Vergleich – Nachbearbeitung Belichtung

Photoshop: Unterbelichtete Aufnahmen korrigieren

Die richtige Belichtung ist für die Wirkung eines Bildes sehr wichtig. Mit dem Display einer digitalen Kamera und einem Blick auf das Histogramm, kann die Belichtung einer Aufnahme sofort vor Ort überprüft werden. Dies macht es dem Fotografen möglich, durch mehrere Aufnahmen mit verschiedenen Einstellungen eine optimale Belichtung zu erzielen.

Trotz aller Kenntnisse und Hilfsmittel kann es passieren, dass unterbelichtete Aufnahmen entstehen. Dies kann zum Beispiel eine mit falschen Einstellungen aufgenommene, nicht reproduzierbare Momentaufnahme einer Situation sein. Bildbearbeitungsprogramme wie Photoshop machen es mit ihren vielfältigen Werkzeugen möglich, unterbelichtete Aufnahmen zu retten und somit mehr Ausdruck zu verleihen.

Korrektur von Belichtung, Helligkeit und Kontrast

In der Menüleiste von Photoshop befindet sich der Reiter «Bild», unter dem sich die verschiedensten Korrekturmöglichkeiten verbergen. Eine davon ist die Korrektur der Belichtung. Sind Sie dem Pfad «Bild – Korrekturen – Belichtung» gefolgt, öffnet sich ein weiteres Fenster.

Screenshot – Belichtungskorrektur in Photoshop

Das neue Fenster bietet zum Korrigieren der Belichtung drei unterschiedliche Regler. Meist reicht das Verschieben des ersten Reglers «Belichtung» aus. Um das unterbelichtete Bild aufzuhellen, muss der Regler nach rechts verschoben werden. Der zweite Regle «Versatz» bezieht sich auf die Mitteltöne einer Aufnahme und lässt somit die Tiefen und Lichter einer Aufnahme ausser Acht. Wie bei der Belichtung wird die Aufnahme beim Verschieben des Reglers nach rechts aufgehellt und nach links abgedunkelt.

Wird durch den Versatz die Aufnahme abgedunkelt und mit der Belichtung weiter aufgehellt, lässt sich ein höherer Kontrast in der Aufnahme erzeugen. Mit der Gammakorrektur kann das Bild ebenfalls aufgehellt oder abgedunkelt werden. Hier werden die Tiefen und Lichter mit einbezogen.

Vergleich – Nachbearbeitung Belichtung

Die linke Seite zeigt das zu dunkle Original und die rechte Seite die Nachbearbeitung durch die Belichtungskorrektur.

Ebenfalls unter dem Pfad «Bild – Korrekturen» befindet sich an oberster Stellung die Helligkeit und der Kontrast. Wie bei der Belichtungskorrektur öffnet sich für die Regulierung ein neues Fenster.

Screenshot – Photoshop Korrektur von Helligkeit und Kontrast

Auch hier werden Kontrast und Helligkeit mit Hilfe von Reglern gesteuert. Mit einer Bewegung nach rechts kann die Helligkeit oder der Kontrast erhöht und mit einer Bewegung nach links gesenkt werden. Im oben abgebildeten Beispiel wurde die Helligkeit gesteigert, um das Bild weiter aufzuhellen. Der Kontrast wiederum wurde verringert, um starke Schatten zu vermeiden. Diese würden das Motiv zu hart wirken lassen.

Vergleich – ohne und mit Helligkeits- und Kontrast-Korrektur

Der mittlere Streifen zeigt die Aufhellung der Aufnahme mit Hilfe der Helligkeits- und Kontrast-Korrektur.

Die Tonwertkorrektur

Eine weitere Möglichkeit, um die Belichtung einer Aufnahme zu korrigieren, ist die Tonwertkorrektur. Diese Funktion befindet sich über dem Ebenenbedienfeld in Photoshop unter dem Reiter «Korrekturen». Wählen Sie in der ersten Reihe das zweite Symbol von links aus. Wurde das Symbol der Tonwertkorrektur durch einen Klick gewählt, erscheint an der Stelle der Korrekturauswahlmöglichkeiten ein Histogramm mit drei Pfeilen in den Farben Weiss, Grau und Schwarz.

Screenshot – Tonwertkorrektur in Photoshop

Um die Aufnahme aufzuhellen, wird mit dem weissen Regler begonnen. Dieser wird nach links bis zur ersten Erhebung im Histogramm geschoben, wodurch die Lichter in der Aufnahme verstärkt werden. Der graue Pfeil steuert die Mitteltöne. Dieser kann ebenfalls nach links verschoben werden. Hier ist jedoch Vorsicht geboten, bei einer zu starken Verschiebung der Mitteltöne können die Kontraste verloren gehen. Ein höherer Kontrast kann mit einem leichten Verschieben des schwarzen Pfeils nach rechts geschaffen werden.

Vorher-Nachher-Vergleich: Links ohne und rechts mit Tonwertkorrektur

Vorher-Nachher-Vergleich: Links ohne Tonwertkorrektur und rechts mit Tonwertkorrektur

Negativ multiplizieren für eine bessere Belichtung

Der schnellste und einfachste Weg eine unterbelichtete Aufnahme aufzuhellen ist das Negativ-Multiplizieren in Photoshop. Wurde das unterbelichtete Foto in Photoshop geöffnet, wird eine Kopie der Ebene benötigt. Für das Duplizieren einer Ebene kann ein rechter Mausklick, die Tastenkombination Strg+J für Windows oder Cmd+J für Mac verwendet werden. Stellen Sie sicher, dass die neue Ebene weiss umrahmt ist und wählen Sie für diese den Filter «Negativ multiplizieren».

Screenshot – Negativ multiplizieren in Photoshop

Ist der Aufhellungseffekt zu schwachkönnen Sie die negativ-multiplizierte Ebene nochmals duplizieren. Dadurch wird der Aufhellungseffekt verstärkt. Ist der Effekt zu stark, lässt sich dieser durch die Verminderung der Deckkraft der Ebene ganz leicht herabsetzen.

Vergleich mit und ohne Negativ-Multiplikation

Vergleich mit und ohne Negativ-Multiplikation

Fazit

Viele Wege führen nach Rom – Dies gilt auch für die Aufhellung eines unterbelichteten Bildes in Photoshop. Zudem lassen sich alle vorgestellten Methoden miteinander kombinieren, um gezielt die eigenen Vorstellungen umzusetzen.

Der Camera RAW-Filter ermöglicht ebenfalls die Optimierung unterbelichteter Aufnahmen. Er vereint die Parameter Belichtung, Helligkeit, Kontrast, Schatten und Lichter. Im Artikel «Architekturretusche mit Photoshop» erfahren Sie mehr über den Camera RAW-Filter.

Wir wünschen viel Spass beim Bearbeiten Ihrer Aufnahmen!

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Photoshop: Architekturretusche

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken.

Die Objektivkorrektur

Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben.

Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Sowohl auf Städtetrips als auch auf dem Land lassen sich sehenswerte Gebäude finden, die einen Schnappschuss wert sind. Mit ein wenig Abstand zum auserwählten Objekt und einem Weitwinkelobjektiv ist es meist keine grosse Herausforderung diese im Ganzen einzufangen. Allerdings kommt es bei Architekturaufnahmen oft zu Verzerrungen, verschobenen Horizonten oder gebogenen Linien. In der Nachbearbeitung lassen sich solche Schönheitsfehler leicht korrigieren. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Gebäude mit Photoshop ins richtige Licht rücken. Die Objektivkorrektur Bei der frontalen Aufnahme von Gebäuden kann es vorkommen, dass diese auf der Aufnahme nach unten breiter wirken und die Form eines gleichschenkligen Trapezes annehmen. Da der mögliche Abstand zum Gebäude meist begrenzt ist, muss der Fotograf zum Ablichten des gesamten Objekts die Kamera leicht nach oben neigen. In der Folge ist die Kamera nicht mehr parallel zur Objektebene und es entsteht eine Verzerrung im Bild. Mit der Objektivkorrektur ist es jedoch möglich, dem Gebäude in nur wenigen Schritten seine ursprüngliche Form zurückzugeben. Haben Sie das Foto im Photoshop geöffnet, gelangen Sie über den Reiter «Filter» zur Objektivkorrektur.

Wurde die Objektivkorrektur gewählt, öffnet sich ein neues Fenster. Wählen Sie in diesem den Reiter «Benutzerdefiniert». Dort befindet sich der Bereich «Transformieren». Hier können Sie sowohl die vertikale als auch die horizontale Perspektive anpassen. Bei der Architekturfotografie wird meist nur die vertikale Perspektive benötigt. Schieben Sie den Regler der vertikalen Perspektive solange, bis sich das Gebäude in seiner ursprünglichen Form befindet. Als Hilfestellung kann ein Raster eingeblendet werden, indem Sie unten links bei «Raster einblenden» einen Haken setzen.

Screenshot – Benutzerdefinierte Objektivkorrektur in Photoshop

Durch die Veränderung der vertikalen Perspektive wird die Form der Aufnahme verändert. Anschliessend müssen Sie diese neu beschneiden. Im Reiter «Auto-Korrektur» der Objektivkorrektur kann ein Haken bei «Bild automatisch skalieren» gesetzt werden. Dadurch wird das Bild automatisch beschnitten.

