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Bilder Komprimieren mit GIMP

Webseiten sollen möglichst positive Nutzererlebnisse hervorrufen. Neben der einwandfreien Funktionalität sorgen anschauliche Inhalte dafür. Anschauungsmaterialien wie Bilder und Grafiken bleiben den meisten Betrachtern besser im Gedächtnis als reiner Text. Ob es sich nun um einen privaten Blog handelt, um Social Media oder andere Anwendungen: Mit der digitalen Kamera aufgenommene Bilder sind meist zu gross, um direkt ins Netz geladen zu werden,

In unserem kleinen Tutorial möchten wir Ihnen zeigen, wie Sie Bilder komprimieren und damit für das Web aufbereiten. Viele Webseitenbetreiber denken dabei sofort an Photoshop. Allerdings lassen sich Bilder auch sehr schnell und unkompliziert mit dem kostenlosen und freien Grafikprogram GIMP (GNU Image Manipulation Program) komprimieren. Die Software steht für macOS, Windows und Linux zur Verfügung.

Die folgende Anleitung zeigt eine Bildkomprimierung unter Verwendung von GIMP und dem Plug-In «Save for Web».

Wenn Sie auf die Bilder klicken, erhalten Sie eine grössere Auflösung des Bildes, um mehr zu erkennen.

1.      Das «Save for Web»-Plug-In herunterladen und installieren

Bevor wir beginnen, wird ein Plug-In benötigt. Dieses können Windows-User auf der gimp.org-Webseite als ZIP (save_for_web_0.28.6_win32.zip) herunterladen. Das entpackte Archiv enthält eine .exe-Datei, die in das Verzeichnis C:\Users\«Ihr_Benutzer»\.gimp-2.8\plug-ins kopiert werden muss. «User» kann unter Umständen «Benutzername» lauten. Ansonsten kann das richtige Verzeichnis auch einfach über das Suchfeld oben rechts gefunden werden. Dazu einfach den lokalen Datenträger (C:) anwählen und nach «.gimp-2.8\plug-ins» suchen.

Linux-User öffnen einfach den Terminal und geben « sudo apt-get install gimp-plugin-registry » ein.

Nach dem Starten von GIMP ist das Plug-In «Save for Web» unter «Datei» finden.

2.      Das Originalbild

Das unkomprimierte Originalbild

Das Originalbild besitzt eine Auflösung von 5184 x 3456 Pixeln bei 300dpi und 24-bit Farbtiefe. Die Auswertung des Histogramms ergibt, dass das Farbbild hauptsächlich aus roten und grünen Farbtönen besteht und der blaue Anteil verhältnismässig gering ausfällt. Mit allen Informationen weisst das Originalbild trotzdem eine Dateigrösse von über 14 MB auf.

Damit eignet sich die Datei vielleicht für den Druck, aber nicht als Bildmaterial für eine Webseite. Als Webseitenbetreiber sollte man darauf achten, das mobile Datenvolumen der Smartphone-User zu schonen, da bereits über die Hälfte der Internet-User mobil surfen.

3.      Das «Save for Web»-Plug-In benutzen

Wir möchten das Originalbild komprimieren und öffnen es mit GIMP. Als nächstes soll das vorher installierte Plug-In zum Einsatz kommen.

Save for Web Plug-In unter Datei

 

Anders als erwartet, zeigt sich kein Dialog in dem Einstellungen vorgenommen werden können. Stattdessen erschient am unteren Rand folgende Fehlermeldung:

Save for Web Plug-In Fehler

4.      Das Bild skalieren

Offensichtlich kann das Plug-In mit der Dateigrösse von 14 MB nicht umgehen. Nun gibt es zwei Wege, an der Grösse eines Bildes zu feilen. Entweder die Auflösung wird geändert oder die Qualität herabgesenkt. Wir entscheiden uns letzten Endes für beides, beginnen aber bei der Auflösung. Unser Bild besitzt ein für Webseiten optimales Seitenverhältnis von 3:2. Das möchten wir beibehalten, skalieren das Bild nun aber. Dazu klicken wir in der Menüleiste auf «Bild» und «Bild skalieren».

Bilder skalieren mit GIMP

Folgendes Fenster sollte sich öffnen:

Bilder skalieren mit GIMP - Dialogfenster

In diesem Dialogfenster werden die von uns benötigten Werte eingetragen. Die neue Breite unseres Bildes soll nur noch 1020px betragen. Die Höhe wird automatisch angepasst, insofern die Klammer rechts neben den Feldern zusammensitzt. Damit bleibt das Verhältnis proportional. Die Auflösung sollte auf jeweils 150 Pixel/in herabgesetzt werden.

Bilder skalieren mit GIMP - Dialogfenster mit angepassten Parametern

5.      Die Bildqualität anpassen

Würden wir das komprimierte Bild so speichern, betrüge seine Dateigrösse immer noch über 500 KB – für mobiles Surfen viel zu gross.

Da wir an der Bildgrösse nichts mehr ändern wollen, wird das Hauptaugenmerk nun der Bildqualität gewidmet. Jetzt verwenden wir das „Save for Web»-Plug-In. Unter «Datei» finden wir den Eintrag, klicken darauf und es öffnet sich das folgende Dialogfenster:

Oberfläche vom Save for Web GIMP-Plug-In

An der linken Seite befinden sich verschiedene einstellbare Parameter. Fotografien/Bilder sollten generell im .jpg-Format gespeichert werden, da es ein vergleichsweise gutes Kompressionsniveau ermöglicht. Das .png-Dateiformat empfiehlt sich bei Grafiken und Logos.

Der Button für die Qualität wird so weit nach links geschoben, wie die Bildqualität noch vertretbar ist. Allerdings sollte hier differenziert werden. Webseiten von Fotografen beispielsweise definieren sich über die Bilder, weswegen die Bildqualität nicht zu sehr heruntergeschraubt werden darf.

Im unteren Bereich des Fensters kann die Dateigrösse abgelesen werden. Die beiden folgenden Bilder zeigen den Qualitätsunterschied zwischen 100 KB und 50KB.

GIMP Screenshot Save for Web 100kb Bildkomprimierung

GIMP Screenshot Save for Web 100kb Bildkomprimierung

GIMP Screenshot Save for Web 50kb Bildkomprimierung

GIMP Screenshot Save for Web 50kb Bildkomprimierung

Deutliche Qualitätsverluste sind vor allem an feinen Linien zu erkennen. Im unteren Bild sind Pilzkopf und Regentropfen deutlich verpixelt. Diese sogenannten Blockartefakte treten immer dann auf, wenn ein .jpg-Bild zu stark komprimiert wird.

6.      Das Ergebnis der Bildkomprimierung mit GIMP

Bei einer Auflösung von 1020 x 680 Pixeln haben wir uns im Endeffekt für eine Bildqualität entschieden, bei der die Dateigrösse nur noch etwa 120 KB beträgt. Diese Bildkompression ist der optimale Kompromiss zwischen Dateigrösse und Bildqualität.

