Brennweite

Die Brennweite bezeichnet den Abstand zwischen der Aufnahmeebene, also der Linse, und dem Fokus. Angeben wird die Brennweite in Millimetern. Je grösser die Brennweite, desto grösser ist die Abbildung des Objekts bei gleichbleibenden Abstand. Sie ist somit auch ein Ausdruck des Abbildungsmassstabs bei einem gegebenen Objektabstand. Die Brennweite beeinflusst den Blickwinkel eines Objektivs damit direkt. Je grösser die Brennweite, desto grösser wird das Objekt dargestellt, was den Objektausschnitt verringert und somit auch den Blickwinkel.

Viele moderne Objektive erlauben eine manuelle Einstellung der Brennweite in einem gegebenen Rahmen, umgangssprachlich spricht man vom „Zoomen“. Ein Objektiv mit einer Brennweite von 50 mm wird als Normalobjektiv bezeichnet, da dieses ungefähr dem Blickwinkel des menschlichen Auges mit 46 Grad entspricht. Objektive mit Brennweiten unter 50 mm bezeichnet man als Weitwinkelobjektive. Diese erlauben die Abbildung besonders grosser Aufnahmewinkel. Objektive mit Brennweiten unter 20 mm werden als Superweitwinkelobjektive bezeichnet. Die absolute Steigerungsform von Weitwinkelobjektiven sind Fischaugenobjektive, sie erlauben einen Bildwinkel von 180 Grad und produzieren zumeist runde Bilder. Aufgrund des hohen Bildwinkels eignen sich Weitwinkelobjektive hervorragend für Landschaftsaufnahmen.

Objektive, die eine Brennweite von mehr als 50 mm haben, werden als Teleobjektive bezeichnet. Sie erlaube eine enorme Vergrösserung des aufgenommenen Objektes. Durch diese Vergrösserung verringert sich jedoch der Bildwinkel, wodurch der auf das Bild passende Bildausschnitt deutlich kleiner ist als bei einem Weitwinkelobjektiv. Besitzt ein Objektiv eine Brennweite von mehr als 300 mm wird es als Superteleobjektiv oder Ultrateleobjektiv bezeichnet.

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