Hinweis: Um eine solche Objektivkorrektur vornehmen zu können, ist es wichtig, bereits beim Fotografieren des Objektes einen gewissen Abstand zum Bildrand zu haben. Durch die Veränderungen der Perspektive kann es sonst passieren, dass Teile des Gebäudes der Beschneidung zum Opfer fallen.

Das Bild nach dem Horizont ausrichten

Ist der Horizont auf einem Bild deutlich zu sehen, sollte dieser gerade durch das Bild verlaufen. Dies ist überwiegend bei Aufnahmen der Fall auf denen sich grössere Gewässser im Hintergrund befinden. Beim freihändigen Fotografieren passiert es schnell, dass der Horizont schief im Bild ist und somit die gesamte Aufnahme schief wirken lässt. Aber auch hierfür bietet Photoshop eine schnelle und einfache Lösung.

Screenshot – Der Weg zum Linealwerkzeug in Photoshop

Öffnen Sie auch hier zuerst das zu bearbeitende Bild in Photoshop. In der linken Seitenleiste befindet sich die Pipette, in deren Auswahlmenü sich das Linealwerkzeug befindet. Durch einen rechten Mausklick auf die Pipette erscheint dieses Menü.

Screenshot – begradigen des Horizonts mit dem Linealwerkzeug in Photoshop

Wurde das Linealwerkzeug ausgewählt, setzen Sie die Maus auf der linken Seite des Horizonts an. Halten Sie nun die Maustaste gedrückt und ziehen Sie eine Linie entlang des Horizonts. Unter der oberen Menüleiste finden Sie den Befehl «Ebene gerade ausrichten». Die markierte Horizontallinie wird nun mit der gesamten Aufnahme geradegerichtet.

Vorher – Nachher Begradigung des Horizonts

Die Schatten und Lichter der Aufnahme optimieren

Bei der Retusche von Architekturaufnahmen spielt nicht nur die Perspektive und die Lage des Horizonts eine Rolle. Ebenso bedeutend ist die Wirkung der Schatten und Lichter sowie der Farbe. Wirkt eine Aufnahme noch etwas fad, hilft der Camera RAW-Filter, um dem Bild die richtige Wirkung zu verleihen.

Screenshot – Weg zum Camera RAW-Filter in Photoshop

Wie bereits die Objektivkorrektur befindet sich Camera RAW-Filter in der oberen Menüleiste unter dem Reiter «Filter». Hier öffnet sich ebenfalls ein neues Fenster. In diesem finden Sie unterschiedliche Regler, die Sie beliebig verschieben können. Wie die Veränderungen der verschiedenen Kriterien miteinander wirken, lässt sich durch Ausprobieren am besten herausfinden. Spielen Sie also mit den Reglern Farbtemperatur, Belichtung, Tiefen, Lichter, Weiss und Schwarz. So können sich selbst unter- oder überbelichtete Fotos in kontrastreiche Aufnahmen verwandeln.

Mit der Erhöhung des Reglers «Klarheit» werden noch stärkere Konturen und Kontraste geschaffen.

Screenshot – zwei unterschiedliche Reiter im Camera RAW-Filter in Photoshop

Links zeigt den Camera RAW-Filter mit den Grundeinstellungen – Rechts zeigt den selben Filter mit dem geöffneten Reiter HSL/ Graustufen

Dominiert eine bestimmte Farbe die Aufnahme oder eine Farbe soll besonders hervorgehoben werden, hilft ebenfalls der Camera RAW-Filter. Nutzen Sie den Reiter HSL/Grautöne. Dort können Sie sowohl den Farbton als auch die Sättigung und die Luminanz der verschiedenen Farben einzeln regulieren. Ist das Ergebnis zufriedenstellend, kann der Camera RAW-Filter mit einem Klick auf «OK» geschlossen werden. Anschliessend kann das Bild gespeichert oder weitere Nachbearbeitungsmassnahmen vorgenommen werden.

Optimierung von Lichter und Schatten einer Fotografie im Vorher-Nachher-Vergleich

Fazit

Nicht nur Portraits sondern auch Gebäude können durch die Retusche ins richtige Licht gerückt werden. Das Bildbearbeitungsprogramm Photoshop bietet dabei schnelle und einfache Möglichkeiten, um die wichtigsten Schönheitskorrekturen bei Ihren Architekturaufnahmen vorzunehmen. Die Korrektur von Objektivverzerrungen, dem Ausrichten des Horizonts und dem Optimieren der Lichter und Schatten verhelfen dabei zu einer gelungenen Bildwirkung.

Neben diesen drei Methoden gehört auch das Entfernen von störenden Elementen zur Fotoretusche. Wie Sie Objektivverschmutzungen oder unschöne Elemente aus einem Foto entfernen erfahren Sie detailliert im Artikel «Retuschieren von Fotos in Photoshop – so gelingt’s».

Digitaler Doppelgänger – viermal die gleiche Person in einem Bild

Photoshop: Digitale Doppelgänger erzeugen

Die Fotografie bietet viele verschiedene Techniken und Stile für die Aufnahme von Momenten. Durch die digitale Fotografie kommt ein weiterer Faktor hinzu, der viele Möglichkeiten in der Bildgestaltung bietet – die digitale Fotobearbeitung.
Der digitale Doppelgänger ist eine Kombination aus Fotografie und Bildbearbeitung, die es erlaubt, mehr als nur einmal der Hauptdarsteller auf einzigen Bild zu sein. Die Vorgehensweise des digitalen Doppelgängers ist zudem sowohl in fotografischer als auch in bildbearbeitungstechnischer Hinsicht leicht umzusetzen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie mit Photoshop Ihre persönlichen digitalen Doppelgänger erschaffen.

Die Aufnahme der Einzelbilder

Um einen oder mehrere digitale Doppelgänger zu erschaffen, ist die Aufnahme mehrerer Einzelbilder notwendig. Diese Aufnahmen zeigen alle denselben Bildausschnitt. Nur die Person, die vervielfacht werden soll, ändert ihre Position. Um zu sicherzustellen, dass der Bildausschnitt stets identisch ist, sollten Sie ein Stativ für die Aufnahme der Bilder verwenden.
Des Weiteren ist darauf zu achten, dass die Einstellungen der Kamera ebenfalls konstant dieselben bleiben. Im manuellen Modus können alle Parameter händisch eingestellt werden. Automatische Anpassungen durch die Kamera bleiben im manuellen Modus aus.
Je nachdem wie viele Doppelgänger Sie erschaffen wollen, umso mehr Aufnahmen müssen Sie machen. Achten Sie bei der Positionierung der Person darauf, dass diese sich nicht überschneiden. Sind Sie sich während der Aufnahme bezüglich der Überschneidungen nicht sicher, kann es hilfreich sein zwei oder drei Aufnahmen mehr zu machen.
Achten Sie darauf, dass sich keine Objekte im Hintergrund befinden, die sich während der Aufnahmen verändern. Fahrende Autos, Züge oder auch vorbeilaufende Fussgänger sollten daher möglichst nicht im Bildausschnitt zu sehen sein. Ebenfalls sollten die Lichtbedingungen möglichst konstant sein. Dies ist besonders bei Aufnahmen im Freien eine Herausforderung. Am besten eignet sich ein gleichmässig bedeckter Himmel oder sonnenklares Wetter.

Viermal derselbe Bildausschnitt in dem sich nur die Position der Person ändert.

Digitale Doppelgänger mit Photoshop erstellen

Das Übereinanderlegen der Einzelaufnahmen

Zunächst muss eines der Aufnahmen in Photoshop geöffnet werden. Welches der Bilder Sie dabei zuerst auswählen, bleibt Ihnen überlassen. Das zuerst geöffnete Bild wird in Photoshop als Hintergrund betitelt. Anschliessend fügen Sie eine weitere Aufnahme in Photoshop ein und legen diese über die Hintergrundebene. Ziehen Sie hierfür einfach die Aufnahme per „Drag and Drop“ in das geöffnete Photoshop Fenster. Mit einem Klick auf den Haken in der oberen Leiste legen Sie das Bild auf der Hintergrundebene ab. Mit dem Ablegen der ersten Aufnahme entsteht eine weitere Ebene in der Ebenen-Übersicht. Für einen besseren Überblick ist es hilfreich, die Ebenen entsprechend umzubenennen. Hierfür eignet sich am besten die Position der Person auf dem jeweiligen Bild. Um eine Ebene umzubenennen, machen Sie einen Doppelklick auf die gewünschte Ebene. Fügen Sie alle weiteren Aufnahmen mit derselben Vorgehensweise in Photoshop ein.

: Screenshot Photoshop – Mehrere Bilder einfügen

Die Zusammenführung der Einzelaufnahmen

Wurden alle Einzelaufnahmen als Ebene eingefügt, benötigt jede Ebene eine zusätzliche Ebenenmaske. In der Menüleiste befindet sich der Reiter «Ebene». Öffnen Sie diesen und wählen Sie «Ebenenmaske – alle einblenden» aus. Alternativ finden Sie unter der Ebenenübersicht rechteckiges weisses Symbol mit einem schwarzen Kreis in der Mitte. Wählen Sie die Ebene aus und fügen Sie nun durch einen Klick auf das eben beschriebene Symbol eine Ebenenmaske hinzu. Dieser Arbeitsabschnitt ist beendet, wenn alle Ebenen, ausser der Hintergrundebene, über eine Ebenenmaske verfügen.