GIMP Screenshot Save for Web 120kb Bildkomprimierung

Vergleichen Sie die Bildqualität mit dem 1. Bild des Artikels (Originalbild).

Photoshop: Nachträgliches Scharfzeichnen von Fotos

Digitale Bilder hinterlassen nach der Erstellung nur selten sofort einen komplett zufriedenstellenden Eindruck. Oftmals bedarf es jedoch nur weniger Handgriffe in einem Bildbearbeitungsprogramm, um aus dem Foto ein optimales Ergebnis herauszuholen. Das nachträgliche Scharfzeichnen ist eine dieser kleinen Veränderungen, die bei der nachträglichen Bearbeitung essentiell ist.

Wichtig: Die Bildschärfe sollte das letzte Werkzeug sein, das bei der Bildbearbeitung angefasst wird, also erst genutzt werden, nachdem alle anderen Optimierungen abgeschlossen sind.

In diesem Artikel erhalten Sie eine Anleitung, mit der Sie mit einfachen Einstellungen eine aussagekräftige und natürliche Bildschärfe erzeugen. Dazu stellen wir die gängigsten Programmfunktionen in Photoshop vor.

Bildschärfe: drei Voraussetzungen sind massgebend

Schärfe kann generell als eine Eigenschaft definiert werden, zu welcher sich Kanten einzelner Bildteile klar vom Hintergrund trennen und Details gut zu erkennen sind – hier ist das Motiv selbst entscheidend. Jedoch ist nicht nur der reine Schärfeeindruck massgebend. Je nachdem, wie hoch oder niedrig der Kontrast des Bildes ist, kann ebenso ein subjektiver Eindruck von veränderter Bildschärfe entstehen. Generell gilt also, dass ein kontrastreiches Bild auch eine erhöhte Bildschärfe suggeriert. Entscheidend für die Schärfe ist daneben auch die bilderzeugende Kameratechnik: Ein Bild, das bereits mit einer hochauflösenden Kamera aufgenommen wurde, muss hinsichtlich Schärfe demnach meist weniger optimiert werden.

Automatische Schärfetechniken

Nahezu alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme verfügen über eine Option für die automatische Scharfzeichnung. Photoshop bietet diese Funktion in Form verschiedener Filter an. Diese finden sich unter Filter > Scharfzeichnen. Die darin befindlichen Filtermöglichkeiten «Konturen scharfzeichnen», «Scharfzeichnen» und «Stärker scharfzeichnen» bieten allerdings keinerlei Kontrollmöglichkeiten, können aber eine erste Tendenz zeigen, in die das Bild hinsichtlich Schärfe optimiert werden kann. Bei dem folgenden gewählten Beispielbild zeigt sich jedoch kaum eine ersichtliche Veränderung hinsichtlich der Bildschärfe, obwohl es eindeutig Optimierungspotenzial besitzt.

Vor und nach der Schärfe-Korrektur: Vergleichsbild zeigt kaum einen Unterschied

Fotomotiv vor und nach der automatischen Schärfe-Korrektur

Manuelle Schärfetechniken

Der wohl am häufigsten genutzte Scharfzeichnungsfilter mit manueller Regelungsfunktion ist «Unscharf maskieren» und findet sich ebenfalls unter dem bereits genannten Filter. Wählt man diese Option aus, öffnet sich ein kleines Fenster mit einem vergrösserten Bildausschnitt und drei unterschiedlichen Reglern. Der obere Regler bestimmt die reine Stärke der Scharfzeichnung, während der Radius angibt, bis zu welchem Umfang benachbarte Pixel untersucht und bezüglich Kontrast verstärkt werden. Hier ist je nach Motiv ein Wert unter 1 sinnvoll, jedoch kann diese Einstellung auch als Stilisierungsmittel genutzt werden und wird dann entsprechend hoch eingestellt.

Über den Schwellenwert kann geregelt werden, welche Flächen von der Anpassung ausgeschlossen werden sollen. Ein kleiner Wert bezieht auch grosse Flächenanteile des Bildes bei der Bearbeitung ein, während ein höherer Wert nur kleinere Flächenanteile schärft. Da flächige und einfarbige Bereiche in der Regel nicht geschärft werden sollen, sollte man einen entsprechenden Wert wählen.

Für das Beispielbild ergeben sich dabei folgende Werte für die einzelnen Regler:

Bearbeitungsfenster für die Schärfe-Korrektur vor und nach der Anpassung

Bearbeitungsfenster vor und nach dem Unscharf-maskieren

Das bearbeitete Foto ist im Ganzen nun deutlich schärfer geworden. Vor allem das Gestrüpp konnte dank Scharfzeichnung detaillierter dargestellt werden, aber auch der kleine Vogel weist nun schärfere Konturen auf.

Vor und nach dem Unscharf-Markieren: Vergleichsbild zeigt deutliche Verbesserungen

Fotomotiv vor und nach dem Unscharf-maskieren

Ein ähnliches Ergebnis kann man mit der anderen manuellen Option der Photoshop-Scharfzeichnungsfilter erreichen, dem «Selektiven Scharfzeichner». Neben dem schon bekannten Regler für Stärke und Radius hat man hier zusätzlich die Möglichkeit, helle und dunkle Bildbereiche über Tiefen bzw. Lichter separat bezüglich Bildschärfe anzupassen. Auch Bewegungsunschärfe kann in dieser Option bearbeitet werden.

Bildbearbeitung über die Hochpass-Schärfung

Wer es noch etwas spezieller und anspruchsvoller mag, dem sei die Bildschärfung über die sogenannte Hochpass-Funktion empfohlen. Dazu wird eine zusätzliche Ebene geschaffen, die separat bearbeitet und deren Effekt anschliessend zum Originalbild hinzugefügt werden kann.

Als erstes wird die vorhandene Ebene kopiert. Dazu muss diese im Ebenfenster zunächst ausgewählt und anschliessend mittels STRG + J kopiert werden. Es entsteht eine identische Ebene 1.

Die kopierte Ebene ist im Ebenfenster in Photoshop zu sehen

Ebenenfenster in Photoshop

Unter der Funktion Filter > Sonstige Filter > Hochpass findet nun der Filter Anwendung. Hier muss der Regler für den Radius nun soweit verändert werden, bis die Konturen klar, aber nicht zu überspitzt zu erkennen sind.

Mit einem Regler lässt sich der Hochpass-Filter in Photoshop anpassen

Hochpass-Filter-Einstellung in Photoshop

Ist dies geschehen, müssen die beiden Ebenen lediglich noch verbunden werden. Die kopierte Ebene muss dazu von Normal auf Überlagern gesetzt werden.

Mit der Funktion Überlagern lassen sich im Ebenenfenster in Photoshop Ebenen zusammenfügen

Ebenenfenster in Photoshop mit Überlagerungsfunktion

Die Ebenen sind nun verbunden und der Schärfe-Effekt ist bereits deutlich geworden.

