Antelope Canyon Felsformation USA

Wunder der Natur Teil II – faszinierende Farben & Formen

Wunder der Natur Teil II – faszinierende Farben & Formen
Saftig grüne Wälder und strahlend blaue Gewässer lassen das Herz von Naturfreunden höherschlagen und sind vielerorts zu finden. Doch manche Naturphänomene sind besonders spektakulär. So bietet die Erde verschiedenste Orte überall auf der Welt, an denen man unglaubliche Farben und Formen bestaunen und festhalten kann.
Lassen Sie sich von den folgenden Form- und Farbwundern beeindrucken und vergessen Sie nicht das Erinnerungsfoto!

Der pinke Lake Hillier in Australien

Ein rosafarbener See, wann bekommt man sowas schon einmal zu Gesicht? Zu finden ist dieses aussergewöhnliche Phänomen an mehreren Orten der Welt, wie zum Beispiel im Senegal oder in Mexiko. Am beeindruckendsten ist jedoch der Lake Hillier, der auf der Middle Island vor der Küste von Esperance im Westen Australiens liegt. Seine Besonderheit besteht darin, dass er zu jeder Jahreszeit und egal bei welchem Wetter pink leuchtet. Die Ursache für die auffällige Färbung ist bis heute nicht geklärt. Forscher vermuten, sie wäre auf die Bakterien und Algen im Salzwasser zurückzuführen. Zu Fuss besichtigen kann man den Lake Hillier leider nicht, da das Gebiet als Weltnaturwunder gilt. Bei einem spektakulären Rundflug über den See besteht allerdings die Möglichkeit, die atemberaubende Kulisse auf Bildern einzufangen.

Die gefrorenen Blasen des Abraham Lake in Kanada

Hinter einem unspektakulär klingenden Namen verbirgt sich faszinierendes Schaffen der Natur: Im Abraham Lake, gelegen am North Saskatchewan River im Westen der Provinz Alberta in Kanada, haben sich Eisblasen gebildet. Diese Blasen bestehen aus Methangas. Das Gas wird von Bakterien produziert, die auf dem Grund des Sees leben und organisches Material zersetzen. Das Methan steigt auf, friert aber kurz unter der Wasseroberfläche im Eis ein und formt somit diese wundersamen Gebilde. Im Winter, wenn der See fest zugefroren ist, kann man über das Eis laufen und die erstarrten Blasen aus der Nähe fotografieren.

Die bunten Berge Zhangye Danxia in China

Chinas bunte Berge sind wahrlich beeindruckend. Über 24 Millionen Jahre hinweg haben sich Sandstein und Mineralien übereinandergeschichtet, wurden durch die Verschiebung der Erdplatten aufgefaltet und bilden somit die heutige Landschaft: bunt gestreift und perfekt für eine einzigartige Aufnahme. Dieses Farbwunder findet sich etwa 40 Kilometer von der Stadt Zhangye im Nordwesten der chinesischen Provinz Gansu. Ausserdem gibt es einen Geopark mit zahlreichen Wanderwegen und Aussichtspunkten, sodass Sie die Landschaft leicht fotografieren können. Dafür eignet sich vorrangig die Zeit von Juni bis September. Besuchen Sie den Geopark am besten früh morgens oder in den Abendstunden, weil die Farben durch die tiefstehende Sonne noch kräftiger wirken.

Der spektakuläre Antelope Canyon in den USA

Der Antelope Canyon im Südwesten der USA ist eine perfekte Kulisse für begeisterte Fotographen. Etwa viereinhalb Stunden fährt man von Las Vegas bis dorthin, aber es lohnt sich! Wind und Wasser haben den roten Sandstein über Jahre hinweg abgetragen und dieser bildet daher heute einzigartige Gesteinsformationen. Der Canyon ist zweigeteilt: Es gibt einen Upper Antelope Canyon und einen Lower Antelope Canyon. Hat man keine Zeit, beide zu besichtigen, gilt es abzuwägen: Im Upper sind die Lichtverhältnisse besser, besonders um die Mittagszeit. Dann findet man viele der sogenannten «Beams» (Lichtsäulen), die durch das einfallende Sonnenlicht entstehen. Aufgrund dessen ist es hier aber auch oft sehr überfüllt, anders als im Lower, in dem man ebenfalls schöne und vor allem menschenleere Fotos schiessen kann. Die Farben des Canyons treten in den Sommermonaten am schönsten hervor. Der Eintritt ist gegen Gebühr und es gibt einstündige geführte Touren. Fotographen dürfen auch für zwei Stunden allein hinein. Bei schlechtem Wetter sollten Sie allerdings keinen Besuch des Canyons planen, denn bei Regen ist dieser gesperrt.

Schimmernde Küste von Vaadhoo auf den Malediven

Sonne, Strand und Meer der Malediven – das allein ist eines Urlaubsfotos wert. Aber geht man hier nachts an den Strand, dann kann man etwas noch viel bezaubernderes sehen: Das Meer leuchtet. Diese schimmernden Wellen sind Folge von gewissen Einzellern (Meeresleuchttierchen), die aufgrund der Biolumineszenz, also ihrer Fähigkeit, Licht auszusenden, durch chemische Prozesse im Wasser leuchten. Zu bestaunen ist dieser Anblick auf Vaadhoo, aber auch auf Mudhoo und Rangali – alles Inseln der Malediven. Reisen Sie am besten zwischen Juli und Februar dorthin. In Nächten, in denen der Mond von Wolken verdeckt wird, ist das Leuchten des Wassers noch intensiver.

Die Rittner Erdpyramiden in Italien

Zum Schluss nochmal etwas nähergelegenes: In Ritten in Südtirol ragen die höchsten Erdpyramiden Europas aus dem Boden. Solche Pyramiden (auch genannt «Stalagmiten unter freiem Himmel») entstehen, wenn Lehmböden durch Regen abgetragen werden. Das allein reicht allerdings noch nicht, denn es braucht Steine. Wenn nämlich so ein Stein im Boden liegt, schützt er die Erde unter sich vor der Erosion durch den Regen. Rundherum wird aber weiterhin Lehm weggespült und so wachsen die Erdpyramiden immer höher. Wenn der Stein aber irgendwann herunterfällt, wird auch die Pyramide unter ihm kleiner und kleiner. Die Besichtigung dieser Kunstwerke der Natur ist relativ unkompliziert. Durch ausgeschilderte Wanderwege kommt man zu jeder Beliebigen Jahres- bzw. Tageszeit leicht in ihre Nähe und es ergeben sich mit Sicherheit ein paar eindrucksvolle Fotos.

Fazit

Die Wenigsten sind sich darüber bewusst, welche Diversität an aussergewöhnlichen Farbspielen und Formungen die Natur so schaffen kann. Dabei sind solche Naturphänomene so faszinierend und immer eine Reise wert. Nutzen Sie Ihren Besuch für imposante Naturaufnahmen, um das Erlebnis eindrucksvoll festzuhalten.

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