Durch Vignettierung wird der Fokus eines Bildes festgelegt

Bilder bearbeiten wie die Profis – 5 Tipps für Photoshop-Einsteiger

Bei Fotografie-Profis kaum mehr wegzudenken: Photoshop. Aufgrund seiner Komplexität und unzähligen Funktionen ist das Programm gerade für Einsteiger herausfordernd. Wir zeigen Ihnen die fünf wichtigsten Handgriffe, mit denen Ihre Fotos bald in neuem Glanz erstrahlen. Bei all den schönen Tools sollten sie jedoch bedenken: Weniger ist manchmal mehr.

1. Anpassen der Farb- und Lichtverhältnisse

Es ist kein Geheimnis, dass selbst die beste Kamera ein Motiv nicht perfekt einfangen kann. Farben und Lichter originalgetreu wiederzugeben ist eben schwer. Photoshop kann jedoch Abhilfe schaffen: Durch seine zahlreichen Tools lassen sich Farben und Beleuchtung ganz einfach nachbearbeiten und verbessern. Die folgenden drei helfen Ihnen dabei:

I. Sättigung

Die Sättigung eines Fotos zu erhöhen hilft oft schon dabei, dass die Farben intensiver und das Motiv lebendiger wirkt. Es sollte nur nicht übertrieben werden, denn das lässt das Bild schnell unnatürlich wirken.

How to: Anpassen von Farbton und Sättigung

Das Hochregeln der Sättigung sorgt für kräftige Farben

II. Kontrast

Mit dem Begriff „Kontrast“ sind die Unterschiede zwischen hellen und dunklen Bereichen eines Bildes gemeint. Besonders beim Ausbessern von Lichtverhältnissen kann dieses Tool dem Bild noch mehr Tiefe verleihen oder angestrahlte Dinge hervorheben.

How to: Kontrast und Helligkeit anpassen

Ein hoher Kontrast hat vor allem bei farblosen Bilder eine starke Wirkung

III. Dynamik

Die Dynamik eines Bildes wird gerne mal mit der Sättigung gleichgesetzt, allerdings erhöht letztere die Intensität aller Farben eines Fotos. Das sieht vor allem dann unschön aus, wenn sich Personen im Bild befinden. Hier ist man mit dem Regeln der Dynamik besser beraten: Schraubt man diese etwas runter, gleichen sich gelb- und orangestichige Farben aus. Die Hauttöne einer Person wirken so gleich natürlicher.

How to: Dynamik regeln bei Photoshop

2. Hinzufügen von Details und Schärfe

Gerade bei nicht hochauflösenden Kameras und schlechten Lichtverhältnissen hat man manchmal das Problem, dass Fotos nicht besonders scharf sind. Auf dem kleinen Digitalbildschirm der Kamera noch gut erkennbar, lassen sich Zuhause am PC plötzlich keine Details mehr erkennen. Aber auch hier können Sie mit Photoshop nachhelfen. Es ist möglich, Fotos nachträglich zu schärfen, falls sie durch eine geringe Kameraauflösung oder das Importieren auf den PC an Schärfe eingebüsst haben. Es gibt natürlich auch die Option, gewisse Bereiche eines Bildes zu schärfen und andere unscharf darzustellen. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn bestimmte Objekte hervorgehoben werden sollen.

How to: Bildteile schärfen

Schärfe und Unschärfe heben Details hervor

3. Vignettierung

Diese Technik ist besonders schön, wenn sich ein Objekt im Zentrum des Fotos befindet. Dabei werden die Ränder des Rahmens verdunkelt, sodass das Licht mittig gebündelt und ein Fokus gesetzt wird. Die Augen werden so an das Objekt herangeführt und dem Betrachter fällt es leichter, das Essentielle des Bildes zu erkennen. Eine Vignette kann man direkt beim Fotografieren nutzen oder später hinzufügen. Bei Photoshop gibt es viele Möglichkeiten, Vignetten hinzuzufügen. Es gibt jedoch auch vorgefertigte Filter, mit denen man Schattenränder auf die Fotos legen kann.

How to: Vignettierung hinzufügen

Durch Vignettierung wird der Fokus eines Bildes festgelegt

4. Filtergalerie

Ohne Filter geht heutzutage fast nichts mehr. Die Allroundkünstler, auch bekannt durch soziale Netzwerke wie Instagram, peppen auch das langweiligste Bild auf. Das Motiv ist zwar schön aber die Farben zu blass, das Licht ist nicht gut und sowieso fehlt dem ganzen Foto das gewisse Etwas? Dann kann die Photoshop-Filtergalerie helfen, um das Bild besonders zu machen. Filter sind vor allem für Einsteiger praktisch, da sie mit wenigen Klicks schöne Effekte erzielen. Wenn Sie später mit Photoshop vertraut sind und sich mit den unterschiedlichen Tools auskennen, können Sie probieren, die gleichen Effekte durch manuelle Einstellungen zu erzielen.

How to: Einen Filter anwenden

Mit vorgefertigten Filtern lassen sich schöne Effekte erzielen

5. Retusche

Last but not least: Die Königsdisziplin unter Photoshop-Verwendern. Wenn Sie zu Beginn sparsam mit der Retusche umgehen, so ist sie durchaus ein nützliches Einsteiger-Tool. Gerade bei Porträtaufnahmen, die das Gesicht in einer Nahaufnahme zeigen, ist diese Funktion praktisch. Hier eine Falte, da ein kleiner Pickel, dort ein unliebsames Haar. Mit der Retusche sind diese Dinge passé und das Foto makellos. Doch auch hier ist Vorsicht angesagt: Verwenden Sie dieses Tool zu stark, fällt das natürlich auf. Ein unausgesprochener Fotografen-Kodex besagt, dass gute Fotos vor allem durch Können entstehen und nicht durch die Nachbearbeitung. Ein bisschen nachhelfen ist jedoch erlaubt.

How to: Kleine Makel retuschieren

Die Retuschier-Funktion von Photoshop entfernt unliebsame Makel