Vor und nach dem Hochpass-Filter: Vergleichsbild zeigt deutliche Verbesserungen

Fotomotiv vor und nach der Bearbeitung durch den Hochpass-Filter

Fazit

Mit den Scharfzeichnungsfiltern können schnell und einfach Ergebnisse erzielt werden. Dabei sind vor allem die manuellen Einstellungen über «Unscharf maskieren» und den «Selektiven Scharfzeichner» zu empfehlen, da diese auch einfach von Einsteigern umgesetzt werden können und viel Spielraum zulassen. Die automatischen Einstellungen ermöglichen das schnellste Ergebnisse, stellen jedoch nur eine Tendenz dar, daher sollte man sich lieber wenige Minuten mehr Zeit nehmen, um die manuellen Regler zu nutzen. Die Funktion über den Hochpass-Filter ist ebenso zu empfehlen und kann für einen ganz besonderen Effekt im Bild genutzt werden. Jedoch sollte auch dieser vorsichtig genutzt werden, für den korrekten Einsatz bedarf es ein wenig mehr Erfahrung in der Bildbearbeitung.

Generell sind alle Scharfzeichnungsfunktionen mit Bedacht zu wählen, da das Bild auch schnell unnatürlich wirken kann. Von Profis oder für spezielle Motive wird dieser überspitzte Effekt teilweise absichtlich eingesetzt, ist jedoch für Einsteiger nur bedingt zu empfehlen.

Lightroom von Adobe - Bildbearbeitungstipps

Lightroom Bildbearbeitung: 3 Tipps, für maximale Bildqualität

Auch wenn man alle Fotografie-Tipps beachtet, so kommt es doch mal vor, dass das Bild dunkler geworden ist, als es die Vorschau auf der Kamera vermuten liess oder der Weissabgleich nicht richtig eingestellt war. Solche und weitere Bildmängel können aber zum Glück auch im Nachhinein am Computer bearbeitet werden. Neben dem allseits bekannten Photoshop gibt es noch ein weiteres Programm aus dem Hause Adobe, welche sich zur Bildbearbeitung eignet: Lightroom.

Adobe Lightroom bietet Ihnen zum einen die Möglichkeit, Ihre digitalen Aufnahmen zu verwalten und zum anderen bietet es eine grosse Palette an Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Damit Ihre Aufnahmen zukünftig strahlen, zeigen wir Ihnen, wie Sie mit Lightroom ganz einfach die Qualität Ihrer Bilder verbessern können.

Lightroom Tipp 1: Die „Grundeinstellungen“ für hellere und kontrastreichere Bilder

Wurden die zu bearbeitenden Bilder in die Bibliothek hochgeladen, können diese nun im «Entwicklungsmodus» bearbeitet werden. Dazu einfach das gewünschte Bild anklicken und in der oberen Navigation auf «Entwickeln» klicken. In diesem Modus stehen auf der rechten Seite der Benutzeroberfläche vielfältige Werkzeuge und Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung, um die Qualität des gewünschten Bildes zu verbessern.

Schauen wir uns zunächst den Reiter «Grundeinstellungen» an. Wer seinem Bild ein wenig mehr Helligkeit oder Kontraststärke verleihen möchte, ist hier genau richtig. Mit dem Pipetten-Werkzeug lässt sich um Handumdrehen ein falscher Weissabgleich korrigieren. Dazu einfach auf die Pipette klicken und im zu bearbeitendem Bild auf einen Bereich kicken, der neutral weiss sein sollte. Neben der Pipette lässt sich auch mit dem Temperaturregler der Weissabgleich ein wenig korrigieren. Ist das Bild beispielsweise zu warm, dann den Regler ein wenig nach links in den Blaubereich schieben.

Stimmen die Bildtemperatur und der Weissabgleich, kann man mit dem Belichtungsregler die Gesamthelligkeit des Bildes verändern. Dies lohnt sich beispielsweise bei Bildern, die unter schwierigen Lichtbedingungen aufgenommen wurden. Oftmals verliert ein Bild ein wenig an Kontraststärke, wenn der Belichtungsregler zu hoch gedreht wurde. Um dies auszugleichen, sollte der Kontrastregler ein wenig nach rechts geschoben werden.

Überbelichtete Stellen im Bild lassen sich mit dem Lichtregler ausgleichen. Diesen einfach ein wenig nach links schieben, bis der gewünschte Look erreicht wurde. Dadurch bekommt das Bild wieder mehr Kontur und Struktur. Gibt es dunkle Bereiche im Bild, die eher wie eine düstere Masse wirken, dann sollte der Tiefenregler leicht nach rechts geschoben werden. Dadurch kommen Details in dunklen Bereichen besser zur Geltung.

Der Weissregler ist sehr praktisch für weisse Bereiche im Bild, die noch strahlender und heller werden sollen. Schiebt man diesen nach rechts, werden nicht nur die weissen Bereiche aufgehellt, sondern das Bild wirkt auch insgesamt gleich viel kontrastreicher. Sollen hingegen dunkle Schatten aufgehellt werden, dann einfach den Schwarzregler leicht nach rechts schieben. Schiebt man ihn nach links intensivieren sich dunkle Schatten im Bild.

Benutzeroberfläche Lightroom – Die Grundeinstellungen für strahlende Bilder

Lightroom Tipp 2: Farbanpassungen für ausdruckstarke Bilder

Neben den «Grundeinstellungen» lassen sich auch Anpassungen bezüglich des Farbtones, der Sättigung und der Luminanz vornehmen. Dieser Reiter ist sehr praktisch, wenn man beisielswiese Farben selektiv bearbeiten möchte.

Sollen die Bilder insgesamt einen eher kühleren Look haben, kann man die Farbregler für Rot und Orange etwas herausnehmen. Aber auch bestimmte Bereiche lassen sich anpassen. Dazu klickt man den Doppelkreis links neben den Farbreglern an und dann auf einen bestimmten Bereich im Bild. Durch Ziehen lässt sich nun genau dieser Bereich im Farbton anpassen. Dies ist beispielswiese sehr praktisch bei Outdooraufnahmen, wenn das Grün von Bäumen oder die Farbe des Himmels intensiviert werden sollen.

Mit Hilfe der Luminazregler lässt sich dem Bild etwas mehr Glanz verleihen. Dazu ähnlich wie bei den Frabreglern den Doppelkreis anklicken und dann auf den aufzuhellenden Bereich im Bild klicken. Durch Ziehen lässt sich dieser Farbbereich nun aufhellen.

Benutzeroberfläche Lightroom – Farbanpassungen im Reiter „Farbe, Sättigung, Luminanz“

Lightroom Tipp 3: Einzelne Bereiche individuell bearbeiten

Möchte man beispielsweise ganz selektiv einzelne Bildbereiche aufhellen oder unerwünschte Schatten verschwinden lassen, kann man dies mit dem «Korrekturpinsel» machen. Dieser Regler befindet sich oben rechts in der Toolbar. Klickt man diesen an, kann man freihändig im Bild verschiedene Punkte setzen, die dann nach bestimmten Parametern bearbeitet werden sollen. Setzt man einen solche Korrekturpunkt beispielsweise auf eine schattige Stelle im Bild und schiebt den Regler für Belichtung nach rechts, wird nur dieser Bereich im Bild heller.