Screenshot Photoshop – Ebenenmaske zu den Ebenen hinzufügen

Mit dem Hinzufügen einer Ebenmaske entsteht neben der Ebene ein weisses Rechteck. Die Farbe Weiss bedeutet, dass alles auf der Ebene sichtbar ist. Die Farbe Schwarz kennzeichnet alle Bereiche in der Ebenenmaske, die auf der Hintergrundebene nicht sichtbar sind. Um nun den Effekt eines oder mehrerer digitaler Doppelgänger zu erzeugen, ist es das Ziel nur die Personen aus den weiteren Ebenen ohne den Hintergrund hinzuzufügen.
Hierfür wäre es möglich auf der Ebenenmaske alles um die Person herum mit dem Pinsel schwarz einzufärben, um den Hintergrund unsichtbar zu machen. Es besteht dabei die Gefahr einige Stellen zu vergessen. Deshalb ist es sinnvoller die Ebenenmasken komplett schwarz zu füllen, um anschliessend die Personen zurück ins Bild zu holen. In dem Bereich «Eigenschaften» über der Ebenenübersicht befindet sich ganz unten der Befehl «Umkehren», wodurch die Ebenenmaske die Farbe von Weiss zu Schwarz wechselt. Alternativ kann die Tastenkombination «Strg und I» für Windows oder «Cmd und I» für Mac verwendet werden.

Screenshot Photoshop – Die Farbe der Ebenenmaske umkehren, von Weiss auf Schwarz

Um die Person aus den verschiedenen Ebenen zurückzuholen, wählen Sie jetzt das Pinselwerkzeug mit der Farbe Weiss aus. Die vorab geänderten Beschriftungen der Ebenen helfen Ihnen die Position der Person zu bestimmen. Wählen Sie die nächste über der Hintergrundebene liegende Ebene aus und malen Sie den Bereich an dem die Person steht weiss aus. Ist der erste Doppelgänger in Ihrem Bild vollständig erschienen, wiederholen Sie den Vorgang nach und nach mit allen weiteren Ebenen.

Screenshot Photoshop – sichtbar machen der digitalen Doppelgänger

Wurden alle digitalen Doppelgänger sichtbar gemacht, ist das Bild auch schon fertig. Anschliessend ist es möglich noch weitere Nachbearbeitungen vorzunehmen wie beispielsweise Beschneidungen, Kontrast, Helligkeit und vieles mehr. Es ist davon abzuraten die Bearbeitungen vorab vorzunehmen, da genauestens darauf geachtet werden müsste, dass alle Bilder genau gleich bearbeitet werden.

Digitaler Doppelgänger – viermal die gleiche Person in einem Bild

Fazit

Die Bildbearbeitungstechnik des digitalen Doppelgängers ist ebenso simpel wie genial. Sie erfordert weder beim Fotografieren noch bei der Bildbearbeitung grosses Geschick oder Knowhow und liefert gelichzeitig ein beeindruckendes Ergebnis.
Wir wünschen viel Spass beim Ausprobieren!

Rote Augen retuschieren: Vorher/Nachher-Bild

Rote Augen auf Bildern vermeiden und retuschieren

Der sogenannte „Rote-Augen-Effekt“ tritt vor allem bei Aufnahmen auf, die bei schwachem Licht und unter Zuhilfenahme des Blitzlichtes fotografiert wurden. Der Grund hierfür ist eigentlich simpel. In dunkler Umgebung öffnet sich die Pupille, damit so viel Licht wie möglich in das Auge gelangt. Um die schlechten Lichtverhältnisse auszugleichen und die Aufnahme aufzuhellen, greifen viele zum Blitzlicht. Trifft das Blitzlicht nun fast achsengleich auf das Auge, wird es von der gut durchbluteten Netzhaut als rotes Licht reflektiert. Gerade bei Schnappschüssen mit kompakten Digitalkameras, bei denen der Blitz sehr nah am Objektiv ist, kann es häufig zu den ungewünschten roten Augen kommen.

Der «Rote-Augen-Effekt» auf Fotos ist sehr ärgerlich. Wir zeigen Ihnen, was Sie während des Fotografierens beachten sollten und wie Sie die unschönen roten Augen mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung auch im Nachgang ganz einfach retuschieren können.

4 Tipps: Rote Augen schon während des Fotografierens vermeiden

Schon während des Fotografierens lässt sich der ungewünschte „Rote-Augen-Effekt“ vermeiden. Sei es durch externe Lichtquellen oder durch die Verwendung des Vorblitzes. Wir haben für Sie die 4 wichtigsten Tipps zur Vermeidung von roten Augen zusammengefasst.

  1. Für ausreichend Licht sorgen

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, sollte grundsätzlich auf das Blitzlicht verzichten. Geht es nicht anders, dann helfen externe Lichtquellen weiter, damit die Umgebung so hell wie möglich wird. Schalten Sie Lampen in geschlossenen Räumen ein oder nutzen Sie bei Aussenaufnahmen Laternen. Grundsätzlich gilt, je mehr Licht vorhanden ist, desto kleiner wird die Pupille und desto weniger Blitzlicht wird vom Auge reflektiert.

  1. Vorblitz aktivieren

Viele Kameras verfügen über einen Vorblitz oder einen „Rote-Augen“ Modus. Auch wenn dieser spezielle Modus keine hundertprozentige Sicherheit ist, sollten Sie ihn vor allem bei kompakten Digitalkameras immer aktivieren. Dank des Vorblitzes gelangt vor dem eigentlichen Blitz Licht ins Auge, wodurch sich die Pupillen kurz schliessen und der «Rote-Augen-Effekt» gemindert wird. Teilen Sie Ihrem Gegenüber mit, dass es einen Vorblitz gibt. Andernfalls verlässt diese möglicherweise ihre Position bereits nach dem ersten Blitz.

  1. Externen Blitz nutzen

Um den „Rote-Augen-Effekt“ zu vermeiden, ist zudem der Einsatz eines externen Blitzes ratsam. Vor allem dann, wenn sich für die Aufnahme ein Blitz nicht vermeiden lässt. Hierbei reicht es aus, wenn sich der Blitz im Blitzschuh befindet oder noch besser, entsprechend weit vom Objektiv platziert wird. Denn je weiter weg der Blitz vom Objektiv ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit für rote Augen auf den Aufnahmen.

  1. Blickrichtung ändern

Wie eingangs bereits erwähnt, tritt der „Rote-Augen-Effekt“ vor allem dann auf, wenn das Blitzlicht fast achsengleich auf das Auge trifft. Um dies zu vermeiden, sollte die zu fotografierende Person nicht direkt in die Kamera schauen. Eine veränderte Blickrichtung kann also durchaus genügen, um unerwünschte rote Augen von den Fotos zu verbannen.

Rote-Augen bzw. Vorblitzmodus an der Kamera einstellen

Digitale Bildbearbeitung: Rote Augen retuschieren

Leider lässt es sich nicht immer vermeiden, dass sich rote Augen auf den Bildern einschleichen. Ist dies der Fall, können rote Augen mit Hilfe von digitalen Bildbearbeitungsprogrammen retuschiert werden. Für diesen Zweck haben viele Bildbearbeitungsprogramme und -Apps eine spezielle Funktion, um rote Augen mit nur einem Klick zu entfernen. Doch Vorsicht: Wird der zu definierende Bereich im Auge zu gross gewählt, hat man anstelle des roten Flecks, einen schwarzen Fleck im Auge. Dieser sieht dann meist ebenso unnatürlich aus und sticht für den Betrachter hervor.

Wie Sie mit Hilfe des Bildbearbeitungsprogrammes GIMP ganz einfach rote Augen entfernen können, zeigen wir Ihnen nachfolgend.

Rote Augen mit GIMP entfernen

Mit dem kostenlosen Bildbearbeitungsprogramm GIMP lassen sich rote Augen mit wenigen Klicks retuschieren. Dazu zoomen Sie am besten zunächst einmal in das Bild hinein, damit Sie die Augenpartie gross vor sich sehen. Wählen Sie nun im Werkzeugkasten das Tool „freie Auswahl“, um das rote Auge einzukreisen. Haben Sie den roten Bereich des Auges eingekreist, klicken Sie unter dem Menüpunkt „Auswahl“ auf „Ausblenden“. Dadurch haben Sie den eingekreisten Bereich für die weiteren Bearbeitungen aktiviert und jeder Eingriff wird sich nur auf die markierte Fläche in den Augen beziehen. Klicken Sie nun im Werkzeugkasten auf das Pinselsymbol und wählen eine Farbe aus. Hier empfiehlt sich am besten Schwarz. Im Modus-Feld wählen Sie dann den Punkt «Farbe» aus und schon können Sie mit dem Pinsel über das Auge fahren und es Schritt für Schritt abdunkeln. Achten Sie darauf, dass das Auge noch immer einen kleinen weissen Glanzpunkt hat. Durch diesen wirkt die Aufnahme authentischer. Ist der Glanzpunkt während des Bearbeitens verloren gegangen, kann dieser weisse Punkt mit Hilfe des Pinsel-Tools auch schnell wieder in das Auge gesetzt werden.

GIMP Screenshot: Werkzeug “Freie Auswahl“

GIMP Werkzeug „Freie Auswahl“, um das rote Auge freizustellen

GIMP Screenshot: Rote Augen retuschieren

Pinsel-Werkzeug, um das Auge zu neutralisieren

 

 

Fazit: Rote Augen vermeiden und retuschieren

Rote Augen auf Fotos sind sehr ärgerlich. Doch wer schon während des Fotografierens ein paar Dinge beachtet, kann diesen Effekt minimieren. Rote Augen entstehen immer nur dann, wenn die Lichtverhältnisse sehr schlecht sind und ein Blitz zum Einsatz kommt. Lassen sich die roten Augen nicht vermeiden, können diese mit Hilfe der digitalen Bildbearbeitung schnell retuschiert werden. Die meisten Programme verfügen über spezielle Tools, um die Augen mit ein paar Klicks wieder natürlich aussehen zu lassen.

