Bergsee wird mit Spiegelreflexkamera festgehalten

Die Kameraausrüstung mit in die Ferien nehmen

Ob Kurzurlaub oder lange Reise – die Ferienzeit soll durch tolle Fotos lange festgehalten werden. Viele nehmen Schnappschüsse mit ihrem Handy auf, doch diese verschwinden schnell auf der Speicherkarte des Smartphones und geraten in Vergessenheit. Doch wie sieht die perfekte Reisekamera aus und welche Ausfuhrbestimmungen an Flughäfen sollten beachtet werden? Wir verraten es Ihnen in diesem Beitrag.

Die perfekte Reisekamera

Vorneweg sei gesagt, dass es die perfekte Reisekamera gar nicht gibt. So unterschiedlich die verschiedenen Reisen (Abendteuer-, Wellnessreise etc.) ausfallen, genauso verschieden sind die damit verbundenen Ansprüche an eine Reisekamera.

Junge Frau mit DSLR fotografiert das offene Meer

Mit welcher Kamera soll man seine Erinnerungen festhalten?

Das kommt nun ganz auf die Reise an. Für Abenteuerreisen bieten sich zum Beispiel kleine robuste und Leichte Actionkameras an. Diese sind vor Staub, Erschütterungen und Feuchtigkeit geschützt. Selbst bei schlechtesten Witterungsbedingungen können so gute Bilder oder Videos aufgenommen werden.

Für weniger actiongeladenen Reisen, bei denen eher Tagesausflüge im Vordergrund stehen, sind Kompakt-, Bridge- oder Spiegelreflexkameras die bessere Alternative. Besonders auf Fotoreisen lassen sich fremde Landschaften und Kulturen auf wunderbare Weise entdecken. Um beeindruckende Momente mit tollen Aufnahmen für die Ewigkeit zu bannen, empfiehlt sich eine gute Kameraausrüstung. Dazu gehört eine vernünftige Spiegelreflexkamera, hochwertige Zoom- oder Festbrennweitenobjektive, Wechsel-Akkus und diverse Speicherkarten.

Um nach der Rückkehr aus fernen Ländern keine böse Überraschung am Flughafen zu erleben, sollte man sich kurz mit den vorübergehenden Ausfuhrbestimmungen der Schweiz befassen.

Vorübergehende Ausfuhr aus der Schweiz:

Warenanmeldung

Für private Waren sind bei der Ausreise aus der Schweiz generell keine besonderen Zollvorschriften zu beachten. Ausfuhrzölle sind nicht zu leisten. Bei Reisen sind nur Verbote, Bewilligungen und Beschränkungen bei der Ausfuhr von Tieren, Waffen und Kulturgütern zu beachten.

Abgabenfreie Waren

Grundsätzlich sind persönliche Gebrauchsgegenstände, welche in der Schweiz wohnhafte Personen bei der Ausreise mitgenommen haben und bei der Rückkehr wiedereinführen, abgabenfrei. Dazu gehören neben Kleidung und Hygieneartikel beispielsweise auch Foto-, Film- und Videokameras.

Vorübergehende Ausfuhr

Wer sich unnötige Probleme und Rechtfertigungen mit dem / vor dem Zoll ersparen will, kann „neue oder sehr wertvolle persönliche Gebrauchsgegenstände (z.B. teure Fotokameras) bei der Ausreisezollstelle vormerken oder kennzeichnen lassen.“ Eine schnelle Abwicklung wird durch das Vorzeigen eines Schweizer Verkaufsbelegs bzw. einer Einfuhrzollquittung erreicht. Bei Wiedereinreise in die Schweiz müsste man bei neuwertigen Geräten sonst beweisen, die z.B. Fotokamera nicht im Ausland gekauft zu haben – und das ist immer fast unmöglich. Deswegen ist es dringend zu empfehlen, vor der Ausreise die Geräte vom Zoll kennzeichnen lassen.

Concorde TU-144 von unten

Die Kameraausrüstung im Flugzeug

Gerade bei Fotoreisen kann die Ausrüstung insgesamt schnell mal bis an die zehn Kilo wiegen. Deswegen lohnt es sich, die unempfindlichen und nicht so teuren Sachen mit in den Koffer zu legen. Dazu gehören Zubehör wie Stativ, Kabel, Wechsel-Akkus und Speicherkarten. Empfindliche und wertvolle Teile, wie Body und Objektiv, sollten im Handgepäck mitgeführt werden. Dafür gibt es spezielle Taschen zum Umhängen. Kamera und Objektiv sind dann so verstaut, dass beide beim Sicherheitscheck schnell vorgezeigt und zusammengebaut werden können. Das Sicherheitspersonal kann Objektive stichprobenartigen auf Sprengstoff untersuchen. Ausserdem können sie verlangen, dass man die Funktionsfähigkeit der Kamera mit einer Aufnahme vor Ort beweist.

Das Handgepäck darf bei den meisten Airlines acht Kilogramm nicht überschreiten, gerade Billigfluglinien haben noch striktere Gewichtsbestimmungen. Bei manchen Fotoausrüstungen führt das zu Problemen und bei Überschreitung des Gewichts kann es sehr teuer werden. Um sich diesen Ärger zu ersparen, genügt folgender Trick:
Abgesehen von den Billig-Airlines ist es möglich, die Spiegelreflexkamera umzuhängen und kleinere Objektive in der Jackentasche zu verstauen. Denn bei vielen Airlines gelten am Körper befindliche Gegenstände nicht als Handgepäck. Natürlich erhöht sich dadurch der Aufwand bei der Sicherheitskontrolle, da alle am Körper befindlichen Geräte vor dem Scan abgelegt werden müssen. Die meisten Airlines erlauben aber eine zusätzliche Kameratasche, am besten, Sie informieren sich vor Abflug online.

Fazit

Heutzutage ist es kein Problem, mit wertvoller Kameraausrüstung in die Ferien zu fliegen. Jeder sollte allerdings für sich selbst entscheiden, welche Kamera-Alternative die richtige ist.

 

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