Lightroom Bearbeitung mit dem Korrekturpinsel – selektive Bearbeitung von Bildbereichen

Fazit

Möchte man die Bildqualität seiner Aufnahmen verbessern, muss man sich nicht notwendigerweise mit Photoshop auskennen. Auch mit Lightroom lassen sich vielfältige Bildparameter bearbeiten und ausgleichen. Neben den umfangreichen «Grundeinstellungen», die sich auf das gesamte Bild auswirken, gibt es auch zahlreiche Möglichkeiten für eine selektive Anpassung von bestimmten Bildbereichen.

Hinweis: Für ein optimales Ergebnis sollten Bilder nur im RAW Format bearbeitet werden.

Fotomotiv mit verschiedenen Kontrasteinstellungen

Problemstellung Kontraste erhöhen – eine Anleitung

Sind die Aufnahmen nach der Fotosession nicht so aussagekräftig wie gewünscht, muss in den meisten Fällen die nachträgliche Bildbearbeitung helfen. Helligkeit und Kontrast sind dann die ersten Mittel, zu denen gegriffen wird, um ein Foto für den Betrachter zu optimieren. Dabei wird gerade der Regler für den Kontrast gern ein wenig zu stark aufgedreht. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit einfachen Handgriffen den Kontrast von Fotos aussagekräftig und doch natürlich wirken lassen. Ausserdem stellen wir die gängigsten Programmfunktionen in Photoshop vor und nennen alternative Funktionen anderer Programme.

Kontrast: Zu viel oder zu wenig?

Als Kontrast bezeichnet man die Differenz zwischen den einzelnen Helligkeitswerten im Bild. Ist der Kontrast niedrig, so erscheint das Bild ein wenig matt. Grund dafür ist meist eine diffuse Streuung im Objektiv, beispielsweise hervorgerufen durch Verunreinigungen aufgrund von Schmutz und Wasserpartikeln in der Luft. Wird der Kontrast eines Bildes erhöht, so erscheinen helle Töne heller und dunkle Töne dunkler, das gesamte Foto gewinnt so an Tiefe und Realismus.

Zu viel Kontrast lässt das Bild hingegen schnell unnatürlich wirken, da so auch Helligkeitsabstufungen und Details innerhalb einer Farbnuance verschwinden. Einzelne Farbflächen erscheinen dann nicht in unterschiedlichen Abstufungen, sondern lediglich als eine homogene knallige Fläche, die das Bild wie einen Comic wirken lässt. Kontrastarme Fotos sind allerdings im Umkehrschluss nicht automatisch detailreicher. Hier geht das Bild mit abnehmenden Kontrast in ein Grau über und wirkt wie durch dunstigen Nebel aufgenommen.

Kontrast automatisch korrigieren

Nahezu alle gängigen Bildbearbeitungsprogramme haben eine Funktion für automatische Kontrast-Korrektur. So bieten Photoshop, aber auch das kostenlose Gimp und Paint.net, diese Auto-Korrektur genauso standardmässig an, wie zahlreiche Smartphone-Apps, beispielweise Snapseed, Lightroom und Afterlight für Android und iOS. Die automatische Korrektur ist zwar nicht in jedem Fall perfekt, jedoch zeigt sie meist schon eine Tendenz, zu der das Bild optimiert werden kann und ist daher in jedem Fall einen ersten Versuch wert.

Ebenfalls empfiehlt sich in dem Zusammenhang ein Blick auf das sogenannte Histogramm, das viele Bildbearbeitungsprogramme anbieten. Mit dem Histogramm erhält man einen Überblick, ob das Bild zu wenig oder zu viel Kontrast aufweist. Im folgenden Beispiel wird Photoshop verwendet um mit dem Histogramm einen ersten Eindruck zu gewinnen:

Bild einer Kirche vor und nach der Kontrast-Bearbeitung in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der automatischen Kontrastkorrektur

Im ersten Bild ist auf dem zugehörigen Histogramm (bei Photoshop: Fenster > Histogramm) zu erkennen, dass es auf der linken Diagrammseite kaum Ausschläge gibt – ein Hinweis darauf, dass das Bild zu wenige dunkle Bildpunkte enthält und somit zu wenig Kontrast aufweist. Nach der automatischen Kontrastkorrektur (bei Photoshop: Bild > Anpassen > Auto-Kontrast) ist das Bild in einigen Bereichen deutlich dunkler geworden, wirkt allerdings natürlicher, die Schatten kräftiger und ohne „Nebelschleier“. Die rechte Diagrammseite weist nun auch entsprechend mehr Ausschläge in hellen Bildbereichen auf.

Im kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm Gimp findet sich die gleiche Funktion unter Fenster > andockbare Dialoge > Histogramm. Die meisten Bildbearbeitungsprogramme haben die automatische Korrektur ebenfalls in unterschiedlichem Umfang integriert. Selbst die meisten Smartphone-Apps ermöglichen dahingehend eine schnelle Anpassung des Kontrasts.

Manuelle Kontrastanpassung via Tonwertkorrektur

Für diejenigen, die noch etwas mehr aus den Kontrasteinstellungen der einzelnen Programme herausholen möchten, sind die manuellen Anpassungsmöglichkeiten via Gradationskurven und Tonwertkorrektur zu empfehlen.

Die Tonwertkorrektur findet sich bei Photoshop unter Bild > Anpassen > Tonwertkorrektur. Es öffnet sich wieder das schon bekannte Histogramm, bei dem die einzelnen Farbbereiche nun so angepasst werden können, dass sich ebenfalls ein verstärkter Kontrast ergibt. Das erreicht man, indem man die kleinen Pfeile unter dem Histogramm bis zu den ersten Ausschlägen verschiebt, sodass die dunklen bzw. hellen Bereiche verstärkt werden. Bei vorliegendem Bild empfiehlt sich ausserdem, den mittleren Pfeil zu verschieben, der für die mittleren Tonwerte verantwortlich ist. So können die zu dunklen Bereiche (in dem Fall die Kirche) in der Helligkeit nach oben korrigiert werden, ohne den neu gewonnenen Kontrast wieder zu verlieren:

Diagramm für die Tonwertkorrektur in Photoshop

Fenster für die Tonwertkorrektur in Photoshop

Es ergeben sich dadurch folgende veränderte Kontraste (wieder im Vergleich zum Original):

Bild einer Kirche vor und nach der Tonwertkorrektur in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der Tonwertkorrektur

Bei Gimp finden Sie die Funktion unter Farben > Werte und bei Paint.net unter Korrekturen > manuelle Anpassung. Die Funktionalität ist analog zu der in Photoshop mittels dreier Pfeile für Hell-, Dunkel- und Mitteltöne, die verschoben werden können.