Foto mit Domain des Fotografen als Wasserzeichen

Gratis Tools für eigene Wasserzeichen auf Ihren Fotos

Um Ihre Fotos vor Urheberrechtsverletzungen zu schützen oder Ihre eigene Marke zu etablieren, können Sie mit Wasserzeichen arbeiten. Die durch Lichteinfall erkennbaren Bildmarken stammen ursprünglich aus der Papierverarbeitung zur Identifikation der herstellenden Papiermühle. Später kamen und bis heute kommen sie zum Einsatz, um Fälschungen und Kopien von Banknoten, Personaldokumenten und digitalen Daten zu verhindern. Da auch digitale Bilder unerlaubt vervielfältigt und genutzt werden, können Sie Ihre Fotos zum Schutz und als Branding mit Ihrem individuellen Wasserzeichen versehen. Wenn Sie regelmässig Bilder in sozialen Netzwerken wie Facebook und Instagram veröffentlichen oder einen Blog betreiben, dienen solche Wasserzeichen auch als Erkennungsmerkmal für Ihre Follower. Für diesen Werbe-Effekt können Sie Ihren Namen, Ihre E-Mail, die Domain Ihrer Webseite oder Ihr Logo nutzen. In diesem Artikel stellen wir Ihnen gratis Tools vor, mit denen Sie Ihre Fotos mühelos brandmarken können.

Wasserzeichen-Freeware für Windows

Für Windows empfiehlt sich zum Beispiel TSR Watermark Image Software. Mit diesem Programm können Sie mehrere Bilder auf einmal mit einem Wasserzeichen versehen und in einem beliebigen Zielordner speichern. Das Wasserzeichen können Sie mit diesem Programm selbst erstellen – beispielsweise als Bild mit Ihrem Logo oder als Schriftzug mit Ihrer Mail oder URL. Schriftart, Ausrichtung, Grösse und Farbe sind einstellbar sowie der Grad der Transparenz, die Position und der Winkel des Wasserzeichens. Ausgeben können Sie Ihre Fotos in verschiedenen Formaten (jpeg, png, tiff, bmp, gif) und Grössen. TSR Watermark Image Software ist relativ intuitiv und leicht zu handhaben. Die Free-Version bietet bereits zahlreiche Funktionen, spezielle Zusatzoptionen wie 3D-Effekte stehen dagegen nur im zahlungspflichtigen Upgrade zur Verfügung.

Benutzeroberfläche von TSR Watermark Image Software

Gratis Wasserzeichen-Tool für MacOS

Mit watermark PRO können Sie Ihre Fotos auf dem MacOS mit Wasserzeichen brandmarken.

Sie ziehen auch hier einfach per Drag and Drop Ihre Bilder in das Programm und können auf verschiedene Weise ein Wasserzeichen gestalten. Dabei sind zum Beispiel Textzeichen, Logos und QR-Codes bis hin zur Karte mit GPS-Daten möglich. Die Einstellungen nehmen Sie einfach über die rechte Spalte in der übersichtlich gestalteten Oberfläche vor. Die Ausgabe ist neben gängigen Fotoformaten auch als PDF möglich. Bis zu fünf Fotos können gleichzeitig pro Batch-Prozess mit einem Wasserzeichen versehen werden. Wenn Sie mit mehr Fotos arbeiten möchten, können Sie die Stapelfunktion via In-App-Kauf freischalten. Mit dieser Funktion können Sie unbegrenzt viele Fotos auf einmal bearbeiten.

Benutzeroberfläche von watermark PRO

Wasserzeichen auf dem Smartphone erstellen: Apps für Android

Für Android-Geräte empfehlen wir die Apps Foto-Wasserzeichen und Add Watermark free.

Mit der App Foto-Wasserzeichen können Sie neben den gebräuchlichen Optionen wie Textmarken, Bilder und Zeitstempel auch Ihre Unterschrift direkt auf dem Display zeichnen. Grösse, Transparenz, Position und Farbe lassen sich auch hier einstellen. Das erstellte Wasserzeichen können Sie einzeln anwenden oder als Fliessschicht auf das Bild legen. Bei Add Watermark free können Sie zusätzlich eigene Schriftarten einfügen. Die Stapelverarbeitung, um mehrere Bilder auf einmal zu brandmarken, steht Ihnen nur in der zahlungspflichtigen Vollversion zur Verfügung. Mit dem Upgrade können Sie Ihre gebrandeten Fotos auch in beliebigem Ausgabeformat und in beliebiger Grösse speichern. Sowohl bei Add Watermark free als auch bei Foto-Wasserzeichen können Sie Dateien im JPG-Format speichern oder Ihre Bilder direkt in soziale Netzwerke einbinden.

Fliesschicht-Einstellung der App Foto-Wasserzeichen

Wasserzeichen-App für iOS

Ob Text, Signatur oder QR-Code – auch mit iWatermark lite können Sie auf vielfältige Weise Ihre Fotos mit einem Wasserzeichen schützen und personalisieren. Viele Musterbeispiele in Text- und Grafikform sowie verschiedene Einstellungen wie Schriftart, Farbe, Grösse und Lichtdurchlässigkeit stehen Ihnen dafür zur Verfügung. Mit der gratis Version können Sie alle Funktionen verwenden, jedoch wird jedem Foto der Schriftzug „Erstellt durch iWatermark“ hinzugefügt. Durch ein Upgrade auf die Vollversion zu geringem Preis können Sie dies einfach umgehen. iWatermark gibt es auch für MacOS, Windows und Android.

Fazit

Die meist leicht bedienbaren, übersichtlichen Programme und Apps führen mit wenigen Klicks zum gewünschten Ergebnis – Schutz vor unerlaubter Verbreitung und Steigerung des Wiedererkennungswertes Ihrer Fotos. Zur Kennzeichnung von mehreren Fotos auf einmal, ist meist ein zahlungspflichtiges Upgrade erforderlich.

Achtung: Bei den meisten Free-Versionen dürfen Sie die Wasserzeichen nur für private Zwecke nutzen. Wenn Sie die Apps und Programme für kommerzielle Zwecke nutzen wollen, können Sie mit der bezahlten Version arbeiten.

Vorher-Nachher-Vergleich der Fotomontage

Photoshop: Bildobjekte in neue Hintergründe einfügen

Das Entfernen und Hinzufügen einzelner Bildobjekte sind in der heutigen Fotografie keine Seltenheit. Mit Hilfe von Photoshop lassen sich mit einigen Handgriffen nachträglich Illusionen schaffen. Auch wenn die Fotomontage einem geübten Auge nur kurzzeitig Stand hält, lassen sich interessante künstlerische Effekte erzeugen.

Wir zeigen Ihnen, wie Sie beim Erstellen einer Fotomontage vorgehen sollten und wie es Ihnen gelingt, das eingefügte Motiv möglichst gut an den Hintergrund anzupassen.

Motive einfügen und skalieren

Wählen Sie ein Motiv und ziehen Sie es mittels drag and drop in die geöffnete Photoshop-Datei. Damit die Fotomontage am Ende möglichst authentisch erscheint, sollten Sie das Motiv vor dem Einfügen sauber freigestellt haben. Eine Anleitung zum Thema Freistellen in Photoshop finden Sie in unserem Artikel Bilder mit Photoshop freistellen: drei Möglichkeiten.

Sobald Sie ein Objekt eingefügt haben, sollten Sie darauf achten, dass die Objekt-Ebene in ein sogenanntes «Smart-Objekt» umgewandelt wird. Die Konvertierung ermöglicht eine nichtdestruktive Skalierung des Motivs. Hierfür werden die Bildinformationen der Referenzdatei im Smart-Objekt hinterlegt. Jede Änderung, die Sie daraufhin an dem Motiv vornehmen, wird an einer separaten Kopie der Referenzdatei vorgenommen. Ihr Motiv behält somit auch nach mehrmaliger Skalierung und Änderung seine ursprüngliche Qualität.

Transformation eines Photoshop-Objekts in ein Smartobjekt

Machen Sie einen Rechtsklick auf die Ebene, auf der Ihr eingefügtes Objekt liegt. Wählen Sie daraufhin den Eintrag «In Smartobjekt konvertieren» und bestätigen Sie mit einem Linksklick.

Auf die Skalierung können Sie mit Hilfe des Shortcuts «Strg» + «T» zugreifen. Achten Sie darauf, dass Sie die zu skalierende Ebene ausgewählt haben. Nach Betätigen des Shortcuts erscheint um das Objekt herum ein Raster, bei dem Sie, von den Ecken ausgehend, die Grösse verändern können. Mit Hilfe einer gedrückt gehaltenen «Shift»-Taste kann das Objekt proportional skaliert werden. Somit wird die Relation des Objekts beibehalten und nicht verzerrt.

Skalieren eines Objekts in Photoshop

Das Raster und die darauf befindlichen Punkte ermöglichen eine Änderung der Grösse oder auch das Drehen des Objekts.

