Fotolexikon – Glossar rund um die Fotografie

Technik

4K-Video-Format

Mit dem Begriff 4K wird ein Videoformat beschrieben, das in der horizontalen Auflösung ca. 4000 Bildpunkte liefert und damit eine 4-mal höhere Auflösung als Full HD besitzt. Das 4K-Video-Format zeichnet sich durch eine höhere Farbtiefe und stechend scharfe sowie detailgetreue Bilder aus. Der Ausdruck 4K ist dabei etwas irreführend und wird oftmals synonym zu UHD […]

AF – Autofokus

Schon seit den 1970er Jahren gab es Bestrebungen, Kameras mit Autofokus zu entwickeln. Neben dem Verwackeln stellen falsche Scharfstellungen die Hauptursache für misslungene Aufnahmen dar. Seit etwa 1985 haben sich automatische Spiegelreflexkameras etabliert. Mittlerweile sind Geschwindigkeit und Präzision des Autofokus technisch so weit vorangeschritten, dass sie sehr nah an die Möglichkeiten der manuellen Fokussierung herankommen. […]

Belichtungsautomatik

Anders als analoge Fotoapparate besitzen moderne Spiegelreflexkameras eine Belichtungsautomatik (engl. AE = Automatic Exposure). Diese automatische Belichtungssteuerung funktioniert durch die Koppelung von Blende und Verschluss, welche massgeblich Lichtintensität bzw. Belichtungsdauer beeinflussen. Genau diese zwei Parameter ergeben die Belichtung eines Bildes. Anders ausgedrückt ist die Belichtung das Produkt aus Lichtintensität und Belichtungsdauer: Belichtung = Lichtintensität x […]

Belichtungsmesser

Der Belichtungsmesser ist ein fotografisches Hilfsmittel, welches dem Fotografen einen Eindruck der gegenwärtigen Belichtung verschafft und Parameter für die korrekte Belichtung berechnet. In der Praxis lassen sich der interne und externe Belichtungsmesser (letzterer wird auch Handbelichtungsmesser genannt) unterscheiden. Der interne Belichtungsmesser findet sich in jeder herkömmlichen Digitalkamera wieder. Zur Ermittlung der optimalen Belichtung führt er […]

Bildschärfe

In der Fotografie bezeichnet die Schärfe die Unterscheidbarkeit von Details in einem Bild. Oft wird die Qualität von Fotos an der Bildschärfe gemessen und ist eines der wichtigsten Ziele bei der technischen Umsetzung des Fotografierens. Man unterscheidet in die technische Bildschärfe und das subjektive Schärfeempfinden des Betrachters. Auf Letzteres wird meistens besonders viel Wert gelegt, […]

Bildsensor

Die zentrale elektronische Komponente von Digitalkameras und Camcordern ist der Bildsensor. In Verbindung mit dem Objektiv und dem Bildprozessor ist er ausschlaggebend für die Aufnahmequalität einer Digitalkamera. Der Bildsensor tritt an die Stelle des Negativfilms in Analogkameras und besteht aus vielen Millionen lichtempfindlichen Fotodioden, die eintreffende Lichtphotonen in elektrische Signale umwandeln. Diese Fotozellen sind auf […]

Bildstabilisator

Verfahren zur Vermeidung von Verwacklungsunschärfe werden in der Fototechnik als Bildstabilisierung bezeichnet. Das freihändische Fotografieren von bewegten Motiven oder ohne Blitz bei wenig Licht führt meist zu unscharfen Aufnahmen. Gegen solche Verwacklungen helfen Bildstabilisatoren, die kleinste Bewegungen der Fotografenhand ausgleichen sollen. Dies gilt allerdings weniger für Bewegungsunschärfe, hier zeigt eine kürzere Belichtungszeit wesentlich grössere Wirkung. […]

Blende

Die Blende reguliert die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt. Ist die Blende vollständig geöffnet, fällt sehr viel Licht hindurch. Je mehr die Blende geschlossen ist, desto weniger Licht kann auf den Sensor gelangen. Die Blende ist zumeist ein mechanisches System, welches aus kreisförmig angeordneten Lamellen besteht, die sich übereinander verschieben um den Lichtdurchlass zu […]

Brennweite

Die Brennweite bezeichnet den Abstand zwischen der Aufnahmeebene, also der Linse, und dem Fokus. Angeben wird die Brennweite in Millimetern. Je grösser die Brennweite, desto grösser ist die Abbildung des Objekts bei gleichbleibenden Abstand. Sie ist somit auch ein Ausdruck des Abbildungsmassstabs bei einem gegebenen Objektabstand. Die Brennweite beeinflusst den Blickwinkel eines Objektivs damit direkt. […]

