Die digitale Spiegelreflexkamera im Einsatz an einem See

Kaufberatung für eine digitale Spiegelreflexkamera

Die digitale Spiegelreflexkamera erfreut sich seit Jahren einer immer grösser werdenden Beliebtheit. Und das kommt nicht von ungefähr. Eine Einsteiger-DSLR bietet für relativ kleines Geld eine Reihe von Vorteilen gegenüber Kompakt- und Bridge-Kameras. Einer dieser Vorteile ist der sehr grosse Bildsensor, der für die gute Qualität der Bilder verantwortlich ist. Die wichtigsten Argumente, die für den Kauf sprechen, sind allerdings die Möglichkeit, das Objektiv zu wechseln und der optische Sucher, der auch bei sehr hellen Lichtverhältnissen ein wirklichkeitsgetreues und scharfes Abbild des Motivs zeigt. Ebenso lässt der schnelle Autofokus das Herz vieler Fotografen höherschlagen.

Gute Gründe für eine digitale Spiegelreflexkamera

Für eine digitale Spiegelreflexkamera muss man nicht unbedingt tief in die Tasche greifen. Gute Einsteiger- und Mittelklassemodelle mit umfangreichen Funktionen gibt es bereits ab 350 CHF (nur Gehäuse). Berufsfotografin Grit Hiersemann aus Jena empfiehlt zudem, «dass sich jeder vor dem Kauf nicht nur mit dem jeweiligen Kamera-Modell auseinandersetzen sollte, sondern vor allem mit dem System dahinter. Schliesslich benötigt man später geeignete Objektive, Blitzgeräte und anderes Zubehör. »

Nachfolgend stellen wir drei empfehlenswerte digitale Spiegelreflexkameras für Einsteiger vor und vergleichen diese bezüglich relevanter Merkmale und Funktionen.

* Stand April 2016

Fazit

Canon EOS 100D

Die digitale Spiegelreflexkamera Canon EOS 100D überzeugt vor allem durch ihr schlankes Design. Unter den drei vorgestellten DSLR für Einsteiger ist sie mit ihren 385 g zudem ein wahres Leichtgewicht, weshalb sie vor allem für Reisende, die viel unterwegs sind, attraktiv ist. Aber nicht nur die Optik spricht für dieses Modell. Auch das hochauflösende 3 Zoll TFT-Display mit mehr als einer Million Bildpunkten überzeugt sowohl bei Live View-Aufnahmen als auch bei der Wiedergabe von Bildern. Durch das schlanke Design haben die Bedienelemente auf der Rückseite hingegen wenig Platz. Da sich die wichtigsten Parameter aber auch über das Display bzw. den Touchscreen steuern lassen, kann dieser Punkt vernachlässigt werden.

Ein weiterer Pluspunkt, neben der hervorragenden Bildqualität, sind die zahlreichen Aufnahme-Automatiken, die das Fotografieren besonders für Einsteiger erleichtern. Mit Hilfe der Kreativ-Automatik lässt sich zum Beispiel ohne viel Vorwissen mit der Tiefenschärfe spielen. Für längere Fototouren ist ein Ersatz-Akku empfehlenswert. Mit rund 560 – 1100 Aufnahmen im Normalmodus ist die Canon 100D das Schlusslicht im Akku-Vergleich.

Nicht nur zum Fotografieren eignet sich die Canon EOS 100D bestens, auch Filmaufnahmen in Full-HD (1.920 x 1.080 Pixel) sind mit ihr möglich. Einziges Manko, dass das Filmvergnügen etwas stören könnte, ist das integrierte Mikrofon, das die Tonspur lediglich in Mono aufnimmt. Allerdings lässt sich die Canon EOS 100D durch ein externes Stereomikrofon nachrüsten.

Nikon D3300

Mit der D3300 zielt Nikon speziell auf DSLR Einsteiger ab. Dies lässt sich nicht zuletzt an der einfachen Bedienung der Kamera erkennen. Ein interner Guide mit hilfreichen Erklärungen führt nicht nur unerfahrene Fotografen durch die Kamera und deren Einstellungsmöglichkeiten, sondern auch geübte DSLR Nutzer. Ebenso geben verschiedene Szene- und Kreativ-Modi Hilfestellungen bei der Fotoaufnahme. Allerdings muss man hier auf HDR-Aufnahmen und Belichtungsreihen verzichten. Dafür lassen sich alle Szene-Modi bequem über das Modusrad auf der Rückseite wählen.

Neben der guten Bildqualität macht die D3300 auch optisch eine gute Figur. Das kompakte Design mit einem Gewicht von 420 g lässt die Einsteiger-DSLR zu einem guten Begleiter für aktive Fotografen werden. Auch im Video-Modus kann die DSLR von Nikon mit 60 Bildern pro Sekunden in voller HD-Auflösung überzeugen. Damit lassen sich die Aufnahmen später, zum Beispiel für Zeitlupenvideos, bestens bearbeiten. Sowohl im Video-Modus als auch im Live View zeigt sich allerdings der langsame Autofokus als störend.

Pentax K-S1

Was bei der Pentax K-S1 sofort ins Auge fällt, ist das Design. Während das Gehäuse insgesamt doch recht klobig wirkt, stechen insbesondere die LED-Lichter am Griff hervor. Mit Hilfe dieser Lichter lassen sich verschiedene Betriebszustände anzeigen, so etwa wenn der Selbstauslöser den Countdown herunterzählt. Auch auf der Rückseite wird das Lichterspiel fortgesetzt, denn die wichtigsten Tasten sind beleuchtet. Dies erweist sich besonders bei Dämmerung und Dunkelheit als sinnvoll. Auch der recht grosse und helle Sucher mit einer Bildabdeckung von 100 Prozent ist bei Aufnahmen mit schwierigen Lichtverhältnissen äusserst hilfreich. Ein integrierter Bildstabilisator im Gehäuse sorgt nicht nur für eine gute Bildqualität, sondern bietet auch die Möglichkeit, Objektive ohne Stabilisator zu verwenden, die naturgemäss günstiger sind als Objektive mit einem anständigen Stabilisator.

Für Einsteiger bietet die digitale Spiegelreflexkamera K-S1 zudem viele verschiedene Funktionen und Spielraum für kreative Entfaltung. Auch wenn die Menüführung anfänglich etwas komplex wirkt, laden Szene-Modi, Kreativ-Filter und umfangreiche Bildbearbeitungsmöglichkeiten zum Experimentieren und Ausprobieren ein. Einzig das Standard Kit-Objektiv SMC Pentax-DAL 1:3,5-5,6 18-55 mm AL schmälert das Fotovergnügen ein wenig. Die aufgenommenen Bilder wirken weich und kleinste Details werden nicht so scharf abgebildet, wie es der Bildsensor mit seinen 20,42 Megapixel verspricht. Dieses Problem lässt sich mit einem qualitativ hochwertigeren Wechselobjektiv beheben, denn die Grundausstattung der Pentax K-S1 ist alles in allem für eine Einsteiger-DSLR recht umfangreich.

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