Achten Sie auf möglichst realistische Grössenverhältnisse zwischen eingefügtem Objekt und dem Rest des Bildes. Andernfalls fällt schnell auf, dass es sich um eine Fotomontage handelt.

Das Objekt sollte ausserdem an einer passenden Stelle im Bild eingesetzt werden. Achten Sie hierbei darauf, dass der Betrachtungswinkel des Motivs mit dem restlichen Bild übereinstimmt. Weiterhin sollte das Motiv in Abstimmung mit dem fokussierten Bereich des originalen Bildes platziert werden. Bei einer Aufnahme mit wenig Tiefenschärfe kann demnach kein vollkommen scharfes Objekt in unscharfer Umgebung und abseits vom fokussierten Bereich eingesetzt werden. Dies würde einerseits sehr unnatürlich wirken und andererseits schnell als Fotomontage entlarvt werden.

Löwenzahnblüte nach der Skalierung

Beim Beispielbild handelt es sich um eine Aufnahme, die mit einer weit geöffneten Blende geschossen wurde. Solche Aufnahmen weisen generell eine sehr geringe Tiefenschärfe auf. Während die ersten Grashalme im Vordergrund noch relativ scharf dargestellt sind, verlieren sich die restlichen Grashalme einige Zentimeter weiter oben bereits in der Unschärfe des Bildes. Der fokussierte Bereich liegt demzufolge am untersten Punkt des Bildes.

Würde die Löwenzahnblüte, in der gegebenen Schärfe, noch weiter in Richtung Hintergrund platziert, so würde dies auffällig ins Auge stechen. Um die Schärfe ein wenig zu verringern, wählen wir «Filter», «Weichzeichnungsfilter» und dann «Gaussscher Weichzeichnungsfilter».

Dialogfenster des Gaussschen Weichzeichners in Photoshop

Die Wahl des Radius beeinflusst die Stärke des Weichzeichners. Das Ergebnis lässt sich auch direkt im gesamten Bild anzeigen.

Motiv an Lichtstimmung des Hintergrunds anpassen

Für ein harmonisches Zusammenspiel von eingefügtem Objekt und Hintergrund ist es ausserdem sehr wichtig, dass die Lichtstimmung der beiden Elemente übereinstimmt.

Über die Verwendung spezieller Filter ermöglicht es uns Photoshop, die Farbstimmung von Hintergrund und Motiv aneinander anzugleichen. Eine Möglichkeit bietet beispielsweise die Einfärbung im durchschnittlichen Farbton. Wählen Sie hierfür zunächst die Hintergrundebene Ihrer Photoshop Datei an. Navigieren Sie dann zu «Filter», «Weichzeichnungsfilter», «Durchschnitt berechnen».

Photoshop-Dropdownmenü des angewählten Durchschnitt-berechnen-Filters

Photoshop füllt die jeweilige Ebene daraufhin mit dem durchschnittlichen Farbton der Ebene. Für die weitere Bearbeitung nehmen wir diesen Farbton mit Hilfe der Pipette in die Farbauswahl auf.

Die Anwendung des Durchschnitt-berechnen-Filters färbt den Hintergrund im durchschnittlichen Farbton ein

Der im Bild erkennbare blaugraue Farbton stellt den durchschnittlichen Farbton des von uns verwendeten Beispielbildes dar.

Die Einfärbung des Hintergrunds lässt sich über den Shortcut «Strg» + «Z» (alternativ: «Bearbeiten», «Schritt zurück») rückgängig machen. Erstellen Sie eine neue Ebene und füllen Sie deren Hintergrund in der Farbe des durchschnittlichen Farbtons ein.

Eine mit dem durchschnittlichen Farbton eingefärbte Photoshop-Ebene

Das Ziel des Vorgehens ist es, den durchschnittlichen Farbton lediglich auf das einzufügende Objekt anzuwenden. Hierzu legen Sie zunächst in der Ebenen-Hierarchie Ihre Farbton-Ebene über die Objekt-Ebene. Anschliessend fahren Sie bei gedrückt gehaltener «Alt» Taste mit dem Mauszeiger über die Farbton-Ebene. Das daraufhin erscheinende quadratische Symbol mit nach unten gewandtem Pfeil bestätigen Sie mit einem Linksklick. Der Hintergrund sollte nun wieder erkennbar dargestellt und Ihr Objekt komplett im jeweiligen Farbton eingefärbt sein.

Die Füllung der Farbton-Ebene wurde lediglich auf ein einzelnes Objekt angewandt

Die Deckkraft des Farbtons lässt sich anschliessend bei ausgewählter Farbton-Ebene noch dem eigenen Geschmack anpassen. Achten Sie auf eine ausgewogene und zum Hintergrund passende Deckkraft.

Die Löwenzahnblüte wurde erfolgreich in das Bild eingefügt

Zum Abschluss wurde der Stängel der Löwenzahnblüte noch mit ein paar Grashalmen verdeckt.

Fazit

Die Erstellung von Fotomontagen verlangt ein gewisses Mass an Erfahrung im Umgang mit Photoshop. Dabei bietet sich fortgeschrittenen Nutzern jedoch die Möglichkeit, geschossene Fotos um die eigene Kreativität und das persönliche Empfinden zu erweitern und nachträglich neue Elemente hinzuzufügen. Das Ergebnis der Fotomontage steht in direkter Abhängigkeit zu der Qualität der freigestellten Objekte, die dem Bild hinzugefügt werden sollen. Für eine glaubhafte Darstellung empfiehlt es sich, die Relationen der Bildbestandteile aufeinander abzustimmen und keine zu übersteigerte Bildkomposition zu wählen. Die eingefügten Objekte sollten stets unter Beachtung der gegebenen Lichtstimmung angepasst werden.

Foto-Retusche eines Pferderennens mit Vorher-Nachher-Vergleich

Photoshop: Objekte verschwinden lassen oder versetzen

Oftmals trüben uns Dinge, wie störende Objekte, Baukräne oder Staub auf dem Objektiv, die Sicht auf das sonst schmeichelnde Motiv. Das ist vor allem dann sehr ärgerlich, wenn Ihnen die störenden Bildbestandteile erst im Nachhinein auffallen und Sie von weit her angereist sind, um das Motiv Ihrer eigenen Fotosammlung hinzuzufügen.

Egal ob es um Objekte, die Teile des Motivs verdecken, den Schmutz auf dem Objektiv oder die Hautunreinheiten des Models geht – sie alle lassen sich mit einigen Handgriffen in Photoshop aus dem Bild tilgen. Die Rede ist dann vom Retuschieren, also dem Nachbessern eines Fotos.

Erfahren Sie in diesem Artikel, welche unterschiedlichen Vorgehensweisen des Retuschierens existieren, worin sich diese unterscheiden und wie Sie diese anhand unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung selbst anwenden können.

Mithilfe dieser Werkzeuge gelingt die Retusche von Fotos

Adobe Photoshop ist bis zum Rand gefüllt mit Werkzeugen. Da fällt es gerade in neueren Versionen schwer, den Überblick zu behalten.

Bevor Sie Retusche-Eingriffe vornehmen, sollten Sie immer darauf achten, dass die originale Bilddatei dadurch nicht überschrieben wird. Hierfür legen Sie entweder eine Kopie der jeweiligen Bilddatei an, oder, was im Hinblick auf eine bessere Editierbarkeit generell empfehlenswert ist, Sie arbeiten mit speziell für die Retusche erstellten Ebenen und führen die Ebenen im Nachgang wieder zusammen.

Kopierstempel

Der Kopierstempel ist ein beliebtes Werkzeug bei der Retusche von Bildern. Zu Anfang wird dabei im Bild eine Kopierquelle festgelegt, welche dann über eine ausgewählte Stelle gelegt wird. Um eine Kopierquelle festzulegen, halten Sie ALT gedrückt und bestätigen Ihre Wahl mit der linken Maustaste. Bei Ihrer Auswahl sollten sie darauf achten, dass Kopierquelle und -ziel möglichst gut zueinander passen. Eine zu starke Abweichung bei der Helligkeit oder Struktur kann dazu führen, dass die Retusche unschön ins Auge fällt.

Die Orangerie in Kassel an einem Sommertag

In unserem Bildbeispiel fällt uns der vor dem Aufgang befindliche Blumenkübel störend ins Auge.

Für die Retusche des Blumenkübels mit Hilfe des Stempelwerkzeugs müssen wir uns zweierlei Kopierquellen bedienen. Einerseits wählen wir den Sand als Quelle, um damit später den weissen Blumentopf und den Stamm der Blume zu verdecken. Für die Blätter verwenden wir den steinigen Aufgang als Kopierquelle. Für ein möglichst glaubhaftes Ergebnis sollte die Retusche mit Sorgfalt vorgenommen werden. Variieren Sie die Kopierstempelgrösse je nach Einsatzszenario, wählen Sie jedoch keinen allzu grossen Radius für den Kopierstempel aus.

Besondere Vorsicht bei der Retusche ist häufig in Grenzbereichen gefragt. In unserem Beispielbild wird der Steinaufgang zu grossen Teilen unregelmässig durch Sand bedeckt.

Retusche eines Blumenkübels

Für die Retusche bedienen wir uns mit dem Kopierstempel über ALT + linke Maustaste immer wieder aus den umliegenden Bildbestandteilen und überdecken Schritt für Schritt die Blätter. Dem Übergang von Stein- und Sanduntergrund, und damit dem Problembereich, widmen wir uns zum Schluss.