Die Drittelregel

Die Drittelregel hilft, genau wie der goldene Schnitt in der Fotografie, bei der Inszenierung eines Motivs und beeinflusst die Wirkung des Bildes. Dabei handelt es sich um die Orientierung der Bildmotive an einem imaginären Gitterraster. Dazu wird das Bild mithilfe von je zwei horizontalen und vertikalen Hilfslinien gedanklich geteilt. So entstehen durch vier gerade Hilfslinien […]

Fokus

Die exakte Entfernungseinstellung wird in der Fotografie auch als Scharfstellen oder Fokussieren bezeichnet. Scharfgestellt werden soll das Motiv mit Hilfe der Anpassung der Kamera- bzw. Objektiveinstellung an die Objekt-Entfernung. Dem richtigen Fokussieren wird häufig wenig Beachtung geschenkt, doch fotografische Gestaltungsmöglichkeiten lassen sich mit dem Fokus ohne aufwendiges technisches Wissen besser ausschöpfen. Ein Bild wirkt dann […]

HDR

Ein HDR-Bild oder Hochkontrastbild ist eine digitale Aufnahme, welche grosse Helligkeitsunterschiede sehr detailreich wiedergibt. Die Abkürzung steht für High Dynamic Range, übersetzt „Bild mit hohem Dynamikumfang“. Solche HDR-Fotos können einen deutlich höheren Kontrastraum abbilden, als es bei üblichen Aufnahmen, den sogenannten Low Dynamic Range Bildern, möglich ist. Die üblicherweise verwendeten 256 Helligkeitsstufen reichen meist nicht […]

ISO

Die International Organization for Standardization, kurz ISO, ist ein internationaler Zusammenschluss nationaler Normierungsorganisationen. Sie erarbeitet internationale Normen für viele Bereiche des täglichen Lebens. In der Fotografie steht der ISO-Wert für die Lichtempfindlichkeit des Aufnahmemediums. Vor der Einrichtung der internationalen Normierungsorganisation wurden nationale Abkürzungen wie DIN (Deutsches Insititut für Normung) oder ASA (American Standards Association) verwendet. […]

Kamerablitz

Jegliche Arten von Einrichtungen, die mittels Lichtblitz für eine bessere Ausleuchtung des Objektes sorgen sollen, werden in der Fotografie unter dem Begriff Kamerablitz zusammengefasst. Mithilfe eines Blitzes kann man auch bei eher schlechten Lichtverhältnissen scharfe Fotoaufnahmen machen. In den meisten Kameras ist ein Blitz integriert oder kann durch eine aufsteckbare Systemeinheit ergänzt werden. In Fotostudios […]

Lichtstärke

Lichtstarke Objektive: Eine der drei fundamentalen optischen Eigenschaften eines Objektivs ist die Lichtstärke. Die dimensionslose Grösse wird aus dem Verhältnis von maximal möglichem Durchmesser der Eintrittspupille (Öffnungsweite) zu Brennweite des Objektivs gebildet. Je kleiner der Wert der Lichtstärke ausfällt, desto lichtstärker ist das Objektiv. Das ergibt auch Sinn, denn nimmt bei gleichbleibender Brennweite die Zahl […]

Linse

Linsen sind lichtdurchlässige Elemente, die Licht auf ihren Oberflächen brechen. Erste Theorien zur optischen Vergrösserung durch gewölbte Linsen entstanden vor rund 1.000 Jahren. Weiterentwickelt wurden diese im 12. Jahrhundert. Zu dieser Zeit entstand der Lesestein, eine überhalbkugelige Plankonvexlinse, die zur Vergrösserung von Schrift benutzt wurde. Bereits Ende des 13. Jahrhunderts wurden Linsen zur Korrektur der […]

Makroobjektiv

Durch die Verwendung eines Makroobjektives wird es möglich, einen grossen Abbildungsmassstab zu erzielen. Der Abbildungsmassstab bezeichnet das Verhältnis der tatsächlichen Grösse eines Objektes zur Grösse der Abbildung auf dem Fotosensor. Bei einem Verhältnis von 1:2 ist das fotografierte Objekt doppelt so gross wie seine Darstellung auf dem Sensor. Wie auch beim menschlichen Auge benötigt es […]

MF – Manueller Fokus

Ambitionierte Hobbyfotografen lassen es sich nicht nehmen, ihr Motiv selbst scharfzustellen. Technische Hilfsmittel können zur Überprüfung hinzugezogen werden. Bei digitalen Spiegelreflexkameras mit Live-View kann ein zentraler Bildausschnitt vergrössert werden und im Nachhinein durch manuelles Eingreifen der perfekte Fokus gesetzt werden. Dies nimmt jedoch mehr Zeit in Anspruch als die richtige Schärfe durch das Autofokus-System finden […]

