussen um den Handteller geschlungen. Das gibt mehr Stabilität und entlastet die Handgelenke deutlich. Die Kamera muss kaum noch vom Fotografen festgehalten werden, sondern hängt quasi an der Hand. Die Preisspanne reicht von ca. 20 – 90 CHF.

Ganz egal auf welches System die Wahl fällt. Bei einer Kaufentscheidung sollten auf jeden Fall die Häufigkeit des Einsatzes, der Wert der Kamera und der Anspruch des eigenen Tragekomforts berücksichtigt werden.

Die Gegenlichtblende schützt das Objektiv auf Reisen.

Die Gegenlichtblende für schöne Aufnahmen im Sonnenlicht

Fotos der letzten Sommerferien überzeugen erst, wenn blauer Himmel und strahlender Sonnenschein darauf zu sehen sind. Und wer hat nicht schon einmal versucht, Strand und Meer im Licht der untergehenden Sonne romantisch zu inszenieren. Mit Gegenlicht können Fotos auf vielerlei Weise kreativ gestaltet werden.

Bildqualität verbessern mit der Gegenlichtblende

Eine Gegenlichtblende, auch Streulichtblende genannt, schirmt die Linse vor seitlich einfallendem Sonnenlicht ab. So wird verhindert, dass die Strahlen im Kamerainneren mehrfach reflektieren bzw. streuen. Dieses Streulicht führt zum einen zu matten und kontrastlosen Aufnahmen, zum anderen entstehen daraus sogenannte Blendenflecken. Dabei handelt es sich um helle Ringe, die sich, wie an einer Schnur aufgereiht, über das Bild hinwegziehen. Manchmal werden Blendenflecken bewusst als Stilmittel eingesetzt. Jedoch wird die Qualität des Fotos dann beeinträchtigt, wenn wichtige Details durch sie überdeckt werden. Auch wenn die Lichtquelle gar nicht im Bild sichtbar, aber auch nicht weit vom Bildrand entfernt ist, kann sie noch durch Streulicht Blendenflecken hervorrufen. Deswegen ist es empfehlenswert, die Gegenlichtblende stets am Objektiv befestigt zu lassen. Meist reicht es zwar, einfach einen Schritt in den Schatten zu gehen um den direkten Sonneneinfall in die Linse zu vermeiden, doch nicht immer ist genug dafür Zeit vorhanden. Viele Fotomomente sind schliesslich flüchtig und entstehen so schnell nicht wieder. Sinnvoll ist eine Gegenlichtblende allerdings nicht, wenn bewusst direkt in die Sonne fotografiert wird, Blendenflecken lassen sich dann nicht vermeiden. Das praktische Kamera-Utensil ist im Übrigen nicht nur für das Fotografieren im Freien geeignet. Es kommt beispielsweise auch in Fotostudios zum Einsatz, da auch dort Lichtquellen abgeschirmt werden müssen.

Blendenflecke entstehen durch seitlich einfallendes Streulicht.

Mechanischer Schutz durch eine Gegenlichtblende

Gegenlichtblenden werden auch eingesetzt, um gegen äussere Störfaktoren wie Witterung, Schmutz oder lästige Fingerabdrücke auf der Linse zu schützen. Ausserdem halten sie Kratzer und Schläge ab, etwa wenn die Kamera beim Laufen über die Schulter gehängt wird.

Hinsichtlich des Materials lässt sich zwischen Modellen aus Aluminium, Metall, Plastik oder Gummi wählen. Modelle aus Plastik oder Aluminium sind leichter als Metall und können Stösse gut abfedern. Blenden aus Gummi können dagegen leichter verstaut werden, sind dafür aber weniger widerstandsfähig. Neben den Vorteilen der verbesserten Bildqualität und dem mechanischen Schutz werden Gegenlichtblenden nicht zuletzt auch wegen ihres professionellen Looks als Kamera-Accessoire verwendet.

Die Gegenlichtblende schützt das Objektiv auf Reisen.

Gegenlichtblenden für verschiedene Kameratypen

Die meisten Objektive sind bereits mit einer Gegenlichtblende ausgestattet. Ist das nicht der Fall, empfiehlt es sich beim Kauf, ein passendes Modell entsprechend des Herstellers der Kamera zu wählen. Kompatibilitätsprobleme lassen sich so vermeiden.

Gegenlichtblenden werden entweder geschraubt oder geklemmt und sind dann sofort einsatzbereit. Jedoch passen sie nur auf Kameras, die ein passendes Filtergewinde haben. Während sich Spiegelreflexkameras einfach nachrüsten lassen, ist dies bei Kompaktkameras häufig nicht der Fall. Hier bietet es sich an, einfallendes Sonnenlicht einfach mit der Hand abzuschirmen. Bei einigen Digitalkameras sind an der äusseren Glasscheibe des Objektivs die nicht benötigten Flächen bereits vom Hersteller abgedeckt. Es entsteht ein rechteckiger Lichteintritt, so dass schräg einfallendes Licht nicht so leicht in das Innere des Objektivs fallen kann.

Besonderheiten von Weitwinkel- und Teleobjektiven

Vielfach eingesetzt werden Universalgegenlichtblenden, die für einen Brennweitenbereich von 50 – 200 mm verwendbar sind. Für das Fotografieren mit Weitwinkel- und Teleobjektiven sollte aber auf die optimale Form und Länge geachtet werden. Hat die Gegenlichtblende nämlich nicht die richtige Form, entsteht der sogenannte Vignettierungs-Effekt. Die Gegenlichtblende ragt dann in das Foto und es entstehen unschöne Abschattungen an den Bildrändern. Generell gilt die Regel: Je länger die Brennweite ausfällt, desto länger sollte auch die Gegenlichtblende sein. Weitwinkelobjektive haben kleine Brennweiten unter 50 mm, sie brauchen also auch entsprechend kleine Gegenlichtblenden. Für Weitwinkelobjektive eignen sich ausserdem tulpenförmige Modelle. Die grossen Blätter halten Streulicht von oben und unten ab. Die kleinen Blätter vermeiden Vignettierungen im Bild. Für Teleobjektive mit grossen Brennweiten über 50 mm eignen sich Gegenlichtblenden in Kegelform.

Gegenlichtblenden in Kegel- und Tulpenform.

Quelle: Geni | CC BY-SA 3.0

Abschattungen im Bild entstehen aber auch dann, wenn Gegenlichtblenden beim Fotografieren mit Blitz benutzt werden. Sie sollten dann lieber abgenommen werden.

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