Eine fehlende klare Linie verhindert es, die Retusche nach einer bestimmten Systematik vorzunehmen. Gleichzeitig verschafft sie uns jedoch auch etwas Spielraum, indem wir den Übergang selbst festlegen können. Geduld und gezieltes Vorgehen führen, wie so oft in der Bildbearbeitung, zum gewünschten Ergebnis.

Im Beispielbild wurde, im Sinne einer besseren Editierbarkeit, die Ausgangsebene dupliziert (STRG + J) und die Retusche anschliessend auf der neuen Ebene vorgenommen. Abschliessend müssen die beiden Ebenen dann markiert und auf eine Ebene reduziert werden.

Ein Bild der Orangerie in Kassel, bei dem ein Blumenkübel retuschiert wurde

Das Ergebnis der Retusche – der linke Blumenkübel ist aus dem Bild verschwunden.

Bereichsreparatur

Im Gegensatz zum Kopierstempel oder zum artverwandten Reparaturpinsel muss beim Bereichsreparaturwerkzeug keine manuelle Auswahl getroffen werden. Bei diesem Werkzeug werden die umliegenden Pixel mit der jeweiligen Stelle, auf der das Werkzeug angewandt wird, verrechnet und die Stelle entsprechend verändert. Somit lässt sich die Retusche noch einfacher und schneller vornehmen. Jedoch gelangt das Werkzeug der Bereichsreparatur bei anspruchsvollen und heterogenen Bildzusammensetzungen häufig an seine Grenzen, weshalb es den Einsatz des Kopierstempels oder des Reparaturpinsels nicht komplett überflüssig macht.

Bild von der San Michele Insel in Venedig mit einigen, im Himmel erkennbaren, Objektivflecken

Staub auf der Objektivlinse kann im Bild störende Punktierungen verursachen (einige in rot hervorgehoben).

Die Bereichsreparatur leistet hingegen schnelle Abhilfe bei der Beseitigung von kleineren Bildfehlern auf gleichbleibenden Hintergründen. Auf dem Beispielbild sind im Himmel mehrere kleine dunkle Punktierungen zu erkennen. Der Himmel ist hierbei in einem schönen einheitlichen blau gehalten und es sind keinerlei Wolken erkennbar. Für die Retusche muss daher lediglich mit dem Bereichsreparaturwerkzeug, bei gedrückter linker Maustaste, über die jeweiligen Stellen «herübergefahren» werden.

Ein nachbearbeitetes der Friedhofsinsel San Michele in Venedig

Das Ergebnis der Retusche – sämtliche störende Punktierungen sind aus dem Bild verschwunden.

Inhaltssensitives Füllen

Eine weitere interessante Möglichkeit, um unliebsame Bildbestandteile in Luft aufzulösen, bildet das inhaltsensitive Füllen, welches ab der Photoshop Version CS5 verfügbar ist. Für den weiteren Vorgang muss zunächst der zu füllende Bildbereich bestimmt werden. Wählen Sie dafür ein Auswahlwerkzeug Ihrer Wahl, etwa das Lasso-Werkzeug, und umkreisen Sie den zu retuschierenden Bildteil. Berücksichtigen Sie bei Ihrer Auswahl auch den Schattenwurf des jeweiligen Objekts, da die vorgenommene Retusche andernfalls schnell sichtbar wird.

Ein in Photoshop ausgewähltes Warnschild vor drei Garagen

Zunächst wird das Schild mit Hilfe des Lasso-Werkzeugs ausgewählt.

Im Beispielbild fällt die Wahl auf das im Vordergrund stehende Warnschild, welches vom restlichen Bildinhalt ablenkt. Die ausgewählte Fläche füllen Sie daraufhin über Bearbeiten – Fläche füllen.

Auswahl des Fläche-füllen-Werkzeugs in Photoshop

Bearbeiten – Fläche füllen

Daraufhin erscheint das Dialogfenster «Fläche füllen», wobei Sie den Eintrag «Inhaltsbasiert», den Modus «Normal» und eine Deckkraft von 100 Prozent einstellen. Bestätigen Sie Ihre Eingabe anschliessend mit «OK».

Dieser Prozess kann, je nachdem wie gross die zu füllende Fläche gewählt wurde und wie leistungsfähig Ihr Computer ist, einige Zeit in Anspruch nehmen. Falls Sie das Ergebnis nicht überzeugen sollte, so können Sie den Vorgang entweder einige Male mit einer wechselnden Auswahl wiederholen oder Sie bessern störende Bereiche mit Hilfe der vorher genannten Werkzeuge aus.

Bild von drei Garagen, bei dem ein Warnschild nachträglich aus dem Bild retuschiert wurde

Das Ergebnis der Retusche – das Schild ist komplett aus dem Bild verschwunden.

Inhaltsbasiertes Verschieben

Für den Fall, dass Sie sich an einem Bildbestandteil zwar stören, ihn jedoch nicht komplett aus dem Bild entfernen möchten, existiert seit Photoshop CS6 die Möglichkeit des inhaltsbasierten Verschiebens. Mit diesem Werkzeug rücken Sie die Bildzusammensetzung ganz nach Ihren eigenen Vorstellungen ins rechte Licht. Wählen Sie auch hier zunächst einen bestimmten Ausschnitt des Bildes aus.

Auswahl eines Reiters in Photoshop

Der ausgewählte Reiter soll in unserem Beispielbild eine bessere Rennposition erlangen.

Anschliessend klicken Sie in der Werkzeugleiste auf das Symbol zwischen Pipette und Pinsel und wählen die zwei sich kreuzenden Pfeile aus. Mit einem gedrückt gehaltenen Linksklick kann die Auswahl nun innerhalb des Bildes verschoben werden.

Anwendung des inhaltbasierten-Verschieben-Werkzeugs in Photoshop

Bei gedrückt gehaltener linker Maustaste wird der Reiter an eine neue Position versetzt.

Sobald Sie eine passende Stelle für Ihre Auswahl gefunden haben, lassen Sie die linke Maustaste los und die Aktion wird ausgelöst. Daraufhin wird Ihre Auswahl an neuer Stelle positioniert und die vorherige Position retuschiert. Bei der Neu-Positionierung sollten Sie grundsätzlich immer den Betrachtungswinkel und das Verhältnis zu den anderen Bildbestandteilen im Auge behalten. Ungünstige Positionierungen vermitteln unrealistische Grössenverhältnisse und zerstören dadurch die Illusion der Retusche.

Nachbearbeitung eines mit Photoshop verschobenen Bildmotivs

Bei genauerer Betrachtung fallen einige Stellen ins Auge, die eine nachträgliche manuelle Bearbeitung benötigen.

Auch die Ergebnisse des inhaltsbasierten Verschiebens sind nicht immer perfekt. Bei Bedarf müssen Sie eventuell noch einmal mit dem Stempelwerkzeug oder dem Reparaturpinsel nachbessern. Im Beispielbild sind einige fehlerhafte Stellen mit roten Kreisen markiert. Das Stück Rasen im oberen roten Kreis wurde scharf abgebildet, obwohl der umliegende Bereich unscharf dargestellt ist. Beim mittleren roten Kreis verhält es sich genau gegensätzlich und das Rasenstück wurde unscharf abgebildet, obwohl es scharf sein müsste. Der kleinste rote Kreis markiert einen Teil des Schattens eines anderen Reiters, der beim Verschieben fälschlicherweise miteinbezogen wurde.

Durch Bearbeitung mit Photoshop wurde ein Pferderennen-Reiter neu positioniert

Das Ergebnis der Retusche – der Reiter wurde auf eine neue Position gesetzt.

Fazit zum Retuschieren in Photoshop

Adobe Photoshop umfasst eine grosse Anzahl an Werkzeugen, die für eine erfolgreiche Retusche verwendet werden können. Dabei gibt es einerseits manuelle Werkzeuge wie den Kopierstempel oder den Reparaturpinsel, bei denen Ihnen selbst die Auswahl einer geeigneten Retusche-Bildquelle obliegt. Falls die Retusche einmal schneller gehen soll und der jeweilige Bildhintergrund einfach beschaffen ist, so führen semi-automatische Werkzeuge wie das Bereichsreparaturwerkzeug zum Erfolg. Ab den Adobe Photoshop Versionen CS5 und CS6 bietet sich Ihnen ausserdem die Verwendung des inhaltssensitiven Füllens bzw. des inhaltsbasierten Verschieben-Werkzeugs. Letztere realisieren vielversprechende Retuschen innerhalb von Sekunden. Letztlich muss die Retusche für optimale Ergebnisse, trotz des Komforts und der Schnelligkeit der neueren automatischen Werkzeuge, häufig noch einmal manuell korrigiert werden.

Titelbild-Header Bild Bilder freistellen

Photoshop: Objekte freistellen in drei Wegen

Mit Hilfe von Bildbearbeitungssoftware sind heutzutage vielerlei Bildkonstruktionen möglich. So lassen sich beispielsweise einzelne Bildbestandteile aus unterschiedlichen Bildern in einem einzigen Bild zusammenfügen. Damit das gesamte Bild jedoch einen glaubhaften Eindruck erweckt, müssen die Bestandteile zunächst von ihrem jeweiligen Hintergrund befreit werden – die Rede ist dann vom sogenannten Freistellen.

