Frau mit Kompaktkamera in vertikaler Position

Kaufberatung Kompaktkamera – klein und leicht

Einleitung

Wegen ihres geringen Gewichts und ihrer einfachen Handhabung zählt die Kompaktkamera immer noch zu den beliebtesten Aufnahmegeräten, obwohl ihnen Smartphone-Kameras zunehmend den Rang ablaufen. Sie lassen sich bequem im Reisegepäck oder in der Hemdtasche verstauen und können so problemlos in die Ferien, auf Partys oder auf Konzerte mitgenommen werden. Kompaktkameras kommen ohne Wechselobjektiv aus. Im Gegensatz zu Smartphones sind sie aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeiten und besseren internen Blitze bei schlechten Lichtverhältnissen noch überlegen. Hochwertige Modelle haben mittlerweile häufig ähnliche Funktionen wie Spiegelreflexkameras. So sind bei den meisten Kompaktkameras spezielle Kreativfilter, wie der Unschärfe – oder der Miniatureffekt, integriert.

Tipps für den Kauf einer Kompaktkamera

Beim Kauf gilt: Je kleiner, desto besser – die Handlichkeit ist schliesslich die Stärke der Kompakten. Mehr als 10 cm breit, 6,5 cm hoch und 4 cm tief sollte eine Kompaktkamera deshalb nicht sein. Grosse Sensoren sorgen für eine bessere Bildqualität als bei Smartphones. Mittlerweile sind Sensorauflösungen von 16 Megapixeln zum Standard geworden. Die Rechnung ‚mehr Megapixel = mehr Bildqualität‘ geht dennoch nicht immer auf, da auch andere Kamerakomponenten die Qualität der Bilder beeinflussen und die populäre Masszahl Megapixel so oft als Lockmittel genutzt wird. Der Preis kann ein zusätzlicher Qualitätsindikator sein. Für Einsteiger und Kinder eignen sich Modelle ab 100 CHF. Günstige Modelle kommen meistens qualitativ kaum über Smartphone-Fotos hinaus, sind also eher relevant für Menschen, die kein Smartphone mit guter Kamera besitzen. Besonders, wenn die Kompaktkamera von Kindern genutzt werden soll, ist ausserdem darauf zu achten, dass sie stossfest und einfach zu bedienen ist. Die sogenannten Edelkompakten liefern bei einem Preisniveau ab 200 CHF hochwertige Qualität. In der folgenden Übersicht stellen wir drei empfehlenswerte Kompaktkameras vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale.

*Stand Mai 2016

Canon IXUS 170

Die Canon IXUS 170 Kompaktkamera ist aufgrund ihrer einfachen Bedienbarkeit auch für Einsteiger geeignet. Wegen ihrer Handlichkeit und ihres geringen Gewichts von 140 Gramm spricht sie besonders Smartphone-Nutzer an, die auf einen optischen Zoom nicht verzichten möchten. Die IXUS 170 überzeugt zudem durch ihr ausgezeichnetes Preis-Leistungs-Verhältnis. Für einen Preis von rund 100 CHF bietet sie zahlreiche Funktionen. Mit dem 12-fach optischen Zoom und dem 25 mm Weitwinkelobjektiv gelingen Portrait- und Landschaftsaufnahmen. Bei möglichen Lichtempfindlichkeiten zwischen ISO 100 und ISO 1600 liefert sie eine gute Bildqualität, ab den mittleren ISO-Stufen zeigt sich allerdings Bildrauschen. Dadurch kann die Kamera in dunkler Umgebung nur mittelmässige Ergebnisse erzielen. Die automatische Gesichtserkennung erfasst mehrere Gesichter in einem Motiv und passt automatisch Fokus und Helligkeit an. Das LCD-Display wirkt etwas grobkörnig, so dass Details vergleichsweise schlechter erkennbar sind. Für Tagesausflüge lohnt sich der ECO-Modus, durch den mehr Aufnahmen pro Akkuladung gemacht werden können. Es können SD, SDHC und SDXC Speicherkarten verwendet werden.

Sony DSC-RX100

Die Sony DSC-Rx100 Kompaktkamera ist sowohl für Profis als auch für Einsteiger geeignet. Das Edelkompaktmodell kommt für Nutzer infrage, die keine Spiegelreflex- oder Systemkamera wünschen und denen gewöhnliche Kompaktkameras zu wenig Qualität liefern. Bei einem Preis von rund 350 CHF überzeugt sie durch ein edles Design, eine hochwertige Verarbeitung und eine professionelle Ausstattung. Charakteristisch für die Sony DSC-RX100 ist der grosse 1,0 Zoll Sensor, der viermal grösser ist als bei den meisten Kompaktkameras. In Kombination mit der 20-Megapixel-Sensorauflösung gelingen detailreiche Aufnahmen frei von Bildrauschen. Über einen Stellring lassen sich Blende, Belichtung und Zoom manuell konfigurieren. Der grosse ISO-Bereich (125-6400) und die Offenblende von F 1.8 im Weitwinkelbereich liefern auch an wenig belichteten Orten Bilder von hoher Qualität. Der automatische ISO-Modus findet die beste Einstellung, wahlweise kann der ISO-Wert auch selbst angepasst werden. Dazu steht eine Vielzahl von Szeneprogrammen zur Auswahl. Der Sportmodus etwa stellt eine kurze Belichtungszeit ein, um die Bewegungen einzufrieren. SD-HC-/ XC-Karte und Memory Stick Duo werden unterstützt.

Panasonic DMC-TZ71

Die Funktionen der Panasonic DMC-TZ71EG-S Lumix Kompaktkamera sind speziell für die Bedürfnisse von Menschen ausgelegt, die viel unterwegs sind. Durch ihre einfache Bedienung ist sie für Einsteiger geeignet, wird aber auch den Ansprüchen fortgeschrittener Fotografen gerecht. Bei einem Preis von rund 280 CHF profitiert man von einer sehr guten technischen Ausstattung, wie dem 30-fach Zoom mit einer Brennweite von 24 bis 720 Millimeter. Bildrauschen hat die Lumix bis zur höchsten Empfindlichkeit von ISO 6.400 unter Kontrolle. Als eine von wenigen Kompaktkameras verfügt sie jedoch über einen elektronischen Sucher. Das Kameradisplay und der elektronische Sucher zeigen das Bild so, wie es aufgezeichnet wird und bieten damit eine Vorschau auf das Ergebnis in Abhängigkeit der Kameraeinstellungen – im Gegensatz zu optischen Suchern, die das Motiv so, wie es das Auge wahrnimmt, zeigen. Der Tracking-Autofokus behält ein fixiertes Motiv im Fokus, auch wenn es sich über das Bildfeld bewegt. Die automatische Gesichtserkennung enthält eine Speicherfunktion für Geburtsdatum und Namen. Videos lassen sich im Wiedergabemodus bearbeiten, zum Beispiel durch die Split-Funktion. Über WLAN und NFC lässt sich die Kamera einfach mit dem Smartphone verbinden und kann über den Handybildschirm ferngesteuert werden. Mit der Panasonic DMC-TZ71 können SD, SDHC und SDXC-Speicherkarten verwendet werden.