Eine Hochzeit fotografieren: Brautpaar Aufnahme

Tipps und Tricks für eine gelungene Hochzeitsreportage

Eine Hochzeit fotografisch zu begleiten, ist eine ganz besondere Aufgabe. Sie sollte gut vorbereitet und geplant werden. Mit einer Hochzeitsreportage steht Ihnen immerhin die wichtige Aufgabe bevor, das gesamte Fest mit all seinen emotionalen Höhenpunkten für immer festzuhalten. Fotos von Freunden, Verwandten und dem Brautpaar selbst geben so die Möglichkeit den wohl schönsten Tag im Leben immer wieder Revue passieren zu lassen.

Wir zeigen Ihnen, auf was Sie bei der Vorbereitung einer Hochzeitreportage achten sollten und wie es Ihnen als Fotograf gelingt, eine Hochzeit aufregend, emotional und lebendig festzuhalten.

3 Tipps zur Vorbereitung einer Hochzeitreportage

Als stiller Beobachter der Hochzeit dokumentieren Sie an diesem Tag alle Geschehnisse. Neben den klassischen Gruppenfotos werden Sie das Brautpaar auch bei den Vorbereitungen begleiten. Ebenso werden Sie winzige Details und besondere Momente einfangen, ohne dabei den Ablauf der Hochzeit zu stören. Eine gute Vorbereitung ist da das Wichtigste.

Tipp 1: Besprechen Sie den Foto-Stil im Vorfeld mit dem Brautpaar

Geschmäcker sind verschieden, genauso wie der Stil eines Fotografen. Klären Sie daher im Vorfeld unbedingt den Stil der Aufnahmen. Lassen Sie sich vom Brautpaar Aufnahmen und Inspirationen zeigen, die beiden gefallen. Das wird Ihnen später dabei helfen den gewünschten Stil besser umzusetzen.

Tipp 2: Besprechen Sie den genauen Ablauf der Hochzeit

In der Regel begleitet ein Fotograf bei einer Hochzeitsreportage das gesamte Fest. Besprechen Sie daher im Vorfeld wann und wo jeder Programmpunkt stattfinden wird. Ebenso wichtig ist es zu erfahren, wer alles beim jeweiligen Programmpunkt anwesend ist. Das wird Ihnen in der Vorbereitung helfen, um zu wissen, wann Sie welches Objektiv einsetzen müssen. Ebenso können Sie bereits im Vorfeld die geplanten Locations besichtigen und sich auf die Umgebung einstellen.

Tipp 3: Prüfen Sie Ihr Equipment

Nichts ist ärgerlicher als ein leerer Akku oder ein defektes Objektiv. Prüfen Sie daher vor dem Fest unbedingt Ihre Technik auf Funktionalität. Ebenso ist es ratsam mehrere Ersatz-Akkus und Speicherkarten dabei zu haben.

Details einer Hochzeit fotografieren

So gelingt die Hochzeitsreportage

Um eine Hochzeit mit gelungenen Aufnahmen festzuhalten, sind reine Porträtaufnahmen vom Brautpaar nicht ausreichend. Immerhin möchten Sie mit den Bildern eine Geschichte erzählen und die Emotionen des Tages einfangen.