Freistellen ist eine besonders anspruchsvolle Photoshop-Disziplin, mit der sich auch fortgeschrittene Fotografen häufig schwertun. Erfahren Sie in diesem Artikel, welche verschiedenen Ansätze des Freistellens es gibt, welche sich für bestimmte Situationen am besten eignen und üben Sie sich selbst im Freistellen mit Hilfe unserer Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Auswahl geeigneter Freistellungswerkzeuge bei Photoshop

Im Folgenden soll anhand drei verschiedener Photoshop-Werkzeuge gezeigt werden, wie eine erfolgreiche Freistellung gelingt. Die drei Werkzeuge «Zauberstab», «Farbbereichsauswahl» und «Schnellauswahl» unterscheiden sich dabei nicht nur in der Vorgehensweise, sondern auch hinsichtlich ihres optimalen Einsatzfeldes. Ausgangspunkt für die nachfolgenden Ausführungen bildet die Photoshop-Version CS6. Einige Werkzeuge könnten in älteren Versionen möglicherweise noch nicht verfügbar sein.

Möchten Sie Fotos bearbeiten, bei denen sich das freizustellende Motiv farblich stark von einem eher einheitlichen Hintergrund absetzt, sollten Sie zum Zauberstabwerkzeug greifen.

Bei Fotos mit stark abgetrennten und farblich jeweils gleichmässig verlaufenden Farbbereichen bietet sich der Einsatz der Farbbereichsauswahl an. Diese stellt zwar strenggenommen kein Photoshop-Werkzeug im engeren Sinne dar (da nicht in der Werkzeugleiste anwählbar), lässt sich jedoch leicht anwenden und führt bei der Freistellung simpler Bildmotive bereits zum Erfolg.

Für kommen Sie nicht um den Einsatz des Schnellauswahlwerkzeugs oder des Zeichenstifts umhin. Mit entsprechender Geduld lassen sich mit diesen Werkzeugen auch bei anspruchsvollen Motiven gute Ergebnisse erzielen.

Zauberstabwerkzeug – Freistellen bei einheitlichem Hintergrund

Öffnen Sie zum Freistellen zunächst ein beliebiges Bild in Photoshop. In diesem Beispiel soll die Sonnenblume mit Hilfe des Zauberstabwerkzeugs freigestellt werden.

Freistellen einer Sonnenblume mit Hilfe von Photoshop

Unser Beispielbild: Eine Sonnenblume vor hellem Hintergrund. Die Auswahl ist anhand der gestrichelten Linien um den Rand der Blume zu erkennen

Problematisch bei der Verwendung des Zauberstabwerkzeugs ist der Umstand, dass es sich meist nur für die Freistellung von einfachen und einheitlichen Bildmotiven eignet. In unserem Beispiel ist die Sonnenblume jedoch nicht einheitlich gelb, sondern weist im Bereich der Röhrenblüten (der Bereich in der Mitte der Blume) zusätzlich einen braunen auf. Dieses Problem lässt sich recht einfach mit der mehrfachen Anwendung des Zauberstabwerkzeugs lösen.

Wählen Sie das Zauberstabwerkzeug aus und halten Sie bei mehrfacher Anwendung «Shift» gedrückt. So können Sie mit dem Zauberstab gleich mehrere Farbbereiche in die Auswahl mit einbeziehen. Dies ist vor allem dann praktisch, wenn Ihr Motiv aus mehreren Farben besteht. Damit Sie nicht zu viel Zeit mit der Auswahl Ihres Motivs verbringen, sollten Sie auch darauf achten, dass der Aufnahmebereich des Werkzeugs gross genug gewählt ist.

Sobald Sie mit Ihrer Auswahl zufrieden sind, können Sie zum nächsten Schritt übergehen. Dafür wählen Sie in der Kopfzeile den Dialog «Kante verbessern» aus. Anschliessend wird das Motiv freigestellt und es öffnet sich ein Fenster, indem die vorgenommene Auswahl noch einmal verbessert werden kann. So können die Kanten beispielsweise abgerundet, weicher dargestellt oder auch nachträglich verschoben werden.

Photoshop Dialogfenster «Kante verbessern»

Für die Option «Weiche Kante» wählen wir einen neuen Wert, damit die Sonnenblume nicht allzu künstlich beschnitten aussieht.

Übernehmen Sie die Einstellung und klicken Sie auf «OK». Daraufhin kehrt die Auswahl wieder zurück, welche im nächsten Schritt kopiert und in ein neues Bild eingefügt werden kann.

Das Ergebnis der Bildbearbeitung – eine freigestellte Sonnenblume auf transparentem Hintergrund

Das Ergebnis: Die freigestellte Sonnenblume auf transparentem Hintergrund

Farbbereichsauswahl – Freistellen bei starkem Kontrast des Motivs zum Hintergrund

Öffnen Sie hier ein Foto Ihrer Wahl, welches Farbbereiche enthält, die deutlich voneinander abgegrenzt sind. Anschliessend wählen Sie den Menüpunkt «Auswahl» und dann «Farbbereich».

Freistellen einer Landschaft mit Hilfe von Photoshop

Auswahl -> Farbbereich

Es öffnet sich ein weiteres Fenster mit dem Titel Farbbereich. Für das weitere Vorgehen müssen Sie zunächst den Bereich auswählen, den Sie gerne freistellen wollen. In unserem gewählten Beispiel ist das die Silhouette des Waldes. Da dieser Bereich gleichmässig schwarz ist, genügt ein einfacher Linksklick mit der Pipette. Für die Auswahl mehrerer Farbbereiche können Sie auch hier wieder «Shift» gedrückt halten.

Je nachdem, welchen Bereich Sie auswählen, ändert sich auch die Darstellung des Farbbereich-Fensters. Die Farbe Weiss steht hierbei für den ausgewählten Bereich. Nehmen Sie solange Änderungen an dem Wert «Toleranz» vor, bis Ihr gewähltes Motiv vollständig weiss erscheint.

Photoshop Dialogfenster «Farbbereich»

Bei der Farbbereichsauswahl wählen Sie mit Hilfe der Pipette zunächst den freizustellenden Bildbereich aus. Anschliessend passen Sie im Fenster Farbbereich den Toleranzwert für Ihr Motiv an.

Sobald Sie die nötigen Änderungen vorgenommen haben, bestätigen Sie mit OK und gelangen zurück zu Ihrer Auswahl. Diese können Sie nun kopieren und in ein neues Bild einfügen.

Das Ergebnis der Bildbearbeitung – eine freigestellte Waldsilhouette auf transparentem Hintergrund

Das Ergebnis: Die freigestellte Waldsilhouette auf transparentem Hintergrund

Schnellauswahlwerkzeug – Freistellen mit mehr Präzision

Öffnen Sie ein Foto Ihrer Wahl in Photoshop und wählen Sie das Werkzeug «Schnellauswahl» aus. Passen Sie die Grösse des Werkzeugs an die Bestandteile Ihres Motivs an. Anschliessend ziehen Sie mit gedrückter Maustaste über Ihr Motiv und wählen so den Bereich des Bildes aus, den Sie später freistellen wollen. Je nach Motiv kann es dabei hilfreich sein, die Option «Automatisch verbessern» zu aktivieren.

Freistellen eines Kirmes Fahrgeräts mit Hilfe von Photoshop

Unser Beispielbild: Ein Kirmes Fahrgerät vor blauem Hintergrund. Die Auswahl ist anhand der gestrichelten Linie um den Rand des Fahrgeräts zu erkennen.

Falls Ihre Auswahl zu gross ausfällt und nicht nur das freizustellende Motiv, sondern etwa auch den Hintergrund umfasst, dann löschen Sie einfach einen Teil Ihrer Auswahl. Halten Sie dafür die «Alt»-Taste gedrückt und fahren mit der linken Maustaste über den Bereich, den Sie aus der Auswahl ausschliessen wollen. In unserem Beispiel wurden alle Bereiche, die einen Teil des blauen Hintergrunds zeigen von der Auswahl ausgeschlossen. Besondere vorsichtig musste an dieser Stelle etwa in den Bereichen zwischen Sitz und Halterung oder rund um die Füsse der Fahrgäste vorgegangen werden.

Wie auch schon in den vorangegangenen Methoden, können auch bei dem Schnellauswahlwerkzeug die Kanten im Nachhinein verbessert werden. Änderungen an Motiven, wie dem in unserem Beispielbild, sollten jedoch mit höchster Vorsicht vorgenommen werden. Die Optionen «Abrunden», «Weiche Kante» oder «Kante verschieben» könnten nämlich dazu führen, dass Bildbestandteile, wie etwa die Füsse der Fahrgäste, unschön abgeschnitten werden.

Photoshop Dialogfenster «Kante verbessern»

Damit Bildbestandteile nicht unschön abgeschnitten werden, sollten für Motive wie dieses eher moderate Werte gewählt werden. Experimentieren Sie mit unterschiedlichen Werten und betrachten Sie deren Wirkung genau.

Eine noch präzisere Alternative zum Schnellauswahlwerkzeug ist das Zeichenstiftwerkzeug. Hierbei wird das Motiv Schritt für Schritt durch einzelne Striche und Kurven ausgewählt. Diese Methode ist zwar sehr zeitaufwändig, kann jedoch zu sehr guten Ergebnissen bei der Freistellung führen.