Motivprogramm

Digitalkameras verfügen heutzutage neben der Programmautomatik (P), der Blendenautomatik (TV), der Zeitautomatik (AV) und dem manuellen Modus (M) auch oftmals über sogenannte Motivprogramme. Die Motivprogramme enthalten bestimmte Kamera-Voreinstellungen, die auf unterschiedliche Foto-Situationen ausgerichtet sind. Je nachdem, welches Motivprogramm ausgewählt wird, werden einige Einstellungen automatisch vorgenommen, wohingegen andere manuell beeinflusst werden können. Dies vermindert die Komplexität […]

Multishot

Beim Multishot-Verfahren werden mehrere aufeinanderfolgende Aufnahmen mit dem Ziel erzeugt, sie anschliessend zu einer einzigen Aufnahme zusammenzufügen. Während das Zusammenfügen vor einigen Jahren noch am Computer mit der entsprechenden Fotobearbeitungssoftware geschehen musste, sind einige Kameras heute bereits dazu in der Lage, die Bilder nach dem Zeitpunkt der Aufnahme miteinander zu verrechnen. In der Fotografie existieren […]

Normalobjektiv

Objektive mit einem Brennweitenbereich von 40 bis 60Millimeter werden als Normalobjektive bezeichnet. Diese geben die Welt so wieder, wie das menschliche Auge sie auch wahrnimmt. Von einem sogenannten Normalobjektiv wird meist erst dann gesprochen, wenn es eine feste Brennweite von 50 Millimetern besitzt. Hierbei entspricht die Brennweite des Objektivs in der Länge ungefähr der Sensordiagonalen. […]

Objektiv

Als sammelndes optisches System erzeugt ein Objektiv eine Abbildung eines Objekts. Das einfachste Objektiv besteht aus einer Sammellinse, in der einfallende Lichtstrahlen gebündelt und auf eine Bildebene projiziert werden. Moderne Objektive können dagegen aus mehreren Linsen und Spiegeln bestehen. Einige Objektive beinhalten bis zu 20 Linsen, die teilweise miteinander fixiert und teilweise beweglich sind. Die […]

Ringblitz

Bei dem Ringblitz handelt es sich um ein Kamerazubehör, welches rundherum um das Ende des Kameraobjektivs montiert wird. Wie der Name bereits verrät, sind die Leuchten bei Ringblitzen kreisrund angeordnet, wodurch das Licht von allen Seiten des Objektivs ausgeht. Dies ermöglicht eine sehr gleichmässige und möglichst schattenfreie Darstellung des Motivs, wie sie mit einem einzelnen […]

Teleobjektiv

Das Wort „Tele“ stammt aus dem Griechischen und bedeutet zu Deutsch „Ferne“. Teleobjektive erlauben eine starke Vergrösserung des aufzunehmenden Objektes. Im Wesentlichen funktioniert ein Teleobjektiv wie ein Fernrohr. Im Vergleich zum Normalobjektiv besitzen Teleobjektive eine höhere Brennweite. Ab einer Brennweite von 70 mm spricht man von Teleobjektiven, es gibt Objektive mit Brennweiten von bis zu […]

Weitwinkelobjektiv

Alle Objektive mit einer Brennweite von weniger als 50 Millimetern werden der Klasse der Weitwinkelobjektive zugeordnet. Hat ein Objektiv eine Brennweite von 20 mm oder weniger, spricht man von einem Superweitwinkelobjektiv. Die extremste Form von Weitwinkelobjektiven sind Fischaugenobjektive. Diese haben eine Brennweite von 16 mm und ermöglichen einen Bildwinkel von annährend 180 Grad. Die Brennweiten […]

Zoom

Der Begriff Zoom beschreibt den Vorgang, bei dem das Motiv mit Hilfe der Kamera verkleinert, beziehungsweise vergrössert wird. Üblicherweise wird der Kamerazoom dazu verwendet, ein Objekt grösser darzustellen, als es aus dem derzeitigen Betrachtungswinkel wahrgenommen wird. Somit lassen sich auch weit entfernte Objekte ablichten, ohne den ursprünglichen Standort verlassen zu müssen. Aus diesem Grund erfreuen […]

Zoomfaktor

Der sogenannte Zoomfaktor beschreibt die Vergrösserungsleistung eines Zoom-Objektivs, also das Verhältnis von der kleinsten zur grössten einstellbaren Brennweite. Beträgt die kleinste Brennweite – auch Anfangsbrennweite genannt – 35 mm und die grösste – auch Endbrennweite – 70 mm, so liegt der Zoomfaktor bei 2. Man spricht hier von einem 2-fach Zoom. Die Rechnung dazu: Endbrennweite […]