Rote Augen retuschieren: Vorher/Nachher-Bild

Rote Augen auf Bildern vermeiden und retuschieren

Der sogenannte „Rote-Augen-Effekt“ tritt vor allem bei Aufnahmen auf, die bei schwachem Licht und unter Zuhilfenahme des Blitzlichtes fotografiert wurden. Der Grund hierfür ist eigentlich simpel. In dunkler Umgebung öffnet sich die Pupille, damit so viel Licht wie möglich in das Auge gelangt. Um die schlechten Lichtverhältnisse auszugleichen und die Aufnahme aufzuhellen, greifen viele zum Blitzlicht. Trifft das Blitzlicht nun fast achsengleich auf das Auge, wird es von der gut durchbluteten Netzhaut als rotes Licht reflektiert. Gerade bei Schnappschüssen mit kompakten Digitalkameras, bei denen der Blitz sehr nah am Objektiv ist, kann es häufig zu den ungewünschten roten Augen kommen.

Der «Rote-Augen-Effekt» auf Fotos ist sehr ärgerlich. Wir zeigen Ihnen, was Sie während des Fotografierens beachten sollten und wie Sie die unschönen roten Augen mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung auch im Nachgang ganz einfach retuschieren können.

4 Tipps: Rote Augen schon während des Fotografierens vermeiden

Schon während des Fotografierens lässt sich der ungewünschte „Rote-Augen-Effekt“ vermeiden. Sei es durch externe Lichtquellen oder durch die Verwendung des Vorblitzes. Wir haben für Sie die 4 wichtigsten Tipps zur Vermeidung von roten Augen zusammengefasst.

  1. Für ausreichend Licht sorgen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte grundsätzlich auf das Blitzlicht verzichten. Geht es nicht anders, dann helfen externe Lichtquellen weiter, damit die Umgebung so hell wie möglich wird. Schalten Sie Lampen in geschlossenen Räumen ein oder nutzen Sie bei Aussenaufnahmen Laternen. Grundsätzlich gilt, je mehr Licht vorhanden ist, desto kleiner wird die Pupille und desto weniger Blitzlicht wird vom Auge reflektiert.

  1. Vorblitz aktivieren

Viele Kameras verfügen über einen Vorblitz oder einen „Rote-Augen“ Modus. Auch wenn dieser spezielle Modus keine hundertprozentige Sicherheit ist, sollten Sie ihn vor allem bei kompakten Digitalkameras immer aktivieren. Dank des Vorblitzes gelangt vor dem eigentlichen Blitz Licht ins Auge, wodurch sich die Pupillen kurz schliessen und der «Rote-Augen-Effekt» gemindert wird. Teilen Sie Ihrem Gegenüber mit, dass es einen Vorblitz gibt. Andernfalls verlässt diese möglicherweise ihre Position bereits nach dem ersten Blitz.

  1. Externen Blitz nutzen

Um den „Rote-Augen-Effekt“ zu vermeiden, ist zudem der Einsatz eines externen Blitzes ratsam. Vor allem dann, wenn sich für die Aufnahme ein Blitz nicht vermeiden lässt. Hierbei reicht es aus, wenn sich der Blitz im Blitzschuh befindet oder noch besser, entsprechend weit vom Objektiv platziert wird. Denn je weiter weg der Blitz vom Objektiv ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für rote Augen auf den Aufnahmen.

  1. Blickrichtung ändern

Wie eingangs bereits erwähnt, tritt der „Rote-Augen-Effekt“ vor allem dann auf, wenn das Blitzlicht fast achsengleich auf das Auge trifft. Um dies zu vermeiden, sollte die zu fotografierende Person nicht direkt in die Kamera schauen. Eine veränderte Blickrichtung kann also durchaus genügen, um unerwünschte rote Augen von den Fotos zu verbannen.

Rote-Augen bzw. Vorblitzmodus an der Kamera einstellen

Digitale Bildbearbeitung: Rote Augen retuschieren

Leider lässt es sich nicht immer vermeiden, dass sich rote Augen auf den Bildern einschleichen. Ist dies der Fall, können rote Augen mit Hilfe von digitalen Bildbearbeitungsprogrammen retuschiert werden. Für diesen Zweck haben viele Bildbearbeitungsprogramme und -Apps eine spezielle Funktion, um rote Augen mit nur einem Klick zu entfernen. Doch Vorsicht: Wird der zu definierende Bereich im Auge zu gross gewählt, hat man anstelle des roten Flecks, einen schwarzen Fleck im Auge. Dieser sieht dann meist ebenso unnatürlich aus und sticht für den Betrachter hervor.

Wie Sie mit Hilfe des Bildbearbeitungsprogrammes GIMP ganz einfach rote Augen entfernen können, zeigen wir Ihnen nachfolgend.

Rote Augen mit GIMP entfernen

Mit dem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm GIMP lassen sich rote Augen mit wenigen Klicks retuschieren. Dazu zoomen Sie am besten zunächst einmal in das Bild hinein, damit Sie die Augenpartie gross vor sich sehen. Wählen Sie nun im Werkzeugkasten das Tool „freie Auswahl“, um das rote Auge einzukreisen. Haben Sie den roten Bereich des Auges eingekreist, klicken Sie unter dem Menüpunkt „Auswahl“ auf „Ausblenden“. Dadurch haben Sie den eingekreisten Bereich für die weiteren Bearbeitungen aktiviert und jeder Eingriff wird sich nur auf die markierte Fläche in den Augen beziehen. Klicken Sie nun im Werkzeugkasten auf das Pinselsymbol und wählen eine Farbe aus. Hier empfiehlt sich am besten Schwarz. Im Modus-Feld wählen Sie dann den Punkt «Farbe» aus und schon können Sie mit dem Pinsel über das Auge fahren und es Schritt für Schritt abdunkeln. Achten Sie darauf, dass das Auge noch immer einen kleinen weissen Glanzpunkt hat. Durch diesen wirkt die Aufnahme authentischer. Ist der Glanzpunkt während des Bearbeitens verloren gegangen, kann dieser weisse Punkt mit Hilfe des Pinsel-Tools auch schnell wieder in das Auge gesetzt werden.

GIMP Screenshot: Werkzeug “Freie Auswahl“

GIMP Werkzeug „Freie Auswahl“, um das rote Auge freizustellen

GIMP Screenshot: Rote Augen retuschieren

Pinsel-Werkzeug, um das Auge zu neutralisieren

 

 

Fazit: Rote Augen vermeiden und retuschieren

Rote Augen auf Fotos sind sehr ärgerlich. Doch wer schon während des Fotografierens ein paar Dinge beachtet, kann diesen Effekt minimieren. Rote Augen entstehen immer nur dann, wenn die Lichtverhältnisse sehr schlecht sind und ein Blitz zum Einsatz kommt. Lassen sich die roten Augen nicht vermeiden, können diese mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung schnell retuschiert werden. Die meisten Programme verfügen über spezielle Tools, um die Augen mit ein paar Klicks wieder natürlich aussehen zu lassen.

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