Das Ergebnis der Bildbearbeitung – ein freigestelltes Kirmes Fahrgerät auf transparentem Hintergrund

Das Ergebnis: Das freigestellte Kirmes Fahrgerät auf transparentem Hintergrund

Fazit

Grundsätzlich eignen sich mehrere Photoshop-Werkzeuge zum Freistellen von Bildbestandteilen. Die Wahl des richtigen Werkzeugs kann jedoch viel Zeit und Mühe ersparen. Überlegen Sie dabei, welches Werkzeug in Ihrer Situation den grösstmöglichen Nutzen stiftet und schätzen Sie bereits vorher ab, wie präzise die Freistellung erfolgen soll. Korrekturen an der Auswahl, wie die Kantenverbesserung, können auch im Nachhinein noch vorgenommen werden. Geduld und Übung bilden zwei wesentliche Erfolgsfaktoren für eine gelungene Freistellung. Für die weitere Verwendung sollten Sie Ihre freigestellten Motive im Dateiformat PSD oder PNG speichern, da diese den transparent gewählten Hintergrund berücksichtigen.

In unserem Artikel zum Thema «Bildobjekte mit Hilfe von Photoshop in neue Hintergründe einfügen» erfahren Sie, wie Sie Ihre freigestellten Motive in einer Fotomontage zusammenführen können und was es dabei zu beachten gilt.

Merken

Durch Focus Stacking geschärftes Motiv und ursprünglich unscharfes Motiv

Photoshop: Foto Stacking für durchgehend scharfe Bilder

Der Begriff Focus Stacking beschreibt eine Technik der Bildbearbeitung, bei der mehrere Bilder desselben Motivs miteinander verschmelzen. Unterschiedlich gewählte Fokuspunkte ermöglichen über weite Teile des Bildes eine scharfe Darstellung, wie sie normalerweise nicht möglich wäre.

Wir zeigen Ihnen, was Sie für die richtige Vorbereitung und Durchführung berücksichtigen sollten und wie die anschliessende Bildbearbeitung gelingt.

Vorbereitung – das Fotografieren

Eine gute Vorbereitung ist unerlässlich und steigert die Qualität der in der Bildbearbeitung erzielbaren Ergebnisse. Focus Stacking verlangt möglichst identische Bilderreihen. Die einzige Ausnahme hiervon stellt der jeweils unterschiedlich gewählte Fokus dar.

Aus diesem Grund sollte die DSLR-Kamera unbedingt auf einem Stativ befestigt werden. Ausserdem empfiehlt sich der Einsatz eines Fernauslösers, damit die Kamera nicht öfter als unbedingt nötig berührt werden muss. Damit Sie die Bilder später gut nachbearbeiten können, sollten Sie im Dateiformat RAW fotografieren.

Bei schlechten Lichtbedingungen und daraus folgend langen Belichtungszeiten können bereits geringste Erschütterungen zu unscharfen Aufnahmen führen. Aktivieren Sie daher in den Kameraeinstellungen die Spiegelvorauslösung. Der Spiegel klappt nun kurze Zeit vor der Aufnahme hoch und verursacht somit keine Erschütterungen mehr.

Ein weiterer, nicht zu unterschätzender Einflussfaktor, ist die Beleuchtung vor Ort. Wechselnde Beleuchtung wirkt sich negativ auf die Bilderreihen aus und erschwert das anschliessende Zusammenfügen. Achten Sie daher auf eine möglichst gleichbleibende Beleuchtung, unabhängig davon, ob Sie im Freien oder in geschlossenen Räumen fotografieren.

Weiterhin sollte ein geeignetes Motiv für das Foto-Shooting gewählt werden. Nach allgemeiner Auffassung eignet sich die Technik des Focus Stacking vor allem für den Bereich der Makrofotografie. Ohne Nachbearbeitung können die oftmals sehr detailreichen Motive, wie beispielsweise kleine Tiere oder Blumen, meist nicht in vollständig scharf abgebildet werden.

Jedoch können auch in der Landschaftsfotografie dank Focus Stacking ganze Bildbereiche in neuer Pracht erstrahlen. Wählen Sie Ihr Motiv unter dem Gesichtspunkt, dass es für die Dauer der Aufnahme unbewegt bleiben muss. In der Makrofotografie setzen einige Fotografen daher speziell präparierte Insekten ein.

Tipps für eine gelungene Durchführung

Übung macht den Meister

Für ein optimales Endergebnis sollten genügend Aufnahmen mit unterschiedlichen Fokusbereichen gemacht werden. Dabei ist es wichtig, dass in möglichst gleichmässigen Abständen fokussiert wird. Tasten Sie sich also langsam an Ihrem Motiv voran. Prinzipiell gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Aufnahmen erstellt werden können.

  • Automatisches fokussieren
  • Manuelles fokussieren

Möchten Sie die Aufnahmen mit Hilfe des Autofokus machen, so sollten Sie nach Möglichkeit auf die Live View Funktion der Kamera zurückgreifen. Diese ermöglicht es, die Bildkomposition auf dem Display angezeigt zu bekommen und den Fokuspunkt bequem zu verschieben.

Alternativ können Sie das Fokussieren auch selbst übernehmen. Dazu schalten Sie am Objektiv einfach von Autofokus auf manuellen Fokus. Der fokussierte Bereich lässt sich hierbei mit dem Fokusring des Objektivs verlagern.

Unabhängig davon, für welche Art der Fokussierung Sie sich entscheiden, seien Sie im Umgang mit der Kamera behutsam. Jede noch so kleine Berührung könnte nämlich dazu führen, dass sich der Blickwinkel Ihrer Kamera ändert und sich die Aufnahmen somit unterscheiden. Achten Sie daher auf einen stabilen Stand des Stativs und eine feste Arretierung der Kamera. Fokussieren Sie auf den am nächsten gelegene Punkt des Motivs und arbeiten Sie sich langsam über mehrere Fokussierungsebenen nach «hinten» durch.

Nachbereitung und Zusammenfügen mit Focus Stacking Software

Sobald das gesamte Motiv abgelichtet wurde, können am Computer gegebenenfalls Änderungen an Belichtung, Kontrast und ähnlichen Parametern vorgenommen werden. Durchgeführt werden kann die Bildbearbeitung mit den meisten gängigen Fotobearbeitungssoftwares. Wichtig ist jedoch, dass jedes Bild dieselbe Korrektur erhält und es zu keinen Unterschieden untereinander kommt.

Bildbearbeitung mit Lightroom

In Lightroom können Wertkorrekturen zunächst für ein Bild vorgenommen und im Anschluss auf die übrigen Fotos der Reihe übertragen werden. Nehmen Sie hierzu die gewünschten Änderungen an einem beliebigen Bild vor. Im Anschluss wählen Sie sämtliche Bilder aus und drücken auf Synchronisieren. Es öffnet sich ein Dialogfenster, welches Sie mit OK bestätigen.

Bildwertkorrekturen in Lightroom und das Dialogfenster Synchronisieren in Lightroom

Belichtungs-, Kontrast- und Farbwerte anpassen und auf alle Bilder übertragen („synchronisieren“)

 

Wenn Sie mit dem Ergebnis der Bildbearbeitung zufrieden sind, öffnen Sie alle Bilder in Photoshop oder einer Bildbearbeitungssoftware mit ähnlichem Funktionsumfang. Als kostenlose Alternative zu Photoshop empfiehlt sich etwa das Focus Stacking Programm CombineZp, mit dem sich einzelne Bilder automatisch zusammenfügen lassen.

Das Dialogfenster Synchronisieren in Lightroom

Stapelung in Photoshop

Als nächstes wählen Sie dann alle Ebenen aus und drücken auf Bearbeiten – Ebenen automatisch überblenden.

Für den weiteren Verlauf müssen nun sämtliche Bilder als Ebenen übereinandergelegt werden.

Einfügen mehrerer Bilder in Photoshop und anschliessende Stapelung

Einzelne Bilder als Ebenen in ein Dokument einfügen

 

Auswahl und Zusammenfügen mehrerer Ebenen in Photoshop

Bilder auswählen und Bearbeiten – Ebenen automatisch überblenden

Anschliessend öffnet sich ein zusätzliches Fenster mit dem Titel Ebenen automatisch überblenden. Hier wählen Sie die Option Bilder stapeln und bestätigen Ihre Auswahl mit OK.

Dialogfenster Ebenen automatisch überblenden in Photoshop

Das Zusammenfügen der Ebenen kann, je nach Leistung des Computers, einige Zeit in Anspruch nehmen. Photoshop analysiert die vorliegenden Ebenen auf Gemeinsamkeiten und gleicht sie miteinander ab. Im Anschluss werden dann die fokussierten Bereiche der einzelnen Ebenen herausgestellt und jeweils miteinander verbunden. Am Ende des Prozesses steht ein Fotomotiv, welches über den gesamten Bereich scharf abgebildet wird.

Ergebnis des Focus Stackings

Fazit

Focus Stacking bietet die Möglichkeit, mehrere unterschiedlich fokussierte Bilderreihen zu einem einzelnen scharfen Bild zusammenzufügen. Besonders beliebt ist diese Vorgehensweise im Bereich der Makrofotografie, da es hier teilweise trotz kleiner Blende und hoher Schärfentiefe nicht gelingt, alle gewünschten Bereiche des Motivs scharf darzustellen. Angewandt werden kann Focus Stacking jedoch auch in anderen Bereichen, wie etwa der Landschaftsfotografie. Zu den entscheidenden Erfolgsfaktoren gehören, wie so häufig, die richtige Vorbereitung und viel Geduld. Mit Hilfe modernster Bildbearbeitungssoftware lassen sich Bilderreihen letztlich in wenigen Handgriffen zu einem scharfen Bild zusammenfügen.