Tipps für die richtige Ausrüstung

Neben der Kamera selbst, welche die Basis für gelungene Aufnahmen ist, benötigen Sie für das Shooten einer Hochzeitsreportage natürlich noch eine Reihe an Zubehör. Achten Sie bei der Wahl des Kameratyps darauf, dass das Gehäuse möglichst leicht ist. Immerhin werden Sie den ganzen Tag die Kamera in der Hand halten. Neben dem Gehäuse spielt natürlich auch das passende Objektiv eine wichtige Rolle. Insbesondere für eine Hochzeit sollte das Objektiv vor allem lichtstark und möglichst leicht sein. Ebenso von Vorteil ist ein integrierter Bildstabilisator. Denn es wird Ihnen in den meisten Situationen nicht möglich sein, schnell ein Stativ aufzubauen. Ob Sie sich für ein Zoom-Objektiv oder eine entscheiden, hängt von Ihrem persönlichem Aufnahme-Stil ab. Mit einem Zoomobjektiv sind Sie flexibler als mit einer Festbrennweite und können schneller auf wechselnde Situationen reagieren. Allerdings sind Festbrennweiten lichtstärker und kreieren eine attraktivere Tiefenunschärfe. Daher hier ein Tipp: Halten Sie stets zwei Kameras mit unterschiedlichen Objektiven bereit. Eine Kamera mit einer Festbrennweite, beispielsweise mit einem 50mm Objektiv für Portraitaufnahmen und die andere Kamera mit einem Zoom-Objektiv, um grössere Entfernungen zu überbrücken. Das ist beispielsweise während der Trauung sehr hilfreich. Hier kann man als Fotograf nicht ständig um das Brautpaar herumlaufen, sondern sollte möglichst von weitem die Zeremonie einfangen, um niemanden zu stören. Zusätzlich ersparen Sie sich das ständige Wechseln der Objektive und können somit recht zeitnah spontane Situationen auf der Hochzeit einfangen. Arbeiten Sie mit zwei Kameras, sind ebenso Gurt- bzw. Haltesysteme empfehlenswert. So können Sie die Kameras immer griffbereit am Körper tragen.

Die richtige Motivwahl

Je nach Ablauf der Hochzeit gibt es eine Vielzahl an möglichen Motiven. Von den Vorbereitungen über die Zeremonie bis hin zur Feier haben Sie als Fotograf die Möglichkeit, die gesamten Emotionen des Tages mit Nah-, Panorama, Detail- und Porträtaufnahmen einzufangen.

Die Vorbereitungen einer Hochzeit fotografieren

Die Aufregung des Brautpaares fotografisch festhalten

Begleiten Sie das Hochzeitspaar bei den Vorbereitungen am Morgen, um mit Detail- und Portraitaufnahmen die Aufregung der Braut und des Bräutigams einzufangen. Eine Nahaufnahme auf den Frisiertisch, auf dem schon der Schleier bereit liegt und ein Glas Champagner, wird die Braut immer daran erinnern, wie aufgeregt sie in diesem Moment war. Oftmals befinden sich auch die Brautjungfern im Raum. Nicht selten wird hier schon die ein oder andere Freudenträne fliessen, die sich fotografisch mit Porträtaufnahmen und viel Tiefenschärfe einfangen lässt. Ebenso schön ist eine Detailaufnahme der Brautschuhe und eine Totale auf das noch hängende Brautkleid. Auch wenn der Bräutigam meist weniger Zeit für das Styling benötigt, lassen sich auch bei Ihm schöne Motive für die Hochzeitsreportage finden. Ein symbolhaftes Motiv ist beispielsweise eine Nahaufnahme davon, wie der Bräutigam seine Manschettenknöpfe anlegt oder sich die Schuhe schnürt. Scheuen Sie sich bei Detail- und Portraitaufnahmen nie davor, auch mal einen aussergewöhnlichen Blickwinkel zu wählen. Gehen Sie in die Knie oder steigen Sie auf eine Leiter um mit verschiedenen Blickwinkeln und Bildausschnitten zu spielen.

Die Freude während der Zeremonie einfangen

Während der eigentlichen Zeremonie werden Sie vor der Herausforderung stehen, sowohl die Emotionen des Brautpaares als auch der Gäste einzufangen. Von der glücklich strahlenden Braut bis hin zur Grosstante, die mit den Tränen kämpft, wird es ein breites Spektrum an Gefühlsausbrüchen geben. Hier ist es ratsam, sich von «aussen nach innen» zu arbeiten. Konzentrieren Sie sich noch vor der eigentlichen Zeremonie auf die bereits sitzenden Gäste. Hat die Trauung begonnen, sollte das Brautpaar im Mittelpunkt Ihrer Motivwahl stehen. Um all die Emotionen am besten einzufangen, bieten sich während der Trauung Porträtaufnahmen vom Brautpaar und den engsten Angehörigen an. Findet die Trauung oder die Zeremonie unter freiem Himmel statt, sind auch Aufnahmen aus grösserer Entfernung, die die ganze Location erfassen, eine schöne Motivwahl.

