verschiedene Arten an Kameras

Mein Weg zur DSLR-Kamera

Kevin Kyburz ist Blogger und Social Media Exponent. Er bereist mit seiner Freundin die Welt und berichtet darüber auf Travelhackers.ch. Für Fotos fürs Leben schreibt er über seine Foto-Erfahrungen.

 

„Warum eine grosse Kamera rumschleppen, wenn es auch mit meinem Smartphone geht?“ Diese Frage habe ich mir vor dem Kauf der Nikon D750 sehr oft gestellt, denn im Vergleich zum Smartphone wiegt eine DSLR Kamera doch jede Menge mehr und meine Fotos kann ich auch nicht direkt auf Facebook und Instagram posten.

Nachdem ich dann aber die Ergebnisse meiner Fotografie-Kollegen gesehen habe, wurde mir schnell klar, dass ein Smartphone zwar sehr tolle Fotos macht, jedoch nicht mit einer DSLR Kamera mithalten kann.

Vorteile einer DSLR Kamera

Bevor man sich eine teure und schwere Kamera zulegt, sollte man sich einige Dinge fragen:

  • Bin ich bereit, Geld dafür auszugeben?
  • Nehme ich die Kamera auch überall mit?
  • Bin ich bereit, mich mit der Kamera auseinanderzusetzen (Einstellungen, Pflegen)?
  • Was passiert dann mit gemachten Fotos?

Das Zoomen

Ein grosser Vorteil einer DSLR-Kamera ist das Zoomen, wenn man ein Objektiv drauf hat, welches es kann, denn wir nutzen es alle, egal ob auf dem Smartphone oder mit kleinen Kameras. Der Unterschied der DSLR-Kamera ist, dass man nur bedingt zoomen kann und das auch nur analog, indem man am Objektiv dreht. Diese einfache und sogleich altmodische Funktion lässt die Bilder nicht verpixelt aussehen, als wenn man es mit einem digitalen Zoom (Smartphone, welches einfach den Bildausschnitt näher heranzoomt) versucht.

Nikon D750

Da ich gerne Fotos mache und diese auch gerne bearbeite, war der Entschluss schnell gefasst. Es gibt eine DSLR-Kamera. Doch bei der grossen Auswahl muss man sich zuerst zurechtfinden und am besten mal die Kameras in der Hand halten können.

Meine Entscheidung zur Nikon D750 wurde durch folgende Punkte gestützt:

  • Ich kannte Nikon schon von einer anderen Systemkamera.
  • Ich wollte ein neues Modell haben, um nach einem Jahr nicht wieder eine neue Kamera kaufen zu müssen.
  • Die D750 ist keine Profikamera, jedoch auch keine Spielzeugkamera. Ein Kompromiss, welches nicht gerade ein Vermögen kostet.
  • Ich kann 2 SD Karten gleichzeitig verwenden.

Wie weiter…

Mit grosser Begeisterung habe ich die neue Kamera ausgepackt und ziemlich schnell festgestellt, dass ich mit allen Knöpfen und Einstellungsmöglichkeiten nicht auf Anhieb klarkomme. Es gibt zwar den Automatik-Modus, doch wer so viel Geld für eine Kamera ausgibt, sollte auch einiges mehr damit anstellen können. Das erste Problem war die Belichtung. Entweder waren Fotos sehr dunkel oder unscharf. Ich machte mich auf die Suche im Internet und lernte aus verschiedenen Blogs die Grundlagen der drei wichtigsten Einstellungen. Das zweite Problem war, dass die Fotos recht blass und unspektakulär erschienen – im Vergleich zu den Smartphone-Fotos. In dem Moment lernte ich, dass die Smartphone-Hersteller bereits gewisse Voreinstellungen einbauen, zum Beispiel Farbenverstärkung und Kontrast. Die Nikon liefert dagegen „realitätsgetreue“ Aufnahmen, welche danach mit Programmen wie Adobe Lightroom nachbearbeitet werden können.

Auch nach einiger Zeit fühlte ich mich noch unsicher und fragte mich, ob ich meine Kamera genug kennengelernt habe oder mehr wissen sollte. Da hat es mir sehr geholfen, ein paar Stunden Unterricht bei einem bekannten Fotografen zu nehmen, welcher mir recht schnell gezeigt hat, wann man welche Einstellungen braucht und auf was man verzichten kann. Dieses Basiswissen reichte dann, um sich endlich entspannt auf das Fotografie-Abenteuer einzulassen.

Bildbearbeitung

Wer gute Fotos machen will, kommt um ein Bildbearbeitungsprogramm nicht herum. Meine Wahl fiel auf Adobe Lightroom und Photoshop, welche preislich zwar eher oben liegen, aber dafür mächtig was leisten können.

Vorher-Nachher-Bild vom Lilac Breasted Roller Vogel im Serengeti Nationalpark

Vorher-Nachher-Bild vom Lilac-Breasted-Roller-Vogel im Serengeti Nationalpark

Für Anfänger lohnen sich die Tutorials von Adobe zu den Programmen und auch Blogs liefern gute Anleitungen, wie man mit den Programmen umgehen sollte. Somit ist der Einstieg schnell gemacht.

Zubehör

Zu einer guten Kamera gehört auch jede Menge Zubehör. Neben dem Body und dem Objektiv benötigt man sicher eine Kamera-Tasche, in welcher Body und Objektiv gut Platz haben. Ich habe mich schnell dazu entschlossen, ein weiteres Objektiv zu kaufen, da mit dem Standard-Objektiv, welches bei unserem Set dabei war (24-70MM F/2.8G), zwar gute Fotos gemacht werden können, jedoch es für Landschaftsaufnahmen und Fotos mit guter Tiefenschärfe ungeeignet ist.

Wer viel auf Reisen ist, sollte immer auch genügend Akkus und Speicherplatz mitnehmen. Ich reise immer mit drei Akkus und je zwei 128GB Speicherkarten, welche bereits im Gerät sind und für ca. 3.300 Fotos in RAW-Format reichen. Zu all dem kam auch noch ein Stativ von Manfrotto dazu, welches für Panorama-Aufnahmen oder Aufnahmen bei Dunkelheit oder Sonnenauf- und Untergang gut geeignet ist, damit nichts unscharf wird.

Fazit

Auch heute mache ich noch gerne Bilder mit meinem Smartphone, jedoch mit einem anderen Hintergedanken. Für gute Bilder nehme ich mir heute Zeit und die Nikon D750, denn es macht nicht nur mehr Spass, sondern auch mehr Freude an den Bildern, wenn sie später fertig bearbeitet sind.

One comment on “Mein Weg zur DSLR-Kamera

  1. Hans on

    Ich bin bereits einen Schritt weiter, habe seit zig Jahren auf eine DSLR gesetzt und bin mittlerweile auch mit Kompaktkamera gereist und einer Systemkamera. Eine DSLR ist halt immer sperrig und schwer, ein grosser Nachteil bei Reisen. Für Städtetrips vielleicht noch okay, aber mehrwöchige Rundreisen erfordern meist etwas Flexibilität, habe darüber mal einen ausführlichen Artikel geschrieben: DSLR, System- oder Kompaktkamera: http://technikblog.ch/2015/05/die-ideale-reisekamera-dslr-system-oder-kompakt-kamera/

    Vielleicht hilft das dem einen oder anderen auch weiter, sofern man hier verlinken darf 😉

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