Manuelle Kontrastanpassung via Gradationskurven

Die höchste Stufe der Kontrastkorrektur stellt die manuelle Anpassung mittels der Gradationskurven dar. Diese Funktion bietet die genausten, aber auch empfindlichsten, Einstellungsmöglichkeiten und wird daher vor allem von Profis oder Perfektionisten verwendet.

Die Gradationskurve finden Sie unter Bild > Anpassen > Gradationskurve. Es öffnet sich ein Diagramm mit einem Graphen, der beliebig mit der Maus «angefasst» und verschoben werden kann. Die Auswirkungen kann man entsprechend am Bild verfolgen. Generell gilt, dunkle Bereiche können im unteren Teil, helle im oberen Teil des Graphen beeinflusst werden. Zieht man den Graphen im dunklen Bereich beispielsweise nach rechts, so werden die dunklen Bildpunkte im Kontrast verstärkt. Im Umkehrschluss bewirkt das Ziehen des oberen Graphen-Bereichs nach links eine Verstärkung der hellen Bildpunkte. Das Ergebnis: Erhöhter Kontrast.

Gleichsam lassen sich wie bei der manuellen Kontrastbearbeitung auch die mittleren Farbbereiche anpassen, indem der Graph in der Mitte wahlweise nach links oder rechts bewegt wird. Durch die hohe Flexibilität ergeben sich differenzierte Veränderungen am Kontrast bis ins kleinste Detail. Hier ist ein wenig Geschick und ein gutes Auge gefragt, bei welchen Bewegungen des Graphen das beste Bild entsteht. Für das Beispielbild ergibt sich die folgende Veränderung:

Vergleich von Gradationskurven in Photoshop vor und nach der Kontrastkorrektur

Gradationskurven in Photoshop vor und nach der Kontrastanpassung

Entsprechend verändert sich das Bild im Vergleich zum Original wie folgt:

Bild einer Kirche vor und nach der Kontrast-Bearbeitung mit Gradationskurven in Photoshop

Fotomotiv vor und nach der Kontrastkorrektur mittels Gradationskurve

Die Gradationskurven-Funktion ist bei Gimp unter Farben > Kurven und bei Paint.net unter Korrekturen > Kurven > RGB gelistet.

Fazit

Durch die sensible Anpassung der Gradationskurve ergibt sich bezüglich des Kontrasts das beste Ergebnis, jedoch bedarf es ein wenig Geschick für das Handling des Graphen sowie ein gutes Auge für realistische Kontrastwerte. Für diejenigen, denen eine grundlegende Korrektur ausreicht, empfiehlt sich daher in jedem Fall die Anpassung mittels Tonwertkorrektur, die die gröbsten Kontrastprobleme einfach und zielsicher behebt. Die automatische Kontrastkorrektur ist vor allem für die laienhafte Bildbearbeitung geeignet und kann besonders dann zur Anwendung kommen, wenn das Bild schnell an Ausdruck und Kraft gewinnen soll. Die automatische sowie die Tonwertkorrektur sind ausserdem in nahezu jedem Bildbearbeitungsprogramm enthalten, lediglich die Gradationskurven bieten nur die etwas umfangreicheren Programme.

 

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altes Schwarz-Weiss-Foto einer Mutter mit ihren beiden Kindern auf einem Platz

Photoshop: Fotos kolorieren

„Aus alt, mach neu“! Alte Schwarz-Weiss-Fotos haben nach vielen Jahren der Aufbewahrung oft an Ausdruckskraft verloren oder neu aufgenommenen Fotografien erscheinen wenig aussagekräftig oder es fehlt an künstlerischer Ästhetik. Hier können Sie kreativ werden. Durch Fotobearbeitung mit einer professionellen Software wie Photoshop, erhalten Sie vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können beispielsweise nachträglich die Farbe eines Bildes intensivieren oder einzelne Bildelemente von Schwarz-Weiss-Fotos nachkolorieren.

Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Techniken zum kolorieren von Fotografien in Photoshop vor und geben Ihnen anschliessend wichtige Tipps, die Sie bei der Gestaltung Ihrer Schwarz-Weiss-Fotos beachten sollten.

Techniken zum Kolorieren in Photoshop

In Photoshop, dem verbreitetsten kostenpflichtigen Bildbearbeitungsprogramm, können zahlreiche verschiedene Methoden und Techniken verwendet werden, um Bilder teilweise oder komplett nachzukolorieren. Bevor Sie mit dem Einfärben Ihrer Fotos beginnen, sollten Sie eine Vorstellung von dem gewünschten Endergebnis entwickeln. Überlegen Sie sich deshalb am Anfang, ob Sie das gesamte Foto gestalten oder nur einzelne Elemente mit Farbe akzentuieren möchten. Diese Überlegung beeinflusst das konkrete Vorgehen.

Die Colorkey-Technik

Möchten Sie lediglich bestimmte Elemente des Fotos mit einer Farbe versehen, um so zum Beispiel die Aufmerksamkeit des Betrachters auf diese Bereiche zu lenken, setzen Sie die Colorkey-Technik ein. Hierbei heben Sie nur eine oder wenige Farbquellen in einem sonst schwarz-weiss gehaltenem Foto hervor.

Für die Colorkey-Technik muss ein farbiges Digitalfoto verwendet werden, welches Sie zunächst in eine Schwarz-Weiss-Fotografie umwandeln. Im Anschluss werden die gewünschten Elemente wieder eingefärbt. Die Bereiche werden manuell mit der gewählten Farbe ausgefüllt. Dazu verwenden Sie detaillierte Pinselstriche, mit denen Sie das gesamte Motiv farbig ausmalen. So erhalten Sie ein eindrucksvolles Foto, welches wirkt, als wäre es vom Profi erstellt.

Eine anschauliche Anleitung für die Colorkey-Technik mit Photoshop finden Sie in diesem Tutorial.

Colorkey-Foto - ein rotes Velo in einer Gasse mit Kopfsteinpflaster

Nachfärben eines kompletten Fotos: Farbtonung und manuelles Kolorieren

Bei älteren Schwarz-Weiss-Fotos ist die Farbe oft ausgeblichen. Das Bild ist dann weder besonders aussagekräftig, noch wirkt es künstlerisch oder qualitativ hochwertig. Mit Photoshop kann solchen Fotos neues Leben eingehaucht werden, indem Sie dem Bild neue Farben verleihen.

altes Schwarz-Weiss-Foto einer Mutter mit ihren beiden Kindern auf einem Platz

In Photoshop stehen Ihnen dazu verschiedene Techniken offen. Eine Möglichkeit besteht darin, der Fotografie zu Beginn schon eine grundlegende Farbtonung zuzuschreiben, welche dem gesamten Bild eine bestimmte Atmosphäre und Farbgebung verschafft. Auf dieser Grundlage werden dann einzelne flächige Bereiche ausgewählt und mit unterschiedlichen Farben versehen. Hier bietet es sich an, mit verschiedenen Ebenen über dem Originalfoto zu arbeiten, um diese nachträglich separat nachbearbeiten zu können. Die Farbtonung können Sie zusätzlich mit einem Verlauf versehen, sodass die Grundfarbe innerhalb des Bildes in ihrer Intensität und der Sättigung variieren.