Das Brautpaar während der Trauung fotografieren

Der Klassiker: Das Brautpaar-Shooting

Ist die Trauung geschafft, steht meistens ein klassisches Brautpaar-Shooting auf dem Plan. Im Idealfall haben Sie die Location und den Stil für dieses Shooting schon im Vorfeld besprochen. Auch im Hinblick auf die Zeit und den Tagesablauf wird Ihnen eine gute Vorbereitung auf dieses Shooting helfen, grossartige Aufnahmen zu schiessen. Mit meist etwa einer Stunde ist die Zeit für das Brautpaar-Shooting oft recht knapp bemessen. Arbeiten Sie sich auch hier Schritt für Schritt vor. Beginnen Sie mit Ganzkörperaufnahmen, danach Porträtaufnahmen und zum Schluss kommen die Detailaufnahmen von den Ringen und dem Brautstrauss.

Die Hochzeitsfeier fotografisch begleiten

Bevor die eigentliche Hochzeitsfeier nach der Trauung und dem Empfang beginnt, sollten Sie die Location mit all seinen Details festhalten. Damit die liebevolle Dekoration noch nicht durch Jacken, Handtaschen oder Sonnenbrillen «zerstört» wird, sollten Sie das Brautpaar bitten, für ein paar Minuten allein im Festsaal sein zu dürfen. Konzentrieren Sie sich neben den Aufnahmen des gesamten Saales auch auf Detailaufnahmen von Blumenarrangements, Namensschildern und weiteren liebevollen Dekorationselementen. Am besten eigenen sich dafür Festbrennweiten (50mm, 35mm), die eine attraktive Tiefenunschärfe erzeugen. Auch hier sollten Sie wieder mit verschiedenen Blickwinkeln und Bildausschnitten spielen.

Details der Hochzeitsdekoration einfangen

Ist die Location fotografiert, strömen die ersten Gäste in den Saal. Nun haben Sie den ganzen Abend Zeit, die Gäste in ausgelassener Stimmung zu fotografieren. An dem Punkt können Sie selbst einmal durchatmen und sich auf die Suche nach schönen Motiven begeben. Diese lassen sich auf der Feier zahlreich finden. Spielende und lachende Kinder, tanzende Gäste, Verwandte, die sich umarmen oder Gäste, die gerade eine Rede halten. Aber auch das Anschneiden der Hochzeitstorte ist ein grossartiges Ereignis, an das sich das Brautpaar gerne zurückerinnern wird. Behalten Sie bei der ganzen ausgelassenen Stimmung aber auch immer das Programm im Blick. Oftmals haben die Trauzeugen dies für die Feier organisiert. Informieren Sie sich daher vorher bei ihnen, um genau zu wissen, wann beispielsweise ein Feuerwerk oder Hochzeitsspiele geplant sind. Dies ist insofern wichtig, damit sie Ihre Kamera frühzeitig auf die jeweilige Situation einstellen können und nicht erst die passende Einstellung gefunden haben, wenn der Programmpunkt schon vorbei ist.

Fazit

Eine Hochzeitreportage zu fotografieren bedarf einer gründlichen Vorbereitung. Wer sich als Fotograf schon im Vorfeld über die Wünsche des Brautpaares und den Ablauf informiert, erspart sich vor Ort viel Arbeit und wertvolle Zeit. Denn so können Sie sich schon im Vorfeld über mögliche Motive Gedanken machen und das passende Equipment zusammenstellen. Von den Vorbereitungen über die Zeremonie bis hin zur Feier haben Sie als Fotograf die Möglichkeit, die gesamten Emotionen des Tages mit Nah-, Panorama, Detail- und Porträtaufnahmen einzufangen. Die gelungene Hochzeitsreportage hält den schönsten Tag des Brautpaares detailreich fest, um immer wieder in den besonderen Erinnerungen schwelgen zu können.

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