Bildrauschen

In der digitalen Fotografie entsteht Bildrauschen durch Störpixel in einer Bilddatei, die keine korrekten Farb- oder Helligkeitswerte besitzen und damit vom ursprünglichen Bildsignal abweichen. Als Mass für den Rauschanteil gilt das Signal-Rausch-Verhältnis: Je höher dieser Wert ist, desto geringer ist das Rauschen.

Es wird zwischen Farb- und Helligkeitsrauschen unterschieden. Farbrauschen (Chrominanzrauschen) entsteht meist in sehr dunklen Bildbereichen und äussert sich durch bunte Pixel. Die Pixel weisen also eine abweichende Farbe auf. Beim Helligkeitsrauschen (Luminanzrauschen) weichen die Pixel in der Helligkeit ab, sichtbar meist in einfarbigen Bereichen eines Bildes.

Die Ursachen für Bildrauschen können vielfältig sein, hängen aber zumeist mit dem Fotosensor der verwendeten Kamera zusammen. Die auf dem lichtempfindlichen Fotosensor befindlichen Pixel messen das Licht hinsichtlich Helligkeit sowie Farbe und wandeln diese Informationen in digitale Werte um, aus denen schliesslich das Bild entsteht. Bei dieser Messung können Fehler auftreten. Infolgedessen werden die Bildinformationen falsch erfasst und Bildrauschen entsteht.

Die Stärke des Bildrauschens ist dabei abhängig von der Pixelgrösse und dem Pixelastand (Pixelpitch). Je kleiner die Pixel sind und je geringer der Pixelabstand ist, desto weniger Licht können die einzelnen Pixel aufnehmen und umso mehr Rauschen entsteht. Steigt die Pixelanzahl bei gleichbleibender Sensorgrösse, verringert sich deren Grösse und Abstand zueinander und die Bildqualität sinkt. Aus diesem Grund liefern DSLRs im Vergleich zu Kompaktkameras bessere Bilder, denn bei vergleichbarer Pixelanzahl besitzen sie eine grössere Sensorfläche.

Eine weitere Ursache für Bildrauschen ist die verwendete ISO-Einstellung, also die Lichtempfindlichkeit des Sensors. Die Lichtsignale werden dabei vom Aufnahmechip der Kamera erfasst und elektronisch verstärkt. Eine Verstärkung ist bei unvorteilhaften Lichtverhältnissen sinnvoll, führt aber gleichzeitig dazu, dass sich die Bildqualität verschlechtert und Bildrauschen auftritt.

Ein weiterer Einflussfaktor ist die Arbeitstemperatur des Sensors, der sich bei langen Belichtungszeiten oder dem Live-View erhitzt. Auch dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit für Bildrauschen.

Durch gezielte Massnahmen kann das Rauschen unterdrückt bzw. verringert werden. An der Kamera lassen sich bestimmte Rauschfilter einschalten, die durch den Einsatz spezieller Algorithmen das Bildrauschen minimieren. Weiterhin können nachträglich Bildbearbeitungsprogramme verwendet werden. Auch beim Fotografieren selbst können einige Punkte beachtet werden. Der Einsatz eines Blitzes verbessert die Bildqualität, da durch das zusätzliche Licht der ISO-Wert verringern werden kann. Das erlaubt dem Fotografen mit einer niedrigeren Empfindlichkeit zu arbeiten, um die Bildqualität zu steigern.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.