Eine weitere Möglichkeit Schwarz-Weiss-Fotos komplett zu färben, bietet Photoshop durch das manuelle Kolorieren. Hier entfällt der Schritt, dem Bild eine allgemeine Grundtonung zu verleihen. Unterschiedliche Elemente werden direkt von Hand mit Farben gefüllt. Sie arbeiten hierbei ebenfalls mit Pinselstrichen, um die Farbe detailliert und exakt auftragen zu können. So erhalten Sie eine realistische Farbgestaltung, die aus einem ausdruckslosen Foto eine farbenfrohe und modern wirkende Fotografie kreiert.

Eine ausführliche Anleitung zum Kolorieren eines Schwarz-Weiss-Fotos bietet Ihnen das nachfolgende Tutorial.

Tipps für ausdrucksstarke und realistisch wirkende Fotos

  1. Wenn Sie alte Schwarz-Weiss-Fotos vorab einscannen möchten, um diese anschliessend nachkolorieren zu können, achten Sie darauf, dass diese nicht allzu stark beschädigt oder kontrastlos sind. Solche Bilder können Sie durch eine Bearbeitung häufig nicht wesentlich verbessern.
  2. Egal mit welcher Technik in Photoshop gearbeitet wird, es empfiehlt sich immer mit verschiedenen Ebenen für das Kolorieren der unterschiedlichen farblichen Bereiche zu arbeiten. Dies ermöglicht eine einfache und gezielte Nachbearbeitung, durch die Sie Ihre Fotos perfektionieren können.
  3. Die Qualität einer nachkolorierten Fotografie lässt sich an einer realistischen Farbgestaltung ausmachen. Verwenden Sie deshalb viele verschiedene Farbnuancen und achten Sie auf die Übergänge zwischen den einzelnen Farben. Der zusätzlich investierte Aufwand lohnt sich.
  4. Kolorieren Sie nur einzelne Elemente ihres Schwarz-Weiss-Fotos, steht die künstlerische Akzentuierung dieser Bereiche im Vordergrund. Hier muss nicht auf eine realitätsnahe Farbdarstellung geachtet werden.
  5. Wie für andere Fotos, die nachbearbeitet werden, sollte bei nachkolorierten Fotos ebenfalls an die Anpassung der Lichtverhältnisse, das Hinzufügen von Schärfe, sowie ans Retuschieren und Filtern gedacht werden – damit erhalten Sie besonders eindrucksvolle und individuelle Bilder.

Photoshop ist nicht das einzige Bildbearbeitungsprogramm, das Ihnen tolle Möglichkeiten zum Kolorieren von Fotos bietet. Ebenso können Sie gratis Alternativen nutzen, um individuelle Fotografien zu gestalten.

Durch Vignettierung wird der Fokus eines Bildes festgelegt

Photoshop: 5 Tipps für Einsteiger

Bei Fotografie-Profis kaum mehr wegzudenken: Photoshop. Aufgrund seiner Komplexität und unzähligen Funktionen ist das Programm gerade für Einsteiger herausfordernd. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Handgriffe, mit denen Ihre Fotos bald in neuem Glanz erstrahlen. Bei all den schönen Tools sollten sie jedoch bedenken: Weniger ist manchmal mehr.

1. Anpassen der Farb- und Lichtverhältnisse

Es ist kein Geheimnis, dass selbst die beste Kamera ein Motiv nicht perfekt einfangen kann. Farben und Lichter originalgetreu wiederzugeben ist eben schwer. Photoshop kann jedoch Abhilfe schaffen: Durch seine zahlreichen Tools lassen sich Farben und Beleuchtung ganz einfach nachbearbeiten und verbessern. Die folgenden drei helfen Ihnen dabei:

I. Sättigung

Die Sättigung eines Fotos zu erhöhen hilft oft schon dabei, dass die Farben intensiver und das Motiv lebendiger wirkt. Es sollte nur nicht übertrieben werden, denn das lässt das Bild schnell unnatürlich wirken.

How to: Anpassen von Farbton und Sättigung

Das Hochregeln der Sättigung sorgt für kräftige Farben

II. Kontrast

Mit dem Begriff „Kontrast“ sind die Unterschiede zwischen hellen und dunklen Bereichen eines Bildes gemeint. Besonders beim Ausbessern von Lichtverhältnissen kann dieses Tool dem Bild noch mehr Tiefe verleihen oder angestrahlte Dinge hervorheben.

How to: Kontrast und Helligkeit anpassen

Ein hoher Kontrast hat vor allem bei farblosen Bilder eine starke Wirkung

III. Dynamik

Die Dynamik eines Bildes wird gerne mal mit der Sättigung gleichgesetzt, allerdings erhöht letztere die Intensität aller Farben eines Fotos. Das sieht vor allem dann unschön aus, wenn sich Personen im Bild befinden. Hier ist man mit dem Regeln der Dynamik besser beraten: Schraubt man diese etwas runter, gleichen sich gelb- und orangestichige Farben aus. Die Hauttöne einer Person wirken so gleich natürlicher.

How to: Dynamik regeln bei Photoshop

2. Hinzufügen von Details und Schärfe

Gerade bei nicht hochauflösenden Kameras und schlechten Lichtverhältnissen hat man manchmal das Problem, dass Fotos nicht besonders scharf sind. Auf dem kleinen Digitalbildschirm der Kamera noch gut erkennbar, lassen sich Zuhause am PC plötzlich keine Details mehr erkennen. Aber auch hier können Sie mit Photoshop nachhelfen. Es ist möglich, Fotos nachträglich zu schärfen, falls sie durch eine geringe Kameraauflösung oder das Importieren auf den PC an Schärfe eingebüsst haben. Es gibt natürlich auch die Option, gewisse Bereiche eines Bildes zu schärfen und andere unscharf darzustellen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn bestimmte Objekte hervorgehoben werden sollen.

How to: Bildteile schärfen

Schärfe und Unschärfe heben Details hervor

3. Vignettierung

Diese Technik ist besonders schön, wenn sich ein Objekt im Zentrum des Fotos befindet. Dabei werden die Ränder des Rahmens verdunkelt, sodass das Licht mittig gebündelt und ein Fokus gesetzt wird. Die Augen werden so an das Objekt herangeführt und dem Betrachter fällt es leichter, das Essentielle des Bildes zu erkennen. Eine Vignette kann man direkt beim Fotografieren nutzen oder später hinzufügen. Bei Photoshop gibt es viele Möglichkeiten, Vignetten hinzuzufügen. Es gibt jedoch auch vorgefertigte Filter, mit denen man Schattenränder auf die Fotos legen kann.

