Einstellen des Selbstauslösers – 5...4...3...2...1...Gruppenportrait vor Bäumen

Kaufberatung Kamerazubehör: Fernauslöser und Selfie-Stick

Wir stellen nützliches Kamerazubehör vor und erklären Unterschiede, Nutzen und mögliche Einsatzgebiete.

Der Selbstauslöser – nicht nur für Gruppenbilder und Selbstporträts

Die Belichtung erfolgt beim Selbstauslöser verzögert nach voreingestellter Zeitspanne. Der Klassiker: Gruppenporträts mit Fotograf. Sie stellen den Selbstauslöser ein, hasten vor die Linse und in dem Moment, in dem Sie noch Ihre Kleidung zurechtzupfen, blitzt es Ihnen schon entgegen. Also noch einmal…

Neben den Selbstporträts können Sie diese integrierte Funktion auch einsetzen, um mittels Verzögerung unscharfe Aufnahmen mit langer Belichtungszeit zu vermeiden.

Einen Selbstauslöser besitzt jede Kamera – ob Smartphone oder DSLR. Das Fotografieren mit dem Selbstauslöser stösst durch die voreingestellten Zeitspannen aber auch schnell an seine Grenzen. Deshalb gibt es nützliches Zubehör, das Sie je nach Kameratyp hinzukaufen können.

Technische Armverlängerung um einen Meter – der Selfie-Stick

Wie die Bezeichnung der Teleskopstange schon verrät, liegt der hauptsächliche Verwendungszweck im ‚Sich-selbst-fotografieren‘. Mit Hilfe dieser Armverlängerung um etwa einen Meter lassen sich Selbstporträts und auch Gruppenfotos inklusive Fotograf unkompliziert festhalten. Smartphone befestigen, Stick ausfahren und auslösen. Die Vorteile liegen hier in der Hand. Die überdimensionierte Schulter, die sich auf jedem Selbstporträt mit ausgestrecktem Arm über einen Grossteil des Bildes erstreckt, bleibt Ihnen mit dem Selfie-Stick erspart. Stattdessen passen sogar mehrere Personen komplett aufs Bild – und das ohne ein Stativ aufzubauen und zudem auch aus ungewöhnlicher Perspektive: von oben. Gerade wenn Sie Ihre Ferienmomente konservieren wollen – ob Schnappschuss unterm Gipfelkreuz oder Erinnerung auf dem Marktplatz – sind Sie nicht darauf angewiesen, Ihr Smartphone aus der Hand zu geben oder zu warten, bis der nächste Gipfelstürmer Ihren Auslöser drücken kann.

Selfie-Stick im Reisegepäck: Gruppenfoto in den Bergen

Achtung – nicht überall sind Selfie-Sticks erlaubt

An vielen öffentlichen Orten allerdings sind die technischen Armverlängerungen verboten – in einigen Museen aus Sorge vor Zerstörung der Ausstellungsobjekte; in manchen Stadien, um die Sicht hinten stehender Fans nicht zu verdecken; auf Festivals sowie beispielsweise in Disneyland und einigen anderen Freizeitparks. Ausserdem sollten Sie Grösse (eingeklappt zwischen 15 und 30 cm) und Gewicht (zwischen 100 und 400 Gramm) bedenken, wenn die Stange in Ihrem Gepäck landet.

Welchen Selfie-Stick sollte man kaufen?

Das Angebot ist riesig – ob schwarz oder weiss, lang oder kurz, schwer oder leicht, günstig oder teuer (zwischen 10 und 80 CHF). Der wohl wichtigste Faktor bei der Entscheidung ist die Länge, die sich unter 50 cm kaum lohnen dürfte, um auch den Hintergrund gut sichtbar aufs Bild zu bekommen. Ob Bluetooth-Verbindung zum Auslösen oder Kabel mit Fernbedienung, auch diese Wahl müssen Sie treffen.

Der Halteknopf spielt ebenso eine entscheidende Rolle. Hier müssen Sie entscheiden, ob Smartphones oder Kompaktkameras arretiert werden können. Einige Stangen kommen auch mit Schraubgewinde daher, an dem sich Actionkameras befestigen lassen. In dem Fall empfiehlt es sich, auf besonders stabile und wasserfeste Produkte mit hoher Tragkraft zurückzugreifen. DSLRs können aufgrund des Eigengewichts der Kamera und dem schweren Handling nicht auf Selfie-Sticks montiert werden.

Unsichtbar und flexibel – der Fernauslöser

Ob mechanisch mit Bowdenzug, über Kabelverbindung, per Infrarot oder Funk – mit einem Fernauslöser können Sie eine Kamera, zumeist in Verbindung mit einem Stativ, ohne direkte Berührung und ohne am Standort zu sein, auslösen. Wozu das gut sein kann? Sie wollen als Fotograf mit aufs Bild und vorher in Ruhe den Ausschnitt fixieren? Sie versuchen bei Makro- oder Nachtaufnahmen mit Langzeitbelichtung noch so vorsichtig den Auslöser zu drücken und dennoch kommt es zu verwackelten, unscharfen Bildern? Durch das Auslösen aus der Ferne lassen sich ebensolche mechanischen Erschütterungen vermeiden. Unverzichtbar ist der Fernauslöser allerdings in der Tier- und Naturfotografie. Um scheue Waldbewohner nicht zu verjagen oder Raubtieren aus sicherer Entfernung auflauern zu können, bietet sich der Fernauslöser optimal an.

Einstellung der Kamera – mit dem Fernauslöser Wildtiere fotografieren

Sie können zeitlich flexibel den Auslösepunkt wählen und sind nicht auf die vorgegebene Zeitspanne des Selbstauslösers angewiesen. Genau im richtigen Moment, wenn sich ein Reh vor die Linse traut oder wenn die Stille zwischen zwei Windstössen nicht die Haare der Familienmitglieder verweht, können Sie aus der Ferne auslösen.

Kabel, Funk oder Infrarot?

Beim Kauf spielt vor allem die Entscheidung eine Rolle, ob Sie mit oder ohne Kabel arbeiten wollen. Kabel-Fernauslöser (20 bis 150 CHF) funktionieren ohne Batterien, haben allerdings nur eine kurze Reichweite. Bei Funk-Fernauslösern kommen Sie ohne Kabelsalat aus, sind zudem flexibler beweglich und können entspannt über zehn Meter von der Kamera entfernt sein, müssen dafür aber auch etwas mehr Geld in die Hand nehmen (60 bis 300 CHF). Beim Infrarot-Fernauslöser hingegen, der preisgünstiger als der Funkauslöser ist (10 bis 80 CHF), muss der Sichtkontakt zwischen Sender und Empfänger hergestellt sein – wie bei Fernseher und Fernbedienung.

In diesem Entscheidungsprozess sollten Sie unbedingt darauf achten, dass der jeweilige Fernauslöser, ob für DSLR oder Kompaktkamera, mit Ihrem Modell kompatibel ist. Neben den modellgebundenen Varianten gibt es auch universelle Fernauslöser. Für Smartphones gibt es eine Bluetooth-Variante, die oft mit einem kleinen Telefonstativ bzw. -halter und einer Fernbedienung daherkommt. Die Preisspanne reicht hier von 10 bis 40 CHF.

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