Blende

Die Blende reguliert die Lichtmenge, die auf den Sensor fällt. Ist die Blende vollständig geöffnet, fällt sehr viel Licht hindurch. Je mehr die Blende geschlossen ist, desto weniger Licht kann auf den Sensor fallen. Die Blende ist zumeist ein mechanisches System, welches aus kreisförmig angeordneten Lamellen besteht, die sich übereinander verschieben um den Lichtdurchlass zu verkleinern oder zu erweitern.

Häufig kommt es in Bezug auf die Blende zu Verwirrungen, da es verschiedene Darstellungsarten gibt.

Im eigentlichen Sinne wird die Blende durch einen Bruch angegeben, den sogenannten Blendenwert. Dieser wird entweder als 1/Blendenzahl oder f/Blendenzahl angegeben. Manche Kamerahersteller geben aber nur die Blendenzahl selbst auf den Objektiven an.

Folgende Blendenzahlen gehören zur internationalen Standard-Blendenreihe:

1 | 1,4 | 2 | 2,8 | 4 | 5,6 | 8 | 11 | 16 | 22 | 32 | 45 | 64 | 90

Üblicherweise haben normale Objektive eine maximale Blendenzahl von 22, einige spezielle Ausführungen verwenden höhere Blendenzahlen.

Wenn von Blende 4 die Rede ist, ist eigentlich 1/4 oder f/4 gemeint. Die Darstellung als Bruch vereinfacht das Verständnis für die Blende. Wie aus der Mathematik bekannt, bewirkt eine Vergrösserung des Wertes unter dem Bruchstrich eine Verkleinerung der Zahl. 1/16 ist eine kleinere Zahl als 1/4. Ebenso bewirkt eine Vergrösserung der Blendenzahl eine Verringerung des Lichtdurchfalls durch die Blende. Bei einer Blendenzahl 16 ist die Blende deutlich geschlossener als bei Blendenzahl 4, es kommt also weniger Licht durch die Blendenöffnung.

Zu merken gilt:

  • Blendenwert = 1/Blendenzahl
  • Je kleiner der Blendenwert, desto weniger Licht fällt durch die Blende
  • Je grösser der Blendenwert, desto mehr Licht fällt durch die Blende

Je nach dem verfügbaren Umgebungslicht sollte man eine passende Blende wählen. Ist wenig Licht vorhanden, sollte man einen grossen Blendenwert wählen, um möglichst viel Licht durch die offene Blende auf den Sensor zu leiten. Ist es jedoch sehr hell, kann man den Lichteinfall mit einem kleinen Blendenwert regulieren. Bei einem kleinen Blendenwert ist die Blende geschlossener und lässt weniger Licht auf den Sensor. Durch die Wahl der Blende vermeidet man also Über- und Unterbelichtung von Fotos.

Die Wahl der Blende beeinflusst einige andere Faktoren der Fotografie. Wählt man einen grossen Blendenwert (also eine Blende mit kleiner Blendenzahl), dann ist die Blende weit geöffnet. Dementsprechend fällt mehr Licht auf den Sensor, was die Verwendung kurze Belichtungszeiten möglich macht. Fällt durch die Verwendung eines kleinen Blendenwertes wenig Licht auf den Sensor, muss man das Bild entsprechend lang belichten, um ein gutes Resultat zu erzielen.