How to: Vignettierung hinzufügen

Durch Vignettierung wird der Fokus eines Bildes festgelegt

4. Filtergalerie

Ohne Filter geht heutzutage fast nichts mehr. Die Allroundkünstler, auch bekannt durch soziale Netzwerke wie Instagram, peppen auch das langweiligste Bild auf. Das Motiv ist zwar schön aber die Farben zu blass, das Licht ist nicht gut und sowieso fehlt dem ganzen Foto das gewisse Etwas? Dann kann die Photoshop-Filtergalerie helfen, um das Bild besonders zu machen. Filter sind vor allem für Einsteiger praktisch, da sie mit wenigen Klicks schöne Effekte erzielen. Wenn Sie später mit Photoshop vertraut sind und sich mit den unterschiedlichen Tools auskennen, können Sie probieren, die gleichen Effekte durch manuelle Einstellungen zu erzielen.

How to: Einen Filter anwenden

Mit vorgefertigten Filtern lassen sich schöne Effekte erzielen

5. Retusche

Last but not least: Die Königsdisziplin unter Photoshop-Verwendern. Wenn Sie zu Beginn sparsam mit der Retusche umgehen, so ist sie durchaus ein nützliches Einsteiger-Tool. Gerade bei Porträtaufnahmen, die das Gesicht in einer Nahaufnahme zeigen, ist diese Funktion praktisch. Hier eine Falte, da ein kleiner Pickel, dort ein unliebsames Haar. Mit der Retusche sind diese Dinge passé und das Foto makellos. Doch auch hier ist Vorsicht angesagt: Verwenden Sie dieses Tool zu stark, fällt das natürlich auf. Ein unausgesprochener Fotografen-Kodex besagt, dass gute Fotos vor allem durch Können entstehen und nicht durch die Nachbearbeitung. Ein bisschen nachhelfen ist jedoch erlaubt.

How to: Kleine Makel retuschieren

Die Retuschier-Funktion von Photoshop entfernt unliebsame Makel

Photoshop: Stürzende Linien

Photoshop: Stürzende Linien

Schritt für Schritt stürzende Linien in Photoshop ausgleichen

Oh nein, das Gebäude kippt ja nach hinten um oder steht schief in der Landschaft. Sogenannte stürzende Linien lassen sich beim Fotografieren nicht immer vermeiden. Vor allem Weitwinkelobjektive produzieren in ihrer perspektivischen Wirkung kleine optische Fehler. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Bilder in Adobe Photoshop einfach zurechtrücken können.

1. Ursache

Stürzende Linien treten auf, sobald die Kamera nicht parallel zum Objekt ausgerichtet wird. Meist tritt dieser Effekt bei Gebäuden auf, weil Fotografen die Kamera zwangsläufig nach oben neigen. Würden sie das Gerät parallel zum Boden ausrichten, vermieden Sie zwar stürzende Linien, hätten aber auch nur das Erdgeschoss im Kasten. Architekturfotografen behelfen sich deshalb mit Tilt-Shift-Objektiven, die über spezielle Funktionen verfügen, die den optischen Effekt schon während der Aufnahme korrigieren.

Photoshop: Stürzende Linien

2. Photoshop

Es gibt aber auch Software, mit der Sie die stürzenden Linien nach der Aufnahme ausgleichen können. Adobe Photoshop gehört zu den meist verbreiteten Anwendungen. Seit der Version CS2 gibt es hier die Möglichkeit, Verzerrungen zu korrigieren. Diese nützliche Option finden Sie im Menü unter Filter > Verzerrungsfilter > Objektivkorrektur (seit CS5 im übergeordneten Filtermenü). CS6 beinhaltet sogar eine neue adaptive Weitwinkelkorrektur. Sie erkennt die gängigen Kamera- und Objektiv-Typen und arbeitet fast automatisch.

3. Vorbereitung

Es ist immer sinnvoll, Ihr Foto in ein „Smart-Objekt“ umzuwandeln. Hierzu öffnen Sie zuerst das zu bearbeitende Bild und klicken mit der rechten Maustaste auf die Schaltfläche Ebenen. In der nun erscheinenden Auswahl findet sich die Option In Smart-Objekt konvertieren. Nun können Sie Ihr Foto mehrfach bearbeiten oder speichern, ohne Qualität einzubüßen. Alternativ können Sie eine zweite Ebene erstellen und so immer wieder zwischen dem Original und der bearbeiteten Version wechseln. Mit dem zuvor schon erwähnten „Objektivkorrektur-Filter“ lassen sich nun ganz einfach verschiedene Einstellungen vornehmen.

4. Bearbeitung mittels Objektivkorrektur

Haben Sie im Bild schiefe Linien, die eigentlich horizontal verlaufen sollten, empfiehlt es sich, mit dem „Gerade-ausrichten-Werkzeug“ diese Linie zu markieren. Das Ergebnis wird sogleich sichtbar. Wiederholen Sie den Vorgang, bis Sie zufrieden sind. Nun ist es ratsam ein Raster einzublenden (Option am unteren Bildrand) und dieses mit dem „Raster-verschieben-Werkzeug“ entlang der stürzenden Linien auszurichten. Jetzt können Sie ein wenig mit den Einstellungen experimentieren, bis das gewünschte Ergebnis erzielt wird. Neben dem Ausrichten der schiefen Linien können Sie mit diesem Filter zum Beispiel auch horizontale und vertikale Perspektivfehler beheben, chromatische Aberrationen beseitigen oder Bilder entzerren.

Photoshop: Stürzende Linien

5. Alternative: Transformieren

Über das Menü Bearbeiten > Transformieren > Perspektivisch können Sie das Bild ganz einfach mit den „Anfassern“ in den Bildecken bewegen, bis auch hier der gewünschte Effekt erreicht wurde. Auf diesem Weg sind die stürzenden Linien schnell beseitigt doch oft wirkt sich das Verfahren negativ auf die Proportionen aus. Dies können Sie vermeiden, indem Sie als zweiten Schritt Transformieren > Skalieren auswählen. Nun ziehen Sie die mittleren Anfasser wieder zurück auf die Position des Originalbilds. Doch Achtung: Da beim Transformieren eine komplette Neuberechnung aller Pixel stattfindet, kann es zu einem kleinen Qualitätsverlust führen.

6. Fertigstellen

Egal für welchen Weg Sie sich entscheiden, kann es sein, dass das Format nicht mehr komplett ausgefüllt ist. Hier gilt es abzuwägen. Sie können das Bild einfach zurechtschneiden oder aber, wenn zum Beispiel nur ein Stück vom Himmel fehlt, dieses per Bildretusche komplettieren.

Möwen am Meer

Photoshop: Hipstamatic-Effekte

Vier Photoshop-Aktionen kostenlos downloaden

Hipstamatic, Instagram und viele mehr – unsere visuelle Gegenwart wird durch Smartphone-Fotoapps mit Retro-Effekten stark beeinflusst. Ganz klar, ist das Telefon doch immer dabei und durch die automatische Bildbearbeitung mit (ausgefallenen) Effekten sehen auch Alltagsfotos spannend aus.

Wer seine Bilder jedoch nicht (nur) mit dem Smartphone macht und ein bisschen mehr Kontrolle über seine Bilder haben möchte, kommt an Bildbearbeitungsprogrammen wie Photoshop nicht vorbei.

Wir haben für Sie vier kostenlose Photoshop-Aktionen gestaltet, mit denen Sie Ihre herkömmlichen Fotos mit ein paar Klicks mit Smartphone-Retro-Effekten bearbeiten können.

Stolz präsentieren wir:

IFOMATIC Schriftzug von ifolor

Himmel über einem Haus

Schwarz-Weiss-Bild von einem Bahnhof

Fluss und Altstadt-Kulisse

Hier können Sie die Photoshop-Aktionen downloaden: «Ifomatic»

Anleitung

Entpacken Sie die .zip-Datei und öffnen Sie die darin enthaltene Datei (ifomatic.atn) mit einem Doppelklick. Die Aktionen werden Photoshop automatisch hinzugefügt. Klicken Sie in Photoshop auf „Fenster“, um „Aktionen“ aufzurufen.

Deaktivieren Sie den jeweils letzten Schritt der Aktionen – „Auf eine Ebene reduzieren“ –, falls Sie die einzelnen Einstellungsebenen bearbeiten möchten.

Sie haben mit Photoshop gar nichts am Hut? Kein Problem: Probieren Sie einfach mal fotor.com aus; dort können Sie Ihre Fotos direkt online mit verschiedenen Effekten bearbeiten.

Probieren Sie aus

Super zu Ihren Retro-Bildern passen übrigens die Fotoleinwände von ifolor, deren grobe Leinwandstruktur Ihren Fotos eine ganz eigene Wirkung verleihen.

Alternativen zu Photoshop: GIMP, Photoscape, Paint.net & Lightbox free

4 gratis Programme zur Bildbearbeitung

Digitalfotos umfangreich zu bearbeiten muss nicht teuer sein. Auch wenn Photoshop noch immer das beliebteste Bildbearbeitungsprogramm weltweit ist, gibt es dennoch sehr gute Alternativen. Wir stellen Ihnen vier Alternativen vor, die Photoshop nicht nur in Punkto Funktionalität in nichts nachstehen, sondern auch noch gratis sind.

GIMP

Der Klassiker unter den kostenlosen Bildbearbeitungsprogrammen ist das Open-Source Programm GIMP („GNU Image Manipulation Program„). Die Software bietet Einsteigern und anspruchsvollen Fotografen gleichermaßen die wichtigsten Werkzeuge zur professionellen Bildbearbeitung. Neben den üblichen Standardfunktionen, wie diversen Filtern zur Farbanpassung und Möglichkeiten zum Drehen und Zuschneiden hat GIMP auch eine magische Schere, mit der sich einzelne Bild-Elemente ausschneiden oder festhalten lassen. Dank des Ein-Fenster-Modus ist das Programm auch für Anfänger leicht zugänglich. In wenigen Schritten können Farben und Kontraste angepasst werden, Hintergrundunschärfe hinzugefügt und Bildrauschen reduziert werden. Dank unzähliger Plug-Ins lässt sich das Programm beliebig erweitern. Beliebte GIMP Plug-Ins sind beispielsweise „Watermark“, welches digitalen Bildern ein Wasserzeichen hinzufügt oder das Plug-In „Shadows & Highlight„, mit dem Lichter und Schatten in digitalen Bildern angepasst werden können.

Photoscape

Photoscape eignet sich vor allem für Anfänger und Hobby-Fotografen, denn es bietet, neben der Verwaltung und Betrachtung von digitalen Bildern, vielfältige Möglichkeiten zur Bildbearbeitung. Die gratis Software steht dabei für einfach zu bedienende Bildbearbeitung. Standardfunktionen wie das Zuschneiden, Aufhellen und Weichzeichnen von Bildern ist ebenso mit Photoscpae möglich wie das Einfügen von Objekte in die digitalen Aufnahmen. Besondere Highlights sind zum einen der GIF-Animator, der im Handumdrehen aus mehreren Bildern kleine GIFs erstellt und zum anderen die Möglichkeit, dass die Software auf Wunsch auch ein Poster oder eine Collage anfertigt. Ebenso verfügt das Allround-Talent über einen RAW-Konverter, mit dem es möglich ist, eine RAW-Datei in JPEG umzuwandeln. Photoscape bietet somit neben einem schnellen Überblick über alle digitalen Fotos, die bei Bedarf mit einfach zu bedienenden Werkzeugen bearbeitet und optimiert werden können, auch eine Reihe an Extra-Features zur kreativen Bildbearbeitung.

Bildbearbeitung mit einem kostenlosen Programm

Lightbox free

Lightbox eignet sich bestens zur einfachen und schnellen Bildbearbeitung – sei es das Entfernen von roten Augen, das Zuschneiden von Bildern oder einfache Farbkorrekturen. Neben den Standardfunktionen stehen dem Nutzer auch erweiterte Möglichkeiten zur spezialisierten Bearbeitung von Bildern zur Verfügung, so z.B. das Entfernen von Farbstichen, das Aufhellen von Schatten und das Anpassen von Kontrastwerten. Zudem ist das Programm in der Lage RAW-Dateien, sprich Rohdatenbilder von Digitalkameras, ohne Probleme zu verarbeiten. Dank seiner Einfachheit ist dieses kostenlose Bildbearbeitungsprogramm sehr gut für Laien und Einstiger geeignet.

Paint.net

Paint.net wird auch gerne als Alleskönner beschrieben, denn die gratis Software zur Bildbearbeitung ist leichter zu bedienen als Photoshop und verfügt über ebenso umfangreiche Funktionen. Das von der Washington State University in Kooperation mit Microsoft entwickelte Programm war ursprünglich als Ersatz zum altbewährten MS Paint entwickelt wurden. Doch das Programm kann weit mehr als sein Vorläufer und sticht vor allem durch seine einfache und intuitive Benutzung heraus. Neben allen wichtigen Standardfunktionen, wie das Zuschneiden von Bildern, die Korrektur von Farben und die Anpassung der Helligkeit und Kontraste, verfügt das gratis Bildbearbeitungsprogramm auch über verschiedene Tools, die der Nutzer bereits von Photoshop kennt – Lasso, Farbpinsel oder Zauberstab.  Darüber hinaus stehen dem Nutzer Ebenen, Blenden und Transparenzen zur Bearbeitung von digitalen Bildern zur Verfügung. Dank zahlreicher Plug-Ins kann die gratis Software individuell erweitert werden. Mit der Erweiterung „PSD Plug-In“ können beispielsweise auch Photoshop-Dateien geöffnet werden.